BERLIN/DÜSSELDORF. Bundesbildungsministerin Karin Prien schlägt Alarm: Jugendliche würden im Netz immer schneller mit Frauenhass, Gewalt und Extremismus in Berührung kommen, sagt sie. Eine aktuelle Untersuchung aus Nordrhein-Westfalen beschreibt jenes Klima aus Verunsicherung, Vertrauensverlust und politischer Fragilität, in dem solche Radikalisierung gedeihen kann. Demnach ist nur noch jeder zweite Jugendliche mit der Funktionsweise der Demokratie zufrieden. Eine Analyse von News4teachers-Herausgeber Andrej Priboschek.

Bundesbildungsministerin Karin Prien zeichnet ein düsteres Bild. In sozialen Medien, Chatgruppen und auch im Gaming-Bereich würden Kinder und Jugendliche mit extremistischen Botschaften erreicht, emotional manipuliert und in kurzer Zeit radikalisiert. „Das ist ein massives Problem, wie auch Verfassungsschutzberichte zeigen. Wir sprechen hier von ,Spontanradikalisierungen‘, die es in den Bereichen Frauenhass, Rechtsextremismus und Islamismus gibt“, sagte die CDU-Politikerin dem „Focus“.
Mit klassischer politischer Bildung in der Schule komme man „gar nicht hinterher“, so Prien. „Die Akteure sind extrem geschickt darin, Kinder emotional zu manipulieren. Das passiert auch im Gaming-Bereich, in den Chatgruppen. Die Kinder merken gar nicht, was mit ihnen passiert und welche Weltbilder ihnen vermittelt werden.“
Prien äußert sich damit in einer Debatte, die derzeit vor allem um strengere Regeln für soziale Medien kreist. Union und SPD haben sich bereits für Altersgrenzen ausgesprochen, die Ministerin selbst will zunächst die Vorschläge einer Expertenkommission der Bundesregierung abwarten. Eine direkte Reaktion auf den jetzt vorliegenden Demokratiebericht aus Nordrhein-Westfalen ist das nicht. Die Studie liefert aber parallel einen aufschlussreichen Befund zur politischen Verfasstheit junger Menschen – und damit zum Hintergrund von Priens Warnung.
Denn der dritte Demokratiebericht der Landeszentrale für politische Bildung NRW zeigt einen deutlichen Stimmungsumschwung, gerade bei den Jüngeren. Nur noch 47 Prozent der 14- bis 18-Jährigen sind demnach mit der tatsächlichen Funktionsweise der Demokratie zufrieden. Zwei Jahre zuvor waren es noch 77 Prozent. Auch bei den 19- bis 29-Jährigen ging der Wert deutlich zurück, auf 51 Prozent. Die wissenschaftliche Begleitung des Berichts kommt deshalb zu einer Diagnose, die nüchtern klingt – aber bedrohlich ist: „Das Demokratieverständnis wackelt, aber hält.“ Noch.

Zwar bleibt die grundsätzliche Unterstützung der Demokratie hoch. In den Altersgruppen ab 45 Jahren sind jeweils mehr als 90 Prozent davon überzeugt, dass die Demokratie die beste Staatsform ist, bei den 60- bis 74-Jährigen ist die Zustimmung sogar gestiegen. Aber: „In den jüngeren Altersgruppen bis 45 hat die Demokratieunterstützung hingegen deutlich abgenommen“, heißt es im Bericht. Am geringsten ist sie bei den 19- bis 29-Jährigen mit 83 Prozent Zustimmung – ein Minus von zehn Prozentpunkten.
Parallel dazu nehmen auch nicht-demokratische Einstellungen messbar zu. So stimmen 47 Prozent der Befragten insgesamt der Aussage zu, es brauche eine „einzige starke Partei, die den Willen des Volkes insgesamt verkörpere“. 15 Prozent halten eine „Diktatur unter Umständen für die bessere Staatsform“. Zugleich geht das Vertrauen in zentrale Institutionen zurück – nicht nur in politische Akteure, Parteien und Regierungen, sondern auch in Wissenschaft und Polizei. Besonders ausgeprägt sind diese Vertrauensverluste wiederum bei jüngeren Altersgruppen.
Die Autoren führen diese Entwicklung wesentlich auf soziale und ökonomische Faktoren zurück. „Persönliche Sorgen, ein wahrgenommener Mangel an wirtschaftlichen Ressourcen und Chancen sowie diffuse Zukunftsangst nagen am demokratischen Selbstverständnis der Menschen in Nordrhein-Westfalen“, bilanziert Studienleiter Prof. Andreas Blätte.
Der Bericht unterscheidet vor diesem Hintergrund drei Gruppen. 44 Prozent der Bevölkerung werden als „Demokraten“ beschrieben, die das politische System stabil unterstützen. 42 Prozent zählen zu den „fragilen Demokraten“, die der Demokratie zwar grundsätzlich zustimmen, aber zugleich offen für nicht-demokratische Elemente sind. Weitere 8 Prozent gelten als „Antidemokraten“, die zentrale Prinzipien wie den Machtwechsel durch Wahlen ablehnen. Auffällig ist, dass die beiden letztgenannten Gruppen überdurchschnittlich häufig jünger sind und eher über niedrigere Bildungsabschlüsse verfügen.
Besondere Aufmerksamkeit widmet die Studie der politischen Bildung in der Schule. Einerseits geben 73 Prozent der Jugendlichen und jungen Erwachsenen an, im Unterricht viel über die Demokratie gelernt zu haben – ein Wert, der allerdings um sieben Prozentpunkte gesunken ist. Andererseits zeigt sich eine deutliche Lücke bei der Vermittlung von Kompetenzen: Nur 57 Prozent fühlen sich durch die Schule in der Lage, sich selbstständig über Politik zu informieren. Zugleich äußert eine große Mehrheit von 76 Prozent den Wunsch nach mehr politischen Themen im Unterricht.
„Der ausgeprägte Wunsch nach mehr politischer Bildung bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen an allen Schulformen ist eine Chance für die schulische politische Bildung“
Auch dabei gibt es Unterschiede zwischen den Bildungsgruppen. 73 Prozent der Befragten mit Hauptschulhintergrund berichten, dass aktuelle politische Themen im Unterricht nur selten behandelt wurden. Bei Befragten mit mittlerem Abschluss liegt dieser Anteil bei 60 Prozent, bei Personen mit (Fach-)Abitur bei 55 Prozent. Der Bericht sieht darin ein strukturelles Problem: Wenn politische Bildung ausgerechnet diejenigen weniger erreicht, die ohnehin geringere politische Orientierung und geringeres Interesse aufweisen, verstärken sich bestehende Unterschiede.
Gleichzeitig betonen die Autoren, dass gerade hierin eine Chance liege. Die Nachfrage nach mehr politischer Bildung zeige, dass Schulen weiterhin ein zentraler Ort seien, an dem demokratische Kompetenzen vermittelt werden können. Die Autoren sehen darin ausdrücklich „ein ungenutztes Potenzial für politische Bildung im schulischen Kontext“.
Das ist mehr als ein pädagogischer Nebenbefund. Wenn Jugendliche in einem Umfeld aufwachsen, in dem Vertrauen sinkt, Zukunftsangst wächst und demokratische Verfahren zwar abstrakt bejaht, praktisch aber zunehmend skeptisch betrachtet werden, dann entsteht genau jene Leerstelle, in die digitale Radikalisierungsangebote stoßen können. Der Bericht formuliert es vorsichtig, aber deutlich: „Der ausgeprägte Wunsch nach mehr politischer Bildung bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen an allen Schulformen ist eine Chance für die schulische politische Bildung.“
„Diejenigen, die mit ihrer persönlichen Lebenssituation zufrieden sind, sind auch überdurchschnittlich häufig mit den Lebensbedingungen zufrieden“
Die Frage ist, ob die grassierende Unzufriedenheit durch demokratische Politik aufgelöst werden kann – sie ist schließlich kein Wünsch-Dir-Was. Der Bericht verweist in diesem Zusammenhang auf einen engen Zusammenhang zwischen politischer Haltung und persönlicher Lebenslage. „Diejenigen, die mit ihrer persönlichen Lebenssituation zufrieden sind, sind auch überdurchschnittlich häufig mit den Lebensbedingungen in Nordrhein-Westfalen zufrieden.“ Also: mit der politischen Situation.
Umgekehrt gilt: Wer sich im eigenen Leben benachteiligt oder unsicher fühlt, bewertet auch die gesellschaftlichen Verhältnisse deutlich kritischer. Dabei spielen Bildung und empfundene soziale Lage eine zentrale Rolle. Ein höherer Bildungsabschluss geht mit größerer Zufriedenheit und höherer Zustimmung zur Demokratie einher. Auch die subjektive Schichtzugehörigkeit wirkt sich deutlich aus: Während sich 62 Prozent derjenigen, die sich selbst der „Unterschicht“ zurechnen, unzufrieden äußern, sinkt dieser Anteil in höheren sozialen Lagen deutlich.
Heikel wird es, wenn (demokratische) Politik für empfundenes Glück und Unglück im Leben verantwortlich gemacht wird – sie kann schließlich Rahmenbedingungen gestalten, nicht mehr. Studienleiter Blätte warnt deshalb vor einer schleichenden Erosion: Die Demokratie sei nicht akut gefährdet, aber „mittelfristig in Gefahr“. News4teachers / mit Material der dpa
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„Demokratie ist keine Projektwoche“: Was Marina Weisband von Schulen fordert









Und wieder wird über Schulen und Social Media diskutiert, aber um Himmels Willen nicht über die ausschlaggebenden Lebensumstände der Kinder und Jugendlichen. Sie erleben tagtäglich soziale Ausgrenzung und Ungerechtigkeit und gleichzeitig eine Welt in der man nur reich und mächtig genug sein muss, um alles zu dürfen. Fairness? Fehlanzeige. Kein Wunder, wenn sie dann empfänglich werden für Leute, die ihnen erzählen wollen, wie auch sie zu den Gewinnern gehören können.
Die Frage ist nicht, ob Lebensumstände als fair empfunden werden (werden sie im Zweifel nie) – die Frage ist, ob ein autoritäres politisches System bessere Lösungen hervorbringt. Dies lässt sich objektiv und messbar klar beantworten: Nein.
Was glauben Sie, wie unfair es in Putins Russland zugeht?
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Dass ein autoritäres System keine echte Verbesserung bringt ist mir auch klar. Ich bin aber auch kein 14 jähriger Junge, der immer nur eines auf den Deckel bekommt und gleichzeitig sieht, dass die “Gewinner” sich eben an keine Regeln halten müssen. Und dann kommt jemand und bietet einfache Lösungen für komplexe Probleme.
Oder was denken Sie, warum Millionen Deutsche Hitler toll fanden oder Millionen Amerikaner Trump oder auch viele Russen Putin?
Als “fair” empfinden übrigens jene ihre Lebensumstände, denen es gut geht…
Es geht darum, was wir Erwachsenen jungen Menschen vermitteln (ob in der Schule oder zu Hause). Dass sich in Deutschland “Gewinner” nicht an Regeln halten müssen, darüber wissen wir nichts – Gesetze gelten für alle. Das wäre ja schon mal ein Ansatzpunkt. In autoritären Systemen ist das nämlich nicht der Fall.
Es geht aber auch darum, junge Menschen früh Demokratie-Erfahrungen machen zu lassen. Mitbestimmung muss man lernen – dazu gehören Diskussionen, Aushandlungsprozesse, Perspektivwechsel, Kompromisse und auch mal Niederlagen, wenn man partout keine Mehrheit für seine Position findet. Wo machen Schülerinnen und Schüler solche Erfahrungen?
Herzliche Grüße
Die Redaktion
„ Dass sich in Deutschland “Gewinner” nicht an Regeln halten müssen, darüber wissen wir nichts – Gesetze gelten für alle.“
Too big to fail sagt Ihnen aber schon was? Oder die VW-Krise? Oder cum-Ex, wo der Staat die staatlichen Ermittler lange versucht hat, kaltzustellen? Steuerhinterziehung, die nicht mal ansatzweise verfolgt wird?
Dafür dann aber Fälle wie die Kassiererin Barbara Emme, die wegen eines vom Kunden weggeworfenen und von ihr eingelösten Pfandbons im Wert von 1,30€ entlassen wurde, und mehrere deutscheGericht die Korrektheit dieser Entscheidung bestätigt haben, bis das Bundesarbeitsgericht dem einen Riegel vorgeschoben hat. Wenn die Frau nicht einen taffen Rechtsanwalt und das Durchhaltevermögen gehabt hätte, das bis zur letztinstanzlichen Entscheidung durchzuziehen, wäre es ihr wie einer Verkäuferin ergangen, die wegen eines von ihr ohne Bezahlung verzehrten Stück Bienenstichs entlassen worden. Zu Recht, wie ein deutsches Gericht abschließend urteilte.
Da kann man durchaus das Gefühl bekommen: die Kleinen hängt man, die Großen lässt man laufen…
“Da kann man durchaus das Gefühl bekommen: die Kleinen hängt man, die Großen lässt man laufen…”
Wir muten Ihnen jetzt eine schreckliche Wahrheit zu: Demokratie und Rechtsstaat garantieren keine perfekte Welt, in der alles gerecht und fair zugeht – und in der auch noch alle das GEFÜHL haben, dass alles gerecht und fair zugeht.
Demokratie und Rechtsstaat bieten allerdings als einziges politisches System die Chance, dass Ungerechtigkeiten minimiert werden. In allen anderen politischen Systemen darf man sie ja noch nicht mal ansprechen.
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Dass sich in Deutschland “Gewinner” nicht an Regeln halten müssen, darüber wissen wir nichts – Gesetze gelten für alle.
Das ist aber jetzt schon eine sehr naive Betrachtung…
Ich sach nur “cum-ex”.
Ich bin ja so naiv zu behaupten, dass es früher viel schlimmer war, was das angeht.
Außerdem zeigt die AfD doch auch ständig, dass sie zu den Gewinnern gehört. Die Partei und ihre Leute kommen andauernd “davon” mit irgendwelchen Dingen, die ich höchst fragwürdig und in Teilen kriminell nennen würde. Und trotzdem wählt man die Partei.
Ich denke tatsächlich, dass die Partei nur so viel Erfolg hat, weil die Verblödung unter der Bevölkerung und der Einfluss von Social Media immer mehr zunehmen.
“Dass ein autoritäres System keine echte Verbesserung bringt ist mir auch klar.”
Diese Prämisse ist bereits falsch. Es gab und gibt sehr erfolgreiche Diktaturen, Autokratien oder authoritäre Staaten.
Dubai z.B. ist gerade Influencers Liebling.
Eine unvollständige Aufzählung:
– die Ölstaaten
– Taiwan
– Singapur
– China
– etc.
Auch Putin und Erdogan haben sehr lange für Wohlstandszuwachs und andere Verbesserungen von gewissen Kennziffern gesorgt…haben das dann allerdings auch wieder verspielt.
Die Beispiele sind bezeichnend – verzerrend.
Die Ölstaaten sind Länder, die von der Ausbeutung ihrer Rohstoffe leben (die autoritären Eliten dort mit Abstand am besten). China – hängt in seiner Entwicklung deutlich hinter demokratischen Tigerstaaten wie Japan und Südkorea hinterher. Taiwan ist demokratisch. Singapur eine Halbdemokratie, aber auch ein Stadtstaat mit Sonderstatus.
“Singapur und China sind Beispiele für eine – lange Zeit – erfolgreiche Wirtschaftsentwicklung mit der ‘harten Hand’. Aber für jede Autokratie, die schnell gewachsen ist, gibt es mehr als genug undemokratische Länder, die an der Aufgabe gescheitert sind, Wachstum zu generieren. Hingegen sind die meisten reichen Staaten Demokratien – ausgenommen diejenigen, deren Wohlstand auf Bodenschätzen beruht. Demokratisch regierte Länder investieren mehr in die Ausbildung der Bevölkerung, ins Gesundheitswesen, und sie sind besser darin, für wirtschaftliche Stabilität zu sorgen. Autoritäre Regime dagegen schaffen häufig wirtschaftlich und politisch fragile Systeme. Möglicherweise gibt es sogar eine einfache Erklärung dafür, dass Autokratien als erfolgreich empfunden werden: Autokraten lügen mitunter, wenn es um ihre Wachstumszahlen geht.” Gerne hier nachlesen: https://internationalepolitik.de/de/oekonomische-scheinriesen
Letzteres gilt offenbar auch für China: “Man muss es sich wohl allmählich abgewöhnen, von China als Erfolgsgeschichte zu sprechen. Unter dem Diktat von Xi Jinping ist das Wirtschaftswunder ins Stocken geraten, ja teilweise zum Stillstand gekommen. Leidtragende sind die Jungen und die sozial Schwachen.” Gerne hier nachlesen: https://www.nzz.ch/meinung/chinas-wirtschaftswunder-stockt-verantwortlich-dafuer-ist-xi-jinping-ld.1850198
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Was mich ein bisschen an deutsche Demokratie stört, dass keiner irgendwelche Verantwortung trägt.
Das Land verkauft die Dieselfähre „Missunde III“ und kauft sie viel teurer zurück, weil die neue Solar-E-Fähre nicht fahren kann – keiner ist zuständig.
Teure digitale Funkgeräte im Bundeswehr funktionieren kaum – keine Konsequenzen.
Das Sondervermögen wird zweckentfremdet – wieder keine Folgen. Und das sind die großen Schulden für die nächsten Jahre.
Aber ja, darüber darf man offen reden. Schon ein Vorteil.
In Deutschland machen Verwaltungen womöglich schlechte Deals mit Dieselfähren – und niemand kommt dafür ins Gefängnis, obwohl die Medien kritisch berichten (weil es womöglich gar kein persönliches Verschulden gab).
In Russland shreddert der Staatschef täglich Tausende von jungen Männern sinnlos in einem Fleischwolf namens “Militärische Spezialoperation” – und wird dafür auf allen staatlichen Kanälen abgefeiert.
Das illustriert den Unterschied ganz gut.
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Wozu Gefängnis? Es wäre die gleiche Verantwortung angebracht wie in freier Wirtschaft, nicht mehr.
Dafür gibt es den Rechtsstaat – zeigen Sie an, die Staatsanwaltschaft prüft. Herzliche Grüße Die Redaktion
Die Frage, ob ein autoritäres politisches System bessere Lösungen hervorbringt – diese Frage stellen sich meine Schüler nicht.
Die haben aber bemerkt, dass man mit ausreichend Geld die Welt- und Wirtschaftspolitik nach Gutdünken zum eigenen Vorteil gestalten kann. Das ist inzwischen eine Tatsache, egal wie man politisch dazu steht. Der moralische Kompass, auf dem Humanismus und letzten Endes auch Demokratie beruhen ist verlorengegangen.
90 Jahre in Deutschland zurück und die Frage beantwortet sich von selbst.
Der ist nicht passiv “verloren gegangen”, der wurde Stück für Stück ganz schön aktiv verspielt.
Die Testfrage ist ganz einfach:
Was lebt die Führungselite vor?
Gerade noch gelesen:
Ein VW-Konzernvorstand lobt – als Chef eines quasi staatlich mit-kontrollierten Konzerns obendrein noch, das muss man sich mal vorstellen!- vor Journalisten und Politik die chinesische Art, die Wirtschaft zu führen: Da sei ja “Disziplin” in der Arbeiterschaft usw.
Woher ahne ich nur – so ganz schwach!-, dass er den Umgang der chinesischen Partei mit unfähigen CEOs in China selbst aber AUF SICH ganz sicher nicht angewendet wissen will?! Auf “uns” normale, kleine Lichter aber schon?
Und das, genau sowas, gibt ideologischen Gegenspielern (international wie “domestic”) überhaupt die ***Andockmöglichkeiten*** für deren Propagandaversuche.
Zurücktreten und sich gefälligst bedeckt halten, wenn man Mist gebaut hat?
Schnee von gestern!
Gar Verantwortung übernehmen?
Keinesfalls!
Sich mal mit den X hundert K, der fetten Dauerpension nach kürzesten Arbeitsperioden zufrieden geben ?
Nö, ach iwo! Da muss noch ein dicker Versorgungsposten hinterhergeschoben werden.
Denn: Streng juristisch ist es ja legal.
Und zwar quer durch alle Parteien.
Was erwartet man da anderes, als das solches Verhalten dann “Schule macht”?
Wie oben, so auch unten!
Traurig ist, wenn für mich als z.B. Kapitalismusfan der aktuell glaubwürdigste Politiker ein Vorstand ausgerechnet der Linkspartei ist – da er sein massives Übergehalt zum grössten Teil freiwillig spendet.
“Sie erleben tagtäglich soziale Ausgrenzung und Ungerechtigkeit und gleichzeitig eine Welt in der man nur reich und mächtig genug sein muss, um alles zu dürfen. Fairness? Fehlanzeige.”
Bin da ganz bei Ihnen. Wie viele Lehrkräfte wollen die loswerden, sei es über die irre Idee, die Inklusion zurückdrehen zu können, die irre Idee, wie vor 40 Jahren unterrichten zu können, oder die irre Idee, keinerlei pädagogiche Arbeit leisten zu müssen aber Kinder und Jugendliche wie Straftäter*innen zu behandeln zu können?
“Fairness? Fehlanzeige.”
Indeed
Ironischerweise gründet die Unzufriedenheit der Allermeisten zuvorderst auf den autoritären Elementen der jetzigen Demokratie (Steuern und Abgaben, Regulierungswut, Beschneidung der Meinungsfreiheit), die ja auch durchaus kritikwürdig sind, doch unter einer autoritären Staatsform noch um Größenordnungen schlimmer würden.
“Spontanradikalisierungen”
soso
mir ist langweilig – lass mal spontan radikalisieren…
“Die Kinder merken gar nicht, was mit ihnen passiert und welche Weltbilder ihnen vermittelt werden.”
Jugendliche werden als passive, willenlose Objekte dargestellt, die von “extrem geschickten” Akteuren manipuliert werden. Ihre eigene Urteilsfähigkeit, Medienkompetenz oder soziale Einbettung wird ausgeblendet.
Die eigentliche Ursache – warum junge Menschen empfänglich sind für extremistische Narrative – wird nicht thematisiert. Stattdessen werden die “geschickten” Akteure zum Problem erklärt. Die strukturellen Gründe (soziale Ungleichheit, Zukunftsängste) bleiben draußen.
“Eine direkte Reaktion auf den jetzt vorliegenden Demokratiebericht aus Nordrhein-Westfalen ist das nicht. Die Studie liefert aber parallel einen aufschlussreichen Befund […]”
Der “Autor” will offenbar keine falsche Kausalität suggerieren, schafft sie aber durch die Nebeneinanderstellung.
Der vermittelte Eindruck: Die von Prien beklagte Radikalisierung und die im Bericht gezeigte Demokratieverdrossenheit gehören zusammen – ohne dass belegt wird, ob die eine die andere verursacht oder vice versa.
Der Bericht nennt als Hauptursachen für die Erosion demokratischer Einstellungen “persönliche Sorgen, ein wahrgenommener Mangel an wirtschaftlichen Ressourcen und Chancen sowie diffuse Zukunftsangst” (Studienleiter Blätte). Von Radikalisierung durch Gaming oder soziale Medien ist in dieser zentralen Ursachenanalyse keine Rede. Der Text aber überblendet beides.
Die Autoren des Berichts selbst diagnostizieren: “Das Demokratieverständnis wackelt, aber hält.” Dieser Satz ist im Text enthalten – aber er wird eingerahmt von einer Dramatisierung, die ihn fast als beschwichtigende Fußnote erscheinen lässt.
Wie ist denn die Ost-West-Verteilung bei den 50% mit der Demokratie unzufriedenen Jugendlichen?
Die Studie beleuchtet Nordrhein-Westfalen. Herzliche Grüße Die Redaktion
Okay, wie kommt das?
Hört sich ähnlich dramatisch an wie im Osten, nur dass in NRW ja keine ostsozialisierten diktaturanhimmelnde Eltern ohne Allgemeinbildung ihren schlechten Einfluss auf die Jugend ausüben.
Genau. Wie Sie dem Beitrag entnehmen können, ist der Einfluss der Älteren in NRW offensichtlich demokratieförderlich. Könnte erklären, warum in Ostdeutschland die AfD stärkste Partei ist – im Westen (noch) nicht.
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Es geht um 14-18 Jährige. Wenn die alle jetzt schon wählen dürften, sähe das vielleicht anders aus.
Um Ihren Satz mal umzuformulieren: Trotz des demokratieförderlichen Einfluss der Eltern und geringerer Einflussnahme durch demokratiefeindliche Kräfte im Vergleich zu „Ostdeutschland“ (weil: keine Mehrheit der AfD) sind über 50% der 14-18Jährigen in NRW mit der Funktionsweise der Demokratie unzufrieden.
Mir macht das Angst. Wer jetzt Jugend ist, bestimmt in wenigen Jahren über die Geschicke dieses Landes.
Uns auch. Ist so. Herzliche Grüße Die Redaktion
Siehe die heutige Wahl in RLP und die Altersverteilung der Stimmen.
Woher kommt dann die hohe Stimmenzahl unter den jungen Wählern für die AfD aktuell in RLP?
Die AfD hat sich in RLP mehr als verdoppelt, obwohl irgendwer mal medienwirksam versprach, sie (überall in DE?) zu halbieren?
Aber Sie haben insofern Recht, noch ist die AfD im Westen nicht die stärkste Partei. Aber wenn das mit dem Halbieren so weiter geht …. Mir graut es vor den nächsten Wahlen, nicht nur im Osten.
Ist ja nichts Neues, dass politische Entscheidungsträger Probleme mit Exponentialfunktionen haben…
Land “der Reben und Rüben” eben.
RLP hat nicht umsonst die höchste Truppenplatzdichte bezogen auf de Größe des Landes in Relation zum Bundesgebiet.
Die Regionen, in denen der Hund erfroren ist, sind in RLP recht zahlreich.
Was passiert denn, wenn man die Stimmenanteile der AfD durch 0,5 teilt – so wie versprochen
Wahrscheinlich war das genau so gedacht. 🙂
Wie, Fritze denkt?
Dann hat man das aktuelle Wahlergebnis in RLP.
Meinen Sie, der Merz, Friedrich kann nicht nur keine Exponentialfunktion, sondern auch keine Bruchrechnung?
Aber dafür muss man bei ihm mit allem rechnen.
Im Kreis Minden anders als in der Region Aachen.
Korrekterweise muss es
Kreis Minden-Lübbecke
heißen (bevor ich noch Haue bekomme).
??
Hilft das den Jugendlichen vor Ort irgendwie?
Vielleicht sollte man einmal die Erwartungshaltung überprüfen.
Wer meint, dass es für alle Menschen ein Recht auf permanente Mitbestimmung gibt, weil es zuhause auch so läuft (Kinder und Jugendliche erleben das heutzutage ja viel häufiger, da viele Eltern die Freunde ihrer Kinder sein wollen.), wird natürlich von der realexistierenden Demokratie in Schule und im Land enttäuscht sein.
Ich finde es wichtig Kinder und Jugendliche zu sehen und zu hören, allerdings macht man ihnen etwas vor, wenn man ihnen suggeriert, dass sie (überspitzt formuliert) dieselben Möglichkeiten haben sollten wie gewählte Politiker*innen.
Sind Politiker*innen nicht nur Erwachsene , die einst nur zur Schule gingen und sich wählen ließen?
Konnten die damals, als sie zur Schule gingen, alles mitbestimmen?
Das müssen Sie sie selbst fragen. In den von mir geleiteten Klassen wurde nicht alles, aber viel Wesentliches mitbestimmt und damit sind wir stets bestens gefahren.
Wenn für den neu eingeführten Wirtschaftsunterricht in NRW Geschichtsstunden gekürzt wurden, dann fördert das sicher nicht den nötigen Raum, den Demokratiebildung an unseren Schulen benötigt.
“Heikel wird es, wenn (demokratische) Politik für empfundenes Glück und Unglück im Leben verantwortlich gemacht wird – sie kann schließlich Rahmenbedingungen gestalten, nicht mehr.”
Klimapoltitik, Außenpolitik, Wirtschaftspolitik, Sozialpolitik. Die “(demokratische)Politik” hat die Rahmenbedingungen in den letzten Jahrzenten extrem verschlechtert, außer für die Reichen. Insofern muss man die PolitikerInnen dafür verantwortlich machen. Auch, wenn es hier absichtlich überspitzt formuliert wurde. Mit Formulierungen wie diesen nimmt man sie aus der Verantwortung.
Auch die CDU-Politikerin weist natürlich alle Verantwortung von sich und ihrer Partei. Der Unsinn mit den Computerspielen wird alle Jahre wieder herausgekramt. Früher waren es die “Killerspiele”,in denen die Kinder das töten lernen, heute sind es Chats, wo die Kinder sich “spontan Radikalisieren”. Was für eine dämliche Behauptung btw.: Man wirs ganz spontan Misogyn oder Islamist …ist klar
“Die ‘(demokratische)Politik’ hat die Rahmenbedingungen in den letzten Jahrzenten extrem verschlechtert, außer für die Reichen” – hat sie das? Oder haben ihr schlicht die Weltkrisen der vergangenen Jahre zugesetzt?
Zu glauben, autoritäre Regime würden “Klimapoltitik, Außenpolitik, Wirtschaftspolitik, Sozialpolitik” besser in den Griff kriegen, ist der große Trugschluss. Wie sozial sind Staaten wie Russland, die Türkei, China oder der Iran? Und wie korrupt?
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Finden Sie, dass unsere Regierungen der letzten Wahlperioden sich übermäßig für soziale Gerechtigkeit eingesetzt haben? Finden Sie unser Steuersystem, welches leistungsloses Einkommen kaum, Erwerbseinkommen dagegen rigoros besteuert, fair? Finden Sie es sozial ausgewogen, dass die Vermögenssteuer immer noch ausgesetzt ist?
Finden Sie, dass unsere Regierungen ernsthafte Bemühungen unternommen haben, um der Tatsache, dass in keinem europäischen Land die Vermögen so ungleich verteilt sind wie in Deutschland, entgegenzuwirken?
Ich sehe es auch so, dass die politischen Entscheidungen unserer Regierungen Reiche reicher und Arme ärmer machen. Das hat nichts damit zu tun, dass es demokratisch gewählte Regierungen sind, sondern damit, dass diese demokratisch gewählten Regierungen, die dem gesamten deutschen Volke dienen sollen, aus meiner Sicht zu viel Klientelpolitik betreiben. Ein Friedrich Merz, der sich zum Mittelstand zählt, geht vermutlich davon aus, dass man als Bürgergeldempfänger mindestens 5000€ verdient.
“Ich sehe es auch so, dass die politischen Entscheidungen unserer Regierungen Reiche reicher und Arme ärmer machen. Das hat nichts damit zu tun, dass es demokratisch gewählte Regierungen sind, sondern damit, dass diese demokratisch gewählten Regierungen, die dem gesamten deutschen Volke dienen sollen, aus meiner Sicht zu viel Klientelpolitik betreiben.”
Der Unterschied zu einer Diktatur ist, dass Sie als Bürgerin dies öffentlich kritisieren und unter anderen Menschen dafür werben können, einer von Ihnen favorisierten Politik eine Mehrheit zu geben.
Zum Stichwort: “Klientelpolitik”. Es geht in der Politik immer um Interessen. Ein Euro Steuergeld, der hier ausgegeben wird, kann nicht dort ausgegeben werden – aller gleichermaßen glücklich zu machen, wird niemals funktionieren.
Demokratie heißt nicht: Freibier für alle – es geht um einen friedlichen, auf Kompromissen beruhenden Interessenausgleich, der im Zweifel niemanden jubeln lässt, aber eben auch niemanden komplett vergisst. Um letzteres zu gewährleisten, sind dann auch noch Gerichte da. Übrigens auch ein Vorteil von Demokratie, die untrennbar mit Rechtsstaatlichkeit verbunden sit: Rechte sind einklagbar.
Dass die Vermögen ungleich verteilt sind, scheint in Deutschland die Mehrheit kaum zu jucken – ungleiche Bildungschancen interessieren ja auch kaum. Betrifft ja nicht die eigenen Kinder. Hier gilt es dann eben, für eine ganzheitliche Sicht auf die Gesellschaft zu werben. Sozialer Frieden ist ein Wert, von dem alle etwas haben. Verstehen leider viele nicht. Demokratie heißt dann aber, dafür zu werben.
Herzliche Grüße
Die Redaktion
„Ich schwöre, dass ich meine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden, das Grundgesetz und die Gesetze des Bundes wahren und verteidigen, meine Pflichten gewissenhaft erfüllen und Gerechtigkeit gegen jedermann üben werde. So wahr mir Gott helfe.“
Ich denke, das kennen Sie. Da steht : „dem Wohl des deutschen Volkes“. Da steht nicht: „der Klientel, die mir am meisten spendet und mich wieder wählt“.
Und da finde ich es eben erschreckend, wie deutlich Bundesregierungen, die dem gesamten Volk verpflichtet sind, seit Jahrzehnten Klientelpolitik für die eh schon Reichen machen.
Das erzeugt Unmut, der umso größer wird, je geringer die eigenen Möglichkeiten für sozialen Aufstieg sind, obwohl man arbeitet und macht und tut (gern mal Alleinerziehende fragen). Die jetzigen Wahlverhältnisse (20% AfD in RLP, 18,8% in BW – jeweils drittstärkste Partei, und wie es in den neuen Ländern aussieht, wissen wir ja) kommen ja nicht von ungefähr. (Und ja, ich weiß, AfD und einfache Lösungen und so – aber immer mehr Menschen, ob Ost oder West – laufen denen halt hinterher.)
Was das “Wohl des deutschen Volkes“ sein soll, ist durchaus interpretierbar. Wir wagen auch zu bezweifeln, dass es “Klientelpolitik für die eh schon Reichen” ist, die die meisten Bürger stört – sonst sähen die Ergebnisse für die Linkspartei besser und für die CDU und insbesondere die AfD deutlich schlechter aus.
Es ist eher Sozialpolitik für die Armen, die (bei den vielen Gutverdienern hierzulande) für Empörung sorgt. Siehe Bürgergeld-Debatte.
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Aaahja. Da im Ergebnis der Sozialpolitik die Armen ärmer und die Reichen reicher wurden, war dies wohl eher eine Sozialpolitik für die Reichen, was?
Merz ist halt ein “DOOH NIBOR”, der von den Armen nimmt und es den Reichen gibt.
Wobei er ja ernsthaft glaubt, nur zur Mittelschicht zu gehören, der smarte Millionär…
Obere Mittelschicht, um genau zu sein.
Die meisten AfD Wähler haben leider das Wahlprogramm gar nicht gelesen. Die Alternative ist straight neoliberal mit dem Traum ” Arbeitslosengeld nur auf Niveau von Suppenküchen” Ich hatte schon so viele Diskussionen. Die Antwort ist ” Die sind gegen Ausländer” ( Gegenfrage: Und was hast du davon?”) Und nein, ich wohne nicht in den neuen Bundesländern
Ergänzung: Warum ist in anderen europäischen Ländern ein Tempolimit möglich, warum dort eine Zuckersteuer? Die Mehrheit der Deutschen würde diese Dinge befürworten. Wurde es den Deutschen vernünftig erklärt, warum es bei uns nicht geht?
Der Eindruck von Lobbyismus in der Politik verstärkt sich immer mehr ….
Was erwarten Sie – dass Politiker mit Megafon durch die Straßen laufen, um ihre jeweilige Ablehnung oder Zustimmung der Zuckersteuer lautstark zu erklären? Es gibt auch eine Bringschuld von Bürgern, sich seriös zu informieren, wenn sie ein Thema für wichtig halten.
Es ist schon irre, wie völlig normale demokratische Vorgänge (nämlich Zustimmung und Ablehnung von Vorschlägen) hier genutzt werden, um Demokratie zu diskreditieren. Begründungen werden dort geliefert, wo sie hingehören – in den Parlamenten.
Der Eindruck von geschürter Demokratiefeindlichkeit verstärkt sich immer mehr …
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Ja, mehr Townhallmeetings in der Region, mehr Präsenz in den Wahlkreisen und weniger Talkshows, dann braucht’s kein Megaphon (eben oldschool mit ph, auch wenn’s manchem sauer aufstößt).
PS Der geklammerte Teil enthält einen Wortwitz.
@Redaktion
“Es gibt auch eine Bringschuld von Bürgern, sich seriös zu informieren, wenn sie ein Thema für wichtig halten.”
Problem erkannt … heißt nicht: gebannt.
Ein Politiker, der persönlich in seiner Freizeit mit dem Megafon rumliefe und sich für X einsetzt und X dann auch ***macht***, wenn Y ihm mehr Geld/Macht bringen würde wäre für mich ca. 5278 mal glaubwürdiger.
Wenn das so einfach ist – warum werden Sie dann selbst nicht Politiker? Das ist ja das Schöne an der Demokratie: Jeder, der kritisiert, hat die Chance, es besser zu machen.
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Warum werden Sie nicht Lehrer?
Weil wir, erstens, einen Beruf haben und, zweitens, nicht ständig behaupten, dass Lehrkräfte nichtskönnende Nichtstuer mit dicken Privilegien seien (wie Sie sinngemäß über Politiker*innen).
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Stimmt,,zur Zuckersteuer kann man sich sehr gut informieren, u. a. hier:
https://www.vzbv.de/meldungen/wieso-eine-zuckersteuer-sinnvoll-ist-und-die-cdu-mut-beweisen-sollte
Man findet auch Informationen zur Wirkung der Zuckersteuer in UK und viele andere Artikel pro Zuckersteuer .
Aber ich habe noch keine (wissenschaftliche) Erklärung gefunden, warum es bei uns nicht möglich ist und nicht wenigstens probiert wird. Hätte eine Einführung negative Auswirkungen auf die Bevölkerung oder auf die Wirtschaft? Wenn ja welche? Dazu finde ich nichts, leider. Alle Informationen (Mediziner, Verbraucherschutz…) sprechen für eine Steuer – wäre es dann nicht die Bringschuld der Politik, zu begründen, warum es bei uns nicht geht, in UK aber schon?
Wird ja. Sie müssen die Begründung nur da lesen, wo sie zu finden ist. Hier zum Beispiel: https://wirtschaftsrat.de/de/presse/wr-intern/zuckersteuer-viel-hei%C3%9Fe-luft-wenig-wirkung/
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Hat aber andererseits die Politik, die vom Volk gewählten Vertreter, nicht auch eine Bringschuld? Sollten sie nicht ihren Wählern sachlich und verständlich ihre Entscheidungen erklären? Vor allem dann, wenn immer mehr Zweifel, Fragen und Unverständnis aufkommen? Warum überlässt man das Feld so einfach den Populisten? Sind sie so völlig losgelöst vom realen Leben der Durchschnittsbevölkerung? Interessieren sie sich nur für ihre Wähler, wenn gerade Wahlkampf ist?
https://www.bing.com/videos/riverview/relatedvideo?q=song+v%c3%b6llig+losgel%c3%b6st&&mid=2146F0348E8DF10360A42146F0348E8DF10360A4&FORM=VAMGZC
“Sollten sie nicht ihren Wählern sachlich und verständlich ihre Entscheidungen erklären?”
Tun sie ja. Aber welcher Wähler verfolgt auf Phönix Bundestagsdebatten, um die Erklärungen zu hören? Was sollen Politiker*innen tun – es den Menschen en in die Ohren brüllen?
Populisten haben es leicht. Sie können Lügen und Hetze über die sozialen Medien, millionenfach über die Algorithmen der rechtsextremistischen US-Milliardäre verstärkt, auf jedes Smartphone zaubern. Wer liest sich dagegen denn eine sachliche Begründung dafür durch, warum beispielsweise die Krankenhausreform notwendig und sinnvoll ist (eines von Dutzenden überaus relevanten Gesetzen, die aktuell durch den Bundestag laufen)?
“Sind sie so völlig losgelöst vom realen Leben der Durchschnittsbevölkerung?” Ja, natürlich – kein Normalbürger verhandelt nunmal eine Krankenhausreform oder den EU-Data-Act oder die Konsequenzen einer Mietpreisbremse. So zu tun, als ließe sich Politik für die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt mal eben neben Kuchenbacken oder Ölwechsel erledigen (was Normalos halt so machen) – das ist das Zerrbild, das durch Unbildung entsteht. Und mit dem Populisten wunderbar leben können.
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Nun, den Populismus hat nicht nur die AfD für sich gepachtet: die „Etablierten“ mischen da inzwischen kräftig mit.
„ “Sind sie so völlig losgelöst vom realen Leben der Durchschnittsbevölkerung?” Ja, natürlich – kein Normalbürger verhandelt nunmal eine Krankenhausreform oder den EU-Data-Act oder die Konsequenzen einer Mietpreisbremse.“
Ja, diese Abgehobenheit nehme ich auch zur Kenntnis, und ich finde sie alles andere als „natürlich“.
Es lässt sich leicht über die Schließung von Krankenhäusern debattieren, wenn man selbst eins innerhalb der Rettungsfrist erreichen kann (hier auf dem Land kann diese aufgrund der Entfernungen zu oft bereits jetzt nicht mehr eingehalten werden. Es diskutiert sich leicht über die Leistungen der GKV, wenn man selbst Zugang zu exklusiver medizinischer Versorgung hat. Hier auf dem Land findet man nicht mal mehr einen Hausarzt, der einen aufnimmt, auch nicht im Notfall, die Wartezeiten auf einen dringlichen Facharzttermin liegen bei Monaten.
Es diskutiert sich leicht über eine Mietpreisbremse, wenn man aufgrund seines Einkommens so ziemlich jede Miete zahlen kann.
Es ist an der Zeit, sich mal wieder hin zu den Problemen der Menschen zu bewegen, deren Wohl zu dienen man geschworen hat.
“Es ist an der Zeit, sich mal wieder hin zu den Problemen der Menschen zu bewegen, deren Wohl zu dienen man geschworen hat.”
Doof nur, wenn die Probleme, mit denen die Menschen kommen, gar nicht von der Politik zu verantworten sind. Schönes Beispiel: Ärzte. Es gibt halt nicht genug, die aufs platte Land gehen wollen. Eine naheliegende Lösung: Migration. Migranten werden aber von den Rechtsextremen gejagt, gerade auf dem platten Land, was die Bereitschaft für zugewanderte Ärzte, sich dort niederzulassen, nicht gerade steigert – weshalb die Leute sich weiter über zu wenig Ärzte aufregen können und deshalb verstärkt Rechtsextreme wählen.
Dass die natürlich auch keine Ärzte backen können (und sogar syrische Mediziner aus dem Land jagen wollen), hinterfragt dann niemand. Hauptsache “bei de Leut'”.
Sorry, das ist plumpes Populisten-Gemumpfe, “sich mal wieder hin zu den Problemen der Menschen zu bewegen”. Es gibt viele Probleme in diesem Land und viele Interessengruppen. Und alle Probleme wird die Politik niemals lösen können. Das ist aber eigentlich noch lange kein Grund, rechtsextrem zu wählen. Für immer mehr Menschen aber leider schon. Und das ist (neben dem zum Teil abenteuerlichen Anspruchsdenken) der Kern des Problems.
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Es ist also „abenteuerliches Anspruchsdenken“, dass Politik die Rahmenbedingungen für gelingende Daseinsfürsorge zu schaffen hat?
Okay, dann haben wir sehr unterschiedliche Ansichten zu den Aufgaben von Politik, aber das ist ja legitim.
Das Problem hier bei der Ansiedlung von Ärzten ist übrigens nicht: „wir werden von den Rechten gejagt“, sondern: „Gibt es Kitaplätze und vernünftige Schulen für meine Kinder? Gibt es einen ÖPNV? Gibt es Kulturangebote wie Theater? Gibt es Sportmöglichkeiten? Welche finanziellen Zuschüsse bekomme ich bei der Ansiedlung?“
Und ja, ich bin in der Kommunalpolitik engagiert und weiß daher um die Probleme und auch die Wünsche von Ärzten, die überlegen, hierher zu kommen.
Auch wenn es Ihnen und mir nicht gefällt: offensichtlich wählen immer mehr Menschen extremistische Parteien, weil sie mit der Politik der anderen Parteien unzufrieden sind.
Jetzt kann man weiterhin mit dem Fuß aufstampfen und sagen: „Aber seht Ihr nicht, dass die auch keine Lösungen haben, sondern nur Parolen grölen und unser Land zerstören wollen“. Bringt nur nix, zusehends auch nicht im Westen, der das nun nicht auf eingeübte Diktaturerfahrung schieben kann.
Ich bleibe dabei: wenn jemand aus der Regierung über zu hohe Renten schwadroniert und auf Nachfrage nicht sagen kann, wie hoch die Durchschnittsrente in D ungefähr ist, wenn jemand über Schließung von Krankenhäusern redet, ohne eine Lösung für dann entstehende Rettungswege von mindestens 30 Minuten zu haben (herzlichen Glückwunsch bei Herzinfarkt: das war’s dann für viele), wenn jemand die Leistungen der GKV beschneiden will (Zahnarzt selbst zahlen), ohne zu erklären, aus welchem finanziellen Topf der Durchschnittsverdiener das tun soll: dann ist derjenige nicht glaubwürdig, weil er offensichtlich keine Ahnung von den Lebensverhältnissen der Menschen hat, für die er Politik macht.
“Auch wenn es Ihnen und mir nicht gefällt: offensichtlich wählen immer mehr Menschen extremistische Parteien, weil sie mit der Politik der anderen Parteien unzufrieden sind.”
Wir bezweifeln, dass es dabei um wie auch immer geartete Lösungen geht. Trump-Wähler wählen Trump – nachweislich gegen ihre eigenen Interessen. Arbeiter wählen AfD – obwohl die libertäre Politik für Reiche machen will (folgt man ihrem Programm).
Es geht offensichtlich darum, sich als Teil einer nationalistischen Bewegung (MAGA, Deutschland über alles…) – die das Arschlochsein zelebriert – stark zu fühlen. Das ist eine emotionale Geschichte, der sich auch nur emotional begegnen lässt. Und nicht, in dem man sich über echte Lösungen von realen Probleme Gedanken macht. Komplexe Gedanken (und echte politische Probleme sind immer komplex) interessieren im Social-Media-Zeitalter kaum noch jemanden. Lesenswert: https://www.zeit.de/politik/deutschland/2026-03/landtagswahlen-alternative-fuer-deutschland-ergebnisse-parteipolitik
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Wir sind da völlig einer Meinung: die Wähler extremistischer Parteien wählen diese nicht, weil diese überzeugende Lösungen bieten. Sie wählen diese größtenteils, weil sie diese als Fundamentalopposition der sich inzwischen kaum voneinander unterscheidenden Parteien wie FdP, SPD, Grüne, CDU/CSU (hab ich wen vergessen) wahrnehmen. Das erklärt ach die jeweils kometenhaften Aufstiege von Neuparteien wie seinerzeit den Piraten oder aktuell des BSW.
Die Extremwähler finden sich in den „Altparteien“ (keine Wertung, mir fällt kein passenderer Begriff ein) nicht wieder und wählen dann das Gegenteil – weil die dortigen Vertreter diese Menschen offensichtlich abholen können.
Und wie gesagt: man kann das dämlich finden, die Leute als minderbemittelt bezeichnen, Monchi zitieren: das ändert aber nun mal nichts, solange sich die Altparteien im „weiter so“ gefallen, unser Bundeskanzler als vordringlichstes Problem nichts Besseres zu tun hat als über Krankheitstage herzuziehen , die Bundesregierung den Sozialstaat runterkürzen will (aus meiner Sicht sollte jeder mal drei Monate nur mit Bürgergeld auskommen müssen), Verwaltung, Bildung sowie Daseinsfürsorge durch Gesetzgebung immer mehr ausgehöhlt werden, während Vermögende immer reicher werden: solange wird sich da nicht viel ändern. Und Gesetzgebung ist nun mal politische Arbeit – originärer Job von Politikern.
Ich frag mich schon, warum Politik ihren Job nicht macht: Arbeitszeiterfassung für Lehrer, gesetzeskonforme Ausgestaltung und Wiedereinsetzung der Vermögenssteuer, faire Erbschaftssteuer, um nur drei Punkte zu nennen.
Nach Ihrer Logik müssten die sogenannten Altparteien dann nur die politischen Vorstellungen der AfD-Wähler übernehmen – und gegen Minderheiten mit Hass und Hetze herziehen (wird ja zum Teil auch gemacht). Das führt allerdings zu zwei Problemen: Die Altparteien verlieren auch noch alle Vernunftbegabten. Und die Faschistoiden bekommen sie trotzdem nicht, weil die viel lieber das Original wählen. Gerne mal schauen, was aus den Konservativen zum Beispiel in den Niederlanden, in Frankreich, in Österreich Italien, in Großbritannien oder den USA geworden ist: praktisch nicht mehr existent.
Politik macht ihren Job ja. Nur eben nicht immer so, wie Sie (oder wir) es gerne hätten. Das ist nunmal Demokratie. Beispiel Arbeitszeiterfassung für Lehrkräfte: Wird Milliardensummen kosten. Gefällt Ihnen (und uns) – aber wohl kaum der Bevölkerungsmehrheit, die andersherum gerade sehr viel Sympathien dafür erkennen lässt, vermeintliche Beamtenprivilegien zu kappen. Da macht es nunmal politisch viel Sinn, das – juristisch aufgeworfene – Thema auf die lange Bank zu schieben. Demokratie bedeutet dann, so viel gesellschaftlichen Druck zu erzeugen, dass die Politik nicht mehr daran vorbei kommt.
Herzliche Grüße
Die Redaktion
„ Nach Ihrer Logik müssten die sogenannten Altparteien dann nur die politischen Vorstellungen der AfD-Wähler übernehmen“
Nein, das folgt nicht aus meinen Gedanken.Ich bezweifle auch, dass die Mehrheit der AfD-Wähler überhaupt konkrete politische Vorstellungen oder Ziele hat: denen geht es insbesondere um „anders als jetzt“. Und da die Altparteien eben kaum noch unterscheidbar sind, wählen sie die, die sich als größtmöglicher Gegner darstellen. Ein erster Schritt wäre, sich wieder ein Profil zu geben, welches nicht „Ich will um jeden Preis gewählt werden“ als Markenkern hat, sondern in Politik für Arbeiter (SPD), Liberale und Wirtschaft (FdP) usw. besteht. Und es wäre auch hilfreich, im Wahlkampf ehrlich zu sein.
Ob Arbeitszeiterfassung mir gefällt oder nicht, ist ziemlich irrelevant. Sie ist geltendes Recht und damit umzusetzen, insbesondere von staatlichen Behörden. Wenn selbst der Gesetzgeber Gesetze ignoriert – warum sollte der Normalbürger sich an solche halten?
Aus meiner Sicht erfüllt Politik eben nicht ihren Job, aber das habe ich bereits mehrfach ausgeführt.
Was Beamtenprivilegien betrifft: nun, da angestellte und verbeamtete Lehrer identische Aufgaben zu erledigen haben, ist mir tatsächlich nicht klar, warum es das Beamtentum bei Lehrkräften zwingend braucht. Das ist ein systemischer Widerspruch.
Privilegien wie die Alimentierung von Ehepartner und Kindern sind aus meiner Sicht inzwischen gesellschaftlich überholt, und die Höhe der Pension im Vergleich zur Rente ist durchaus diskussionswürdig. Aber das ist ein anderes Thema.
Mit freundlichen Grüßen,
Mika BB
Natürlich kann die Regierung die Bedingungen schaffen, damit es mehr Ärzte arbeiten. Zum einen – die gerechte Vergeltung, keine pauschale Bezahlung pro Quartal, obwohl der Patient vielleicht dreimal da war. Keine Regressionen aus ausgedachten Gründen. Danach – Unterstützung für Ärzte, die bereit sind, auf dem Land zu arbeiten.
Es stimmt nicht, dass die Situation mit Ärzten, Lehrern, kleinen Unternehmen usw “nicht von der Politik zu verantworten” ist. Schlechte Bedingungen – weniger Menschen bereit unter ihnen zu arbeiten.
Die Regierung hat die Demografie nicht zu verantworten. Die bedeutet nämlich, dass zu wenig junge Menschen da sind, um den Bedarf an Berufsnachwuchs zu decken. Und zu viele alte, die das Gesundheitssystem stark nutzen. Wenn die Decke zu kurz ist, passt sie nunmal nicht. Die Decke wurde aber eben nicht von der Politik gehäkelt, sondern von den Menschen dieses Landes – in ihrer Gesamtheit.
Typischer Fall von “Politik ist alles Schuld, was mir nicht gefällt” – so funktioniert Demokratie nicht. Natürlich kann die Politik sich dafür einsetzen, Lösungen zu finden. Wenn diese Lösungen aber von denen, die nach Lösungen schreien, torpediert werden (Migration) – dann klappt’s halt nicht. Bekommen die ostdeutschen Bundesländer schon jetzt zu spüren.
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Wie Deutsches Ärzteblatt berichtet, “verliert Deutschland jedes Jahr mehr Ärzte ans Ausland, als es durch Zuwanderung gewinnt. Die Abwanderung deutscher Ärztinnen und Ärzte ist vor allem dadurch motiviert, dass in den Zuwanderungsländern ein höheres Gehalt und bessere Arbeitsbedingungen (geregelte Arbeitszeiten, flachere Hierarchien) geboten werden.”
Wer ist dafür zuständig, dass die Bedingungen für Ärzte in Deutschland sich verschlechtern, so dass nicht nur mehr und mehr deutsche Ärzte abwandern, sondern dass auch ausländische Ärzte von anderen Ländern abgeworben werden? Warum “Einige Länder wie Großbritannien oder die skandinavischen Länder versuchen, mit staatlich initiierten, aggressiven Abwerbestrategien dringend benötigte Ärzte ins Land „zu locken“ und Deutschland steuert mit besseren Bedingungen nicht dagegen, sondern macht so, dass “rund 15 % der Behandlungen (ca. 40 Millionen Termine pro Jahr) aufgrund von Budgetierungen nicht von den gesetzlichen Krankenkassen vergütet” werden?
Ja, “Einerseits nimmt der Anteil der älteren Ärzte kontinuierlich zu, und andererseits bleibt der Nachwuchs aus.” Wie kann sich unter solchen Umständen das Land leisten, dass es viel mehr Ärzte auswnadern, als einwandern, und es nur mit Demografie erklären?
Eine gewisse Fluktuation hin und her ist normal. Das Deutsche Ärzteblatt kennt auch keine Zahlen. Fakt aber ist: Es wandern viele von denen, die mal nach Deutschland eingewandert sind – wieder aus. Das betrifft nicht nur Ärzte. Gerne hier nachlesen: https://www.tagesschau.de/wirtschaft/arbeitsmarkt/iab-eingewanderte-auswanderung-100.html
Und das hat Ursachen. “Geflüchtete nennen (..) Diskriminierungserfahrungen als wichtigen Grund.”
Und die hat die Politik auch nicht zu verantworten, die bislang verantwortliche jedenfalls nicht.
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Das Deutsche Ärzteblatt kennt keine genaue Zahlen (außer dass es mehr als 19000 deutsche Ärzte in bestiimten Ländern wohnen), schreibt aber, dass es mehr deutsche Ärzte abwandern, als neue einwandern.
Sie nennen immer Diskriminierungserfahrungen als Grund der Abfahrt der auslandischen Ärzten. Ist es der Hauptgrund? Oder Spielen die Rahmenbedingungen und die Lebenskosten, Bürokratie auch eine Rolle? Wenn für deutsche Ärzte es die Hauptgründe auszuwandern sind, warum sind es keine Hauptgründe für qualifizierte Migranten?
Ich finde, es ist notwendig erstmal zu Hause die Bedingungen für Ärzte (Lehrer, Pflegepersonal usw) gerechter zu machen, so dass sie nicht deswegen auswandern, statt die Löcher mit den Ärzten zu stopfen, die auch unter schlechteren Bedinungen bereit sind, zu arbeiten. Sonst wirkt es als Ausbeutung.
Außerdem ist die Abhängigkeit vom Ausland in Fragen der medizinischen Versorgung recht gefährlich.
Also wenn Politik Integration erschwert, indem sie Integrations- und Sprachkurse streicht, Schulbildung durch fehlende Sprachprogramme erschwert, eine schnelle Arbeitsaufnahme durch merkwürdige, veraltete Gesetze verhindert, dann hat sie durchaus Anteil daran, dass Zuwanderer sich diskriminiert fühlen.
Ja, klar. Rahmenbedingungen halt. Der Rassismus war aber schon vorher da. Gerne hier nachlesen: https://www.news4teachers.de/2026/03/studie-zeigt-verbreiteten-rassismus-neues-nrw-gesetz-rueckt-schulen-und-staatliches-handeln-in-den-fokus/
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Diskriminierungserfahrungen, die in kontinuierlichem Anstieg von Hetze und rechtsextremistischen Terroranschlägen gipfeln…
Warum waren die Geburtenzahlen vor der Wende in der DDR höher als in der BRD – trotz kostenloser “Pille”, trotz Diktatur, trotz sehr liberalem Abtreibungsrecht, trotz hoher Frauen-Erwerbstätigkeit ….?
Weil das gesellschaftliche und kulturelle Leben in der DDR ansonsten so langweilig war (vielleicht).
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Stimmt, wir hatten ja nichts, lebten nur von Luft und Liebe! 🙂 Da schaffte man sich Kinder nur so zum Zeitvertreib an. Na, Sie müssen es ja wissen, Sie waren ja dabei. Auf gar keinen Fall hatte die staatliche Förderung damit zu tun – kann gar nicht sein., weil ?
Staatliche Förderung im Bett? Mag in der DDR funktioniert haben… In Demokratien funktioniert das nachweislich so einfach nicht. Gerne hier nachlesen: https://www.bpb.de/themen/familie/familienpolitik/211417/wirkt-familienpolitik-auf-die-geburtenrate/
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Und ich dachte das mit der Luft und der Liebe hätten wir abschließend bereits geklärt:)
„ Die Regierung hat die Demografie nicht zu verantworten.“
Öhm, doch!
Gute Bedingungen für Familien fördern Nachwuchs. Steueranreize (wie in Frankreich), ausreichend gute Kitaplätze, Vereinbarkeit von Arbeit und Familie: das alles sind durch die Politik zu schaffende Anreize, genug Nachwuchs zu bekommen.
Das ist ein gutes Beispiel dafür, wie die Politik mit Erwartungen überfrachtet wird – Politiker*innen machen keine Kinder (außer ihre eigenen).
Die Geburtenrate lässt sich nicht so einfach steuern. Dafür gibt es zu viele Einflussfaktoren, auch Weltkrisen wie Kriege und Corona. Das ist wissenschaftlich gut belegt. Gerne hier nachlesen: https://www.bpb.de/themen/familie/familienpolitik/211417/wirkt-familienpolitik-auf-die-geburtenrate/
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Wie sich Politik und Wirtschaftspolitik auf die Geburtenzahlen auswirken, konnte man gut am dramatischen Geburtenknick nach der Wende in Ostdeutschland beobachten. Plötzlich mussten Frauen Angst um ihren Job haben. Das kannten wir vorher nicht.
Die Geburtenrate in der DDR sank schon seit 1980 – ist nicht immer alles der Westen schuld. Gerne hier nachschauen: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/554952/umfrage/fertilitaetsrate-in-der-brd-und-ddr/
Herzliche Grüße
Die Redaktion
…war aber immer noch um einiges höher als im Westteil. Der große Rückgang kam nach der Wende!
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/554952/umfrage/fertilitaetsrate-in-der-brd-und-ddr/
Wenn man über den Geburtenknick in der ehemaligen DDR nach der Wende spricht, macht es durchaus Sinn, auch die Zeit nach der Wende zu betrachten. Die Geburtenrate in der Ex-DDR lag 1995 bei 0,84 (zum Vergleich: alte Länder bei 1,34).
Hat auch niemand gesagt, dass „der Westen“ schuld daran war: nee, es war der Fakt, dass plötzlich jeder Dritte arbeitslos war und es eine irrsinnige Unsicherheit gab, wie es weitergeht. Schließung von Betrieben, Rückgabe vor Entschädigung, Erwerbsbiographien und Ausbildungen massenhaft entwertet.
Und das zeigt deutlich, welchen Einfluss Politik auf das Gebärverhalten hat.
Wenn man annimmt, dass “die Politik” alles lösen kann – klar, dann ist sie auch für das Gebärverhalten zuständig. Die Wahrheit ist doch eher, dass der Zusammenbruch der DDR-Wirtschaft ursächlich für die Probleme war, die dann in der Wendezeit und danach auftraten, nicht “die Politik” (was nicht heißt, dass keine politischen Fehler gemacht wurden).
Die Erwartung, dass das Leben friktionslos und frei von Krisen stattzufinden und “die Politik” das gefälligst zu garantieren hat, führt doch arg in die Irre. Schlimmstenfalls hin zu Rattenfängern, die ebendas versprechen – aber natürlich nicht halten können.
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Quelle für meine Daten:
https://www.sozialpolitik-aktuell.de/files/sozialpolitik-aktuell/_Politikfelder/Bevoelkerung/Datensammlung/PDF-Dateien/abbVII1a.pdf
Siehe potschemutschka, siehe Frankreich mit seiner Steuerpolitik.
Aus Ihrem Artikel:
„ Die OECD-Länder mit höheren Geburtenraten haben aber nicht nur bessere Kinderbetreuungsmöglichkeiten, sondern auch eine stärkere kulturelle und institutionelle Verankerung der Gleichstellung von Mann und Frau (vgl. McDonald 2002, Hoem 2008, Bujard 2011). Zudem spielt die ökonomische Lage eine Rolle, da sich etwa Arbeitslosigkeit negativ auf die Geburtenrate auswirkt.“
Alles, was dort beschrieben wird, ist klassisches Aufgabenfeld der Politik.
Mit freundlichen Grüßen,
Mika BB
Im Vorspann des Artikels (Hervorhebungen von uns): “Der Politikwissenschaftler zeigt, dass Familienpolitik langfristig die Geburtenentwicklung beeinflussen kann. Jedoch sind der kulturelle Kontext und das Zusammenspiel mehrerer Maßnahmen entscheidend. Daher lässt sich die Geburtenrate nicht steuern.”
Einfluss = Rahmenbedingungen. Die Entscheidung für oder gegen Kinder treffen aber immer noch die Menschen selbst.
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Das Zirkeldenken im Endstadium:
Das “eigentliche Problem” ist das “abenteuerliche Anspruchsdenken” sowie das falsche Wahlverhalten der Bürger.
Berthold B. live und in Farbe:
Muss sich die Politik wohl ein neues “Volk” suchen.
Oder “das Volk” wählt sich eine Regierung, die Glückseligkeit für alle (außer Migranten) verspricht und dabei so viele Probleme schafft, dass “das Volk” sich nach einer unfähigen/langweiligen/elitären/konstruktiven/erwachsenen Regierung zurücksehnt – siehe USA, siehe Ungarn, siehe Polen, siehe Großbritannien, siehe Niederlande etc.
Dumm nur, wenn die Rattenfänger das System dann für sich so umgebaut haben, dass ein Zurück so einfach nicht mehr geht.
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Oder nur nach einem anderen Politikstil?
Klar, Krawall ist immer interessanter – und wird dann noch von den Tech-Oligarchen, die davon wunderbar leben, auf jedes Smartphone gezaubert.
Wer gerne Politik als Wrestling-Show inszeniert haben möchte, hat mit Trump und Co. eine Menge Spaß. Wer von seriöser, langweiliger, nachhaltiger Politik abhängig ist (Wirtschaft, Bildungssystem, Umwelt, Justiz etc.) – weniger.
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Anwesenheitsquoten: Manche Berliner Senatsmitglieder fehlen regelmäßig
Interessant zu lesen, wie Franziska Giffey, Ihre hervorragende Präsenz (92% Spitzenreiter unter den Senatsmitgliedern) begründet.
Freie Fahrt für freie Bürger
Netter Strohmann – hat das irgendwer behauptet?
Externe, zur BRD diametral entgegengesetze Systeme werden halt attraktiv(er), wenn die eigene Systemleistung eher schlechter wird.
Ganz banales Beispiel:
Treibstoffpreise, Energiepreise.
Können mir (ehrlich gesagt) total egal sein.
Sind ja nur “Rahmenbedingungen”, gelle?
Joa mei, wie können dass diese Falschdenkbürger nur nicht verstehen, dass dies nur “Rahmenbedingungen” sind ?
Und Lebensmittel.
Und Miete.
Und Kaufkraft.
Und Infrastruktur.
Und Schulen.
Und Arzttermine.
Alles “Rahmenbedingungen”, Geringverdienerbürger sei gefälligst ruhig und hypnotisier Dich glücklich, da kann Politik und Wirtschaft ja nix für?
Seriously?
Wenn Politik und wirtschaftliche Führungselite…
– da überall “nix für kann”
– das alles quasi überpolitische Spontanereignisse aus dem Zauberwald sind – die ganz plötzlich magisch übers schlafende Ländle hereinbrechen
– und für deren Bearbeitung man NIEMALS, KEINESFALLS Leute verantwortlich machen darf, die Titel und Bezahlung wie “Kanzler”, “Wirtschaftsministerin” usw. führen
…wofür dann den ganzen Budenzauber?
Wofür sind diese Leute dann in diesen Positionen?
Meiner Meinung nach verläuft der Konflikt nicht zwischen Autoritär oder Demokratisch, sondern zwischen den verschiedenen Ausprägungen der gelebten Demokratie. Ein Beispiel ist der sehr unterschiedliche Umgang mit der Irankrise in Europa. Alle sind demokratisch, dennoch gibt es verschiedene Wege. Demokratie ist nicht das, was den Status Quo erhält. Man darf in Alternativen denken oder welche suchen und Politik hinterfragen. Man kann auch selbst Parteien gründen oder Bewegungen oder zumindest eine Petition auf einer Plattform.
Ich bin noch so geprägt worden, mittlerweile scheint alles “alternativlos” zu sein.
Wo ist denn “alles alternativlos”? Von linksextrem bis rechtsradikal steht in Deutschland alles auf dem Wahlzettel. Es gibt aber schon Positionen, die vernünftiger sind als andere.
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Ich meinte die Entscheidungen der Regierung. Im Moment haben wir in Europa drei verschiedene Wege, mit der Irankrise und der Energieteuerung umzugehen. In Frankreich in den Medien wird das heißt diskutiert, in Deutschland ist Sendepause. Mir kommen viele Bürger resigniert vor. Sie glauben oft auch gar nicht, dass sie etwas wirklich ändern könnten. Und das macht eben anfällig für Radikalisierung und Populismus ” Oh, die tun was”
Bitte mich richtig verstehen: Ich möchte die Ursache für diese Einstellungen eben nicht nur in den Jugendlichen und ihren Familien suchen. Sondern die Regierenden haben durchaus einen Anteil. Sollten sie sich nicht sagen: Wir wollen eine lebendige Demokratie, wir wollen Diskussion, wie erreichen wir die Bürger?
In Frankreich ist der Front National in Umfragen stärkste Partei (dessen Vorsitzende gerade wegen Veruntreuung von EU-Geld vor Gericht sitzt) – ist das so vorbildlich?
Fakt ist: Alle Demokratien, ob Frankreich, Großbritannien, die USA, Österreich oder Japan, stehen gewaltig unter Druck, weil sie von Links- und vor allem Rechtspopulisten bedrängt werden. Überall das gleiche Muster. Alle unfähig?
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Ja, richtig. Wo ich lebe, gibt es auch so welche wie VOX. Eine lebendige Demokratie bedeutet doch nicht, dass nie und nimmer eine rechte oder linke Partei mit an die Regierung kommen kann.
Eltern fühlen sich im Schulausschuss „abgebügelt“
Begeistert man so Eltern und deren Kinder für Demokratie? Das Hauptproblem scheint wohl oft auch die fehlende bzw. schlechte Kommunikation und Transparenz von Entscheidungen (zwischen “Denen da oben” und “Denen da unten”) zu sein. Es kommt immer “gut” an, wenn die Bürger um ihre Meinung befragt werden und man dann, ohne richtig begründen zu können oder zu wollen, diese Meinungen abbügelt/ignoriert. Das habe ich leider in den letzten Jahren oft selbst erlebt. Irgendwann fühlen sich die Menschen da unten sclicht verar…t/ nicht Ernst genommen.
Gutes Beispiel, wie Delegitimation demokratischer Prozesse funktioniert. Irgendwer pickt irgendeinen Artikel heraus, in dem sich jemand ungerecht behandelt fühlt – und schon ist die Demokratie scheiße.
Demokratie heißt nicht: Alle sind jederzeit zufrieden. Demokratie heißt auch, die Spielregeln zu beachten. In dem geschilderten Fall “ging es darum, dass Eltern aus den Grundschulen mit den gestiegenen Preisen fürs Mittagessen nicht einverstanden sind”. Ja, nun? Eltern treten mit einer Forderung an die Politik heran. Die Politik muss entscheiden. Da keine Kommune Geld im Keller herumliegen hat, müsste sie irgendwem etwas wegnehmen, um die Ansprüche zu befriedigen (wem denn – dem örtlichen Kindergarten?). Die gewählten Volksvertreter haben das abgelehnt (und damit getan, wofür sie gewählt wurden: zu entscheiden). Daran gibt es dann Kritik.
Der Knackpunkt ist: Das ist völlig normal – und Teil des demokratischen Aushandlungsprozesses. “Irgendwann fühlen sich die Menschen da unten sclicht verar…t/ nicht Ernst genommen.” Nur dann, wenn man – wie Sie – so tut, als würde es nicht zur Demokratie gehören, mit seinen Interessen an einer Mehrheit auch scheitern zu können.
Es ging hier nicht um “die Bürger” vs. eine imaginierte Elite – es ging lediglich um eine Interessengruppe (hier: Eltern von Grundschulkindern), die halt kein extra Geld bekommen hat. Ja und? Sie kann nun alle demokratischen Mittel nutzen, um die Entscheidung zu ändern: Demonstrationen, Protestschreiben, Kampagnen auf Sozialen Medien, möglicherweise auch eine Klage vor Gericht. Aber auch dabei gilt dann: Scheitern ist möglich. Es gibt in einer Demokratie nunmal kein Recht darauf, seine Interessen durchzusetzen. Das ist Spielregel Nummer eins.
Herzliche Grüße
Die Redaktion
“… sich irgendeinen Artikel herauspicken ….” – Kennen Sie das Sprichwort: “Kleinvieh macht auch Mist.” oder auch “Steter Tropfen höhlt den Stein.” ?
Es sind die vielen kleinen, alltäglichen “Missverständnisse”, Intransparenz (fehlende sachliche Erklärungen) … Die Mehrheit der Menschen ist nicht so doof, wie viele “da oben” glauben. Man würde die meisten auch bei unpopulären Entscheidungen erreichen, wenn diese vernünftig und nachvollziehbar erklärt werden würden, anstatt die Bürger “abzubügeln” und als dumm und demokratiefeindlich hinzustellen. Das erzeugt bei einigen(mir scheint, bei immer mehr) dann leider eine Trotzhaltung. Das ist wie bei Kindern, erklärt man ihnen bestimmte Dinge verständlich, akzeptieren sie diese auch viel eher. Mit” ISSO!” und “Basta!” erreicht man meist das Gegenteil.
“Die Mehrheit der Menschen ist nicht so doof” – nein, aber sie wird tagtäglich von Demokratieverächtern in sozialen Medien bearbeitet. Und so etwas kommt dann dabei heraus: https://www.news4teachers.de/2026/03/zustimmung-zur-real-existierenden-demokratie-bricht-bei-jungen-menschen-ein-raum-fuer-radikalisierungen/
Dass politische Entscheidungen besser erklärt werden müssen – geschenkt, ist so. Aber wer hört denn heutzutage tatsächlich noch hin?
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Dann sollten die “Demokratie- Verfechter” sich mehr Gehör verschaffen! Oder haben die aufgegeben?
Sie zählen sich ja offensichtlich nicht dazu. Ist (ein kleiner) Teil des Problems. Herzliche Grüße Die Redaktion
Ach, Sie kennen mich? 🙂
Sie sprechen von Demokratie-Verfechtern in der dritten Person – also zählen Sie sich nicht dazu.
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Wieso, kommen Sie zu der Überzeugung, dass ich mich in dieser Formulierung nicht zugehörig fühle? Darf ich dann auch nicht schreiben: Die Deutschen sollten, Lehrer sollten… Frauen sollten …? Da scheinen meine D-Kenntnisse doch mangelhaft zu sein. Ich bitte um Erklärung!
Was sollen wir denn erklären – den sprachlichen Unterschied von “sie” und “wir”?
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Tja, da sieht man wieder, dass die Mengenlehre schon ihre Berechtigung hatte. “Die Demokratieverfechter” schließt ja nur Demokratiefeinde aus. Insofern verstehe ich den Unterschied von “sie” und “wir” nicht, fa fehlt mir das sprachliche Feingefühl.
“Die Demokratieverfechter” sollte alle einschließen, die für diesen Staat arbeiten und gearbeitet haben.
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Und wäscht die Redaktion sie auch?
Viele kennen das doch vom morgendlichen Blick in den Spiegel im Bad.
“Ich kenn dich zwar nicht, ich wasch dich aber trotzdem”
Zumindest versuchen sie öfter, mir den Pelz zu waschen. 🙂
Sie kennen doch die Devise “wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass”.
Kenne ich. Passt hier aber nicht.
Sich nicht “nass machen lassen” soll ja nicht heißen, dass es Ihnen egal sein kann, sondern dass Sie sich nicht von der Redaktion den Schneid abkaufen lassen sollen. Deshalb verweisen Sie ja auch auf Ihr dickes Fell.
Ist aber nicht so einfach, sich nicht den Schneid abkaufen zu lassen, wenn man gegen einen großen Papierkorb ankämpfen muss.
PS.: Ich habe ein ziemlich dickes Fell!
Witzig, ich dachte, Sie geraten jedes Mal in Panik und verfallen in Funkstille, wenn Ihre Meinung zu Russlands Angriffskrieg auf die Ukraine und das Töten der ukrainischen Zivilist*innen gefragt wird…
Da werden im Herzen wohl keine eigene Meingung, kein Mitgefühl, keine Moral erlaubt – wenn dies in Russland nicht vorher befohlen wurde…
Sie schrieben selbst ins Forum, die Gedanken seien frei. Welch Abgründe sich da in Ihnen offenbar auftuen, dass Sie diese nicht in einem anonymen Internetforum auszuschreiben wagen….
Zum Glück haben Sie keinen Kontakt mehr zu Kindern 🙁
… und schon wieder … Täglich grüßt das Murmeltier”
Wenn Sie tatsächlich, wie Sie vorgeben, meine Kommentare hier seit Jahren gelesen und verstanden hätten – würden Sie meine Meinung zu Putin und dem Ukraine-Krieg längst kennen (ebenso zu Rassismus, AfD, Migration und vielen anderen aktuellen Themen) und nicht immer wieder stumpfsinnig versuchen, mich hier im Forum zu diskreditieren!
Woran liegt es, dass Sie es trotzdem immer wieder versuchen? Wollen Sie damit likes für sich generieren, oder Ihren Hass auf ost-sozialisierte Menschen loswerden? Oder nehmen Sie mir Übel, dass ich Ihre fachlichen Schwächen als (angeblicher?) Sonderpädagoge offen legte?
Tut mir leid für Sie, aber Sie schaffen es nicht, mich zum Schweigen zu bringen, schon gar nicht mit plumpen Provokationen
.Karat – Mich zwingt keiner auf die Knie 2015
Und Sie schon mal gleich gar nicht!
Diese sturen Ostweiber aber auch! 😉
Sagt mein Gatte auch öfter (obwohl oder weil selbst Ossi?) 🙂
“würden Sie meine Meinung zu Putin und dem Ukraine-Krieg längst kennen”
Oh, ich kenne und kritisiere diese seit Langem, aber Sie SCHRIEBEN diese nie – hier scheinen Sie nch genug Verständnis augzubringen, wie es Sie aussehen lassen würde.
Habe auch einen Link für Sie.
https://www.youtube.com/watch/u1do1XLyBpw?utm_source=app_share
Sie haben KEINEN einzigen Post von sich auf den Sie verweisen können, da bin ich sicher.
Dafür, dass Sie, von anderen Foristen auch ebenfalls immer wieder festgestellt, große Probleme haben, längere Texte sinnerfassend zu lesen und Zusammenhänge zu verstehen, dafür, dass Sie in einer sehr kleinen Blase gefangen zu sein scheinen und nur über sehr geringe Menschenkenntnis und Lebenserfahrung (außerhalb dieser Blase) verfügen … kann ich nun leider wirklich nichts. Wischen Sie sich den Schaum vom Mund und suchen Sie sich ein
anderes Opfer für Ihre haltlosen Unterstellungen!
“…Oh, ich kenne und kritisiere diese seit Langem,…” –
= “krankhafte Fantasien” eines Dummschwätzers!
Ruhig bleiben.
Verlinken Sie doch einfach einen Kommentar von sich, wo Sie sich zur Putins Angriffen auf die ukrainischen Zivilbevölkerung äußerten.
Oder – noch einfacher – schreiben Sie diese nochmal kurz. Sie taten dies angeblich ja schon oft und ich verspreche Ihnen, DANN halte ich wirklich (!) die Klappe.
Das Problem ist doch, dass die Entscheidungsgremien mit Parteienvertretern besetzt sind, die unterschiedliche parteipolitische Interessen vertreten, aber Realpoltik betreiben müssen. Entweder sie schieben die Entscheidung auf die Bank oder finden einen halbherzigen Kompromiss, den sie mit viel Knete zukleistern. Problem, sie haben keine mehr und stehen nackt da.
Im übrigen ha es Gründe, warum Parteilose oder Politiker, die sich von der jeweiligen Parteilinie absetzen, mehrheitlich gewählt werden.
Dass Seiteneinsteiger*innen nicht automatisch bessere Poltiker*innen sind kann man an der Bundeswirtschaftsministerin und am Kulturstaatsminister im Bundeskanzleramt sehen, ebenso wie am BK, der als Wirtschaftsjurist ein Praktikum als Chef der Exekutive macht.
“Die Mehrheit der Menschen ist nicht so doof, wie viele “da oben” glauben.”
Eben, darum müssen Menschen wie Sie, ed and friends ständig und ausdauernd untergraben, täuschen und lügen ^^
“Mit” ISSO!” und “Basta!” erreicht man meist das Gegenteil.”
Hat bei Ihnen volle Möhre funktioniert, wahrscheinlich sogar bis noch ins Grab werden Sie sich als DDR-Bügerin verstehen
Der ist ja immer noch zu lesen. Ich hatte bereits mehrmals im Entfernung gebeten. Danke fürs Erledigen!
??? Wen oder was meinen Sie?
Ja, “Der”…
Ich weiß ja, wen wir beide meinen, aber wollen Sie vielleicht den anderen eine nähere Erklärung geben, von wem wir schreiben?
Selbstgerechtigkeit at it s best: Bei Meinungsdifferenzen um Eliminierung des Andersdenkenden zu fordern… darauf kann hier nur Fremdschämen1000 folgen.