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VBE unterstützt Start der Bundesinitiative „Schule gegen sexuelle Gewalt“ in NRW, aber…

DÜSSELDORF. Heute startet die bundesweite Initiative „Schule gegen sexuelle Gewalt“ des Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs (UBSKM), die der Verband Bildung und Erziehung (VBE) NRW unterstützt, in Nordrhein-Westfalen. Der VBE hat dazu eine Pressemitteilung herausgegeben. Darin heißt es:

„Alle Lehrkräfte kennen Kinder, die sexuelle Gewalt erleben oder erlebt haben. Schätzungen zufolge sitzen in jeder Schulklasse ein bis zwei betroffene Kinder. Udo Beckmann, Vorsitzender des VBE NRW, sagt: ‚Schule muss für die Kinder ein Schutzraum werden. Kinder müssen sich sicher sein können, dass sie hier gut auf-gehoben sind. Sie sollten sich Lehrkräften und anderem pädagogischen Personal anvertrauen können, wenn sie in der Schule selbst, im Familienkreis oder woanders sexuelle Gewalt erlebt haben.‘ Viele Lehrerinnen und Lehrer haben jedoch Angst, einen falschen Verdacht auszusprechen, wissen nicht, was sie tun können oder es fehlen Qualifikation, um Missbrauch überhaupt zu erkennen. Lehrkräfte brauchen deshalb klare Strukturen und Regelungen, wie sie in solchen Fällen handeln können.

Hier setzt die Initiative ‚Schule gegen sexuelle Gewalt‘ an. Sie verfolgt das Ziel, dass die mehr als 30.000 Schulen in Deutschland Konzepte zum Schutz vor sexueller Gewalt entwickeln. ‚Ein Schutzkonzept ist ein sinnvoller Bestandteil der Schulkultur. Offenheit und Transparenz sollen helfen, das Tabu zu durchbrechen. Nur so kann Betroffenen die Sicherheit vermittelt werden, dass ihnen schnell und unbürokratisch geholfen wird‘, sagt Beckmann. Der VBE-Vorsitzende sitzt im Beirat des UBSKM und ist Mitglied einer Konzeptgruppe des UBSKM.

Beckmann sagt: ‚Wir unterstützen es sehr, dass Nordrhein-Westfalen in diesem Bereich den Anfang macht. Ich erwarte jedoch, dass Schulministerin Löhrmann die Schulen nicht nur auffordert, Konzepte zu entwickeln, sondern ihnen auch die nötigen Zeitressourcen dafür zur Verfügung stellen.‘“

Hier geht es zur Seite des Projektes.

Zum Bericht: Sexueller Missbrauch: Bundesbeauftragter betont, Schulen können „gefährliche Orte“ sein

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