100 Euro: Land soll Schulanfänger mit „Zuckertüten-Scheck“ ausstatten  

3

Sachsen will jeden ABC-Schützen mit einem «Zuckertüten-Scheck» in Höhe von 100 Euro ausstatten. SPD-Fraktionschef Dirk Panter sprach am Montag in Dresden von einem Herzensanliegen seiner Fraktion. Das Geld solle dazu dienen, Unterrichtsmaterialien wie Hefte, Bücher und Stifte zu bezahlen. Für die kommenden drei Jahre sind dafür je rund 4,5 Millionen Euro veranschlagt.

Der Aufwand, einen Seiteneinsteiger zu betreuen, soll honoriert werden. Foto: Thommy Weiss / pixelio.de
Einen Scheck über 100 Euro soll’s für jeden i-Dotz geben. Foto: Thommy Weiss / pixelio.de

Die Koalitionsfraktionen von CDU, Grünen und SPD hatten sich in der Vorwoche auf gemeinsame Änderungsanträge für den Doppelhaushalt 2023 und 2024 verständigt. Insgesamt kommen allein von den Koalitionären rund 300 Änderungsanträge. CDU-Fraktionschef Christian Hartmann geht davon aus, dass der Doppeletat am Ende bei etwas mehr als 49 Milliarden Euro liegen wird.

Lernspiele im shop.4teachers.de

Allein zur Bewältigung der Energiekrise sollen 2,4 Milliarden Euro fließen. Zwei Milliarden Euro sind für die Kofinanzierung der Entlastungspakete des Bundes geplant, je 200 Millionen Euro für Härtefälle und zusätzliche Kosten etwa für Kitas, Kultur und Verbraucherschutz. Erstmals werden dabei auch die sächsischen Tafeln mit je 500 000 Euro pro Jahr unterstützt.

Sachsens schwarz-grün-rote Regierung hatte sich im Sommer auf einen Rekord-Haushalt für die beiden kommenden Jahre geeinigt. Der Regierungsentwurf sieht 48,5 Milliarden Euro vor – rund 5,5 Milliarden Euro mehr als im aktuellen Doppelhaushalt. Durch die Änderungsanträge wird diese Summe noch einmal leicht steigen. News4teachers / mit Material der dpa

Initiative startet Petition für kostenloses Schulessen in Deutschland

Anzeige


Abonnieren
Benachrichtige mich bei

3 Kommentare
Älteste
Neuste Oft bewertet
Inline Feedbacks
View all comments
Konfutse
2 Monate zuvor

Vielleicht wäre es sinnvoller, statt Schecks Gutscheinbons auszugeben: An einer zentralen Stelle oder in Schreibwarenläden dürfen sich Eltern und Schüler gegen Bons Hefte, Stifte, Füller usw. aussuchen und mitnehmen. Da wäre das Geld tatsächlich zweckgebunden und würde vielleicht auch wirklich da ankommen, wo es landen sollte, nämlich beim Kind.

Fakten sind Hate
2 Monate zuvor

Das Geld sollen sie lieber an die Schulen geben, welche dann per Großeinkauf die notwendigen Hefte kaufen.

Realist
2 Monate zuvor

Können sich die Kiddies 1 bis 2 Playstation-Games von kaufen: „Will keine Stifte! (heul, schluchz). Will Fifa 23!“… Wie viele Eltern haben die Nerven, dem zu widerstehen…