BERLIN. Das Sturmtief „Elli“ hat am Freitag in weiten Teilen Deutschlands den öffentlichen Verkehr und den Schulbetrieb massiv beeinträchtigt. Glatte Straßen, starker Schneefall, Sturm und Schneeverwehungen führten in zahlreichen Regionen zu Unterrichtsausfällen oder zur Umstellung auf Distanzunterricht. Besonders betroffen waren der Norden und Teile Süddeutschlands, wo Behörden aus Sicherheitsgründen flächendeckend auf Präsenzunterricht verzichteten.

In Niedersachsen und Bremen fiel der reguläre Schulunterricht an allen allgemeinbildenden Schulen aus. Als Gründe nannten die Behörden spiegelglatte Straßen, anhaltenden Schneefall und starken Wind, der die Bildung von Schneeverwehungen begünstigt. Viele Schulen boten Distanzunterricht an, vor allem an berufsbildenden Schulen. Für die Jahrgänge bis zur zehnten Klasse mussten Notbetreuungen eingerichtet werden. Eltern konnten ihre Kinder zudem unabhängig von formellen Anordnungen zu Hause behalten, wenn sie den Schulweg angesichts der Wetterlage als unzumutbar einschätzten.
Auch der Ausfall des öffentlichen Nahverkehrs verschärfte die Situation. In zahlreichen Städten und Landkreisen in Niedersachsen sowie in Bremen wurde der Busverkehr ganz oder teilweise eingestellt. Regional- und S-Bahn-Verkehre wurden aus Sicherheitsgründen gestoppt. Die Deutsche Bahn setzte den Fernverkehr im Norden zeitweise komplett aus. Der massive Einbruch der Verkehrsinfrastruktur machte einen geregelten Schulbetrieb in vielen Regionen faktisch unmöglich.
Schulleiter empfiehlt ausdrücklich winterfeste Kleidung und den Verzicht auf Fahrräder
Eine Besonderheit meldeten die Behörden von der ostfriesischen Insel Wangerooge. Dort fand trotz des Wintersturms Präsenzunterricht an der Inselschule statt. Der Landkreis Friesland teilte mit, der Unterricht könne für alle Schülerinnen und Schüler stattfinden, die nicht auf Schülerbeförderung angewiesen seien. Auf der autofreien Insel gibt es keine Schulbusse. Der Schulleiter empfahl jedoch ausdrücklich winterfeste Kleidung und den Verzicht auf Fahrräder. Nach Angaben des Landkreises nahmen tatsächlich nur wenige Kinder am Unterricht teil.
Auch in Bayern hatte das Sturmtief erhebliche Auswirkungen auf den Schulbetrieb. In 18 Städten und Landkreisen blieb der Präsenzunterricht wegen glatter Straßen und Schneefalls vollständig aus. Betroffen waren unter anderem Teile der Oberpfalz, Niederbayerns und Unterfrankens. In der Oberpfalz fiel der Präsenzunterricht flächendeckend aus, darunter in mehreren Landkreisen sowie in den Städten Regensburg, Amberg und Weiden. In Niederbayern sagten die Behörden in Stadt und Landkreis Landshut sowie in Passau den Unterricht ab, ebenso in weiteren Landkreisen.
Das bayerische Kultusministerium wies darauf hin, dass ein Unterrichtsausfall nicht zwingend einen kompletten Wegfall des Lernangebots bedeute. In vielen Fällen entschieden die Schulleitungen eigenständig, ob Unterricht digital angeboten werde. Mehrere Landratsämter verwiesen ausdrücklich auf die Möglichkeit von Videounterricht, sofern die technischen Voraussetzungen gegeben seien.
Neben den Schulschließungen kam es in Bayern zu zahlreichen witterungsbedingten Verkehrsunfällen. In Niederbayern und der Oberpfalz starben bei Glätteunfällen drei Menschen, weitere wurden verletzt. Auch Lastwagen blieben auf schneebedeckten Autobahnen liegen, sodass Straßen zeitweise gesperrt werden mussten. Der Bahnverkehr war regional beeinträchtigt, unter anderem durch einen Stellwerksausfall am Münchner Hauptbahnhof. Der Flugverkehr lief nach Angaben des Flughafens München hingegen weitgehend planmäßig.
In weiteren Bundesländern beobachteten Schulbehörden die Lage ebenfalls aufmerksam. Zwar lagen am Freitag nicht aus allen Regionen formelle Anordnungen zu flächendeckenden Schulausfällen vor, doch vielerorts kam es zu Einschränkungen durch verspätete oder ausgefallene Busverbindungen, witterungsbedingte Personalausfälle und kurzfristige Entscheidungen einzelner Schulen, den Unterricht digital durchzuführen.
Der Deutsche Wetterdienst kündigte für die Nacht zum Samstag weitere Schneefälle und sinkende Temperaturen an. Zwar wurden keine extremen Neuschneemengen erwartet, dennoch warnte der Wetterdienst vor erneut glatten Straßen. Schulträger und Schulleitungen müssen sich daher auch über den Freitag hinaus auf kurzfristige Entscheidungen einstellen. News4teachers / mit Material der dpa
“Extreme Lage”: Schneefall legt Schulen lahm – und es wird schlimmer









Gruß aus dem winterlichen OW Lippe
Wir haben einen Homeofficetag zuhause, Hasi hat schon Frühstück gemacht, wir sind beide online und haben Konferenzen. Ja, es klappt auch online!!!
Distanzunterricht klappt.
Andere haben ja auch dauernd Homeoffice 🙂
Eure Peti neben dem Kamin 🙂
Liebe Petra,
wir freuen uns sehr für Dich und wünschen dir einen schönen Tag.
Endlich hast du auch mal Homeoffice.
Hoffentlich wird das bald für euch eingeführt.
Du bist die Beste!
Könnte man nicht einführen, dass man manche Kommentatoren irgendwie blockieren oder ignorieren kann. Ich weiß, es juckt Peti (und alle ihre verschidenen Namen) die Bohne, aber mich nervt dieses Hasi-Gerede und die Onlinepropaganda.
das ist Meinungsäußerung, bist du vielleicht eher nicht ihrer Meinung und deshalb so contra?
Nein. Ich bin nicht ihrer Meinung. Was nervt, ist, dass sie ihre “Homeoffice-Propaganda” unter nahezu jeden Artikel schreibt. Sie (oder doch er) glaubt, das ist ja ganz offensichtlich, wir sind ja alle nicht dumm, durch Wiederholung würde sich da was festsetzen und dann “machen lassen”. Aber wenn Meinungen erlaubt sind, dann darf ich ja auch meine sagen, dass diese “penetranten Reklame für Homeoffice der Lehrer” – abgesehen von der Sinnhaftigkeit – mich langsam einfach nur nervt und so eine unglaubliche Ablehnung in mir aufbaut……… Das darf ich ja dann auch einmal sagen, oder? Wenn Petra und ihre “Gefährten” ihre Position jeden Tag aufs Neue irgendwo “einschieben”.
Was haben Sie gegen Meinungsäußerung?
Leiden Sie unter Lesezwang ?
Unsinn. Sie wissen, warum. Bitte nicht immer alles “krawallieren”.
haben heute Heimunterricht, was ich sehr gut finde und super funktioniert.
Warum können wir solche Tage nicht etablieren. Schule muss nicht immer vor Ort sein, es geht doch auch mit tablets und Computern?
🙂 🙂 🙂
Haben wir zumindest mit einem Kurs auch gemacht. 1/3 der Schüler war nicht da – und wir sprechen von 10. Klässlern, denen ihr Abschlusszugnis wichtig sein sollte.
Mit Online-Unterricht erreichen wir die Schüler, die wirklich was erreichen wollen. Wer sich schwertut, aber sonst in die Schule kommt, wird zumindest ein bisschen was mitnehmen.
Für uns Lehrkräfte bedeutet das dann eben, den Kids hinterherzulaufen, mehr Papierkram, mehr Orga.
Wenn ich an 5./6. Klasse denke, dann muss sich daheim jemand um die Technik kümmern, sich für die Kids einloggen, ggf. im Hintergrund sitzen. Haben wir während der Corona-Pandemie erlebt, da saßen Eltern eben hinter dem iPad oder Laptop, haben alles mitgehört. Damit bricht man den geschützen Raum Schule eben auf.
Ebenso haben wir einige sozialschwache Familien, die gar kein iPad und keinen Computer haben, sondern lediglich Smartphones.
Hier im ländlichen Raum kam während Corona dazu, dass die Anschlüsse eben nicht reichen. In einer Familie war Papa im Homeoffice in Videokonferenzen, der große Sohn (13. Klasse) im Video-Unterricht und für die Tochter (11. Klasse) hat die Leitung eben nicht mehr für die dritte Videokonferenz gereicht.
Über sowas macht man sich aber sonst kaum Gedanken.
Im Endeffekt verstärken wir soziale Ungleichheit:
Diejenigen, die sowieso gut klarkommen, können auch im Onlineunterricht gut und ungestört arbeiten. Die anderen Schüler, die eigentlich mehr die schulische Unterstützung brauchen, werden abgehängt.
@Sepp
Sie haben das sehr gut und sehr sachlich auf den Punkt gebracht.
Peti, Wolfgang, Thomas, Tom und die “üblichen Verdächtigen” Honorar-Beifall-Assistenten (Hallo, liebe Bot-Gang! Warum fangen eure Posts eigentlich immer mit einem kleinen Buchstaben an? Fällt das nur euch nicht auf? 😉 ) und vielleicht auch ein paar für Krawallposts bekannte Foristen können oder wollen das aber nicht verstehen.
So hochqualitativ sind die Unterrichtsstunden leider nicht, dass es sich lohnt, so viele Stunden jeden Tag in der Schule zu sitzen. Zu Hause hätten die Schüler wenigstens die Chance, den Stoff richtig zu lernen und nicht nur bulimieartig schnell hineinzupressen, um ihn schon nach einer Stunde wieder zu vergessen.
Ich mag diese Werbung der Bundesbahn: “Alle reden vom Wetter. Wir nicht. Wir fahren immer.” https://www.youtube.com/watch?v=wvJAAzfK3Rk
Behördenbahn halt, total verschnarcht. Aber durch die Privatisierung konnten erhebliche Steigerungen in puncto Verschlechterung des Leistungsangebotes generiert werden.
was für ein Armutszeugnis
Es schneit
kommt selten genug vor
und schon gerät alles in Panik und nichts geht mehr
2021 war das ja gerechtfertigt.
aber bei dem bisschen aktuell, ist der Aufriss, der gemacht wird doch Panikmache, und nur lächerlich