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Beschulung von Flüchtlingskindern: VBE fordert dauerhafte und breitgefächerte Unterstützung

DORTMUND. Der Verband Bildung und Erziehung NRW begrüßt die Ankündigung des Schulministeriums, mehr Ressourcen für die Beschulung von Flüchtlingskindern bereitzustellen. Der nordrhein-westfälische Verbandsvorsitzende Udo Beckmann mahnt das Land aber gleichzeitig, dauerhafte Hilfen und feste Strukturen zur Verfügung zu stellen. Nur dann hätten Lehrkräfte die Möglichkeit, die Kinder entsprechend ihrer Talente umfassend zu fördern. Zudem bestehe nach wie vor ein erheblicher Bedarf an Lehrkräften mit Deutsch als Zweitsprache.

Es dürfe nicht vergessen werden, dass auch die Schulen auf Unterstützung angewiesen sind Foto: DFID - UK Department for International Development / Wikimedia Commons (CC-BY-2.0)

Eine umfassende Förderung von Flüchtlingskindern sei nur mit dauerhafter Hilfe und festen Strukturen möglich, so der VBE NRW. Foto: DFID – UK Department for International Development / Wikimedia Commons (CC-BY-2.0)

Viele Schulen in Kommunen, in denen die Flüchtlinge angesiedelt werden, könnten den Ansturm der Flüchtlingskinder nach wie vor nur schwer bewältigen. „Die zu begrüßende Erhöhung der Lehrerstellen wird allein nicht ausreichen, um den Kindern gerecht zu werden. Die Lehrkräfte brauchen mehr Unterstützung bei der Beschulung von schwer traumatisierten Kindern aus Kriegsgebieten. Viele dieser Kinder sind depressiv, einige sogar selbstmordgefährdet. Dazu kommt, dass sie häufig kein Deutsch sprechen und sich nahezu isoliert in einem völlig fremden Land wiederfinden. Wichtig ist, dass die betroffenen Schulen von multiprofessionellen Teams – bestehend unter anderem aus Schulpsychologen, Schulsozialarbeitern und Dolmetschern – unterstützt werden.“

Ungelöst ist nach Auffassung des Verbands Bildung und Erziehung (VBE) nach wie vor, wie Schulen, die keine Auffangklassen haben und ständig Flüchtlingskinder in die regulären Klassen aufnehmen müssen, diese Herausforderung bewältigen sollen.

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