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Pädagogische Kraft zeigt Grundschulkindern Horrorfilm – von der Schule verwiesen

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GÖTTINGEN. Eine pädagogische Mitarbeiterin soll an einer Grundschule einen Film gezeigt haben, der «für Kinder verstörende Inhalte» enthielt. Das Regionale Landesamt für Schule und Bildung Braunschweig untersucht den Fall vom 12. Dezember an der Schule in Lenglern nördlich von Göttingen nach einem Hinweis, wie eine Sprecherin mitteilte.

Bleibender Eindruck (Symbolbild.) Foto: Shutterstock

Wie das «Göttinger Tageblatt» berichtet, soll es sich dabei um einen Horrorfilm gehandelt haben. In dem Amateur-Kurzfilm sei viel Kunstblut zu sehen, es gehe um Tote und okkulte Rituale. Entgegen erster Berichte war es allerdings eine pädagogische Mitarbeiterin und keine Lehrkraft, die den Film gezeigt habe. Die Frau werde nach den Ferien nicht an die Schule zurückkehren, teilte das Landesamt mit. Konkrete Details zu dem Vorfall nannte das Schulamt mit Verweis auf die laufende Untersuchung sowie den Schutz der Betroffenen zunächst nicht.

Das Amt betonte, es nehme den Fall sehr ernst und habe «bereits die ersten erforderlichen Schritte eingeleitet». So sei etwa die Schulpsychologie zur Beratung und Unterstützung der Schule eingebunden worden. Den Angaben nach gab es auch einen Elternabend, bei dem über den Umgang mit verängstigten Kindern gesprochen wurde. Nach dem Bericht des «Göttinger Tageblatts» befasst sich auch die Staatsanwaltschaft mit dem Fall. Bei der Ermittlungsbehörde ist der Fall allerdings bisher nicht eingegangen, wie sie mitteilte. Für gewöhnlich kann das aber häufig einige Tage dauern. News4teachers / mit Material der dpa

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8 Kommentare
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Einer
1 Monat zuvor

Wie viele der Kinder hatten ein Handy und können sich verstörende Inhalte und Pornos jeden Tag ansehen? Wenn bei dem iPhone der Kinder AirDrop aktiviert ist, werden ihnen diese Inhalte schon im Bus auf ihr Handy gepumpt.
Da regt sich niemand drüber auf. Da wird möglichst frühe Medienbildung gefordert.
Komische Welt.

Mike Junge
1 Monat zuvor
Antwortet  Einer

Diese Leute haben vom tuten und Blaaasen keine Ahnung. Die raffen nix . Danke

Rüdiger Vehrenkamp
1 Monat zuvor
Antwortet  Einer

Es ist schon ein Unterschied, ob man horrorfilmartige Filmszenen mit Grundschulkindern schaut oder im Rahmen einer bestimmten Unterrichtssequenz in einem geschützten Raum mit einer 10. Klasse, wobei hier meines Wissens IMMER die Altersfreigabe berücksichtigt werden muss. Daher sind pornografische Videos im Biologieunterricht zurecht verboten.

TheTeacher
1 Monat zuvor
Antwortet  Einer

Ihr Punkt, dass Kinder heute über Handys sehr schnell mit verstörenden Inhalten in Kontakt kommen können, ist grundsätzlich richtig. Und ja: Bei schlecht eingestellten Geräten (z. B. AirDrop) kann da auch Mist passieren. Während manche Eltern das Handy ihrer Kinder super managen, gibt es auch leider einige überforderte oder vernachlässigend agierende Eltern.

Aber das ist hier nicht der Kern und es fehlt mir auch ein unmittelbarer Zusammenhang zum Thema. Eine pädagogische Mitarbeiterin hat in diesem Fall gezeigt, dass ihr das passende pädagogische Gespür fehlt. Darum geht es.

„…Da regt sich niemand drüber auf…“ stimmt so nicht: Es gibt seit Jahren beispielsweise regelmäßig Debatten über Smartphone-Regeln an Schulen und gerade in dieser Zeit über Social-Media-Nutzung (z.B.: Australien) von Kindern.

Animah
1 Monat zuvor
Antwortet  Einer

AirDrop für unbekannte Kontakte deaktivieren, dann weiß man zumindest, von wem nicht passende Inhalte kommen. Jugendschutzfilter auf dem iPhone aktivieren hilft schonmal die gröbsten Inhalte fernzuhalten.

Hans Malz
1 Monat zuvor
Antwortet  Einer

Auch der Umgang mit Horrorfilmen muss von Kind an geübt werden. Verbote helfen da nicht.

Vielleicht, aber auch nur ganz vielleicht geht einigen Verantwortlichen mal ein Licht auf, zu was die Kinder so alles auf ihrem Handy Zugriff haben.

Fräulein Rottenmeier
1 Monat zuvor
Antwortet  Einer

Ein ganz klassischer roter Hering…..
Sie meinen also, es sei nicht so schlimm, wenn man Kinder in Grundschule mit verstörenden Inhalten konfrontiert, weil die ja sowieso…..? Echt jetzt?

dickebank
1 Monat zuvor

Gute Idee, die hat dafür gesorgt, dass die Frage “Können wir Film (gucken)” von den geschockten Kindern demnächst ausbleibt bzw. unwahrscheinlicher wird.