Start Nachrichten Tausende Bewerber fallen bei Polizei-Deutschtest durch – Deutschstämmige wie Migranten

Tausende Bewerber fallen bei Polizei-Deutschtest durch – Deutschstämmige wie Migranten

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BERLIN. Rechtschreibung und Grammatik sind die Hürden, an denen zahlreiche junge Menschen, die zur Polizei wollen, im schriftlichen Test scheitern. Bemerkenswert: Dabei ist kein signifikanter Unterschied von Jugendlichen mit und ohne Migrationshintergrund feststellbar. 

Freunde und Hälfer? (Symbolbild.) Foto: Shutterstock

Fast 40 Prozent der Bewerber für die Ausbildung bei der Berliner Polizei sind bei dem vorgeschriebenen schriftlichen Deutschtest durchgefallen. 10.874 junge Männer und Frauen wollten in den Jahren 2024 und 2025 die Polizeiausbildung absolvieren – 4271 davon scheiterten beim Deutschtest (39 Prozent). Das ergab eine Antwort von Polizei und Senat auf eine parlamentarische Anfrage.

Polizeipräsidentin Barbara Slowik Meisel hatte kürzlich beklagt: «Wir haben ein ganz erhebliches Problem der Deutschkenntnisse, ganz unabhängig von Nationalitäten.» Viele Bewerber würden schon bei den schriftlichen Computertests, einem Diktat und einem Grammatiktest, durchfallen und das liege zu 80 Prozent an «mangelnden Deutschkenntnissen».

Der Deutschtest umfasst nach Angaben der Polizei ein computergestütztes Verfahren mit Aufgaben zu Rechtschreibung, Zeichensetzung, Grammatik und Sprachverständnis sowie ein Diktat. Geprüft wird unter anderem die sichere Anwendung der amtlichen Rechtschreibregeln, die korrekte Setzung von Kommas in Haupt- und Nebensätzen, die richtige Verwendung von Zeitformen, Fällen und Konjunktionen sowie das Verständnis komplexerer Satzstrukturen.

Im Diktat müssen die Bewerber einen gesprochenen Text fehlerfrei oder nahezu fehlerfrei verschriftlichen. Erwartet wird darüber hinaus, dass sie einfache Sachverhalte präzise und verständlich formulieren können – eine zentrale Voraussetzung für das spätere Anfertigen von Einsatzberichten, Protokollen und Strafanzeigen. Das sprachliche Niveau orientiert sich mindestens an den Anforderungen des mittleren Schulabschlusses; verlangt wird eine durchgängig sichere Beherrschung der deutschen Standardsprache in Wort und Schrift.

Fast jeder zweite Bewerber mit Mittlerem Schulabschluss fällt durch

Die Antwort des Senats auf eine parlamentarische Anfrage ergab genaue Zahlen: Am besten schnitten die Bewerber mit abgeschlossenem Studium ab. Von 336 Bewerbern fielen hierbei in den beiden Jahren 48 durch (14 Prozent). Von 5677 jungen Männern und Frauen mit Abitur oder Fachhochschulreife scheiterten 1764 an Rechtschreibung und Grammatik (31 Prozent).

Beim Mittleren Schulabschluss (MSA) war es fast jeder zweite der Bewerber, der durchfiel (1896 von 4029, oder 47 Prozent). Und Bewerber mit einer erweiterten Berufsbildungsreife (eBBr), früher ein erweiterter Hauptschulabschluss, kamen auf eine Durchfallquote von 69 Prozent (549 von 796).

Senat: Kein Unterschied bei Personen mit Migrationshintergrund

Beim Bestehen und Durchfallen sei kein «signifikanter Unterschied zwischen Personen mit und ohne Migrationshintergrund feststellbar», so der Senat. Hingegen gebe es eine «anhaltend negative Entwicklung der sprachlichen und mathematischen Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler». Daher habe man eine «Strategie zur Steigerung der Bildungsqualität im Land Berlin» mit zahlreichen Angeboten und Zielen entwickelt.

Die Polizei biete den Bewerbern keine Kurse zur Kompensation sprachlicher Defizite an. Allerdings werden auf YouTube entsprechende Übungsdiktate angeboten, die genutzt werden könnten. «Es wird von Bewerbenden erwartet, dass sie sich eigenständig auf das Auswahlverfahren vorbereiten, da sie einen Beruf ergreifen wollen, der von hoher intrinsischer Motivation und Eigeninitiative geprägt ist.»

In der praktischen und theoretischen Ausbildung bei der Polizei gebe es dann bei Bedarf Deutsch-Förderunterricht für die abschließenden Prüfungen.

Von den jährlich 1.224 Plätzen in der Ausbildung der Berliner Polizei wurden im vergangenen Jahr nur 936 Plätze besetzt – obwohl die Polizei mit allen Möglichkeiten und auf allen Kanälen um Nachwuchs wirbt. News4teachers / mit Material der dpa

Polizeipräsidentin: Zu viele Bewerber kommen mit schlechtem Deutsch aus der Schule

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Schlaubi
16 Tage zuvor

Was für eine krasser Deutschtest muss das sein, wenn 14 % der Hochschulabsolventen durchfallen?!

potschemutschka
16 Tage zuvor
Antwortet  Schlaubi

Es handelt sich nicht um HOCHSCHULabsolventen., sondern wohl eher um Abiturienten.

Walter Hasenbrot
16 Tage zuvor
Antwortet  potschemutschka

Ähem!

“Am besten schnitten die Bewerber mit abgeschlossenem Studium ab. Von 336 Bewerbern fielen hierbei in den beiden Jahren 48 durch (14 Prozent).”

unfassbar
16 Tage zuvor
Antwortet  potschemutschka

Macht die Sache nicht besser.

Wurde eigentlich erhoben, wer von den durchgefallenen Bewerbern in der Schule einen Nachteilsausgleich wegen LRS hatten?

Realist
16 Tage zuvor
Antwortet  unfassbar

Die Frage ist eher:

Warum gibt es bei der Polizei keinen Nachteilsausgleich bei LRS?

Sind die etwas nicht auf dem neueten Stand der Bildungs”forschung”?

Pädagogische Fachkraft
15 Tage zuvor
Antwortet  Realist

Ironie bitte deutlich machen 😉 ..

Realist
14 Tage zuvor

Nein, keine Ironie.

Man kann die Schüler schließlich nicht jahrelang mit einer LRS-Diagnose in die Schonecke stellen und dann, wenn die “Therapie” trotz horrender Kosten für die Krankenkassen keinen Erfolg zeigt, die Schüler in eine Gesellschaft entlassen, wo es keine “Schonung” mehr gibt…

Und nein, es ist nicht Aufgabe der Lehrkräfte hier “hinterherzutherapieren”, wenn es die medizinischen und außerschulischen Experten in Einzelsitzungen auch nicht schaffen. Dafür hat man als Lehrkraft weder Qualifikation noch Zeit noch Ressourcen. Und bekommt dafür auch keine 100 Euro pro Stunde extra.

Steißtrommler
14 Tage zuvor
Antwortet  Realist

LRS wird doch in der Oberstufe in der Regel nicht mehr akzeptiert – spätestens in der Q-Phase, also den letzten beiden Jahren, ist Schluss damit.
Im Abitur sowieso.

Schade
14 Tage zuvor
Antwortet  Steißtrommler

In Berlin schon. Selbst im LK Deutsch darf dann die Rechtschreibung nicht gewertet werden.

Schnattchen
16 Tage zuvor
Antwortet  potschemutschka

Ein Abiturient mit abgebrochenem Hochschulstudium erlernte einen Beruf und landete in meiner Berufsschulklasse. Bei einem Test fiel ihm das Wort “Durchfall” nicht ein. Nach kurzem Überlegen schrieb er schliesslich “Dünfiff”. Und nein, er hatte keinen Nachteilsausgleich.

potschemutschka
16 Tage zuvor
Antwortet  Schnattchen

Ich wollte auch nur klarstellen, dass der Test nicht sooo schwer war. Siehe dazu auch den anderen Artikel hierzu bei n4t ( unter dem Ausgangsartikel mit den Kommentaren dazu)

dickebank
16 Tage zuvor
Antwortet  potschemutschka

Und ich dachte schon, er hätte schwierig sein können.

S.B.
15 Tage zuvor
Antwortet  Schlaubi

Das geht ganz schnell: Ich komme morgen Mittag, ich komme morgen mittag, ich komme Morgenmittag, ich komme morgenmittag….

Maybe
16 Tage zuvor

Berlin ist in puncto Deutsch inzwischen überall in der Republik.
Ein absolut realistisches Testergebnis.

[ auch Hochschulabsolventen müssen dank Texterkennung nicht besser sein – die Germanisten und 🙂 Journalisten nehmen wir mal aus ]

ed840
15 Tage zuvor
Antwortet  Maybe

“Berlin ist in puncto Deutsch inzwischen überall in der Republik.

Aber vermutlich unterschiedlich stark ausgeprägt.

Bei IQB-202-Deutsch lag Berlin bei Rechtschreibung -42 Pkt hinter dem BL mit dem höchsten Punktwert , bei SuS aus der unteren Schicht -48 Pkt, bei SuS mit Migrationshintergrund -58 Pkt.

Rainer Zufall
16 Tage zuvor

Signifikanter Unterschied: die “Deutschstämmigen” (wtf?) werden den Menschen mit Migrationshintergrund die Schuld geben, umgekehr nicht 🙂

GraueMaus
16 Tage zuvor

Man sollte mal diskutieren, wie diejenigen, die durchgefallen sind, denn ihren mittleren Schulabschluss bekommen haben. Es kann doch nur so sein, dass man für diesen mittleren Schulabschluss eben kein richtiges Deutsch können muss. Aber haben wir nicht die vielen, vielen Kompetenzen in den Bildungszielen für eben diesen MSA stehen?
Offenbar schafft die “Bildungsrepublik Deutschland” noch nicht sich selbst, wohl aber die sprachliche Bildung ab. Zufall oder nicht: Die gehört ja auch nicht zu den “21st Century Skills”. 🙂
Nebenbei: Wie sollen die, die eigentlich kein richtiges Deutsch schreiben können, dann auch noch eine “gendergerechte” Sprache benutzen? Das muss die doch vollends überfordern.

Nick
16 Tage zuvor
Antwortet  GraueMaus

Es gab auch Durchfaller bei den (Fach-)Abiturienten (lt. Beitrag 39%). Und nun?

ed840
15 Tage zuvor
Antwortet  Nick

(lt. Beitrag 39%). 

Das entspricht dann ziemlich genau den 38,5% der SuS an Gymnasien in Berlin, die bei IQB-2022 nicht die Regelstandards für den mittleren Schulabschluss erreicht haben,

GraueMaus
14 Tage zuvor
Antwortet  ed840

Aber die Klausuren zum MSA haben doch fast alle (über 95 % bestanden), womit sie dann in die Oberstufe übergehen. Berlin produziert Abiturienten.

447
15 Tage zuvor
Antwortet  GraueMaus

Natürlich kann das sein.

Sind Sie Lehrkraft?

Selbst eine völlig verstümmelte Rechtschreibung ist -nur für sich genommen- weder in ZP, noch Abitur oder gar Klassenarbeiten ein URSÄCHLICHER Grund, diese zu “verhauen” (= 5 oder 6 zubekommen).

Salamander
16 Tage zuvor

Unsere Rechtschreibung wurde 1996 reformiert und ab 1998 war sie verbindlich. Seither gab es 5 Reformen der Reform, bei denen immer wieder Änderungen von 1996 zurückgenommen wurden. 5x inzwischen!!! Wer bitteschön soll da noch durchsehen, was aktuell gilt? Niemand liest sich den neuen Duden durch, wenn er herauskommt oder das Regelwerk. Ich behaupte, nicht einmal alle Deutschlehrer wissen zu 100%, welche Regeln + Schreibweisen von 1996 inzwischen schon wieder nicht mehr gelten. Zuletzt wieder abgeschafft, aber 30 Jahre lang gelehrt: Panter statt Panther, erweiterter Infinitiv mit zu ohne Komma in “normalen Varianten”, jetzt wieder immer mit Komma…

GraueMaus
16 Tage zuvor
Antwortet  Salamander

Dieser hektische Reform-Aktivismus entspricht genau dem an dem Schulsystem generell. Mit manchen Reformen (und dem späteren Zurückrudern) erreicht man eben das Gegenteil dessen, was eigentlich beabsichtigt war.

GraueMaus
15 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Das war damals nicht annähernd so hektisch wie heute in unserem Parteienstaat mit der KMK und den diversen Interessenverbänden und der ständigen Botschaft, wie die “Schule der Zukunft” aussehen soll.
Humboldts Vorschläge wurden ja gar nicht komplett realisiert. Aber sie machten gewiss mehr Sinn als das, was heutzutage von der KI-Industrie so abgesondert wird. NB: Humboldt hatte keine Geschäftsinteressen dabei. Humboldt hatte einen staatlichen Auftrag, vergleichbar etwa dem der heutigen StäWiKo. Und neben den Leistungen der StäWiKo sieht er gar nicht so schlecht aus.

Mika BB
14 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Der olle Humboldt, Wilhelm ist verantwortlich für die Rechtschreibreformen samt Änderung der Änderung? Na das nenn ich nachhaltiges Wirken! 😉

Nick
16 Tage zuvor
Antwortet  Salamander

Was ist die Lösung? Polizist-ja? Deutschlehrer-nein? Ganz so schwer kann es ja auch nicht sein. Immerhin haben viele Bewerber das Auswahlverfahren bestanden, sogar mit eBBr-Reife.

Lampedusa
16 Tage zuvor
Antwortet  Salamander

Sie haben Recht, nicht die Reformer von 1996, sondern die Gegen-Reformer danach haben die Rechtschreibung komplett durcheinander gebracht. Niemand weiß mehr, was gerade gilt. Steht im Duden? Mein Gott, wer liest sich denn den Duden durch?

Die Schulen haben Lehrbücher mit lauter Schreibweisen, die schon wieder nicht mehr gültig sind. Die kaufen doch nicht mit jeder Duden-Neuausgabe alle Schulbücher neu. Da sind nun alle möglichen Varianten im Umlauf – je nachdem, wann das Buch herauskam.

Aber durch Sehen der Wortbilder prägen sich die Kinder die Schreibweisen am meisten ein!

potschemutschka
16 Tage zuvor
Antwortet  Lampedusa

Und es gibt noch ein weiteres Problem: Es soll ja Familien geben, die Bücher zu Hause haben. Wenn meine Enkel dann ein Märchen- oder Kinderbuch ihrer Eltern aus den 80er Jahren in die Hände bekommen … OMG! Muss ich diese schönen Bücher und auch alle sonstigen Klassiker, die wir haben(auch noch aus unserer Jugend und von unseren Eltern) alle entsorgen? 🙂

Harzer
15 Tage zuvor
Antwortet  potschemutschka

Aus meiner Sicht wäre es nicht dramatisch, wenn es klar die Rechtschreibung vor und nach 1996 gäbe. Aber es gibt, wie richtig geschrieben wurde, jetzt die Rechtschreibung vor 1996, vor 2001, vor 2006, vor 2011, vor 2016, vor 2021 usw. (Daten ohne Gewähr!) DAS ist das Problem!

potschemutschka
15 Tage zuvor
Antwortet  Harzer

Sehe ich auch so. Das ständige Hin und her, und mehrere richtige Schreibweisen parallel und sämtliche Sonderschreibweisen, Denglisch … da weiß am Ende keiner mehr, was denn nun richtig ist.

nachdenklich
14 Tage zuvor
Antwortet  potschemutschka

Variantenschreibweisen befürworte ich. Was ist daran schlimm? Es gibt betrifft auf den Wortschatz berechnet vielleicht 0,1% oder 0,01% der Wörter. Mir ist lieber, ich darf das selbst entscheiden, als wenn andere es bestimmen. So hätte man Majonäse und Mayonnaise (richtig?) lassen können. Die Kinder, die mit “Majonäse” aufwachsen, hätten damit kein Problem gehabt. Das wurde bei der vorletzten “Reform der Reform” aber wieder abgeschafft.

Salamander
15 Tage zuvor
Antwortet  potschemutschka

Also ich stelle bei den Schülern immer wieder Schreibweisen fest, die seit 30 Jahren nicht mehr gelten, z.B. “daß”. Was denken Sie, woher die das haben?

potschemutschka
15 Tage zuvor
Antwortet  Salamander

….und wenn das als Rechtschreibfehler gewertet wird … ist das dann eine Benachteiligung von sozial privilegierten Schülern? (Ironie)

nachdenklich
14 Tage zuvor
Antwortet  potschemutschka

Es muss als Fehler gewertet werden. Wenn ich mir einen Text anschaue und wissen will, ob jemand da die alte oder die neue Rechtschreibung verwendet, suche ich immer zuerst nach “dass” oder “daß”.

A.J. Wiedenhammer
13 Tage zuvor
Antwortet  potschemutschka

So habe ich das noch nie gesehen: Das Kind, in dessen Zuhause es viele (teils alte) Bücher gibt, als benachteiligt 🙂 .
Kann man das offiziell anerkennen lassen 🙂 ?

A.J. Wiedenhammer
13 Tage zuvor
Antwortet  potschemutschka

Das denke ich auch oft.
Mit meinem anachronistischen und gefühlsduseligen Horten liebgewordener (oder noch oder wieder zu lesender) Bücher bin ich quasi schwerst mitverantwortlich für die holprige Durchsetzung diverser Rechtschreibreformen. Mea maxima culpa. Ob irgendwann so etwas wie ein Rechtschreibungsdurchsetzungsteam vor meiner Tür steht und meine “bösen” Bücher einer Unschädlichmachaktion überantwortet?

Nick
16 Tage zuvor

Es sollte hinterfragt werden, was im Deutschunterricht vermittelt wird. Ich vermute, es ist die ganz einfache Sprache. Das reicht wohl im Schulunterricht aus, fällt dort wohl auch nicht auf. Bei den Einstellungstests im Anschluss, nicht nur bei der Polizei, da sieht die Welt ganz anders aus. Die Niveaus der Tests nach unten zu schrauben, dass darf nicht die Lösung sein.

Man stelle sich einen Polizisten vor, der sein Gegenüber mit “Bro”, “Brudi” oder “Digga” anspricht…

Nick
16 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

“Viele Bewerber würden schon bei den schriftlichen Computertests, einem Diktat und einem Grammatiktest, durchfallen und das liege zu 80 Prozent an mangelnden Deutschkenntnissen.”

Lese-, Schreib- und Sprachkompetenzen bedingen doch schon einander?… Zumal es offensichtlich weitere Gründe des Scheitern geben dürfte. Ich leite meine Behauptung aus folgenden Zitaten des Beitrages ab:

1.) “Hingegen gebe es eine anhaltend negative Entwicklung der sprachlichen und mathematischen Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler”

2.) “Die Polizei biete den Bewerbern keine Kurse zur Kompensation sprachlicher Defizite an.”

447
15 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Die Anrede “Bro” oder “Brudi” ist nicht per se respektlos, wenn Sie schon einen auf tolerant machen. Komplett kontextabhängig.

Der Zusamnenhang ist übrigens unfassbar einfach zu verstehen:
Da kein Mensch (nicht mal studienverfassende Bildungswissenschaftler) anderen Menschen in den Kopf schauen kann gilt in der (außerschulischen) Realität:
Indizen zeigen an (auch ganz ohne Beweiskraft), was Phase ist.

Das Indiz “schlechte Rechtschreibung” deutet zuverlässig (wenn auch NICHT mit Beweiskraft) auf Unbildung, niedere soziale Schicht (die selbst wiederum das nächste Negativindiz für viele Dinge ist, etwa respektloses Verhalten) und (ob bewusst oder unabsichtlich ist egal) Aufmucken gegen Autorität (der -willkürlichen- Rechtschreibung, Schule, damit Staatsinstitutionen) hin.

So einfach ist das.
Sie würden das wohl “Vorurteile” nennen.
(Was es auch ist, wenn man nur extrem wenige solcher Indizen oder gar ein einziges vollkommen verabsolutiert)

Maybe
15 Tage zuvor
Antwortet  447

” was Phase ist ”
ist, dass nicht nur Schülerinnen aus “niederen sozialer Schicht” D-probleme haben.

Welche aus höherer sozialer Schicht bis hin zur echten highsociety zeigen auch häufig Schwächen, wohl weil R, Gr, Stil, Sb, Interpretationsfähigkeit…. lange nicht mehr maßgeblich waren – ging ja auch anders, man kam durch, ohne darauf Wert zu legen, sich zu konzentrieren ( s.a. Schwerpunkt Gedichtinterpretation beim Abitur, schafft jeder mit Training, v.a. Aber auch Unterbewertung von Gr, R,…. bei allen Arbeiten )
🙂 ja und jetzt haben wir eben die Quittung ohne Umtauschmöglichkeit.

447
15 Tage zuvor
Antwortet  Maybe

Mag alles sein, will ich garnicht bezweifeln.

Der Effekt ist ja der gleiche.

Nick
16 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Mal Hand aufs Herz, liebe Redaktion. Würden Sie bedenkenlos Menschen eine Dienstwaffe zur Dienstausübung aushändigen, bei denen z. B. die sozialen Kompetenzen schwach ausgeprägt sind? Ich nicht!

Nick
15 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Der Bewerber ist ganzheitlich zu sehen.

Na ja
14 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Weil Menschen das tun, was sie gewöhnt sind. Der neu eingestellte Erzieher der Ganztagsbetreuung meines Sohnes antwortete mir auf meine Frage, ob ich die Leiterin sprechen könne: “die ist auf’m Pott.”

unverzagte
14 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Der kam vermutlich aus Norddeutschland: Da fallen viele zumindest nicht auf den Mund.

Na ja
13 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Ich weiß es nicht. Zumindest ist er nicht durch die Erzieherausbildung gefallen. Aber ich sehe schon: Sprachliche Vorbilder werden überbewertet.

dickebank
16 Tage zuvor

Erinnert mich an den Uraltwitz, in dem einer der an der Unfallaufnahme beteiligten Polizisten seinen Kollegen fragt, wie den Gymnasium geschrieben werde. Worauf der andere entgegenet:” Lass und das Unfallopfer ein Stück weiter vor die Post tragen.”

Maybe
16 Tage zuvor
Antwortet  dickebank

Find ich hier nicht passend, sorry.

Unsere Betriebe beschweren sich gesamt über die mangelhaften Dkenntnisse, nicht nur bei MSern sondern auch bei Real/FOS/Gym/BOS absolventen und Studienabbrechern – zu Recht.
Außerdem, liebe Reaktion, kommen schon auch querbeet Klagen zu Umgangsformen/ Kundenkontakt und damit auch problematischer Sozialkompetenz ):

laromir
15 Tage zuvor
Antwortet  Maybe

Genau so ist es. Wenn ich von meinen Nicht-LuL Freunden (aus diversen Branchen) höre, wie schwierig das mit Azubis ist. Kenntnisse niedrig, Arbeitseifer ebenfalls gering, soziale Kompetenz mäßig, belastbar ebenfalls nicht so wirklich. Verantwortung ist auch sehr anstrengend. Da müssen einfache Abrechnungsprozesse 20 mal erklärt werden, Mails an Kunden sind schlecht formuliert und fehlerhaft. Geht ja nicht nur der Polizei so, wächst sich zu einem flächendeckenden Problem aus. Aber als Lehrkraft dagegen anzugehen, ist teilweise völlig vergeblich, weil es vielen SuS inkl. Eltern ziemlich egal ist. Da wird man von den Eltern noch angefeindet, wenn man die Fehler korrigiert, es wäre ja schließlich kein Deutschunterricht. Da Wunder mich nix mehr.

447
15 Tage zuvor
Antwortet  laromir

Mache ich auch so.

Warum ?

Nun, weil…
1. Deutsch nicht mein Unterrichtsfach ist
2. Es mir ganz einfach Arbeit erspart.
3. Ich die deutsche Rechtschreibung in meinen Fächern garnicht oder praktisch nicht bewerten ***darf.***

Bilanz:
– es wird in keiner Weise gedankt
– es interessiert keinen, da man dafür die Note nicht rauf/runter setzen kann
– es macht (nervige) Arbeit
– dass eigentlich alle Lehrer an allen Regelschulen in allen Fächern das sollen wissen selbst die meisten Vorgestzten nicht mehr…und ich halte mein dummes Maul gerne. 🙂

Also: Kann weg.

Maybe
14 Tage zuvor
Antwortet  447

Vlt versuchen Sie das mal an der BS 🙂 mit großen Industriebetrieben, die teils sogar Drohnen/ teile/steuerung/… herstellen.
Viel Spaß Ihnen.
Ich hab ihn immer noch, den Spaß – Zusammenarbeit ist der Schlüssel, dann muss ich nicht immer die Drohne rausholen – teams und das alte Handy reichen aus.

447
14 Tage zuvor
Antwortet  Maybe

Wow wow wow, halt stop!
Da müssen die Schüler also irgendwas einfach so tatsächlich lernen?
Ganz ohne Ausreden und aber-aber!

Geht ja garnicht, das melde ich der Bildungsinitiative ‘Schland 2035!
Typisch kapitalistische Betriebe!

P.S.:
Wenn die Lieferdrohne “Teflon” statt “Tiflis” ansteuern will ist das als LRS-Nachteilsausgleich einfach mal hinzunehmen basta!

dickebank
13 Tage zuvor
Antwortet  447

Das haut ne Drohne in die Pfanne:)

dickebank
13 Tage zuvor
Antwortet  dickebank

Störche schützen, Drohnen braten

laromir
14 Tage zuvor
Antwortet  447

Hessen hat den FQ wieder eingeführt. Jetzt können Eltern weniger motzen. Jetzt gibt es eben lange Gesichter, weil die Schnitte alle in den Keller rasseln, weil in vielen Klassen 3/4 der SuS Punktabzug bekommen, wegen der Masse an Fehlern jeglicher Art. Nicht nur Rechtschreibung, sondern auch Grammatik ist schwierig (und es liegt nicht am Migrationshintergrund). Kinder können einfache Formen nicht mehr korrekt bilden. Artikel werden ebenfalls immer schwieriger und Glückssache, wenn richtig zugeordnet. Nicht nur der Genitiv bereitet Probleme, Dativ und Akkusativ sind mittlerweile ebenfalls random verteilt. Es ist nicht schön. Texte sind teilweise gar nicht mehr zu verstehen, der Inhalt kaum zu erraten.

447
14 Tage zuvor
Antwortet  laromir

Wundert mich wirklich (nicht)!

Dies war ein Quantenbeitrag, dessen Bedeutung mit dem Aussageort (im Dienst versus ausserhalb) wechselt.

Maybe
15 Tage zuvor
Antwortet  laromir

Leider sind wir absolut einer Meinung @ Iaromir.
Die Bildungs- und Erziehungssackgasse schlägt voll zu.
Der Olymp sollte dringend umdenken, angefangen bei den ganz Kleinen; mit NotOPs ist nicht mehr wirklich geholfen.

Mika
13 Tage zuvor
Antwortet  laromir

Als ob sich Eltern dagegen aussprechen würden, dass die Kinder Lesen und Schreiben lernen.
Viel erschreckender ist, dass Schule offensichtlich nicht mal mehr die Basiskompetenzen vermittelt bekommen.
Hauptsache, die Lehrerschaft fordert 3 Tagewoche, Sonnenterrasse, online Unterricht und vieeeeeel mehr Geld.

laromir
13 Tage zuvor
Antwortet  Mika

Ja. Eltern schreiben unter die Arbeit, warum man bitte die Rechtschreibung korrigiert. Das wäre ja nur für den Deutschunterricht passend. Würde mir bei meinem Kind nie einfallen, so ein Kommentar, das soll ja richtig schreiben lernen. Fragen der SuS in ähnlicher Weise: warum zählt denn jetzt bitte überall die Rechtschreibung??? Was soll ich denn damit in Geschichte und Bio??? Das gehört nur in Deutsch!!! Was soll man dazu noch sagen. Und da fördert man auch nicht mehr viel, weil entsprechende Personen ja nicht gefördert werden wollen. Kampf gegen Windmühlen. Oder einfach in SEK I alles zu spät und Grundschulversagen??? Ich bin der Meinung, wer will, könnte auch in SEK l noch die Regeln lernen.

447
15 Tage zuvor
Antwortet  Maybe

Immer dran denken:
Böse (Ex-)Pauker (jetzt Bildungsdrohne mit Wohlfühlauftrag) wie ich haben dolle Unrecht und sind sehr böse, “Kinder wollen lernen!!!1!1”, Rechtschreibung ist total egal, Fachwissen veraltet ganz schnell und Kompetenzen sind toll…es muss einfach NOCH MEHR dieser Medizin verschrieben werden, dann wird alles besser, großes Ehrenwort!

Maybe
14 Tage zuvor
Antwortet  447

🙂 ja ja, kann auch böse sein, aber auch einfach aufgeschlossen neuerungs- und kompromissbereit

Und va immer noch an SuS und Schule interessiert, nach 40 guten und nicht so guten Jahren.

Aber anbiedern und verarschen (wie sies beschreiben) is nicht…..

447
14 Tage zuvor
Antwortet  Maybe

Klar, warum nicht.
Ich bin da sehr pragmatisch.
Gute Neuerungen dürfen gerne kommen und Kompromisse auch.

dickebank
14 Tage zuvor
Antwortet  447

Mehr Dieser Medizin …
OMG – Wissende, also Inkompetente haben gelernt, dass die Dosis das Gift ausmacht. Mehr ist ggf. schädlich, wenn nicht sogar tödlich. Da hilft dann auch die Rescue-Drohne nix mehr.

Mario
16 Tage zuvor

Ich verstehe sowieso nicht, warum der mittlere Dienst bei der Polizei meist abgeschafft wurde

unfassbar
14 Tage zuvor
Antwortet  Mario

Vermutlich aus ähnlichen Gründen wie A13 für Alle bei den Lehrern.

dickebank
14 Tage zuvor
Antwortet  Mario

Weil der MSA vielleicht gerade noch für bayrischen Polizisten ausreichend ist. Für andere Polzeibedienstete ist eben mindestens die FHR und ein Bachelor-Degree angesagt.

Nick
13 Tage zuvor
Antwortet  Mario

Man muss für seinen Lebensunterhalt sorgen können. A8 als Landesbeamter auf Wohnungssuche in Städten wie München, Frankfurt oder Hamburg? Da bliebe wohl nur noch der Nebenjob?

dickebank
13 Tage zuvor
Antwortet  Nick

Mittlerer Dienst, Polizeimeister-Laufbahn beginnt aber bei A5. A8 ist ja schon die höchste Besoldungsgruppe des mittleren Dienstes.

Nick
13 Tage zuvor
Antwortet  dickebank

PHM = A9.

dickebank
13 Tage zuvor
Antwortet  Nick

Im Übergangsamt zum gehobenen Dienst. PHK starten mit A9.

Mario
13 Tage zuvor
Antwortet  Nick

Bekommen Sie mit, bei allem Respekt- wie die arbeitenden Massen hierzulande leben müssen?

mathea kühnel
14 Tage zuvor

Das kommt dabei heraus, wenn man das Niveau an den Schulen immer weiter senkt und Leistung nur noch verpönt ist.