Was passiert, wenn Demokratiebildung ausbleibt, zeigt sich jetzt in Ostdeutschland

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Ein Kommentar von News4teachers-Herausgeber Andrej Priboschek.

DÜSSELDORF. Wir sollten mal langsam aufhören, uns in die Tasche zu lügen. Es gibt in Ostdeutschland ein veritables Problem mit dem Rechtsextremismus. Die demokratische Bildung hat über Jahrzehnte versagt. Genauer: Sie hat kaum stattgefunden.

News4teachers-Herausgeber Andrej Priboschek. Foto: Tina Umlauf

Rechspopulisten und Rechtsextreme führen in den Umfragen in Ostdeutschland nicht deshalb, weil die Ampel oder sonst eine Regierung schlechte Politik machen würde. Sondern weil die repräsentative rechtsstaatliche Demokratie der Bundesrepublik unter (zu) vielen Ostdeutschen schlicht keinen Wert hat. Die AfD wird nicht gewählt, obwohl sie als rechtsradikal gilt. Sie wird gewählt, weil sie als rechtsradikal gilt.

Einen aktuellen Beleg dafür bietet der „Thüringen-Monitor“, der in dieser Woche erschienen ist. 19 Prozent der Thüringerinnen und Thüringer vertreten demnach rechtsextreme Einstellungen. Ausländerfeindlichkeit und Antisemitismus sind weit verbreitet. Rund 60 Prozent der Befragten sind populistisch eingestellt und stimmen der Aussage zu, dass die „Herrschenden und Mächtigen in unserer Gesellschaft gegen die Interessen der einfachen Bevölkerung“ handeln. 85 Prozent glauben, dass sich die Politiker immer dann einig sind, „wenn es darum geht, ihre Privilegien zu schützen“.

Lässt sich Verachtung gegenüber demokratisch gewählten Politikerinnen und Politikern noch deutlicher ausdrücken?

Für diese, nun ja, Distanz zur repräsentativen Demokratie und zu ihren Werten gibt es Gründe. Nach der Wende war politische Bildung in Ostdeutschland verpönt. Demokratiebildung wurde als „Staatsbürgerkunde“ diffamiert. Man wollte eine „ideologiefreie“ Schule haben. Also hat man die Kinder und Jugendlichen in Sachen Demokratiebildung sich selbst überlassen.

Die Schülerinnen und Schüler schneiden bei Leistungsvergleichen seit Jahrzehnten zum Teil hervorragend ab; Sachsen zum Beispiel liegt stets an der Spitze – das (leider nicht in die Leistungsvergleiche eingehende) Fach „Gemeinschaftskunde/Rechtserziehung“ gibt es allerdings erst ab Klasse 7. Mit nur einer Wochenstunde! Und auch das erst seit 2019, nachdem eine alarmierende Studie unter Jugendlichen im Freistaat ein hohes Maß an Demokratieverachtung aufgezeigt hatte.

Die Folgen dieser Versäumnisse sind krass, wie unser aktueller Bericht aus dem brandenburgischen Burg – aus der Schule, in der Rechtsextreme lange Zeit das Sagen hatten – zeigt. Der neue Schulleiter führt dort einen Kampf auf verlorenem Posten. Hier geht es hin:

Nach rechtsextremen Übergriffen: Neuer Schulleiter kämpft für die Demokratie – und gegen Ausländerfeindlichkeit

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Rainer Zufall
1 Monat zuvor

Ich will die Probleme nicht wegreden, aber so eine These erfordert meiner Meinung nach doch etwas mehr an Fakten.
Gibt es Erhebungen dazu, inwieweit dort bspw. Gemeinschaftskunde schlechter von Jugendlichen aufgenommen wird?
Wer an Schulen untergräbt heutzutage die vermeindliche „Staatsbürgerkunde“?

Unfassbar
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Die sozialen Medien von Schwurbel bis Funk und zurück haben einen großen Einfluss auf die Ansichten der Kinder. Dazu kommen die Eltern und das private Umfeld. Mit großem Abstand kommt irgendwann der Schulunterricht, wobei der Abstand umso größer ist, je weiter die Zielsetzung der Schule von der des Umfeldes abweicht.

Unfassbar
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Danke für den Link. Auf die langfristige Wirkung dieses Aktionstages bin ich gespannt.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Unfassbar

Auch dies sollte erst wissenschaftlich geprüft werden. Ich wollte mich eigentlich gegen ebensolche Hypothesen verwahren, wenn die Fakten auf sich warten lassen…

Lehrer
1 Monat zuvor

Ich möchte hier mal etwas klarstellen – den „wenigen“ Unterricht als Ursache für die politische Einstellung zu nehmen scheint etwas vorschnell geurteilt.
Im schönen Bundesland SH wird auch nicht mehr „WiPo“ (Mischfach aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft) unterrichtet. Jahrelang laut Lehrplan nur 4 Stunden insgesamt in der SEK I, davon je 2 in den Jahrgängen 9 und 10. (ESA Schüler verlassen die Schule also mit einer kaum vorhandenen politischen Grundbildung.)
Sogern denn die Ressourcen da sind. Denn bleiben wir mal ehrlich – wenn keine Lehrkräfte da sind, wird gekürzt. Und welche Eltern beschweren sich darüber? Richtig. Keine.
Jüngst fordert nun das Ministerium in Kiel 4stündigen WiPo Unterricht von 7 bis 10. Ganz im Sinne ihres Kommentars und ich finde das prinzipiell auch gut. Nur, wenn schon für weniger Stunden niemand zur Verfügung steht – meinen Sie denn es wird besser funktionieren nur weil man seitens der Politik mehr Fachstunden „verordnet“? Die gleiche Situation ploppt im übrigen auch gerade beim Informatik Unterricht auf. Es fehlt an ausgebildetem Lehrpersonal. Ggf. auch an Räumen und Ausstattung.
Um mal wieder zurück zu kommen – wenig Politik Unterricht mag vielleicht ein Grund für politisch extreme Ansichten sein, aber mir fehlen hierfür veritable Daten. So bleibt es nur eine Meinung, die sich m.M.n. nur auf ein Bauchgefühl. Korrigieren Sie mich gerne, wenn ich hiermit falsch liege.

Und hoffen wir, dass sich ihre Ansicht nicht bewahrheitet und wir zukünftig auch sehr viele Extremisten im Norden bekommen.

Marie Brand
1 Monat zuvor

Ich bin entsetzt über diesen Artikel.
Solche Darstellungen von Ostdeutschland tragen wesentlich mehr dazu bei, dass die Menschen dort die AFD wählen, wie die Ihrer Meinung nach nicht vorhandene Demokratiebildung.

Man kann sich ja dafür einsetzen, dass der Osten wieder ein eigenes Land hat. Dann haben alle arroganten Westdeutschen, die es besser wissen, ihre Ruhe.

Ich bin wirklich enttäuscht.
Ich habe n4t immer gerne gelesen.

AvL
1 Monat zuvor
Antwortet  Marie Brand

Sie dürfen gerne entsetzt sein über die demokratiefeindliche
und verfassungsfeindliche Einstellung.

Tigerente
1 Monat zuvor
Antwortet  Marie Brand

Vor allem pauschalisiert und verallgemeinert dieser Artikel. Aus einer Unzufriedenheit mit der Demokratiebildung in der Schule wird dann eben einfach, es habe keine Demokratiebildung stattgefunden, sprich, in ostdeutschen Schulen sprächen Lehrer nie mit ihren Schülern darüber, wie Demokratie funktioniert, vor allem aber, sie verhielten sich nie demokratisch, würden Schüler nie in Willensbildungen und Entscheidungen einbeziehen, nie um ihre Meinungen bitten, nie andere Meinungen tolerieren, nie etwas gemeinsam besprechen und entscheiden usw.-usf. Vor allem aber NIE.

Argument: Weil es dort so viele Rechtsextreme gibt. Sind im Osten 100% rechtsextrem? Woher kommen die 70%, die demokratisch wählen? Achja, das sind alles Wessis.

"Experte"
1 Monat zuvor
Antwortet  Tigerente

Demokratiebildung mache ich in all meinen Fächern und generell im Umgang mit meinen Schülern.

Demokratiebildung wird an unserer Schule gelebt – nicht an einem Fach festgemacht. (Würde auch niemals reichen )

Das wird den Kollegen und den Schulen im Artikel quasi abgesprochen.

-mm-
1 Monat zuvor
Antwortet  Marie Brand

Das ist jetzt aber nichts Neues hier auf diesen Seiten und repräsentiert hoffentlich nicht die Sicht aller Bewohner Westdeutschlands auf Ostdeutsche. Mich stört das zum Beispiel auch, obwohl ich keinerlei private Bezugspunkte zu Ostdeutschland habe. Ich war mit meiner Tochter vor kurzem zum ersten Mal in Leipzig. Ich muss sagen, mit einer vorgefassten Meinung. Wegen der Bilder über AFD-Aufmärsche und der Spaziergänge zu Corona-Zeiten im Kopf. Aber…, ich muss sagen, ich war sehr positiv überrascht. Über das multikulturelle Angebot und die Leute dort. Wenn ich da an das Kreativviertel Plagwitz mit seiner Alternativszene und seinen politischen Statements an fast jeder Hauswand denke, dann muss ich hier in BW nach sowas lange suchen. Die Wahlergebnisse zu nehmen, alle Ossis in einen Sack zu stecken und dann mal kräftig draufzuhauen, indem man ihnen eine demokratische Unfähigkeit attestiert, entspricht nicht meinen Vorstellungen eines informativen journalistischen Beitrages. Einen komplizierten Sachverhalt kann man nun mal nicht mit einem einseitigem Beitrag, der eigentlich nur die These des dumm erzogenen Ossis enthält, abhandeln.

Besseranonym
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Ortsabhängig, in kleinen Käffern, sogar bis zu 80%.Teils mit gehörig Druck und unschönen Methoden ( anonyme Drohbriefe, Ausgrenzung….. ). Zudem sind natürlich Reichsbürger unterwegs.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Marie Brand

Die wählen Faschos, weil denen ein Nachrichtenartikel nicht passt?
Selbstgerecht much? Oder stülpen Sie gerade einen sehr einfach gestrickten Hut über die Bürger*innen in Ostdeutschland?

AvL
1 Monat zuvor
Antwortet  Marie Brand

Ich lese gerne N4T, und ich werde N4T auch weiterhin lesen,
auch weil gerade dertige Kommentare wie der ihrige hier
abgedruckt werden.

Und weil der kritische Diskurs ein essentieller Bestandteil und
Mittel der Demokratie ist, ist die Auseinandersetzung mit populistischen
Positionen wichtig, um deren Ziele und Inhalte aufzudecken.

Es ist für die Entwicklung eines rationalen Verstandes unabdingbar,
sich in andere Positionen hineinzudenken, um zu erlernen und
zu erruieren, ob die Denkweise des Gegenüber einer rational fundierten
Denkweise entspringt, oder ob gar populistisches Denken danach trachtet,
unser Unterbewusstsein zu verunsichern, um über freigesetzte Urängste,
Einfluss auf unser Verhalten zu nehmen.
Dabei nutzen Populisten das angeborene Konformitätsverhalten,
um andere Menschengruppen als Feindbilder zu verwenden
und auszugrenzen.

Schotti
1 Monat zuvor

Ich finde schon, dass die etablierten Parteien zumindest eine gehörige Mitschuld an den hohen Wahlergebnissen der Rechten tragen. Wir haben eine Hyperinflation und dann werden z. B. die Benzinpreise künstlich erhöht. Das kann man doch wirklich niemanden mehr logisch erklären. Sowas kostet ganz klar Stimmen. Es gibt ein riesen Problem mit Rechtsextremisten in den neuen Bundesländern, aber die waren auch vor der AfD schon da, nur haben sie halt CDU und PDS gewählt.

Aber dann kommt wieder das Totschlagargument, wer Aufgrund hoher Inflation, Spritpreise, verfehlter Migrationspolitik, lächerlicher Renten und was sonst auch alles die AfD wählt, der sei trotzdem ein Nazi. Dann tut doch einfach mal etwas gegen diese Probleme und man kann hinterher schauen, ob sich am Wahlverhalten etwas geändert hat oder nicht. Ohne es jemals ausprobiert zu haben, macht man es sich wirklich sehr einfach.

Marie Brand
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Es gibt viele Gründe dafür, dass der Osten AFD wählt.
Seit 35 Jahren verdienen die Ossis um Durchschnitt nach wie vor weniger als die Westdeutschen. Industrie siedelt auch im Osten zögerlich an und wenn, wandert sie schnell wieder ab. Ostdeutsche Industrien wurden verramscht und geschlossen. Das Vermögen im Osten ist deutlich geringer als im Westen. Die Ossis benötigen einen Ostbeauftragten der auf sie aufpasst. Die westdeutschen haben keinen keinen Westbeauftragten.
Nach wie vor lacht man über den Dialekt, stellt Ossis in den Medien als dumm dar. Behandelt sie oft als Menschen zweiter Klasse.
Und dann kommt eine AFD und sagt :“kommt, wir wissen, wie es euch geht. Wir sind jetzt mal eine Partei für euch. Wir bevormunden euch nicht. Wir nehmen euch und eure Probleme ernst.“ Tja und dann passiert, was passiert.
Selbst geschaffenes Leid würde ich sagen.
Und mit zu wenig Demokratiebildung hat das gar nichts getan.
Solche Artikel über Ostdeutschland treiben die nächsten Wähler in Richtung AFD.

Tigerente
1 Monat zuvor
Antwortet  Marie Brand

Sie schimpfen oben über den Artikel und blasen hier ins gleiche Horn, indem Sie schreiben: Der Osten wählt AfD. Wieso wählt der Osten AfD, wenn gut 70% nicht AfD wählt?

Wählt Hessen AfD? Ich sehe aktuell 18% bei den Umfragen.
Wählt Niedersachsen AfD? Ich sehe 21%.
https://www.wahlrecht.de/umfragen/landtage/

Hat dort keine Demokratiebildung stattgefunden???

Ossi
1 Monat zuvor
Antwortet  Marie Brand

Und wenn die nationalsozialistische AfD dann an der Macht ist, die Deportationen beginnen, man auch in Ostdeutschland gehen muss weil nicht Deutsch genug – dann werden die AfD Wähler wie 1945 sagen: Wir haben es nicht gewusst. Und die russlandnähe der AfD spricht geschichtlich Bände.

Marie Brand
1 Monat zuvor
Antwortet  Ossi

Das Wort Deportation ist nie von Seite der AFD gefallen.
Ich bin sicher kein Sympathisant.
Aber ich mag auch keine Lügen, die verbreitet werden.

Marie Brand
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Es ist schon ein starkes Stück, was Sie sich da raus nehmen. Nur weil ich schreibe, das Wort Deportation wird nicht von der AFD verwendet, bin ich für Sie rechtsextrem.

Besseranonym
1 Monat zuvor
Antwortet  Marie Brand

Herr Hoecke kann das rhetorisch besser fast schon glaubwürdig erklären als Sie; üben ?

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  Marie Brand

“ „Was die AfD meint, würde man wissenschaftlich Deportation oder Abschiebung nennen“, stellt Politologe Hillje klar.“
https://www.fr.de/politik/afd-geheimtreffen-rechtsextreme-deportation-remigration-verbot-potsdam-cdu-spd-zr-92786090.html

Ich weiß ehrlich gesagt nicht, was der Einwand soll. Natürlich nennen sie das nicht Deportation. Das wurde hier auch nicht behauptet. Hat „Ossi“ – wie ich bereits anmerkte – auch nie behauptet. Es geht um die „Übersetzung und Deutung“ von Sachen.
Ein „enger Tierfreund“ der Sex mit Tieren hat ist eben auch ein Zoophiler. Kann man natürlich nett umschreiben alles. Auch „Vergewohltätigen“ als „freiwillige Vergewaltigung“ klingt natürlich besser, als direkt von Vergewaltigung zu sprechen … Ist es das aber? Wo ist der Unterschied?

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  Marie Brand

„Ossi“ hat auch nicht geschrieben, dass die AFD „Deportation“ als Wort gesagt haben. Das haben Sie jetzt so hineininterpretiert … So kann man auch die Pläne einiger AFD-Mitglieder und Vertreter eben einordnen. Darum ging es.

Sie haben bspw. auch nicht geschrieben, dass Sie kein „AFD-Fan“ wären, sondern lediglich „kein Sympathisant“. Also sind Sie ein AFD-Fan?
Oder eine AFD-Sympathisantin? [Mal um den „Genderwahn“ gerecht zu werden – hier ist ja nur die Rede von der männlichen Form …]
Das ist doch absurd sowas („Aber ich mag auch keine Lügen, die verbreitet werden.“) „Ossi“ jetzt zu unterstellen …

Zur Klarstellung: Ich denke nicht, dass Sie wegen dieses Beitrages mit der AFD sympathisieren. Soll lediglich aufzeigen, dass die logische Schlussfolgerung so nicht funktioniert.
Auch Putin sprach von einer „Befreiung“ (der Donbass-Region) damals … Glaube dazu braucht man nicht mehr ausführen hoffe ich?

Indra Rupp
1 Monat zuvor
Antwortet  Bla

Putin sprach von „Operation“, nicht von Krieg. Er ist also Arzt und kein Kriegstreiber! ^^

Besseranonym
1 Monat zuvor
Antwortet  Marie Brand

„Lügen, die verbreitet werden“
Wenn Sie bitte ( natürlich mit BeweisEN, weil Plural ) erläutern, wovon Sie sprechen
Ich mag nämlich auch keine Lügen.

Besseranonym
1 Monat zuvor
Antwortet  Besseranonym

Huhu Frau Braand, ich warte, Sie wissen schon “ Lügen „.
Wenn Sie gerade keine Zeit haben, vlt. einer der daumenmäßig Gleichgesinnten?
Weiß schon, bin so ein Lästiger, der nicht sofort hurra schreiend zustimmt…
Trotzdem, ich waarte!

AvL
1 Monat zuvor
Antwortet  Marie Brand

Zwangsweise durchgeführte Remigration erreicht
das selbe Ziel, wie dies eine Deportation tut.

Und ganz sicher sind sie nicht nur ein
Sympatisant der Putinversteher, sie sind
sogar ein Propagandist, weil sie Halbwahrheiten
und Lügen kräftig miteinander vermischen.

Der Inhalt des von oben ihnen abgesetzten
Textes von18.4.24 besteht aus einer Mischung
von unfundierten Behauptungen, Halbwahrheiten,
formulierten Vorurteilen gegen demokratisch
gewählte Volksvertreter, der Unterstellung der
Verächtlichmachung deutschsprachiger Dialekte,
einer Polarisation zwischen Ost und West,
dem Vorwurf einer Bevormundung durch
einen Ostbeauftragten und schließlich
dem Vorwurf einer gezielten Deindustralisierung
durch die im Westen.

Sie sind ebenso wie der Rest dieser Leute
von irrationalen Ängsten aus den tiefen ihres
Unterbewusstsein getrieben, und bei jedem neuen
schleifenartigen Durchgang in ihrem Unterbewusstsein
kommt nur noch mehr Hass zum Vorschein, der seinen
Widerhall in derartigen eruptiven irrationalen Wort-
und Schrifausdrücken findet.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Marie Brand

Tut die AfD dies?
Der erste Bürgermeister der AfD versprach (wider besseren Wissens) im Wahlkampf kostenfreie Kitas, um danach die Beiträge zu erhöhen.
Die Bundes-AfD verspricht (wider besseren Wissens) ein Austritt aus der EU wäre vorteilhaft und auch der Brexit habe sich dort für Durchschnittsverdiener gelohnt.

Ich habe eher den Eindruck, die AfD hält ihre Wählerschaft für doof…

AvL
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Das Geschäft der AfD ist es, die Ängste und Empörung im Unterbewusstsein dieser biederen Bürger gegen ihre Gegner, die Repräsentanten einer parlamentarischen Demokratie, zu schüren
und diese gegen „die da oben“ aufzuwigeln.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  AvL

Jup. Zuletzt sah ich noch interessante Berichte zu ehemaligen Frauenbewegerinnen (??) in England, die vor dem Weltkrieg den Nationalsozialismus anpriesen – trotz der zu erwartenden Konsequenzen.
Am Ende bot der NS keine Lösungen, aber eine Stimme und ein „Spektakel“. GEGEN die gesellschaftlichen Normen verstoßen, deren man sich nicht mächtig fühlt – auch wenn das Spektakel langfristig nur Niedergang in Aussicht stellt…

Zum Glück haben wir seitdem dazugelernt, kennen die Tricks der Populisten, bildeten unsere Bürger*innen und bereiteten Sie auf die hohlen Versprechungen vor…

AvL
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Als eine präventivmaßnahme gilt es die Wahl der
Richter amVerfassungsgericht mit einer einfachen
Mehrheit abzuändernund die Dauer der Amtsausübung
zu begrenzen, damit die Populisten nicht mit einer 1/3
Sperrminorität die Besetzung dieses wichtigen
Verfassungsorgan blockieren können.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  AvL

Da kenne ich mich nicht aus. Würde Populisten denn dann umgekehrt nicht ach eine einfache Mehrheit genügen, um eigene Leute durchzubringen?

AvL
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Es geht um die Wiederbesetzung vakanter Richterstellen, die durch eine Sperrminorität von 33 % die Wiederbesetzung von derartigen Richterämter blockiert.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  AvL

Wie gesagt, ich bin überfragt: bräuchten demokratische Parteien im schlimmsten Fall nicht ebendiese Minotität?

Es scheint ja so, als würde die AfD erst – vielleicht ein wenig verboten – wenn sie öffentlich Menschen verspeist… Der Politik fehlen offensichtlich noch Hinweise, ob ein Verbot geplant werden kann =/

Heide Blume
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Natürlich bestimmt die Politik in hohem Maße den Benzinpreis mit. Der Steueranteil beträgt zzt. 52 %.
Benzinpreis: Zusammensetzung 2024 | Statista

uesdW
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Benzinpreis ist ein ganz schlechtes Beispiel.
Der nicht unerhebliche Steueranteil des Preises wird von der Politk bestimmt. Der Vergleich des Preises mit dem Zeitraum kurz nach Beginn des russischen Angriffs ist nicht aussagefähig. Wie wäre es den mit dem Preis im Januar 2022. Lag der nicht bei 1,30.

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Können Sie sich echt nicht vorstellen, dass viele solcher Punkte eben schon dazu Beitragen könnten, dass einige Menschen die AFD wählen? Das sind ja nachweislich eben (zum Glück?/leider?) nicht alles Hardcore-(Neo)Nazis …
-> Enttäuschung und Hoffnungslosigkeit, sowieso das Gefühl der Machtlosigkeit (in vielen Bereichen) können durchaus zu solchen Wahlempfindungen beitragen denke ich
Wenn dann eine Partei mit leichten Lösungen ankommt, welche sich Zeit nimmt mit den Leuten zu sprechen und irgendwelche (wahllosen) Versprechungen macht … Dann kann das schon wirken.

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Das ist mit Sicherheit eine Ansichtssache. Daher kann ich darauf keine direkte Antwort geben. Ich für mich sehe eben Hardcore-(Neo)Nazis als -> Ist es egal, ob „die Ausländer“ sterben. Gewaltbereit gegenüber diesen sind – bis hin zum Tod. Die Menschen in „die Feinde“ einteilen. „Stolz“ auf das Vaterland in einem extremen Vorstellungsbild sind. SS-Führungen und Hitler anhimmeln und feiern. Usw.
Danach noch die Nazis, welche dieses Gedankengut zumindest teilen.
Dann gibt es eben noch andere, welche aus verschiedenen Gründen die AFD wählen. Die müssen grundlegend allerdings nicht rechtsextrem sein. Und noch nichtmal dieses Gedankengut teilen(?). Sie akzeptieren es (indirekt) natürlich irgendwie. Oder sind eben komplett unreflektiert. Auch sowas soll es geben.

Nein, definitiv nicht. Rechtfertigen tut es das nicht. Allerdings gibt es eben anscheinend bzw. offensichtlich/mit Sicherheit eben auch einen Wählerschaftsteil, welcher so handelt. Wie man das Problem löst? Ich weiß es nicht. Ansatzpunkte wären halt, bessere Bedingungen zu machen. Den Menschen nicht das Gefühl der Hilflosigkeit und des Ohnmachtgefühls zu geben. Irgendwie zu zeigen, dass man auch für diese Wählerschaft, welche sich komplett verarscht fühlt da ist und positives bewirkt. Wie will/kann man diese Leute sonst abholen? Sie alle als rechtsextrem abzustempeln? Ich weiß ja nicht… Das bestätigt dann höchstens diese Menschen?
Hoffe man versteht, was ich meine.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Bla

Sie meinen also (potenzielle) Mörder*innen?
Wie bezeichnen Sie die Wähler*innen des Spitzenpersonals einer Partei, welche Deportationen plant, Flüchtlinge ins Kriegsgebiete schieben, im Mittelmeer ersaufen lassen oder überlegte, auf Menschen an Grenze zu schießen?

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Genau, beispielsweise diese. Mit entsprechenden Gedankengut dazu. Also natürlich nicht jede/-r Mörder/-in.

Dazu muss ich erstmal nachfragen, was/wer genau gemeint ist.
Ist das „Spitzenpersonal der Partei“ selbst als Wähler/-innen gemeint? Dann: Hat schon seinen Grund, warum man Herrn Höcke als Faschisten bezeichnen darf. Der „rechtsextreme Flügel“ ist logischerweise auch so definiert (bzw. zu definieren).

Oder sind die Wähler/-innen der Partei (auch ohne Parteizugehörigkeit) gemeint?
Das macht dementsprechend einen massiven Unterschied. Dort gibt es die Mischung aus bereits genannten „Vertretern“. Das sind nicht alles Nazis oder grundlegend schlechte Menschen (denke und hoffe ich jedenfalls). Viele sind massivst enttäuscht und einige dazu massivst naiv.

"Experte"
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Böse jetzt – JA.

Denn

a) jeder ist sich selbst der Nächste
b) jeder schaut nur bei sich
c) das ist gelebter Individualismus
d) die Gemeinschaft ist tot
e) ich will auch was vom Kuchen
f) gelernte Anspruchshaltung bei dem einen
g) Verzweiflung bei dem anderen
h) …..

So funktioniert das.

Hat viele, viele psychologische Gründe, wirtschaftliche Gründe und hängt selbstverständlich auch von Anerkennung und Wertschätzung ab.

Wie sagt Volker Pispers immer? Wir werden mit Angst regiert.

Und hier geht es u.a. um Existenzangst und Wohlstandsverlust.

Das ist guter Nährboden für schlechtes Gedankengut.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Bla

Also wenn man sich das Spitzenpersonal ansieht, welches SA-Parolen von den Zuschauer*innen zu Ende rufen lässt, habe ich erhebliche Zweifel an Ihrer Einschätzung…

Was machen für Sie denn „Hardcore-Nazis“ im Vergleich zu den normalen Neonazis aus?

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Ich kann (und will?) mir einfach nicht vorstellen, dass so viele Leute (20-30%) der Wählerschaft ein solches Gedankengut hätte. Vielleicht liege ich ja auch daneben mit meiner Einschätzung. Aber „woher“ käme dann diese Änderung der Stimmenverteilung? Die Stimmen waren ja mal wo anders offensichtlich? Es müssen doch einige viele „Protestwähler“ sein? Beruhend auf Unzufriedenheit usw.
Dass das jetzt natürlich keine wirkliche Alternative ist, brauchen wir glaube ich nicht zu diskutieren. Das sehe ich auch so. Nichtsdestotrotz gibt es diese „Prognosen“ und Zahlen usw.

Den Unterschied habe ich oben bereits geschrieben. Also für mich auf die Schnelle so gedacht. Ob man das jetzt genau so sieht … Muss nicht. Und natürlich sind beide Formen (die sehr Extreme und die Extreme) abzulehnen.
Dazu „sehe“ ich einige enttäuschte „Protestwähler“, welche im schlimmsten Fall das Gedankengut zumindest dulden und im „besten Fall“ einfach verzweifelt und/oder sehr naiv sind.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Bla

Aber sie würden solche Leute, die UNVERHOHLEN ihre Rechtsradikalität zur Schau stellen, wählen oder – noch sinnloser – in Talkshows einladen -___+

Aber eben darum gilt meine Sorge nicht den „Hardcore-Nazis“, sondern jenen, die unter dem schleichenden Gift die Demokratie und den Rechtsstaat als Optional betrachten

uesdW
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Fakt ist, dass die Politik entgegen ihrer Aussage sehr wohl einen Einfluß auf den Bezinpreis hat. Das ist mein Kritikpunkt an der Aussage.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  uesdW

Also Nazis wählen?

Marie Brand
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Es gibt einen Unterschied zwischen Zuwanderung von Fachkräften und Asylbewerbern.
Fachkräftemangel wird nicht dadurch gelöst, dass man ungebremste und auch illegale Einwanderung zulässt. Das gehört zwar nicht zum Thema, aber wurde von Ihnen benannt.

Lena2016
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

280.000 Migranten sind ausreisepflichtig. Davon hatten im letzten Jahr rund 225.000 Personen eine Duldung und rund 54.000 keine Duldung. Letztere waren also abschiebe-pflichtig.
In beiden Zahlen kommen die Unregistrierten nicht vor, weil deren Zahl unbekannt ist.
https://www.regensburger-stadtzeitung.de/magazin/das-staatsgeheimnis-knapp-280-000-ausreisepflichtige-migranten-in-deutschland-was-kosten-die-eigentlich

Bei solchen Statistiken kommt es immer darauf an, wer eingerechnet oder ausgerechnet wird. Entsprechend größer oder kleiner ist die Zahl.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Lena2016

Aber dann sind wir uns doch einig, dass das Abschieben von 50 000 Menschen bestenfalls Augenwischerei ist und nichts an Wohnungsnot, vollen Schulklassen, Zahnarztterminen und dem Auskommen prekär lebender Menschen in Deutschland groß ändern wird 🙂

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Marie Brand

Dürfen Sie das Schreiben? Ich bin mir sicher, Ihre Kolleg*innen sind auch gegen faebige Fachkräfte..

Marie Brand
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Meine Kollegen sind nicht gegen farbige Fachkräfte. Stellen Sie sich vor, ich unterrichte Kinder aus dem Kosovo, Iran, Afghanistan… Wir haben jetzt sehr ausführlich über den Ramadan im Unterricht gesprochen, um den Kindern näher zu bringen, was das ist, was da von einigen Schulfreunden gefeiert wird
Eine Kollegin ist Ukrainerin.
Passt halt nun mal gar nicht zu meiner AFD Nähe,gell.

Darf man Probleme aber nur in die eine Richtung benennen? Darf man sagen, die Ossis haben ein Problem mit Demokratie? Darf man sagen, Ausländer sind kriminell? Beides stimmt nicht

Marie Brand
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Ich habe überhaupt nichts verharmlost. Ich habe geschrieben, die AFD benutzt das Wort Deportation nicht!
Was sie da hinein interpretieren, ist ihre Sache.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Marie Brand

War überzogen, sorry.
Aber „ungebremste und auch illegale Einwanderung“ lösen? Wie?

Legale Fluchtkorridore, um die Fluchtrouten zu steuern und Schlepperbanden auszudünnen? Krieg in der Ukraine gewinnen und in Syrien ein sicheres Plätzchen für Assad-Gegner*innen finden?

Asylrecht verschärfen bringt nicht viel, hat Deutschland bereits in den Neunzigern. Die meisten Flüchtlinge sind durchs Genfer Flüchtlingsrecht (vor uns) geschützt.

Ich schätze, wir müssen jetzt aus internationalen Verträgen aussteigen und die Menschenrechte abschaffen. Wenn wir Europa dann noch zu einem völligen Höllenloch verwandeln, dass Flüchtlinge lieber im Kriegsgebiet bleiben als bei uns – dann können wir endlich unter uns an den eigentlichen Problemen des Landes zugrunde gehen 🙂

AvL
1 Monat zuvor
Antwortet  Marie Brand

Sie haben weiter oben irrationale Ängste und Vorurteile über Ostdeutsche aus deren Sicht beschrieben.

Besseranonym
1 Monat zuvor
Antwortet  AvL

Frau Brand musste die Daumentruppe unterstützen.
– Nach dem Motto: einer muss schreiben, damit es so aussieht, als ob diese Meinung, “ irrationalen Ängste, Vorurteile “ SCHON derzeit Thema Nr1 wären. Die meisten hier sind unserer Meinung ? Soll das wohl bedeuten. Ist das blaudooof !
Anschließend zog sie schleunigst im Forum weiter; ich warte immer noch auf die Beantwortung von Fragen,

https://www.news4teachers.de/2024/04/was-passiert-wenn-demokratiebildung-ausbleibt-zeigt-sich-jetzt-in-ostdeutschland/#comment-590625

um meine differierende Meinung korrigieren zu 🙂 müssen.

Es ist meine große Hoffnung, dass viele merken, wie stark da zwar erst die große Klappe ist – aber nichts Ernstzunehmendes, Beweisbares nachkommt, außer rhetorisches Säbelrasseln.

Danke für Ihre wahre Feststellung.

Schotti
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Die durchschnittliche Rente liegt bei 1500 Euro. Das ist ein Armutszeugnis. Im Osten bekommen Frauen übrigens deutlich höhere Renten als im Westen, weil die Gleichberechtigung dort weiter fortgeschritten ist als im Westen. Heute morgen stand auf der Zapfsäule 1,95 für den Liter. Natürlich bestimmt die Politik dabei mit, ein Großteil des Preises setzt sich aus Steuern zusammen. Der Migrantenanteil hat mit dem Fachkräftemangel überhaupt nichts zu tun, da Migranten keine Fachkräfte sind. Fachkräfte kommen nämlich nicht nach Deutschland, weil die Steuern und Sozialabgaben viel zu hoch sind. Daran sind bestimmt nicht die Ossis schuld.

Schotti
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Es schreit ja niemand. Da wird einfach das Kreuz bei der Partei gemacht, von welcher man sich am meisten vertreten fühlt. Das ist eben die Grundlage der Demokratie.

Das Thema Rente ist keine so schwierige Angelegenheit, wie es hier dargestellt wird. Das sind Ausreden. Wie machen das denn die Österreicher? Können die etwa zaubern? Einfach mal dort nachschauen, ist jetzt wirklich keine Raketenwissenschaft.

Die heilige deutsche Wirtschaft beutet Migranten seit Jahrzehnten bitter aus und wird dabei maßgeblich von der Politik unterstützt. Ein Zusammenbruch und ein Neuanfang unter besseren Bedingungen wäre wahrscheinlich für diese Menschen besser gewesen.

Das Sie nach einer „sofortigen“ Lösung für Probleme fragen, die seit gut 20 Jahren existieren, ist aber wirklich interessant. Was wäre denn ein angemessener Zeitraum, 50 bis 70 Jahre? Vielleicht ist auch gerade das der Knackpunkt bei den verschiedenen Meinungen hier. Viele Menschen erwarten, dass Probleme innerhalb einiger Jahre angegangen werden und andere sind anscheinend bereit erstmal 20 Jahre darüber nachzudenken, was man nun tun könnte.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Schotti

Die AfD will die Steuern erhöhen? Was als Nächstes? Stütze für Geringverdiener? Sozialausgaben (für „Deutsche“)?

Sie schreiben hier keinen AfD-Wähler*innen, Sie müssen sich beim Lügen schon anstrengen XD

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Schotti

Zu niedrige Renten sind ein Problem, diese später noch finanzieren zu können ein erheblich größeres! Aber warum wollen diese (zu recht) Unzufriedenen dann AfD wählen?
Die haben keine Lösungen für die Rente und andere Parteien glauben, diese „Protestwähler“ interessieren sich für Genderverbote, Stigmata gegen Flüchtlinge, Russlandfreundlichkeit und Klimawandelleugnung – aber eben nicht für die Rente

Maggie
1 Monat zuvor
Antwortet  Schotti

Bitte mal den Begriff Hyperinflation nachschlagen, er ist in diesem Kontext falsch.

Uwe
1 Monat zuvor
Antwortet  Schotti

Die wichtigste Frage ist doch eher: Warum ist ein Teil der Bevölkerung komplett verblödet. Wenn man sich das Wahlprogramm der AFD ansieht steht da ein brutaler Sozialabbau an und eine brutale Deregulierung die die von ihnen geschilderten Probleme verschärfen werden. wenn man nicht grade Multimillionär ist ist AFD wählen so intelligen wie sich selber ins Knie schießen.

Kohlrabi
1 Monat zuvor

Ich frage mich, wieso bei n4t immer wieder sowas behauptet wird. Demokratiebildung im Rahmen der Schule hat es im Osten seit 1989 genauso gegeben wie im Westen. Warum das nicht den gewünschten Erfolg hat, möge man doch bitte anders beantworten.

Warum hat es denn im Westen nicht den gewünschten Erfolg? Oder ist es dort erfolgreicher, weil statt 30% nur 20% die AfD wählen? Das ist der gewünschte Erfolg? Dann möge man mir bitte sagen, woran diese 10% maßgeblicher Unterschied liegen?

Die DDR hatte eine massive politische Indoktrination in den Schulen. Sie war auch nicht erfolgreich. 1990 haben über 80% die DDR nicht mehr haben wollen (Volkskammerwahl). Ist es vielleicht doch nicht so einfach, zu glauben, die Schule könne den Kindern „die richtige Gesinnung beibringen“?!? Vor allem „beibringen“?

Marie Brand
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Man sollte nicht mit den Fingern zeigen, sondern die Ursachen beleuchten. Das tun Sie nicht.

Meinetwegen
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Das Problem ist aber, dass Sie immer wieder auf diese „Ursache“ (mangelnde Demokratiebildung im Oster, seltsamerweise nie im Westen) verweisen und damit Schlussfolgerungen generieren (mehr Demokratiebildung im Osten), die allein nachweislich gar nicht in Ihrem Sinne helfen. Ich betone „allein“. Somit würde dann wieder jede Menge Geld und Energie für nutzlose Dinge verpulvert werden, denn in Wirklichkeit gab und gibt es das alles schon!

Na ja
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Heute eine interessante Doku (ZDF History) geschaut, wurde schon vor einer Weile gesendet: Es ging um Fakten und Mythen. Ein Mythos: der Antifaschismus. In der DDR hat es kaum Aufarbeitung der NS-Zeit gegeben. Gegen Ende der DDR gab es massive Probleme in der Fußballfanszene mit Neonazis. Nur die Nachwendezeit als Erklärung für die heutigen Probleme heranzuziehen greift vielleicht etwas zu kurz.

DerechteNorden
1 Monat zuvor
Antwortet  Marie Brand

Probleme benennen, nicht Lösungen aufzeigen, ist die originäre Aufgabe von Journalismus.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Marie Brand

Gerne: AfD-Verbot prüfen lassen, um es ggf. schnell auf den Weg bringen zu können, wenn die Verzögerungstaktiken dieser Partei vor Gericht ausklingen bzw. um Teile wie die Jugendorganisation oder Landesparteien zu verbieten und vom Steuergeld abzuschneiden 😀

Kohlrabi
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Indirekt schon, weil Sie anscheinend meinen, die Schule könne eine „demokratische Gesinnung bewirken“ durch mehr Demokratiebildung.

Demokratiebildung findet im Osten nicht weniger statt als im Westen, seit 1989. Allerdings hängt es ja immer vom jeweiligen Lehrer, vom Elternhaus, vom Freundeskreis ab. Vielleicht sind da (die letzten beiden) eher Gründe zu finden? Das mag mit Vorprägungen aus DDR-Zeiten, mit Verletzungen in der Wende-Zeit, mit Erleben der „real existierenden Demokratie“ seit 1990 eher was zu tun haben als mit mangelnder Demokratiebildung in der Schule.

Wenn „schulische Einflussnahme“ für die eine Richtung wenig bewirkt, bewirkt sie auch anscheinend für die andere Richtung wenig. Das zeigt die DDR-Schule sehr gut. Auf die Schule so maßgeblich zu setzen und auch der Schule die Vorwürfe zu machen, ist deshalb m.E. ein komplett falscher Ansatz.

Wutbürger
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Ich sehe es genauso wie die 60-70%, aber das bedeutet nicht, dass diese Leute die Demokratie ablehnen, wie Sie behaupten, sondern dass sie mehr Demokratie einfordern und das finde ich mehr als berechtigt.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Wutbürger

Meinen Sie „Merkel muss weg!“,
Die „Corona-Diktatur“, „Europa muss sterben“, „Alles für Deutschland“ oder dass diese Leute unbeirrt Faschist*innen wählen wollen, die „wohl temperierte Grausamkeit“ anwenden wollen und rechtliche Möglichkeiten erträumen, um Deutsche mit Migrationshintergrund deportieren zu können?

Canishine
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

In dem von Ihnen verlinkten Artikel wird eine recht differenzierte Ursachenbetrachtung vorgenommen, zusammen mit Lösungsvorschlägen, die aber die politische Bildung in Schulen nicht umfassen.
Auch steigt der Beitrag ein mit grundsätzlich hohen Zustimmungswerten für die Demokratie als Staatsform.
Das soll nicht in Abrede stellen, dass politische Bildung in Schulen hilfreich und wichtig sein kann, für die These, dass diese zentral steht, findet man nur kaum Belege.
Aussagen wie „Leute wie ich haben keinen Einfluss auf die Politik‘ und ‚Deutschland hat keine echte Demokratie, da die Wirtschaft und nicht die Parlamente das Sagen haben.“ lassen auch nicht so sehr auf fehlende Bildung schließen, sondern eher (wie auch im Text formuliert) auf fehlendes Vertrauen (was wohl leider im Westen und teils europaweit auch schwindet). Zumal man auf die Idee der Überrepräsentanz von wirtschaftlichen Interessen gegenüber demokratischen Werten nicht nur in Ostdeutschland kommen kann.
Das entschuldigt nicht Fremden- und Minderheitenfeindlichkeit, die aber auch kein ostdeutsches Monopol sind, wenn ich mich nur mal in meinem Geburtsort umhöre.

Autobahnabfahrt
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Nein, ist nicht klein. Schauen Sie mal ins GeWi-Buch Klasse 5/6. Da wird sowas thematisiert. Der Klassenrat selbst, der überall verbindlich ist, ist eine praktische Anwendung + diverse außerunterrichtliche Aktivitäten gegen FakeNews, Cybermobbing usw-usf.

Wirkt das? Nein, kann ich auch nicht sagen. Gewisse Kinder zanken, schupsen, streiten, beleidigen, bedrohen, hauen, schlagen trotzdem.

Was tun? Mehr Demokratiebildung.

Autobahnabfahrt
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Am Ende fehlt in meinem Kommentar das Fragezeichen. Sorry.

Canishine
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

In NRW haben sich die Umfragewerte für die AfD innerhalb von zwei Jahre verdreifacht und sinken nun wieder etwas. Hat da die politische Bildung versagt und greift nun wieder?
Sie mahnen (zurecht) die einfachen „Lösungen“ der AfD an, deshalb wirkt dieser monokausale Kommentar etwas deplatziert.

DerechteNorden
1 Monat zuvor
Antwortet  Canishine

Wahrscheinlich sollte man all die älteren Personen, die plötzlich die AfD wählen wollen solchen Weiterbildungsmaßnahmen bzw. Auffrischungskursen unterziehen.
Ich denke nicht, dass es jüngere Menschen in NRW sind, die für den Zuwachs gesorgt haben, wenn man bedenkt, dass in NRW sehr viele junge Menschen mit Migrationshintergrund leben.

Canishine
1 Monat zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Man kann es versuchen. Ich weiß jedoch auch nicht, wie viele junge Menschen zu den hohen Umfragewerten in Teilen Ostdeutschlands beitragen.

Canishine
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Vielen Dank für den Hinweis. Der Artikel wendet sich auch den Ursachen zu, im letzten Abschnitt tatsächlich erheblichen Geschichtsdefiziten bzw. merkwürdigen Auffassungen vom Begriff Meinung.

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Canishine

… aber auch ein Thema in dem von der Redaktion verlinkten Artikel – Einsparung bei den Jugendclubs z. B. – aber das alles übernehmen ja jetzt die Lehrer!

Kompetenzfan
1 Monat zuvor
Antwortet  Kohlrabi

Wenn „Demokratiebildung“ zu sehr nach „zwingt grau raus und weiß rein“ aussieht, wird sie keinen Erfolg haben. Die Sachsen haben offenbar gegen die Obrigkeit und auch gegen die SED-Regierung einen gewissen „inneren Widerspruchsgeist“ entwickelt, das wirkt sich jetzt auch nach der Wende aus. Vielleicht ist die Vorstellung: Was „von oben“ und aus Berlin kommt, ist verdächtig.

Suse
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

„Wir“ ist aber keine homogene Masse! „Die da oben“ müssen nicht zur offiziellen Obrigkeit gehören, sondern können Personen sein, die auf Andersdenkende herabblicken, sie verächtlich machen und den Takt vorgeben wollen.

Besseranonym
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

🙂 Gummi-Gejammer, triffts super.

Sonnenschein
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Wo kommt die Einstellung her? Z.B. die ersten Ministerpräsidenten aus Sachen, Thüringen, Sachsen Anhalt, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern waren alles weiße Männer aus dem Westen. Wie hoch ist die Beteiligung von Frauen, von Ostdeutschen oder Menschen mit Migrationshintergrund in Bundesbehörden etc. ? In einer funktionierenden Demokratie müsste das Verhältnis statistisch ausgeglichen sein. Deshalb kommt die Einstellung die da Oben.

Autobahnabfahrt
1 Monat zuvor
Antwortet  Kompetenzfan

Das fällt mir auch auf. Die Sachsen waren in der DDR die, die mit den Protesten gegen die Regierenden anfingen und sie sind nun auch am „rebellischsten“ (Pegida, AfD…). Mentatlität? Tradition? Keine Ahnung.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Kompetenzfan

„zwingt [dunkel] raus und weiß rein“ klingt für mich doch sehr nach der Demokratiebildung der AfD.
Vielleicht haben SUCHEN sehr viele Menschen in Sachsen nach einer Partei mit dem moralischen Niveau der SED?

Kompetenzfan
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Der Spruch mit „grau raus und weiß rein“ kommt von den kommerziellen Werbetextern, nicht von der AfD.
Und Ihr zweiter Satz ist grammatisch unverständlich. Die Sachsen scheinen mir gerade keine besondere Sympathie für die SED gehabt zu haben. Was soll ich eigentlich von dem „moralischen Niveau“ der Nachfolgepartei PDS halten?

Besseranonym
1 Monat zuvor
Antwortet  Kohlrabi

Wie bereits beschrieben, erwarteten viele, die den Benz/BMW… der Wessis sahen, eine sofortige Gleichstellung, teils ohne Maloche.
Anfangs gelang es sogar noch vielen, teils, weil sie grenznah gute Jobs fanden. Seitdem bekannt ist, wie soziale Marktwirtschaft funktioniert, wird immer mehr die Demokratie angezweifelt – das alte System war nicht schön, aber für viele bequemer. Vielen fehlt auch der frühere Zusammenhalt.
😉 übrigens sehe ich täglich genügend Teslas aus östlichen Gefilden und beim Radeln im Thüringer Wald genügend stattliche Häuser
– wie im Westen halt auch.
Muss ich jetzt neidisch sein?

Hanni
1 Monat zuvor

Ich, 1990 in Thüringen eingeschult, habe Zeit meines Lebens nie (!) Sozialkunde gehabt. Meine Schule hatte einfach keine Lehrkraft. Studiert habe ich es trotzdem (oder deshalb?) auf Lehramt und das Referendariat Mitte der 2000er in einer Region in Sachsen gemacht, die heute mit den höchsten AfD-Anteil hat. Meine Mentorin war eine „schnellgebleichte“ ehemalige Russischlehrerin, die vom Beutelsbacher Konsens noch nie zuvor etwas gehört hatte. Entsprechend war der Unterricht „Institutionenkunde“.
Logischerweise (!) führte mich mein Weg weg von Thüringen und Sachsen, denn er brauchte um 2010 herum schon Lehrkräfte?!
In Baden-Württemberg saß ich dann staunend in der GLK und erlebte, dass Lehrkräfte über Vorschläge der Schulleitung DISKUTIERTEN und ABSTIMMTEN! Das hatte es in den zwei Jahren vorher in Sachsen nicht gegeben. (Diese Anekdote erzählen „wir“ uns gern, wenn ich in Fortbildungen auf andere KuK treffe, die mit mir gingen. Es ging uns da allen irgendwie ähnlich.)

Politische Bildung ist Querschnittsaufgabe, aber es bedarf dringend einer Stärkung des Faches!

Autobahnabfahrt
1 Monat zuvor
Antwortet  Hanni

Bei uns gibt es „Demokratiebildung“ innerhalb des Fachs GeWi und alle möglichen außerschulischen Aktionen………

Karl Heinz
1 Monat zuvor

Auch auf die Gefahr hin, dass mein Beitrag mal wieder nicht freigeschaltet wird,
aber ich muss Ihnen aufs schärfste widersprechen.
Sie plappern hier all die sinnlosen Floskeln nach, die seit 30 Jahren immer wieder durch die Feuilletons gedroschen werden, aber denen Sozialwissenschaftler stets widersprechen.

Viele der aktuell beobachtbaren Phänomene sind keineswegs neu, haben eine lange bürgerliche Tradition, werden auch von Intellektuellen mit Sorge betrachtet.

Das Bundesverfassungsgericht hat ganz aktuell entschieden:
Dem Staat kommt kein grundrechtlich fundierter Ehrenschutz zu. Der Staat hat grundsätzlich auch scharfe und polemische Kritik auszuhalten.“

Es sei Ihnen gesagt, dass es in der DDR eine sehr umfangreiche politische Bildung gab.
Die war sehr einseitig, konnte aber mittels „West-Fernsehen“ revidiert werden.
Das Ergebnis war eine Art gesellschaftlicher Schizophrenie:
zwischen dem, was man in Staatsbürgerkunde lernte und dem was man in Real Life zu erleben bekam, klafften tiefste Schluchten.
Das passte nicht zusammen.
Und so ähnlich nehmen es heute wieder viele wahr – öffentliche Meinung und Veröffentlichte Meinung sind zwei paar Schuhe.

Höcke (der im übrigen immer noch hessischer Beamter ist) und Voigt liegen inhaltlich in vielen Punkt (zu) nah beieinander.
Entscheidungen samt Begründungen wie diese kein Einzelfall.

Und Ihre Plattitüden verschweigen den Erfolg in anderen Bundesländern (Hessen 18%, BW aktuell 16%, aktuell Niedersachen 21%).

Autobahnabfahrt
1 Monat zuvor
Antwortet  Karl Heinz

Genau. Die DDR hatte den Staatsbürgerkundeunterricht, ich meine ab Klasse 5, der zu „aufrechten Sozialisten (Kommunisten)“ erziehen sollte. Es hat offensichtlich nicht geklappt.

Wutbürger
1 Monat zuvor
Antwortet  Karl Heinz

Geteiltes Leid ist halbes Leid. Ich bekomme vielleicht 50% durch.

Marhat
1 Monat zuvor

Schade, dass die Kaffeetasse so klein und der Rand so hoch ist.

Maggie
1 Monat zuvor

Mit greift des Kommentar zu kurz. Natürlich gab es nach den Erfahrenen in der DDR-Diktatur Ressentiments gegen politische Bildung in der Schule. Des Weiteren hat sich die Demokratie und der Kapitalismus besonders in den 90igern nicht gerade mit Ruhm bekleckert – sehr lange Gehalts- und Rentenangleichung oder das verramschen der DDR-Betriebe durch die Treuhand.
Durch diese Entwicklung sind viele junge und gut ausgebildete Menschen in die westlichen Bundesländer gezogen, da hier bessere Karrierechancen bestanden. Dies führt zu Regionen im Osten, wo die Bevölkerung immer weniger wird und viele Ortschaften verfallen bzw sterben. In diese Bevölkerungslücke sind seid Jahren rechtsextreme oder völkische Menschen aus Ganz Deutschland gezogen und haben hier z. T. völkische Siedlungen gegründet.
z.B.
https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2022-02/verfassungsschutz-rechtsextremismus-umzug-ostdeutschland

Diese Umzüge führen zu einer Verfälschung der Statistik und der Logik, es seien alles „Ossis“, die in den „neuen“ Bundesländern die AfD wählen. Dies ist nicht so der Fall, aber trotzdem gibt in der ursprünglichen Bevölkerung dieser Bundesländer eine Bereitschaft die populistischen Thesen zu akzeptieren, da seid der DDR es für viele seid rund 30 Jahren nur bergabgeht.

Kompetenzfan
1 Monat zuvor
Antwortet  Maggie

Zweimal „seid Jahren“ statt „seit Jahren“, nur weil das dumme Rechtschreibsystem halt beide Varianten als richtig akzeptiert. Das würde auch „Der Fehler wurde zu einer Freiheitsstrafe von 3 Monaten verurteilt“ durchgehen lassen. Statt „Hehler“. Bildungsrepublik Deutschland im 21. Jahrhundert.

Besseranonym
1 Monat zuvor

Liebe Thüringer,
es geht Euch keinen Deut schlechter als vielen jenseits der Grenze in Oberfranken, und wenn Ihr zulasst, dass Unternehmen Euch der Blauen wegen meiden ( s.Veßratext ), dann seid Ihr selbst schuld.
Ihr lasst Blau jede Chance und jammert , dass Ihr leidet, weil die Unternehmen lieber in die Tschechei gehen??
Wenn wir Schüler ob nazistischer Parolen und z.B. verbotener Abzeichen ansprechen, erschienen Eltern, die nicht wussten, dass die Jugendorganisation der AfD verboten ist !!? Als sie bemerkten, dass es strafwürdig wurde, wandelten sich die Drohungen in Bestechungsversuche.

Was ich nicht verstehe: Der Osten rief nach Freiheit, bekam sie und will jetzt wieder zu einem Drittel Schlimmeres?

Aus meiner Sicht passt das schon, was @Redaktion schreibt.

https://www.mdr.de/nachrichten/thueringen/sued-thueringen/hildburghausen/rechtsextremismus-musik-kloster-vessra-100.html

https://www.deutschlandfunkkultur.de/kloster-vessra-und-der-neonazi-ein-dorf-haelt-dagegen-100.html

Spirale
1 Monat zuvor

Nuj, eine Meinung kann jeder haben. Die Argumentation hier ist jedenfalls lächerlich, als ob die Demokratieverachtung im „Osten“ aufgrund der angeblichen Verpönung des Poltik-Unterrichts kommt. Die Verachtung gegenüber den Parteien kommt vor allem durch gebrochene Biographien, die sich auf nachfolgende Generationen „vererbt“ haben und Versprechen, die noe eingelöst wurden. Man muss sich nur die beschissene Politik der Treuhand anschauen.

Anschaulich beschreibt das übrigens Dirk Oschmann in seinem Buch „Der Osten, eine westdeutsche Erfindung“. Ich kann dieses Buch nur empfehlen, vielleicht kommt es dann nicht mehr zu solchen Meinungen, die sich auf irgendwelche monothematischen „Argumente“ stützen, die Wasser auf die Mühlen der kleinen blauen Elefanten sind.

Sonnenschein
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Liebe Redaktion – Was hat das Ruhrgebiet mit Treuhand und den gebrochenen Biographien zu tun? Was hat ihr Kommentar mit dem Buch von Herrn Oschmann zu tun? Ihr Kommentar ist leider unklar. Sie scheinen leider über Birnen zu schreiben, wenn Spirale über Äpfel schreibt.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Sonnenschein

Was bietet die AfD bezüglich des Traumas durch Treuhand und Co.?
Was fallen so viele Menschen auf das rechtsextreme Spektakel herein? Ich hätte früher gedacht, Bundesländer der ehemaligen DDR wüssten es besser als die Gepamperten im Westen. Das irritiert mich bis heute

Canishine
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Die aktuellen Umfrageergebnisse in NRW sehen da etwas unentspannter aus: AfD Landeswahl 5,4%, letzte Umfrage 13%. Wie es aktuell im Ruhrgebiet aussieht, weiß ich leider nicht.

Canishine
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Es ging mir um die Tendenz. Die 7,5% in Hagen sind ein „altes“ Ergebnis, die 30% in Thüringen ein neueres, deshalb etwas schwierig zu vergleichen.

Canishine
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Vielleicht noch Zahlen, die auf eine verzögerte Entwicklung zur AfD auch im Westen hinweisen können: Thüringen letzte Wahl: 23,4%, Umfrage aktuell 30%. Saarland (strukturschwache Region) letzte Wahl 5,7%, Umfrage aktuell 23%.

Besseranonym
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

“ Wir sind sehr erstaunt, wie verbreitet die Neigung ist, das Problem wegzuschwiemeln. Unserer Meinung nach ist das schon Teil des Problems “
Ja, ein nicht zu unterschätzend großer Teil des Problems.

( Trotz geschichtlicher Erfahrungen Demokratiebespuckenzulassen/ eigeneLebensumständenichtsichernzuwollen….Über die Gründe des Wegschauens/Sichversteckens/muss ich noch ein bisschen
nachdenken. Haben viele schon Angst vor den alternativen Heilsbringern ?)

Mary-Ellen
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Gut, dass Ihr zu dieser Thematik immer wieder berichtet!
(Viele grüne Daumen von mir!)

Canishine
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Ich bin allenfalls der Meinung, dass das Problem etwas differenzierter zu betrachten ist als: Den Ossis fehlt es einfach an politischer Bildung. Leider liest sich Ihr Kommentar so.
Neben der politischen Bildung (in allen Teilen Deutschlands) werden aber in vielen Artikeln, die Sie z.T. selbst anführen, viele andere Aspekte angebracht, die auch hier in verschiedenen Posts genannt, aber von Ihnen abgewimmelt werden.
Auch scheinen junge Menschen in allen Teilen Deutschlands „zugänglicher“ für Populismus zu sein:
https://www.dw.com/de/shell-jugendstudie-deutsche-jugend-zwischen-klimaschutz-und-populismus/a-50842590
https://www.bertelsmann-stiftung.de/fileadmin/files/BSt/Publikationen/GrauePublikationen/ZD_Studie_Populismusbarometer_2020.pdf
Auch dafür werden Gründe genannt, die teils (!) mit Bildung, aber auch mit anderen Ursachen zu tun haben.
Falls Sie diese Betrachtung als Wegschwiemeln bezeichnen wollen, sei Ihnen das unbenommen. Es lädt nur nicht unbedingt dazu ein, sich weiterhin mit Ihren Ausführungen zu beschäftigen, weil Sie dann dazu neigen, die Sachebene zu verlassen. Man könnte das auch als populistisch bezeichnen.
Herzliche Grüße

potschemutschka
1 Monat zuvor

Innenminister Michael Stübgen: Rechtsextremismus bleibt größtes Problem politischer Kriminalität in Brandenburg | rbb24
Bitte nicht nur die Überschrift, sondern den ganzen Artikel lesen! In Brandenburg gab es nämlich 2023 einen Rückgang bei politisch motivierten Straftaten um 42%. Aber da steht auch etwas zu linksextremistischer Gewalt, die hat nämlich zugenommen (um 136%). Was sagt uns das jetzt? Bedeutet das, dass unsere Gesellschaft in alle Richtungen immer gewalttätiger wird? Warum?
Übrigens finde ich es immer wieder interessant, dass Überschriften auf die „Generation -Überschrift lesen reicht!“ zugeschnitten werden. Der vollständige Text dagegen klingt oft ganz anders. Klar ist Rechtsextremismus ein großes Problem, aber wir haben noch ein paar mehr Probleme!

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

q.e.d. Ich habe bewusst diese Zahlen „herausgepickt“ um Sie (und hoffentlich auch andere ) dazu zu animieren, den gesamten Text aufmerksam zu lesen! Mir war natürlich klar, wie Sie reagieren 🙂 ! Mit allem was schreiben haben Sie Recht! ABER: Relativierung betreiben Sie doch auch indem Sie linksextreme Gewalttaten verharmlosen! Gewalt ist Gewalt! Und Fakt ist, auch linksextreme Gewalt nimmt zu!

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

Wow! Haben SIE den Artikel denn gelesen? Cherrypicking (Gruß an Papo) und undifferenzierten Quark in den Raum rufen in der Hoffnung, niemand liest nach.

Haben Sie politische Ambitionen? 😉

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Cherrypicking – genau! Jeder liest das, was er lesen will! Aber mMn. haben wir nicht nur EIN Problem und DAS sagt dieser Artikel aus. Sollte man nicht besser das „Gesamtpaket“ betrachten, die Ursachen dafür ergründen und Lösungen suchen, anstatt den schwarzen Peter“ hin und her zu schieben nach dem Motto: „die da sind viel schlimmer“ (je nachdem von welcher Seite man es betrachtet und wie man sich die Zahlen schön redet?

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

Ihr Argument ist, dass einzelne Artikel nicht die Weltlage abbilden und darum schnappen Sie sich eine Nebensächlichkeit eines Artikels heraus und pusten ihn zum wichtigsten Punkt auf?
Sie VERFÄLSCHEN Berichtserstattung, so einfach! Aber bestimmt haben Sie gute Gründe, warum Sie andere zu täuschen versuchen 🙂

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Interessant fand ich übrigens auch den Kommentar Nr. 4 zu dem von mir verlinkten Artikel, passt doch zum Ausgangsartikel „Demokratiebildung in Ostdeutschland“.

Besseranonym
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka
Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Besseranonym

Das stimmt. Ich habe wahnsinnige Angst vor DER Antifa…

Die Omas gegen Rechts demolieren immer mein Auto =(

Besseranonym
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Na, Ihren Krückstock müssen Sie bestimmt noch nicht dafür versteigern; das gibt immer so hässliche Beulen =(

Besseranonym
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

-2 Sorry -> erstarkende AfD
sollte es heißen.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

Oweh!
Aber Danke für den Hinweis nachzulesen!
4000 rechtsextreme Straftaten den 500 linken gegenüberzustellen (die mit Umwelt- und Klimaschutz in Zusammenhang stehen) habe ich jetzt auch mächtig Angst vor den Linken.

Walter Hasenbrot
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

In dem Artikel steht, dass die Zahl der rechtsextremen Straftaten im 10- Jahresvergleich um 20 Prozent gestiegen ist.

Da Sie sich ja damit brüsten, den Artikel ganz gelesen zu haben, muss man wohl davon ausgehen, dass Sie Rechtsextremismus bewusst verharmlosen.

Canishine
1 Monat zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Rainer Zufall: „die mit Umwelt- und Klimaschutz in Zusammenhang stehen“
Besseranonym: “bringt linken Widerstand mit sich“
Wir brauchen also mehr davon?

Besseranonym
1 Monat zuvor
Antwortet  Canishine

Widerstand gegen rechtsextreme Stimmungsmache? Ja, es sind schon mehr als genügend Parlamente und Orte vom blauen Virus/ Bazillus befallen; es wird genetzwerkt und ein Hoecke zieht als rhetorisch geschickter Rattenfänger/ Schlumpffänger durch die Lande.
Es braucht mehr Demokraten, die die Fallen aufstellen, nicht nur die Antifagruppen ( die dies jeweils auf ihre Art und Weise tun und vom BVG großteils links mit linksextremen Randtendenzen eingestuft werden ).

Canishine
1 Monat zuvor
Antwortet  Besseranonym

Es wurde von Straftaten gesprochen.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Canishine

Warum antworten Sie Hasenbrot? XD

Widerstand gegen Rechtsextreme? Eine sehr schwierige Frage für eine achtel Sekunde.
Ich wollte betonen das alles gegen Faschismus „DIE“ Antifa ist… Omas gegen Rechts und Pforzbeim nazifrei sind antifa, aber „Die“?
Halte den gewaltsamen Widerstand gegen die Neonazis derzeit für un- und gesellschaftlich für kontraproduktiv. Das Image von Antifa-Politik wird durch Gewalt mehr beschädigt als gesellschaftsfähig gemacht. Aber am Ende nur meine Meinung =\

PaPo
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Ohne die DIskussion verfolgt zu haben oder mich inhaltlich beteiligen zu wollen (der Kommentar erschien nur gestern bereits in der Übersicht):
Die Bezeichnung ‚die‘ Antifa wird (ungeachtet des Artikels i.d.R. nicht als Bezeichnung eines homogenen Phänomens und auch) gemeinhin nicht zur Bezeichnung sämtichen antifaschistischen Engagements i.S.d. Wesensgehalts der fdGO verwendet, Dgl. bezeichnet das Gros wohl ausgeschrieben/-sprochen als Antifaschisten/antifaschistisch etc. oder gleich direkt als Demokraten/demokratisch etc. – „Omas gegen Rechts“ und ich vermute „Pforzbeim nazifrei“ sind also mutmaßlich nicht „antifa“ -, sondern normalerweise als Synonym linksextremer Autonomer (autonome Antifa – s. https://www.verfassungsschutz.de/DE/themen/linksextremismus/begriff-und-erscheinungsformen/begriff-und-erscheinungsformen_artikel.html – oder umgsprl. einfach Antifa); die Subsumierung sämtlichen demokratisch-antifaschistischen Engagements und antidemokratischer Linksextremer unter dem Schlagwort Antifa ‚passiert‘ eigtl. nur Linksextremen selbst (zur Selbstlegitimation) und einigen Rechten bis natürlich Rechtsextremen (zur Deligitmation jeder Gegenposition), wenn es nicht tatsächlich diesbzgl. fehlende Bildung ist.
Serviceleistung, bittschön. 🙂

„Halte den gewaltsamen Widerstand gegen die Neonazis derzeit für un- und gesellschaftlich für kontraproduktiv.“
Ab wann halten Sie Dgl. denn für produktiv?

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  PaPo

„Ohne die DIskussion verfolgt zu haben oder mich inhaltlich beteiligen zu wollen […]“

Vielleicht nächstes Mal 😉

PaPo
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Nö. Hier jedenfalls nicht.
Weiß jetzt hoffentlich jeder, woran er bei hnen ist… hat ja seinen Grund,w arum Sie der Frage ausweichen, gell. 🙂

Canishine
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Weil ich Hasenbrot antworten wollte.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Canishine

Brauchen wir nicht, wohlgemerkt geht es aber eben nicht um verurteilte Straftaten, sondern um Zahlen der Polizei.
Kann ernst sein, kann aber auch die Anwesenheit als Demonstrant*in gewesen sein, während Beamte im Schlamm ausrutschten oder versehentlich Tränengas auf Kollegen sprühten… =/

Immer noch weniger als ein Drittel Zahlen aus dem Rechtsextremen – die sind Ihnen weniger wichtig?
Aber falls es Sie tröstet, Rechtsextreme können sich weiterhin legal treffen, um die Deportation der Deutschen Bevölkerung zu planen 😉

Dagmar Schäfer
14 Tage zuvor

Grundschul- Kinder brauchen kein Schulfach „Demokratie“,sondern ein verlässliches Verantwortungsteam, das Zeit für sie hat. Kinder möchten gesehen, gehört werden und es ist eine Feed-back und Beteiligungskultur aufzubauen. Dann erfahren die Kinder, dass sie wertgeschätzt sind, sie lernen Vielfalt zu leben und dass es gut ist, sich zu engagieren.
Also liebe Politiker: Habt eine Vision und sorgt für das entsprechende Personal in einem Zeitrahmen von 10 Jahren, so dass in jeder Grundschulklasse kindgerecht und demokratiebezogen gearbeitet werden kann.

Petition bitte hier unterschreiben  https://www.openpetition.de/!jxbss