Lehrkräfte nach rechtsextremen Vorfällen an Burger Schule: Nichts hat sich verändert

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BURG. Ein anonymer Brandbrief zweier Lehrkräfte hatte vor zwei Monaten rechtsextreme Vorfälle an einer Schule in Burg zu Tage gebracht (News4teachers berichtete). Seitdem hat sich die Situation dort nach Angaben der Lehrenden nicht verändert. Es gebe keine Maßnahmen und auch keine wirklichen Ziele, sagt Lehrer Max Teske. Das Kollegium sei tief gespalten, Lehrkräfte grüßten ihn und seine Kollegin zum Teil nicht mehr. Im Kollegium herrsche Unsicherheit und eine gespaltene Stimmung. Vom Brandenburger Bildungsministerium käme auch acht Wochen nach Bekanntwerden der Vorfälle keine Reaktion. «Nichts, ganz einfach nichts kommt», sagt Teske. «Ich finde das höchst fatal.»

Wie groß ist das Problem mit Rechtsextremen an Schulen? Foto: Shutterstock / rkl_foto

Seine Burger Kollegin Laura Nickel und er hatten Ende April in einem anonymen Brief geschildert, sie seien an der Schule im Spreewald täglich mit Rechtsextremismus, Sexismus und Homophobie konfrontiert. Es gebe Hakenkreuze auf Möbeln, rechtsextreme Musik im Unterricht und demokratiefeindliche Parolen in den Schulfluren. Zudem erlebten sie eine «Mauer des Schweigens», hieß es in dem Brief.

Die Schulämter in Brandenburg meldeten seit dem Bekanntwerden rechtsextremer Vorfälle im Spreewald mehr solcher Fälle. Die meisten neuen Vorkommnisse gab es laut Bildungsministerium in Südbrandenburg im Bereich des Staatlichen Schulamts Cottbus. Dort liegt auch die Schule in Burg. Die Aufarbeitung der Fälle dauert an.

Forderung nach Unterstützung vom Ministerium

Nickel und Teske haben mit anderen Lehrkräften an diesem Dienstag, 27. Juni 2023, ein Demokratiefest an ihrer Schule organisiert. Das sei schon sehr lange geplant gewesen, sagt der Lehrer. In verschiedenen Workshops finden ihm zufolge interkulturelle Gespräche statt. Unter anderem geht es um das Thema Geflüchtete und auch um queere Themen. Schülerinnen und Schüler nehmen an jeweils drei Workshops teil. Auch ein Graffiti-Workshop wird angeboten. Es gebe wenig Schüler, die das Thema Diskriminierung und Rechtsextremismus interessiere, beschreibt der Lehrer. «Sie können mit dem Thema schwer umgehen und wollen damit nicht in Verbindung gebracht werden», so seine Einschätzung. Es müsse endlich Unterstützung vom Ministerium geben. «Wir werden weiterhin gegen die Zustände in der Schule ankämpfen, nicht lockerlassen und auch das Ministerium immer wieder in die Verantwortung nehmen.»

Parallel zum Demokratiefest in Burg findet in Cottbus zur gleichen Zeit ein Fachgespräch zum Thema «Demokratiefeindlichen Tendenzen und extremistischen Einstellungen an Schulen begegnen» statt. Es geht um Prävention und Sensibilisierung. Eingeladen hat Bildungsminister Steffen Freiberg (SPD) dazu unter anderem Lehrkräfte, Schulleitungen und Wissenschaft. Erwartet werden auch der Leiter des Verfassungsschutzes in Brandenburg, Jörg Müller, und Alfred Roos, Leiter der Koordinierungsstelle «Tolerantes Brandenburg» der Landesregierung.

Vor dem Fachgespräch in Cottbus will der Bildungsminister der Schule in Burg im Spreewald einen kurzen Besuch abstatten. Über den Inhalt des Treffens machte das Ministerium keine weiteren Angaben. (dpa)

Ist die KMK auf dem rechten Auge blind? Forscherin: Rechtsextreme Übergriffe an Schulen sind keine Einzelfälle

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Monika, BY
8 Monate zuvor

Rechtsextremismus ist überall präsent, mehr oder weniger gut oder schlecht bedeckt, aber er ist da und nicht nur in Deutschland, überall. Warum? Gute Frage. Warum bloß? Alles in allem eine niederträchtige Spezies sind wir.

Kim P
8 Monate zuvor
Antwortet  Monika, BY

Rechtsextremismus ist neu definiert worden, deshalb gibt es so viele davon.

Gelbe Tulpe
8 Monate zuvor

Das Ansteigen der allgemeinen Gehälter unter Adenauer hat die Deutschen zur Demokratie gebracht. Die Lohnverluste der letzten 30 Jahre müssen schnell rückgängig gemacht werden, wenn man die Rechten schwächen will. Schaue ich mir die gestern beschlossene mickrige Mindestlohnerhöhung an, habe ich aber nicht den Eindruck, dass die Verantwortlichen aus der Geschichte gelernt haben.

Marc
8 Monate zuvor
Antwortet  Gelbe Tulpe

Wer sind die „Rechten“? Oder meinen sie Rechtsextremen? Ich glaube nicht dass ein direkter Zusammenhang zwischen politischer Neigung und Einkommen besteht. Und wenn dann steht ja eher die politische Linke für den kleinen Mann und mehr Umverteilung.

Georg
8 Monate zuvor
Antwortet  Marc

In den Maßstäben des Jahres 2000 normal Konservative gelten schon als böse rechts.

Die heutige politische Linke steht für alles mögliche, aber nicht mehr für den kleinen Mann. Was meinen Sie, weshalb die Linkspartei einen Großteil ihrer Wählerschaft an die AfD abgegeben hat?

Uwe
8 Monate zuvor
Antwortet  Georg

Das ist Unsinn: Helmut Kohl würde heute im Vergleich zu Merz als Links gelten. Geißler und Blüm sogar als linksradikal. Die CDU ist ganz ganz weit nach rechts marschiert.

Georg
8 Monate zuvor
Antwortet  Uwe

Das mit Helmut Kohl wage ich mal zu bezweifeln. Er ist als Kanzler der Einheit aber unantastbar.

Kohl und die Einwanderung: Die verweigerte Heimat | STERN.de

Ureinwohner Nordost
8 Monate zuvor
Antwortet  Georg

Der wichtigste Spruch Kohls (aus Sicht Ostdeutscher):
„Wichtig ist, was hinten heraus kommt“.

Und das ist Scheis*e.

Auch mein Resultat nach fast 33 Jahren „Vereinigung“:
Anschluss der DDR an die BRD = Sch***e.
🙂

Marc
8 Monate zuvor
Antwortet  Uwe

Wäre die CDU rechts, gäbe es die Afd nicht. Eher das Gegenteil ist der Fall. Viele CDU Wähler sind wegen des linken Kurses zur Afd abgewandert, wo in weiten Teilen auch das Programm der CDU aus den 2000ern festgeschrieben ist

PaPo
8 Monate zuvor
Antwortet  Marc

Irgendwie scheint man immer wieder zu vergessen oder erst gar nicht zu realisieren, dass das linke polit. Spektrum und das rechte polit. Spektrum eben exakt dies sind: Spektren, die (auch – in Abgrenzung zum jeweils anderen Spektrum – genuin dem jeweiligen Spektrum zuzordnende) Positionen beinhalten, die sich innerhalb dieser jeweiligen Spektren diametral entgegenstehen, bspw. demokratischer Konservativismus einerseits und Rechtsextremismus andererseits, demokratischer Sozialismus einerseits und Linksextremismus andererseits, Rechtsliberalismus einerseits und Linksliberalismus andererseits etc. – I think you (= alle) get my point:

  • Nur weil sich eine polit. rechte Partei im polit. rechten Spektrum weiter links positioniert als zuvor u./o. im Vergleich zu anderen Parteien o.ä., nur weil eine genuin polit. rechte Position im linken Teil des polit. rechten Spektrums verortbar ist, wird Ersteres nicht nicht gleich zur polit. linken Partei und Letzteres nicht zur genuin polit. linken Position.
  • Nur weil sich eine polit. linke Partei im polit. linken Spektrum weiter rechts positioniert als zuvor u./o. im Vergleich zu anderen Parteien o.ä., nur weil eine genuin polit. linke Position im rechten Teil des polit. rechten Spektrums verortbar ist, wird Ersteres nicht nicht gleich zur polit. rechten Partei und Letzteres nicht zur genuin polit. rechten Position.

Wie oft man bspw. in den letzten Jahren von Seiten weiter rechts innerhalb des rechten polit. Spektrums Positionierter lesen musste, die CDU habe (insb. unter Angela Merkel) einen Linksruck gemacht (ja, möglicherweise… aber innerhalb des rechten polit. Spektrums und dort immer noch speziell innerhalb des Subspektrums des demokratischen Konservativismus) und sei jetzt eine polit. linke Partei, von weiter links innerhalb des linken polit. Spektrums Positionierter, die SPD habe einen Rechtsruck gemacht und sei nun eine (beinahe) rechte Partei o.ä. Unsinn…

Immer auch mit entsprechendem, unreflektierten (ideologischen) Bias derjenigen, die Dgl. behaupten. So werden bisweilen dieselben polit. Position, Poltiken und CO. willfährig als polit. links oder polit. rechts behauptet, wie es gerade passt resp. in Abgrenzung zur eigenen polit. Positionierung:
Ist man polit. links orientiert und mit einer widerstreitenden Position/Politik konfrontiert, wird dieselbe gleich als polit. rechts identifziert (und entsprechend – bspw. als „blau-braun“ – devalviert), ist man polit. rechts orientiert und mit einer widerstreitenden Position/Politik konfrontiert, wird dieselbe gleich als polit. links identifziert (und entsprechend – bspw. als „linksgrünversifft“ devalviert). Die erhebliche Tendenz zur entsprechenden Dichotomisierung öffentlicher Diskurse ist evident: Da wird dem Linken der Linke ein Rechter, dem Rechten ein Rechter ein Linker, und das umso mehr, je weiter wir uns den polit. Rändern nähern.

Und diese Radikalisierung hat wohl auch mit mangelnder polit. Bildung zu tun (mangelnde Selbstreflexion, kognitive Kompetenzen und Co. tun ihr Übriges), denn was genuin polit. links und polit. rechts ist, das weiß ein Gros der Menschen doch gar nicht mehr einzuordnen (ungeachtet der Kritik, dass diese strikte Unterteilung heutzutage nicht mehr hinreichend adäquat sei)… deshalb wird grüne Politik mit linker Politik synonmisiert, wird Kritik an der Gendersprache als polit. rechts motiviert behauptet o.ä.

So, das nur als kl. (^^) Einschub,

Ansonsten:
Natürlich, Demokratieperpetuierung und wirtschaftl. Wohlstand nicht nur der Volkswirtschaft, sondern der Bürger, gehen Hand in Hand.

Hans Malz
8 Monate zuvor
Antwortet  PaPo

Das ist zu differenziert und unaufgeregt und kann deshalb nicht mit der nötigen Portion Alarmismus präsentiert werden. Also ungeeignet für den momentanen politischen Diskurs in den Medien.

Die Dinge, die sich in der Schule dort abgespielt haben, sind meiner Meinung nach aber als eindeutig rechtsextrem einzuschätzen. Getan wird natürlich von den politisch Verantwortlichen nichts. Genau wie in den Fällen von Extremismus von anderen Seiten.

Bayer
8 Monate zuvor
Antwortet  Marc

Awa, googlen Sie doch mal den ersten AfD- Landrat in Sonneberg/Bayern und dessen Historie
Und beziehen Sie Geschichte und Werdegang anderer Parteien mit ein, die ihn indirekt gefördert haben.

DerechteNorden
8 Monate zuvor
Antwortet  Marc

Wo denn? In SH schon einmal nicht. Und da ist der CDU-Kurs eher „links“. Offensichtlich ist das nicht die Ursache.
Nein, ich bin kein Unions-Fan.

Georg
8 Monate zuvor
Antwortet  Gelbe Tulpe

Adenauer hat aber eine soziale Marktwirtschaft eingeführt, die den Namen auch verdient. Aktuell flüchten sich immer mehr junge Menschen in den Beamtendienst, was den Staat langfristig lähmt. Es gibt aktuell auch immer mehr Menschen in Deutschland, die ihr Leben lang auf Staatskosten leben werden, ohne nennenswerte Sanktionen befürchten zu müssen.

Realist
8 Monate zuvor
Antwortet  Georg

„Aktuell flüchten sich immer mehr junge Menschen in den Beamtendienst,“

Wer „flüchtet“ denn in den Beamtendienst? Ich sehe überall Plakate: Polizei sucht, Finanzverwaltung sucht, Lehrer werden gesucht… So überwältigend kann diese Flucht nicht sein. Zudem: Deutschland hat z.B. halb so viele Beschäftigte im Staatsdienst (relativ gesehen) wie Frankreich und sogar weniger als die USA…

Also träumen Sie weiter von Ihren Vorurteilen…

Realist
8 Monate zuvor
Antwortet  Georg

Ergänzung: Verwaltungen suchen auch: IT + Ingenieure. Da diese Leute im Durchschnitt besser rechnen können als der Rest, meiden diese aktuell den öD wie die Pest…

Johannes
8 Monate zuvor
Antwortet  Georg

…zum Beispiel Lehrkräfte!

Realist
8 Monate zuvor
Antwortet  Gelbe Tulpe

„Die Lohnverluste der letzten 30 Jahre“

Lohnverlust in den letzten beiden Jahren: Ca. 15% real für die meisten Beschäftigten, bis auf wenige Ausnahmen (IG Metall und Co.: streikmächtige Gewerkschaften). Der öffentliche Dienst gehört nicht zu diesen Ausnahmen, die Beschäftigten der Länder haben sogar absehbar die Ar…karte gezogen, da Verhandlungen noch nicht einmal begonnen…

Zur Zeit der „Großen Depression“ (1930er) war der Reallohnverlust im Durchschnitt geringer…

Johannes
8 Monate zuvor
Antwortet  Gelbe Tulpe

Das heißt, Demokratie nur, wenn die Kasse stimmt? Unglaublich!

Realist
8 Monate zuvor
Antwortet  Johannes

„Erst kommt das Fressen, dann kommt die Moral.“ Wusste schon Bertolt Brecht vor fast hundert Jahren.

Kann sich Bildungsbürger Johannes aber so gar nicht vorstellen. Grünen Wähler?

Ureinwohner Nordost
8 Monate zuvor
Antwortet  Realist

Da gehe ich 100% mit Ihnen.

Ich bin absoluter Brecht-Anhänger. 😉

Mein einziger, richtig guter, Kulturminister auf deutschem Boden. 🙂

DerechteNorden
8 Monate zuvor
Antwortet  Realist

AfD-Wähler*innen sind diejenigen, die leider weniger die großen Zusammenhänge sehen mögen. Da meint man zu kurz zu kommen, suhlt sich im Opfer-Modus und merkt nicht einmal, dass die AfD die letzte Partei ist, die sozial tickt.
Moral kommt GAR nicht vor.

Uwe
8 Monate zuvor
Antwortet  Gelbe Tulpe

Also ist es doch vor allem ein Bildungsproblem. Das Wahlprogramm der AFD ist stramm neoliberal und wird natürlich bei Regierungsbeteiligung dafür sorgen das die Löhne noch dramatischer fallen. Außerdem werden die Rentner vollkommen verarmen. Kindergärten abgebaut.

OttoderKleine
8 Monate zuvor
Antwortet  Uwe

Aber welche Parteien waren es denn, die in der Vergangenheit für fallende Reallöhne gesorgt haben? Sind die nicht auch neoliberal (vielleicht ohne „stramm“)?

Ureinwohner Nordost
8 Monate zuvor
Antwortet  Uwe

Das wissen Sie genau woher?

Vermutung?, Meinung?, Wunschtraum?

Haben Sie BEWEISE?
Dann heraus damit.
Mir reicht das Statistische Bundesamt.
Auf echte wissenschaftliche Beweise verzichte ich, ausnahmsweise. 😉

0815
8 Monate zuvor
Antwortet  Uwe

Was soll denn in diesem Zusammenhang neoliberal bedeuten??? Ich sehe da überhaupt keine Visionen – nur ein deutliches „wir sind gegen alle anderen“. Zusätzlich sind sie im Osten die Kümmerer. Sie sind diejenigen, die ein offenes Ohr für diejenigen haben, die schön lange nicht mehr von den anderen Parteien gehört werden.

DerechteNorden
8 Monate zuvor

Mich würde mal interessieren, wie groß der Anteil an S*S mit türkischen, syrischen, afghanischen, ghanaischen, togoischen, vietnamesischen, chinesischen … Wurzeln dort ist.
Ich vermute mal, sehr, sehr gering, wenn die S*S nichts mit Diskriminierung und Rassismus anfangen können. Man kennt nur die gängigen Vorurteile, nicht aber die betroffenen Menschen.
Ich erinnere mich noch gut an das Jahr, in dem ich an einer Schule bei Schwerin gearbeitet habe. Die Schüler*innen hatten ganz klare Vorstellungen davon, wie „Ausländer sind“. Auf die Frage, ob sie denn welche kennen würden, antworteten sie: „Nee, aber ich habe schon mal welche gesehen.“

Georg
8 Monate zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Das kann dann aber nicht in Mueßer Holz und muss lange her (im Sinne von deutlich vor 2016) gewesen sein.

Welche Eigenschaften haben diese Schüler eigentlich Ausländern zugeordnet? Gelten diese für die Herkunftsregionen, die es in der DDR vorrangig gab?

vhh
8 Monate zuvor
Antwortet  Georg

Ziemlich irrelevante Fragen, die stark nach Relativierung aussehen. Welche ‚Eigenschaften‘ (groß, klein, laut, leise, faul, fleissig, frech, höflich…. was gemerkt?) gelten denn für welche ‚Herkunftsregionen‘ (Afrika, Asien, Osteuropa, Stadt, Land)? Das Problem ist doch nicht, welche Zuschreibungen es gibt, sondern dass es sie überhaupt gibt. Menschen sollten gerade nicht nach Zugehörigkeit zu einer vermeintliche Gruppe beurteilt werden, egal wie und das muss wohl leider die Schule bei vielen vermitteln!
Mehr als schwierig in einem Umfeld, in dem das als Schwäche und Verrat gilt. In der Pubertät dürfte der Anteil derer, die sich gegen ihre Peergroup stellen im einstelligen Prozentsatz liegen und gegen Normen der Lehrer und Schule zu handeln ist üblicher Sport.

Georg
8 Monate zuvor
Antwortet  vhh

Meine Frage ging an DerechteNorden und ihrer Anekdote.

DerechteNorden
8 Monate zuvor
Antwortet  Georg

Negative Pauschalurteile, Georg, die ich hier keinesfalls wiederholen möchte.

Georg
8 Monate zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Wieso nehmen Sie die Schüler in Schutz?

Ureinwohner Nordost
8 Monate zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Warum?

Entkräften Sie Georgs Aussage.
Nu man tau . 🙂

DerechteNorden
8 Monate zuvor

Ich bin verwirrt. Welche Schüler*innen nehme ich in Schutz?

vhh
8 Monate zuvor
Antwortet  Georg

War nicht so schwer zu verstehen, ändert das etwas? Aber ich bitte vielmals um Entschuldigung, diesen privaten Dialog gestört zu haben.

Ureinwohner Nordost
8 Monate zuvor
Antwortet  vhh

Ja, das ändert etwas.
Und nun?

Ureinwohner Nordost
8 Monate zuvor
Antwortet  Georg

Georg,

das Werk ist ein Auftragswerk.

Ziel vorgegebenen,
Statistik nachgereicht.
Zigtausende Euro erhalten.
Leistungsfrei.

Das BSP wächst.
In der BRD ist „Alles gut“. 😉

AvL
8 Monate zuvor

„In der DDR war alles super !“

A.J. Wiedenhammer
8 Monate zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Es ist meines Erachtens ein Trugschluss zu glauben, dass die persönliche Erfahrung von Diskriminierung automatisch dazu verleitet, andere weniger zu diskriminieren. Das prominenteste Beispiel dafür mögen die stark homophoben Tendenzen von kulturellen Gruppierungen sein, die selbst auch vermehrt Ziel von diskriminierenden Handlungen sind. Frauendiskriminierung und Antisemitismus wären zwei andere offensichtliche Beispiele.

Vorurteile beruhen sicherlich (per definitionem) auf Nichtkennen, Urteile und Einschätzungen dagegen nicht. Ich erinnere mich deutlich an meinen Umzug aus einer Kleinstadt (mit super buntem, diversem und tolerantem Gym) in eine größere Universitätsstadt: Es hat nur ein paar Wochen gedauert, bis ich mir aus reinem Selbstschutz eine extrem abwehrende und unfreundliche Haltung gegenüber bestimmten Personengruppen angewöhnt hatte. Besonders auf Bahnhöfen oder auf den Rad allein nach Hause. Aber das mögen Erfahrungen sein, die gerade junge Frauen vermehrt machen.

DerechteNorden
8 Monate zuvor

Danke dafür, dass Sie hier demonstriert haben, wie das geht mit dem Nichtdifferenzieren und Pauschalieren.

Außerdem haben Sie mich missverstanden. Ich meinte, dass Jugendliche eher Vorurteile haben, wenn sie keine Angehörigen aus den genannten Gruppen kennen.
Und bei Ihnen vermute ich, dass Sie auch keine wirklich kennen, wenn Sie so pauschal urteilen.

A.J. Wiedenhammer
8 Monate zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Wenn ich allein am Bahnsteig saß oder des Abends auf dem Nachhauseweg von (mehreren) jungen Männern
auf dem Rad schräg angemacht wurde, verspürte ich in der Tat weniger die Bereitschaft dazu, die Beweggründe meines Gegenübers näher auszudifferenzieren. Insofern haben Sie recht.

„Und bei Ihnen vermute ich, dass Sie auch keine wirklich kennen, wenn Sie so pauschal urteilen.“

Ihre Vermutung ist definitiv falsch!
Pauschalisierend ist es dagegen, zu behaupten, dass jegliche Resistiments ausschließlich auf Nicht-Kennen beruhen würden. Und dass sich alle prima verstehen würden, so sie sich nur besser kennten.

Richtig ist, dass ich (wie jedermann) nicht die Zeit, Muße und inzwischen auch nicht mehr die Bereitschaft habe, allen menschlichen Begegnungen „differenziert“ auf den Grund zu gehen. Da ich in einer Gesellschaft lebe, die komplexer als eine umherziehende Nomadensippe oder ein kleines Dorf ist, kann ich leider nicht umhin, mir mit (Vor-)Urteilen das Leben etwas zu vereinfachen. So wechsle ich eben lieber die Straßenseite, wenn mir eine Gruppe kahlgeschorener Bomberjackenträger entgegenkommt. Auch wenn ich dieser Gruppe damit eventuell Unrecht tue; (Böse, böse Pauschalisierung und mangelnde Differenzierung…)

Ich bin nun schon in den Fünfzigern und habe mein Leben an ganz unterschiedlichen Orten verbracht. (Mangels üppigem finanziellen Background auch gerne mal an sehr „bunten“, unpriviligierten Orten.)
Wann darf ich denn nun eigentlich aus meinen persönlichen Erfahrungen Schlüsse für mein Handeln oder sogar „Urteile“ ziehen?
Wenn ich noch älter werde, wird man mir das sicherlich mit dem Hinweis auf Verknöchertheit und Altersstarrsinn vermutlich auch immer weniger zugestehen wollen.
Was mit Sicherheit jetzt schon für die Jugendlichen, zutrifft, mit denen ich umgehe 🙂

A.J. Wiedenhammer
8 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Was bin ich froh, dass es immer so nette und hilfsbereite Personen gibt, die Dummerlen wie mir so exotische (Ironie!) Dinge wie das Gleichbehandlungsgesetz nahebringen wollen. Oder die mir aus der Ferne die Unterscheidung zwischen Vorurteil und Urteil abnehmen.
Das ist fürwahr sehr produktiv für die in dem Beitrag angesprochene Problematik!

(Falls ich irgendwann einmal meinen ghanaischen Ex-Nachbarn wiedertreffen sollte, werde ich ihn darauf hinweisen, im Sinne der Gleichbehandlung gefälligst so nahe an eine ihm ein ungutes Gefühl vermittelnde Gruppe heranzugehen, dass er eventuelle Symbole oder Parolen auf den Bomberjacken eindeutig identifizieren kann.)

Last edited 8 Monate zuvor by A.J. Wiedenhammer
DerechteNorden
8 Monate zuvor

Ich bin auch über 50. Alter hat damit nichts zu tun.

A.J. Wiedenhammer
8 Monate zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Ich meinte damit, dass ich mir nach über einem halben Jahrhundert Lebenserfahrung anmaße, zu bestimmten Themen eine Meinung zu haben.
Genau wie Sie.

Und ich halte es sogar für möglich, dass beiden Meinungen ein durchaus nachvollziehbares Fundament zugrunde liegt.

Blau
8 Monate zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Eben. In meiner Klasse kommen die Eltern der Kinder aus sehr vielen Ländern. Es ist normal mehr als eine Sprache zuhause zu sprechen. Sie durchmischen sich fröhlich, die Herkunft ubd der Nachname spielen im Alltag keine Rolle. So können Vorurteile gar nicht erst entstehen.

Ureinwohner Nordost
8 Monate zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Nur ein Jahr bei uns im Nordosten? 😉
Warum?

Mit den Nachkommen der hier gebliebenen Sowjetsoldaten gab und gibt es keine Probleme.
Auch nicht mit den hier siedelnden „Russland-Deutschen“.
Die wollten und wollen hier leben und bereichern die Kultur.

Last edited 8 Monate zuvor by Ureinwohner Nordost
DerechteNorden
8 Monate zuvor

Wenn Sie meinen. Dass viele von denen leider sehr oft AfD wählen und Herrn Putin jetzt immer noch toll finden, obwohl er die Ukraine hat überfallen lassen und dort immer noch Krieg führt …
Aber auch Ihnen würde ich sagen, dass ich vermute, Sie kennen keine Menschen, deren Wurzeln z.B. in der Türkei liegen. Mit „kennen“ meine ich tatsächlich „regelmäßig Kontakt haben“.
Ich würde auch sagen, dass Sie und andere sich nicht immer nur daran aufhängen sollten, welche Probleme es gibt (dass es die gibt, bezweifle ich auch nicht), sondern sich darauf besinnen sollten, dass all diese Menschen gar nicht viel anders sind. Wer immer nur mit „die machen alle Probleme“ kommt, der ist selbst Teil des Problems.

Last edited 8 Monate zuvor by DerechteNorden
potschemutschka
8 Monate zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Wieviele sind „viele, die Afd wählen und Putin toll finden“? Haben Sie dazu Zahlen?

Ureinwohner Nordost
8 Monate zuvor
Antwortet  potschemutschka

Jetzt kommen bestimmt Ergebnisse der „B90GRÜNEN“-Auftragsstudien.
Не нашей 🙂

DerechteNorden
8 Monate zuvor

Nicht Ihre? Da bin ich aber froh!

Nick
8 Monate zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Ihr Beispiel mit der Türkei ist zu differenzieren. Sie beziehen sich hoffentlich nicht auf die strammen Wähler des Herrn Erdogan oder auf die Vertreter der türkischen Grauen Wölfe/ der MHP. (Rechter) Extremismus ist kein alleiniges deutsches Problem.

Last edited 8 Monate zuvor by Nick
DerechteNorden
8 Monate zuvor
Antwortet  Nick

Whataboutism? No, thanks.

Nick
8 Monate zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Vielleicht einfach mal mit offenen Augen durch die Welt laufen.

Ureinwohner Nordost
8 Monate zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Können Sie auch Deutsch schreiben?
Es erleichtert die Kommunikation.
Danke 🙂

Ich schreibe ja auch nicht Russisch mit kyrillischen Buchstaben.
Dann hätten Sie wohl so Ihre Schwierigkeiten. 😉

HellaWahnsinn
8 Monate zuvor

Sie antworten @DerechteNorden:

„Können Sie auch Deutsch schreiben?
Es erleichtert die Kommunikation.
Danke
Ich schreibe ja auch nicht Russisch mit kyrillischen Buchstaben.
Dann hätten Sie wohl so Ihre Schwierigkeiten.“

Haha, DER war gut. (Ne, war ironisch gemeint.)
Aber immerhin zeigen Sie hier sehr schön, dass man Ihre „Meldungen“, die immer häufiger werden, entweder komplett überspringt oder sehr genau hinschauen soll, damit man sich am immer gleichen Muster erfreuen 😉 kann.
(i.d.R. ist es ja wenig Text von Ihrer Seite, der aber immer eine Reaktion aka Daumen hervorrufen soll – also hier ausnahmsweise mal meine Reaktion, ohne Daumen, klar).
Ansonsten gehört zum Muster auch das persönliche Anstänkern von Foristen, die Ihnen mal antworten, aber die Antwort gefällt Ihnen dann nicht so.
(Sie kriegen insgesamt wenige Antworten auf Ihre „Beiträge“, aber das ist Ihnen sicher schon aufgefallen … Ich mache das hier auch nur ausnahmsweise, damit auch „neue“ Leser mal merken, dass man von Zeit zu Zeit mal etwas anmerken muss, allerdings ohne sich täglich und womöglich mehrfach täglich an etwas abzuarbeiten, denn das lohnt nicht, auch wegen persönlicher Anfeindungen und langwieriger Fehden, die gerne wegen Pillepalle vom Zaun gebrochen werden).

Am selben Tag wie das Zitat von ganz oben, aber mit 4 Minuten Zeitunterschied antworten Sie weiter oben auf @potschemutschka folgendes:

„Jetzt kommen bestimmt Ergebnisse der „B90GRÜNEN“-Auftragsstudien.
Не нашей

Dann war der letzte Satz also Deutsch?!
Ungebildete 😉 hätten den Eindruck haben können, das seien kyrillische Buchstaben – aber laut eigenem Bekunden machen Sie das ja nicht.
Das ist dann exemplarisch für Ihre persönliche Note in Sachen Glaubwürdigkeit? 🙂
Gut gemacht! (Nicht ironisch gemeint.)
Und dafür brauchen Sie nur 4 Minuten …

Jedenfalls steht das exemplarisch für den überwiegenden Teil Ihrer „Beiträge“ hier, mit denen Sie dieses Forum seit einiger Zeit regelrecht fluten.
Der Stil ist teilweise sehr nah dran an „Beiträgen“, die man so kennt (von selbsternannten „blauen Alternativen“):
Erst einmal ein Statement, das einigermaßen unverfänglich erscheint.
Dann ein bisschen Wut. Soweit können sich dann eine Menge Leute identifizieren.
Dann kommt etwas, was thematisch nicht einmal zum vorher gesagten passen muss – aber deutlich mehr Frust (hat ja jeder mal) + Rechtsruck kombiniert.
Und dieses „+“ ist das Muster …

Und immer schön das Forum fluten …
Ist das noch ein bissl Stimmenfang, bevor Sie auswandern (wollten)?
Wollten Sie doch, richtig?
Dann haben Sie doch ein schöneres Projekt als „Forum fluten“. 😉

PaPo
8 Monate zuvor
Antwortet  HellaWahnsinn

Danke.

AvL
8 Monate zuvor

Ihre euphemistische Perspektive auf die eigene Vergangenheit im realexistierenden Sozialismus spricht schon für sich selbst.
Jeder weitere Kommentar erübrigt sich.

DerechteNorden
8 Monate zuvor
Antwortet  Nick

Die Mehrheit der Menschen mit türkischen Wurzeln wählen nicht AKP, denn die meisten Wahbetechtigten wählen gar nicht. Und viele Menschen mit türkischen Wurzeln sind inzwischen nur noch deutsch und dürfen gar nicht wählen, wenn in der Türkei gewählt wird.

DerechteNorden
8 Monate zuvor
Antwortet  Nick

Hier differenzierter mit Zahlen:

https://www.tagesschau.de/faktenfinder/wahl-tuerkei-deutschland-100.html

In Deutschland leben ca. 3,4 Mio. Menschen mit türkischen Wurzeln, wovon ca. 1,5 Mio. wahlberechtigt waren. Von diesen 1,5 Mio. Menschen haben 735.000 an der letzten Wahl teilgenommen. Davon stimmten ca. 500.000 für Erdogan.

Nick
8 Monate zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Etwa 1/3 der Wahlberechtigten in Deutschland haben Erdogan gewählt und das beruhigt Sie? Sein Kontrahent war auch nicht irgendwie besser. Im Wahlkampf versuchte dieser die Rechten für sich zu gewinnen und machte verstörende Aussagen zu Flüchtlingen in der Türkei (kann man gern googeln)… Hier in Deutschland dürfte sich wohl jede Partei über 1/3 der Stimmen der Wähler freuen. Das kann wahrscheinlich für die Regierungsverantwortung genügen.

Ureinwohner Nordost
8 Monate zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Das wissen Sie woher?
Haben Sie Beweise?
Woher?

Ich bitte Sie,
eröffnen Sie nicht neue Themen, bevor die Alten nicht ausdiskutiert und offene Fragen unbeantwortet sind.
Typisch westgrün. 🙂

Genau deshalb bin ich rechtzeitig raus aus dem Verein. 🙂

OttoderKleine
8 Monate zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Na großartig: Die meisten Wahlberechtigten unter den Deutsch-Türken wählen gar nicht, und das ist Demokratie. Meinen Sie das?

DerechteNorden
8 Monate zuvor
Antwortet  OttoderKleine

https://www.tagesschau.de/faktenfinder/wahl-tuerkei-deutschland-100.html
In diesem Artikel finden Sie dazu auch Aussagen. Die Äußerungen sind inhaltlich so, dass man sich nicht an Wahlen in der Türkei beteilige, weil man hier in Deutschland lebe.

O. Birkenstock
8 Monate zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Wo nehmen Sie nur dieses“ Wissen“ her?

Georg
8 Monate zuvor
Antwortet  Nick

Hinweis: Die „strammen Wähler des Herrn Erdogan“ sind die absolute Mehrheit der in Deutschland lebenden Türken/Deutschtürken. Stellen Sie sich mal vor, ein vergleichbarer Anteil der Deutschen wären „stramme Wähler des Herrn Höcke“ …

DerechteNorden
8 Monate zuvor
Antwortet  Georg

Nein, das ist falsch, Georg. Siehe mein Beitrag.

Georg
8 Monate zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Stimmt. 67% in der Stichwahl sind nicht die Mehrheit. Sie haben recht.

Deutsch-Türken stimmen erneut deutlich für Erdogan – ZDFheute

Ureinwohner Nordost
8 Monate zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Können Sie Statistiken nicht lesen?
Georg hat recht. 🙂

Was war eigentlich mit P. Kelly und Gen. a.D. Bastian nach Neumünster, 1991?
Haben B90/Grüne noch mehr „Leichen im Grünen Gewölbe“?

Georg
8 Monate zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Strohmann, weil bei jeder Wahl in Deutschland immer auf die Stimmanteile bei den abgegebenen Stimmen und nicht von den Wahlberechtigten oder allen Menschen verwiesen wird.

Persönlicher Zusatz: Wenn es nach mir ginge, gäbe es eine Wahlpflicht, wobei „Nichtwahl/Ungültig“ gewählt werden darf. Die Partei „Nichtwahl“ bekommt auch Sitze im Parlament, natürlich nicht besetzt. Diese zählen bei jeder Abstimmung als „nein“ und trotz dieser nein-Stimmen muss je nach dem noch eine absolute oder zwei-drittel-Mehrheit erreicht werden.

Maggi
8 Monate zuvor
Antwortet  Georg

Diese Idee würde dazu führen, dass noch schneller eine negative Mehrheit erreicht wird und das Land nicht mehr regiert werden könnte. Das wären Verhältnisse wie in der Weimarer Republik.

PaPo
8 Monate zuvor
Antwortet  Georg

Neben allen anderen Problemen: Dieser „nein“-Automatismus ignorierte jede Konkludenz, wobei eine permissive Grundhaltung bereits aus pragmatischen Gründen geboten und auch demokratietheoretisch (u.a. mit Blick auf das Konzept des mündigen, demokratischen Bürgers) als legitimierbar betrachtet werden kann. Also lieber nicht.

AvL
8 Monate zuvor
Antwortet  Georg

Der Großteil der wahlberechtigten türkischstämmigen Mitbürger der Bundesrepublik hat nur die deutsche Staatsbürgerschaft und darf sich gar nicht an den Präsidentschaftswahlen in der Türkei beteiligen.

Maggi
8 Monate zuvor
Antwortet  AvL

Die kann ich aber auch nicht dazuzählen. Ich kann ja auch nicht die Argentinier, die Nachfahren der geflüchteten NS-Täter sind und keine deutsche Staatsangehörigkeit haben als Wahlberechtigte für die Bundestagswahl mitzählen.

BTW wer einen deutschen Pass hat ist Deutscher. Meines Erachtens sollte die doppelte Staatsbürgerschaft mit 21 Jahren enden. So können sich die Kinder entscheiden, welche sie annehmen wollen, wenn sie bisher zwei hatten.

AvL
8 Monate zuvor
Antwortet  Maggi

Kein Mensch mit einem türkischen Migrationshintergrund hat 2 Staatsbürgerschaften. Das Gros der türkischstämmigen Bevölkerung durfte gar nicht an den Präsidialwahlen in der Türkei teilnehmen, weil sie die deutsche Staatsbürgerschaft angenommen haben.
Wer hier in NRW mit diesen Menschen zusammenlebt und arbeitet, der weiß um diesen Umstand, denn diese Mitbürger mit einem türkischen Migrationshintergrund identifizieren sich mit unserer Gesellschaft und unserem Staatswesen im Gegensatz zu manch anderen Mitbürgern, die unsere Staatsform der parlamentarischen Demokratie sehr ablehnend gegenüber stehen, um es einmal freundlich auszudrücken.

DerechteNorden
8 Monate zuvor
Antwortet  AvL

Eben. Hier sind gerade richtig üble Faktenverdreher am Werk.

Georg
8 Monate zuvor
Antwortet  AvL

Haben Sie eine Statistik dafür? Die Einbürgerung wurde erst 2000 und später 2008 vereinfacht. Bei doppelter Staatsbürgerschaft dürften die Menschen sowohl in der Türkei als auch in Deutschland wählen.

AvL
8 Monate zuvor
Antwortet  Georg

In welchem Bundesland leben sie und haben sie die Wahlanalysen nicht gelesen ?

DerechteNorden
8 Monate zuvor
Antwortet  PaPo

Weil Sie den Spiegel per se doof finden, PaPo?

https://www1.wdr.de/nachrichten/landespolitik/waldbroel-afd-westpol-100.html

Kann ich auch.

P.S.: Ich habe nicht behauptet, dass alle Russlanddeutschen AfD wählen. Ich kenne viele sehr nette, ganz anders tickende. Mir ging es nur darum, Ureinwohner Nordost zu widerlegen, der umgekehrt suggeriert, dass diese Gruppe von Migrant*innen unproblematisch ist, während andere es sind.

Last edited 8 Monate zuvor by DerechteNorden
PaPo
8 Monate zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Ich finde die journalistische Arbeit bei DER SPIEGEL (online) immer dann „doof“ und entsprechend kritikwürdig, wenn der content entsprechend „doof“ ist, z.B. Daten, Äußerungen u.ä. dekontextualisiert, Fehl- u./o. Falschdarstellungen artikuliert, Ganzheitlichkeit, Multiperspektivität und Co. ignoriert, Meinungen außerhalb von Kommentaren und Co. mit Fakten vermischt, und unsubstantiierte Polemiken betrieben werden o.ä. – also nicht per se, sondern immer dann, wenn ich auch andere Publikationen besonders „doof“ finde, von der Tagesschau bis zur NZZ. Manche Publikationen finde ich auch per se doof (z.B. die Junge Freiheit) oder zumidnest im Wesentlichen und bis auf Ausnahmen eigtl immer (wie z.B. die taz).
Worauf wollen Sie also hinaus?

Den präsentierten Artikel bspw. mit seinen vielen Behauptungen, der verhältnismäßig zahm, aber exemplarisch für unzählige Artikel sein dürfte, die „den Russlanddeutschen den Ruf“ einbrachten, „jetzt vermehrt für rechtspopulistische und -extreme Parteien zu stimmen und sich deren Ideen zuzuwenden“ (Viktoria Morasch) u.ä., finde ich z.B. „doof“ und habe ihn mit differenzierterem, substantiierterem Material kontrastiert.

Und jetzt?

Ihre suggestiven Insinuationen verfangen hier nicht (ich weiß ja, dass Sie mich besonders mögen) resp. werden zum Boomerang, vulgo Ihr Spiel kann ich auch spielen:
Sind Ihnen tagesschau.de, sueddeutsche.de und das vom BMI und der bpb geförderte o[s]tklick (falls Sie es nicht bemerkt haben, ich habe hier absichtlich ein relativ weites Spektrum bedient) etwa zu unseriös?! Nanana………

Und zu Ihrem Link:
Statt hier reflexhaft die Keule zu schwingen, hätten Sie sich vielleicht mit meinem Material auseinandersetzen sollen. Abgesehen davon, dass weder ich mich auf die spezifische Situation in Waldbröl bezog, noch die Diskussion, zu der ich mit meinem Kommentar beitrug, sondern es um entsprechende (potenzielle Klischees über) Phänomene bei Russlanddeutschen in Deutschland insg. ging, ist bei Ihrem Link lediglich die Rede von „Auffällig viele[n] AfD-Wähler[n] in russlanddeutschen Stadtteilen“ – meinen antizipatorischen Fähigkeiten sei Dank, dass ich auf Dgl. bereits mit meiner Linkauswahl a priori reagiert habe, so heißt es bspw.: „Der Migrationsexperte Panagiotidis warnt vor Pauschalisierungen: ‚Man kann nicht davon ausgehen, dass über zwei Millionen Menschen, die sich in ganz unterschiedlichen Lebenslagen befinden und verschiedenen sozialen Schichten angehören, alle gleich wählen. Man kann noch nicht einmal mit Sicherheit sagen, dass es in den betroffenen Stadtvierteln die Russlanddeutschen waren, die die AfD wählten.‘ Seiner Einschätzung nach gibt es derzeit keine aktuellen Zahlen, die diesen Zusammenhang eindeutig unterstützen“ (https://www.tagesschau.de/faktenfinder/russlanddeutsche-107.html).
Was genau krisieren Sie also an meinem Kommentar, der sich übrigens auf Ihre Behauptung bezog, „[d]ass viele von denen leider sehr oft AfD wählen und Herrn Putin jetzt immer noch toll finden, obwohl er die Ukraine hat überfallen lassen und dort immer noch Krieg führt“ und nichtmal als Generalkritik intendiert war, sondern Ihnen und(!) Ihren Mitdiskutanten statt Bauchgefühlen, Meinungen, Behauptungen und Co., etwas Substanz zum Argumentieren bieten sollte. Bitteschön!

P.S.:
„Ich habe nicht behauptet, dass alle Russlanddeutschen AfD wählen. Ich kenne viele sehr nette, ganz anders tickende. Mir ging es nur darum, Ureinwohner Nordost zu widerlegen, der umgekehrt suggeriert, dass diese Gruppe von Migrant*innen unproblematisch ist, während andere es sind.“
Ich habe Ihnen auch nichts Dgl. unterstellt oder entsprechendes suggeriert, oder? Und ich habe auch nicht sonstwie Partei für Urteinwohner Nordost ergriffen, oder? Im Gegenteil, mein Material sollte auch helfen, dessen Behauptungen angmessen einordnen zu können, oder?

P.P.S.:
Ihre Kritik daran, „[d]ass viele […] leider sehr oft AfD wählen und Herrn Putin jetzt immer noch toll finden“ habe ich nicht dekonstruiert, alleine schon, weil ich keine Lust auf Definitionsspiele bzgl. „viele“ habe und die Kritik im Kern teile. Vielleicht auch mal einfach locker durch die Hose atmen?

DerechteNorden
8 Monate zuvor
Antwortet  PaPo

Sie haben sich hier komplett vergaloppiert.

PaPo
8 Monate zuvor
Antwortet  DerechteNorden

DAS ist allen Ernstes Ihre Antwort?!
Sie insinuieren etwas mir ggü. (übrigens komplett unbegründet) suggestiv, ich spiegele Ihnen dies und ich erläutere Ihnen mein Agens für die Kontrastierung von DER SPIEGEL, nämlich extern (ich beteilige mich inhaltlich expl. nicht) seriöse Daten und Fakten (statt Behauptungen) in diese hochemotionalisierte Subdiskussion einzuführen, was auch Ihnen übrigens Schützenhilfe bieten könnte (aber natürlich auch Kritik darstellte), und soll mich nun „komplett vergallopiert“ haben? Inwiefern?

Ureinwohner Nordost
8 Monate zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Entschuldigung,
Sie behaupten, dass ich „andere Migranten“ problematisch empfinde.
Lüge.
Habe ich nicht geschrieben.

Ihre „Deutungen“ entsprechen nicht meinen Worten.

DerechteNorden
8 Monate zuvor

Nö, habe ich auch gar nicht. Sie haben sehr deutlich gemacht, welche sie mögen.

Ureinwohner Nordost
8 Monate zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Eine Sache noch:
was Sie hier als Russlanddeutsche benennen sind Nachkommen von Deutschen, die vor vielen Jahren in Russland siedelten. Auf Geheiss von Jekaterina.

Es sind Deutsche. Über die Jahrzehnte gemischt mit den Völkern der RF und der UdSSR.

Geschichtskenntnisse sollte man schon haben, auch als Grünes. 😉

Last edited 8 Monate zuvor by Ureinwohner Nordost
DerechteNorden
8 Monate zuvor

Mal davon abgesehn, dass das doch wohl hoffentlich alle hier wissen, welche Rolle spielt das denn in dem Kontext? Das Problem ist doch wohl eher, dass diese Menschen nicht nur deutsche Wurzeln haben, sondern auch in Deutschland leben UND Putin verehren.

Georg
8 Monate zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Es gibt durchaus Unterschiede in den durch eigene Arbeit generierten Steuern und Sozialabgaben. Wenn man wollte, könnte man das auch in Deutschland nach Herkunftsregion und Altersgruppe aufschlüsseln. Dänemark hat das mal gemacht.

Ureinwohner Nordost
8 Monate zuvor
Antwortet  PaPo

Der GD auch von mir. 😉

PaPo
8 Monate zuvor

GD?

Ureinwohner Nordost
8 Monate zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Warum waren Sie nur ein Jahr im Nordosten?
Ich warte immer noch auf Ihre Antwort. 😉

DerechteNorden
8 Monate zuvor

Hatte ich übersehen. Weil ich an der Schule, an der ich gelandet war, weder Englisch noch Russisch auf Gymnasialniveau unterrichten konnte, was damals noch mein Plan war.
Richtig wohlgefühlt habe ich mich aber auch nicht. Und das lag nicht an meinen Kolleg*innen dort, denn die samt Schulleiter waren toll. Ich hätte bleiben können, aber s.o.

Ureinwohner Nordost
8 Monate zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Der Präsident der Russischen Föderation hat die Ukraine überfallen?

Wladimir Putin hat seit Jahrzehnten nicht ukrainischen Boden betreten.

Bleiben Sie korrekt. 😉

DerechteNorden
8 Monate zuvor

Nein, alle wissen doch, dass Putin jedes Wochenende alleine die Ukraine heimsucht.

O. Birkenstock
8 Monate zuvor

18.04.2023 — Zum zweiten Mal binnen eines Monats soll Russlands Präsident besetzte ukrainische Gebiete besucht haben.
Korrekt?

Sven A.
8 Monate zuvor
Antwortet  DerechteNorden

@DerechteNorden
Er hat doch gesagt, dass die Russland-Deutschen vernünftige Menschen sind… also chill mal!

Sven A.
8 Monate zuvor
Antwortet  DerechteNorden

@DerechteNorden
Ich behaupte, dass Sie lügen und niemals im Osten (Schwerin) gearbeitet haben, denn
a) Schwerin ist ein eher linkes Pflaster
b) gerade im Osten kennt man das Leben mit Ausländern sehr gut, da der größte Teil der Menschen/Familie/Angehörige im Osten durch das Pendeln in den Westen kommt.
Ich behaupt somit sogar, dass die Ossis besser über den Westen bescheid wissen als die Wessis über den Osten und ich kann den Osten verstehen, dass die Zustände, wie sie in weiten Gegenden im Westen vorherrschen, eben nicht wollen, aber deshalb zwingt man ihnen ja jetzt auch diesen Zuzug auf, der dann konsequenterweise auf Widerstand trifft.

DerechteNorden
8 Monate zuvor
Antwortet  Sven A.

Natürlich habe ich nie im Osten gearbeitet, denn ich bin ja auch ein Hund, der lügt, weil ich mich als Mensch ausgebe, der mal ein Jahr nahe Schwerin gearbeitet hat.

Ich lüge einfach weiter und behaupte, dass ich in einer großen Stadt im echten Norden mit hohem Migrant*innenanteil lebe. Ich arbeite in einer mittleren Stadt mit noch höherem Migrant*innenanteil. Meine Schule hat eine sehr heterogene Schüler*innenschaft.
Alles gelogen natürlich. …

Zurück zu Ihnen:
Aber natürlich leben im Osten viel, viel mehr Migrant*innen, insbesondere solche, deren Vorfahren aus muslimisch geprägten Ländern stammen. Da kann ich natürlich gar nicht mitreden.
Die sind im Übrigen alle gleich, aber nur in negativer Hinsicht natürlich, das weiß doch jede!

Achin
8 Monate zuvor

Meinen allergrößten Respekt vor Herrn Teske und Frau Nickel. Sie zeigen ein beeindruckendes Engagement gegen rechtsradikale Umtrieb und nehmen dafür persönliche Nachteile auf sich.

Daran sollten sich alle ein Beispiel nehmen, die im bildungsbürgerlichen Umfeld einen Aufruf unterschreiben und sich dann toll fühlen. Die Auseinandersetzung mit Anti-Demokraten ist kein Wochenendseminar, bei dem man sich gegenseitig auf die Schulter klopft.

D. Orie
8 Monate zuvor
Antwortet  Achin

Da kann ich nur voll zu stimmen! Respekt!

Georg
8 Monate zuvor
Antwortet  Achin

Korrekt. Das gilt ganz besonders für diejenigen, die sich in ihrer eigenen Twitter- und Mastodonblase über alles aufregen, was nicht mit ihnen mitschwimmt.

Ländler
8 Monate zuvor
Antwortet  Achin

Richtig, die Auseinandersetzung mit Anti-Demokraten ist höchst schwierig, zumal es nicht nur eine Sorte, sondern mehrere gibt. Und alle sind fest überzeugt, die einzig wahren Demokraten zu sein, während andere nur Demokratiefeinde sind.
Diese rigorose Haltung und Selbstverherrlichung des eigenen Denkens ist m. E. die größte Gefahr für jede Demokratie. Man erkennt theoretisch zwar Meinungsvielfalt an, von der Demokratie lebt, doch sobald es konkret wird, wird jeder beschimpft und reflexhaft als Feind eingestuft, der nicht exakt dieselbe Meinung vertritt wie man selbst und die Blase, in der man lebt.

OttoderKleine
8 Monate zuvor

Was hätte sich denn kurz vor den Sommerferien überhaupt ändern können? Lehrer versetzen oder disziplinarisch maßregeln? Schüler bestrafen? Sonntagsreden halten?

DerechteNorden
8 Monate zuvor
Antwortet  OttoderKleine

Ja, Schüler*innen bestrafen z.B. Workshops von Seiten der gesamten Schule mit der Schulleitung im Boot, Beratungsteam, das die LK darin schult, wie man mit solchen Situationen umgehen sollte, …
Und natürlich hätte man all das VOR den Sommerferien machen sollen, weil so viel zu viel Zeit zwischen den Vorfällen und der Aufarbeitung liegt.

OttoderKleine
8 Monate zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Welche Strafen sollten es denn sein? Selbst bei mitgebrachten Messern in der Schule scheint es doch keine wirksamen Strafen zu geben, oder wie sind die?

Ureinwohner Nordost
8 Monate zuvor
Antwortet  OttoderKleine

Polizeianzeige.
Den Rest regelt der Staatsanwalt. 😉

DerechteNorden
8 Monate zuvor
Antwortet  OttoderKleine

Nach der Logik bräuchten wir dann gleich gar keine Verstöße zu sanktionieren.

potschemutschka
8 Monate zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Sind Workshops und Beratungen Strafen? Wenn ja, für wen? Wenn nein, welche Strafen halten Sie für die Schüler für angemessen und nachhaltig?

DerechteNorden
8 Monate zuvor
Antwortet  potschemutschka

? Otto schrieb: „Was hätte sich denn kurz vor den Sommerferien überhaupt ändern können? Lehrer versetzen oder disziplinarisch maßregeln? Schüler bestrafen? Sonntagsreden halten?“

Zur Bestrafung:
angemessen: Suspendierung, Säubern der Wände, Tische
…nachhaltig: verpflichtende Teilnahme an Workshops mit Menschen mit Migrationshintergrund in der Freizeit …

potschemutschka
8 Monate zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Richtig, aber was davon wurde gemacht? Beispiel: Schmierereien an Wänden in meiner Schule (keine Hakenkreuze o. ä.) – Schüler durften nicht zum Säubern verpflichtet werden, da Chemikalien benötigt worden wären (Gesundheitsschutz), also machte es die schwangere Putzkraft! Die Schüler kamen mit „du, du…“ davon.

DerechteNorden
8 Monate zuvor
Antwortet  potschemutschka

? Das ist dort aber doch genau das Problem, dass die SL nur „du, du …“ gesagt hat.

Ureinwohner Nordost
8 Monate zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Ihre Schule hat Personal dafür?
Gratulation! 😉

DerechteNorden
8 Monate zuvor

Die Zeit muss man sich nehmen, wie bei anderen schlimmen Geschehnissen auch. Des Weiteren kann man sich dafür Hilfe von außen holen.

Melissentee
8 Monate zuvor

Ich bemerke immer öfter, dass die schweigende Mehrheit größer wird. In vielen Gesprächsrunden, sei es auf Geburtstagen, auf kleinen festen oder im schulischen Kontext ist oft so: es wird eine einer gegenüber Ausländern oder auch Frauen feindliche Äußerungen getätigt, entweder bitte darüber gewitzelt oder geschwiegen. Und dann heißt es: das wird man ja wohl sagen dürfen. Mir fehlt die korrigierende Meinung anderer. Diejenigen, die einen zurück pfeifen, wenn er solche verachtende Parolen raushaut. Du und ich denke, damit fängt es schon an. Da kann jeder in seinem eigenen Vorgarten anfangen. Und dann sieht es manchmal ganz schön beschämend aus. Wer steht denn noch für die Demokratie auf? Wer sagt denn in einer Runde mal, dass diese Meinung gar nicht geht. Weil sie verfassungsfeindlich ist oder einfach nur menschenverachtend.

DerechteNorden
8 Monate zuvor
Antwortet  Melissentee

Klingt jetzt schräg, wenn ich das jetzt schreibe …
Ich tue das. Öfter gab es deswegen schon Streit. Aber das ist mir inzwischen egal.

Zum Glück ist das in meinem Familien-, Freundes- und Kolleg*innenkreis eher selten.
Und zum Glück gibt es noch Stimmen wie die Ihre. Danke!

Sven A.
8 Monate zuvor
Antwortet  DerechteNorden

„Zum Glück ist das in meinem Familien-, Freundes- und Kolleg*innenkreis eher selten.
Und zum Glück gibt es noch Stimmen wie die Ihre. Danke!“

Sie wissen es bloß nicht. Glaubt man den aktuellen Umfragen, so werden, statistisch betrachtet, auch einige ihrer Familienmitglieder und Kollegen die AfD wählen.

Das „Schweigekartell“ gibt es nämlich auch andersherum. Seien Sie lieber froh, dass viele Menschen schweigen und noch nicht mitbekommen haben, wie viele und wer von ihren Bekannten noch so denken wie sie (nicht wie Sie, sondern den AfD-Wählern).

Last edited 8 Monate zuvor by Sven A.
DerechteNorden
8 Monate zuvor
Antwortet  Sven A.

Wenn die AfD in bestimmten Gebieten und Bevölkerungsgruppen nachweislich viel mehr Zustimmung erhält, dann brauche ich mir statistisch gesehen meine Sozialkontakte betreffend keine Sorgen zu machen.
Und ich mache meinen Mund auch weiterhin auf, wenn der rechte Mob tobt. Ist wie beim Helfen in Notsituationen. Einige wenige reichen, damit andere mitmachen.

Sven A.
8 Monate zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Was auch immer sie damit meinen… gilt immer auch alles umgedreht. Bei mir in der Familie geht es, selbst über kulturelle Grenzen hinweg (Erdogan hat die Wahl gewonnen, Putin sitzt fest im Sattel, die AfD legt immer mehr zu), sehr harmonisch zu und da wird ziemlich offen über Politik gesprochen. Ich nehme mal an, dass Sie da ziemlichen Spaß hätten.

Fräulein Rottenmeier
8 Monate zuvor
Antwortet  Melissentee

Ich gebe Ihnen jetzt mal eine Antwort auf Ihre Warum-Frage: Weil der ansonsten schöne Abend dann geschossen wäre….
Sie haben m.E. Mit Ihren Beobachtungen vollkommen ins Schwarze getroffen und ich habe mich schon oft dabei ertappt, dass man solche Äußerungen kommentieren müsste und nicht ermattet stehen lassen dürfte. Aber die Folge wäre vermutlich eine schlechte Stimmung und der Gastgeber der Leidtragende…..mhhhhh…..

HellaWahnsinn
8 Monate zuvor
Antwortet  Melissentee

Sehe ich auch so.

Und weiter oben in einem Beitrag von heute morgen habe ich auch einmal gezielt mit klarem Bezug „zurückgepfiffen“.

Aber auf längere Diskussionen möchte ich meine Zeit nicht „vergurken“, weil eine Diskussion sich auf eine Sache beziehen und eben auch sachlich sein sollte. Das bedeutet in meinen Augen und Ohren und auch dem „Zwischenraum“ aka graue Zellen den Verzicht auf platte Lügen.
Da ist man mit den Mitteln einer Diskussion im o.g. Sinne und Grundsatz von Anfang an auf verlorenem Posten. (Das ist so wie „Fussballspielen, aber einer will lieber nach den Handballregeln Fussball spielen“ und notfalls erfindet derjenige noch im Minutentakt eigene Regeln dazu.)
Dann besser abwarten bis sich die „Künstler“ selber vorführen und widerlegen (vgl. oben).

Ein weiteres schönes Beispiel hier im Link
https://www.zdf.de/nachrichten/zdf-morgenmagazin/moma-duell-in-der-eu-bleiben-oder-raus-100.html
Und wieder das übliche Muster: Erst mal etwas äußern, was unverfänglich ist oder auch auf den ersten Blick akzeptabel. Dann umschwenken und „versehentlich“ (?) etwas „ungenau“ formulieren. Dann das „Bonusmaterial“ aka Lügen hinterherschieben.
Dieses Muster findet man im verlinkten TV-Beitrag.
Im ersten Beispiel steht links unten am moma-Logo die Originalsendezeit auf 8:47 und es geht wieder einmal um die angeblich „von Merkel geöffneten Grenzen“. (Natürlich musste dazu kurz vorher völlig unvermittelt von anderen Themen auf Asylpolitik umgeschwenkt werden, klar.) Diese Mär von der „Grenzöffnung durch Merkel“ wird reflexartig bei jeder noch so unpassenden Gelegenheit gebracht und sie wird wohl nie wieder verschwinden, aber durch ständige Wiederholung wird diese Lüge eben auch nicht zur Wahrheit, denn: Wie kann man eine Grenze öffnen, die doch vorher schon offen war?! 😉 „Experten“ entgeht das regelmäßig. 😉
Im zweiten Beispiel steht links unten am moma-Logo die Originalsendezeit auf 8:48 und es geht dann doch wieder um die – tja: was denn nun?! – von der AfD angestrebte Auflösung oder doch lieber nur Reform der Europäischen Union … Auflösung und Reform scheinen für manche „Experten“ wohl ein und dasselbe? 😉
Insgesamt sehr „mustergültig“, wie auch das Schauspiel weiter oben hier im Thread (vgl. meinen Beitrag weiter oben).

Und genau aus diesen Gründen gehe ich mit meiner ganz persönlichen Lebenszeit im Hinblick auf solche Zeitgenossen auch sehr sorgfältig um und auch bevorzugt im „echten“ Leben (= nicht digitalen Raum). Und auch da beschränke ich mich auf pointierte Aussagen.