Bayern soll Meldestelle für antisemitische Vorfälle erhalten

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In Bayern soll es in Kürze eine Meldestelle für antisemitische Vorfälle geben. Dort werde es die Möglichkeit geben, Ereignisse von der Belästigung bis hin zu strafrechtsrelevanten Vorfällen zu melden, sagte der neue Antisemitismusbeauftragte der bayerischen Staatsregierung, Ludwig Spaenle (CSU). Die Erkenntnisse, die über diese Meldestelle gewonnen werden, sollen auch analytisch ausgewertet werden.

Neue Inhalte bei gleichzeitiger Stärkung der Kernfächer verspricht sich Kultusminister Ludwig Spaenle von der Stundentafel des neuen G9 in Bayern. Foto: Henning Schlottmann / Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0)
An Spaenle gibt es große Erwartungen.                          Foto: Henning Schlottmann / Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0)

Der ehemalige Kultusminister war in der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern (IKG) zu einem Antrittsbesuch. Das Amt des Beauftragten für Jüdisches Leben und gegen Antisemitismus, für Erinnerungskultur und geschichtliches Erbe hat der 57-Jährige seit Mai inne.

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IKG-Präsidentin Charlotte Knobloch hob die Bedeutung von Spaenles Arbeit hervor. Vorfälle in den vergangenen Monaten zeigten, dass der Antisemitismus noch immer und wieder ein erhebliches Problem darstelle. Auch in Europa sei die antijüdische Aggression auf dem Vormarsch. Impulse erhofft sich Knobloch von Spaenle etwa für die Bildungsarbeit, in der Schule ebenso wie in der Erwachsenenbildung. Als weitere Themen nannte sie die Hetze gegen Juden im Internet sowie Formen des muslimischen Antisemitismus. dpa

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