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Bildungsgewerkschaft unterstützt Kampagne gegen die Bundeswehr an Schulen

ESSEN/FRANKFRUT AM MAIN. Über 23.000 Unterschriften haben Vertreter der Kampagne „Lernen für den Frieden“ an die Präsidentin der Kultusministerkonferenz, Sylvia Löhrmann (Grüne), übergeben. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) unterstützt die Kampagne, deren Ziel es ist, den wachsenden Einfluss von Rüstungsindustrie und Militär in Bildungseinrichtungen zurückzudrängen.

Soldaten an einem Infostand der Bundeswehr

Infostand der Bundeswehr (beim Tag der offen Tür im Bundesverteidigungsministerium 2012). Die GEW kritisiert Vereinbarungen zur Zusammenarbeit mit Schulen. Foto: Bundeswehr-Fotos Wir.Dienen.Deutschland./Flickr (CC BY-ND 2.0)

GEW-Vorsitzende Marlis Tepe bekräftigt die Forderungen der Bildungsgewerkschaft, bestehende Kooperationsvereinbarungen der Schulministerien mit der Bundeswehr zu kündigen, den exklusiven Zugang der Bundeswehr zu Bildungseinrichtungen zu beenden sowie Zivilklauseln an Hochschulen und Wissenschaftseinrichtungen zu verankern. „Bildung und Wissenschaft haben die Aufgabe, die Voraussetzungen für eine friedliche Welt zu ergründen und über Kriegsursachen, Kriegsprofiteure und Kriegsideologie aufzuklären. Es widerspricht dieser Aufgabe, wenn Bundeswehr-Jungoffiziere an Schulen und Hochschulen für den Soldatenberuf werben und dabei über die Realitäten dieses Berufes hinwegtäuschen“, sagt Tepe. Auch die zunehmende Militarisierung von Forschung und Lehre sähe die Bildungsgewerkschaft kritisch. „Bildung und Wissenschaft sollten ihrer gesellschaftlichen Verantwortung gerecht werden, solidarisches Lernen für den Frieden ermöglichen sowie einen Beitrag zur friedlichen Lösung der Probleme und Konflikte in dieser Welt leisten.“

Die Kampagne „Lernen für den Frieden – Keine Rüstungsindustrie und kein Militär in Bildungseinrichtungen“ wird durch Interessenvertretungen von Schülern und Studierenden, Wissenschafts- und Friedensorganisationen, Gewerkschaften und sozialen Bewegungen sowie christlichen Organisationen getragen. Unterschriften werden für ein weiteres Jahr, bis zum Tag der Befreiung vom Faschismus am 8. Mai 2015, gesammelt.

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