Mutter stürmt in den Unterricht, attackiert Lehrerin – und zeigt sie noch an

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WEIDEN IN DER OBERPFALZ. Eine Lehrerin wird im Klassenraum von einer Mutter und deren Begleiter angegriffen. Der Grund soll sein, dass sich der 12-jährige Sohn der Mutter über eine Ermahnung der Pädagogin beschwert hatte. Der Bayerische Lehrerverband reagiert bestürzt.

Lehrer sind zunehmend Zielscheibe von Aggressionen. Foto: Shutterstock
Lehrer sind zunehmend Zielscheibe von Aggressionen. Foto: Shutterstock

Während des Unterrichts hat in einer Schule im bayerischen Weiden eine Mutter die Lehrerin ihres 12-jährigen Sohnes attackiert. Sie habe die Frau geschubst und beleidigt, teilte die Polizei am Donnerstag mit. Zudem habe ein Mann, der die Mutter begleitete, die 24 Jahre alte Pädagogin geohrfeigt. Zuvor war es nach den Angaben zu einer Diskussion zwischen der Lehrerin und dem Jungen gekommen.

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Dieser hatte demnach am Mittwochvormittag seine Aufgaben nicht erledigt und eine Ermahnung kassiert. Daraufhin rief er gegen 11.00 Uhr mit dem Handy seine Mutter an. «Die kam prompt in die Schule», sagte ein Polizeisprecher. Die 41-Jährige war dabei in Begleitung eines Mannes, der die Lehrerin mindestens einmal ohrfeigte. «Der Mann ist noch nicht identifiziert, es könnte sich nach ersten Erkenntnissen vermutlich um den Großvater handeln», sagte der Polizeisprecher.

Die Lehrerin erlitt den Angaben zufolge leichte Verletzungen und kam zur ambulanten Behandlung ins Krankenhaus. Wenig später zeigte die Mutter die Lehrerin an. Diese habe den Sohn fest angepackt und hierbei verletzt. Gegen die Mutter und ihren Begleiter ermittelt die Polizei wegen Körperverletzung und Beleidigung.

Jeder körperliche Angriff sei einer zuviel, sagte Simone Fleischmann, Präsidentin des Bayerischen Lehrerinnen- und Lehrerverbandes (BLLV), am Donnerstag. Sie reagierte bestürzt auf den Vorfall. Es sei wichtig, die Polizei ins Boot zu holen und die junge Kollegin psychisch zu stützen. Sie habe nichts falsch gemacht. Weiter forderte sie: «Wir brauchen eine Null-Toleranz-Politik. Dafür muss sich der Dienstherr einsetzen.» Nach ihren Angaben hat eine aktuelle BLLV-Studie gezeigt, dass vier Prozent aller Lehrerinnen und Lehrer im Freistaat selbst bereits körperliche Gewalt erlebt haben. dpa

Der Beitrag wird auch auf der Facebook-Seite von News4teachers diskutiert.

Gewalt gegen Lehrer (auch von Elternseite) – ein zunehmendes Problem

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5 KOMMENTARE

  1. Das sind die Zustände, die den Lehrerberuf belasten, auch wenn sowas sicherlich nur die Spitze des Eisberges, als solches also eher Ausnahme darstellt.

  2. Ich finde es bedauerlich, dass die Eltern ihre Kinder auf einen goldenen Thron setzen und der Meinung sind, ihr Kind mache nie etwas falsch und verhalte sich immer richtig. Die Realität ist nun mal kein Ponyhof und wer glaubt die Welt drehe sich nur um ihn, der hat lernt eben auf die harte Tour was Realität heißt. Gerade bei den verwöhnten Kids von heute ist das leider öfters der Fall.

  3. Gaffer, die Tote filmen und Einsatzkräfte behindern. Erwachsene, die Feuerwehr und Sanitäter beim Einsatz verprügeln. Wundert einen da noch was?
    Aber wehe Lehrer haben sich vor 10, 20 Jahren über mangelnden Respekt ihrer Schüler beklagt, dann wurde man sofort zurechtgewiesen “man solle sich nicht so haben”. Jetzt sind diese Kinder/Schüler erwachsen.

  4. Da hat sich eine sehr intensive symbiotische Beziehung zwischen Mutter und Kind ausgebildet , es ist eine hyperprotektive Helikoptermutter in Perfektion, die noch nicht einmal vor klaren Gesetzesbrüchen und eindeutigen Normbrüchen Halt macht.
    Derartige Kinder laufen Gefahr nie selbstständig zu werden. Das ist echter Grusel in Reinkultur.

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