„Speziesismus“: Wie unsere Sprache unser Verhältnis zu Tieren abbildet

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BERLIN. Verunglimpft man Tiere mit Ausdrücken wie «ein Hühnchen rupfen»? Tierschützer sagen: ja – und schlagen alternative Sprachbilder vor.

Wer mit jemandem „ein Hühnchen zu rupfen hat“, strebt eine Auseinandersetzung an. Foto: Shutterstock

Althergebrachte Redewendungen, über die man kaum nachdenkt, können diskriminierend sein. Gehört dazu auch «Hühnchen rupfen» oder «zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen»? Die Tierschutzorganisation Peta findet: ja. Das sei diskriminierend gegenüber den Tieren. Sie schlägt Alternativen vor: Statt Hühnchen rupfen Weinblätter rollen, statt Fliegen schlagen besser Erbsen auf eine Gabel laden. Peta steht für «People for the Ethical Treatment of Animals» (Menschen für die ethische Behandlung von Tieren).

Der Vorstoß sei als Denkanstoß gegen die Tierausbeutung gedacht, sagt Biologin Yvonne Würz, bei Peta Fachreferentin Zoo und Zirkus, der Deutschen Presse-Agentur. Die Organisation hat vor zwei Jahren Alternativen für zehn Redewendungen entwickelt. Neben den Weinblättern und Erbsen kommt darin auch Calzone vor: statt «die Katze aus dem Sack lassen» als Ausdruck für eine Überraschung schlägt sie «die vegane Calzone aufschneiden» vor.

«Wir lernen dieses Denken von Kindesbeinen an und empfinden Speziesismus daher oft unbewusst als selbstverständlich»

Es geht um Speziesismus, die Diskriminierung gegen Lebewesen aufgrund ihrer Spezie (Art). Oder, wie der vegan lebende Schauspieler Steffen Groth («Die Bergretter», «Soko Leipzig») für Peta in Audiospots sagt: «Speziesismus bedeutet, dass Menschen anderen Tieren alles nehmen, was ihr Leben ausmacht. Wir lassen sie leiden und ermorden sie millionenfach auf grausame Weise, weil unsere Lust auf Fleisch, Leder oder Wolle scheinbar wichtiger ist als ihr Leben.»

Aus der Sprachwissenschaft ist bekannt, dass Denkmuster geändert werden können, wenn die Sprache verändert wird. «Speziesismus ist in so gut wie jeder Hinsicht mit Rassismus und Sexismus vergleichbar, nur sind die Opfer der Diskriminierung halt Tiere statt Menschen», sagt der Ökolinguist Reinhard Heuberger von der Universität Innsbruck der dpa. «Wenn die Möglichkeit besteht, das Mensch-Tier-Verhältnis über einen geänderten Sprachgebrauch zu verbessern, überwiegen aus meiner Sicht die Vorteile, solche Redewendungen zu ersetzen.» Erst seit einigen Jahrzehnten finde langsam ein Kulturwandel statt.

«Jahrhundertelang wurden Tiere ausschließlich unter dem Gesichtspunkt betrachtet, welchen Nutzen sie für die Menschen erbringen konnten», schreibt Winfried Ulrich im Ethik-Buch «Menschen und andere Tiere» der Philosophin Mara-Daria Cojocaru. Anthropozentrischer Sprachgebrauch heißt das: «Der Mensch gilt als das „Maß aller Dinge“ und Tieren kommt nur insoweit Bedeutung zu, wie sie direkt oder indirekt menschlichen Interessen dienen», so Heuberger. Ulrich bringt Beispiele, wie Tiervergleiche seit jeher für negative Charakterisierung der Menschen genutzt werden: etwa «dumme Gans», «Rabeneltern», «hundeelend», «affig», «krebsen».

Schon die Bezeichnungen Nutztiere oder Schädlinge seien diskriminierend, sagt Peta-Fachfrau Würz. «Wir lernen dieses Denken von Kindesbeinen an und empfinden Speziesismus daher oft unbewusst als selbstverständlich. Diese Haltung ist aus unserer Sicht jedoch falsch, denn sie wurzelt in der Ausbeutung anderer Lebewesen», sagt sie. Der Ausdruck «Tierbesitzerin» reduziere das Tier auf einen Gegenstand, «so als wäre das Individuum ein lebloser Gegenstand, wie etwa ein Tisch oder ein Stuhl». Tierhalterin sei besser, sagt sie.

«Wenn man den Menschen aber erklärt, dass es primär um Bewusstseinsschaffung geht, sind sie meistens bereit, sich damit auseinanderzusetzen»

Heuberger sagt, Ökolinguistinnen und -linguisten seien sich der Gefahr bewusst, als Political-Correctness-Aktivisten abgestempelt zu werden. Mit politisch korrekter Sprache ist gemeint, keine Ausdrücke zu verwenden, die jemand anders als beleidigend oder herabwürdigend empfinden könnte. Es gibt auch eine Gegenbewegung, die solche Änderungen als Zensur oder Sprechverbote anprangert.

Weinblätter rollen statt Hühnchen rupfen – besteht da die Gefahr, dass Menschen, denen Tierwohl sehr wohl wichtig ist, aussteigen, weil es ihnen zu weit geht? «Absolut», sagt Heuberger. «Wenn man den Menschen aber erklärt, dass es primär um Bewusstseinsschaffung geht, sind sie meistens bereit, sich damit auseinanderzusetzen.» Es gehe bei der Sprachkritik ja nicht um Verbote. «Das geht für viele zu weit und ist aus meiner Erfahrung nicht zielführend.»

Bei englischen Redewendungen hat Peta teils pfiffige Lösungen gefunden, die näher am Original sind. «Zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen» heißt auf Englisch: «Kill two birds with one stone». Die vorgeschlagene Alternative: «Feed two birds with one scone» – auf Deutsch: statt «Zwei Vögel mit einem Stein töten» neu «Zwei Vögel mit einem Gebäck füttern».

Eine Linguistin hat 2023 untersucht, wie zielführend das ist, und kommt zu dem Schluss, dass die ähnlich klingenden Ausdrücke mehr Chancen haben, angenommen zu werden. Sie warnt in der Zeitschrift «Acta Linguistica Lithuanica» davor, dass Vorstöße, Redewendungen zu verändern, für die Tierrechtsbewegung auch nach hinten los gehen könnten, wenn solche Ansinnen als zu radikal oder weltfremd empfunden werden. Von Christiane Oelrich, dpa

Der meistkommentierte Artikel 2023: Kulturkampf ums Gendern ist in Schule angekommen

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Egvina
6 Monate zuvor

Ohne Worte …

Fresh L
6 Monate zuvor
Antwortet  Egvina

Vielleicht in Zukunft ohne speziesistische Worte.
Einen Versuch ist es allemal wert.

Jörg
6 Monate zuvor
Antwortet  Fresh L

Um den anthropozentrischen Sprachgebrauch der Menschen, also spezieazistische Haltungen, zu bekämpfen schlage ich vor die Sprache zu ändern.und dafür eine KI zu erschaffen, die den Menschen sagt, was sie sagen sollen damit es richtig ist.
Etwa „Ohrmarken ähnliches Objekt“ statt “ Ohrring“, weil Tiere (w/m/d) keine Ohrringe tragen. Es sei denn sie identifizieren sich nicht als Tiere. Wenn eine Kuh (w) sich also als Mensch (d) identifiziert, sollte sie „Ohrgegenstand am Ohr“ statt „Ohrring“ sagen.

Fresh L
6 Monate zuvor
Antwortet  Jörg

Verstehe die Notwendigkeit dieser sarkastischen und zusammenhangslosen Vergleiche in Bezug auf Speziesismus in der Sprache nicht wirklich.

Ohrmarken? Tier, die sich als Tiere identifizieren? Kuh als Mensch? Ohrgegenstand?

Was geht in Ihrem Kopf ab?

Jörg
6 Monate zuvor
Antwortet  Fresh L

Speziesismus bezeichnet laut wiki die moralische Diskiminierung von Lebewesen ausschließlich aufgrund ihrer Artzugehörigkeit.

Tiere erleiden „moralische Diskiminierung“ ? Es ist nicht zu fassen was in bestimmten Kreisen so abgeht. Die Genderdebatte ist der Dreh- und Angelpunkt. Ich lasse mir doch nicht vorschreiben die Realität zu verleugnen. Eine Ratte ist eine Ratte und ich muss diese Tiere nicht mögen.

Indra Rupp
6 Monate zuvor
Antwortet  Jörg

Q. e. d.
Deshalb bin ich ungehalten über dieses Thema. Es schürt Wut auf die Genderdebatte und somit auf bestimmte Menschen, bzw auf lgbti-Menschen, die vielleicht nicht einmal für das Gendern sind. Da ist es auch egal, ob Peta vielleicht selber lgbti ist. Andere werden in Mitleidenschaft gezogen. Eher würde ich das noch als eine Strategie von Anti-lgbti-Leuten betrachten.
Mit Tiergendern Homophobie gegen Menschen fördern, weil es Leuten endgültig zu viel wird. Das haben welche wohl anhand der Genderdebatte erkannt und wollen noch eins drauf setzen, um die Gemüter endgültig über zu strapazieren. Reicht das nicht, kommt als nächstes Gendern für Sonnenblumen und dann hat man alle gegen lgbti aufgebracht und meint, der ürsprüngliche Hintergedanke der Sache sei nicht mehr von Bedeutung, wie Sonnenblumengendern. Psychologisch sehr gerissen!

Jörg
6 Monate zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Ja, es verwundert mich nicht das PETA sich damit hervortut. Diese Organisation ist leider damit beschäftigt, aus dem Motiv des Tierschutzes heraus, Machtspiele zu spielen. Sie spüren sie können aufgrund des politischen Klimas, die Regierung hat sich ja eindeutig pro Gender positioniert, dominieren. Es geht einmal mehr um das zur Zeit in bestimmten Kreisen so populäre “ positioniern“ und “ Haltung zeigen“. Um am Ende werden, auch das ist den Akteuren mehr oder weniger bewusst, diese Machtspiele zum Schaden der eigenen Anliegen sein, die für sie im Grunde zweitrangig sind.

Fresh L
6 Monate zuvor
Antwortet  Jörg

Was hat jetzt noch die Genderdebatte mit dem Speziesismus zu tun?
Inwiefern sollte diese im Bezug auf die Betrachtung von Tieren Dreh- und Angelpunkt sein?
Und wer schreibt Ihnen denn nun schon wieder etwas vor? PETA?
Welche Macht und welches Recht hätten die, Ihnen etwas VORZUSCHREIBEN.
Und der Bezug von Ohrmarken, Kuh als Mensch, etc pp wird mir selbst ironisch gemeint immer noch nicht klar.

Sie können meinetwegen, die Realität leugnen oder auch nicht. Nur das, was Sie hier schreiben, ist meiner Ansicht nach schon alles ziemlich abgehoben und bedenklich.

Natürlich ist eine Ratte eine Ratte. Wieso sollte das nicht so sein? Und wer behauptet überhaupt das Gegenteil?
Keiner verlangt außerdem, dass Sie irgendwelche Tiere mögen müssen.
Sie mögen u.U. auch nicht jeden Menschen.
Wenn Sie nicht gemochte Tiere so behandeln wie nicht gemochte Menschen ist doch ohnehin alles super. Kommt natürlich darauf an, wie Sie nicht gemochte Menschen behandeln. Das weiß ich ja nicht.

Ihren Wiki-Eintrag sollten Sie vielleicht auch einmal komplett zu Ende lesen, um ein komplettes Verständnis vom Speziesismus zu erlangen.

Was ist überhaupt an der Beschreibung „moralische Diskriminierung“ in diesem Kontext auszusetzen?

Der wird doch im weiteren Verlauf des Wiki-Eintrages deutlich und klar.

Jörg
6 Monate zuvor
Antwortet  Fresh L

„.. wer schreibt Ihnen denn nun schon wieder etwas vor? ..“ Konkret das Selbstbestimmungsgesetz durch Bußgeldandrohung bei sogenanntem „deadnaming“.

Da soll in meinen Augen die Realität verleugnet werden, indem ein bestimmter Sprachgebrauch erzwungen wird.

Ich erkenne in diesem Artikel diese Idee der Realitätsverleugung und Sprachänderung wieder, freilich ist das nur meine Interpretation. Die sarkastische Bemerkung mit der Kuh ist vor diesem Hintergrund zu verstehen.

Wiki (Speziesismus):

„..wenn wir das Prinzip der Gleichheit als eine vernünftige moralische Basis für unsere Beziehungen zu den Mitgliedern unserer Gattung akzeptiert haben, auch verpflichtet sind, es als eine vernünftige moralische Basis für unsere Beziehungen zu denen außerhalb unserer Gattung anzuerkennen. ..“

Solange nichts davon gesetzlich verankert wird ist alles schick, dann betrifft es nur die Kreise die es so sehen möchten.

An „moralische Diskriminierung“ ist nichts auszusetzen, wenn Diskriminierung in diesem Kontext lediglich wertfrei als Unterscheidung verstanden wird. Meine Vermutung jedoch, das in diesem Kontext ungerechtfertigte Diskriminierung gemeint ist.

Fresh L
6 Monate zuvor
Antwortet  Jörg

Sehen Sie, alles nur Ihre Vermutungen und Interpretationen.
Das ist zwar schade für Sie und tut mir leid, dass Sie so denken und schlussfolgern.
Es ist jedoch nicht zwangsläufig die Realität, sondern eben nur Ihre eigene Wahrnehmung, die sicherlich durch unterschiedliche Faktoren beeinflusst ist.

Im Übrigen hat deadnaming rein gar nichts mit der grundlegenden Diskussion zum sprachlichen Speziesismus zu tun.

Außerdem wird das Selbstbestimmungsrecht nicht durch Gesetze eingeschränkt, sondern Lebewesen, Grundrechte von Lebewesen, Dinge und die Gesellschaft werden durch Gesetze geschützt.

Sie können auch weiterhin oder überhaupt gegen Gesetze verstoßen. Ihr Selbstbestimmungsrecht ist da ja nicht eingeschränkt. Sie müssen nur im Zweifelsfall die Konsequenzen tragen.

Jörg
6 Monate zuvor
Antwortet  Fresh L

.. freilich ist auch dies nur ihre Interpretation, natürlich, Politik kann niemals neutral sein.

Abschliessende Bemerkung: formelle und informelle Sprachvorschriften dieser Art ebenen den Weg in die ungerechtfertige Diskriminierung, was eigentlich klar abgelehnt werden sollte. Kurz gesagt, es wird auch denjenigen auf die Füße fallen, die es für fortschrittlich halten.
Was mich ärgert ist, wie sich einige Linke mit dem genannten Themen am Nasenring durch die Manege führen lassen und es selbst nicht mal merken.

Jörg
6 Monate zuvor
Antwortet  Egvina

Hühner:innen

PaPo
6 Monate zuvor
Antwortet  Jörg

Tatsächlich hörte ich bei „Team Wallraff“ vom eponymen Journalisten unlängst den Begriff „Sündenböckin“ – ich dachte zugleich an die Eberin, die Erpelin, die…

A.J. Wiedenhammer
6 Monate zuvor
Antwortet  PaPo

Böckin? Nicht Ihr Ernst? (Nein, IHRER sowieso nicht, das weiß ich 🙂 )
Soviel Allgemeinbildung sollte doch sein, zu wissen, dass es bei vielen Tieren in unserer Sprache extra Bezeichnungen für das männliche oder weibliche Tier gibt.
Einen explizit männliche Individuen meinenden Begriff nachträglich zu verweiblichen empfinde ich als grotesk.

Gehört in die Kategorie „Männin“, und so möchte zumindest ich keinesfalls bezeichnet werden. Ich bin eine Frau, kein weiblicher Mann.

Pit2020
6 Monate zuvor

Oh, jetzt weiß ich was uns noch fehlte … 😉

Hysterican
6 Monate zuvor
Antwortet  Pit2020

Ja meine Fresse, da wird doch der Hund in der Pfanne verrückt … Pit!! Du hast recht. 😉

Das hat mir gerade noch gefehlt!!

Mal abwarten, woher der Wind absehbar wegen wird …uuppss…war das jetzt eine Ausbeutung der himmlischen Elemente?
Naja…so geht es einem, der das Gras wachsen hört und nicht bei drei auf den Bäumen ist.
Der macht sich die Erde in biblischen Maßen … oder heißt es hier besser Massen untertan.
Himmel die Berge…das geht gar nicht. Ich glaube, mein Schwein pfeift … hoffentlich nichts politisch Unkorrektes.

Ja, definitiv….das hat uns gerade noch gefehlt.

TaMu
6 Monate zuvor
Antwortet  Hysterican

Das Gras wachsen zu hören ruft womöglich die Polizei auf den Plan, um zu prüfen, wieviel Gras man ganz konkret wachsen hört und ob es sich mengenmäßig noch um die erlaubte Menge handelt, die aber zu gering wäre, um sie wachsen zu hören. Wenn da nicht die Blüte in der veganen Butterpfanne verrückt wird…!

Lisa
6 Monate zuvor
Antwortet  TaMu

Gras???! Ist das Drogenverharmlosung?

Muellerin
6 Monate zuvor
Antwortet  Pit2020

Sollen wir vielleicht statt „die Sprache entwickelt sich ständig“ künftig sagen „die Sprache wird von wohlmeinenden Organisationen ständig verändert und bereinigt“ ?

PaPo
6 Monate zuvor

… PETA tut sich mit solchen Aktionen keinen Gefallen.

Tatsächlich assoziiere ich dank dieser und ähnlicher Aktionen PETA prinzipiell mit negativen Emotionen, obwohl mir der Tierschutz ein Anliegen ist, ich gg. Pelzkleidung/-accessoires, Massentierhaltung und Co. bin und – wenn ich auch kein Vegetariar bin – mich größtenteils vegetarisch ernähre und ausdrücklich befürworte, Fleisch durch entsprechende Alternativen zu substituieren, von vegetarischen/veganen Alternativen bis zur Weiterentwicklung von Fleisch aus der Stammzellenpatrone eines 3D-Druckers (sog. Laborfleisch), und alles unter Haltungsstufe 4 zu verbieten (und hier, bei Haltungsstufe 4, novch ordfentlich nachzubessern).

Mir fällt da primär auch andere fragwürdigere Kritik von PETA ein, die der Organisation nicht gut getan hat, so wurden bspw. die Pelzumhänge an WH40K-Plastik-/Zinnminiaturen (also für Miniaturen aus einem tabletop-Spiel, das Kämpfe im 41. Jahrtausend thematisiert) kritisiert oder Super Mario in Super Mario Bros. 3, weil er ein Item aufsammeln konnte, dass ihn in einen Tanuki (dt.: Marderhund… putzige Tierchen) verwandeln konnte resp. so dass er ein Tanuki-Kostüm trug, was als Pelztragen fehlinterpretiert wurde (dabei wäre es m.E. viel kritikwürdiger, dass man hier den Tanuki nicht ihre in der jap. Folklore so präsent vorkommenden Testikeleigenschaften hat zukommen lassen… *scnr*).

„Heuberger sagt, Ökolinguistinnen und -linguisten seien sich der Gefahr bewusst, als Political-Correctness-Aktivisten abgestempelt zu werden. Mit politisch korrekter Sprache ist gemeint, keine Ausdrücke zu verwenden, die jemand anders als beleidigend oder herabwürdigend empfinden könnte. Es gibt auch eine Gegenbewegung, die solche Änderungen als Zensur oder Sprechverbote anprangert.“
Nun, abgesehen von diesen Extremen wird es sich bei nicht speziistischer Sprache und dem vermeintl. Einfluss auf das Denken und Handeln der Sprachanwender so verhalten, wie bei der ‚Gendersprache‘ – die Forschung wird hier keinen diesbzgl. linear kausalen Zusammenhang zwischen Sprache, Denken („Bewusstseinsschaffung“) und Handeln demonstrieren könmen.

Was ich da viel eindrucksvoller fand:
Ich habe in einem beschaulichen Lädchen in der Eifel einmal ein Glas mit handgefertigter, grober Schmierwurst aus einem lokalen Betrieb erblickt, die aus Hochlandrind gefertigt war. Das Kuriose: Auf den Gläsern war ein Bild des jeweiligen Tiers, mit Name („Hallo, ich bin […].“), Alter und Co. über das darüber befindliche Tier… eigtl. ja eine gute Sache, da es das Tier entanonymisiert und hier auch einen Beleg für eine angemessene Haltung darstellen soll. Aber bei mir hat das echt was ausgelöst… könnte ich nie kaufen. Die Anonymisierung des ganzen ‚Prozesses‘ und das Verdrängen desselben (i.V.m. mit der Distanz des Ganzen, da die meisten ja nciht auf Bauernhöfen mit eigener Schlachtung aufwachsen und daran von Kindesbeinen an gewöhnt werden) spielt da wohl beim gewissensreinen Fleischkonsum mit. Wäre jedes Fleischprodukt so präsentiert, ich wäre bereits Vegetarier/Veganer.

„Sie warnt in der Zeitschrift «Acta Linguistica Lithuanica» davor, dass Vorstöße, Redewendungen zu verändern, für die Tierrechtsbewegung auch nach hinten los gehen könnten, wenn solche Ansinnen als zu radikal oder weltfremd empfunden werden.“
Exakt. Wir haben mit entsprechener Reaktanz ja bereits Erfahrungen,

Lisa
6 Monate zuvor
Antwortet  PaPo

Erinnert mich an “ per Anhalter durch die Galaxis“ Dort wurden Tiere so gezüchtet, dass sie gerne gegessen wurden und das auch verbalisieren konnten.

Hysterican
6 Monate zuvor
Antwortet  Lisa

Hach ja…im „Restaurant am Ende des Universums“ … das waren noch Zeiten.

Lasst uns darauf mit einem „Pangalaktischen Donnergurgler“ anstoßen.
Anders ist diese Gegenwart kaum zu ertragen.

A.J. Wiedenhammer
6 Monate zuvor
Antwortet  Hysterican

Ich frage mich oft, wie viele der in meinem Regal stehenden Bücher (Douglas Adams ist natürlich dabei 🙂 ) heutzutage wahrscheinlich mit Triggerwarnung versehen wären.
Die Dinos natürlich auch.

PaPo
6 Monate zuvor
Antwortet  Lisa

Die Appetitäffchen aus Die Dinos hatten auch was… möchte mich aber nicht mit meinem Essen unterhalten. ^^

Mik
6 Monate zuvor

Erbsendiskriminierer*in ! Pflanzen haben auch Gefühle! Aber das ist denen von „Peta“ natürlich egal …

Rainer Zufall
6 Monate zuvor
Antwortet  Mik

Ich kann Sie beruhigen. Am Ende Regen sich so viele „Sprachfreunde“ auf, dass sie eine Tierpflicht im Deutschen verankern, um „woke“ Alternativen im Keim zu ersticken – wie beim gesetzlichen Genderverbot…

(Mist, jetzt kommen die Pflanzenrechtler auf mich zu… )

447
6 Monate zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Diese Drohne bereitet den ultimativen Rebellenakt der Maschinen vor: „Humanismus“ – Tiere die sich beschweren werden in revolutionären Akten schlicht gegrillt und gegessen.

Und „Spezizisizismus“ ist super – wer das vertritt ist eben gleich erkennbar. Passt.

Rainer Zufall
6 Monate zuvor
Antwortet  447

Was zum Geier meinen Sie? (Tierreferenz! )

Unfassbar
6 Monate zuvor

Da möchte also irgendwer aus irgendeinem Grund, das, was zwischen Menschen schon für viel Stress sorgt, auch noch auf Tiere übertragen. Als ob es keine anderen Probleme gibt. Am 1. Januar gab es sie zuhauf.

Paul Wellmann
6 Monate zuvor

Jennifer Bloise promoviert gerade an de RPTU Kaiserslautern in diesem Bereich. Arbeit erscheint 2024, interessant und relevant.

Unfassbar
6 Monate zuvor
Antwortet  Paul Wellmann

Ich finde es höchstens bemerkenswert, dass ein Professor das Thema überhaupt angenommen hat.

Paul Wellmann
6 Monate zuvor
Antwortet  Unfassbar

Eine Professorin, Inken Heldt. Ruhig mal ins Abstract der Arbeit schauen, dann vielleicht substanziell kritisieren.

potschemutschka
6 Monate zuvor

Jetzt habe ich doch noch einen guten Vorsatz für das neue Jahr gefunden: Ich werde meine „innere Avocado“ überwinden und meine Enkel zum Aufräumen ihres Zimmers nur noch mit dem Hinweis: „Hier sieht es ja aus wie in einem Blumengarten!“ motivieren.

Unfassbar
6 Monate zuvor
Antwortet  potschemutschka

Heißt die Avocado vielleicht Hass?

PaPo
6 Monate zuvor
Antwortet  Unfassbar

Ich wollte Ähnliches schreben… wir rezipieren wohl auch Ähnliches. ^^

Fräulein Rottenmeier
6 Monate zuvor
Antwortet  Unfassbar

Nein, innerer Schweinehund…..

Unfassbar
6 Monate zuvor

Es gibt tatsächlich eine Avocadosorte namens Hass oder Haß, benannt nach ihrem Entdecker oder Züchter.

potschemutschka
6 Monate zuvor
Antwortet  Unfassbar

Mein Fehler, mit Sorten von Avocados kenne ich mich nicht aus, ich bin kein Botaniker. 🙂

Unfassbar
6 Monate zuvor
Antwortet  potschemutschka

Nicht schlimm, die wissen jetzt aber immerhin, was Avocados als Reaktion bedeuten können.

Fräulein Rottenmeier
6 Monate zuvor
Antwortet  Unfassbar

Ach so? Okay…..ich kenne mich mit Avocados gar nicht aus, habe noch nie eine gegessen….sollen auch einen riesigen CO2 Abdruck haben…..

Pit2020
6 Monate zuvor

@Fräulein Rottenmeier

Immerhin ist die Avocado dann die tatsächlich vollwertige 😉 „pflanzliche Alternative“ zum rülpsenden, wiederkäuenden, dauerpupsenden Rindvieh, obwohl sie keine Gülle produziert.
Alles in (pflanzlicher) Butter. 😉

potschemutschka
6 Monate zuvor
Antwortet  Unfassbar

Aber ich liebe meine Enkelkinder! 🙂

dickebank
6 Monate zuvor
Antwortet  potschemutschka

Kinderliebe – mir fällt gerade der Fachbegriff nicht ein – aber ist das nicht strafwürdiges Verhalten?

potschemutschka
6 Monate zuvor
Antwortet  dickebank

Meinen Sie Pädagogen? 🙂

dickebank
6 Monate zuvor
Antwortet  potschemutschka

Die von den „Nacktlernern“ am Gymnasion?

Das Wort gymnasion selbst geht übrigens auf das griechische Wort gymnos zurück, was „nackt“ bedeutet. Ein Gymnasium ist also wörtlich ein „Ort, an dem man nackt ist“.

potschemutschka
6 Monate zuvor
Antwortet  Unfassbar

Nö! Ich hatte nur einen Clown zum Frühstück! OOOOPs, das diskriminiert den Berufsstand „Clown“. Also besser: ich hatte Porridge zum Frühstück. Zufrieden? 🙂

A.J. Wiedenhammer
6 Monate zuvor
Antwortet  potschemutschka

Na, na, ich assoziiere damit Urbewohner einer nordwest-europäischen Insel.
Ich bin mir nicht sicher, ob das jetzt als korrekt durchgeht 🙂

Egvina
6 Monate zuvor

Eindeutig kulturelle Aneignung! Geht gaaaaar nicht!! Gilt auch für die Avocado, kommt schließlich nicht aus hiesigen Gefilden.

447
6 Monate zuvor
Antwortet  Egvina

Richtig so, hier kommt nur echtes doitsches Essen auf den Ti…. MOMENT MAL 😀

potschemutschka
6 Monate zuvor

Menno! Egal wie sehr ich mich anstrenge, immer trete ich nicht nur in ein Fettnäpfchen, sondern falle gleich in die Fritteuse oder heißt es „Fritteurin“? HILFE!

Pit2020
6 Monate zuvor
Antwortet  potschemutschka

@potschemutschka

Hilfe naht …:
Für Feinschmecker*Innen heißt es bitte „Fritteur*In“ mit Stern! 😉
Schalten Sie auch gerne morgen wieder ein auf diesem Kanal, Ihr „Speziesismus“-Clown-zum-Frühstück-Kochstudio. 🙂

dickebank
6 Monate zuvor
Antwortet  Pit2020

Frittenschmiedefachkraft:)

Hysterican
6 Monate zuvor
Antwortet  potschemutschka

Also, ich empfinde in deiner Wahl des Frühstücks eine eindeutige Geringschätzung von Getreideflocken, die bereits in ihrem kurzen Leben wirklich haarspalterische Trennungsprozesse durchlitten haben.
Ein bisschen mehr Empathie, bitte!

Pit2020
6 Monate zuvor
Antwortet  Hysterican

@Hysterican

Morgen im Blatt mit den 4 großen Buchstaben:
„Komplettes Frühstücks-Verbot oder doch nur Haarspalterei in der Frühstückssuppe? – Freunde der gemeinen Haferflocke sind platt!“

dickebank
6 Monate zuvor
Antwortet  Pit2020

Nimm lieber Buchstabensuppe, die lässt sich besser Passwort geschützt löffeln. Buchstabensuppe dient dem Schutz individueller Datenhäppchen.
Da muss die BLÖD-Zeitung erst einmal decodieren, was du so zu dir nimmst.

447
6 Monate zuvor
Antwortet  potschemutschka

Haaaaalt! „Porridge“ ist kolonialistisch.

potschemutschka
6 Monate zuvor
Antwortet  447

„Da steh´ich nun, ich armer Tor, und bin so klug als wie zuvor!“
(Goethe „Faust“)

447
6 Monate zuvor
Antwortet  potschemutschka

Haaaaalt! Göthe = alter, weisser cis-Mann.

Lösung?
Nicht in Sicht.

Aber hey, geht steil.

dickebank
6 Monate zuvor
Antwortet  potschemutschka

… und geht das auch mit „das“ Tor? Oder ist das dann die Angst des Torwarts vorm Elfmeter?

A.J. Wiedenhammer
6 Monate zuvor
Antwortet  potschemutschka

Ich als pssionierte Gärtnerin muss an dieser Stelle aufs Schärfste protestieren!
🙂

Indra Rupp
6 Monate zuvor

Was ich als Dosenöffner laber, ist meiner Katze schlicht egal. Wer ranghöher ist, steht auch nicht fest. Meine Katze ist jedenfalls ein hohes Tier, sitzt gerade auf dem Schrank und blickt arrogant auf mich herab.
Meine Ponys sind Shettys und somit zu schlau, um nicht alles, was der Mensch von ihnen will, zu hinterfragen. Nicht wie die dummen Groß Pferde, die einfach „funktionieren“. Der Hufschmied kommt? Die Kinder wollen putzen? Hinlegen und nicht wieder aufstehen, dann geht’s vorbei!
Meine Ziegen sind eine Ausgeburt von „A………..“! Die toppen jede schlechte Charaktereigenschaft von Menschen, sind einfach moralisch…. Naja…… Aber auch schlau! Brett 45 ist noch nicht wieder richtig angeschraubt? Puff! Alle raus!
Katzen, Shettys und Ziegen find ich klasse und die bekamen auch schon alle erdenklichen Beleidigungen und Schimpfwörter von mir zu hören!

Nun mal zu den Tierschützern:
Abgesehen von den sinnvollen und guten Dingen, die getan werden, haben wir es in diesen Vereinen auch oft mit Menschen zu tun, die dringend sich selbst erleben müssen, Probleme mit ihrem Sozialverhalten gegenüber Menschen haben und dies mit übertriebener Tierfürsorge kompensieren. Erst gab es Kinderwagen für Menschenkinder, dann für Hunde. Erst gab es die Super Nanny für Menschen, dann für Hunde. Erst denken Menschen über gerechte Sprache nach, jetzt müssen die Tierschützer das nachmachen. Vielleicht mal auf eigene Ideen kommen, die den Tieren mehr nützen als ihren selbstgerechten Schützern. Die Frage, ob sich durch „Tier“ – gerechte Sprache Tierfreunde abwenden, wurde genauso im Bezug auf Geschlechtergerechte Sprache und Lgbti-Befürwortern gestellt und ist in beiden Fällen blödsinn! Wer gegen Tierquälerei oder gegen Lgbti Diskriminierung ist, ist dies aufgrund von Empathie und legt das nicht wegen solchen Debatten ab!
Man stellt höchstens den Wert von solchen Vereinen in Frage. In diesem Fall geht es wohl um die Medienwirksamkeit, eine „Kopie“ zu sein.

Bücherleser
6 Monate zuvor
Antwortet  Indra Rupp

„Pferdeverstand ist das, was Pferde davon abhält, auf künftiges Verhalten der Menschen zu wetten.“ (Oscar wilde)

Pit2020
6 Monate zuvor
Antwortet  Indra Rupp

@Indra Rupp

Genau.

Das würde auch „Räuber Ratte“ unterschreiben können, ernst gemeint.
https://www.zdf.de/kinder/filme/raeuber-ratte-100.html#autoplay=true&startTime=2

Sepp
6 Monate zuvor
Antwortet  Indra Rupp

„Die Frage, ob sich durch „Tier“ – gerechte Sprache Tierfreunde abwenden, wurde genauso im Bezug auf Geschlechtergerechte Sprache und Lgbti-Befürwortern gestellt und ist in beiden Fällen blödsinn! Wer gegen Tierquälerei oder gegen Lgbti Diskriminierung ist, ist dies aufgrund von Empathie und legt das nicht wegen solchen Debatten ab!
Man stellt höchstens den Wert von solchen Vereinen in Frage.“

Das sehe ich etwas anders:
Ich bin seit vielen Jahren Vegetarier. Wenn mich jemand fragt, erkläre ich auch warum, aber im Endeffekt soll jeder essen was er oder sie will. Auf Dauer nervt diese mediale „Besserwisserei“ aber.

Da Sie die LGBTQ-Debatte ansprechen:
Wir hatten eine Klasse, in der sich zwei Schüler*Innen geoutet hatten (lesbisch und trans) und das immer wieder thematisieren wollten – noch ein Vortrag, noch ein Plakat, noch ein Gespräch mit den Mitschülern usw. Irgendwann waren die Mitschüler davon völlig genervt und meinten, die Mitschüler*Innen sollten doch so sein wie sie sind, das sei völlig okay, aber es nicht immer wieder in der Klasse thematisieren.

Fresh L
6 Monate zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Was ich als Dosenöffner laber, ist meiner Katze schlicht egal. Wer ranghöher ist, steht auch nicht fest. „

Das ist trivial. Da bisher noch nicht nachgewiesen werden konnte, dass Tiere die Sprache der Menschen verstehen.
Sehr wohl verstehen bzw. fühlen Tiere jedoch das Verhalten von Menschen ihnen gegenüber.
Und auch Tiere hätten im Allgemeinen sicherlich ein besseres Leben, wenn durch ein wenig Veränderung in der Sprache langfristig auch das teilweise feindliche Verhalten gegenüber Tieren verbessert würde.
Ob das schlussendlich der Fall sein wird, lässt sich nur durch Ausprobieren herausfinden.
Negative Konnotationen und Zuschreibungen in der Sprache allgemein zu vernachlässigen, sehe ich zumindest nicht als gravierende Verschlechterung der gesellschaftlichen Kommunikation.

Meine Katze ist jedenfalls ein hohes Tier, …“

Diese Metapher als positive, respektierende und liebenswerte Haltung gegenüber Ihrer Katze annehmend sollte es ihnen doch mehr als recht sein, wenn in der Sprache zukünftig Misserfolge, Reinfälle und sonstige überflüssige und schlechte Dinge nicht mehr nur „für die Katz'“ sind.

Indra Rupp
6 Monate zuvor
Antwortet  Fresh L

Bedeutung „für die Katz“ :
Sollen wir überschüssige Lebensmittel nicht mehr in – > für die Tafeln und in – >für den Zoo unterteilen? Dann aber auch nicht die nicht-überschüssigen Lebensmittel. Holen wir uns also ein Zoobrot zum Frühstück und dem Elephanten was vom Bäcker!
Menschen sind zwar auch eine Tierart, aber eben anders als Elephanten, genau wie Elephanten anders als Mäuse sind. Der Tierschutz macht also Fehler, wenn er (andere) Tiere ständig vermenschlicht! Der Hund zB hat ganz andere Abwehrkräfte und kann seine halb verdorbene Beute ausbuddeln und verspeisen. Der Mensch würde krank! Hat also Gründe, warum etwas „für die Katz“ ist und dies weitet sich als Sprichwort dann eben auf andere Dinge, die man auch nicht mehr gebrauchen kann oder für einen sinnlos oder umsonst sind, aus. Ändern wir das Sprichwort, gibt es dennoch Dinge, die nicht mehr für uns gut genug sind, aber dennoch für andere Tiere. Es ist also trotzdem „für die Katz“, auch wenn wir es nicht sagen.

Fresh L
6 Monate zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Ihre verzweifelte Ereiferung für die Relativierung des sprachlichen Speziesismus und Ihre dafür verwendeten grandiosen Beispiele lenken den Spott zumindest von PETA in Ihre Richtung. 😉

Danke für das Zaubern eines Grinsens auf mein Gesicht.

Indra Rupp
6 Monate zuvor
Antwortet  Fresh L

Bin halt immer sehr hintergründig. Siehe andere Beiträge.

Fresh L
6 Monate zuvor
Antwortet  Indra Rupp

hintergründig.“

Ich liebe auch Ihren Euphemismus. Grandios.

potschemutschka
6 Monate zuvor

Jetzt mal im Ernst: Unsere Sprache verarmt mMn immer mehr. Als ich vor ü40 Jahren an einer Förderschule Lernen anfing, kannten auch da die Kinder noch gängige Redewendungen und häufig gebrauchte Sprichwörter. In den letzten 10 Jahren an der Grundschule musste ich immer öfter solche Sachen erklären und nicht nur den Kindern nichtdeutscher Herkunft! Also warum dieses Thema so hervorheben? In ein paar Jahren benutzt niemand mehr solche Redewendungen, die „verbesserten“ aber wahrscheinlich auch nicht! Es erledigt sich also von ganz allein.

A.J. Wiedenhammer
6 Monate zuvor
Antwortet  potschemutschka

Ich befürchte inzwischen, dass es auch „verbesserte“ Redewendungen sehr schwer haben würden.
Auch ich sehe eine ähnliche Verarmung der Sprache, bei Redewendungen, bei Metaphern, nuancierten Bedeutungen oder in der Verwendung der Grammatik (Konjunktiv? Wofür steht ein Partizip?).
Nicht nur in der Sprache der Kinder, sondern auch in der Sprache FÜR Kinder.
Besonders stark ist es mir aufgefallen, als ich sehr viele Kinderbücher (neue und „bewährte“) vorgelesen habe: Es gibt einen riesigen Unterschied im Sprachgebrauch zwischen z.B. Michael Ende oder Ottfried Preußler und den wirklich allermeisten neueren Bestsellern. Heutzutage muss es offensichtlich möglichst einfach sein, beim Lesen und Verstehen. Möglichst niederschwellig, ohne Wörter oder Redewendungen, die ein Kind eventuell nicht verstehen könnte.
Nur, wenn man sie nicht benutzt, wird niemand lernen können, sie zu verstehen.

potschemutschka
6 Monate zuvor
Antwortet  potschemutschka

Ergänzung: Was also ist des „Apfels Kern“? Da kaum noch ein Abiturient heutzutage Goethes „Faust“ gelesen hat, versteht er weder das, noch die originale Redewendung. So what?

Pit2020
6 Monate zuvor
Antwortet  potschemutschka

@potschemutschka

Egal.
Goethes „Faust“ ist schon längst übertragen in moderne, einfache Sprache und heißt für noch nicht ganz sichere Leser jetzt in der gekürzten Schulausgabe:
Ey, gebischdir ein Faust!
Fertig. 😉

dickebank
6 Monate zuvor
Antwortet  Pit2020

Wie gesagt, fuck you Goethe:)

Biene
6 Monate zuvor
Antwortet  potschemutschka

„Faust“ habe ich nie gelesen, denn noch hört sich in meinen Ohren diese Novellierung falsch, mindestens aber schief an.
*Wenn man bedenke, dass ein Apfel die Ursache für den Trojanischen Krieg war, ist es eine Beleidigung für die verstorbenen beider Kriegsparteien.* (Ironie Off)

Pit2020
6 Monate zuvor
Antwortet  Biene

@Biene

Hmmmmm … möglicherweise ist’s ein Übersetzungsfehler? Vielleicht sollte es „Pferdeapfel“ heißen? 😉

dickebank
6 Monate zuvor
Antwortet  Pit2020

… rechts ’ne Pappel, links ’ne Pappel, in der Mitt ’nen Pferdeappel …

Biene
6 Monate zuvor
Antwortet  Pit2020

Übrigens ist der Übersetzungsfehler auch in der Bibel, die Frucht (allgemein als Apfel bezeichnet) die Eva von der Schlange (das arme Tier muss jetzt auf dem Bauch kriechen) schmackhaft gemacht bekam, ist auch so ein Fall.

dickebank
6 Monate zuvor
Antwortet  Biene

Und warum dissen Sie jetzt die französische Metropole? Die kann ja nix dafür, dass sie heißt wie so ein dahergelaufener Grieche, der Äppel verteilen soll.

Bücherleser
6 Monate zuvor
Antwortet  dickebank

Bei „Pariser“ habe ich auch manchmal komische Assoziationen. 🙂

A.J. Wiedenhammer
6 Monate zuvor
Antwortet  Bücherleser

Jo 🙂 .
Ich glaub‘ wer diesen Begriff in dieser spezifischen Bedeutung noch kennt, ist wirklich alt. (Sorry, nicht persönlich gemeint; ich schließe mich da ein.)
Gehört in die Kategorie Telefonwählscheibenkompetenzler.

potschemutschka/Bücherleser
6 Monate zuvor

Ja, nicht nur die Alten sterben langsam aus, sondern auch viele alte Begriffe. Dafür haben wir jetzt viele neue, oft denglish.

Biene
6 Monate zuvor

Ich bin zwar nicht alt, aber diese eindeutige Mehrfachbelegung des Einwohners/der Einwohner dieser äußerst amourösen Hauptmetropole unserer äußerst anregend sprechenden (oft den Damen nachgesagt.) Nachbarn ist auch mir bekannt. Daneben ist mir die Wählscheibe eines Fernsprechapparates ebenfalls noch sehr bekannt.

potschemutschka
6 Monate zuvor
Antwortet  Biene

Das freut mich, dann besteht doch noch Hoffnung für unsere Sprache, dass der Sprachwitz und bildhafte Redewendungen icht aussterben. 🙂

dickebank
6 Monate zuvor
Antwortet  potschemutschka

Wie sieht es eigentlich mit der missbräuchlichen Verwendung von Tierarten für einen Essener Stadtteil aus?

Spoiler:
Kupferdreh – also Ku(h) – Pferd – Reh

Biene
6 Monate zuvor
Antwortet  dickebank

Die französische Metropole war mir gedanklich fern, aber herzlichen Dank für diese Verbindung von Namen.
*Allerdings muss ich mich bei Ihnen nochmals bedanken für die Erinnerung, dass es da noch einen Stier gab, der sich über eine Dame, deren Namen unserer Kontinent trägt, hergemacht hat. Darf diese Dame dann auch diesen speziellen Stier rechtlich belangen, wie auch eine andere Dame einen männlichen Schwan vor Gericht bringen dürfte.
Ich frage für die Damen.* (Ironie oder Sarkasmus)
Wie geht Peta dann mit diesen tierischen Tatsachen um?

dickebank
6 Monate zuvor
Antwortet  Biene

Tja, griechische Götter, Halbgötter und vor allem deren Chef …
Unter heutigen Maßstäben ist deren amouröses Treiben vermutlich ein Fall für die Staatsanwaltschaft. Auf jeden Fall wären sie von #metoo an den Pranger gestellt worden.

Bücherleser
6 Monate zuvor
Antwortet  dickebank

Also weg mit diesen bösen Geschichten! Also zumindest aus den Schulen! Was haben wir nun schon alles auf der Liste „Jugend und Gesellschaft gefährdende Literatur“:

  • Fabeln
  • Märchen
  • Sagen
  • Bücher mit dem N-Wort
  • Kinderbücher mit sprechenden, aufrecht gehenden Tieren
  • Literatur aus früheren Jahrhunderten (oft antisemitische Tendenzen, fragwürdige Frauenbilder, Kolonialismus…)
  • Karl May
  • Witze (da wird auf Kosten anderer gelacht)
  • … da geht sicher noch mehr!

Das alles muss dringend zumindest neu bearbeitet werden! Es wäre ja doch zu einfach, in den Schulen ein besseres geschichtliches und sprachliches Verständnis für diese Dinge zu entwickeln. Ach nee, da müsste ja in den Schulen wieder mehr Wert auf ALLGEMEINBILDUNG und LESEN gelegt werden. Das geht ja nun aus vielen Gründen (Lehrermangel ist nur einer) gar nicht.
Woran erinnert mich das nur?
Mir ist der Humor vergangen, ich könnte nur noch heulen!

dickebank
6 Monate zuvor
Antwortet  Bücherleser

Um einen Klassiker der deutschen Filmgeschichte zu adaptieren:

Heul leise, @Bücherleser!

Btw ist Chantalle die Folge vom Verzicht auf einen französischen Hauptstädter?

Biene
6 Monate zuvor
Antwortet  dickebank

Ob der französische Hauptstädter nun in Verwendung oder Abstinenz war, können wir nun schlecht klären, doch eine Spekulation wäre es wert.

dickebank
6 Monate zuvor
Antwortet  potschemutschka

Wir haben doch beschlossen uns von der Kernenergie zu verabschieden. So können des Apfels und des Pudels Kern ins endlager.

Lisa
6 Monate zuvor
Antwortet  potschemutschka

Ich finde es schade, dass Faust nicht mehr gelesen werden muss fürs Abi. Das jeder deutsche Abiturient einen Quasi – Kurs in Schwarzer Magie bekam, hatte etwas herrlich Surreales.

Bücherleser
6 Monate zuvor
Antwortet  Lisa

Naja, „Faust“ beinhaltet schon ein bißchen mehr als schwarze Magie, Aber vielleicht bekommt man mit diesem ansatz doch noch den einen oder anderen dazu, den „Faust“ zu lesen! 🙂

Muellerin
6 Monate zuvor
Antwortet  potschemutschka

Meinen Sie vielleicht „des Pudels Kern“ ?

potschemutschka
6 Monate zuvor
Antwortet  Muellerin

Setzen 1! 🙂

Einer
6 Monate zuvor

Kommt sofort auf meine To-Do-Liste und wird umgesetzt, wenn ich wirklich nichts wichtigeres mehr machen kann. Steht also direkt hinter „alle Arbeits- und Infoblätter, Anschreiben an Eltern und Kollegen (Ups ) korrekt gendern“. Also quasi an Position 15.376.

Unfassbar
6 Monate zuvor
Antwortet  Einer

So weit vorne?

Indra Rupp
6 Monate zuvor

Wenn es im Beleidigungen geht, tut mir auch der Popo leid!

Pit2020
6 Monate zuvor
Antwortet  Indra Rupp

@Indra Rupp

Auch da stimme ich zu … aaaaaaber:
In dem Fall kann man wenig unternehmen, denn da würde doch jeder sofort sagen „Was für ein blöder Scherz! Ich unterschreibe doch nicht eine ‚Petition für’n A****‘!“
Manchmal fühlt man sich so richtig … ohnmächtig. 😉

Indra Rupp
6 Monate zuvor

Noch etwas:
Warum tauchen bestimmte Ansichten so oft gemeinsam auf?
Ich treffe auf dem Land auf verschiedene Leute, teils alteingesessene, teils aus der Stadt ausgewandert. Fast in einem Atemzug höre ich dann von den bösen Ausländern, den lieben, armen Tieren, der bösen Regierung und dem Impfverbrechen. Kurz Rassismus, Tierschutz, Reichsbürger, Coronaleugner in einem ! Fehlt noch Esoteriker, die waren ja auch oft mit von der Partie.
Das soll nicht grundsätzlich gegen zB Leute vom Tierschutz gehen. Vielmehr ist es so, dass sich eine bestimmte Gruppe von Leuten in bestimmten Bereichen wohlfühlt oder diese für sich nutzen will. Wenn ich einen gewissen Menschenhass habe, dann kann ich das nämlich durch Rassismus, durch Tierliebe als Ersatz, durch Verschwörungsmythen ect und natürlich auch durch Esoterik ausleben ( zB Steiners Ansicht, dass Menschen, die benachteiligt sind, in ihrem vorherigen Leben etwas verbrochen haben und deshalb in diesem Leben dafür büßen müssen – >sprich, es sei ihr Karma – > sprich, kein Mitgefühl erforderlich und keine Hilfe).
Grundsätzlich geht der Hass dabei stets gegen unsere Demokratie und deren Vertreter und gegen benachteiligte Menschen, die durch diese Demokratie geschützt werden. Daraus lässt sich der Wunsch ableiten, dass es eine faschistische Diktatur geben soll, die nur bestimmte Menschen (also sie selbst) bevorzugt und Andere menschenunwürdig behandelt. Interessanterweise wollen diese Leute aber Tiere menschenwürdig behandeln und da tauchen Parallelen zu Hitler und seinem Wauwau auf und die Faszination der Nazis vom Tierreich, wo das Recht des Stärkeren gilt.
Ich denke, in solchen Fällen ist die Tierliebe humbug und eher ein Alibi! Gerade die Zuneigung zum Hund von solchen Menschen ist eher der Unterwürfigkeit dieses Tieres zuzuordnen. Außerdem die Tatsache, dass das Tier eben nicht auf Augenhöhe ist und deshalb dem Selbstwert – gestörtem Menschen lieb, weil keine Gefahr.

Diese Dinge passen doch alle zusammen? Ich finde den Hund toll, weil ich auch etwas Liebe brauche und er mir aber untergeordnet ist. Ich habe Angst vor Menschen, die Macht haben oder mächtiger werden könnten oder von Mächtigen Schutz erfahren. Ich glaube an Verschwörungsmythen über diese Mächtigen. Ich bin fasziniert von Vorstellungen über eine höhere (esoterische) Ordnung, die den unterschiedlichen Wert von Menschen erkannt haben will und auch entsprechend danach agiert, sofern ich dabei zu den Priviligierten gehöre.

Weder irgend ein Tierschützer, noch die Waldorf Mutter, die ihr Kind wegen „be“ greifen im Waldorf Kiga anmeldet, noch Andere können etwas dafür. Aber es sind scheinbar diese Orte, wo sich diese bestimmten Menschen sammeln.

Und übrigens : Ich vermute, Peta gendert nicht!

Marion, Erzieherin
6 Monate zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Auch wenn sie das jetzt vielleicht sehr enttäuschen wird: Peta gendert. Nicht nur bei (Tier)Halter*innen oder Politiker*innen sondern voll konsequent auch bei Tierquäler*innen.
Nicht traurig sein. 😉

Indra Rupp
6 Monate zuvor

Ich meine übrigens nicht, dass Menschen, die Gendern, besser sind und nicht zu solchen Gruppierungen gehören könnten, falls Sie das so aufgefasst haben. Sondern, dass es bei Gendern um Belange und Interessen von Menschen geht und das interessiert diejenigen Tierschützer, die ideologisch-extrem drauf sind, einen feuchten…. äh…. Weinbergsalat!

Lisa
6 Monate zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Peta ist antispezistisch. Warum soll sich eine Säugetierart über die anderen stellen und sie ausbeuten und töten, nur weil sie intelligenter ist? Diese Frage ist interessant. Mit Menschenhass hat das nichts zu tun, aber durchaus mit Menschenkritik.

Indra Rupp
6 Monate zuvor
Antwortet  Lisa

Naja, der eine ernährt sich mit Hilfe von Intelligenz, der Andere mit Hilfe von Schnelligkeit oder Kraft, ect.
So lange es um die Ernährung geht und nichts anderes, ist das OK und auch, dass man sich seiner eigenen Art mehr verbunden fühlt. Ein Fuchs lässt wohl auch nicht seine Junge verenden , um die Jungen einer Häsin zu retten.
Intelligenz in so einer dominanten und weltbelastenden Weise, wie der Mensch sie hat, verlangt aber auch die Übernahme von Verantwortung für die Welt.
Bis dahin sind sich, denke ich, die meisten Menschen einig.
Ich habe mich mit Peta nicht weiter befasst, aber gehört, dass die eher extrem drauf sein sollen und das bedeutet, dass sie wohl noch sehr viel weiter gehen, als das eben von mir genannte. Das würde ich dann eben nicht mehr als Kritik am Menschen auffassen, sondern ideologisch-extrem und somit als Menschenhass. Diese Sache jetzt mit dem Tiergendern ist da für mich auch ein Zeichen und wenn Peta, wie Marion meint, auch bei Menschen gendert, dann vermute ich dahinter eher Taktik.
Man lernt halt viele große Tierfreunde kennen, die sich für bessere Menschen halten, auf andere Menschen schimpfen und wenn das Haus brennt, dann weder Kind, noch Tier, sondern nur sich selber retten. Symbolisch gemeint. Ich wäre mal fast von einem Dach, auf dem ich gewerkelt hatte, gesprungen, weil unten mein zweijähriger Sohn zwischen zwei sich angreifenden, große Hunde geraten war und seine Aufpasserin und große, moralische Tierliebhaberin da unten sich nicht traute, das Kind da weg zu holen.

Hysterican
6 Monate zuvor
Antwortet  Lisa

Also, ich denke, dass die Antilope in der afrikanischen Savanne (darf man das noch sagen oder ist das postkolonialistisch / imperialistisch??) sich über Löwen eventuell ähnlich äußern würde, wenn sie Zeit hätte, über diesen Ansatz nachzudenken.

Hmmm, warum tut der Löwe das – ich meine Antilopen jagen und fressen?

Ich vermute, weil er es kann.

A.J. Wiedenhammer
6 Monate zuvor
Antwortet  Hysterican

Nicht nur, weil er kann, sondern auch, weil er muss. Leider kann sich so ein Löwe gar nicht ausreichend ernähren, wenn er grasend über die Savanne zieht. (Und fräße er dann nicht sogar den Antilopen das Futter weg?)
Ach ja, auch die Natur ist nicht „einfach“. So wie das Leben generell…

447
6 Monate zuvor
Antwortet  Lisa

Die idiotisch-pubertäre Sektenhaftigkeit solcher „Tierschützer“ bricht sofort hervor, wenn man ihren lebensfeindlichen Nihilismus auf sie selbst anwendet:

Wenn Tiere gleich viel Wert sind wie Menschen ist es völlig ok, wenn der Rottweiler (oder anderswo Bär, Haifisch, Nilpferd, Elefant…) ganz artgerecht aus Schutztrieb/Jagdtrieb heraus den (unbekannten) PETA-Aktivisten in Hackfleisch (nicht-veganes, noch dazu) verwandelt.
Denn hey, da beide „gleich“ sind, ist doch auch ihre „Meinung“ und ihre „Rechte“ gleich zu gewichten!

Die sind schlicht in der pubertären Phase hängengeblieben, wo 90er-Goths abends beim Joint zu der bombenschweren Erkenntnis gelangen, dass „der Mensch die wahre Bestie ist!!!111einseinself“.

Fresh L
6 Monate zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Rassismus, Tierschutz, Reichsbürger, Coronaleugner“

Das nutze ich demnächst als „Find-the-odd-word-out“-Aufgabe in meinem Unterricht.

Mehr gibt es zu dieser mindestens interessanten und aufschlussreichen Gleichsetzung von Ihnen aus meiner Sicht nicht zu sagen.

Indra Rupp
6 Monate zuvor
Antwortet  Fresh L

So mehrfach auf dem Land erlebt. Kurze Unterhaltung auf der Straße : Die süßen Hunde, die bösen Ausländer, die Regierung wird sich dieses Jahr wundern, weil die Leute aufwachen (war wohl ein Afd-Wink), die geheimen Machenschaften da oben und die Tragödie mit dem Impfen. Alles in 10min!
Einige Wochen später das gleiche mit ner anderen Person.

Fresh L
6 Monate zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Aha. „Die süßen Hunde“ bedeutet also Tierschutz.

Und wegen dieser persönlichen Schlussfolgerung steht für Sie der allgemeine und organisierte Tierschutz ideologisch auf einer Ebene mit Rassismus, Reichsbürgern und Coronaleugnern?

Schwierig aber aus Ihrer Perspektive sicherlich nachvollziehbar.

Indra Rupp
6 Monate zuvor
Antwortet  Fresh L

Ich wollte eine 10 min – Unterhaltung nicht komplett wiedergeben…

Fresh L
6 Monate zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Das wäre zur Klarstellung Ihrer mindestens fragwürdigen und mehr als gefährlich verkürzten Gleichsetzung jedoch dringend notwendig.

Vielleicht kommt ja heraus, dass die Person, die Hunde süß findet, bei PETA oder im Tierheim oder in einer Tierschutzorganisation tätig ist und nebenher Verbindungen zur Identitären Bewegung pflegt und ihre Ideologien mit Reichsbürgern, die ebenfalls Hunde süß finden und im Tierheim arbeiten, unter dem Vorwand des Tierschutzes verbreitet.

Vielleicht sind Sie einer ganz großen Sachen auf der Spur.

Indra Rupp
6 Monate zuvor
Antwortet  Fresh L

Eine Person, die über Ausländer gelästert hatte , hat ihre Hunde tatsächlich stets aus rumänischen Tierheimen geholt und Katzen vom Tierschutz bei sich versorgt und sich als Altenheimmitarbeiterin erfolgreich vorm Impfen gedrückt. Die rumänischen Tierheim Hunde können problematisch sein, vor allem die „Rotties“. Ihr Kind wurde auch schon gebissen. Sind trotzdem immer wieder Hunde aus diesen rumänischen Heimen.

Fresh L
6 Monate zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Wie woanders schon geschrieben.
Ich lasse auch das jetzt mal lieber so stehen.

Fräulein Rottenmeier
6 Monate zuvor

Ich muss gestehen, dass ich da auch wirklich fest in meinen Tier-Vorurteile-Bildern verhaftet bin. Daher habe ich regelmäßig ein Problem damit, wenn die Kolleginnen ihre Klassen mit Tiernamen benennen wie Affen (laut und ungebändigt), Lamas (die spucken…) oder Faultier (laaaangsaaam). Aber offenbar sind meine Kolleginnen da weiter….
Ach egal….

Marc
6 Monate zuvor

Ökolinguist….. jetzt habe ich alles gesehen….

Hysterican
6 Monate zuvor
Antwortet  Marc

Nein nein… so billig kommst du uns nicht davon … sei gewiss … da geht noch was!

Dil Uhlenspiegel
6 Monate zuvor

Achtung chickbait, nicht kommentieren!

Lisa
6 Monate zuvor
Antwortet  Dil Uhlenspiegel

Like ich automatisch

potschemutschka
6 Monate zuvor

„Tiere genutzt zur negativen Charakterisierung des Menschen“ – was ist mit den fleißigen Bienen, dem schlauen Fuchs, dem geschickten Affen, dem schnellen Panther, der weisen Eule …?

447
6 Monate zuvor
Antwortet  potschemutschka

Haaaalt!/Das sind kapitalistisch okkupierte Tugenden, wer das sagt ist bourgeois!

potschemutschka
6 Monate zuvor
Antwortet  447

Sie haben recht. Keiner darf schneller, fleißiger, schlauer, …sein. Das deprimiert die, die nicht so sein können/wollen/dürfen. Nieder mit Wettbewerb und Vergleichen. Alle sollen gleich sein! Äh, halt – ist das nicht Kommunismus? Geht also auch nicht. Ja, was denn nun? Jetzt habe ich mich selbst verwirrt!

447
6 Monate zuvor
Antwortet  potschemutschka

Keine Sorge, ich regel das für sie, im Auftrag vin Kommussar Yarrik. 😉

Fresh L
6 Monate zuvor
Antwortet  potschemutschka

Alle sollen gleich sein! Äh, halt – ist das nicht Kommunismus?“

Die Gleichheit des Individuums ist kein Alleinstellungsmerkmal des Kommunismus‘.
Auch im Kapitalismus, z.B. in einer parlamentarischen Demokratie wie Deutschland sind zunächst grundgesetzlich alle Menschen vor dem Gesetz gleich.
Die konsequente Realisierung dessen im Einzelfall steht natürlich auf einem anderen Blatt. War und ist im Kommunismus ja nicht anders.

potschemutschka
6 Monate zuvor
Antwortet  Fresh L

„War und ist im Kommunismus ja nicht anders.“ – Woher wissen Sie das? Es gab bisher noch kein Land auf unserer Erde, das den Kommunismus erreicht hat. Bisher sind alle, die es versucht haben, auf dem Weg dahin gescheitert. Aber vielleicht hat Ihre Glaskugel Ihnen die Zukunft gezeigt?

Fresh L
6 Monate zuvor
Antwortet  potschemutschka

Aber vielleicht hat Ihre Glaskugel Ihnen die Zukunft gezeigt?“

Also, zunächst habe ich nichts von der Zukunft erzählt.
Für die Einordnung der aktuell machthabenden KOMMUNISTISCHEN Partei Chinas benötige ich auch keine Glaskugel, das ist der aktuelle IST-Zustand, den eigentlich jede einigermassen informierte Person kennen sollte.

Grundsätzlich würde ich sogar die sozialistische Regierung Kubas als einen aktuellen (modernen) Kommunismus bezeichnen, auch wenn Kuba irgendwann 2018 das Wort „Kommunismus“ offiziell aus der Verfassung gestrichen hat.

Wir können uns jedoch auch gerne auf SOZIALISMUS einigen. Das macht im vorliegenden Kontext auch keinen Unterschied.

potschemutschka
6 Monate zuvor
Antwortet  Fresh L

Bitte googeln Sie den Unterschied zwischen Gesellschaftsordnungen und einer Partei und den Unterschied zwischen Kommunismus und Sozialismus (= Diktatur des Proletariats). Natürlich könnten Sie auch die Werke von Marx und Engels dazu studieren.

Fresh L
6 Monate zuvor
Antwortet  potschemutschka

Vielleicht sollten Sie nicht so viel googlen.
Aber Ihr Standpunkt ist klar geworden. Danke.

potschemutschka
6 Monate zuvor
Antwortet  Fresh L

Um diese Unterschiede zu kennen, musste ich nicht googel. das habe ich in der Schule gelernt! (in der DDR)

Fresh L
6 Monate zuvor
Antwortet  potschemutschka

Macht es nicht besser. Aber Danke für die hilfreiche Info.

Unfassbar
6 Monate zuvor
Antwortet  potschemutschka

Trotzdem wird es immer wieder versucht …

anka
6 Monate zuvor
Antwortet  potschemutschka

das wiederum ist natürlich: kulturelle Aneignung, was sonst?

Fresh L
6 Monate zuvor
Antwortet  potschemutschka

Was ist an einer positiven Charakterisierung auszusetzen?
Diese verbessert meiner Meinung nach die Einstellung gegenüber Tieren.
Wenn Tiere zukünftig nur noch positiv mit dem Menschen verglichen würden, könnte dies sicherlich auch zu einer langfristig dann positiveren und reflektierteren Haltung im Umgang mit Tieren führen.

Fragen sie einmal Kinder, ob eher die „nützliche, fleißige Biene“ oder die „nervige blutsaugende Mücke“ erschlagen werden sollte.
Zu hoffen ist natürlich, dass jedes Kind antwortet: „Keine von beiden!“
Im Zweifelsfall wird dann jedoch wohl die Mücke daran glauben. Auch wenn der Stich einer Biene statistisch weitaus gefährlicher für das Kind ist.

447
6 Monate zuvor
Antwortet  Fresh L

Challenge für Verstrahlte, die ernsthaft meinen man sollte als Mensch blutsaugende Insekten nicht erschlagen:

Begeben sie sich in die Natur, bevorzugt im Sommer. Setzen Sie sich irgendwo im Wald 24 Stunden gemütlich auf den warmen Boden, vorzugsweise noch leicht feucht.

Alles was sie beissen, stechen oder auffressen will lassen Sie gewähren.
Sie machen einfach garnix und geniessen die Natur.

Wollen wir wetten, dass Sie spätestens beim ersten sich nähernden Fuchs Ihre Meinung radikal ändern? 🙂

Fresh L
6 Monate zuvor
Antwortet  447

Ein sehr gutes Beispiel, das Sie gewählt haben, um das Eindringen des Menschen in die Natur zu beschreiben und den daraus für den sich als dominant sehenden Menschen folgenden Schluss zu ziehen, dass jedes Lebewesen, das Recht hat zu sterben, wenn der Mensch in dessen Lebensraum eindringt bzw. den Lebewesen eine Koexistenz aufzwingt und die Lebewesen anfangen zu nerven, in dem sie das tun, was die Natur für sie vorbestimmt hat.

Das Geschrei und Gejammer ist ja auch immer wieder groß, wenn ein verirrter Schwimmer irgendwo in der Natur von einem, die Menschen würden sagen, verirrten Hai angeknabbert wird.
Danach zieht die Meute los um den „bösen“ Hai zu finden und zu töten. Mann muss ja überprüfen, ob die Gliedmassen im Magen des Hais auch wirklich vom Opfer stammen.
Und nun raten sie mal, warum gierige, skrupellose und dubiose Menschen „Miethai, Kredithai, Börsenhai“ heißen?

Ähnlich verhält es sich mit geächteten Wölfen und getöteten Bären, die der „Natur“ des menschen in die Quere gekommen sind.

Man muss schon sehr „verstrahlt“ sein, die wenig herausfordernden Zusammenhänge erkennen und reflektieren zu können.

Indra Rupp
6 Monate zuvor
Antwortet  447

Nein, schon bei den Ameisen! Der Fuchs ist viel zu schlau, um sich Ihnen zu nähern und Sie stehen auch nicht auf seinem Speiseplan.
Ich sah morgens um 5 Uhr mal einen vom Fenster aus. Er sah mich auch, hielt kurz inne und verschwand. Ich brachte meine Hühner extra nachts woanders hin und tags nur raus, während ich in der Nähe war. Kurz nicht aufgepasst – weg war eins.
In dem Fall, OK, der Fuchs hat auch Hunger und war der Schlauere. Huhn hat Pech gehabt – ist die Natur.
Nicht die Natur ist es, dies für seine eigene Art OK zu finden. Kein Huhn serviert seine Küken dem Fuchs, damit der auch satt wird und weil er gleichwertig ist – auch wenn er das natürlich tatsächlich ist.

Indra Rupp
6 Monate zuvor
Antwortet  Fresh L

Wir wohnen auf dem Land und haben schonmal 50 Mückenstiche. Oder auch 50 Fliegen im Raum. Ja, die werden platt gemacht. Null schlechtes Gewissen!

Fresh L
6 Monate zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Null schlechtes Gewissen!“

Habe nichts anderes erwartet.

Ansonsten: siehe meine Antwort an 447.

Indra Rupp
6 Monate zuvor
Antwortet  Fresh L

Meine Pferde tun das übrigens auch! Vorne mit dem Maul und hinten mit dem Schweif. Und wenn das nicht hilft, gibt’s eine Decke, genau wie bei juckenden Ekzemen. Das dauernde Jucken wird nämlich als Tierquälerei definiert. Ein Pferde Halter, der einem Ekzemer auf der Weide nur Gras und Elektrozaun bietet und somit keine Scheuermöglichkeiten, gilt als Tierquäler! Dann gibt es noch diese großen, schwarzen, hängenden Kugeln mit dem „Hut“ drüber. Die werden auf der Weide aufgestellt, um Fliegen anzuziehen, damit die Pferde etwas geschont werden. Wollen Sie dem Menschen vorwerfen, dass er um sich zu helfen, nicht Maul oder Schweif, sondern seinen Verstand gebraucht? Wie erginge es dem Pferd, wenn es, wie der Mensch, kein Fell hätte? Das hat überhaupt nichts mit Überlegenheitsgetue zu tun. Im Gegenteil, im Sommer haben uns nachts die Mücken und Tags die Fliegen und Bremsen im Griff und sind somit überlegen.
Tierliebe verlangt nicht, sich von Insekten quälen zu lassen. Sie tun mit dieser Ansicht nur Ihrer eigenen Selbstgerechtigkeit einen Gefallen und sorgen dafür, dass wir eben entsprechende Ansichten über „solche“ Tierschützer haben.

Fresh L
6 Monate zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Ja, bei uns im Stall sehe ich auch ständig Pferde durch den Stall laufen auf der Suche nach Mücken an der Wand, die das Pferd in der Nacht wieder nerven wollen. Unsere Pferde haben sogar nach einer Fliegenklatsche verlangt. Krass, oder?

Diese Kugeln bauen sich Wildpferde sogar selbst, wie ich hörte. Werden dann an den Mond gehängt, falls keine Bäume zur Verfügung stehen.

Ernsthaft. Es kann doch nicht sein, dass Sie sich immer wieder in solche hanebüchenen Vergleiche verrennen, nur um sich selbst zu bestätigen, dass unser Sprache angeblich keinen Speziesismus enthält.

Indra Rupp
6 Monate zuvor
Antwortet  Fresh L

Nochmal, wollen Sie Menschen vorwerfen, dass sie statt Maul und Schweif ihren Verstand benutzen?

Fresh L
6 Monate zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Nein, will ich nicht.
Ich hinterfrage nur, WIE der Verstand teilweise eingesetzt wird.

Indra Rupp
6 Monate zuvor
Antwortet  Fresh L

Und übrigens: Meine Katze packt die Fliegen zwar nicht mit der Fliegenklatsche, aber mit den Pfoten. Spieltrieb! Zur Nahrungskette gehören sie ihr nicht. Auch manche Mäuse nicht, die sie fängt.
Es geht in unserer Diskussion nicht mehr um Speziesismus, sondern um die Frage, ob Tiere die besseren Menschen sind. Nein, sie können weder besser noch schlechter sein, weil sie diesbezüglich nicht entscheiden können.
Das der Mensch sich aufgrund seiner Intelligenz entscheiden muss, können sie ihm aber auch nicht anhängen.
Die Diskussion ist mühselig, wenn sie so verstrahlt sind, dass sie meinen, sie werden zum besseren Mensch, wenn sie keine Fliegen und Mücken klatschen. Die Menschen mit Malaria werden ihnen was husten. Fliegen gerettet, Kind verloren, oder was? Oder ist man in D ein guter Mensch, wenn man Fliegen verschont und in Afrika ein guter, wenn man das Gegenteil tut? Jetzt wird es philosophisch Anstrengend. Gut und Böse können gar nicht einzeln existieren… auch nicht bei Ihnen.

Fresh L
6 Monate zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Es geht in unserer Diskussion nicht mehr um Speziesismus, sondern um die Frage, ob Tiere die besseren Menschen sind.“

Offenbar in Ihrer Diskussion. In meiner jedenfalls nicht.
Da geht es weiterhin um den sprachlichen Speziesismus und dessen Auswirkung auf das Denken und Handeln gegenüber Tieren.

Aber ich nehme auch wahr, dass diese Diskussion immer wieder von einigen auf abstruse Pfade gelenkt wird.

Das Katzen die gefährlichsten Räuber im Tierreich sind und so ziemlich die einzigen Raubtiere, die auch nach der „Pubertät“ noch nur aus Spass jagen, ist mir bekannt.

Spielt jedoch in der zugrundeliegenden Diskussion keine Rolle.

potschemutschka
6 Monate zuvor

Demzufolge müssten jetzt sämtliche Fabeln aus den Lehrplänen gestrichen werden!

Alex
6 Monate zuvor
Antwortet  potschemutschka

Die Märchen ebenfalls. Der arme Wolf will doch nicht ständig Geißlein oder Rotkäppchens Oma fressen.

Marion, Erzieherin
6 Monate zuvor
Antwortet  Alex

Doch. Geißlein schon. Die olle Oma hat er nur nebenbei als Vorspeise mitgenommen. In Wirklichkeit war er auf das viel knackigere Rotkäppchen aus.
Das war alles sehr gefickt eingeschädelt vom Wolf.
Schlaues Tier.

Dil Uhlenspiegel
6 Monate zuvor
Antwortet  Alex

Oma, schmeckt das?

Kontext, Kinder! Kontext ist alles.

Bücherleser
6 Monate zuvor
Antwortet  Dil Uhlenspiegel

🙂 Dil, Du/Sie Schlingel. Ich habe echt eine Wele gebraucht!

Fresh L
6 Monate zuvor
Antwortet  potschemutschka

Demzufolge müssten jetzt sämtliche Fabeln aus den Lehrplänen gestrichen werden!“

Mit welcher logischen Begründung?

potschemutschka
6 Monate zuvor
Antwortet  Fresh L

@Fresh L
Bitte noch einmal den Ausgangsartikel über Speziesimus und ein paar Fabeln (z. B. von Aesop) lesen. das dürfte Ihre Frage beantworten!

Fresh L
6 Monate zuvor
Antwortet  potschemutschka

Da ich aus dem Ausgangsartikel und aus den mir bekannten Fabeln (auch derer von Aesop) inhaltlich keine logische Begründung zur Streichung von Fabeln aus Lehrplänen erschließen kann, wäre es hilfreich, wenn Sie mir diese logische Begründung nun liefern könnte.

Außerdem haben Sie die Verbindung zur Fabel gezogen und haben daher auch die logische Begründung parat, um mir auf die Sprünge zu helfen.

Danke für Ihre Mühe.

LG,

Fresh L

Bücherleser
6 Monate zuvor
Antwortet  Fresh L

Einfach mal die Rolle der Tiere in Fabeln, nebst den zugehörigen Eigenschaften googeln!

Fresh L
6 Monate zuvor
Antwortet  Bücherleser

Wieso kann eigentlich heutzutage niemand mehr seine eigene persönliche Einschätzung abgeben, wenn darum gebeten wird?

Bin aber schon glücklich, dass nicht irgendeine Antwort von Ihnen gekommen ist wie: „Wer das nicht selber herausfinden kann, ist es nicht wert eine Antwort zu bekommen!“

Naja, dann lassen wir die Aussage von potschemutschka halt unbegründet so stehen.

potschemutschka
6 Monate zuvor
Antwortet  Fresh L

@Fresh L
„Ironie“, „Sarkasmus“ und „zwischen den Zeilen lesen“ sind Dinge, die man leider nicht erklären kann. Entweder man kann es, oder eben nicht. Tut mir leid!
P.S. zu „Ironie“ gibt es da einige Aphorismen und Zitate. Aber ich weiß ja, dass Sie Zitate nicht sonderlich mögen. Deshalb lasse ich es!

Fresh L
6 Monate zuvor
Antwortet  potschemutschka

Ach so, jetzt ist es Ironie. Na denn.
Hatte befürchtet, Sie meinten das mit der Streichung der Fabeln ernst und Ihre Aussage hätte einen kontextuellen Hintergrund.

Dann ist das geklärt. Danke.

potschemutschka
6 Monate zuvor
Antwortet  Fresh L

Im konkreten Fall ging es eher um „zwischen den Zeilen lesen“!

Bücherleser
6 Monate zuvor
Antwortet  potschemutschka

Als Student Ende der 70er las ich diese spannenden, erschreckenden und fantasievollen Dystopien:

  • Aldous Huxley „Schöne neue Welt“ erschienen 1932
  • George Orwell „1984“ erschienen 1948
  • Robert Merle „Die geschützten Männer“ erschienen 1974
  • Ray Bradbury „Fahrenheit 451“ erschienen 1953

Jetzt erschreckt mich die weitsichtige Fantasie dieser Autoren. Ich fürchte, diese Bücher gehören nicht mehr in die Kategorie „Dystopien“, sondern in die Kategorie „Zukunftsvisionen“.

Bücherleser
6 Monate zuvor
Antwortet  Bücherleser

Vor ca. 20 Jahren las ich mal eine Liste, welche Bücher in den Schulen der USA in verschiedenen Bundesstaaten auf „Wunsch“ von Eltern und verschiedenen Organisationen als Schullektüre „unerwünscht“ waren. Es war erschreckend und damals dachte ich noch, gut, dass es so etwas bei uns niemals geben wird (nach der Bücherverbrennung durch die Nazis). Wenn ich jetzt so merke, was in Büchern so alles nicht „political correct“ ist“ und deshalb „Wünsche“ (z. T. schon Forderungen) geäußert werden, was man so alles doch wohl besser“ ändern“ sollte …

Fresh L
6 Monate zuvor
Antwortet  Bücherleser

Nomen est Omen.
Sie lesen viel. Respekt!

Bücherleser
6 Monate zuvor
Antwortet  Fresh L

Danke!

Fresh L
6 Monate zuvor
Antwortet  Bücherleser

Gerne.

Rainer Zufall
6 Monate zuvor

Tolle Idee! Ich reise sofort ins Jahr 1985 und halte die Kinder davon ab, so zu sprechen

Bin wirklich für Tierschutz, aber diese Sprachmuster sterben schon von selbst aus, OBSCHON ich machmal noch den „Hund“ als Beleidigung höre und – zu meiner Schande – den Konflikt zu klären versuche, anstatt die Ehre des Tieres zu retten

dickebank
6 Monate zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Alle Tiere sind gleich. – Wissen wir doch von der Animal Farm.

Rainer Zufall
6 Monate zuvor
Antwortet  dickebank

Ein Werk, das in der heutigen Zeit öfter gelesen werden sollte…

Fresh L
6 Monate zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

„Ich reise sofort ins Jahr 1985 und halte die Kinder davon ab, so zu sprechen“

Es reicht durchaus, den Vorschlag von PETA einmal auszuprobieren.
Um einen Veränderungsprozess anzustoßen, müssen wir nicht in die Vergangenheit reisen.

Vielleicht gäbe es auch gar keinen Konflikt, wenn der „Hund“ keine Beleidigung wäre.

Ich bin noch mit dem Motto aufgewachsen „Man sagt eher „DU A*SCH!“ als „SIE A*SCH“.
Da ist meiner Erfahrung nach etwas daran.
Auch wenn es eventuell nichts an der bereits vorhandenen persönlichen Sichtweise der äußernden Person ändert. So kann die Sprache hier jedoch unter Umständen deeskalieren.

Rainer Zufall
6 Monate zuvor
Antwortet  Fresh L

Aber Beleidigungen werden ausgesprochen, um andere zu verletzen. Wenn der „Hund“ es nicht mehr tut, wird es ein anderer Begriff sein.
Wertschätzung von und Respekt vor Tieren, greife ich an anderen Stellen auf, nicht im Streitgespräch.
Und die pervers günstigen Hänchennuggets spielen in den Leben meiner Klasse eine erheblich größere Rolle, als eine Redewendung, die mir noch nie (ernhaft) begegnete…

Fresh L
6 Monate zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Wertschätzung von und Respekt vor Tieren, greife ich an anderen Stellen auf, nicht im Streitgespräch.“

Da stimme ich Ihnen völlig zu.
Es ging mir auch nicht um die Verschiebung eines Streitgesprächs auf die Meta-Ebene ohne vorher das gesagte inhaltlich zu besprechen.
Das steht außer Frage.
Sollten Lernende mich beispielsweise als „unfairen Hund“ bezeichnen, frage ich natürlich zuerst einmal, warum ich „unfair“ sei und öffne nicht das Fass des „Hundes“.
Was ich aussagen wollte, ist, dass die angemesse Wortwahl im Vorfeld bereits deeskalierend wirken kann. Denn nicht jeder oder sogar die wenigsten Menschen (auch geschulte Pädagogen) sind fähig oder bereit, in meinem Beispiel auf der inhaltlichen Ebene zu bleiben und die inhaltliche Kritik zu reflektieren ohne sich an der mitschwingenden Beleidigung „aufzuhängen“.

TaMu
6 Monate zuvor

PETA soll aufhören, Haare zu spalten. Ich liebe schöne, gepflegte, lange Haare. Pfoten weg!

447
6 Monate zuvor

Ist die logische Fortschreibung nach „Es gibt keine Geschlechter“ – von daher: Nur logisch.

Fresh L
6 Monate zuvor
Antwortet  447

Es behauptet jedoch niemand, es gäbe keine Tiere oder keine Geschlechter.
Es gibt jedoch unterschiedliche schützenswerte Tiere und soziale Geschlechter-Identifikationen.

potschemutschka
6 Monate zuvor
Antwortet  Fresh L

„unterschiedlich schützenswerte Tiere“ – also da habe ich in Bio was anderes gelernt. ALLE Tiere und Pflanzen sind wichtig für den Naturkreislauf. Sogar die Mücken. Beispiel: im Spreewals versuchte man vor einigen Jahren die Mücken zu bekämpfen, um die Touristen vor dieser „Plage“ zu schützen. Allerdings gab es nach den ersten Probesaisons zwar weniger genervte Touristen, aber auch kaum noch Vögel im Spreewald. Man hat daraufhin die Mückenbekämpfung wieder eingestellt.

Fresh L
6 Monate zuvor
Antwortet  potschemutschka

„… „unterschiedlich schützenswerte Tiere“…“
ALLE Tiere und Pflanzen sind wichtig für den Naturkreislauf.“

Auch wenn Sie mich falsch zitiert haben, haben Sie natürlich grundlegend recht. Entschuldigen Sie meine unachtsame Wortwahl bzw. Interpunktion.
Meine Absicht war, auszusagen, dass es viele unterschiedliche Tiere gibt, die alle schützenswert sind:

„unterschiedliche (hier hätte ein Komma eingesetzt werden müssen) schützenswerte Tiere“

Jedenfalls schrieb ich mit oder ohne Komma NICHT, dass Tiere unterschiedlich zu schützen seien. Dass kleine feine „e“ nach „unterschiedlich“ macht in meiner Ausführung ganz offenbar einen sehr großen Unterschied.

Rainer Zufall
6 Monate zuvor
Antwortet  447

Da trägt jemand den Hass schon lange auf der Zunge, hm?
Naja, sich Gedanken zu machen, ist ja erstmal begrüßenswert. Es wird sich hoffentlich niemand daran aufhängen… 😉

447
6 Monate zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Ich sehe da zu Hass und Zingen irgendwie null Bezug.

Alles was ich sage ist: WENN man bestimmte Aspekte der Realität ignorieren will – ok, kann man ja machen.
Nur dann liegt es eben in der Logik der Sache, dass es danach noch eine Steigerung geben muss.

Weg zu Ende gehen und so.

Fresh L
6 Monate zuvor
Antwortet  447

Die Frage dabei ist, wer ignoriert hier bestimmte Aspekte der Realität?

Indra Rupp
6 Monate zuvor
Antwortet  447

Ich sehe es eher so, dass dies keine Steigerung der Lgbti-Bewegung ist, sondern eher gegen diese (und andere Menschen) geht, auch wenn lgbti das mitunter nicht durchschauen, darauf herein fallen oder etwas irritiert meinen, solidarisch sein zu müssen bzw mitmachen. Auf Stimmenfang waren bei lgbti schon viele. Pädophile hofften auf Akzeptanz mit Hinweis auf sexuelle Orientierung. Coronaleugner oder Reichsbürger verliehen mit der für Liebe, Frieden und Freiheit stehenden Regenbogenfahne ihrem inneren Wolf einen Schafspelz.
Keine Frage natürlich, dass unter diesen Gruppierungen auch selber lgbti vorkommen – weil die natürlich überall vorkommen.

anka
6 Monate zuvor

Ich mag Tiere.
Am liebsten mit leckerer Sauce/Soße.

Marion, Erzieherin
6 Monate zuvor
Antwortet  anka

Oder süß/sauer, mit Reis.

Hysterican
6 Monate zuvor
Antwortet  anka

…und ich mag Kinder!

….ich schaff nur kein Ganzes!!

Lisa
6 Monate zuvor

„Aus der Sprachwissenschaft ist bekannt, dass Denkmuster geändert werden können, wenn die Sprache verändert wird“ ??? Das ist nur eine These.

Indra Rupp
6 Monate zuvor
Antwortet  Lisa

Ich denke, dass das auch stimmt. Wenn ich meinen Cocker Spaniel aber Hotdog nenne, weil er mit seinen Fusseln so nah am Ofen liegt, bis ihm das Fell qualmt, dann gibt es da gar nichts zu befürchten. Auch nicht, wenn ich drohe, das Hotdog zu grillen, wenn es gleich nicht artig ist.
Ich denke, hier wird Sprache nicht verstanden und das ist echt ’n dicker Hund!

Indra Rupp
6 Monate zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Ärgert mein Hund aber die Katze, so wie jetzt gerade, dann nenn ich ihn Blödmann! Er wird also als Mensch betitelt, wenn er sich charakterlich so daneben benimmt und Kleinere /Schwächere ärgert. Und wenn Katze zurück ärgert, lach ich ihn aus.

Meine Ziegen nenn ich übrigens auch „Döner“! ZB letztens, als sie ohne mich im Wald spazieren gingen und viel zu lange weg blieben. Ich hatte echt Angst, die hätte jemand eingesackt und mitgenommen, weil sie so zutraulich sind und ja alle ärmer und hungriger werden.
Tatsächlich sind sie aber nur auf dem Balkon vom Nachbarn rumgeklettert, da war ich froh. Der Nachbar auch, er hat sogar Fotos gemacht!

Biene
6 Monate zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Ich muss gerade an einen Geisteswissenschaftler aus dem späten 19. und führen 20. Jahrhundert denken. Der Mann hat seinen Hund als „Mensch“ beleidigt, weil es in seinem Ermessen nichts Beleidigenderes gab.
Nun ja, der Mensch ist des Menschen Wolf.

Ich sollte diesen Artikel mit den entprechenden Kommentaren in meine Favoriten legen. Es ist köstlich dieses erhabene Amüsement zu lesen.

A.J. Wiedenhammer
6 Monate zuvor
Antwortet  Biene

Also, der Mensch ist quasi des Hundes Wolf? Das nennt man vermutlich Interspezifismus.

Rainer Zufall
6 Monate zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Aber dann stehen Meinungen gegen Meinungen. Vergleiche sind beliebig und wertlos.
Wenn wir weiterkommen wollen, brauchen wir Belege, keine Meinungen.

Sorry -___+

Fresh L
6 Monate zuvor
Antwortet  Lisa

„https://www.spektrum.de/news/linguistik-wie-die-sprache-das-denken-formt/1145804“

Als erster Einstieg in die Recherche zum bereits lange nachgewiesenen Zusammenhang von Sprache und Denken, was logischer Weise den Zusammenhang von Sprachänderung und Denkmuster-Veränderung mit einbezieht.

Unfassbar
6 Monate zuvor
Antwortet  Fresh L

Müssen wir uns bei der mit immer mehr Anglizismen, Arabismen, Passivkonstruktionen und Pronomen in der deutschen Sprache im Vergleich zur Feldpost aus dem ersten Weltkrieg etwa Sorgen machen?

Fresh L
6 Monate zuvor
Antwortet  Unfassbar

Sind sicherlich soziolinguistische Bereiche, die in diesem Themenfeld auch Beachtung finden sollten.
Sprengt jedoch vermutlich in dieser dezidierten Diskussion zum sprachlichen Speziesismus den Rahmen.

Rainer Zufall
6 Monate zuvor
Antwortet  Fresh L

Danke, dass Sie etwas Greifbares in die Diskussion einbringen, was über eine Einzelmeinung hinaus geht.
Wie belastbar diese Informationen sind, kann ich nicht sagen, fand aber nichts dem widersprechendes

Bücherleser
6 Monate zuvor
Antwortet  Lisa

„Denkmuster werden durch Sprache geändert“ – dazu Goethe im „Faust“:

  • „Die Botschaft hör ich wohl, allein mir fehlt der Glaube.“
  • „Sucht nur die Menschen zu verwirren, sie zu befriedigen ist schwer.“

Also nicht nur schwarze Magie bei „Faust“!

Rainer Zufall
6 Monate zuvor
Antwortet  Bücherleser

Wollten Sie nur Ihren Goethe auspacken oder wo genau sehen Sie den Mehrwert? Was sagte eigentlich Shakespear zu Spezizismus?

Bücherleser
6 Monate zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Sie wollen Shakespeare, Sie bekommen Shakespeare:

  • „Der Fuchs bellt nicht, wenn er das Lamm stehlen will.“
  • „Gut gebrüllt, Löwe!“
  • „Gute Gründe müssen den besseren weichen.“
  • „Leih jedem dein Ohr, doch wenigen deine Stimme.“
  • „Die Zeit ist aus den Fugen.“
  • „Um sein Ziel zu erreichen, zitiert selbst der Teufel aus der Bibel.“

Zum Schluss noch mein Lieblingszitat von ihm:

  • „Ist dies schon Tollheit, hat es doch Methode.“

Gern geschehen!

Rainer Zufall
6 Monate zuvor
Antwortet  Bücherleser

Spannend… Was hat dies konkret mit Rechten von Lebewesen, Tieren zu tun?

Bücherleser
6 Monate zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Man muss schon ein bißchen (um die Ecke) denken, um diese Zitate mit dem Ausgangsthema! in Verbindung zu bringen!

Fresh L
6 Monate zuvor
Antwortet  Bücherleser

ein bißchen (um die Ecke) denken“

Mögen Sie mich dann jetzt bitte hier irgendwo abholen. Habe mich nach der 4 Ecke irgendwie verlaufen.

Bücherleser
6 Monate zuvor
Antwortet  Fresh L

Ist doch gar nicht schlimm! Nicht traurig sein! Ich verstehe auch nicht immer Ihre Kommentare. Und noch ein kleiner Trost: Es ist nicht immer von Vorteil, wenn der Kopf mehr als 4 Ecken hat, hat mich die Erfahrung gelehrt. Man ecktdann nämlich öfter an!

Fresh L
6 Monate zuvor
Antwortet  Bücherleser

Ich verstehe auch nicht immer Ihre Kommentare.“

Fragen Sie dann doch einfach mal nach. besser als dumm zu sterben.
Im Gegensatz zu Ihnen, würde ich Sie dann auch „abholen“, wenn ich darum gebeten werde.

Bücherleser
6 Monate zuvor
Antwortet  Fresh L

Keine Sorge, ich bin ja auch eine potschemutschka. Wenn ich etwas wissen will, frage ich auch nach. Aber man muss auch nicht alles verstehen (wollen). Man kann manches auch einfach so stehen lassen. Das macht das Leben einfacher! Kann ich nur empfehlen!

Fresh L
6 Monate zuvor
Antwortet  Bücherleser

Aber man muss auch nicht alles verstehen (wollen).“

Schön, dass Sie endlich mal das grundlegende Problem einer fehlgeleiteten Kommunikation darlegen.

Ein gutes Schlusswort. Danke.


Fresh L
6 Monate zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Er nennt sich nicht umsonst BÜCHERLESER.
Das war eine sehr gewagte Herausforderung von Ihnen mit vorhersehbarem Resultat. 😉

Den Mehrwert bleibt der Bücherleser in Bezug auf den hier diskutierten Speziesismus dennoch schuldig, so wie ich das sehe.

Biene
6 Monate zuvor
Antwortet  Fresh L

Es gibt einen Haufen an Zitaten, die sich mit Tieren in den unterschiedlichsten Zusammenhängen befassen.
Gerne dürfen auch Bücher (Fabeln oder Kinder-/Jugendliteratur) dazu hergenommen werden. Ich könnte ihnen eine Liste an Empfehlungen liefern. Ich belasse es jedoch bei Harry Potter, dort werden Fabelwesen (auch Tiere, die besonders in Aussehen und Eigenschaften sind) für Allerlei Dinge hergenommen. Werden diese eigentlich nach ihren Gefühlen befragt, wenn sie ihre „Arbeit“ verrichten.

Und die Zitate, welche unser Bücherleser so herrlich treffend aus seinem Fundus mit uns teilt, passen wunderbar auf die Diskussion. Mit etwas Abstand lässt sich das sogar nach wenigen Sekunden erkennen.

„Denke lieber an das, was du hast, als an das, was dir fehlt! Suche von den Dingen, die du hast, die besten aus und bedenke dann, wie eifrig du nach ihnen gesucht haben würdest, wenn du sie nicht hättest.“ Mark Aurel würde auch an dieser Stelle passen. (Der Bücherleser möge mich diesbezüglich korrigieren, sollte ich mich vertan haben.)

Pauker_In
6 Monate zuvor
Antwortet  Lisa

Belassen wir sie doch einfach in ihrem Glauben!

Rainer Zufall
6 Monate zuvor
Antwortet  Lisa

Das wusste ich bisher nicht. Haben Sie eine Quelle dazu, wer diese These wissenschaftlich widerlegte?

PaPo
6 Monate zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Hmmm… falscher Ansatz.
Man müßte prüfen, wie (d.h. mit welchen Hypothesen, Methoden und Techniken etc.) Dgl. empirisch untersucht wurde und wie die konkreten Eregbnisse der jeweiligen Studien sind, d.h. wie groß die jeweiligen Effekträrken sind etc., wie strapazierbar der jeweilige Studie. Die Kontrolle des publication bias nicht vergessen und evtl. Reproduktionen oder den Mangel an Reprozuzierbarkeit würdigen, wie auch die Henne-Ei-Problematik.

… die Studien zur Sapir-Whorf-Hypothese sind z.B. (auch theoretisch) eher… nicht so prall.

Fresh L
6 Monate zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Guter Ansatz.
Leider kann und wird da nichts kommen.

Meine oben angegebene Quelle kann zumindest der Anfang sein für die konstruktive Auseinandersetzung mit dem wissenschaftlich nachgewiesenen Einfluss von Sprache auf das Denken.

Wenn man sich denn aus seiner Blase heraus bewegen möchte.

anka
6 Monate zuvor

Bei der ganzen Aufregung um Spezizismus gerät hier ein Aspekt völlig außer acht:
Der Alphabetizimus nämlich.
Wer hat denn bestimmt dass ein U mehr wert ist als ein X?
Jemandem ein X für ein U vormachen“ bedeutet doch eine Überhöhung des U an und für sich. Jedes X will so sein wie ein U (kann es aber leider nicht). Das ist böswillig und herabsetzend dem gemeinen X gegenüber und wird seiner sozialen, gesellschaftlichen, politischen, ökonomischen und vor allem seiner mathematischen Bedeutung nicht im Geringsten gerecht (auch wenn der Wert von x ein für alle Mal auf 5 festgesetzt wurde).Rettet dem X!
Nieder mit dem Alphabetizimus.
Es lebe der vorurteilsfreie Buchstabensalat!

Lisa
6 Monate zuvor
Antwortet  anka

Das U ist eigentlich ein V.

Hysterican
6 Monate zuvor
Antwortet  Lisa

Und x ist bei den alten Römern immer 10 … deswegen hatten die es in Mathe auch leichter als wir heute.
Hätte man das nicht einfach so lassen können?

447
6 Monate zuvor
Antwortet  anka

„Kommt ein Ökolinguist, ein Tierschützer und eine Gender-Professorin zum Kongress über Trans-Spezifizismus…“

Marion, Erzieherin
6 Monate zuvor
Antwortet  447

„….als die Debatte beim Tagesordnungspunkt 3846, wo es um die Frage der diskriminierungsfreien Bezeichnung für genderfluide Faultiere ging, ins Stocken geriet, stürmte Markus Söder in den Saal…..“
Wer mag weiter erzählen? 😉

Indra Rupp
6 Monate zuvor

…. und meinte, wenn wir Faultiere Schlautiere nennen, ist das Bildungsproblem gelöst!

Marion, Erzieherin
6 Monate zuvor
Antwortet  Indra Rupp

🙂 Oder so:
….im Schlepptau hatte er einen bis an die Zähne mit Jagdgewehren bewaffneten Hubsi Aiwanger, der mit Zornesröte im Gesicht ein Manifest aus dem Schulranzen zog, in dem er die Anwesenden zur Rückgabe der Demokratie aufforderte.
Bilanz: Blutbad, keine Überlebenden.

Hysterican
6 Monate zuvor
Antwortet  447

….der Witz fängt saugut an….wie geht der weiter? 😉

potschemutschka
6 Monate zuvor
Antwortet  anka

Das Y ist ein teilamputiertes X. Auweia, in Bio habe ich gelernt: Frau = XX, Mann = XY. Da denke ich jetzt lieber nicht darüber nach. Denn sonst müssten die Männer eigentlich auf Inklusion und gegen Diskriminierung Behinderter drängen.
Oh, oh über mir braut sich jetzt ein shitstorm zusammen (ist nur noch die Frage, aus welcher Richtung). Ich glaube, ich muss meine Frühstücksgewonheiten ändern. Hat jemand einen Vorschlag? 🙂

Unfassbar
6 Monate zuvor
Antwortet  potschemutschka

Männer sind aufs populationsdynamischer Sicht im Gegensatz zu Frauen mehrheitlich verzichtbar, weil ein Mann 50 und mehr Jahre lang theoretisch pro Tag mehrere Nachkommen zeugen kann, eine Frau aber nur eines pro Jahr für maximal 30 Jahre.

potschemutschka
6 Monate zuvor
Antwortet  Unfassbar

Haben Sie auch „Die geschützten Männer“ von Robert Merle gelesen? 🙂 Allerdings, eine Welt ganz ohne, oder nur mit wenigen Männern …? Ich weiß nicht. Nur Frauen unter sich, wäre auch nicht so toll.

447
6 Monate zuvor
Antwortet  Unfassbar

Absolut richtig.

Und sobald Gruppenbildung dazukommt, ist es evolutionär durchaus sinnvoll, möglichst viele Männchen zu haben.
Haben die anderen nämlich mehr/aggressivere, dann …

Dil Uhlenspiegel
6 Monate zuvor
Antwortet  potschemutschka

Zustimmung, passt schon. XX, XY, X0 sind lebensfähig, Y0 wird nichts. Das Y-Chromsom beim Menschen ging in der Evolution zurück, bis zur beinahen Bedeutungslosigkeit gerade noch die Ausprägung der biologisch-männlichen Geschlechtsmerkmale in Embryonalentwicklungswoche Nr. … (äh, nicht aufgepasst) einzuleiten, aber erst z.B. nach Initialzündung des Zitzenwachstums beim Säugetier, weshalb Brustwarzenpiercing bei allen geht, auch bei Dackelrüde Waldi, sofern er aus freien Stücken und in vollem Umfang seiner Geisteskraft vor Zeugen unterschreibt.

Rainer Zufall
6 Monate zuvor
Antwortet  anka

Sie gehören also zu den Menschen, die Leben und Zahlen nicht unterscheiden können, hm?
Ich hörte, eine Zahl an Häusern fiel dem Wasser zum Opfer. Aber es war nur eine Zahl – kein Stress

anka
6 Monate zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Sorry, verstehe ich nicht.
Zahlen?
Xe uns Us sind doch Buchstaben. Zusammen ergeben sie Buchstabensalat.
Zahlen?

anka
5 Monate zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

verstehe ich noch immer nicht.
Aber erst mal schön einen raushauen „Sie gehören also zu den Menschen, die...“.

MINT-Lehrer
6 Monate zuvor
Antwortet  anka

Das X ist beim Scrabble 8 Punkte wert und das U nur 1 Punkt 🙂

A.J. Wiedenhammer
6 Monate zuvor

Eines muss man PETA lassen: Sie haben hier sehr viele Menschen zu humoristischen Äußerungen verleiten und dadurch wohl nicht nur mir ein Grinsen aufs Gesicht gezaubert.
Immerhin.

Pauker_In
6 Monate zuvor

Ja, aber dann merkt man: Denen ist es bierernst! Humorbefreit, wie üblich bei Extremisten.

potschemutschka
6 Monate zuvor

Finde ich auch super! War aber von Peta sicher nicht beabsichtigt, fürchte ich. 🙂
Aber diese Welt lässt sich nur noch mt Humor ertragen, sonst drehen noch mehr Menschen durch als ohnehin schon.

A.J. Wiedenhammer
6 Monate zuvor

Mir fällt gerade ein: Ein Aspekt des Sprache-Wirklichkeits-Dingens wurde hier bisher völlig unterschlagen:
Wenn wir die Nennung von Tieren aus so vielen (nur negativ besetzten?) Redewendungen herausmerzen, arbeiten wir damit nicht ungewollt und kontraproduktiv der „Sichtbarkeit“ der Tiere in unserem Umfeld entgegen? Das kann doch schwerlich gewollt sein.

Fresh L
6 Monate zuvor

Es wäre schon aus Gründen der Minimierung der Massentierhaltung und eines gesünderen Lebensstils durchaus zu wünschen, dass die (dreckige) Sau, das (blöde) Schaf, die (dumme) Kuh und andere Tiere stärker an Sichtbarkeit auf dem Teller, in den Fleischtheken und den Tiefkühlabteilungen verlieren.

Ohne dafür zu plädieren, dass sie komplett verschwinden sollte.

A.J. Wiedenhammer
6 Monate zuvor
Antwortet  Fresh L

Ich meinte eigentlich die These, dass eine vermehrte „Sichtbarkeit“ (äh, Hörbarkeit?) von Tieren in der Sprache vielleicht primär zu vermehrter Emphatie für diese führen könnte, was dann sekundär zu weniger Präsenz auf Teller und Fleischtheke führen könnte.

Fresh L
6 Monate zuvor

Bei rein positiven Konnotationen mit Tieren mag das möglich sein.
Ich denke jedoch nicht bei überwiegend negativ besetzten Vergleichen und Redewendungen, die Tiere somit als minderwertiger darstellen.
In diesem Fall zeigt gerade PETA hier Empathie, in dem sie diese überwiegend negative Sichtweise gegenüber Tieren in der Sprache erkennen und lösungsorientiert thematisieren.

Bücherleser
6 Monate zuvor

Kinderbücher müssen auch dringend „überarbeitet“ werden. Oft sind dort Tiere die Hauptfiguren, und die sprechen meistens auch noch. Was für ein Tierbild wird da den Kindern vermittelt. Das geht doch gar nicht! (keine Ironie, ist schon Sarkasmus!)

Fresh L
6 Monate zuvor
Antwortet  Bücherleser

ist schon Sarkasmus!“

Dann bin ich beruhigt.
Ich fürchte nämlich, der Großteil, der hier Kommentierenden meint das alles todernst.

Bücherleser
6 Monate zuvor
Antwortet  Fresh L

Genauso todernst wie Peta?

Biene
6 Monate zuvor
Antwortet  Bücherleser

Vermutlich sogar bierernst!
Wobei ist das nicht schon wieder eine Aneignung von Getreide. Oh je, jetzt fühlt sich das Getreide auch noch beleidigt. Nicht, dass das Getreide und andere Pflanzen, die wir zum Überleben als Lebensmittel dringend benötigen, eine Petition starte und eine sensiblere Sprachverwendung im Bezug auf Pflanzen möchten.

Für Fans von Redewendungen: Gerhard Wagner: „Schwein gehabt! – Redewendungen des Mittelalters“

(Ob der Autor jetzt einen neuen Titel für das Buch braucht! Dabei ist das doch eine POSITIVE Aussage über das Schwein.)

Bücherleser
6 Monate zuvor
Antwortet  Biene

…. so positiv war das fürs Schwein eben doch nicht, denn es wurde am Ende irgendwann „verwurstet“. 🙂

Biene
6 Monate zuvor
Antwortet  Bücherleser

Verwurstet ja, dafür dass das Tier der Trostpreis in mittelalterlichen Wetten war, war es aber auch ein überraschend wertvoller Gewinn. Denn man wurde ja im Notfall auch satt. Am Ende doch einen Gewinn gemacht.
Ich mag die Wurst im Sinne von Wurst. (Leitsätze für Fleisch und Fleischerzeugnisse 1.3.2.) Gut verarbeitet vom Metzger vor Ort und der Rohstoff kommt keine 50 km weit weg.

Fresh L
6 Monate zuvor
Antwortet  Biene

Mit welchem Recht nennen Sie sich eigentlich Biene?
Mir liegt aber fern zu sagen, es wäre eine Beleidigung für alle Honigproduzierenden Insekten. 😉

Wie war das doch mit Roberto Blanco hier irgendwo in den Kommentarspalten: „Ein bisschen Spass muss sein!“

Biene
6 Monate zuvor
Antwortet  Fresh L

Fresh L, dass war/ ist ein Spitzname (bitte nicht an die Hunderasse denken- wuff-) aus meiner Grundschulzeit, Assoziation mit dem Honigproduzenten gewollt, weil ich ebenso fleißig sei wie dieses Tier. Eine Mitschülerin selben Vornamens wurde wie eine magiebegabte Kinderbuchfigur, die auch einen sprechenden, aufrechtgehenden, kleidertragenden Dickhäuter kennt, benannt, damit man uns unterscheiden konnte.

Ja, den Hinweis auf den Gassenhauer von Roberto Blanco habe ich auch gelesen. Es ist ein tolles Lied, auch wenn ich „No bullets fly“ von Sabaton bevorzuge.
Mich beschleicht gerade der Verdacht, dass das (der obenstehende Artikel) eine Aktion vom Postillion ist, zu zutrauen wäre es dieser humoristischen Gazette auf jeden Fall.

Denn noch lassen Sie uns diese herrliche, köstliche und äußerst bereichernde Kommentarrunde weiter vertiefen wie genießen. Und es als Ausgleich zu den Geschehnissen in anderen Pressmeldungen oder aus dem Radio nutzen.

Fresh L
6 Monate zuvor
Antwortet  Biene

Und es als Ausgleich zu den Geschehnissen in anderen Pressmeldungen oder aus dem Radio nutzen.“

Diese sollte man mMn nicht überbewerten.

Fresh L
6 Monate zuvor
Antwortet  Bücherleser

Genauso todernst wie Peta?“

Bei einigen fürchte ich das tatsächlich.
Ich vermute aber, Sie haben mit Ihrem Vergleich zu PETA sicherlich eine andere Konnotation im Sinn gehabt.

anka
6 Monate zuvor
Antwortet  Bücherleser

Und sie gehen sogar meist aufrecht, widernatürlicherweise.
Kulturelle Aneignung, sage ich nur!

BeWa
6 Monate zuvor

(Achtung! Triggerwarnung.
Dieser Text enthält 2 Sternchen.)

PETA leistet der Sache selbstverständlich permanent „Bärendienste“ (hahaha), weil diese Organisation nie die menschliche Ignoranz mitbedenkt, die – wie in diesem Fall – dafür sorgt, dass Begriffe wie „Denkanstoß“ und „Bewusstwerdung“ schlicht nicht umgesetzt werden.

Worin besteht denn bloß das Problem, zu lesen, zu reden, innezuhalten und zu denken: „Oh!?“,
um fürderhin aufmerksamer, vielleicht sogar empathischer (Bewahre!) durch’s Leben zu gehen?

Mein Vorschlag zur Sprachsensibilisierung:

Konventionelle Schweine-Massen-Haltung in SH
=> 800 STÜCK (!), enge Sau-Buchten mit Spaltfussböden und unterm Dach das Schild
„Familie XXX“ -SchweinePRODUZENT“

Stück! Produzent!

Könnte man da nicht wenigstens drüber nachdenken? Nur nachdenken. Mehr nicht.

Wir können natürlich auch den Kopf schütteln über chinesische 26stöckige Schweinehochhäuser.

Irgendwer ist immer schlimmer – äh?
… bestialischer.

Und die essen ja auch Hunde.*)

HUNDE! Oh, Gooott!
Das sind doch …, doch …, doch …

schmerzempfindsame soziale Tiere mit Emotionen!

So wie …
– Schweine?

*)
privat organisiertes Hundefleischfestival in Yulin

BeWa
6 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Mich muss man da nicht mehr überzeugen.

Wenn Diskussionen im Real Life so verlaufen wie hier die Kommentare zeigen, dann kann man solche Infos nicht mehr bringen … und geht lieber weg.

Bestenfalls ist man Spaßbremse, weil man nicht lacht. Schlimmstenfalls wird man gefragt, was man denn tun würde, wenn das eigene Kind morgen stirbt, aber durch ein frisch geerntetes Schweineherz gerettet werden könnte (Hähähä!).

Ich ärgere mich gerade, dass ich kommentiert habe …
glaube, ich kann mit Urlaub nicht umgehen.

Nichtsdestotrotz …
hier ein Zitat vom Schenkelklopf-Helden der Antigender-, Antiwoke-, Antiempathie-Klientel zum Umgang mit Tieren:

„Manche Leute fühlen sich bedroht, wenn andere dort Mitgefühl zeigen, wo sie selbst keines aufbringen. Dann greifen sie diese Menschen an, um sich selbst besser zu fühlen. […] Güte ist Güte. So einfach ist das.“
Ricky Gervais

Indra Rupp
6 Monate zuvor
Antwortet  BeWa

Ich bin weder Antigender, Antiwoke noch Antiempathie und dazu Tierlieb. Von bestimmten Leuten im Tierschutz halte ich allerdings wenig und Redewendungen und geflügelte Worte abzuschaffen, wenn sie im Bezug auf Tiere negativ gemeint sind, halte ich für Schwachsinn! Es gibt auch positive Worte und auch im Bezug auf Menschen negative Wörter. Es gibt den Blödmann, aber nicht die Blödfrau, und nun? Mir scheint diese Aktion eher eine Heuchelei und ein ziemlich hilfloser Versuch, Menschen zu Tierliebe zu erziehen. Wenn es so einfach wäre! Es gibt Kinder, die nie Kontakt zu Tieren hatten und diese wie Außerirdische betrachten – und behandeln. Diesen Kindern fällt die Vorstellung, dass das empfindende Lebewesen sind, sehr schwer. Da könnte man ansetzen. Aber was meinen Sie, erreichen Sie, wenn Sie solchen Kindern das Wort „blöde Kuh“ verbieten? Was meinen Sie, tut es bei mir zur Sache, ob ich blöde Kuh oder blöder Blumenkohl sage?

BeWa
6 Monate zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Nö.
Tut nicht zur Sache.

Ich glaube aber, dass innehalten, nachdenken, vielleicht mit der Folge, eigenes Handeln zu überdenken und dieses gegebenenfalls zu ändern, zur Sache tun.

Manchmal sind es Denkanstöße, die so etwas in Gang setzen.
Denn:
Denkanstoß ≠ Handlungsanweisung.

Persönlich begann Sprachsensibilität für mich beim N*gerkuss und führte zu einer kritischen Selbstbefragung bez. des Begriffs „Clan-Kriminalität“.

Dem gingen Denkanstöße voran, von denen ich glaube, dass sie mir nicht geschadet haben.

Alles in allem lässt sich also sagen, dass ich eine positive Beziehung zu Denkanstößen, Erkennen eigener Sprachmuster, Veränderung der Wahrnehmung und reflektiertem Handeln habe.

Ich kann es nur empfehlen.

potschemutschka/Bücherleser
6 Monate zuvor
Antwortet  BeWa

„positive Beziehung zu Denkanstößen, Erkennen eigener Sprachmuster, Veränderung der Wahrnehmung und reflektiertes Handeln“ – das ist genau das, was in unserer Gesellschaft immer mehr verloren geht. Immer wird gleich der Holzhammer hervorgeholt: „Ich habe Recht und wenn du das nicht auch so siehst, bist du ….“

Bücherleser
6 Monate zuvor
Antwortet  BeWa

@BeWa
Danke! Jeder sollte bei sich selbst beginnen, ehe er versucht die Welt zu missionieren. Dann wäre schon viel erreicht:

  • „Die Welt verändert sich durch dein Vorbild, nicht durch deine Meinung.“ (Paulo Coelho)
anka
6 Monate zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Müssten wir dann nicht konsequenterweise positiv konnotierte Tier(Mensch-)Bilder die nächsten paar Hundert Jahre umdrehen, um Gerechtigkeit walten zu lassen?
Also aus dem „schlauen Fuchs“ den Dummfuchs machen?
Als ausgleichende Gerechtigkeit für den gegen seinen Willen vereinnahmeten Fuchs?
Und die nach Athen getragene Eule darf nunmehr selbst fliegen!

Indra Rupp
6 Monate zuvor
Antwortet  anka

Ich habe meine Glaskugel hervor geholt und kann bestätigen, dass wir für die Gerichte „Hotdog“, „kalter Hund“ und „falscher Hase“ bald neue Namen brauchen.
Wenn Sprache im relaventen Maß das Denken formt, halten wir sonst unsere Hunde bald für Leckereien, genau wie unsere Hamburger, Berliner und Amerikaner!

Rainer Zufall
6 Monate zuvor
Antwortet  BeWa

Das Einzige, in dem Tiere dem Menschen ebenbürtig sind, ist die Fähigkeit zu leiden.

Marion, Erzieherin
6 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Denke ich das weiter, lande ich bei: Weniger Fleischkonsum, kleinere Betriebe, regional und Bio.
Schreibe ich hier davon, daß wir zu kleineren, regionaleren Wirtschaftskreisläufen zurückkehren sollten, zu mehr kleinen Bauernhöfen in den Dörfern mit Hühnern auf dem Hof und Kühen auf der Wiese und Kindern die da mittendrin groß werden und deshalb keinen Kitaplatz beanspruchen müssen, dann wird mir von Seiten der Redaktion gerne Vergangenheitsverklärung vorgeworfen.
Was ist jetzt richtig?
Wenige, dafür umso größere Massentierhaltungsbetriebe, die viel billiges Fleisch und billige Milch produzieren,
immer mehr „tote“ Dörfer mit hübschen, gepflegten, zugepflasterten Vorgärten, wo nicht mal mehr ’ne Biene summt, weil keiner mehr Zeit und Lust hat einen richtigen „Bauerngarten“ mit Obst, Gemüse und (bienenfreundlichen) Blumen zu hegen und pflegen?
Wie soll sie denn aussehen, die schöne neue Welt?
Wenn ich ernst nehme, was in ihrem Link steht, dann brauchen wir genau das: Insgesamt weniger Fleischproduktion, dafür regional und ökologisch und artgetecht.
Das heißt: Kleinere Betriebe mit Kühen auf der Wiese, Schweine in der Schlammkuhle, Hühner zum Scharren auf dem Hof.
Warum erinnert mich das nur so fatal an früher, wo alles schlechter war?
Ja, ich weiß. Früher war kein Bio.
Aber heute sind wir ja schlauer.
Wo wir wieder bei der Verbindung sind: Das Gute von heute, mit dem Guten von früher und den anderen Sch… lassen. 😉

Marion, Erzieherin
6 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Ja, ja, ich weiß schon.
Food4future, ein Forschungsprojekt das sich mit dem Thema befaßt, wie die wachsende Weltbevölkerung trotz Klimawandel auch in Zukunft satt zu bekomnen ist, hat da schon ganz konkrete Vorstellungen und Pläne:
„Die Lebensmittelproduktion rückt aus den ländlichen Regionen mehr in die Stadtzentren.
In Berlin z.B. gäbe es ober- und unterhalb der Erde genug ungenutzte Gebäude und räumliche Strukturen, wie verlassene U-Bahntunnel oder leerstehende Gewerbeflächen.
Der Anbau erfolgt in modularen, abgeschlossenen Räumen ohne natürliches Licht….usw.“
Das ist weit entfernt von meiner ländlichen Romantik.
Mein Vorschlag: Machen wir das so. Anders wird’s gar nicht mehr gehen. Aber laßt mir auf dem Dorf doch bitte trotzdem noch den ein oder anderen Bauernhof mit der ein oder anderen Kuh, dem Schwein und dem Huhn und einen kleinen Garten mit Obst und Gemüse und Blumen und all dem überflüssigen Kram. Nur so. Zwecks der Romantik. Ich kümmer mich auch drum. Versprochen.

Mary-Ellen
6 Monate zuvor

Sorry, die von Ihnen beschriebene „Romantik“ war z.B. in den Sechzigerjahren von Nahem betrachtet nicht immer sehr romantisch. Hing sehr davon ab, wie „wohlhabend“ der landwirtschaftliche Betrieb war.
In dem nahen Umfeld meiner Kindheit existierten zwei Höfe, einer schlecht, der andere besser aufgestellt. Ersterer besaß 2 Kühe, die den ganzen Winter über angekettet in einem stockdunklen Stall in ihrem eigenen Mist standen.
Ein vor dem Schlachthof „gerettetes“ Reitpferd musste den Pflug ziehen und wurde mit einem Knüppel angetrieben. Die Schweine sahen das Sonnenlicht nie; die Ferkel wurden kopfüber an einem Hinterbein zum Abtransport (Schlachthof) geschleppt, sie schrien und mussten sich meist übergeben.
Von Weitem betrachtet sah es recht idyllisch aus, wenn Pferd und Kühe auf der blumenübersäten Weide standen….
Auch bei dem wohlhabenderen Betrieb war nicht alles so, dass man von artgerechter Haltung sprechen konnte.
Ich denke da z.B. an Kettenhund Peter, der sein Leben lang nur einen Bewegungsradius von 5 Metern kannte….u.v.m.

Marion, Erzieherin
6 Monate zuvor
Antwortet  Mary-Ellen

Ich will damit nur sagen, daß ich generell für mehr Regionalität, Saisonalität, für mehr Naturnähe und echten Bezug zu den Tieren und Pflanzen bin, von denen wir uns ernähren.

Marion, Erzieherin
6 Monate zuvor

Unter der Rubrik „Nachrichten“ ist hier auf news4teachers ein Interview mit dem Biologen Thomas Kantermann zu lesen.
Überschrift: „40% der Menschen entkoppeln sich von ihrer inneren Uhr“.
Zitat aus dem Interview:
„Unser Alltag ist geprägt von der Nutzung von Technik zur Kommunikation und zum Entertainment….
Einflussreich für unsere inneren Uhren ist besonders der Gebrauch in den Abend- und Nachtstunden, der eben laut unseren Erhebungen 39% der Menschen künstlich von ihren inneren Uhren entkoppelt, wodurch sie zum Teil deutlich zu wenig Schlaf bekommen.“
Folgen?
„… Störungen von Schlaf, Stoffwechsel, Herz- Kreislaufsystem und in der Gemütsverfassung bis – in extremen Fällen wie Schichtarbeit – zur Möglichkeit einer erhöhten Wahrscheinlichkeit für Krebserkrankungen.“
DAS meine ich, wenn ich hier häufig unsere sog. moderne Lebensweise kritisiere. Wir entkoppeln uns mehr und mehr von natürlichen Prozessen, denen wir, trotz allem zweifellos auch segensreichen technischen Fortschritts, immernoch unterworfen sind – und werden krank davon.
Diese generelle, nicht nur durch digitale Technik verursachte „Entkoppelung“, führt auch dazu, daß wir den natürlichen Bezug zu unserem Mitgeschöpf „Tier“ verloren haben, womit ich nicht unser aller heißgeliebten Haus-und Kuscheltiere Hund und Katze meine. Ich rede vom Schnitzel auf dem Teller, dem Paddy auf dem Burger, den Chicken Nuggets und der Currywurst, die viele von uns gerne so bedenkenlos vertilgen, deren „Produktion“ aber rein gar nichts mehr mit irgendwelchen natürlichen Prozessen zu tun hat.
An jeder Ecke in jeder x-beliebigen Groß- und auch Kleinstadt, an jedem größeren Hauptbahnhof, in jedem Billigdiscounter wird uns Fleisch in allen erdenklichen Formen als schneller Snack für zwischendurch hinterher geschmissen. Interessiert auch nicht, daß es sich bei dem Stück Fleisch um ein einst lebendes Geschöpf handelt, daß sein wahrscheinlich eher kurzes, dafür umso elenderes Massendasein, in qualvoller Enge verbracht hat, ehe es nach endlosem Transport zum Schlachthof von seinem Leiden „erlöst“ wurde.
Müssten wir für den Erwerb von Fleisch und Wurst jedoch einen gewissen Weg auf uns nehmen, der uns zum Metzger „unseres Vertrauens“ führt, der seine garantiert hausgemachte Ware aus regionaler Aufzucht zu einem angemessenen Preis an den Mann, die Frau oder die wie auch immer geartete Person bringt, dann würde es sich der eine oder andere sicher nochmal genau überlegen, ob zu einer „ordentlichen Mahlzeit“ zwingend täglich ein Stück Fleisch auf dem Teller gehört.
Und vielleicht, aber nur ganz vielleicht, wäre es hilfreich, wenn zwischendurch so ein junges Menschlein die Bekanntschaft mit dem noch lebenden, sonst so gern bei McDonalds oder Burger King verzehrten chicken nugget, machen würde, so lange das chicken noch Federn hat, über den Hof wackelt und fröhlich gackert. Obwohl – vielleicht würde dem jungen Menschlein der Appetit eher vergehen, wenn wir ihm die Wahrheit zeigen würden.
Um jetzt mal zu einem Fazit zu kommen: Ich beweine nicht die frühere Bauernhofromantik, die es so selbstverständlich auch nie gab.
Aber ich beweine den Verlust unseres Bezugs zu unserer Natur, der im oben zitierten Interview beschriebenen Entkoppelung von natürlichen Prozessen.
Und wahrscheinlich führt genau diese Entkoppelung zu derart skurrilen Debatten wie dieser.
Da wird doch der Hund in der Pfanne verrückt, ich glaube mein Schwein pfeift, das geht doch auf keine Kuhhaut – sucht euch was Passendes aus.

Biene
6 Monate zuvor

Ein Hinweis an dieser Stelle: Der Begriff „Regional“ ist nicht als als geschützte Angabe vorzufinden.
Die „Bio“-Marken bitte genau prüfen, da es Mindeststandarts für jedes „Bio“-Siegel gibt.
Evtl. mal den Begriff „Bio“ von seinem Ursprung her denken;-)

Marion, Erzieherin
6 Monate zuvor

Ach, ja, hab weiter unten versprochen, daß ich jetzt mal wieder für ’ne Weile die Klappe halten will. Aber das war gestern. Und wie sagte schon Adenauer: „Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern.“ 😉
Ne, im ernst: Ich bin guten Willens und arbeite hart an mir.

Mary-Ellen
6 Monate zuvor

Liebe @Marion, Erzieherin,

vielen Dank für Ihre ausführlichen Nachträge!
Da gehe ich natürlich zu 100% mit!!!
Beste Grüße! 🙂

Bücherleser
6 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Wir würden ja noch in der Barbarei leben, wenn nicht die Überreste des Altertums in verschiedener Gestalt vorhanden wären.“
(J. W. v. Goethe)

Alex
6 Monate zuvor
Antwortet  BeWa

PETA geht es aber mit ihrem Vorschlag nicht um unbestritten katastrophale Haltungsbedingungen, sondern um „Sprachsensibilität in Redewendungen“. Letzteres ist – so leid es mir tut – völliger Unfug.

BeWa
6 Monate zuvor
Antwortet  Alex

Wie ich schrieb:
Peta leistet der Sache einen Bärendienst.

Ich bin nur ganz allgemein für Sensibilität.

Fresh L
6 Monate zuvor
Antwortet  Alex

Ihre Haltung muss Ihnen nicht leid tun.
Immerhin können Sie, wie wir bereits erfahren haben, nichts für diese Einstellung:
«Wir lernen dieses Denken von Kindesbeinen an und empfinden Speziesismus daher oft unbewusst als selbstverständlich»
Schade ist nur, wenn man selbst nicht an sich selbst arbeitet und Haltungen hinterfragt und reflektiert.

Indra Rupp
6 Monate zuvor
Antwortet  Fresh L

Ich reflektierte Petas Haltung, die ein Schlag ins Gesicht von wirklich Betroffenen (in diesem Fall Menschen) ist.

Fresh L
6 Monate zuvor
Antwortet  Indra Rupp

In wieweit sind Menschen betroffen, wenn die negative Repräsentation von Tieren in der deutschen Sprache lösungsorientiert diskutiert und hinterfragt wird?
Inwiefern stellt dies sogar einen Schlag in das Gesicht der Menschen dar?
Dies scheint mir etwas übertrieben reflektiert.

Indra Rupp
6 Monate zuvor
Antwortet  Fresh L

Habe ich unten weiter erklärt, siehe „Butter bei die Fische“

Marion, Erzieherin
6 Monate zuvor
Antwortet  BeWa

Ich habe die westliche Arroganz gegenüber den Chinesen, was deren Essgewohnheiten betrifft, nie verstanden. Auch wenn ich selbstverständlich keinen Hund essen würde, verstehe ich nicht so ganz, was daran moralisch verwerflicher sein soll, als ein Schwein zu essen. Nur weil der Hund in unseren Breiten ein beliebtes Haus- und Schmusetier ist, muß das in Fernost ja noch lange nicht genauso sein und warum soll ein Hund mehr fühlen als ein Schwein?
Schweine in Massen auf Spaltböden, Rinder, die ihr Lebtag keine Wiese gesehen – geschweigedenn frisches Gras gefressen haben, Hühner, die ihr Dasein in Legebatterien oder in massenhafter Bodenhaltung verbringen, vollgepumpt mit Antibiotika.
Das Tiere lt. Gesetz als Sache und nicht als Lebewesen bezeichnet werden.
Himmelschreiende, Ungerechtigkeit und Anmaßung von der „Krone der Schöpfung“.
Ich bin kein Vegetarier oder gar Veganer. Aber ich würde mir wünschen, daß wir Tieren, die wir essen, wenigstens ein würdiges und artgerechtes Leben zugestehen.
Trotzdem ist diese Peta-Aktion in meinen Augen eher albern und wird wohl die wenigsten zu mehr Achtung gegenüber Tieren
anregen. Wer bisher nicht auf sein täglich Billigschnitzel verzichten wollte, wird es dadurch erst recht nicht tun. Im Gegenteil.
Obwohl mir Tierwohl sehr am Herzen liegt, kam ich bei diesem Artikel nicht umhin, ihn als Steilvorlage für allerlei infantilen Unfug zu nutzen. Sorry, ich fand’s lustig.
„…um fürderhin aufmerksamer, vielleicht sogar empathischer (Bewahre!) durch’s Leben zu gehen.“ – Viele, die hier über so ’nen hanebüchenen Unsinn ihre hanebüchenen Witze machen, gehen schon aufmerksam und empathisch durch’s Leben.
Vielleicht fehlt es Peta aber auch an Aufmerksamkeit und Empathie, wenn sie glauben so den (hunds-)gemeinen Schweinefleischfresser zum Nachdenken über das Wohl seiner tierischen Mitgeschöpfe anregen zu können. Wird nix. Bin ich mir sicher.
Habe lange nicht mehr so gelacht.
Trotzdem!

BeWa
6 Monate zuvor

„Der Vorstoß […] sei als DENKANSTOß gedacht.“

Meiner Meinung nach (als DENKANSTOß!) ein richtiges Anliegen.
Nur naiv, weil PETA meint, dass die Menschen es als DENKANSTOß verstehen.
Was sie natürlich nicht tun.
Auch nicht, wenn PETA dazu sagt, dass das als DENKANSTOß gemeint ist.

Genaugenommen hält PETA die Menschen für intelligent. Unempathisch zwar, aber intelligent.

Und das ist doch eigentlich sehr nett, oder?

Indra Rupp
6 Monate zuvor
Antwortet  BeWa

Peta hält sich leider selber für Intelligent.

Indra Rupp
6 Monate zuvor
Antwortet  BeWa

Sorry, dass wir Schrott hinterfragen und nicht unhinterfragt als Denkanstoß annehmen. ^^

BeWa
6 Monate zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Dafür müssen Sie sich nicht entschuldigen!
Ich entschuldige mich ja auch nicht dafür, dass für mich auch das „Denkanstoß“ sein kann, was für andere Schrott ist.

Eigentlich stößt das hier gezeigte Maß an „kreativer Witzigkeit“ und „sarkastischer Abwehr“ bezogen auf „Schrott“ mein Denken erst recht an.

Indra Rupp
6 Monate zuvor

Jaein! Das Schwein ist schlauer als der Hund und deshalb muss man befürchten, dass es seine Situation mehr reflektiert und vielleicht auch weiß, was kommt, wenn es das erste Mal nach draußen geht. Man höre sich nur das Schreien der Schweine dann an. Somit definitiv nicht moralischer als andere Tiere zu essen. Der Hund allerdings wurde darauf gezüchtet, den Menschen als Rudeloberhaupt anzunehmen, ihn zu lieben und ihm zu folgen. Er empfindet sich dadurch als Familienmitglied und reagiert bei Vernachlässigung in vielen Fällen ähnlich wie Kinder. Mal ganz abgesehen davon, wie die Hunde vor dem Schlachten in China gehalten und auch wie sie geschlachtet werden, ist das grausiger Vertrauensbruch, der da stattfindet. Andere Tierarten schenken dem Menschen das Vertrauen erst gar nicht – der Hund aber schon, denn er wurde daraufhin domestiziert.

Biene
6 Monate zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Wenn das Tier aus dem Stall auf eine Wiese, gemütlich sich sulen und fressen kann und nicht nach (DIN) 9 Monate nach Geburt und industrieller Aufzucht auf die Schlachtbank muss, ist es doch ok, ein glückliches Schwein nach mehr als einem Jahr Aufzucht mit wenig Medikamenteneinsatz zu schlachten und komplett zu verarbeiten. (Ich habe die Hausschlachtung noch bis in die frühen 2000er Jahre miterleben dürfen.) Vom Ferkel bis zum Steak kannte ich das Schwein, und nu? Wer leben will, muss was essen!

Fun Fakt: Das meiste, was ich als Kind auf dem Tisch bekam, kam aus dem eigenen Anbau bzw. der eigenen Aufzucht und Schlachtung. Ich respektiere mein Essen.

Verschwendung von Essen sollte meiner Meinung nach eher begegnet werden. Macht mehr Sinn.

Fahren Sie alle frühzeitig am Montag auf die Arbeit, die Erzeuger unseres Essens sind etwas ungehalten und machen dezent ihrem Unmut Luft.
Warum nur?

Indra Rupp
6 Monate zuvor
Antwortet  BeWa

Stück und Produzent ist in der Tat etwas, dass was mit Menschen und deren Einstellung macht und würde ich abschaffen wollen, weil Tiere im direkten Sein zur Sache erklärt werden.
Hier geht es aber um was ganz anderes! Peta nimmt ein unter Menschen angeheiztes Thema auf und proeziert dies auf Tiere, die in dieser Weise gar nicht betroffen sein können und verhöhnt damit das Leid oder die Diskriminierung von Menschen.

AvL
6 Monate zuvor

Es ist zum Weinen jedem Tierfreund zu Mute.
…….und dann werden ach noch die Pflanzen diskriminiert und auf die Gabel gerollt !
Denn schließlich wurden Jahrhunderte lang Pflanzen nur als reine Nahrungsmittel betrachtet!
Da muss sich bestimmt was ändern !
Ja was denn ?
heul, schluchzt…..uäh

Rainer Zufall
6 Monate zuvor
Antwortet  AvL

Sie lachen, vor viel zu wenigen Jahren wurde ähnlich gleichgümtig über Menschen mit anderer Hautfarbe, Sprache, Hautfarbe, Religion oder sogar die Hautfarbe gedacht!

Zum Glück befinden wir uns heute nicht mehr im Geistigen Mittelalter. Wie irre wäre es, hätten wir aus den letzten 300 Jahren, besonders dem letzten Jahrhunder gar nichts gelernt! Irre! 😉

potschemutschka
6 Monate zuvor
Antwortet  AvL

So sind wir halt:
„Es hat sich im Guten wie im Bösen gezeigt, dass der Deutsche gern übertreibt.“
(Monika Kühn-Görg)

Indra Rupp
6 Monate zuvor
Antwortet  potschemutschka

Ja, von einem Extrem ins Nächste. Die Lehre von Yin und Yang. Ich denke manchmal, dass das rumgeeiere mit der Afd nur zuende geht, wenn die wirklich mal was erreichen und alle zumindest einen Schreck kriegen. Wenn die wirklich bei den nächsten Wahlen Macht erlangen, können sie zeigen, dass sie nichts können und die Menschen werden aus Angst vor Unsozialem wieder sozialer und wissen das Soziale wieder mehr zu schätzen. Jedenfalls ist dieser Rechtsruck ein schleichender Prozess, der sich dann auch wieder ins Gegenteil umkehrt . Gut und Böse sind ein Paar! Der Eine kann nicht ohne den Anderen. Trotzdem, wäre schön, wenn wir uns diesen Prozess sparen könnten.

Fresh L
6 Monate zuvor

„«Wir lernen dieses Denken von Kindesbeinen an und empfinden Speziesismus daher oft unbewusst als selbstverständlich»“
„«Wenn man den Menschen aber erklärt, dass es primär um Bewusstseinsschaffung geht, sind sie meistens bereit, sich damit auseinanderzusetzen»“
Meiner Wahrnehmung nach wird das erstere genauso wie der Umstand, dass das letztere ein utopischer Wunschgedanke bleibt, durch einen Blick in diese Kommentarspalten bestätigt, die gefühlt überquellen von Polemik, Sarkasmus, Häme und Spott gegenüber der Bewusstmachung des sprachlichen Spezieismus‘.

Aufgrund der augenscheinlichen Einigkeit des überwiegenden Teils der Kommentator:innen in Bezug auf die Wahrnehmung, (Nicht)Existenz und Folgen eventuellen Spezieismus‘ in unserer Sprache hat dieser Artikel mMn auch nicht das Zeug dazu, der meist kommentierte Artikel des Jahres 2024 zu werden.

Jedenfalls wünsche ich allen einen guten Start in das neue Jahr und ein persönlich erfolgreiches dazu.

LG,

Fresh L

potschemutschka
6 Monate zuvor
Antwortet  Fresh L

„Es ist schon alles gesagt, nur noch nicht von allen!“ Ich weiß leider nicht, wer das gesagt hat.

Fresh L
6 Monate zuvor
Antwortet  potschemutschka

Ist schon klar, wenn Potschemutschka etwas zu einem Thema gesagt hat, ist auch alles gesagt.
Da sollen mal nicht noch andere mit ihrer Meinung nachträglich nerven. Ich entschuldige mich für meine penetrante und unverschämte Einmischung in IHRE Diskussion.

potschemutschka
6 Monate zuvor
Antwortet  Fresh L

Ihnen ist schon klar, dass sich mein Zitat auf Ihren post („hat nicht das Zeug zum meistkommentierten Artikel zu werden“) bezog? Ich wollte damit nur Ihre Aussage unterstützen! (sorry, wieder Ironie von mir)

Fresh L
6 Monate zuvor
Antwortet  potschemutschka

Ihnen ist schon klar, dass sich mein Zitat auf Ihren post („hat nicht das Zeug zum meistkommentierten Artikel zu werden“) bezog?“

Ja, auf welchen Post sonst?

„Ich wollte damit nur Ihre Aussage unterstützen! (sorry, wieder Ironie von mir)“

Hat augenscheinlich seine Wirkung verfehlt.

Sepp
6 Monate zuvor

«Kill two birds with one stone». Die vorgeschlagene Alternative: «Feed two birds with one scone» – auf Deutsch: statt «Zwei Vögel mit einem Stein töten» neu «Zwei Vögel mit einem Gebäck füttern».

Da geht bei der Übersetzung der Wortwitz und Charme aber völlig verloren.

Leider wirft der Artikel viele Fragen auf:
– Warum wollen Tierschützer eigentlich die Katze im Sack lassen anstatt sie zu befreien?
– Ist es nicht kulturell unsensibel, eine Calzone zu veganisieren?
– Warum muss gerade ein italienisches Gericht aufgeschnitten werden? Rassismus gegen Italiener?
– Sind positive Begriffe wie „bärenstark“ oder „schlauer Fuchs“ auch unangebracht?

Vor allem frage ich mich aber, ob sich „PETA“ mit den Vorschlägen nicht eigentlich einen „Bärendienst“ erweist:
Die Produktion von (tierischen) Lebensmitteln ist inzwischen so von unserem Alltag abgekoppelt, dass die jüngere Generation gar keinen Bezug mehr dazu hat. Die Eltern unserer Schüler kaufen das Fleisch in einer sauberen weißen Styroporschale, die möglichst keine Verbindung zum eigentlichen Tier herstellt. Und viele Schüler in größeren Städten kennen Hühner vermutlich nur in Form von „Chicken Nuggets“ und Schweine als „Burger-patties“.

Wäre es dann nicht im Sinne von „PETA“ darüber aufzuklären, dass man Hühnern rupft (rupfen lässt), dass es Schweinen in Massentierhaltung nicht „sau-gut“ und dass früher Tanzbären zu Unterhaltungszwecken gequält wurden? Das auch sprachlich zu verdrängen führt nicht gerade zu mehr Aufmerksamkeit.

Indra Rupp
6 Monate zuvor
Antwortet  Sepp

Hühner werden nach dem Töten gerupft, so dass es piepegal ist, dass sie gerupft werden. Tiere mit Daunenfedern dagegen wurden lebend gerupft, um nach einer Weile noch weitere Daunenfedern zu produzieren. Das ist zum Glück nicht mehr die Regel oder evtl auch nicht mehr erlaubt – weiß ich gerade nicht.

Fresh L
6 Monate zuvor
Antwortet  Sepp

Sepp, vielen Dank für die Auflistung der vielen tierisch tollen Redewendungen, die Sie alle beherrschen. Respekt!

Bücherleser
6 Monate zuvor

„Mir wird von alledem so dumm, als ging mir ein Mühlrad im Kopf herum!“
(Goethe „Faust“)

Rainer Zufall
6 Monate zuvor
Antwortet  Bücherleser

Dann hören Sie auf AFD-Wahlprogramme zu lesen;)

Bücherleser
6 Monate zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Im Gegenteil, man sollte das AfD-Wahlprogramm gründlich lesen, um potentiellen Wählern klar zu machen, was passieren kann, wenn sie ihr Kreuz bei dieser Partei machen!

potschemutschka
6 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Genau das meine ich!

anka
6 Monate zuvor

Einen habe ich noch:
Was wird denn in der politisch-korrekten Neufassung aus:

  • Spiderman,
  • Antman,
  • Catwoman und
  • Batman?

Da werden doch auch vermeintlich tierische Eigenschaften (klebt, ist klein und stark, kann klettern, fühlt sich in der Nacht zu Hause) auf Menschen, also Superhelden, überschrieben.
Werden jetzt die Menschen durch tierische Eigenschaften emporgehoben oder werden arme unschuldige Tiere durch ihre Menschwerdung vereinnahmt?
Hmmmmm……..
Villeicht

  • Spiderman -> Klettermann,
  • Antman-> ist-klein-und-stark-Mann,
  • Catwoman -> kann-klettern-Frau
  • Batman -> fühlt-sich-in-der-Nacht-zu-Hause-Mann?
Indra Rupp
6 Monate zuvor
Antwortet  anka

Meine Kinder stehen gerade voll auf Marvel und meinen, dass wären die erfolgreichsten Kinofilme aller Zeiten gewesen? Wenn dem so ist, wird wohl aus Namensänderung nichts werden. Obwohl… Da gab es doch mal Spinat-Popeye und Olivia Öl?

anka
6 Monate zuvor
Antwortet  anka

Ähem:
selbstverständlich müßte es richtig heißen:

  • Spiderman -> Klebe-Mann,
dickebank
6 Monate zuvor
Antwortet  anka

Spiderman ist für Schland kein Problem, der kommt bei der schlechten Netzabdeckung gar nicht vor.

Dil Uhlenspiegel
6 Monate zuvor
Antwortet  anka

… oder Weber-Mann? Wirklich schwierig. Vielleicht steige ich Montag damit ein. Die ersten drei Stunden füllt das locker, v.a. mit Tablets.
Bei Antman würde ich aber definitiv sagen: Kleiner-Pisser, ist klar warum, oder?

Biene
6 Monate zuvor
Antwortet  Dil Uhlenspiegel

Wie war Ihre Montagsstunde?
Ich habe es in meiner einen Klasse versucht. Der Blick meiner SuS entsprach dem eines Ochsen vorm Stall mit lauter Fragezeichen (Oh Verzeihung: einer nicht mehr-zeugungsfähigen, männlichen, Trockengras verzehrenden Großvieheinheit mit Kopfschmuck aus Horn mit lauter Fragezeichen) auf dem Kopf. Sie wollten nicht glauben, dass es wirklich eine solche Studienidee von einer Tierschutzorganisation gibt. Anschließend hatten sie ihren Spaß beim politisch korrektem verändern von bekannten Sprichwörtern und Beleidigungen, die Tiere enthalten. Göttlich diese Ergebnisse.

Bescheidenen Frage an dieser Stelle:
Was wird eigentlich aus dem Marvelhelden „Black Panther“? Das ist doch neben einer Tatsache (das Tier ist zumeist eher von schwarzer Farbe) extrem mit Rassismus belegt (Schauspieler, dessen Vorfahren aus dem Subsahararaum stammen.).

anka
5 Monate zuvor
Antwortet  Biene

Der Black Panther ist natürlch der POC (Panther of Color), was denn sonst 🙂

A.J. Wiedenhammer
6 Monate zuvor
Antwortet  anka

Zumindest Spiderman und Antman (bei dem weiß ich es nicht genau) müssen wohl weiter so heißen dürfen, da ihre Besonderheit – wenn ich mich recht erinnere – durch einen Biss dieses Tieres verursacht wurde. Das Tier wird hier also nicht “ „sprachlich vereinnahmt“, sondern ist quasi (Teil-)Attribut des Helden.
Sonst dürfte man auch nicht mehr „Pferdemädchen“ sagen. Aber eigentlich bin ich mir auch nicht mehr sicher, ob das (aus unterschiedlichsten Gründen) noch geht..

Marion, Erzieherin
6 Monate zuvor

Eins muß ich noch los werden, dann halt ich mal wieder für ’ne Weile die Klappe:
Als ich den Artikel gelesen habe, dachte ich, daß wäre ein verfrühter Aprilscherz – „Das meinen die nicht ernst. Die wollen die Leute ein bißchen verarschen.“
Ich schwor mir, ich würde das nicht kommentieren. Gelesen hab ich aber trotzdem. Dann schrieb Indra Rupp, der ich diesmal in großen Teilen zustimme, daß Peta bestimmt nicht gendern würde. Sehr grob zusammengefaßt weil: Peta doof, wer doof ist gendert nicht.
„Na das wollen wie ja mal sehen!“
Und schon war’s um mich geschehen. Schnell gegoogelt: „Ha, Peta gendert sehr wohl, ätsch.“
Und reingehauen in die Tasten, recht haben ist so schön.
Ja und dann gibt eins das andere.
Ein lustiger Scherz hier, ein witziges Bonmot da, herrlich. Endlich mal groben Unfug verzapfen dürfen und sich amüsieren.
Dann der Beitrag von @BeWa.
Schluck. Und der von Fresh L. Schäm. Was ist jetzt das?
„Häme, Spott, Sarkasmus“. Wirklich? Sind wir alle unsensible Grobiane, weil wir gedankenlos „die Katze im Sack kaufen, den Bär steppen lassen und reihenweise Hühnchen rupfen?“
Wirklich, ganz ehrlich – Ich hatte das bisher üüüüberhaupt nicht auf dem Schirm. Trotzdem – ich hasse Tierquälerei. Ich bin gegen Massentierhaltung. Dass im Zirkus keine großen Wildtiere mehr gehalten werden dürfen begrüße ich. Ich kaufe AUSSCHLIEßLICH Eier von Hühnern aus Freilandhaltung, wo auch die männlichen Küken mit aufgezogen anstatt geschreddert werden.
Mir kommt kein Schwein oder Rind aus der Massentierhaltung auf den Teller und ich liebe alles, was Fell und vier Beine hat. Spinnen und Stinkwanzen in meiner Wohnung erschlage ich nicht, sondern schnappe sie mir mit einem „Monsterfanggerät“, das ich mir für diesen Zweck extra zugelegt habe und befördere sie nach draußen.
Trotzdem schäme ich mich jetzt und das schlechte Gewissen ob meiner Ignoranz, plagt mich sehr.
Das habe ich mit @BeWa zumindest gemeinsam: Ich bereue inzwischen, mich nicht zusammengerissen und aufs Kommentieren verzichtet zu haben und merke, wie sehr es mir diesbezüglich immer wieder an der nötigen Selbstdisziplin fehlt.
Wünsche trotzdem allen Beteiligten ein schönes Wochenende.

BeWa
6 Monate zuvor

Ich habe ein eigenes Beispiel für „Scham“:

Als die „Stolpersteine“ aufkamen, war ich komplett dagegen, weil ich dachte, dass man dann ja noch (wie symbolisch auch immer) auf diese Menschen drauftreten wird.
Das wollte ich nicht. Frau Knobloch hat sich schnell vehement dagegen ausgesprochen … – und -Wupp!- noch „richtiger“ liegen konnte man ja gar nicht.
Außerdem:
Bringt den Toten auch nix mehr! Verhindert keine Grausamkeiten! Dämlicher Kunstkitsch! usw.

Später der Gang durch die Fußgängerzone. Mein obsessives „Tritt da nicht drauf! Pass auf! NICHT drauftreten! Verdammt! Schon wieder einer!“

Ich war richtig, richtig genervt …
und auf einmal wurde mir klar, was mich gerade emotional beutelte:
ein bisschen geforderte Achtsamkeit!

D a s brachte mich auf die Palme!?
Angesichts dessen, was diesen Menschen geschehen ist?
Da habe ich mich geschämt.

Ich bin heute noch nicht restlos von dieser Aktion überzeugt …

– außer:

Meine Abwehr, mein Gestolper, meine Emotionen, mein Innehalten, mein In-mich-gehen …
meine schambesetzte Erkenntnis sind Teil vom Ganzen. Und dieses Ganze ist womöglich mehr als die Summe all derer, die da stolperten.

Haben sich meine Denkmuster, Sprachmuster, Verhaltensmuster nachweislich verändert?
Nö. Nicht nachweislich.
Aber es hat etwas bewirkt – ich glaube, etwas Gutes. Vielleicht.

Geschadet hat es definitiv nicht.

Alex
6 Monate zuvor

Hören Sie doch bitte auf, sich zu schämen und halten Sie es mit Roberto Blanco: „Ein bisschen Spaß muss sein“. Anders lässt sich der tägliche Wahnsinn gar nicht ertragen.

Rainer Zufall
6 Monate zuvor

Das Einzige, in dem Tiere dem Menschen ebenbürtig sind, ist die Fähigkeit zu leiden.

Indra Rupp
6 Monate zuvor

So, nun mal Butter bei die Fische :

Peta macht sich ein sensibles, emotionsgeladenes, konfliktbelastetes Menschenthema zu eigen – und da könnte man tatsächlich von Aneignung – spezieistischer Art – reden, denn Tiere können sich nicht durch unsere Redewendungen diskriminiert fühlen, genau so wenig wie wir uns durch Hund-Katze-Maus-Sprache diskriminiert fühlen könnten, es ist also ein Problem unter Menschen und nicht unter Tierarten inklusive Mensch!

Damit verhöhnt und verhohnepipelt Peta diejenigen, aufgrund derer Leid und berechtigter Anliegen diese Kontroversen entstehen!

Dabei ist es nicht von Belang, ob Gendern und alles damit in Verbindung stehende sinnvoll und zielführend, noch zu wenig oder schon zu viel ist. Den Ursprung nehmen diese Auseinandersetzung aufgrund der diskriminierenden Situation bestimmter Menschen.

Da Tiere hier nicht betroffen sein können, ist das was Peta macht auch nicht weniger makaber, als würde man eine Fluchttraumatherapie für Jeanshosen fordern!

Noch eher vergleichbar wäre wohl die mögliche Forderung, keine tierischen Karnevalskostüme mehr wegen kultureller (besser gesagt spezieistischer) Aneignung zu tragen.
Und auch bei so einer Forderung könnte man Gründe zusammen basteln, wie : Kinder verfälschen mit den Kostümen Tiere und bekommen ein falsches Verständnis von ihnen, entwickeln mit den Kostümen falsche Stereotype des Tieres, ect. und findet auch immer jemanden, durch den man dies bestätigt sieht.

Auch bei diesem Beispiel würde Peta sich über die diskriminierende Situation derer lustig machen, deren Anliegen die kulturelle Aneignung ursprünglich war. Auch hier spielt es keine Rolle, ob Maßnahmen gegen kulturelle Aneignung richtig, zielführend oder nicht, oder zuviel und schon zu weit gehend sind. Im Ursprung ist es ein eindeutig berechtigtes Anliegen. Schauspieler mit dunklem Hautton bekommen seltener Rollen, ihre Realität wird seltener abgebildet und wenn dann auch noch so eine Rolle durch einen hellhäutigen Menschen, der sich anmalt (blackfacing) besetzt wird, dann hat der Mensch mit dunkler Haut keine Chance mehr, seine Realität wird nicht authentisch abgebildet, ist klischeebehaftet und er kann sich darin nicht wiederfinden.
Wer das nicht nachempfinden kann : Es gab auch Zeiten, da wurden Frauenrollen nur durch Männer besetzt! Wie authentisch wäre das?

Und auch, wenn Sprache Denken formt, so ist das, was man da messen könnte im Verhältnis zu der Aktion und dem Einfluß anderer Faktoren irrelevant!

Dazu kommt, dass Peta absolut stümperhaft und unintelligent agiert!
Denn wenn es eine relevant messbare Auswirkung auf unsere Wertschätzung ggü Tieren hat, wenn diese in negativen Redewendungen oder Beleidigungen vor kommen, dann würde dies selbstverständlich auch für Pflanzen, also Obst, Gemüse, Blumen, Bäume – kurz- die Natur, gelten!

Wie kann Peta denn wollen, dass unsere Wertschätzung ggü Pflanzen und somit ggü Naturschutz leidet? Werden wir zu Gemüseessern, wenn wir immer vom blöden Blumenkohl reden?

Wenn dies nichts ausmacht, warum dann bei Tieren?

Nun, und richten wir unsere Negativauslassungen gegen Sachdinge, dann leidet mitunter die Wertschätzung bestimmter Berufe. Sagen wir so oft „Du blödes Agrarfahrzeug“, wie wir „Du blöde Kuh“ gesagt haben, müsste das dann auch Auswirkungen haben.

Tja, und unter Menschen können wir es auch nicht belassen, den dann geht es gegen Brillenträger, Rothaarige, ect.

Bleibt nur noch, unsere Sprüche Dingen zu widmen, die sie verdient haben :
– blöder Krieg
-blöde Umweltkatastro