Schule mit Migration überfordert? Forscherin: Politik hat nicht vorausgedacht – und versäumt, in Bildung zu investieren

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LEIPZIG. Die Chemnitzer Migrationsforscherin Prof. Birgit Glorius hat der Einschätzung des sächsischen Kultusministers Christian Piwarz (CDU) widersprochen, dass die Migration für die Überlastung der Schule – und damit für die schlechten Pisa-Ergebnisse – verantwortlich ist. Vielmehr gebe es dort schon länger ein strukturelles Problem, betont die Wissenschaftlerin, die auch die Bundesregierung berät.

Gibt es nicht genügend Kapazitäten im deutschen Schulsystem, um Flüchtlingskinder zu beschulen – wie es die UN-Kinderrechtskonvention vorschreibt? Das Foto zeigt ein Mädchen aus Syrien in einem Passauer Flüchtlingsheim 2015. Foto: Shutterstock / Jazzmany

Glorius hält bestehende Probleme bei der Integration von Flüchtlingen für lösbar. Es helfe, «die Potenziale zu sehen und nicht immer nur die Defizite», sagte sie im Gespräch mit der «Leipziger Volkszeitung». Es werde allerdings viel mehr darüber diskutiert, wie man Migration kontrollieren und abwehren könne und viel weniger darüber, «was man vor Ort tun kann».

Viele Menschen in Deutschland fühlten sich durch die vielen Krisen sehr belastet. «Dann ist es auch viel schwerer, Empathie für andere zu entwickeln», weiß die Professorin für Humangeografie an der TU Chemnitz um die Situation. Aus der Forschung wisse man allerdings, dass umtriebige Menschen – der Pfarrer, eine Bürgermeisterin, Mitglieder im Sportverein – viele mitziehen könnten, «wenn sie sich offen und motivierend zeigen».

Glorius widersprich der Einschätzung, dass die Migration für die Belastung von staatlicher Infrastruktur wie der Schule verantwortlich ist. Vielmehr gebe es dort schon länger ein strukturelles Problem. «Wenn dann noch Menschen von außen dazukommen, dann werden diese Probleme natürlich stärker sichtbar.» Das zeige, dass man nicht langfristig vorausgedacht und investiert habe.

«Migration kann man nicht abdrehen wie einen Wasserhahn»

Sachsens Kultusminister Piwarz hatte unlängst behauptet, Integrationsarbeit in einer Klasse könne nur bis zu einem Anteil von etwa 30 Prozent Schüler mit Migrationshintergrund geleistet werden (News4teachers berichtete). «Das sagen alle Fachleute, darauf beruht auch unser Konzept. Und wenn der Anteil höher ist – und er ist an nicht wenigen Schulen in Sachsen deutlich höher – gelingt eben genau diese Integrationsleistung unsererseits nicht.»

Piwarz führte auch das schlechte Abschneiden Deutschlands in der aktuellen Pisa-Studie darauf zurück. «Schüler, die in Sachsen in die erste Klasse kommen, weisen Entwicklungs- und Leistungsunterschiede von mehr als zwei Jahren auf. Das zeigt, dass etwas falsch läuft.» Er betonte, dass sich die Anzahl von Schülerinnen und Schülern, die aus anderen Ländern stammen, in weniger als zehn Jahren in Sachsen verdreifacht habe. «Das geht nicht spurlos am Bildungssystem vorüber», meinte Piwarz.

«Migration kann man nicht abdrehen wie einen Wasserhahn», sagt nun hingegen Glorius. Wenn man die humanitäre Verpflichtung zur Aufnahme von Asylsuchenden ernst nehme, könne man nicht mit dem Argument, es sei kein Platz mehr in der Schule, Menschen an der Grenze abweisen. «Dann muss man sich was ausdenken, wie man es trotzdem hinbekommt.» News4teachers / mit Material der dpa

UN-Kinderrechtskonvention

Artikel 28 der UN-Kinderrechtskonvention, die von Deutschland 1992 ratifiziert wurde, postuliert das Recht aller Kinder auf Bildung. Im Wortlaut:

(1)    Die Vertragsstaaten erkennen das Recht des Kindes auf Bildung an; um die Verwirklichung dieses Rechts auf der Grundlage der Chancengleichheit fortschreitend zu erreichen, werden sie insbesondere
a)    den Besuch der Grundschule für alle zur Pflicht und unentgeltlich machen;
b)    die Entwicklung verschiedener Formen der weiterführenden Schulen allgemein bildender und berufsbildender Art fördern, sie allen Kindern verfügbar und zugänglich machen und geeignete Maßnahmen wie die Einführung der Unentgeltlichkeit und die Bereitstellung. finanzieller Unterstützung bei Bedürftigkeit treffen;
c)    allen entsprechend ihren Fähigkeiten den Zugang zu den Hochschulen mit allen geeigneten Mitteln ermöglichen;
d)    Bildungs- und Berufsberatung allen Kindern verfügbar und zugänglich machen;
e)    Maßnahmen treffen, die den regelmäßigen Schulbesuch fördern und den Anteil derjenigen, welche die Schule vorzeitig verlassen, verringern.
(2)    Die Vertragsstaaten treffen alle geeigneten Maßnahmen, um sicherzustellen, dass die Disziplin in der Schule in einer Weise gewahrt wird, die der Menschenwürde des Kindes entspricht und im Einklang mit diesem Übereinkommen steht.

Quelle: www.kinderrechte.de/kinderrechte/un-kinderrechtskonvention-im-wortlaut/#c3237

CDU macht Flüchtlingskinder für den Bildungsnotstand verantwortlich – Merz: „Asylkrise ist auch eine Frage der Bildungspolitik“

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Marc
6 Monate zuvor

Ohjemine. Es gibt ja auch noch andere Stimmen zu dem Thema. Die Meinung der Dame kann ich eindeutig nicht teilen. Die Realität sieht da eben anders aus.

Sie hat zwar Recht, dass vor Ort mehr getan werden müsse, zu glauben dass aber eine grenzenlose Aufnahme weiterer Migranten hier keinerlei Probleme verursachen müsse, halte ich für zu naiv.

Wie immer frage ich mich an welche Schulen Sie selbst wohl ihre Kinder hinschickt….

Und dass Migration verringert werden kann, zeigen übrigens alle europäischen Länder um uns rum. Schweden, Dänemark, Frankreich… Sie alle haben die Zahlen stark reduziert. Oder soll jetzt behauptet werden die Länder würden alle die „Menschenrechte“ nicht einhalten?

DerechteNorden
6 Monate zuvor
Antwortet  Marc

Tatsache ist sogar, dass Menschen, die in Schweden Asyl beantragt hatten und abgelehnt worden sind, bei uns dann noch einmal einen Antrag stellen. Eigentlich dürfte das gar nicht möglich sein, ist es aber. Und diese Leute bleiben dann auch, weil das System überlastet ist, so dass es sehr lange dauert, bis man ihre Anträge überhaupt bearbeiten kann …
Ich sehe Leute wie Frau Glorius mit verantwortlich dafür, dass sich die Politik hierzulande nicht traut, sinnvoll zu handeln.

ed840
6 Monate zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Ich dachte bisher in Schleswig Holstein wäre das „Problem“ vergleichsweise etwas weniger groß, da es ja unter den westlichen Bundesländern mit Abstand die niedrigsten Migrantenquote hat und es dort auch lediglich zwei kleinere Großstädte gibt, die im Vergleich zu denen im Westen oder Süden auch nur sehr geringe Migrationsquoten aufweisen.

Rainer Zufall
5 Monate zuvor
Antwortet  ed840

Also gute Chancen, Sündenböcke ausfindig machen und ausgrenzen zu können.
Oder erwarteten Sie Bildungspolitik?

DerechteNorden
5 Monate zuvor
Antwortet  ed840

? Wo habe ich mich auf SH bezogen?

ed840
5 Monate zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Nachdem Sie früher schon betont haben, dass Sie sich anderen Bundesländern kaum verbunden fühlen, habe ich gedacht das „bei uns“ schließt die anderen Bundesländer nicht mit ein.

Lisa
5 Monate zuvor
Antwortet  ed840

Dafür hat man Schulen geschlossen. Das heißt, das was man hätte schön verteilen können, wurde zentralisiert.

Rainer Zufall
5 Monate zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Und Sie meinen, Probleme im Bildungsbereich lassen sich alle und nur durch härtere Migrationregeln erreichen?

Die Genfer Flüchtlingskonvention setzt hier ja recht enge Grenzen (Ha!), aber ich schätze, dass müssen wir den Rechtsstaat auch halt mal beenden, wie?

DerechteNorden
5 Monate zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Das ist billige Polemik. Dänemark und Schweden sind also keine Rechtstaaten?

Rainer Zufall
5 Monate zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Kenne mich in bei den EU-Ausnahmen etc. nicht genug aus, um dieses Beispiel bestätigen zu können bzw. inwiefern es verboten sein soll, mehrmals einen Antrag zu stellen.

Auf welche konkreten Fälle bezogen Sie sich?

DerechteNorden
5 Monate zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Auf Menschen, die in Schweden einen Asyl-Antrag gestellt haben , dort aber abgelehnt wurden.
Das gilt dann für die EU, da sonst Antragstellende bis zum Tode in der EU umher wandern und es überall versuchen könnten, falls sie abgelehnt wurden.

DerechteNorden
5 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Leider werden solche Zahlen nie veröffentlicht. Das ist sehr schade.

DerechteNorden
5 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Nein, ist es nicht.
Sie sind dogmatisch und da halte ich dagegen.
Ich bin wirklich die Letzte, die Wut und Hass schürt, denn ich werde in sonstigen Situationen nie mit solch üblem Dogma konfrontiert und äußere mich deshalb nicht so.
Ich verteidige Menschen mit Migrationshintergrund, wo ich kann. Aber ich habe Augen und Ohren offen und halte den Kurs, den Deutschland fährt, für falsch. Die hier zitierte Professorin wirft der Politik vor, nicht vorausschauend gehandelt zu haben. Ich werfe der Politik vor, dieses gerade nicht zu tun.

„No Borders“ zu verlangen, wird das Gegenteil bringen! Und das wird dann viel schlimmer, als Sie es sich vorstellen mögen. Stichwort:Geert Wilders.

DerechteNorden
5 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Ich betreibe nicht das Geschäft der AfD. Tatsächlich sehe ich Probleme und möchte, dass sie nicht ignoriert werden, indem man gebetsmühlenartig wiederholt, dass wir allgemeine Zuwanderung brauchen, statt mal zuzugeben, dass es nur begrenzt Kapazitäten gibt. Zu den gebrauchten personellen Kapazitäten: Es gibt nicht genügend Lehrkräfte, Erzieher*innen, Psycholog*innen, Alltags- und Integrationshelfer*innen usw. In den Behörden gibt es zu wenig Personal … All diese Menschen können gerade nicht durch die Zuwanderung aufgefangen werden, weil die Menschen, die zu uns kommen, das natürlich nicht übernehmen können. Die Folgen sind, dass die Menschen kein Deutsch lernen, kaum die Chance haben sich auch nur gering zu qualifizieren, alimentiert werden müssen …

Wem genau hilft es also, alle Menschen, die es schaffen, nach Deutschland kommen zu lassen? Und dafür plädieren Sie ja. Und das ist für mich „No Borders“.

Diese Art der Zuwanderung, wie wir sie erleben, hilft uns nicht weiter. Das können Sie gern drehen und wenden, wie Sie wollen.
Die AfD macht den Menschen, die zu uns kommen, Vorwürfe. Das tue ich nicht, denn ich verstehe diese Menschen. Das bedeutet aber nicht, dass ich es richtig finde, dass man das zulässt.
Und damit die AfD nicht gewinnt, darf man die Realitäten nicht ignorieren. Das schadet dem Zusammenhalt.
Nennen Sie das gern „das Geschäft der AfD betreiben“.

DerechteNorden
5 Monate zuvor
Antwortet  fRedaktion

Gleichzeitig schüren Sie Sozialneid und hetzen gegen Flüchtlinge, denen sie pauschal kriminelles Tun (Asyltourismus) unterstellen.“

Nein, denn die verhalten sich nämlich ganz normal, wie ich es an ihrer Stelle auch tun würde. Es ist unsere Politik, die Menschen dazu bringt, das nutzen zu wollen.

Was Sie hier alles ins Spiel bringen, zeigt mir, dass Sie nicht gewillt sind, Ihr Dogma abzulegen.
Wir brauchen nicht so viel Zuwanderung, sondern eine bessere Förderung der Menschen, die hier schon hier sind. Menschen, die sehr große Chancen auf ein Bleiberecht haben (das kann man bei vielen recht schnell feststellen) und sich bemühen, sollte man noch schneller eingliedern.
Wenn immer sehr viele Menschen nachkommen, kann man sich um diejenigen, die bereits da sind, nicht ausreichend kümmern. Das ist einfachste Mathematik.
Von daher müssen die Anreize reduziert werden, unbedingt nach Deutschland zu wollen. Das geht ohne Grenzschließungen und Schießbefehl (übel, dass Sie das meinten ins Spiel bringen zu müssen!).

DerechteNorden
5 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Ach bitte, der Vergleich ist jetzt wirklich albern.

Und wieder einmal haben Sie die gute Versorgung von Menschen in Deutschland einfach unter den Tisch fallen lassen.
Auch kann es gerade kein Argument sein, alle Menschen zu uns kommen zu lassen, weil sie hier bereits sehr viele Mitglieder ihrer Communities vorfinden. Letzteres trägt zur Nichtintegration bei. Warum sollte man sich nämlich integrieren, wenn man in seiner Bubble leben kann?

Ich finde es unverschämt, wenn Sie hier mit Begriffen wie „Deportation“ kommen, denn ich habe mehrmals geschrieben, dass es nicht um die Menschen geht, die bereits hier sind, sondern darum, in Zukunft nicht so viele Menschen „anzulocken“.

Indra Rupp
5 Monate zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Ich fasse mal zusammen :
Sie sind Studienrätin an einer Gesamtschule in SH, mit unter anderem schwieriger Klientel und Sie leben in einem Bezirk mit sehr hohem Migrations-und Armutsanteil. Ich vermute, dass es sich da um die gleichen Leute handelt, die auch Ihre Schüler sind. Für diese Leute haben Sie ein Herz und sind solidarisch. Da sind viele mit sozialen Problemen (also Beeinträchtigungen) , aber, allein statistisch, wenige mit echten Behinderungen. Deshalb wollen Sie ( speziell geistig oder auch körperlich) behinderte Menschen eiskalt abblitzen lassen und denen Inklusion verwehren, damit Sie Ihre schulische Zeit dieser, Ihrer eher sozial problematischen bzw auffälligen Klientel widmen können und Sie wollen Flüchtlingen die “ Fahrkarte nach Hause “ bezahlen, wenn diese hierher kommen, ohne sich selbst versorgen zu können, speziell wenn es Leute aus muslimischen Ländern sind ( da die Ukrainer schon deutsch-ähnlicher sind und vermutlich bildungsnäher und weil man sich gerade so sehr als guter Mensch fühlt, wenn man denen gegenüber hilfsbereit ist ^^), damit „Ihre“ Migranten im Vorteil sind. Dies begründen Sie damit, dass Ihnen Ihre Klientel in Ihrem Umfeld so am Herzen liegt.
Tatsächlich ist es sinnvoll abzuwägen, wie vielen man Hilfe gewähren kann, damit auch den vorhandenen Hilfe – Suchenden noch geholfen ist.
Die eiskalte, gehässige Art aber, mit der Sie die „Anderen“ betrachten und wie Sie diese als „Systemausnutzer“ verdächtigen, sowie den Umgang mit denen vorschlagen und genauso auch schon Behinderte betrachtet haben ( n4t-Artikel zu Boris Palmer “ ukrainischen Kindern Kitaplätze verwehren“ , da sprachen Sie sich für deren Inklusion aus und als ich fragte, warum Sie die Inklusion von behinderten Kindern dann nicht auch wichtig finden, meinten Sie, bei den ukrainischen Kindern ginge es ja darum, Behinderungen zu „verhindern“, also um „echte“ Inklusion… – woraus man schließen kann, dass Sie nicht-behinderte Menschen für mehr Wert halten). All das stinkt sehr nach jemanden, der einfach Werteunterschiede bei bestimmten Menschen macht. Die Besonderheit bei Ihnen ist, dass es sich dabei um Menschen mit mitunter gleichem Hintergrund handelt.
Das ist tatsächlich so Doppelgesichtig, dass es gruselt, aber könnte durchaus der Moral Ihrer Kientel entstammen. Wenn man nämlich um sein Leben kämpfen musste, macht man tatsächlich irgendwann Unterschiede zw „meine Leute“ und „andere Leute“. Dann gilt es nur noch, die eigene Sippe in Sicherheit zu bringen, ohne Rücksicht auf Andere. Tun Menschen aus dem Westen oder Norden selbstverständlich genauso, wenn sie in solche Situationen kommen. Somit ist es also so, dass Flüchtlinge selber gerettet werden wollen, aber mitunter keine Empathie für Andere in der gleichen Lage haben. Das kann man verstehen, Opfer sind sich meistens gegenseitig keine Hilfe! Dies gilt auch für Missbrauchsopfer, Armutsbetroffene, ect.
Dass aber eine Studienrätin im Wohlstand und Integriert so denkt…… ja, dass ist wirklich gruselig!

DerechteNorden
5 Monate zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Ich bin eiskalt, gehässig und … (Setzen Sie gern Passendes ein.)
Frau Rupp, ich wiederhole mich: Sie haben ein echtes Problem mit Differenzierung.

Unfassbar
6 Monate zuvor
Antwortet  Marc

Besonders Dänemark ist ein Beispiel, wie über die Höhe der Sozialleistungen die Migration gesteuert werden kann.

Marc
6 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Und weil wir viel Landesgrenze haben, sagen wir halt „Sorry, Grenzschutz gibts nicht. Zu lange Grenze“?

Das ist ja ein interessantes Argument. Setzen wir Recht nicht durch wenn es zu anstrengend wird?
Gilt das Argument auch beim Klimaschutz? Wir haben 2% Ausstoß. Wir machen besser garnix. Oder geht das Argument der Überforderung nur bei unliebsamen Themen der Linken wie Grenzschutz?

Marc
5 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

So lange Asylgesetze gelten, müssen sie natürlich so durchgesetzt werden. Bitte nicht Asyl und illegale Migration verwechseln. Eine Anpassung der Asylgesetze wäre aber tatsächlich sinnvoll

Lisa
5 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Illegale Migration bedeutet, nach Ablehnung des Asylantrags hier zu bleiben.

Rainer Zufall
5 Monate zuvor
Antwortet  Marc

Ich finde es persönlich beschämend, dass mein Geburtsland sich gegen Menschen in Not „schützen“ will, aber wenn man alle echten Probleme ignoriert, Chancen übersieht und die Menschenrechte anschaffen will, scheint dies schon in greifbarer Nähe…

Aber das ist Gehirngymnastik die es auch logisch erscheinen lässt, kein Problem wahrzunehmen, wenn 1% der Weltbevölkerung 2% des weltweiten CO2-Ausstoßes verursacht… Aber was können wir erwarten, wir kennen ja die PISA-Ergebnisse 😛

Bla
5 Monate zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Die Rechnung geht so halt auch nicht auf, da nicht jeder gleich viel Anteile dazu beiträgt. Von den 1% die höchsten 10% sind da wohl eher betroffen, als die unteren 50%. Variablen und so.
Aber ja … Es ist klar, was Sie meinen. Mit PISA-Ergebnissen hat das dann allerdings nichts zu tun, wenn man selbst eine falsche Rechnung stellt.

Harald
6 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Warum ist die Behauptung, dass die Höhe der Sozialleistungen eine Auswirkung auf die Migration hat, absurd? Weil Dänemarks Grenze kleiner ist? Und offene Grenzen, wie wir sie zum Glück in der EU haben, sind eher ein Novum.

Jimbo
5 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Die Türkei hier als Kriegsgebiet/Terrorstaat aufzuführen halte ich lächerlich und anmaßend.

DerechteNorden
5 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Und warum müssen alle Menschen nach Deutschland kommen dürfen, wenn Sie es wollen?
Warum dürfen wir nicht sagen, dass wir alle Ukrainer*innen nehmen, aber ansonsten Menschen in andere sichere Länder schicken?

ed840
5 Monate zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Unter anderem weil Art 3 GG eine Diskriminierung wegen Heimat und Herkunft nicht zulässt?

DerechteNorden
5 Monate zuvor
Antwortet  ed840

Hey, dann müssen wir den Ukrainer*innen also erklären, dass das so nicht geht?
Ich denke nicht.

Indra Rupp
5 Monate zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Wenn derechteNorden immer derselbe ist, kommt er mir wenig authentisch vor.

Lisa
5 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Ist es nicht eher so, dass Europa die Kosten einer mörderischen und verfehlten US – Außenpolitik trägt ? ..Woher kam IS? Aber gut, das ist über verschüttete Milch weinen.
Immigration ist nicht über das Asylrecht zu regeln. Wir brauchen ein gescheites Einwanderungsgesetz. Und lange Grenzen sind keine Begründung für lebenslange Alimentierung von Ausländern. In den Einwanderungsländern, in denen es weniger Geld gibt, funktioniert die Integration viel schneller. Die Leute können und müssen arbeiten. Die Kinder bekommen es vorgelebt. Ich habe rumänische und Immigranten aus den GUS Ländern in Spanien unterrichtet, war unproblematisch. ( Ich selbst mag den Migrationsbegriff nicht. Das Zuwandern ist eben nicht Einwandern. Immer noch wehrt man sich auch sprachlich gegen Neubürger)

Lisa
5 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Migranten sind teilweise auch migrationsfeindlich. Gerade die erste Generation, die sich abgerackert hat für ihren Wohlstand.

Bla
5 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Deutschland kann bei den Zahlen aber eher nicht gemeint sein? Viele wollen nach Deutschland.

potschemutschka
5 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

@Redaktion
Das mit der Überalterung und dem Fachkräftemangel ist tatsächlich ein großes Problem. Es gibt 2 Möglichkeiten, die mir da einfallen:

  1. Zuwanderung junger, qualifizierter Menschen (das nannten Sie gerade)
  2. man macht es wie Putin, der gerade wegen des Krieges eine weitere Überalterung und mangelnden Nachwuchs fürchtet, man schränkt Verhütungsmittel ein und erschwert Schwangerschaftsabbrüche

Kann man sicher beides machen. Aber das löst nicht das Problem der mangelnden Kita-Plätze und des mangelnden Personals in der Bildung und Erziehung. Im Gegenteil beide Varianten verschärfen dieses Problem noch, denn die jungen Zuwanderer gründen sicher auch Familien mit Kindern.(Ausgangsthema ist ja Schulen mit Migration überfordert) Es sei denn, zum 1. Punkt, man verbietet den jungen zuwandernden Fachkräften das Kinderkriegen. Aber das ist, glaube ich, auch nicht machbar. Und was ist mit den vielen Migranten ohne passende Schulbildung oder berufliche Qualifikation? Wo sind die Schulen, Kitas und Personal um sie zu qualifizieren, damit sie den Fachkräftemangel mindern.
Bleibt eigentlich nur Möglichkeit 3: Man investiert endlich in die Zukunft unseres Landes und bildet genügend gute Fachkräfte aus und sorgt dafür, dass Familien Kinder als Bereicherung ihres Lebens und nicht als Belastung empfinden. Dafür braucht es gute Betreuungsmöglichkeiten, keine Verwahranstalten. Und vielleicht am wichtigsten: in der gesamten Bevölkerung, Wirtschaft und Politik muss sich endlich die Erkenntnis durchsetzen, Kinder sind die Zukunft unseres Landes, denn andere Rohstoffe sind sehr begrenzt.

Cuibono
5 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Meine indischen Freunde finden den Umgang hier tolerant, werden aber trotzdem weiterziehen: es sind die hohen Steuern und Abgaben, die sie stören. Da lohnt es sich aus ihrer Sicht nicht, unsere komplizierte Sprache zu lernen.

Rainer Zufall
5 Monate zuvor
Antwortet  Harald

Für wie viel Euro würden Sie Ihr Leben riskieren wollen, um in einem anderen Land am Existenzminimun leben zu dürfen?

DerechteNorden
5 Monate zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Warum soll Deutschland alle Menschen, die wenig haben, aufnehmen müssen?

Lisa
5 Monate zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Das wissen die Leute nicht, dass das hier das Existenzminimum ist. Für sie klingt “ tausend Euro“ irre viel, wenn sie umrechnen.. Erst wenn sie einen Steuerbescheid oder die Mieten sehen, verstehen sie es. Diesem Irrtum unterliegen auch gebildete und informierte Menschen. Doch dann ist es zu spät, dann haben sie schon alles veräußert, was sie besaßen und sind hier. Ich werde doch ca einmal im Monat um Rat gefragt – und ich rate jedem ab, herzukommen. Es sei denn als Student.

DerechteNorden
5 Monate zuvor
Antwortet  Lisa

? Wenn Sie sich mal nicht täuschen. Unser „Existenzminimum“ ist ziemlich großzügig, denn da ist nämlich alles möglich inklusive, was es in den Herkunftsländern nicht gibt.

Petra
5 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Immerhin scheint das Niveau nicht ganz unattraktiv. Bereits vor gut 20 Jahren sagte mir ein Schüler am Ende seiner Grundschulzeit bei einem Klassengespräch über die späteren Berufswünsche, er wolle „Hartzer“ werden. Das Warum erklärte er sinngemäß so: Dann hätte er viel Freizeit und bekäme trotzdem genug Geld, um davon ganz gut leben zu können.
Die Familie des Jungen lebte übrigens schon seit Jahren von Sozialhilfe.

Es kommt also nur darauf an, auf welchem Niveau man später leben möchte und welche Prioritäten die Menschen selbst setzen. Zu einem auskömmlichen Leben reicht das vergleichsweise hohe „Existenzminimum“ in Deutschland allemal.

unverzagte
5 Monate zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Das Ihrer Ansicht nach „großzügige Existenzminimum“ liegt unter 500 Euro im Monat.

https://www.juraforum.de/lexikon/existenzminimum

Markus
5 Monate zuvor
Antwortet  unverzagte

Ihre Aussage ist eindeutig falsch. Das Existenzminimum pro Person lag 2023 bei jährlich 10.908 Euro, was über 900 Euro im Monat bedeutet. Das ist in etwa doppelt so viel wie der von Ihnen genannte Betrag. Hinzu kommen diverse andere Leistungen wie z.B. das Wohngeld. Beziehern des Existenzminimums griff es allein im vergangenen Jahr mit mindestens gut 400 Euro unter die Arme.
Mit dem „Bürgergeld“ im kommenden Jahr erhöht sich übrigens das Existenzminimum mit seinem Drum und Dran.

Hier der Link zum bisherigen Existenzminimum:
https://www.bundestag.de/presse/hib/kurzmeldungen-920980

Indra Rupp
5 Monate zuvor
Antwortet  Markus

Wer Bürgergeld bezieht, bekommt kein Wohngeld.

Markus
5 Monate zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Natürlich nicht, wenn man in einem Bauwagen wohnt. Ansonsten sehr wohl!

Indra Rupp
5 Monate zuvor
Antwortet  Markus

Unsinn! Wohngeld ist ein Ersatz für Leute, die knapp über Bürgergeld Niveau leben , aber trotzdem entsprechend schlecht klar kommen oder kein Bürgergeld in Anspruch nehmen, obwohl berechtigt. Und Kinderzuschlag bekommt man, wenn man ein halbes Jahr lang nachweisen kann, dass man mindestens 600 Netto verdient hat, damit der Kinderzuschlag nicht als Bürgergeld Ersatz dient, denn manche kommen mit Kindergeld, Zuschlag, Wohngeld, Unterhalt und evtl Pflegegeld auch ohne Bürgergeld klar und müssen sich dann entsprechend nicht mehr von dieser Behörde schikanieren, ausziehen, kontrollieren und generalverdächtigen lassen.

Entsprechend sind auch die Lohnabstandsvergleiche, mit denen speziell Bild und Welt hetzen, falsch. Wer wenig verdient aber kein Bürgergeld bezieht, kann Wohngeld, Kinderzuschlag ect bekommen und dessen Kindergeld wird natürlich auch nicht verrechnet. Mit Wohngeld oder anderem hat man auch den gleichen Anspruch auf BuT. Somit ist doch ein gewisser, lohnender Abstand zum Bürgergeld Empfänger gegeben, bei dem wie gesagt alles verrechnet wird und bestimmte Behörden, wie die Wohngeld Behörde einfach nicht zuständig sind, weil das sonst doppelte Bürokratie wäre.
Übrigens, sind die meisten, die nicht drüber, sondern drunter, also unter Bürgergeld Niveau verdienen, ebenfalls am arbeiten. Nur wird ihre Arbeit verrechnet und somit ist es egal, ob sie 500 Euro mehr oder weniger verdienen, es ist immer die gleiche Bürgergeld Summe. Wie Sie sehen, verschwimmen die Grenzen von denen, die angeblich arbeiten und nicht arbeiten- aber nicht unbedingt im Bezug auf die Summe, außer bei Extrem Beispielen der Konservativen, die eine Bürgergeld Großfamilie ( Es ist eher unwahrscheinlich, dass beide vorhandenen Elternteile nicht zur Arbeit herangezogen werden!) in München mit einem alleinstehenden Geringverdiener vergleichen, wodurch sich anhand des Kinder Geldes und der städtischen Mietpreise (Nein, man bekommt nicht jedwede Wohnung, im Gegenteil, lesen Sie mal die Anzeigen. Die Vermieter verlangen den Nachweis eines unbefristeten Arbeitsvertrages und die letzten Gehaltsabrechnung oder schreiben explizit, dass sie keine großen Familien wünschen) die Unterschiede ergeben.

Der Rest, der „nicht arbeitet“, pflegt zu einem großen Teil Angehörige oder ist alleinerziehend mit kleinen Kindern und arbeitet somit sehr wohl auch. Dann bleiben noch diejenigen, die wirklich nicht arbeiten und von denen sind die meisten alt, krank oder noch Kinder.
Der winzig kleine Rest, der gesund und stark ist und nicht arbeitet, kommt in jeder Klientel vor – auch bei Lehrern. Und dann sind da noch Kriminelle mit viel Geld, die gar keine „Hartzer“ sind, sondern sich dieses Geld nur durch Betrug ergaunern. Für die sollen dann alle anderen den Kopf hin halten…

Alles, was man zusätzlich zum Bürgergeld bekommt (zB Kindergeld, Unterhalt) wird verrechnet. Wer Bürgergeld bezieht, dem entfällt der Anspruch auf Wohngeld.

Btw:Ich beziehe weder Bürgergeld, noch Wohngeld, noch Kinderzuschlag – sonst könnte ich mir ja ne Wohnung leisten. 😉

DerechteNorden
5 Monate zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Vom 11.12.23: 47,7% der Bürgergeldempfänger*innen ist unter 30. (Quelle: Südkurier)

Und Sie sind außerdem sehr lustig drauf, wenn Sie meinen, wir haben alle keine Ahnung.
Bürgergeld-Bezieher*innen bekommen zwar kein Wohngeld, dafür aber Miete und Heizkosten bezahlt. Gerne!

Indra Rupp
5 Monate zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Richtig, und da kommt eben nicht noch Wohngeld drauf. Und bei der Miete und Heizung gibt es Grenzen. Und da die meisten Vermieter einen unbefristeten Arbeitsvertrag und die Höhe der Gehaltsabrechnung sehen wollen, bleiben Schimmel Wohnungen mit hohen Heizkosten, die das, was das Jobcenter billigt, vielleicht sprengen. Was wollen Sie denn noch?

Indra Rupp
5 Monate zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Wie wärs mit verlinken? Der Südkurier schreibt am 11.12. so viel über Bürgergeld Empfänger (das sagt schon viel…) , dass man diesen Teil nicht findet.

Indra Rupp
5 Monate zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Übrigens sind die meisten Bürgergeld Empfänger Alleinerziehende! Alleinerziehende Nicht-Akademiker mit sehr kleinen Kindern sind tatsächlich meist unter 30 Jahre alt!
Und vor 50 Jahren waren die genauso „Arbeitslos“, nur nannte man sie damals „Ehefrauen“. Heute arbeiten sogar prozentual mehr von denen, aber mit Kleinstkindern ergibt das eben eine Geld-Summe, die man im teuren Deutschland noch mit Bürgergeld aufstocken muss, um klar zu kommen. Sobald man aufstockt tut man dann laut Internethetzer offiziell „nichts“.
Selber gerne!

Markus
5 Monate zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Vorher sagten Sie noch: „Wer Bürgergeld bezieht, bekommt kein Wohngeld.“
Jetzt verändern Sie Ihre Aussage erheblich: „Wohngeld ist ein Ersatz für Leute, die knapp über Bürgergeld Niveau leben.“

„Knapp über Bürgergeld“ bedeutet, dass diese Leute von ihrer eigenen Arbeit leben müssen und nicht von staatlichen Leistungen, die aus Steuergeldern stammen.
Ob „Bürgergeld“ oder „knapp über Bürgergeld“ macht deshalb einen Unterschied wie Tag und Nacht für die Betroffenen.

Indra Rupp
5 Monate zuvor
Antwortet  Markus

Wovon reden Sie? Wer knapp über Bürgergeld Niveau ist, bekommt kein Bürgergeld, kann aber Wohngeld beantragen. Somit bekommt ein Bürgergeldempfänger kein Wohngeld, wie gehabt.

Alx
6 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Die Anzahl der Nachbarstaaten spielt keine Rolle, nur die Länge der Grenze. Und setzt man diese ins Verhältnis zur Einwohnerzahl, dann ist der Unterschied nicht mehr gar so groß. Man müsste halt wollen.

Bei Corona war eine strenge Grenzkontrolle auf einmal doch möglich.

Rainer Zufall
5 Monate zuvor
Antwortet  Alx

Sie wollen die Grenzen dicht machen und das Schengenabkommen so lange aussetzen, bis es auf der Erde keine Migration mehr gibt??

Müllerin
5 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Und mit diesem Argument ist Art. 16a GG einfach nicht mehr gültig? Der sieht vor, dass niemand in Deutschland als „politisch verfolgt“ Asyl bekommt, der aus einem anderen EU-Land einreist. Man könnte die Leute ja fragen, wie sie nach D gelangt sind.
Soll man hier also an eine Grundgesetzänderung denken? Oder dürfen jetzt alle Grundgesetzartikel einfach durch zahlenmäßige Überlegenheit ausgehebelt werden? Entsprechend auch in Polen, Ungarn usw.? Was hätte das für Folgen? Das ist eine Grundsatzfrage.

Müllerin
5 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Aber ich lese immer, dass Schengen und Dublin auch längst nicht mehr so praktiziert werden wie vereinbart. Alle Vorschriften scheinen in Auflösung begriffen zu sein. Außerdem haben Sie hier mehrmals in die Debatte geworden „wie soll man denn die anderen EU-Länder zwingen?“ Wenn man die anderen nicht zwingen kann, dann kann man auch Deutschland nicht zwingen, unbegrenzte Mengen von Migranten aufzunehmen. Was Orban kann, das könnte Scholz auch.

BeWa
5 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Ich teile Ihre Meinung, dass es uns aus (völker-)rechtlichen, gesetzlichen und auch ethischen Gründen nicht möglich sein wird, den aktuellen Zustrom von Menschen nennenswert zu minimieren.
Natürlich werden Fachkräfte, die wir zweifelsohne brauchen, aus dieser Zuwanderung hervorgehen. Nur glaube ich nicht, dass dieser Gewinn die finanziellen und sozialen Kosten der derzeitigen Migrationsbewegung auch nur annähernd ausgleicht.
Mit anderen Worten:
wir müssen die Realität sehen und haben das Geschehen zu akzeptieren.

Genau dieses fällt vielen Deutschen schwer. Sie fühlen sich ohnmächtig, bewerten das Ganze als Kontrollverlust und verlieren zunehmend das Vertrauen in den Staat.
Sie entwickeln sich zu Demokratieverächtern und werden entsprechend wählen.

Diesen ohnehin zweifelnden (und teils auch verzweifelten) Menschen dauernd zu sagen, dass nur noch mehr ihrer Steuergelder in die Integration fließen müssen, ist kontraproduktiv, denn die Flüchtlinge insbesondere aus muslimischen Staaten werden überwiegend als nicht integrationswillig wahrgenommen. Stattdessen sieht man in ihnen Bildungsferne, die weder sich selbst noch ihre Nachkommen zu Fachkräften machen.
Natürlich werden diese Annahmen von BILD und Konsorten gepusht, haben aber auch etwas mit dem Verhalten vieler Migranten selbst zu tun.

Das, was m.E. jetzt (neben dem Einbringen weiterer Milliarden in die Integration) dringend geschehen muss, ist tatsächlich (Symbol-)Politik auf allen Ebenen und in alle Richtungen, um die Kontrolle zu erlangen oder es zumindest so aussehen zu lassen:
– Ankerzentren
– verstärkter Grenzschutz
– Sachleistungen
– beschleunigte Asylverfahren
– „Ruandalösung“ andenken
– Abbau von Bürokratie, welche die Arbeitsaufnahme verhindert
– Pflicht zu gemeindlicher Arbeit
– Security auf öffentlich Plätzen und insbesondere im ÖPNV mit der „Lizenz zum Durchgreifen“ insbesondere gegenüber Männergruppen – egal, welcher Herkunft
– deutlich forderndes Auftreten gegenüber Migranten bezogen auf zu erbringende Integrationsleistung
usw. usf.

Kurz:
Alles, was wenigstens punktuell etwas bringt und Handlungsfähigkeit zeigt (oder auch nur simuliert).

Ich denke übrigens nicht, dass das reiche D wirtschaftlich kollabiert (erachte es aber auch nicht als gänzlich ausgeschlossen).
Ich meine aber, dass D politisch bzw. gesellschaftlich kollabieren kann. Dieses wäre für mich dann eingetreten, wenn Demokratiefeinde demokratisch gewählt wurden.
So gesehen kollabieren wir bereits.

BeWa
5 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Wer sagt schon, es gäbe „falsche“ Menschen?

Menschen haben aber kulturellle Prägungen. Zudem sind die Menschen, die zu uns kommen, auch nicht repräsentativ für ihre Herkunftsländer. Schlimmstenfalls waren sie auf dem Weg erfolgreich mit einem Verhalten, welches in der aufnehmenden Gesellschaft als problematisch empfunden wird.

Nein, ich glaube nicht, dass mit ganz viel Geld und Personal (welches wir ohnehin aktuell nicht haben), aus jedem dieser jungen Menschen eine Fachkraft gemacht werden kann.
Idealerweise kämpft man aber um jeden Menschen – da bin ich wieder bei Ihnen.

Ich nutze das „Fachkraftargument“ in Diskussionen übrigens nicht.
Das höhnische: „Ach, schau ‚mal! Lauter syrische Zahnärzte, die sich hier integrieren wollen!“ ist einem genauso hämischen
„Einwanderer aus Fachkraftnation“ gewichen.

Und das Argument: „Wir brauchen Zuwanderung und sie wird sich zukünftig rechnen.“ hat denselben Schwachpunkt wie: „Wir schaffen das!“
Beiden fehlt die Antwort auf: „Bis wann?“

Und beiden Standpunkten fehlt der Gedanke an gesellschaftliche Reibungsverluste. Und politische Kipppunkte.

Rainer Zufall
5 Monate zuvor
Antwortet  Unfassbar

Die Sozialleistungen in Dänemark entsprechend hoch gewesen sein. Bin mir doch sehr richtig, dass dort das Existenzminimum unterschritten wird

Rainer Zufall
5 Monate zuvor
Antwortet  Marc

Also keine Migration mehr und die Probleme im Bildungsbereich, Auszubildenen-, Servicekräfte- und Fachkräftemangel wären gelöst? Rente und Pflege im Alter wären gesichert?
Wie beruhigend 😀

Merken wir uns das als Nächstes für den Katastrophenschutz vor: „Das Problem ist, dass es zu viele Menschen gibt, die betroffen sind…“?
Naja, im Zweifelsfall können wir ja noch auf Alte und Kranke runterhauen…

DerechteNorden
6 Monate zuvor

Nichts für ungut, aber das ist Augenwischerei. Natürlich ist nicht Migration an sich für viele Probleme verantwortlich, sondern die Tatsache, dass Integration nicht funktionieren kann, wenn 1. zu viele Menschen auf einmal kommen, die versorgt werden müssen, und 2. wenn dann konstant immer eine sehr große Anzahl an Menschen nachkommt.
Man hat die erste Gruppe noch nicht versorgt, wenn die nächste schon kommt. Hätte man wissen und Strukturen schaffen können? Wirklich? Geht es eigentlich noch?!

„«Migration kann man nicht abdrehen wie einen Wasserhahn», sagt nun hingegen Glorius. Wenn man die humanitäre Verpflichtung zur Aufnahme von Asylsuchenden ernst nehme, könne man nicht mit dem Argument, es sei kein Platz mehr in der Schule, Menschen an der Grenze abweisen. «Dann muss man sich was ausdenken, wie man es trotzdem hinbekommt.»“
Glorius ist ein Teil des Problems, wenn sie so argumentiert.
Migration und Asyl sind eben nicht Dasselbe. Aber schwupps packt sie das in einen Topf. Das ärgert mich maßlos.
Wenn alle Menschen, die zu uns kommen, automatisch Asyl beantragen, weil dann ihre Chancen größer sind, bleiben zu können, da das System komplett überlastet wird, dann bedeutet das nicht, dass diese Menschen tatsächlich Asyl brauchen.
Dass das System nicht unendlich strapaziert werden kann, sieht diese Dame nicht? In dieser Sache würde ich glatt von Ideologie sprechen, denn dumm ist sie ja nicht.
Wie kann man so einen ausgemachten Blödsinn behaupten, frage ich mich.

Ich wünsche mir, dass wir die Menschen, die bei uns sind, richtig gut unterstützen können, so dass sie sich integrieren können und sowohl sie als auch wir etwas davon haben.
Wie aber soll das gehen, wenn ständig Leute nachkommen, bevor die anderen versorgt sind? Wie denn nur, Frau Glorius? Was ausdenken? Bitte schön, wo sind denn Ihre Vorschläge?

DerechteNorden
6 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Nö.
Ich differenziere ganz klar. Haben Sie auf die Schnelle wohl überlesen?

Rainer Zufall
5 Monate zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Aber Ihnen ist schon klar, dass quasi alle neu Dazukommenden einen Asylgrund im Gepäck haben, ja?

DerechteNorden
5 Monate zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Nein, haben sie nicht unbedingt. Außerdem muss man nicht unbedingt in Deutschland Asyl beantragen, oder? Und wenn man zuvor woanders in der EU abgelehnt wurde, dann sollte man nicht noch in Deutschland Asyl beantragen können, weil das nämlich Kapazitäten „frisst“.

Rainer Zufall
5 Monate zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Den offiziellen Zahlen nach reden wir von ein paar Prozent – wenigen Tausend.
Welche Zahlen haben Sie?

Hysterican
6 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Von denen offenbar viele regelmäßig in ihre Heimat fahren und dennoch hier die finanzielle Unterstützung in Anspruch nehmen…mit der Meldeandresse eines Onkels / einer Tante, eines Cousins…

Hmmm, ich weiß, dass das sicherlich einen der üblichen Shitstorms erzeugt.

FRAGE: WARUM IST DIE QUOTE DER UKRAINER, DIE IN BESCHÄFTIGUNG SIND IN DER BRD IM VERGLEICH ZU DEN ANDEREN EU-STAATEN SO GERING (ca. 20% zu 40 bis 60 % in den anderen EU-Staaten?)

Rainer Zufall
5 Monate zuvor
Antwortet  Hysterican

Es freut sich erstmal, dass Sie den Flüchtlingsstatus der Betroffenen anerkennen.
Was Ihre Zahlen betrifft, wäre ich sehr für eine Quelle dankbar. Nicht, dass es am Ende (traumatisierte) Kriegsversehrte, Alleinerziehende, Senior*innen oder Kinder sind – nicht wenige Ukrainer*innen halten es ja im eigenen Land aus und verteidigen es sogar.

Aber es ist spannend zu lesen, welche Vorwürfe sich verkniffen wurden, während junge Männer aus Irak, Afghanistan und Afrika zum Arbeiten nach Deutschland kamen…

Indra Rupp
5 Monate zuvor
Antwortet  Hysterican

Da viele Kinder und wir eine Schulpflicht haben, kann es eigentlich nicht sein, dass sie sich ständig im Ausland tummeln. In den Ferien könnte Heimweh nach Verwandten ein Grund sein….?

Gelbe Tulpe
6 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Nein, aber in der Westukraine ist genügend Platz.

DerechteNorden
5 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Nicht meine Meinung!

Rainer Zufall
5 Monate zuvor
Antwortet  Gelbe Tulpe

Wenn wir eines wissen, dann dass Russland niemals (wieder und wieder) Zivileinrichtungen beschießen und die Zivilbevölkerung abmetzeln würde.

Aber ich mache Spaß, denn wir müssen Ihrer erbärmlich schwachen nicht nachgehen. Die ukrainischen Flüchtlinge bekamen ein Aufenthaltsrecht zugesprochen und (alle) Kinder haben das Recht/ die Pflicht auf Bildung – egal, was im Internet verzapft wird 😀

DerechteNorden
5 Monate zuvor
Antwortet  Gelbe Tulpe

Das ist schäbig.

Anadur
6 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Liebe Redaktion, am Ende ist es einfache Mathematik. 325000 Asylanträge entspricht der zwanzig größten Stadt (Münster) in Deutschland. In Münster gibt es übergreifend 99 Schulen. 99 Schulen mit den entsprechenden Gebäuden, Ausstattung, Materialien, Personal vom Hausmeister bis zur Sekretärin und natürlich auch Lehrern. In Münster sind ~3800 Lehrer beschäftigt. Die Demographie der Stadt Münster sieht aber natürlich gänzlich anders aus als die der Asylantragsteller. Insofern kann man die Zahlen sicherlich, ohne übertreiben zu wollen, verdoppeln. Woher sollen die Schulen und Lehrer kommen, bei einbrechenden Studienzahlen für das Lehramt? Wie viele Schulen wurden gebaut in Deutschland um diesen Menschen eine vernünftige Bildung zukommen zu lassen? Wie viele Studienplätze geschaffen, wie viele zusätzliche Lehrer eingestellt? Nach meiner Erfahrung mit Politikern und verantwortlichen in den Ämter tendiert die Antwort auf all diese Fragen gegen Null. Vor nicht langer Zeit hat uns eine Politiker mit tränenschwangerer Stimme und Dackelblick gesagt: Wir schaffen das! Nur über das Wie schwieg sie und lies uns Lehrer im Regen stehen.

Aber da ist sie nicht alleine, weil die restlichen politischen Akteure nur zu gerne über das Wir reden aber das Wie gerne ignorieren. Frau Prof. Glorius verpackt das zwar in schönen Worten, aber praktische Lösungen hat sie auch nicht.

Und wir sind jetzt an einem Punkt angekommen, bei dem das Wie bald von einer hellblauen Partei beantwortet wird.

Susanne
5 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Eine tatsächlich immer älter werdende einheimische Bevölkerung braucht allerdings eine ganz andere Zuwanderung als die jetzige. Schon viele Jahre lang wird die „vergreisende einheimische Bevölkerung“ in vielerlei Hinsicht zur Kasse gebeten für eine Migration, die sie nicht nur finanziell viel schwerer belastet als entlastet.
Wer soll angesichts dieser Tatsachen denn noch die Mär vom Segen einer ungebremsten Zuwanderung für eine überalternde Gesellschaft glauben?
Wahlen und Umfragen zeigen doch überdeutlich, wie sehr sich die Menschen getäuscht und enttäuscht fühlen von dem, was ihnen immer wieder erzählt wurde.

DerechteNorden
5 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Doch, es kommen sehr wohl solche, die wir sofort einsetzen können!
Da insgesamt viel zu viele Menschen zu uns kommen, als dass wir sie ordentlich bilden, ausbilden und integrieren können, bringt uns diese Migration nicht viel, oder?

Müllerin
5 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Aber wir habe doch eine Rekordbevölkerungszahl von über 84 Millionen und gleichzeitig einen Mangel an Wohnungen, Kita- und Schulplätzen, überfüllte öffentliche Verkehrsmittel usw. Da ist eine weitere zahlenmäßige Expansion ausgesprochen riskant, weil es dann auch wachsende enttäuschte Unterschichten geben wird. Wenn es einen „wirtschaftlichen Niedergang“ geben sollte (worin genau besteht der?), dann wird er auch nicht durch eine weitere rein zahlenmäßige Expansion gestoppt. Die „richtigen“ Fachkräfte werden gesucht, nicht einfach nur Quantitäten von Zuwanderern schlechthin.
Jedenfalls hat noch kein klassisches Einwanderungsland die Grenzen geöffnet für jeden, der da kommen mag. Man wählt die Einwanderer aus und steht dabei nicht unter moralischem Druck. Bei uns ist der moralische Druck hausgemacht.

durotschka
5 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

@Redaktion
Wenn das so ist, wäre es doch rausgeschmissenes Geld gewesen in Bildung und Wohnungsbau zu investieren. Die Alten sterben ja weg, Dann passt es bald wieder. Jetzt verstehe ich endlich! Das haben unsere weitsichtigen Politiker schon vor Jahrzehnten erkannt, nur ich Dummerchen nicht! Blöd nur, dass manche Boomer es sich in den Kopf gesetzt haben, noch ein paar Jährchen zu leben und Corona hat da auch zu wenig geholfen. (Ironie)
Obwohl, vielleicht, nur vielleicht, hätten sich auch manche Familien für 1-2 Kinder mehr entschieden, gäbe es nicht diesen Wohnraum- und Kitamangel.

Indra Rupp
5 Monate zuvor
Antwortet  Müllerin

Dann hoffen wir mal, dass Kanada oder Schweden Beamte brauchen, falls Putin uns befeuern sollte, sonst bleiben die als Kanonenfutter hier, genau wie die Unterschicht.
Da sollten Kanada und Schweden jetzt aber nicht unter moralischen Druck geraten… ^^

Indra Rupp
5 Monate zuvor
Antwortet  Müllerin

Und ist das nicht suspekt? Was hat den Putin mit der Unterschicht gemein? Die können sich sein Gas doch gar nicht leisten und drehen den Hahn längst zu.

DerechteNorden
5 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

„… nicht solche“ muss es heißen.

Rainer Zufall
5 Monate zuvor
Antwortet  Susanne

Genial. Eine aussterbende Bevölkerung braucht doch bitte weniger Zuwanderung. Da ist schon jemand in Rente, wie? 😀

Und Ihr Argument ist, die Migration bitte wie einen Wasserhahn abzuschrauben? Genialer Gedanke! Was würde Prof. Glorius zu dieser Idee bloß antworten können?

Rainer Zufall
5 Monate zuvor
Antwortet  Anadur

Mathefan, hm?
Sollen wir mal auf die Zahlen schauen, welche die reichsten 10 Prozent im Lande betreffen? 😀
Oder lieber die Folgekosten eines Sieges Russlands inklusive (angekündigter) Folgekriege?
Oder die Milliardenkosten des Klimawandels?

Übrigens: Ausländerfeindlichkeit lässt sich mathematisch nicht rechtfertigen. Schlimmstenfalls lassen sich nur die Gräueltaten der Rassisten (unzureichend) durch Zahlen belegen.

Monika, BY
6 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Liebe Leser, Schlüsselwort: Kriegsflüchtlinge!

Was ist da eigentlich wichtig, das Menschenleben, oder ein System, die sowieso in der Krise ohne jeglichen Flüchtlingen steckt, weil Mamas eben heute auch die Vollzeit arbeiten.

Darüber zu diskutieren, was wichtiger sei, ist unter jede Würde -liebe Leser.

Rainer Zufall
5 Monate zuvor
Antwortet  Monika, BY

Danke, dass Sie hier für die Werte und die Würde eines Landes eintreten.
Der Mangel an Widerworten gibt Ihnen recht und zeigt, welche Antworten diese „besorgte Gemüter“ haben

DerechteNorden
5 Monate zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Wo bleibt die Würde aller, wenn ein System kollabiert?

Rainer Zufall
5 Monate zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Sie glauben, dass eines der reichsten Länder der Welt am Kollabieren ist?
Schätze, wir sollten vorsichtshalber den Rechtsstaat beenden…

Harald
6 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Wo sollen sie denn in Deutschland hin?
https://www.tagesspiegel.de/berlin/berlin-mietet-weitere-gebaude-an-mehr-als-1000-neue-platze-fur-gefluchtete-in-hostels-und-hotels-10563181.html
https://www.zdf.de/nachrichten/politik/deutschland/ueberlastung-kommunen-aktuelle-lage-100.html
https://www.tagesschau.de/inland/gesellschaft/migration-kommunen-helfer-100.html
Wer soll die alle versorgen? Bei den Flüchtlingshelfern könnte ein Kollaps plötzlich kommen. Die Leute, die es momentan machen, sind überlastet und frustriert, einige werfen das Handtuch, der Rest muss noch mehr leisten und noch mehr gehen oder werden krank.
Ich hatte in meinen Klassen auch schon Ukrainer sitzen. Fachlich waren die eigentlich alle top aber die Sprachkenntnisse waren so schlecht, dass sie die Schule alle innerhalb eines Jahres wieder verlassen mussten. Unterrichtet die jetzt jemand auf Ukrainisch oder fallen die einfach durchs Raster? Und Sprachförderung an der Schule scheitert zumindest bei uns am fehlenden Personal.
Es gibt nicht unbegrenzt Ressourcen, also gibt es auch eine Obergrenze an Menschen, die man in DE versorgen kann. Jetzt kann man sich trefflich streiten, wo genau diese Grenze liegt, aber das Negieren einer solchen Grenze ist mMn zumindest naiv.

Rainer Zufall
5 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Das steht in Haralds Buch von Bernd Höcke 😛

DerechteNorden
5 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Sie gehen in andere Länder? Das muss EU-weit geregelt werden.

DerechteNorden
5 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Aber bei Deutschland muss es anders sein. Wir müssen, Italien nicht?
Ich finde ja auch, dass in der Schule auch nur die braven etwas müssen, die Verhaltensoriginellen nicht. Lassen wir das doch schön immer alles Musterkinder ausbaden, wenn die anderen doch nicht wollen.

DerechteNorden
5 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Ja, ich gebe es zu ich bin ein ganz fieser Nazi.
So wie alle Biodeutschen.

Indra Rupp
5 Monate zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Ich dachte, Ihre Eltern kämen unter anderem aus Polen? Oder schreibt jmd mit geklautem Nick?

Wie auch immer: Ich mag diese, in meinen Augen feige Taktik nicht, Kritik zu umgehen, indem man sich selber schlimmer macht, als es der Kritiker angeführt hat, was dann zu dem Ergebnis führen soll, dass der Kritiker als Ausgleich die Person gut stellen muss und somit die Kritik umgangen wurde.

Glauben Sie etwa, vor 80 Jahren lebten hier bodenlos schlechte Menschen? Das waren Menschen wie wir und wir haben im Kern das, was sie auch hatten und alle haben. Mit ein paar Tricks, ein paar Krisen und fehlender Weitsicht kann das jederzeit in falsche Bahnen gelenkt werden.

Also braucht es keine Aufteilung in Nazi und Nicht-Nazi und ein erstmal abwarten, so lange keiner vergast wurde.

Müllerin
6 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Der 40-prozentige Migrantenanteil an den Schulkindern resultiert aber nicht aus den vielen Flüchtlingen oder denen, die Asyl bekommen haben. Da gibt es auch eine ständige Zuwanderung aus der größer werdenden EU.
Und zu Frau Glorius: Wenn es Professoren für Migrationsforschung gibt, dann ist das eben eine Wissenschaft. Und die muss dann irgendwelche Weisheiten verkünden.

DerechteNorden
5 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Alimentation überprüfen und bei EU-Zuwanderer*innen, die nicht für sich selbst in Deutschland sorgen können, die Zugfahrkarten nachhause bezahlen.

DerechteNorden
5 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Nö, denn andere EU-Staaten handhaben das ja durchaus so.

Müllerin
5 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Betrug bei den eigentlich vorgesehenen Spielregeln gehört nicht zu den Werten des freien Deutschland. Ein Recht zur Einwanderung in die Sozialsysteme besteht nicht, es gibt aber Tricks dabei. Und die sprechen sich herum. Einfach mal recherchieren.

Indra Rupp
5 Monate zuvor
Antwortet  DerechteNorden

OK, geklauter Nick

Nick
6 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

325.000 Menschen entsprechen in etwa den Umfang von drei Großstädten.

Rainer Zufall
5 Monate zuvor
Antwortet  Nick

Gut gerechnet. Aber Gastarbeiter hatten wir vor Ewigkeiten. Nach den Dekaden an Zeit wird die Bildungspolitik einen Plan zur Integration und Bildung entworfen haben. Die Gesellschaft wird die früheren Gäst*innen als gleichwertig erkannt und auf Augenhöhe angesehen haben.

Ich meine, hätte sich die Politik über Jahrzehnte über und gegen Ausländer*innen eingesetzt und die Wählerschaft auf Rassissmus und Fremdenfeindlichkeit beschworen, anstatt konkrete Pläne für die Realität vorzubereiten… ich meine… dann hätten wir heute totales Bildungschaos! Und wahrscheinlich würden wir noch die Schwächsten der Gesellschaft dafür verantwortlich machen!

DerechteNorden
6 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Ich stehe absolut hinter der Entscheidung, Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine aufzunehmen!
Das heißt aber, dass Menschen aus anderen Teilen der Welt dann nicht auch noch in Deutschland aufgenommen werden müssen. Insbesondere nicht, wenn es noch zig andere Staaten gibt, wo sie bleiben könnten.

Wombatlover
6 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Wie wäre es, wenn man sie in das sichere Drittland abschieben würde, aus dem sie nach Deutschland gekommen sind? Die wenigsten kommen mit dem Flugzeug direkt aus Syrien und Afghanistan.
Wie wäre es überhaupt, geltende Gesetze endlich anzuwenden, z.B. Verlust des Asylstatus nach Heimaturlaub?

DerechteNorden
5 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Dann nehmen wir die auch nicht auf! Wenn die die nicht aufnehmen, dann müssen wir die aufnehmen? Warum denn?

DerechteNorden
5 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Nein, oder? Ich sehe keine stärkere Verpflichtung Deutschlands. Warum sollte Deutschland alle aufnehmen, die kommen wollen, andere aber nicht?

Rainer Zufall
5 Monate zuvor
Antwortet  Wombatlover

Sie meinen wie damals, als osteuropäische Länder Flüchtlinge zum Erfrieren an die Grenze schickten?
Damals hat es die Regierung nicht vermocht, aus Bequemlichkeit heraus Menschen an den Grenzen krepieren zu lassen. Aber diese Zeiten werden durch Christdemokraten ja bald beendet… Gelle, Jens?

DerechteNorden
5 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Innerhalb der EU verteilen? Warum müssen denn alle nach Deutschland kommen?

DerechteNorden
5 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Ist das so? Gibt es so viele Afghan*innen, Syrer*innen, Nigerianer*innen etc. in z.B. Estland

DerechteNorden
5 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Btw: Estland schickt inzwischen Ukrainer*innen zurück in die Ukraine.
Aber Deutschland ist ganz ganz böse.

DerechteNorden
5 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Im Gegenteil, mir geht es hier nur darum aufzuzeigen, dass Sie irgendwie ganz besondere Ansprüche an Deutschland stellen, die andere Länder nicht zu erfüllen brauchen.

DerechteNorden
5 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Schwarzweiß-Denken bringt uns nicht weiter.

DerechteNorden
5 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Ich auch. Rechtsstaatlich bedeutet aber eben nicht, dass man nie wieder Gesetze anpassen darf. Wen man merkt, dass Gesetze nicht funktionieren, weil sie dazu führen, dass sie ausgenutzt werden, Schlupflöcher bieten usw., dann muss man sie auch anpassen können. Dann kann man nicht darauf beharren, dass ja etwas Gesetz sei.
(Nein, ich spreche nicht von den Menschenrechten, falls Sie mir wieder damit kommen wollen.)
Ich möchte lieber in so einem Land leben, nicht in einem, das lieber vor die Hunde geht, weil die Gesetze so freundlich sind, dass man gar nicht anders kann, als sie auszunutzen.

Im Interesse aller Menschen, die hier leben (und zwar ganz explizit auch der Menschen, die bereits zu uns gekommen sind), ist es nicht sinnvoll, keine Beschränkung der Migration mit Hilfe der Einschränkung der Alimentation vorzunehmen.
Denn weshalb wollen sonst – wenn nicht aufgrund der guten Ausstattung – so viele zu uns kommen, wo wir doch ein so ein unfreundliches und -geht man nach vielen Artikeln auch hier – sogar rassistisches Land sind?

Ich verstehe all diese Menschen, die zu uns kommen wollen, durchaus, aber wir müssen irgendwann auch mal den Tatsachen in die Augen blicken.
Glauben Sie mir, ich wünschte, es wäre anders. Aber ich denke, die ehemalige rot-grüne schwedische Regierung hat damals die richtige Entscheidung getroffen. Unter Tränen, was ich verstehe, aber manchmal muss man pragmatisch und nicht nur ideologisch handeln.

DerechteNorden
5 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Dachte ich mir, dass Sie mir so kommen.
Die Genfer Flüchtlingskonvention besagt aber nicht, dass Geflüchtete in das Land ihrer Wahl gehen können oder soundso viel Geld erhalten müssen, oder?

DerechteNorden
5 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Das heißt nicht, dass alle Geflüchteten NACH Deutschland gehen dürfen, wenn sie es nur wollen (Ich schrieb „dass Geflüchtete in das Land ihrer Wahl gehen können“). Und es heißt auch nicht nicht, dass sie genauso viel Geld bekommen müssen, wie z.B. Bürgergeldempfänger*innen.
Natürlich flüchten alle dorthin, wo es nicht nur sicher ist, sondern, wo es auch am meisten Geld gibt. Und DAS ist eben das Problem in Deutschland, oder nicht? Bei uns gibt es am meisten Geld, weshalb die meisten Menschen zu uns „flüchten“.
Ich denke nicht, dass die Genfer Flüchtlingskonvention Deutschland verbietet diese Alimentation zu verändern.

Pauker_In
5 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Die Genfer Konvention spricht explizit von Flüchtlingen, nicht von Migranten, die ihr Land aus wirtschaftlichen Gründen oder wegen einer schlechten Sicherheitslage verlassen.

Rainer Zufall
5 Monate zuvor
Antwortet  DerechteNorden

An wen denn sonst? Wohnen Sie noch in ein paar anderen Ländern? 😀

In welchen Bereichen sollen wir uns noch am ethischen Minimum orientieren? Todesstrafe? Bürgergeld restlos abschaffen? Den Menschen die „Freiheit“ geben, an Armut verrecken zu können?

Ich teile Ihren Unmut, dass zu viele Länder in der EU so denken wie Sie, aber wir sind wirtschaftlich lange nicht am Ende. Wohnungs-, Heiz- und Bildungskosten werden sich kaum mit bzw. ohne Migration beheben lassen. Diese Probleme müssen angegangen werden, aber können wir bitte aufhören, die Menschen verantwortlich zu machen, die gerade erst angekommen sind, weil sie vor Krieg und Elend fliehen – oft unter lebensgefährlichen Reisebedingungen? Können wir bitte einmal davon ausgehen, dass nicht 99% eines anderen Landes aus Vergewaltigern, Mördern und Monstern bestehen?

Oder ist Erwachsenwerden zu viel verlangt?

DerechteNorden
5 Monate zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Ich mache nicht die Menschen, die zu uns kommen wollen, verantwortlich.
Sehen Sie, genau das ist das Problem: Hier wird nicht mehr differenziert. Weder von Ihnen, noch von der AfD, die Menschen tatsächlich kriminalisiert.
Für einige gibt es keine Migrant*innen mehr, die einfach ein besseres Leben wollen, inzwischen sind für die alle gleich Geflüchtete, die alle in Deutschland aufgenommen und versorgt werden müssen.

Aber wie können Menschen, die es bis z.B. Schweden geschafft haben und dort abgelehnt wurden, eigentlich Geflüchtete sein und in Deutschland einen Antrag stellen, obwohl überall EU-Recht gilt?
Warum kommen Menschen, die in Schweden ein Bleiberecht haben, auf einmal auf die Idee ohne hier Arbeit zu haben, sich plötzlich in Deutschland ansiedeln zu wollen?
Diese Bespiele beziehen auch auf die Zeit vor dem Regierungswechsel in Schweden.

Ich war vor ein paar Jahren auch viel blauäugiger, aber inzwischen habe ich mitbekommen, was alles läuft, weil mein Mann beruflich mit sehr „interessanten“ Dingen zu tun hat. Mein Mann ist ein ausgemachter Menschenfreund, aber auch er hat aufgrund seiner Erfahrungen eine andere Sicht entwickelt.

hennes
5 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Braucht es etwa Druckmittel, um Migranten aufzunehmen? Wie verträgt sich das mit Ihrer Behauptung, Zuwanderer seien generell ein Segen für vergreisende Gesellschaften? Wenn dem so ist, müssten doch alle Länder mit einer zu geringen eigenen Geburtenrate jeden Einwanderer mit Kusshand aufnehmen.
Warum also sträuben sich andere alternde Gesellschaften, wahllos Fremde in ihrem Land aufzunehmen?

ed840
6 Monate zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Ich bin im Gegensatz zu manchen Foristen hier nicht der Meinung, dass das Grundrecht auf Asyl oder die Genfer Flüchtlingskonvention in Deutschland nicht mehr oder nur noch eingeschränkt gelten sollten. Warum man zwischen Ukrainer und anderen Geflüchteten separieren will, erschließt sich mir auch nicht. Von Parolen wie „Boot ist voll“ oder Rufen nach Obergrenzen halte ich auch nichts. Ich bin zwar durchaus dafür, dass die Regierung versuchen sollte die illegale Migration nach DE zu verringern, aber dann eben schon im Einklang mit der Gesetzgebung und den Menschenrechten.

Rainer Zufall
5 Monate zuvor
Antwortet  ed840

Tut sie ja. Aber Sie wären Überrascht, wie wenig Menschen kein Duldungsrecht erhalten haben.
Leider liegt eine beabsichtigte Fehlkommunikation vor, man könne „illegal“ Asylrecht beantragen. Zeigt immerhin, was rechts anklingende Parteien/ Politiker*innen von ihrer Wählerschaft halten…

ed840
5 Monate zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Der Begriff “ illegale Migration“ bezieht sich vermutlich nicht darauf, dass Asylrecht beantragt wird, sondern wer wie einreist und wo Asylrecht beantragt wird. Dass jemand Anspruch auf Asyl in DE hätte, der vorher schon durch Italien/Österreich oder Italien/Schweiz gereist oder per Schleuserfahrzeug durch mehrere Schengenländer nach DE gebracht wurde oder in anderen Ländern bereits einen Ablehnungsbescheid erhalten hat usw. , sieht m.W. weder Art 16 a GG noch das Dubliner Abkommen vor. Kann aber schon sein, dass Sie das ganz anders sehen. Ob man sich jetzt an dem Begriff „illegal“ aufhängen möchte oder wie andere Mitglieder der Bundesregierung lieber von „unerlaubter Einreise“ oder „irregulärer Migration“ reden möchte, ist wahrscheinlich Ansichtssache. Dass Politiker diverser Couleur vom Intellekt ihrer potentiellen Wählerschaft nicht viel zu halten scheinen, ist mir aber auch schon öfters aufgefallen. Egal ob Rechts, Mitte oder Links, da sind z.T. schon heftige Sprüche dabei.

ed840
5 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Einfach mal einen Blick in Art 16 a Absatz 2 werfen oder in das Dublin-Abkommen. Dass sich da kaum einer mehr dran hält ist eine anderen Sache. Ob man es für illegal , unerlaubt oder irregulär bezeichnet, sich von Schleusern über Grenzen schmuggeln zu lassen, hängt bei Politikern von der Parteifarbe ab.

ed840
5 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Wenn die Bundesregierung in Abstimmung mit Polen und Tschechien eine „Task-Force-gegen-irreguläre-Migration“ bildet um unerlaubte Einreisen frühzeitig zu erkennen und zu verhindern, gehe ich halt davon aus, dass es nach wie vor nicht nicht legal ist, Menschen durch halb Europa über mehrere Grenzen zu schmuggeln, damit sie in DE einen Asylantrag stellen können. Kann aber auch sein, dass ich da völlig falsch liege und „irreguläre Migration“ nur ein Märchen ist, auf das neben mir auch die Bundesregierung reingefallen ist.

Unfassbar
5 Monate zuvor
Antwortet  ed840

Die Polen sind von den aktuellen Grenzkontrollen an der deutsch-polnischen Grenze nicht so begeistert, weil die die Migranten jetzt nicht mehr einfach so durchlassen können.

Rainer Zufall
5 Monate zuvor
Antwortet  ed840

Ich verstehe Ihre Frustration, aber wir hatten das alles schon. In den Neunzigern (?) wurde das Asylrecht in Deutschland schon so menschenfeindlich wie möglich verschärft. Darum werden die letzten Beschlüsse der Regierung auch nichts mehr ändern, da die Flüchtlingskonvention darüber hinausgeht und über dem nationalem Recht liegt.

Bedeutet das, dass andere Länder geltendes Recht brechen? Ja
Ist das eine Entschuldigung für unseren Rechtstaat, Gesetze zu brechen und die Menschenrechte zu beenden?
Was meinen Sie?

ed840
5 Monate zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Keine Angst, es braucht schon mehr als die Forderung einzelner Foristen wie „Grenzen zu, nur noch Ukrainer reinlassen“ , um bei mir Frustration auszulösen. Ich kann schon noch zwischen der virtuellen und realen Welt unterscheiden. Auch wenn hier bestritten wird, dass es aus rechtlicher Sicht illegal wäre, sich ohne Papiere und Einreisevisum über die Schengen-Grenzen bis nach DE schmuggeln zu lassen, nehme ich das nicht zu allzu ernst. Solange in DE noch Parteien regieren, die nicht als extremistisch eingestuft werden, kann jeder seine Meinung im Rahmen des gesetzlichen Rahmens ja frei äußern. Und die Menschenrechte dürften hoffentlich auch weiterhin gewahrt bleiben.

Müllerin
5 Monate zuvor
Antwortet  ed840

Warum hat denn die EU die neuen Regeln zur Migration und Asyl beschlossen?
https://www.tagesschau.de/ausland/europa/eu-asylreform-108.html

Rainer Zufall
5 Monate zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Sie wollen eine Obergrenze für Krieg?

Wie viele Brände darf die Feuerwehr im Monat löschen?

DerechteNorden
5 Monate zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Beherbergen, versorgen und unterrichten dann doch Sie alle, die zu uns kommen! Ach, das geht nicht? Warum denn nicht? Sind doch alle ganz schlimm dran.
Tut mir leid, dass ich so zynisch bin.
Warum wollen Sie, dass unser Staat demnächst kollabiert? Das wird nämlich passieren, wenn alle anderen EU-Staaten dicht machen und alle zu uns kommen.

durotschka
5 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

@Redaktion
Wie passt es zu diesen Zahlen, dass immer mehr Menschen die „Tafeln“ in Anspruch nehmen müssen, vor allem Ältere und Alleinerziehende? Haben alle diese Menschen ihre „Vermögenszuwächse“ sinnlos verprasst?

durotschka
5 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

… und einige wenige liegen weit darüber! Das ist ja das Schöne an Durchschnittswerten. Nur interessiert das die vielen, die darunter liegen wenig und minimiert nicht den Frust dieser Menschen, der sich zu sozialem Brennstoff entwickeln könnte (AfD-Wähler).

durotschka
5 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Verstehe ich das jetzt richtig: Wegen der paar potentiellen Wählerstimmen von „Armen“ brauchen wir uns keine Sorgen zu machen? Ich mache mir um JEDE Stimme für diese Partei sorgen, denn jede einzelne ist eine zu viel. Haben Sie schon mal überlegt, dass vielleicht einige der (oft männlichen Stimmen) vielleicht Kinder von Alleinerziehenden „Tafelgängern“ sind, die die Ursache bei den Migranten sehen? Dafür verspricht die AfD auch einfache Lösungen und da schließt sich der Kreis zum Ausgangsthema.
P.S. natürlich haben Sie, liebe Redaktion, mit den anderen Punkten über die AfD recht, aber ob das diese AfD-Wähler im Moment interessiert, da habe ich meine Zweifel.

Indra Rupp
5 Monate zuvor
Antwortet  durotschka

Ich höre Afd-Sprüche tatsächlich mehr aus der Mitte. Die Tafelgänger sind oft selbst Migranten. Und Studenten. Und Alleinerziehende, ja. Habe das Gefühl, die sind eher solidarisch.

durotschka
5 Monate zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Auch ich höre zunehmend mehr AfD-Sprüche, von Menschen aus prekären Verhältnissen UND auch aus der Mittelschicht. Mittlerweile von Menschen, die vor einem Jahr noch nicht so extrem dachten. Das gibt mir zu denken und macht mir Sorgen!

Indra Rupp
5 Monate zuvor
Antwortet  durotschka

Hier schreiben aber vornehmlich Lehrer*innen und die liegen nicht drunter. Trotzdem reichlich Afd-Gedöns.

durotschka
5 Monate zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Vielleicht liegt das daran, dass Lehrer mit Menschen arbeiten, also auch mit Eltern aus verschiedenen sozialen Schichten und da so einiges zum Stimmungsbild in der Gesellschaft live erleben?

Indra Rupp
5 Monate zuvor
Antwortet  durotschka

Das ist auch unter anderem bei Krankenschwestern so.
Krankenschwester, die auf der Entbindungsstation arbeitet privat :“ Manche Babys möchte ich nicht hinterher geschmissen haben, wenn ich mir die Eltern so anschaue…“
In Ordnung so?
Und woher kommt die Ansicht von Krankenschwestern, dass Lehrer „Hochwürden“ sind, nicht mit anpacken können, eingebildet sind, viel krank und typisch – die, die in der Psychiatrie sitzt und sich den Mund immer so knallrot überschmiert ist ne Lehrerin, ansonsten, die, die im Einzel-Luxuszimmer liegen und ständig klingeln und was tun die eigentlich so überheblich, werden immerhin von unseren Steuergeldern bezahlt. Kinder haben sie meistens gar keine oder viele! Die, die keine haben, mögen oft auch keine und wohnen im Dorf ganz oben am Berg, wo auch die Ärzte wohnen. Dort haben sie gebaut, weil sie mit Anderen nichts zu tun haben wollen (die Rede ist übrigens von einem katholischen Dorf in den 80ern,ohne Arbeitslose, Migranten und ohne Brennpunkte).
Na, dann kennen wir die Lehrer ja. In Ordnung so? Sind doch alles nur Erfahrungen mit bestimmten Klientel…

Rainer Zufall
5 Monate zuvor
Antwortet  durotschka

Voll seltsam, dass Minijobs, Riester-/Aktienrente, Ehegattensplitting und kalte Progression nicht zu Einkommensteigerungen geführt haben. Naja, ich schätze, die Reichsten der Gesellschaft haben schon genug geleistet (ach wie sehr die während Corona bluten mussten…)

Rainer Zufall
5 Monate zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Die Kommunen werden von Bund und Ländern alleingelassen und brauchen dringend die Mittel, um mit der – inzwischen dauerhaften als auch notwendigen – Zuwanderung fertig zu werden.

Und keine Sorge, es werden nicht alle zu uns kommen. Derzeit setzt sich die EU nach Kräften dafür ein, Menschen im Meer elendig ersaufen, im Winter erfrieren, in Wüsten verenden, in Kriegsgebieten sterben und in „lupenreinen“ Partnerländern entführt, ausgebeutet und verenden zu lassen.

Man stelle sich vor, das 81 Millionen starke Deutschland hätte die 800 Migrant*innen aufnehmen müssen, die zuletzt im Mittelmeer ertranken. Die Kinder auf dem Boot hätten die Kita-Plätze für Migrant*innen vielleicht auf über 30% angehoben…

Indra Rupp
5 Monate zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Also, ich lebe im Bauwagen und mir geht’s immer noch gut. Finde es komisch, wenn Studienräte Angst haben. Da ist noch ganz viel Luft nach unten. 🙂

DerechteNorden
5 Monate zuvor
Antwortet  Indra Rupp

???Ich habe keinerlei Angst um mich. Ich habe Angst davor, dass wir benachteiligte Menschen (auch Wirtschaftsmigrant*innen und Geflüchteten) blad keine Perspektiven mehr geben können. Integration durch Bildung und Sprachkenntnisse und auf deren Grundlage einen auskömmlichen Job ausüben zu können, wird dann nur noch einer kleinen Gruppe möglich sein.
Ihnen scheinen ja all diese Menschen komplett egal zu sein, wenn sie nicht an die Zukunft denken.

Indra Rupp
5 Monate zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Sie wiederum machen da scheinbar Werteunterschiede, wenn Sie nur die reinlassen wollen, die sich hier umgehend selbstversorgen können – oder Ukrainer sind.

DerechteNorden
5 Monate zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Muss man leider. Und ein Staat muss das auch dürfen, wenn es zu viele Menschen werden, die ins Land kommen.
Da Ukrainer*innen von ganz oben andere Rechte eingeräumt bekommen haben, können Sie mich gern verurteilen.

DerechteNorden
5 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Nö, wir brauchen Fachkräfte. Wir haben bereits sehr viele Menschen im Land, die man mal endlich angemessen fördern sollte, damit sie sich qualifizieren und anspruchsvolle Jobs ausüben können.
Die Wirtschaft schreit nur nach QUALIFIZIERTER Zuwanderung, nicht nach genereller Zuwanderung. Die wollen nichts investieren.

Unfassbar
5 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Ausländische Fachkräfte, die sich integrieren wollen, kommen angesichts der eklatant hohen Steuern, Abgaben und Lebenshaltungskosten nicht erst nach Deutschland.

DerechteNorden
5 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Gering qualifiziert ist auch qualifiziert. Wir müssen die Menschen, die da sind qualifizieren. U.a. mit besserer Sprachförderung.

Rainer Zufall
5 Monate zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Beziehen Sie sich auf die wenigen tausend Menschen, die keine Bleibeperspektive erhielten und für viel Geld abgeschoben werden oder auf das quasi nicht-existente Migrationsrecht in Deutschland?
Ich denke, geflohene Fachkräfte würden lieber migrieren, als in einer Unterkunft zu versauern.
Leider ist die Deutsche Bürokratie hier auf Abschiebung und Ausbremsen ausgelegt – zur Frustration aller…

Fel B.
6 Monate zuvor

„Dann muss man sich was ausdenken, wie man es trotzdem hinbekommt.“

Da ist er wieder, der Standardsatz der deutschen Bildungspolitik. Aus Erfahrung wissen wir, mit „man“ sind die Lehrer gemeint, die stets ohne zusätzliche Mittel alle Probleme lösen.

LeDuderino
6 Monate zuvor

Ich bin immer wieder erstaunt, wie einseitig die Diskussionen stattfinden. Schule ist wie so vieles eine komplexe Gemengelage. Unsere Misere liegt nicht ausschließlich an DER Migration, DEM Herumgedaddel, DEM Personalmangel, DER sozialen Schere and anderem mehr, sondern an einer Mixtur aus allem. Anders herum ist es unredlich, einzelne Faktoren aus vermutlich ideologischen Gründen wegdiskutieren zu wollen, wie es Prof. Glorius hier tut.
In Bezug auf die Migration stelle ich an meiner Grundschule fest, dass hier der soziale Hintergrund oftmals entscheidend ist. Auch Kinder mit Migrationshintergrund, deren Elternhäuser Bildung einen hohen Wert beimessen und entsprechend unterstützen, können in der Schule erfolgreich sein. Hier wäre natürlich eine stärkere Sprachförderung durch die Schule wünschenswert, die wir aus Personalgründen aber nicht leisten können.
Umgekehrt haben wir Kinder mit Migrationshintergrund an der Schule, die aus extrem bildungsfernen Schichten stammen, kein Wort Deutsch sprechen und teilweise mit dem Konzept Schule überhaupt nichts anfangen können. Hierdurch werden die Kapazitäten der Lehrkraft oft so stark gebunden, dass der Lernerfolg der gesamten Klasse gefährdet ist. Erschwerend kommt hinzu, dass unsere nicht-migrantische Schülerschaft zu großen Teilen ebenfalls aus bildungsfernen Schichten bzw. nachhaltig geschädigten Familien kommt.

ed840
6 Monate zuvor
Antwortet  LeDuderino

Respekt für Ihren Beitrag. Eine ähnlich differenzierte Betrachtungsweise würde vermutlich nicht nur Leuten in der Bildungspolitik gut tun.

Monika, BY
6 Monate zuvor
Antwortet  LeDuderino

„Schule ist wie so vieles eine komplexe Gemengelage.“

Eigentlich ist es nicht, wenn die Lehrer endlich es verstehen würden, was ihr eigentlichen Job da ist.

Hans Malz
5 Monate zuvor
Antwortet  Monika, BY

Und der wäre?

Pauker_In
6 Monate zuvor

Hätten die Bildungsminister z. B. den Ukrainekrieg mit der daraus entwickelten Flüchtlingsproblematik vorhersehen und rechtzeitig die benötigten Lehrkräfte für Deutsch als Fremdsprache qualifizieren können?
Migration lässt sich gar kein bisschen steuern?
Ich hoffe sehr, dass diese Professorin nicht wirklich so unterkomplex arbeitet und veröffentlicht, wie es in diesem Artikel suggeriert wird!

Hysterican
6 Monate zuvor
Antwortet  Pauker_In

Doch, tut sie bestimmt…Kontakte zur „Bildungsfront“ sind unangenehm und damit unerwünscht.

durotschka
5 Monate zuvor
Antwortet  Pauker_In

Naja, die erste Flüchtlingswelle 2015 hätten die Schulen und Kitas schon besser bewältigen können, wenn sie nicht schon damals unter Personalnot gelitten hätten. Hätte es damals schon eine 110%ige Personalausstattung gegeben (Vertretungsreserve für Krankheit) und hätte man spätestens 2015 angefangen mehr (ausreichend) Personal auszubilden, wären die jetzigen Probleme nicht so groß. Natürlich lässt sich nicht alles vorhersehen, aber den schon lange bestehenden Mangel hätte man rechtzeitig bekämpfen müssen. Aber das geht nur mit Weitsicht (über die nächste Wahlperiode hinaus) und Planung. ist also unmöglich in unserem Land.

ed840
6 Monate zuvor

Dass die Zunahme der Migrantenquote allein für die deutsche Bildungsmisere verantwortlich sein soll, dürfte wohl ebenso unzutreffend sein, wie die Behauptung da bestünde keinerlei Zusammenhang. Dass die zunehmende Migration Schulen vor Probleme stellt, ist ja auch in EU-Ländern zu beobachten, die früher in DE immer als Bildungsparadies dargestellt wurden. Sachsen ist da m.M. aber noch mit wenigsten betroffen. Auch wenn sich die Anzahl der der Schüler, die aus anderen Ländern stammen, in Sachsen verdreifacht hat, ist sie im Vergleich zu den Bundesländern in West- und Süddeutschland immer noch sehr gering. Bei IQB 2022 schnitten übrigens Bundesländer mit höherer Migrantenquote z.T. deutlich besser ab als solche mit niedriger Migrantenquote.

Defence
6 Monate zuvor

Ich hab ne 5. Klasse mit 18 Realschulempfehlungen-10 davon sind nicht auf Realschulniveau- 4 Hauptschulempfehlungen -4 davon sind nicht auf Hauptschulniveau, der Förderstatus wurde kurz vor Übergang in die weiterführende Schule aberkannt- und 4 mit einem Förderstatus, also inklusiv-beschulte Kinder.
Hinzu kamen 4 Intensivkinder (Kinder von Geflüchteten). Nun sollen noch zwei weitere dazukommen. Ich frage mich immer: Wann ist hier Stop angesagt? Meine Kapazitäten sind längst erreicht, das Machbare längst überschritten. Irgendwann ist an Unterrichtsqualität nicht mehr zu denken. Das Amt schickt und schickt immer weitere Kinder.

Wir haben ein individualisiertes Unterrichtskonzept, aber selbst damit, komme ich nicht mehr hinterher.

By the way: 90% meiner (zum Glück sehr lieben) Klasse haben einen Migrationshintergrund, was mich überhaupt nicht stört. Der Migrationshintergrund ist auch nicht das Problem. Es ist die Masse von Kindern, die eine intensive Betreuung benötigen- egal ob Migrationshintergrund oder nicht.

Ich schaffe das nicht mehr und leider laufen nun viele Kinder einfach nebenbei. Ich habe keine Zeit mich um sie zu kümmern.
Außerdem: alphabetisieren in der 5. Klasse ist dann auch nicht mehr meine Aufgabe.

Überlastungsanzeige wurde gestellt- juckt aber niemanden.

Der Zauberlehrling
6 Monate zuvor
Antwortet  Defence

Überlastung in Abwesenheit umsetzen und auf die Überlastungsanzeige verweisen.

Fakten schaffen, auch wenn sie die Schüler damit in eine noch schlechtere Situation bringen.

Die Gesundheit schützen, man hat nur die eine!

Dejott
6 Monate zuvor

Die Migration ist eine willkommene Ausrede. Wie Corona eben auch. Oder die Inklusion. Und wenn dringend grundsätzliche Änderungen im Bereich von Schule und Bildung erforderlich sind, verbietet man das Gendern.

A.J. Wiedenhammer
6 Monate zuvor
Antwortet  Dejott

Und wenn man keinen konstruktiven Beitrag zu der Problemstellung „Was ist sinnvolle Integration/Inklusion/Beschulung im Krisenmodus (Corona) etc. und wie soll man es leisten“ leisten kann, verfällt man auf Polemik.

Butter bei die Fische: Was genau (ganz konkret, bitte!) sind diese dringenden, grundsätzlichen Änderungen im Bereich von Schule und Bildung? Und – noch wichtiger – wie kann man sie realisieren?

Hysterican
6 Monate zuvor
Antwortet  Dejott

Also:
Alles wie gehabt und politisch gewünscht…man hat ja jemanden, dem man die Schuld geben kann ….also alles gut.

Harald
6 Monate zuvor
Antwortet  Dejott

Ist doch für alle Beteiligten ein Superdeal. Die einen schaffen es ab, die anderen protestieren und nach den nächsten Wahlen führen es die anderen wieder ein (am besten verpflichtend, damit es möglichst viel Empörungspotential gibt) und sehen damit ihre Schuldigkeit getan. Immerhin haben sie ja was gemacht. In den Medien wird das breit getreten und alles wichtige bleibt mal wieder liegen.

Einer
6 Monate zuvor

Vorausschauend denken und Bildungsministerien bzw. KuMis in einem Satz halte ich für sehr gewagt.
Ich bin seit fast 25 Jahren Lehrer am BK in NRW und irgendwie wurde es nie wirklich besser. Ich bin mir auch sicher ich spreche nicht nur für das BK, wenn ich sage, fast alles was aus Düsseldorf kam lief an den wirklichen Bedürfnissen von Schule vorbei, aber vieles war sehr vollmundige und medienwirksam vorgetragene Entscheidungen. Angefangen mit komischen Schreiblernmethoden in der Grundschule (Schreiben nach hören) über die Abschaffung von Sonderschulen, Haupt- und Realschüler und G9 bis hin zum Digitalpakt. Nichts wirklich durchdacht.
Schule hat in Deutschland nichts mit Bildung zu tun, sondern mit Betreuung und Vorbereitung auf den Arbeitsmarkt. Eine reine Outputorientierung und kein Outcome.
75% der Schüler, die nun bei uns am BK ankommen mit ihrer mittleren Reife beherrschen so gerade den Stoff der 7. Klasse. Dafür haben sie aber Ansprüche wie ein Doktorant.

Spirale
6 Monate zuvor

Viele Politiker haben halt Putins imperialistische Pläne nicht wahr haben wollen und wurden von dem Krieg „völlig überrascht“. Das dann im Folge so viele Flüchtlinge hier ankommen, wussten wohl vorher die meisten nicht.

Nun könnte man sagen, dass das Bildungssystem an vielen Stellen schon überlastet war. Trotzdem sind dann einfach die Flüchtlinge einfach zu viel. Das würde ich eher als Analyse bezeichnen und nicht als Ausrede. Die Ausreden fangen dann an, wenn auf das nun verschärfte Problem keine Antworten gefunden werden können. Und ich prognostiziere mal, dass die Politik auch in 5 Jahren jene Antwort hat, weil einfach viele Entscheider Maßlos überfordert sind. Wir können uns die Migranten auch nicht aussuchen, Singapur (Pisa-Sieger) hingegen schon – dort sind die Zuwanderer meist soziolonomisch besser gestellt als dir einheimischen. Dort wird aber auch jedes Kibd gefördert, was auch vermutlich gut klappt, weil die Zuwanderer hochqualifiziert und damit Alphabetisierung sind – so wie deren Kinder.

Nun soll das Ukrainische Schulsystem sehr gut sein. Ich glaube das auch, weil due Ukrainier in ihrer Mittersprache durch die Bank gute Antworten bringen (Google Translate). Die sind aber auch Alphabetisiert. Von anderen Migranten kann das aber nicht immer behauptet werden und hier beginnen die Probleke: Wie sollen schlecht Alphabetisierung Menschen in ein Schulsysten integriert werden, in dem Sprachverständnis (oder besser Deutsch in Wort und Schrift) Zugangsvoraussetzung sind? Diese Diskussion erleben wir auch im Grundschulbereich, weil dort die Kinder auch immer schlechter vorbereitet sind.

Nun kann man hier den Kopf in den Sand stecken oder aber politisch verordnen, dass die Schulen der gesellschaftliche Repersturbetrieb werden sollen. Der Ganztag ist hier ein Anfang. Dann müssen die Schulen aber auch das Dreifache an Mitteln bekommen. In Singapour investiert man in die Kinder. Hier wird so viel gezahlt, dass es zur Aufbewahrung reicht. Damit die Eltern schön arbeiten gehen können.

Wenn die Dummköpfe, die diese Bildu gsmisere verursacht haben und weiter am laufen halten endlich einlenken würden und mehr Geld in das System leiten, dann hätten wir mot mehr Personal und Räumlchkeiten auch die Chance, die Aufgabe, vor der Schule steht, zu meistern. In einen Land ohne nennenswerte Ressourcen und dem Industriemodel, mit günstiger Energie Produke zu veredeln, welches also auf Experten und Facharbeiter angewiesen ist, geht es gar nicht anders, als das Geld in die Ausildung der Köpfe unserer Kinder zu stecken.

Problematisch ist aktuell eben nach wie vlr die FDP, eigentlich auch die gesamte Regierung, die an dieser unsinnigen Schuldenbremse festhält und damit Chancen verbaut.

Hinter den Kulissen
6 Monate zuvor

Permanent sagen welche, man müsste mehr in Bildung investieren. So ganz unrichtig finde ich das nicht, möchte aber wissen, wo das Geld dafür hergenommen werden soll? Höhere Steuern? Das letzte Urteil des Bundesverfassungsgerichts zu den Ausgaben der Bundesregierung führt nun zu verschiedenen Mehrbelastungen der Bürger. Wir zahlen die Zeche. Die Armen trifft es härter als die Reichen. Aber ich wollte auf etwas anderes hinaus. Es gibt etliche ärmere Länder der Welt, in denen Schüler auch keine idealen Bedingungen in den Schulen vorfinden und doch besser lernen als bei uns. Das kann nicht nur am Geld liegen. Darüber sollte man auch mal nachdenken.

ed840
5 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Trotzdem kann man z.B. keinen eindeutigen Zusammenhang zwischen der Höhe der PISA-Punktzahlen und dem Anteil der Bildungsausgaben am BIP ziehen.

Hans Malz
5 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Da bin ich sogar bei Ihnen. Und bitte auch nur das zu den Bildungsaufgaben zählen, was wirklich ankommt und kein Verwaltungswasserkopf. Dann wird es noch weniger.

ed840
5 Monate zuvor
Antwortet  Hans Malz

Ist trotzdem kein Selbstläufer. Norwegen gibt gemessen am BIP am meisten für Bildung aus, schneidet bei PISA 2022 aber trotzdem schlechter ab als Gesamt-DE. So wie die Mehrzahl der anderen Länder auch , deren BIP-Anteil höher als in DE ist. Mehr Investition in Bildung wäre sicher gut, wird aber nur was bringen, wenn das Geld auch effektiv investiert würde.

ed840
5 Monate zuvor

Geld allein wird es wohl nicht richten, aber mehr Geld effektiv in Bildung investiert könnte m.M. durchaus einen Beitrag zur Bekämfung der Bildungsmisere leisten. Es gibt übrigens auch etliche Migrantenkinder aus bestimten ärmeren Ländern, die in den Schulen der Einwanderungsländer nicht nur bessere Durschschnittleistungen erzielen als ihre Kollegen in den Herkunftsländern, sondern auch noch besser abschneiden als Kinder ohne Migrationshintergrund. Das lässt sich auch in Deutschland beobachten.

mama51
5 Monate zuvor

Es gibt etliche ärmere Länder der Welt, in denen Schüler auch keine idealen Bedingungen in den Schulen vorfinden und doch besser lernen als bei uns. Das kann nicht nur am Geld liegen. Darüber sollte man auch mal nachdenken.

Unbedingt sollte man darüber nachdenken!

Ich glaube, dass es hier in DE leider SEHR häufig bei zu vielen SuS (völlig egal, woher sie kommen, abstammen, vorher gelebt haben, was sie erlebet haben,…) zunächst in erster Linie an der Haltung, der Einstellung zu Schule und Bildung der Eltern liegt. Man kann sie halt nicht „zum Jagen tragen“ 🙁
Ausnahmen: Die Kinder/ Familien, die nie eine Bildungseinrichtung kennenlernen konnten oder durften, und die nicht alphabetisiert sind!

In manchen Ländern, weit entfernt von europäischer Vorstellungskraft, laufen Kinder zu Fuß mehrere Stunden zur Schule und wieder zurück (täglich!),
nur um etwas LERNEN ZU DÜRFEN (!!!). Und Geld hat man dort gewissermaßen gar keines.

Lisa
5 Monate zuvor
Antwortet  mama51

Ich kenne das aus Erfahrung. Liegt daran, dass das Aufstiegsversprechen durch Bildung noch funktioniert. Ich Frage mich, wann das abhanden kam und wie man es wieder stärken könnte.

Kollo
5 Monate zuvor
Antwortet  mama51

So ist es!!

Indra Rupp
5 Monate zuvor

Völkerwanderungen sind ganz normal und hat es immer gegeben und natürlich verändert sich dadurch das Land. In näherer Zukunft haben wir mehr „Migranten“ als „Deutsche“, weil diese traditionell oft mehr Kinder bekommen. Dadurch ändern sich hier auch Traditionen, Sitten und Gebräuche und der jeweilige Anteil an Religionen.
Das komplizierte Deutsch wird vermutlich vereinfacht (WhatsApp – Deutsch) oder verwässert (so, wie Denglisch). Irgendwann existieren vielleicht gleichberechtigt 2-3 Sprachen im Land, so wie in manchen anderen Ländern und dann hat sich das Problem geklärt, ob man mit guten MINT- aber schlechten Deutschkenntnissen weiterkommt. Und natürlich kann die deutsche Sprache auch ganz erlöschen. Sprechen wir hier etwa noch so, wie im Mittelalter? Wir würden heute davon kein Wort mehr verstehen und die Pseudosprache der Gaukler und Kaufleute auf den heutigen Mittelaltermärkten dient natürlich nur der Unterhaltung der Gäste.
In späterer Zukunft werden die Migranten hier dann vermutlich hellere Haut, Haare und Augen bekommen, wenn sie sich hier so lange im Regen aufhalten. Da es seit Anfang November ja jeden Tag regnet, geht’s vielleicht auch schneller.
Wie auch immer die Leute dann hier so aussehen und was sie so für eine Kultur haben, sind das dann, sofern es noch Deutschland heißt, DIE DEUTSCHEN!….. und so war das bis jetzt immer, also was soll die ganze Afd- Panik?
Kann sein, dass sich entsprechend auch die Mentalität ändert. Armut, Kälte und Ressourcenarmut erzeugte das typisch deutsche „Schaffen“, dies wiederum erzeugte Wohlstand, Wohlstand erzeugte „Work-life-balance“ und Zuwanderung und Zuwanderung erzeugte mediteraneren Gleichmut. Dominiert dieser, kann sich das auf „Schaffen“ und „Leistung“ auswirken und Deutschland aufgrund fehlender Ressourcen zu einem ärmeren Land machen. Na und? Andere Länder waren auch mal mehr und mal weniger priviligiert und ich rede hier von einer Entwicklung, die mehr als ein paar Generationen dauert. Wenn es in D dann mal ärmer zugeht und wir außer Regen auch sonst nichts zu bieten haben, wandern dann wiederum einige aus und das kleine Land ist nicht mehr so voll und wenn’s dann noch mehr regnet kommt vielleicht wieder die Idee vom „Schaffen“ auf und dann sind wir wieder, wo wir jetzt sind und dann irgendwann wieder anders……..

Alles ganz normal! Schlimm ist nur, wenn’s Krieg aufgrund von Besitzansprüchen gibt und schlimm ist, wenn unsere Demokratie bei den Veränderungen flöten geht!
Auf unsere Demokratie, die Wahrung der Menschenrechte, die Bemühungen bezüglich des Klimawandels (auch wenn wir aufgrund des Wohlstands besonders große Dreckschleudern sind – ohne unsere Bemühungen wäre es ja noch schlimmer) können wir nämlich wirklich stolz sein. Unsere Hauptaufgabe ggü Migranten sollte es also sein, Demokratie vorzulegen und schmackhaft zu machen, damit spätere Generationen nicht unter Diktaturen leben müssen, davon haben wir auf der Welt wahrlich genug. Genauso unsere anderen westlichen Werte bezüglich der Menschenrechte, Klimaschutz ect.
Ob dann später deutsch gesprochen, Musikantenstadl geguckt und Einfamilienhäuschen mit nackt geharktem Garten gebaut werden und die Familie ihr Leben lang mit schaffen und sparen beschäftigt ist, wir den Indern die Kunden wegnehmen oder sie uns, wir auf Nachbarschaftshilfe von Polen angewiesen sind oder umgekehrt – das ist piepegal und müssen die zukünftigen Generationen dann selber wissen.

BeWa
5 Monate zuvor

Mal abgesehen von politischer Präferenz und/ oder Menschenbild der Foristen …
Könnte man hier zu einer gemeinsamen Einschätzung bezüglich der zukünftigen Entwicklung der Migration (mit Schwerpunkt „Bildung“) kommen?
Ich meine damit, das wahrscheinliche Geschehen für die nächsten 10 Jahre – ganz realistisch betrachtet.

Ich halte für wahrscheinlich, dass
– die Migration in den nächsten Jahren nicht abnehmen wird
– die Migranten hauptsächlich aus muslimisch geprägten Staaten kommen
– sich unter ihnen vergleichsweise wenige befinden, die beruflich bereits qualifiziert sind und mit einem Sprach-Crash-Kurs binnen weniger Monate auf dem 1. Arbeitsmarkt vermittelt werden können
– junge Männer überproportional stark vertreten sein werden

Weiterhin erachte ich als wahrscheinlich, dass
– es KEINEN 200-Milliarden-Booster für Integration im Bildungsbereich geben wird
– die Anzahl von EuE und LuL NICHT nennenswert ansteigen wird – sehr wohl aber der Bedarf an ihnen (s. Ganztagsschule)
– viele Kreise auf Sachleistungen umstellen
– bürokratische Hürden zur Arbeitsaufnahme abgebaut werden
– es lokal Verwerfungen geben wird, wenn Flüchtlingsunterkünfte entstehen sollen
– die AfD in mindestens 4 Bundesländern stärkste Kraft wird und mittelfristig einen Ministerpräsidenten stellt

Wenn das ansatzweise realistisch ist, was könnte man ganz konkret in Kita und Schule machen?

Ich schlage für den Kitabereich vor:

– zurück zu den Basics (Aufmerksamkeit+Konzentration, Selbstregulation, Regelkonformität usw.)
– je heterogener die Gruppe, desto autoritativer der Erziehungsstil
– hoher Freispielanteil ohne digitale Medien und sofortiges Eingreifen der EuE bei regelwidrigem Verhalten
– 20min Vorlesezeit täglich mit Teilnahmepflicht (2× täglich in Ganztagsgruppen)
– Bildung von Sprachförder-Kleingruppen unter Teilnahmepflicht
– bundesweite Wiedereinführung der Vorschule
– in allen Bundesländern eine verbindliche Grundschulempfehlung
– deutliche Ansage an Eltern bez. der Frage, was von ihnen an Erziehung hinsichtlich Regelkonformität erwartet wird – ausdrücklich auch an migrantische Eltern

Es ist unwahrscheinlich, dass der Migrantenanteil bundesweit in allen Kitagruppen und Schulklassen unter 30% zu halten ist. Daher sollte es für Kita und Schulen die Möglichkeit geben, disruptiv handelnde Kinder weniger belasteten Gruppen/Klassen/Schulen zuzuweisen – auch gegen den Willen der Eltern.

Was könnte man noch tun?

Realist
5 Monate zuvor
Antwortet  BeWa

Und wer hat dann noch Lust, unter diesen Bedingungen Lehrkraft zu werden? Autoritäre Erziehung und Sozialarbeit werden das Berufsbild prägen. Und würde die Politik diesen Richtungswechsel wirklich einleiten wollen und damit das Versagen der Bildungspolitik der letzten 30 Jahre eingestehen? Nur vorstellbar, wenn es auch politisch zu einem grundlegenden Richtungswechsel kommt. Nur: Wer will unter so einer Regierung Lehrkraft sein, insbesondere wenn es schon „Meldeportale“ für nicht genehme Lehrkräfte gab?

Bücherleser
5 Monate zuvor
Antwortet  BeWa

@BeWa
„Es kommt nicht darauf an, die Zukunft vorauszusagen, sondern daraif, auf die Zukunft vorbereitet zu sein.“ (Perikles)
Ihre Voraussage teile ich! Ich fürchte aber, dass Deutschland sehr schlecht auf diese absehbare Zukunft vorbereitet ist.

Realist
5 Monate zuvor

„Wie die Zukunft aussieht, wenn die Politik die Dinge weiter schleifen lässt? Es wird sich ein neues dreigliedriges Schulsystem herausbilden, aber ganz anders, als sich das viele vorstellen. Wer es sich leisten kann, schickt sein Kind auf eine Privatschule. Wo die Sozialstruktur so ist, dass man sein Kind auf die Sprengelschule geben kann, floriert auch die Sprengelschule. Der Rest, der sich weder Privatschule noch eine Gegend leisten kann, in der auch der Migrant drei Sprachen spricht, findet sich auf der Gemeinschaftsschule wieder.“
https://www.focus.de/politik/deutschland/schwarzer-kanal/kolumne-dumm-und-duemmer_id_259520937.html

Ja, Focus. Der Artikel trifft die Sache aber auf den Punkt. Jeder, der in der Schule nicht erst seit gestern tätig ist, weiß das, wenn er nicht gerade den ganzen Tag die Ideologiebrille der GEWerkschaft trägt.