Genderverbot: Schülersprecherin erwartet, dass Abiturient*innen gendern – nun erst recht

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WIESBADEN. Manche Abiturient*innen werden in diesem Jahr wohl in Prüfungen mit Sonderzeichen gendern, obwohl – oder besser: weil – das hessische Kultusministerium angeordnet hat, dies als Fehler zu werten. Das vermutet die hessische Landesschulsprecherin.

Nö. (Symbolfoto) Foto: Shutterstock

Dem Genderverbot im gegenwärtigen Abitur in Hessen könnten sich manche Prüflinge bewusst widersetzen. Landesschulsprecherin Louise Terhorst sagte, sie habe von Schülerinnen und Schülern gehört, die «ein Statement setzen wollen». Auch sie selbst wolle im Sinne der Geschlechtergerechtigkeit im Abitur an verbotenen Gendersonderformen innerhalb von Wörtern festhalten, ergänzte die 18-Jährige. Dazu zählen etwa das Binnen-I, der Unterstrich und das Gendersternchen.

Terhorst ist nach eigenen Worten schon lange an das Gendern gewöhnt, auch in der Schule. Zudem spare es Zeit und sei praktisch: «Richter*innen zum Beispiel schreibe ich schneller als Richterinnen und Richter», sagte die Schülerin der Internatsschule Schloss Hansenberg in Geisenheim im Rheingau.

Das CDU-geführte Kultusministerium in Wiesbaden teilte auf Anfrage mit, ihm seien entsprechende Protestankündigungen von Abiturientinnen und Abiturienten nicht bekannt. In den vergangenen zwei Prüfungsjahren war das Ministerium nach eigenen Angaben wegen Corona-Schulausfällen davon augegangen, dass nicht alle Schülerinnen und Schüler die Positionierung des Rates für deutsche Rechtschreibung von 2021 kennen konnten – uned begründet so die damalige Linie bei Korrekturen, Gender-Sonderzeichen zu akzeptieren. Doch jetzt sei wieder «das Regelwerk des Rates für deutsche Rechtschreibung bei der Korrektur und Bewertung der schriftlichen Prüfungen anzuwenden». Auch bei den Abschlüssen an Haupt- und Realschulen.

Kritiker allerdings sehen etwas anderes hinter der Maßnahme als reine Orthografie: nämlich den Versuch von unionsgeführten Landesregierungen, rechte Wählerinnen und Wähler mit einem AfD-Thema an sich zu binden (News4teachers berichtete). Tatsächlich erließ unlängst auch die CSU-geführte bayerische Landesregierung ein Genderverbot (nachdem schon andere CDU-geführte Kultusministerien vorgelegt hatten) – allerdings ein lockereres als Hessen: Im Freistaat sollen Sonderzeichen von Lehrkräften zwar markiert, aber nicht benotet werden.

Hessens Landesschulsprecherin Terhorst kritisierte nun, die Schulen seien über diese Neuregelung drei Tage vor den Osterferien informiert worden. Ebenfalls nur drei Tage danach begann bereits das Abitur. «Es gibt daher eine große Unsicherheit», ergänzte die 18-Jährige. Das Kultusministerium betonte hingegen, es habe bereits 2023 angekündigt, dass für das damalige Abitur zum letzten Mal Gendersonderformen nicht als Fehler gewertet würden.

Der Streit beschäftigt längst auch die Politik. Die Grünen-Opposition im Landtag monierte kürzlich, für «Schüler*innen sind zudem viele praktische Frage offen. Etwa danach, ob das mehrfache Gendern mit Sonderzeichen einen Wiederholungsfehler darstellt.» (News4teachers berichtete.)

Dazu erläuterte das Kultusministerium nun: «Wenn eine Schülerin oder ein Schüler zum Beispiel dreimal Schüler*innen schreibt, wird ein Fehler gerechnet, da es ein Wiederholungsfehler ist. Wird im Text Schüler*innen, Lehrer*innen, Pädagog*innen geschrieben, sind es drei Fehler, da sich der Wortstamm ändert. Ändert sich der Wortstamm, liegt kein Wiederholungsfehler vor.» News4teachers / mit Material der dpa

Protest: Schülerinnen hissen Banner gegen Genderverbot an Söders Staatskanzlei

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Dirk Z
2 Monate zuvor

Was haben die Schüler davon wenn sie sich bewusst wiedersetzen? Die meisten wollen einfach nur ihre Prüfung bestehen und versuchen dann bekannte Fehler bewusst zu vermeiden. Den Ärger und Stress werden die meisten sich nicht antun, sondern wenn das Thema ihnen wirklich wichtig ist an anderer Stelle präsentieren.

Genderfan
2 Monate zuvor
Antwortet  Dirk Z

Das sollte man auch den Frauen im Iran sagen.
https://www.tagesschau.de/ausland/asien/iran-sittenpolizei-108.html

FL62
2 Monate zuvor

„Außerdem spart es Zeit“. Was soll man da noch sagen . . .

Gelbe Tulpe
2 Monate zuvor

Am besten schreibt man nur Schüler, das spart am meisten Zeit.

A.J. Wiedenhammer
2 Monate zuvor
Antwortet  Gelbe Tulpe

So ist es.

Unfassbar
2 Monate zuvor

Würde diese Schülersprecherin das im Ernstfall auch tatsächlich selbst tun, um damit im Ernstfall die Klausurnote, den Abiturschnitt und im Extremfall den Abschluss zu gefährden? Falls ja, hätte ich eine hohe Achtung vor ihr und ihrer Aussage. Allerdings auch nur dann.

A.J. Wiedenhammer
2 Monate zuvor
Antwortet  Unfassbar

Nun ja, besonders in diesem Alter gibt es einem manchmal sehr viel, plakativ „dagegen“ zu sein, selbst wenn es so vernachlässigbare Kollateralschäden wie eine schlechtere Note nach sich zieht.

Das war schon immer so: Wenn man aus einer Art Generationenrebellion mit Normen bricht (zum Beispiel bei der Kleidung oder der Frisur), dann ist es eher der Ritterschlag, wenn man dadurch von Eltern- oder Lehrerseite geringfügige „Repressalien erdulden“ muss

Lisa
2 Monate zuvor

Jetzt ist es ein Kulturkampf, also der blödeste Fall, der hätte eintreten können. Es wird Gender – Märtyrer geben, Mitläufer und Leuten, denen es bisher gleichgültig war, die aber nun aus Solidarität mit Sonderzeichen gendern. Dennoch denke ich, dass die Mehrheit ohnehin nicht gegendert hätte und es auch nicht tun wird, wenn es Punktabzug gibt. Für diese Mehrheit ergibt sich höchstens ein ungutes Gefühl von staatlicher Bevormundung.
Das schreibe ich, obwohl ich persönlich das Gendern mit Sonderzeichen albern und das permanente Nennen von Geschlechtern überflüssig finde. Nicht zu beweisen, dass das Bewusstsein das Sein bestimmt und grammatikalisch falsch.

Rerun
2 Monate zuvor

Diesen Heldenden wird man einst Denkmäler:innen bauen.

A.M.
2 Monate zuvor

Können Schülerinnen und Schüler sich nicht vertrauensvoll und mit viel Nachdruck an Kultusministerium und alle möglichen zuständigen und unzuständigen Stellen wenden und darauf hinweisen, dass versiffte Toiletten für nur zwei Geschlechter kulturell absolut unvertretbar seien?

Wo bleibt das Geld für neue, gepflegte Unisex-Toiletten?

Marie Brand
2 Monate zuvor

Es gibt nun mal Regeln. In wenn nicht gegendert werden darf an Schulen, dann wird halt nicht gegendert.
Im Privaten kann ja jeder machen was er will.
Dass und das kann man ja auch nicht schreiben, wies einen gefällt. Obwohl es eine sinnfreie Regel ist. Es werden alle überleben, wenn kein Gendersternchen geschrieben wird.

potschemutschka
2 Monate zuvor

Schade, dass wir wohl nie erfahren werden, wieviele Schüler so mutig sind, diesem Aufruf zu folgen (Datenschutz, Persönlichkeitsrechte, …) und welche Konsequenzen sie tragen mussten. Es könnte auch eine prima „Entschuldigung“ für schlechte Abi-Noten sein.
Ich muss gerade an einen ehemaligen DDR-Mitschüler denken, der nach der Wende gern erzählte, er durfte nicht zur EOS (DDR-Gym) weil er konfirmiert war. Komisch daran war nur, dass sowohl Tochter und Sohn des Pfarrers auf der EOS waren und auch andere konfirmierte.

Marie Brand
2 Monate zuvor
Antwortet  potschemutschka

Das hat es aber durchaus gegeben, dass man nicht auf die EOS durfte wegen der Gesinnung. Alleine die Konfirmation war aber nicht der Grund. Aus meiner Klasse wurden einige nur konfirmiert und durften trotzdem Abitur machen. Durfte man nicht, war auch manchmal das „aufmüpfige ‚ Verhalten der Eltern Schuld oder man war halt schlicht und ergreifend nicht gut genug.

potschemutschka
2 Monate zuvor
Antwortet  Marie Brand

Das ist richtig! Richtig ist aber auch, dass man (sicher nur Einzelfälle) manches auch sehr gut nach der Wende „nutzen“ konnte, um als DDR-Opfer zu gelten, statt zugeben zu müssen, dass man einfach nicht gut genug war.

Kolumbus
2 Monate zuvor
Antwortet  potschemutschka

Und das sind dann die Geschichten, die uns Westdeutsche erzählen (kein Abi wegen Kirchenmitgliedschaft), die das Leben in der DDR besser kennen als die Ossis selbst, nämlich aus Büchern, Zeitungen und vom Hörensagen.

Kaffeetasse
2 Monate zuvor

Manche gendern nun erstrecht, andere sind froh, dass sie es nicht mehr müssen und den meisten ist es egal! So ist es doch immer.

Walter Hasenbrot
2 Monate zuvor
Antwortet  Kaffeetasse

Sie verdrehen die Tatsachen.

Niemand musste vor dem Verbot mt Sonderzeichen Gendern. Ansonsten ist das Gendern in den Bundesländern ja weiterhin Pflicht. Soweit ich weiß soll in allen Bundesländern so formuliert werden, dass beide Geshclechter gleichermaßen angesprochen werden.

Generische Feminina
2 Monate zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Genau das- aber mit *, einem bewusst falsch verstandenen Genderbegriff, bei dem alle sofort den Schaum vor den Mund kriegen, lässt sich hervorragend Wahlkampf und Stimmung machen.

Ich weise meine Schüler:innen bei jedem Tafelbild darauf hin, dass ich geschlechtersensible Sprache gemäß dienstlicher Vorgabe verwende und spreche glottisschlagend. 😉

Dirk Z
2 Monate zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

> Soweit ich weiß soll in allen Bundesländern so
> formuliert werden, dass beide Geschlechter gleichermaßen
> angesprochen werden.

Das ist aber auch Definitionssache – häufig findet sich in Texten ein Hinweis, das wegen der Verständlichkeit man eine einfache Formulierung verwendet (Beispiel: Man schreibt durchgängig Schüler und Lehrer) aber explizit alle Geschlechter gemeint sind. Also wäre es meiner Ansicht vollkommen OK und legitim wenn jemand auf das Gendern verzichtet.
Im Übrigen stelle ich mir einen Abituient vor der wirklich bewusst gegen das Genderverbot in der Prüfung verstösst und dann schliesslich durch die Prüfung fällt obwohl ansonsten die Prüfung bestanden worden wäre. Man kann natürlich dagegen klagen und sonstige rechtliche Schritte einleiten aber Fakt ist dass derjenige durch das Abi erstmal gefallen ist und die Mühlen der Justiz mahlen bekanntlich langsam und solange hat man eben noch keinen Hochschulabschluss und kann daher kein Studium aufnehmen. Und ein späterer Arbeitgeber, der z.B. im Rahmen des Vorstellungsgespräches herausbekommt daß deswegen der Hochschulabschluß erst später erolgt ist kann auch zum Ergebnis kommen, daß dem Kandidaten die Fähigkeit fehlt, Prioritäten zu setzen und deswegen man nicht zum Zuge kommt.

Kolumbus
2 Monate zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Es ist hinreichend belegt, dass es immer wieder erwartet wurde und anderenfalls auch sanktioniert wurde, nicht zu gendern, auch wenn einige vehement darauf verweisen, dass es nirgends offiziell Pflicht gewesen sei. Es gab aber immer wieder entsprechenden Druck.

Sie verdrehen die Tatsachen.

Kolumbus
2 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Die wurden hier doch schon mehrfach gebracht. Sie wurden immer wieder angezweifelt mit dem genannten Argument, es sei keine offizielle Pflicht, aber es war eben doch mindestens eine „Erwartungshaltung“ mit angedrohten und tatsächlichen Sanktionen.

Walter Hasenbrot
2 Monate zuvor
Antwortet  Kolumbus

Die Belege würde ich aber gerne mal sehen.

Bei den wenigen Fällen, die immer wieder angeführt werden, geht es nicht um das Gendern mit Sonderzeichen.

DerechteNorden
2 Monate zuvor
Antwortet  Kolumbus

„Es ist hinreichend belegt …“ – Wie bei der BILD „Amerikanische Wissenschaftler haben herausgefunden …“
Und ich behaupte, es ist nicht hinreichend belegt.
Okay, wenn Sie fünf Fälle in den letzten 10 Jahren in der Bundesrepublik als „hinreichend“ bezeichnen.

Die Welt ist schlecht. Immer müssen alle gendern.///

Unfassbar
2 Monate zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Sie wissen selbst, dass Formulierungen wie „Schülerinnen und Schüler“ zwar sachlogisch gegendert sind, unter dem Begriff „gendern“ im Sprachgebrauch aber die neumodischen Passivkonstruktionen, Sonderzeichen usw. gemeint sind.

Generische Feminina
2 Monate zuvor
Antwortet  Unfassbar

Was vermeintlich „gemeint“ ist und was nicht, ist doch genau das, womit die Söders und Konsorten bewusst spielen. Und das verfängt eben bei denen, die keine wirkliche Ahnung, aber sofort Schnappatmung haben. Gilt das auch für Sie? Es gibt nämlich keine „neumodischen Passivkonstruktionen“, sondern es handelt sich um Partizipialformen, die mitnichten neu sind- höchstens häufiger gebraucht von Menschen, die dem Wunsch nach geschlechtersensibler und inklusiver Sprache respektvoll Rechnung tragen möchten.

Rerun
2 Monate zuvor

Im Grunde ist Gendern jede absichtliche Vermeidung des generischen Maskulinums. Und dazu gehört auch die Doppelnennung und diese ist abseites der Anrede vergleichbar nervtötend, ablenkend und sprachlogisch kaum zu verargumentieren. Die Doppelnennungen im Fließtext führen schlicht zu längeren Texten, die dann aus den immerselben, sich wiederholenden Buchstabenfolgen bestehen, die sich nur durch ein angehängtes „innen“ unterscheiden. Wer soll das lesen?

Wenn die Bürgerinnen und Bürger mit den Polizisten und Polizistinnen darüber diskutieren, wie man der Diebinnen und Dieben Herr oder Dame werden kann, hat jeder zweite Leser es nicht mehr bis hierher geschafft und entnervt aufgegeben. Daran ist gar nichts respektvol, es ist respektlos gegenüber denjenigen, mit denen man kommunizieren möchte und denen man derartiges zumutet.

potschemutschka
2 Monate zuvor
Antwortet  Rerun

Schönes Beisüpiel 🙂

Generische Feminina
2 Monate zuvor
Antwortet  Rerun

Der eine sieht es so- die andere sieht es anders.

potschemutschka
2 Monate zuvor

@Generische Feminina
… und wie sehen es die non-binären?

Walter Hasenbrot
2 Monate zuvor
Antwortet  Rerun

Und genau deshalb gednert auch niemand so wie Sie. Es gibt viele verschieen Möglichkeiten zu gendern ,die man auch ruhig anwenden solte, damit die Texte elegant lesbar bleiben.

Rerun
2 Monate zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Gucken Sie sich mal die „Verordnung über die Laufbahnen der Soldatinnen und Soldaten“ an.
Vor lauter „Militärmusikoffizieranwärterinnen oder Militärmusikoffizieranwärtern“, „Geoinformationsoffizieranwärterinne oder Geoinformationsoffizieranwärtern“ etc. völlig unlesbar.

Walter Hasenbrot
2 Monate zuvor
Antwortet  Rerun

Warum sollte ich mit diese Verordnung angucken?

Sind Sie Lehrer oder Soldat?

Dass Verordnungen nicht immer leserfreundlich geschrieben sind, ist bekannt, das heißt aber nicht, dass man es nicht besser machen kann.

RainerZufall
2 Monate zuvor

Zustimmung! Die SkeptikerInnen früher hätten gemeint: „im Folgenden wird das generische Maskulinum verwendet, Platz zu sparen.“
Auch Nicht-Fans der Genderzeichen sehen heute doch zumindest einen Wert darin, Damen und Herren anzusprechen.
Es geht langsam voran.

Walter Hasenbrot
2 Monate zuvor
Antwortet  Unfassbar

Das stimmt schlicht und einfach nicht.

Nur weil angeblich Konservatve den Begriff in den letzten Monaten als Kampfbegriff so verwendet haben, ist das nicht „der Sprachgebrauch“.

Kolumbus
2 Monate zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Falsch. Es stimmt nämlich, dass man unter Gendern nicht einfach die männliche und weibliche Form des Namens versteht, sondern die Entstellung eines Wortes durch bestimmte Sonderzeichen.

Kolumbus
2 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Es ist doch aber bereits ausgeführt worden, dass es eben nicht um die wissenschaftliche Definition vom Gendern geht, sondern um die Varianten, die von weiten Teilen der Bevölkerung abgelehnt werden. Steht bei Wikipedia, das Sie als Beleg anführen, dass auch der Gebrauch beider Geschlechter gleichzeitig so vehement abgelehnt wird? Hab noch nicht geschaut.

potschemutschka
2 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Es könnte daran liegen, dass der Begriff „gendern“ erst viel später in der Öffentlichkeit aufkam als die lange davor schon bekannte( und mMn. mehrheitlich akzeptierte) Doppelnennung. Da haben wohl einige Medien ihren Beitrag dazu geleistet diesen Begriff als „Kampfbegriff“ zu nutzen. Man kann eben nicht voraussetzen, dass die Mehrheit der Deutschen Sprachwissenschaften studiert haben. Vielleicht sollte man es mehr mit Martin Luther halten und „dem Volk aufs Maul schauen“, anstatt aus Akademiker-Blasen zu argumentieren und die Menschen als ahnungslos=dumm hinzustellen.

potschemutschka
2 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

@Redaktion
Welche wissenschaftlichen Argumente bezüglich der Wahrnehmung des Begriffes „Gendern“ (Sonderzeichen versus Doppelnennungen) in der Öffentlichkeit meinen Sie?

potschemutschka
2 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

@Redaktion
Diese Antwort befriedigt mich nicht! Wie hier schon mehrfach, auch von anderen Foristen angemerkt, besteht ein großer Unterschied darin, wie die Durchschnittsbürger den Begriff „Gendern“ für sich definieren und der wissenschaftlichen Bedeutung. Das alles in einen Topf zu werfen (auch wenn es wissenschaftlich korrekt ist) befeuert den „Kulturkampf“. Für die meisten Menschen sind „Gendern“ und „Doppelnennungen“ zwei verschiedene Paar Schuhe. Ich finde es ziemlich arrogant diese Diskrepanz zu „übersehen“ und alle die das nicht so sehen (wollen) als „ungebildet“ darzustellen. Zählen für Sie nur Akademiker? Obwohl viele Akademiker das genauso sehen wie ich (jedenfalls von denen, die ich kenne).

Walter Hasenbrot
2 Monate zuvor
Antwortet  potschemutschka

Wie kommen Sie darauf, dass Sie der Durchschnittsbürger sind?

Wenn Sie wissen wollen, was ein Wort bedeutet, schauen Sie in den Duden oder ein anderes Wörterbuch!

potschemutschka
2 Monate zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Wenn ich wissen will, was ein Wort bedeutet schaue ich öfter mal in Wörterbücher, Lexika, Duden oder bemühe Dr, Google, Obwohl ich bei russischen oder englischen Wörtern am liebsten Muttersprachler frage, denn dann lernt man am meisten.
Wenn ich aber wissen will, was die Menschen so denken und warum, dann unterhalte ich mich mit ihnen, auch und besonders gern mit Nicht-Lehrern und Nicht-Akademikern und viel und gern mit Nicht-Deutsch-Muttersprachlern. Ich habe da keine Berührungsängste und keine Vorurteile. Die Welt ist groß und bunt!

Walter Hasenbrot
2 Monate zuvor
Antwortet  potschemutschka

Einfach mal ins Wörterbuch schauen. Der Duden orientiert sich an der öffentlichen Verwendung des Wortes und kommt keineswegs zum Ergebnis, dass das Wort „gendern“ lediglich die Schreibung mit Sonderzeichen meint.

Sie dürfen nicht von Ihrer Bubble auf den allegemeinen Sprachgebrauch schließen.

potschemutschka
2 Monate zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Ach, der durchschnittliche Nicht-Akademiker schaut im Duden nach und orientiert sich nicht an dem, was so in den verschiedenen Medien rumposaunt wird. Dann steht es wohl doch nicht so schlecht ums deutsche Bildungssystem. 🙂
Allerdings kenne ich nur wenige Menschen, die noch einen Duden zu Hause haben und „google“ nutzen die auch eher für anderes.
Und übrigens „meine Bubble“ besteht aus Akademikern, Nicht-Akademikern, Nicht-Muttersprachlern und, obwohl im Vorruhestand, durch meine ehrenamtliche Tätigkeit auch aus z. T. eher bildungsfernen Menschen und Menschen mit verschiedenen Beeinträchtigungen. Die Bubble ist schon ziemlich groß, groß genug, um zu bemerken, dass fast alle (auch die Akademiker), wenn diese das Gendern ablehnen, immer nur die Sonderzeichen und sonstige gekünstelte Formen meinen und nicht die Doppelnennungen.

Genderfan
2 Monate zuvor
Antwortet  Kolumbus

Ein Diskurs beruht auf einem Fehlverständnis zahlreicher Diskutant:innen. Dann wird in der Folge das Fehl- zum korrekten Verständnis z. B. eines Begriffs, gar zu seiner Definition?
Oder auch, wenn man Unsinn nur oft genug wiederholt bzw. genügend Menschen dies tun, dann wird er Wahrheit? Die Blau-Braunen würden sich freuen!
So einen Unfug hab ich selten gelesen!

potschemutschka
2 Monate zuvor
Antwortet  Genderfan

Dann gehen Sie mal auf die Straße (bitte kein „Szeneviertel“ 🙂 am besten in einem gut durchmischten Kiez) und befragen die Menschen, was diese unter dem Begriff „Gendern“ verstehen.

Generische Feminina
2 Monate zuvor
Antwortet  potschemutschka

Und daraus ließe sich dann was ableiten? Das, was @Genderfan konstatierte!

potschemutschka
2 Monate zuvor

@Generische Feminina
Machen Sie doch einfach den von mir vorgeschlagenen Praxistest – aber dazu müssten Sie Ihre Bubble mal verlassen und sich trauen, mit Menschen außerhalb Ihrer Komfortzone über dieses Thema zu sprechen und auch mal den Argumenten dieser Menschen unvoreingenommen zuhören. 🙂

Genderfan
2 Monate zuvor
Antwortet  potschemutschka

Was wäre denn dann? Dann würde ich sehen, dass viele „der Menschen auf der Straße“ den Begriff des Genderns nicht geschärft haben vor lauter populistischem Schäumen. Und dann ist das Fehlverständnis plötzlich legitim bzw. keines mehr? Wenn man also Falsches oft genug wiederholt, wird es richtig?
Das ist auch keine Frage des Argumentierens. Sie können gern bei der Ablehnung geschlechtersensibler Sprache bleiben- wie ich dabei bleibe, sie zu befürworten und zu nutzen. Sie auf * und _ und I zu verkürzen, ist aber dann noch immer falsch. Das zu sagen, bedarf keines Mutes.

RainerZufall
2 Monate zuvor
Antwortet  potschemutschka

Ein Bubbletest wäre für viele ganz gut. Die meisten interessieren sich nicht für Genderzeichen und noch weniger für ein Verbot.
Erfreulicherweise ist ein großer Teil der Gesellschaft sehr offen und tolerant, was den Sprachgebrauch betrifft. Nur bevormundet werden wollen sie nicht – leider haben sich dies die Konservativen auf die Fahne geschrieben im Irrglauben, der AfD so Stimmen stehlen zu können …

potschemutschka
2 Monate zuvor

Dabei könnten Sie auch gleich noch abfragen, wieviele von diesen Menschen einen Duden zu Hause haben und wie oft dieser, wenn vorhanden, genutzt wird.

Walter Hasenbrot
2 Monate zuvor
Antwortet  potschemutschka

Heute schauen die Leute im Internet in den Duden.

http://www.duden.de

Walter Hasenbrot
2 Monate zuvor
Antwortet  Kolumbus

Sie können auch schlicht und einfach ins Wörterbuch schauen:

https://www.dwds.de/wb/gendern

Kolumbus
2 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Da steht genau, was ich meine, dass zwischen Zeichen mit Gendersternchen u.Ä. auf der einen Seite und binären Formen auf der anderen Seite unterschieden wird. Das wurde von mir und @Unfassbar gesagt!

Canishine
2 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Wer hat den Begriff „Genderverbot“ eigentlich in die Debatte gebracht? Einige kurze Recherchen meinerseits ergaben bisher nur Pressemitteilungen, die den Begriff verkürzend verwenden und im Text dann das Gendern mit Sondernzeichen konkretisieren.

RainerZufall
2 Monate zuvor
Antwortet  Canishine

Über wen schrieben diese Pressemitteilungen? Oder forderte in Ihren Quellen die Presse das Verbot?

Sie sollten Ihre Funde nicht nebulös verschweigen

Canishine
2 Monate zuvor
Antwortet  RainerZufall

Schauen Sie doch einfach in eine Suchmaschine, den Online-Duden haben Sie auch gefunden.

RainerZufall
2 Monate zuvor
Antwortet  Canishine

Meiner Suchmaschine nach gehen die Verbote von konservativen Landesregierungen aus. Zuvor forderte dies besonders die AfD auf Social Media.
Entweder haben die keinen Schimmer, das „Gendern“ nicht nur Sonderzeichen betrifft oder sie halten ihre Zielgruppen für unwissend genug.

Außer die CDU bei mir im Ort. Die verzichten im Wahlprogramm bewusst darauf, Frauen im Folgenden anzusprechen, die wären ja eh mitgemeint 😉

Canishine
2 Monate zuvor
Antwortet  RainerZufall

Es ist ziemlich schwierig, dem konkreten Diskussionsfaden zu folgen, weil immer wieder in andere, z.T. sich drehende Richtungen argumentiert wird. Ich versuche nachzuvollziehen, wer hier welchen „Kampfbegriff“ aus welchen Motiven heraus verwendet oder unterstellt, andere würden ihn verwenden, um welchen „Kulturkampf“ auszulösen.
Dass CDU-geführte Landesregierungen Regelungen gegen das Gendern mit Sonderzeichen eingeführt, bzw. bekräftigt haben, ist eine Tatsache. Ob man ihnen aber dabei allein vorhalten darf, dass sie die Unterschiede des Genderns dabei nicht begriffen hätten oder sie mutwillig ignorieren würden, ist schon deshalb fragwürdig, weil eben viele Zeitungen auch schlicht „Genderverbot“ in ihre Überschriften schreiben und dabei nicht etwa Söder persönlich zitieren. Auch sprechen viele Genderbefürworter (auch z.B. teils meine Schülerinnen und Schüler) kurz vom Gendern, meinen dabei aber das Gendern mit Sonderzeichen.
Dass Söder mit seiner Aussage (und Umsetzung), Gendern zu „untersagen“ (das war die einzige seiner Formulierungen, die ich gefunden habe,) eine Wählergruppe im Auge hat, halte ich auch für sehr wahrscheinlich, ob er damit aber mehr einen „Kulturkampf“ lostritt als Medien, die von „Genderverbot“ sprechen, was es ja nach Dudendefinition gar nicht ist, mag man je nach Rezeption unterschiedlich bewerten.
Und dass die AfD gegen das Gendern agitiert, heißt nicht zwangsläufig, dass man nicht die Regelungen in Hessen oder Bayern begrüßen dürfte, ohne gleich deren Handwerk zu betreiben.
Kurz: Es wird hier viel Sachliches und Faktisches mit (teils unterstellten) politischen Motivationen vermischt.

RainerZufall
2 Monate zuvor
Antwortet  Canishine

„Dass CDU-geführte Landesregierungen Regelungen gegen das Gendern mit Sonderzeichen eingeführt“
Bestreitet niemand, aber die Union bezeichnet es bewusst „nur“ als Gendern.

Eben dies ist ja das Keilthema, der Kulturkampf gegen Klima, LGTBQ oder „woke“: Eine Vereinfachung und damit einhergehende Ablehnung der Diskussion.
Herr Merz und Herr Söder argumentieren nicht, dass sie ja bereits gendern. Sie wähnen sich anderen Lebensweise/ Weltsicht/ Wissenschaftlichkeit/ Menschenbildern ausgesetzt, mit denen sie sehr viel gemein haben, es aus politischen Gründen aber vorziehen, diese als falsch/ naiv/ undeutsch/ bevormundend abzulehnen

Canishine
2 Monate zuvor
Antwortet  RainerZufall

Entschuldigung, es war Herr Hasenbrot, der den Duden gefunden hatte.

Walter Hasenbrot
2 Monate zuvor
Antwortet  Kolumbus

Natürlich wird zwischen verschiedenen Formen des Genderns unterschieden.

Aber es sind trotzdem alles Formen des Genderns.

Es steht also nicht das dort, was Sie behaupten, dass nur Gendern mit Sonderzeichen Gendern ist.

Walter Hasenbrot
2 Monate zuvor
Antwortet  Kolumbus

Sie benuzen den Begriff gerade so wie er Ihnen passt. Oben haben Sie auf Fälle verweisen, in denen an Unis das Gendern eingefordet wurde. Damals ging es aber nicht um das Gendern mit Sonderzeichen.

Jetzt wollen Sie den Begriff so verstehen, dass Gendern nur mit Sonderzeichen wahres Gendern ist.

Sie müssen sich schon entscheiden. Oder einfach mal informieren, was die Wörter bedeuten, die Sie ahnungslos verwenden.

Schon ein Blick in den Duden würde übrigens weiterhelfen.

Unfassbar
2 Monate zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Gendern an den Unis bezieht sich nicht nur auf Sonderzeichen, sondern auch auf die Passivkonstruktionen und andere Wortneuschöpfungen. Das generische Maskulin oder die Doppelnennung werden durch einzelne (viele?) Dozenten in einzelnen (vielen?) Lehrstühlen als unzureichend abgelehnt.

Walter Hasenbrot
2 Monate zuvor
Antwortet  Unfassbar

Ich verstehe Ihren Kommentar nicht.

Haben Sie mir zugestimmt oder wollen Sie mir widersprechen?

Generische Feminina
2 Monate zuvor
Antwortet  Unfassbar

Was Sie meinen, sind Partizipialkonstruktionen, keine Passivformen! Hat man ihnen auch schon mal hier gesagt! Und bei diesen handelt es sich nicht um „Wortneuschöpfungen“. Um Prof. Drosten zu zitieren: „Bilden Sie sich fort“, statt weiterhin auf Unfug zu beharren!

Walter Hasenbrot
2 Monate zuvor
Antwortet  Unfassbar

Das ist schlicht und einfach nicht wahr.

Schauen Sie doch einfach in den Duden, was das Wort „gendern“ bedeutet. Der Duden hat als Grundlage den allgemeine Sprachgebrauch.

PaPo
2 Monate zuvor

„Kritiker allerdings sehen etwas anderes hinter der Maßnahme als reine Orthografie: nämlich den Versuch von unionsgeführten Landesregierungen, rechte Wählerinnen und Wähler mit einem AfD-Thema an sich zu binden (News4teachers berichtete).“
Der Link verweist auf einen Artikel, der weder diese Befürchtung der „Kritiker“ thematisiert, noch überhaupt irgendwie Hessen, die AfD o.ä. zum Thema hätte.

Rerun
2 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Die CDU hat diese Regelung in Hesen gemeinsam mit der SPD beschlossen. Aber klar, alles Nazis, die das Gendern für wenig gewinnbringend halten.

RainerZufall
2 Monate zuvor
Antwortet  Rerun

Der Maßstab liegt für alle Parteien gleich hoch.
Warum meinen Sie, die „im großen Stil abschieben“-Partei wäre zum Populismus unfähig?

Marie Brand
2 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Ich finde es teilweise etwas weit hergeholt, immer alles der AFD zu zuschieben.
Bei solchen Debatten wie das gendern frage ich mich auch manchmal, ob wir keine anderen Sorgen haben.
Wegen mir kann gendern wer will. Ich mach es nicht. Aus meiner Sicht löst das Gendern nichts. Gendern sorgt nicht dafür, dass Frauen gleichberechtigt werden. Gendern hilft den Homosexuellen und Transmenschen in keinster Weise mehr Anerkennung zu erhalten

Unfassbar
2 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Die CDU hat einfach nur große Panik vor einer zu starken AfD. Sie sieht in der Debatte ein einfaches Mittel, ohne zu vielen Menschen zu sehr weh zu tun und ohne die Landeskasse finanziell zu belasten, der AfD Stimmen abzugreifen. Ob das gelingt, werden die Wahlen zeigen.

Besseranonym
2 Monate zuvor
Antwortet  Unfassbar

Na
so lange in Thüringen mit kostenfreien Riesenschnitzeln bei AfD- Wahlversammlungen geworben wird, kann das mit ×% mehr schon klappen.
Wenn dann aber auf den Fleischkartons ganz deutlich Polen und Tschechien und….zu lesen ist ?
🙂 Richtig, beim Essen muss man die Abstammung wohl nicht so eng sehen ?
Der Ministerpräsident Bayerns beobachtet in Ruhe die Thüringer Schnitzelwahl und hält dann mit Biobratwurst aus regionaler Landwirtschaft dagegen…..
Das klappt dann schon.

RainerZufall
2 Monate zuvor
Antwortet  Unfassbar

Die traurige Situation der CDU in diesem Aspekt gut beschrieben.
Ich ärgere mich derzeit wahnsinnig über Laschet! Haben Sie dessen Auftritte zur Abgrenzung zur AfD gesehen? Es ärgert mich sehr, dass er sich beim Ahrtal als ubtragbar erwies =(

RainerZufall
2 Monate zuvor
Antwortet  Marie Brand

NIEMAND schrieb so viel zum Gendern wie die AfD. Es ist ihnen zuzuschreiben, weil sie es zum Keilthema erheben.
Selbstredend springen ein paar inhaltsarme PopulistInnen da mit auf 😉

Generische Feminina
2 Monate zuvor
Antwortet  RainerZufall

…und begleitend Medien, die ihre Reichweite steigern wollen.

RainerZufall
2 Monate zuvor

Respekt an die Jugend, die ihre Werte noch vor kalkulierte Reaktionen stellt – außer natürlich, sie machen etwas, womit ich nicht einverstanden bin 😉

Aber joa, irgendwann werden sie ihre Note ggf. damit rechtfertigen müssen, nach ihrem Gewissen gehandelt zu haben und in ihrer Schrift Menschen sichtbar gemacht haben zu wollen, was letztes Jahr bzw. zu diesem Zeitpunkt in anderen Bundesländern nicht verboten war.

Manchen Kommentaren („geht schneller“) kann man ja bereits entnehmen, wie sich das Gendern über das nennen zweier Geschlechter – nach Vorstellung mancher Sprachfans – künftig noch weiter (zurück) zu entwickeln hat
-___-

Schulmeister
2 Monate zuvor

Im ersten Moment hab ich gedacht Hut ab vor dieser Schülerin, die  ihren Standpunkt deutlich vertritt und bereit ist, dafür auch Nachteile in Kauf zu nehmen. Dann kamen die Postings der vermutlich mehrheitlich verbeamteten Kollegen (hier generisch verwendet) mit dem an Deutlichkeit nicht zu übertreffenden Hinweis, dass man sich ja bekanntlich Nachteile einhandelt, wenn man sich nicht an Regeln hält. Es folgten glücklicherweise dann noch einige differenzierte Beiträge.
Mit etwas Abstand betrachtet und angesichts der Tatsache, dass auch an meiner Schule (Gymnasium Baden – Württemberg) vor einigen Monaten ein heftiger Streit entbrannte, weil manche Kollegen Genderzeichen, andere  aber deren Nichtverwendung als falsch angerechnet haben, frage ich mich mal wieder: HABEN WIR WIRKLICH KEINE ANDEREN SORGEN?