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VBE: Bildungschancen sind nicht nur von der Schule abhängig – Eltern können viel für ihre Kinder tun

STUTTGART. Insbesondere von den Gemeinschaftsschulen erhoffe sich die grün-rote Landesregierung mehr Bildungschancen und mehr Bildungsgerechtigkeit für Schüler aus bildungsferneren Elternhäusern. Der Verband Bildung und Erziehung Baden-Württemberg möchte aber auch die Eltern miteingebunden wissen: Sie könnten durch Eigeninitiative ihre Kinder schon sehr früh durch verlässlich positive Zuwendung und dauerhaft emotionale Begleitung optimal und kostengünstig fördern, schreibt der Verband in einer Pressemitteilung.

Immer mehr Eltern bereitet die Erziehung Probleme. Foto: Jeff Howard / flickr (CC BY-NC-ND 2.0)

Aus Sicht des VBE können Eltern die Bildungschancen ihrer Kinder selbstständig optimieren. Foto: Jeff Howard / flickr (CC BY-NC-ND 2.0)

Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) appelliert in dem Schreiben an alle Eltern, die ersten Lebensjahre eines Kindes intensiv zu nutzen und durch emotionale Zuwendung und intensive Förderung kognitiver Fähigkeiten und motorischer Fertigkeiten die Bildungschancen der jungen Erdenbürger noch vor Eintritt in eine Kindertagesstätte oder in die Schule zu optimieren. „Die politisch Verantwortlichen bemühen sich permanent, Verbesserungen bei der Bildung und Erziehung junger Menschen zu erreichen“, versichert der VBE-Sprecher. Die Umsetzung vieler guter Ideen scheitere jedoch meist an den stets zu knappen Haushaltsmitteln. Eltern könnten jedoch ziemlich kostenneutral durch ihren persönlichen Einsatz sehr früh sehr viel für das eigene Kind tun, egal welcher Schicht sie angehörten.

„Es ist wissenschaftlich erwiesen, das besonders die ersten Lebensjahre für die Grundsteinlegung vieler Fähigkeiten und Fertigkeiten von Bedeutung sind. Man weiß auch, dass in etlichen Elternhäusern den Kindern immer weniger Zuwendung zuteilwird und dass häufig der Bildschirm die Funktion eines Babysitters übernommen hat“, so der Verband. Dadurch würden Bewegung und Ausprobieren, freies Spielen und das eigene Tun der Kinder behindert. Es gebe Untersuchungen, die davon ausgehen, dass nicht einmal mehr in jeder zweiten Familie vorgelesen, miteinander gespielt und gesungen wird. Trotzdem verdränge man aus falsch verstandener politischer Korrektheit allzu gern, dass bei der Bildung und Erziehung von Kindern nicht nur die Politik, sondern auch die Familien mit in die Pflicht genommen gehörten. „Nicht der Staat und seine Institutionen sind zuvörderst gefordert, sondern zunächst einmal jeder Vater und jede Mutter“, unterstreicht der VBE-Sprecher aus seiner Sicht eigentlich Selbstverständliches. „Dieses Elternrecht entbindet das Land nicht von der Pflicht, Schulen so zu gestalten, dass dort effizient gelernt und gelehrt werden kann und den jungen Menschen optimale Möglichkeiten für ein erfolgreiches und nachhaltiges Lernen geboten werde.“

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