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Mädchen sind in Mathe besser, als sie glauben

KONSTANZ. Mädchen sind in Mathe-Prüfungen gar nicht ängstlicher als Jungen, ermitteln Konstanzer Forscher. Trotzdem blieben Stereotype nicht ohne Wirkung.

Mädchen schätzen sich in Mathe ängstlicher und weniger selbstsicher ein als Jungen. In einer konkreten Unterrichts- oder Prüfungssituation zeigen sich aber keine Unterschiede zu ihren männlichen Klassenkameraden. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung, bei der Wissenschaftler der Universität Konstanz gemeinsam mit Kollegen anderer Hochschulen 700 Schüler der Klassen 5 bis 11 befragt haben.

Mathematik-Unterricht

Offenbar bewerten Mädchen selbst ihre Angst vor Mathe über. Foto: Dieter Schütz / pixelio.de

Zum einen wurden sie allgemein nach ihrer Angst vor Matheprüfungen befragt, dann noch einmal unmittelbar vor und während einer Prüfung. In einer zweiten Studie mussten sie allgemein ihre Angst im Matheunterricht einschätzen und mehrmals, während sie in der Stunde saßen.

Dabei zeigte sich: Bei der generellen Befragung schätzten die Mädchen ihre Matheangst gemäß der Geschlechterklischees höher ein als ihre Mitschüler – trotz gleicher Noten. Die Befragungen während des Tests und mitten in der Mathestunde zeigten jedoch, dass sich Schülerinnen in der tatsächlichen Situation keineswegs ängstlicher fühlten. Den Forschern zufolge werden Mädchen vermutlich mehr durch Stereotype als aufgrund tatsächlicher Leistung dazu gebracht, ihre Fähigkeiten in Mathe zu unterschätzen. In der Folge überbewerten sie ihre Angst vor Zahlen und Formeln dadurch. (dpa)

Zum Bericht: Gericht: Nach Geschlechtern getrennter Unterricht ist keine Diskriminierung

Ein Kommentar

  1. Gibt es auch eine Untersuchung dazu, ob Mädchen vielleicht allgemein – unabhängig von Mathe – eigene Ängste stärker einschätzen oder lauter darüber sprechen als Jungen?
    Übrigens behauptet die Überschrift etwas anderes als der Artikeltext dann berichtet. Schade.

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