Corona? „Gehört zum alltäglichen Risiko.“ Wie eine Ärzte-Lobby politischen Druck macht, Schulen ohne Einschränkungen zu öffnen

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Eine Analyse von News4teachers-Herausgeber Andrej Priboschek.

BERLIN. Seit Monaten macht eine Lobby von praktizierenden Ärzten politischen Druck, um möglichst vollständige Schulöffnungen zu erreichen. Sie geben konkrete Handlungsempfehlungen („keine Masken im Unterricht“) und werden dabei von Kultusministern gehört, wie Recherchen von News4teachers aufzeigen. Das Problem: Die Mediziner kennen offenbar weder die Schulpraxis, noch sind ihre Aussagen durch den aktuellen Forschungsstand gedeckt.  

Vertreter von Ärzte-Verbänden machen seit Monaten Druck auf möglichst vollständige Schulöffnungen. Foto: Shutterstock

„Die Gefahr, dass Lehrer sich bei ihren Schülern anstecken, ist geringer als beim Einkaufen gehen“, behauptet Dr. med. Wolfgang Kölfen. Der Professor ist nicht irgendwer: Kölfen führt den Verband Leitender Kinder- und Jugendärzte und Kinderchirurgen Deutschlands (VLKKD). In der „Rheinischen Post“ appelliert der Verbandschef aktuell an politische Entscheidungsträger, „nicht angstgesteuert zu handeln“ – und Schulen auch dann geöffnet zu lassen, wenn Infektionen mit dem Coronavirus aufträten. „Wir müssen eine gewisse Zahl von Neuinfektionen akzeptieren. Das ist sozusagen eingepreist, um das normale Leben aufrechtzuerhalten und gehört zum alltäglichen Risiko.“

Umgangssprachlich ausgedrückt bedeutet das wohl: Ein bisschen Schwund ist immer.

„Das Risiko von Lehrern ist nicht größer“

„Inzwischen gibt es auch in Deutschland eine gute Studienlage, etwa die aktuellen Studien aus Bochum, Leipzig und Dresden. Und gerade diese Studien zeigen, dass die Infektionsrate bei Kindern deutlich geringer ist als bei Erwachsenen. Das gilt insbesondere für Kinder, die unter zehn Jahren alt sind“, meint Dr. med. Burkhard Rodeck, Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin und Chefarzt am Christlichen Kinderhospital Osnabrück, in einem aktuellen Interview mit der „Zeit“.

Er betont: „Das Risiko von Lehrern, sich mit dem Coronavirus zu infizieren, ist nicht größer als in anderen Teilen der Gesellschaft, die in regelmäßigem Kontakt zu anderen Bevölkerungsgruppen stehen. Es macht keinen Unterschied, ob man vor einer Klasse steht, in einem Supermarkt an der Kasse sitzt oder in einer Arztpraxis arbeitet.“ Dass an Supermarktkassen oder in Arztpraxen Plexiglasscheiben die Mitarbeiter schützen und eine strenge Maskenpflicht gilt, verschweigt er.

Im Unterricht hingegen lehnt Rodeck einen solch umfassenden Schutz ab. „Bei Kindern unter zehn Jahren ist die Maskenpflicht aus unserer Sicht beispielsweise nicht sinnvoll. Erst bei extrem hoher Prävalenz sollte sie auch für sie gelten. Bei Kindern über zehn Jahre sind wir generell, also auch bei niedriger Prävalenz, für eine Maskenpflicht in der Schule. Allerdings nur dort, wo die Kinder nicht den Mindestabstand einhalten können. Also auf Schulhöfen und auf den Gängen.“

„Wenn der Abstand in der Klasse sichergestellt ist…“

Ähnlich hat sich die Vorsitzende des Ärzteverbands Marburger Bund, Dr. med. Susanne Johna, geäußert: „Sinnvoll ist die Maske dann, wenn es eng wird, etwa beim Verlassen der Klasse, vor dem Schulkiosk oder auf dem Pausenhof, wenn mehrere Klassen gleichzeitig Pause haben.“ Mit Blick auf die in Nordrhein-Westfalen erlassene Maskenpflicht im Unterricht sagt sie: „Wenn alle auf ihren Plätzen sitzen und Abstand sichergestellt ist, macht das Tragen von Masken während der Unterrichtsstunden überhaupt keinen Sinn und wäre eine überflüssige Behinderung.“

Wenn… Das Problem ist allerdings, dass der Abstand im Unterricht eben nicht sichergestellt ist. Die Kultusministerkonferenz hat für den Unterrichtsbeginn nach den Sommerferien die bis dato geltende Abstandsregel von 1,50 Metern mit einem Beschluss von Juni außer Kraft gesetzt, und die nun ins Schuljahr gestarteten Bundesländer haben ihren Schulbetrieb entsprechend wieder weitgehend auf den Stand vor Ausbruch der Corona-Pandemie normalisiert. Anders wäre ein Regelunterricht mit vollbesetzten Klassen auch gar nicht durchführbar.

Nicht nur, was die Schulpraxis betrifft, demonstrieren die Ärztelobbyisten eine bemerkenswerte Unkenntnis. Auch der Stand der Forschung ist keineswegs so eindeutig, wie er von den Funktionären dargestellt wird.

Leopoldina: Das Risiko von unbemerkten Infektionen ist in Schulen groß

In einer am vergangenen Mittwoch veröffentlichten Stellungnahme der Nationalakademie Leopoldina, an der unter anderem der Charité-Virologe Prof. Christian Drosten und der Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI), Prof. Lothar Wieler, mitgearbeitet haben, heißt es: „Nach heutigem Erkenntnisstand ist davon auszugehen, dass Kinder und Jugendliche sich grundsätzlich mit dem SARS-CoV-2-Virus infizieren und es auch weitergeben können – wenngleich manches darauf hinweist, dass dies jüngere Kinder weniger betrifft als ältere Kinder und Jugendliche. Vor diesem Hintergrund ist es entscheidend, Schutzmaßnahmen zu ergreifen, um das Risiko einer Ausbreitung innerhalb von Bildungseinrichtungen so gering wie möglich zu halten.“ (News4teachers berichtet ausführlich über die Stellungnahme – hier geht es zu dem Beitrag.)

Wenn Kinder und Jugendliche infiziert seien, zeigten sie zwar häufiger als Erwachsene keine oder nur milde Krankheitssymptome; nur selten träten schwere Symptome auf, und die Letalität – also die Wahrscheinlichkeit, an Corona zu sterben – sei bei ihnen äußerst gering. Aber: „Für die Kontrolle des Infektionsgeschehens stellt der oftmals asymptomatische bzw. sehr milde unspezifische Verlauf eine besondere Herausforderung dar, weil sich Infektionen so unbemerkt ausbreiten können.“ Von einem geringeren Risiko für Lehrer, sich im Unterricht als beim Einkaufen anzustecken, wie von Ärzte-Funktionär Kölfen behauptet, kann also überhaupt keine Rede sein.

Grundsätzlich könne es auch in Bildungseinrichtungen zur Verbreitung von SARS-CoV-2 kommen, heißt es deshalb auch bei der Leopoldina: „So ist zu erwarten, dass es auch im kommenden Schuljahr in Abhängigkeit vom lokalen Infektionsgeschehen zu Coronavirus-Eintragungen und Ausbrüchen der COVID-19-Erkrankung in Bildungseinrichtungen kommt.“

Kurz darauf entschied die KMK, auf die Abstandsregel kann verzichtet werden

Die aktuellen öffentlichen Statements sind nicht das erste Mal, dass die Ärztevertreter politischen Druck machen. Bereits im Juni hatte es eine Videokonferenz aller SPD-Bildungsminister mit „namhaften Experten“ gegeben, die zu bemerkenswerten Ergebnissen kam: Das Infektionsgeschehen unter Kindern und Jugendlichen sei „deutlich geringer und ungefährlicher“ als bei Erwachsenen, wusste Hamburgs Bildungssenator Ties Rabe hinterher – was ihn zu der Schlussfolgerung führte, dass zumindest die Grundschulen nach den Sommerferien normal öffnen könnten. Mehr noch: Er stellte anschließend sogar den Sinn von Schulschließungen öffentlich infrage. Kurz darauf kam es dann tatsächlich zu dem KMK-Beschluss, dass nach den Sommerferien auf die Abstandsregel verzichtet werden kann. KMK-Präsidentin Stefanie Hubig, Bildungsministerin von Rheinland-Pfalz, hatte ebenfalls an der dreistündigen Veranstaltung teilgenommen.

Wer waren denn nun die „namhaften Experten“, die dort einen sorgloseren Umgang mit der Pandemie in den Schulen empfahlen? Recherchen von News4teachers zeigten: Es waren Vertreter von Ärzteverbänden, die schon drei Wochen zuvor versucht hatten, mit einer politischen Stellungnahme Druck hin zu schnellen und weitgehenden Schulöffnungen zu machen – darunter auch die Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendmedizin, der wiederum Kölfens VLKKD und Rodecks Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin angehören. (News4teachers berichtete seinerzeit groß über das Treffen, hier ist der Bericht abrufbar.)

Virologen warnen davor, Rolle von Kindern in der Pandemie zu unterschätzen

Den Stand der Forschung vertreten diese Ärzte-Funktionäre nicht. „Wir warnen vor der Vorstellung, dass Kinder keine Rolle in der Pandemie und in der Übertragung spielen“, so heißt in einer aktuellen Stellungnahme der Gesellschaft für Virologie, der die führenden Fachwissenschaftler im deutschsprachigen Raum angehören, darunter Charité-Institutsleiter Drosten, Prof. Jonas Schmidt-Chanasit vom Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin in Hamburg und Prof. Isabella Eckerle vom Centre for Emerging Viral Diseases des Universitätsklinikums Genf. Und weiter: „Neuere wissenschaftliche Veröffentlichungen und konkrete Beobachtungen in einigen Ländern deuten darauf hin, dass die initial teilweise angenommene, minimale Rolle von Kindern in Frage gestellt werden muss.“

Die Studien, auf die sich die Ärzte-Lobbyisten berufen, sind demnach ungeeignet, um daraus konkrete Handlungsempfehlungen abzuleiten. „Die Mehrheit der frühen Studien wurden unter den (Ausnahme-)Bedingungen weitgreifender kontaktreduzierender Regelungen (sogenannter ‚Lockdown‘) mit Schulschließungen oder in der Zeit der niedrigen Grundinzidenz unmittelbar nach dem Lockdown in Deutschland durchgeführt. Sie haben somit als Entscheidungsgrundlage nur einen eingeschränkten Aussagewert für die in naher Zukunft zu erwartende Situation in Deutschland. Unter bestimmten Umständen kann es sein, dass Kinder einen nicht zu vernachlässigenden Teil der Infektionen mit SARS-CoV-2 ausmachen. Inzwischen liegt der prozentuale Anteil von Kindern an der Gesamtzahl der Neuinfektionen in Deutschland in einer Größenordnung, die dem Anteil der Kinder an der Gesamtbevölkerung entspricht.“

Im Klartext: Die Ärztevertreter liegen womöglich falsch, weil die von ihnen zitierten Studien nur die Auswirkungen der Schul- und Kitaschließungen beschreiben. Wenn es im Herbst zu einem verstärkten Infektionsgeschehen kommt, kann das Bild deshalb völlig anders aussehen.

„Natürlich kann ein Kleinkind auch seinen Opa anstecken, aber…“

Verantwortung für die Konsequenzen ihrer Lobbyarbeit mögen die Ärzte offenbar auch gar nicht übernehmen. So schränkt Rodeck in der „Zeit“, nachdem er für weite Schulöffnungen geworben hat, durchaus ein: „Man muss auch vor falschen Erwartungen warnen. Covid-19 ist eine reelle Bedrohung. Selbstverständlich können auch Kinder das Virus übertragen. Und natürlich kann ein Kleinkind auch seinen Opa anstecken, der dann an den Folgen stirbt. Aber allein die Befürchtung, dass das passieren könnte, rechtfertigt nicht, das Leben der Kinder wirklich stark einzuschränken, indem man sie weiter grundsätzlich von der Kita oder der Schule fernhält.“

Umgangssprachlich ausgedrückt bedeutet das wohl: Ein bisschen Schwund ist immer. News4teachers

Der Autor

Der Journalist und Sozialwissenschaftler Andrej Priboschek beschäftigt sich seit 25 Jahren professionell mit dem Thema Bildung. Er ist Gründer und Leiter der Agentur für Bildungsjournalismus – eine auf den Bildungsbereich spezialisierte Kommunikationsagentur, die für renommierte Verlage sowie in eigener Verantwortung Medien im Bereich Bildung produziert und für ausgewählte Kunden Content Marketing, PR und Öffentlichkeitsarbeit betreibt. Andrej Priboschek leitete sieben Jahre lang die Öffentlichkeitsarbeit des Schulministeriums von Nordrhein-Westfalen.

Der Bildungsjournalist Andrej Priboschek. Foto: Tina Umlauf
News4teachers-Herausgeber Andrej Priboschek, Gründer und Leiter der Agentur für Bildungsjournalismus. Foto: Tina Umlauf

In eigener verlegerischer Verantwortung bringt die Agentur für Bildungsjournalismus tagesaktuell News4teachers heraus, die reichweitenstärkste Nachrichtenseite zur Bildung im deutschsprachigen Raum mit (nach Google Analytics) im Schnitt jeweils mehr als 1.000.000 Leserinnen und Lesern monatlich und einer starken Präsenz in den Sozialen Medien und auf Google. Die Redaktion von News4teachers besteht aus Lehrern und qualifizierten Journalisten. Neben News4teachers produziert die Agentur für Bildungsjournalismus die Zeitschriften „Schulmanager“ und „Kitaleitung“ (Wolters Kluwer) sowie „Die Grundschule“ (Westermann Verlag). Die Agentur für Bildungsjournalismus ist Mitglied im didacta-Verband der Bildungswirtschaft.

Hier geht es zur Seite der Agentur für Bildungsjournalismus.

Der Beitrag wird auch auf der Facebook-Seite von News4teachers diskutiert.

Über die Facebook-Seite von News4teachers hat sich auch die Kinderärztin Chritiane Thiele, Landesvorsitzende des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte NRW, zu Wort gemeldet.

Spiel mit dem Feuer: Wenn sich die Schulen als Infektionstreiber erweisen, steht Deutschland ein schlimmer Corona-Herbst bevor

 

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180 KOMMENTARE

  1. …aber was haben die Ärztevertreter davon, wenn die Schulen ohne Abstand und Maske öffnen? Sorgen sie sich darum, bei fehlendem Präsenzunterricht zu wenig Patienten in ihren Praxen zu haben???

    • „Wenn Justus-Jan-August (Problemschüler, Schnitt 3,6) nicht in die Schule kann, kann Mutti oder Vati sich nicht ungestört dem Wellness hingeben und nervt dann die/den Brotverdiener. Brotverdiener haben darauf keine Lust, also setzten sie so einen Stuss in Die Welt.“

      Sie glauben, diese Geschichte ist frei erfunden? … 😉

      • Mir ist auch klar, dass viele Eltern ihre Kinder loswerden wollen. Aber es sind doch nicht alle Ärztvertreter Eltern! Die müssen doch noch irgendeinen anderen Vorteil davon haben, dass die Schulen komplett und ohne Sicherheitsvorkehrungen öffnen (Nein, das Händewaschen und die Pro-forma-Maske auf dem Flur ist keine Sicherheitsvorkehrung…).

        • Klar!

          Eine gratis Feldstudie. Das ist der Vorteil der Ärzteschaft. Später kommt dann eine angeordnete Zwangsimpfung aller, um die Unterschiede im Fortlauf der Pandemie zu analysieren.

        • Es wird immer vom Lehrer- bashing geredet. Aber wie hier den Eltern unterstellt wird, dass sie nur jemand suchen, der ihre Kinder betreut ist schlichtweg unverschämt. Ich sehe die Schule als wichtige Begegnungsstätte für die Kinder um Sozialkompetenz aneinander zu erlernen. Ich hoffe, dass nicht alle Lehrer so eingestellt sind wie in diesem Forum. Kinderärzte und Psychiater sind wohl die Gruppe, die sich seit Mai für Präsenzunterricht stark machen. Im Moment gibt es in Deutschland dafür keine Alternative.

          • Zitat:
            „Aber wie hier den Eltern unterstellt wird, dass sie nur jemand suchen, der ihre Kinder betreut ist schlichtweg unverschämt.“

            Wenn Sie sich viele Kommentare von Eltern, die hier gepostet wurden durchlesen, kann man schon diesen Eindruck bekommen.
            Zum Lernen ist die Schule jedenfalls nicht mehr da, denn Leistung wird von vielen Eltern auch verpönt. So viel unnützes Zeugs, kann man das nicht weglassen?
            Somit bleibt die Schule als Aufbewahrungsort übrig.

          • Kinder müssen nicht zur Schule gehen um Sozialkompetenzen zu erlernen. Man kann durchaus seine eigenen und fremde Kinder in Garten, Park oder Wald in diesen Zeiten gemeinsam mit Abstand und Maske spielen lassen. Und die älteren sind vernünftig genug, um voneinander ausreichend Abstsnd zu halten, wenn sie sich treffen.Ist halt nur etwas anstrengender als sie verwahren zu lassen. Bevor jetzt Einwände kommen: Ja, ich WEISS das. Ich HABE 5 Kinder- mehr als die Durchschnitts- Corona- vollkommen- überlastete- Mutti hat.

      • Sie sind ein typischer Vertreter Ihres von der Mehrheitsgesellschaft zu Recht verspotteten Berufstandes mit dem ich als Promovierter Psychotherapeut leider täglich zu tun habe, da Sie mir regelmäßig die Bude mit angeblichen, Kraft eigener Anmaßung selbstdiagnostizierten Symptomen einrennen und ein Attest erzwingen wollen.

        Während alle anderen Berufsgruppen sich mit den schwierigen Verhältnissen auseinandersetzen fordern Sie und Ihre Standesvertreter wie so oft eine Extrawurst nach der nächsten und merken nicht wie Sie damit bei der Bevölkerung wirken.

        Aus der Schule wieder zurück in die Schule aus Angst vor dem Leben hat Sie dorthin gebracht wo Sie nun sitzen. Sie selbst haben sich das Schmalspurstudium und das langweilige Dasein selbst ausgesucht in welchem Sie nun verweilen und auf die Pension warten.
        Man kann nur hoffen das Dank Demografie in der Zukunft Ihre diversen Privilegien weiter zusammengestrichen werden und Sie wie in allen übrigen Ländern dieser Welt zu ordentlicher Arbeit gezwungen werden.

        Kleine Anmerkung zum Schluss: Beamter kommt von StaatDIENER, das heißt Sie dienen dem Staat und werden vom Steuerzahler wie mir bezahlt, auch wenn Sie meinen das Geld kommt aus der Steckdose was Ihnen am Ende des Monats überwiesen wird, haben per Se mehr Risiken zu tragen als jeder andere in der Realwirstschaft.

        • Oh, der Troll hat ein neues Inkognito! Der Dr. phil. soll uns Schmalspurstudierte wahrscheinlich beeindrucken – tut es aber nicht, wir sind zu blöd und zu borniert dafür.

        • Sie können einem nur Leid tun: war Ihre Schulzeit so schlimm, dass Sie diese mit Halb- und Unwahrheiten sowie mit unverschämten Unterstellungen gespickte Lehrerschelte in die Welt setzen müssen?

  2. Hervorragender, absolut zutreffender Kommentar. Schade, dass sich solche Argumente und Stimmen kaum in den Tageszeitungen und anderen Medien finden.

    • Das frage ich mich auch. Wo bleiben die kritischen Berichte in der Presse? Hat der SPIEGEL etwa alle Ressourcen schon mit diesem neuen lächerlichen Lehrer-Buch verbraucht?

  3. Ja, ja und Ja! Es ist eine Abwägung zwischen 6-18 Jahren und 76-88 Jahren.

    Niemand will es, aber die Gesellschaft muss leider, leider entscheiden, wen sie in der aktuellen Lage stärker berücksichtigt.

    Gegen die lachenden Schülergesichter zum Schulstart und gegen ihr Recht auf eine unbeschwerte Jugendzeit samt Bildung unter Freunden unterschreibe zumindest ich keine Petition.

    • Jonas Kruse,
      menschenverachtender Unsinn! So eine Entscheidung muss nicht gefällt werden, wenn Politik die Menschen im Blick hätte. Auch die Wirtschaft würde von einem Szenario Thailand, Neuseeland, Südkorea, Taiwan mehr profitieren als von dem schwedischen Weg, der sich ethisch verbietet.

      • Das ist leider die Realität oder Willkommen auf der Erde. Der Mensch ist nun mal ein Individium, und ich wäre vermutlich als Jugendlicher auch nicht anderst unterwegs gewesen.
        Leider ist das Ganze viel zu komplex, und die Langzeitwirkungen werden wir erst in paar Jahren sehen. Und dabei geht es nicht nur um direkte Folgen des Viruses, sondern auch die Beeinflussungen in anderen Bereichen. Und jeden Tag wird eine andere Studie und ein anderer Experte aus dem Hut gezaubert.
        Wenn ich heute lese, dass Experten davon ausgehen, das sich vorraussichtlich nur 70 Prozent der Bevölkerung impfen lassen (vorrausgesetzt der Impfstoff wirkt -vgl Impstoff Grippe) und dann ist alles gut, dann wird sich die Lage nicht ändern.
        Es ist nicht einfach, denn es wird kein richtig oder falsch geben. Amerika entwickelt sich momentan ja nicht so wie wir es hätten, aber rational gesehen wird man nicht alle schützen können. Und unter den Einschränkenungen haben alle zu leiden.
        Schulpflicht aussetzen, dann muss man auch damit leben, dass die Schüler nicht beschult werden. Wann sollen die Kinder dann wieder in die Schule. Nach sechs Monaten, aber bitte liebe Lehrer, dann dafür sorgen, dass das Kind wieder integriert wird und den Wissenrückstand schnellst möglich wieder aufholt.
        Trauig finde ich eher, dass nur über Maskenpflicht und AHA debattiert wird. Der Grund dahinter ist doch, wenn ich zuwenig Personal habe, kein Konzept für PU und DU habe, nicht an die Stundentafel und Inhalte der Lehrpläne gehe, dann geht das Ganze halt nur über Päsenzunterricht ohne Maskenpflicht.
        Die Leidtragenden werden auf lange Sicht immer die Kinder sein, egal ob sie am Virus erkrankt sind oder nicht.

        • Die Kinder werden noch viel leidtragender sein, wenn ihnen die Eltern wegsterben oder die Wirtschaft vollends kollabiert, weil wir es nicht auf die Reihe bekommen haben, elementaren Infektionsschutz in den Schulen umzusetzen.

          Warum nicht das Modell praktizieren, das vor den Ferien in vielen Schulen üblich war? Kleine Lerngruppen im wöchentlichen Wechsel zwischen Präsenz- und Fernunterricht. Die Kinder lernen dabei nicht weniger, vielleicht sogar mehr.

          Das Problem ist ein anderes: Es geht um Betreuung. Arbeitgeber machen Druck, damit möglichst schnell alle Mitarbeiterinnen wieder zu 110% zur Verfügung stehen – aktuell hier: https://www.news4teachers.de/2020/08/wirtschaft-pocht-auf-schuloeffnung-im-regelbetrieb-gegen-die-gew/

          Und das ist natürlich schwierig mit Fernlern-Wochen in Einklang zu bringen. Um Kinder geht es hier nicht.

          • Genau. Das ist es. Die Eltern sollen als Arbeitnehmer wieder zuverlässig funktionieren. Die Kinder selbst betreuen? Gott bewahre. Mal ganz davon abgesehen, dass ein Gehalt heute oft kaum noch reicht. Aber selber war ich auch Schlüsselkind, schon in der Grundschule. Das kann ein Kind tatsächlich schaffen. Die Idee mit den geteilten Klassen hätte ich auch bevorzugt. Eine Woche intensive Beschulung in Kleingruppen (fast wie in Privatschulen), intensives Nacharbeiten in der zweiten Woche zuhause, ohne laute Chaoten um sich herum. Ja, mein jüngstes Kind, da noch 7. Klasse hat zuhause lieber gelernt. Online Lerngruppe selbst zusammengesucht. Endlich Ruhe meinte der, von wegen alle Kinder vermissen die Gesellschaft der anderen Kinder. Und auf die Mobber könnten alle gut verzichten. Die sitzen schließlich auch dazwischen und üben „soziales Verhalten“.

        • Zu Ihrem Thema Impfung:

          Renommierter europäischer Wissenschaftler: COVID-19 wurde im chinesischen Labor entwickelt. Ein wirksamer Impfstoff ist „unwahrscheinlich“.
          Er ist nicht nur ein international bekannter Experte für Biotechnologie und Nanotechnologie, der eine herausragende akademische Karriere hinter sich hat, sondern auch Präsident der Weltakademie für biomedizinische Wissenschaften und Technologien (WABT), einer Institution, die 1997 unter der Schirmherrschaft der UNESCO gegründet wurde.

          Mit anderen Worten, er ist ein Mann von beachtlicher Statur in der globalen wissenschaftlichen Gemeinschaft.
          https://www.lifesitenews.com/blogs/renowned-european-scientist-covid-19-was-engineered-in-china-lab-effective-vaccine-unlikely&xid=17259,15700022,15700186,15700191,15700256,15700259&usg=ALkJrhgDTpl90BFl4jltB3yZvNqNNGdvlg

          Übrigens steht er mit dieser Auffassung nicht allein.

    • Tod auf der einen Seite – vernünftiger (= teurer) Infektionsschutz in den Schulen auf der anderen. Das ist die Abwägung.

    • Mein Kind lacht nicht, weil es weiß, dass sein Vater Risikogruppe ist. Wir wollen auch kein „Wellness“, weil wir seit März alles meiden, was uns infizieren könnte. Wir waren Doppelverdiener, jetzt wegen Corona Kurzarbeit und (freiwillig) ohne Job, um uns zu schützen und Kind beste Bildung zu ermöglichen. Kind ist „Problemkind“ und lernt erstmals gut, dank Einzelunterricht im Homeschooling. Kind vom Opa fernhalten ginge noch für 1 Jahr (auch schwer) , aber nicht vom Vater.

      • Hier ähnlich. Alle vorsichtig wegen Risikopatienten im Haus. Den Kindern geht es super, ja trotz Einschränkungen. Endlich lernen ohne lautes Klassenumfeld und im eigenen Rhythmus.

    • Nein, jeder Bürger dieses Landes hat inzwischen die Möglichkeit sich selbst zu schützen. Nur im Pflegeheim ist es schwierig, aber wegschließen und Besuchsverbote aussprechen ist bei Schwerkranken und Sterbenden nicht die Lösung. Aber alle anderen können sich selbst schützen – so fern sie es wollen.

  4. Es ist ein Problem, dass nur diese Ärzte mediale Aufmerksamkeit bekommen. Kinderärzte und deren Meinung interessiert mich bei einem Virus nur begrenzt. Bei 97000 Kindern von denen über 80 gestorben sind, ist die vertretene Meinung zynisch.

    https://www.nytimes.com/2020/08/09/world/coronavirus-covid-19.html#link-6dbc15a3

    Bei Covid würde mich die Meinung von Intensivmedizinern und Pflegekräften interessieren, die mit Covid Fällen zu tun hatten.
    Und man sollte endlich ausführlich über Spätfolgen sprechen.
    https://www.lr-online.de/nachrichten/brandenburg/spaetfolgen-coronavirus-greift-herz-und-hirn-an-50397423.html

  5. Das sind dieselben Argumente wie in Schweden, nur dass sie nicht stimmen, denn die Sterblichkeit für Kinder liegt in den USA derzeit bei 0,8 % im Vergleich dazu die Grippe bei 0,15 %.

  6. Epidemiologe Michael Osterholm: „Es gibt keine ‚Wellen‘, das ist ein Waldbrand“

    Der Direktor des Zentrums für Forschung und Politik im Bereich Infektionskrankheiten an der Universität von Minnesota sagt, dass die „Wellentheorie“ für das Coronavirus nicht funktioniert.

    Zu Beginn der Epidemie schien das Virus nach dem Influenza-Prinzip „zu wirken“ – im Winter gibt es mehr Krankheiten und im Sommer fast keine. Es ist jedoch klar, dass COVID-19 nicht so empfindlich auf Jahreszeiten und Klima reagiert.

    Es ist immer noch allgemein anerkannt, dass es zum Beispiel derzeit in Israel oder Australien eine „zweite Welle“ gibt, aber Professor Osterholm glaubt, dass sich das Virus wie ein Lauffeuer ausbreitet – nach einem neuen Baum sucht und ihn entzündet.

    Die Quarantäne verhindert, dass es sich schnell ausbreitet, aber wenn die Einschränkungen nachlassen, geht das Feuer wieder auf. ( sehr passend für den Regelschulbetrieb!!)

    Gleichzeitig sterben, so traurig es auch klingen mag, tödlichere Epidemien schneller aus. Wenn ein Virus seinen Träger schnell zerstört, hat er keine Zeit, ihn unter einer großen Anzahl von Menschen zu verbreiten.

    „Wir haben festgestellt, dass die Epidemie eher einem anhaltenden Brand gleicht. Eine rasche Verschärfung, gefolgt von Höhen und Tiefen der Infektion an verschiedenen geografischen Orten und zu verschiedenen Zeiten. „- So sieht Osterholm die Situation und nennt das Coronavirus“ schwarze Schafe „in der Familie der Viren.

    Wissenschaftler schließen nicht aus, dass es im Laufe der Zeit auch einen saisonalen Charakter bekommen wird, aber dies wird in einigen Jahren geschehen, wenn es, wie wir alle hoffen, einen Impfstoff dagegen geben wird.

    Er ist im Gegensatz zu vielen dieser Ärzte ein Fachmann auf besagtem Gebiet!

      • „ Wer übernimmt nachher die Verantwortung, diese Ärztelobby???“

        Klar.
        Deshalb stand doch im Artikel, dass die Ärzte genannter Verbände unentgeltlich alle Lehrkräfte und Kinder in der akuten Phase sowie bei den Langzeitfolgen behandeln werden,
        das wird doch allen recht sein.
        Da muss man nicht einmal die Kosten an die Krankenkassen weiterreichen, es entstehen ja keine.
        Forderungen von Eltern, deren Kind sich in der Schule infiziert hat, können direkt beim Lobbyverband abgegeben werden,
        auch und gerade von denen, die auf solche Aussagen hin sämtliche Schutzmaßnahmen absurd finden und weglassen.

        Ich verstehe es nicht.
        Gleichzeitig klagen die ohnehin überlaufenen Kinderärzte schon jetzt, dass sie im Herbst den üblichen Ansturm nicht bewältigen können, wenn gleichzeitig COVID-Versorgung und entsprechende Hygienemaßnahmen laufen,
        und Allgemeinmediziner sagen, dass sie die Testungen im laufenden Betrieb nicht schaffen können.

  7. Eltern sind selber Schuld, wenn sie ihre Kinder in die Schule schicken. Schule ist meist eine Großveranstaltung, in der keiner Abstände einhalten kann. Im Grunde kann man gar keine Hygienemaßnahmen treffen.

    Wenn die Zahlen aus den USA stimmen, gibt es der Statistik nach, an einer Schule mit ca. 1000 Schülerinnen oder Schüler, 8 von ihnen, die es nicht schaffen werden. Schade eigentlich, aber ein bisschen Schwund ist immer.

    Ich rege mich nicht mehr auf: Eltern hatten die Gelegenheit etwas zu unternehmen, stattdessen hacken sie lieber auf Lehrerinnen und Lehrern herum und sehen es als Mission den Lehrkörper zu bekehren. Nun denn…

    Ich werde für meinen eigenen Schutz sorgen, der Rest interessiert mich dann auch nicht mehr. Irgendwann hilft da nur noch das Verhalten der Gegenseite konsequent zu spiegeln. Dann sollen die mal sehen, was sie davon haben. Für so eine Gesellschaft reiß ich mir auch kein Bein mehr raus.

      • Glauben Sie mir; In Deutschland werden sich weit mehr als 1000 Kinder mit dem Virus infizieren.
        Vielleicht nicht an einer einzigen Schule, aber was ändert das?!

        • Nichts, ab es ging hier um die Auslegung einer Statistik. Mit statistischen Zahlen argumentieren ist ja gut, aber dann bitte auch im gleichen Kontext. Ansonsten nehme ich mir jede glaubwürdige Argumentation

          Und wie lange soll dass dann gehen? Wenn die Rahmenbedingungen insgesamt gesehen werden, ist das Ganze m.E. kein Thema von ein paar Wochen oder Monaten. Das wird sich über die nächste Jahre hinwegziehen.
          Das Schlimme ist eigentlich, dass wir froh sein müssen, dass das Virus nicht noch schlimmer ist.
          Wir werden vermutlich mit ihm leben müssen, und eine 100% Sicherheit wird es nicht geben. Mit der Tatsache muss man sich endlich mal abfinden und entsprechend reagieren.
          Und das ist das Problem auf beiden Seite: Es muss hier ein Konzept für die Beschulung gefunden werden, wie damit „vernünftig“ umgegangen wird mit möglichst hoher Sicherheit. Dazu gehören halt auch die Parameter Lehrplan, Stundentafel, Lehrerverfügbarkeit …

          Aber es wird ja nur über Maske, AHA, IT diskutiert.
          Auf lange Sicht ist das keine Lösung. Und einen Fortschritt sehe ich in dieser Richtung bisher leider nicht. Zur Zeit gibt es den gleichen Aktionismus wie vor 5 Monaten.
          Ich kann mir zum Beispiel im Winter nicht vorstellen, dass bei Miunsgraden die Klassenzimmer regelmässig gelüftet wird.

          • Ich verstehe diesen Einwand nicht. Der Kontext bleibt erhalten. Je mehr Schüler sich infizieren, egal ob regional oder lokal, desto mehr Schüler werden sterben.

            Ansonsten stimme ich Ihnen zu. Sie haben Recht. Wir müssen mit dem Virus leben, aber auch entsprechenden Schutz für alle Beteiligten bieten. Wenn einer in seinem privaten Umfeld diesen Schutz nicht möchte, darf er gerne mit seiner Familie ein Sippenverhalten an den Tag legen. Aber in der Öffentlichkeit sollte jeder, der einen Schutz haben möchte, davon auch Gebrauch machen können.
            Schülerinnen und Schüler können das wahrscheinlich nicht so differenzieren wie unsereins. Sie werden, meiner Meinung nach, dem Virus zum Fraß vorgeworfen.

          • Es ist noch nicht einmal möglich, in allen Bundesländern Schutz zu verordnen, der keine Kosten verursacht, z.B. Pflicht zu Mund-Nasen-Bedeckung in allen Räumen der Schule, wie auch sonst in öffentlichen Gebäuden.

            Wie viel schwieriger wird es sein, Maßnahmen zu ergreifen, die Kosten verursachen. Da werden noch am ehesten die umgesetzt werden, die eine direkte Wirtschaftsförderung bedeuten.

            Es wird lieber abgewartet, das ist günstiger. Herbst- und Winterwetter werden genauso überraschend kommen wie Schulferienende und Weihnachten.

    • Defense: sie sagen es.
      Eltern lassen sich genauso wenig aktivieren wie Lehrer. Ich versuche seit Monaten nichts anderes als beide Seiten anzusprechen und aufzurufen etwas gegen diese Politik zu unternehmen.
      Alle scheinen nur Angst zu haben. Es ist wie an einem Unfallort, an dem keder darauf wartet, dass ein anderer hilft. Weil man seine eigenen Möglichkeiten und Fähigkeiten nichr richtig einschätzt und weil man bitteschön bloß nicht auffallen möchte. Man könnte sich ja blamieren.
      In den Ministerien sitzen inkompetente Menschen die von der Wirtschaft instrumentalisiert sind. Gebauer und Laschet sind nicht das einzige Dreamteam dieser Zeit.

      Wieso geht keiner den Weg mit und wehrt sich?
      Ich bin rat-und fassungslos unter welchen Bedingungen Lehrer und Schüler jetzt in die Schule gehen.
      Der Aufschrei und der Widerstand müssten immens und bis zum Mars zu hören sein.
      Sind sie aber nicht.
      Denkt jeder, der andere würde schon was unternehmen? GEW, Elternverbände, …Sie sehen doch, wie diese Seiten agieren und wenig Einfluss sie nehmen.
      Wie kann es sein, dass hier alle wie gelähmt sich entmündigen lassen.
      Wieso rührt sich keiner? Worauf wartet ihr eigentlich? Diese neue Normalität wird immensen Kollateralschaden anrichten… ziemlich wahrscheinlich auch in euren Reihen.
      Ist das die Sterbehilfe für die ausgedienten Alten und Kranken um das Rentensystem aufzupolieren.
      Was für eine Gesellschaft wollen wir sein? Eine, die sich nur mit dem persönlichen Wohlstand identifiziert? Ein Infekt kann das Leben nachhaltig sehr verändern. All die schönen Konsumgüter bringen nichts wenn ihr Kind, Angehöriger, Vater, Mutter oder Sie selbst zu der statistischen Masse derer gehören, die sich mit Langzeitschäden beschäftigen darf und seinen restlichen Lebensinhalt mit der Erhaltung der der Rest-Gesundheit widmen darf und in irgendeiner Arztpraxis den Parkett platt tritt.
      Vielleicht ist das auch das wirtschaftliche Interesse vieler Mediziner dieser Zeit, die eine langfristige Einnahmequelle als Rehabilitationsmediziner erhoffen und entsprechend für die Öffnung der Schulen ohne Arbeitsschutz argumentieren.
      Habe die Zahlen nicht aktuell im Blick jedoch wird es alleine in Deutschland mindestens 16 Mio betreffen.
      Für Statistiker sind es nur Zahlen, hinter diesen Zahlen stehen individuelle Schicksale.
      Krank bleibt krank. So schön kann kein Auto, kein Haus, keine Guccitasche sein…
      Sie denken vielleicht: krank werden ja zum Glück nur die anderen…ein Irrtum, dem sie schmerzlich entgegen sehen.

      Worum geht es denn? Arbeitsschutz in Schulen ist ein Muss. Distanzlernen und Homeschooling sind Möglichkeiten den Schulalltag für alle zu entzerren und gehören zwingend in ein Konzept.
      Wir befinden uns in einem Ausnahmezustand, der Ausnahme Regelungen ermöglichen muss, damit es eine Entscheidungsfeiheit gibt, wie man mit dieser Pandemie leben kann.
      Eine Anordnung per Gesetz, die uns entmündigt diesen Spielraum zu nutzen erinnert an andere Staatsformen als an eine Demokratie.
      Das Recht auf Bildung steht demnach über der Fürsorgepflicht der Eltern? So die aktuellen Entscheidungen der Gerichte.

      Es geht darum eine Zeit zu überbrücken bis Wirkstoffe zu Verfügung stehen.
      Diese werden früher als in 10 Jahren kommen. Egal wer den Druck erzeugen will, es wird Erkenntnisse geben. Daher ist es klug möglichst spät einen Infekt zu erleiden, entsprechend sollten wir handeln d ü r f e n.

      Bitte sehen sie von den mir bekannten Bemerkungen ab. Ich jammer nicht ! Ja ich bin moralisierend. Aber hier geht gerade alles an Werten und Ethik verloren, die eine Gesellschaft ausmachen.
      Was mich zweifeln lässt, ob ich dieser Gesellschaft zugehöre, die offenbar Argumente benutzt, die vordergründig die Kinder schützen, jedoch offensichtlich nur dazu dienen ganz andere Ziele zu verfolgen.
      Meine schäbige Meinung muss ja nicht ihre sein.

      2020Aufbruch@gmx.de

      • @Illy
        Da ich als eine der beiden Seiten angesprochen bin und „mich seit Monaten nicht aktivieren lasse“, jedenfalls nicht von Ihren Aufrufen zu Ihrem Vorhaben X, ein kurzes Statement dazu:

        1) Sie starten eine politische Aktion mit gmx? Als ob es heute keine Alternativlösungen gäbe – gerade für politische Aktionen, und es gibt diese nicht ohne Grund. – Sie sagen nichts dazu, wie sie in diesem persönlichen Mailingaustausch hinreichenden (es geht natürlich nicht um absoluten) Datenschutz während der Entwicklung einer Aktion zu geben angedacht haben? Alles in Treu und Glauben? Einem Unbekannten gegenüber? Ohne Organisationsstruktur? – Sorry, aber bei allem gutgemeinten Ansatz. Der Weg und Randbedingungen müssen schon durch die Initiatoren einer Aktion durchdacht sein und dann klar als Rahmen kommuniziert werden. Dann kann jeder Mensch entscheiden, ob er diesen Weg mitgehen kann und will.

        2) Die Formulierungen Ihrer Anliegen, was Sie erreichen wollen, zeitweise wogegen Sie sind, bekommen hier in Ihren Beiträgen immer wieder andere Intentionen und erscheinen mir oft schwammig. Grob scheint es jeweils das Gleiche zu sein; durchdenkt man es, mitnichten. Für mich ist nicht wirklich fassbar, worauf Sie jenseits von „etwas tun“ abzielen.

        Dafür lasse ich mich tatsächlich nicht aktivieren, wünsche Ihnen dennoch alles Gute.

      • Sie rufen als Lehrer zum Widerstand auf? Was ist mit Ihrem Treueeid? Ja es wäre mal interessant alle Eltern in Deutschland zwecks Schulpflicht und Maskenpflicht zu befragen. Meine Söhne besuchen 3 verschiedene Schulen und sind in verschiedenen Vereinen. Da ist überall Vollbesetzung. Mir ist nicht bekannt, dass Eltern Homeschooling oder Fernlernen wollen, mal davon abgesehen, dass es weder vom KM, noch von den Schulen UND den Lehrern ein vernünftiges Konzept fehlt.

  8. Sieht so aus, als sei damit nun niemand mehr Risikogruppe, egal wie vorerkrankt. Tolle Ansage an die Kultusminister. Die freuen sich, dass ihr Nichtstun im Hinblick auf Infektionsschutz auch noch legitimiert wird. Leopoldina-Hinweise bzw. Warnungen ad absurdum geführt. Dann muss man ja gar keine Quarantänemaßnahmen mehr ergreifen. Einfach laufen lassen. (Ironie aus)

  9. So so? „Es macht keinen Unterschied, ob man vor einer Klasse steht, in einem Supermarkt an der Kasse sitzt, oder in einer Arztpraxis arbeitet.“ Jetzt echt? Wenn Kinder und Jugendliche keine oder nur geringe Symptome haben, kann sich die Infektion unbemerkt unter ihnen weiterverbreiten. Klassen- und Kitaverbände eignen sich bestens dazu, da sie sich täglich wiedertreffen. Wenn sich jetzt 5, 10 oder 20 Schüler untereinander still infiziert haben, und infizierte Aerosole abatmen, kann die Raumluft schon sehr virenbelastend sein. Können Sie meinem Gedankengang folgen, Herr Rodeck? Uns wurde über die Medien mitgeteilt, dass eine hohe Virenmenge zum Zeitpunkt einer Infektion einen schweren Krankheitsverlauf begünstigt. Ist Ihnen das auch bekannt, Herr Rodeck? Wenn jetzt 10, 20 oder 25 Schüler über ca. 30 Minuten infizierte Aerosole abatmen, wie schwer können dann die nicht Infizierten im Raum erkranken? Schon mal darüber nachgedacht, Herr Rodeck?

    „Und natürlich kann ein Kleinkind auch seinen Opa anstecken, der dann in Folge stirbt.“ So so, der alte Opa stirbt, wäre ja sowieso bald gestorben… Aber könnte es nicht auch sein, dass ein Kind ein vorerkranktes Elternteil ansteckt und dadurch in die Invalidität, u.U. in den Tod befördert? Und somit seine finanzielle und emotionale Basis im Leben verliert? Es soll ja sogar Menschen geben, die durch solche Ereignisse dann lebenslang durch schwere Schuldgefühle belastet sind. Schon mal drüber nachgedacht, Herr Rodeck?
    Wer möchte denn Kinder grundsätzlich von Kita und Schule freihalten? So wie ich die Pädagogen verstanden habe, möchten sie ein differenziertes Beschulungskonzept, was den bestmöglichsten Gesundheitsschutz für alle berücksichtigt, was übrigens auch schon von Eltern und Pädagogen erarbeitet worden ist. Bitte informieren Sie sich, bevor Sie im nächsten Interview wieder etwas undifferenziert raushauen.
    Übrigens, ich schreibe hier nicht als Pädagogin, sondern als Mutter. Und als solche hoffe ich doch, dass unsere niedergelassenen Kinderärzte sehr viel differenzierter und gewissenhafter mit dem ernsten Thema umgehen als man es, zumindest aus der Presse, von Ihnen wahrnehmen kann.
    Und jetzt meine letzte Frage, Herr Rodeck: Sind Sie wirklich Arzt?

    • Ein differenziertes Beschulungssystem, hört sich gut an, kleinere Klassen, bessere Ausstattung. Die übliche Frage: Wer zahlt das? Die Eltern wären sicher sehr froh, wenn unseren Ländern das Thema Bildung etwas Wert wäre. Doch Bildung ist ein Politikum, Fürsorgepflicht und Erziehungspflicht liegt bei den Eltern, Bildungspflicht beim Land. Hier ganz klar, so lange weder die Schulen, noch die Lehrer flächendeckend in der Lage sind die technischen Fertigkeiten für Streamingunterricht zu leisten, für an Präsenzunterricht nichts vorbei. Wenn man eine Schulplattform gefunden hat, Schüler und Lehrer die technischen Möglichkeiten und Fertigkeiten haben, ist ein System im Wechsel denkbar. Aber auch nach 6 Monaten Corona wären viele Schulen im Arbeitsblättermodus. Das ist nicht akzeptabel.

  10. Warum tun „diese Ärzte“ DAS?
    Mal ganz böse spekuliert: Vielleicht werden sie „irgendwie belohnt“… ????????
    Nachtigall, ick hör dir trapsen…!?!?!

    • Belohnen? Es geht um handfeste Interessenpolitik. Die Corona-Krise bedroht die wirtschaftliche Existenz vieler niedergelassener Ärzte. Dazu kommt, dass Ärzte eben auch Eltern sind – und gerne ihr Betreuungsproblem endlich los wären.

      • Da habe ich gleich noch einen Vorschlag:
        Wie wäre es mit Reihentestungen in Schulen?
        Das können die unterbeschäftigten Ärzte sicher übernehmen.
        Schutzmaßnahmen können so bleiben wie sie sind, Abstand braucht es nicht und Masken auch nicht, darauf dürfen die Ärzte beim Test dann auch verzichten. Sie müssen keine Angst vor den Kindern haben, die sind klein, niedlich und beißen nicht, naja meistens.

    • Da ich offenbar falsch verstanden wurde: ich muss es jetzt deutlich sagen, ich meinte, dass die von irgendjemanden möglicherweise für ihre Stellungnahmen bezahlt werden/ wurden…
      Schließlich gibt es nichts, was es nicht gibt …????

  11. Defense,
    es gibt einen großen Bevölkerungsanteil, der nicht so laut ist, aber die Anliegen der besorgten Eltern und Lehrer unterstützt. Das Problem ist doch, dass die Dummen und Zynischen lauter sind. Es müsste mehr Protest von den Lehrerverbänden geben, die Stimmen sind kaum hörbar. Ich wage aber zu behaupten, dass außerhalb der Antiwaxxer und Coronaleugner Blasen, die Mehrheit für sichere Schulen und Kitas ist. Ich lehne den abzusehenden Durchseuchungskurs vollständig ab.

    • Nein, ich glaube das Gegenteil. Die ganz große Mehrheit ist für eine vernünftige Schulöffnung mit Präsenzunterricht, weil Schulen, Länder, Schulämter und auch viele Lehrer für nichts anderes gerüstet sind. Es ist alternativlos. Warum glauben Sie tragen die Menschen Masken? Weil es ein Bußgeld gibt, nicht weil die Menschen davon überzeugt sind. Wieviel Menschen tragen in der Gastronomie und Hotels in Österreich Masken (keine Pflicht)? Niemand. Und der Deutsche reißt sein Häubchen schnell runter und steckt es in die Hosentasche.

  12. „Es macht keinen Unterschied, ob man vor einer Klasse steht, in einem Supermarkt an der Kasse sitzt oder in einer Arztpraxis arbeitet.“

    D. h. im Umkehrschluss könnte man dann doch auch im Supermarkt oder an der Rezeption der Arztpraxis auf Abstände, Plexiglas und Masken verzichten!

    Komme mir langsam vor wie in einer Bananenrepublik.
    Unfassbar wie sorglos hier mit der Gesundheit und dem Leben von SuS und Lehrer*innen experimentiert wird!

  13. Xy:

    Das weiß ich und finde ich toll. Vielen Dank an alle Eltern, die ihre Weitsicht nicht verloren haben und sachlich, objektiv und reflektiert an die Sache herangehen.

    Ich frage mich, warum Lehrerinnen und Lehrer nicht auf die Barrikaden gehen?!

    Auf die Gewerkschaft und die Verbände ist ohnehin kein Verlass.
    Ich weiß Lehrkräfte dürfen nicht streiken, aber welche Mittel gäbe es denn?!

    • Defense, ich bin kein Jurist. Aber ich habe beruflich mit Arbeitsschutz zu tun. Im Bereich Schulen würde ich spontan an Gefährdungsbeurteilung und Bewertung der Fürsorgepflicht denken. Gleichbehandlung ist ein weiteres Stichwort. Wie kann es sein, dass in Firmen und der öffentlichen Verwaltung andere Schutzmaßnahmen gelten als an Schulen?
      Der Bildungsbereich gibt ein zunehmend surreales Bild ab.
      Wenn die Schulen weiter so vorgehen, wird sich keiner mehr an Regeln halten. Wozu weiter Maske tragen oder vorsichtig sein, wenn in Schulen Tausende ohne Schutz Viren verteilen. Es wird zu Infektionen kommen und alle Erfolge, die Deutschland bei der Bekämpfung von Corona hatte, werden zunichte gemacht.

    • Als Lehrkraft allein können Sie Ihren Unterricht nach draußen verlagern, so oft es geht.

      Ansonsten hat der Personalrat z.B. Mitbestimmungspflicht beim Hygienekonzept und kann darauf verweisen, dass Räume nicht genutzt werden dürfen, wenn sie nicht gelüftet werden können.
      oder dass bei einem voll besetztem Raum der Abstand zur Lehrkraft nicht 1,5m betragen kann.

  14. Wenn ich hier so manchen Kommentar lese, so scheinen einige nur sehr begrenzt ihre Informationen den passenden Quellen zu entnehmen.

    Fakt ist: Ca. 1/3 sind Impfgegner, mehrfach Infektion eines Menschen mit Corona wurde bereits nachgewiesen, Hybrid- und Homeschooling brachten Lernerträge und Lernzeiten der Kinder von ca. 50%. Von sozialer Isolation mal ganz zu schweigen.

    Es hat schon seine guten Gründe, warum die deutschen Bundesländer nicht ins Esoterische abfrifften, sondern im Einklang mit 85% der Welt die Schulen wieder ganz öffnen, wenn kein lokaler Coronafall vorliegt.

  15. Und die Gerichte geben auch ihren Segen. Sowohl das Recht auf Einhaltung der Abstandsregel als auch auf Masken wurde abgelehnt. Also Infektionsschutz gleich null. Und dann der Vergleich mit Verkäuferin….

  16. Andere Länder haben deshalb ja auch schon deutlich früher als Deutschland die Schulen wieder richtigerweise geöffnet, weil Daten zum Beispiel aus Island oder Australien, die Schulschließungen als effektives Mittel zur Kontrolle der Pandemie bezweifelt haben.

    Unsere Kinder brauchen die Schule, die Bildung und die Sozialkontakte dort für ihre kindliche, gesunde Entwicklung. Genauso wie die Struktur, die sie ihnen gibt, um nich bis 12.00 Uhr zu schlafen. Das gilt gerade für Kinder aus bildungsfernen Familien.

    Viele Lehrer betonen, dass sie ansonsten zunehmend die Verbindung zu den Kindern verlieren. Die Schulen fehlen ansonsten massiv als Leitinstanzen.

    Deswegen sind wir alle jetzt in der Verantwortung, den Kindern so schnell wie möglich wieder einen regelhaften Schulbesuch zu ermöglichen. Zum Glück sind sich die Kultusministerien da auch völlig einig und haben ein großes Herz für Kinder!

    • Kultusminister haben „ein großes Herz für Kinder“? Ist schon wieder Märchenstunde?

      Wer hindert die Kultusminister denn daran, Kinder aus schwierigen Umfeldern in Corona-gerechten Kleingruppen besonders zu fördern? Stattdessen werden sie in volle Brennpunktschulen gestopft, in denen die Kultusminister den Gesundheitsschutz nicht gewährleisten können und wo nicht als Lehrer ausgebildete Seiteneinsteiger auf sie warten, weil den Kultusministern mit den großen Herzen echte Lehrer für sie zu teuer sind. Und wie wir mittlerweile wissen, sind sozial schwächere Familen samt ihrer Kinder durch Corona-Infektionen besonders bedroht.

      „Ein großes Herz für Kinder…“ Verklebt beim Schreiben eines solchen Schwulsts die Tastatur nicht?

    • Schulöffnung ja. Aber bitte NICHT im normalen Regelbetrieb!

      Weshalb gilt die Abstandsregelung nicht im Klassenraum?
      Weshalb werde Klassen nicht verkleinert, damit Abstände eingehalten werden können?
      Weshalb gibt es überall Plexiglas-Trennwände, nur in Schulen nicht?
      Weshalb soll auf MNS im Klassenraum verzichtet werden, wenn es sonst fast überall unter Androhung von Bußgeld gefordert ist?
      Weshalb erhalten ältere SuS keinen Online-Unterricht, damit Räumlichkeiten für jüngere SuS frei werden?

      Hätten die Kultusministerien ein großes Herz für Kinder, hätten sie diese Maßnahmen schon längst umgesetzt! Denn mit einem Herz für Kinder würden sie die Gesundheit der Kids um jeden Preis schützen! Davon kann bei diesem Experiment aber keine Rede sein!

      • Weil ältere Schüler den Präsenzunterricht genauso brauchen, weil sie den Unterricht für ihre Strukturierung des Tages brauchen. Eine tägliche Strukturierung ist bei Jugendlichen in der Pubertät sehr wichtig.Es ist Die Zeit der Rebellion, der Ablösung von den Eltern. Die Schule UND die tägliche soziale Begegnung ist hier ein wichtiges Gerüst.

        • Ich verstehe gar nicht, warum Jugendliche die Schule zur Strukturierung benötigen.
          Es gibt Wecker und Erziehungsberechtigte.

    • Wenn die Schulen so wichtig sind, müssten dann nicht alle Anstrengungen ergriffen werden, um gerade dort besten Schutz zu ermöglichen?

      Das kann ich nicht erkennen,
      offenbar sind Schulen und Kinder und Bildung dann wohl doch nicht so wichtig.

        • Alle Anstrengungen?
          Verstehen Sie hierunter, dass unter „normalem Regelbetrieb“ bis zu 30 Kinder 5 Stunden lang dicht an dicht in einem Raum sitzen und sich die Aerosole ungehindert verbreiten können.
          Wenn alle Anstrengungen getroffen würden, dann würden die Ministerien die Gesundheit der Mitglieder der Schulgemeinden mit wesentlich mehr Maßnahmen schützen. (Abstand, kleine Gruppen, Wechsel aus Präsenz- und Online-Unterricht etc.)
          Hier beugt man sich lediglich dem Druck der Wirtschaft.
          Mich wundert, dass von Seiten der Eltern, denen die Gesundheit ihrer Kinder am Herzen liegt, kein Aufschrei durchs Land geht.

    • öhm…. Jonas Kruse… Vertue ich mich… Oder ist Australien bereits wieder einen lockdown weiter?

      Island…. Hat die niedrigste Bevölkerungsdichte in Europa… Und dort läuft es grundsätzlich nicht so gesellig ab wie in NRW auf einem Hauptbahnhof…

  17. Jonas, Melbourne befindet sich bereits wieder im Lockdown.
    Israel hat frühe Schulöffnungen als deutlichen Fehler benannt.
    Andere Staaten öffnen mit anderen Voraussetzungen und unter anderen Sicherheitsvorkehrungen. Deutschlands ungesicherte Schulöffnungen werden vom Ausland nicht zu Unrecht als gefährlich deklariert.

    • @Stina
      Hamburger bin ich nicht, deshalb nur zu Nr. 1.
      Das war gestern oder vorgestern schon verlinkt. Ich habe aufgerufen, die Überschrift gelesen und gedacht: Echt? Gegen Schule im Regelbetrieb und gegen Aussetzen der Schulpräsenzpflicht und gegen Angebot von digitalem Unterricht?

      Lese ich die Zeilen des Textes, beschleicht mich zunehmend das Gefühl, dass hier Emotionalität vor Sorgfalt und Klarheit in der Kommunikation stand. Oder dass sich die (wahrscheinlich unerfahrene) Initiatorin keine Hilfe gesucht hat, um das Schreiben aus verschiedenen Perspektiven auf Eindeutigkeit abklopfen zu lassen. Ich dachte, dass Openpetition so etwas als Hilfestellung bei Nachfrage anbietet?
      —————
      * Bereits die durch die Petition Angesprochenen wechseln dreimal.
      * Bei der MNB ist mir z. B. nicht klar: Ist es das Anliegen der Petition die Pflicht zur MNB im Unterricht durchzusetzen? Aus meiner Lehrersicht -> kein Unterricht möglich, da keine hinreichende Kommunikation möglich. Also dann könnten wir auch gleich von Präsenz zu Mailschreiben übergehen.
      So als zwei Beispiele zur Verdeutlichung.

      Ich glaube, nicht die Absicht führt zu so wenig Unterschriften, sondern die Ausführung.
      Und ich bedaure das sehr.

  18. „Die Gefahr, dass Lehrer sich bei ihren Schülern anstecken, ist geringer als beim Einkaufen gehen“, behauptet Dr. med. Wolfgang Kölfen.

    Das finde ich angesichts der Erkenntnisse der letzten Monate über den Ansteckungsweg über Aerosole doch sehr erstaunlich. Im Supermarkt bin ich 15 Minuten. Ich gehe nur kurz an anderen Leuten vorbei, die i. d. R. auch nicht länger als 15-30 Minuten beim Einkaufen sind. In der Klasse bin ich mehrere Stunden täglich, und nicht nur in einer…! Diese Aussage wirkt auf mich sehr polemisch und unprofessionell.

  19. Neben all den, sonst überall üblichen, den Schulen aber verweigerten Schutzmaßnahmen, die auch hier bereits des Öfteren genannt wurden, wie etwa Plexiglas, Abstand und Masken gibt es in Schule eine weitere Besonderheit, die die ganze Geschichte der Kinderärzte und von anderen, die immer die gleichen Vergleiche ziehen (Supermarkt, Arztpraxis, etc…), sachlich als grundfalsch entlarven:

    Der Faktor ZEIT

    Ja, es gehen viele verschiedene Menschen einkaufen und kommen so mit Supermarktkassierern in Kontakt. Doch wie lange dauert dieser Kontakt? 3-5 Minuten erscheint mir teils schon viel. 3-5 Minuten begegne ich als Kassierer/-in einem Kunden, der mir dann noch hinter einer dicken Plexiglaswand (muss man ja eigentlich schon sagen) und auf Abstand mit einer verpflichtenden Maske gegenübersteht. Danach verlässt der Kunde den sehr großen Raum Supermarkt wieder.

    Wir Lehrer/-innen befinden uns jedoch in einem, für die Personenanzahl zu kleinen, Raum mit 30 Kindern oder Jugendlichen, die keine Maske tragen, deren Abstand zueinander ca. 20 Zentimeter beträgt, und das für (Bsp. Doppelstunde) 90 Minuten!!! Das Schutzkonzept des Arbeitgebers. Lüften Sie einfach paar Mal, dann langt das… Nur komisch, sonst langt das nirgendwo.

    Nach dem 90-Minuten Kontakt mit 30 aus verschiedensten Regionen kommenden Kontakten (die im Übrigen am nächsten Tag für weitere stundenlange Kontakte wiederkommen, nicht wie der Supermarktkunde oder der Patient), geht man dann zur nächsten Gruppe und verweilt wieder mit 30 Mann/Frau in einem Raum ohne Maske und Abstand für mindestens 45 Minuten.

    Solche Kontaktzeiten hat niemand an einer Kasse, hat niemand in einer Praxis und hat niemand in diesen Einrichtungen ohne AHA-Schutzmaßnahmen.

    Hinzu kommt, dass die Kinder und Jugendlichen noch gefährlicher sind und nicht etwa ungefährlicher als die Erwachsenen. Ein erkrankter Erwachsener mit Symptomen, geht nicht unbedingt einkaufen und daher krank in den Markt. Aber ein, da symptomlos, unbefangener Jugendlicher kommt jeden Tag wieder in die Schule und das womöglich eine Woche lang in einem Stadium höchster Infektiösität. Dabei braucht er zu Mitschülern keinen Abstand einzuhalten (in der Klasse) und hat stundenlange Kontaktdauern.

    Das sind nur die ersten Ansätze, man könnte es weiter fortführen, aber bereits hier muss doch jedem mit gesundem Menschenverstand einleuchten, dass gerade Schule (v.a. ohne AHA-Regeln) eine ganz andere Nummer sind als der Kurzkontakt mit Maske und Abstand in Supermärkten, etc.

    Die Motivation der „Ärzte“ kann ich daher nicht nachvollziehen. Dazu finde ich es reichlich arrogant, dass sie sich anmaßen einer anderen Berufsgruppe erklären zu wollen und welchen Bedingungen sie zu arbeiten haben. Lehrer sagen ja auch nicht, was sie von Kinderärzten erwarten.

    Dazu verstehe ich auch nicht, warum die Verbände so leise sind. Ich würde z.B. vom Philologenverband (auf Bundesebene) klare Kritik und Forderungen erwarten. Aber naja…

    Gut, dass ich einen Posten FFP2-Masken, die ja eigentlich für Ärzte usw. vorgesehen sein sollten, ergattern konnte mit dem ich ganztägig unterrichten (und das Tragen der Maske überleben) werde.

  20. Die Verbände sind leise, weil sie die Wünsche der Lehrer vertreten (sollen) und bei denen liegen die Mehrheitsverhältnisse klar anders als hier bei der Diskussion. Die Lehrer wollen zu 90% ihre Klassen zurück.

    Durch Impfgegner und Mehrfacherkrankungen einer Person wird Corona auch die nächsten Jahre vermutlich nicht verschwinden. Da zu fordern, dass Hybrid-Beschulung jeden zweiten Tag oder gar Homeschooling jahrelang einspringen sollen, zeugt von ganz wenig Weitsicht und keinem Herz für Kinder.

    Ich merke hier auch klar, dass einige Gegner der Schulöffnungen aggressiver werden, weil ihnen die Argumente ausgehen. Schade!

    • Sind Sie ein Bot des NRW-Schulministeriums, oder warum lesen Sie Beiträge nicht, zu denen Sie Kommentare absondern? In dem Bericht oben findet jeder, der der Informationsaufnahme einigermaßen kundig ist, genug Argumente gegen Schulöffnungen ohne adäquate Schutzmaßnahmen.

      • Ich kann Jonas Kruse nur Recht geben, es wollen 90% der Lehrer unterrichten. Bei der Gruppe Eltern und Schüler werden es fast 100% sein, ganz tiefes Bedauern herrscht bei Eltern mit Übergangskindern, dass die Kennenlernfreizeiten der Klassen 5 gestrichen wurden.

        • Und Ihre Zahlen nehmen Sie woher?
          Das sind doch alles leere Behauptungen!

          Ich bin mir sicher, dass Lehrkräfte gerne den Arbeitsschutz umgesetzt sehen wollen, wenn sie unterrichten gehen.

          Davon abgesehen wünschen sich Lehrkräfte und Eltern gut ausgestattete Schulen, kleine Klassen, gute Betreuungsmöglichkeiten…
          Fangen wir doch mal damit an, das umzusetzen!

          • Kleine Klassen, mehr Lehrer, bessere Finanzierung der Schulen etc….etc…..das wünschen sich Eltern und Lehrer seit Jahrzehnten und bekommen es nicht. Und nun? Ist Corona jetzt der Grund, dass man die Verantwortung der Bildungsmisere auf Eltern und Schüler abwälzt? Nein, so läuft es auch nicht. Und jeder Lehrer, der in den letzten 30 Jahren studiert hat, hat dies im Angesicht großer Klassen und kleiner Räume getan.

          • Ist Corona der Grund, dass man das alles auf den Rücken der Lehrkräfte abwälzt?

            Ich finde, auf deren Rücken ist kein Platz mehr, sie tragen schon die Mehrarbeit, die Inklusion und den Lehrkräftemangel täglich durch nicht arbeitsschutzgerechte Arbeitsstätten.

    • Herz für Kinder – gerade deswegen sollte alles unternommen werden, die Gesundheit dieser zu schützen. Und wie das gehen könnte und welche weiteren Maßnahmen unbedingt notwendig sind, zeigt der Artikel sehr gut auf! Man müsste ihn halt auch lesen …

    • Jonas Kruse, die überzeugenden Argumente liegen auf der Seite der Schulöffnungsgegner. Eindeutig. Wer seine Kinder und Familie liebt, wird sie nicht in ungeschützte Schulen senden wollen!
      Wer wissenschaftliche Studien einordnen kann, ahnt, dass Regelbeschulung ohne effektiven Schutz zu Infektionen mit möglichen Spätfolgen führen wird. Wer das in Kauf nimmt, soll ehrlich sagen, dass er Kinder und Personal als Laborratten sieht.
      Es geht nicht um Liebe oder Bildung, es ist ein knallhartes Experiment, dass von der Wirtschaftslobby gefordert wurde.
      Würde man Kinder lieben und sein Personal wertschätzen, hätte man sehr viel Geld in Sicherheit und Digitalstruktur investiert.
      Man hofft, dass die Lehrer die Prügel für die Ist- Situation einstecken. Die tatsächlich Verantwortlichen sitzen in ihren Büros und erwarten weiter Motivation und freiwillige Gesundheitsgefährdung von den Lehrern, die in Medien und von Politikern wie Prien nur gebasht werden.

      • Es wird alle treffen, die einen früher, die anderen später.
        Und die Starken werden ohne Schaden überleben.
        Das ist Evolution?

        • Osman
          Es wird alle treffen, die einen früher, die anderen später.
          Und die Starken werden ohne Schaden überleben.
          Das ist Evolution?

          ————–
          Wer früher stirbt ist länger tot……….?

          • 99,5% werden nicht an Corona sterben.
            Die Schwachen würden an der nächsten Grippe sterben, wenn sie nicht an Corona sterben.

            Natürlich ist es menschenverachtend, wenn auf allen Behörden bestmögliche Sicherheitsmaßnahmen ergriffen werden, an den Schulen jedoch nicht.
            Natürlich ist es menschenverachtend, alte und junge Lehrer in diese überbelegten und finanziell unterversorgten Klassen und Schulen zu schicken.
            Natürlich ist es menschenverachtend, das Virus über die Schulen zu verbreiten und die Großeltern über die infektiösen Kinder anzustecken.
            Natürlich ist es menschenverachtend, Menschen mit Risikoerkrankungen oder hohem Alter auf diese Weise aus dem Kranken- und Rentenversicherungssystem zu entfernen.

            Aber macht es Sinn, aus Corona-Angst nicht mehr richtig zu leben?

            Ist Kurzarbeit gut?

            Ist der Untergang der Wirtschaft gut?

    • Jonas Kruse
      Die Argumente gehen nicht aus…..Sie nehmen sie nur billigend in Kauf und damit die die Gefährdung der Gesundheit der BETROFFENEN.

      Was sehen Sie hier?…was Sie in deutschen Schulen nicht sehen!
      Weshalb sind die dazu in der Lage und wir nicht? Dort scheint die Gesundheit der Kinder den Politikern am Herzen zu liegen…..wenn wir schon wie Sie, emotional die Diskussion befeuern, dann spiele ich den Ball zurück. Hätten die Verantwortlichen ein Herz für Kinder, müssten doch die gleichen Schutzrahmen geschaffen werden, wie dort an den Schulen…hier schickt man alle in den Regelschulbetrieb….wie herzlos.

      So sieht der Alltag einer Schule in Thailand in Corona-Zeiten aus
      https://www.rnd.de/gesundheit/thailand-strikte-hygieneregeln-schulkinder-lernen-mit-maske-hinter-spuckschutz-KG7Z7LESIBDRLHJ3BZ4H6I4OIY.html?utm_medium=Social&utm_source=Facebook#Echobox=1597087734

      Ganz davon abgesehen, dass ich sowieso finde, dass in einer Pandemie Gesundheitsschutz vorgehen sollte. Zumal wenn man nicht seriös die Langzeitfolgen einschätzen kann.

  21. Wo sollen die armen Kinderärzte finanziell denn bleiben, wenn man Kindern und Jugendlichen die Gelegenheit nimmt, sich in Kita und Schule mit allen möglichen Krankheiten (nicht nur Covid-19) anzustecken? Die Kinder sind seit dem Shutdown leider so saumäßig gesund, das ist finanziell für Kinderärzte sicher geradezu bedrohlich.

    Die Kultusminister lassen sich also von Menschen „beraten“, die ein finanzielles Interesse an kranken Kindern und Jugendlichen haben.

    Tja, wenn das kein Interessenkonflikt ist, dann können Rechtsanwälte in Zukunft ja auch ihre Mandanten und gleichzeitig auch noch die gegnerische Seite vertreten….oder fragt doch mal den Theaterdirektor, ob man Theater wieder „normal“ öffnen sollte….das Ergebnis der Befragung ist sicher genauso überraschend wie das Geschwätz der Ärzte, deren Geschäftsmodell es ist, kranke Kinder zu behandeln.

    Natürlich ist es ehrenhaft, Kinderarzt zu sein und kranke Kinder zu behandeln (und möglichst zu heilen). Man sollte aber nicht vor lauter unterstellter Ehrenhaftigkeit deren handfestes finanzielles Interesse an kranken Kindern aus den Augen verlieren. Von der „Ehre“ alleine finanziert man nämlich keine Praxisräume, kein Praxispersonal und auch kein eigenes Leben.

    • Also mag sein, dass die Kinder in Schul und Kitaschließungen extrem gesund waren. Da nun hier gewisse Schreiber behaupten, dass die Kinderärzte dann nichts mehr zu tun haben, stelle ich fest, dass das hier mächtig über das Ziel hinaus schießt.
      1. Kinderärzte behandeln auch andere Dinge außer Erkältungen.
      2. Müssten sie Kinder immer isolieren, auch in der Freizeit, um sie vor jeder Erkältung zu schützen.
      Als Kita und Schule öffneten kam es zu einer regelrechten Erkätungsepidemie….siege hierzu den Bericht aus einer Friedrichshafener Kita, bei der fast alle Kinder gleichzeitig Fieber, Husten und Schnupfen bekamen. Auch an unserer Schule waren immer wieder Kinder zwecks Erkältung krank.
      Bitte auch zwecks corona und Kinder ein wenig in der Realität bleiben. Laut RKI starben bis heute 3 Kinder unter 20 Jahren. Wie viele Kinder bis 20 Jahren starben im letzten halben Jahr an anderen Dingen? Das soziale Leben findet ganz normal wieder statt, Vereine, treffen mit Freunden, treffen mit Oma und Opa…..zum sozialen Leben der Kinder und Jugendlichen gehört nun mal die Schule. Glauben Sie wirklich Großeltern oder Eltern mit Vorerkrankungen wollen, dass sich ihr Kind bis auf weiteres mit niemand trifft oder zur Schule geht? Auch ein Kind hat ein Recht auf ein soziales Leben.

      • Glauben Sie wirklich Großeltern oder Eltern mit Vorerkrankungen wollen, dass sich ihr Kind bis auf weiteres mit niemand trifft oder zur Schule geht?
        Gerhard Schoettke,
        glauben Sie wirklich Kinder wollen daran Schuld sein, dass sie ihre vorerkrankten Groß-/Eltern infizieren und diese dann womöglich schwer erkranken oder im schlimmsten Fall sterben!?

  22. Wenn man der Argumentation der Kinderärzte folgt, können wir doch ab sofort jegliche Infektionsschutz-und Pandemieeindämmu gsmaßnahmen in allen Bereichen unterlassen. „Allgemeines Lebensrisiko“ eben. Die Coronaleugner und Maskenverweigerer wird es freuen.

  23. @ Bernd

    Wenn die Jungen meiner Klasse gleich ihr Fußballspiel beendet haben, fahren Sie noch zu den Mädchen an den überfüllten Badesee.

    Ich wiederhole mich da für dich gerne: Du forderst den klaren Bruch zwischen Vormittag und Nachmittag aufgrund der Erkenntnisse weniger Studien, dass Schüler vormittags in der Schule ebenfalls Corona verbreiten. Dabei widerspricht dir doch eigentlich gar keiner! Auch der „Bot“ widerspricht dir nicht.

    90% der Lehrer, viele Ärzte und die Kultusminister haben aber zum Glück das besagte Herz für Kinder und ihre altersgemäßen Bedürfnisse.

    • Wo fordere ich einen „klaren Bruch zwischen Vormittag und Nachmittag“? Ich habe meines Wissen hier noch gar nichts gefordert. Sie lesen also offenbar nicht nur die Beiträge nicht, die Sie kommentieren – Sie lesen auch die Kommentare nicht, zu denen Sie Ihren Senf abgeben. Aber wenn wir schon mal dabei sind: Maskenpflicht und Abstandsregel gelten selbstverständlich in der Öffentlichkeit – nur in der Schule nicht. Ich wäre da schon für ein einheitliches Vorgehen und zwar entsprechend der Erkenntnisse der Fachwissenschaften aka Gesellschaft für Virologie. Außerdem fordere ich, von fremden Leuten, so durchgeknallt sie auch sein mögen, nicht geduzt zu werden.

      Von welchem Planeten sind Sie, wo „Kultusminister das besagte Herz für Kinder und ihre altersgemäßen Bedürfnisse“ haben?

    • Ich behaupte, 90% der Lehrer haben Angst vor überfüllten Klassen in Combi mit Corona!
      Nun ja, einfach mal behaupten kann man alles, Herr Kruse!

      • Nee, alle Lehrkräfte haben die Erkenntnis, dass die Klassen seit Jahren zu groß sind und entsprechende Forderungen gestellt.
        Die einen hat es nicht interessiert, die anderen kamen mit der ewig alten Leier, sie seien früher (in den 60ern) 45 Kinder in einem Klassenraum gewesen …

        Die wenigen Eltern, die das ebenfalls thematisiert haben, wurden müde belächelt oder zu Helicoptern erklärt. Dem Thema wurde so jeglicher Druck genommen und die KMK musste sich gar nicht erst damit befassen, zumal an der Schwarzen Null nicht gerüttelt werden durfte. Dem ohnehin kaputt gesparten Schulsystem wurden zur Bankenrettung dann noch einmal über Jahre Mittel gestrichen. Dass es nicht kollabierte ist allenfalls den Kollegien und Schulleitungen aber in keinem Fall örtlichen Politikern oder Landespolitikern zu verdanken. Es ist wie zu allen Zeiten auch heute unter Corona das postulierte Ziel, erstens die Schule offen und zweitens die Klappe geschlossen zu halten.

        Es hat vermutlich Gründe, warum Schulleitungen von der Schulleiterdienstbesprechung als „Befehlsempfang“ sprechen.

    • Sie behaupten, den Gegnern der Schulöffnung gingen die Argumente aus
      und gleichzeitig verweisen sie auf „ein Herz für Kinder“?

      • Jonas Kruse, warum ignorieren Sie, dass es den Kliniken innerhalb von nur 6 Monaten mit Heparinisierung, Remdesivir und m.E. auch einem Cortisonpräparat schon gelungen ist, in einige Krankheitsverläufe abmildernd einzugreifen? Wer behauptet denn, dass der Erkenntnisgewinn in der nächsten Zeit nicht so weit fortschreitet, dass gute Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen? Daher kann ich die Schwarzmalerei von jahrelangen schulischen Sonderbetrieb genau so wenig, wie das Risikovorhaben Regelbetrieb zum jetzigen Zeitpunkt nachvollziehen.
        Ob Ärzte sich ihre vollen Wartezimmer oder einige Lehrer sich ihre vollen Klassen zurückwünschen, ist letztendlich egal, denn es geht um Infektionsschutz für alle und um das Kindeswohl. Und das ist meist doch sehr abhängig von dem Wohl der Eltern. Daher darf es nicht sein, dass Kinder ihre Risikoeltern u.U. schwer infizieren oder diese durch Halligalli-Schulöffnungen von anderer Seite infiziert werden.
        Seit Monaten fordern die Lehrer- und Elternverbände die Kultusminister auf, gemeinsam an Lösungen zu arbeiten. Als Mutter frage ich mich schon lange, warum die Beteiligten abgewiesen wurden und anstatt dieser Ärzteverbände derart undifferenziert, aber sehr massiv, Einfluss auf Schule und Kita nehmen. Als die Pandemie auf die Kliniken zurollte, haben da die Labormitarbeiter und die Klinikseelsorger den Intensivmedizinern erklärt wie sie zu arbeiten haben? Selbstverständlich ohne ausreichenden Gesundheitsschutz. Schüler, Pädagogen und ihre Angehörigen sind keine Menschen zweiter Klasse über deren Köpfe hinweg in Gutsherrenart entschieden werden darf. Jonas Kruse, finden Sie selber die Ereignisse der letzten Monate nicht sehr seltsam?

        • In der Klinik und in den Pflegeheimen gab es nicht genügend Gesundheitsschutz, ein Versäumnis der Politik, die das Thema Pandemievorsorge nicht so eng gesehen hat. Auf Intensivstationen stand pro Tag nur eine FFP Maske zur Verfügung, es gab zu wenig. Die Intensivschwestern haben ihre Kleidung zum Teil bei Patientenwechsel nicht wechseln können. In Pflegeheimen stehen heute dem Personal nur Communitymasken zur Verfügung. Auch in der mobilen Versorgung. Hier ist übrigens kein Abstand möglich und diese Menschen sind länger miteinander zusammen, als der Unterricht dauert. In vielen Behindertenheimen können Fenster nicht geöffnet werden.

    • Genau diese Jungen und Mädchen sind dann die Gefahr, das Virus eventuell von außen in die Schulen zu tragen! Dazu kenne ich nur ein Wort: verantwortungslos!

    • Genau nur ist der besagte Badesee bei meinen Jungs das Freibad, in dem die Kumpels warten und Abends geht es zum Waldrand – an schönen Abenden. Früher war der Treffpunkt an der Dorfkneipe, aber da hier der Nachbar als Sheriff fungiert, hat der Wirt weniger Umsätze.

  24. Zum Glück haben wir beim Herz für Kinder und Jugendliche, mit Gespür für deren sozialen und entwicklungsbedingten Bedürfnisse 90% der Welt, der Kollegien, viele Ärzte und alle Kultusministerin Deutschlands hinter uns und können Bezeichnungen wie „abgedreht“ schmunzelnd wegstecken.

    Zum Glück geht morgen NRW mit der besten aller schlechten Lösungen unbeirrt an den Start und lässt sich dabei auch nicht unberechtigt in die Ecke der Coronaleugner stellen.

    @ Bernd

    Einfach mal irgendein beliebiges Schulkinder fragen, was es gerne möchte. Dann diskutieren wir weiter. 99% wollen einfach nur ihre Klasse.

    • „Einfach mal irgendein beliebiges Schulkinder fragen, was es gerne möchte.“

      Das ist ja mal eine tolle Idee. Wir lassen einfach die Kinder über Corona abstimmen. Wer ist dafür – wer dagegen? Top. Eine deutliche Mehrheit hat Corona abgewählt, und das Virus trollt sich nach Island.

      Als nächstes stimmen wir dann über Lehrer ab: Wer ist dafür – wer dagegen? Dann über Fernsehverbot, Süßigkeiten für alle, Steuern, Gemüse, das Aufstehen morgens…

        • Lohnt – „Jonas Kruse“ ist mir wurscht. Es geht um die Mitleser, die sich selbst ein Urteil über die Qualität der Argumente machen sollen. Dazu gehört es hin und wieder schon, Idiotie als solche kenntlich zu machen.

    • Zitat: „Einfach mal irgendein beliebiges Schulkinder fragen, was es gerne möchte. Dann diskutieren wir weiter. 99% wollen einfach nur ihre Klasse.“

      Kleiner Bericht aus der Praxis, den Sie vermutlich nicht ertragen oder als Quatsch abtun werden:

      Genau diese Frage habe ich mit meiner Klasse (eine 8), in anderen von mir unterrichteten Klassen und all meinen Oberstufenkursen (LKs kurz vorm Abi, GKs, …) in der Präsenzbeschulung kurz vor den Ferien erörtert.

      Ich hatte dabei auch erwartet, da Leute wie Sie „mit Herz für Kinder“, ständig behaupten, die Kinder litten wie die Hunde unter der Situation und wollten endlich wieder Schule, dass entsprechende Berichte und Wünsche geäußert werden.

      Was waren aber die tatsächlichen Antworten, nahezu unisono? Sie lauteten z.B.: „War cool ohne zur Schule zu müssen, hätte ruhig noch länger dauern können.“, „Och, die eine oder andere Woche hätte es ruhig noch gehen können.“, „Wir wissen gar nicht wo das Problem liegt, wir leiden doch nicht“, „Ich konnte mich zu Hause oft besser konzentrieren“ oder aber sogar, und das hören viele nun bestimmt nicht gern, „war voll schön, wir haben viel zusammen als Familie gemacht.“

      Das Beste war aber noch: „Wir fanden die Zeit mit dem wechselnden Wochenunterricht super! Es war so schön in den kleineren Klassen. Wir konnten viel besser lernen.“

      Ich, aus der Praxis, finde das sagt mehr als zig Pädagogenstudien…. Kleine Klassen sind eine Forderung, die bereits seit Jahrzehnten nicht umgesetzt wird. Selbst die Kinder kapieren sofort was das bringt ohne tolle Metastudien dazu… Viele sind im Übrigen auch heilfroh über mehr Frontalunterricht… nur so nebenbei, da auch so eine Lüge, dass es schlecht wäre, nur weil veraltet…

      Und lieber Herr Kruse und andere: Die Mär von den Entwicklungsstörungen der Kinder können Sie jemand anderem erzählen. Ein Mensch kann sich nicht vernünftig entwickeln, wenn er mal ein paar Monate keine Schule hat?… Ich bitte Sie… Dann müsste man Familien am Besten auch noch verbieten, da die Kinder scheinbar in deren Obhut regelrecht verkümmern….

      • @ Thomas Schulz
        Exakt! Als ich meine 4. Klasse ,die 2 Wochen vor den hessischen Sommerferien in den „Regel- Unterricht“ zurück sollte, im Video Chat fragte, wer sich denn auf die Schule freute, haben sich von 18 SuS ( welch ein Luxus, Gott sei Dank) gerade Mal 3 gemeldet.Die Argumente der restlichen 15 Kinder waren übrigens sinngemäß die gleichen wie bei Ihnen in der 8. Klasse!

        • @ Thomas Schulz : Auch meine Erfahrung als Mutter. Die Kinder haben nicht gelitten, sondern die Ruhe ohne Störer und Nerver genossen. Mit den anderen lernwilligen Kindern hat sogar mein 12-jähriger Sohn selbständig Lerngruppen gegründet. So konnte ich dann hören, wie Englisch z.B. nochmal gemeinsam nachgearbeitet wurde. Auch eine Chance für die Kinder, die sonst von den Lauten untergebuttert werden. Auf solche Sozialkompetenz kann ich gut verzichten. Das treibt doch die Leute auch zur Privatschule. Was ich mir nur gewünscht hätte, wäre eine bessere Rücksprache der Lehrer mit den Kindern, ob sich das Wissen auch vertieft hat. Die Zeiteinteilung hat es auch möglich gemacht, Zeit besser auf Fächer aufzuteilen.

    • Avl äh Jonas Kruse:ich würde gerne auch wieder in ein Konzert oder Fussball Stadion…. Kinder überblicken derzeit nicht das Ausmaß der Fragen, die man sich stellen sollte.
      Das tun ja noch nicht mal Erwachsene…
      Wenn in den Schulen alle Maßnahmen des Arbeitsschutzes hinfällig werden, dann ist es eine legitime Forderung das gesamte öffentliche Leben wieder fewi zu stellen ohne home Office für speziell sie und ihre Kollegen aus dem Ministerium.

  25. Meine Freundin, Praxisleiterin bei einem Kinderarzt, musste 2 Wochen nach den Schulschließungen in Kurzarbeit gehen. Inzwischen ist es mehr als unsicher, ob die Praxis nicht ganz schließen muss. Aber zum Glück fängt die Schule jetzt ja im Regelbetrieb wieder an.
    Ein Schelm, wer Böses dabei denkt….

  26. Es gibt nicht wenige Familien, in denen beide Elternteile berufstätig sind. Nicht alle Eltern wollen einfach nur ihre Kinder loswerden. Und bei aller berechtigten Sorge um die Schulsituation frage ich mich aber auch: Was ist mit den Kellnern und Kellnerinnen in den Gaststätten? Die bedienen den ganzen Tag lang Gäste, die vor ihnen am Tisch sitzen und essen. Ohne Mundschutz. Evtl. kann man ja als Lehrer auch Mundschutz tragen, so wie die Kellner? Ich muss es in meiner Arbeit auch machen, da ich mit Kindern arbeite und deshalb bei mir auch kein Homeoffice möglich ist. Und ich weiß, dass es anstrengend werden kann. Aber es ist ein Schutz.

  27. Ich bin auch bestürzt, das der Arbeitsschutz in den Schulen so vernachlässigt wird. Ich bin in einer Ganztagsschule nachmittags beschäftigt und weiß immer noch nicht, wie ich den Arbeitstag angehen soll. Ich bin ganz ehrlich, am liebsten möchte ich nicht mehr arbeiten gehen. Fühle mich echt verschaukelt und mit meinen Ängsten und Sorgen alleine gelassen. Meine Kinder sind erwachsen, aber in dieser Situation hätte ich sie niemals so ungeschützt in die Schule gelassen. Weil die Verantwortung für seine Kinder trägt man selbst. Und für die Betreuung meiner Kinder habe ich schon mehrere Arbeitsstellen aufgeben müssen. Aber das waren mir meine Kinder trotz finanzieller Einbußen immer Wert.

  28. Einfach mal das tun , wofür wir bezahlt werden ,denke ich .

    Ich stehe als Lehrkraft in meiner Gemeinschaftsschule mit einer ‚Handvoll‘ anderen Kollegen ziemlich doof da.
    Leider .
    Wir wollen unterrichten , wir haben Masken und die Kinder wollen unterrichtet werden .

    Leider ist der größte Teil meiner Kollegen anderer Meinung.
    Ist aktuell nicht schön , was sich da unter den Kollegen abspielt .
    Ich bin übrigens 54 Jahre und habe
    es nur ab und an mit den Bronchien.

    Deswegen , warum trägt Ihr keine Maske ?
    Wo ist das Problem ?

    Wie ist denn die Aussenwirkung langsam die entsteht ?
    Andere müssen auch arbeiten , vom medizinischen Bereich mal ganz zu schweigen.

    Tragt eine Maske !

    • Wäre schön, wenn es Masken gäbe, mit denen man unterrichten und die Aerosole abwehren könnte. Gegen die helfen nämlich nur ffp3- Masken, und mit denen 6 Stunden Unterricht, Fremdsprachen….

    • Einfach mal das bekommen, was einem laut Arbeits- und Gesundheitsschutz zusteht.

      Ohne das Recht erneut bei Gericht einklagen zu müssen.
      Ohne darauf hinweisen zu müssen.
      Ohne sich vor anderen Berufsgruppen dafür rechtfertigen zu müssen.

      Andere nehmen diesen Schutz doch auch für sich in Anspruch.

      Ist seit Jahren nicht schön, was sich da in der Politik und in der Gesellschaft in Hinsicht auf Bildung abspielt.

      Die Außenwirkung ist längst, dass unter diesen Bedingungen viel zu wenige den Beruf der Lehrkraft ergreifen möchten,
      dennoch erwartet jeder, dass auch bei 70% Unterrichtsversorgung 120% erteilt wird.

    • Ich kann Ihnen da zustimmen.

      Auch ich ( 2 Jahre ) bis zur Rente habe meine Klassen und ich freue mich darauf wieder unterrichten zu dürfen.
      Mit Maske , wie bei anderen Berufszweigen auch .
      Ist nicht schön, aber es ist
      nun mal so.

      Es entsteht langsam der Eindruck ,das WIR als Lehrkräfte nach außen uns ,als etwas sehen , das unantastbar ist .
      Dem ist nicht so .

      Wir haben es gut !

      Wir verdienen gutes Geld und haben ,wenn man gut strukturiert ist ,unfassbar viel Freizeit .

      Obendrein bekommen wir auch eine tolle Pension später, das können viele gar nicht erreichen !

      An meinem Gymnasium ist die Stimmung auch gespalten , es gibt die die Zeit zu Hause missen und via IT alles gemacht haben und andere waren fein raus und hatten so gut wie frei die letzten Monate.
      Was wollt Ihr denn noch ?

      Wir sind damals angefangen ,um Kindern etwas beizubringen und nun diskutieren wir uns hier um den Verstand .

      Wo um Himmels Willen soll eine solche Diskussion enden ?

      Es können doch nicht alle so arbeitsfaul sein und sich in die nächsten Ferien retten wollen !

      Absolutes Unverständnis .

      Das ist ziemlich peinlich langsam und zurecht entsteht in der Gesellschaft der Eindruck ,das der Beruf des Lehrers nicht mehr so wahrgenommen wird , wie er einmal an Ansehen hatte .

      Reißt Euch zusammen .

      Die Politik schaut sich das sicher nicht lange an und leider auch zurecht.

      • Unglaublich.
        Die viele Freizeit, die Sie irgendwo finden wollen, kann ich nicht entdecken. Bin ich deshalb schlecht organisiert?

        Könnte daran liegen, dass man an kleinen Schulen alles mit ein paar Leuten stemmt. Da zieht sich auch niemand raus, weil er irgendwelche Fächer hätte. Wir haben alle viele Fächer und alle eine Klassenleitung und alle weitere Aufgaben, die auch während einer Pandemie nicht ruhen, schon gar nicht, wenn man gemeinsam digitale Möglichkeiten eruiert und implementiert. Andere haben unfassbar viele Korrekturen im Homeoffice übernommen.

        Wenn Lehrkräfte „über“ sind, hätten sie sich ja für weitere Aufgaben zur Verfügung stellen können, an der eigenen oder an umliegenden Schulen. Es gab mehr als genug Arbeit!

        Ich bin mir sicher, dass etliche schon vor der Pandemie die Not der Schulen verstanden hatten, diese nun aber noch deutlicher wurde.

    • Ep, ich gehe davon aus, dass alle Lehrer unterrichten wollen. Die Klügeren unter ihnen bestehen aber auf Infektionsschutz, da die leuchtenden Kinderaugen oder das Fleißsternchen beim Schulleiter auf der Intensivstation bedeutungslos werden.
      Masken schützen in diesem Kontext nur begrenzt, sie benötigen etwa 3 FFP3 Masken pro Schultag.
      Im Normalfall ist dafür der AG zuständig.
      Sie sollten sich lieber mit den sehr berechtigten Forderungen ihrer Kollegen solidarisieren und nicht ohne Maske die ihnen anvertrauten Kinder gefährden!

    • Wo das Problem ist?? Sämtliche Landesregierungen ignorieren fröhlich die geltende Arbeitsschutzverordnung – das ist das Problem! Überall bekommt man zu hören, dass Abstand halten die wichtigste Maßnahme überhaupt ist, aber für Lehrer ( Erzieher, KiTa-Mitarbeiter) gilt das auf einmal nicht mehr. Hoffe nur, das Virus weiß das auch!
      Im übrigen habe ich gerade auf einem Nachrichtenportal gelesen, dass der Ärztepräsident meint, bei Abstandskonzepten seien die Schulen schlecht vorbereitet. Häh? Hab ich irgendwas verpasst??

  29. Leser, 11.Aug., 20:03 Uhr
    Genau wie Sie arbeite ich im Nachmittagsbereich einer Ganztagsschule.
    Genau wie Sie weiß ich noch nicht, wie ich ggf. einen Schulnachmittag mit AGen gestalten soll, ohne permanent das Gefühl zu haben, ungeschützt zu sein.
    Genau wie Ihre Kinder ist auch mein Sohn inzwischen erwachsen, ich hätte jedoch seinerzeit ebenfalls große Bedenken gehabt, ihn in dieser Pandemie unter den gegebenen Bedingungen in die Schule zu schicken.
    Genau wie Sie, fühle ich mich verschaukelt und alleingelassen und überlege, mir einen anderes Beschäftigungsfeld zu suchen.
    Und genau wie Sie habe ich als Alleinerziehende meine Arbeitsstellen teilweise der Bedarfslage meines Sohnes anpassen müssen, auch für ein geringeres bzw. sehr knappes Einkommen……
    Die meisten Schüler unserer Schule wünschen sich übrigens weiterhin Unterricht in halber Klassenstärke, weil es ihrer Ansicht nach leiser sei, sie sich deshalb besser konzentrieren könnten und mehr Aufmerksamkeit von den LehrerInnen bekämen.

  30. EP: Ich habe in meinem Freundeskreis mehrere Lehrer in verschiedenen Schulformen.
    Ist aktuell nicht schön, was sich in den Kollegien abspielt:
    Diejenigen, die Zweifel an den vorgegebenen “ Schutzmaßnahmen haben, stehen ganz schön doof da und werden von einigen KollegInnen unter Druck gesetzt oder beleidigt.
    Eine Freundin mit einem krebskranken Mann zu Hause ( sie seit 38 Jahren im Schuldienst) wurde zynisch gefragt, wann sie denn dann in Rente gehen wolle; sollte sie ja dann vielleicht sofort machen…
    Empathie ist was anderes…
    Es geht hier NICHT darum, Kinder NICHT beschulen zu wollen….. es scheint sehr schwierig zu sein, es zu begreifen!!!!

  31. Zum Glück müssen wir hier wöchentlich über weniger Bundesländer diskutieren, da ja nun auch NRW im Sinne der Kinder, Eltern und mindestens der Hälfte aller Studien mit ganzen Klassen am Start ist.

    Die Älteren werden sich erinnern, dass es dort bereits vor den Ferien für Grundschüler so war ….. und, ja, genau ……… die Zahlen blieben stabil.

    Und dann enden auch die teils verrückten Vorschläge hier hoffentlich, wie u.a. kleine Klassen in Zeiten des Lehrermangels, Unterricht am Nachmittag ohne Schulbusse und während des Fußballtrainings, Homeschooling für 2-3 Jahre bis Epedemieende bei erwiesenen 50% Ertrag und oft fehlender Ausstattung, Hybridbeschulubgslob trotz vieler Schüler selbst an Gymnasien im relaxten Dauerurlaubsmodus usw.

    Mit dem Ort „Zuhause“ verbinden deutsche Schüler eben weder konzentriertes Lernen noch eine Tagesstruktur, sondern Playstationmarathon, Pflegepferd und Ausschlafen.

    Lediglich drei Sozialisationsgruppen (vier mit der Kirche) haben die Kids: Familie, Schule, Sport/Hobbyteam. Eine davon längerfristig abzudrehen, ist überhaupt gar keine gute Idee! Daher bleibe auch ich beim Team Ein-Herz-Für-Kinder.

    • Wenn die Kinder mit Zuhause Playstation und Ausschlafen verbinden, haben die Eltern versagt. In den mir bekannten Familien war das E-Learning erfolgreich. Die dazu nötige Disziplin muss vom Elternhaus vermittelt werden, denn das ist nicht Aufgabe der Schule. Unter den gegebenen Umständen haben die Lehrer ihr Bestes getan. Meine Frau hat täglich Oberstufenaufsätze korrigiert und es gab häufige Online Meetings. Mehr hätte ich als technikaffiner Mensch in der Industrie auch nicht machen können.
      Das Gejammer von Eltern, die keinen Kontakt zur Schule gesucht haben, kann ich nicht verstehen. Der Kommunikationsfehler liegt in so einem Fall nicht nur auf Seiten der Schule. Nachfragen und Verständnis (auch Lehrer haben Familie) sind meist bessere Wege. Lehrer sind Experten für Bildung, kein Elternersatz und keine Sandsäcke. Als Außenstehender macht es mich wütend, wie man mit dieser Berufsgruppe umspringt. Seit Jahren verhöhnt, als faule Säcke tituliert und dann wundert man sich über Lehrermangel?
      Und jetzt lässt man Kinder und Lehrer an einem Experiment teilnehmen, das schon in anderen Ländern in die Hose ging. Ich will weder kranke Kinder, noch kranke Lehrer oder Kitamitarbeiter. Es ist Aufgabe der Politik diesen Schutz umzusetzen!

  32. Nochmal zum Thema Masken: ja, ffp3-Masken schützen am meisten. Ja, damit 6 Stunden Fremdsprachenunterricht stelle ich mir sehr schwierig vor. Aber es gibt nun klare Vorgaben, wer Risikogruppe ist, und diese Lehrer sind nicht im Präsenzunterricht. Schwierig ist es, wenn man Haushaltsmitglieder hat, die zur Risikogruppe gehören. Da kenne ich den aktuellen Stand nicht. Aber ich finde, man muss sich schon überlegen, wo die Grenze ist. Ich will hier nichts verharmlosen, Corona ist noch kaum erforscht, wir wissen wenig. Aber auch Verkäufer und Kellner tragen keine ffp3-masken, obwohl sie genauso viel Kontakte haben.
    Ich habe mit meinen beiden kindern, was die Schule angeht, bisher so gute Erfahrungen gemacht – ihre Lehrer sind sehr engagiert, machen einen super Job, den ich als sehr anspruchsvoll wahrnehme. Mit zum Teil extrem heterogenen Klassen- Hut ab! Dann noch ein ADHS-Kind in der Klasse, das den Unterricht regelmäßig sehr mühselig macht. Und der Lockdown war für die Lehrer ein großer Stress. Ich wünsche den niemandem mehr, deshalb bin ich für gute Schutzmassnahmen. Auch bzgl. Digitalisierung sind wir in Deutschland noch viel zu schlecht aufgestellt, als dass Homeschooling eine gute Alternative wäre. Und Kinder brauchen die Lehrer und Mitschüler!

  33. Das die Schulen wieder geöffnet werden müssen, steht doch außer Frage. Aber ich verlange bestmöglichen Schutz von meinem Arbeitgeber und die Möglichkeit zur Einhaltung der gängigen Hygieneregeln. Da will ich dann nicht als Antwort hören “ wenn das nicht machbar ist, ist es eben so“. Beispiel auf Nachfrage wie sich denn alle Kinder vor dem Essen an den zwei Waschbecken die Hände waschen sollen……
    Kann schon sein, das Hygienekonzepte erarbeitet sind, aber lassen die sich auch umsetzten?

  34. Find das Fingerpointing auf die Kinder echt makaber… ich lese in den letzten Tage öfter mal von geschlossenen Klassen/Schulen wegen Corona … weil Lehrer infiziert aus dem Urlaub kamen.
    Da muss ich mich schon fragen, wo ist den hier die Sorgfaltspflicht gegenüber dem AG? Wurde das Masken tragen vergessen? Wurde der Mindestanstand unterschritten?
    Wo ist die Verantwortung, die eine Lehrkraft trägt.. wo die Vernunft.

    • Lehrkräfte haben vor oder zu den Ferien eine Anweisung bekommen, wie sie wo in Urlaub fahren könnten oder was sie sein lassen sollten.

      Wer da Einschränkungen fordert, hätte für einen generellen Verzicht plädieren müssen, sodass es weiterhin überwiegend zu regionalem Geschehen gekommen wäre.
      Entsprechend hätten alle zu Hause bleiben müssen und auf Kontakte möglichst verzichten müssen, denn viele stecken sich vor Ort an.

      Tatsächlich haben sich vermutlich gerade die mit höherem Risiko bei sich oder einem Familienmitglied entsprechend verhalten, um sich zu schützen.

      Um so blauäugiger empfinden viele die Regelbeschulung ohne Abstand direkt nach den Ferien,
      zumal man darüber den Schutz verliert und offenbar in der Gesellschaft mehr Hohn oder Sorglosigkeit als Verständnis entgegengebracht wird.

    • Sind es nur Lehrer, die in Urlaub fahren und sich anstecken? Haben andere Menschen keinen AG? Und dürfen nur Kinder eventuell unbemerkt Corona haben, und bei Lehrern ist es deren Schuld? Natürlich kann bei dem unzureichenden Corona-Schutz in Schulen die Ansteckung von allen Personen ausgehen.

    • Welch dumme Stellungsnahme!! Maske schützt ANDERE vor meinen Tröpfchen! ICH trage sie um z.B. Sie Lanayah zu schützen! EVENTUELL SCHON MAL ETWAS DAVON GEHÖRT?? Beim Einkaufen/Bus-/Bahnfahren viele mit Maske aber Nase nicht bedeckt! Von Abstandhalten im Supermarkt ist auch kaum noch etwas zu spüren, ausser evtl.an der Kasse, obwohl da auch der nachfolgende Kunde oft schon auflegt,ehe man selber fertig ist mit ausräumen Wenn man was sagt, wird man angeschaut als wenn man etwas unmögliches einfordert/ erwartet oder man hört, ACH GERADE RUNTER GERUTSCHT ( wenig später sieht man die selbe Person wieder mit Nase frei, anscheinend wieder gerutscht??? Es kann auch sein, dass man blöd angemacht wird. Das Kassenpersonal sagt schon nichts mehr, da es viele schlechte Erfahrungen gemacht hat VIELLEICHTGEHÖREN SIE AUCH ZU DIESER PERSONENGRUPPE?,welche keine Ahnung haben oder unbelehrbar sind?? INFORMIEREN SIE SICH MAL RICHTIG, BEVOR SIE HIER SO EINEN QUATSCH EINSTELLEN! Jeder kann sich infizieren auch wenn man selber VERSUCHT (Störfaktoren siehe oben) immer die AHA – Regeln umzusetzen. Auch sie liebe Lanayah!

    • SIEHE MEINE ANTWORT VON GESTERN, DIESE WURDE VERSEHENTLICH AN DIE FALSCHE PERSON GERICHTET. LESEN SIE BITTE GENAU UND ÜBERPRÜFEN SIE IHRE HALTLOSEN VERMUTUNGEN/ UNTERSTELLUNGEN!

  35. Sprechen wir doch alle einmal über mögliche Lösungen.
    Klasse 1-8 kann man nur sehr eingeschränkt ins E-Learning senden. Für diese Kinder und Lehrer muss die Abstandsregel gelten und eine Maskenpflicht auch im Klassenzimmer.
    Die meisten Kinder verstehen den Schutzgedanken und können gut damit umgehen, wenn die Eltern nicht quer schießen.
    Warum auch nicht die Schulstunden anders frequenzieren? 25 Min, Pause usw
    Die FFP 3 Masken werden wöchentlich vom AG gestellt.
    Es erfolgt täglich die Desinfektion der Klassenräume. Räume, die nicht gelüftet werden können, sind nicht nutzbar. Die Abstände können an vielen Schulen eingehalten werden, wenn die Oberstufen online beschult werden und die dafür vorgesehenen Klassenzimmer mitgenutzt werden. Der Doppelbelastung der Lehrer könnte man monetär entgegenwirken (doppelte Arbeit, mehr Gehalt oder Freizeitausgleich nach Corona) und man stellt die arbeitslosen Gymnasiallehrer ein, die es in Bayern noch in Massen gibt.
    Die Oberstufe wird ins E-Learning geschickt und jeder Schüler mit passender Hardware ausgestattet. Es erfolgt Unterricht nach Stundenplan. Es ist ein Schuljahr, in dem einige Lehrer nur die Oberstufe beschulen und andere Unter- und Mittelstufe. Prüfungen und Wiederholungsstunden finden in großen Räumen an der Schule statt.
    Es muss auch eine Lösung für Lehrer geben, die zur Risikogruppe gehören oder die gefährdete Angehörige habe. Es wäre eklatantes Organisationsversagen, sollte man diese Lehrer willkürlich durch mangelhaften Infektionsschutz gefährden. Die Lehrerverbände haben hier kläglich versagt beim Schutz ihrer Mitglieder.
    Ein weiter so und Augen durch im ungeschützten Regelbetrieb ist bei den neuen Corona Zahlen höchst verantwortungslos!

    • Die Vorschläge sind gut und richtig,
      allerdings würden die 25 min-Stunden allein zum Händewaschen ausreichen.
      Tatsächlich benötigt man Zusatzzeiten für das Waschen, da jedes Kind 2 min allein am Waschbecken verbringt, je größer die Gruppe, desto länger dauert es beim Ankommen, beim Maskenwechsel, beim Frühstück, nach der Pause.

    • Hier kommt mein Lieblingslösungsvorschlag. Wir gehen von folgenden Voraussetzungen und Zielen aus:
      1)Möglichst Viele sollen unbeschädigt durch den Schulalltag kommen. Attestiert ein Facharzt, dass die Person durch eine Infektion geschädigt werden könnte, muss diese Person nicht ins Klassenzimmer.
      2)Kinder zwischen 6 und 12 brauchen eine möglichst verlässliche Präsenzbeschulung für ihre Entwicklung und für die Berufstätigkeit der Eltern.
      3) Junge Erwachsene, Oberstufen, können durch eine Mischung aus Präsenz- und Homeschooling gut versorgt werden. Auf jeden Fall muss das in den letzten Monaten sehr gut geklappt haben, da die Abiergebnisse gut, in Bayern, SH und HH sogar besser als im Vorjahr, waren.
      4)Wir alle sind für das nächste Schulhalbjahr nochmal Idealisten: Wir verlangen uns, aber auch unseren großen Schülern, nochmal was ab, wir/sie müssen auf etwas verzichten. Dafür bewahren wir uns vor Grausamkeiten und erhalten den humanistischen Kerngedanken unserer Gesellschaft.

      Vielleicht geht es so: Oberstufenschüler werden, wie in den letzten Monaten, weiterhin in Home/Prasenzmischung beschult. Zudem verzichten sie auf Musik, Kunst und Sport (Ausnahme sind jene Schüler für die diese Fächer Abifächer sind). Die Sport-, Kunst- und Musiklehrer, die keiner Risikogruppe angehören, und so freie Stunden bekommen, unterrichten/betreuen die 6 – 12-jährigen Kinder in den nicht aufeinander aufbauenden Fächern (z.B. Sport/Sachkunde). Für die Grundschuleltern ist es in Ordnung, dass Oberstufenlehrer diese Fächer unterrichten, denn wir alle freuen uns, dass die älteren oder vorerkrankten Lehrer ins Homeoffice gehen können. Die Präsenzschulpflicht ist für alle Schüler auszusetzen.
      Das ist eine Einstiegsidee, die es ermöglichen würde ohne Zusatzpersonal vorerkrankte Pädagogen zu berücksichtigen, die Schüler bis zum 12. Lebensjahr verlässlich zu betreuen, sodass Eltern arbeiten können. Durch die Hybridbeschulung könnten Raumkapazitäten in der Oberstufe geschaffen werden. Und nicht unwichtig:Unseren Jugendlichen würde so keine „neurotische Sicht“ auf die Situation aufgedrängt werden. Sie ist ernst, aber man hat Wege gefunden damit umzugehen. Und Diese müssen selbstverständlich die Infektionsschutzbedürfnisse des Schulpersonals und der Schüler mit berücksichtigen.

      • Nachtrag: Dem umsichtigen Hygienekonzept von xy schließe ich mich an. Wenn die Oberstufenschüler nur online beschult werden könnten, um so besser…
        Was meint ihr, sollten wir unsere Ideen ins Kanzleramt senden? Die Bundespolitik hat m.E. schon noch Verantwortung für Schule…
        Habt ihr noch andere Ideen?

      • Und welchen Zeitrahmen stellen Sie sich bei diesen Tagträumen vor? Bis zur Impfung? Die den perfekten Impfschutz, keine Nebenwirkungen und eine lange Immunität verspricht…..Ja, wäre schon nett, aber die WHO glaubt da eher nicht dran und verlautet das auch immer…Schicken Sie dann im Frühjahr 2021 die Abiturprüfungen und Realschulprüfungen und Zwischenprüfungen per Email? Was die Risikogruppen betrifft gilt hier die Einteilung des RKI, nicht die Einteilung einzelner Lehrer. Ein Arzt kann auch nicht zu Hause bleiben, wenn die Partnerin krebskrank ist.

  36. Wenn ich es richtig verstanden habe, würde Abstand in Verbindung mit Maskentragen auch in der Schule eine Weiterverbreitung bremsen. Ist das denn so schwierig umzusetzen?
    Dazu noch baldmöglichst:
    Sinnvolle Lüftungsanlagen, Klassenteiler auf 15, Plexiglas, weitere Schulräume anmieten / erweitern / nach neuen Gesichtspunkten neu bauen.
    Wenn wir das wollen, kostet das Geld.

  37. @Osman
    Wenn das gewollt wäre, hätte das alles schon in den Ferien umgesetzt werden müssen.
    Ich habe die Vermutung, das einfach angefangen wird….Augen zu und durch.

  38. Da ich Angehörige der Risikogruppe habe, bin ich seit dem ersten Lockdown quasi isoliert und unternehme nur das nötigste. Kein Urlaub, kein Einkaufsbummel, keine Feiern. Da will man natürlich nicht von einem Tag auf den anderen zu einer „Großveranstaltung “ Schule gehen und sich nicht geschützt fühlen.

  39. Zitat:
    „Das Problem: Die Mediziner kennen offenbar weder die Schulpraxis, noch sind ihre Aussagen durch den aktuellen Forschungsstand gedeckt. “

    Ist das nicht immer so, dass alle „guten“ Ratschläge von Leuten kommen, die weder die Schulpraxis noch den aktuellen Forschungsstand kennen?
    Wie kann es sonst sein, dass Ärzte Antibiotika gegen Viren verschreiben und zwar nicht zu knapp.

  40. Manche Ärzte können (nach ihrer Vorstellung) alles! 😉 Dann sollen sie bitte auch den riskanten, ansteckungsreichen Unterricht unter Covid-19-Bedingungen übernehmen!

    • Ganz ehrlich, Krankenhausärzte haben jeden Tag mit vielfältigen, ansteckenden Krankheiten zu tun. Ihr Kommentar ist reichlich geschmacklos, dass Sie den Unterricht mit meist gesunden Kindern gefährlicher finden.

      • Ganz ehrlich, Ärzte werden aber auch durch ihren Arbeitgeber geschützt. Oder muss ein Arzt ohne Schutzkleidung mehrere Stunden mit 30 potentiell ansteckenden Patienten auf 50 qm verbringen??

      • Haha!
        Ich bin Zahnärztin, gehöre also zu einer der gefährdetsten Gruppen im medizinischen Bereich. Wir treffen ZAHLREICHE Maßnahmen zur Infektionsprophylaxe. Und außerdem: Bei der Berufswahl war uns bewusst, dass wir täglich auf potentiell infektiöse Menschen treffen würden. Lehrer hingegen wussten nur, dass sie es ab und an mit schwierigen Kindern und noch schwierigeren Eltern zu tun haben würden.
        Meine Kinder setze ich diesem Risiko NICHT aus- das finde ich verantwortungslos. Und ich bedauere die Lehrer, die ohne Schutz vor den Schülern stehen.

        • Es ist auch mal erfreulich, dass sich jemand, der sich der Ärzteschaft zugehörig fühlt, anders äußert, als es sonst hier der Fall ist von den Auftragsschreibern, die auch noch dauernd den Namenszug wechseln.

          Italien startet am 14.9. den Schulbetrieb mit Maskenpflicht, Mindestabstand und Messgeräten. Der Staat lässt sich die Maßnahmen einiges kosten. Italien hat das seit März als online-Unterricht vorbildlich gemacht und hat jetzt ein gutes Konzept. Dort spricht NIEMAND von verlorener Schulzeit.

          Deutschland macht Regelschulbetrieb……

          Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff warnt vor einem zweiten Lockdown.
          AvL
          hat meine frühen Warnungen diesbezüglich hier als Panikmache abgetan. Nunmehr häufen sich dies Einschätzungen…so viel zu seiner Qualifikation solche Zusammenhänge vorausschauend beurteilen zu können.
          Selbst der Ärzteverband – Marburger Bund – hält eine zweite Welle für sehr realistisch.

          Der kommende Lockdown wird größere und heftigere Auswirkungen haben als der vergangene und zwar in allen Bereichen.

  41. Zum Thema: Lehrer halten still.

    Als ich, Grundschullehrerin 64 Jahre, mich einmal besorgt über die Schulöffnung geäußert habe, waren die Kommentare wirklich verletzend.
    Vom normalen Lehrer-Bashing (fauler Sack) mal abgesehen, dazu kam “ Dumme alte Kuh, zu dämlich, einen Computer zu bedienen“, „Panik-Hysterikerin, lass dich einweisen! „, bis hin zu “ Für Dein Gehalt musst Du Dein Leben für ‚Deine‘ Kinder geben, wie jeder Feuerwehrmann auch!“

    Ja, das schüttel ich nicht ab. Bin nicht so knallhart!

    Dass wir die Notbetreuung schnell auch für benachteiligte Schüler und überforderte Eltern (ADHS/autistische und weitere ‚verhaltensoriginelle‘ Kinder) geöffnet haben und das auch durch die Osterferien durchgezogen haben, wollte keiner wissen. Homeschooling musste trotzdem laufen.

    Und keine der KollegInnen war in den Sommerferien im Ausland. Dafür aber über 60% der SchülerInnen, wie ich am ersten Schultag erfahren durfte.

    Wir sind jetzt mit 12 ausgebildeten Lehrern für 13 Klassen zuständig, und können nur deshalb den geforderten Regelunterricht anbieten, weil uns eine arbeitslose Sportkraft ( Fitness-Studio bankrott) die Sportstunden abnimmt.

    Masken für Lehrer im Unterricht sind verboten, da es die Kinder traumatisieren könnte und die so wichtige Mimik und die damit verbundene Verständlichkeit behindert.

    Inzwischen halte ich mich in der Öffentlichkeit lieber „bedeckt“, besonders da ich auch keine Alternative zum Präsenzunterricht in der Grundschule sehe….

    Ein “ Herz für wen auch immer“ ist im KMSH jedenfalls nicht zu erkennen.

  42. Sehr geehrter Herr Priboschek,

    Als Lehrer an einer Gurndschule ein paar Nachfragen (gerne auch an die Zustimmung Spendenden):

    Bezugnehmend auf Ihren letzten Satz:
    Ist es im Umkehrschluss demnach Ihrer Meinung nach die sinnvolle Alternative, Kinder aus der KiTa und Schule wegzuhalten, solange eine Ansteckungsgefahr besteht?

    Betreibt die WHO, die Masken in Schulen nur empfiehlt, wenn keine weiteren Maßnahmen des Infektionsschutzes wie Handhygiene oder Kontaktverfolgung getroffen werden können, und im Gegenteil viele Nachteile beim Tragen der Masken durch Kinder aufführt Ihrer Meinung nach politische Lobbyarbeit?
    https://www.who.int/emergencies/diseases/novel-coronavirus-2019/advice-for-public/when-and-how-to-use-masks

    Sind Sie grundsätzlich dagegen, dass Fachverbände als ExpertInnen bei einer Frage (mit nicht ausschließlicher, aber auch eindeutiger) ihrer Expertise betreffenden Dimension einen Standpunkt verlautbaren und sich dabei auf vorhandene Studien stützen?

    Inwiefern sehen Sie mit Blick auf das Infektionsgeschehen nach Öffnung der Schulen in den einzelnen Bundesländern vor den Schulferien einen eindeutigen Impact auf das Infektionsgeschehen?
    https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Situationsberichte/Gesamt.html

    Ist Ihnen entgangen, dass einzelne Bundesländer (z.B. Sachsen) die Schulöffnung mit Studien begleitet hat (auch mit Blick auf die Folgen), deren Ergebnisse Ihren Arlarmismus nun nicht wirklich stützen und sind nicht vielmehr diejenigen Bundesländer deutlich zu kritisieren, die selbiges versäumt haben?
    https://www.bildung.sachsen.de/blog/wp-content/uploads/2020/08/Studie-Prof.-Kiess.pdf

    Vielen Dank! Wir brauchen mehr Handlungssicherheit in unklaren Zeiten.

    • Sehr geehrter Sebastian,

      die Antwort auf Ihre letzte Frage finden Sie bereits im Beitrag: „Die Mehrheit der frühen Studien wurden unter den (Ausnahme-)Bedingungen weitgreifender kontaktreduzierender Regelungen (sogenannter ‚Lockdown‘) mit Schulschließungen oder in der Zeit der niedrigen Grundinzidenz unmittelbar nach dem Lockdown in Deutschland durchgeführt. Sie haben somit als Entscheidungsgrundlage nur einen eingeschränkten Aussagewert für die in naher Zukunft zu erwartende Situation in Deutschland“, so schreibt die Gesellschaft für Virologie (übrigens auch vom Robert-Koch-Institut so vertreten). Die Studien im Auftrag der Bundesländer haben also lediglich bestätigt, was zu erwarten war: dass in Zeiten der Schulschließungen und kurz darauf wenig Kinder infiziert waren.

      Warum die Schulöffnungen vor den Sommerferien wenig Effekte hatten, ist dann auch klar: Wenn es außerhalb der Schulen kaum Infektionen gibt, wird es innerhalb der Schulen auch nur wenige geben – Corona „entsteht“ ja nicht in deutschen Schulen. Anders dürfte die Situation aber sein, wenn das Infektionsgeschehen wieder ansteigt und die Schulen als Verteilzentren wirken. Dann würde durch die weiten Schulöffnungen die Pandemie kräftig angeheizt.

      Und nein, ich plädiere nicht für Schulschließungen. Ich plädiere für Schulöffnungen unter Einhaltung der vom RKI und fast allen anderen Virologen empfohlenen Schutzmaßnahmen – die im übrigen auch für den Arbeitsschutz gelten, nur in den Schulen eben nicht (wie Sie unserem folgenden Beitrag entnehmen können): https://www.news4teachers.de/2020/08/abstand-abtrennungen-masken-arbeitsministerium-erlaesst-neue-richtlinien-fuer-den-arbeitsschutz-die-in-schulen-allesamt-nicht-gelten/

      In der Konsequenz würde das bedeuten, dass ein schulischer Normalbetrieb derzeit nicht möglich wäre – sondern dass mit kleineren Klassen in einer Art Schichtunterricht gearbeitet werden müsste, dass die Schulträger in die Sicherheit der Schulgebäude investieren müssten (Lüftungsanlagen), dass auch die Schulpflicht infrage gestellt werden müsste. Solange der Staat den Gesundheitsschutz in der Schule nicht garantieren kann, muss es meines Erachtens im Ermessen der Eltern liegen, ob sie ihre Kinder dem Risiko aussetzen. Das alles wäre mit großem Aufwand verbunden, keine Frage.

      Demgegenüber stehen allerdings die Kosten, die entstehen, wenn wir uns aufgrund der weiten Schulöffnungen gegen jeden Rat der Fachwissenschaften (wozu Ärztefunktionäre eben nicht zählen) einen weiteren Lockdown einhandeln. Das möchte ich nicht erleben.

      Herzliche Grüße
      Andrej Priboschek

  43. @tento: ja stellen sie sich vor, ich bin doch tatsächlich kein Profi auf dem Gebiet der Organisation politischer Vorhaben. Dies ist nicht unschwer zu erkennen.
    Es war und ist die Absicht sich gemeinsam zu organisieren und eben diese Organisationsstruktur herzustellen….um in Kontakt zu kommen habe ich eine E-Mail Adresse eingerichtet.
    Konnte ja nicht ahnen, dass ihnen das Rundum Sorglos Paket lieber wäre.
    Es war als Initiative gedacht… wie gesagt ich bin kein Profi!
    Zum Glück gibt es Menschen, die erheblich besser mit den Möglichkeiten des Internets vertraut sind als ich. Somit habe ich gut organisierte Gruppen finden können, denen ich mich angeschlossen habe und die genau diese Ziele verfolgen.

    Solange die Pandemie uns in diese Ausnahmesituation bringt, bin ich für eine Aussetzung der Präsenzpflicht- wie in Baden-Württemberg für alle Schüler.
    Zudem muss der Arbeitsschutz in Schulen gewährleistet werden mit allen dazugehörigen Regeln die bereits vom RKI ausführlich dargelegt wurden.
    Tur mir leid,wenn ihnen das zu schwammig erscheint.

    Im diesem Sinne, ebenfalls alles Gute in dem Feldversuch der Schule als doppelter Teilnehmer.

  44. Vielen Dank für Ihre Antwort.
    Eine Abkehr vom schulischen Normalbetrieb ist bei vielen Kindern, die zu Hause keine Unterstützung erhalten, leider quasi mit einer Schulschließung gleichzusetzen und in den individuellen Auswirkungen verheerend. Daher auch der Verweis auf Studien wie in Sachsen, die sich eben auch mit den Folgen auseinander gesetzt haben.
    Die Erkenntnisslage dahingehend ist leider sehr evident im Vergleich zu deren der zitierten Fachwissenschaft.
    Natürlich wäre es besser, wenn Abstandsregeln eingehalten werden könnten, da die entsprechenden Gebäude jedoch nicht aus dem Boden sprießen werden, gilt bei dieser Abwägung die Verhältnismäßigkeit.
    Die legt bei der aktuellen zu analysierenden Gefährdungslage eben nicht mal im Ansatz eine Reduzierung des Unterrichts oder Aussetzung der Schulpflicht Nahe. (Konkret gesundheitlich bedrohte KollegInnen sowie Kinder, sind ja auch weiterhin durch ein Attest, sei es von MedizinerInnen oder medizinischen FunktionärInnen vom Präsenzunterricht befreit.) Es sei denn, man postuliert mit Blick auf 2,8 Mio in Armut lebende Kinder: Ein bisschen Schwund ist immer.
    Das wollen Sie aber sicherlich auch nicht. Eine Schule ist eben nicht mit einem Betrieb vergleichbar.

    • Sehr geehrter Sebastian,

      wer hindert denn die Kultusminister daran, Präsenzunterricht – mit Abstand – vorrangig für Schüler mit besonderem Förderbedarf anzubieten? Genau das empfiehlt die Leopoldina in ihrem Gutachten.

      Wer hindert die Schulträger daran, durch Anmietung ohnehin freistehender Veranstaltungsräume oder Bereitstellung von Containern die Raumsituation in den Schulen zu entzerren, wie es der Bundeselternrat vorgeschlagen hat?

      Wie kommt der Staat dazu, für Familien – deren Risikofaktoren er nicht kennt – in einer unklaren Pandemielage mit Tausenden von Toten eine pauschale Ungefährlichkeit vorauszusetzen? Freistellungen für Schüler, deren Eltern z. B. Risikogruppen angehören, werden in den meisten Bundesländern nicht vom Unterricht freigestellt. Dass das auch ganz anders gesehen werden kann, zeigt Baden-Württemberg, wo die Schulpräsenzpflicht praktisch aufgehoben wurde.

      Hunderte von Milliarden Euro werden (völlig zu recht) zur Stützung der Wirtschaft bereitgestellt.

      Und in den Schulen passiert praktisch: nichts. Die (meisten) Kultusminister tun so, als ob es Corona nicht gäbe. Manche ihrer unhaltbaren Aussagen – hier auf News4teachers dokumentiert – ließen sich problemlos auf einer Hygienedemo plakatieren.

      Welche Folgen eine solche Ignoranz haben kann, übrigens auch ökonomische, zeigt das Beispiel USA. Als Vater von drei Kindern und als selbstständiger Journalist, der auch die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise deutlich zu spüren bekommt, habe ich ein großes Interesse daran, dass die Situation vom März nicht wieder eintritt. Ich sehe – was den Schulbetrieb nach den Sommerferien betrifft – allerdings keine Maßnahme, die das verhindern könnte.

      Herzliche Grüße
      Andrej Priboschek

  45. Sehr geehrter Herr Priboschek,

    ich will und werde nicht die KultusministerInnen verteidigen. Ich bin mir auch nicht sicher, ob es nicht vereinzelt Räume angemietet werden oder ob das alles so einfach wäre. Da gibt es sicherlich große lokale Unterschiede.
    Ich finde allerdings, sie (und auch aber viel weniger die „Wissenschaftslobbyfunktionäre“ der Leopoldina) entwerfen ein sehr verkürztes und eindimensionales Bild von Schule als Ort der Wissensvermittlung, die quasi an jedem beliebigen Ort erfolgen kann und wer es gerade braucht, kommt vorbei, solange genug Platz für den Mindestabstand bleibt.
    Ich erlebe täglich Kinder, für die Schule viel mehr bedeutet und die froh sind, dass sie FreundInnen treffen, Gemeinsamkeit erleben, Resonanz erfahren, ihre LehrerInnen als AnsprechpartnerInnen und einen ganz normalen Schulalltag zu haben.
    Kinder mit begründet gefährdeten Eltern sollten vom Präsenzunterricht befreit werden, wo das nicht der Fall sein sollte, ist das deutlich zu kritisieren.
    Dass die Bildung bereits seit Jahren ein großes Investitionsprogramm benötigt, da stimme ich Ihnen natürlich vollkommen zu, das war aber nicht Teil der obigen Analyse und ist kein Grund, den SuS jetzt Präsenzunterricht zu verwehren. Die Positivrate liegt seit Monaten konstant bei 1% der Test, Hospitatalisierungs- (6%) und Sterberate (0,1%) sind auf absoluten Tiefstständen angekommen. Hier erscheint mir die Empfehlung der Funktionäre der Medizinverbände aktuell durchaus verhältnismäßiger (und darum geht es bei einer solchen Abwägung) als die Forderungen mancher Funktionäre der Bildungsverbände, auch wenn ich Ihre persönliche individuelle Sorge natürlich durchaus verstehen kann.

    Viele Grüße!

    • Lieber Sebastian,
      wenn man zu der Gruppe zählt, die negativ getestet wurde, zwei Monate durch die Hölle gegangen ist und hinterher festgestellt wird, dass man aber viele Antikörper hat, dann gibt man auf die Ärzteverbände recht wenig.
      Zwischenzeitlich war meiner Frau mitgeteilt worden, dass es sehr wahrscheinlich ist, dass ich es nicht schaffe.
      Sie können sich vorstellen, wie ihre Darstellung des 1% für das betroffene 1% wirken muss.

  46. Sehr geehrter omg,

    es tut mir leid, was Ihnen widerfahren ist und freut mich zu hören, dass es Ihnen wieder etwas besser geht.
    Sie beziehen sich auf die 6% der 1% positiv Getesteten, die aufgrund einer Infektion stationär behandelt werden müssen. Das ist natürlich für jeden betroffenen Menschen und das Umfeld eine Katastrophe. Das ist doch vollkommen klar. Hierfür gilt es die bestmögliche medizinische Versorgung sicher zu stellen und dieses wird sicherlich auch versucht.

    Das ändert nichts an der notwendigen Abwägung einer Verhältnismäßigkeit bei einer gesellschaftlich relevanten Frage wie dem Schulbesuch.

    Nehmen Sie das massive Gesundheitsrisiko durch multiresistente Krankenhauskeime als Vergleich mit bis zu 20000 Verstorbenen pro Jahr. Es werden deswegen keine Krankenhäuser geschlossen oder die Vergabe von Antibiotika verboten, schlicht weil das mit Blick auf die Nachteile nicht verhältnismäßig ist. Trotzdem ist jeder Einzelfall und auch die Gesamtheit eine Katastrophe.

    Aber das führt auch vom Thema weg. Ich kann Ihre Empörung und Ihre Sicht auf die medizinischen Verbände natürlich absolut nachvollziehen.

    Man kann sich aber auch nicht raussuchen was gerade passt und populär ist. Eine einfach umzusetzende Maßnahme, um den Unterricht zu entzerren wäre (wie von den Leopoldina vorgeschlagen, aber im Artikel nicht erwähnt) Unterricht am Samstag. Eine weitere wäre die Reduzierung der unterrichtsfreien Zeit für LehrerInnen auf den gesetzlich festgelegten Urlaub von 30 Tagen für eine volle Stelle, um mehr Präsenzunterricht in Kleingruppen in der Ferienzeit zu ermöglichen. Aber das werden Sie nicht fordern können und die GEW oder der VBE tun dies auch nicht. Stattdessen sollen irgendwelche leerstehenden Biergärten angemietet werden als Unterrichtsort.
    Es ist leider nicht alles schwarz oder weiß.

    Ich wünsche Ihnen alles Gute!

    • Tolle Forderungen.
      Lehrkräfte fordern seit langem, dass die Arbeitszeit erhoben werden soll. Nur darüber ist Unterricht am Samstag oder in den Ferien realisierbar. Oder warum sollten Lehrkräfte weitere unbezahlte Mehrarbeit anhäufen?
      Wenn Sie das wirklich erheben wollten und sich bei der Umsetzung an gesetzliche Bestimmungen halten wollten, hätten Sie am Ende weit weniger Stunden im System, weil Lehrkräfte endlich ihre 30 Tage Urlaub einreichen und nehmen könnten, wohlgemerkt nach dem Abbummeln der Überstunden.

      Man kann nicht alles haben? Stimmt.
      Die Gesellschaft bekommt nur so viele Lehrerstunden, wie sie bereit ist zu bezahlen. Wer keine Lehrkräfte ausbildet und einstellt und für angemessene Arbeitsbedingungen sorgt, darf sich in Zeiten einer Pandemie nicht wundern, dass ein unzureichend ausgestattetes System kaum handlungsfähig ist, wo doch zuvor schon jegliche zusätzliche Ressourcen eingespart wurden.

      Das ist alles gerade mal nicht populär? Stimmt.
      Das ist es seit Jahren nicht. Geiz ist geil und wird in Schulen schon sehr lange strikt eingehalten.

    • In unserem ABI Jahrgang waren 51 Personen. 24 sind noch miteiander via Scial Media verbunden. 7 waren in Quarantäne, 3 davon waren infiziert. 3 waren auf der Intensivstaion, 2 davon wurden beatmet, einer ist gestorben. Alle im Jahrgang sind jetzt 48 oder 49. Die drei Intensivpatienten hatte keine Vorerkrankungen. Eine davon ist Intensivmedizinerin, einer Pfarrer, einer war BWLer.
      Bei 24 Personen, allesamt unterhalb der risikobehafteten Altersgrenze, keine Vorerkranken, bei zwei der Intensivpatienten ein ausgesprochen gesunder Lebensstil, hören sich die Zahlen dann aber anders an. Zudem zählich ich offiziell nicht zu den 6% der 1 %, weil meine Antikörper erst nach ca. 4 Monaten festgestellt wurden, der Test im Februar war negativ.
      Also ich sehe da zum einen, dass die Zahlen, die genannt werden, nur Untergrenzen sind und die Zahl der Betroffenen deutlich darüber liegt, zum anderen ist unsere ABI Gruppe entweder vom Pech in der Pandemie verfolgt oder aber man sollte ausgesprochen vorsichtig sein, auch wenn R-Wert und Der -Wert – und Jener -Wert noch so positiv aussehen.

    • Lieber Sebastian, ihr Bild von Lehrern ist lustig.
      Noch vor irgendwelchen Ärztegremien habe ich nach den Erfahrungen des Anfahrens des Unterrichts der Abschlussschüler und der ersten beiden Wochen mit Kleingruppen angefragt, ob wir je Tag nicht zei Blöcke oder drei Blöcke Unterricht anbieten dürfen (morgens, mittags und für die älteren SuS abends) udn ob wir den Samstag (der Werktag ist) für jahrgangsbezogenen Förderunterricht in Hauptfächern anbieten dürfen. Wir haben bzw. hatten kein Lehrerstundenproblem, sondern schlicht zu wenige Räume. Das Kollegium war erst ablehnend, nachdem wir das Rotationsmodell vorgestellt haben, zustimmend.
      Jetzt raten sie mal, was wir von Elternseite (hier ernstzunehmende Kritik wegen Betreuungsproblemen, die allerdings lösbar gewesen wären) und vom Schulamt gehört haben????

      Wir Lehrer arbeiten in der Schule und nicht auf dem Mond!

      • Der Mehrschichtbetrieb scheitert an den Schulträgern, die nicht bereit sind, Geld für die mehrfache Reinigung am Tag bereit zu stellen.

        Kleinere Gruppen und verkürzte Stundentafel bedeuten in der praktischen Umsetzung, die Konzentration auf die Fächer der Fächergruppe I – also D, E, M sowie WPI. Beim Wahlpflichtfach (WPI) wird es bereits kritisch, da dann keine kleinen Kohorten mehr gebildet werden können. Die Französisch-SuS setzen sich aus dem gesamten Jahrgang zusammen. Wegfallen lassen ist aber auch keine Option. Die Leistungsdifferenzierung in den Fächern D, E und M kann man evtl. noch bis Jahrgang 8 durch Binnendifferenzierung stemmen, aber in 9 und 10 ist damit Schluss. Ohne neigungs- und AFchleistungsdifferenzierung sind aber bei fortbestehender, unveränderter Ausbildungs- und Prüfungsordnung die Abschlüsse oberhalb des HSA gefährdet bzw. nicht mehr zu erlangen. Es können also weder der MSA inkl. FOR noch der mit FOR-Q vergeben werden.
        Bei den bestehenden Raumgrößen und Klassengrößen bedeutet die Bildung kleinerer Gruppen die Drittelung der Klassen. Selbst im Drei-Schicht-Betrieb sind also alle Jahrgänge bis zur 10 nur unterrichtlich zu versorgen, wenn alle Räume und Lehrkräfte zur Verfügung stehen. Morgens sind dann die 5/6er dran, mittags die 7/8er und nachmittags die 9/10er. Die Oberstufe müsste wegen des Kurssystems dann abends und am Samstag zum Unterricht kommen. Bei guter Organisation ist das auf Grundlage der vorhandenen Lehrerstunden zu schaffen, nur für Lehrkräfte der SekI+II kann das zur Folge haben, dass sie von morgens bis abends und am Samstag in der Schule sein müssen, auch wenn sie jeden Tag nur 4 Unterrichtseinheiten abliefern müssten. Dazwischen wären dann „Springsstunden“ ohne Ende. Morgens 1 Stunde 6er, mittags kein Unterricht, nachmittags 1 Stunde 10er und abends 2 Stunden Oberstufe.

        Herrliche Zeiten – aber Gott-sei-Dank, ich darf nur bis Klasse 10, die Abendschicht und der Samstag bleiben mir erspart. Aber für A13 bzw. die Paralleltabele für Tarifbeschäftigte bin ich dennoch.)

  47. Es werden immer die Prozente und Statistischen Werte genannt.
    1% positiv getestete von allen getesteten Menschen im Land.
    Ob nun tödlicher Verlauf oder Intensivstation ist mir schnuppe.
    Auch wenn ich keinen schlimmen Verlauf habe, stehen die Chancen gut für Folgeschäden.
    Ich mute weder mir noch meinen Kindern zu, damit zu leben (Atemwegsprobleme, Geruchssinn weg, etc.).
    Die Lottochancen sind viel, viel geringer, aber niemand würde Lotto spielen, wenn das der Gewinn wäre.

    Die Situation ist schwierig, gefährlich und und die Erkenntnisse ändern sich.
    Daher darf niemand zu einem unkalkulierbaren Risiko gezwungen werden. Kein Präsenzzwang aber Fortbildungspflicht und Prüfungspflicht.
    Wer nicht in die Schule will, muss nicht. Wenn er die Leistung dann nicht bringt, ist es seine Schuld.
    Nicht vergessen, das entscheiden er oder die Eltern im Vorfeld.
    Es ist keine Pflicht für alle zuhause zu lernen, es ist eine Möglichkeit für die die wollen.
    Das entlastet doch auch die Schulen und Lehrer.
    Die mündlichen Noten müssen in so einer Zeit halt mal ignoriert werden. Die schriftlichen Prüfungen reichen.

    Das ist natürlich keine Lösung mit direktem positivem Einfluss auf die Situation der Lehrer, das weiß ich.

  48. Keine Schule ohne offen gezeigtes Gesicht und freies Atmen

    Kindertypische gelegentliche kleinere Atemwegsinfekte wie bei einer simplen Erkältung heilen beim Maskentragen womöglich nicht mehr schnell aus. Keime an der Maske könnten andere Krankheiten verursachen. Auch (verstärkte) Allergien sind nicht auszuschließen.

    Beim Maskentragen ist ungehinderte Sinneswahrnehmung nicht gegeben, das Kind bekommt weniger mit von der Welt, lernt weniger. Eine heranwachsende verdummte Generation sollten wir uns nicht leisten.

    Das eine Maske tragende Kind versteht – oder vielmehr missversteht – sich in erster Linie als Gefahr für andere Kinder und Erwachsene und sieht leider auch die anderen Kinder vorrangig als eine Gesundheitsgefahr an.

    Die Entstehung moralischer Begriffe und Erfahrungen wie Würde oder Rücksicht erfolgt bei Begegnung von Angesicht zu Angesicht und wird durch maskierte Kontakte mit fehlender Mimik massiv gestört.

    Wut, Verzweiflung, Konzentrationsstörungen, Müdigkeit und Kopfschmerzen könnten Folge des Maskentragens sein.

    Nein zur Maskenpflicht im Unterricht.

    • Wo haben Sie das denn her?! Aus “ Aluhut aktuell“?!
      Wenn Sie dem Kind die Maske nicht wochenlang hintereinander aufsetzen, sondern sie regelmäßig waschen, wird GAR NICHTS passieren.
      Und Kinder mit Infektionen gehören derzeit erst gar nicht in die Schule, schon vergessen? Welche Bakterien fürchten Sie genau? Oder ist das mal so einfach “ gefühlt“ und “ vermutet“?
      Und bitte unterlassen Sie laienpsychologische Erklärungsversuche zur Persönlichkeitsentwicklung oder kennzeichnen Sie diese als Ironie- sonst nimmt das noch jemand ernst!
      Wieso sollte ein Kind Kopfschmerzen durch eine Maske bekommen? Das muss Mutti ihm schon einreden….. Masken sind in beide Richtungen gasdurchlässig. Dahinter sammelt sich nichts. Oder geht es um die paar Gramm Stoff am Kopf? Dann sollten Sie auch ein Mützenverbot im Winter fordern. Himmel!

  49. Menschliche Beziehungen gründen auf verbaler und nonverbaler Kommunikation und Interaktion. Um Beziehungen und Vertrauen aufzubauen, sind eine natürliche Mimik und Gestik bedeutsam und notwendig.

    Ein neu in eine Klasse kommendes Kind kennt noch niemanden und sieht sich 27 Augenpaaren gegenüber, 27 kindähnlichen Wesen, die nur dumpf sprechen oder ins Schweigen verfallen sind. Am ersten Schultag einer fünften Klasse begegnen einander 28 Maskenkinder.

    Das Tragen der Mund-Nase-Bedeckung verändert die Hals- und Kopfhaltung der Schülerin oder des Schülers, was zu Muskelverspannungen führt, die wiederum Kopfschmerzen sowie Wahrnehmungs- und Lernbeeinträchtigungen begünstigen.

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