Schulministerin will „Alltagshelfer“ für Grundschulen rekrutieren – Qualifikationsanspruch: keiner

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DÜSSELDORF. Ende 2022 hat Schulministerin Feller ein großes Maßnahmenpaket gegen den Lehrermangel in NRW vorgestellt. Jetzt setzt sie weitere Ankündigungen um – nicht alle machen das Berufsfeld Schule attraktiver.

Das Aufgabenspektrum der „Alltagshefer“ an Grundschulen wirkt etwas diffus. Foto: Shutterstock

Die Grundschulen in Nordrhein-Westfalen können damit beginnen, sogenannte Alltagshelfer einzustellen. Zum 1. Mai treten zudem rechtliche Änderungen in Kraft, die den Seiteneinstieg für Lehrkräfte erleichtern. Das kündigte Schulministerin Dorothee Feller (CDU) in Düsseldorf an. Die Maßnahmen sind Teil ihres Handlungskonzepts für eine bessere Unterrichtsversorgung in NRW, das die Ministerin im Dezember vorgestellt hatte.

Alltagshelfer sollten Lehrkräfte an Schulen unterstützen, damit diese sich stärker auf den Unterricht konzentrieren könnten, erklärte Feller. Das könne zum Beispiel die Vorbereitung des Klassenzimmers sein, die Beaufsichtigung oder auch die Unterstützung einzelner Schülerinnen oder Schüler bis diese überhaupt arbeitsfähig sind. Pädagogische Aufgaben und Lehrtätigkeiten sind ausdrücklich nicht gemeint. «Alltagshelferinnen und Alltagshelfer müssen keine formelle Qualifikation nachweisen», erläuterte das Ministerium. Maßgeblich sei deren Eignung für diese Unterstützung. «Die Einstellungsentscheidung trifft die Schulleitung.»

«Alltagshelferinnen und Alltagshelfer werden auf unbesetzten Stellen eingestellt. Dies steht aber der Einstellung von Lehrkräften nicht im Wege»

Die Stellen würden als Tarifstellen mit einer regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit von maximal 30 Stunden ausgeschrieben. «Alltagshelferinnen und Alltagshelfer werden auf unbesetzten Stellen eingestellt. Dies steht aber der Einstellung von Lehrkräften nicht im Wege.» Für letztere sollen zum 1. Mai per Erlassänderungen Erleichterungen geschaffen werden. Seiteneinsteigern werden an den Grundschulen gleich mehrere Türen geöffnet. Unter anderem werden Fachkräfte mit der Befähigung für das Lehramt an Gymnasien und Gesamtschulen die Möglichkeit erhalten, dauerhaft an einer Grundschule eingestellt zu werden.

Kröte für die Lehrer: Neueingestellte können künftig grundsätzlich an besonders belastete Schulen abgeordnet werden. Auf der anderen Seite wird für den Einstieg in den Schuldienst die Sprachhürde für Lehrkräfte aus dem Ausland zunächst abgesenkt. Für eine dauerhafte Übernahme muss jedoch weiterhin die höchste Kompetenzstufe im gemeinsamen europäischen Referenzrahmen für Sprachen erreicht werden: C2.

Schulforscher, Lehrerverbände und Schülervertreter hatten vor drei Wochen bei einer Sachverständigen-Anhörung zu dem Unterrichtskonzept im Düsseldorfer Landtag vor einer «Deprofessionalisierung» des Lehrerberufs beim Stopfen von Personallücken gewarnt. Der Landesvorsitzende des Lehrerverbands Bildung und Erziehung, Stefan Behlau, unterstrich diese Sorge auch in einer Mitteilung. Alltagshelfer seien dennoch zu begrüßen – «vorausgesetzt, dass diese Stellen auch besetzt werden können».

Mit den dienstrechtlichen Maßnahmen, die bereits im vergangenen Monat umgesetzt worden sind, habe sich das Berufsfeld Schule verschlechtert, kritisierte Behlau. Einschränkungen bei der Teilzeit oder Daumenschrauben für Lehrer, die nach einer Beurlaubung nun in einem Umkreis von bis 50 Kilometern zum Wohnort eingesetzt werden könnten – statt zuvor bis zu 35 Kilometern – wirkten sich negativ auf die Personalsituation in den Schulen aus. News4teachers / mit Material der dpa

Mehr Abordnungen, weniger Teilzeit, (noch!) keine Mehrarbeit: Wie Feller dem Lehrermangel begegnen will

 

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Fräulein Rottenmeier
1 Jahr zuvor

Alltagshelfer auf unbesetzte Stellen? Auf Vertretungsstellen oder Planstellen? Und wie soll das gehen? Der Artikel bezieht sich auf das Handlungskonzept vom 14. Dezember und da steht es genauso nebulös….
Dort heißt: „Um diesen Schulen unter Berücksichtigung ihrer Besonderheiten eine spürbare – physische und psychische, alltagstaugliche und zeitnahe – Entlastung anbieten zu können, soll es ermöglicht werden, Unterstützungspersonal auf nicht zu besetzende Lehrerstellen befristet einstellen zu können.“
Jede nicht besetzte Stelle schreiben wir umgehend aus und besetzen diese im Zweifel mit Seiteneinsteiger/ Studenten….auch befristet….
Alltagshelfer würden wir wenn Bitte extra einstellen…..

Andre Hog
1 Jahr zuvor

Sehr geehrtes Fräulein Rottenmeier,
Fragen auf diesem inhaltlichen Niveau verstehen die Verantwortlichen gar nicht, weil sie die praktische Relevanz nicht nachvollziehen können.
Das ist eines der schlimmsten Mankos in unserem System…Idioten in Minister- und Staatssekretärämtern randalieren in ihnen unbekannten Systemen und glauben allen Ernstes, dass sie damit „Zukunft gestalten“ oder „aktuelle – und perspektivisch lang anhaltende Krisen“ bewältigen.

Da mir seitens der Red unseriöses Kommentieren und herabwürdigende Äußerungen vorgeworfen wurde, verabschiede ich mich mit diesem Beitrag aus dem Forum.

Ich möchte doch nicht das Niveau der kommentarischen Auseinandersetzung zu bildungsaktuellen Diskussionen auf ein nicht ernstzunehmendes Niveau mit strafrechtlich relevanten Formulierungen herabsetzen.

Ich wünsche allen Leser*innen das Allerbeste.
Fare well!!

Andre Hog

Pit2020
1 Jahr zuvor
Antwortet  Andre Hog

@Andre Hog

„verabschiede ich mich mit diesem Beitrag aus dem Forum.“

Och nö. 🙁

So ist das
1 Jahr zuvor
Antwortet  Pit2020

Das war noch zu leise, lieber Pit, jetzt nochmal im Chor:
OCH NÖ !
[DRS]

PS: Ich kann mir einen Samtpfoten-Andre Hog 😉 zwar nicht so recht vorstellen,
trotzdem: es wär schad !

So ist das
1 Jahr zuvor
Antwortet  Pit2020

-2 Wie die taz H. Lindner sieht.
Wer so vorgeht, muss mit Widerspruch rechnen.

> ungefähr so ?
„und glauben allen Ernstes, dass sie damit „Zukunft gestalten“ oder „aktuelle – und perspektivisch lang anhaltende Krisen“ bewältigen“

https://taz.de/Lindner-zur-Kindergrundsicherung/!5923628/

Fräulein Rottenmeier
1 Jahr zuvor
Antwortet  Andre Hog

Wirklich schade, da ich ihre Ansichten immer erfrischend und unverblümt fand, manchmal auch konfrontativ aber nie verschwurbelt.
Manchmal ist es aber besser mal eine Pause zu machen und sich anderen Dingen zu widmen. Jetzt sind Osterferien und da kann und sollte Schule mal in den Hintergrund treten…..
Alles Gute!

Mary-Ellen
1 Jahr zuvor
Antwortet  Andre Hog

🙁

TaMu
1 Jahr zuvor
Antwortet  Andre Hog

Andre Hog, ich kann Sie verstehen, würde Sie und Ihre Beiträge aber sehr vermissen. Vielleicht schauen Sie doch gelegentlich wieder vorbei? Alles Gute

Kathrin
1 Jahr zuvor
Antwortet  Andre Hog

Lieber Andre Hog, du bist ein wortgewaltiger Kollege, der vieles sehr prägnant und überaus treffend auf den Punkt bringt. Deine Kommentare lese ich immer mit Interesse.
Ich erlaube mir folgende Anmerkung:
Bei etlichen der Kommentare habe ich – gerade in letzter Zeit – gedacht, wie sehr muss dich die schulpolitische Situation fertigmachen, dass du so „böse“ reagierst. Für meinen Geschmack mitunter zu unkontrolliert. Eine persönliche Erfahrung: Zuträglich für die eigene Psychohygiene ist das nicht, bewirkt eher das Gegenteil.
Erholsame Ferien!
Und hoffentlich: Auf bald mal wieder, denn deine Kommentare sind hier oft das Salz in der Suppe!!
Grüße aus der Nachbarschaft!

Walter
1 Jahr zuvor
Antwortet  Kathrin

Ghostwriter vielleicht …

Realist
1 Jahr zuvor

„…Unterstützungspersonal auf nicht zu besetzende Lehrerstellen…“

Und ich gehe davon aus, dass diese fehlenden Lehrerstellen damit aus der Statistik irgendwann verschwinden werden… Kreativ den Lehrkräftemangel lösen…

Anne
1 Jahr zuvor

Bis ich dem Alltagshelfer erklärt habe, was er/sie zu tun hat, hab ich das dreimal selbst erledigt. Klassenraum vorbereiten-ich lach mich schlapp…

Fräulein Rottenmeier
1 Jahr zuvor
Antwortet  Anne

Während der Pool Corona Tests hatte die Nachbarschule einen Alltagshelfer von der OGS angestellt und dieser hatte dann die Tests vorbereitet. Das wäre tatsächlich eine große Hilfe gewesen….mir fiele dann noch Geld einsammeln ein, Listen führen, kopieren, aber sonst? Es sollen ja gerade keine pädagogischem Aufgaben sein….vielleicht noch Vorbereitungsräume in Ordnung halten…..

Canishine
1 Jahr zuvor

Corona-Tests (hier Gymnasium): Ach, da wird man ja fast nostalgisch, wenn man an die Zeiten denkt, als man noch nicht aus jeder Unterrichtsstunde jede freie Deputatsminute herausquetschen musste, sondern den Kindern in Ruhe beim morgendlichen Nasebohren und Schnäuzen zusehen konnte.

Riesenzwerg
1 Jahr zuvor

Kopieren, tablets hochtragen, austeilen, E-Board hochfahren, OHP besorgen, Schülys verpflastern, Kaffee kochen und Kaffee holen (mein Traum!), Kunstraum aufräumen (was den Schulys wierder Verpflichtungen nimmt, die Schulküche nach dem weihnachtlichen Plätzchen backen reinigen (was auch zur Aufgabe der Schülys gehört…) …

das kann schon alles entlastend sein.

Manches kann ich nicht im Vorfeld planen – es gibt ja durchaus Dinge, die sich aus dem aktuellen Unterricht heraus für morgen ergeben …. Dann nach dem Unterricht besprechen?

Zumindest anfangs wird das unrund laufen. Kann sich aber regeln lassen.

Datenschutzfragen, Stellenbeschreibung, …, muss alles geklärt werden..

Last edited 1 Jahr zuvor by Riesenzwerg
Indra Rupp
1 Jahr zuvor
Antwortet  Riesenzwerg

Kaffee kochen würde ich definitiv nicht! Bin keine Hotelbedienung und die Schule ist kein Hotel für Lehrer.

Linguista
1 Jahr zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Sehr geehrte Frau Rupp,

es gibt noch so viel mehr, was Sie nicht sind!

Fräulein Rottenmeier
1 Jahr zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Würde aber im Alltag helfen…. Nichts für ungut….

Indra Rupp
1 Jahr zuvor

Nee und ich bringe auch keinen Kaffee und ich wische auch nicht die Flecken weg, wenn ihr geplörrt habt und ich putze euch auch nicht den Mund ab. Das müsst ihr selber können, egal wieviel ihr sonst zu tun habt.

Indra Rupp
1 Jahr zuvor

Wenn’s keine anderen Sorgen gibt, als das einer Kaffee kochen muss…

Fräulein Rottenmeier
1 Jahr zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Das habe weder ich noch andere behauptet. Aber tatsächlich würde es mich entlasten, denn seit sechs Jahren koche ich den Kaffee, da ich morgens als erstes da bin….und nein, es störte mich bisher nicht sonderlich, dass ich diese kleine Aufgabe übernommen habe. Hat meiner Meinung auch nichts mit Hotel zu tun….sondern einfach mit der verfügbaren und notwendigen Droge am Morgen… 🙂
Tatsächlich haben wir andere Sorgen…..Ihre Einstellung an unserer Schule würde ich nun auch auch nicht vom Kaffeekochen abhängig machen….

Indra Rupp
1 Jahr zuvor

Das ist schon was anderes, ob Sie sich als Schulleiterin auf Augenhöhe mit Ihrem Kollegium begeben, mit dem Sie sich eh gemeinsam aufhalten und Kaffee trinken oder ob Reinigungskräfte, Inklusionshelfer oder Alltagshelfer, die im Lehrer Zimmer – dort befindet sich idR die Kaffeemaschine- nichts zu suchen haben, dort ausnahmsweise herein gelassen werden, um andere zu bedienen.

Dazu käme noch, dass erfahrungsgemäß Kollegien verschiedenartig sind und, während die einen suggerieren, dass das gar kein Problem wäre dort rein zu gehen, die anderen einen unfreundlich wieder hinaus befördern – naja, wenn’s Kaffee gibt, dann halt unmittelbar danach.
Das gleiche übrigens, wenn man auf dem Flur mit den Kindern lesen üben soll. Der Eine sagt, man soll das machen, dann kommt der nächste an und sagt, man soll da nicht stören.
Und dann findet eine Feier statt und die Musiklehrerin kann kein Klavier und die eigentliche Klavierspielerin fehlt und Lehrerin A sagt, man soll das Lied mal eben schnell üben und in 20min, wenn die Feier stattfindet, als Gesangsbegleitung spielen. Und Lehrerin B sagt, nö! Weil Eltern sind keine Musiklehrer. Und in den 20min kommt alle 5min abwechselnd Lehrerin A und hat diese und Lehrerin B und hat jene Meinung – bis einen Lehrerin B schließlich vor der halben Schule unfreundlich vom Klavier wegjagt und man die blöde Mutter ist, die sich da einfach ans Klavier setzt. Lehrerin A und die Musiklehrerin wiederum finden einen jetzt auch blöd, weil man sagt, man spielt das und tut es jetzt doch nicht und schließlich singen alle „Geh aus mein Herz…“ zu völlig falschen Akkorden von der Musiklehrerin, die kein Klavier kann und sich wegen mir nun blamiert. Eigentlich müsste ja jeder Musiklehrer Klavier können… egal, war halt Waldorf.
Und nach der Feier müssen Stühle weggeräumt werden, doch da kommt Lehrerin B und sagt, die Stühle müssen gar nicht weg, was Lehrerin A wieder anders sieht….

Aber Erbrochenes aufwischen, den Kindern einen Kakao kochen, ja, das würde ich machen. 🙂

Kathrin
1 Jahr zuvor
Antwortet  Indra Rupp

„Aber Erbrochenes aufwischen, den Kindern einen Kakao kochen, ja, das würde ich machen.“ Ich definitiv nicht

Indra Rupp
1 Jahr zuvor
Antwortet  Kathrin

Hm? Und wie soll man den Geruch dann den Rest des Tages aushalten? Zumal das zu weiterem erbrechen führen könnte… 🙂

unverzagte
1 Jahr zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Liebe Indra Rupp,
ich finde Ihre Beiträge in der Regel unterhaltsam, lese sie gern und bewundere Ihr dickes Fell in diesem „Haifischbecken“…
Kleine Anmerkung zu Ihrem letzten Text: Musiklehrer*innen müssen nicht unbedingt Klavier spielen können, eine Gitarre täte es auch.
Ich vermute, Sie sind eine wunderbare Hilfe im Schulalltag – nicht nur um Unverdautes aufzuwischen und Kakao kochen 😉

Indra Rupp
1 Jahr zuvor
Antwortet  unverzagte

Danke, ich habe mal gehört, dass das Klavier ein Pflicht – Instrument im Studium ist…

unverzagte
1 Jahr zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Ist wohl auch hochschulabhängig, Ländersache etc. Ein Meldodieinstrument ist sicherlich verpflichtend, aber eben nicht unbedingt das Klavier.

Walter
1 Jahr zuvor
Antwortet  unverzagte

Ohne die letzten acht Worte wäre es deutlich ehrlicher portiert.

unverzagte
1 Jahr zuvor
Antwortet  Walter

Brille verlegt? Ehre, wem Ehre gebührt – unabhängig davon, wen Sie durch den Kakao ziehen möchten.

Walter
1 Jahr zuvor
Antwortet  unverzagte

Wer sprach von kakao und Kuchen, dass ein Krümel mitredet.

Julia
1 Jahr zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Da ich mir von meinem Einkommen Faktor 5 mal mehr Kaffee kaufen kann als Sie und im Zweifel meine Sekretärin so nett ist- wen juckt’s?

Bla
1 Jahr zuvor
Antwortet  Indra Rupp

In meiner Ausbildung hatte ich auch Kaffee gekocht. Fand ich jetzt nicht sonderlich schlimm. Nebenbei auch geputzt und sauber gemacht. „Hotelbedienung“ hatte ich aber auch nicht gelernt.

Haben Sie etwas gegen Kaffee? Ich würde Ihnen sogar einen Kaffee kochen, wenn es Ihnen dann besser ginge und Sie bei mir als „Alltagshelfer/in“ wären.

Schule ohne Warmwasser, mit Schwimmel usw. wäre als Hotel in Deutschland eher schwierig in den meisten Gegenden. Kommt also drauf an, an welcher Schule man ist und ob das jetzt sonderlich als Hotel durchginge. Im Hotel hätte man normalerweise auch nen Zimmerchen für sich … Das wäre doch mal was, damit man vor Ort auch sinnvoll arbeiten kann.

unverzagte
1 Jahr zuvor
Antwortet  Bla

Während eines Praktikums innerhalb der Ausbildung zur Erzieherin warf mir ein Typ ohne Worte ein Paket Kaffee zu – bekam er postwendend zurück geschmissen.

Bin selbst Kaffeejunkie, aber diese seltsame Selbstverständlichkeit, dass vornehmlich Leute, die in der Hierarchie eher unten stehen, automatisch zur Servicekraft werden ist schon befremdlich.

Bla
1 Jahr zuvor
Antwortet  unverzagte

Ja, aber das mit dem Kaffee habe ich nicht eingebracht. Trinke normalerweise auch kaum bis gar kein Kaffee. Es geht generell um den Umgang mit seinen (Mit-)Menschen.

Wenn das in der Stellenbeschreibung so stehen würde, dann wär’s halt so. Wenn nicht, dann nicht. Ich hätte gar keine Lust, dass mir jemand immer nen Kaffee nachbringen würde … Mal ganz davon abgesehen.

In meiner Ausbildung hatte ich die Zeit und keiner hat darauf beharrt. Das gehörte halt irgendwie dazu, wenn Meetings sind, dass ich auch mal nen Kaffee machte … Sah ich nie als Problem oder „unwürdig“.

Canishine
1 Jahr zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Oh, ich würde das eine oder andere Mal lieber für Kollegen Kaffee kochen, als typische „Lehrerdinge“ tun zu müssen. Die Wertschätzung der Kollegen wäre mir gewiss (nicht, dass ich eine Barista-Weiterbildung hätte, aber die Kollegen freuen sich schon über kleine Gesten).

StrichVorPunkt
1 Jahr zuvor
Antwortet  Anne

Das sind doch nur Beispiele. Meine Güte. Dann hat man jetzt in seiner durchdigitalisierten Schule eine Person, die Kopien für alle anfertigen und zurechtlegen kann. Ist doch ok.

Heidger Brandt
1 Jahr zuvor
Antwortet  Anne

Für meinen Kunst- und den Werkraum mit seinen vielen Utensilien, die ständig der Aufräumung und (Aus-)Sortierung bedürfen, würde das durchaus eine Hilfe sein, abgesehen davon, dass diese Aufgaben häufig hilfreiche Schülerinnen und Schüler übernehmen.

Hilfreich wäre dagegen eine Betreuungshilfe für Schüler mit Förderbedarf, die ohne eng begleitende kleinstschrittige Hilfe nicht einmal die für die anderen problemlos umzusetzenden Arbeitsschritte bewältigen können, um dem Gros der Klasse bei der Bewältigung der anstehenden allgemeinen Anforderungen behilflich sein bzw. diesen zu erweiterten Lernschritten verhelfen zu können.
Gleichzeitig wird der laufende Wahnsinn der „Inklusion“ bzw. unseres kaputtreformierten bzw. kaputtgesparten Bildungssystems deutlich: Schüler/innen mit Förderbedarf müssen in hierfür spezialisierten Schulen in angemessen kleinen Gruppen von fachspezifisch ausgebildetem Personal betreut werden, um überhaupt zum Kern des jeweiligen Problems vorstoßen und die – meist in der Frühphase ihrer Kindheit angehäuften – Defizite ausgleichen und nach Möglichkeit überwinden zu können. Ebenso ist es notwendig, für alle anderen die jeweils beste Schulform für die Entwicklung ihrer spezifischen Fähigkeiten bereitzuhalten.

So, in den zunehmend extrem heterogen zusammengesetzten Klassen auch an den Gymnasien bei Klassenstärken von 28 und mehr, kann kein Lehrer allen Kindern und Jugendlichen in dem erforderlichen Umfang gerecht werden und damit auch nicht die maximal möglichen Entwicklungsfortschritte einleiten und befördern. Die damit verbundene permanente Überbelastung ist nicht nur frustrierend. Erweiterter Kollateralschaden: Zur Zeit werden ganze Lehrergenerationen sehenden Auges in kürzester Zeit verschlissen.

Aber wenn das System endgültig kollabiert, weil immer mehr Kolleg/innen frühzeitig ausscheiden und immer weniger junge Menschen unter diesen Bedingungen Lehrer werden wollen, weil die multinationale „Brennpunktschule“ „Dank“ der immer weiter zunehmenden Zuwanderung aus den kollabierenden „Krisenstaaten“ immer mehr zur Regelschule wird, sind die für diese „Entwicklungen“ und Zustände Verantwortlichen längst nicht mehr im Amt und genießen ihre sicheren Pensionen.

so?!
1 Jahr zuvor
Antwortet  Anne

Den Praktikanten von unserem Gymnasium muss ich meist nur wenig erklären, sie sind oft eine echte Hilfe (solange sie das Smartphoneverbot beachten). Alltagshelfer ohne Grips aber taugen nix.

Georg
1 Jahr zuvor
Antwortet  Anne

Ich frage mich auch ernsthaft, was Alltagshelfer genau machen können. Kopieren wäre möglich, Tische umbauen vor einer Klassenarbeit vielleicht auch noch. Während des Unterrichts scheidet alles aus, weil die ja weder Inklusionshelfer noch sonst wie unterstützen dürfen. Viel mehr als Mindestlohn wird es ohnehin nicht geben.

Canishine
1 Jahr zuvor
Antwortet  Anne

Ich glaube eher, dass einem (!) Alltagshelfer die Arme ausgerissen werden, weil viele Lehrer dringenden Bedarf haben / anmelden. (Ich hätte neben dem Aufräumen des Experimentierraums auch noch gerne einen Kaffee …)

gehtsnoch
1 Jahr zuvor

Endlich ein Macherin. Sollten sich die anderen 15 mal ein Beispiel nehmen am 01. April.

Dil Uhlenspiegel
1 Jahr zuvor

Sind das die neuen, etwas älteren „SuS“, die auch noch in den zu engen Räumen drinhocken und Kekse essen oder daddeln?

nurmalso
1 Jahr zuvor

Abgesehen von der Zustimmung zu dem, was Fräulein Rottenmeier und Anna schon angeführt haben, grübele ich über folgende Aussagen:
„die Beaufsichtigung oder auch die Unterstützung einzelner Schülerinnen oder Schüler bis diese überhaupt arbeitsfähig sind. Pädagogische Aufgaben und Lehrtätigkeiten sind ausdrücklich nicht gemeint.“

Schüler*in ist nicht arbeitsfähig kann dann wohl nur heißen, findet Mäppchen nicht in der Schultasche oder Reißverschluss klemmt. Also nicht: ist nicht arbeitsfähig, weil er/sie schreiend durchs Schulgebäude rennt, trotzend unterm Tisch hockt, um sich tritt, Sachen umherwirft, hemmungslos weint…
Oder soll auch da unterstützt werden, nur eben nicht pädagogisch? Grübel…

Riesenzwerg
1 Jahr zuvor
Antwortet  nurmalso

Richtig. DAS wäre päd. Arbeit und ist unsers.

Ist schwierig, aber vielleicht nicht unmöglich…

Lisa
11 Monate zuvor
Antwortet  Riesenzwerg

Also Schüler tobt, weil er seine Federtasche nicht findet. Wir beide: Die Aushilfskraft sucht deine Federtasche, ich kümmere mich um dein Heulen, denn das ist eine pädagogische Aufgabe. Ich bezweifle, dass sich solch eine strikte Aufgabenteilung durchziehen lässt.

Fakten sind Hate
1 Jahr zuvor

Ich frage mich, wer denn solche Jobs annehmen möchte. Für einen Studenten ist der Job zu unflexibel, da Vorlesungen gehäuft morgens stattfinden und sich die Vorlesungszeiten jedes Semester ändern. Wahrscheinlich liegt der Stubdenlohn bei 12Euro, sodass sich der Student eher überlegt, ob er nicht lieber für mindestens 14Euro bei Lidl arbeitet.

In meiner Region haben wir bereits jetzt Probleme überhaupt Personal für die Inklusionsbetreuung zu finden. Die Wartezeit beträgt bereits jetzt ein Jahr.

Anne S.
1 Jahr zuvor
Antwortet  Fakten sind Hate

„Ich frage mich, wer denn solche Jobs annehmen möchte.“

FSJler? Habe es mal an einer Schule erlebt, dass immerhin drei angestellte FSJler genau solche Arbeiten erledigt haben, auch bei Ausflügen dabei waren, usw.

Heinz
1 Jahr zuvor

Ob das wohl Vorboten für eine noch höhere Unterrichtsverpflichtung oder eine noch höhere Verpflichtung für Mehrarbeit sind?
Denn immerhin können diese Alltagshelfer ja nicht unterrichten und sollen Lehrer entlasten, ich glaube nicht, dass Lehrer einfach so entlastet werden, man wird etwas von ihnen fordern.

Indra Rupp
1 Jahr zuvor

Ich hätte Lust dazu…

Linguista
1 Jahr zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Nein, nur das nicht.

Indra Rupp
1 Jahr zuvor
Antwortet  Linguista

Ooochhh, nur weil ich kein Exklusions-Jasager bin?

Linguista
1 Jahr zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Nein, eher aus anderen Gründen- und weil Personen mit rudimentären und fehlerhaften Kenntnissen in Orthographie Interpunktion und professioneller Distanz beruflich in der Schule nichts zu suchen hätten. Der Konjunktiv sei hier bewusst verwendet.

Indra Rupp
1 Jahr zuvor
Antwortet  Linguista

Professionelle Distanz….
Wenn die Klassenlehrerin die Kinder fragte, wer zu mir raus zum lesen üben möchte, waren 20 Finger oben.
Eltern hatten sich auf dem Elternabend bei mir bedankt,weil die Kinder sich bei mir was zutrauten. Ich kann ganz gut mit Kindern und arbeite als Selbständige, früher Musiklehrerin-heute Reitlehrerin , außerdem Puppenspielerin auch schon über 20 Jahre mit Kindern. Die nennen mich beim Vornamen, weil ich meinen Nachnamen nicht mag und weil ich ja nicht ihre Lehrerin bin. Da war auch mal ein älteres Ehepaar um mit den Kindern lesen zu üben. Die Frau machte das und der Mann war wohl nur dabei, um seine Frau mit dem Auto dorthin zu bringen. Die gingen von vornherein davon aus, dass die Kinder unerzogen sind und haben schnell gemeckert. Da gingen die Kinder nicht gerne hin. Ich meine, professionelle Distanz ist hier nicht so angebracht. Man sitzt da mit einem Kind alleine, das froh war, mal unbewertet und nicht vor der Klasse lesen zu müssen. Kinder sind sehr gute Theaterkritiker! Sie merken es, ob man etwas ehrlich oder nur professionell gut meint. Dönkes habe ich auch mitgemacht. ZB das gut-lese-Kind, das dem anti-lese-Kind alles ins Ohr vorsagte und habe mich mit Absicht reinlegen lassen und das mitgespielt. Dafür ging zwar die Leseübung drauf, hinterher machte aber das anti-lese-Kind plötzlich einen Buchvorschlag (Ronja Räubertochter), was es lesen möchte, woraufhin ich ganz begeistert zum Laden geradelt bin um das Buch zu kaufen.
Und der lernbehinderte Freund meines Sohnes, dessen Pflegemutter Erzieherin meiner Tochter im Kindergarten war hat auch auf einmal zwei Seiten von Bullerbü gelesen – ist auch was anderes als in der Klasse. Seiner Pflegemutter, mit der ich mittlerweile auch befreundet bin, war da ziemlich emotional und ich sollte ihr die Buchseiten mitten im Schlußkreis zeigen.
Manchmal ist professionelle Distanz nur im Weg.

Julia
1 Jahr zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Was ist das Ergebnis dieses Elaborates? Außer Selbstbeweihräucherung?

Indra Rupp
1 Jahr zuvor
Antwortet  Julia

Überlegen Sie sich lieber, was Sie eigentlich von mir wollen?
Was sollen diese Verunglimpfungen, nur weil ich sagte, ich würde das machen?
Die Unterstellungen hier sind schon ziemlich inkompetent , weil ihr hier aus Internetkommentaren eine Person /Persönlichkeit ableitet und dabei eure eigenen Problemchen mit einfließen lasst bzw euch an jmd abarbeiten wollt. Das ist schon sehr relativ. Ich bin im wahren Leben zB eher ein stiller Beobachter. Und stille Wasser sind tief 😉 . Als Schülerin damals noch stiller und sehr unterschätzt mit überdurchschnittlichem IQ und speziell künstlerischer Begabung.
Und schon einigen Kindern durch Nachhilfe in Musik zu Einsern verholfen. Das sich meine eigenen Kinder trotz unserer prekären Verhältnisse so gut machen, kommt auch nicht von ungefähr.
Wenn ihr mich nicht verunglimpft, muss ich mich auch nicht beweihräuchern….

Julia
1 Jahr zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Inkompetent ist auch, in professionellen Zusammenhängen und bei nichtprivatem Gegenüber das Du zu benutzen.

Unverzagte
1 Jahr zuvor
Antwortet  Julia

Und welchen Sinn macht Ihr Beitrag?
Hoffentlich fühlen zumindest Sie sich nun besser.

Julia
1 Jahr zuvor
Antwortet  Unverzagte

Hier geht es um beruflich- dienstliche Themen – Gefühle gehören ins Privatleben.

unverzagte
1 Jahr zuvor
Antwortet  Julia

Um was es Ihnen hier auch immer geht, mag ja für Sie gelten.
Alles andere ist schlichtweg anmaßend.

Unverzagte
1 Jahr zuvor
Antwortet  Linguista

Dazu fallen mir leider einige Kollegen ein, die Ihrer Ansicht nach sich auch fern von der Anstalt halten müssten…

Indra Rupp
1 Jahr zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Interessant….

Indra Rupp
1 Jahr zuvor
Antwortet  Indra Rupp

OK, ihr könnt natürlich erbrochenes auch selber wegwischen, wenn ihr unbedingt wollt, ich will euch nix nehmen, was euch heilig ist. 🙂

dickebank
1 Jahr zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Nee, Erbrochenes liegen lassen, zur Orga gehen und einen Raumwechsel beantragen. Die Reinigung der Klassen erfolgt doch im Zuge der Intervallreinigung an jedem zweiten Tag. Besser ist, das Erbrochene liegt in den Fluren, die werden täglich gereinigt.

Motivierte
1 Jahr zuvor

Merkwürdige Maßnahme…

dickebank
1 Jahr zuvor

Heute ist nicht alle Tage, ich komm wieder ohne Frage …
https://www.kindaktuell.at/kinderlied/wer-hat-an-der-uhr-gedreht.html

Lieber Paulchen Panther als gar keine Betreuung:)

Last edited 1 Jahr zuvor by dickebank
Riesenzwerg
1 Jahr zuvor

Alltagshelfer können zum Beispiel

„die Beaufsichtigung oder auch die Unterstützung einzelner Schülerinnen oder Schüler bis diese überhaupt arbeitsfähig sind.“

Das ist ja toll!

„Pädagogische Aufgaben und Lehrtätigkeiten sind ausdrücklich nicht gemeint.“

Ach, das dürfen die gar nicht – grübel.

Da muss aber verdammt genau klar sein, welche Aufgaben die Alltagshelfer übernehmen dürfen.

Indra Rupp
1 Jahr zuvor
Antwortet  Riesenzwerg

Da es auch „Lesemütter“ gibt, müssten Alltagshelfer das doch wohl auch dürfen. Da bei uns auch 9.Klässler in der Hausaufgaben Betreuung sind, das auch. Ansonsten Schuhe binden, Jacken schließen. Gucken, warum einer nicht vom Klo wiederkommt. Mit einem anderen ein Pflaster besorgen gehen. Kind mit auf den Flur nehmen, das eine Auszeit brauch. Mit den Kindern üben, die Sachen parat zu haben, dran denken helfen, alle Hausaufgaben zu notieren, Sachen ordentlich zurück stecken, Blätter vernünftig einheften. Inklusionskindern bei alltäglichen Dingen unterstützen. Eltern anrufen, zum Sekretariat gehen…

Bla
1 Jahr zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Also zum Großteil das, was eine (gute) Schulbegleitung macht, aber oft vom Berufsbild her eigentlich nicht machen dürfte?
Hmm …

GS in SH
1 Jahr zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Stelle es mir gerade vor:
Ein Kind braucht ein Pflaster. LK sucht den Alltagshelfer in der Schule. Dieser wird schließlich gefunden, kommt in die Klasse, holt Pflaster aus dem Pult und klebt es fest.

Einem Kind wird schlecht. LK sucht den Alltagshelfer in der Schule. Dieser wird schließlich gefunden, kommt in die Klasse und ruft mit dem Handy des Lehrers, in dem alle Telefonnummern gespeichert sind, die Eltern an.

Ein Kind kommt vom Klo nicht wieder. LK sucht den Alltagshelfer in der Schule. Dieser wird schließlich gefunden, geht zur Toilette und holt das Kind ab.

Ein Kind kann seine Schuhe nicht binden. LK sucht den Alltagshelfer in der Schule. Dieser wird schließlich gefunden, kommt in die Klasse und bindet dem Kind die Schuhe zu.

Damit das auch nur irgendwie Sinn macht bräuchte jede Klasse einen Alltagshelfer.
Aber dann hat der Alltagshelfer aufgrund der Stellenbeschreibung kaum was zu tun und ist nur ein Stuhl dazu.

Indra Rupp
1 Jahr zuvor
Antwortet  GS in SH

Quatsch, der Alltagshelfer müsste für bestimmte Stunden in bestimmten Klassen oder für bestimmte Kinder eingesetzt werden, da wo es am meisten Sinn macht. Das einer pro Klasse Sinn machen würde, stimmt natürlich.

Marie
1 Jahr zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Das heißt, das Kind darf sich dann nur montags in der 3. Stunde übergeben oder nur dienstags nicht vom Klo wiederkommen??

Indra Rupp
1 Jahr zuvor
Antwortet  Marie

Nein, dass heißt Frau Meyer ist am Dienstag entlastet, aber Frau Schmidt nicht – es sei denn es werden noch mehr eingestellt.

Canishine
1 Jahr zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Mit dem Aufgaben-/Kompetenzprofil ist der Alltagshelfer schon eher eine Fachkraft.

Indra Rupp
1 Jahr zuvor
Antwortet  Canishine

Hmm, das ist aber die Realität. Ich habe einmal ein Jahr lang gratis als „Lesemutter“ gearbeitet. Die 9.Klässler helfen in der Hausaufgaben Betreuung…
Wieso muss man da eine Fachkraft sein? Eigentlich würden ja die Kinder Zuhause mit ihren Eltern Hausaufgaben machen und die sind doch auch keine Fachkräfte?

Canishine
1 Jahr zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Weil jemand, der Inklusionskinder (kompetent) unterstützt, andere bei einer nötigen „Auszeit“ psychologisch begleitet und noch allen anderen Kindern Struktur, Planung und Ordnung vermittelt (ich habe hier Ihre oben aufgezählten Unterstützungen aufgegriffen) schon Einiges mitbringen muss. Solche Schulhelfer würde ich mir sicherlich wünschen, bezweifle jedoch, dass sie „preisgünstig“ und in großer Zahl zu haben sind.

Indra Rupp
1 Jahr zuvor
Antwortet  Canishine

Ich denke, es gibt Millionen. Sie heißen Mütter und haben die gleichen Aufgaben Zuhause. Da haben sie zB ein Kind in der Trotzphase, dem sie unkompliziert, konsequent und trotzdem gutmütig begegnen müssen. Sehr viele Mütter können das – besser als junge, unerfahrene Lehramtstudenten. In den Medien hören und sehen Sie von diesen Eltern aber nichts. Da gibt es nur diejenigen, die Schlagzeilen machen.

Indra Rupp
1 Jahr zuvor
Antwortet  Canishine

Bezogen auf die „psychologische“ Betreuung in der Auszeit.
Alle von Ihnen genannten Aufgaben gleichzeitig wäre eine Lehrerstelle und ist als solches ja nicht gedacht. Oder hat jemand behauptet, der Alltagshelfer soll eine ganze Klasse übernehmen? Er hat nicht 20 verschiedene Kinder gleichzeitig. Mit einem Kind vor der Tür lesen zu üben ist etwas anderes als ihm didaktisch etwas beibringen zu müssen,egal ob Inklusionskinder oder nicht.
Habe ich doch während Corona auch gemacht. Die Förderlehrerin hat das Material geschickt und ich mit meiner Tochter die Aufgaben abgearbeitet. Die Fortschritte waren erstaunlich in der Ruhe der häuslichen Umgebung.

Lanayah
1 Jahr zuvor

Sind Alltagshelfer auf unbesetzten Stellen, sind diese vermutlich aus der Statistik raus, und es kann verbreitet werden, dass die Schule zu 100% versorgt ist. Wieso die ihren Unterricht dann nicht zu 100% machen? Muss wohl an Schulleitung und Lehrern liegen. Stellt die Schule keine Alltagshelfer ein, ist sie wohl doch nicht so überlastet.
Alltagshelfer, gerne, wenn sie es bringen, aber nicht anstelle von Lehrkräften.

Einer
1 Jahr zuvor

April, April

Blau
1 Jahr zuvor

Wieso nicht in der Sek1? Ich hab fa auch ein paar nicht arbeitsfähige SuS. Gerne unbefristet Alltagshelfer auf extra Stellen.

Kathrin
1 Jahr zuvor

Erbrochenes wegwischen, eingenässten Kindern helfen, Lehrmittel wie Waagen, Kartenständer mit Landkarten, Kinderbibeln, Skelett aus dem Lehrmittelraum holen und zurückbringen/-schleppen, nach der Sportstunde viele Schuhe zubinden, Kunstbilder auf- und abhängen, Tesafilmreste von Fenstern abknibbeln, Abschiedsbücher der ViertklässlerInnen am Bindegerät binden, vermisste Sportbeutel, Anoraks etc. aufspüren, Aufsichten übernehmen, am Schuljahresende geliehene Schulbücher einsammeln, sichten und ggf. bei Beschädigungen das Geld der Eltern eintreiben, Klassenraum für Eltern-Kind-Nachmittage umstellen und Tische und Stühle aus anderen Räumen ranschleppen, kopieren und laminieren, die Tablets aus dem Aufladeschrank holen und wieder einräumen, Musikinstrumente aufstellen und wieder wegräumen, Eltern von während des Schulvormittags erkrankten Kindern verständigen und die Kinder bis zum Abholen betreuen, beim Fahrradtraining einen Beobachtungsposten übernehmen, beim Fahrradcheck helfen, Putzarbeiten wie Schränke, Eigentumsschubladen und Kunstkästen der Kinder auswischen – gehört nicht zur Grundreinigung, Kunstmaterial für die Kinder vorbereiten, Stationen fürs Stationenlernen im Sachunterricht vorbereiten, Begleitung bei Unterrichtsgängen, Geld und Unterschriften einsammeln und von säumigen Eltern eintreiben, jahreszeitlichen Schmuck abdekorieren, Ausleihe in der Klassenbücherei der jüngeren Klassen übernehmen, „Pflege“ des Spieleraums, Osternester verstecken, Hilfe bei klemmenden Reißverschlüssen an Kinderanoraks, Materiallieferungen auspacken und wegsortieren, beim Aufbauen von Sportgeräten helfen usw. usw.
Das Ganze erledigt von AlltagshelferInnen, die zusätzlich zu Lehrkräften und nicht anstatt eingestellt wurden. Aber: Das Leben ist kein Wunschkonzert.

Indra Rupp
1 Jahr zuvor
Antwortet  Kathrin

Jo, allerdings sollten die Kinder ihre Malkästen und anderes selber sauber halten und wegräumen, sonst nehmen wir ihnen noch mehr Selbständigkeit – hier also eher das Anleiten dazu.

GriasDi
1 Jahr zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Zitat:
„Jo, allerdings sollten die Kinder ihre Malkästen und anderes selber sauber halten“

Vielen SchülerInnen ist das aber egal.

Indra Rupp
1 Jahr zuvor
Antwortet  GriasDi

Schon klar, nennt sich Pädagogik?

Mika
1 Jahr zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Erklären Sie mir doch bitte meinen Job ein bisschen genauer, Frau Rupp. Ich erkläre Ihnen dann gern im Gegenzug, wie man richtig mit Pferden umgeht.

Indra Rupp
1 Jahr zuvor
Antwortet  Mika

OK, dann lassen wir es mit dem sauber machen, weil es den Schülern egal ist und helikoptern in der Schule rum. So, wie es hier bei N4T scheint, sind Alltagshelfer aufgrund von Missgunst seitens arroganter Lehrkräfte nicht möglich.

Indra Rupp
1 Jahr zuvor
Antwortet  Mika

Pädagogik bzw Erziehung ist übrigens nicht nur Lehrer-sondern auch Elternjob. Soll heißen, da kennt sich nicht nur der Pädagoge aus, beim Maaalkästen sauber machen mit Kindern, die keine Luuuust haben.

Bla
1 Jahr zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Ist es. Aber die Ausrichtung ist oft eine andere.

Sie arbeiten auch anders mit Tieren, als jemand, der Haustiere hat nehme ich an. Ich würde mir nicht zutrauen, dass ich mit nem Pferd einfach mal so spazieren geh. Mit einem Hund ist das normalerweise weniger ein Problem. Aber Gassi gehen ist doch Gassi gehen, oder?

Wenn jemand sagen würde „ach, meine Katze fütter ich doch auch und mach das Klo sauber, dann kann ich bestimmt auch einen Pferdestall ausmisten, ganz easy“, würden Sie das wohl auch nicht komplett abnicken nehme ich an?

Indra Rupp
1 Jahr zuvor
Antwortet  Bla

Wo ist der Unterschied zw mit meinem Kind Zuhause Hausaufgaben machen und mit anderem Kind in der Schule Hausaufgaben machen-oder lesen üben? Geht doch im Endeffekt nur um Aufgaben, die die Kinder eigentlich schon Zuhause hätten lernen oder tun müssen (Schuhe binden,…). Geht doch gar nicht um Didaktik oder binomische Formeln.

Bla
1 Jahr zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Also Hausaufgaben machen mit dem Kind wäre ja im Prinzip eine Sache der OGS/OGTS/Nachmittagsbetreuung. Nur halt mit vielen Kindern.
Je nachdem, wie man fachlich natürlich selbst drauf ist, kann man beaufsichtigen (dass es gemacht wird) oder dem Kind das auch erklären. Machen sollte das Kind selbst … Das sind keine Aufgaben für Erwachsene/Eltern.
Aber das steht nicht explizit in der Stellenbeschreibung, oder?

Naja, zwei wesentliche Unterschiede sind natürlich die Distanz – das eine ist das eigene Kind und das andere eben nicht. Hat immer Vor- und Nachteile.
Das andere ist „der Schlüssel“. Eltern-Kind ist oft 1:1. In der OGTS hat man schon mal 20-30 Kinder … Das nen gewaltiger Unterschied.

Ich will hier auch nicht’s gegen sowas wie Multiprofessionelle Teams sagen. Das finde ich sinnvoll. Betonung allerdings stark auf PROFESSIONELL. Dazu gehören die „Alltagshelfer“ laut Beschreibung auch nicht. Nur muss man eben genau schauen, wofür wer zuständig ist und wo eine Hilfe entstehen kann. Ansonsten geht das halt leider in’s Nichts.

Also welche Rolle genau haben diese Helfer?
– Sind sie wie ein SHK an der Uni für die Dozenten/Profs? So klingt das etwas …
– Wie EMA-Stunden an einigen Privatschulen?
– Sind sie wie Schulbegleitungen? Nur halt für die Klasse(n) – im Gegensatz zu einigen Schulbegleitungen, welche rein für die Inklusionsschüler sind.
– Sind sie für eine Klasse da? Für eine Lehrkraft? Je nach Abruf?
– Sitzen sie dann – wie die Schulbegleitungen – mit im Unterricht? Dann wird’s irgendwann tatsächlich eng an einigen Schulen.
– Was dürfen sie tatsächlich? Also ich meine damit: Sie dürfen logischerweise nichts medizinisches, nichts pädagogisches, keine Aufsichtspflicht haben (?) – haben Schulbegleitungen auch nicht … Wie soll man sie dann als Aufsicht einsetzen? … Das finde ich am witzigsten/spannendsten, wie das gehen soll … Gibts das/die „Recht/Pflicht“ dann?, keinen Unterricht mitgestalten/machen, …

Ich nehm mal raus (das Datum auch schön per Hand so halb hingeschrieben):
https://www.schulministerium.nrw/system/files/media/document/file/alltagshelfer_erlass_230229.pdf
– Sie führen Klassen von A nach B (haben aber eigentlich keine Aufsichtspflicht?)
-> Okay
– Sie beaufsichtigen Schüler (ohne Aufsichtspflicht?)
-> Ahja, wie macht man das denn Beispielsweise?
– Begleiten auf Fahrten
-> Statt den LuL-Teiler zu beachten? Ohne Aufsichtspflicht? Na dann …
– Ansprechpartner für Alltagsroutinen
-> Könnte sogar situativ ein Mehrwert sein … Abgabe von Arbeiten, einsammeln von Sachen usw. – muss aber koordiniert werden oder zumindest nicht stören.
Klappt bei guten Klassen aber durch Arbeitsverteilung/Classroom-Management.
– Herstellung von Arbeitsatmosphäre
-> Was kann ich mir darunter vorstellen, wenn sie pädagogisch nichts dürfen? Sollen sie die Schultaschen der Kinder auspacken? Wenn es zu laut ist drauf hinweisen? Oder ist das schon wieder „zu pädagogisch“?
– Organisatorischen Alltagszeugs … Kopieren, Botengänge, Krankenliste … Ja, das kann je nach Schule praktisch sein. Vieles könnte man auch digital verbessern. Dann wäre das auch mit deutlicher zeitlicher Einsparnis möglich.

Aber trotzdem muss man dann einiges absprechen, die Person einweisen, anfragen – wann, wo, wie sinnvoll eingesetzt usw.
Ich bin zumindest mal sehr gespannt, wie das laufen wird … Blick nach NRW :).

Indra Rupp
1 Jahr zuvor
Antwortet  Bla

Meine Güte, man muss doch nicht jedes Tasche packen zur Pädagogik und jedes zum Sekretariat begleiten zur Aufsichtspflichtverletzung erklären – sonst dürfte man ja auch keine Mitschüler zur Begleitung mitschicken.

Bla
1 Jahr zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Tasche „packen“ ist so eine rechtliche Sache … Tasche durchsuchen darf ich als Lehrkraft eben auch nicht. Wie soll das gehen – rechtlich? Darf der/die Alltagshelferin das offiziell dann? Wie wird das begründet? Mit Orga? Und wer bestimmt das?

Das ist auch so eine rechtliche Sache … Das muss „altersangemessen“ (geistig) sein. Also die Schüler müssen genau wissen, wo und wann sie hingehen. Die Lehrkraft muss das ebenso wissen.
Bei Problemen wird man trotzdem bei der Lehrkraft antanzen. Das ist oft halt einfach so.
Davon abgesehen, dass das weiterhin so laufen würde, da die Alltagshelfer kaum die ganze Zeit anwesend sein würden?

Da hilft auch kein in Richtung „ach, sehen Sie das mal nicht so eng“ … Wenn ich die rechtlichen Konsequenzen eben habe und ggf. trage, dann stellen sich mir genau solche Fragen, die geklärt werden sollten. Wenn ich in meinem pädagogischem Rahmen handel und das für sinnvoll finde, dann ist das meine Sache. Aber trotzdem sollte es abgeklärt sein, wer wann wie dafür belangt wird. Eben und vor allem auch bei „Begleitung“ bei Ausflügen. Ansonsten ist das mir nur bedingt eine Hilfe.

Indra Rupp
1 Jahr zuvor
Antwortet  Bla

Es ist aber Realität zu allen Zeiten gewesen, dass zB Eltern Ausflüge begleiten oder sich als Taxi zur Verfügung stellen. Haben wir gerade in der WhatsApp Gruppe geklärt : Ausflug zu Varus am 25., wenn sich genug Eltern zum Fahren finden, sechs bis acht Eltern haben Zeit, klappt also.
Wenn Sie das alles erbsenzählermäßig aufdröseln, geht nichts mehr!

PaPo
1 Jahr zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Der Fünfundzwanzigste, ist notiert! ^^

Bla
1 Jahr zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Und da sind wir eben bei der „anderen“ Realität angekommen.
Eltern können natürlich als Begleitperson bei Ausflügen teilnehmen. Sie ersetzen rechtlich gesehen aber keine Lehrkraft und haben nicht die selben Rechte/Pflichten wie eine. Bspw. Weisungsbefugnis gegenüber Eltern beim Ausflug. Sie haben eben nicht die Aufsichtspflicht. Und wenn das für Alltagshelfer ebenso gelten würde, dann ist das halt ein rechtliches Problem gegebenenfalls. Ob das jetzt „sinnvoll“ oder „realistisch umsetzbar“ ist, ist wieder etwas ganz anderes.

WhatsApp Gruppe mit Eltern als Lehrkraft ist jetzt auch so eine rechtliche Sache … Das wäre an meiner alten Schule ein absolutes No-Go und ich würde meine „Vorladung“ schon sehen. Dazu vllt. eine Abmahnung dazu.

PaPo
1 Jahr zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Definieren Sie bitte „sich aus[kennen]“ – Danke! 🙂

Indra Rupp
1 Jahr zuvor
Antwortet  PaPo

Ich definiere, dass Sie immer darauf anspringen, wenn der Mob sich in Bewegung setzt. Habe mich schon gefragt, wann Sie in diesem Thread auftauchen, als die ersten Beleidigungen gegen mich kamen. Studieren Sie doch mal sich selber für Ihre Sozialwissenschaft.

PaPo
1 Jahr zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Recht… ‚intensive‘ Reaktion angesichts einer simplen Bitte. Ich lese hier übrigens keinerlei Beleidigungen Ihrer Person seitens anderer Kommentatoren. Es sind nur nicht alle höflich oder gar freundlich gesonnen (Wie man in dem Wald hineinruft… es gibt ja Vorgeschichten), ja auch spöttische/höhnische Kommentare entgegnet kan Ihnen oft, ungenommen. Das sind aber unterschiedliche Phänomene.

Spoiler

Ich habe Sie übrigens, anders als Sie auch hier insinuieren, nie beleidigt, sondern unverblümte Feststellungen bzgl. der Inhalte(!) Ihrer Äußerungen (und bspw. daraus mögliche Feststellungen über Ihre Kompetenzen bzgl. konkreter Themenkomplexe) artikuliert, Ihre Attitüde (so wie hier) kritisiert.

Die einzige Beleidigung die ich hier lese, ist dass Sie andere, Ihnen solchermaßen unliebsame Kommentatoren als „Mob“ beleidigen. Definieren Sie bitte Beleidigungen bzw. erläutern, was Sie hier als Beleidigung empfunden haben.

Und was soll „[s]tudieren Sie doch mal sich selber für Ihre Sozialwissenschaft“ überhaupt bedeuten? Ist das Wissenschaftsaversion?

Meine Ausgangsbitte war übrigens ernst gemeint. Aber gut, dann lassen wir die sokratische Methode eben sein… obwohl:

„Pädagogik bzw Erziehung ist übrigens nicht nur Lehrer-sondern auch Elternjob.“
Ja, ich stimme Ihnen zu; Art. 6 Abs. 2 GG und so…

„Soll heißen, da kennt sich nicht nur der Pädagoge aus […].“
Meinen Sie tatsächlich (a), dass man diesbzgl. bereits hinreichende Expertise hat, weil man sich erfolgreich reproduziert hat, Learning by Doing in der eigenen Familie genüge, um bzgl. der es genen Expertise ein Äquivalent zu tatsächlichen empirischen Befunden vorweisen zu können, u./o. (b), dass all das alltägliche Erziehen auf die ein oder andere Art und Weise schon (intuitiv) immer richtig sei („Bauchgefühl“ und so)? Das implizieren Sie nämlich.

Last edited 1 Jahr zuvor by PaPo
Indra Rupp
1 Jahr zuvor
Antwortet  PaPo

Jepp! Es sei denn, man hat ein gestörtes Bauchgefühl – ansonsten ist das mehr Wert als jede Ausbildung. Ein guter Lehrer kann man auch nicht durch Ausbildung werden, da braucht es die passende Persönlichkeit und auch das richtige „Bauchgefühl“. Gute Lehrer wären auch schon vor ihrer Ausbildung gut gewesen, im Bezug auf Empathie zB.

Indra Rupp
1 Jahr zuvor
Antwortet  PaPo

Anders im Bezug auf Didaktik und dergleichen- aber darum geht es bei den „Alltagshelfer“ ja nicht.

Indra Rupp
1 Jahr zuvor
Antwortet  PaPo

Sie interpretieren eben sehr subjektiv, was Beleidigungen sind und was nicht, vor allem, wenn es um Sie selber geht. Aber stimmt, ich habe den Kommentatoren hier schon öfter das vorgeworfen, was sie hier immer wieder bestätigen – oft angeheizt oder angefeuert durch Vorreiter PaPo.
Habe übrigens keine Lust hier raus wieder eine Unterhaltung zw Indra und PaPo plus seinem eingeschüchtertem Gefolge zu machen, weil langweilig und nicht Thema, deshalb TSCHAUIII!

PaPo
1 Jahr zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Jaaa… PaPo der Demagoge. Natürlich, Frau Rupp. Sie machen sich i.d.R. komplett ohne mein Zutun unbeliebt hier – Stichwort: „Mob“ -, ich muss mich diesbzgl. nicht bemühen. Ihre verquere Rede von meinem „eingeschüchtertem Gefolge“ ist dem Problem nicht zuträglich. Sie scheinen sich gar nicht bewusst zu sein, wie abwertend bspw. Letzteres ggü. allen(!) Beteiligten hier ist.

Und ich frug Sie nach Ihrer Definition von Beleidigungen bzw. bat Sie um Ihre Erläuterung, was Sie hier, in diesem Thread, konkret als Beleidigung empfunden haben. Warum kommen Sie nicht einfach dieser Bitte nach, statt mir – ohne jeden Beleg (wie immer) – vorwerfen „sehr subjektiv“ zu interpretieren, „was Beleidigungen sind und was nicht“. Nein, Fr. Rupp, ich orientiere mich diesbzgl. an intersubjektivierbaren Definitionen, namentlich bspw. die §§ 185 ff. StGB („Beleidigung“; „üble Nachrede“; “ Verleumdung“).

Spoiler

Beleidigungen sind damit bspw. agitatorische, diffamierende/diskreditierende Postulate von Falsch- und Fehlinformationen (auch solchen, die verharmlosend als Anekdoten kuvriert werden), die Konstruktion gleichsam devalvierender (vollkommen inadqäuater) Vergleiche, die Artikulation komplett evidenz- ja indizienlose Insinuationen und Co., und ggf. auch in einer despektierlichen, konkret beleidigenden und bisweilen gar justiziablen Art und Weise. ich gebe Ihnen für Letzteres einmal ein konkretes Beispiel: Ihre Behauptung, dass ich in Bezug auf meine Schüler entgegen meines Amtseids meine „Macht Position“ missbrauchen würde; s. https://www.news4teachers.de/2023/01/kretschmann-sprache-kann-man-nicht-politisch-befehlen/#comment-495477. A.a.O. finden Sie übrigens ein Mehr an weiteren Beleidigungen Ihrerseits gen meine Person, von der Pathologisierung meiner Person bis zur Unterstellung über meine Person im realen Leben, von Manipulation und „Macht Ausübung“ (s.o.). Sie werden, wie ich Sie dort auch bereits hinwies, allerdings ncihts Dgl. meinerseits in Ihre Richtung finden. Denken Sie einmal darüber nach (auch bevor Sie wieder schreiben, ich würde Sieh halt „auf Lehrerart“ beleidigen“)…

Aber richtig, Sie kamen mit diesem Thema an. Mir geht es eigtl. nur um das, was ich im letzten Absatz meines letzten Beitrages hier geschrieben habe.

Schön, dass Sie einsehen, dass einem zumindest didaktische Expertise nicht einfach so in den Schoß fällt. Ich würde Ihnen zustimmen, dass die Lehrerprofession quasi eine Typfrage ist, aber widersprechen, dass Empathie nicht erlernbar ist, man bereits vor der „Ausbildung“ spezifisch empathisch sein müsse, um „gut“ zu sein.
Aber Ihr „Jepp“ darf ich dann so interpretieren, dass sie tatsächlich glauben, „dass all das alltägliche Erziehen auf die ein oder andere Art und Weise schon (intuitiv) immer richtig sei […]“, dass Eltern lediglich aufgrund ihres Elternseins pädagogische Expertise hätten? Ich komme Ihnen jetzt nicht mit Empirie und Co. vs. Bias bei involvierender EInzelfallbetrachtung, fehlenden Korrektiven, Gütekriterien der Beobachtung und Evaluation u.ä., sondern frage mich einfach selbst laut (und angemessen polemisch):
Komisch, woher kommen dann die ganzen Kinder und Jugendlichen mit eklatanten Sozialisations-/Enkulturations- bzw. Erziehungsdefiziten, woher all die Kindesentziehungen u.ä.? Da war das „Bauchgefühl“ wohl oft gestört…

Indra Rupp
1 Jahr zuvor
Antwortet  PaPo

Wenn es anders wäre, wären Erzieher, Lehrer und andere Pädagogen durch ihre Ausbildung gute /bessere Eltern. Ob ihr jetzt hören wollt, dass dem nicht so ist…

PaPo
1 Jahr zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Das ist ein sog. non sequitur (https://en.wikipedia.org/wiki/Formal_fallacy).

Walter
1 Jahr zuvor
Antwortet  PaPo

Beispiele der Vorgeschichten als ältere Kommentare von PaPo zu Indra Rupp geantwortet (das Internet vergißt nicht)
„Sie haben, wie so oft, keine Ahnung von dem, was Sie kommentieren:“
„Sie lesen bestenfalls selektiv, verstehend ohnehin nicht:“

Man kann den tagtäglichen Lehrer 365/24/7 geben und seine bessere Position darstellen, aber ein Mindestmaß an Achtung und Wertschätzung, also Respekt seinem Gegenüber, darf auch wenn anonym von Ihnen an den Adressaten gerichtet erwartet werden.

PaPo
1 Jahr zuvor
Antwortet  Walter

Ungeachtet, dass man dem „wie so oft“ entnehmen kann, dass dies nicht das erste Mal war… „Vorgeschichten“ und so, sind auch das keine Beleidigungen. Den Kontext dieser Äußerungen, worauf sich diese konkret(!) beziehen, sollten Sie nicht ignorieren, nämlich die Inhalte ihrer Kommentare. An Ort und Stelle wurde ja auch demonstriert, dass Fr. Rupp dort (wieder) keine Expertise, aber viel „Bauchgefühl“ und Meinungen i.V.m. selektivem, sinnentstellenden etc. Lesen der Texte ihrer Diskussionspartner demonstriert hat.In der Tat, das Internet vergißt nicht (deshalb ja auch der Link meinerseits im Spoiler). Ihr das vorzuhalten ist nicht höflich, nicht freundlich, meinetwegen nicht respektvoll, aber auch nicht beleidigend, kein ad hominem oder eine sonstige logical fallacy im eigtl. Sinne – das sit der Grundrespekt, den ich zolle. Alles andere wurde verspielt. Aber hier geht es auch nicht um Fr. Rupp und Ihre Vorstellungen, ich würde einen „Mob“ gegen sie orchestrieren, sondern um die behauptung, man habe Expertise ind en diskutierten Angelegenheiten, alleine weil man sich erfolgreich reproduziert habe.

BTT

PaPo
1 Jahr zuvor
Antwortet  PaPo

*ihre Vorstellungen, nicht *Ihre Vorstellungen – mea culpa.

Emil
1 Jahr zuvor
Antwortet  PaPo

Sie haben soooo Recht! Aber Leute mit gestörter Selbstwahrnehmung verstehen das nicht. Und nerven unaufhörlich weiter … Nicht nur Lehrer..

Indra Rupp
1 Jahr zuvor
Antwortet  Walter

Danke Walter!

Walter
1 Jahr zuvor
Antwortet  Mika

Pferde = Freizeit, passt irgendwie mit Lehrer und richtiger Arbeit nicht überein. Einmal bitte Frau Rupp genauer erklären.

Indra Rupp
1 Jahr zuvor
Antwortet  Walter

Und Straßenmusiker halten Sie für Bettler, richtig?

unverzagte
1 Jahr zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Wenn ich als Strassenmusiker*in vor mir einen Hut aufstelle, dann ist der Vergleich zum Betteln nicht so ganz weit hergeholt…allerdings mit dem wesentlichen Unterschied, dass eine kulturelle Leistung und nicht nur die Hand aufgehalten wird.

Julia
1 Jahr zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Ja. Sie stehen meist in keinem regulären Arbeitsverhältnis und drängen anderen ihre Kunst auf.

Unverzagte
1 Jahr zuvor
Antwortet  Julia

Es zwingt Sie gar niemand diese anzuhören.
Seltsame Ansicht! Ich freue mich immer sehr, wenn Musik auf der Strasse verschenkt wird.

Julia
1 Jahr zuvor
Antwortet  Unverzagte

Das „Aufdrängen“ ist mehr als juristische Kategorie zu verstehen, es geht nicht um qualitative Fragen oder individuellen Musikgeschmack. Und auch nicht um mich persönlich- obgleich so manche:r hier jede Einlassung persönlich nimmt.

Indra Rupp
1 Jahr zuvor
Antwortet  Walter

Meinten Sie, mir oder mich genauer erklären? Im zweiten Fall nehme ich meinen Vorkommentar wieder zurück.

unverzagte
1 Jahr zuvor
Antwortet  Walter

Einmal bitte den Beruf Reitlehrerin genauer erfassen und ggbf. nachfragen, was das mit „richtiger“ Arbeit zu tun hat.

Emil
1 Jahr zuvor
Antwortet  unverzagte

Beleg:
Ponyreiten :
Sonntags zw 10-18 Uhr. Kontaktlos möglich. Sie setzen ihr Kind auf ein Pony und spazieren los. Teichrunde (5min) 2,50 Euro. Kleiner Waldweg (15min) 6 Euro. Mittlerer Waldweg (30min) 10 Euro. Großer Waldweg (45min) 15 Euro. Bollerwagenfahrt mit Shetty (geführt) um den Teich 3 Euro. Wenn Sie sich das Ponyführen nicht zutrauen, helfen wir. Bei Matschewetter alte Schuhe oder Gummistiefel ( für die Eltern) mitbringen. Helme haben wir.

Indra Rupp
1 Jahr zuvor
Antwortet  Emil

Das ist ja süß, Emil, dass Sie sich meine Ebay Anzeige anschauen. Da steht aber noch mehr. ZB, dass das Pferd bei uns keine Reit Maschine ist und die Kinder sich beim Reitunterricht (nicht beim öffentlichen Ponyreiten) ganzheitlich drum kümmern, nicht nur reiten. Deshalb geht der Reitunterricht (für ab 5jährige) in der Gruppe 2h, kostet übrigens 50 Euro im Monat.

Übrigens ist das sehr wertvoll für die Schule. Ich habe Kinder, die sind zu vorsichtig und Kinder, die sind zu unvorsichtig. Eine Nachbarin zB, ist als Kleinkind im Schwimmbad immer stumpf ins Wasser gerannt/gesprungen und einfach davon ausgegangen, dass jmd sie auffängt. Auf dem Pony lernt so ein Kind, dass man runter rutscht, wenn man sich nicht festhält. Bei mir sitzen die Kinder zudem nicht im Sattel wie in einem Gestell, sondern direkt auf dem Tier und spüren so den Körper und sich selber – auch wichtig. Dazu sitzt man ohne Sattel automatisch ergonomisch richtig und deshalb gibt’s auch keine „Rücken gerade, Hacken runter,…“ – Anweisungen von mir, wie beim Militär. Die reiten bei mir also so Immenhof – mäßig. Wer sich bei einem Shetty durchsetzen kann, kann sich übrigens bei jedem anderen Pferd auch behaupten, und auch grundsätzlich. Shettys sind tolle Reit Lehrer. Konzentriert sich das Kind auf dem Pferd nicht, hat das Shetty es sofort spitz und schon ist sein Kopf beim Gras oder es macht den Versuch, umzudrehen. Aber zum gefährlichen „durchgehen“ (nach Hause rennen) ist es zu faul und wenn in kleiner Entfernung ein Baum gefällt wird, zuckt es auch nicht mit der Wimper, im Gegensatz zu Warmblütern.
Falls Sie selber reiten, Emil, gehören Sie vermutlich zu den schicken Reitern mit einer gemieteten Box für Ihren Warmblüter und immer auf dem Weg von der Box zur Reithalle (Wir machen nur Ausritte) sieht das Pferd mal die Sonne?
Unser erstes Shetty war ein Händler/Ponymarkt-Pony und ist heute die Leitstute. Sie hatte erst Angst vor der Bürste, Angst vorm Halfter und vor allem Angst von unserem 2. Shetty wieder verlassen zu werden.
Es brauchte etwas Zeit und nun können Sie sich ohne Zaumzeug rückwärts (Bild) draufsetzen, während sie grast. Sie können auch mit ihr alleine ausreiten, traben, galloppieren, springen. Rutscht ein Kind herunter bleibt sie sofort stehen. Ist auch in sechs Jahren nur ein paar Mal passiert, einmal weil sie in ein Erdwespenloch trat. Als Leitstute lässt sie eigentlich kein anderes Pony an ihr Müsli. Aber wir hatten mal ein Minishetty mit Herzfehler, dass nur zwei Jahre alt wurde und schwach war und das durfte als Einzige der Leitstute immer ihr Müsli wegfressen…Sozial, oder?
4-5jährige Kinder können innerhalb weniger Wochen ihr Shetty führen und sich durchsetzen – deren Eltern nicht.
Und wie ich schon mal erzählt hatte, taucht immer dieselbe Parallele beim Ponyreiten am Sonntag auf. Ein Kind, dass fordert und will, keine Frustrations Toleranz hat, nicht akzeptieren kann, dass das Fohlen nicht reitbar ist, nach kurzem das Interesse verliert – und – Eltern, die sich beim Pony nicht durchsetzen können! Die Leine ist immer wieder lang. Nicht aus Angst, das äußert sich anders. Eine Mischung aus nicht konsequent sein wollen, weil verinnerlicht, dass man, wenn nachgiebig, der Gute ist und gleichzeitig die Ahnung, dass man vielleicht scheitert, wenn man es wirklich versucht. Kurz : Eltern, die sich beim Pony nicht durchsetzen können, können es auch bei ihren Kindern nicht. Gleichzeitig scheint man aber jedem Kind beibringen zu können, sich durchzusetzen.
Wenn ich keine Autofahrangst hätte und einen Hänger, hätte ich da schon längst etwas in unserer GS anbieten wollen. Ziegen sind nebenbei auch prima Lehrmeister. Kein Kind/Erwachsener kann so schlau, stur und ich-bezogen sein, wie eine Ziege. Dem Kind bleibt nichts anderes übrig, als mit der Ziege einen Kompromiss zu finden und Vor-zu denken. Gewalt bringt gar nichts, sähe Ziege höchstens als Boxaufforderung.
Ziegen – und Shetty Therapie halt!
Wir haben übrigens 8Shettys,1Shetty-Isländermix und 1 Isländer (plus4Ziegen). Sie könnten jeden mit ins Schlafzimmer nehmen, so gut sind die sozialisiert! Weil sie artgerecht in einer Herde leben und meist schon sehr jung zu uns kamen. Die Bilder sprechen für sich.
So und nun genug geschrieben. Habe gleich eine Minishetty Reitstunde mit einem 2-und einem 4jährigem Kind. Die 4-jährige klettert selber aufs Pony hoch, kniet sich im Schritt hin. Frei reiten kann auch die 2jährige. Unsere Minishettys gehen einen ganzen Kilometer ohne Leine im Schritt neben mir her, da sind die Kinder natürlich stolz, wenn sie alleine
reiten.

PaPo
1 Jahr zuvor
Antwortet  Indra Rupp

„Falls Sie selber reiten, Emil, gehören Sie vermutlich zu den schicken Reitern mit einer gemieteten Box für Ihren Warmblüter und immer auf dem Weg von der Box zur Reithalle (Wir machen nur Ausritte) sieht das Pferd mal die Sonne?“

Schönes Beispiel für diie permanenten (als Mutmaßung kuvrierten) unsubstanziierten Unterstellungen (ad hominem). Beweisführung abgeschlossen.

P.S.: Ich mag Shettys! ^^

Lila
1 Jahr zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Dachte, Sie hatten sich aus der Diskussion verabschiedet!?

Indra Rupp
1 Jahr zuvor
Antwortet  Lila

Nö, nur von PaPo! 😉

PaPo
1 Jahr zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Fr. Rupp, ich bin mir sicher, dass Sie (wie immer) auch meine Beiträge aufmerksam weiterlesen. 🙂

Caro
1 Jahr zuvor
Antwortet  Lila

Ja, am 4. April um 10:49.
Hab mich auch schon gewundert!

Walter
1 Jahr zuvor
Antwortet  unverzagte

Pferde = Freizeit wird geschrieben und daraus dann „Reitlehrerin“ untergeschoben.(>Kopfklatsch!)

Unverzagte
1 Jahr zuvor
Antwortet  Walter

Klatschen Sie gern so lange Sie möchten, wenn es denn hilft.

Walter
1 Jahr zuvor
Antwortet  Unverzagte

Merkwürdig, möchte nur weinen, denn von gewissen KuK solch süßlichen Schund hier lesen zu müssen ist eine Zumutung, zumindest fürs Auge.

Unverzagte
1 Jahr zuvor
Antwortet  Walter

Auch Lesezwang soll heilbar sein.

Kathrin
1 Jahr zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Missverständnis: Kunstkästen sind „Plastikwannen“, in denen der Farbkasten, Kittel, Scheren und Klebe lagern. Hat jedes Kind, um seine Sachen in den Kunstraum zu transportieren. Bevor die Kästen von abgehenden ViertklässlerInnen in neuen ersten Klassen weitergegeben werden, muss ich die immer noch mal auswischen – auch wenn das Auswischen zum Aufräumen am Ende von Klasse 4 gehört. Die Putzergebnisse der Kinder fallen recht unterschiedlich aus. Bei solchen Putzarbeiten denke ich übrigens immer an unseren Oberbürgermeister: Ob der wohl auch die Schränke im Rathaus von innen auswischt. Falls ja, würde ich ihm auch ein:en Alltagshelfer:in wünschen. Aber vielleicht hat er schon ein:en…
Für die Sauberkeit des Farbkastens sind bei mir die Kinder zuständig. Zu den Sommerferien nehmen sie ihn mit nach Hause mit dem Auftrag, ihn sauberzumachen. Ergebnis: Die meisten Eltern kaufen einen neuen. Macht weniger Arbeit.

Indra Rupp
1 Jahr zuvor
Antwortet  Kathrin

OK, da macht es Sinn.

Fräulein Rottenmeier
1 Jahr zuvor
Antwortet  Kathrin

Wow, davkommt ja tatsächlich eine Menge zusammen….

Indra Rupp
1 Jahr zuvor

Das gute an befristetem Mindestlohn ist, dass der einem ziemlich egal sein kann und wenn die Schulleitung einem blöd kommt, arrogante Lehrer einen von oben herab behandeln und man den Kaffee bringen und deren Müll wegräumen soll, welches aus gutem Grund nicht Aufgabe von Reinigungskräften ist, dann geht man einfach wieder. 🙂

Bla
1 Jahr zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Einem egal kann der nicht sein, wenn man davon leben muss … Mal ernsthaft: Was ist das für eine Ansicht? Ich hoffe, dass ich Sie da falsch verstanden habe und Sie das anders meinen …

Schulleitung sollte einem nie blöd kommen. Egal an welcher Stelle man in einer Schule steht. Würde ich mir auch nur bis zu einem bestimmten Grad gefallen lassen.
Warum kommen Sie immer mit dem Kaffee? Kann auch gerne Tee sein 😉 … Keine Angst, für mein Trinken kann ich an meiner Schule dank funktionierendes und trinkbares Leitungswasser selbst sorgen. Aber ich würde Ihnen auch einen Kaffee machen, wenn es den Tag für Sie rettet. Bin da meistens nicht so. Sehe ich dann auch nicht als „herablassend“, wenn ich das anbieten würde.

Müll räume ich je nach Tagesstimmung auch mehr oder weniger selbst weg oder „verdonner“ meine Schüler dazu. Auch wenn’s nicht meiner ist. Das ist halt einfach so, wenn man etwas Erziehung genossen hat (und auch weitergeben will).
Dazu brauche ich kein Reinigungspersonal.

Indra Rupp
1 Jahr zuvor
Antwortet  Bla

Davon kann man nicht leben, deshalb ist es egal. Man macht das als Zubrot, mehr aus Idealismus.

Bla
1 Jahr zuvor
Antwortet  Indra Rupp

30 Stunden/Woche als Zubrot?
Öhm ja …

Indra Rupp
1 Jahr zuvor
Antwortet  Bla

Maximal 30h!
Wären bei Mindestlohn etwa 1.200 Euro monatlich. Davon gehen aber die vielen Ferien und Feiertage, wo es nichts gibt ab und so kommt man durchschnittlich nur noch auf 900 Euro Brutto monatlich. Parallel einen beständigen Job zu finden, der nur in den Ferien stattfindet, wird wohl schwierig. Minus Krankenversicherung und Fahrtkosten für den ÖPNV um zur Arbeit zu kommen, bleiben noch etwa 600 Euro. Ist man etwas unter 600 Euro, kann man keinen Kinderzuschlag beantragen. Der Staat will verhindern, dass sich Leute mit Hilfe des Kinderzuschlages vom Jobcenter fernhalten. So könnte man mit etwas unter 600 Euro also nur mit Bürgergeld aufstocken, hat also nie mehr, als jemand, der nichts tut, gehört damit offiziell zur verachteten, arbeitsscheuen Gesellschaft, kann keine Kontakte und Freundschaften im beruflichen Umfeld schaffen und wann immer man mal etwas mehr verdient hat oder 50 Euro zu Weihnachten geschenkt bekommen hat, muss man das abgeben. Spart man etwas an, wird kontrolliert, wieviel. Kauft man der Familie einen Hund oder hat die Möglichkeit, aufgrund der ländlichen Wohngegebenheiten, zwei kleine Shettys zu halten, wird kontrolliert, ob das auch kein Wertbesitz ist, obwohl weniger kostet als ein guter Fernseher oder Nikotinkonsum. War ein Shetty vom Händler oder Ponymarkt und stellt sich als tragend heraus, muss man Sorge haben, dass den Kindern das Fohlen weggenommen wird, obwohl nur etwa 250 Euro Wert. Deshalb verheimlicht man das Fohlen und wenn das heraus kommt, wird erstmal zur Strafe die Zahlung eingestellt. Dadurch verschuldet man sich und wenn die Zahlungen weiter laufen, stottert man vom Geld, das eigentlich für Lebensmittel gedacht war, die Schulden wieder ab. Da so etwas oder anderes schnell passiert, ist man eh sofort in dem Teufelskreis, dass man vom Geld für Lebensmittel, vom Kindergeld, ect immer irgendwelche Schulden abstottern muss. Es sei denn, man sitzt nur rum, hat keine Pläne, keine Ziele und will den Kindern keine schöne Kindheit bereiten. Alleine, wenn man versucht, etwas durch eine Selbständigkeit (die früher berüchtigte Ich-AG) zu verdienen, verschuldet man sich, verkalkuliert man sich. Man könnte zB Schnäppchen bei Ebay aufspüren und teurer weiter verkaufen, die man dann aber nicht los wird, nur als Beispiel. Oder ein paar Milchziegen und Hühner halten um Geld für Lebensmittel zu sparen, die aber mitunter aus Massentierhaltung billiger sind als aus privater Tierhaltung gewonnen.
Nikotinkonsum, der das Fünfache einer Shetty Haltung kostet, würde übrigens nicht in Frage gestellt. Sachbearbeiterinnen waren halt auch mal kleine Mädchen und finden es nicht gut, wenn die Kinder von den Hartzern ein Pony haben, auch wenn die dafür seit 10 Jahren nicht mal mehr mit dem Zelt zur Nordsee waren, oder im Zoo oder Zirkus oder sonstwo, geschweige denn das Fahrrad reparieren können und deshalb 12 km Fußweg zum E-Center haben.
Also, ich würde, glaube ich nach einer Arbeit als Alltagshelfer für vormittags 3-4h fragen, um noch für andere Verdienstmöglichkeiten flexibel zu sein. Bezweifle auch, dass die Schule sich das mehr kosten lassen würde. Ist das Kind krank, muss es nicht zu lange Zuhause alleine bleiben. Man hat ja keine normalen Arbeitnehmerrechte und kann dann einfach auch Zuhause bleiben und man würde nebenbei auch keine Wohnung in einem gesunden Viertel bekommen, denn in mindestens 80 % aller Wohnungsanzeigen steht, dass man einen unbefristeten Arbeitsvertrag vorzeigen soll (befristet eingestellte Lehrer haben also auch schlechte Karten).
Tja und wenn’s dann, weil man sich den Job antun wollen würde, auch noch aktuell 22 rote Daumen von hochmütigen Lehrern gibt, die gleich Angst um ihre Lehrerwürde und der Wertschätzung ihres Aufgabenbereich bzw vor deren Abwertung durch unqualifizierte Kotze-aufwischer haben, dann kann man doch nur müde lächeln. Von mir aus, macht den Mist alleine!

Bla
1 Jahr zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Also, ja – maximal 30 Stunden. Logischerweise.
Nein, die Ferien werden mit besoldet laut „Schrieb“ (Urlaub, Orga usw.). Siehe meine Verlinkung, beim anderen Post.

Naja, das ist jetzt schon sehr weit hergeholt. Natürlich kann das ein (Extrem-)beispiel darstellen. Wenn man jetzt einen Millionär nimmt, der einfach Lust drauf hat, hätte man das andere Extrembeispiel … Weiß jetzt nicht, was das soll.

Die Jobbeschreibung sieht als Qualifikation rein gar nichts vor. Was soll man erwarten, was man dann an Lohn bekommt?

Die Schule hat wahrscheinlich nur bedingt was zu sagen … Die Anfragen werden kommen. Hilfe kann man generell – wo sinnvoll gestaltet – brauchen. Die Frage ist halt nur, ob das so sinnvoll ist oder einfach mal in’s nichts versucht wird.
Sieht erstmal nach ein Projekt (zur Überbrückung und als Aktionismus) aus. Schauen wir halt mal.

Was wir brauchen sind genug Lehrkräfte und Multiprofessionelle Teams. Auch mehr arbeiten mit außerschulischen Lernpartnern wäre sinnstiftend, wenn gut gemacht (AG, Workshops …).

Das was Sie gerade machen ist Polemik. Natürlich bekommen Sie da schnell Gegenwind.
Warum sollte man mit Ihnen zusammenarbeiten wollen, wenn Sie die ganze Zeit hier „fronten“? Sie unterstellen am laufenden Band den Personen hier irgendwelche Sachen. Dazu sehr pauschal.

Indra Rupp
1 Jahr zuvor
Antwortet  Bla

Wieso Extrembeispiel? Das ist die ganz reale Situation von Küchenhilfen, Inklusionshelfern, Reinigungskräften und anderen. Von solchen Tätigkeiten kann man nicht leben. Man stockt entweder mit Jobcenter oder mit Ehemann auf oder wohnt im Bauwagen.
Aber keiner von denen ist so blöd und erzählt, dass er beim Jobcenter aufstockt um dann trotz Arbeit als Arbeitsloser zu gelten und entsprechend behandelt zu werden. Man tut stattdessen so, als würde das reichen.
Bezüglich „fronten“ : Mein erster Kommentar hier war „Ich hätte Lust dazu“…. Dann kam die Front mit zig roten Daumen, Beleidigungen und Unterstellungen, ich würde angeblich anderen ihren Job erklären wollen. Ich wehre mich diesbezüglich nur. Was Sie Polemik nennen ist das ungeschönt reale Leben, das Sie und Andere sich nicht vorstellen können.
Die Bezeichnung Mob ist nebenbei auch absolut richtig. Einer sagt, er hätte Lust dazu, dann wird er für unfähig erklärt per Ferndiagnose, bekommt sonstwas attestiert, Vorwürfe, er würde die Arbeit Anderer mit seinem Vorhaben in den Dreck ziehen, wenn er erklärt, was der Wert seiner Arbeit wäre, ist er ein Angeber und wenn er die ganze Internetaktion mal reflektiert kritisiert, dann kommt man zum Ergebnis, wieso sollte man den nehmen, der ist ja nur gegen uns?
Oh weh, und genau so ein Verhalten müsst ihr auf dem Schulhof erkennen und reflektieren…

Irinja
1 Jahr zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Hallo Indra Rupp!
Kann Sie irgendwie nicht wirklich verstehen!? Zunächst verkünden Sie, dass der Job „Alltagshelfer“ Ihr Interesse finden könnte….um dann stehenden Fußes selbst diese Tätigkeit herabzuwürdigen. Auch in den Kitas werden zur Zeit Alltagshelfer eingesetzt. Bei uns ein ganz offizielles Teammitglied mit individueller Stellenbeschreibung, niemals würde uns einfallen, die Kollegin zu disqualifizieren, weil es einfach gut ist, dass sie da ist und wir sie tatsächlich auch brauchen!
Vielleicht denken Sie einmal darüber nach, eine eine Ausbildung nachzuholen? Ihre Kinder sind aus dem Gröbsten raus, Sie sind noch relativ jung und nach eigener Aussage mit außerordentlichem IQ ausgestattet….was hindert Sie?! Nebenbei stärkt es ungemein das Selbstbewußtsein und schon in 2 Jahren könnten Sie sagen: Jeah….geschafft!

Indra Rupp
1 Jahr zuvor
Antwortet  Irinja

Wo würdige ich diese Tätigkeit herab? Das werfe ich anderen vor. Aber das Gute ist, da sich diese Einnahmen, wie beschrieben, nicht sonderlich lohnen, muss man sich im Zweifelsfall eben auch nichts gefallen lassen.

HellaWahnsinn
1 Jahr zuvor
Antwortet  Indra Rupp

@ Indra Rupp

„Mein erster Kommentar hier war „Ich hätte Lust dazu“….“

Wenn Sie Lust dazu HÄTTEN … dann geben Sie DIESER Lust doch einfach nach. Und dann lassen Sie uns in einigen Wochen einfach en détail wissen, welche Erfahrungen Sie TATSÄCHLICH gemacht haben.

Deal?

Indra Rupp
1 Jahr zuvor
Antwortet  HellaWahnsinn

Ist gebongt! Bewerbe mich aber zum neuen Schuljahr und wir sind nicht NRW – geht aber ja vielleicht trotzdem. Die Hütte brennt zumindest bei uns auch.

Bla
1 Jahr zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Weil das mit der Stelle nichts zu tun hat. TVL 3 müssten ca. 2500-3000 Euro sein. Für eine komplett ungelernte Stelle ist das nicht ganz so schlecht?

Inklusionshelfer?
Als Schulbegleitung geht es je nach Bundesland bis zum Erziehergehalt. Ob das jetzt angemessen ist oder nicht, muss jeder für sich selbst beurteilen.
Als Soz.-Päd./Förderschullehrer hat man nochmal mehr für gewöhnlich.

Ich hatte meine Ausbildung mit 500-650 Brutto (1.-3. Lehrjahr) gemacht. Danach war ich bis zur BOS (BOS 2 Jahre ohne Einkommen, vom Gesparten gelebt) ein halbes Jahr „arbeitssuchend“ in einer „Fortbildungsmaßnahme“. Dort hatte ich dann nochmal deutlich weniger ohne Aufstockung. Auch während des Studiums habe ich kein BAföG bekommen, sondern hatte mitunter am Wochenende Schichtarbeit gemacht.

Ja, es gibt Berufe, wo das Geld knapp wird und auch nicht reicht. Aber das hat doch hier nichts mit der Stelle zu tun, oder? 2500-3000 Euro für eine ungelernte Stelle empfinde ich nicht als allzu schlecht.

Die Daumen sind komplett egal, machen Sie sich doch davon nicht abhängig.
Die Kommentare finde ich auch nicht angemessen an einigen Stellen. Das ist halt so. Meine Meinung. Allerdings in beide Richtungen.

Ich finde es schön, dass Sie Lust daran hätten. Aber dann bitte das Stellenprofil auch lesen … Das klingt halt mal anders, als das, was Sie hier vorschlagen.

Nein, es ist Polemik.

Ich kann mir so ziemlich viel vorstellen um ehrlich zu sein. Und mir ist durchaus bewusst, dass es „Ungerechtigkeit“ gibt und es [das Leben/Situationen] „nicht immer fair“ ist. Jeder Mensch hat seine Steine zu tragen. Ich trage auch meine. So spielt das Leben nunmal.

Ja, das ist falsch meiner Meinung nach. Ich würde mir nicht anmaßen zu sagen, dass Sie dazu nicht geeignet wären. Kann ich auch gar nicht… Das wäre einfach nur rumgestochere, um zu provozieren. Was mit „für euch würde ich keinen Kaffee machen“ eben auch so ist. Zumal ich gar keinen Kaffee trinke und auch von keinem erwarte, mir meine Getränke zuzubereiten. Vollkommen falsch an dieser Stelle (vllt. falsches Bauchgefühl gehabt? Ja, das war bspw. gerade provozierend … Glaube Sie verstehen, wie ich das meine.). Der Ton macht die Musik. In beide Richtungen.
Sie brauchen nicht zu beweisen, ob Sie geeignet wären und was Sie alles so bieten könnten/würden. Dafür gibt es eben die Stellenbeschreibung. Die sieht eben mitunter anderes vor.

Bei Ihrer Vita würden mir einige Sachen im Bereich Workshop und Arbeit am Tier/Hof mehr gefallen. Aber gut, das liegt halt auch mehr meiner gewählten Schulbeschreibung zugrunde. Klavier AG/Workshop, Musik, Pferdekunde, Arbeit auf dem Hof (wo/wenn möglich). Das ist doch schon mal was gutes für außerschulische Angebote.

Sie reflektieren aber eher einseitig? „Die gegen mich“. Das führt zu nichts. Meine Frage sollte zum Nachdenken anregen. Ich kann und will Ihnen gar keine Ferndiagnose oder Kompetenzen hier anerkennen oder aberkennen. Das bringt mir doch auch nichts.

Ich habe lediglich die Sinnhaftigkeit der Stellenbeschreibung angeprangert. Hilfe können Schulen gebrauchen. Hilfe wäre v. A. Multiprofessionelle Teams einzuführen. Eine Stelle, welche dies explizit ausschließt, sehe ich persönlich als zumindest kritisch zu beäugeln an. Ob das dann wirklich was bringt wird die Praxis dann schon zeigen … Ich bin weiterhin skeptisch.

Was ich muss und was nicht, steht hier gar nicht zur Diskussion. Das regel ich schon für mich persönlich mit meinem unmittelbaren Umfeld (SuS, Eltern, Kollegen, Schulleitung usw.). Wenn man unzufrieden ist/wäre, kann man mir als angestellen Lehrer an einer Privatschule ja kündigen. Das ist halt das Recht des Arbeitgebers. Ansonsten werde ich meinen Job schon machen, keine Sorge. 😉

Mary-Ellen
1 Jahr zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Wenn die gewonnene Zeit durchs Kaffeekochen sowie der die Lehrkraft belebende Effekt des Koffeins den SuS zugute kommt, warum nicht?
Ich als PM habe das zwischendurch gern für ALLE Schulbeschäftigten getan, wenn Bedarf bestand und ich die Zeit dafür hatte.
Und tatsächlich wurde auch mir immer wieder mal ein Käffchen kredenzt.
(In einer kollegial halbwegs gut aufgestellten Schule sollte es eh um ein Geben und Nehmen beiderseits gehen, egal wer welchen Posten bekleidet – dies sollte man nicht von vornherein für unmöglich halten.)

dickebank
1 Jahr zuvor

Ich sach ma so:

Bei den meisten Schulen werden auch keine Alltagshelfer helfen, da hilft nämlich nur eine Baufeldberäumung und ein anschließender Neubau.

Pippi Langstrumpf
1 Jahr zuvor

Ach wie erfrischend diese Möglichkeiten einem sterbenden System noch einmal auf die Beine zu helfen.
Ich hab mal kurz 10 Sekunden überlegt: Mit wem genau wollen Sie denn diese unbesetzten Stellen auffüllen, Frau Feller?
Die Mütter sind in Arbeit, Väter sowieso. Da fallen mir ein: Rentner, Arbeitslose, … hmm…ach ja, dank Senkung der Sprachbarriere kommen auch noch Migranten in Frage. Gut. So lässt sich Schule wieder ordnungsgemäß durchführen. Danke Frau Feller.