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Immer mehr befristete Lehrer sind kurzzeitig arbeitslos – Verbände appellieren: Verträge über die Ferien laufen lassen

STUTTGART. Bundesweit gibt es Betroffene  – in einigen Bundesländern allerdings deutlich mehr als in anderen: Jedes Jahr sind befristet beschäftigte Lehrer für einige Wochen arbeitslos. Obwohl in Sonntagsreden immer wieder versprochen wird, die rüde Praxis einzudämmern, geht der Trend in die entgegengesetzte Richtung: Die Bundesagentur für Arbeit (BA) zählt während der Sommerferien bundesweit von Jahr zu Jahr mehr arbeitslose Lehrer. Verbände machen jetzt dagegen mobil, und zwar schwerpunktmäßig in Baden-Württemberg, wo diese „Sparmaßnahme“ am häufigsten praktiziert wird.

Die Bundesagentur registriert von Jahr zu Jahr mehr arbeitslose Lehrer während der Ferienzeiten. Foto: Daniel Bagel / flickr (CC BY-NC 2.0)

Die Bundesagentur registriert von Jahr zu Jahr mehr arbeitslose Lehrer während der Ferienzeiten. Foto: Daniel Bagel / flickr (CC BY-NC 2.0)

Verbände appellieren an die grün-schwarze Landesregierung von Baden-Württemberg, die bislang übliche Entlassung von befristet angestellten Lehrern und Referendaren zu den Sommerferien zu beenden. Lehrervertreter, Landeselternbeirat und Landeschülerbeirat verwiesen am Montag in Stuttgart auf Versprechen im CDU-Programm zur Landtagswahl, den grün-schwarzen Koalitionsvertrag und auf die Tatsache, dass junge Lehrer abwanderten, weil ihnen die Arbeitsbedingungen in Baden-Württemberg zu unattraktiv sind. Lehrer müssten in den Ferien bezahlt werden, wenn sie im September wieder beschäftigt würden. Das Land hält das für nicht finanzierbar.

Nach Angaben der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) beginnt mit den Sommerferien für fast 9000 Lehrer die Arbeitslosigkeit. Es handele sich um 5000 Referendare und mehr als 3000 befristet angestellte Lehrer. Die GEW, der VBE, der BLV und der Philologenverband erwarten insbesondere von der CDU Taten. Diese hat das Kultusministerium inne und hatte im Wahlkampf versprochen, die Beschäftigungsverhältnisse so zu ändern, dass sich niemand in den Ferien arbeitslos melden muss.

Arbeitslose

«Das Land macht befristete Verträge, weil das einfach viel billiger ist, als Menschen ordentlich zu bezahlen und dauerhaft zu beschäftigen», kritisierte GEW-Landeschefin Doro Moritz. Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hatte kürzlich erklärt, dass eine dauerhafte Einstellung bislang befristet beschäftigter Vertretungslehrer das Land 35 Millionen Euro kosten würde. Das Geld sei aber im Landeshaushalt nicht vorhanden.

Das sieht auch Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) so. «Nicht alles, was wünschenswert wäre, ist leider auch finanzierbar», teilte sie mit. «Aktuell sehe ich den dringendsten Handlungsbedarf bei der qualitativen Weiterentwicklung unserer Schulen.» Dafür würden die finanziellen Spielräume genutzt. Priorität hätten für sie Vorhaben, die zum Beispiel auf die Unterrichtsqualität und die Förderung von Schülern zielten. Bereits die grün-rote Vorgängerregierung sei zu dem Ergebnis gekommen, dass die Weiterbeschäftigung aller befristeten Beschäftigten über die Ferien nicht bezahlbar sei.

„Menschlich ausgesprochen schofel“

Bislang gebe es 1666 unbefristet beschäftigte Lehrer, die sich um Vertretungen kümmerten. Diese Reserve fester Vertretungslehrer müsse um rund 4000 auf dann 5550 aufgestockt werden. «Kurze befristete Verträge sind inakzeptabel und können die Unterrichtsversorgung nicht sichern», meinte Moritz. Der Vorsitzende des Landeselternbeirats, Carsten Rees, bezeichnete befristete Verträge als «menschlich ausgesprochen schofel». Wegen ihrer guten Ausbildung im Südwesten würden junge Lehrer gerne etwa in der Schweiz genommen – und viele nutzen diese Chance. Rees: «Wir müssen junge Menschen überzeugen, dass es sich lohnt, in Baden-Württemberg Lehrer zu werden.»

Der Landeselternbeirat will Protestaktionen prüfen. «Die Eltern werden sich nicht mit ein oder zwei Hannah-Arendt-Zitaten abspeisen lassen», sagte Rees mit Blick auf die von Ministerpräsident Kretschmann verehrte und häufig zitierte Philosophin.

Die FDP schlug sich auf die Seite der Verbände. Ihr Bildungsexperte im Landtag, Timm Kern, meinte, die neue Regierung unternehme offenbar nicht einmal den Versuch, die schäbige Praxis der Sommerferien-Entlassung von Lehrerinnen und Lehrern abzustellen. News4teachers / mit Material der dpa

 

Aus einem Bericht der Bundesagentur für Arbeit

BA

2015 meldeten sich in den Sommerferienmonaten rund 7000 Lehrkräfte mehr arbeitslos als durchschnittlich in den „Nicht-Ferienmonaten“. Das waren rund zehn Prozent mehr als im Jahr zuvor. 2009 waren gerade mal 4.300 Lehrkräfte betroffen.

„Bereits seit mehreren Jahren fällt der sprunghafte Anstieg der Arbeitslosigkeit in den Sommerferienmonaten auf. Nach den Ferien geht die Zahl der arbeitslosen Lehrkräfte wieder deutlich zurück. Die Hauptursache dürfte in einer größeren Zahl an befristet beschäftigten Lehrkräften und Referendarinnen und Referendaren liegen, deren Verträge mit Beginn oder während der Sommerferien enden.“

„Eine eventuelle Anschlussbeschäftigung erfolgt erst mit Beginn des neuen Schuljahres. Die betroffenen Personen melden sich dann für die Dauer der Sommerferien (oder einem Teil davon) arbeitslos.“

„Erkennbar ist dieses Phänomen insbesondere in den westlichen Bundesländern Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Hessen, Bayern, dem Saarland und Hamburg. Aber auch in den restlichen Ländern zeigt sich in den Sommerferienmonaten ein erhöhter Zugang von Lehrkräften in Arbeitslosigkeit.“

Besonders häufig sind naturgemäß jüngere Lehrkräfte betroffen. Ein Großteil (71 Prozent) sind Frauen.

Hier geht es zu dem Bericht der BA.

 

53 Kommentare

  1. Ich bezweifle ernsthaft, dass es günstiger ist. Es ist nur ein anderer Topf. Ich war vor einigen Jahren in dieser Situation. Damals schon mit Kindern. Allein um das Kindergeld umzumelden musste ich zig Telefonate führen und bekam bestimmt zehn Bescheide, die jeweils den vorherigen aufhoben und allesamt falsch waren. Dann wurde Gehalt gezahlt, dass wieder zurückgefordert werden musste, das Arbeislosengeld wurde erst noch nicht gezahlt, weil es ja die Monatsmitte war. Dann erhielt ich einen Abschlag, dann wurde es nachgezahlt und der Abschlag wurde zurückgefordert. DAnn musste ich zum einstündigen Gespräch mit einem Herrn beim Arbeitsamt, damit ich einsortiert werden konnte in deren Statistik, anschließend wurde ich zu einem weiteren Herrn vermittelt, der sich eine weitere Stunde Zeit nahm, um meine Angaben auf ihren Wahrheitsgehalt zu überprüfen und Fragen zu meiner Ausbildung stellte. Eine weitere Mitarbeiterin zeigte mir anschließend, wie ich mich um Jobs zu bemühen hätte (obwohl ich schon einen in Aussicht hatte nach den Ferien), dann musste nachgewiesen werden, dass der Vater der Kinder die Betreuung nicht übernehmen könnte und der mögliche Unterhalt musste berechnet werden …
    Das Kindergeld wurde dann zunächst doppelt gezahlt, dann doppelt zurückgefordert und irgendwann einigten sich die Behörden, wer was zu zahlen hatte.
    Das Jugendamt durfte damals den Kidnergartenbeitrag neu berechnen, die Krankenkasse berechnete meinen Beitrag neu, das Finanzamt hatte Spaß an meiner wirren Steuererklärung (die verschiedenen Bescheide mussten alle überprüft werden).
    Das, was sie an meinem ohnehin nicht ganz üppigen Teilzeit-Gehalt gespart haben, haben sie in den Behörden wieder rausgehauen.

  2. Die Dienstherrin macht ja unumwunden deutlich, dass ihr die Lehrer völlig am Arsch vorbei gehen (entschuldigen sie bitte die Ausdrucksweise, sie passt hier aber ganz genau).

    • Ja und, sind eben auch nur HR wie andere Beschäftigte auch.

      Grundsatz der HR-Verantwortlichen ist die Devise:

      „Der Mensch ist Mittel Punkt“

      Wie Dieter Hildebrandt bereits zu Lebzeiten sagte, „er wisse auch nicht, warum, diese Herrschaften die Interpunktion mitsprächen.“

  3. Der objektive Grund stejht in der BA-Meldung allerdings auch. Die Verkürzung des Vorbereitungsdienstes wie in NRW führt zu erheblichen Problemen. Die Refis und LAA fangen im November oder Mai eines Jahres mit dem Vorbereitungsdienst an, um dann nach drei Monaten im Februar bzw. nach den Sommerferien mit ihrem BdU zu starten. Nach 12 Monaten endet der BdU und es folgen die letzten drei Monate des Vorbereitungsdienstes, in denen die UPP liegt. Die Verabschiedung erfolgt exakt 18 Monate nach der Indienstnahme, wer also im November gestartet ist, wird im Mai entlassen. DAs neue Schuljahr startet aber erst am 1. August bzw. am Tag des Schulbeginns im jeweiligen Bundesland.

    In BaWü kommt hinzu, dass das Land während des Vorbereitungsdienstes nicht mehr verbeamtet sondern die Refis und LAA in ein „öffentlich-rechtliches Ausbildungsverhältnis“ übernimmt. Während dieses Ausbildungsverhältnisses zahlen sie wie die Tarifbeschäftigten Beiträge an die gesetzlichen Sozialkassen – mit Ausnahme der Rentenversicherungsbeiträge. Diese werden bei Nicht-Übernahme in ein Beamtenverhältnis vom Ausbilder (Landesregierung) nachversichert – allerdings nur der AG-Anteil.

  4. Ja, ich denke auch, das ist „menschlich verwerflich“ !!!

    Aus Sicht des Staates verstehe ich es allerdings auch. Der Staat spart so Geld. Er muss Geld sparen, denn er hat nicht genug. Warum hat er nicht genug? Weil wir alle die wählen, die uns mehr Netto vom Brutto versprechen, also weniger Steuereinnahmen.

    Alles geht eben nicht. Möglichst keine Steuern und möglichst alles vom Staat bezahlen lassen.

  5. Dass man Kollegen nicht von Mai bis August bezahlt, ohne dass sie arbeiten, kann ich nachvollziehen – aber dass Kollegen bis zu den Sommerferien einen Vertrag haben und dann erst wieder ab nach den Sommerferien (also ohne Ferienzeit), das finde ich „mies“.

    Wir alle haben uns die Sommerferien durch alle möglichen außerunterrichtlichen Tätigkeiten verdient – auch die befristet angestellten !

    • *… dann erst wieder ab dem neuen Schuljahr

    • Befristung – befristete Verträge laufen zum Ende der vertraglich vereinbarten Frist aus.

      Wenn eine Vertretung für eine Lehrkraft in Erziehungszeit eingestellt wird, dann läuft deren Vertrag einen Tag bevor die Erziehungszeit endet. Die Planstelle ist ja bereits besetzt, warum soll der AG eine Planstelle doppelt besetzen?

      Es gibt ja nachvollziehbare Gründe, warum Vertretungslehrkräfte befristet eingestellt werden. Dieser Grund wird ja im Regelfall auch in der Ausschreibung genannt.

    • Das ist dann aber ein Folgevertrag. Für Dritte ist nicht einmal ersichtlich, ob dieser neue Vertrag eine „Verlängerung“ des ersten Vertrages ist, oder ob ein komplett neues Vertragsverhältnis begründet wird.

      Der erste Vertrag wird geschlossen, weil Kollegin XY in Elternzeit ist, der zweite wird durch den Beginn der Elternzeit von Kollegen MN begründet. In solchen Fällen liegt keine Weiterbeschäftigung vor. Die SL hat entschieden die Vertretungslehrkraft, der man keine Planstelle anbieten kann, zu halten und bietet ihr ein neues Vertragsverhältnis an.

  6. *… dann erst wieder ab dem neuen Schuljahr

  7. Der Geist, der stets verneint

    Sorry, dass ich die Einmütigkeit störe ….

    „Jedes Jahr sind befristet beschäftigte Lehrer für einige Wochen arbeitslos.“
    Was sind bitteschön 6 Wochen?

    Also ich unterrichte ebenfalls und zwar als freier Doeznt und muss 6 Wochen im Sommer und 4 Wochen im Wintersemester ohne staatliche Hilfe überbrücken.

    Ich kann nachempfinden, dass sich der eine Teil des Lehrpersonals benachteiligt fühlt gegenüber dem anderen Teil, der über die unterrichtsfreie Zeit hinweg weiterhin sein Gehalt erhält.

    Aber ‚mal ehrlich: Hier wird doch auf hohem und übrigens gut bezahltem Niveau gejammert.

    Und dass ein „Großteil (71 Prozent) … Frauen“ sind, darf niemanden verwuindern: Quoten gibt’s ja nur für Frauen in Chefetagen – im pädagogischen Bereich wäre eine Männerquote längst überfällig.

    • Ihren Worten stimme ich von vorne bis hinten zu.
      Das ewige Vergleichen der Lehrergehälter, ob von befristeten Verträgen mit unbefristeten, ob mit Angestellten und Beamten oder auch von Lehrern anderer Schulformen mit Studienräten ist ein beschämendes Armutszeugnis für alle Neider, die natürlich nur aus Liebe zur Gerechtigkeit schreiben.
      Sofawolf möchte ich da ausnehmen, denn an anderer Stelle hat er/sie sich sehr deutlich distanziert von diesem Wehklagen über Benachteiligung und darauf verwiesen, dass es seiner/ihrer Meinung nach wichtigere Anliegen gibt wie z. B. die Arbeitsbedingungen für Lehrer und Schüler.
      Inzwischen finden aber auch abstoßende Diskussionen darüber statt, wer es wohl in seiner Schulform am schwersten hat, wer mehr leidet und leistet als andere usw.

      Können sich die Lehrer in ihrem Gerangel um (finanzielle) Anerkennung nicht vorstellen, welchen Eindruck das macht? Immer fühlen sie sich von außen angegriffen und das zu Unrecht, weil sie sich doch täglich aufopfern für ihre Schüler und der Beruf angeblich ihre Berufung ist.
      Einige sollten sich mal überlegen, welches Bild sie mit ihren Beiträgen selber nach außen abgeben.

      • Weshalb außer der Entlohnung sollte ich überhaupt einer Erwerbstätigkeit anchgehen?
        Die Inhalte, die ich unterrichten muss, interessierenmich so viel wie die recipienten. Das einzige, was zählt ist der Kontenstand zum Ende des Monats. Und ich möchte so wenig wie möglich tun, um eine höchst mögliche Entlohnung zu erhalten. Also muss ich genauso wenig machen, dass ich keine arbeitsrechtlichen Folgen befürchten muss. Auf keinen Fall mehr als bezahlt wird, soweit reicht mein Altruismus nicht.

        • Mit der Einstellung wären Sie in der Wirtschaft bei allen Jobs oberhalb von Hilfsarbeiter nach wenigen Wochen draußen. Es lebe der öffentliche Dienst.

          • Keine Angst, in der freien Wirtschaft habe ich über 16 Jahre als Fach- und Führungskraft erfolgreich und für wesentlich mehr Entgelt gearbeitet.

            Der Deal basierte immer auf der Geschäftsgrundlage, dass ich das zur Zufriedenheit meiner Vertragspartner erledigt habe, was im Arbeitsvertrag von vornherein festgelegt war. Wenn ich mehr gemacht habe als vereinbart war, dann habe ich dafür Boni oder einen sonstigen Ausgleich erhalten.

          • Wenn Sie „in der freien Wirtschaft über 16 Jahre als Fach- und Führungskraft erfolgreich und für wesentlich mehr Entgelt gearbeitet haben“, und Geld nach Ihrer Darstellung Ihr einziger Antrieb ist, dann frage ich mich ernsthaft, warum Sie in den Schuldienst gewechselt haben. Dass es als Lehrer keine „Boni“ gibt – zumindest keine materiellen – wussten Sie vorher.

          • Weil mein altes Berufsbild keine Perspektive mehr hat.

        • An Ihre ehrlichen Auskünfte wie auch das Bekenntnis zum „Dienst nach Vorschrift“ erinnere ich mich noch gut.
          Sie zähle ich zwar auch zu den ewigen Kreisern um Gehälter, muss aber anerkennen, dass Sie sehr mutig nie einen Hehl aus Ihren Egoismen wie dem Interesse am Kontostand gemacht haben.
          Dagegen stören mich die Stimmen hier, die aus ihrem Lehrerdasein fast einen Märtyrerberuf machen, den sie nur aus Liebe zu den Schülern und ihrem Empfinden vom Beruf als Berufung ausüben und durchhalten.
          Diese Aufopferung glaubt doch kein Mensch, erst recht nicht, wenn sie vom Gefeilsche um Geld und der deutlichen Suche nach Anerkennung begleitet wird.
          Weniger verstanden habe ich bei Ihnen allerdings, warum sie so gern auf Gymnasiallehrer losgehen. Da hatte ich bisweilen schon ein wenig den Eindruck von Missgunst.

      • @Popcorn: Mir geht es vor allem darum, nicht als „Primimäuschen“ gesehen zu werden, wenn Sie die Diskussionen hier verfolgen, wissen Sie, was ich meine.

        • Nein, das weiß ich nicht. Gerade Ihre Beiträge (auch zu anderen Themen) habe ich noch sehr gut im Kopf. Sie spielen sogar eine erhebliche Rolle dafür, dass ich heute Abend ein wenig aus der Haut fahre und meine Gewohnheit aufgebe, nur stiller Leser zu sein.
          Ich glaube nicht, dass es Ihnen allein um das “Primimäuschen” geht und hoffe, dass Sie es selbst nicht glauben und besser wissen.

      • Das Problem hier ist doch aber, dass es häufig Berufsanfänger trifft, die noch gar nicht in den Genuss des üppigen Gehaltes gekommen sind oder erst wenige Monate und das oft nur in Teilzeit. Diejenigen, die gerade aus dem Referendariat in eine Mini-Teilzeitstelle rutschen, müssen – falls sie keinen haben, der sie unterstützt – für die Sommerferien Hartz IV beantragen, weil sie vorher verbeamtet waren. Für die Herbstferien dann ebenfalls. Für die Weihnachtsferien oder die Osterferien reicht es dann evtl. für Arbeitslosengeld, wobei es jeweils länger dauert, den Kram zu beantragen als die tatsächliche Arbeitslosigkeit andauert.
        Nebenjobs kann man leider auch nicht so einfach annehmen, weil man nicht weiß, wie, wann und wo man nach den nächsten Ferien arbeitet.

  8. @ mississippi, mein Gott, das wiederholen Sie nun ständig. Ich weiß nicht, gibt es da irgenwie ein Traumata, das Sie bewältigen müssen??? Jeder Lehrer wird mal in irgendeiner Weise beschimpft – besonders beliebt ist ja das berühmt-berüchtigte „oberlehrerhaft“. Erstens jedoch habe ich so eine geringschätzige Einstellung gegenüber Grundschullehrern noch nie gehört und zweitens frage ich mich, wieso sich das nur dadurch ändern sollte (Ihrer Meinung nach), wenn Sie mehr Geld verdienen. Wie viel sollen dann die Polizisten verdienen, damit sie niemand mehr „Bulle“ nennt – und erst die Politiker. Sie liefern denen ja eine Steilvorlage für die nächste Diätenerhöhung. 😉

    • Und außerdem glaube ich Ihnen nicht. Sie wollen nur einfach mehr Geld haben. Ginge es Ihnen nur (!) um die vielbeschworene G l e i c h b e r e c h t i g u n g der Lehrämter (+ die Vermeidung von Beleidigungen) könnten Sie ja auch die Absenkung der Gymnasiallehrergehälter von A 13 auf A 12 fordern.

      Das tun Sie aber nicht.

      • @missisippi nicht, aber dafür habe ich es schon eingefordert, wohl wissend, dass dies nicht eintreten wird aus Gründen der Besitzstandswahrung.

        Der gehobene Dienst – ein deutsches Spezifikum – gehört abgeschafft. Den gehobenen Dienst gibt es ja auch erst seit den 70ern.

        Und durch die Privatisierung der Post, der telekom und der Bahn gibt es ohnehin so gut wie keine Neueinstellungen – außer bei der BW – in den einfachen Dienst mehr. Im Regelfall wird ab der Besoldungsstufe A5 in den mittleren Dienst eingestellt.

        Dass @missisippi sich gegen die von mir als „agent provocateur“ in die Diskussion eingebrachte Titulierung „Primimäuschen“ wehrt, ist doch verständlich. Die Altfälle „Lehramt Volksschule“ sind in Pension, ebenso wie die „Mikätzchen“, es gibt folglich nur noch Lehrkräfte mit dem Schwerpunkt Primarstufe, die allerdings genauso ausgebildet sind wie alle Lehrer der Sekundarstufe I.

        Nur wer die Diskussion hier in diesem und anderen threads verfolgt, wird auf die weit verbreitete Meinung stoßen, dass menschliches Leben erst oberhalb der Einstiegsbesoldung A13 existiert, und alles darunter bedauernswerte Cretins sind, die aufgrund ihrer geistigen Verfasstheit nicht in der Lage wären Eins und Eins zusammen zu rechnen und darüber nicht in der Lage wären Grundschul-Englisch nach den Vorgaben der Schulbehörden zu unterrichten.

        Die Borniertheit der ratsfraktion geht mir – vermutlich wie vielen anderen – ganz gehörig auf den Senkel.

        • Wenn diese Forderung aber mal erhoben werden würde, dann würden sich sicherlich mal mehr Gymnasiallehrer selbst zu Wort melden – die jetzt wahrscheinlich größtenteils schweigen.

      • @sofawolf:

        xxx

        12. Juli 2016 um 20:56

        @mississippi

        Zum Begriff Primimäuschen: http://unipedia.uni-koblenz.de/index.php?title=GP-Maus

        Ich habe P. selbst an der Uni am Ende meines Studiums erlebt. So wie sie sich gaben, werden sie nach der Zwischenprüfung noch immer ihre Schwierigkeiten mit dem Mathe-Schulstoff der Sek II gehabt haben.

        Mit der Bezeichnung “Fachidiot” kann ich persönlich gut leben. In diversen Abiturbüchern habe ich die zugehörige Abstimmung gewonnen.

        MMeier

        12. Juli 2016 um 21:10

        “Was ist ein Informatiker im E-Gebäude? Ein Sextourist.”

        Da musste ich dann doch ein bisschen lachen…

    • Oberlehrerhaft – eben kommt von Oberlehrer, eine Amtsbezeichnung, die zwar mittlerweile gestrichen ist im Gegensatz zum Oberamtsrat, Aber es wäre schön es gäbe die entsprechende Dotaion/Eingruppierun wieder.
      A13 in der SekI gibt es in NRW so gut wie nicht mehr. A12 für immer und ewig ist keine Option, um ein Berufsfeld, dessen Anforderungen in den letzten Jahren überproportional gestiegen sind, attraktiv zu machen.

      Selbst an Gesamtschulen sowie an Sekundar- und Gemeinschaftsschulen hier in NRW gibt es so gut wie keine Beförderungsstellen für „Lehrer“ [Lehramt GHR(HRGe)]. Bei einem 110-köpfigen Kollegium, das zur Hälfte aus „Lehrern“ (gehobener Dienst) und zur anderen Hälfte aus „Studienräten“ (höherer Dienst) besteht, gibt es für „Lehrer“ zwei Leitungsstellen (AL) und drei Funktionsstellen. Das ist bei weitem weniger als es an Funktions-, Koordinatoten- oder Leitungsstellen für den höheren Dienst gibt.

      Auf Grund der Haushaltslage hat es in den letzten 10 Jahren nur ganz, ganz wenige Beförderungen gegeben, die einen Bewährungsaufstieg in das Verzahnungsamt A13 in Folge von Leistung ermöglichen.

  9. @dickebank
    Apropos: „Die Borniertheit der ratsfraktion geht mir – vermutlich wie vielen anderen – ganz gehörig auf den Senkel.“

    Mir geht mehr das Menscheln der Grundschullehrkräfte auf den Senkel, dieses Zur-Schau-Stellen ihres Einfühlungsvermögens in die Lust- und Spaßbedürfnisse der Kinder, in ihre ach so leicht zu knickenden Kinderseelen bei etwas höheren Anforderungen oder tadelnden Worten.
    Ich sehe auch Grundschulkinder als belastbare und leistungsliebende Wesen an, die nicht ständig mit Samthandschuhen angefasst und in Watte gepackt, sondern in einer Weise behandelt und ernst genommen werden wollen, die ihnen auch etwas abverlangt und zutraut, was sie leisten können, wenn man sie denn ließe und ihre Fähigkeiten nicht so gering einschätzte und unterforderte.
    Diese einzig wahre (von angeblicher Empathie getragene) Pädagogik geht mir gehörig auf den Senkel.

    Die Räte brüsten sich gern mit ihrem Fachwissen und die Grundschullehrerinnen gern mit ihrer Menschlichkeit, ihrem Einfühlungsvermögen in kindliche Bedürfnisse und ihrer Aufopferungsbereitschaft für jedes Wehwehchen. In der Selbstdarstellung sind sie den Räten meiner Meinung nach kein bisschen unterlegen.
    Übrigens bin ich zwar Lehrkraft, aber nicht am Gymnasium und „nur“ mit A 12. Mit dieser Besoldung bin ich auch zufrieden.

    • Problematische Situation der GS in NRW, es gibt keine Schulbezirke, die Eltern können die GS frei wählen.
      Zwar wird nur der Schulweg zur nächstgelegenen GS angerechnet, aber im Zeitalter SUV-fahrender Soccer-Moms spielen eben andere Kriterien eine Rolle.

      Dazu gehören:
      Ausstattung der GS (Zahlungskräfigkeit des Fördervereins),
      Ausländeranteil,
      Übergangsquote ans GY,
      „Spaßfakror“.

      Was definitiv ein Ablehnungsgrund wäre, ist das Einfordern von Leistung bei stringenter Leistungsbewertung.
      Die kleinen Seelen sind ja so verletzbar …

      Folglich stehen die einzelnen Grundschulstandorte in extremer Konkurrenz zu einander. Keiner will dass seine GS geschlossen oder Teilstandort einer anderen GS wird. Also müssen die weichen Faktoren stimmen, damit die Akzeptanz vorhanden ist und viele Kinder angemeldet werden. Das sichert Arbeitsplätze.

  10. @ mississippi, ich bestreite nicht, dass irgendwer das irgendwann mal zu irgendwem gesagt hat. Nur bitte v e r a l l g e m e i n e r n Sie das doch nicht so unzulässig! Und dann wollen Sie noch glauben, das gäbe es nur deshalb nicht mehr, wenn Grundschullehrer wie „Universitätsprofessoren“ verdienen. Nach dem Motto „Was nichts kostet, ist auch nichts“?!?

    Respekt verdient man sich anders !!!

  11. Da hier wieder mal über den Verdienst geschrieben wird:
    Ohne Kommentar:
    Bei 4teachers gab es neulich einmal eine Anfrage eines Schülers oder einer Schülerin, der/die angefragt hat wie viel man in bestimmten Lehrämtern verdient, denn er/sie wolle sein/ihr Studium nach dem Verdienst auswählen.

  12. @ ysnp, ich frage mich, was das soll. Aber ok. Sei’s drum:

    In einem Lehrerforum gab es neulich eine Anfrage eines Schülers oder einer Schülerin, der/die angefragt hat, welches Lehramt am besten zu seinen Fähigkeiten und Neigungen passen würde, denn er/sie wolle sein/ihr Studium danach ausrichten und nicht nach dem Verdienst.

    Ohne Kommentar.

  13. Da fällt mir noch ein: Ich wusste bis zum Ende meines Studiums nicht, was ein Lehrer verdient (das Internet war noch nicht so verbreitet damals).

  14. Ach und da fällt mir noch was ein: Die Lehrer in der DDR waren nicht gut bezahlt. Sie ergriffen alle diesen Beruf also eher nicht aus fianziellen Gründen bzw. wollten ohne diese Aussicht Lehrer werden.

  15. Und, ja, vielleicht (auch wenn es mir selbst schadet) sollten Lehrer wieder „mäßig“ bezahlt werden, damit den Beruf nur die ergreifen, die sich wirklich dazu berufen fühlen. Ich kenne natürlich auch Leute, die nur wegen des Beamtenstatus‘ und/oder des sehr guten Verdienstes Lehrer werden wollen. Ob das dann auch die guten Lehrer sind, die wir brauchen, ist die Frage. Wie ich anderswo schrieb, es sind andere Dinge als das Gehalt, das jemand „abschreckt“, Lehrer zu werden. An erster Stelle stehen die Disziplinlosigkeiten vieler Schüler (bzw. dass Lehrer dessen nicht Herr werden), die dir den Job zur Qual machen können. Dazu gehören dann viele Nebenaspekte, wie zu große Klassen.

    Das alles in den Griff zu bekommen, könnte den Beruf wieder für jene attraktiv machen, die wir auch als Lehrer haben wollen!!!

    Es ist ein bisschen wie beim Kindergeld. Einfach nur mehr Kindergeld bringt niemanden dazu, mehr Kinder in die Welt zu setzen! Das wird dann eher in ein bisschen mehr Luxus investiert. Aber mehr Kinderkrippen und Kindergärten, mehr Spielplätze und Jugendklubs, kinderfreundlichere Richtersprüche (was Ruhestörungen angeht), kinderfreundliche Arbeitszeitgestaltung … und all das motiviert Menschen, Kinder und mehr als eins zu zeugen. Nicht einfach nur mehr Geld! Es ist das Gleiche! Es lockt nur die Falschen an, die „Kinder produzieren“, um nicht arbeiten gehen zu müssen – und die Lehrer werden wollen, um viel zu verdienen.

    • Die Bezahlung im ÖD ist mäßig. DAs wird aber durch den beamtenstatus kompensiert. Blöd nur für diejenigen, die als tarifbeschäftigte eingestellt werden, da sie netto bis zu 900 Euro weniger haben als verbeamtete Lehrkräfte.

      Generell sin die Entgeltsysteme im Bereich Gesundheit und Soziales sowie im Bereich Bildung deutlich unterhalb der Systeme im Industriebereich Metall, Bergbau/Chemie/Energie, Bauen/Agrar/Umwelt angesiedelt. Ähnlich schlecht wie öffentlich Bedienstete entlohnt werden Beschäftigte im Dienstleistungsbereich.

    • „Und, ja, vielleicht (auch wenn es mir selbst schadet) sollten Lehrer wieder “mäßig” bezahlt werden, damit den Beruf nur die ergreifen, die sich wirklich dazu berufen fühlen.“

      Ist es aber nicht so, dass es bereits jetzt zu wenig Lehrer gibt, insbesondere in bestimmten Fächern? Wieviele von denen wird es dann noch vergraulen?

      Anders würde das vielleicht aussehen, wenn Abstriche bei der Ausbildung gemacht werden würden, aber solange die Länder zwingend vorschreiben, dass die Lehrer 5 Jahre lang zwei Fachwissenschaften zu studieren und dann 2 Jahre ins Referendariat zu gehen haben, sehe ich da echt keine Perspektive irgendwas zu senken. Auch wenn ich dickebank sonst eher nicht zustimme, aber da hat er schon Recht, insbesondere mit seinem Verweis auf die angestellten Lehrer. Was bliebe denen dann überhaupt noch zum Leben?

      „Ich kenne natürlich auch Leute, die nur wegen des Beamtenstatus’ und/oder des sehr guten Verdienstes Lehrer werden wollen. Ob das dann auch die guten Lehrer sind, die wir brauchen, ist die Frage.“

      Und warum das schlechte Lehrer sein sollten, stellt sich mir die Frage. Ich kennen keinen Beruf, in dem die Menschen nur für Luft und Liebe tätig sind. Ich wüsste auch nicht warum ausgerechnet Lehrer so altruistisch sein sollten. Fangen wir doch erst bei den Ärzten damit an, die lieben die Menschen doch auch so sehr… ach nee, die verlassen ja dann einfach das Land oder wechseln in die Wirtschaft.

      Ernsthaft, ich glaube, ein Mensch ist ein besserer Lehrer, wenn er ein Haus abbezahlen und eine Familie ernähren kann als wenn er sich täglich um fremde Kinder kümmern muss und sich selber keine leisten kann, einfach weil er zufriedener diesen Beruf ausführen kann.

      „Wie ich anderswo schrieb, es sind andere Dinge als das Gehalt, das jemand “abschreckt”, Lehrer zu werden. An erster Stelle stehen die Disziplinlosigkeiten vieler Schüler (bzw. dass Lehrer dessen nicht Herr werden), die dir den Job zur Qual machen können.“

      Und genau dafür soll das Gehalt auch ein Stück weit entschädigen.

  16. Ich habe nicht gesagt, dass derjenige automatisch ein schlechter Lehrer ist, der es nur des Geldes wegen geworden ist. Genauso wie derjenige nicht automatisch ein guter Lehrer ist, der es nicht wegen des Geldes geworden ist. Das ist doch müßig, immer wieder sowas zu unterstellen.

    Ich sage nur, wer wirklich Lehrer werden will, weil er sich dazu berufen fühlt, der fühlt sich nicht wegen des guten Verdienstes dazu berufen. Der hat andere Gründe. Genauso wie derjenige (und davon gibt es ja ganz viele), der nicht Lehrer werden will, andere Gründe hat als den Verdienst. Auch wenn jetzt wieder irgendjemand irgendwen kennt, der nicht Lehrer geworden ist, weil er anderswo mehr verdienen konnte.

    Man wird nicht Lehrer WEGEN des Verdienstes! (Und diejenigen, auf die das zutrifft, muss man nicht zum Maßstab nehmen!) Es wurden im Osten Deutschlands Zehntausende (?) Lehrer, auch wenn ihnen kein so vergleichsweise gutes Gehalt winkte oder ein Beamtenstatus – und es werden in anderen Ländern auch genügend Leute Lehrer, obwohl sie dort nicht so vergleichsweise sehr gut verdienen.

    Es gibt andere Gründe, Lehrer zu werden als das Gehalt. Die sollten maßgebend sein und es gibt andere Gründe, doch lieber nicht Lehrer zu werden bzw. wieder auszusteigen. Die sollten maßgebend sein, wenn man die Attraktivität des Lehrerberufes erhöhen will.

    Das Gehalt sollte keine „Entschädigung“ für „schlechte Arbeitsbedingungen“ sein. sondern Anerkennung für die geleistete Arbeit (und allem, was dazu gehört und was ich hier nicht alles ausführen kann und will).

    • Wenn man keine anderen Optionen auf dem arbeitsmarkt hat, kann man eben auch Lehrer werden.

      • Gerade für den Lehrermarkt, der sich ja relativ stark nach aussen abgrenzt, dürfte das nicht zutreffen.

        • Deshalb ja auch die ganzen Seiteneinsteigerprogramme der diversen Landesregierungen …

          Manchmal hilft es die Augen aufzumachen.

          • Seiteneinsteiger für wen, Germanisten?

            Seiteneinsteigerprogramme gibt es nur in den Bereichen, in denen gar keine andere Lösung mehr möglich ist. Das betrifft dann aber in der Regel auf Fachbereiche zu, die eben nicht von „keine andere Option“ betroffen sind.

          • Und außerhalb des GY sind das ungeheuer viele Vakanzen, die zu besetzen sind.

            Die Kombination der Fakulten D/Ge für SekII gehört mit Sicherheit nicht zu den Mangelfächern.

          • Nennen sie mir die BL, wo das so ist und die gleichzeitig noch eine annehmbare Altersgrenze für die Verbeamtung haben, denn E-XX frustriert mich schon ziemlich und einen so „einfachen“ Wechsel mache ich doch glatt gerne mit!

          • NRW ==> OBAS

  17. Seiten- oder Quereinstiege sind eine Notlösung. Es mag unter ihnen Talente geben, klar, aber eine gründliche Lehrerausbildung (gerne aber gekürzt auf 4 Jahre Theorie und 1 Jahr Praxis), in der sich zum Teil ja auch das hohe Gehalt begründet, gehört schon dazu. Das wir unseren Schülern schuldig! „Oder kann jetzt jeder Lehrer?“

    Wir brauchen die Besten im Lehrerberuf und nicht die Geldgierigen! Und dazu muss vor allem etwas an der Arbeitsbedingungen wesentlich verbessert werden und nicht am Gehalt.

    Das lockt nur die Falschen an!

    • „Wir brauchen die Besten im Lehrerberuf und nicht die Geldgierigen! Und dazu muss vor allem etwas an der Arbeitsbedingungen wesentlich verbessert werden und nicht am Gehalt.

      Das lockt nur die Falschen an!“

      Genau wie beim Fussball… Bei Real und Barca kloppen nur die letzten Krücken. Die besten Spieler findet man in der Kreisklasse, denn bezahlt man überhaupt keine Spielergehälter…

    • Deshalb werden Seiteneinsteiger als nicht grundständige Lehrkräfte ja auch nur zu E11 eingruppiert. Da wird die geldgier doch gleich gedämpft, sind das doch einmal locker 430 EUR weniger als bei E12 bei gleichen Tätigkeits- und Steuermerkmalen.

  18. @ MMeier, der Vergleich hinkt. Das wissen Sie. Ich habe nicht gesagt, dass Lehrer schlecht oder gar nichts verdienen sollen.

    Was soll dieses Denken in Extremen? Man muss die Mitte finden. 😉

    • Natürlich hinkt der Vergleich nicht, denn sie stellten die Behauptung auf, dass je höher die Gehälter seien, umso schlechter würden die Arbeitnehmer werden.

      Ich kenne keine Beruf, in dem dieser Mechanismus greifen würde. Falls ihnen einer einfällt, dann nennen sie ihn mir bitte!

      Bis sie mir das Gegenteil beweisen (und scheinbar sieht man das ja in den Ministerien ähnlich, denn sonst hätte man ja in vielen Ostbundesländern nicht wieder die Verbeamtung eingeführt) behaupte ich das Gegenteil: wenn sie die Besten haben wollen, dann müssen sie beste Gehälter bieten.

      Aber wollen wir doch einmal konkret werden. Was verstehen sie unter „Ich habe nicht gesagt, dass Lehrer schlecht oder gar nichts verdienen sollen“?

  19. Ach ja, und ich bin auch gegen diese Millionen-Gehälter im Fußball. Ich sehe das durch nichts berechtigt.

    Es gab nicht nur in anderen Ländern, sondern auch hierzulande zu anderen Zeiten guten Fußball und gute Fußballspieler ohne Millionen-Jahresgehälter!

  20. Fragen Sie mal nach, woher diese Millionen kommen (und zwar bis man nicht mehr fragen kann) – und wem sie fehlen.

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