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Ermittlungen gegen Lehrerin nach Fenstersturz von Schülerin

REMSCHEID. Eine Erstklässlerin stürzt aus dem dritten Stock einer Grundschule und verletzt sich schwer. Das Mädchen war nach dem Unterricht wohl im Schulraum vergessen und eingeschlossen worden.

REMSCHEID. Nach dem Sturz eines sechs Jahre alten Mädchens aus dem dritten Stock einer Grundschule im nordrhein-westfälischen Remscheid ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen die Lehrerin. Die Erstklässlerin sei anscheinend nach der Unterrichtsstunde in dem Klassenraum übersehen und eingeschlossen worden, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Wuppertal. Gegen die Lehrerin werde wegen fahrlässiger Körperverletzung ermittelt.

Die Schülerin war am Montag etwa 15 Meter tief auf Asphalt gefallen. Sie erlitt mehrere Brüche an Beinen und Becken und musste operiert werden. Am Dienstag lag das Kind in Narkose und konnte noch nicht befragt werden. Eine Nachbarin hatte gesehen, wie die Sechsjährige aus dem Fenster fiel und die Retter alarmiert.

Das Kind sei vor dem Sturz mit anderen Schülern unter Aufsicht einer Lehrerin zur Gruppenarbeit in dem Raum gewesen, sagte Wolf-Tilmann Baumert, der Sprecher der Staatsanwaltschaft. Nach dem Ende seien die Kinder gebeten worden, den Raum zu verlassen, und die Lehrerin habe das Zimmer verschlossen. «Es scheint so zu sein, dass die Lehrerin das Kind übersehen hat. Warum wissen wir nicht», sagte der Sprecher.

Vieles ist noch ungeklärt: Etwa ob das Fenster geöffnet oder verschlossen war, oder wie lange das Kind, das erst einige Tage zuvor seinen ersten Schultag hatte, eingeschlossen war. Am Dienstag waren Kriminalbeamte in der Remscheider Grundschule, um das Geschehen aufzuklären. Auch die Anwohnerin, die das Unglück bemerkt hatte, sollte befragt werden. dpa

 

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