Fällt auch das nächste Schuljahr weitgehend aus? Elternschaft fordert Masterplan

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SCHWERIN. Die Corona-Krise hat das laufende Schuljahr durcheinandergewirbelt und ein Ende der Krise ist nicht absehbar. Sowohl der Deutsche Lehrerverband als auch die Bundesbildungsministerin gehen davon aus, dass bis weit in das kommende Schuljahr hinein kein regulärer Unterricht wird stattfinden können. Der Landeselternrat Meckelenburg-Vorpommern fordert jetzt – und dürfte damit vielen Eltern und Lehrern bundesweit aus der Seele sprechen –, dass die Vorbereitungen dafür jetzt endlich anlaufen. Ein Masterplan muss her.

Ist das Schuljahr verloren? Für viele Schüler wohl schon. Foto: Shutterstock

Der Landeselternrat Mecklenburg-Vorpommern hat angesichts der schwierigen Situation der Schulen einen Masterplan für das kommende Schuljahr gefordert. Darin müsse auf jede Schulart, Anzahl der zur Verfügung stehenden Lehrer und jeden möglichen Pandemieverlauf eingegangen werden, sagte der Ratsvorsitzende Kay Czerwinski. «Dafür brauchen wir dringend eine Ist-Analyse.» Der Überblick über die Situation sei momentan verloren gegangen. Die Schullandschaft sei zu heterogen. Manche Schulen seien im Soll, manche hinkten hinterher.

Eltern sollen Verständnis für die Schulen aufbringen

Gleichzeitig forderte Czerwinski die Eltern auf, Geduld zu bewahren. «Es wäre verantwortungslos zu fordern, jetzt alle Schulen aufzumachen.» Dabei nahm er das Landesbildungsministerium in Schutz. Da die Abstandsregeln eingehalten werden müssen, müssten die Klassen verkleinert werden. Dann aber fehlten die Räumlichkeiten. Zudem falle etwa ein Drittel der Lehrer als Zugehörige der Risikogruppe vom Unterricht in der Krise aus.

Angesichts der schulischen und sozialen Bedeutung des Präsenzunterrichts sollten trotzdem alle Anstrengungen unternommen werden, die Schüler in die Schule zu bekommen. So könnten Sporthallen in große Klassenräume umgestaltet werden, in denen mehrere Klassen gleichzeitig unterrichtet werden. Parallel dazu müsse die Digitalisierung der Schulen mit aller Kraft angegangen werden. Auch da hänge Mecklenburg-Vorpommern weit zurück – was für ganz Deutschland gilt, wie eine aktuelle Studie ergeben hat, über die News4teachers hier berichtet. «Wir können vielfach nicht von Online-Unterricht sprechen, sondern nur von Online-Aufgabenverteilung», sagt Czerwinski. So könne es aber keine Interaktion geben.

„Die Lehrpläne können nicht mehr erfüllt werden“

Speziell in Mecklenburg-Vorpommern mache es sich extrem negativ bemerkbar, dass der Termin der Sommerferien sehr früh sei. Deshalb müsse dieses Schuljahr komplett abgehakt werden. «Die Rahmenpläne können nicht mehr erfüllt werden», betonte Czerwinski. Er kritisierte die Vorsitzende der Kultusministerkonferenz, Stefanie Hubig (SPD). Die rheinland-pfälzische Bildungsministerin hatte die Meinung vertreten, dass die Schüler im nächsten Jahr nicht unverhältnismäßig viel Stoff werden nachholen müssen (News4teachers berichtete darüber – hier).

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Mit dieser Äußerung habe sich Hubig selbst disqualifiziert, erklärte Czerwinski. «Bei den 11. Klassen ist ein Semester weggebrochen» – mitten in den Abiturvorbereitungen also.

Heinz-Peter Meidinger, Präsident des Deutschen Lehrerverbands, hatte in dieser Woche erklärt, er rechne damit, dass in Deutschlands Schulen auch noch lange nach den Sommerferien nur Unterricht im Schichtbetrieb möglich sein wird. Zwar habe man die Ferien, um sich organisatorisch besser aufzustellen, sagte er. Den Schichtbetrieb zwischen Präsenzunterricht an der Schule und Lernen zu Hause werde man aber mit Sicherheit auch im nächsten Schuljahr noch haben – «so lange die Abstandsregeln gelten müssen, und die werden ja gelten müssen, bis ein Impfstoff da ist. Das kann sich noch weit ins nächste Schuljahr hineinziehen».

Zuvor hatte Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDUI gesagt: «Die Ausnahmesituation wird bis weit in das nächste Schuljahr andauern.» (Auch darüber hatte News4teachers ausführlich berichtet – hier nachzulesen.) News4teachers / mit Material der dpa

Der Beitrag wird auch auf der Facebook-Seite von News4teachers kommentiert.

Kultusminister planen das nächste Schuljahr – wohl mit weiterem Fernunterricht

 

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23 KOMMENTARE

  1. Ein wichtiger Teil des „Masterplans“ wäre die Botschaft, dass die Schüler selbst für ihr Lernen verantwortlich sind und dass das, was zuhause und allein erarbeitet wird, natürlich zählt und auch benotet werden kann. Nur das ist eine ausreichende Antwort für die Kinder und Eltern (und Lehrer!), die die jetzige Zeit als „Corona-Ferien“ ansehen und sich entsprechend verhalten. Leider hat die Ministerin Hubig in ihrem RLP genau das Gegenteil signalisiert und verkündet „niemand wird irgendwelche Nachteile haben“.

    • Sehe ich genauso. Ich arbeite und bin alleinerziehend mit einem Zweitklässler im Haus dem es eigentlich egal ist ob er benotet wird oder nicht. Ich habe jetzt meine Arbeit auf den Nachmittag verlegt und drei Tage später kommt die Info die Kinder sollen ab Mo von 9.00-11.45 in die Schule fünf Tage die Woche dann eine Woche zu Hause bleiben. Mein Arbeitgeber ist es inzwischen leid immer wieder alles neu zu strukturieren. Ich komme so um 19.30 nach Hause und habe eigentlich kaum noch Zeit für meinen Sohn für die Dinge die ebenso wichtig sind wie das Lernen. Wir quälen uns schon seit mehr als zwei Monate durch den Alltag. Ich hätte auch gerne wieder etwas Normalität die es mir ermöglicht meinen Job und mein Kind unter einen Hut zu bringen.

  2. Aha, dann erzählen Sie 1. Klässlern doch mal, dass sie selbst fürs Lernen verantwortlich sind. Denen kann man kein iPad in die Hand drücken und sagen, jetzt lern doch mal Lesen und Schreiben. Wenn die Schule weiterhin ausfällt müssen das komplett die Eltern übernehmen, die in der Regel noch eine andere Arbeit haben, der sie auch nachgehen müssen. Der ganze Ausbau des digitalen Lernens mag für die Gymnasien funktionieren aber für die Grundschulen ist das nonsense .

  3. Wenn ich sehe, wie Hygieneregeln und Abstandsregeln von vielen Schülern missachtet werden oder sie spätestens nach dem Unterricht drauf pfeifen, frage ich mich, wozu wir diesen ganzen Aufwand machen? Das nächste Schuljahr sollte einfach ganz normal anlaufen, diese Maßnahmen in den Schulen nützen ja nichts, wenn sie den Rest des Tages ignoriert werden…

  4. Ich denke auch, dass Eltern, Lehrer und Schüler ein Recht darauf haben zu erfahren wie es weiter gehen soll. Gehofft hatte ich darauf, dass ich dann meine 4. Klasse wieder voll unterrichten darf. Gehofft hatte ich, dass meine Tochter (ja, auch Lehrer haben Kinder im Homeoffice) ihr Abi schreiben kann. Gehofft hatte ich, dass mein Sohn in die 5. Klasse eingeschult wird und seine neuen Klassenkameraden kennen lernen darf. Doch in manchen Ecken wird laut, dass dies nicht der Fall sein wird. Ob es nun eine zweite Welle ist, fehlende Medikamente, fehlende Lehrer (siehe Ü 60 und Risikogruppen) etc. Doch wie soll es denn weiter gehen. Es ist für Arbeitnehmer unzumutbar weiter zu Hause ihre kleinen Kinder zu beaufsichtigen und dabei auf ihr Gehalt zu verzichten. Leidtragende werden wieder die Frauen sein, denen es noch mehr bei der Rente fehlen wird. Über Fußballspieler und Vereine wird diskutiert. Wenn es um Schulen geht kocht jedes Bundesland jetzt sein eigenes Süppchen und wir alle wissen nicht, was sich in den Ministerien mal kurzfristig aus dem Ärmel geschüttelt wird.
    Es gilt sich ein Konzept zu überlegen, in dem eine Versorgung aller Kinder zu vernünftigen Zeiten möglich macht. Homeschooling nach den Sommerferien ist absurd.

  5. Wie kann es angehen das wir in der Kita alles wieder aufmachen,Hygienevorschriften,wie Kinderzahl wieder hochfahren,Risikogruppenzugehörigkeit für Erzieher so gut wie ausgesetzt,Mindestabstand geht schon gar nicht…alles egal..Hauptsache Wirtschaft und Eltern sind zufrieden.Aber Schule soll nicht gehen…Tja Lehrer hatten schon immer ihre Lobby…Erzieher dürfen den Tanz auf der Rasierklinge wagen…wenn das nicht eine unverantwortliche Ungleichbehandlung bei ähnlichen Voraussetzungen ist…

    • Es kann eben NICHT angehen, dass in den Kitas der Arbeitsschutz der Mitarbeiterinnen missachtet wird! Was derzeit in den Kitas praktiziert wird, ist schlicht ausbeuterisch! Man muss sich hier mit aller Deutlichkeit zur Wehr setzen! Auch, wenn dies manchen Eltern und Politikern nicht schmeckt. Aber auf dem Rücken von Kita-Erzieherinnen und Lehrern die Betreuung während der Pandemie unter Missachtung von Schutzstandards zu verlangen, überschreitet Grenzen und ist anzuprangern! Der Ball muss an die Verantwortlichen zurückgespielt werden und es braucht mehr Personal und Räumlichkeiten, um Schutzstandards für Erzieher, Lehrer und Kinder einzuhalten! Die Billig-Variante: Alle in viel zu kleine Räume zu stopfen, ist angesichts der großen Ansteckungsgefahr fahrlässig, gefährlich und unverantwortlich!

  6. Sehe ich auch genauso. Wir haben seit Ende Februar keinen normalen Unterricht mehr. Seit also ca 3 Monaten. Mein Sohn geht in die 8. Klasse des Gutenberg Gymnasiums. Online Unterricht hat bis jetzt überhaupt nicht statt gefunden, wenn dann kommen e-mails mit Arbeitsanweisungen in den Hauptfächern jede Woche und in den Nebenfächern alle 2 Wochen. Kontrolliert wird gar nichts und erlärt auch nicht. Die Motivation für die Schule etwas zu tun ist weit unter 0. So kann es doch nicht weitergehen oder??? Überall wird kaum der Abstand eingehalten, aber unsere Kinder verdummen. Ich möchte jetzt auch mal wissen, wie der versäumte Stoff aufgeholt werden soll.

  7. Das Gejammer der ach so Armen Risikogruppe von Lehrern kann man sich nicht mehr anhören. Das jammern dieser Risikogruppe lassen sie sich gut bezahlen. Ich sowie mein Mann gehören auch zur Risikogruppe und müssen arbeiten um unseren Lebensunterhalt zu verdienen. Über andere Risikogruppe wird nicht berichtet. Sollen auch alle Ärzte, Pflegepersonal etc. auch zu Hause bleiben? Das natürlich bei vollen Bezügen. Man sollte auch mal an die Kinder denken was sie alles versäumen und was alles verboten ist.

    • Lediglich einzelne KollegInnen über 60 Jahren können nach ärztlicher Überprüfung und Absprache mit der Schulleitung beantragen, keinen Präsenzunterricht mehr zu machen. Das entbindet sie aber nicht davon, entsprechend ihres Arbeitsumfangs weiterzuarbeiten. Sie werden dann für den digitalen Unterricht oder für Verwaltungsaufgaben eingesetzt. Aber es ist langsam müßig, das immer wieder zu erklären. Manche Eltern scheinen nicht zu verstehen, dass aufgrund der Klassenteilungen trotzdem die Lehrer jeden Tag in der Schule sind. Dadurch, dass die Klassen geteilt sind, können weniger Kinder zur Schule kommen. Der Grund hierfür ist mangelndes Personal und fehlende Räume.

  8. Ich bin alleinerziehend mit 4 Kindern. Drei davon in der Grundschule. Eines kommt ab Sommer in die weiterführende Schule. Ich habe nach all den Wochen keine Ahnung mehr, wie ich die Lernpakete, die Notbetreuung und die Arbeit noch unter einen Hut bringen kann. Ich kann Kinder im Grundschulalter nicht alleine zu Hause lassen. Geschweige denn, motiviert eigenständig ihre Aufgaben erledigen lassen. Die Gestaltung der Notbetreuung an Brückentag und in den Ferien ist gänzliche kurzfristig und unzureichend. Ich bin ständig am Jonglieren mit den Arbeitsstunden und teils privater Betreuung. Wie soll ich das meinem Arbeitgeber noch weiter erklären? Nach all den Wochen braucht es ein zuverlässige und langfristige Regelung für die Eltern, die Kinder und die Arbeitgeber. Und eine dauerhafte Erstattung der Betreuungsgebühren. Außerdem ist es für mich etwas kurios: überall werden die Regelungen gelockert. Und an den Schulen machen sie einen nicht mehr nachvollziehbaren Aufwand.

    • Naja, ein bissl Hintergrund tut dem Artikel doch gut:
      Zum einen: Der Arzt reibt sich ja auch an de Vorgaben des RKI, dass Bluthochdruck als Risikofaktor benennt, was er nicht nachvollziehen kann.
      Das ist nun sein Problem oder das des RKI.
      In Hessen wurde am 7.5.2020 ein Schreiben an die Schulen versendet zum Neustart am 18.05.2020. Angehängt daran war ein Arbeitspapier, dass ein die inordnung der Risikogruppen neu regelete (mehr dazu z.B. https://www.gew-hessen.de/home/details/hkm-veraendert-die-einstufung-der-risikogruppen/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=143f95669ea6cd0ff80dd36437f73163)

      Vorher haben die den Schulen schon bekannten, teilweise schon Jahre alte Unterlagen bei den bekannten Erkrankungen gereicht, die deutlich den Vorgaben des RKI entsprachen.
      Ab dem 7.5.2020 mussten ein Großteil der erkrankten Lehrkräfte dennoch zum Arzt, um eine nun anderes formulierte Bescheinigung vorzulegen. Das wird in recht kurzer Zeit zu einem hohen AUfkommen von „Lehrerterminen“ geführt haben.
      Allerdings: Alle bei uns von der Präsenz befreiten Lehrkräfte waren schon vorher schwer krank (Anerkennung von Schwerbehinderung usw. inklusive, was ja nun nicht der Hausarzt macht) und nicht einer ist während der Corona-Zeit „überraschend“ mit einer Erkrankung um die Ecke gesprungen.

      Es gibt also auch eine andere Sicht auf die Dinge – und diesen erst genannten Arzt.

      • Diejenigen Arbeitnehmer, die im Home-office oder mit 100% Kurzarbeit beschäftigt sind, haben im Gegnsatz zu den lehrkräften auch keinen Grund ihre Arbeitsfähigkeit untersuchen zu lassen. Generell gilt ja lt. Anweisung der Schulministerien, dass diejenigen, die geringe Erkältungsanzeichen haben, wegbleiben sollen. Nur sie müssen es belegen können, wozu sie zum Arzt müssen, um an eine AU zu kommen. Genauso verhält es sich doch mit den Belegen, die zur Einstufung in einer der vom RKI festgesetzten Risikogruppen führen – also medizinischen Attesten.
        Ein Diabetes-Befund ist ja kein Grund zu normalen zeiten nicht zu unterrichten. Er muss dem Arbeitgeber ja auch im Normalfall nicht mitgeteilt werden, da es den AG nichts angeht. Aufgrund der derzeitigen Pandemielage muss also eine Bescheinigung beigebracht werden, um als Angehöriger einer Risikogruppe erfasst zu werden. Wäre vermutlich in allen Berufsgruppen gleich, würden gleiche Bedingungen gelten.

        Dass diese nicht gelten, kann man im direkten Vergleich zwischen Kindertagesstätten/Schulen auf der einen Seite und Hochschulen auf der anderen Seite sehen. Ebenso daran, dass es in Firmen keine Schulungen oder Besprechungen in größeren Gruppen mehr gibt, da ansonsten die Abstands- und Hygieneregeln nicht mehr eingehalten werden können. In Kitas und Schulen soll aber all das, was woanders nicht geht, umgesetzt werden – also in zu kleinen Räumen, die schlecht belüftet sind, mit einer größeren Anzahl von Personen sich über einen längeren zeitraum aufzuhalten. Wo liegt jetzt der Fehler?

  9. Trotzdem wünschte man sich mehr Lösungsmöglichkeiten für die Schulen. Gerade, wenn der Zustand andauert, müssen in den Sommerferien andere Räume gesucht werden, die zur Zeit leerstehen und die man mit halbierten Klassen benutzen kann. Viele Fachlehrer, deren Fächer nicht systemrelevant sind, werden von ihren Schulen nicht richtig eingesetzt.
    Wenn das nicht möglich ist, wäre ich aus oben genannten Gründen (Kinder halten nach Scule eh keinen Sicherheitsabstand) auch für Normalisierung.

  10. Okay, wollte ich auch schon immer. Dann müssen die Kommunen als Sachaufwandsträger eben Kongresshotes mit entsprechenden Tagungsräumen anmieten. Das werden sie mit Verweis auf die Haushaltslage aber nicht tun.

  11. Ich bin für mehr Ehrlichkeit in der öffentlichen Debatte!
    Warum will man die Schulen und Kitas wieder uneingeschränkt öffnen? – Weil man die Berufstätigkeit der Eltern sicherstellen will.
    Geht es um Unterricht und Bildung der Kinder? – Nein, es geht um Betreuung!
    Sind Kitas, Schulen und Horte systemrelevant und gesellschaftlich wichtig? – Ja! – Aber warum erhalten diese dann keine finanzielle und personelle Unterstützung?
    Handelt es sich beim Coronavirus um ein gefährliches Virus? – Ja! Aber warum sorgt man dann nicht für ausreichend Schutz der Kinder, Lehrer und Erzieher?

  12. Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich mich manchmal frage, ob schlicht die Menschlichkeit verlorengeht. Wenn wir do noch nichts Ausreichendes über diesen Virus und dessen Wirkungsweise wissen, warum setzen wir dann Menschen (vor allem Kinder?) einem noch weitgehend unbekannten Risiko aus? Können wir das verantworten? Ist nicht jedes Kind, das schwer erkrankt, eines zuviel? Sollten wir nicht alles dafür tun, dass so wenig Kinder wie möglich erkranken? Wenn wir den Kindern wieder einen Schulalltag ermöglichen möchten, was sehr wünschenswert ist, dann nur unter Einhaltung von Gesundheitsmaßnahmen, Hygiene- und Abstandsregeln! Dazu brauchen wir aber mehr Personal und die entsprechenden Räume. Diese sind aktuell nicht vorhanden. Die Konsequenz, die die Politik aus diesem (nicht erst seit heute) bestehenden Missstand ziehen sollte ist: Für mehr Personal und Räumlichkeiten zu sorgen! Dann können auch wieder mehr Kinder regelmäßiger die Schulen besuchen. Das Ansteckungsrisiko für Kinder, Lehrer (und auch Eltern) zu erhöhen, indem man Abstands- und Hygieneregeln aushebelt und für nichtig erklärt, ist verantwortungslos und politisch die einfachste und wirtschaftlich die billigste Lösung! Wenn dies getan wird, möge man bitte nicht mehr davon reden, dass es in allererster Linie um das Kindeswohl gehe. Denn dies ist dann schlicht Heuchelei und – by the way – sehr einfach zu durchschauen.

  13. Nur mal so zur Info … es gibt Elteen die tragen zum Bruttosozialprodukt nicht unerheblich bei… das können sie jetzt nicht. Und wer zahlt den immensen Schuldenberg ab und zahlt die Steuern, die im übrigen auch die Kitas und Schulen, Erzieherinnen und Lehrer bezahlen? Findet den Fehler, den das Geld kommt nicht vom Himmel geflogen. Falls es noch keiner gemerkt hat …. das verdammte System hängt zusammen … arbeitet keiner und kommen keine Kinder mehr auf die Welt … sind Erzieher und Lehrer arbeitslos!

    • Keine Sorge, Lehrer und Erzieher sind Mangelware. Weit weg von Arbeitslosigkeit. Und wenn man hier liest, wie sie als Büttel beschimpft werden, weiß man auch warum.
      P. S. Auch Lehrer und Erzieher tragen zum Bruttosozialprodukt bei.

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