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Schulministerium startet bundesweit erstes anonymes Feedback-Portal für Schüler – GEW: Nicht noch mehr Druck für Lehrkräfte

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DÜSSELDORF. Wie erleben Schülerinnen und Schüler ihren Schulalltag – fühlen sie sich gesehen, unterstützt und sicher? In NRW sollen Lehrkräfte und Schulleitungen darauf künftig systematisch Antworten bekommen. Das Schulministerium startet erstmals eine landesweite Schülerbefragung zum sozialen Klima an Schulen. Die Ergebnisse sollen den Schulen helfen, Belastungen, Ausgrenzung und Unterstützungsbedarfe frühzeitig zu erkennen – und daraus konkrete Maßnahmen für Unterricht und Schulentwicklung abzuleiten. Die GEW mahnt allerdings: Ein solches Instrument dürfe in einem ohnehin stark belasteten System nicht zu zusätzlichem Druck für Lehrkräfte führen.

Gute Schule, schlechte Schule? (Symbolbild.) Illustration: Shutterstock

In Nordrhein-Westfalen soll systematisch erhoben werden, wie Kinder und Jugendliche sich an ihren Schulen fühlen und ob sie über das Schulleben mitentscheiden dürfen. Alle öffentlichen Schulen und privaten Ersatzschulen seien in dieser Woche eingeladen worden, sich am ersten großen Testlauf für ein neues Schüler-Feedback zu beteiligen, berichtete Schulministerin Dorothee Feller (CDU) in Düsseldorf.

In einem digitalen Portal können anonym Fragen beantwortet werden – etwa zu Sorgen und Belastungen, dem Umgang miteinander und zur demokratischen Teilhabe. Für Grundschüler gibt es 30 Fragen, an weiterführenden Schulen 40 Fragen.

Vor Angst lieber zuhause bleiben

Unter anderem können sie in fünf Abstufungen angeben, inwieweit sie etwa folgenden Vorgaben zustimmen:

  • Manchmal habe ich so große Angst vor der Schule, dass ich lieber zuhause bleiben würde.
  • In der Schule ist es in Ordnung, dass ich so bin, wie ich bin.
  • Ich habe das Gefühl, ich bin meinen Lehrkräften wichtig.
  • Ich habe an meiner Schule eine Lehrkraft, die an meinen schulischen Erfolg glaubt.
  • Ich fühle mich in meiner Schule sicher.
  • An unserer Schule werden wir darin unterstützt, aus Fehlern zu lernen.
  • In der Schule erlebe ich oft, dass ich ausgeschlossen werde.

Das Portal ist ab dem 17. März erreichbar. In zwei verschiedenen Intervallen können Schulen sich bis zum 8. Mai an dem Pilot-Feedback beteiligen. Lehrkräfte und Schulleitungen erhalten anschließend digitale Ergebnisberichte, in denen die Rückmeldungen zusammengefasst sind – auch im Vergleich zu landesweiten Daten. Auf dieser Grundlage sollen Schulen und Aufsicht planen, wie sie das Wohlbefinden und die Leistungen der Schüler steigern können.

Feedback ohne «Lehrer dissen»

Das Schüler-Feedback habe nichts mit dem umstrittenen ehemaligen Lehrerbewertungsportal «Spickmich» gemein, betonte Feller. Die Fragen seien gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern entwickelt worden.

Mit diesem Instrument reagiere ihr Haus auf Studien, denen zufolge viele Schülerinnen und Schüler Unterstützung bei ihrer sozial-emotionalen Entwicklung benötigten. So habe der jüngste Bildungstrend des Instituts zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen über alle Bundesländer hinweg offenbart, dass jeder zweite Schüler nach eigener Aussage unter mittleren oder sogar großen emotionalen Problemen leide.

«Ich wisch’ das nicht weg nach dem Motto: “Die stellen sich so an”», versicherte die Schulministerin. «Soziale und emotionale Kompetenzen sind für den Lern- und Bildungserfolg unserer Kinder und Jugendlichen genauso wichtig wie das Lesen, Schreiben, Zuhören und Rechnen.» Deshalb müsse man ihnen ganz genau zuhören.

Schulklos außer Frage

Bei der Befragung gehe es um das Zwischenmenschliche, nicht um den Zustand der Schul-Toiletten oder um zugige Fenster, erklärte Feller. «Dass die Toiletten so sind, wie sie sind, das sehe ich auf Anhieb. Da muss ich die Schüler nicht erst fragen.»

Künftig solle das Feedback für alle Schulen in NRW verbindlich sein, für die Schüler aber freiwillig bleiben.

Zweite Neuerung: Alle Schulen erhalten erstmals ein sogenanntes kompaktes Schuldatenblatt, das auf 20 bis 30 Seiten alle relevanten Fakten zur Qualitätsentwicklung von Schule und Unterricht übersichtlich zusammenfasst. Bislang hätten sich die Schulen solche Daten teilweise mühsam aus unterschiedlichsten Quellen zusammenklauben müssen. Dazu zählen etwa:

  • der Anteil der Schüler nach Schulformempfehlung
  • der Anteil der Schüler, in deren Elternhaus nicht Deutsch gesprochen wird
  • der Anteil mit sonderpädagogischem Förderbedarf
  • Ergebnisse von Vergleichsarbeiten und zentralen Prüfungen.

Eine Gesamtschule in Mülheim traut sich was

Dass datengestützte Qualitätsentwicklung in der Praxis Früchte trage, zeigten Beispiele von Schulen, die sich bereits auf den Weg gemacht hätten. «Ich habe neulich noch eine Gesamtschule in Mülheim besucht, die keinen guten Ruf hatte, die schlechte Anmeldezahlen hatte und die all die Maßnahmen eingeführt haben», berichtete Feller. Freiwillig sei diese Schule sogar so weit gegangen, dass sie auch ein Schüler-Feedback bezogen auf einzelne Lehrkräfte angeboten habe. «Denen ist es gemeinsam gelungen, anschließend mit einem guten Klima innerhalb des Lehrerkollegiums die Stimmung in der Schule völlig zu drehen, weil sie den Mut hatten, das Fieberthermometer mal reinzuhalten und zu gucken, wie die Stimmung tatsächlich ist.»

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) betonte: «Feedback ist grundsätzlich sinnvoll – aber in einem System, das vielerorts bereits an der Belastungsgrenze arbeitet, dürfen neue Maßnahmen nicht zu weiterer Überforderung der Beschäftigten führen.» Entscheidend sei deshalb, zuerst die Arbeitsbedingungen zu verbessern und damit die Voraussetzungen zu schaffen, damit gute Bildung und eine wirksame sozial-emotionale Förderung tatsächlich gelingen könnten. News4teachers / mit Material der dpa

Fühlen sich alle wertgeschätzt und ermutigt? Feller führt Schüler-Feedback ein

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45 Kommentare
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Klabautermann
3 Tage zuvor

“Die GEW mahnt allerdings: Ein solches Instrument dürfe in einem ohnehin stark belasteten System nicht zu zusätzlichem Druck für Lehrkräfte führen.”

Es kommt wie so oft drauf an! Was wird gefragt und wie wird es gefragt. Bekanntlich schneiden sonst strengere Lehrer eher schlechter ab als laschere, aber die strengeren sind nicht automatisch die schlechteren. Auch da kommt es drauf an, wobei sie streng sie und wie sich das äußert…

Fräulein Rottenmeier
3 Tage zuvor
Antwortet  Klabautermann

Wir wissen es morgen, denn dann geht die Plattform online….

Ich bin auch auf die Fragen gespannt und ob sie sich erheblich von dem unterscheiden, was wir in einer ebenfalls anonymen Edkimo Umfrage zum Schul- und Klassenklima zweimal im Jahr abfragen…..
Was schade ist, dass in der GS nur eine Abfrage ab Klasse 3 stattfindet….offenbar hat man sich nicht zugetraut auch kindgerechtere Fragen zu stellen…..

Hihimanu
3 Tage zuvor

Ich finde es in Ordnung, dass die ganz Kleinen noch nicht mitmachen. Sowieso beurteilen kleinere Kinder nur nach “nett” und “nicht nett” oder “macht Spaß” oder “macht keinen Spaß”.

(Macht uns alles, was im auf Arbeit tun sollen, Spaß?!)

Fräulein Rottenmeier
2 Tage zuvor
Antwortet  Hihimanu

Da unterschätzen Sie kleine Kinder….

dickebank
3 Tage zuvor

MSB bzw. Landesregierung und online – mehr als eine Beta-Version ist da auch nicht zu erwarten. Und vor allem wenn mehr als drei Sus je Schule ihre Bewertungen absetzen, dürfte die Server-Kapazität an ihre Auslastung kommen.

Fräulein Rottenmeier
2 Tage zuvor

Hab sie mir heute angeschaut…..sehen aus wie unsere Items….
https://www.schuelerfeedback-nrw.de/de_DE/fragebogen/voransicht/FRJBJNSN.html
Ich frage mich nur, wer sonst alles reinsieht….so von oben betrachtet….

Rainer Zufall
20 Stunden zuvor

Danke für den Link.

“In unserer Schule findet es niemand schlimm, wenn man einen Fehler macht.”
Ob das die richtige Formukierung zur Fehlerkultur ist?

Marie
15 Stunden zuvor

In welcher Schule wird denn irgendjemand ankreuzen, ALLE würden sich immer an die Regeln halten?

Rainer Zufall
2 Tage zuvor
Antwortet  Klabautermann

Da wären wohl Fragen angemessen, ob sich die Lehrkräfte transparent und gerecht verhalten, nicht nach der Strenge – das würde andere Bereiche betreffen

Realist
3 Tage zuvor

“Bei der Befragung gehe es um das Zwischenmenschliche, nicht um den Zustand der Schul-Toiletten oder um zugige Fenster, erklärte Feller. «Dass die Toiletten so sind, wie sie sind, das sehe ich auf Anhieb. Da muss ich die Schüler nicht erst fragen.»”

So eine Umfrage und die entsprechenden “Maßnahmen” sind ja auch kostenlos. Bei den Toiletten müsste man ja Handwerker beauftragen, so für ca. 100€ pro Stunde plus Material. Da hat die Ministerin ja Glück, dass sie das nichts angeht (da Aufgabe der Kommunen)…

Mannkannesnichtfassen
3 Tage zuvor

An eine Befragung zur Zufriedenheit der Lehrkräfte traut man sich nicht ran, was?

Realist
3 Tage zuvor

Wäre ja auch schwierig umzusetzen:

“Wie zufrieden sind Sie auf einer Skala von -1 bis -10?”

Lera
3 Tage zuvor

Nur in aggregierter Form – zusammenrühren bis zur Unkenntlichkeit.

Und die Items sind dabei natürlich „wohlüberlegt“.

Mit einzelnen Lehrern sprechen wird ohnehin auffällig vermieden – das könnte man doch auch regelmäßig hier machen. Jede Woche ein anderer.

Wäre sicher spannender und nicht so glattgebügelt wie der 1000. Aufguss der Verbands-Pressemitteilung.

They don’t speak for us. Sollte man mitgekriegt haben.

Ulla
2 Tage zuvor

Es gibt seit Jahren die COPSOQ-Umfrage für Lehrer. Aber danach ändert sich grundsätzlich nichts.

Fräulein Rottenmeier
2 Tage zuvor

Tja, darum geht es hier auch nicht…..Schade die 36 upvotes….

Fräulein Rottenmeier
2 Tage zuvor

Dann nehmenSie doch bitte bei der Copsoq Abfrage teil…..da werden Lehrer gefragt….

Lera
1 Tag zuvor

Ich frage Sie als Fan von Copsocks:

Was ist über bisherige Ergebnisse bekannt?

dickebank
1 Tag zuvor
Antwortet  Lera

Still ruht der See
Heinrich Pfeil

“Still ruht der See! Die Vöglein schlafen,
ein Flüstern nur, du hörst es kaum!
Der Abend naht, nun senkt sich nieder
auf die Natur ein süßer Traum!
Still ruht der See! Durch das Gezweige
der heil’ge Odem Gottes weht;
die Blümlein an dem Seegestade,
sie sprechen fromm ihr Nachtgebet.
Still ruht der See! Vom Himmelsdome
die Sterne friedsam niedersehn.
Oh Menschenherz, gib dich zufrieden,
auch du, auch du wirst schlafen gehn!”

Fräulein Rottenmeier
1 Tag zuvor
Antwortet  Lera

Ich habe seit Jahren nicht mehr an der Umfrage teilgenommen und auch meine Kolleginnen nicht….also ein Fan bin ich bestimmt…..zumal ich nicht auch noch gezwungen werden möchte, über eine Auswertung nachzubrüten und noch mehr Zeit zu investieren in pädagogische Tage, die mich entlasten sollen…..ahhh, neeeee

Anne
1 Tag zuvor

Mmh, bei uns fiel wieder der „schöne“ Satz der SL, man müsse natürlich nicht teilnehmen, aber gewünscht wäre es schon. Die Auswertung würde ich tatsächlich gern mal sehen, denn wenn ich mich so mit einigen Kollegen unterhalte, kam da die SL nicht wirklich gut weg.

Ulrike
1 Tag zuvor

Die Copsoq-Umfrage ist ein Witz. an unserer Schule ergab diese Umfrage ein sehr problematisches Verhältnis vieler Lehrkräfte zur Schulleitung.
Als Konsequenz daraus wurde eine weitere Umfrage gestartet. Die Box mit den Antwortbögen der Lehrkräfte stand im Rektorat, man musste seinen Fragebogen dort einwerfen.
Noch Fragen???

Fräulein Rottenmeier
1 Tag zuvor
Antwortet  Ulrike

Ich wollte auch nur sagen, dass das Thema sich hier um das Schulklima dreht und wie Kinder es bewerten……und das es keine Umfrage für Kollegen ist…..die können, wenn sie scharf auf eine Umfrage sind eben an Z.B. Copsoq teilnehmen….ich wollte Copsoq nicht bewerben…..neee, echt nicht….

Ulrike
1 Tag zuvor

Es nützt aber nichts, eine Umfrage als Möglichkeit zu empfehlen, die offensichtlich sinnfrei ist und lediglich Alibifunktion hat.
Da halte ich es für zielführender, ein Feedback einzufordern, welches auch zu Änderungen führen kann. Denn die bräuchten wir alle dringend!!!

Sporack
3 Tage zuvor

Kommentar eines Kindes, dass Nachrichten im Bus hörte:

“Wie soll man sich in der Schule wohl fühlen, wenn dauernd Sport-Unterricht ausfällt…”

unverzagte
3 Tage zuvor
Antwortet  Sporack

Yeih, sag ich ja…Sportunterricht gleicht all das Unwohlige anderer Fächer aus 🙂

Hysterican
3 Tage zuvor
Antwortet  unverzagte

Oh, da habe ich eine Reihe von Schülerinnen, die das ganz anders sehen … und bei jeder sich bietenden Gelegenheit diesem ausgleichenden Bewegungsangebot fern bleiben.

unverzagte
2 Tage zuvor
Antwortet  Hysterican

So unterschiedlich wie Wahrnehmungen sind Vorlieben, wer hätte das gedacht?

dickebank
2 Tage zuvor
Antwortet  Hysterican

Die Folgen der wöchentlich auftretenden Zyklusbeschwerden halt.

Hans Malz
2 Tage zuvor
Antwortet  dickebank

In der Schule gibt es halt lauter medizinische Wunder.

dickebank
2 Tage zuvor
Antwortet  Hans Malz

Wunder gibt es immer wieder …

Meiomei
3 Tage zuvor
Antwortet  Sporack

Ich kenne auch Schüler, die jubeln, wenn der Sport-Unterricht ausfällt. Die fühlen sich unwohl, wenn sie in Unterixht wollen.

Palim
3 Tage zuvor

Alle Schulen erhalten erstmals ein sogenanntes kompaktes Schuldatenblatt, das auf 20 bis 30 Seiten alle relevanten Fakten zur Qualitätsentwicklung von Schule und Unterricht übersichtlich zusammenfasst.“

Ach, fein, darauf ist bestimmt auch vermerkt, wie die aktuelle Unterrichtsversorgung ist, wie sie in den vergangenen 12 Monaten war (mindestens quartalsweise) und was die Landesschulbehörde für die nächsten 12 Monate zusagt.
Bei einer Versorgung unter 100% erhält die Schule die Differenz ab sofort als Zuschlag auf die 100%, sodass alles, was wegen der Unterversorgung liegen bleiben musste, aufgeholt werden kann.

Ich finde total gut, dass sich das Land selbst so gut an der Qualitätssicherung beteiligt. Deshalb hat NRW ja auch sofort A13 für alle umgesetzt, die Funktionsträger:innen entsprechend hochgestuft, wie in NDS, und die Arbeitszeiterfassung nach EU-Recht umgehend nach in Kraft treten des Gesetzes umgesetzt.

Deshalb können Lehrkräfte dies in einem Bewertungsportal auch evaluieren und dem Land Rückmeldung geben sowie weitere Vorschläge, wie Schulen noch besser werden können.

Jette
3 Tage zuvor

Schön, und jetzt hätte ich noch gerne ein Feedback-Portal zur Zufriedenheit der Lehrkräfte mit Schulamt und RP!

Rainer Zufall
3 Tage zuvor

“Mit diesem Instrument reagiere ihr Haus auf Studien”
Sind die Fragen zum auch wissenschaftlich gestützt und das Plattform begleitet?
Fände es schon spanend, solange es nicht auf unkonstruktive Resterampe unrealistischer Ideen hinausläuft 😉

dickebank
3 Tage zuvor

“Mein Lehrer ist Kacke, der erklärt immer allen anderen, was sie machen sollen nur mir nicht.”
Einzelkritik von insgesamt 30 SuS am Ende einer Schulstunde – wennse verstehst, was ich meine:)

Opossum
3 Tage zuvor

Warum soll dieser Feedback-Portal anonym sein?
Wenn man schon den Klarnamenpflicht in sozialen Medien bevorzugt, soll es auch bei diesem Portal der Fall sein, wo man nicht garantieren kann, ob die Informationen wahr sind oder Verleumdung.

Romina
2 Tage zuvor

Und wen interessiert’s? Und welche Auswirkungen oder Konsequenzen hat es?
Lasst doch die Schüler denken, sie könnten mit ihrem Feedback was bewirken.
Dann geben sie Ruhe, weil sie meinen, irgendjemand schert sich drum.
Einer Lehrkraft kann doch niemand was. Also: was regt ihr euch auf…

447
2 Tage zuvor
Antwortet  Romina

Richtig, genau damit Verwaltung, Polizei, Lehrkräften “keiner was kann” ist es ein Staatssystem.

Könnte man ändern.

Nur ist dann die andere Seite auch “privatisiert” – das geht für Leute, die Lehrern “so richtig was können” wollen dann in der großen Mehrheit so aus wie in den USA.

Alex
2 Tage zuvor
Antwortet  Romina

Einer Lehrkraft kann doch niemand was.“ Träumen Sie weiter.

Meiomei
2 Tage zuvor
Antwortet  Romina

Sobald das “Feedback” durch ist, werden die ersten Rankings erstellt, Schulleitungen werden Maßnahmen in die Wege leiten (weil sie Aktivität nach oben vorweisen muss) und vieles mehr. Etwas zu tun wird man schon bekommen.

Vielleicht sollten sie sich trotzdem mal anschauen und ihr Eigenbild mit dem Fremdbild abgleichen. Es soll ja doch ab und zu etwas bewirken, wenn man einen Spiegel vorgehalten wird.
Ansonsten habe ich gelernt, dass es meine Entscheidung ist, was ich aus einem Feedback ableite.

Fräulein Rottenmeier
2 Tage zuvor

Schlimm, wie die meisten hier antworten…hier geht es um Schulklima, Klassenklima, wie die Schüler das wahrnehmen….das ist wichtig und richtig…denn ausgerechnet die sollten doch im Zentrum des Handelns stehen…..oder nicht?

447
1 Tag zuvor

Sehe ich (vielleicht schulformbedingt) etwas anders:
Es sollte (Möglichkeitsform, weil ist halt nicht so und wird die nächsten Jahre auch nicht so werden) darum gehen, was sie können und wissen.

Mir ist natürlich klar, dass dies ein völlig unrealistischer Fokus ist und daher denke ich da einfach nicht zu viel drüber nach.

Andyiz
2 Tage zuvor

Ich finde das gut!
Mehr Druck? Es gibt Lehrkräfte die machen absolut nichts, weil man ihnen nichts machen kann…

Das kotzt auch mich als Kollege an, wenn ich diese Klassen übernehmen muss.

blau
17 Stunden zuvor

Manchmal habe ich so große Angst vor der Schule, dass ich lieber zuhause bleiben würde. – Wird nicht erhoben warum?

In der Schule ist es in Ordnung, dass ich so bin, wie ich bin.
– Wird erhoben warum nicht? Der größte soziale Druck kommt von Peers. Das als Lehrer zu ändern, halte ich für extrem schwierig.

Ich habe das Gefühl, ich bin meinen Lehrkräften wichtig.
– bekomm ich dann jetzt mehr Zeit für Beziehungsarbeit?

In der Schule erlebe ich oft, dass ich ausgeschlossen werde.
– wird erhoben von wem? Und wie soll ich sozial aneckende Schüler integrieren, wenn ich in Pausen nicht dabei bin?

konfutse
13 Stunden zuvor

Frage an Frau Feller: Welche Konsequenzen folgen denn aus den Ergebnissen – positive wie negative – von Seiten des KuMis?