Kinderärzte-Präsident behauptet: Infektionen in Schulen gehen von Lehrern aus – er fordert (nur) für sie Maskenpflicht im Unterricht

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BERLIN. Der Präsident des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ), Thomas Fischbach, hat sich für eine Maskenpflicht für Lehrer auch im Klassenzimmer ausgesprochen. Er halte eine solche Maskenpflicht für das Lehrpersonal „durchaus für sinnvoll“, sagte Dr. med. Thomas Fischbach der „Welt“. Der empfohlene Sicherheitsabstand sei in beengten Klassenräumen oft nicht möglich. Eine generelle Maskenpflicht im Unterricht für Schüler hält Fischbach dagegen nicht für nötig. Der BVKJ trommelt seit Monaten für weite Schulöffnungen.

Sind Lehrer potenzielle Superspreader – Schüler aber nicht? Foto: Shutterstock

Fischbach bezeichnet es im Interview als auffällig, „dass es bei den letzten Ausbrüchen an Schulen immer Lehrer waren, die das Virus von außen hereingetragen hatten“ – Belege für die Behauptung liefert er nicht. Beim derzeit größten dokumentierten Corona-Ausbruch an einer Schule in Berlin, es geht dabei um ein Gymnasium in Spandau, wurden Infektionen bei einem Lehrer und zehn seiner Schüler festgestellt. Wer wen angesteckt hat – und ob überhaupt ein Zusammenhang besteht –, das ist für das zuständige Gesundheitsamt allerdings offen. Ob sich die Schüler bei dem Lehrer angesteckt hätten oder umgekehrt der Lehrer bei einem Schüler, „das können wir so überhaupt nicht sagen“, erklärte die zuständige Amtsärztin. (News4teachers berichtet aktuell über den Fall – hier geht es zu dem Beitrag.)

„Im Frontalunterricht vor der Klasse können Lehrer zu Superspreadern werden“

Gleichwohl sagt Fischbach: „Bislang gibt es vielerorts für Lehrer nur eine Empfehlung, eine Maske zu tragen, wenn der Sicherheitsabstand nicht eingehalten werden kann. Das ist in Grundschulen ohnehin nie möglich, in weiterführenden Schulen bei den beengten Räumlichkeiten meist auch nicht. Wenn Sie im Frontalunterricht vor der Klasse stehen, haben Sie aber eine ähnliche Situation wie im Chor. Da können Lehrer zu Superspreadern werden.“

Für Schüler dagegen lehnt der Kinderarzt eine generelle Maskenpflicht im Unterricht ab. „Eine pauschale Maskenpflicht für Schüler im Unterricht wie in NRW halten wir zum Beispiel nicht für sinnvoll. Wenn ich in einer Stadt wie meiner Heimatstadt Solingen mit 163.000 Einwohnern 39 aktuelle Corona-Fälle habe, dann bin ich der Auffassung, dass das nicht verhältnismäßig ist, von allen Schülerinnen und Schülern eine Maskenpflicht im Unterricht zu verlangen. Anders sieht das aus, wenn wir einen Hotspot haben. Da kann es im Einzelfall sinnvoll sein, vorübergehend eine Maskenpflicht zu verhängen.“

Eine generelle Maskenpflicht funktioniere bei jungen Schülern zudem nicht, so Fischbach. „Sie spielen dauernd daran herum, stecken sie in die Hosentasche und holen sie wieder raus. Ich habe Schüler beobachtet, die ihre Masken auf dem Schulhof austauschen. Dadurch wird sicherlich kein guter Schutz erreicht.“

Der Verband trommelt seit Monaten für weite Schulöffnungen

Der BVKJ hatte in einer gemeinsamen Stellungnahme mit drei weiteren Ärztegesellschaften schon am 18. Mai erklärt: „Kitas, Kindergärten und Grundschulen sollen möglichst zeitnah wiedereröffnet werden“ – und zwar ohne massive Einschränkungen. Es müssten keine kleinen Gruppen gebildet werden. Auch bräuchten die Kinder weder Abstand wahren noch Masken tragen. „Entscheidender als die individuelle Gruppengröße ist die Frage der nachhaltigen Konstanz der jeweiligen Gruppe und Vermeidung von Durchmischungen“, hieß es in dem Papier. Die Kultusministerkonferenz ist in ihren Beschlüssen vom Juni den Empfehlungen weitgehend gefolgt.

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Fischbach gehörte auch zu den Medizinern, die Anfang Juni in einer Videokonferenz mit allen SPD-Kultusministern zusammengekommen waren. Hamburgs Schulsenator Ties Rabe (SPD) erklärte nach der Konferenz: „Die Wissenschaftler haben überzeugend deutlich gemacht, dass insbesondere Kinder von der Pandemie kaum betroffen sind und es an der Zeit ist, die Schulen für Kinder wieder zu öffnen.“ (News4teachers berichtete über die bemerkenswerte Veranstaltung und ihre Ergebnisse – hier geht es hin.) Kurz darauf beschloss die KMK, die Abstandsregel nach den Sommerferien streichen zu wollen.

Die Gesellschaft für Virologie hat unlängst noch dieser Einschätzung widersprochen: „Wir warnen vor der Vorstellung, dass Kinder keine Rolle in der Pandemie und in der Übertragung spielen“, so heißt es in einer aktuellen Stellungnahme (News4teachers berichtet auch über dieses Papier ausführlich – hier).

Im Zusammenhang mit Honorarverhandlungen mit den Krankenkassen für das kommende Jahr wies der BVKJ vor zwei Wochen laut einem Bericht des Ärzte-Blatts darauf hin, dass die niedergelassenen Kinder- und Jugendärzte durch die Corona­krise erhebliche Mehraufwände und Einbußen verkraften müssten. News4teachers / mit Material der dpa

Hier lässt sich das komplette Interview mit Fischbach in der „Welt“ nachlesen.

Der Beitrag wird auch auf der Facebook-Seite von News4teachers diskutiert.

Corona? „Gehört zum alltäglichen Risiko.“ Wie eine Ärzte-Lobby politischen Druck macht, Schulen ohne Einschränkungen zu öffnen

 

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122 KOMMENTARE

  1. Erstaunlich – ist es also doch möglich die Frage zu beantworten, wer wen angesteckt hat. Bedeutet das, dass LuL nun ihren Dienstherren in die Pflicht nehmen können, wenn sie bei der Arbeit infiziert wurden????

  2. Klar, politische Vorgabe: Die Lehrer sind immer schuld.
    Warum lässt der doofe Lehrer sich anstecken und hält dann auch noch keinen Abstand zu den Schülern?!
    Dabei haben die Minister doch mit ihren beauftragen Studien gezeigt, dass die Kinder das Virus bremsen, also quasi weg atmen. Deswegen soll der Lehrer doch in der Klasse durch die Anwesenheit der Kinder besser geschützt sein als um Supermarkt oder der Bahn… Habe ich hier doch alles gelesen in den letzten Wochen.

    • Es geht doch nichts über infantile Raumluftfilter, was haben die Lehrer doch für ein Glück.
      Überlege grade, ob ich meine Kinder nachmittags an Altersheime vermieten könnte 😉

      • Eigentlich eine tolle Idee, Tina+2.
        Wird nur leider nicht klappen, da ja nur Lehrer wegen ihres Beamtenstatus eine dienstliche Immunität gegen das Virus erworben haben.
        Aber ein Altenheim, in dem nur pensionierte Beamte leben, könnte Interesse haben!

  3. noch anfang juni stand für diese kinderärzte-gruppierung fest, dass kinder NICHT oder kaum am pandemiegeschehen beteiligt seien, worauf sich die kultusministerkonferenz hauptächlich stützte.
    nun die kehrtwende.. lehrer könnten die armen kleinen ja anstecken.
    4/5 der schüler sind älter als 10 jahre und sind sehr wohl am infektionsgeschehen beteiligt, sowohl passiv als auch aktiv.
    ich denke, die lehrer benötigen keine forderung dieser ärztegruppierung, um sich mit maske selber zu schützen, in weiser voraussicht.
    interessant ist zudem die bemerkung, dass in klassenräumen der abstand anscheinend nun doch nicht eingehalten werden kann, was der aussage dieses verbands vom mai ja dann doch widerspricht.
    die konsequenz wäre ja nun, klassen zu teilen, aber von dieser forderung habe ich von diesen ärzten noch nichts gehört…

    • Heute ein aktueller Podcast von Hr. Kekule.
      Kinder sind genauso infektiös, sogar noch mehr Virus im Rachen als teils Erwachsene.

  4. Mein AG hat heute die Anweisung verschickt, dass alle Mitarbeiter, wenn möglich, im Home Office verbleiben müssen. Nicht nur die Risikogruppen. Dienstreisen sind untersagt.
    Und in Schulen laufen Coronaparties ohne Schutz! Eltern sitzen aus Sicherheitsgründen im Home Office und die Kinder schleppen es aus der Schule an. Tolle Leistung!

  5. Soviel Ignoranz macht sprachlos. Da Lehrer jetzt regelmäßig getestet werden, Schüler aber nicht, fallen in der Gruppe der Lehrer zwangsläufig mehr Infektionen auf. Daraus lässt sich nicht schließen, dass Lehrer die Infektionen „in die Schule tragen“. Diese Gruppe ist lediglich der Monitor für das Infektionsgeschehen in einer Schule.
    Herr, wirf Hirn vom Himmel.

    • Nicht nur, dass Kinder ja gar nicht turnusmäßig getestet werden (und deshalb nicht in den Statistiken auftauchen) wie die Lehrer, die ja auch ohne Symptome alle 2 Wochen einen Anspruch auf einen Test haben.

      Nein – es wird sogar aktiv verhindert, dass Kinder MIT SYMPTOMEN getestet werden.

      Ist ja vielleicht auch gar nicht machbar, jetzt monatelang jedes erkältete Kind zu testen. Aber dann muss man das wenigstens ehrlich kommunizieren anstatt Eltern, Lehrer und Kinder anzulügen und einen sicheren Regelbetrieb vorzugaukeln, den es in keinster Weise gibt.

    • WRONG!

      Testmaterial geht aus und die Lehrer bekommen keine Termine zum Testen. So sieht es mittlerweile in Essen aus.
      Wenn das so weiter geht, unterzieht sich der Staat einem möglichen Reset. Ohne Lehrer, keine Kinderbetreuung/keine Bildung. Und dann?

  6. „In Unterrichtssituationen in Klassen-/Kursräumen ist es ausreichend, wenn durch Bildung fester Lerngruppen, Einhaltung fester Sitzordnungen und eine entsprechende Dokumentation ein näherer Kontakt auf einen begrenzten und bestimmbaren Personenkreis reduziert wird und für diesen die besondere Rückverfolgbarkeit nach § 2a Absatz 2 der Coronaschutzverordnung sichergestellt ist.“

    Die vom KM NRW erlassene Corona Betreuungsverordung wurde in ihrer Fassung vom 15.06.2020, §1 (4) aufgrund der ebenfalls vom KM NRW in Auftrag gegebenen „Studie“ zur Beteiligung von Kindern am Infektionsgeschehen dahingehend geändert, dass der Mindestabstand von 1,5 m in den Schulgebäuden NICHT mehr eingehalten werden muss, um einen angepassten Regelbetrieb gewährleisten zu können…
    Da diese Studien aber längst durch die Realität
    überholt worden sind, muss der Mindestabstand, wie er überall im öffentlichen Raum gilt, auch in den Schulen wieder gelten!!!

  7. Nach den bisherigen Aussagen der KMs hat sich doch bisher niemand in der Schule angesteckt. War bei Häufungen nicht von Zufällen die Rede? Auf welche Quellen bezieht sich Herr Fischbach, wenn er behauptet, Lehrer hätten Schüler angesteckt. Wahrscheinlich hat er sich das einfach ausgedacht. Das habe ich damals schon gedacht, als er behauptet hat, Ärzte würden sich über das Ausstellen von Attesten für Risikopatienten aufregen. Mal abgesehen davon helfen Masken nur bedingt gegen Aerosole und Frontalunterricht ist kein einseitiger Lehrervortrag in voller Lautstärke. Aber das weiß Herr Fischbach nicht, weil er von Schule eben einfach keine Ahnung hat.

  8. Nochmal, bei uns hatte ein Schüler Corona mitgebracht. Kein Lehrer war erkrankt….Aber Lehrer sind ja immer Schuld. Sicher auch am Klimawandel…zu viel heiße Luft usw.

  9. „In Unterrichtssituationen in Klassen-/Kursräumen ist es ausreichend, wenn durch Bildung fester Lerngruppen, Einhaltung fester Sitzordnungen und eine entsprechende Dokumentation ein näherer Kontakt auf einen begrenzten und bestimmbaren Personenkreis reduziert wird und für diesen die besondere Rückverfolgbarkeit nach § 2a Absatz 2 der Coronaschutzverordnung sichergestellt ist.“

    Die vom KM NRW erlassene Corona Betreuungsverordung wurde in ihrer Fassung vom 15.06.2020, §1 (4) aufgrund der ebenfalls vom KM NRW in Auftrag gegebenen „Studie“ zur Beteiligung von Kindern am Infektionsgeschehen dahingehend geändert, dass der Mindestabstand von 1,5 m in den Schulgebäuden NICHT mehr eingehalten werden muss, um einen angepassten Regelbetrieb gewährleisten zu können…
    Da diese Studien aber längst durch die Realität
    überholt worden sind, muss der Mindestabstand, wie er überall im öffentlichen Raum gilt, auch in den Schulen wieder gelten!!!

  10. Abstand!!!! Alles andere ist Irrsinn!!!!
    Frau Merkel möchte alles für das Funktionieren des Unterrichts tun!
    Frau Merkel, dann tun Sie bitte alles dafür!
    Noch kann man präventiv agieren. In ein paar Wochen kann man vermutlich nur noch reagieren.
    Föderalismus hin oder her, jetzt muss dieses Hin und Her der Interessengruppen aufhören.
    Wir haben schon als Kinder gelernt: Mit Gesundheit spielt man nicht!

    Entweder sind die Kinder und ihre Bildung wichtig – dann bitte sofort unter Infektionsschutzbedigungen wie überall sonst im realen Leben!

    Wenn es nicht wichtig ist, kann weiter jeder MP und KM machen, was er oder sie will – dann sollten sie aber schonmal überlegen, wer im Herbst die Rechnung bezahlt und die Jobs der Lehrer übernimmt.

    Abstand für alle plus Maske, wo es kritisch wird! Alles andere ist himmelschreiender Unsinn.
    Sollte jemand das Gegenteil beweisen, kann man ja auch überall sonst alle Regelungen aufheben.

    Vor allem brauchen wir dringend die Unterstützung ader ganzen Gesellschaft, damit die Kinder sich in den Schulen an die Regeln halten. Zur Zeit ist es in der Schule schon kaum durchzusetzen, außerhalb der Schule setzt es niemand mehr durch.
    Das ist das falsche Signal!

    • Nein unsere Kinder treffen sich, besuchen das Freibad, gehen in Urlaub und machen Vereinssport, alles selbstverständlich ohne Maske und Abstand. Warum sollten wir uns isolieren? Einfach mal beim RKI schauen, wieviel Personen noch hospitalisiert werden, wieviel Menschen noch sterben. Ich bin definitiv gefährdeter, wenn ich meine Fenster putze.

      • Wegen solchen Personen wie sie sind die Lehrer ja gerade besorgt. Lassen die mit allen Viren anstecken die es gibt, behalten sie diese dann aber auch für sich.
        Sie sind die Quarantäneverweigerer die andere fürchten.

      • @ Lena R.
        Vielleicht sollten die Eltern endlich mal aufwachen und merken, dass sie mit ihrem Verhalten und dem, was sie ihren Kindern erlauben – gegen alle Vernunft – zur Infektionsgefahr beitragen!
        Wir versuchen, den Kindern Verantwortungsgefühl zu vermitteln.
        Wir bitten sie, sich auch nach dem Unterricht nicht ohne Abstand mit anderen Schülern zu treffen als mit denen, die sie auch im Unterricht sehen.
        Damit versuchen wir dazu beizutragen, dass Unterricht weiter möglich ist.
        Viele Eltern scheinen das ganz anders zu sehen.
        Wenn die Kinder nach der Schule hinter der nächsten Ecke alle miteinander kuscheln und Party machen, wundern Sie sich bitte nicht, wenn Schulen demnächst doch wieder schließen müssen!

  11. Ich weiß gar nicht, was Herr Fischbach hat. Wenn Lehrer das Virus in die Schule schleppen, werden doch trotzdem keine Kinder krank. Die stecken sich doch gar nicht an. Oder etwa doch? Haben uns sämtliche Bildungsminister und Ärzteverbände etwa monatelang angelogen?? Warum sollten die das tun? Ach ja, damit die Kinder wieder betreut sind und die Eltern arbeiten gehen können.

  12. Wieso sind Lehrer immer so empfindlich? Natürlich sind sie potentielle superspreader, da sie meist ohne Mundschutz vor der Klasse stehen und reden und das bin verschiedenen Klassen, nicht nur in einer. Es ist absolut sinnvoll, wenn Lehrer zum Unterricht eine FFP2 Maske ohne Filter tragen. Diese sollte der Arbeitgeber auch stellen.
    Ich bin Arzt und genauso ein potentieller superspreader, das hat gar nichts mit Schuld oder nicht Schuld zu tun . Ich untersuche am Tag viele verschiedene Patienten natürlich ohne Abstand und trage selbstverständlich in meiner Sprechstunde den ganzen Tag FFP2 und zwar ohne Filter und von morgens bis abends, da es nicht nur darum geht, mich zu schützen sondern ich auch meine Patienten vor mir als potentiellem Superspreader schützen muss. Ist das so schwer zu verstehen? Genauso sollte es bei Lehrern auch selbstverständlich sein. Zum Schutz der Lehrer, aber auch da Lehrer auch potentielle Superspreader sind. Betonung auf potentiell. Da sollte man schon die Befindlichkeiten zurückstecken und das Maske tragen in Kauf nehmen. Es ist die einzig sinnvolle Möglichkeit um dauerhaften regulären Unterricht in ausreichendem Umfang für alle sicher zu stellen.

    • Ich gehe davon aus, dass Ihre Patienten einzeln ankommen und alle Masken tragen müssen? Bleiben sie 90 Minuten? Unsere Stundents kommen und sitzen 90 Minuten lang zusammen. Dann bekommen wir eine andere Klasse und dann eine andere Klasse. Das sind ungefähr 60 bis 90 Studenten, die uns jeden Tag gegenüberstehen, alle atmen, sprechen und husten in unsere Richtung. Ohne Masken! Es ist NICHT vergleichbar!

    • „Ich bin Arzt“. Schön. Dann wissen Sie ja sicher auch, dass Sie nicht 30 (potentiell ansteckende) Patienten in einem Raum auf 40 qm haben… und das über mehrere Stunden täglich. Schutzausrüstungen haben Sie auch, die Lehrer nicht. Zu Ihrem Vorschlag, dass FFP2-Masken gestellt werden: Das wird nicht passieren, weil für so etwas nie Geld ausgegeben wird. Selbst wenn man wollte, man müsste versuchen selbst an die Masken ranzukommen, was nicht einfach ist und teuer dazu.
      Diese ewigen Vergleiche zwischen Ärzten/Lehrern bzw. Krankenhaus/Schule nerven, weil es völlig unterschiedliche Situationen und Jobs sind, einfach überhaupt nicht vergleichbar.

      „Ist das so schwer zu verstehen?“ – dito, fällt mir dazu nur ein.

    • Ich schätze ihren Dienst als Arzt, aber sie können hier nicht zwei Berufe gleichsetzen, die völlig unterschiedlich sind. Der Lehrberuf ist eine hochkommunikative Tätigkeit. Lehrer sind ständig im Gespräch, erklären, leiten an, begleiten, organisieren, besprechen, diskutieren, ob im Klassen- oder Lehrerzimmer. Mir ist bewusst, dass sie mit ihren Patienten und Kollegen sicherlich auch viel reden, aber die Intensität ist bei einem Lehrer noch mal um ein Vielfaches höher. Dazu gehört auch, dass wir Lehrer Beziehungsarbeiter sind und da hilft es enorm, wenn auch Gesichtszüge, ein Lächeln, Stirnrunzlen und dergleichen sichtbar sind.Es geht nicht nur um das gesagte Wort, sondern um die Präsenz und die ganzheitliche Kommunikation.

      • Im Krankenhaus tragen die meisten Patienten in den Zimmern ihre Masken nicht. Wir als Personal tragen die OP-Masken den gesamten Tag über, es sei denn wir sind in den Sozialräumen und Trinken oder Essen dort.
        Ansonsten herrscht Maskenpflicht.

        • Und haben Sie im Krankenhaus auch schlecht belüftete 30-Bett-Zimmer? Ich vermute ausserdem, dass Ihnrn Ihr Arbeitgeber FFP2-Masken stellt.

          • Die FFP2-Masken werden nur in Gegenwart von Patienten getragen, bei denen ein Verdacht auf SARS-CoV-2 besteht.Zusätzlich erhält man eine Brille bzw ein Visier, Handschuhe, einen wasserfesten Kittel und eine OP-Haube.
            Wenn das mal hilft, zumindest wird die Seele beruhigt.

          • Aber die Patienten werden doch bei Einweisung ins Krankenhaus zunächst getestet, unsere Schüler/innen aber nicht.

        • Leider esse und trinke ich im Klassenzimmer, da ich keine Pausen mehr habe, da wir durch versetzten Anfang und Schluss und versetzte Pause unsere Klasse von der ersten bis zur letzten Stunde betreuen. Ich verdiene auch deutlich weniger als jeder Arzt. Ich möchte auch nicht mit Ärzten verglichen werden. Wenn ich Medizin studiere, weiß ich, dass ich mit kranken Menschen und einem Ansteckungsrisiko lebe. Als Grundschullehrer eher nicht.

    • Wieso sind Ärzte immer so empathielos? Als Lehrer denke ich auch daran, dass Jugendliche genauso infektiös sind wie andere (wie mehrere Studien wohl mittlerweile vermuten). Sie können also andere Jugendliche (einige meiner Schüler sind auch erwachsen) anstecken und die wiederum ihre Familienmitglieder zu Hause (eventuell sogar Risikopatienten) oder auch andere Menschen zum Beispiel im ÖPNV.
      Des Weiteren unterscheidet sich der Arztberuf doch wesentlich von der Lehrertätigkeit. Ich muss vor vielen Schülern sprechen, so dass mich alle verstehen. Sie müssen meist nur mit einem einzelnen Patienten kommunizieren. Unter anderem sorge ich mit meiner Mimik zusätzlich für Disziplin im Klassenzimmer ohne den Unterricht unterbrechen zu müssen, die ist unter einer Maske für die Schüler schwer zu erkennen. Zudem bin ich als Lehrer der einzige der 1,5m Abstand zu anderen Personen im Raum hat. Mir erschließt sich nicht, warum ich dann eine Maske tragen soll, die Schüler aber nicht, die nur wenige Zentimeter voneinander entfernt sitzen. Deswegen finde ich die Forderung von Herrn Fischbach einfach nur lächerlich und hat irgendwie etwas von Lehrerbashing.
      Bezüglich der Empfindlichkeit, die sie ja pauschal allen Lehrern unterstellen: Es ist einfach sehr zermürbend, wenn man täglich zu lesen bekommt, wie schlecht man seine Arbeit macht. Um ein Beispiel zu nennen: Die FAZ wirft den Lehrern vor, sie würden sich nicht auf den Digitalunterricht vorbereiten. Aber was habe ich damit zu tun? Mein Arbeitgeber ist erst mal dafür zuständig, mir in der Schule einen Arbeitsplatz so auszustatten, dass ich das tun kann. Das ist so, als wenn man dem Postboten als Arbeitgeber kein Fahrrad zur Verfügung stellt und ihn dann in der Öffentlichkeit beschimpft, dass er die Post nicht rechtzeitig ausliefert. Nur wenn der Postbote sich privat ein Fahrrad anschafft und er die Briefe alle pünktlich zustellt, ist er ein engagierter Postbote, falls er dies nicht tut, dann gilt er als fauler Sack.
      Zweites Beispiel: In allen Betrieben wird auf Arbeitsschutz geachtet, aber in der Schule als Lehrer hat man anscheinend kein Recht darauf. Ich habe von meinem Arbeitgeber noch keine einzige FFP-Maske gestellt bekommen, ich weiß, dass das in anderen Konzernen längst üblich ist, um in Situationen ohne ausreichenden Abstand arbeiten zu können. Ich möchte gerne wissen, ob Sie einem Audimitarbeiter oder einem Mitarbeiter in einem Schlachtbetrieb auch vorwerfen würden, dass er empfindlich ist, wenn er beklagt, dass in seinem Betrieb die Hygienevorschriften des Arbeitsministeriums nicht umgesetzt werden.
      Meiner Meinung nach wäre Unterricht ohne Maskenpflicht möglich, wenn man Luftfilteranlagen leihen würde und zudem Plexiglasscheiben zwischen zu nah sitzenden Schülern stellen würde. Da aber keiner das Geld ausgeben will, sollen Schüler und Lehrer unter unnötig schlechteren Bedingungen Unterricht erleben. Zudem ist durch eine Alltagsmaskenpflicht allein, das Aerosolproblem ja mitnichten gelöst, da kann man dann auch gleich drauf verzichten.
      Zuletzt möchte ich Ihnen versuchen zu verdeutlichen, wie man sich als Lehrer fühlt. Stellen Sie sich mal vor, das wären die Schlagzeilen, die sie tagtäglich zu lesen bekommen oder auch wahlweise abends in den Talkshows über sich hören:
      – Ärzte sind geldgierig: Privatpatienten werden bevorzugt behandelt
      – Ärzte ruhen sich auf Ihrem Gehalt aus und kümmern sich nicht darum, die Krankenhäuser erregerfrei zu bekommen
      – Die vielen schwarzen Schafe unter den Ärzten sitzen nur in Ihrem Sprechzimmer faul rum und lassen arme Patienten im Wartezimmer stundenlang sitzen
      – Ärzte müssen fortgebildet werden, weil sie Diagnosesoftware nicht anwenden können (dabei müssen Sie sich vorstellen, dass Sie ein angestellter Arzt sind, dem kein PC zur Verfügung gestellt wird, die Software übrigens auch nicht)
      – In Arztpraxen gilt ab sofort keine Abstandsregel mehr!
      – Viele Ärzte arbeiten immer noch mit veralteten Diagnosemethoden und verschreiben nachweislich nutzlose Medikamente
      – Ärzte arbeiten viel zu wenig, addiert man die Sprechzeiten kommt man nur auf 28 Stunden Wochenarbeitszeit!!!

      PS: Ich halte viel von Ärzten, solange sie mich nicht pauschal als empfindlich titulieren!

      • Die Kommentare sprechen für sich. Meine Patienten tragen übrigens keinen Mundschutz, da ich HNO Arzt bin und ich komme ihnen sicher näher als Sie ihren Schülern. Alles was ich sagte ist dass Lehrer selbstverständlich potentielle Superspreader sind, genau wie auch Ärzte. Deshalb sollten sie natürlich mit Mundschutz unterrichten und auch für ältere Schüler halte ich das für sinnvoll. Aus medizinischer Sicht keine Frage .
        Neulich bei der Einschulung meiner Nichte hatten übrigens alle Schüler und Eltern brav Maske auf, die Lehrerin aber nicht . Das wirft schon ein merkwürdiges Bild. Viel jammern aber selber nicht bereit sein einfache Maßnahmen umzusetzen.
        Aber dieses Forum bestätigt leider das negative Bild was die Öffentlichkeit von Lehrern hat . Es gibt sicher auch andere Lehrer, denen erweisen Sie hier einen Bärendienst

        • Und von der einen Lehrerin schließen Sie auf alle. Das bestätigt mal wieder, wie das negative Bild von Lehrern in der Öffentlichkeit zustande kommt.

          Bei uns tragen übrigens alle Maske.

          Dennoch ist eine Schule nicht vergleichbar mit einer Praxis und einem Krankenhaus, wie hier schon mehrfach aufgeführt…

      • Danke für den hervorragenden Kommentar.

        Die nächsten Forderungen oder Vorwürfe kommen schon, da „eingeschränkter Regelunterricht“ suggeriert, dass alles wie immer laufe. Man hört „Regelunterricht“ und nicht „eingeschränkt“.
        – Maskenpflicht für 5m bis zum Unterrichtsraum ist unzumutbar,
        – eingeteilte Pausenzonen sind böse,
        – Lehrkräfte erhalten keine Masken und Kultusminister halten es für richtig, trägt die Lehrkraft eine Maske, ist sie nicht zu verstehen, reagiert überzogen ängstlich, will nicht mit ihren SuS kommunizieren, macht den Kindern Angst,
        kommt sie diesen Forderungen nach, wie die Vorgaben der Ministerien es ja auch vorsehen, schützt sie weder sich noch andere, das ist dann den nächsten wieder nicht recht,
        – der einzige Schutz, der -je nach Größe des Raumes- noch bleibt, ist der Abstand. Das Ministerium sagt, dieser ist in jedem Fall einzuhalten, ein näherer Kontakt zu SchülerInnen ist nicht notwendig. Hält sich die Lehrkraft an diese Regel, die ihr vorgeschrieben ist, muss sie vorne an der Tafel stehen bleiben, sie geht nicht durch die Klasse, sie schaut nicht über die Schulter, sie hilft nicht bei der Stifthaltung, beim Auffinden der richtigen Spur in der Lineatur, bei Rechenfehlern, bei der Gruppenarbeit, bei der Orientierung im Schulranzen oder im Heft, putzt nicht, wenn die Flasche umfällt und alles durchnässt, wird alles öffentlich besprechen, wird ihren Unterricht umstellen, sodass immer Abstand eingehalten werden kann.
        Hält sie sich nicht an den Abstand, wird ihr vorgeworfen, sie habe sich nicht an die Regeln gehalten und leichtfertig SchülerInnen angesteckt.

        – Wird in der Klasse unentwegt gelüftet, hilft es gegen die Aerosole, aber es ist kalt im Raum und man muss sich an Umgebungslärm und Wespen gewöhnen. Vorschläge, man könne alle 30 min eine kurze Pause draußen einlegen, scheitern daran, dass sich im Anschluss alle Kinder die Hände waschen müssen. Bleiben von den nächsten 30 min vielleicht 10 min für den Unterricht, je nach Größe der Klasse und Dauer des Händewaschens.

        Durch Corona wird deutlich, wie häufig Lehrkräfte zwischen den Meinungen und Regelungen stehen, die von außen an sie herangetragen werden.
        Vorschläge von außerhalb kollidieren zudem häufig mit der Realität.

        Auch Eltern setzen den Focus auf Unterschiedliches, zwar wollen alle das Allerbeste und allerhöchsten Einsatz für ihr Kind, dabei meinen die einen aber allergrößten Schutz, die nächsten allergrößte Hilfe für das eigene Kind und wieder andere eine fröhliche Stimmung und Lernen ohne Anstrengung.
        Das ist auch sonst schon schwierig, unter Corona einmal mehr, da man einen Mittelweg finden kann, die extremen Erwartungen aber nicht erfüllen wird.

        Lehrer erwarten, dass sie an ihrem Arbeitsplatz eine der anspruchsvollen Aufgabe angemessene Ausstattung finden.
        Warum diese, zum Schutz aller, nicht den sonst durchzusetzenden Arbeitsschutzbestimmungen entsprechen, verstehe ich nicht, nicht ohne und schon gar nicht mit Corona.

        Soll ich mich gegen die Vorschrift, Abstand zu halten, entscheiden, weil die Kinder Hilfe benötigen? Was ist, wenn dieses Kind in der Folge angesteckt ist?

        Soll ich mich nicht an den Datenschutz halten, wenn digitaler Unterricht dann möglich wird und ich Eltern dann erreichen kann? Was ist, wenn in der Folge sensible Daten verbreitet werden?

        Setze ich meine privaten Geräte und Gegenstände in der Schule und für den Unterricht ein, weil die Ausstattung der Schule und der Lehrkräfte nicht ausreicht und darüber der Unterricht an Qualität gewinnt? Oder überschreite ich damit sowohl rechtliche Regelungen, als auch eine Grenze, die auch in Zukunft eine bessere Ausstattung nicht notwendig erscheinen lässt, sondern zu einem steten „wieso? geht doch auch so“ und „Lehrkräfte retten das schon“ wird?

        Soll ich im Unterricht die Maske tragen? Was ist, wenn in der Folge etliche Kinder dem Unterricht nicht folgen konnten, weil sie schlecht hören können, und in ihren Leistungen nachlassen?

        Soll ich im Unterricht die Maske doch nicht tragen? Was ist, wenn ich doch Superspreader bin und die Klasse 2 Wochen in Quarantäne geht, mehrere Kinder und deren Verwandte angesteckt werden? Was, wenn ich als Lehrkraft für längere Zeit ausfalle und der Unterricht nicht aufgefangen werden kann, weil es keine Lehrkräfte gibt?

        Es ist immer wieder erschreckend, welche Forderungen von außen an die Schule herangetragen werden, ohne sie entsprechend auszustatten.
        Da dies vielen Menschen nicht klar ist, sollte man dies als Lehrkraft besser kommunizieren, die widersprüchlichen Erwartungshaltungen gegenüberstellen, die mangelnde Ausstattung samt Zuständigkeiten benennen.

        Offenbar muss man als Lehrkraft noch viel empfindlicher sein und weitaus eher und deutlicher immer gleich die entsprechende Ausstattung einfordern, BEVOR man etwas umsetzt.
        Dann wäre der Schulalltag ein ganz anderer, denn immer würde dies direkt deutlich, wenn die SchülerInnen erst Unterricht erhalten, wenn Lehrkräfte wirklich so empfindlich wären, wie man ihnen vorhält, oder einfach klar auf eine arbeitsschutzrechtlich konforme Ausstattung bestünden:

        Wo stehen SchülerInnen auf der Straße, weil es für sie keinen Raum in der Schule gibt, den man tatsächlich lüften kann? Wie es wohl wäre, wenn diese SuS einfach mal selbst an einem Tag vor der Schule stehen blieben.

        Wo stehen SchülerInnen auf der Straße, weil man sich in ihren Klassen nicht die Hände waschen kann oder die Grundreinigung nicht erfolgt ist? Wie es wohl wäre, wenn diese SuS einfach mal selbst an einem Tag vor der Schule stehen blieben?

        Wo bleiben SchülerInnen vom Unterricht ausgeschlossen, weil der Raum sonst überbelegt wäre. Wie es wohl wäre, wenn diese SuS einfach mal selbst an einem Tag vor der Schule stehen blieben?

        Wo bleiben SchülerInnen am Straßenrand stehen, weil im Schulbus alle Sitzplätze belegt waren und eine stehende Beförderung von SchülerInnen nicht erlaubt ist? Oder wo bleiben die BusschülerInnen vor der Schultür stehen, weil die Beförderungssituation eine Gefahr aller anderen SchülerInnen und Lehrkräfte ist? Wie es wohl wäre, wenn diese SuS einfach mal selbst an einem Tag vor der Schule stehen blieben.

        Wo werden Lehrkräfte, die ja Superspreader sein könnten, vor dem Schulstart unkompliziert und zeitnah getestet? Lehrkräfte haben. Kocht die Möglichkeit, nicht in den Unterricht zu gehen.

        Wo gibt es sofortige Testtermine für ggf. infizierte SchülerInnen, da sie in engen Verhältnissen befördert und unterrichtet werden müssen und damit alle andere gefährden? Wie es wohl wäre, wenn die SuS, die sich selbst und andere schützen möchten und gerne eine Testung hätten, an einem Tag vor der Schule stehen blieben.

        Wo wurde der Unterricht verweigert, weil niemand kontrolliert hat, wo oder wie die Ferien verbracht wurden?

        Wo fällt der Unterricht aus, weil Lehrkräfte sich um die sofortige Umsetzung des über Nacht oder über das Wochenende zugeschickten neuen Konzeptes kümmern müssen?

        Wenn Bildung allen so wichtig wäre, wie sie behaupten, müssten sich ja schon längst alle um die Verbesserung der derzeitigen Verhältnisse bemüht haben.

        • Sie haben meinen Post anscheinend falsch verstanden. Ich habe nur versucht, Ihnen zu veranschaulichen, wie man als Lehrer in der Öffentlichkeit dargestellt wird. Natürlich weiß ich, dass Sie mehr arbeiten. Jetzt haben Sie am eigenen Leib erlebt, wie es ist, wenn andere einfach mal behaupten, man würde zu wenig arbeiten. So geht es uns Lehrern ständig. Aber um es noch einmal klar zu sagen: Die Äußerungen in meinem Post spiegeln nicht meine Meinung über Ärzte wider. Bitte lesen Sie genau nach. Ich halte viel von Ärzten, wie auch von allen anderen Berufen! Ich würde mir nur wünschen, dass ich die gleiche Wertschätzung erfahre.

        • Hm, ich habe mit halber Stelle stets eine 40-45 h Woche. Denn Schule lieber AvL findet nicht nur in der Schule statt.

    • @Felix
      Die Situation in einem Klassenzimmer ist aber nicht mit der Situation in einer Praxis zu vergleichen, falls Sie doch der Meinung sind, sollten sie mal nen Realitätscheck wagen. Die Situation in einem Klassenzimmer ist eher mit der in einer Kneipe zu vergleichen und die dürfen ja auch nicht ohne Auflagen und Abstand öffnen.

      • Sie dürfen gerne einmal anwesend sein, wenn ein Patient mit SARS-CoV-2-Verdacht bei typisch klinischen Symptomen in eine Intensiveinheit geschoben wird, um einer intensivmedizinschen Versorgung mit einer Intubation, Anlage von arteriellen und zentralvenösen Zugängen versorgt, gegebenenfalls in eine Bauchlage gebracht wird. Da werden so richtig Aerosole freigesetzt, und die Maskerade dient alleine dem psychischen Wohlbefinden, weil diese persönliche Schutzausrüstung nicht vor einer Infektion schützt, wenn man direkt vom massiv erkrankten Superspreader angehustet wird.
        Sie dagegen befinden sich in einer fürstlichen Situation der wiederkehrenden Nachuntersuchung auf SARS-CoV-2, weil ihre Berufsgruppe bei einen statistisch niedrigsten beruflichen Risiko einer Infektion den größten Unmut von allen Berufsgruppen herausposaunt.
        Und dann haben sie noch die Stirn ärztlichen Kollegen alles Mögliche zu unterstellen. Ihre aller Einlassungen sind nicht im Geringsten geeignet einen gesellschaftlichen Konsenz im Umgang mit der Pandemie zu befördern.

        • @AVL. So ein Unsinn. Ich bin PR einer Schule mit 200 KuK und keiner will sich aus Eigenschutz testen lassen. Macht ja auch kein Sinn. Wenn man als Lehrer positiv ist und keine Symptome hat ist es für die Schule ja egal. Schüler werden ja sich nicht krank. Und wenn man Symptome hat ist man krank und muss zu Hause bleiben. Vor einer Infektion schützt kein Test und dies weiß auch jeder Lehrer. KuK wollen sich nur testen lassen, wenn sie z.B. ihre Eltern im Pflegeheim besuchen wollen, oder kranke Angehörige haben.

      • Es geht doch nicht darum wer oder wer nicht mehr gefährdet sind sondern dass Lehrer potentiell Superspreader sind . Das sind sie genau wie z.B. Ärzte auch und aus diesem Grund sollten Lehrer Masken tragen im Unterricht ganz abgesehen vom Eigenschutz . Das ist doch recht einfach zu verstehen . Und das das nicht geht , zu unbequem ist etc.ist Blödsinn.

        • Lieber Felix,

          nachdem Sie ja HNO-Arzt sind, können Sie ja nun fachlich auf die Ansichten der Kommentatoren reagieren, die sie ja allesamt verunglimpft haben.

          1) Herr Fischbach plädiert dafür, dass nur die Lehrer eine Maske im Unterricht tragen. 25 bis 33 Schüler im Raum ohne ausreichende Lüftung benötigen keine Masken. Das habe ich kritisiert. Stimmen Sie also Herrn Fischbach zu? Ich nicht, wenn dann müssten alle Masken tragen.

          2) Sie fordern FFP-Masken für Lehrer. Finde ich super, ich bekomme sie aber nicht vom Arbeitgeber gestellt. Finden Sie meine Forderung danach verwerflich?

          3) Ich habe vorgeschlagen, dass man anstatt Masken lieber Luftreiniger und Plexiglasscheiben verwendet. Ich glaube, dass der Infektionsschutz aufgrund der Aerosole und bei gleichzeitiger Verwendung von Alltagsmasken dadurch besser im Winter verwirklicht werden kann. Zudem wäre ein effektiverer Unterricht möglich. Stimmen Sie dem also nicht zu? Was ist an meinem Vorschlag so schlimm, dass Sie die Lehrer (also die Kommentatoren hier) als schlechte Vertreter ihrer Berufsgruppe kritisieren?

          4) Wirklich sicheren Schutz vor Aerosolen geben nur FFP-Masken. Nach den Vorgaben des Arbeitsministeriums dürfen FFP-Masken maximal 120min getragen werden, danach muss der Arbeitnehmer 30min Pause davon haben und die Maske muss entsorgt werden. Dies ist 5mal am Tag möglich und nur 4 Tage in der Woche. Was soll ich dann am fünften Tag machen? Zudem kostet eine Maske 3 Euro. Für alle Schüler brauchen wir dann auch eine. Macht mal grob überschlagen 270 Euro pro Tag pro Klasse. Wäre da nicht ein Luftreiniger günstiger?

          Ich frage mich, warum Sie mir vorwerfen, ein schlechter Lehrer zu sein, nur weil ich Vorschläge mache, die den Schülern einen sicheren und guten Unterricht gewährleisten würden.

          Im übrigen: Würde ich meine Schüler fragen, was sie bevorzugen würden (auch wenn Sie mir es nicht glauben mögen, ich habe einen ganz guten Draht zu meinen Schüler*innen): alle den ganzen Tag mit FFP-Masken oder Luftreiniger und Plexiglasscheiben. Sie würden sicher für letzteres stimmen.

          Ich verstehe wirklich nicht, warum sie Lehrer diskreditieren, wenn diese sich für einen sicheren, effektiven Unterricht einsetzen?
          Ich bin gespannt auf Ihre Expertise.

          • Wie sie meinem Post entnehmen können halte ich Maske tragen im Unterricht auch für ältere Schüler für absolut sinnvoll. Das habe ich auch so geschrieben. Das müssen sicherlich in der Schule keine FFP2 Masken sein, die bekommt man auch in der Klinik nicht standardmäßig aber medizinische OP Masken wären wünschenswert und sind auch angenehmer zu tragen als Stoffmasken. Gleiches gilt für Lehrer.
            100%Sicherheit gibt so nicht , die gibt es nirgendwo aber wenn Schüler und Lehrer Masken tragen wäre das zweifelsfrei sinnvoll.
            Unterrichten Sie zur Zeit mit Maske?
            Natürlich wären Luftfilter wünschenswert aber die wird es sicher nicht flächendeckend geben. Ist das ein Grund dann auf einfach durchführbare Maßnahmen wie Maske tragen zu verzichten und zwar auch von Seiten der Lehrer?
            Im vielen Posts widersprechen sich die Lehrer hier selbst. Da wird bemängelt , dass sie dem Virus schutzlos ausgeliefert sind aber wenn Masken ins Spiel kommen (und zwar auch für Lehrer) dann wird sofort wieder die fehlende Mimik etc.angeführt.
            Meinen Sie in anderen Berufen wird man gefragt, ob man Lust hat den ganzen Arbeitstag eine Maske zu tragen ? Im Falle von Ärzten mit Bereitschaftsdienst deutlich länger als 8 Stunden am Stück?
            Es ist sinnvoll. Punkt. Da muss man fehlende Mimik und Unbequemlichkeit dann in Kauf nehmen als kleineres Übel.
            Aber wo ist die Logik zu sagen: mir ist der Arbeitsschutz an den Schulen zu gering also setze ich auch keine Maske auf?
            Ich fände es wünschenswert wenn Lehrer die Kosten für einfache OP Masken erstattet bekämen. FFP2 sollte auch aufgrund der eher knappen Verfügbarkeit dem medizinischen Peronal vorbehalten werden , das mit tatsächlichen Verdachtsfällen arbeitet. Auch in den Kliniken werden diese Masken sparsam eingesetzt .

        • Sie widersprechen sich doch selbst. Oben haben Sie für Lehrer noch eine FFP2-Maske gefordert, jetzt dann doch wieder nur eine Alltagsmaske. Mit dieser Maske sind weder die Schüler noch bin ich vor den Aerosolen geschützt.

  13. Zu reden wäre auch einmal über die Rolle der Lehrerverbände, die nicht nur den Schutz der Risikogruppen aufgegeben zu haben scheinen. Die empörungsroutinierten Presseerklärungen werden im Ministerium gelocht und abgeheftet. Es entsteht der Eindruck, dass zwischen Verbände und Ministerium kein Blatt passt.

  14. Ist das das erste Virus, das erkennt, von wem es kommt und zu wem es geht?
    Darf dieser Arzt eigentlich alles in die Welt setzen ohne Belege anführen zu müssen? Und da wird über Trump gelästert.

  15. Vielleicht hätte nicht nur an Flughäfen usw. getestet werden sollen, sondern auch die Lehrkräfte vor Schuljahresbeginn. Das könnte dieser Arzt doch machen.

  16. Puh. Bin genervt- gestern 26 SuS auf 30qm eingeschult. Habe nicht mal Platz, um unter normalen Umständen allen SuS genug Raum zu bieten. Und immer Kinder… Ich arbeite an einer sehr großen BBS… Ein neuer Schüler teilte gleich fröhlich mit, dass er gerade aus dem Urlaub zurück sei-Mallorca halt- naja wird wohl getestet sein…..ich hoffe nur das Alles gut geht. Sonst war es wie immer, die Unterrichtsräume wie vor den Ferien nicht gereinigt– WLAN da, aber nach wie vor kein Internet. Nee Tafel war noch da- wie immer….und seiner Remonstrationspflicht nachkommen funktioniert wie immer, also erfolglos. Kostet nur Zeit… Also überlegt sich die brave Beamtin ernsthaft, welche berufliche Alternativen es gibt. Immerhin hat man mal Köchin gelernt, ist Biologin, Lebensmittelwissenschaftlerin, Coach und, und, und….es gibt auch noch nen Leben nach Schule… Schade eigentlich- denn die Arbeit mit meinen SuS ist toll und macht mir Spaß- die Arbeitsbedingungen schon lange nicht mehr und seit Corona garnicht mehr. Wertschätzung erfährt man eh nur von den SuS. In meiner Abteilung arbeite ich im Team mit unglaublich tollen engagierten KollegInnen. Alle waren schon vor Corona genervt und gestresst von unseren Arbeitsbedingungen. Das ganze Lehrer-Bashing ist auch richtig geil….Sch….auf die Alimentation vom Land Nds und auf die dämliche Pension. Das ist nicht mehr wie in der 80ern….meine Brötchen verdiene ich mir demnächst woanders. Lehrermangel….?? Hausgemacht…

    • Genau, kann ich alles nur bestätigen. Habe einen Kurs an der BBS. Erste Frage von mir: Wer war im Risikogebiet verreis? Zwei, drei melden sich zögerlich. Aufn Balken angeblich genau seit zwei Wochen wieder da. Nach meinen kritischen Anmerkungen haben sich die weiteren Schüler nicht mehr getraut zu sagen wo sie Urlaub gemacht hatten.
      Und natürlich lassen die Fenster nicht öffnen. Im Erdgeschoss könnte sonst ja ein Schüler durchs Fenster raus. Aber sind ja ohnehin alles kleine Kinder von 18 bis 21 Jahre, die keine Viren verbreiten können…
      Ach so, wenn die sich zu dritt in der Freizeit treffen laut RKI inzwischen schon, aber natürlich nicht in der Schule zu 20 in einem Raum in dem die Fenster nicht aufgehen… das ist eine Logik, die einen verkauft wird.

  17. Mein Beitrag wird wieder gelöscht, aber in Dänemark gibt es Schullandheime und Wandertage an den Strand, in Dänemark gibt es keine Masken, weder beim Friseur, noch in der Schule, es gibt den empfohlenen Abstand von 1m im öffentlichen Leben, aber wir geben Deutschland 1 Jahr, unsere Tochter sieht das ähnlich. Dann reicht es, wir haben 6 Wochen Skandinavien bereits, es war einfach ein normales Leben, es gab Rummelplätze und Feuerwerk und Livemusic in Dänemark, es gab private Feiern und die tollen Indoorküchen auf Campingplätzen, aber nichts Extremes. In Dänemark darf man feiern, man muss das nicht heimlich machen, wie in Deutschland. Die Lehrer sind am Schullandheim dabei, und am Wandertag. Masken,nö, Abstände nö, aber Fröhlichkeit, Anfassen….ja das gibt es noch……aber in Dänemark haben die Kinder eine Lobby.

    • Sehr geehrte/r „Daenemark“,

      in dänischen Schulen wurde (und wird) sehr konsequent auf den Infektionsschutz geachtet. So berichtet die Nationalakademie Leopoldina:

      Da Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte über die notwendigen digitalen Endgeräte und die notwendige Praxis in der Online-Zusammenarbeit verfügten, war es möglich, in der Hochphase der Corona-Pandemie die Schulgebäude relativ frühzeitig zu schließen, ohne dadurch das Unterrichtsgeschehen unterbrechen zu müssen. Zugleich boten die bereits gut etablierten Praktiken des Distanzlernens auch die Möglichkeit, die Wiedereröffnung der Schulen mit großer Flexibilität zu gestalten. So wurden zunächst nur die jüngeren Schülerinnen und Schüler unter strengen Abstands- und Hygieneregelungen wieder in den Präsenzunterricht geholt. Die Abstandsregelungen konnten auch dann aufrechterhalten werden, als die älteren Jahrgänge wieder zum Präsenzlernen übergingen, indem Wechselmodelle zwischen Präsenz- und Distanzlernen einen Schichtbetrieb in kleinen Gruppen an den Schulen ermöglichten.“

      Hier nachzulesen: https://www.news4teachers.de/2020/08/ein-ueberblick-wie-andere-staaten-mit-ihren-schulen-in-der-corona-krise-umgehen/

      Herzliche Grüße Die Redaktion

      • Tja, da sehen wir was Presseberichte wert sind, reisen Sie nach Dänemark, schauen Sie es sich an. Gerne schicke ich Ihnen Beweise zu, dass ich dort war.

        • Dankeschön, wir bauen in unserer Berichterstattung auf wissenschaftliche Expertise – und nicht auf das, was ein einzelner wahrzunehmen meint. Für Meinungen haben wir das Leserforum.
          Herzliche Grüße Die Redaktion

          • Haben Sie mit dänischen Eltern geredet? Hier geht es nicht um Wahrnehmung, hier geht es um Erfahrung, die Sie nur vor Ort machen können. Es ist befremdlich, dass Sie hier irgendwelche Dinge verbreiten, ohne sich zu vergewissern, dass dies der Realität entspricht. Das nennen Sie niveauvolle Pressearbeit? Bevor Sie irgendwelche Studien veröffentlichen, sollten Sie den Wahrheitsgehalt überprüfen.

        • Ich war auch dort und habe dort einen Enkel. Die Dänen waren sehr um Abstand bemüht. In det Schule meines Enkels gelten Abstandsregeln. Die Kindet sind dort für die Pausen zu festen Spielgruppen eingeteilt. Aufgrund des erhöhten Infektionsaufkommens hat Dänemark mittlerweile auch Maskenpflicht in Supermärkten und öffentlichen Verkehrsmitteln eingeführt.

          • Welche Schule? Welcher Ort? Es gibt definitiv keine Abstände in dänischen Schulen mehr. Das war nur im April, übrigens gingen die Kinder da auch täglich zur Schule, mit Mittagessen. Es wurde weiteres pädagogisches Personal an die Schulen beordert. Die Eltern waren nicht begeistert, dass dann eher Krativität und Spiele veranstaltet wurden. Aber Abstand und Dänemark? Nein, definitiv nicht.

    • Liebe Sabine, wenn Sie schon seit sechs Wochen in Skandinavien unterwegs sind, dann können Sie doch gar nicht beurteilen, wie es in Deutschland ist. Auch hier gibt es Livemusik und ein geselliges Leben im Rahmen der Coronaregeln. Und im Übrigen gehören Schullandheim und Wandertage zum Konzept der dänischen und schwedischen Schulen, um Corona-Infektionen zu vermeiden. Die Schüler sind da nämlich in kleinen, definierten Gruppen und mischen sich nicht wie bei uns in den Schulen mit teilweise über 2000 Schülern.

      • „Liebe Sabine“ – hahaha, Treffer, versenkt. Ich habe beim Lesen auch gleich an die Dame gedacht, von wegen Skandinavienaufenthalt.

      • Nun der Wandertag in Kerteminde umfasste Hunderte von Kindern zwischen 6-18 Jahren, die zu Fuß oder mit dem Rad zum Strand kamen, eine Lehrer/ in mit ca 25 Kindern? Auch im Schulhof von Odense winselte alles durcheinander….in Blavand der Schullandaufenthalt 3 Lehrer mit ca 35 Kinder….

        • Ich würde Ihnen wirklich empfehlen nach Dänemark zu gehen. Sie und vermutlich auch die Lehrer ihrer Kinder werden hier auf Dauer kaum zufrieden werden.

          Wie viele Eltern hatte ich schon, die der Meinung waren, dass es bei uns total scheiße und überall anders und an jeder anderen Schule besser ist. Die, die dann mal den Wechsel gemacht haben, waren danach sehr kleinlaut.

  18. I mog nimma! Da turnen Schüler, die eigentlich in Quarantäne sein müssten, in der Stadt rum und deren Eltern schreiben E-Mails, die dermaßen unterhalb der Gürtellinie sind, dass selbst ich beim Lesen rot anlaufe, in denen sie der Schule an all dem Schlamassel die Schuld geben. Zum ersten Mal in meiner Dienstzeit habe ich aufrichtiges Mitleid mit meinem Diensstellenleiter. Irgendwas läuft hier doch gewaltig falsch… Momentan gibt es, subjektiv betrachtet, von allen Seiten volle Breitseite. Unter dem objektiven Brennglas fühle ich mich, als befände ich mich jeden Tag in einer Blase, in der keine der Regeln gelten, an die ich mich nach „Feierabend“ wieder bedingungslos halten muss. Ganz schön schizophren. Gibt es andere gesellschaftliche oder berufliche Bereiche, in denen das Selbe gilt? Wenn ich als gestandener Erwachsener schon daran strauchele, was macht das erst mit den Kids?

  19. Ich unterrichte nur Erwachsene, je 30 in zu kleinen Räumen, aber es gelten die gleichen Regeln wie in der Grundschule. Es ist absurdes Theater!

  20. Die Gesundheit ist unser wichtigstes Gut was wir haben.Und unsere Kinder sind unsere Rentenabsicherung später.Warum wartet man Corona nicht ab und macht die Schule über Komputer?was spricht dagegen?das Jahr ist eh gelaufen.Dann hängt man das Jahr an2021.warum macht man alles so Kompliziert? Was ist 1 Jahr ohne Schule?wWichtig ist, das nicht noch mehr krank werden.Wir sollen doch Leben retten laut Frau Merkel.Was ist denn nun wirklich wichtig? Das Leben der Alten oder das unserer Kinder, wo wir eh kaum Kinder haben.Wo ist da der Sinn oder auch Verstand geblieben????

    • Weil, liebe Julia, unsere Kinder ständig irgendwie von irgendwem beaufsichtigt sein müssen.
      Diese klassische Kindertruppe, die mit roten Wangen durch die Natur turnt, sich selbst kreativ beschäftigen und aufeinander aufpassen kann, gibt es nicht mehr. Also Rund-um-die-Uhr-Bepamperung. Da die Eltern ja Wirtschaftsfaktoren sind und auch die, deren Kompetenzen nicht im Steuererzeugungs- sondern im Reproduktionsbereich liegen, Anspruch auf eben angesprochene staatliche Rundumbepamperung haben, müssen die Kids ja „unter“.
      Deswegen Kiga, Schule, Hort als Verwahranstalt. Mehr sind die Einrichtungen auch bald nicht mehr… Aber wurscht – solange wir uns wirtschaftlich auf hohem Niveau befinden, sind soziale, kognitive und emotionale Bereiche zu vernachlässigen! Deswegen ist das Personal in eben diesen Sektoren auch nur Mittel zum Zweck: Arbeitsfähigkeit und damit Wirtschaftlichkeit erhalten – um jeden Preis. Fragt sich eben nur, was passiert, wenn dieses Betreuungspersonal ausfällt oder schlicht keiner mehr – angesichts der bescheidenen Arbeitsbedingungen – in dieses Berufsfeld einsteigen will.
      Aber wäre ja dann auch nicht weiter schlimm, wir sind ja nicht systemrelevant. Huch, ähmmm…Ich merke gerade…sind wir ja doch! Ja, das ist doof jetzt…

    • – weil Corona nicht in einem Jahr vorbei sein wird
      – weil ich Kinder nicht ein Jahr wegsperren kann, die Folgen wären meines Erachtens in der Gesamtheit schlimmer. Die Auswirkungen der aktuellen Maßnahmen im Gesamtbild werden wir erst in den Folgejahren sehen und auch da werden wir unterschiedliche Beurteilungen haben.

      Es wird dieser Sache immer darum gehen, einen vernünftigen Umgang mit der Lage zu entwickeln, der eine hohe Sicherheitsstand bietet. Aber 100% Sicherheit wird es nicht geben.

      Und wenn ich auf die Sicherheit der Kinder als Elternteil bedacht bin, und die Kinder nicht in die Schule schicke, dann muß ich auch so konsequent sein, alle Kontakte außerhalb der Schule zu vermeiden. Das wird und kann auf Dauer nicht funktionieren, ohne das die Kinder dann einen anderen Schaden nehmen.

      Im Grunde genommem geht es hier eigentlich nur um den Eigenschutz. Und man muß halt wachsam bleiben.

      • @Hf Doch 100% Sicherheit ist möglich: beim digitalen Lernen. Das sollte deshalb auch überall dort, wo es möglich ist, praktiziert werden. Der Gesundheit von SuS und LuL und allen anderen zu Liebe.

        • Dazu gehört die Kinder komplett zu isolieren.Nein die Infektionslage rechtfertigt kein Homeschooling, es ist Zeit für Regelbetrieb, dazu sind die Schulen da.

          • @Dänemark: Sie waren gestern sicher in Berlin!

            Die Dänen und die Deutschen haben bessere Gene, oder was denken sie? Gucken die sich die Raten aller anderen Nachbarländer an.

      • @Hf
        Wir waren bis zum Beginn des neuen Schuljahres tatsächlich so konsequent, dass wir sicherheitshalber auch für die Kinder alle Indoor-Kontakte mit lieben Menschen vermieden haben.

        Schulfreunde, Oma/Opa, Nachbarn haben wir nur auf Abstand im Garten oder vor der Haustür getroffen. Inlinern, radfahren, spazieren gehen, spielen im eigenen großen Garten, planschen im Fluß, Werkel- und Gartenprojekte, skypen, telefonieren, viel lesen … war alles möglich.

        Direktes mit Freunden spielen, öffentl. Spielplätze, Urlaub, etc. haben wir und die Kinder uns verkniffen.

        Leider wird man nun selbst mit chronischen Erkrankungen gezwungen, an staatlich vorgeschriebenen Experimenten an Menschen teilzunehmen und das zu tun, was Politiker einem aufoktroyieren, die selber zu dumm sind, sich an Vorschriften zu halten. Man fühlt sich an üble Zeiten erinnert…

    • Liebe Julia,
      so einfach ist das nicht, Schule über „Komputer“ zu machen. Viele haben in der Corona-Zeit gemerkt, wie mühselig digitales Lernen ist. Es fehlen echte soziale Kontakte, es fehlt die Variation an Lehrmethoden, die Technik ist anfällig, die Selbstdisziplin nicht so hoch. Die effektive Lernzeit hat sich einer Studie zufolge in der Corona-Zeit halbiert (wurde auch hier auf der Seite berichtet). Schau mal das Video, was bei news4teachers auf der Startseite unten verlinkt ist („Back to school“). Interessant ist, dass alle SchülerInnen in dem Video zerstreut auf der ganzen Welt sagen, wie sehr sie sich über echte Schule freuen. Ein ganzes Schuljahr Distanzunterricht wäre eine mittlere Katastrophe für Millionen von Schülern und ihrer psychologisch-sozialen Entwicklung und Bildung.

      Gesundheit ist ein wichtiges Gut und ich denke nicht, dass eine Beschulung dieses signifikant gefährdet. Ja, es kommt durch die Schule unvermeidlich zu etwas mehr Infektionen, aber zu tatsächlichen Krankheitsausbrüchen bei Schülern, Eltern oder Lehrern kommt es bisher kaum. Wenn doch, beweisen Sie mir das Gegenteil. Wir müssen nicht ständig in einer hochdramatischen Sprache davon reden, dass der Gang zur Schule gleich einem Friedhofsgang gleicht und alle Menschen im Bildungswesen quasi dem Tod geweiht sind und wir unsere armen Kinder „opfern“ würden. Wenn das so wäre, wären die Schulen in vielen Ländern schon lange wieder dicht.

      • @Sebi Je älter SuS sind, desto besser können Sie digital lernen. Nicht alle SuS brauchen das persönliche Miteinander. Wie gut man online lernen kann zeigt beispielsweise die FernUni Hagen…

  21. Julia Krauß

    Da stimme ich Ihnen voll umfänglich zu. In einer Gesellschaft, deren Geburtenrate bei 1.5 Kind. liegt, stellt ein Kind ein besonderes zu schützendes Wesen dar. Auch aus dieser Perspektive erscheint Regelschulbetrieb grob – fahrlässig.

  22. Die Kommentare hier scheinen aus einer Parallelwelt zu stammen.
    Es ist unglaublich zu welchen schriftlichen Wirrungen man sich hier versteigt.
    Und wenn ich dann noch diese Coronaleugner in Berlin sehe, so bekommt man den Eindruck, dass diese Gesellschaft auseinanderdriftet.

    • Was meinen Sie mit schriftlichen Wirrungen? Was die Demonstrationen in Berlin betrifft, bin ich aber Ihrer Meinung.
      Halten wir fest.
      Es wird an einem Regelschulbetrieb ohne Abstand festgehalten, der immer mehr Schulen zu temporären Schließungen zwingt. Durch sehr laxe Auslegung der Kontaktpersonen kann je nach Gesundheitsamt das wahre Ausmaß der Infektionen noch öffentlich gedeckelt werden. Noch hat man Glück, dass die Infizierten jung sind, d.h. die Hospitalisierungsrate ist noch gering.
      Natürlich werden die Infektionen aber in die Gruppe der Gefährdeten diffundieren, da die Schulen gerade als Infektionsverbreiter in Familien dienen. Von dort geht es weiter in Firmen, Pflegeeinrichtungen und Krankenhäuser. Deutschland öffnet Schulen ohne Schutzmaßnahmen und hat sich dafür entschieden, Risikogruppen zu ignorieren. Nicht umsonst schickt man diese direkt an die Front, auch zu erwachsenen Schüler mit der höchsten Virenlast.
      Konstruktive Ideen, Trennung nach Altersgruppen oder dauerhafter Hybridunterricht werden nicht angedacht, Eltern haben keine Verlässlichkeit, Lehrer und Schüler keine Sicherheit.
      Wenn sich Corona in Deutschland wie überall sonst auch verhält, werden die Zahlen im Herbst explodieren. Nicht zu lüftende Innenräume ohne Maske mit bis zu 30 Schülern. Das ist Wahnsinn und ein Himmelfahrtskommando für alle Gefährdeten unter den Familien, Schülern und Lehrern.
      Was glauben Sie, warum Firmen ihre Mitarbeiter auf langfristiges Home Office einstellen?

    • Führen Sie Selbstgespräche? Eine Parallelwelt haben Sie ausdauernd hier beschrieben. Anfangs ohne Kenntnis der Folgen einer Infektion, obwohl interna. schon beschrieben.
      Erst nachdem das Ärztepamphlet mit der üblichen Verzögerung berichtete, fand das Thema auch Eingang in ihrer Parallelwelt.
      Viele Grüße in die dritte Galaxie hinter dem Mond rechts…….

      • Ihre futuristische entworfenen, sich beständig wiederholenden biblischen Prophezeiungen, beschreiben nicht die hiesigen Verhältnisse und Auswirkungen der Pandemie.
        In der neuen Welt, den USA und Brasilien, wurde diese Zuständen durch eine gezielte Fehl-und Desinformation, fehlende Aufklärung, falsche Vorstellungen von Freiheitseinschränkungen und fehlendem vernunftorientierten Verhalten zur Realisierung verholfen, die ungeahnte Möglichkeit bietet, die möglichen Auswirkungen praktisch zu studieren, ohne dass ich eine Interesse daran hätte.
        Derartige Szenarien werden sich hier nicht wiederholen.
        Die von ihnen verfassten schriflichen Einlassungen über meine Kenntnisse im Verlauf der Ausbreitung von SARS, wie auch die Vorkenntnisse zu SARS-1 entbehren jeder Grundlage.

        • Dann halluzinieren die Medien wahrscheinlich bezüglich des exponentiellen Wachstums in Frankreich und der Übersterblichkeit in Europa. Ich erinnere an den alten Studentenwitz, Prof. gegenüber Physik- und Medizinstudent: „Lernen Sie das Telefonbuch auswendig!“ Mediziner: „Bis wann?“; Physiker: „Warum?“.

          • Sie werden wohl zwischen den Folgen urlaubsbezogener Freizügigkeit kontaktfreudiger Menschen, die in Kontakt zu Sexualpartnern treten wollen und dem Risiko von minderjährigen Heranwachsenden eine Unterscheidung im Ausbreitungsverhalten des Vireús erkennen können.
            Die Hauptgruppe der derzeitigen Virusträger sind die Gruppe der 17 bis 38jährigen, denen ungeahnte Möglichkeiten geboten werden sich untereinander auszutauschen, was leider auch für SARS-CoV-2 gilt, dass diese Gelegenheiten großzügig ausnutzt, um sich weiter zu verbreiten.

        • AvL

          jeder hat die Möglichkeit – sofern er sich die Mühe macht – nachzuprüfen, wie ahnungslos Sie zu Beginn hinsichtlich Langzeitfolgen waren.
          Oh, habe ich biblische Prophezeiungen verkündet….Sie leben wirklich in einer anderen Galaxie…..hinter dem Mond rechts, aber mit einer unsäglichen Borniertheit des Unwissens. Wir werden sehen, wer im Januar die richtige Prognose abgab. Ich darf Ihnen mitteilen, dass der Chefarzt in meiner Verwandtschaft schmunzelnd ihrer Beiträge zur Kenntnis nahm. Was er dazu äußerte, überlasse ich Ihrer Fantasie….

        • Oh, ein Corona-Leugner! Die Deutschen sind gegen das Virus immun? Im ganzen Kontinent Amerika haben die alle schwache Gene? Oder was ihr Thema?

        • Sparen sie sich die Mühe, AvL . Als nicht Lehrer rauft man sich die Haare bei den Kommentaren in diesem Forum. Eine derart verblendete Beantenwelt hätte ich mir nie vorstellen können. Ich hoffe inständig, dass nicht alle Lehrer so egoistisch, kurzsichtig und weltfremd sind wie die Kommentatoren hier.

          • Ich bin Nichtlehrer und raufe mir nicht die Haare. Ich bin darüber entsetzt, dass kurzfristiger Beifall von einigen Gruppen Politiker dazu verleitet, Schulen ohne Infektionsschutz zu öffnen. Ich spreche von dem Arbeitsschutz, der auch anderen Berufsgruppen zusteht. Regelunterricht ohne Abstand und Maske ist ein ganz schlechter Witz, wenn man das Ziel Risikogruppen zu schützen, noch nicht ganz aufgegeben hat.

    • @ AvL Wie sehr wird die Welt erst auseinanderdriften, wenn die ersten Teenies, junge Erwachsene und Twens sich in der Schule anstecken und danach monatelang im Krankenhaus liegen… Diesen Preis will niemand bezahlen…

      • Schauen sie sich einmal die Statistiken des RKI an, denn da werden sie selbst ablesen, wie groß das Risiko ist, dass ein derartiges Szenario eintrifft.

      • Blödsinn, Zeltlager, Reiterferien und Kontaktsportarten dürfen seit Juli stattfinden. Dann treffen sich Kinder und Jugendliche natürlich ohne Abstand in der Freizeit. Da gibt es keine Ansteckung?

    • Waren Sie in Berlin? Oder warum verurteilen Sie die Menschen, die an Demos teilnehmen? Haben Sie mit allen Menschen dort gesprochen? Wie kommen Sie darauf, das es Ihnen zusteht, tausende von Menschen in den Topf “ Coronaleugner“ zu stecken?

    • Die Coronaleugner bekommen ihr Futter von den Ärzten, die unentwegt veröffentlichen, dass es in der Schule alles gar nicht so schlimm sei und Lehrkräfte sich bloß anstellten und keine Lust hätten.
      Da nimmt man dann gerne einen Halbsatz als Zitat und erklärt, das Arzt XY diesunddas gesagt habe und der müsse es ja schließlich wissen.

      Sie, AvL, waren doch selbst seitenlang für schnelle Öffnungen von Schulen, weil alles so harmlos sei.
      Nun haben wir die Öffnungen und flächendeckend viele Leute, die davon ableiten, dass alles harmlos ist und man sich ruhig wie die Schulkinder auch ohne AHA in großen Gruppen tummeln kann. Zudem riechen die Rechten und Identitären Lunte.

      Das eine bedingt das andere!

    • @AVL: Ach, ich dachte sie wären auch dort. Passt doch was sie sonst so schreiben.

      Zu den Leugner gehören doch viele viele Ärzte…

  23. Die Schule ist tatsächlich eine Parallelwelt, was die Corona-Schutzmassnahmen betrifft. Kontakte, wie wir sie in der Schule pflegen müssen, werden in der Parallekwelt draussen mit Geldstrafen belegt.

  24. Also bei mir ist eine Schülerin in Quarantäne, weil in der Klasse Ihrer Schwester(an einer anderen Schule) ein Schüler positiv getestet wurde. Sie darf nach einer Woche Abwesenheit ganz ohne Attest wieder die Schule besuchen.
    Herzlichen Glückwunsch.

    • Diese Schülerin müsste primär gar nicht in Quarantäne, da sie de facto nur Kontaktperson 2.Grades ist. Erst wenn ihre Schwester positiv getestet wird wird sie zur Kontaktperson 1.Grades und muss in Quarantäne

  25. Vielleicht kann man ja den Schulbetrieb als Demo anmelden. Diese würde dann die Polizei wegen fehlender Maßnahmen sofort beenden.
    Fakt ist: Ohne Maske komme ich keinen Schüler näher als 1,50m. Entweder Frontalunterricht ohne Hilfestellung am Platz oder gegenseitiger Respekt mit Maske. Ich soll als Lehrer ja Vorbild sei . Dann kann ich das von fast Erwachsenen erwarten.

  26. Ich finde es befremdlich, was in letzter Zeit alles ohne irgendwelche Belege anzuführen behauptet werden darf.
    Vor allem Ärzte tun sich dabei negativ hervor Fake-News zu verbreiten. Von diesem Berufsstand hätte ich mehr erwartet.
    In Zeiten von Trump scheint sich dieser Trend zu verbreiten.
    Wie soll ich meinen SchülerInnen beibringen nur Dinge zu behaupten, für die man auch Beweise hat?

    • Gehört es inzwischen zum guten Ton, die Berufsgruppen, die in direkten Kontakt mit betroffenen Patienten treten, mit einem primitiv-populistischen Verführern in einen Topf zu werfen, weil deren Sichtweise nicht ins eigene Weltbild passt !
      Wo treffen sie schon auf betroffene Patienten. Ihre Erkenntnisse beziehen sie aus der Zeitung und so projeziert man die Verhältnisse in Übersee auf die deutsche Wirklichkeit.
      Erklären sie den Handwerkern auch, wie die ihre Arbeiten verrichten sollen ?

      • Ich reagiere hier nur auf die Aussagen von Ärzten, die einfach etwas in die Welt setzen, ohne Belege anzuführen. Wie eben der obige Arzt, der einfach behauptet, dass der Lehrer die Schüler angesteckt hat (ohne Belege anzuführen) oder der Arzt, von dem hier auch schon Berichtet wurde, der meinte, dass sich Lehrer vom Unterrichten drücken wollen (ohne Belege anzuführen). Diese Art finde ich befremdlich. Das hat nix mit meinem Weltbild zu tun.
        Dieses „ohne Belege anzuführen“ war auch jeweils im Artikel von news4teachers zu lesen.

      • Zitat:
        „Erklären sie den Handwerkern auch, wie die ihre Arbeiten verrichten sollen ?“
        Nein, aber hier im Forum wird den Lehrern gerne mal von Laien erklärt, wie unterrichten geht – also auch kein neues Phänomen.
        Außerdem habe ich niemandem erklärt, wie er seinen Job machen soll.

        • Da stimme ich ihnen zu.
          Allerdings arbeite ich mit den Lehrern einer Grundschule harmonisch zusammen, denn man kann nur Anregungen geben, wenn es darum geht, mit strukturierten Leselernprogrammen, wie dem Intra-Akt-Konzept, Kindern das automatisierte Lesen und strukturiert das Schreiben beizubringen.
          Eltern benötigen strukturierte Anleitungen von den Lehrern, wie sie mit den eigenen Kindern arbeiten sollen, wenn es darum geht erarbeitete Inhalte zu vertiefen.

          • Ich werde demnächst mal ganz harmonisch in der nächsten Notfall-Ambulanz vorbeigehen und mein Wissen dort preisgeben und erwarten, dass die dortigen FachärztInnen sich fortan an meine Anregungen halten.
            PatientInnen brauchen strukturierte Erläuterungen, wenn es darum geht, die eigene Gesundheit zu fördern. Da ist es sicher hilfreich, wenn Lehrkräfte aller Schulen Einfluss nehmen und die Arbeit in Krankenhäusern evaluieren und verbessern.

          • Intra Akt ist für Kinder mit einer evtl. Legasthienie gut. Für normale Kinder aber stinklangweilig und demotivierend.

          • Intra-Akt für sie langweilig, es ist aber nicht für Lese-und Schreibanfänger langweilig. Wir arbeiten damit im Lese- und Schrifterwerb.
            Stinklangweilig und irreführend sind Hilfsmittel, wie diese bebilderten Anlauttabellen, die Kindern Falsches nachhaltig und bleibend vermitteln, so niemand interveniert.
            Stinklangweilig ist hingegen das abarbeiten von Arbeitsblättern.

            Die Reformpädagogen beziehen ihre Ideen aus dem 16. Jahrhundert.
            Beispielhaft stellen die zu Beginn der Entwicklung der Deutschen Schrift angewandten Anlauttabellen primitive Hilfsmittel dar, die im Zeitalter fehlender Schreibregeln ein Hilfsmittel zum Erwerb eines eigenständigen Schrifterwerbs darstellten.
            Hinzu traten Schreibkonferenzen, in denen man sich darüber unterhielt, mit welchen Graphemen bestimmte Laute und Worte zu verschriftlichen seien.
            Ein wahres Paradies für die 500 Jahre später auftretenden geistigen Nachfahren tat sich damals notgedrungen den Erfindern der deutschen Schrift auf.
            Valentin Ickelsamer wusst diese Ansätze in seiner Grammatika zu ordnen und in einer Vorstufe zu einem Regelwerk zusammenzufassen.

      • Kommentare wie die von AvL sind unter Intensivmedizinern und Pflegern gar nicht beliebt. AvL waren Sie jemals im Gespräch mit Intensivmedizinern? Mein Bruder stand an der Corona Front und ärgert sich über die verharmlosende Sichtweise von anderen Medizinern.
        Wurden Sie einmal von einer Lehrerin verlassen? Ich kann mir sonst Ihre eifrigen Anti Lehrer Beiträge nicht erklären.

        • Ich bin Facharzt für Anästhesiologie/Notfallmedizin, und meine Kollegen und ich sind intensivmedizinisch geschulte Fachärzte, deren Aufgabe unter anderem darin besteht, derartige Patienten beatmungstechnisch und intensivmedizinisch zu betreuen.
          Im Moment sind die Fallzahlen derartiger Patienten sehr gering, siehe DIVI-Intensivregister.

    • Das kommt eben davon, wenn man den medizinischen Doktor-Grad als wissenschaftlichen Abschluss anerkennt.
      Der „dr. med.“ entspricht innerhalb des europäischen Referenzrahmens ja auch eher einem Meistertitel – der Unterschied ist, der dr. darf als Namenszusatz – eben nicht als Titel – geführt werden, wenn man es denn für nötig hält.

      Btw richtige Doktoren-Titel schreiben sich mit großen Anfangsbuchstaben (Initialien) und vor allem mit Bindestrich (Parenthese) ==> Dr.-Ing.!

      • Den medizinischen Doktorgrad einer Universität als Abschlusstitel in der Medizin erhalten nur Ärzte, die ihren Abschluss an einer europäischen Universität außerhalb Deutschlands gemacht haben.
        Hier, in Deutschland, muss man eine entsprechende Arbeit vorweisen, die vom betreuenden Privatdozenten/Professor eventuell als Grundlage für eigene Studien genutzt wird.

  27. Vll. sollte die Gesellschaft an der Stelle auch einmal überlegen, Ärztinnen und Ärzten ihren mehr oder weniger Allwissendstatus abzuerkennen, wo ich mich sowieso immer frage, wo dieser herkommt.

    An dieser Stelle wäre wohl auch eine Überlegung sinnvoll, ob ein Medizinstudium und ggf. eine Facharztausbildung aktuell noch wirklich gut auf diesen Beruf vorbereitet, oder ob hier auch eine viel zu große Inflation stattgefunden hat.
    Anders kann ich mir auch nicht erklären, dass ein Dr.-Titel in fast allen anderen Fachbereichen mit 5-8 Jahren Arbeit verbunden ist, im medizinischen Bereich aber nach sehr kurzen und teils absurden Arbeiten vergeben wird, bei denen man sich hin und wieder sogar fragen müsste, ob sie überhaupt einen wissenschaftlichen Charakter erfüllen.

    • Zitat:
      „Anders kann ich mir auch nicht erklären, dass ein Dr.-Titel in fast allen anderen Fachbereichen mit 5-8 Jahren Arbeit verbunden ist, im medizinischen Bereich aber nach sehr kurzen und teils absurden Arbeiten vergeben wird“

      Die Europäische Union setzt deswegen ja auch einen medizinischen Doktortitel mit einem Ingenieurs-Diplom in anderen Fächern gleich.

    • Heinz
      Sie können im Rahmen der Pandemie sehr wohl erkennen welche Einlassungen Ärzte, Virologen usw. tätigen. Zum großen Teil widersprechen sie sich täglich… Von Allwissendstatus ist da nicht viel zu merken, ebenso gibt es ja auch Beispiele hier im Forum!

      Wenn man internat. unterwegs ist, stellt man fest, dass diese ärztliche Borniertheit doch eher ein deutsche Phänomen ist, welches auch in den nächsten Jahren immer mehr gesellschaftlich in Frage gestellt wird.
      Erklären kann ich es nur mit der deutschen Geschichte und der Haltung der Deutschen zu Obrigkeiten. Hitler uns seine Verbrecherbande sowie der uneingeschränkte Gehorsam von ( leider auch ) Lehrern, Ärzten, Juristen und Offizieren wäre so nicht in allen Ländern der Erde zum Tragen gekommen.
      Dieser Geist ist noch erhalten und musste sich dann im Guten manifestieren…will heißen, man suchte sich neue Scheinautoritäten, die das „Gute“ vollbringen. Ärzte boten sich da in der Vergangenheit aufgrund ihres Berufsethos an, aber die breite Masse merkt eben immer mehr, dass bei vielen Ärzten auch noch der schnöde Mammon zählt. Natürlich gibt es da Ausnahmen, aber sie werden weniger. Dies hat mir selbst ein Arzt bestätigt im Hinblick auf den Nachwuchs.

  28. Hier wird diskutiert, geschrieben, Studien werden sich an den Kopf geschmissen usw.
    Fakt ist: Es gibt einen Arbeitsschutz, der für ALLE gilt. Wieso also nicht für Lehrer?
    Bis dato warte ich immer noch auf eine plausible Erklärung.
    Das hiesige Gesundheitsamt verweist auf einen mindestens 15 minütigen Face-to-Face Kontakt. Ansonsten gilt die Ansteckung als gering.
    Wieso also trage ich beim Bäcker, beim Einkaufen, beim Tanken, in der Apotheke eine Maske? Nirgendwo halte ich mich mindestens 15 Minuten auf.
    Aber da wo ich mich einen ganzen Tag mit fast Erwachsenen aufhalte, gilt die Maskenpflicht nicht? Ich bitte doch endlich mal einen Kommentator für eine plausible Erklärung, warum in der Schule der Arbeitsschutz nicht gilt oder gelten soll.
    Danke.

  29. Gustav, exakt das ist die Frage. Firmen achten auf Infektionsschutz, da sonst hohe Strafen drohen.
    Das können sich Firmen in Zukunft sparen, wenn in Schulen kein Arbeitsschutz gilt. Es ist nur eine Frage der Zeit bis sich die Infektionen verbreiten.
    An Schulen muss der übliche Arbeitsschutz gelten. Tönnies musste neue Lüftungsanlagen einbauen und an Schulen klatscht man Lehrer und 30 Schüler auf 60qm ohne Maske und Lüftung?
    Es gibt keine Erklärung.

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