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AfD-Schulkodex: Aufstehen zur Begrüßung, wenn der Lehrer das Klassenzimmer betritt

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STUTTGART. «Guten Morgen, Herr Müller!» – das reicht dem AfD-Spitzenkandidaten Frohnmaier nicht als Begrüßung von Lehrern im Unterricht. Er will mehr Anstand an den Schulen (jedenfalls das, was die AfD unter Anstand versteht). 

Russland lässt grüßen (Symbolfoto.) Foto: Shuttersstock

Der AfD-Politiker Markus Frohnmaier, findet, dass Schulkinder zu Beginn der Unterrichtsstunde aufstehen sollten, wenn der Lehrer das Klassenzimmer betritt. Man wolle mehr Disziplin an die Schulen bringen, sagte Frohnmaier bei einer Veranstaltung der «Stuttgarter Zeitung» und «Stuttgarter Nachrichten» im Vorfeld der Landtagswahl im Südwesten. Frohmaier will in Baden-Württemberg Ministerpräsident werden.

Umsetzen will der AfD-Spitzenkandidat das mit einem landesweiten Schulkodex. «Ich glaube, dass man sehr früh Kindern Werte vermitteln kann, auch Anstand.» Zudem forderte Frohnmaier, dass an den Schulen in Baden-Württemberg die deutsche Fahne gehisst werden solle. Ein positiver Bezug zum Eigenen sei auch integrationsfördernd, so Frohnmaier. News4teachers / mit Material der dpa

Zur Person

Das schreibt Wikipedia unter anderem über Frohnmaier: 

“Markus-Cornel Frohnmaier (* 25. Februar 1991 in Craiova, Rumänien) ist ein rechtsextremer deutscher Politiker (AfD) und seit 2017 Mitglied des Deutschen Bundestages (MdB). Seit 2022 ist er Co-Vorsitzender des AfD-Landesverbandes Baden-Württemberg und seit 2025 stellvertretender Vorsitzender der AfD-Fraktion im Bundestag. Er gilt als Gründer der Jungen Alternative in Baden-Württemberg.

Bekannt wurde, dass Frohnmaier in seinem Abgeordnetenbüro mehrere Personen aus dem rechtsextremistischen Spektrum beschäftigt. Auch seine eigenen Positionen sind offen rechtsextrem und xenophob.

Frohnmaier stand wiederholt wegen seiner Kontakte zu russischen Politikern und deren Einflussnahme auf ihn in der Kritik. Recherchen verschiedener Medien legen nahe, dass die Regierung der Russischen Föderation durch die Unterstützung Frohnmaiers Einfluss auf den Deutschen Bundestag nehmen wollte und ihn daher im Wahlkampf zur Bundestagswahl 2017 gezielt unterstützt habe. In einem Strategiepapier der Präsidialverwaltung des russischen Staatschefs Wladimir Putin wird Frohnmaier als ‘ein unter absoluter Kontrolle stehender Abgeordneter’ bezeichnet.

Das Bundesamt für Verfassungsschutz kommt in seinem 2019 erschienenen Gutachten zu dem Schluss, Frohnmaier legitimiere ‘Angriffe auf das staatliche Gewaltmonopol’ und habe ‘Verbindungen zu rechtsextremistischen Verlagen/Publizisten’ und zur ‘islamfeindlichen German Defence League’. Frohnmaier diffamiere Flüchtlinge pauschal und befürworte eine massive Ungleichbehandlung und kategorische Vorverdächtigung von Flüchtlingen.

Ferner fordert Frohnmaier, im Falle einer Machtübernahme der AfD das Bundesverfassungsgericht durch parteitreue Richter zu ersetzen. Der Verfassungsschutz bescheinigt, dass Frohnmaiers Forderungen ‘gegen die Menschenwürdegarantie des Art. 1 GG’ verstoßen und damit verfassungswidrig sind’.”

AfD will Schuluniformen (nach britischem Vorbild) einführen – auch für Lehrkräfte

 

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Götz
1 Monat zuvor

ich lasse bis einschließlich 10. Klasse die Schüler am Anfang aufstehen, weil dann auch den noch engagiert im Gepräch befindlichen oder sanft dösenden Personen klar wird, dass nun der Unterricht beginnt, weitere Ambitionen sind damit nicht verbunden. Erst grüße ich die Klasse, dann grüßt die Klasse zurück. Salutiert wird (noch?) nicht.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Götz

Richtig so, aber Oben geht es ja nicht um die Begrüßung, gegenseitigen (!) Respekt oder einen gemeinsamen Einstieg, sondern da will jemand bloße Autoritätshörigkeit, während die Lehrkraft zum Pult schlurft

447
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Tja, die “will” (und bekomme) ich auch…und erweise selbstverständlich den SuS den gleichen Respekt.

Natürlich stehe ich zur Begrüssung auf, lege eventuelles Zeug weg und stelle mich zivil-ordentlich hin und schaue die Menschen an, während wir uns begrüssen. “Führen durch Vorbild” wurde das mal genannt, auch bekannt als: “Verlange nur das, was Du selber erbringen kannst.”

Aber keine Sorge, bevor angesichts dieser üblen Terrorautorität aus den Untiefen schwarzer Pädagogik noch jemanden (Augenroll @ Rainer Z.) das Emotionszentrum detoniert:
So lange die Gruppe ruhig bleibt und sich niemand zu verletzten droht wird unterrichtlich bei modernster Mediennutzung abgechillt und fast jede 5 oder 6 zur 4 verbogen.
Auf dass sich jeder “””wohlfühlt””” ohne “””Leistungsdruck””””, denn Gefühle sind ja das wichtigste an Schule und Unterricht.

Katze
1 Monat zuvor
Antwortet  447

“So lange die Gruppe ruhig bleibt und sich niemand zu verletzten droht wird unterrichtlich bei modernster Mediennutzung abgechillt und fast jede 5 oder 6 zur 4 verbogen.”
Und Lehrkörper, die weniger chillig unterwegs sind und nicht willig sind weder sich noch die Noten zu verbiegen, bekommen gefühlt so gar keine Liebesblicke von Augenroll-Eltern und Schülern. Is halt so! Schland 2035 müssen zum Glück die wenigsten dieser Mängelexemplare noch ertragen.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Katze

“Und Lehrkörper, die weniger chillig unterwegs sind”
Weil die nicht salutieren, wenn eine Lehrkraft den Raum betritt?

Pit2020
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

@Rainer Zufall

Sie meinen also eine Lehrkraft muss salutieren wenn eine andere Lehrkraft den Raum betritt?

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Pit2020

@Pit

Sie meinen also, keine Antwort auf meine Behauptung zu haben, dass die AfD dies – von Schüler*innen 😉 – verlangt?

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  447

Ich verstehe nicht ganz, was Sie mir sagen wollen.
Sie stimmen meiner Aussage zu?

Fräulein Rottenmeier
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Bei uns werden die Füße gehoben beim Gehen….niemand schlurft, auch der Lehrer nicht….
Aber schön, dass Ihnen Morgenrituale nicht wichtig sind….(Augenroll)

Rainer Zufall
1 Monat zuvor

Bei uns auch.

Ist es nicht seltsam, dass die gesichert rechtsextreme AfD keine Selbstverständlichkeit wie kein Schlurfen und respektvolle Begrüßung, bspw. durch Aufstehen, fordert, sondern dass die Klasse aufzustehen hat, wenn ein Lehrer nur durch die Tür kommt?

Kenne ich nur von der Bundeswehr, da wurde aber kein täglicher Flaggenappell gefordert – Respekt lässt sich nicht durch hohle, nationalistische Rituaele ersetzen 😉

Friesennerz
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Da steht aber: “Aufstehen zur Begrüßung, wenn der Lehrer das Klassenzimmer betritt”.
Wie machen Sie das? Sie kommen rein, alle sitzen, Sie sagen: “Steht bitte auf!” und dann begrüßen Sie die Schüler, wenn alle stehen?

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Friesennerz

Ja
Bei Gästen machen sie das inzwischen auch unaufgefordert zur Begrüßung, aber nicht, wenn die den Raum betreten. Oft werden Sie dann für ihre Höflichkeit gelobt, nicht für ihre “Disziplin” – könnte da ein Unterschied zu den Forderungen einer gesichert rechtsextremen Partei liegen? Wer weiß das schon 😉

GraueMaus
1 Monat zuvor

Ironischerweise war ja wohl das, was der AfD-Mann da fordert, gängige Praxis in der DDR. Da gab es auch einen sog. Fahnenappell. Der reale Sozialismus?

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  GraueMaus

Welche Ironie bemerken Sie da?
Ist wohl eher ein gemeinsames Merkmal von unhinterfragtee Autoritätshörigkeit, meinen Sie nicht?

GraueMaus
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Ich meinte die Parallelen zwischen “rechts” und “links”, die bei uns ansonsten heftige Gegner sind. Eine “Autoritätshörigkeit” hatte der Sozialismus nicht auf seine Fahnen geschrieben, die SED auch nicht. Heute preist sich die Linkspartei als Gralshüter der Demokratie.
Nebenbei: In welchen anderen Ländern ist Aufstehen bei der Begrüßung oder Fahnehissen denn üblich? Sind das alles nur Diktaturen?

unfassbar
1 Monat zuvor
Antwortet  GraueMaus

An meiner Schule lassen nahezu alle Lehrer die Schüler in der Sek I aufstehen (oder ein Ersatzritual durchführen in Klassen mit Rollstuhlfahrern). Politisch ist das Kollegium alles andere als (wirklich) konservativ oder gar rechts, solange es nicht um die eigenen Kinder geht.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  GraueMaus

Ach, Sie meinten die völlig veraltete und unzutreffende Hufeisentheorie. Jaja, wir alle haben Angst, auf dem nächsten Volksfest von Linken angegriffen zu werden 😛
Und was ist die gesichert Rechtsextreme AfD schon im Vergleich zur kleinen, bösen Linken…

Bezüglich Ihrer Sorge, dass die gesichert rechtsextreme AfD einen Unrechtsstaat wie die DDR schaffen will, stimme ich zu, sehe da aber einen anderen historischen Vergleich näherliegend…
https://www.tagesschau.de/investigativ/ndr-wdr/afd-jugend-generation-deutschland-gruendung-100.html

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  GraueMaus

Fahnenappell gab es aber nur zu bestimmten Anlässen, nicht wöchentlich oder gar täglich.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

Selbst die DDR hätte die Spinner*innen ausgebremst? Genial! 😀

Friesennerz
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Wieder so ein Unsinn von Ihnen. Die DDR hat “eigene Nazis” wahrscheinlich verheimlicht, ich erinnere mich nicht, aber bekämpft hat sie sie mittels Stasi und dergleichen sehr.

Stubentiger
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Ich habe mir Ihren Link angeschaut. Ich würde nichts davon bestreiten wollen, was dort steht, allerdings war die DDR als Ganzes meiner Meinung nach trotzdem antifaschistisch. Ich verstehe gar nicht, wieso man meint, dies mittels solcher Entgleisungen widerlegen zu wollen. Das heutige Deutschland ist als Ganzes auch nicht ausländerfeindlich, auch wenn es gar nicht so kleine Gruppen und Organisationen von “Ausländerfeinden” in Deutschland gibt. So sehe ich das.

Mika BB
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Dass Nazis nach Kriegsende politisch Karriere machten, gab es in beiden deutschen Staaten. Gern untenstehenden Link lesen.

Neonazis gab es ebenfalls in beiden deutschen Staaten und gibt es jetzt noch, auch in Polizei und Armee.

In der Bundesrepublik kann und konnte die Neonaziszene deutlich offener agieren als in der DDR, der Meinungsfreiheit (wobei ich der Ansicht bin, dass pas Propagieren faschistischer Ideen da nicht drunter fallen sollte) sei’s gedankt.

Falls es in Vergessenheit geraten ist: Wehrsportgruppe Hoffmann, Deutsche Bürgerinitiative, Kampfgruppe Priem. Gern in unten angegebener Quelle stöbern.

Es geht mir hier nicht um Schwanzlängenvergleich. Was mich nervt, ist, dass durch Weglassen von Information die geschichtliche Situation in D nach 45 hier so dargestellt wird, als hätte die DDR dem Faschimus gehuldigt, während in der BRD dieser konsequent ausgemerzt wurde. Dem ist nicht so.

Mit freundlichen Grüßen,

Mika BB

https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_ehemaliger_NSDAP-Mitglieder,_die_nach_Mai_1945_politisch_t%C3%A4tig_waren

https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_rechtsextremer_Parteien_und_Organisationen

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Danke für diesen sehr interessanten link. Allerdings sollte man ihn ganz gründlich bis zum Schluss lesen und darüber nachdenken!

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Friesennerz

Die hätten die AfD also nicht gewählt?
Sick burn!

Zusammenfassend: Selbst der Unrechtsstaat DDR hätte und hat die Forderungen der Rechtsextremen und Nazis nicht umgesetzt.
Ich sehe nicht, warum wir als Demokratie da in irgendwas nachstehen sollten

Mika BB
1 Monat zuvor
Antwortet  GraueMaus

Also ich kenne die DDR und den Unterricht in derselben im Gegensatz zu vielen Kommentierenden aus eigenem Erleben.

In keiner einzigen Stunde sind wir aufgestanden, allein weil der Lehrer den Klassenraum betrat. In der Regel waren die Lehrer vor dem Stundenklingeln im Unterrichtsraum. Wir sind aufgestanden, wenn es zum Unterricht geklingelt man hat sich begrüßt und dann ging es los.
Nichts weiter als ein ritualisierter Unterrichtsbeginn, wie er auch heute in tausenden von Klassenzimmern erfolgt.
Was das jetzt mit Unterwerfung oder „nationalistischem Ritual“ (nein, wir haben nie zur Begrüßung die Nationalhymne gesungen oder sowas) zu tun hat, erschließt sich mir nicht.

Aber klar, manche Foristen (oder Bots) sind halt drauf trainiert, AfD, DDR, Autoritätenhörigkeit, am besten noch Faschismus und Rassismus in jedem beliebigen Kontext zueinander zu bringen.
Ist dasselbe wie bei „Ich will Homeoffice für Lehrer“.

Hinweis: sowas nutzt sich ab. Wenn jemand immer, ob es angebracht ist oder nicht, „Faschist!“ „Homeoffice für alle!“ oder „Rassist!“ ruft, ignoriert man das über kurz oder lang. Und zwar auch dann, wenn derjenige (Forist/Bot) mal Recht damit haben sollte.

Unfassbar
1 Monat zuvor

Das mit dem Aufstehen mache ich in der Sek I auch, in der Oberstufe nicht mehr.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Unfassbar

Aber doch nicht, wenn Sie den Raum betreten und an Pukt gehen, sondern zur Begrüßung, oder?

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Ne, er/sie meint bestimmt nach dem Mittagsschlaf, während die Kids arbeiten. Danach steht er/sie auf.
O.o

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Bla

Da haben Sie aber einen schönen Strohmann aufgebaut, um nicht auf den Unterschied zwischen respektvoller Begrüßung und stumpfer Autoritätshörigkeit eingehen zu müssen.

Wenn Sie da Hilfe brauchen, geben Sie bescheid. Tipp: Das eine passiert täglich in einer Schule, das andere täglich in einer Kaserne – warum will die gesichert rechtsextreme AfD wohl bei Kindern sowas einführen…

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

“Da haben Sie aber einen schönen Strohmann aufgebaut, um nicht auf den Unterschied zwischen respektvoller Begrüßung und stumpfer Autoritätshörigkeit eingehen zu müssen.”

Ja, das ist tatsächlich ein Stohmann … Allerdings auch nur, wenn man den Scherz nicht versteht … Es war kein Stohmann, da/und OFFENSICHTLICH nicht ernst gemeint von mir.
Aber mal wirklich im Ernst … Wie kann man das hier nicht eindeutig und klar rauslesen?

Aber finde es gut, dass Sie sich an “Strohmann” aktuell versuchen zu definieren und das “einzuordnen”. Top. Jetzt müssen Sie nur noch schauen, dass Sie hier “Fragen”, “Suggestivfragen”, “Ironie”, “Scherz” und “Sarkasmus” von tatsächlichen Strohmännern unterscheiden. Aber den Weg finde ich gut.

“Wenn Sie da Hilfe brauchen, geben Sie bescheid.”

Auch für eine “respektvolle Begrüßung” brauche ich persönlich tatsächlich kein “wir alle stehen auf”. Aber Danke.
Ich brauche dazu auch kein “muss mich Sie’zen” oder sonst was.
Ich kann auch damit leben und umgehen, wenn mich ein Kind “Bro” nennt aus dem Affekt. Sogar bei “Diggah” sehe ich keinen “Disrespekt” – wenngleich ich dann gerne “Dünnah” oder “soo dick bin ich jetzt auch wieder nicht” oder “wo?” oder “ja, Diggah” oder sonst was drauf antworte.
Das “kommt” durchaus sehr schnell bei einigen Kids an, dass sie hier dann reflektieren und “oh sorry” sagen.

“Tipp: Das eine passiert täglich in einer Schule, das andere täglich in einer Kaserne – warum will die gesichert rechtsextreme AfD wohl bei Kindern sowas einführen…”

Meine Vermutung ist, dass Sie sich dann darüber aufregen können.
Liege ich hierbei richtig?

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Bla

“Allerdings auch nur, wenn man den Scherz nicht versteht …”
Dass Sie keine Argumente haben, aber den Rechtsextremen zustimmen/ schweigend zustimmen wollen, indem Sie selbst keine Meinung äußern, aber gegenläufige mit… Humor(?) untergraben?

unfassbar
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Die Schüler der Sek I stehen zur Begrüßung auf, einige von sich aus, der Rest nach meiner Aufforderung.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  unfassbar

Bei mir auch – bei der Begrüßung.

Oder stehen die bei Ihnen auf, wenn Sie den Raum betreten bzw. erwarten Sie dies?
Letzteres fordert die gesichert rechtsextreme AfD, Ersteres ist an vielen Schulen Alltag 🙂

Rainer Zufall
1 Monat zuvor

Jaja, nichts ist anständiger als Zwang (augenroll)

447
1 Monat zuvor

Muss ich meinen (grösstenteils linksalternativen) KuK mal erzählen, dass unsere ganz übliche Begrüssung quasi “AfD ist”, LOL. 😀

Bildungsinitiative ‘Schland 2035 schlägt vor:
Demnächst kniet der Lehrer vor den SuS – viel demokratischer!

Hans Malz
1 Monat zuvor
Antwortet  447

Bei uns auch, in allen Klassen und Stufen. Hat auch nichts mit Unterwürfigkeit zu tun, eher ein Ritual, das die Stunde beginnen lässt.

Wird übrigens von keinem (auch nicht von den Schülern) in Frage gestellt.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Hans Malz

“Der AfD-Politiker Markus Frohnmaier, findet, dass Schulkinder zu Beginn der Unterrichtsstunde aufstehen sollten, wenn der Lehrer das Klassenzimmer betritt.”

Stehen die Schüler*innen zum Stundenbeginn auf oder, wie Herr Frohnmaier aus der gesichert rechtsextremen AfD fordert, sobald Sie den Raum betreten? 😉

Unfassbar
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Als Ritual lässt sich selbst das vereinbaren.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Unfassbar

Klingt nicht so, als hätten Sie das. 😉

unfassbar
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Habe ich auch nicht, finde ich übertrieben.
Haben Sie ein Ritual für die Begrüßung? Falls ja, welches?

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  unfassbar

Wir stehen auf, wenn wir uns begrüßen, nicht wenn die Lehrkraft den Raum betritt – diesen militärischen Drill fordern ja die Rechtsextremen.

Da Sie es selbst nicht so halten, warum dann nicht mal zur Abwechslung mal den Rechtsextremen widersprechen?
447 denkt inzwischen schon, der Mist WÄRE bereits etabliert 😀
“dass unsere ganz übliche Begrüssung quasi “AfD ist”, LOL. ”

Offenbar halten es nur 447 und Herr Frohnmaier so, dass die Schüler*innen gehorsam salututieren müssen, wenn sich die Tür öffnet…

unfassbar
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Wo habe ich geschrieben, dass meine Schüler sofort aufstehen, sobald ich den Raum betrete? In vielen Wochenstunden muss ich die Klasse aufschließen, weshalb ich als erstes den Raum betrete. Sie interpretieren hier viel zu viel in Dinge hinein, die Sie sich selbst ausdenken.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  unfassbar

Sie schrieben doch, dass Sie es nicht so wie 447 und die Rechtsextremen halten.

Dann schreiben Sie doch denen, anstatt bei einer Antwort auf mich darüber nachzudenken ^^
https://www.news4teachers.de/2026/01/afd-schulkodex-aufstehen-zur-begruessung-wenn-der-lehrer-das-klassenzimmer-betritt/#comment-775420

Hans Malz
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Ich bin der Meinung, dass ich das ganz gut beschrieben habe und verstehe die Frage nicht, die der gesichert leseinkompetente Herr Zufall mir da stellt.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Hans Malz

“Bei uns auch, in allen Klassen und Stufen.”
Ich wollte nur nachfragen, ob Sie Schüler*innen aufstehen lassen, sobald eine Lehrkraft durch die Tür kommt, so wie es Herr Frohnmaier fordert.

Schon krass. Warum stehen Ihre SuS nicht einfach zur Begrüßung auf und sollen Sie (schweigend?) als Pult gehen sehen?

Ich sehe da keinen pädagogischen Wert, den Sie oder Frohnmaier da verfolgen, aber da es ja in allen Klassen und Stufen auch so machen, klären Sie mich gerne auf 🙂

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  447

Also haben die Schüler*innen aufzustehen sobald Sie den Raum betreten, ans Pult gehen, ihr Material richten/ den Beamer einschalten? Und dann erst begrüßen Sie die Klasse und diese Sie? Garantiert! 😀

Sie berbiegen sich ganz schön, die Forderungen der gesichert rechtsextremen AfD mit einer Begrüßung zu vermengen…
Ich als – nicht wirklich linksternativ, aber sagen wir antifaschistische – Lehrkraft, bitte meine Klasse jeden Morgen, zur Begrüßung aufzustehen. DAS hat aber mit der blinden Autoritätshörigkeit der Rechtsextremen nichts zu tun.

Denken Sie nach: Sie werden doch JETZT schon durch Ihre Klasse begrüßt, DAS wird die AfD also nicht als “mehr” “Disziplin” verstehen 😉

Unfassbar
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Umgekehrt verbiegen eher/auch Sie sich, um aus einem harmlosen Ritual ein Politikum zu machen.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Unfassbar

Das Ritual, bei der Begrüßung aufzustehen, gibt es seit ewig – mache ich mit meinen Klassen auch.

Wie viele machen bei Ihnen fordern das “Ritual” ein, dass Schüler*innen aufstehen müssen, sobald eine Lehrkraft den Raum betritt?
Oder halten Sie es wie James Dean: Sie betreten keine Räume, Sie sind einfach da 🙂

447
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Wenn ich den Raum betrete, komme ich zunächst meinen (grösstenteils selbst auferlegten) Dokumentationspflichten nach.

In der Zeit können die SuS im Rahmen der Schulordnung machen was sie wollen, von mir aus auch ihre Stulle essen, sich unterhalten usw.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  447

“Wenn ich den Raum betrete, komme ich zunächst meinen (grösstenteils selbst auferlegten) Dokumentationspflichten nach.”
Die gesichert rechtextreme AfD fordert, Schüler*innen sollten aufstehen, wenn Sie den Raum betreten und (schweigend) zusehen, während Sie ihren Dokumentationspflichten vor Unterrichtsbeginn nachgehen.

Das ist wohl doch nicht die “übliche Begrüssung quasi “AfD ist”, LOL. “

Friesennerz
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Ah, hier kommt es, Sie sagen: “Bitte steht jetzt auf, ich möchte euch begrüßen!” So?

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Friesennerz

Nö, ich betrete den Raum, richte meine Sachen, ggf. sage ich der Klasse auch, dass Sie noch einen Moment Zeit haben, wenn ich bspw. Schlepptop und Beamer starte.
Dann beginnen wir die Stunde: ich bitte, die Schüler*innen aufzustehen – ich tue dies dann ja auch – und begrüße sie freundlich.

Was ich HASSE ist der leere, kraftlose unpersönliche Roboter-Chor, daher sagen wir uns in einem normalen Ton: “Guten Morgen” und beginnen.

Welcher Schwachmat fordert, geschweige erwartet, dass die Klasse aufstehen soll, sobald man den Raum betritt?
Und bedenken Sie: Sogar ich bitte die Klasse, zur Begrüßung aufzustehen, DAS kann also nicht die Forderung der Rechtsextremen sein 😉

1234
1 Monat zuvor

In meinem Unterricht müssen die SuS auch aufstehen, wenn ich sie begrüße. Habe es ihnen damit erklärt, dass es für mich ein Zeichen gegenseitiger Wertschätzung ist. Ich stehe ja schließlich auch während der Guten-Morgen-Runde und verkrieche mich nicht hinterm Pult. Mache das allerdings nur in der Sek I bis zur 8. Klasse. Bin am Gymnasium in NDS.
An meinem Refgymnasium war das Gang und Gäbe und die SuS sind sogar in Klasse 10 automatisch aufgestanden. Das war 2021.
Finde das Begrüßungsritual am Anfang der Stunde hat so viel Einfluss auf den weiteren Verlauf… habe das Gefühl, dass die SuS einfach viel aufmerksamer dabei sind als ein lasches Gutenmorgen, während die Hälfte wie im Wohnzimmer auf dem Stuhl lümmelt.

Indra Rupp
1 Monat zuvor

Schon klar, die Forderung nach Schuluniformen ist doch eigentlich ganz harmlos, machen die Briten doch auch. Und diese gute Absicht dahinter, dass man den Kindern Armut nicht mehr ansehen soll. Und zusammen eine Hymne singen, hey, dass ist doch schön und verbindet Menschen, das gemeinsame Singen. Und die Fahne hissen, hey, das ist doch auch nur eine Kleinigkeit und wir sind doch zu wenig stolz auf uns. Was andere zu viel an Patriotismus haben, haben wir zu wenig. Und das aufstehen vorm Lehrer, klar, da geht es um Respekt und Disziplin und das geht doch so sehr verloren und manche machen das aus gutem Grund nach wie vor und wir auf dem Dorf in den 80ern haben das auch gemacht, was ist dabei?

Aber nun ziehen wir mal alles zusammen:

Dann haben wir Schüler und Lehrer in Uniformen, die morgens die deutsche Fahne hissen und die Hymne singen und vorm Lehrer stramm stehen…
Joahh… alles zusammen gerechnet, sieht das schon anders aus.

Und was könnte sich daraus entwickeln?
Ehrlich muss man sagen, dass tatsächlich viele Schüler, die nicht wissen, was sie mit sich anfangen sollen, in so einem Fall erst einmal aufblühen. Aber aus welchem Grund?
Weil sie sich nach Einheitlichkeit, Dazugehörigkeit und, tja, einem Führer sehnen. Und genau diejenigen könnte man damit wecken. Und genau diejenigen tun sich dann zu vielen zusammen und haben dann etwas gegen andere, die abweichen, aus der Reihe tanzen, anders oder individuell sind. Und dann braucht es als Sahnehäubchen nur noch die richtige Partei an der Macht.

“Die Welle” lässt grüßen!

Indra Rupp
1 Monat zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Und wann immer es dann Ideen von gemeinsamen singen oder sonstigen Gemeinsamkeiten gibt, oder Ideen für Gemeinschaftsgefühl, Respekt oder Disziplin, heißt es dann : “Guck! Genau das kam auch von der Afd, alle geben denen indirekt recht und geben das nur nicht zu!”
Gefährlich, gefährlich…
Den Unterschied erkennt der naive Bevölkerungsanteil nicht und manche wollen auch nichts erkennen.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Indra Rupp

“Den Unterschied erkennt der naive Bevölkerungsanteil nicht und manche wollen auch nichts erkennen.”
Sick burn des Forums

Corinna Gonest- Miss 71%
1 Monat zuvor

Meine SuS und ich begrüßen uns auf Augenhöhe: frei stehend, einander ansehend, höflich und zugewandt. Mit Machtspielchen hat das nichts zu tun, nur mir Respekt vor der anderen Person. Das wissen die blau-braunen Vögel wohl nicht.

unfassbar
1 Monat zuvor

Ich begrüße einen großen Teil meiner Schüler gezwungenermaßen nicht auf Augenhöhe, weil insbesondere bei den unteren Stufen deutlich größer bin als alle Kinder. In der Oberstufe bin ich größer als nahezu alle Schülerinnen und vergleichbar groß zu den Schülern. Einer ist aber 2,10m groß, bei dem ich nachvollziehen kann, wie sich normal große Kolleginnen fühlen, wenn sie mit den normal großen Schülern sprechen.

Corinna Gonest- Miss 71%
1 Monat zuvor
Antwortet  unfassbar

Nicht ihr Ernst?! Muss (!?) ich tatsächlich einem akademisch gebildeten Menschen erklären, dass zahlreiche sprachliche Wendungen nicht zu 100% wörtlich zu verstehen sind? Oder stellen Sie sich einfach nur dumm?

Corinna Gonest- Miss 71%
1 Monat zuvor
Antwortet  unfassbar

Ihr mit großem I.

nachdenklich
1 Monat zuvor

Ich lasse auch aufstehen zur Begrüßung, wenn ich den Unterricht beginne. Ich bekam schon einen Schreck und dachte, bin das nur ich, bin ich AfD-nah, bin ich “aus der Zeit gefallen”? Nun lese ich doch mehrere Kommentare, in denen steht, dass andere auch aufstehen lassen.

Mir geht es dabei gar nicht um Respekt. Ich glaube nicht, dass man durch Aufstehen Respekt gewinnt. Mir geht es dabei darum, dass die Kinder so am schnellsten zur Ruhe kommen und “merken”, der Unterricht beginnt.

unfassbar
1 Monat zuvor
Antwortet  nachdenklich

Um Respekt geht es natürlich auch, weil vernünftiger Unterricht nur gelingen kann, wenn der Lehrer der Chef der Runde ist. Die Schüler an meiner Schule erwarten das aber auch.

Friesennerz
1 Monat zuvor
Antwortet  unfassbar

Kein wirklicher Widerspruch. Meine Erfahrung ist immer mehr, dass Schüler denjenigen einen “richtigen” oder sogar “besten Lehrer” nennen, der eine Klasse im Griff hat.

Sie freuen sich auf die “laschen Lehrer”, aber nur weil sie dann so schön spaßig wird. Sie achten sie nicht.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Friesennerz

Die “laschen” Lehrkräfte, welche die Schüler*innen nur zur Begrüßung aufstehen lassen? (augenroll)

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  unfassbar

Warum dann militärischen Drill an Schulen fordern?
Sie sind doch auch ohne Chef, also what gives? :/

447
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Militärischer Drill verfolgt konkrete, nützliche Zwecke. Erwarte nicht, dass Sie das verstehen.

Ich sehe keinen Grund (und auch garkeine Möglichkeit), solchen im aktuellen Schulsystem einzuführen.

Im Schulsystem soll(te) hauptsächlich die *Denk*fähigkeit geschult werden – Drill bereitet aber auf (extreme) Stresssituationen vor, in denen häufiger als zufällig nur eine oder einige wenige *Handlung*sweisen zu etwas besserem als “game over, no respawn” (oder die schiefe Ebene dahin) führen.

Es macht daher objektiv keinen Sinn, in Hinblick auf Schule (wie sie gedacht war = Lernen, Wissen) zu “drillen”:
Für kognitive Probleme gibt es mehr als zufällig häufig mehrere Lösungswege – nur einen Weg “einzudrillen” ist daher kontraproduktiv, im Gegenteil ist es wahrscheinlicher, durch Reflektion (statt blitzschneller Reaktion) zu mehr Lösungsqualität zu gelangen.

Mehr Gehorsam gegenüber schulischen Anweisungen zu erzwingen würde vieles, sehr vieles zwar besser machen – aber auch das ist völlig realitätsfern, da “Gehorsam” in unserer Gesellschaft einer orwell’schen Doppeldenkbewertung unterliegt und natürlich sehr negativ gesehen wird.
Das ist in Schule weder demokratisch erwünscht noch realistisch durchsetzbar und insofern kann man das auch gleich abhaken.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  447

“Militärischer Drill verfolgt konkrete, nützliche Zwecke. Erwarte nicht, dass Sie das verstehen.”
Zum Beispiel, wenn ein Vorgesetzter einen Raum, zum Beispiel die Stube betritt – Welchen Zweck außer militärischem Drill nehmen Schüler*innen da mit, der beim Aufstehen zur Begrüßung ausbleibt? (augenroll)

“Im Schulsystem soll(te) hauptsächlich die *Denk*fähigkeit geschult werden ”
= Aufstehen, sobald eine Autoritätsperson den Raum betritt

“Es macht daher objektiv keinen Sinn, in Hinblick auf Schule (wie sie gedacht war = Lernen, Wissen) zu “drillen””
Volle Zustimmung! Nur Kaputte würden sowas für Schulen fordern, nur Schwachmaten würden dies verteidigen…
“Muss ich meinen (grösstenteils linksalternativen) KuK mal erzählen, dass unsere ganz übliche Begrüssung quasi “AfD ist”, LOL. “

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  nachdenklich

Es geht ja nicht um das Aufstehen zu Beginn oder wie Sie es schrieben, zum Unterrichtsbeginn – das gibt es ja schon längst.

Die “neue” Frage ist ja, ob Schüler*innen aufzustehen haben, wenn Sie den Raum betreten – wie eine Kasernenstube, die vom Offizier betreten wird.

447
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Es würde (isoliert) nix ändern.

Polemisch gesagt:
Schülerversteher-Sebastian wird dann eben nach dem Aufstehen mit Papierkugeln beschnipst, Kommando-Klara hat auch ohne das Ritual die Zügel in der Hand.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  447

Ich habe bis zu Ihrem Kommentar nicht in Betracht gezogen, dass die rechtsextreme AfD aus Erbärmlichkeit heraus gewählt werden könnte…

Aber offenbar gibt es Ihrer “Erfahrung” nach Lehrkräfte, die militärischen Drill (!) einführen müssen, um nicht mit Papierkugeln beschnippt zu werden?
Sorry für Ihren bisherigen Werdegang, aber nicht wenige Lehrkräfte schaffen das ohne – Sie sollten sich mit Ihrem Kollegium unterhalten, anstatt sich in Machtphantasien zu ergeben :/

447
1 Monat zuvor
Antwortet  nachdenklich

Es ist egal, wie wir es nennen.

“Respekt” ?
Ich weiß nicht. Vielleicht hänge ich die Bedeutung des Wortes zu hoch. Respekt ist für mich etwas sehr großes, ob SuS das wirklich innerlich für Lehrkräfte empfinden (können/sollen/?)…
“Gehorsam” ?
“Ritual” ?

Verschiedene Verpackung, gleicher Inhalt: Verantwortung.

Der entscheidende Punkt wurde ja mehrfach angesprochen:
Lehrer muss Chef sein – ob er will oder nicht.

Denn er trägt (zunächst) immer die Verantwortung dafür, was im Raum passiert – strafbewehrt.

Es ist daher klar, dass der Schüler im schulischen Rahmen zu gehorchen hat.
Und zwar GERADE da, wo er nicht will: Zur verhassten Mathestunde gehen, den doofen Andi NICHT kaputthauen, den lustigen Feueralarmknopf NICHT drücken usw. usw.

Das sehen natürlich auch viele LuL anders – wo die enden (als Ziel von Wurfgeschossen oder im Lärm-Burnout, Tinitus, usw.)…oft genug gesehen.

Für alle die sich darüber aufregen, dass ich in der Schule ganz selbstverständlich Gehorsam fordere:
Ich verzichte SOFORT auf jede Form davon, sobald mir schriftlich die Entbindung von den entsprechenden Verantwortlichkeiten (besonders: alle Varianten der Aufsichtspflicht, Schutz-/Garantenpflichten usw.) vorliegt.

Was nie passieren wird.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  447

“Ich weiß nicht. Vielleicht hänge ich die Bedeutung des Wortes zu hoch. Respekt ist für mich etwas sehr großes, ob SuS das wirklich innerlich für Lehrkräfte empfinden (können/sollen/?)…
“Gehorsam” ?
“Ritual” ?”
Ihren Erklärungen folgend wissen Sie nicht, was Respekt ist. Kein Wunder, dass Sie den Phantasien blinder und gedankenloser Rituale anhängen…

Haben Sie schonmal über ein Lehramtsstudium nachgedacht?

Tausendsassa
1 Monat zuvor

Bitte nicht das Aufstehen bei Unterrichtsbeginn als “AfD-Ritual” verunglimpfen!!!

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Tausendsassa

Tut uneingeschränkt niemand, zur Begrüßung aufzustehen, gab es schon ewig und ist nicht die Forderung der gesichert rechtsextremen AfD ^^

“Der AfD-Politiker Markus Frohnmaier, findet, dass Schulkinder zu Beginn der Unterrichtsstunde aufstehen sollten, wenn der Lehrer das Klassenzimmer betritt.”
Den Raum betritt (!)

vhh
1 Monat zuvor

Das hängt bei mir etwas von der jeweiligen Gruppe ab, ob die ohne ‘Erhebung’ merken, dass es losgeht, das kann sich auch je nach Entwicklung ändern. Verhalten hat Konsequenzen, Erziehungsauftrag und so… Frage ist nur, was passiert dann mit solch vorschriftswidrigen Menschen wie mir, stehe ich beim Dezernenten auf einer schwarzen Liste? Muss ich Aufstehverweigerer beim dritten Mal mit einer Konferenz und Ordnungsmaßnahme drohen?
Klingt doch ‘eigentlich’ nicht so schlimm diese Idee, aber bis zum Ende gedacht, in der AfD-Gedankenwelt… Kleine, unwichtige Regeln, nur ‘gesunder Menschenverstand’, kann man tatsächlich so machen, auch vereinbaren, aber da liegt das Problem: Demokratie, Schüler ernst nehmen, gemeinsam beschließen, darüber reden. Die einen sehen eine Gelegenheit, das anzuwenden, die anderen sehen die Gelegenheit, das vorzuschreiben und damit ‘hoffentlich’ wieder oben und unten zu gerade zu rücken. Wir brauchen keine schwarz/weiß-Vorschriften, mehr Disziplin und härtere Strafen, die Zeit lässt sich nicht zurückdrehen. Lieber 15 Schüler, die sitzen bleiben und mich trotzdem bemerken, als 30, die gedankenlos aufstehen und ‘Guten Morgen….’ murmeln.

blau
1 Monat zuvor

Wir starten jede Stunde mit einer Stillarbeitsphase. Ich teile ein Blatt aus, Stelle einen Timer und alles fängt an zu arbeiten. Ich gehe Rum und wähle Schüler aus, die ich in der Besprechung aufrufe und mache mir ein Bild des Leistungsstands der Schüler.
Aufstehen zu Beginn wäre für mich Verschwendung von Lernzeit.

Friesennerz
1 Monat zuvor
Antwortet  blau

Wie müssen wir uns das vorstellen? Sie kommen rein, sagen nichts oder rufen ein unverbindliches Hallo in die Runde, das von einigen wenigen, die Sie bemerken, erwidert wird, dann oder nebenbei teilen Sie ein Arbeitsblatt aus, während einige noch herumalbern, noch ihre Sachen auspacken oder suchen, noch quatschen, noch essen, noch trinken, noch von der Toilette zurückkommen oder hingehen…??? Hm, ehrlich gesagt, so geht es bei manchen Kollegen wirklich zu. Was ist gut daran?

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  Friesennerz

Also bei mir kommen die SuS und begrüßen mich, wenn sie ankommen. Nicht “zeitgleich” unbedingt. Kann – muss nicht – zusätzlich “locker”. Dann wissen die Kids, dass sie um 8 Uhr in die Freiarbeit “reinarbeiten” oder eben selbständig anfangen um 8 Uhr.
Falls sie das “nicht machen/schaffen”, dann bekommen sie einen Gong per Gongschale. Dann arbeiten sie normalerweise “freiwillig”. Ansonsten betone ich oder mein/e Freiarbeitskollege/-kollegin, dass es 8 Uhr ist und sie wissen, was sie zu tun haben/Unterricht ist/sie FA haben.

Funktioniert nicht? Doch tatsächlich recht gut in meiner Klasse.
Warum sollte es also bei “blau” nicht gehen mit “ähnlichen/vergleichbaren Ritual”.

Und ja … Hier wäre das “Aufstehen und guten Morgen” in vielen Fällen durchaus “eine Störung” bzw. “Zeitverschwendung”.
Mir ist es viel wichtiger, dass sich SuS beim Ankommen gleich grüßen und mich auch.

Finde es jedoch vollkommen legitim, wenn LuL das als rituelle Begrüßung mit dem Aufstehen und “gemeinsamen Gruß” eröffnen. Ist nichts falsch dabei.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Bla

“Nicht “zeitgleich” unbedingt. Kann – muss nicht – zusätzlich “locker”.”
Das gefällt Herrn Frohnmaier mal so gar nicht… Wo ist die bedingungslose “Disziplin”? 😛

Martha
1 Monat zuvor

Ich finde das Ausstehen zur Begrüßung vom Lehrer nicht schlimm. Warum auch ? Ich habe in Kanada die Grundschule besucht und stellt euch vor, wir mussten (und die Kinder müssen bis heute) jeden Morgen für die Nationalhymne (O Canada) aufstehen! Keiner in Kanada hat ein Problem damit gehabt, obwohl die Schüler in vielen verschiedenen Nationen ihre Wurzeln hatten.

Achin
1 Monat zuvor

Stichwort “Disziplin und AfD”:

Leider hat Herr Frohnmaier selbst nicht die Disziplin aufgebracht, einen berufsqualifizierenden Abschluss zu erwerben.

Diesmal bezüglich des rechten Randes:
“Die größten Kritiker der Elche, waren früher selber welche.” (F. W. Bernstein)

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Achin

Ja, das größte der gesichert rechtsextremen Professorenpartei AfD ist, der BERUFLICHE Werdegang von Herrn Frohnmaier… (augenroll)

AvL
1 Monat zuvor

Zunächst eimal sollte Herr M.Frohnmeier sich bei seinen öffentlichen Auftritten und bei Auslandsreisen ins befreudete Land des Dukeln, im Osten, mehr Selbstdisziplin für sich einforden.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor

Manche Kolleg*innen hatten ja z.T. grobe Schwierigkeiten, das “Neue” in Herrn Frohnmaiers aussage abzugewinnen.
Zur Begrüßung aufzustehen ist nicht neu und nicht das Ziel der Aussage “wenn der Lehrer das Klassenzimmer betritt”

Vielleicht hilft diese Visualierung, den Unterschied zwischen heutiger Moderne und rechtsextremer Forderung auszumachen 😉
https://m.youtube.com/watch?v=JNGk6fDZ5ro&pp=ygUQZWluZSBzY2h1bGUgYW5ubw%3D%3D

Canishine
1 Monat zuvor

Das ist wieder so ein Thema, welches man der AfD überlässt.
Denn es wäre schon notwendig, dass die Aufmerksamkeit der Kinder auf den Lehrer gerichtet sind, wenn er den Raum betrifft, anstatt weiter teilnahmslos mit dem Handy zu daddeln oder Essen durch den Raum zu werfen (oder mildere Versionen davon).
Denn schließlich betritt ja die Person den Raum, die verantwortlich dafür ist, weswegen sie zur Schule gehen. Diese ist gut ausgebildet, hat also schon einen Weg hinter sich, den andere (die Kinder) erstmal schaffen müssen. Zudem ist sie in der Regel mindestens guten Willens, wenn nicht sogar hochkompetent, den Kindern durch ihren Unterricht das Leben zu erleichtern. Und außerdem darf man auch nicht vergessen, dass andere Menschen Tausende Euros zahlen, damit dieser Unterricht stattfinden kann. Diese Umstände zu respektieren, wäre schon ein deutliches Zeichen von Erwachsenwerden. Dafür könnte man sogar aufstehen, wenn der Lehrer den Raum betritt.
Dann hätte die AfD einen Hebel weniger, ihre Vorstellungen von „Respekt“ und „Autorität“ zu verbreiten.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Canishine

“Denn es wäre schon notwendig, dass die Aufmerksamkeit der Kinder auf den Lehrer gerichtet sind, wenn er den Raum betrifft, anstatt weiter teilnahmslos mit dem Handy zu daddeln oder Essen durch den Raum zu werfen (oder mildere Versionen davon).”

Sie haben offenbar überlesen, dass eigentlich fast alle Forumsteilnehmer*innen ein Begrüßungsritual haben, oft auch mit Aufstehen.
Wenn Ihre Schüler*innen Sie nicht beachten, tauschen Sie sich doch mit Leuten wie Unfassbar oder Blau aus, die brauchen Herrn Frohnmaiers Vorschlag nicht 😉

Canishine
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Sie betonen ja selbst, dass Herr Frohnmaier das Aufstehen bei Betreten des Raums (nicht erst zur Begrüßung) fordert. Ich fordere das nicht, habe aber versucht zu begründen, dass dies trotzdem nicht schlecht wäre – obwohl es die AfD fordert und in meinem Falle sogar ganz ohne rechtsextreme Gesinnung.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Canishine

Ja, aber Sie lieferten kein Argument jenseits der AfD, warum es besser wäre.
Meinen Sie Unfassbar – dem ich nicht wirklich oft zustimme – würde Handys während der Begrüßung dulden?
Sie schreiben “Gründe”, die sich nicht von bereits bekannten und praktizierten Formaten unterscheiden.

Daher, Was meinen Sie persönlich: Wa könnn wir von den Rechtsextremen lernen, was Lehrkräfte im Forum bereits nicht jetzt praktizieren? 😀

Canishine
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Es scheint, als könnten Sie sich meinem Erklärungsversuch nicht anschließen. Das ist Ihnen überlassen. Ob sich Andere im Forum dem anchließen können oder wollen, überlasse ich auch deren Einschätzung. Darin unterscheide ich mich von den Rechtsextremen. Sie auch?

Ignaz Wrobel
1 Monat zuvor

Frohnmaier ist mit der russischen Journalistin Daria Frohnmaier verheiratet und hat mit ihr zwei Kinder. Sie entstammt der koreanischen Minderheit in Russland und war zuletzt für die Tageszeitung Iswestija tätig.

Ignaz Wrobel
1 Monat zuvor

Frohnmaier besuchte von 2001 bis 2006 die Hauptschule Grafenau-Döffingen, danach bis 2008 die technisch ausgerichtete Fachschule Werner-Siemens-Schule in Stuttgart und absolvierte anschließend 2011 sein Abitur am Wirtschaftsgymnasium in Calw. Ab 2011 studierte Frohnmaier an der Universität Tübingen sowie an der Fernuniversität Hagen Rechtswissenschaften, brach jedoch das Studium ohne Abschluss ab, um sich auf seine politische Arbeit zu konzentrieren. Trojansches Pferd des Kreml im Bundestag: Die dunklen Verbindungen von Markus Frohnmaier – Klar Focus
Russischer Einfluss auf AfD-Abgeordneten: Frohnmaier spricht von Kampagne | taz.de
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„Kreml-Knechte, die Putin hörig sind“: CSU betrachtet geplante Russlandreise von AfD-Politiker Frohnmaier als Landesverrat

Küstenfuchs
1 Monat zuvor

Wieso sollten 15-Jährige aufstehen, nur weil ich reinkomme? Eine Frage des Respekts kann ich da nicht erkennen, Respekt erarbeitet man sich, indem die Kinder wissen, dass sie bei mir was lernen und ich für sie da bin, wenn sie es brauchen. Ruhe und Konzentration auf den Unterricht schaffe ich auch so, ein freundliches “Moin” in die Runde, in der Regel kommt das ebenso freundlich zurück, und los gehts.