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40 Prozent der Kinder mit Legasthenie und Dyskalkulie sind psychisch auffällig

BONN. Der Bundesverband Legasthenie und Dyskalkulie (BVL) beklagt eine unbefriedigende Situation in Schulen. Kinder und Lehrer würden mit ihren Problemen allein gelassen.

Kindern mit Dyskalkulie fällt das Rechnen schwer. Foto: Luis Priboschek

Kindern mit Dyskalkulie fällt das Rechnen schwer. Foto: Luis Priboschek

40 Prozent aller Kinder mit einer Legasthenie oder Dyskalkulie entwickeln psychosomatische Störungen, weil sie den Anforderungen in der Schule nicht gewachsen sind. Dies berichtet der BLV. Bei der Betroffenengemeinschaft gingen täglich Hilferufe von Eltern ein, deren Kind bereits psychisch auffällig sei, weil es in der Schule nicht die notwendige Unterstützung erfahre. Die finanziellen Mittel an Schulen reichten meist nicht aus, um die notwendigen Testungen durchzuführen und Einzelförderung zu erteilen. Ebenso stünden nicht genügend Fachkräfte zur Verfügung, die ausreichend qualifiziert seien.

Die Politik lasse nicht nur die Kinder mit ihrem Problem allein, sondern auch die Pädagogen, die mit oftmals über 30 Kindern in der Klasse im Höchstmaß gefordert seien. Dabei se schnelles Handeln gefordert, um Kinder und Lehrkräfte nicht unnötig krank zu machen. „Wir sehen die Lösung im Aufbau von Netzwerken zwischen Schule und qualifizierten Therapeuten. Der Förderunterricht sollte durch gut qualifizierte Therapeuten an der Schule durchgeführt werden. Fehlende finanzielle Mittel dürfen kein Hinderungsgrund sein, denn die volkswirtschaftlichen Folgekosten sind um ein Vielfaches höher“, sagt Annette Höinghaus, Geschäftsführerin des BVL.

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