Wie lächerlich ist das? Lehrkräfte müssen weiter auf einheitliche Mailadressen warten

65

STUTTGART. Seit Jahren sollen Lehrerinnen und Lehrer in Baden-Württemberg einheitliche dienstliche Mailadressen bekommen. Im Dezember hieß es, Anfang 2024 sei es so weit. Nun ziehen sich die Vertragsverhandlungen weiter hin.

Die baden-württembergische Lehrerschaft ist nur über ein Sammelsurium von Mailadressen erreichbar – wenn überhaupt. (Symbolfoto) Foto: Shutterstock

Was wäre von einem Unternehmen zu halten, dessen Beschäftigte ihren E-Mail-Verkehr mit wild zusammengewürfelten Adressen abwickeln müssen? Lehrerinnen und Lehrer in Baden-Württemberg sind seit Jahren in dieser Verlegenheit, nicht über einheitliche dienstliche Mailadressen zu verfügen. Und sie müssen weiter darauf  warten.

Man befinde sich noch in Vertragsverhandlungen, teilte allen Ernstes das Kultusministerium in Stuttgart nun mit. Wenn diese abgeschlossen seien, werde man unmittelbar mit dem Ausrollen beginnen. Bis wann die landesweit einheitlichen Mailadressen für Lehrkräfte zur Verfügung stehen sollen, teilte das Ministerium nicht mit.

Im Dezember hatte die Landesregierung eine Digitalisierungsstrategie für die Schulen im Land vorgestellt, darunter auch die digitale Bildungsplattform «Schule@BW». Die zuständige Staatssekretärin Sandra Boser (Grüne) hatte damals angekündigt, die Plattform werde Anfang 2024 ausgerollt, inklusive eines digitalen Arbeitsplatzes für Lehrerinnen und Lehrer. Dort sollen die Lehrkräfte unter anderem auf eine landesweit einheitliche E-Mail-Adresse zugreifen können.

Auf der Plattform werden Lernmanagementsysteme wie Moodle oder Itslearning, der Messengerdienst Threema und der digitale Arbeitsplatz für Lehrkräfte zusammengeführt. Die Nutzung ist für die Schulen freiwillig. Bereits im Einsatz sind nach Angaben des Kultusministeriums die Anwendungen Moodle und Itslearning, die auch ein Programm für Videokonferenzen und ein Softwarepaket ähnlich wie Office umfassen.

Eingebunden seien zudem mehrere Mediatheken und der Messengerdienst Threema, der bei knapp 60.000 Lehrkräften im Einsatz sei. Insgesamt unterrichteten im vergangenen Schuljahr nach Angaben des Statistischen Landesamts an den allgemeinbildenden Schulen im Südwesten mehr als 113.000 Lehrerinnen und Lehrer.

Die Schaffung einer digitalen Bildungsplattform zieht sich seit vielen Jahren hin. Im Jahr 2015 hatte noch die grün-rote Landesregierung beschlossen, eine digitale Plattform namens «ella» bereitzustellen. Kurz vor dem Start im Februar 2018 war die Einführung wegen gravierender technischer Mängel erst verschoben und später komplett gestoppt worden. News4teachers / mit Material der dpa

Studie: Die meisten Lehrkräfte nutzen ihren Dienst-Laptop kaum – weil die Schul-IT nicht vernünftig funktioniert

Anzeige


Info bei neuen Kommentaren
Benachrichtige mich bei

65 Kommentare
Älteste
Neuste Oft bewertet
Inline Feedbacks
View all comments
Jette
2 Monate zuvor

Ein Unternehmen, welches so „effizient“ arbeitet, wäre längst untergegangen.,,

Nicht nur, dass das KM schon nicht in der Lage ist, ein akzeptables Emailsystem zu bieten, es gibt auch noch haarsträubende Vorschriften, was alles nicht per Mail geklärt werden darf:
Mein Lieblingsbeispiel: Eine Mutter schreibt mir, dass ihr Sohn übermorgen Geburtstag habe und einen Kuchen mitbringen möchte. Ich darf nicht antworten, da damit das Geburtsdatum und der Name des Kindes im Antwortmail auftauchen nicht datengeschützt seien!!!
Vorschriften dieser Art dienen dazu, bei Lust auf Willkür seitens des Schulamtes der Lehrerin unkorrekten Umgang mit Daten vorzuwerfen. Wer jetzt glaubt, dies sei ein Witz,- nein das hat sich genauso in einem Schulamt in BW zugetragen!
Daher müssen Lehrkräfte in BW seit Jahren befürchten, für fast jedes Mail belangt werden zu können,- noch mehr gelebte Willkür geht kaum!

Realist
2 Monate zuvor
Antwortet  Jette

Es geht ja nicht nur darum, eine „dienstliche E-Mail-Adresse“ zu haben, sondern sicherzustellen, dass diese E-Mails nicht unter den „öffentlichen E-Mail-Verkehr“ fallen. Deshalb braucht man zwingend ein geschlossenes System wie IServ, dass die E-Mails gar nicht erst „nach draußen“ leitet.

laromir
2 Monate zuvor
Antwortet  Realist

Und ein system, das funktioniert. Wir haben eine Dienstmail und die geht so lange gut, wie kein anderer im Land den gleichen Namen hat. Dann wird durchnummeriert und wer nicht weiß, dass man 2, 3 oder 4 dran hängen muss (woher soll jemand auch wissen, dass es 376 Hans Müller gibt) schickt seine Mail halt immer an Nr. 1. Und die Anmeldemaske spinnt teilweise auch noch und der Authentificator auch und schwupps dauert es auch mal 5 Min. bis man drin ist. Es ist total nervig.

Jette
2 Monate zuvor
Antwortet  Realist

Schon klar, was ich damit sagen wollte, ist, dass Lehrer/innen so immer in der Falle sitzen und die Damen und Herren im Schulamt willkürlich entscheiden, ob sie jemanden dafür abstrafen wollen. Auch ne Form von Machtausübung…

Hans Malz
1 Monat zuvor
Antwortet  Jette

Na ja, das Beispiel fällt wohl unter „implizite Einwilligung“. Sollte also kein Problem darstellen. Es wird nur oft eines daraus gemacht.

Konfutse
2 Monate zuvor

Soso. Aber übernächstes Jahr mit G9 starten wollen….

dauerlüfterin
2 Monate zuvor

Da muss man für das Land Hessen mal eine Lanze brechen. Da gibt es Lehrer-Emailadressen. Der Teufel steckt wie immer im Detail, aber sie sind regelmäßig in Benutzung weil obligatorisch.

dauerlüfterin
2 Monate zuvor
Antwortet  dauerlüfterin

Mit Teufel im Detail meine ich übrigens nicht so hirnrissige Vorgaben wie im ersten Post des Threads angesprochen; etwas mehr Speicherplatz wäre schön gewesen und die Zwei-Wege-Authentifizierung wahlweise mit eigenen Smartphone nervt etwas.

German Fux
2 Monate zuvor
Antwortet  dauerlüfterin

Ein eigenes Handy dürfen wir gar nicht einfach so für Dienstgeschäfte verwenden. Andere wollen das auch nicht. Wie funktioniert die Zwei Wege Authentifizierung?

dauerlüfterin
2 Monate zuvor
Antwortet  German Fux

Die Verwendung des Smartphones ist nicht meine Idee, sondern offiziell, bzw. einer von zwei offiziellen Wegen. Man installiert auf dem Smartphone die App Google Authenticator. Diese tut nichts anderes, als in regelmäßigen kurzen Zeitabschnitten vierstellige TANs zu erzeugen.
Anmeldung geht so: Auf Startseite mit E-Mailadresse einloggen, Passwort eingeben, von google Authenticator generierte vierstellige TAN ablesen und eingeben.

Hans Malz
1 Monat zuvor
Antwortet  dauerlüfterin

Es ist aber mein privates Handy. Selbst, wenn rechtlich alles ok ist, möchte ich das nicht für dienstliche Belange nutzen. Soll sich der Dienstherr doch was anderes einfallen lassen.

Stefan
1 Monat zuvor
Antwortet  dauerlüfterin

Das nennt man 2 Faktor Authentifizierung und ist nichts unübliches.

dauerlüfterin
1 Monat zuvor
Antwortet  Stefan

Ich finde daran durchaus unüblich, dass das private Handy für dienstliche Zwecke hergenommen wird.
(Gut, hätte mir den Authenticator auch auf mein Dienstgerät installieren können, das ist auch möglich.)

Stefan
1 Monat zuvor
Antwortet  dauerlüfterin

Dann installiere diese App doch einfach auf dem Diensthandy und schon ist alles prima.

dauerlüfterin
1 Monat zuvor
Antwortet  Stefan

Auf welchem meiner zahlreichen Diensthandys?

JoS
2 Monate zuvor
Antwortet  dauerlüfterin

Auf der anderen Seite ist Lanis insgesamt aber schon ein furchtbarer PITA und ich bin heilfroh, nicht mehr damit arbeiten zu müssen. Oder wurde das mittlerweile durch etwas besseres ersetzt?

laromir
2 Monate zuvor
Antwortet  JoS

Nein, lanis ist weiterhin ein Ärgernis und teilweise lahm und unpraktisch. Oder zu besonders sinnigen Zeiten mal am updaten.

dauerlüfterin
2 Monate zuvor
Antwortet  laromir

Wir haben kein lanis, dass es das überhaupt noch gibt. Wir arbeiten mit dem Schulportal und den dortigen Apps (z.B. Kalender, Kurswahl, Stunden/ Vertretungspläne einsehen, Big blue button-Videokonferenz etc. Nett ist auch die Noteneingabe von zu Hause, kein Stau mehr vor dem Computer, geht über Schul-ID.

Heinz
2 Monate zuvor

In Nrw gibt es auch keine einheitlichen Adressen, aber ich wäre schon froh, wenn ich nicht alle zwei Jahre nen Anruf bekommen würde, dass alle Emails an mich zurückkommen, weil das Postfach mit dem geringen Speicher wieder mal voll ist.
War beim ersten Distanzlernen auch super, wenn Schüler Fotos geschickt haben und nach zwei Wochen das Postfach wieder voll war.

Hans Malz
1 Monat zuvor
Antwortet  Heinz

Einheitliche Adressen über Logineo NRW. Für die Mailfunktion läuft das sogar zufriedenstellend.

Der Zauberlehrling
2 Monate zuvor

„Seit dem Schuljahr 2020/21 können alle hessischen Lehrkräfte sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Landes Hessen an öffentlichen Schulen personalisierte dienstliche E-Mail-Adressen nutzen.“

https://kultus.hessen.de/video/videoarchiv/einrichtung-der-persoenlichen-e-mailadresse

Liebes KM in Stuttgart, so geht das. Selbst die Hessen bekommen das hin.

Wir harren seit 2015 geduldig aus und lauschen den wiederkehrenden Pressemeldungen.

Was haben wir uns 2015 auf eine E-Mail-Adresse gefreut, die weder Rückschlüsse auf den Namen noch auf das Geschlecht zulässt. Jeder Lehrer könne direkt vom Kultusministerium angeschrieben werden.

jfljeje0948c4981xxuyz@schule.bwl.de

Das hätte die Kommunikation endlich auf eine sachliche Ebene gebracht.

Wir warten einfach weiter. Vielleicht sollte im Team BW die Frau Boser getauscht werden. So als einfaches Bauernopfer.

Es ist ja mit der Bildungsplattform nicht abgeschlossen, da gibt es noch genug Baustellen:

https://km-bw.de/,Lde/startseite/service/Start-der-Pilotphase-von-fAIrChat

„Nach der Testphase folgt die Auswertung, gegebenenfalls werden dann nötige Anpassungen und Überarbeitungen vorgenommen. Ziel ist es, zum Herbst 2024 eine gute Entscheidungsgrundlage zu haben, inwieweit fAIrChat in der Fläche zur Verfügung gestellt werden soll.“

Wir bekommen ChatGPT als Plaudertasche in den Unterricht, wenn es andere schon wieder abschaffen.

Und auf unsereren digitalen Tafeln läuft ChatGPT nicht, der Browser ist nicht kompatibel dazu.

Es nicht nur einfach lächerlich, es ist der Witz des Jahrhunderts. Millionen versenkt und nichts dafür bekommen außer einem Rüffel vom Landesrechnungshof.

Grün und Bildung (Schopper) geht genausowenig wie Schwarz und Bildung (Eisenmann) und ebenso wenig wie Rot und Bildung (Stoch).

SB HS Lehrääääär
2 Monate zuvor

Vor allem wird es technisch richtig geil.

Ich muss für jede Nutzung mir eine TAN Nummer aufs private Handy schicken lassen.

Und dann muss ich schnell sein, denn nach wenigen Minuten ist die verbrannt.

So jedenfalls die Aussage in den Fortbildungen.

dauerlüfterin
2 Monate zuvor

Ich sag Ihnen mal, wie die Hessen das gelöst haben:
Sie können sich die TAN auch auf den Rechner schicken lassen (sonst hätten Sie ja ohne Smartphone, solche Leute soll es ja geben) keinen Zugriff.
Wenn man nicht schnell ist, gibt man die nächste TAN ein.
Es kommen mittlerweile ALLE aus dem Kollegium mit ihrer Mailadresse zurecht.

laromir
2 Monate zuvor
Antwortet  dauerlüfterin

Wie oben beschrieben, solange keiner den gleichen Namen hat. Leider gibt es in Hessen mehrere Dopplungen und dann ist es nicht mehr so dolle, sondern sehr nervig. Ebenso nervig, wenn die externe Installation nicht läuft oder mal den Authentificator ändert oder so nen Schrott. Da kann man dann durch raten das Problem herausfinden oder man wartet eben 3 Tage bis sich irgendein Admin meldet. Es hat ewig gedauert bis alles funktionstüchtig war und jetzt hakt es auch immer wieder. Der Grundgedanke ist ja nett, die Umsetzung halt so naja.

dauerlüfterin
2 Monate zuvor
Antwortet  laromir

Kann ich so nicht bestätigen.
Klar, die Einrichtung war etwas Fummelei, der Umstieg auf Schul-ID dann nochmal eine Umstellung (mit Änderung des Authenticators). Aber es läuft im Allgemeinen gut.
KuK mit der berühmten 2 am Namen berichten, dass sich mittlerweile rumgesprochen hat, dass deren Namen eben ergänzt werden muss.
Wenn man mindestens einen weiteren Vornamen hat (haben doch viele) kann man seine Mailadresse bestimmt ändern lassen (ja. dauert) und der Problematik entgehen? Das wäre so mein Zugang.
Und ja, ich bin dem übergeordneten Bereich spinnefeind, aber wenn sie mal was hingekriegt haben, kann ich das schon anerkennen.

SB HS Lehrer
2 Monate zuvor
Antwortet  dauerlüfterin

So würde keine Firma arbeiten…. das erklären Sie mal nem Mitarbeiter bei Bosch oder Siemens dass er ständig ne TAN eingeben soll….

dauerlüfterin
1 Monat zuvor
Antwortet  SB HS Lehrer

Doch. Kenne börsennotierte, die so arbeiten. Da kriegen die Mitarbeiter ein Diensthandy wegen der TAN, ist ja nicht wie im Staatsdienst.
Und: man muss die TAN auch nicht ständig eingeben, sondern beim Aufrufen der Mail, die dann stundenlang offenbleiben kann.

mama51
2 Monate zuvor
Antwortet  dauerlüfterin

Liebe dauerlüfterin,
ja, das stimmt alles, weitestgehend, was Sie über Hessen schreiben.
Leider klappt das bei uns im Kreis nur manchmal reibungslos:
Mails an die LK von Eltern werden erst 2 Stunden später verschickt oder die von LK kommen bei den Eltern erst abends an, obwohl sie morgens um 6h auf den Weg gebracht wurden wurden. Wenn man zu lange braucht, schmeißt das System einen wieder raus und die Anmelderei beginnt von vorne,…
Wie gesagt, es kommt nicht allzu oft vor, aber immer mal wieder ( und gerade dann, wenn es besonders wichtig ist!) und zu manchen Zeiten immer öfter…
Aber, ich will nicht meckern, es geht in Hessen weit besser als andernortes.

dauerlüfterin
2 Monate zuvor
Antwortet  mama51

Liebe mama51,
zum „Rausschmeißen“: nutzen Sie den herkömmlichen E-Mailzugang oder den Zugang über Schul-ID? Bei letzterem dauert es nach den Erfahrungen unserer Schule wirklich mehrere Stunden der Inaktivität bis man rausgeschmissen wird.
Zur Verspätung der E-Mails: Interessant, davon habe ich noch nie gehört. Vielleicht habe ich es schlicht nicht gemerkt, wenn es da Probleme gab?

Der Zauberlehrling
2 Monate zuvor

Der Einsatz des privaten Handys muss nicht sein. Das kann man ablehnen (siehe Rahmendienstvereinbarung zur Bildungsplattform).

https://lehrerfortbildung-bw.de/st_recht/grund/plattform/rahmendienstvereinbarung_bildungsplattform_feb_8-2.pdf

Seite 13 unter (5).

Das würde ich ablehnen und ein Dienstgerät verlangen. Wenn das Dienstgerät mein Laptop ist, dann stelle ich den daneben.

Muss ich den Dienstlaptop in mein privates WLAN lassen?

Dil Uhlenspiegel
2 Monate zuvor

Privates WLAN leider nicht vorhanden. Über die Einrichtung gegen Kostenübernahme könnte man reden.

SB HS Lehrer
2 Monate zuvor

Meine privaten Geräte lehnen ich mittlerweile immer ab.

Für das gibt es Dienstgeräte….

Kanzler27
2 Monate zuvor

In SH gibt es dafür einen Dongle, der die wechselnden Passwörter anzeigt. Da braucht es kein Handy.

dauerlüfterin
2 Monate zuvor
Antwortet  Kanzler27

Hätte ich auch gerne gehabt. Ist Hessen wohl zu teuer. Bin kein Fan der Nutzung privater Geräte, halte den Zugriff darauf für eine Sparmassnahme.

Stefan
1 Monat zuvor

Was spricht denn dagegen, das private WLAN zu nutzen? In aller Not macht man mit einer FRITZ!Box eine Gästenetzwerk auf und ist damit vom privates Netz getrennt. Und wenn die Behörde wirklich was drauf hätte (Betonung auf „hätte“), dann wäre auf den Dienstnotebooks eine VPN-Software, die sich automatisch aufbaut. Damit wäre eine absolut sichere Verbindung möglich.

Alex
1 Monat zuvor
Antwortet  Stefan

Das private WLAN finanziere ich auch privat. Kennen Sie das aus irgendeiner anderen Firma, dass ganz selbstverständlich davon ausgegangen wird, so etwas für dienstliche Belange zur Verfügung zu stellen?

Stefan
1 Monat zuvor
Antwortet  Alex

Das ist doch wieder eine typische „ich stelle mich auf die Hinterbeine“-Reaktion. Wozu sollte ihr Dienstherr Ihnen einen zusätzlichen DSL-Anschluss zu Hause legen lassen? Was spricht dagegen, den vorhandenen zu nutzen? Flatrate ist doch heutzutage überall Vertragsbestandteil. Man kann es aber auch alles verkomplizieren (siehe mein erster Satz).

Dil Uhlenspiegel
1 Monat zuvor
Antwortet  Stefan

Hat Ihre SL Ihre Hard- und Software-Ausstattung des Heimnetzwerks und aller Komponenten plus Konfiguration und Detaileinstellungen kontrolliert und schriftlich bestätigt, also freigegeben und wird all dies fortlaufend gegenkontrolliert und wissen Sie, welche Parameter gegeben sein müssen, damit Sie damit rechtssicher und auch datenschutzkonform arbeiten? Oder verwenden Sie ein zentral administriertes, von Ihnen unverändertes Dienstgerät? Dann bleibt im Grunde nur die Sicherheit des Internetzuganges zu kontrollieren, etwa wenn sich das Dienstgerät mit einer Art Sandbox-Umgebung zufrieden gibt.
Falls Ihre Heimnetzwerk beim dienstlichen Arbeiten gehackt o.ä. werden sollte und Sie privaten Schaden erleiden, Malware einfangen, kritische Daten abgegriffen werden etwa beim online banking, wer bezahlt das, wer bezahlt die Kosten für Reparatur/Entschädigung, ggf. für den Anwalt und wie weisen Sie nach, dass es im Dienstgeschehen passierte?

Auf all diese Fragen hätte ich z.B. gerne offizielle Antworten. Denn ich bin ein Fan digitalen Arbeitens von zuhause aus.

German Fux
2 Monate zuvor

Um das private Handy überhaupt dienstlich nutzen zu dürfen, mussten die Kollegen etwas unterschreiben. Das haben viele nicht gemacht, da sie nicht wissen, ob sie das Unterschriebene überhaupt einhalten können.
Und einige wenige Kollegen haben bewusst kein Handy, noch gibt es keine Bürgerpflicht zum Handybesitz. Sind diese dann ausgeschlossen?

Hysterican
2 Monate zuvor

Ganz normaler Alltag … wir haben 7 Jahre darauf gewartet … jetzt erst … mit dem Umstieg auf iServ haben wir einheitliche Dienstadressen bekommen.

Und der Treppenwitz daran:

In der Nachbarstadt HF (BzR DT) müssen die Schulen nun nach und nach auf Logineo umsteigen – Info aus dem Schulausschuss – worauf hin die KuK sich völlig entnervt aus der gerade sich entwickelnden Digitalisierung verabschieden. Jetzt rechnen wir (BI) natürlich auch damit, dass uns Logineo droht, weil die Kommunen die anfallenden Kosten für z.Z. iServ nicht tragen wollen. Die Latrinenparolen gehen in die Richtung, dass in den kommenden Jahren alle Schulen in NRW zwangsläufig auf Logineo umgestellt werden.

„Was vorne mühsam aufgebaut wurde wird sorglos mit dem Arsch wieder abgerissen.“

Wie gesagt: Ganz normaler Alltag.

Fräulein Rottenmeier
2 Monate zuvor
Antwortet  Hysterican

Glücklicherweise besteht der Kreis HF aus einzelnen Gemeinden, so dass dies vermutlich nur für die Stadt HF gilt….die anderen Gemeinden werden sich dem vermutlich nicht anschließen, die bezahlen IServ oder WebUntis vermutlich gerne weiter für ihre Schulen. Die hatten ja auch zu Zeiten von Corona bereits IServ, was wirklich sinnvoll war….

Fräulein Rottenmeier
2 Monate zuvor
Antwortet  Hysterican

Und keine Bange, die Stadt Bielefeld ist gerade erst mit dem Rollout von IServ fertig geworden, das wird nicht so schnell wieder kassiert.
Logineo kann und wird ja auch nebenbei weiterbetrieben, vor allem der Datensafe und die Kompatibilität mit SchiLd rechtfertigt das auch. Die Bedienung ist allerdings *würg*….

Hysterican
2 Monate zuvor

Sehr geehrtes Fräulein Rottenmeier,
vielen Dank für Ihre beruhigenden Worte … nun wünsche ich diese auch in Gottes Gehörgang, damit Sie Recht behalten.
Ein wunderschönes und hoffentlich erholsames Wochenende.

Fräulein Rottenmeier
2 Monate zuvor
Antwortet  Hysterican

Ich weiß es deshalb so genau, weil wir die letzte Schule in BI waren, die mit IServ versorgt wurden….vor also genau 5 Monaten…..wir arbeiten uns gerade ein….

ihnen auch ein schönes, sonniges Wochenende 🙂

Hans Malz
1 Monat zuvor

Auf den Fortbildungen für die Digitalisierungsbeauftragten wird ganz klar gesagt, dass die vom Land bereitgestellten Plattformen forciert werden sollen. Was das heißt konnte man schon bei Schild sehen.
Ich gehe davon aus, dass das mittelfristig durchgedrückt wird, egal was die Kommunen sagen.

mimü
2 Monate zuvor

Ohne einheitliche E-Mail kann man an den Schulen halt weiterwurschteln wie bisher. Geht schon. Wenn die neue E-Mail wirklich nur browserbasiert ist, also ohne imap oder exchange, wird das bei uns eh nicht genutzt werden. Da gibt es auch bisher viel bessere Lösungen.
Schlimmer als die Zeitverzögerung der einheitlichen E-Mail ist, dass der andere Teil der digitalen Bildungsplattform, eine Nextcloud nicht in planbarer Zeit kommt. Das soll die Alternative sein für das „Lehrermoodle“, das viele Schulen bisher getrennt vom Unterrichtsmoodle genutzt hatten. Das Lehrermoodle wird aber im Juni abgeschaltet und es ist noch völlig unklar, wann der dafür vorgesehene Ersatz kommt.

DerechteNorden
2 Monate zuvor

Wow, da sind wir in SH ja richtig vorne dabei! Ich meine, wir haben inzwischen seit zwei Jahren landesweit einheitliche E-Mail-Adressen. Und seit einem Jahr auch die nervige Zwei-Faktor-Authentifizierung.

Kanzler27
2 Monate zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Dafür können wir innerhalb dieser Adressen personenbezogene Daten per Mail schicken. 2FA ist nervig, aber so schlimm nun auch nicht.

Dazu kommt noch der Schulverwaltungzugang, der alle wichtigen Daten nebst einheitlichen Zeugnissen online und datenschutzkonform zur Verfügung stellt. Das finde ich praktisch.

In Niedersachsen macht jede Schule wie sie will und man kämpft mit den Webmailern verschiedener Hoster. Von Datenschutz keine Spur.

DerechteNorden
2 Monate zuvor
Antwortet  Kanzler27

Ja, das stimmt. Zeugnisse von zuhause aus zu erstellen, ist schon Luxus.

dauerlüfterin
2 Monate zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Was erstellen Sie denn da genau, wenn ich fragen darf?
Bei uns geben die KuK die Noten ein.
Und die SL druckt auf Zeugnispapier aus.
Wie machen Sie das?

DerechteNorden
2 Monate zuvor
Antwortet  dauerlüfterin

? Die KL müssen alles gegenchecken, das Lern- und Sozialverhalten (Raster), Bemerkungen zu besonderen Leistungen, Prognosen (Abschluss), Kurswechsel, LRS-Bemerkungen, Fehltage und je nach Jahrgang noch einige andere Angaben eingeben.
Früher mussten wir das ins schuleigene System IN der Schule eingeben, jetzt geht das entspannt von zuhause aus.

Fräulein Rottenmeier
2 Monate zuvor
Antwortet  dauerlüfterin

Das geht über das Schulverwaltungsprogramm SchiLd. Dort sind auch die Zeugnisse hinterlegt. Über ein Portal kann man sich dann mit seinem gewünschten Endgerät von wo auch immer einloggen und die Noten eingeben, die Kreuzchen setzen, Fehlzeiten eingeben oder auch Texte eingeben. Das ist sooooo praktisch.
Zu einem Zeitpunkt x kann die Eingabe von SL dann gesperrt werden und die Zeugnisse dann in einem Rutsch ausgedruckt werden.

dauerlüfterin
1 Monat zuvor

Vielen Dank Ihnen beiden, hier geht das auch so. Unser Portal heißt LUSD (Lehrer- und Schüler-Datenbank).

Der Zauberlehrling
1 Monat zuvor

Sowas … Da träume ich von.

Bei uns liegen Listen für jede Klasse herum und wir tragen ein. Die werden dann vom Klassenlehrer abgetippt oder jetzt mit dem neuen System ASV vom Abteilungsleiter in den Rechner gebracht.

Boah, was woanders alles geht.

Anders Leo Castor
1 Monat zuvor

Das liegt dann aber an Ihrer Schule. Ihre Schulleitung könnte innerhalb von ASV auch NEO (Noteneingabe online) aktivieren, so dass alle Lehrkräfte ihre Noten eigenständig direkt ins System einspeisen können.

Gerne hier nachlesen:
NEO (Noteneingabe online) (kultus-bw.de)

Der Zauberlehrling
1 Monat zuvor

Ja, das kenne ich und habe schon davon gehört.

Das Problem _ist_ meine Schulleitung. Da geht einfach technisch überhaupt nichts. Die kommen mit ASV nicht zurecht. Eingeführt kurz vor der Ermahnung durch das RP. Aufgesetzt auf einem System, das seit 2017 nicht mehr aktualisiert wurde.

Fachkräftemangel.

Dil Uhlenspiegel
2 Monate zuvor

Und es ist der 17.02.2024.

Kurze Frage an der Stelle noch:
Wie halte ich Kontakt zur SL, Eltern und v.a. zu SuS auf Fahrten? Vorschläge bitte … (kein Mobilnetz-fähiges Dienstgerät, keine dienstlichen Mobilfunk-Daten, natürlich keine Social Media)

Marie
2 Monate zuvor
Antwortet  Dil Uhlenspiegel

Wie wärs mit Brieftauben? Oder Rauchzeichen? Wahrscheinlich beides nicht datenschutzkonform…

mama51
2 Monate zuvor
Antwortet  Marie

…trommeln?

dauerlüfterin
2 Monate zuvor
Antwortet  mama51

Telepathie dürfte datenschutzkonform sein.

Hysterican
2 Monate zuvor
Antwortet  mama51

Telepathie … soll sogar datenschutzkonform sein, wenn du ganz doll bei der Übermittlung der Infos an deinen Gegenüber denkst.

uesdW
2 Monate zuvor
Antwortet  Marie

Brieftauben nein, da Fremdzugriff möglich. Rauchzeichen nur bei entsprechender Codierung und entsprechender ZFA. Gilt auch fürs Trommeln.

Alex
1 Monat zuvor
Antwortet  uesdW

Sind Rauchzeichen nicht schon wieder kulturelle Aneignung?

unverzagte
1 Monat zuvor
Antwortet  Alex

Allein aus diesem Grund verbietet sich Kiffen (ironie off)

Lera
2 Monate zuvor
Antwortet  Dil Uhlenspiegel

Natürlich per öffentlichem Münzfernsprecher! Allerdings nur die gelben Kabinen, wegen Datenschutz. Viel Glück bei der Suche!