Studie: Wer darf, studiert meist auch

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HANNOVER. Knapp acht von zehn Jugendlichen, die 2008 ihre Schule mit einer Hochschulzugangsberechtigung abschließen konnten, hatten viereinhalb Jahre danach auch ein Studium aufgenommen.

Wer die Schule mit einer Studienberechtigung verlässt, geht mit großer Wahrscheinlichkeit auch an die Hochschule. Das geht aus einer Studie des Deutschen Zentrums für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW) hervor. Sie basiert auf einer repräsentativen Befragung von Personen, die im Schuljahr 2007/2008 die Hochschulreife erworben haben. Viereinhalb Jahre nach dem Schulabschluss hatten fast acht von zehn (78 Prozent) ein Studium aufgenommen – weitere 2 Prozent hatten es fest vor.

Blick in einen Hörsaal
Hochschulzugangsberechtigte zieht es auf die Hochschulen. Foto: this.is.seba / flickr (CC BY-SA 2.0)

Im Dezember 2012 – also viereinhalb Jahre nach dem Schulabschluss – steht etwas mehr als jeder Vierte (27 Prozent) von ihnen im Beruf. Die Mehrheit ist dagegen noch in einer Qualifikationsphase: So sind 64 Prozent am Studieren – 5 Prozent absolvieren eine Berufsausbildung. Der Rest (4 Prozent) ist in einer Übergangsphase und absolviert etwa ein Praktikum, einen Auslandsaufenthalt oder jobbt.

Wer sich für einen Bachelor entscheidet, setzt anschließend häufig noch einen Master oben drauf. Von den Schulabgängern haben viereinhalb Jahre nach dem Abschluss rund sechs von zehn (62 Prozent) ein Bachelorstudium aufgenommen – und nicht abgebrochen. Von ihnen entscheiden sich wiederum zwei von drei (67 Prozent) dafür, den Master zu machen. Nur jeder siebte (15 Prozent) schließt ihn für sich aus. Der Rest (18 Prozent) ist noch unsicher.

Wer sich für einen Master entscheidet, erwartet sich davon häufig bessere Berufschancen, will sich persönlich weiterbilden oder macht es aus fachlicher oder beruflicher Neigung (dpa)

zum Bericht: Umfrage: Berufswahl fällt vielen Schülern schwer – harte Kritik an Arbeitsagentur

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5 Kommentare
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Biene
7 Jahre zuvor

Dabei wird vergessen, dass der Bachelor für manche Bereiche ein toter Abschluss ist.

xxx
7 Jahre zuvor
Antwortet  Biene

richtig. viel mehr als ein besseres vordiplom ist er nicht.

Reinhard
7 Jahre zuvor
Antwortet  Biene

Für welche Bereiche ist der Bachelor „tot“?

dickebank
7 Jahre zuvor
Antwortet  Reinhard

Vormalige Staatsexamensfächer – der bachelor-degree in Psychologie, Jura oder Lehramt führt in eine Sackgasse und nicht in einen Beruf. Es gibt nämlich keine Berufsfelder, die mit diesen Abschlüssen ergreifbar sind.

Jenny
7 Jahre zuvor

Der Bachelor reicht in den meisten Fächern nicht. Außer bei Soziale Arbeit, Verwaltungswissenschaften (duales Studium), Bauingenieur, Frühpädagogik, Pflege, BWL, Steuern, Elektrotechnik, Informatik.

im Endeffekt hat sich niicht viel geändert: meistens kann man mit den Fächern der Fachhochschulen /applied Science schon direkt nach Bachelor einsteigen, für fast alle universitären Fächer braucht man den Master. Hinzu kommen Reglementierungen und Einschränkungen von Ständeoorganisationen und Kammern, z.B. um als Architekt eingetragen zu werden, fordert die Kammer mind. 4 Jahre Studium, der Master muss dann gemacht werden.

Alle FH-Fächer sind gut, um mit Bachelor einzusteigen, auch die dualen Studiengänge.