MAGDEBURG. Sachsen-Anhalt weist bundesweit die höchste Quote von Schulabgängern ohne Abschluss auf. Bildungsminister Riedel will gegensteuern und kündigt weitere Anpassungen der Anforderungen an. Dabei hatte das Land die Standards bereits 2024 deutlich gesenkt: Auch mit zwei Fünfen wird seitdem ein Hauptschulabschluss noch vergeben. Wie tief lassen sich Standards weiter reduzieren, ohne dass dies einer Kapitulation des Bildungssystems gleichkommt?

Im vergangenen Jahr haben 1.761 Schülerinnen und Schüler die Schulen in Sachsen-Anhalt verlassen, ohne wenigstens einen Hauptschulabschluss zu erreichen. Das teilten das Statistische Landesamt und das Bildungsministerium mit. Der Anteil liegt bei gut 9,3 Prozent – betroffen ist damit fast jeder zehnte Schulabgänger. Kein anderes Bundesland weist derzeit eine höhere Quote auf.
Damit fügt sich Sachsen-Anhalt allerdings in einen bundesweiten Trend ein, der Bildungspolitik und Schulen seit Jahren unter Druck setzt. In ganz Deutschland ist die Zahl der Jugendlichen ohne Schulabschluss zuletzt deutlich gestiegen. Im Schuljahr 2023/2024 verließen rund 62.000 Schülerinnen und Schüler die Schule ohne Hauptschulabschluss oder vergleichbares Zeugnis. Das entspricht 7,8 Prozent aller Abgängerinnen und Abgänger – so viele wie seit rund zehn Jahren nicht mehr. Sachsen-Anhalt liegt damit deutlich über dem Bundesdurchschnitt.
Bildungsminister Jan Riedel (CDU) sieht angesichts der Zahlen akuten Handlungsbedarf. „Wir müssen runter von der hohen Quote, nicht nur bei ausländischen Kindern“, sagte er der Volksstimme. Gerade unter Schülerinnen und Schülern mit ausländischer Staatsangehörigkeit ist der Anteil der Jugendlichen ohne Abschluss besonders hoch. Zuletzt lag er nach Angaben aus dem Bildungsministerium bei 38 Prozent. Zugleich betont Riedel, dass es sich nicht um ein Randphänomen handelt, sondern um ein strukturelles Problem, das auch deutsche Schülerinnen und Schüler betrifft.
„Mit der Anpassung der Standards für den Hauptschulabschluss wollen wir jungen Menschen einen anerkannten Abschluss ermöglichen und sie nicht ohne Perspektive aus dem System entlassen“
Um gegenzusteuern, setzt das Bildungsministerium auf neue Wege zum Hauptschulabschluss. Künftig soll dieser Abschluss auch an Förderschulen möglich sein – mit angepassten Standards. Außerdem sollen Kinder und Jugendliche mit Zuwanderungsgeschichte stärker gefördert werden. Ziel sei es, realistische Abschlusschancen zu eröffnen. „Mit der Anpassung der Standards für den Hauptschulabschluss wollen wir jungen Menschen einen anerkannten Abschluss ermöglichen und sie nicht ohne Perspektive aus dem System entlassen“, sagte Riedel.
Als eine der Hauptursachen für die hohe Abbrecherquote benennt der Bildungsminister den gravierenden Lehrermangel im Land. Besonders betroffen seien Förderschulen. Dort verbleibe fast die Hälfte der Schülerinnen und Schüler ohne Abschluss. Mehr Inklusion im regulären Unterricht hält Riedel derzeit für kaum realisierbar. „Für gelingende Inklusion braucht man einen ausreichenden Personalschlüssel und Team-Unterricht. Diese Möglichkeiten haben wir in der aktuellen Personallage aber in den allermeisten Fällen schlicht nicht“, sagte der Minister.
Wenn Riedel nun erneut von einer „Anpassung der Standards“ spricht, knüpft er allerdings an Entscheidungen an, die bereits vor einiger Zeit getroffen wurden. Schon im Sommer 2024 hatte das Bildungsministerium die Anforderungen für den Hauptschulabschluss deutlich gesenkt. Weitgehend unbemerkt von der breiten Öffentlichkeit wurden die neuen Regelungen im August eingeführt. Seitdem ist der Hauptschulabschluss in Sachsen-Anhalt auch mit zwei Fünfen in Mathematik und Deutsch möglich, sofern in einem anderen Fach mindestens eine Drei erreicht wird. Selbst mit einer Sechs in einem Fach kann der Abschluss erlangt werden, wenn in einem anderen Fach eine Zwei auf dem Zeugnis steht. Separate Abschlussprüfungen sind für den Hauptschulabschluss im Land nicht vorgesehen.
Das Bildungsministerium begründete diesen Schritt mit einem bundesweiten Vergleich. Ein Ministeriumssprecher erklärte seinerzeit, man habe die Anforderungen anderer Länder geprüft und festgestellt, dass Sachsen-Anhalt zuvor vergleichsweise hohe Maßstäbe angelegt habe. „Mit der Maßnahme justiert das Ministerium für Bildung nach und nähert sich nun dem bundesdeutschen Schnitt an – natürlich unter Einhaltung der entsprechenden Standards“, sagte der Sprecher. Unter Berufung auf mehrere Studien, unter anderem der Bertelsmann Stiftung aus dem Jahr 2023, betonte er: „Das Kompetenzniveau der Absolvierenden in Sachsen-Anhalt liegt im bundesdeutschen Mittel.“ Kritik und Befürchtungen könne das Ministerium daher nicht nachvollziehen.
Diese Einschätzung stieß auf breite Kritik. Aus der Wirtschaft hieß es, das Problem werde nicht gelöst, sondern lediglich verschoben. Die Geschäftsführerin der IHK-Bildungsakademie Magdeburg, Stefanie Klemmt, sagte gegenüber dem MDR: Die Schere zwischen dem Wissen der Absolventen und den Anforderungen in den Ausbildungsberufen gehe immer weiter auseinander. Die Absenkung der Notenanforderungen ändere nichts an den Kompetenzen. „Die Problemverlagerung in die Unternehmen bleibt bestehen.“ Ähnlich äußerte sich der Sprecher der Arbeitgeber- und Wirtschaftsverbände Sachsen-Anhalt, Jan Pasemann. „Das kann nicht der Anspruch sein“, sagte er. Die Unternehmen seien seit vielen Jahren der Reparaturbetrieb der Schule. Entscheidend sei letztlich, „so viel Unterricht wie möglich zu erteilen“.
Die Bildungsgewerkschaft GEW warnte ebenfalls vor den Folgen der Lockerung. Statt die Anforderungen zu senken, müsse die Förderung verbessert werden. GEW-Landeschefin Eva Gerth sagte dem MDR, es brauche vor allem eine bessere Unterrichtsversorgung, damit die Wirtschaft am Ende „mit den Schulabgängern etwas anfangen kann“.
Unabhängig von der Debatte um Standards verweisen Bildungsforscher seit Jahren auf strukturelle Ursachen der hohen Abbrecherquoten – insbesondere in ostdeutschen Bundesländern. Ein erheblicher Teil der Jugendlichen ohne Abschluss kommt aus Förderschulen. Bundesweit betrifft das etwa die Hälfte der Schulabgängerinnen und Schulabgänger ohne anerkannten Abschluss. An Förderschulen für geistige und Lernbehinderungen sind keine regulären Schulabschlüsse vorgesehen. Die Jugendlichen verlassen diese Schulen regulär, verfügen anschließend aber in der Regel über keinen anerkannten Abschluss und gelten damit faktisch als abschlusslos. In Sachsen-Anhalt ist der Anteil der Schülerinnen und Schüler an Förderschulen besonders hoch, was sich unmittelbar in der Statistik niederschlägt.
„Bundesweit kommt die Hälfte der Schülerinnen und Schüler, die keinen Schulabschluss haben, aus Förderschulen“
Programme zur Vermeidung von Schulabbrüchen setzen jedoch überwiegend an den nicht-gymnasialen Schulformen des allgemeinen Bildungssystems an und erreichen Förderschulen kaum. Bildungsforscher Klaus Klemm nennt das ein zentrales Defizit. „Ein wesentliches Manko dieser Programme ist, dass sie einen Punkt außer Acht lassen: Bundesweit kommt die Hälfte der Schülerinnen und Schüler, die keinen Schulabschluss haben, aus Förderschulen“, sagte Klemm gegenüber dem MDR. Die Programme richteten sich jedoch „im Wesentlichen an die nicht-gymnasialen Schulformen des allgemeinen Bildungssystems“.
Weitere Ursachen für Schulabbrüche in Sachsen-Anhalt (und andernorts) hat eine Studie aufgezeigt, die das Bildungsministerium selbst bereits 2020 in Auftrag gegeben hat. Im Projekt SEASA untersuchte ein Forschungsteam der Universität Magdeburg schulische und unterrichtliche Einflussfaktoren auf Schulerfolg und Schulabbruch an Sekundar- und Gemeinschaftsschulen. Projektleiterin Prof. Raphaela Porsch erklärte gegenüber dem Deutschen Schulportal, Ziel der Studie sei es gewesen, „Indikatoren für Ursachen des Schulabbruchs zu finden und daraus Handlungsempfehlungen für Schulen abzuleiten“.
Ein zentrales Ergebnis: Dem Schulabbruch geht häufig Schulabsentismus voraus. „Die Wahrscheinlichkeit, die Schule ohne Schulabschluss zu verlassen, steigt mit einer höheren Anzahl an Fehltagen“, sagte Porsch. Als schulische Risikofaktoren nannte sie unter anderem Disziplin- und Gewaltprobleme sowie ein negatives Lernumfeld. „In Bezug auf Schule und Unterricht wirken sich zum Beispiel Disziplin- und Gewaltprobleme an Schulen negativ aus.“ Auch Unterrichtsqualität spiele eine entscheidende Rolle. „Ein wichtiger Aspekt für Schülerinnen und Schüler ist, ob sie die Lehr- und Lernmethoden als adäquat und das Lernangebot als attraktiv betrachten.“
Besonders deutlich wurde in der Studie der Zusammenhang zwischen Schulklima, persönlichen Beziehungen und Abbrecherquote. Schulen mit niedrigen Abbruchraten zeichneten sich durch weniger Mobbing, weniger aggressives Verhalten und eine stärkere soziale Integration aus. „Damit geht einher, dass die Schülerinnen und Schüler sich ihrer Schule und ihrer Klasse stärker zugehörig und dort sozial integriert fühlen“, sagte Porsch. Zudem zeigten Lehrkräfte an diesen Schulen ein höheres Engagement, der Unterricht sei schülerorientierter und stärker individualisiert. Auch der Elternarbeit komme dort eine größere Bedeutung zu.
Genau an diesem Punkt berühren sich die Befunde der Bildungsforschung mit der Diagnose des Bildungsministers. Wenn Schulklima, individuelle Förderung, Beziehungsarbeit und Unterrichtsqualität entscheidende Faktoren für den Verbleib im Schulsystem sind, dann setzt das ausreichend Personal voraus – Zeit für Gespräche, Teamarbeit und individuelle Unterstützung. Der von Riedel benannte Lehrermangel berührt also unmittelbar jene Bedingungen, die nachweislich über Schulerfolg oder Schulabbruch entscheiden. News4teachers / mit Material der dpa









“Wie tief lassen sich Standards weiter reduzieren, ohne dass dies einer Kapitulation des Bildungssystems gleichkommt?”
Erstmal bis zur “schwarzen Null”.
Dann schnell einen Arbeitskreis bilden.
Studie(n) in Auftrag geben.
Und sonst? – Wie immer …
Wie tief lassen sich Standards weiter reduzieren, ohne dass dies einer Kapitulation des Bildungssystems gleichkommt? Die Antwort lautet ganz klar: Ja. In NRW schon lange passiert, nennt sich Erster Schulabschluss und den bekommt quasi jeder. Problem gelöst.
Die Unternehmen seien seit vielen Jahren der Reparaturbetrieb der Schule. Entscheidend sei letztlich, „so viel Unterricht wie möglich zu erteilen“.
Tja, so ist das halt. Die Schule ist eben der Reparaturbetrieb der Gesellschaft. Also nicht maulen, sondern das Mindsetting anpassen.
“In NRW schon lange passiert, nennt sich Erster Schulabschluss und den bekommt quasi jeder.”
Interessant. In SH ist das nicht so.
Dann lässt sich also die große Anzahl von S*S, die die allgemeinbildenden Schulen in SH ohne Abschluss verlassen, damit erklären, dass wir im Norden noch nicht so weit unten sind.
Das sollte mal ganz schnell nach Kiel kommuniziert werden. Standards senken und bessere Zahlen generieren.
Beim Abitur haben die In Kiel ja endlich kapiert, wie das mit den Kennzahlen (hier: Abiturdurchschnittsnote senken) geht.
Vielleicht kann man dann tatsächlich irgendwann mal die Zahlen bundesweit gegenüberstellen. Bisher gibt es ja überall verschiedenen Apfel- und Birnensorten.
Stimmt selbst für NRW nicht – weder für zielgleich noch für zieldifferent beschulte SuS.
Oooch, das ist mittlerweile ziemlich aufgeweicht.
Stimmt. Es gibt ja z,B, Bundesländer in denen man den ESA nur mit erfolgreichem Abschluss der Jahrgangsstufe 9 bzw. Versetzung in Jahrgangstufe 10 erweben kann.
in anderen Bundesländern gibt es für Schüler*innen, die die 9. Klasse nicht schaffen, dann alternativ die Möglichkeit eine Prüfung in Mathe , Deutsch und Englisch bzw. einer nichtdeutschen Muttersprache zu absolvieren und mit 2 * 4 und 1 * 5 doch noch den ESA zu bekommen.
“in anderen Bundesländern gibt es für Schüler*innen, die die 9. Klasse nicht schaffen, dann alternativ die Möglichkeit eine Prüfung in Mathe , Deutsch und Englisch bzw. einer nichtdeutschen Muttersprache zu absolvieren und mit 2 * 4 und 1 * 5 doch noch den ESA zu bekommen.”
Sie müssen das ja nicht mehr nachschauen. In welchen Bundesländern ist das denn so?
In SH jedenfalls nicht, da kann man die 9. schaffen, ohne in die 10. versetzt zu werden.
“den bekommt quasi jeder.”
“Interessant. In SH ist das nicht so.”
Hier hat mal eine Lehrkraft, die angab an einer Gemeinschaftsschule in SH tätig zu sein, geschrieben, an ihrer Schule würde außer einigen SPF-Schüler*innen praktisch niemand ohne ESA abgehen.
Meine Schule ist keine sog. Perspektivschule (Brennpunktschule).
Und unsere Klientel ist insgesamt etwas anders, da wir aussuchen können. Wir haben viel mehr Bewerber*innen als Plätze im 5.Jg., da die Schule nach wie vor gefragt ist.
Gerne.
“unsere Klientel ist insgesamt etwas anders, da wir aussuchen können”
Respekt, dass Sie das hier so offen zugeben.
? Verstehe ich nicht. Warum sollte man das nicht zugeben können?
Das müüssen Sie wohl besser die Leute fragen, die über solche Dinge lieber nicht reden wollen.
? Aber Sie haben das aufgebracht.
Aufgebracht haben Sie das .
Ich habe nur meinen Respekt bekundet, dass Sie das so offen zugeben.
“Dann lässt sich also die große Anzahl von S*S, die die allgemeinbildenden Schulen in SH ohne Abschluss verlassen, damit erklären, dass wir im Norden noch nicht so weit unten sind.”
Könnte aber auch daran liegen, dass laut den Zahlen der Statistik in SH kaum SPF-Schüler*innen den ESA erreichen und die Quote bei Schüler*innen ohne deutsche Staatsangehörigkeit in SH weit überdurchschnittlich hoch ist, fast zwei Drittel höher als in NRW. Bei IQB-2024 Mathematik lagen Schüler*innen mit Migrationshintergrund 1. Generation aus SH ja z.B. nur 4 Pkt schlechter als die Pendants in NRW.
Das bemängelt auch die SPD im Landtag:
“Inklusion, Unterrichtsausfall, ESA : Zahlen lügen nicht”
Da in SH die Bedingungen zur Erlangung des ESA offensichtlich andere sind, ist für mich der eigentliche Grund gefunden.
Die SPD, also die Opposition, zu zitieren ist müßig.
Gerne.
Was halten Sie denn konkret für die Ursache, dass es in SH für SPF-Schüler*innen und Schüler*innen ohne deutsche Staatsangehörigkeit so übermäßig schwierig ist den ESA an der Gemeinschaftsschule zu erwerben?
? Die Anforderungen/Standards sind höher als in anderen Bundesländern.
Damit will ich nicht sagen, dass man Kids mit Migrationshintergrund nicht besser fördern sollte, aber es geht hier ja um die Höhe der Standards (“… Bildungsminister bringt weitere Absenkung der Standards ins Gespräch”) Nein, ich finde auch nicht, dass die Standards in SH gesenkt werden sollten. Die SPD hingegen schon. Gerne.
“Die Anforderungen/Standards sind höher als in anderen Bundesländern.”
Haben Sie Einblick in die Standards der anderen 16 Bundesläner?
“dass man Kids mit Migrationshintergrund nicht besser fördern sollte, aber es geht hier ja um die Höhe der Standards”
Die Schüler*innen der 1. Generation schnitten bei IQB-2024-Mathematik 4 Punkte schlechter ab als die Pendants aus NRW , 11 Punkte schlechter ab als der Bundesschnitt und 40 Punkte schlechter als der Bestwert.
Siehe woanders.
Ich habe keine Lust mich immer wieder zu wiederholen.
Laut den Zahlen des Ministeriums wären es zuletzt ohne ESA = 2713 SuS . Davon 350 mit SPF-GE, 1282 mit sonderpädagogischem Abschluss, 963 mit Migrationshintergrund.
Das heißt dann im Umkehrschluss , dass in SH von den Schüler*innen ohne SPF oder Migrationshintergrund ca. 99% den ESA an der GEM schaffen, bei Migrationshintergrund nur ca. 77%, bei SPF weniger als 10%.
Es wirkt inzwischen fast wie ein Ritual:
Erst meldet der IQB-Bildungstrend, dass die mathematisch-naturwissenschaftlichen Basiskompetenzen bundesweit wegbrechen – ein „alarmierendes Bild“. Dann folgt am nächsten Tag die politische Antwort: Standards weiter senken, damit die Statistik wieder freundlich lächelt. Und wenn dann jeder Zehnte trotzdem ohne Abschluss bleibt, wird eben gefragt, ob man nicht noch ein bisschen tiefer gehen könne, ohne dass es wie Kapitulation aussieht.
Spoiler: Es sieht längst so aus.
Der Ablauf ist ja seit Jahren eingeübt:
Währenddessen steuert das System unbeirrt weiter und wird getragen von der Illusion, man könne mit immer neuen Konzeptpapieren und kosmetischen Reformen die Realität überlisten. Schließlich hat man die Schulen seit Mitte der 1990er Jahre konsequent vom Leistungs- und Anstrengungsgedanken befreit. „Kompetenzorientierung“ hieß das Zauberwort, das versprach, Lernen ohne Mühe zu ermöglichen. Herausgekommen ist ein System, das sich selbst applaudiert, wenn man die Latte so tief legt, dass man eigentlich nur noch relaxed, easy peasy drübersteigen müsste – und trotzdem immer mehr darunter durchlaufen.
Wenn die Realität nicht mehr zu den Standards passt, dann müssen eben die Standards angepasst werden.
Weiter so. Wand in Sicht.
Das Bildungssystem ist nicht mehr mit den gesellschaftlichen Veränderungen der letzten 10 Jahre kompatibel. Da man die gesellschaftliche Entwicklung nicht aufhalten kann (oder will), muss man das Bildungssystem anpassen. Bin einmal gespannt in welche Richtung.
Im Bereich der Work-Life-Balance wurde von politischer Seite ja schon das “996”-Arbeitsmodell in China gelobt. Mal sehen, wann die Bildungsminister nachziehen…
Die gesellschaftliche Entwicklung ist doch Teil eines Bildungssystems, das immer weniger Anforderungen stellt und nach einigen Reformern künftig gar Noten abschaffen möchte. Wer denkt, dass daraus leistungsbereite, junge Fachkräfte herangebildet werden, befindet sich doch auf dem Irrweg.
Stattdessen muss jeder Druck von den armen, geplagten Seelen ferngehalten werden. Wer eine Diagnose will, bekommt sie und (nicht vorhandene) multiprofessionelle Teams haben sich dann in allen Kontexten darum zu kümmern. Man fordert folglich keine gesellschaftliche Anpassung mehr, da dies als rückständig und ewig gestrig wahrgenommen wird, sondern stellt jegliches Eigeninteresse in den Vordergrund. Immerhin: Wenn jeder an sich denkt, ist an alle gedacht.
“Wand in Sicht” sind Sie kurz- oder weitsichtig ?
Ist m.W, auch in anderen Bundesländern üblich, dass man den ESA auch mit Notenausgleich erwerben kann.
Gibt nach meinen Informationen auch BL wo man den ESA auch ohne Versetzung in die 10. Klasse erreichen kann, wenn stattdessen eine Abschlussprüfung in Deutsch, Mathematik und Englisch mit mind. 2 * 4 und 1 * 5 absolviert wird.
Gut für Sie, dass Sie das wissen 🙂
? Früher brauchte man in SH auch keine Versetzung nach 10, um den Hauptschulabschluss zu erhalten. Und man brauchte nicht einmal eine Prüfung zu bestehen, sondern brauchte nur in allen Fächern mindestens eine “Vier”. Das weiß ich jetzt zufällig, ohne Quelle;-), weil mein Bruder so seinen Hauptschulabschluss erhielt.
Jetzt muss man eine Prüfung bestehen, durch die man übrigens den Notendurchschnitt verschlechtern bzw. sogar durchfallen kann.
Wie ist es in SH, wenn Schüler*innen das Klassenziel der Jahrgangsstufe 9 , bzw. die Versetzung in die Jahrgangsstufe 10 nicht erreichen, aber an der ESA-Prüfung teilgenommen haben und dort z.B. Deutsch = 5, Mathe = 4 und nichtdeutsche Muttersprache = 3 erzielt haben. Bekommen diese Schüler*innen dann trotzdem den ESA?
“Wann ist der Abschluss erreicht?
Bei der Entscheidung über die Zuerkennung des Ab-schlusses werden die am Ende der letzten Jahrgangsstufe erteilten Noten aller Fächer und Wahlpflichtkurse sowie die Note für die Projektarbeit berücksichtigt.
Zudem werden die zuletzt erteilten Noten in den Fächern und Wahlpflichtkursen berücksichtigt, die in der vorletzten Jahrgangsstufe letztmalig unterrichtet wurden.
Der Abschluss ist erreicht, wenn nicht mehr als eine Endnote schlechter als „ausreichend“ ist und keine Endnote „ungenügend“ erteilt wurde.”
Vielleicht genügt das als Info?
Also nur mit einer Fünf, statt mit drei wie künftig Sachsen-Anhalt.
Mit der ESA-Prüfung könnte man dann ggf. die Vornote 5 in Mathe, Deutsch und Englisch noch auf 4 verbessern?
Ja.
Jetzt heißt es einfach pragmatisch sein, “Anspruch” ist doch wirklich “old school”.
„Für gelingende Inklusion braucht man einen ausreichenden Personalschlüssel und Team-Unterricht. Diese Möglichkeiten haben wir in der aktuellen Personallage aber in den allermeisten Fällen schlicht nicht“, sagte der Minister.“
So. Endlich mal offiziell ausgesprochen. Danke dafür. Und jetzt bitte Erkenntnis anwenden.
Wird ja angewendet: Sachsen-Anhalt hat die höchste Exklusionsquote in Deutschland (6,4 Prozent) – Ergebnis: siehe oben. Quelle: https://www.bertelsmann-stiftung.de/fileadmin/files/PicturePark/2024-06/Factsheet_Inklusion_an_Deutschlands_Schulen_2022-2023.pdf
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Müsste man aber auch die gesamten Prozentanteile der Inklusionsschüler*innen eines Jahrgangs und die Quoten dieser Schüler*innen mit und ohne ESA vergleichen.
Es gibt z.B. ein Bundesland mit hoher Inklusionsquote, in dem 4,6% eines Abschlussjahrgangs die Schule mit einem sonderpädagogischen Förderabschluss verließen + 5,1% ohne Abschluss, darunter 1,3% Schüler*innen , der Anteil anderer SPF-Schüler*innen wurde nicht genannt.
Aber selbst die 4,6% +1,3% = 5,9% wären allein schon höher als der Gesamtwert aller Schüler*innen ohne ESA in einem anderen Bundesland mit eher niedriger Inklusionsquote.
Sorry, bei den 1,3% fehlt noch = SPF-GE.
Was ist ein “sonderpädagogischer Sonderabschluss”?
“sonderpädagogischer Sonderabschluss”
Warum fragen Sie mich?
Fragen Sie am besten dort nach, wo Sie diesen Begriff aufgeschnappt haben.
Ich bitte um Vergebung. Was ist ein “Sonderpädagogischer Förderabschluss”?
https://www.news4teachers.de/2026/01/jeder-zehnte-ohne-abschluss-bildungsminister-bringt-weitere-absenkung-der-standards-ins-gespraech-kapitulation/#comment-770079
Wenn Sie das nicht wissen, ist das nicht mein Problem.
Weshalb Sie von mir hier kein Futter mehr bekommen, müsste Ihnen ja längst bekannt sein.
Weil Förderschulen keinen Abschluss anbieten?
Wer behauptet Sonderpädagoge zu sein, aber nicht mal weiß welche Abschlüsse an Förderschulen erworben werden können, erhöht nicht unbedingt seine Glaubwürdigkeit.
Die Förderschule in BW bietet keinen Abschluss an, darum frage ich 🙂
Kann schon sein, dass Sie das glauben, aber deshalb muss es ja nicht stimmen.
Bei Bertelsmann wird für ein Bundesland 2,3% Exklusion +4,4% Inklusion = 6,7% ausgewiesen. In diesem Bundesland verließen 9% der Schüler*innen die Schule ohne ESA, davon 4,6% mit sonderpädagogischen Abschluss +1,3 % SPF-GE ohne Abschluss = 5,9% ohne ESA. Müssten also rein rechnerisch höchstens 12% der SPF-Schüler*innen einen ESA erreicht haben.
In einem anderen Bundesland dann 4,5% Exklusion + 2,1% Inklusion = 6,6%. Dort betrug die Quote Schüler*innen ohne ESA insgesamt 5,3% .
In diesem Bundesland haben laut Statistik ca. 30% der Schüler*innen an Förderschulen den ESA erworben, die Quote an den Regelschulen müsste dann auch etwa in diesem Bereich liegen. .
“Sachsen-Anhalt hat die höchste Exklusionsquote”
Absolut ja. Bezogen auf die Grundgesamtheit der SPF-Schüler*innen, werden in ST ca.68% exklusiv beschult, also weniger als z.B. in RLP = ca. 73% . Im Bundesland der niedrigsten Quote ohne ESA werden ebenfalls ca. 68% exklusiv beschult, im Bundesland mit der zweitniedrigsten Quote ohne ESA ca. 63% exklusiv, im Bundesland mit der dritthöchsten Quote ohne ESA nur 34% exklusiv, mit der zweithöchsten Quote ohne ESA nur 38% exklusiv.
Dann gibt’s halt den Abschluss: „Hat die Schulform (hier Bezeichnung einsetzen) 10 Jahre besucht.“.
Also nix Neues, der Abschluss wir k.A. genannt.
Eher KI: Kein Interesse.
Richtig! Mancher Besucher ist gern gesehen, bei anderen sieht man ihn lieber wieder gehen. Wir können natürlich eine Willkommenskultur entwickeln! Schön, dass du warst! Aber jetzt ist es Zeit zu gehen! Time to say goodbye!
Nice, so gehts 😉
Die Diskussion erinnert mich an Chipstüten und Milkaschokolade: Immer weniger Inhalt. Nur irgendwann kommt der Punkt, wo man Inhalt und Packungsgrößen nicht mehr weiter absenken kann. Im Bildungsbereich sind wir an dem Punkt zwar noch lange nicht angekommen, aber je weniger verlangt wird, umso weniger muss ich mich anstrengen. Fachkräfte bildet man so zwar nicht aus, aber hey, jeder kann sicher im Zahlenraum bis 10 zählen und das Alphabet aufsagen.
Außerdem gibt es einen Unterschied zwischen “einen Schulabschluss erreichen” und “einen Schulabschluss verramschen”. Wir können auch unendlich viel Geld drucken, nur werden die Scheine eben weniger wert.
Wir können allerdings nicht beliebig viele Empfänger von Grundsicherung ernähren; also sollten wir als Gesellschaft schon ein Eigeninteresse daran haben, möglichst viele Jugendliche in Berufe zu bringen statt in Grundsicherung – und das klappt nun mal am besten mit Schulabschluss. Folglich wäre es mir persönlich lieber, dort jetzt in schulische Unterstützung zu investieren statt später mehr zahlen zu müssen für schlimmstenfalls lebenslange Alimentierung einer vollständig unproduktiven Existenz. Zumindest bei denen, die man erreichen kann, kommt rechtzeitige Intervention und Unterstützung definitiv billiger als, nun ja, “Stütze”.
Völlig richtig. Aber das bringt nur dann etwas, wenn der Schulabschluss etwas wert ist und die Abgänger tatsächlich Dinge auch KÖNNEN. Sie bringen keinen Jugendlichen mit Schulabschluss in den Beruf, der in der Firma erst lernen muss, wie man das Maßband richtig anlegt oder eine Anleitung liest und versteht.
“Ein wichtiger Aspekt für Schülerinnen und Schüler ist, ob sie die Lehr- und Lernmethoden als adäquat und das Lernangebot als attraktiv betrachten.“ – Ja sicher, das entscheidende Kriterium für Absentismus…Anders formuliert: ISS, it’s social, stupid! Jedenfalls fast immer.
“…zeigten Lehrkräfte an diesen Schulen ein höheres Engagement, der Unterricht sei schülerorientierter und stärker individualisiert. Auch der Elternarbeit komme dort eine größere Bedeutung zu.” – Wissen wir doch, engagierte, echte Lehrer fangen alle Mängel durch ihre Begeisterung auf, nur für die leuchtenden Kinderaugen.
Ich habe auch ein (Meta)Studienergebnis: ca. 1234 Studien führen seit Jahrzehnten zu dem Ergebnis, dass bei viel Aufwand und kleineren Klassen die Ergebnisse besser sind. Es ist nur die Frage, ob damit der Personal- und Sachaufwand gemeint ist, den die Gesellschaft sich leisten will, oder ob es darum geht, wie weit über 100% die Beteiligten jeden Tag gehen sollen. Aber Lehrer sind Räder im Getriebe und die werden einfach ersetzt…bis der Nachschub ausbleibt. Es kann nicht an der Bedeutung von Bildung liegen, die Worthülsen dazu haben doch alle Politiker dauernd im Repertoire.
Vorschlag zur Güte: statt Leistungsniveau weiter abzusenken, könnte man die Abschlüsse auch bei Ebay bekommen, Amazon geht auch, oder bei einer Lotterie verlosen, ohne Nieten und Fehllose, jeder ist ein Sieger. Ob man Lesen, Schreiben und Rechnen kann, spielt keine Rolle- Hauptsache Spass dabei! Analog der Führerscheinprüfung – Wissen ist Macht – nichts wissen macht auch nichts! Warum haben Gerüstbauer die höchste Arbeitsunfallquote? Praxis ist das Gerüst bleibt stehen, Theorie es fällt um! Egal!
Daher ist nicht Niveauanpassung das Ziel. sondern das Level zu schaffen!
Mich wundert es nicht, dass so viele durch das System fallen. Sobald bei SuS, warum auch immer Lücken entstanden sind, werden diese nicht systematisch geschlossen, sondern dann steht einfach eine 5 unter der Arbeit und im Stoff wird weitergearbeitet. Wenn SuS keine Nachhilfe von den Eltern (bezahlt) bekommt, Pech.
Wenn man unbedingt beim Gleichschrittunterricht bleiben will, müsste man eigentlich mal Geld in die Hand nehmen und Kooperationen mit Schülerhilfe, Studienkreis und Co. abschließen und immer dann, wenn ein Kind eine Arbeit schlechter als 3 schreibt, in die Förderung schicken, um die Lücke aufzuarbeiten. So würde kein Kind abgehängt. Aber das ist utopisch.
Das ist deshalb utopisch, weil viele Schüler eben einfach nicht lernen wollen und denen schlechte Noten komplett egal sind. Die WOLLEN ihre Lücken gar nicht schließen. Glauben Sie ernsthaft, solche Kinder gehen dann nachmittags noch gerne, lern- und leistungswillig, zu einer Nachhilfe?
Vielleicht viele SuS, aber nicht alle. Das wäre m.M.n. besser, als für alle das Niveau zu senken.
Natürlich. Zu weiteren Niveauabsenkungen darf es keinesfalls kommen. Man muss Schülern wieder ernsthaft rückmelden, wenn sie Dinge nicht beherrschen. Ich kenne Lehrer, die in Aufsätzen Inhalte regelrecht suchen, weil sie aufgrund eines katastrophalen Satzbaus kein Wort mehr verstehen. An der Stelle wäre ich schon raus.
Minderleistung wurde leider immer mehr akzeptiert und salonfähiger. “Die Kinder von heute können das halt nicht mehr…” Ja, Pech. Dann müssen sie eben mehr ackern und lernen.
Also, das ist ja wirklich interessant.
An dieser Stelle möchte ich aber einmal etwas ganz anderes (was garantiert und studienfaktengecheckt nichts mit Bildung zu tun hat) erwähnen.
Diese Bildungsdrohne stellt euch das neueste Fitnessprogramm vor – damit erschaffen wir dicke Eisenarme (für die wunschgemäß wehrpflichtigen Biomänner) und massive Power(lifting)-Frauen, die uns als Land wieder in unruhigen Zeiten ganz nach vorne bringen:
Das Kinderüberraschungsprogramm!
(Na gut, ein bisschen passt es doch zu Schule und Bildung)
Hierbei wenden wir folgenden didaktischen Dreischritt an:
Schritt 1: Viel Spiel und Spaß!
Schritt 2: Was Süßes!
Schritt 3: Überraschung!
Als erster Schritt legen wir im alternativen Fitnessbürgerrat mal richtig demokratisch fest, was als “stark” zählt: Nämlich Spaß am Training haben!
Die Zeiten kapitalistischer Muskel-Maskus müssen ein Ende finden, daher werden in diesen Fitnessstudios “Spaßkilos” (siehe auch Schritt 2 weiter unten) gesammelt – und nicht vorgestrig-frontal mit dicken Hanteln rumgeturnt.
Das macht vielen Angst, Muskelkater, Schmerzen und verhindert echte, innere Stärke!
Daher sind 100 Gramm ein Spaßkilo – da purzeln die Pfunde, so hat jeder Teilhabe und kann stolz bescheinigt bekommen: “Ich kann 100 (Spaß)Kilos stemmen!”
In Schritt 2 wird auf eine spaßlich ausgeglichene, freiwillige Ernährung mit Belohnungsfaktor gesetzt: Ü-Eier für die Kleinen, Fairtradeschokieier für die Großen!
Nun tritt Schritt 3 in Aktion: ÜBERRASCHUNG!
Wirklich überraschend ist die demokratieratsleugenende Penetranz, mit der Schwurbler, Verschwörungstheoretiker und Demokratiefeinde behaupten, dass mit diesem tollen Training alle immer schwächer werden.
Aber wir haben da flexible, elastische Lösungen vorbereitet, um dies zu entkräften:
1. Das Ganztagstraining von 0800 bis 1600 gleicht biologistische Nachteile aus!
2. Durch die Erhöhung der Schokoladenration gelingt die Massenphase immer besser!
3. Trainer, die mit unserem modernen Motivationskonzept überfordert sind werden beraten, wie sie ihren Job besser machen können.
Mit besten Grüßen aus Willy Wonkas Lieferabteilung,
Eure Drohne 447
***** Sterne für ein Hallelujah!
Volle Zustimmung! Die Bildungsdrohne liefert wieder Premium‑Satire.
Der alternative Fitnessbürgerrat würde schnell zu meinem Lieblingsgremium, denn wo sonst sitzen Menschen, die seit Jahren keinen Muskelkater mehr hatten, aber sehr genau wissen, wie man Stärke definiert. Demokratisch natürlich. Eine Person – eine Stimme – ein Spaßkilo. Wer lacht, gewinnt. Wer schwitzt, wird wegen toxischer Leistungsorientierung ermahnt.
Und die frontal Hantel‑schwingenden Alt‑Eisen‑Adepten, die noch glauben, man müsse für Krafttraining tatsächlich Kraft aufwenden, stehen fassungslos daneben und fragen sich, wann genau die Realität beschlossen hat, ohne sie weiterzumachen.
Wenn das die Zukunft der Wellbeing‑Schule ist, dann freue ich mich schon auf das nächste Modul:
Achtsames Sprinten – wir rennen nicht schneller, wir fühlen nur intensiver.
Und als zweite Disziplin gibt’s den Hochsprung über die tiefstmöglich gelegte Stange – pädagogisch wertvoller Niveaulimbo inklusive.
Bildungsinitiative Schland 2035 – mal sehen, welche Ü‑Eier noch auszupacken sind.
OOOOO Fünf Blubberblasen für ein Halleluja.
“Mehr Inklusion im regulären Unterricht hält Riedel derzeit für kaum realisierbar. „Für gelingende Inklusion braucht man einen ausreichenden Personalschlüssel und Team-Unterricht. Diese Möglichkeiten haben wir in der aktuellen Personallage aber in den allermeisten Fällen schlicht nicht“, sagte der Minister.”
Schade. Vielleicht trifft Herr Riedel bezeiten mal jemanden, der an der Personallage etwas zu ändern beabsichtigt.
Wir könnten alternativ auch noch eine Teilnahmeurkunde als Abschluss einführen. Die bekommt dann einfach jeder und das Problem ist gelöst.
Ich bin mittlerweile dafür.
“Bildungsinitiative ‘Schland 2035″ – wir schaffen das (ab)”.
Nein, ernsthaft:
Ich bin wirklich dafür.
Ganz im Sinne der bei uns lokal/”national” wirksamen Selbstdefinition(en) passt das doch:
– Niemand “muss” etwas (ist ohnehin bereits der Fall, wer unwillig ist muss sich nur lange genug dumm stellen und durchsetzen kann ‘man’ eh nix)
– Wer keine Lust auf Schule hat verstopft nicht die Räume und hält (in der Mehrzahl) die anderen vom Lernen ab, greift sie an, verbreitet Drogenkonsum usw.
– Der Verwaltungsaufwand reduziert sich merklich.
Kurzum:
Effektiv erzwingen kann man (auch rudimentärste, unterste) Grundbildung ohnehin nicht – wozu also die Rosstäuscherei?
Abgangs-/Besuchsurkunde auadrucken und gut ist.
Was ich einfach nicht verstehe ist, warum man nicht endlich zu einem System der A,B und C Kurse übergeht?
Die Politik hat doch längst die Entscheidung getroffen, das auch die Gymnasien (zumindest teilweise) wie Gesamtschulen arbeiten sollen, bei denen faktisch jeder den Abschluss bekommt. Beim aktuellen System entsteht ein großer Stress für alle, weil die schlechteren Schüler auf einem Niveau lernen sollen, dass sie nicht schaffen, müssen sich aber der Überforderung aussetzen und bekommen dann am Ende doch die Zertifikate.
Aber wenn von vornhinein sowieso in Kauf nimmt, dass ein Teil der Schüler die Leistung nicht erbringen wird, wäre es besser, das gleich offen zu organisieren, statt durch irgendwelche Tricks zu verschleiern versuchen.
Und wieder wird nach mehr Förderung gerufen. Woher es kommen soll bleibt, mal wieder, offen.
Nach meiner Beobachtung entspannt sich hier ein Paradies Verhältnis. Je mehr auf allen Ebenen gefördert wird, desto schlechter werden die Ergebnisse.
Es erhebt sich auch die Frage, wie viele Ressourcen man als Gesellschaft in Erziehungsersatzleistungen stecken will oder kann.
Ich erspare mir an dieser Stelle eine Aufzählung von Rechtsansprüchen, personellen Aufstockungen, finanziellen Zuschüssen, kostenlosen Hilfs- und Förderangeboten, Aufstockungen von Bildungs- und Betreuungsangeboten, die in den letzten 20 Jahren aufgewachsen sind.
Wenn man den Vergleich zu Deutschlands fettesten Jahren zieht:
Bolksschule, Hilfsarbeiter, Gastarbeiter, relativ geringer Alphabetisierungsgrad, Gastarbeiter, monströs große Klassen, rudimentäre Betreuungs- und Förderangebote.
Insofern scheint es nicht einmal eine Korrelation zu individuellem wirtschaftlichen und volkswirtschaftlichen Erfolg zu geben.
Und auch heute stellt es sich doch so dar, dass beim bulgarischen Hilfsarbeiter auf dem Bau niemand nach seiner Bildungskarriere fragt, während Menschen, die unser Bildungssystem verlassen unter maximalem Aufwand von Förderung, materiellen und immateriellen, personellen Ressourcen in den häufig lebenslangen Transferleistungsbezug entlassen werden.
Es scheint mir doch etwas mehr mit unseren Anreizsystemen zu tun zu haben als mit unserem Bildungssystem.
Das Welt- und Menschenbild, dass jeder unter maximaler außerfamiliären Förderung und maximaler Bildung zu intrinsisch motivierter gemeinschaftsfördernden Selbstverwirklichung getragen werden kann, ist aus meiner Sicht gescheitert. Netter Gedanke, aber die Ergebnisse liegen auf dem Tisch.
Meine These ist seit längerem, dass man nicht umhinkommen wird, Menschen auch wieder mit einer kürzeren (soliden) Grundbildung ins Leben und auf den Arbeitsmarkt zu entlassen.
Da wird man sich den Realitäten stellen müssen.
“Je mehr auf allen Ebenen gefördert wird, desto schlechter werden die Ergebnisse.”
Wo wird denn mehr gefördert – in Zeiten des Lehrkräftemangels?
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Sobald’s irgendwo brennt, schlechteste Ergebnisse ( schlechte reichen nicht aus) sich nicht mehr covern lassen, zeigt man den Wählern, dass man/alle Aufstiegswilligen sofort agieren, fördern, Geld locker machen kann, das nicht da ist – eine einfachste Nicht-Lösung von meist Materiefremden.
Nur, Schule ist kein Wirtschaftsbetrieb.
[ Es geht an dieser Stelle zu weit, aber ich bin der Meinung, dass Schule, die kosten würde ( bei ‘Armen’ damit den Staat kosten würde, besser laufen würde, weil.
…… 🙂 ich frage für einen Kollegen ]
Was nichts kostet, ist nichts wert bzw. wird nicht geschätzt. Alte Weisheit.
Alleine die Leistungen Bildung und Teilhabe umfassen die Finanzierung von:
– Schulessen/Kitaessen
– Nachhilfe/Förderunterricht
– Schulmaterial
– Ausflügen
– Klassenfahrten
– Betreuung in Randzeiten
– Vereinsmitgliedschaften
– und was ich vielleicht noch vergessen habe.
Frühere Generationen von Kindern/Eltern müssten ohne diese Leistungen bei besseren Ergebnissen auskommen.
Und das ist nur ein Beispiel.
Doof nur, dass diese Leistungen die betroffenen Kinder kaum erreichen. Gerne hier nachlesen: https://www.spiegel.de/panorama/bildung/bildungs-und-teilhabepaket-geld-fuer-sport-und-freizeit-erreicht-nur-bruchteil-armer-familien-a-222e2620-a9e2-4ad7-a549-614b1463b4e7
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Aus Ihrem link:
“Wie das Paket von Familien genutzt wird, die aufgrund von Kinderzuschlag oder Wohngeld nutzungsberechtigt sind, wird nicht erhoben.”
Da sollte man vielleicht erst einmal diesen Punkt klären – mit der Zusatzfrage “Warum wird es nicht von allen (nur von wenigen) genutzt? Allein an der Bürokratie liegt es nach meinen Erfahrungen nicht. Und ob das Geld, wenn man es direkt an die Familien auszahlt, auch wirklich überwiegend den Kindern zugute kommt …? Auch da habe ich so meine Zweifel (begründet auf Erfahrungswerten).
Die Aufzählung von GBS-Mensch erreicht die Kinder schon, weil bis auf die Mitgliedschaft in Vereinen alles von der Schule organisiert wird….
Und wer gerne Mitglied in einem Spirtverein sein möchte oder sein Kind in die Musikschule schicken möchte, spricht die schulische Sozialarbeiterin an und die hilft bei der Antragsstellung, genau wie sie auch den Förderunterricht beantragt.
Menschen in Armut sind nicht (gutbürgerliche) Menschen in Wohlstand, nur mit weniger Geld – es gibt Gründe, warum sie arm sind.
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Aber klar, man kann immer Gegenargumente finden: Wer nicht möchte, findet Probleme, wer möchte, findet Lösungen….
Sehe ich jeden Tag….gibt Eltern, die kommen und haben morgen einen Sprachkurs, einen Kitaplatz, eine Stadtteilmutter zum Dolmetschen und es gibt Eltern, die kann man noch so sehr an die Hand, die kriegen gar nichts hin….und haben tausende Ausreden….
Ist schon schlimm. Dranbleiben! Mehr als ein aufrichtiges, hilfreiches Angebot können Sie nicht bieten.
Ggf. lässt sich darüber hinaus noch die (Schul)-Sozialarbeit einschalten. Daumendrück!
Hier erreicht es jeden, bei dem der Anspruch offensichtlich ist, weil es die Verwaltung bzw. die Lehrerschaft ausfüllen.
#Zusatzaufgaben
#Zusatzbelastung
Da müssen sie sich halt auch kümmern. Es gibt Beratung, z. B. auch in der Schule. Das ist ebenfalls eine Aufgabe von Familie.
Interessant dabei ist, dass meine afghanische und meine vietnamesische Schülerin und deren Eltern das hinkriegen.
Also ist es möglich, wenn man will.
Heißt: Wer am maroden Chaos-System scheitert, ist selbst schuld.
Gilt das eigentlich auch für Bahn-Kunden? Auch von denen kommen manche tatsächlich an ihrem Ziel an.
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Immer mehr Bahnkunden steigen wieder aufs Auto um. Immer mehr Eltern steigen auf Privatschulen um. Wer das nicht kann, hat halt Pech? Wann gehen endlich mal Eltern und Lehrer gemeinsam und geschlossen auf die Barrikaden? Ich weiß, das wird nie passieren … Scheint ja noch nicht schlimm genug zu sein…
Da die “Bahnkunden” (also die Steuerzahler, die die frankenstein’sche Chimäre namens ‘faktisches Staatsunternehmen Bahn’ finanzieren)
– weder laut und deutlich protestieren
– noch personelle Konsequenzen für Missmanagment einfordern
– noch stattdessen mit anderen Verkehrsmitteln fahren und/oder Wohnsitze ändern
…”scheitern” sie tatsächlich zu einem gewissen Anteil aus eigener Schuld.
Das gleiche gilt im Schulsystem – es gibt viele Grundprobleme, von denen SuS und Eltern ohne eigene Schuld betroffen sind.
Statt aber wütend zu werden, ziehen selbige dann doch dauerhaft mit – bei den gleichen Akteuren, die Jahr für Jahr den Zug dichter an die Steinwand fahren lassen, mit Vollgas und angezogener Handbremse.
Schauen Sie einfach mal in heutige Schulbücher und vergleichen die mit denen vor zehn oder (Gottseibeiuns! 😉 ) zwanzig Jahren.
Selbst WENN (was nun wirklich im Berufsstand absolut nicht mehr akzeptiert wird!) eine Lehrkraft einfach nur sagen würde:
– “Folge der orangenen Linie und den gelben Kästen, schau in die gelben Boxen!” (Englisch NRW, Orange Line)
– “Lies mal hinten die grün markierten Seiten!” (Klartext oder so, Deutsch)
– “Blätter im Arbeitsheft zu den Seiten, die DIREKT BEI DER AUFGABE, DIE DU NICHT VERSTANDEN HAST angebenen Seiten.” (Mathematik, da differenziert mit drölfzig Heften, Aufgaben und Ordnern das Material schon jeden zu Tode)
…wäre es garkein Problem, zahlreiche Missverständnisse, mangelnde Übung, Zugangswege usw. auszugleichen.
Und ja, das ist natürlich (nur alleine und für sich stehend) noch keine echte Förderung in dem Sinne, wie es wünschenswert wäre.
Aber:
Alleine die Schulbücher fördern schon mehr als vor 15-20 Jahren ganze Lehrerkollegien.
Das Kernproblem (und das wollen auch Sie @Redaktion halt einfach nicht sehen, egal wie offensichtlich die ca. 2-10% bildungsverweigernde SuS pro Schule es jedem unter die Nase reiben, der es hören/sehen will) ist ganz einfach:
– Verfestigter Ungehorsam im Lernbezug (es ist ganz normal und nix besonderes mehr, einfach NICHT zu tun, was Lehrer sagen oder unterrichtlich empfehlen – und ja, ich rede hier NUR von Unterricht, Lernen, durch die Schule kommen!)
– schlicht und einfach NULL BOCK auf Bildung/Schule, weil jeder weiß, das dies keinerlei physikalische Konsequenzen (Hunger, Frieren usw.) hat, sondern die Solidargemeinschaft das auffängt und von warmer Butze bis Taschengeld alles gratis ohne Gegenleistung hinstellt.
Beachtung, Lob und Zuwendung hätten eher normale und mittlere SuS verdient – denen wir dankbar sein müssen, dass sie sich das (=Schule) noch antun und mitziehen…statt auch ins Camp Chaos zu wechseln.
“Schauen Sie einfach mal in heutige Schulbücher und vergleichen die mit denen vor zehn oder (Gottseibeiuns! ) zwanzig Jahren.”
Uns reichen die Ergebnisse der ersten Schülerleistungsvergleiche, der PISA-Studie vor 25 oder der TIMSS-Studie vor 30 Jahren. In beiden Fällen war von “Schock” die Rede – ohne Corona, ohne Migrationswellen, ohne Handys.
Herzliche Grüße
Die Redaktion
“Uns reichen die Ergebnisse der ersten Schülerleistungsvergleiche, der PISA-Studie vor 25 “
Wenn Sie nicht aus einem Bundesland stammen, das damals signifikant über dem OECD-Schnitt lag, sondern aus einem aus der Gruppe, die weit unter dem OECD-Schnitt rangierte, kann ich das nachvollziehen.
Allerdings sind die Punktzahlen von PISA-2022 in allen Bundesländern niedriger als damals.
Kein Wunder – nach Corona, nach zwei Einwanderungswellen. Herzliche Grüße Die Redaktion
Bei IQB-2024 unterschieden sich die Ergebnisse der Migranten aus der 1. Generation zwischen den Bundesländern um über 60 Punkte, also um einen Lernfortschritt von ca. 2 Schuljahren.
Man sollte sich die Hintergründe mal ganz genau anschauen. Leider handhaben das ja nicht alle Bundesländer gleich.
Haben wirklich alle neu hinzugekommenen Migranten-Kinder (sind ja auch 1. Generation) teilgenommen? Oder haben in einigen Bundesländern viele (alle) teilgenommen und in anderen nicht?
Wie lange gingen die teilnehmenden Kids schon in Deutschland zur Schule? Ein Jahr oder fünf oder …?
Nur wenn man das ganz genau aufdröselt hat, taugen solche Kennzahlen etwas und man kann vergleichen.
“Haben wirklich alle neu hinzugekommenen Migranten-Kinder (sind ja auch 1. Generation) teilgenommen?”
Natürlich nicht, da ja bei IQB wie auch bei PISA nicht alle Schüler*innen getest werden, sondern nur repräsentative Stichproben.
Informationen über die Stichprobengüte und die Quoten der vorab aussortierten Schüler*innen sind bei PISA oder IQB aber verfügbar.
In Hamburg waren bei IQB-2018 und IQB-2022 z.B. keine Auswertungen der Schüler*innen mit Migrationshintergrund möglich, da die Stichprobengüte dafür nicht ausreichte. Bei IQB-2024 war die Güte gerade noch ausreichend, aber laut IQB-Report sind bei den Ergebnissen Hamburgs positive Verzerrungen nicht auszuschließen.
Wenn Sie jetzt bloß eine Meinung zu Ihrer eigenen Aussage hätten…
“nach Corona, nach zwei Einwanderungswellen”
Ich denke auch, dass es nicht unbedingt an den jweiligen Schulsystemen liegt, sonst hätten OECD-Länder mit anderen Schulsystemen, in denen diese Faktoren deutlich geringer auftraten bei den PISA-Test ja eigentlich auch weniger stark nachgeben müssen.
“Wenn Sie nicht aus einem Bundesland stammen, das damals signifikant über dem OECD-Schnitt lag, sondern aus einem aus der Gruppe, die weit unter dem OECD-Schnitt rangierte, kann ich das nachvollziehen.”
Sind Sie SICHER, dass Sie das nicht bei den Bundesländern ausmachen wollen, sondern bei “dem” OECD-Land, wo Sie jedes Mal fragen, “welches” Bildungssystem jemand meint?
Wenn Sie unbedingt wollen, dürfen Sie meinetwegen auch glauben, dass es in allen Bundesländern ein einheitliches “deutsches Bildungssystem” gibt,
Sicher, kann man so sehen.
Und sich dann Jahr für Jahr, Studie für Studie (wahlweise) wundern, empören oder (im Bildungssektor am beliebtesten) “Mehr vom Gleichen!” fordern.
Wer immer noch hungrig ist (nach Worthülsen, Studien, Spaßschule, ‘Bürgerräten’, ‘Konzepten’ usw.) , kriegt von der Bildungspolitik gerne und kräftig Nachschlag.
Und wer es platt haben will, macht aus der Personalnot im Bildungssystem einen Kulturkampf.
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Volle Zustimmung.
in NRW mussten wir auch bei einer schwachen 4 auf dem
Zeugnis Förderempfehlungen geben. Ich habe das immer sehr konkret getan.
Ein ganzes Paket Übungen (4teachers übrigens eine tolle Fundgrube auch für grundlegende Wiederholungen, z.T. auch selbst erstellt), plus der Angabe, in welchen Stunden ich für Fragen zur Verfügung stehe ( vorbeugend für “Ich hab’ das alles nicht verstanden”) plus großzügigem Zeitrahmen (z.B. vom Halbjahreszeugnis bis zu den Osterferien ) plus Angebot, alles zu korrigieren (ich weiß, ich war bekloppt). SuS aus Klasse 8, die in jeder Stunde meinten, sie könnten z.B. kein Wort Englisch habe ich auch mit Material ab Klasse 5 versorgt (Hervorragend geeignet hierfür Materialien für neu zugewanderte SuS, da sehr komprimiert und auf das Wesentliche fokussiert.)
Reaktion: Keine, oder Eltern: “Er/sie hat doch eh so viel Stress mit der Schule und dann soll er/sie noch mehr machen???”
Weitere Reaktion (und damit komme ich zurück zu Ihrem Beitrag): Die genannten “normalen und mittleren SuS” kriegten die Nase daran und wollten das unbedingt auch haben , haben alles bearbeitet, wieder abgeliefert und wollten mehr…
Ist auch meine Erfahrung.
Ich persönlich lasse diese Fördersachen über Teams laufen, da hat man im Fall der Fälle immer den schriftlichen Nachweis.
Wer nicht will – der hat schon.
Vielleicht liegt es ja auch an den Absenkungen des Niveaus in den letzten 20 Jahren, dass Deutschlands Wirtschaft hinterherhinkt? Es werden Leute bewundert bzw eingestellt, die nur herumlabern, die stillen intelligenten Nerds werden übersehen.
Ausser, wenn die nach Norwegen, Schweiz, USA usw. abdampfen…dann ist Migration auf einmal irgendwie böse und alle sollen ganz dolle zum Hochsteuervater(mutter?)land eisern stehen.
L
O
L
Sie meinen, wenn wir die Steuern senken geht es uns wirtschaftlich so gut wie den USA? 😀
Warum muss ich bei Ihrem letzten Satz an das Nachwende-Bonmot denken.
“Warum brauchen die Schüler im Westen 13 Jahre bis zum Abitur?”
“Weil sie ein Jahr “(Selbst)Darstellende Kunst” im Unterricht haben.”
Also ,”die letzten 20 Jahre”, wie Sie schreiben, ist wohl untertrieben. Das fiel “uns” schon viel früher auf. 🙂
Krass, wie grottenschlecht es bei “Ihnen” gelaufen sein muss, dass Sie von den darstellenden Künstler*innen wirtschaftlich mit wehenden Fahnen überholt wurden…
Na Sie sind doch ein anschauliches Beispiel dafür. 🙂
Sick burn gegen die DDR 😀
“Vielleicht liegt es ja auch an den Absenkungen des Niveaus in den letzten 20 Jahren, dass Deutschlands Wirtschaft hinterherhinkt?”
Corona, Russlands Angriffskrieg und folgende Inflation, USA-Idiotenzoll und Deutschlands Verschlafen der weltweiten Energiewende verpennt? 😀
“Deutschlands Verschlafen der weltweiten Energiewende”
So reden vermutlich Leute, die nicht mitbekommen haben, dass in DE 2023 die Kernkraftwerke stillgelegt wurden und bis dahin schon mehr GW-Leistung an PV + Wind installiert war als in Frankreich + Spanien +Italien zusammnen.
Bayern hat z.B. auch schon die Kohleverstromung beendet und hat 2025 laut den Zahlen von Fraunhofer ISE mehr als 78% der Stromproduktion aus EE erzeugt.
Also anders als “The Länd” wo die Kohleverstromung noch 26% der Produktion ausmachte.
Hey, das ist ja super. Warum Sie dauernd in Bundesländern denken, ist höchst seltsam, aber wahrscheinlich zutiefst bayrisch.
Viel Spaß mit den Mini-AKW vom Markus, die garantiert und Gaskraftwerken, Mindestabständen für Windenergie und Gaskraftwerken, welche über Jahrzehnte den Strompreis nach Oben treiben werden. 😉
Ich würde ja sagen, wir sitzen im gleichen Boot, aber (manche) Bayern fangen dann direkt an, ihre Hälfte abzusägen. Was soll man dazu noch sagen ^^
Falls Sie es besser finden, dass “The Länd” seinen Strombedarf mehr aus Kohlestrom von BW-Kraftwerken und mit Atomstrom aus Frankreich deckt, statt mit heimischer EE, dann sei Ihnen das unbenommen,
Sehr geehrte Redaktion, könnten Sie vielleicht etwas zu dieser neuen Nachricht in Erfahrung bringen( leider(Bezahlschranke)
Striche statt Zensuren: Berlin schafft Teilnoten für Deutsch ab – obwohl es noch keine neuen Zeugnis-Vordrucke gibt
Danke!
potschemutschka
Mittlerweile fand ich folgendes:
https://hgkberlin.de/nachricht/berlin-streicht-teilnoten
Ob das der richtige Weg ist, um mehr Schülern einen Schulabschluss zu “bescheren”?