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KMK: Schülerleistungen außerhalb des Unterrichts stärker anerkennen

BERLIN. Leistungen und Lernerfolge, die Schüler außerhalb ihres Schulunterrichts etwa in Wettbewerben und Praktika erbringen, sollen in Zukunft stärker anerkannt und auch bewertet werden können. Eine entsprechende Empfehlung hat die Kultusministerkonferenz (KMK) nun beschlossen.

Der Präsident der KMk, der Hamburger Bildungssenator Ties Rabe (SPD), betonte: „Für junge Menschen ist es wichtig, dass ihre Lernerfahrungen und Leistungen möglichst umfassend anerkannt werden. Das schließt das Engagement ein, das Schülerinnen und Schüler außerhalb von Unterricht und Schule leisten. Wir fördern und stärken damit das selbstverantwortliche Lernen, die Persönlichkeitsentwicklung und die Lernbereitschaft von Kindern und Jugendlichen in einem bedeutsamen Abschnitt ihrer Bildungsbiographie.“

Die Empfehlung der KMK bezieht sich auf die Sekundarstufe I. Sie schafft somit für diesen Bildungsabschnitt etwas der sogenannten „besonderen Lernleistung“ Vergleichbares, die in der gymnasialen Oberstufe angerechnet werden kann. Die Anerkennung kann als Ergänzung zum Zeugnis, als Teilleistung im Rahmen einer Fachnote oder auch als eigenständige Note erfolgen. Mögliche Leistungen, die für eine Anerkennung in Frage kommen, sind besondere betriebliche Lernaufgaben während eines Praktikums, Wettbewerbsbeiträge, Leistungen im Bereich der kulturellen Bildung – insbesondere in Musik- und Kunstschulen – , ein besonderes soziales und ehrenamtliches Engagement, die Lernbegleitung und Unterstützung von Schülern unterer Jahrgänge oder fachbezogene Zusatzleistungen.

Zum Bericht: „Lehrer dürfen 20 Seiten aus jedem Schulbuch scannen und weitergeben“

2 Kommentare

  1. Besonders viel lernen meiner Meinung nach Kinder und Jugendliche außerhalb von Bildungseinrichtungen, nämlich im Privatbereich.
    Dieser ist so vielfältig und frei von gezielten Lenkungsversuchen, dass sein Wert gar nicht überbetont werden kann.
    Leider gerät seine überragende Funktion für Wissen und Persönlichkeitsbildung immer mehr in Vergessenheit, obwohl alles andere gegen ihn kalter Kaffee ist.
    Darum bin ich auch entschieden gegen eine ganztägige Unterbringung der Kinder in Betreuungseinrichtungen.

  2. Anerkennung des außerschulischen Bereichs durch Bewertung dieser Tätigkeiten im Rahmen der schulischen Bildung ist ein Widerspruch in sich – es ist der falsche Weg.

    Was wir brauchen ist eine Gesellschaft, die die Verschulung aller Lebenslagen, die formelle Bildung als Ziel der Gesellschaft endlich hinter sich lässt. Gesellschaftliches Engagement schließlich in schulische Bewertungen einfliessen zu lassen sind letztlich der Versuch des Staates auch hier die Lufthoheit zu erringen und diese zu kontrollieren.

    G12 und Bologna Reformen waren ein Irrweg. Sie durch solche Aktionen zu retten macht wenig Sinn.

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