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Kurth mahnt: Seiteneinsteiger nicht als Lehrer zweiter Klasse abtun

DRESDEN. Quereinsteiger können nach Ansicht von Kultusministerin Brunhild Kurth (CDU) eine Bereicherung für die sächsische Lehrerschaft sein. «Das sind Fachleute, die aus ihrem Berufsleben eine andere Facette in den Unterricht einbringen», sagte die Ministerin.

Mahnt: Sachsens Schulministerin Brunhild Kurth. Foto: Dr. Bernd Gross / Wikimedia Commons (CC-BY-SA 4.0)

Mahnt: Sachsens Schulministerin Brunhild Kurth. Foto: Dr. Bernd Gross / Wikimedia Commons (CC-BY-SA 4.0)

Sachsen stellt seit Sommer 2015 verstärkt Lehrer ein, die nicht auf Lehramt studiert haben und vorher in einem anderen Beruf tätig waren. Diese Quereinsteiger müssen für den neuen Job eine Ausbildung absolvieren und sich bei der Einstellung verpflichten, an Fortbildungen teilzunehmen. «Wir brauchen sie und werden auch dieses Jahr welche einstellen müssen – vor allem in der Oberschule», sagte Kurth. Hintergrund ist der bundesweit zu verzeichnende Lehrermangel. Kritiker befürchten, dass mit den Quereinsteigern die Qualität des Unterrichts sinkt.

Die Ministerin bat darum, Seiteneinsteiger nicht als Lehrer zweiter Klasse abzutun: «Diejenigen, die gern mit Kindern und Jugendlichen arbeiten, kommen auch gut im Unterricht zurecht.» Es gebe natürlich auch einige, die nach einer Zeit feststellten, dass der Lehrerberuf nicht der richtige für sie sei. Man habe bereits Lehren aus der ersten Einstellungsphase gezogen. Die Seiteneinsteiger würden nun in der Anfangsphase intensiver begleitet. dpa

2 Kommentare

  1. … der Begriff „pädagogischer Volkssturm“ wäre hier sicher fehl am Platz, oder?…

  2. Wenn diese Kollegen den zweiten Teil der Lehrerausbildung (Methodik und Didaktik im Rahmen des Referendariates) in geeigneter Form nachholen, also de facto oder gar tatsächlich ein 2. Staatsexamen erwerben, spricht nichts dagegen, sie als „Lehrer wie andere“ auch zu betrachten.

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