DRESDEN. Sachsens Kultusminister Conrad Clemens stellt die Verbeamtung von Lehrkräften grundsätzlich infrage – und will dafür eine bundesweite Debatte anstoßen. In dieser Woche trägt er das Thema in die Bildungsministerkonferenz im Rahmen der KMK. In Berlin, wo die Verbeamtung erst vor Kurzem wieder eingeführt wurde, formiert sich im Vorfeld Widerstand. Die niedrige Geburtenrate, die im Osten bereits spürbar ist, senkt allerdings absehbar den Personalbedarf der Schulen. Das dürfte Clemens in die Karten spielen.

Der sächsische Kultusminister Conrad Clemens (CDU) will eine Grundsatzdebatte über die Verbeamtung von Lehrkräften in Deutschland anstoßen – und stellt damit ein zentrales Instrument der Personalpolitik in den Schulen infrage. Wie Clemens gegenüber dem MDR erklärte, strebe er „perspektivisch“ einen bundesweiten Ausstieg aus der Lehrerverbeamtung an. Einen entsprechenden Vorschlag will er bei der anstehenden Kultusministerkonferenz (KMK) in Berlin einbringen.
Clemens begründet seine Initiative mit den langfristigen Kosten der Beamtenversorgung. Alle Bundesländer stünden vor großen finanziellen Herausforderungen, sagte er. Besonders die hohen Rückstellungen für die Altersbezüge. würden künftige Generationen erheblich belasten. “Verbeamtungen sind sehr teuer, weil sie auch bedeuten, dass aus dem Staatshaushalt Pensionen zu zahlen sind”, sagte Clemens. In mehreren Ländern gebe es deshalb Überlegungen zu einem generellen Verbeamtungsstopp.
„Aktuell sind keine Änderungen an der bestehenden Regelung zur Verbeamtung von Lehrkräften vorgesehen“
Zugleich macht Clemens deutlich, dass Sachsen einen solchen Schritt nicht im Alleingang gehen würde. Sollten die anderen Bundesländer an der Lehrer-Verbeamtung festhalten, werde dies auch der Freistaat tun. Hintergrund ist die rechtliche und politische Verflechtung der Länder: Änderungen am Beamtenstatus berühren Bundesrecht, zudem stehen die Länder im Wettbewerb um Lehrkräfte. Ein einseitiger Ausstieg würde das Risiko erhöhen, Bewerberinnen und Bewerber an andere Länder zu verlieren.
In Berlin hatte die Bildungsverwaltung erst 2023 nach fast zwei Jahrzehnten Pause wieder mit der Verbeamtung von Lehrkräften begonnen – nicht zuletzt, um im Wettbewerb mit anderen Ländern bestehen zu können. Ein Sprecher der Senatsverwaltung betonte nun, die bisherigen Erfahrungen seien positiv. „Aktuell sind keine Änderungen an der bestehenden Regelung zur Verbeamtung von Lehrkräften vorgesehen.“ Nach Angaben der Verwaltung gibt es inzwischen weniger unbesetzte Stellen, zudem bleiben mehr Referendarinnen und Referendare nach dem Vorbereitungsdienst in der Hauptstadt.
Auch politisch stößt der sächsische Vorstoß auf Skepsis. Der bildungspolitische Sprecher der SPD-Fraktion in Berlin, Marcel Hopp, hält eine gemeinsame Linie der Länder für unwahrscheinlich. „Das kann ich mir einfach nicht vorstellen“, sagte er. Die Entscheidung sei letztlich eine Abwägungsfrage, bei der der Lehrkräftemangel eine zentrale Rolle spiele. Lehrkräfte würden weiterhin gesucht.
Ähnlich äußert sich die Grünen-Fraktionsvorsitzende Bettina Jarasch, die vor einem erneuten Kurswechsel warnt. „Die Lehrerinnen und Lehrer in Berlin brauchen keinen Zick-Zack-Kurs, sondern Verlässlichkeit“, sagte sie. Berlin habe die Rückkehr zur Verbeamtung auch deshalb vollzogen, weil andere Länder diesen Schritt längst gegangen seien und gezielt mit entsprechenden Angeboten geworben hätten. „Jetzt wieder den Rückwärtsgang einzulegen, würde Vertrauen erschüttern.“
Unterstützung erhält diese Sichtweise auch aus der CDU-Fraktion. Der bildungspolitische Sprecher Lars Bocian betont: „Die Verbeamtung steigert entscheidend die Attraktivität des Lehrerberufs und sichert die Unterrichtsqualität unter anderem auch durch das Streikverbot.“
Allerdings gibt es auch innerhalb der Berliner Politik Stimmen, die den finanziellen Druck stärker gewichten – eine durchaus maßgebliche: Finanzsenator Stefan Evers (CDU) verweist auf laufende Abstimmungen zwischen den Ländern zur „Verbeamtungspraxis“ und formuliert grundsätzliche Zweifel am eingeschlagenen Kurs: „Es kann nicht weitergehen wie bisher.“
In Sachsen selbst ist die Zukunft der Verbeamtung offen. Die geltende Regelung ist dort zunächst bis 2030 befristet. Eine erste Vorentscheidung über die weitere Praxis wird für Mai erwartet. Allerding deutet sich in Sachsen bereits ein struktureller Wandel beim Lehrerbedarf an, der über die aktuelle Mangellage hinausweist. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes wird die Zahl der Schülerinnen und Schüler in den kommenden 15 Jahren im Freistaat um etwa 20 Prozent zurückgehen. Besonders stark betroffen sind Grundschulen sowie ländliche Regionen wie das Erzgebirge oder die Oberlausitz, während der Rückgang in Großstädten wie Leipzig und Dresden deutlich geringer ausfällt.
„Die Menschen, die in den 90er Jahren nicht geboren wurden, können jetzt wiederum keine Kinder bekommen“
Kultusminister Clemens hatte bereits im Dezember gegenüber dem MDR auf die langfristigen Ursachen dieser Entwicklung verwiesen. „Die Menschen, die in den 90er Jahren nicht geboren wurden, können jetzt wiederum keine Kinder bekommen“, sagte er mit Blick auf die demografischen Folgen des Geburteneinbruchs nach der Wiedervereinigung. Diese Entwicklung setze sich fort: Seit 2016 sind die Geburtenzahlen in Sachsen erneut rückläufig.
Nach Darstellung des Ministeriums wird sich der Schülerrückgang ab dem Schuljahr 2029/2030 zunächst in den Grundschulen bemerkbar machen. Weiterführende Schulen und Berufsschulen werden zeitversetzt betroffen sein. Parallel dazu rechnet die Landesregierung mit sinkendem Bedarf an Neueinstellungen. Clemens formulierte dazu eine klare Erwartung: Sachsen werde künftig „vermutlich keine Seiteneinsteiger im Lehrerberuf mehr brauchen“. Im laufenden Jahr wurden im Freistaat noch rund 500 Seiteneinsteiger eingestellt.
Die absehbare Entwicklung hat bereits konkrete bildungspolitische Konsequenzen. So will das Kultusministerium angehende Lehrkräfte gezielt stärker in Richtung weiterführender Schulen und Berufsschulen lenken. Gleichzeitig sollen Schulstandorte trotz rückläufiger Schülerzahlen möglichst erhalten bleiben, unter anderem durch kleinere Klassen, jahrgangsübergreifenden Unterricht und schulübergreifende Strukturen. Vor diesem Hintergrund verschiebt sich allerdings die Perspektive auf die Verbeamtung: So dringend werden aus Sicht der Politik Lehrkräfte in Zukunft dann doch nicht mehr benötigt. News4teachers / mit Material der dpa
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Finde ich richtig.
So gibt es keine zwei Klasse im Kollegium und alle dürfen streiken gehen 🙂
Nicht wirklich, weil alle verbeamteten Lehrer dies ja bleiben bis zur Pension. Und in vielen Ländern sind eher die jungen Lehrer verbeamtet, also bleibt das Zwei-Klassen-System auch die nächsten 40 Jahre.
Es können aber Beamten-Privilegien abgebaut werden, ohne dass der Beamtenstatus abgeschafft wird, z.B. eine Angleichung des Renten- und des Pensionsniveau, denn es ist angesichts der prekären Lage des Rentensystems nicht mehr vermittelbar, dass die Beamten die bekannten Privilegien besitzen.
Ich erwarte, dass sowas kommt, dass z.B. Beamte auch in die Rentenkasse einzahlen. Man könnte die bis jetzt erworbenen Ansprüche einfrieren und ab einem bestimmten Datum auch Beamte in die Rentenkasse einzahlen lassen, wo sie dann einen Rentenanspruch erwerben wie Arbeiter und Angestellte auch. Ich denke, das geht.
Dann müssen die Arbeitgeber, also die Länder, aber auch ihren Arbeitgeberanteil in die Rentenkassen einzahlen, was sie nicht tun werden. Außerdem wurd in den 1950ern die Beamtenbesoldung mit Verweis auf die hohen Pensionen um insg. 14% gekürzt. Da müßte man diese Kürzung ja wieder rückgängig machen, weil die Pension dann ja nicht mehr gezahlt wird. Wenn die Ex-Beamten dann diese 14% nehmen und in einen ETF-Sparplan investieren, dürfte da kaum Weniger bei raus kommen als bei der aktuellen Pension. Es wird nur fürs Land für die nächsten 40 Jahre teurer, weil die aktuellen Pensionen aus dem aktuellen Haushalt zu zahlen sind und gleichzeitig dazu die Arbeitgeberanteile in die Rentenversicherung.
Es wird nur fürs Land für die nächsten 40 Jahre teurer, weil die aktuellen Pensionen aus dem aktuellen Haushalt zu zahlen sind und gleichzeitig dazu die Arbeitgeberanteile in die Rentenversicherung.
Und genau deshalb wird es wahrscheinlich nicht so kommen. Seit wann wird in der Politik sooo weit gedacht, also bis nach der nächsten Wahl und der übernächsten und…
Gut, Punkte machen kann man schon, wenn man es den Beamt*innen mal so richtig zeigt aber finanziell gibt’s da keinen schnellen Erfolg.
Das müssen sie bei den angestellten Lehrkräften ja auch oder in den Fällen von Nachversicherungen, in denen ein Beamtenverhältnis auf Zeit endet oder aus disziplinarischen oder medizinischen Gründen vorzeitig beendet wird.
Es wird einfach Übergangsbestimmungen geben. Das mit den 14% hätte ich gerne mal belegt. Ich las mal von 1,4% als “Abgabe” für die Pensionen. Außerdem woher wollen Sie wissen, dass das dann zurückgenommen werden MUSS? Auch für die Pension gilt wie für die Rente, dass die jetzt Arbeitenden dafür aufkommen und nicht, dass man dafür eine Summe anspart, die man dann ausgezahlt bekommt, sprich, diese “Rücklage” ist auch schon ausgegeben worden für die bisherigen Pensionen.
Man wird das machen müssen, weil die Bevölkerung die Beamten-Privilegien immer argwöhnischer betrachtet.
In Österreich gelang die Umstellung auch. Irgendwann muss man damit anfangen.
“Das mit den 14% hätte ich gerne mal belegt.”
Dann lesen Sie am besten mal Informationen zum Eckmann-Vergleich 1951
https://www.bundestag.de/resource/blob/584292/1c3bcac6da94055694ee0f4cfa21272b/WD-6-116-18-pdf.pdf
Weitere Kürzungen finden Sie in folgendem Dokument auf Seite 4 :
https://beteiligtentransparenzdokumentation.thueringer-landtag.de/fileadmin/Redaktion/Beteiligtentransparenzdokumentation/Dokumente/7-7122/3_Parl_Anhoerungsverf/Z7-2533/Z7-2533.pdf
Um es noch ein wenig zu konkretisieren:
Beamte beteiligen sich schon seit Jahrzehnten an den eigenen Pensionen, zumindest was die Abzüge bei ihrem Gehalt angeht. Nur weiß dies kaum jemand mehr, da die Politiker seit Jahrzehnten die Pensionszahlungen der Beamten anderweitig verwenden, da diese nicht zweckgebunden sind.
Bereits im Bundesbeamtengesetz von 1951 ist festgelegt, dass die Beamten 7% weniger brutto bekommen sollen, damit diese 7% für Pensionsrückstellungen genutzt werden können. Im Bundesbesoldungsgesetz von 1957 wurden die Beamtenbezüge nochmals um 7% gekürzt, als Rückstellung für die spätere Pension.
Das heißt: Bereits seit 1957 behält der Staat bei Beamten 14% von ihrem Gehalt für die Pension ein! Im Gegensatz zum Rentenbeitrag, der gesetzlich für Renten ausgegeben werden muss, wandern diese 14% einfach so in den Staatshaushalt und wurden in den letzten 40 Jahren für alles, aber nicht für Pensionsrückstellungen ausgegeben.
Zusätzlich wurde 1998 eine Versorgungsrücklage eingeführt. Das heißt: Bei jeder Gehaltserhöhung werden 0,2% einbehalten, die diesmal zweckgebunden als Altersrückstellung in die Pensionen gehen.
Das heißt: Beamte zahlten schon quasi immer 14%, inzwischen ca. 16-18% ihres Gehalts für ihre Pension! Nur hatten und haben sie von ihren Rückstellungen nichts, da die Politiker das Geld für andere Projekte ausgegeben haben.
Die Rückstellungen reichen aber bei weitem nicht für die üppigen, oft über 20 Jahre sich erstreckenden, Pensionszahlungen. Und davon abgesehen wurden und werden die eingezahlten Rentenbeiträge permanent zweckentfremdet.
Dass die staatlichen Arbeitgeber nicht ausreichend vorsorgen und Beiträge zweckentfremdet werden, ist aber weder die Schuld der Pensionäre noch der Rentner.
Aber des Systems, das hochgradig ungerecht ist und sich nach den Belangen der Politiker richtet.
Die einen sagen so, die anderen so.
Irgendwer muss doch die Parlamentsmehrheiten gewählt haben, die dann die Beiträge umgewidmet haben.
Interessanterweise gibt es nur ganz wenige, die die “versicherungsfremden” Leistungen innerhalb der Sozialsysteme ablehnen und auf sie verzichten wollen. Folglich lässt sich doch feststellen, dass diese Leistungen, die nicht über Beiträge finanziert sind, benötigt werden. Hinzu kommt ja noch die hohe Anzahl von Älteren, die auf die Grundsicherung im Alter angewiesen sind.
Kommen wir zu dem großen Thema “Schwarzarbeit”. In der öffentlichen Diskussion wird dann in den meisten Fällen auf die Umsatzsteuer hingewiesen, die dem Staat entgeht. Es sind aber die nicht oder nur teilweise abgeführten Sozialabgaben, die aus meiner Sicht der entscheidende Punkt sind. Jetzt die Putzfrau oder den Handwerker “unter der Hand” zu beschäftigen und im Nachgang gegen die ausufernden Sozialleistungen und staatlichen Zuschüsse zur GRV zu wettern ist mehr als scheinheilig.
Die Verfolgung von Steuerdelikten und die verstöße gegen die Sozialabgabenpflicht wird am “Wirtschaftsstandort D” nicht entsprechend priorisiert. Wo ist die bundesdeutsche Finanzpolizei nach dem italienischen Vorbild der Guardia di Finanza?
Dann, liebe Beamte, richtet euren Zorn doch aktiv an die Regierung und jammert nicht die Angestellten an, denn denen geht es weitaus schlechter.
“und jammert nicht die Angestellten an”
Wer tut das Ihrer Meinung nach ?
Angestellte und Gewerkschafte könnten sich übrigens auch dafür einsetzen, dass die Situation von angestellten Lehrkräften verbessert wird, statt zu fordern dass künftig auch alle alleinerziehenden GS-Lehrkräfte aus BW, RLP, Saarland , die wegen Kindererziehung nur in familenpolitischer Teilzeit arbeiten könnnen, nicht mehr nach A12 vergütet werden sollen, sondern nach E12.
Ein erster Schritt wäre doch z.B. , dass angestellte Lehrkräfte nicht automatisch das gleiche Deputat ableisten müssen wie Beamte, auch dann wenn die Wochenarbeitszeit der Angestellten geringer ist.
Ich empfinde es schon als “Jammern”, wenn man anbringt, dass doch die PKV im Alter teurer wird, dass man Gehaltskürzungen hinnehmen muss, um in die Pensionskasse einzuzahlen, dass man weniger brutto hat als Angestellte, dass man nicht streiken darf…… das wars dann schon, dagegen gibt es 10fach Vorteile und Sonderzahlungen.
Und deshalb sollen alleinerziehende GS-Teilzeitlehrkräfte In BW, RLP etc. künftig nicht mehr mit A12, sondern mit E12 vergütet werden?
Geht es hier um die Alleinerziehenden? Die gibt es doch nicht nur bei den Beamten?
Geht nich, da die PKV im Alter so teuer ist, dass man sie bei einer Pension auf Rentenniveau nicht mehr bezahlen könnte.
Das wäre nachzuweisen. Im Pensionsbezug müssen meines Wissens nur 30% über PKV abgesichert werden – der Rest wird von der Beihilfe übernommen.
Ja, 30% von was denn, du Genie? Merkste selbst, oder?
Sie kennen sich nicht aus mit der PKV? Sie versichern 30% des Erkrankungsrisikos. Da die PKV nur 30% der Rechnung zahlen muss (Rest übernimmt Beihilfe), dürfte Ihr Beitrag ungefähr ein Drittel des Regelsatzes ausmachen. Und ja, das ist vermutlich deutlich mehr, als Sie in jungen Jahren gezahlt haben. Aber wissen Sie was? Den Mehrbetrag im Alter haben Sie während Ihres Erwerbslebens gegenüber den Angestellten mehr als eingespart.
Wieso, dann ist man doch nicht mehr privat versichert. Beamte werden dann gerechterweise wie jeder normale Rentner behandelt, nix mehr Sonderbehandlung, keine schnellen Termine mehr, keine Facharztwahl, kein Luxuseinzelzimmer, was den Rentnern zuzumuten ist, sollte doch auch für Pensionisten gelten? Oder soll die Diskriminierung ewig so weiter geführt werden?
Dann haben Sie am Ende kaum noch Arztpraxen, die finanzieren sich nämlich zu einem Großteil von den hohen Sätzen der Privatversicherten.
Mein Gott, so viel Schaum vor dem Mund heute wieder!
Wer heute verbeamtet ist, ist finanziell ziemlich safe. Und mit Ü55 mit SIcherheit.
Eben, habe ich etwas anderes gesagt? Ich sprach von Diskriminierung!
Was ist daran diskriminierend?
Als ich im Schuldienst angeheuert habe, gab es die Urkunde nebst gegenseitigen Pflichten und Rechten. War klar und ist von beiden Seiten angenommen.
Das war bei Ihnen doch ebenso. Sie sind das Arbeitsverhältnios eingegangen und haben den Arbeitsvertrag unterschrieben. Alle Bedingungen standen darin.
Ungleiche Dienst- bzw. Arbeitsverhältnissen, ja- aber keine Diskriminierung- niemand wurde schließlich gezwungen.
“Ungleiche Dienst- bzw. Arbeitsverhältnissen, ja- aber keine Diskriminierung- niemand wurde schließlich gezwungen.”
Das ist ihr Verständnis von Diskriminierung?
Dann sollten Sie sich mal mit dem AGG befassen. Haha.
Ganz so einfach ist es nämlich auch nicht.
Natürlich ist man weiterhin privat versichert, man darf doch im Alter nicht mehr wechseln.
Wenn der Beamtenstatus nicht mehr gilt, darf man sehr wohl wechseln, Das Wechseln ist nur untersagt, wenn Beamte mit üppiger Pension nun im Alter in die GKV wechseln wollen, da die in der Regel etwas günstiger ist. Cherrypicking, wird zum Glück verhindert.
Die PKV hängt nicht von der Angestellungsart ab, sondern vom Einkommen. Auch angestellte Lehrer können in der PKV sein, wenn sie mehr als … verdienen.
Dann schau doch mal bitte wo die Einkommensgrenze für die PKV momentan liegt und was Lehrer aktuell so im Monat verdienen können.
Das schaffen Sie doch allein. Ein Tipp: Beitragsbemessungsgrenze GKV googeln und dann im TV-L Ihres Bundeslandes nachsehen, was man mit E13 in den einzelnen Erfahrungsstufen bekommt.
Ab TVdL E13- Stufe 4 ?
Warum nicht einfach 50% GKV als AG-Anteil auch bei Beamten.
Und 0% PKV.
Und zack … Diskussion wäre eigentlich zu Ende. Die Beamten brauchen sich nicht “über die hohen PKV Anteile im Alter” [welche man sowieso abwirft, wenn man in der finanziellen Situation ist …] sich beklagen.
Und die Angestellten brauchen sich nur über 50% AG-Anteil für Beamte als beidseitige (!) Ungleichbehandlung aufregen.
“Problem gelöst”? Für alle anscheinend?
2026: 77.400 Euro brutto
Der Unterschied ist aber dennoch gravierend. Die Angestellten, die sich privat versichern erhalten zwar den AG-Anteil entsprechend des Höchstsatzes gem. Beitragsbemessungsgrenze als Gehaltsbestandteil ausgezahlt, müssen aber für 100% der Versicherungsleistungen zahlen.
Beamte hingegen müssen lediglich für eine private Krankenzusatz-versicherung zahlen, da sie ja entsprechend des Personenstandes und der Anzahl der Kinder anteilige Zahlungen der beihilfe beanspruchen können.
Der Unterschie ist dann so ähnlich wie der zwischen Voll- und Teilkasko bei der Kfz-Versicherung.
Der andauernde Vergleich von Kernobst geht mir auf den Zeiger!
Bekommen aber keine Beihilfe vom Dienstherrn, na so was!
Warum sollte ich Beamter mit allen Nachteilen bleiben, wenn einer der wesentlichsten Vorteile abgeschafft wird?
Das gleiche sollte man sich bei angestellten LuL mit gleichen/selben Profil mal fragen?
Warum sollte man alle Pflichten teilen, aber keine Privilegien?
Welchen wirklichen Nachteil gibt es denn? Dass man nicht streiken darf, ok, machen aber die angestellten Lehrer auch kaum. Also eher kein Nachteil. Ein paar “Beamtenleckerle” wird man lassen (siehe mein Kommentar an @unverzagte).
Kein Streikrecht bei Beamten ist ein Scheinargument, solange es parallel Angestellte gibt.
Verstehen nur viele (Beamte) nicht.
Durch die Parallelstellung werden angestellte LuL ebenso “benachteiligt”. Es fehlt ja hier als “Gesamtes” dann. Vergessen leider viele.
Die Angestellten streiken potentiell für eine größere Schere. Da Angleichungen und Übertragungen. Also ebenfalls ein “Nachteil”/eine Ungleichheit bis hin zu zumindest “kein Vorteil”.
Ich weiß ehrlicherweise nicht, was man hier im Vergleich “Angestellte vs. Beamte” (klingt hart) immer wieder mit dem Streik-Scheinargument als “Nachteil” ankommt.
Ja, es ist ein Nachteil … Aber ebenfalls für angestellte Lehrkräfte. Also zieht der Nachteil “gegenüber dem AG” zwar. Er ist hier dann in einer “wohligen Position”. Aber eben auch den Angestellten gegenüber, da er die Abdeckung durch Beamtentum erhält. Und v. A. primär nur dadurch die Tarifverhandlungen auch zum Teil mit bestimmt und abschwächt.
Nene, für manche Beamte ist “kein Streikrecht” durchaus sogar ein Vorteil. Sie haben keine (moralische) “Rechenschaftsablegung”.
Wie oft liest man hier denn im Forum “haben Sie denn mitgestreikt”?
Öhm. Ja. Sollte man langsam auch mal verstehen finde ich.
Immer der gleiche Schein-Argumente-Stuss.
Kann mir allerdings auch gerne jemand [Beamte] erklären, falls ich falsch liege. Bin für den Diskurs offen.
Konnte bisher leider noch keiner sinnvoll und logisch … Schade. Auf geht’s. Angeführt wird das Scheinargument ja ständig. Dann auch mal sinnvoll sachlogisch den Nachteil im Vergleich zu Angestellten verargumentieren/anführen. Den gibt’s nämlich nicht durch Klauseln und Gesetze. Haha.
Und auch ohne “Vergleich zu anderen Berufsprofilen” oder “in Bezug auf den AG”. Das teilt man sich hier nämlich als (staatlich) angestellte Lehrkraft.
Als Privatschullehrkraft … Ist man sowieso oft nicht Tarifgebunden und wird durch andere Gesetze eingedämmt. Zudem darf man hier auch nur Streiken, wenn man direkt als Privatschule aufgerufen und einen gezielten (Mit)Tarifstreik als zuständige (!) Gewerkschaft für die jeweilige Privatschule einfordert. Daher … Wird oft nicht gemacht.
Immer wieder fasziniert und “erstaunt” wie wenig Rechtserfahrung/-kenntnisse einige Lehrkräfte haben …
Eben, das gäbe mehr als ein Beben. Beim Wählen, beim Kündigen, beim Gar-nicht-erst-anfangen. Und wer drin ist, ist drin. Davon abgesehen sollte so mancher mal den Scham vom Mund abwischen und im GG zum Berufsbeamtentum nachlesen.
Herrlicher freudscher Tippfehler…
Scham statt Schaum
Verflixt aber auch, dieser Freud!
Den Schaum bringen allein Sie mit in die Diskussion.
Nö, ich bin Vera, nicht Andi. Mir geht es als Beamtin kurz vorm Ziel PRIMA!
Das ist doch schön für Sie! Warum dann die Geiferei? Freuen Sie sich doch auf alles, was Sie nach Erreichen Ihres Ziels (was ist es eigentlich: die Pension?) machen werden.
Vera geifert nicht. Sie freut sich am Frühling und wiederholt, dass jeder seines Glückes Schmied ist. Und wem sein Arbeitsverhältnis nicht gefällt, muss sich an die wenden, mit denen er es geschlossen hat, aber nicht neidisch sein auf die, die es anders haben. Denen gegenüber braucht man weder zu argumentieren- warum sollen sie auch im Staube kriechen?- noch sie zu überzeugen- sollen sie die Urkunden aus Solidarität zurückgeben? Schönen Tag auch noch- mich langweilt es inzwischen hier.
Das monetäre Ziel sind übrigens die 71% Pensionshöhe (von A15)- die anderen sind nicht dienstlich kontextualisiert.
Ich weiß echt nicht, wie Sie auf „Neid “ kommen. Das ist die typische Argumentation derjenigen, die genau wissen, dass sie gegenüber angestellten Lehrkräften ungerechtfertigterweise privilegiert sind, aber sich damit nicht auseinandersetzen wollen.
Zum Mitschreiben:
Das Hinweisen auf Ungerechtigkeit ist kein Neid.
Und für Sie persönlich: Sie tun mir leid. Jemand, der sein Lehrerleben lang auf das Ziel „Pensionierung“ hinarbeitet, jemand, der sich anderen gegenüber erhöhen muss, damit er sich gut fühlt: ja, der tut mir nur leid. Und das hat nichts mit verbeamtet oder angestellt zu tun, sondern einzig und allein mit dem Charakter.
Na jetzt wird aber die ganz große Keule herausgeholt. Woher wollen Sie denn wissen, ob jemand, der hier schreibt, ein “Lehrerleben lang auf das Ziel „Pensionierung“ hinarbeitet”? Das ist Unfug bzw. eine Unterstellung, denn über Berufsethos und Arbeitsqualität anderer Foristen können Sie so wenig urteilen wie ich. Nur weil man nicht im Staube kriecht und es legitim findet, das zu erhalten, was bei Dienstantritt vereinbart war, ist man nicht zwangsläufig “jemand, der sich anderen gegenüber erhöhen muss”. Wir Beamtinnen und Beamten können nichts für Ihre Not und gönnten Ihnen den Beamtenstand. Aber warum wird Ungerechtigkeit nur dann beseitigt, wenn man uns quasi ‘vom hohen Ross holt’ und ‘Privilegien streicht’ wie es hier so oft formuliert wird?
Arbeiten Sie sich gerne weiter an mir ab, beurteilen Sie von mir aus weiter meinen Charakter, wenn’s konveniert- allerdings kläffen Sie den falschen Baum an.
„ Woher wollen Sie denn wissen, ob jemand, der hier schreibt, ein “Lehrerleben lang auf das Ziel „Pensionierung“ hinarbeitet”? “
Ganz einfach, ich lese deren Posts! Gern noch mal für Sie hier zitiert:
„ Mir geht es als Beamtin kurz vorm Ziel PRIMA!“
Im Übrigen: „kläffen“ und sich an anderen abarbeiten tun hier nur Sie. Ich sag’s ja: ist ne Charakterfrage, hat nichts mit dem Status „verbeamtet oder angestellt“ zu tun.
Ok. Wer also eine Auffassung nicht teilt, wird mit (Vor-)Urteilen belegt und charkterlich eingeordnet. Und damit arbeitet man sich an dem Gegenüber- dem falschen immer noch- und nicht an der Sache ab. Aber wenn’s denn konveniert- Sie sind im Recht und ich genieße weiter meine Privilegien.
Schön für Sie, dann akzeptieren Sie aber bitte auch Argumentationen von jenen, denen es nciht so gut geht.
Gerne akzeptiere ich vermeintliche Argumente, deren Adressatin ich aber nicht bin. Und auch nicht die Blitzabeiterin derer Verfasser und -innen.
Da gibt es so einen schlauen Spruch …… “Wie man in den Wald hineinruft”……
Das sagt der/die Richtige…
Eher umgekehrt, “wenn alle Vorteile abgeschafft werden”. Sie sehen nur einen wesentlichen Vorteil? Naja ……….
Wer wird sich denn dann noch verbeamten lassen wollen, wenn es neben den extra Pflichten keine ausgleichenden Privilegien geben sollte ?
Also wie aktuell bei angestellten LuL? Gute Frage.
Aber welche zusätzlichen Pflichten haben verbeamtete lehrkräfte, die die angestellten Lehrkräfte nicht haben?
Man wird nicht alles abschaffen, nur einen Teil. Vielleicht bleibt die unbegrenzte Gehaltsfortzahlung im Krankheitsfalle. Würden Sie auf die verzichten, wenn es keine Pensionen mehr gibt? Oder halt nicht 71%, sondern nur noch 61%?
Es gibt die 71% nicht automatisch, das ist die Zeit der Dienstjahre wie bei der Rente auch. Und wenn man erst angestellt war und einen Rebtenanspruch hat, wird beides miteinander verrechnet und man muss für alles auch Krankenkassenbeiträge zahlen. Und das läppert sich. Also Vorteill nur, wenn man früh verbeamtet ist.
49 % bitte.
Merz will Arbeitsrecht kippen, mehr Stunden- alle toben, obwohl sie WUSSTEN, wie unsere Wirtschaft funktioniert.
Bei Beamten “Privilegien” abschaffen? Jubel, jubel.
Erbärmlich.
Nein, nicht Beamtenprivilegien, sondern nur bein den faulen Säcken.
Sollte man bei mir dran wollen (was eigentlich nicht geht), freut sich die Rechtschutzversicherung.
So!
Na wundervoll, ein Gesetz zur Widerherstellung des Berufsbeamtentum, wenn demnächst Rechtsextreme Kultusminister stellen. Was soll da schon schiefgehen, gerade im Osten?
Ich dachte eigentlich, dass der Lehrerberuf attraktiver gemacht werden soll, um mehr junge Menschen davon zu überzeugen. Durch die Abschaffung des Beamtentums gelingt das sicher nicht.
Mehr Geld, mehr Eigenverantwortung und nicht lebenslange Alimentierung durch den Staat, auch wenn man seine Aufgabe nicht erfüllt. Was ist daran so verkehrt? Die Diskriminierung in angestellte und verbeamtete Lehrer muss aufhören, und wem der Lehrerberuf wirklich am Herzen liegt, der macht das nicht vom Beamtentum abhängig, das wird sich einspielen. Es tummeln sich etliche Kollegen, die nicht die Arbeit mit Kindern und Jugndlichen als Priorität sehen, ist nicht gut für den Berufsstand.
Problematisch wird die Übergangszeit, da die meisten Lehrer noch 20-30 Jahre die Privilegien genießen dürfen.
In anderen Berufen gibt es doch auch Privilegien (Dienstwagen, eigenes Büro, hohes Gehalt…) aufgrund dessen man sich für den Job entscheidet. Warum sollen nur Lehrer das aus tiefster Überzeugung und nur für die Kinder tun?
Warum entschieden sich die vielen ostdeutschen Lehrer für den Job, als keine Verbeamtung winkte. Und es sind auch Zehntausende im Westen.
Das Beamtentum sollte ja auch nicht der einzige Grund für den Lehrerberuf sein. Ich war auch viele Jahre im Angestelltenverhältnis und hatte nie vor, deshalb aus dem Job auszusteigen.
Weil die allgemeine Arbeitslosigkeit im Osten sehr hoch war?
Weil sie sonst vor die Hunde gehen würden. Diese Arbeit ist sowas von anstrengend, so ganz ohne einen Tropfen Herzblut schafft das niemand.
Wem erzählen Sie das? Ich bin seit 25 Jahren mit Herzblut Lehrerin. Das muss aber nicht heißen, dass ich das Beamtentum ablehne.
Eine private Firma hat sich gerade neue Stühle a 1500 Euro für ihr Büro bestellt. Meine Fachschaft hat ihre alten Stühle geschenkt bekommen. Was ein Segen, dass wir jetzt privat organisiert nicht mehr auf harten Holzstühlen arbeiten müssen. Aber klar voll das Schlaraffenland der Lehrberuf
Ach Gottchen, die anderen haben Dienstwagen, Homeoffice und verdienen mehr, ach ja……. Die haben aber nicht das Privileg der Unkündbarkeit, Dienstwagen gibt es nur in den oberen Etagen und oder für tatsächliche Dienstfahrten (wieviele haben Sie pro Woche?), private Fahrten werden abgerechnet oder mit dem Gehalt abgestimmt, eigenes Büro haben wir schon rauf und runter diskutiert, will keiner so wirklich und ist auch nicht machbar, zuumindest nicht in der Größenordnung wie es bei Konzernmanagern der Fall ist, aber so was schwebt den Lehrern natürlich vor, und wenn man die Abzüge der Gutverdiener betrachtet, dann verdienen die gar nicht mehr so viel mehr. Netto ist ausschlaggebend.
Jeder wusste um die Bedingungen vor der Berufswahl, es ist ein Unding, nun auf die Gegebenheiten in anderen Berufen zu schauen, und meist in Berufen, die nicht vergleichbar sind. Mit einer Krankenschwester vergleichen Sie sich doch auch nicht.
Sie meinen also mit der Aufhebung der Verbeamtung wird natürlich das fehlende Netto-Entgeld ausgeglichen? Tut mir leid, aber erneut muss ich Ihnen völlige Naivität unterstellen. Die Liebe zur der Tätigkeit ist immer nur ein Teil einer Berufswahl und wird oft durch rationale Aspekte geschlagen. Außer natürlich man heißt Teacher Andi ( oder wahlweise weitere hier vertretene nicht verbeamtete “KollegInnen”), die sich auf Basis ihrer moralischen Überlegenheit dooferweise von dem System ausbeuten lassen.
Von der massiven Rentenlücke, die man Lehramtsabsolventen nach 7 Jahren Ausbildung (5 Jahre regulär unbezahlt + 18-24 Monate unter Mindestlohn) aufbürgt, möchte ich gar nicht anfangen.
Diese sogenannte “Rentenlücke” mangels Beitragszahlungen, weil man noch studiert, wird doch durch die guten Gehälter danach wieder ausgeglichen.
Das “””gute”””” Gehalt von NICHT verbeamteten Lehrern wird in der Industrie bereits von besseren Produktionshelfern übertroffen.
Wirtschaftsblindheit (Wirtschaftsunbildung kann man das schon nicht mehr nennen) und akademische Selbsterhöhung (gefühlten Sozialstatus mit echtem Status verwechseln) gehen scheinbar gerne Hand in Hand.
Dann sollen sie doch dorthin gehen, wenn es als angestellte Lehrkraft so unlukrativ, ungerecht etc. ist. Im Gegensatz zu den Beamten können sie das nämlich ohne finanzielle Verluste.
Aber scheinbar suhlt man sich lieber im Weinen und Wehklagen und frönt dem Altruismus. Aber jeder so, wie er mag.
Richtig.
Da gehe ich völlig mit.
Und werde es (falls Verbeamtung abgeschafft wird) auch so halten.
Welche Verluste haben Sie denn im Gegensatz zu Angestellten? Ihr AG versichert Sie in der GKV nach, und den fehlenden AN-Anteil können Sie locker aus dem Zahlen, was Sie bisher eben nicht an RV Zahlen mussten.
Also kein Weinen und Wehklagen auf der Beamtenseite, das kommt sonst ein bisschen albern…
Ich habe gar keine Verluste, denn ich bin bald bei den 40 Dienstjahren und damit Höchstpension- weil ich eben meinen Teil der Abmachung erfüllt habe. Warum sollte ich persönlich weinen und wehklagen? Eher jubeln und singen- es ist schließlich Frühling.
Kommen Sie herunter von Ihrem hohen Ross. Und ich habe schon etliche Male gegen eine solche Argumentation geredet, habe es aber allmählich satt, da die meisten Beamten es nicht begreifen (wollen).
Das ist doch Quark, sorry, kein Mensch überlebt in der Anstalt, der primär die Vorteile des Beamtentums beansprucht und die Arbeit mit SuS sekundär wahrnimmt. Einfach, weil das niemand aushalten würde. Diese Arbeit kann man gar nicht bocklos nebenbei machen nur für Kohlen.
Kann man durchaus.
Man könnte diese Diskriminierung aber viel einfacher dadurch abschaffen, indem man keine Angestellten mehr ins System lässt, so wie das bei Polizei, Justiz oder Finanzamt der Fall ist.
Dann würde es aber allen Lehrkräften finanziell besser gehen.
Ein nicht unbeträchtlicher Teil der Kommentare hier im Forum bevorzugt die Lösung alle Lehrkräfte finanziell gleich schlecht zu stellen, weil ja auch dadurch mehr Gerechtigkeit hergestellt werden könnte.
Ähnlicher Ansatz wie bei Bildungsgerechtigkeit.
Auch dabei gelten ja Länder z.B. bei PISA als gerechter, wenn die SuS aus der oberen Schicht auf den Schnitt der DE-16 mehr Punkterückstand haben als die SuS aus der unteren Schicht.
Es gab in Ostdeutschland 20 Jahre lang einen Lehrerüberhang, obwohl dort gut 20 Jahre lang nicht verbeamtet wurde. Wie erklären Sie das?
Bevölkerungsrückgang, extremer.
+ Erhöhung der Deputats-Stunden (nur Vermutung)? Und die Versorgung mit Personal lag vor der Wende bei ca. 110% (Krankheitsreserve), waren schon mal mindestens 10% zu viel, Reserven braucht man nicht 🙂
100% reichen auch, weil Krankheiten, Erziehungszeiten usw. über Vertretungsstunden viel billiger abgedeckt werden können.
An manchen Schulen sind es unter 100%.
Wie hoch war denn das Deputat in der ehemaligen DDR?
Unterschiedlich im Laufe der Zeit. Je nach Schulform und (meine ich mich zu erinnern) nach Zahl der eigenen Kinder waren das pi mal Daumen zwischen 21 und 24h/Woche.
Eher 23/24 (meine Erinnerung), allerdings spielte die Anzahl der Kinder keine Rolle. Vollzeit war Vollzeit, unabhängig von der Kinderzahl. Es gab eine Abminderungsstunde für Klassenleiter, einen Haushaltstag pro Monat für verheiratete Frauen (auch ohne Kinder) und für alleinerziehende Väter (aber nur in Monaten ohne Ferientage). eine Woche der Winterferien war immer für Weiterbildung reserviert.
Ergänzung. die Anzahl der Kinder wurde, wenn möglich, bei der Stundenplangestaltung berücksichtigt (weniger Freistunden evtl.). Ein kleiner “Vorteil” bei mir war z. B., dass ich ab und zu eher von Konferenzen nach Hause gehen konnte, um die Kinder noch vor Dienstschluss des Kindergartens dort abholen zu können (mein Mann arbeitete im Schichtsystem), aber oft bat ich befreundete Nachbarn, meine Kinder abzuholen.
Es war auch nicht so einfach, als Lehrer oder Erzieher in einem westlichen BL anerkannt zu werden, Wechsel also nicht so einfach. Und die Ost-Lehrer kannten es nicht, verbeamtet zu sein, In der DDR gab es generell keine Beamte.
In der DDR gab es von garnix irgendwas – ausser für Kader.
Da konnte man dann auch Lehrer werden wenn es einem lag, besser als Leuna-Luft oder Kohlestaub bis DZE.
Aaahja. Da spricht der Auskenner ausm Westen…
Was relevant und gut war.
Und nein, das war nicht die Schuld der normalen Menschen.
Was „relevant und gut ist“ entscheiden Sie?
“…. von garnix irgendwas…” Stimmt, die Menschen lebten dort nur von Luft und Liebe! 🙂
Deshalb die höhere Geburtenrate im Vergleich zum Westen.
Da aber die Luft nachweislich schlechter war, muss die Liebe größer gewesen sein.
🙂
Hohe allgemeine Arbeitslosigkeit im Osten. Da war der sichere Lehrerberuf auch ohne Verbeamtung attraktiv.
An erster Stelle sollte die Überzeugung für den stehen. Deshalb muss das Beamtentum aber nicht verkehrt sein.
Ich kann das alles nicht mehr… wirklich nicht.
16 (!!!) Kultusministerinnen und Kultusminister in diesem Land – SECHZEHN. Da sollte man meinen, irgendwo dazwischen versteckt sich einer, dem Bildung tatsächlich wichtig ist. So wie ein seltenes Pokémon.
Und mal ehrlich: Kultusministerien und Geburtenzahlen… da war doch mal was.
Dieses große Staunen vor ein paar Jahren: „Oh! So viele Schüler auf einmal!“ – als wären die plötzlich über Nacht vom Himmel gefallen und nicht seit Jahren ziemlich zuverlässig geboren worden.
Und selbst wenn die Zahlen rückläufig sind: Endlich mal kleinere Klassen. Endlich mal Zeit für Schulentwicklung, endlich mal Teamteaching, endlich mal etwas voranbringen, gute Angebote im Ganztag (von dem ich übrigens gar nichts halte).
Aber nein – statt Chancen zu nutzen, wird direkt der Rotstift gezückt. Bildungspolitik nach dem Motto: Wenn weniger Kinder da sind, brauchen wir offenbar auch weniger Anspruch.
Und während im Alltag kaum noch ausgebildete Lehrkräfte vor den Klassen stehen, läuft parallel die nächste große Inszenierung:
Landtagswahl!
Plötzlich ist Bildung wieder das Lieblingskind.
50 % aller Wahlplakate: „Beste Bildung für unser Land!“
Nach der Wahl: „So, und jetzt schauen wir mal, wo wir zuerst sparen können…“
Ich weiß ja nicht – aber vielleicht sollte man Bildung nicht immer nur im Wahlkampf entdecken. ♂️
Und 16 Innenminister in den Ländern plus einer im Bund.
“Besonders die hohen Rückstellungen für die Altersbezüge. würden künftige Generationen erheblich belasten.”
Aber die Rückstellungen sind doch über die letzten Jahrzehnte kontinuierlich erfolgt. Nur so funktioniert doch ehrliches Haushalten. Oder etwa nicht? Ich bin beunruhigt.
Aber die Entscheidung Rückstellungen zu bilden wurde doch immer wieder zurück gestellt
In S-H wurden ja 300 Millionen der “Rückstellungen” für Beamtenpensionen “aufgelöst” um ein Haushaltsloch zu stopfen. “Zufäligerweise” derselbe Betrag, den das Land durch das Northvolt-Desaster verloren hat…
Dazu hat S-H vor kurzem großzügigerweise 900 Millionen Schulden des Universtätsklinikums übernommen.
Da Beamte dem Gemeinwohl verpflichtet sind, war dieses Vorgehen wohl zwangsläufig und folgerichtig.
Staat und “Rückstellungen” für Beamtenpensionen: Wie ein Hund, der eine Wurst bewachen soll…
Die Renteneinzahlungen wurden massivst zweckentfremdet und werden es heute noch. Warum also der Aufschrei?
Hmmm, aber zurückgestellt wird doch erst Ende Oktober. Jetzt wird doch erstmal vorgestellt. Ich raffs einfach nicht…
Ja, das wirkt alles sehr gestellt. Fake – auf neudeutsch.
“Wer hat an der Uhr gedreht?
Ist es leider schon so spät.”
Wie gesagt, mein Name ist Hase, ich weiß von nix.
Auch hier nochmal, weil’s so schön passt – und es vielen Menschen ganz offensichtlich dringend mal wieder ins Gedächtnis gerufen werden muss:
Beamte beteiligen sich schon seit Jahrzehnten an den eigenen Pensionen, zumindest was die Abzüge bei ihrem Gehalt angeht. Nur weiß dies kaum jemand mehr, da die Politiker seit Jahrzehnten die Pensionszahlungen der Beamten anderweitig verwenden, da diese nicht zweckgebunden sind.
Bereits im Bundesbeamtengesetz von 1951 ist festgelegt, dass die Beamten 7% weniger brutto bekommen sollen, damit diese 7% für Pensionsrückstellungen genutzt werden können. Im Bundesbesoldungsgesetz von 1957 wurden die Beamtenbezüge nochmals um 7% gekürzt, als Rückstellung für die spätere Pension.
Das heißt: Bereits seit 1957 behält der Staat bei Beamten 14% von ihrem Gehalt für die Pension ein! Im Gegensatz zum Rentenbeitrag, der gesetzlich für Renten ausgegeben werden muss, wandern diese 14% einfach so in den Staatshaushalt und wurden in den letzten 40 Jahren für alles, aber nicht für Pensionsrückstellungen ausgegeben.
Zusätzlich wurde 1998 eine Versorgungsrücklage eingeführt. Das heißt: Bei jeder Gehaltserhöhung werden 0,2% einbehalten, die diesmal zweckgebunden als Altersrückstellung in die Pensionen gehen.
Das heißt: Beamte zahlten schon quasi immer 14%, inzwischen ca. 16-18% ihres Gehalts für ihre Pension! Nur hatten und haben sie von ihren Rückstellungen nichts, da die Politiker das Geld für andere Projekte ausgegeben haben.
Ich kenne das durchaus, aber den Mob auf der Straße oder einige frustrierte Angestellte Kollegen interessiert das nicht. Was solls, ich geh Popcorn holen und lese weiter Kommentare.
Dem “Mob” und den “frustrierten angestellten Kollegen” (Sie scheinen ja gut Bescheid zu wissen) fällt aber durchaus auf, dass sich das Netto der beiden Beschäftigungsarten gewaltig unterscheidet, da der Beamte nicht zur Solidarität mit den Sozialkassen herangezogen wird. Und der Rentenbeitrag beträgt 18.6% beim “Mob” und “frustrierten angestellten Lehrer”, wobei der AG die Hälfte trägt. Aber ich würde gerne mehr bezahlen, wenn ich dann auch die doppelte Rente bekäme.
Und der „Pensionsbeitrag“ der verbeamteten Kollegen durch Gehaltskürzungen und Einbehaltung von Gehaltserhöhungen beträgt inzwischen auch ca. 18% (s. Berechnungen in anderen Kommentaren) – die aber komplett allein getragen wurden, da kam nix vom AG.
Pension fast doppelt so hoch wie Rente, und der Unterschied wird noch steigen. Dazu noch weitere Privilegien und geldwerte Vorteile während der aktiven Zeit, die man durchaus ansparen kann. So what?
„Pension fast doppelt so hoch wie Rente“. Sie sind hoffentlich kein Mathelehrer.
Und wie hoch ist dann die Pension im Vergleich zu den Renten?`Und wieder werden die ganzen Zuschläge unter den Teppich gekehrt, die ein Angestellter nicht bekommt. Jetzt möchte man die verbliebenen steuerlichen Vorteile für Ehepartner und Familien auch noch streichen. Dann wird der Unterschied noch so richtig krass.
Der AG, sprich Steuerzahler, zahlt die komplette Pension, in einer Höhe, von der der Rentner nur träumen kann. aber Unzufriedenheit ist das Mantra unter manchen Beamten, damit kann man herrlich über die Ungerechtigkeiten hinwegtäuschen.
https://www.abgeordnetenwatch.de/profile/daniela-ludwig/fragen-antworten/wurden-die-14-bruttogehaltabzug-fuer-die-pensionskasse-durch-eckmann-vergleich-und-erstellung-des
Sie täuschen sich gewaltig mit Ihren 18%. Und von einem Abzug oder Extrazahlung kann man schon gar nicht sprechen, wenn man die Komplexität des Systems beachtet.
Hmmm, lecker Popcorn.
Ja, so kann man auch argumentieren. Bestätigt meine Ausführungen.
Es wäre ja sinnvoll. Das wissen wir alle. Aber erstens laufen die Verbände Sturm dagegen, denn wer gibt schon freiwillig seine Privilegien auf und zweitens wird es ja immer mindestens ein Bundesland geben, das das nicht mitmacht und schon verläuft die Sache im Sande.
Deshalb wäre es eigentlich einfacher womöglich, die Beamten-Privilegien abzubauen (Pensionen, Zuschläge, unbegrenzte Gehaltsfortzahlung) oder diese mindestens auf die angestellten Kollegen auszuweiten. Das wäre wohl auch einfacher umzusetzen.
Das erwarte ich auch. Die Diskussion darum endet ja nicht. Ich bin nun gespannt, was bei der Rentenreform herauskommt.
Absurd finde ich die neueste Idee von Karl Lauterbach, dass die Renten (+ Pensionen?) der Gutberenteten von Jahr zu Jahr sinken sollen, wenn sie in Rente/Pension sind, weil die länger leben als die mit den geringeren Renten. Verrückt.
Spätestens dann finden die Wähler hoffentlich mal Antworten an der Wahlurne.
Wen schlagen‘S denn vor?
Natürlich das, was der jeweiligen Landesregierung maximales Unbehagen bereitet.
Sie sind AfD-Wähler? Nun, das ist für mich keine Alternative.
Sie glauben doch nicht im Ernst, dass die Pensionen bei dieser Rentenreform miteinbezogen sind? Von Pensionen wird bei dieser ganzen Diskussion nicht gesprochen, obwohl das ein noch größerer Kostenfaktor ist als die Renten.
Genau- und das ist gut so.
Wenn den jungen Menschen gesagt wird ihr müsst länger arbeiten um:
1. die Altersbezüge der immer älter werdenden Bevölkerung zu finanzieren und
2. selbst zusätzlich vorsorgen, weil die eigenen Bezüge im Alter perspektivisch sinken werden
klingt das aus meiner Sicht nicht verrückt, sondern eher als würde man beginnen sich in Richtung Generationengerechtigkeit zu bewegen. Und Herrn Lauterbach ging es ja um diejenigen die eine mehr als auskömmliche Altersversorgung haben – ich finde das nachvollziehbar und vernünftig!
DAS haben sie uns übrigens vor 40 Jahren beim Abi auch schon gesagt- mit dem Unterschied. dass es eine hohe Arbeitslosigkeit gab, viiiiiiele Bewerber und dann 10 Jahre später noch die Nicht-mehr-Beschäftigten aus der Ex-DDR.
Und dann haben wir uns eben eingefügt, uns irgendwohin schicken lassen und das Beste daraus gemacht. Und uns die Pension verdient, die man uns dafür versprochen hat. Und wenn hier manche platzen vor Missgunst.
Die einzige, die hier immer wieder zu platzen scheint (vor Egoismus) sind offenbar Sie. Es redet doch keiner davon, dass es den Beamten schlechter gehen soll, aber eine gewisse Angleichung und gerechte Anpassung muss man doch ins Auge fassen angesichts der Tatsache, dass bei den angestellten Lehrern die Lohnnebenkosten immer mehr steigen, die Krankenkassenbeiträge explodieren, während sich die Beamten da raus halten aus der Solidarität.
“Es redet doch keiner davon, dass es den Beamten schlechter gehen soll..” Ach nein? Dann bin ich zu intelligent für dieses Forum.
Sie sind einfach nur arrogant, sorry, aber das habe ich mehrfach mit Beamtenkollegen vor allem am Gymnasium erlebt.
Danke für das mich erfreuende Kompliment!
Die Arroganz hat nichts mit dem Beamtenstatus zu tun, die ist einfach deren ganz persönliche Charakterschwäche. Idioten gibt’s bei Angestellten und Beamten gleichermaßen.
„ Dann bin ich zu intelligent für dieses Forum.“
Die einen sagen so, die anderen anders…
Meine PKV-Beiträge sinken leider auch nicht, ganz im Gegenteil.
Okay. Und warum dann noch Beamter sein?
Es gibt keine Beamtenprivilegien…
Was sie als Privilegien deklarieren ist nunmal für die Dienstherren die Kehrseite des Dienst- und Treueverhältnis des Beamtentums.
Na, dann bleiben Sie mal dienstbeflissen und treu. Wissen Sie was? Man kann es nicht mehr hören.
“So dringend werden aus Sicht der Politik Lehrkräfte in Zukunft dann doch nicht mehr benötigt.”
Warten wir es ab.
“Laut einer repräsentativen Umfrage vom Meinungsfoschungsinstitut Gallup von 2024 gaben 28 Prozent der damals befragten Iranerinnen und Iraner Deutschland als wahrscheinlichstes Zielland an”
https://www.focus.de/politik/deutschland/kommt-es-zur-grossen-iran-flucht-wird-deutschland-hauptziel_ee896942-3aa6-40bc-91ad-ee720e464232.html
Im Iran leben ca. 90 Millionen Menschen. DIe Infrastruktur wird gerade systematisch zerstörten das erinnert alles an den Krieg in Syrien. Alle “Prognosen” der “Wissenschaftler” und Politiker, was die Entwicklung der Schülerzahlen betraf, waren danach null und nichtig…
Nun werden wir wieder lesen können, dass ohne Verbeamtung niemand mehr Lehrer werden will, obwohl die ostdeutschen Bundesländer samt Berlin bewiesen haben, dass viele, die Lehrer werden wollen, nicht zuerst auf den Beamtenstatus schauen. Das ist eher ein willkommenes Plus, aber nicht das einzige Kriterium für die Berufswahl. Laut einer Umfrage finden rund 60% der Lehrer selbst, dass der Beamtenstatus eigentlich nicht nötig ist.
Was soll Berlin bewiesen haben? Die kriegen nicht mal mehr die Hälfte der freien Stellen in jedem Jahr mit ausgebildeten Lehrern voll und müssen daher Quereinsteiger en masse einstellen. Ist mir rätselhaft, wie Sie da anscheinend eine Vorbildrolle sehen …
In Berlin wurde seit 2005 oder so nicht mehr verbeamtet. Trotzdem gab es jedes Jahr neue Lehrer. Bis zur Wiederverbeamtung 2023 stieg die Zahl der angestellten Lehrer auf knapp über die Hälfte, ich glaube 22.000 von 36.000 oder so ähnlich. Das beweist, dass es auch ohne Verbeamtung viele Interessenten für den Lehrerberuf gab.
Bis 2015 ging man in Ostdeutschland von sinkenden Schülerzahlen aus. Lehrerstellen wurden überall abgebaut, Schulen geschlossen.
Gerade das Beamtentum hält die Regierung doch von notwendigen Einstellungen ab, denn die sind dann unkündbar und müssen bei einer Schülerflaute irgendwie teuer beschäftigt werden. Da spart man doch lieber vorher ein.
“Gerade das Beamtentum hält die Regierung doch von notwendigen Einstellungen ab”
In welchen Bundesländern wäre das denn konkret so?
Plädieren Sie dann für hire-and-fire?
Gibt es ja z.B. schon bei befristetet beschäftigeten Lehrkräften oder Referendar*innen, die in den Sommerferien in die Grundsicherung geschickt werden.
“Sparsame Länder: Junge Lehrer in den Sommerferien oft arbeitslos”
“Jedes Jahr wieder: Arbeitslos gemeldete Lehrkräfte Sparen im Sommerloch“
Für “hire and fire” hat man doch praktischerweise die angestellten Kollegen, die immer nur befristete Verträge bekommen. Wie Sie schon erkannt haben. Dass diese unverschämte Personalpolitik nicht längst schon einkassiert wurde, ist ein Skandal.
Mein Vorschlag: mehr Flexibilität, nicht nur alles auf dem Rücken der Angestellten abladen. Wenn alles unter “öffentlicher Dienst” laufen würde, könnte man überschüssige Lehrer auch mal in anderen Arbeitsfeldern beschäftigen, würde so manchem durchaus gut tun.
“nicht mal mehr die Hälfte “
Wenn man Meldungen auf RBB wie vom August 2025 betrachtet, kann man aus mathematischer Sicht nicht widersprechen:
“Nur 16 Prozent der bislang neuangestellten Lehrkräfte in Berlin mit Lehramtsstudium“
Genau diese Lehrerinnen und Lehrer sind für mich ein Teil des Problems.
Diese Idealistinnen und Idealisten, denen angeblich nur eines wichtig ist: die strahlenden Kinderaugen.
Die bis abends freiwillig in der Schule sitzen.
Die Klassenfahrten, Übernachtungen und Projekte „aus Leidenschaft“ stemmen.
Die ihr eigenes Geld in Klassenräume investieren (bei uns inzwischen Brandschutzteppiche, damit die Kinder in Hausschuhen laufen können – kein Witz).
Die nach drei Stunden Elternabend um 22 Uhr immer noch keinen Schluss finden…
Ich könnte die Liste endlos fortsetzen.
Versteht mich nicht falsch: Engagement ist wichtig. Aber genau diese Haltung sorgt langfristig dafür, dass unser Beruf völlig entgrenzt wird.
Wenn alles auf Idealismus basiert, braucht es irgendwann keine vernünftigen Rahmenbedingungen mehr – läuft ja auch so.
Und genau da wird es gefährlich:
Wenn der Beamtenstatus „nicht nötig“ ist, wenn Absicherung und klare Strukturen egal sind, dann verliert der Beruf Stück für Stück an Attraktivität – und am Ende auch an Respekt.
Warum sollte man Lehrkräfte ernst nehmen, wenn selbst das System signalisiert: „Ist doch alles halb so wild, machen die schon irgendwie“?
Wenn dann ein Schüler mal über die Stränge schlägt, steht die Lehrkraft im Zweifel allein da – und darf sich im schlimmsten Fall noch mit Anwälten rumschlagen.
Ganz ehrlich:
Ohne den Beamtenstatus wäre ich sofort raus.
Ja, ich auch, schon längst (und nicht nur ich)…..Danke für diesen realistischen Beitrag!
Was Sie da beschreiben, mag ein Lehrertypus sein, den es gibt, wenngleich ich an meiner Schule keinen solchen Lehrer kenne. Da wollen alle gleich nach Schluss nach Hause, keiner will nur eine Minute freiwillig länger bleiben, es sei denn, man erledigt in der Schule, was man sonst zu Hause machen müsste, dort aber nicht dazu kommt. Alle anderen streben schnellstmöglich nach Hause. Jede Fachkonferenz oder sonstige Versammlung wird gekürzt, nicht wenige haben angeblich Termine, weswegen sie eh früher gehen müssen usw.-usf.
Abgesehen davon aber, dass ich kaum einen von Ihnen beschriebenen Lehrertyp kenne, hat das doch so gar nichts mit dem Beamtenstatus zu tun. Oder wollen Sie die Beamtenlehrer als die, die nur auf ihren Vorteil schauen, gegenüberstellen den Angestelltenlehrern, die ihren Beruf als Berufung verstehen?
Jupp.
Verantwortung wie ein Personalführer auf kleiner Ebene (Kiiiindahhh!), Bezahlung schlechter als Leute, die ausser nüchtern & mit Schutzkleidungban um 0800 vor der Maschine stehen kein Gramm mitdenken müssen, dazu noch das Geläster/chronische Nicht-Ernst-nehmen des Berufes?
Ohne Beamtenstatus bin ich raus.
Nächster Produktionsbetrieb ist ca. 1 Km entfernt, die suchen immer.
Oh, wenn ich diese vielen Ankündigungen lese, wünschte ich mir ja fast, dass die Politik mal Nägel mit Köpfen macht und den Beamtenstatus der Lehrkräfte auf „angestellt“ umstellt. Wäre interessant, wie viel dann tatsächlich sofort kündigen würden.
Wunschdenken, ich weiß.
Da wäre noch das kleine Problem, wo diese Lehrer, die dann kündigen, unterkommen wollen, mit Geschichte und Deutsch z.B., wird sicher in jeder Firma gesucht. Und Jobs mit niedrigerer Qualifiaktion wird wohl keiner machen wollen. Also werden die meisten in ihrer Lehramtstätigkeit bleiben.
Wer sich halt wegen eines eingebildeten Sozialstatus als z.B. “Studierter” oder “(Ex-)Lehrer” weigert, gute Angebote anzunehmen…tjoah, gut nech, wer nicht will der hat schon…ich schlage da dann gerne zu.
Ich kenne eine ehemalige Grundschullehrerin, die ausgestiegen ist und sich anschließend als Sexdienstleisterin auf Menschen mit Beeinträchtigungen spezialisiert hat. Der Verdienst liegt im Jahr weit außerhalb dessen, was der TV-L zu bieten hat.
Das ist natürlich eine geniale Option !!!
Was sind bitte die guten Angebote für Lehrer?
Ich weiß garnicht, was daran jetzt so “krass” sein soll:
WENN ein AG einen (faktisch, nicht gefühlt) unterbezahlt, DANN ist es kein Problem, eine neue Stelle zu finden.
Nur “gefühlt” unterbezahlt zeigt sich daran, dass einen zum Wunschlohn bzw. zum gesamten “Angebotspaket” (Lohn + Urlaub + indirekte Vorteile) halt einfach keiner einstellt.
Das ist nun wirklich 1-0-1 von Angebot und Nachfrage…
Was reden Sie denn? Wer die Lebenszeit- Urkunde hat, bleibt, was er ist. Da wird nix “umgestellt”.
Keine Angst, es passiert Ihnen und Ihren Privilegien schon nichts. Sie haben es doch eh bald geschafft, dann ran ans 80.000 Euro Wohnmobil und raus in die Welt.
Dann nix wie hin zum 1km entfernten Produktionsbetrieb, ich wette, Sie halten da keine 4 Wochen aus.
Ich auch!
Es gibt mit Sicherheit genauso viel, wenn nicht mehr, Vorteile in unserem Beruf, die mal wieder geflissentlich übersehen werden, und das Engagement, das Sie da anprangern, gehört m.E. zum Beruf, ist in anderen Berufen nicht anders, hat mit innerer Einstellung zu tun. Dienst nach Vorschrift geht nur in den Amtsstuben.
Ich ergänze gerne …
Warum sollte man überhaupt “nicht nicht alle Verbeamten”? Weil es funktionierte und weiterhin funktioniert.
Gibt genug ansgestellte LuL mit 1:1 gleichen Profil. Nur eben weniger Verdienst.
Warum sollte man die Verbeamtung jetzt generell politisch angehen?
Naja, die jetzigen Beamten betrifft das kaum.
Man hat ebenfalls gelernt, dass einige angestellte LuL ja bleiben. Und einige auch ohne Verbeamtung studier(t)en.
Jedoch ist das Lockmittel und Bindemittel [die Ketten] nicht so stark ohne Verbeamtung.
Also … Wo macht man denn jetzt so Abstriche und ggf. warum?
Oh. Ganztagsanspruch. Gesetzlicher Ganztagsanspruch. Ups. Mangelbereich.
Wie geht man denn mit Mangelbereichen um?
Man macht andere Bereiche attraktiver und zugleiche Kompromissbereiche “als Prozess vergleichsweise schlechter”.
Wer eignet sich denn gut für den Hort bzw. als Hortkraft?
Öhm. Ja. Erfasst.
Anerkennung in Bayer bspw. seit 2023. In anderen Bundesländer ebenfalls 2021-2023. Der Weg ist frei.
Tarifverhandlungen im Hortbereich? Die waren überragend im Vergleich zu Lehramt.
Also … Würde ich mal einfach in den Raum stellen, dass das EINER von VIELEN Gründen “sein kann”.
Wer weiß … Wer weiß.
Denkt mal drüber nach zumindest.
Also ich persönlich mache das tatsächlich. Ich würde beim Hort als Fachkraft durch Anrechnung des StEx als Fachkraft und einschlägiger Berufserfahrung im Schulbereich … Mehr verdienen als als Angestellter an meiner Schule.
Pflichtprofil: Essen, Hausaufgabenbetreuung, Aufsicht/Betreuung
Optional: Weitere Aufgaben. Pädagogische Freiheit und Freiwilligkeit.
Klingt gut? Zu gut?
Da ist man ehrlicherweise schon … Versucht. Finde ich.
nachdenklich schrieb: “Nun werden wir wieder lesen können, dass ohne Verbeamtung niemand mehr Lehrer werden will, obwohl die ostdeutschen Bundesländer samt Berlin bewiesen haben, dass viele, die Lehrer werden wollen, nicht zuerst auf den Beamtenstatus schauen”
Der Bremer Bildungssenator Mark Rackles schrieb dazu am 22.1.2026 auf seinem Facebook-Account Folgendes:
“Sachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin waren die letzten Länder, die auf Tarifbeschäftigung bei Lehrkräften gesetzt haben. Und durch den föderalen Wettbewerbsdruck um Lehrkräfte sind sie in der Reihenfolge gekippt und auf Verbeamtung umgestiegen.”
Dem ist nichts hinzuzufügen.
Wer wird dann noch Lehrer?
Noch kein Homeoffice
Keine 4 Tage Woche
weniger Geld als in der Wirtschaft
Keine Bonuszahlung
nichts, aber gar nichts digital
bitte?? 🙁
Etwa 800.000 wurden es, ohne dass sie das von Ihnen Gewünschte haben.
Etwa 200.000 sind es darunter ohne Beamtenstatus.
“Die Verbeamtung steigert entscheidend die Attraktivität des Lehrerberufs”
Dem stimme ich persönlich zu, aber warten wir ab, wie Herr Clemens plant, die Attraktivität des Lehrberufs ohne mögliche Verbeamtung tu steigern – er HAT dazu einen Plan, oder?
Der Plan ist doch, jetzt große Töne zu spucken, da man mit dem Thema in der Öffentlichkeit punkten kann. Ich bringe es es in KMK ein, und alle müsen mitmachen. Falls es nichts wird, geht es halt so weiter wie bisher.
Warum? Er kann es doch für sein Land so umsetzen. Warum braucht er dafür einen einheitlichen Beschluss.
Noch mehr Abordnungen oder vielleicht auch noch weniger Abminderungsstunden – Ihm fällt da sicher was ein
Oder – wenn’s “nur” um’s Geld geht- seine Dr*ckspartei setzt endlich mal da an, wo es die meiste Kohle zu holen gibt: bei Millionenerben und Superreichen!
Aber diese feinen Pinkel können ja nur nach unten treten und Neiddebatten entfachen.
Arbeiten wie eine Mischung aus Herakles und Mutter Teresa, zum Gehalt einer Hairstylistin – das ist wohl die Zukunft. Vor dieser Branche kann man nur warnen.
Diese Übertreibungen sind so was von überflüssig. Das typische Gejammere.
Auch nicht schlimmer als die missgünstige Meinungsmache gegen Beamte mit all ihren imaginierten “Üppigkeiten”. Im Übrigen ist die Warnung vor dem Beruf mittlerweile eher rationalen Überlegungen geschuldet.
Was wird denn angeprangert?
Die Höhe der Pensionen wird zurecht angeprangert.
Ebenfalls zurecht angeprangert wird die schlechtere Netto-Vergütung angestellter Lehrkräfte im Vergleich zu den verbeamteten bei gleicher Arbeitszeitverpflichtung.
Wenn sich da einzelne Beamte persönlich angegriffen fühlen, zeigt das nach meinem Empfinden deren Abgehobenheit.
Auch wenn viele anderer Meinung sind, es gibt im Strafrecht keinen Paragraphen, der den Tatbestand der Beamtenbeleidigung regelt. Folglich sind Beamte als ganz normale AN zu behandeln. Das hat selbst der EUGH schon so geurteilt.
Danke.
Götz schrieb: “Im Übrigen ist die Warnung vor dem Beruf mittlerweile eher rationalen Überlegungen geschuldet.”
Gerne hier nachlesen: https://www.news4teachers.de/2026/03/nur-zwei-von-fuenf-lehrkraeften-wuerden-ihren-beruf-sicher-nochmal-waehlen/
Immer wieder interessant, in welchen Sphären so mancher schwebt. Der Götz macht auf Fritz und verkennt, dass sein Netto als Vollzeitler ca. doppelt so hoch wie das Durchschnittsbrutto (Median) einer Friseurin ist.
Zum Glück ist solche Arroganz einfach nur charakterlos und hat nichts mit dem Beamtenstatus per se zu tun…
Ist aber oft unter Beamten zu finden, leider. Und wenn man hier eine Ungrechtigkeit anprangert, zurecht anprangert, dann wird hier schon von “Missgunst”, “Meinungsmache”, “Ignoranz” und “Quatsch/Quark” die Rede. Ich habe niemanden angegriffen und gönne jedem seine Privilegien, aber wenn ich dann höre “das ist auch gut so”, dann empfinde ich das als arrogante und egoistische Haltung, die ich so nicht stehen lassen werde. Es wird hier das System angeprangert, nicht die Beamten. Also hört auf, hier aufeinander loszugehen, bleibt sachlich in der Argumentation.
Jetzt wird’s persönlich, da bin ich raus. Ich grüße Sie, schöne Seele.
Ich auch. Und der Dienstherr lacht sich eins, wenn sich ein Berufsstand immer wieder selbst zerlegt. Die Sonne ruft.
Und das ist völlig zurecht so.
Denn Haare schneiden ist unwichtig und fast jeder kann es (passable, wenn auch nicht so gut wie jemand für den es Traumberuf ist) lernen – Lehrer werden erfordert Grips und ist wichtig.
Kurzum: In der Masse könnte praktisch jeder Lehrer Frisör werden (wenn auch vielleicht kein guter), praktisch kein Frisör kann dagegen Lehrer werden.
Darum, oh liebe Kinderlein, verdienen Lehrer mehr als Frisöre – jedoch NICHT als Frisörmeister, die einen erfolgreichen Salon führen.
Genauso sind Lehrer im Vergleich zu Herzchirugen oder CEOs ganz, ganz kleine Lichter: Denn die könnten (passable, wenn auch sicher selten perfekte) Lehrer werden – umgekehrt wohl kaum.
Kommt mir manchmal so vor, als müssten die simpelsten 1-0-1s unserer Gesellschafts- und Sozialordnung hier noch mal aufgedröselt werden wie für kleine Kinder…
Die WIRKLICHE (nicht rein soziale) Anerkennung der Wichtigkeit eines Berufes läuft schlicht über das Gehalt.
Lehrer sind da “etwas wichtiger”, aber nicht “superwichtig”.
Durch Entbeamtung würde man auf das Niveau eines besser bezahlten Arbeiters sinken – sich dafür den Stress im Lehrerjob zu geben ist schlicht ökonomischer Unsinn.
Nö, für mich müssen Sie nichts aufdröseln.
Nur für Götz, der glaubt, dass man als nichtverbeamteter Lehrer ebenso wenig verdient wie ein Friseur.
Sie haben eklatante Standesdünkel. Sind Krankenpfleger auch so unwichtig? Die verdienen nämlich auch nicht viel mehr, aber selbst Sie werden diese brauchen. Und nein, sozilae Berufe werden eben nicht anerkannt, weil ein völlig überflüssiger und verzichtbarer Vermögensberater oder Bankdirektor wesentlich mehr verdient.
“Besonders die hohen Rückstellungen für die Altersbezüge. würden künftige Generationen erheblich belasten.”
Soweit mir bekannt ist wurden in den 1940er und 1950er Jahren die Beamtenbezüge um insg. 14% (zweimal jeweils 7%) gekürzt, um Rückstellungen für die Pension zu bilden. So steht es jedenfalls im Bundesgesetzblatt.
–> https://senioren-oed-bw.de/wp-content/uploads/2023/08/1948_Besoldungsabsenkung_von_7_statt_Rentenbeitrag.pdf
Wo ist das Geld?
Das haben doch nicht etwa die Politiker all die Jahre für Wahlversprechen rausgehauen anstatt es wirklich für die Rückstellungen zu nutzen?
Ausgegeben? Und man erinnert sich leider, leider nicht…..
Daran erinnert man sich bei der Veruntreuung der Renteneinzahlungen leider auch nicht. Man war damals schlau und hat diese Rücklagen als “nicht zweckgebunden” belassen.
NRW hat 2012 mal locker-flockig ca. 168 Mio. € Rückstellungen in griechischen Anleihen versenkt. Und auch jetzt wird der Pensionsfond nicht etwa wie vorgeschrieben weiter gefüllt, sondern auf einem Basisstand belassen. Erwirtschaftete Zinsen fließen in den allgemeinen Landeshaushalt.
Das Geld reicht bei weitem nicht für die Flutwelle der Pensionisten, die auch noch eine weitaus höhere Lebenserwartung haben.
“die auch noch eine weitaus höhere Lebenserwartung haben.”
Ich hoffen, dass Sie das nicht als Argument gegen eine Verbeamtung von Lehrkräften einbringen wollen.
Aus haushalterischen Gründen wäre das jedoch durchaus angebracht… 😉
Es geht um die Dauer der Zahlungen, wenn Sie andere Gedanken haben, tut es mir leid, aber verdrehen Sie nicht meine Argumente dahingehend.
“Es geht um die Dauer der Zahlungen,”
Schon verstanden.
Ist ja auch bekannt, dass die je Art des Arbeits-/Dienstverhältnisses, nach Tätigkeit, nach Geschlecht usw, unterschiedlich lang ist.
Warum haben Sie darauf hingewiesen?
Weil das für den Steuerzahler durchaus teuer wird.
Wäre aber für die Allgemeinheit linke Tasche – rechte Tasche – wenn man künftig nur noch angestellte Lehrkräfte beschäftigen würde.
Auch die Rentenkase wird ja nicht nur durch Beiträge finaziert, sondern auch durch Bundeszuschüsse gestützt.
Laut Rentenexperte Axel Börsch-Supan wäre es ökonomisch sogar ein Verlustgeschäft.
Wenn alle einzahlen würden, wäre mehr in der Kasse. In anderen Ländern geht das doch auch ohne Probleme und großen Zuschüssen.
Sie müssen der Expertise von Herrn Börsch-Supan oder von Herrn Werding ( Sachverständigenrat Wirtschaft) etc. nicht vertrauen, wenn Sie nicht wollen.
Ich vertraue den Expertisen von regierungsnahen Sachverständigenräten und Wissenschaftlern schon lange nicht mehr.
Wenn alle einzahlen, haben auch alle Ansprüche, da ist ganz schnell noch weniger in der Kasse.
Und dann noch zusätzlich die Flutwelle der Pensionärinnen! Das geht nun wirklich zu weit. Und das noch eingedenk der Tatsache, dass diese Wellen seit Jahrzehnten rollen und man das wusste, als man die Menschen ins Wasser warf. Und nun bzw. dann haben sie, nachdem sie eben diese Jahre bzw. Jahrzehnte brav geschwommen sind, eben auch das Recht auf ihren privilegierten Rettungsring!
DIe Wortwahl erinnert mich an die (Kandidaten zum) Unwort des Jahres ans 1996 (2005, 2006) oder Herrn Söders Favorit vom Flüchtlingsstrom…
Niveau kann man eben nicht erzwingen.
Hauptsache Sie haben Niveau, da reicht doch. Sorry, jetzt musste ich auch mal persönlich werden, obwohl das eigentlich unter meinem Niveau ist.
Ja, das reicht.
“Besonders die hohen Rückstellungen für die Altersbezüge.”
Wäre mal interessant wie hoch die in Sachsen tatsächlich sind.
Bei Tarifangestellten würden ja AG-Anteil zu RV/AV + AG-Anteil KV/PV + AG-Anteil zur Zusatzversorgung ÖD usw. fällig.
Wie sicher die Gelder im Pensionsfonds sind, hängt vermutlich auch von den jeweiligen Regierungsparteien ab:
“Sachsens Koalition streitet ums Geld”
In Schleswig Holstein konnte man ja schon sehen was passieren kann, wenn die Finanzministerin dringend Geld braucht.
Kann man machen…..der Effekt? Es werden vermutlich weniger junge Menschen für das Lehramt brennen und bereit sein unter den gegebenen Umständen längerfristig in diesem Beruf zu verweilen…..
Abordnungen? Nö – Kündigung
Übernahme von neuen Aufgaben? Nö – Kündigung
Ärger im Kollegium? Nö – Kündigung
…..
Gerne…..es bleiben die, die die Hunde beißen…..ich wäre das nicht!
Sie fantasieren. Die meisten Lehrer sind nicht Lehrer geworden, nur um verbeamtet zu werden. Auch angestellte Lehrer können umgesetzt werden und kündigen nicht gleich den Job, wenn es Ärger im Kollegium gibt. Viele sind ja an den Ort gebunden, an dem sie leben und arbeiten (die Schule der eigenen Kinder, das Eigenheim…) Wer macht das schon? Weisungsgebunden sind angestellte Lehrer ebenso jetzt schon. Sie wissen nicht, wovon Sie reden!
Das wird wohl auch von der wirtschaftlichen Entwicklung und der zukünftigen Ausbildung der Lehrkräfte abhängen, sowie davon, inwieweit man die Fluktuationen des Personals anderweitig einschränkt. Aber es bleibt die Tatsache, dass Angestellte weniger stark gebunden sind als Beamte. Der Wechsel auch innerhalb des Systems (von Schule zu Schule, von Ort zu Ort) wird dann sicherlich zunehmen.
Das behaupte ich hier mal so mit der Zuversicht, dass sich die Beantwortung der Frage, wer hier Recht hat, ohnehin noch Jahrzehnte hinziehen wird :-).
Heute ist das aber so. Und Lehrkräfte, die früher nicht verbeamitet wurden, wechselten meist in das Angestelltenverhältnis. Gründe waren u.a. der Notenschnitt, Streichung von der Warteliste, körperliche Gesundheit, Psyche…
Nicht zu vergessen, das Überangebot an Lehramtsassessoren, die von der Regierung geschmeidig fallen gelassen wurden, oder es wurden Anstrengungen unternommen, diese alle 6 Monate mit Stundenverträgen im ganzen Bundesland herumzujagen, damit sie freiwillig aufhören. Alles erlebt. Nur wer eine Schleimspur ins KuMi zog, hat eine Stelle bekommen.
Es wird sicherlich nicht gleich der Beamtenstatus abgeschafft werden, aber bestimmt verschiedene Vergünstigungen.
Was gehen die Vergünstigungen dann den Kultusministern an?
Der Clemens kann die Backen aufblasen wie er möchte…so lange es die Schulpflicht gibt werden unsere Dienstherren nicht umhin kommen in nennenswerter Anzahl Lehrkräfte zu verbeamten.
Alleine um die Unterrichtsversorgung flächendeckend zu gewährleisten.
Desweiteren hat Sachsen ja erst die Verbeamtung von Lehrern wieder eingeführt weil sich zu wenig gemeldet hatten.
Dass sich alle Kultusminister konzertiert zusammenschließen um eine zukünftige Verbeamtung auszuschließen wird auch nicht kommen.
Viel heiße Luft um nichts…jeder sollte die Kirche mal im Dorf lassen 🙂