„Kein Ausschlussgrund“: Kinder mit Rotznase dürfen in Kitas und Schulen

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KIEL. Kinder mit Rotznasen ohne weitere Symptome dürfen jetzt doch in Kitas und Schulen: Schleswig-Holstein lockert die strengen Vorgaben, wann Kids zu Hause bleiben müssen. Und statt zwei Tagen reicht nun ein symptomfreier Tag, um zurückzukehren.

Eine laufende Nase ist „kein Ausschlussgrund“ vom Kita- oder Schulbesuch. Da muss schon mehr kommen. Foto: Shutterstock

Schleswig-Holstein hat die strikten Corona-Vorgaben für Kita-und Schulkinder, schon bei geringsten Anzeichen von Schnupfen oder Husten zu Hause zu bleiben, etwas gelockert. Der neue Schnupfenplan sehen vor, «dass Kinder, die lediglich simple Schnupfensymptome zeigen, also beispielsweise die berühmte Rotznase, wenn die Nase läuft, die können in die Schulen und in die Kitas gehen», sagte Gesundheitsminister Heiner Garg (FDP) am Donnerstag. Und musste bisher ein Kind 48 Stunden symptomfrei sein, so kann es jetzt schon nach 24 Stunden wieder in die Kita oder Schule.

Bei Fieber (ab 38 Grad) sollen Schüler zu Hause bleiben

Die neue gemeinsame Empfehlung des Bildungs- und des Gesundheitsministeriums gilt seit dem heutigen Donnerstag. «Kein Ausschlussgrund» für den Kita- oder Schulbesuch sind neben einfachem Schnupfen und laufender Nase auch Halskratzen, leichtes gelegentliches Husten oder Räuspern («leichte Ausprägung»).

Dagegen solle bei Fieber ab 38,0 Grad, Muskel – und Gliederschmerzen, trockenem Husten und/oder Halsschmerzen oder bei Verlust des Geruchs- und/oder Geschmackssinns – nicht in Kombination mit Schnupfen – entweder das Kind zunächst einen Tag zur Beobachtung zuhause bleiben oder telefonisch Kontakt zum Haus- oder Kinderarzt aufgenommen werden.

Werde ein Arzt informiert, entscheide dieser ob ein Corona-Test angeordnet wird. Bis dessen negatives Ergebnis vorliegt, dürfen Kinder nicht in die Kita oder Schule. Ist der Corona-Test positiv muss das Kind zu Hause bleiben und die Anweisungen des zuständigen Gesundheitsamtes befolgen.

Eltern hatten sich über strengere Regelung beschwert

Die 24-Stunden-Regelung wurde laut Garg nicht nur mit Fachleuten beraten, sondern auch im Konzert mit fast allen anderen Bundesländern mit dem Ziel einer größeren Vereinheitlichung der Regelungen. «Ich glaube, dass das an der Stelle angebracht ist.» Man habe Kritik und Anregungen von Eltern wie Ärzten in die Änderung des Schnupfenplans einfließen lassen. «Das wird auch uns die ganze weitere Pandemie über begleiten, dass wir Regelungen ans Pandemiegeschehen anpassen, aber auch an neue Erkenntnisse. Politik ist schlecht beraten, wenn sie auf Gesichtswahrung setzen würde anstatt neue Erkenntnisse in neue Entscheidungen auch einfließen zu lassen.»

Auch der aktualisierte Schnupfenplan habe nur solange Bestand, wie er sich in der Realität bewähre, betonte Garg. dpa

Der Beitrag wird auch auf der Facebook-Seite von News4teachers diskutiert.

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1 KOMMENTAR

  1. Kinder mit einer Temperatur bis 37,9 Grad C dürfen in der Schule verbleiben.
    Zu blöd nur, dass wir kein Fieberthermometer in der Schule haben !

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