AOK warnt: Eine Sehschwäche kann Kinder stark beeinträchtigen (auch im Unterricht)

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Die AOK rät Eltern zu Beginn des Schuljahres, auf die Sehstärke ihrer Kinder zu achten. Sehfehler bei Kindern blieben oft lange unentdeckt, teilte die AOK Nordwest am Dienstag mit. Nicht behandelte Sehprobleme könnten die kindliche Entwicklung erheblich hemmen.

Eine Brille kann helfen (Symbolfoto). Foto: Shutterstock

«Besonders für Schulkinder ist gutes Sehen unerlässlich, um den Schulweg sicher zu bewältigen und dem Unterricht folgen zu können», so der Vorstandschef der AOK NordWest, Tom Ackermann. «Hinweise auf Sehprobleme ergeben sich meist aus Verhaltensauffälligkeiten der Kinder im Alltag. Dann sollten Eltern mit ihrem Kind unbedingt einen Augenarzt aufsuchen.» Wichtig sei auch, die Vorsorgeuntersuchungen beim Kinderarzt wahrzunehmen.

Nach einer Auswertung der AOK Nordwest wurde etwa jedem elften Grundschulkind in Schleswig-Holstein im Alter von sechs bis zehn Jahren (9,2 Prozent) im vergangenen Jahr eine Brille verordnet. Bei Kindergartenkindern im Alter zwischen drei und fünf Jahren waren es 5,8 Prozent.

Anzeichen für Sehprobleme bei Kindern können den AOK-Angaben zufolge Kopfschmerzen, Augenbrennen oder vermehrtes Zwinkern oder Blinzeln sein. Auch Kinder, die sich ständig die Augen reiben, ihren Kopf schief halten, einen geringen Abstand zu Buch, Bildschirm oder Fernsehen halten, können eine Sehschwäche haben. Weitere Warnhinweise können sein, wenn Kinder häufig stolpern, Balancestörungen zeigen oder Schwierigkeiten bei Dämmerung oder Dunkelheit haben. News4teachers / mit Material der dpa

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2 Kommentare
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potschemutschka
11 Monate zuvor

In meiner Schulzeit (DDR) kam alle paar Jahre der Schularzt in die Schule, da wurde auch ein Sehtest gemacht, auch auf „Farbenblindheit“. Danach hatten dann plötzlich einige Mitschüler ein „Nasenfahrrad“, obwohl bei der Einschulungsuntersuchung noch alles in Ordnung war. Hörtests wurden auch gemacht.
In den letzten Jahren hatte ich bei einigen Schülern den Verdacht, dass die Leseprobleme zum Teil an Sehproblemen lagen (Nase beim Lesen auf dem Blatt, komische Kopfbewegungen beim Lesen, verwechseln von Farben beim Malen …), aber die Hinweise an die Eltern doch mal zum Augenarzt zu gehen, wurden meist ignoriert (keine Zeit, kann nicht sein, mein Kind hat schon eine Brille – will sie aber nicht, …)
Regelmäßige Augen- und Hörtests in der Schule würden sicherlich interessante Ergebnisse haben, vor allem bei Kindern aus bildungsfernen Elternhäusern. Kostet aber Geld und man braucht Personal (Schulärzte).

Wieby
11 Monate zuvor

Dass eine Sehschwäche stark beeinträchtigen kann, ist ja eine umwerfende Erkenntnis.