Robert-Koch-Institut schätzt Infektionsgefahr in vollen Klassen ohne Abstand als hoch ein

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BERLIN. Das Robert-Koch-Institut (RKI) schätzt die Infektionsgefahr in einem gefüllten Klassenraum, in dem der Mindestabstand nicht eingehalten wird, als hoch ein. Dies berichtet die „Rheinische Post“ unter Berufung auf ein Schreiben, das der Redaktion nach eigenen Angaben vorliegt. Ebenfalls als hoch werde vom RKI das Risiko einer Übertragung durch Kinder und Jugendliche im Alter zwischen zehn und 19 Jahren eingeschätzt. Weitere Angaben zum Inhalt des Papiers machte die Zeitung zunächst nicht. RKI-Präsident Lothar Wieler hatte sich in der vergangenen Woche angesichts steigender Infektionszahlen besorgt gezeigt.

Die Abstandsregel gilt in den Klassenräumen nicht mehr – außerhalb der Schulen aber schon. Foto: Shutterstock

„Die neueste Entwicklung der Fallzahlen macht mir und allen im Robert-Koch-Institut große Sorgen“, hatte Wieler am Dienstag vor Journalisten erklärt. „Wir sind mitten in einer sich rasant entwickelnden Pandemie“, warnte er. Der Anstieg sei nicht auf einen Hotspot zurückzuführen, er betreffe viele Bundesländer, sei „diffus“. Wieler rief daher erneut dazu auf, die AHA-Regeln zu befolgen. AHA steht für: Abstand, Hygiene, Atemschutz. Das bedeutet mindestens 1,5 Meter Abstand zu anderen Menschen zu halten, die Hygieneregeln wie regelmäßiges Händewaschen zu beachten und eine Mund-Nasen-Bedeckung dort zu tragen, wo die Abstandsregel nicht sicher eingehalten werden kann.

Die Bundesländer haben vereinbart, dass auf die Abstandsregel im Unterricht verzichtet werden soll, „wenn es das Infektionsgeschehen zulässt.“ Alle Bundesländer planen derzeit ohne Abstandsregel in den Klassenräumen. Heute beginnt das neue Schuljahr 2020/2021. Das erste Bundesland, Mecklenburg-Vorpommern, startet entsprechend.

RKI-Chef Wieler: Wichtig die Klassen nicht zu mischen – aber..

Mit Blick darauf betonte Wieler, es sei wichtig, dass man Klassenverbünde zusammenhalte und die Klassen nicht mische. Es müssten sogenannte „epidemiologische Einheiten“ gebildet werden. Auch in der Freizeit sei es sinnvoll, wenn sich Schüler dann nur mit den Schülern treffen, mit denen sie schon in der Schule waren.

Praxisnah ist das allerdings nicht. In Schleswig-Holstein beispielsweise ist Unterricht in festen Klassenverbünden nur in der Grundschule vorgesehen – in den weiterführenden Schulen werden die sogenannten „Kohorten“ größer ausfallen. In Niedersachsen darf eine Kohorte einen Schuljahrgang umfassen. Im Berliner Hygieneplan heißt es: „Der Unterricht und die ergänzende Förderung und Betreuung sind in festen Gruppen bzw. Lerngruppen durchzuführen, um Kontakte soweit wie möglich zu reduzieren.“ Die Einschränkung: „soweit organisatorisch möglich…“.

Das RKI warnt auf seiner Homepage davor (Stand: 24. Juli), Studien, die Kindern eine deutlich höhrere Resistenz gegen Infektionen mit dem Coronavirus attestieren, überzubewerten. Mit solchen Studien wird von Seiten der Kultusminister begründet, warum Unterricht ohne Abstandsregel vorgesehen ist. Es gebe aber auch Studien, die Kindern durchaus eine Rolle bei der Weiterverbreitung des Virus bescheinigen, heißt es beim RKI.

Wörtlich heißt es bei der Bundesbehörde, die den Stand der Forschung regelmäßig sichtet und zusammenträgt: „Die auf PCR-Testung basierende Prävalenz als Ausdruck aktiver Krankheitsgeschehen liegt bei Kindern in den meisten Studien niedriger als bei Erwachsenen. In serologischen Studien, welche überstandene Infektionen anhand von Antikörpernachweisen abbilden sollen, zeigt sich kein einheitliches Bild: teils hatten Kinder ähnliche Seroprävalenzen wie Erwachsene, teilweise zeigte sich bei Kindern unter 10 Jahren im Vergleich eine niedrigere Seroprävalenz. Zu beachten ist, dass hier neben der Empfänglichkeit für eine Infektion auch Anzahl und Art der Kontakte eine Rolle spielen. Da die Studien meist während oder im Anschluss an Kontaktbeschränkungen bzw. Lockdown-Situationen durchgeführt wurden, ist die Übertragbarkeit auf den Alltag begrenzt.“

Studien zur Viruslast von Kindern zeigen keine Unterschiede zu Erwachsenen

Im Klartext: Es könnte gut sein, dass die behauptete Widerstandsfähigkeit von Kindern gegenüber dem Coronavirus lediglich auf geringere Ansteckungszahlen durch verminderte Sozialkontakte während der Kita- und Schulschließungen zurückzuführen ist. Es gibt jedenfalls keinen wissenschaftlichen Befund, aus dem sich schließen ließe, wie sich die jetzt anstehenden Schulöffnungen auf das Pandemiegeschehen in Deutschland auswirken werden – und schon gar nicht, was passiert, wenn Infektionen in größerer Zahl in die insgesamt mehr als 32.000 Schulen in Deutschland hineingetragen werden.

Zur Vorsicht besteht allerdings Grund genug. So heißt es beim RKI: „Die Infektiosität im Kindesalter wurde bisher selten untersucht und kann daher nicht abschließend bewertet werden. Die bisherigen Studien zeigen, dass Kinder meist von Erwachsenen infiziert werden; in Haushaltscluster-Untersuchungen wurden aber auch Kinder als Indexfall identifiziert. Da in Haushaltskontaktuntersuchungen nur symptomatische Personen als Indexfall gewertet werden, ist eine Unterschätzung der Eintragung durch Kinder in die Familien denkbar.“

Und weiter heißt es: „In einer Studie aus Südkorea steckten ältere Kinder und Jugendliche andere Haushaltsmitglieder ähnlich häufig an wie Erwachsene. In einer weiteren Studie aus Wuhan steckten Indexpersonen im Kindesalter häufiger Haushaltsmitglieder an als Erwachsene. Studien zur Viruslast bei Kindern zeigen keinen wesentlichen Unterschied zu Erwachsenen.“ News4teachers

Der Beitrag wird auch auf der Facebook-Seite von News4teachers diskutiert.

Corona-Ausbruch in einem US-Sommercamp zeigt auf: Das Virus verbreitet sich wohl unter Kindern (was Kultusminister bestreiten)

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87 KOMMENTARE

  1. Vielen Dank für diesen Bericht.

    Hoffentlich lesen die Verantwortlichen auch, was das RKI schreibt.

    In Baden-Württemberg dürfen Eltern selbst entscheiden, ob sie ihre Kinder dem Risiko aussetzen und sie in die Schule schicken oder ob sie sie per Fernunterricht beschulen lassen. Bin gespannt, wie viele von dieser Möglichkeit gebrauch machen.

    Ich kann jede Mutter und jeden Vater verstehen, die/der angesichts des fahrlässigen Umgangs mit den Risiken sein Kind daheim lässt.

    • Besorgrer Bürger:
      Natürlich wissen die Verantwortlichen, was das RKI schreibt.
      Es wird bewusst nicht berücksichtigt, da es um andere Interessen geht.
      Es geht schon lange nicht mehr darum irgendjemanden zu schützen.
      Aber jeder muss das Recht haben sich zu schützen.
      Daher sehe auch ich ich die Lösung in Baden-Württemberg als die fairste Möglichkeit, jedem die Freiheit der Selbstbestimmung im Umgang mit dieser Pandemie zu geben.
      Schulpflicht muss hinter dem Recht auf Unversehrtheit stehen. Schulpflicht kann nicht vor der Fürsorgepflicht der Eltern stehen.

    • In BW war an den Schulen schon 5 Wochen Unterricht ohne Abstand, wir Eltern haben mal unsere Kontakte abgefragt. Alle Kinder waren in der Schule, wir haben keine Eltern gefunden, die ihr Kind zu Hause ließen. Das würde für das Kind Isolation bedeuten. Kein Verein, keine andere Freizeitbeschäftigung, kein Spielen mit anderen Kindern. Isoliert hier jemand auf unbestimmte Zeit sein Kind?

      • Isolieren nicht unbedigt, abe Kontakte auf das absolute Minimum reduzieren – ja.Warum dabei keine andere Freizeitbeschäftigung möglich ist, ist für mich eh rätselhaft.
        Ja, angenehm ist es für keinen. Aber wir befinden uns in einem Ausnahmezustand. Und müssen uns damit auseinandersetzen. Unter anderem damit, dass die Normalität zur Zeit schicht nicht möglich ist. Ja, so ein Pech haben wir.

  2. Schulpflicht UND körperliche Unversehrtheit sind möglich. Die Lösung nennt sich digitales Lernen.
    Trotzdem entwickelt kein Bundeslang geeignete Konzepte. Kein Bundesland erstellt eine Positivliste, der zu verwendenden Software. Kein Bundesland zeigt auf, wie guter digitaler Unterricht funktioniert… Die Schulministerien sind einfach nur hilflos. Und die Gewerkschaften sind ebenfalls unangemessen still.

    • Hier stimme ich vollkomen zu!
      Auch ich möchte meine Sohn nächste Woche nicht in das voll besetzte Klassenzimmer schicken (müssen). Er kommt dann in die 7. Klasse eines Gymnasiums in NRW, d.h. die 2. Fremdsprache wird eingeführt. Bisher konnte ich es noch leisten, ihn beim digitalen Lernen zu unterstützen.
      Aber da ich die Fremdsprache (Französisch) selbst nicht gelernt habe, wird das zumindest in diesem Fach nicht mehr möglich sein. Und da beginnt dann das Dilemma: setze ich ihn dem Risiko einer Infektion im voll besetzten Klassenzimmer aus, oder riskiere ich es, dass er zumindest in Bezug auf die 2. Fremdsprache „hinten runter fällt“, weil der digitale Unterricht nicht so funktioniert, wie er es eigentlich sollte, weil über Jahre und Jahrzehnte in dieser Hinsicht „gepennt“ wurde …?

        • Meine Kinder treffen ihre Freunde nur noch im Freien. Und nein, sie gehen nicht zum Verein, eben, weil es dort alles ohne Abstand ist.Sie können es Isolation nennen , wenn es Ihnen passt. Für mich heiisst es Vorsicht.Und es gibt wohl Unterschied, mit einem oder zwei Freunden ein paar Stunden im Freien zu spielen , oder mit 25 Kindern im enegen Raum 5-6 Stunden eingesperrt zu sein.

  3. Der „Schulpflicht“ steht aber auch das Recht auf Schule gegenüber. Und damit ist weit mehr als Bildung gemeint. Neben der Familie und dem Sportverein haben Schülerinnen und Schüler oft nur noch diese dritte Sozialiationsgruppe, welche für sie eine ernorme Wichtigkeit besitzt.

    Am gestrigen Sonntag wurden gut 200 Coronafälle in Deutschland vermeldet, alle fast 300 infizierten Kinder im amerikanischen Sommercamp hatten kaum oder gar keine Beschwerden usw.

    Niemand will Corona verharmlosen ………. aber niemand sollte den um 3/4 weniger effektiven Fernunterricht loben oder über einen noch längeren Zeitraum ihnen ihre sehr wichtigen Klassenkameraden sowie den Klassenraum als hochwichtigen Sozialisationsort entziehen.

    Nebenbei werden die Pläne der Bundesliga zur Zulassung von mehreren Tausend Fans zumindest des Heimteams immer konkreter usw. Und wirklich sicher sind die Kinder nirgends, z. B. beobachte ich jeden Tag wie die Kinder, brav mit Abstand vor einer Bahnschranke wartend, von mehreren Rentnern eng bedrängt werden. Ähnliche Szenen kann man in jedem Supermarkt beobachten usw.

    Da kommen mir doch starke Zweifel, dass gerade die kleine und ständig beobachtete Kohorte in der Schule die Gesellschaft gefährden soll.

      • Tolle Belehrung! Wenn Sie schon Wortklauberei betreiben, dann doch bitte in der Sache vollständig:
        Es gibt ein Recht auf Bildung und ihr zur Seite steht sogar die Pflicht zum Schulbesuch.

    • Ich schließe mich Illy an, füge lediglich hinzu, dass die Schulpräsenzpflicht von den Nazis 1938 eingeführt wurde. Deutschland täte gut daran, die Rudimente aus der Nazi-Zeit abzuwerfen und sein nicht zeitgemäßes Schulsystem zu modernisieren.

    • Nur ist mit Schulpflicht nicht das Recht zur Versammlung an einem Ort gemeint.
      Die schulpflicht richtet sich auch gar nicht an die Kinder und Jugendlichen sondern an deren Eltern bzw. Erziehungsberechtigte. Sie erlegt den Eltern bzw. Erziehungsberechtigten die Pflicht auf, diese zur Schule zu schicken. Mit Schule ist hier nicht das reale Gebäude sondern im übertragenen Sinne das schulische Angebot gemeint. Wenn dieses schulische Angebot in das world-wide-web verlagert wird, bedeutet es für die Eltern bzw. Erziehungsberechtigten, dass sie den Zugang zu den schulische Angeboten ermöglichen und die Inanspruchnahme dieses Angebotes bei ihrem Nachwuchs einfordern.

    • „Da kommen mir doch starke Zweifel, dass gerade die kleine und ständig beobachtete Kohorte in der Schule die Gesellschaft gefährden soll.“

      Wie kommen Sie zu dieser Aussage? Es soll Schulen geben mit bis zu 1500 SuS und Schulzentren mit noch mehr SuS. Nicht jede Schule ist eine einzüge Dorfschule mit 4 Klassen a 15 SuS bzw. der Nebenstandort einer anderen Schule.

    • Zwei neue Studien aus verschiedenen Teilen der Welt sind zu dem gleichen Ergebnis gekommen: Kleinkinder übertragen SARS-CoV-2 nicht nur effizient, sondern könnten auch Treiber der Pandemie sein:

      Neue Erkenntnisse deuten darauf hin, dass kleine Kinder Covid-19 effizienter verbreiten als Erwachsene
      https://www.forbes.com/sites/williamhaseltine/2020/07/31/new-evidence-suggests-young-children-spread-covid-19-more-efficiently-than-adults/#4c91b85b19fd

      Wenn die Schulen wieder im Regelbetrieb öffnen, werden alle meine Vorhersagen über den Spätherbst / Winter zu 100% unvermeidlich: eine Katastrophe !
      Es ist schon eine besondere Arroganz vorhanden, wenn Deutschland nicht von Fehlern anderer Länder bzw. von deren guten Vorbereitungen lernen will.
      Kinder potenziell infizierter Reiserückkehrer kehren gleich im Anschluss in den Regelbetrieb der Schulen zurück.

      Weshalb werden in China und anderen asiatischen Ländern die Schulen abends mit Desinfektionsmittel ausgesprüht? Scheinbar sehen sie dort eine große Gefahr der Verbreitung.

      Wem ist damit geholfen, wenn die Schulen flächendeckend im Spätherbst schließen müssen? Müsste nicht alles! unternommen werden, um einen weiteren flächendeckenden Lockdown zu verhindern? Regelschulbetrieb als Antwort darauf ist ein Witz. Ich habe mit Leuten gesprochen, die Corona als harmlos betrachten und alles als übertriebene Maßnahmen beschreiben. Auf meine Nachfrage, worauf sie ihre Thesen denn stützen, war ein Argument, so schlimm könnte es ja nicht sein, sonst würde die Politik die Kinder nicht in den Regelschulbetrieb schicken….

      Und in diesem Punkt muss ich ihnen zustimmen, es war das falsche Signal der Politik!
      Ist die Wiedereröffnung der Schulen im Normalbetrieb in den nächsten Tagen nicht ebenso ein „unverantwortliches Fehlverhalten“ wie es die Coronaleugner darstellen?

      Wir sind in einer PANDEMIE gefangen und die Menschen müssen dies in ihren Kopf bekommen.
      Dieses Ereignis ist NICHT KURZFRISTIG, NICHT LOKALISIERT und betrifft JEDEN!
      Die Gesellschaft wird eine lange Instabilitätsphase durchlaufen.

      Selbst eine mild verlaufende SARS-CoV-2-Infektion scheint das Herz dauerhaft beeinträchtigen zu können. Zu diesem Schluss kommen nun Kardiologen aus Frankfurt.
      https://www.kardiologie.org/covid-19/erkrankungen-des-perikards/covid-19–dauerhafte-herzschaeden-sogar-bei-milden-verlaeufen/18225326

  4. Ausnahmesituationen verlangen Ausnahmeregelungen! Wir leben in einer weltweiten, individuell lebensbedrohlichen Pandemie (für alle, die es noch nicht mitbekommen haben).

    Lernen findet vor allem sozial statt, das ist klar. Aber Pandemie und voll besetzte Klassen schließen sich nun mal aus. Ist es nicht egoistisch von Eltern, die meinen, wenn das eigene Kind in der Schule infiziert wird sei es nicht so schlimm, da Kinder kaum Symptome entwickeln und ein schwerer Verlauf der Erkrankung so gut wie ausgeschlossen werden kann?

    Was ist mit den Lehrern, Sozialpädagogen, älteren Schülerinnen und Schülern, Studenten, Hausmeistern, Küchenpersonal…
    Sind deren Gesundheit völlig egal?

    In dieser Diskussion geht es doch vorwiegend um die Belange der Eltern, die offensichtlich nicht damit klarkommen ihre Kinder pandemiebedingt vorübergehend selbst erziehen und beaufsichtigen zu müssen.
    Lehrer sollen, wie immer alles kompensieren, was Eltern zu Hause nicht hinbekommen.
    Das Recht der Kinder auf Bildung und Schule wird hier nur vorgeschoben.
    Bildung kann durchaus digital stattfinden und soziale Kontakte können die Kinder gerne in ihrer Freizeit haben.
    Ich möchte mal die Mutter sehen, die in ihrem Wohnzimmer 30 Kinder einlädt, nur damit das Kind die sozialen Kontakte pflegen kann!
    Bitte auch die Kinder trotz Husten und Schnupfen zu Besuch kommen lassen.

    Manche Eltern gehen hier definitiv fünf Schritte zu weit!

    Lasst nicht mit eurer Gesundheit spielen. Es ist das kostbarste, das ihr besitzt. Ist sie einmal weg, kriegt ihr sie nie wieder.
    Auf die Gewerkschaft ist ohnehin kein Verlass.

    Glücklich diejenigen, die ein Attest haben. Allen anderen kann man nur empfehlen, schützt euch so gut es geht und findet individuelle Lösungen. Erwartet keine Hilfe von außen. Die wird nicht kommen.
    Keiner dankt es euch, wenn ihr am Ende infiziert wurdet. Da bekommt ihr nur Mitleid, werdet aussortiert und seid nur noch eine Ziffer in den Tabellen des RKI!
    Niemals vergessen: Die eigene Gesundheit, steht über allem!!!

    PS: Wenn man Menschen fragt, was Ihnen am wichtigsten ist, dann kommt an erster Stelle immer die Antwort: Gesundheit!
    Ich habe bisher noch niemanden gehört, der das Recht auf Bildung (der Kinder) an erste Stelle gesetzt hat!

    • Ja, Gesundheit ist das Wichtigste. Dennoch finde ich es unfair, die Eltern als egoistisch zu beschimpfen, die neben ihrem eigenen Job die Kinder beaufsichtigen und beschulen sollen. Das geht auf Dauer einfach nicht. Es muss eine Lösung her, die auch die Eltern entlastet. Man kann unmöglich verlangen, dass das noch 1-2 Jahre so weitergeht. Nur fehlt es dafür an Räumlichkeiten und Personal – die alten Probleme, die auch bisher nicht ansatzweise gelöst werden. Es wird nochmal versucht, und das macht mich ärgerlich!

      • Was fehlt, sind digitale Geräte für alle SuS und alle KuK. Dazu entsprechende DSGVO-konforme Software und Internetanschlüsse.Dann könnte man so einiges schaffen.
        Kosten auch nicht viel – zumindest im Verhältnis zu den Ausgaben, die gerade im Zusammenhang mit Corona beschlossen wurden.
        Was könnte man mit den Milliarden für die Lufthansa alles mache?
        Aber die Bildung steht halt ganz unten auf der Liste!

    • Kein Problem, mein Kind darf gerne zu Hause bleiben. Sollte ich mein Kind auch unterrichten müssen, will ich aber nicht, dass wir mit unseren Steuern die ganze Lehrerschar durchfüttern. Einheitlicher Stundenplan in BW, Lernvideos, die üblichen AB. Vom entfallenden Lehrergehalt bekommen die Familien ihren Anteil, da Bei Kindern bis 12 Jahre das Alleinverdienermodell an der Tagesordnung ist.

      • Von Ihrem Steuergeld kommen gerade einmal ein Paar Cent-Beträge bei einem Lehrer an. Schicken Sie mir Ihre Kontodaten. Ich überweise Ihnen gerne 99 Cent. Das ist ein Vielfaches von dem was bei einem Lehrer ankommt. Da haben Sie sogar Profit gemacht!! Dann bekommen Sie aber gar nichts mehr von dem was Sie fordern und müssen Ihr Kind komplett allein beschulen.

  5. https://www.n-tv.de/politik/Brauchen-staerkere-Entzerrung-in-Schulen-article21948763.html

    Vielleicht hätten sie Politiker dazu mal früher positionieren sollen, nicht erst jetzt, wenn in etlichen Bundesländern die Schule wieder beginnt. Der Anregung von Karliczek vor einigen Wochen, Vereinsheime u.ä. für den Unterricht zu nutzen, ist doch niemand in den Kultusministerien nachgekommen. Außer Regelbetrieb fällt denen nix ein. Ist ja am bequemsten und billigsten. Kollateralschäden werden in Kauf genommen.

  6. Da hätten Eltern Karriereplanung und Familienplanung besser organisieren müssen.

    Entscheidet man sich für ein Kind, muss einem klar sein, dass man Einschränkungen haben kann. Mit oder ohne Pandemie ist es unumgänglich.
    Kann das wirklich ein Argument zur Gefährdung der Gesundheit der Bevölkerung sein? Hauptsache ich kann Karriere machen?!
    Es ist wie in der Allianzwerbung: „Woher kommt nur dieses „ICH, ICH, ICH?!“!

    Lasst Euch nichts einreden! Sorgt für euren Schutz und eure Gesundheit. Egal was hier einem alles vorgeworfen wird oder behauptet wird. Hier geht es um eure Gesundheit! Und den anderen ist diese gerade scheißegal! (Entschuldigt bitte den Ausdruck! Ich sag nur wie es ist!)

      • Liebe Illy, lieber Defense, sehen Sie meine Antwort oben. Wir Eltern betreuen und beschulen unsere Kinder gerne, durch die anstehende Maskenpflicht überlegen sich das einige Eltern. Einheitliche Lehrpläne, Lernvideos, Fernsehprogramme, Streaming mit Fragen beantworten. Ein Schulzentrum im Landkreis.

  7. Katinka26
    Es tut mir Leid, wenn ich so einen Beitrag lese kann ich nicht anders, als darauf zu verweisen, dass keine Generation auf diesem Planeten ein verbrieftes Recht hat, welches ihr ein angenehmes Leben bescheinigt. Meine Vorfahren haben 2 Weltkriege, Währungszusammenbrüche, Vertreibung und sinnloses Sterben in Massen erlebt. Wurden sie gefragt, ob ihnen solch ein Lebensentwurf genehm sei?
    Sie reklamieren selbstverständlich für sich, dass sie berufstätig sind und nebenbei Kinder haben.
    Schauen Sie in die Geschichte, es gab immer schwere Umbrüche, deren Ursachen waren auch immer unterschiedlich. Vor welcher Instanz wollen Sie einklagen, dass wir nun auch vor einer sehr schwierigen zeitgeschichtlichen Epoche ( Pandemie mit sehr schweren wirtschaftlichen Verwerfungen am Ende ) stehen und Sie der Meinung sind, dass man dies nicht so verlangen kann? Selbst wenn eine Generation schon Schülern ein ganzes Schuljahr wiederholen müssten, wäre dies kein Weltuntergang.
    Jede zweit Ehe wird geschieden und die Gesellschaft soll dann diese Lebensentwürfe selbstverständlich kompensieren. Niemand wird gezwungen Kinder in diese Welt zu setzen, aber damit sind eben weitreichende Verantwortungsebenen verbunden, die man nicht alle in der Gesellschaft abladen kann.

    • Das haben Sie sehr klug und richtig auf den Punkt gebracht. Wir Eltern entscheiden uns zum Zeitpunkt der Empfängnisbereitschaft für umfassende Verantwortung in guten wie in schlechten Zeiten. Die ist nicht verhandelbar und bequem auch nicht. Kinder sind mehr als ein definiertes Glückskonzept vom Leben. Das kann zwischendurch auch richtig hart werden und da sind wir es ihnen schuldig, nicht der eierlegende Wollmilchsau hinterherzuheulen, sondern nach der IN DIESER SITUATION bestmöglichen Lösung zu suchen. Wie wir bisher lebten, war ein unverdientes, geschenktes Privileg, kein berechtigter Anspruch auf alles und zwar sofort. Und trotz diverserEinschränkungen haben wir hier so viel Glück und so viele Chancen, weich zu fallen. Ich wage mich vor: Diejenigen, die sich am meistens großspurig beschweren,sie hätten gern ihr altes Leben zurück, hatten bisher vgl.weise wenig existentielle Sorgen oder Hartz4-Erfahrungen. Da hören sich die Sorgen anders an.

    • Stimmt!
      Ich möchte noch hinzufügen, dass die Kinder, die in den Weltkriegen keinen oder nur rudimentären Unterricht hatten, Deutschland aufgebaut haben.
      Soviel zum Argument, ein paar Monate Corona „fahren eine ganze Generation gegen die Wand“.

  8. Und noch einmal:

    Pandemie und voll besetzte Klassen schließen sich aus!!

    Und wenn die Pandemie zehn Jahre dauert, müssen eben zehn Jahre lang Ausnahmeregelungen beschlossen werden. Wie kann die Entlastung der Eltern da eine Rolle spielen?
    Die Gesundheit aller für die Entlastung der Eltern? Eltern fordern Regelbetrieb wie vor der Pandemie! Geht es noch egoistischer?

    By the way: Meine Kinder waren für mich noch nie eine Belastung, sondern immer eine Bereicherung.

    • Schön gesprochen.

      Auch aus volkswirtschaftlicher Sicht, wäre die breite Schulöffnung eine Karastrophe. Einen zweiten kompletten Lockdown dürften viele Unternehmen nicht überleben.

      • Sie wird zur volkswirtschaftlichen Katastrophe führen und damit auch zu vielen persönlichen Katas., ….wenn man an dem Konzept der Regelbeschulung festhält. Nimmt die Politik dies aus irgendwelchen Gründen in Kauf?? Kann kaum noch glauben, dass sie nicht wissen, was sie tun….

        Vielleicht sollte man genauer hinhören was Politiker – in diesem Fall die Kanzlerin – so verkünden…

        Bei ihrer Rede beim Weltwirtschaftsforum in Davos hat Angela Merkel von „gigantischen Transformationen“ in den nächsten Jahrzehnten gesprochen. Wahrscheinlich erleben wir den Beginn dieser gigantischen Transformation……..
        https://www.welt.de/politik/article205283507/Merkel-in-Davos-Gesamte-Art-des-Lebens-in-naechsten-30-Jahren-verlassen.html

  9. Defense
    Da hätten Eltern Karriereplanung und Familienplanung besser organisieren müssen.

    Entscheidet man sich für ein Kind, muss einem klar sein, dass man Einschränkungen haben kann. Mit oder ohne Pandemie ist es unumgänglich.

    —————-

    Volle Zustimmung…erweitere aber: Ich , Mir , Meine, Mich

  10. Die Einschätzung des RKI wird nicht dazu führen, dass die Kultusminister dahingehend Konsequenzen für entsprechende Schutzmaßnahmen ziehen.

  11. https://www.tagesspiegel.de/wissen/das-fieber-geht-die-organschaeden-bleiben-noch-wochen-nach-covid-19-schlapp-und-atemlos/26043786.html

    Es wird zu wenig öffentlichkeitswirksam über die Folgen informiert! Selbst das RKI hat ja anfangs wochenlang den Spruch gebetet, das 4 von 5 Infektionen harmlos verlaufen. Nun ist man mit den Erkenntnissen aber ein Stück weiter, und das müsste auch mal kommuniziert werden!! Auf Zigarettenschachteln sieht man als Abschreckung Bilder von Raucherlungen und Raucherbeinen. Vielleicht sollte man mal Bilder von Covid-19-Lungen einer breiten Öffentlichkeit präsentieren. Das hat nichts mit Panikmache zu tun, aber alle Realitätsverweigerer, die das Maskentragen als Einschränkung ihrer persönlichen Freiheit betrachten, sollten darauf vielleicht mal einen Blick werfen. Und Langzeitkranke sind der Gesellschaft /Wirtschaft auch nicht dienlich… man sollte hier auch etwas längerfristig denken.

  12. Ich stimme defense voll zu!

    Wir möchten unser Kind nicht in die Schule schicken müssen, unter solchen Bedingungen. (Leider sind wir hier in NRW)
    Wir möchte die gleichen Möglichkeiten wie in Baden-Württemberg bekommen, die Eltern können entscheiden, ob sie es schicken möchten oder nicht.

    Es ist ein Skandal, das in den ganzen Wochen nur so ein lächerliches Konzept für die Schule aufgestellt wird. Was hat man denn mit der ganze Zeit gemacht?

    Wir leben in einem digitalen Zeitalter, da sollte es doch wohl möglich sein, das digitale Lernen zu ermöglichen.

    Ich bin entsetzt. Es fühlt sich an wie in einem schlechten Film.

    Die Zeiten sind nun mal so wie sie sind.
    Da nützt es auch nichts mit dem Fuss aufzustampfen und zu zetern, ich will, ich will, ich will…das alles so gemacht wird wie vorher….
    Die Zeiten sind vorbei, die Zeiten erfordern ein neues Denken..

    • Leider gab es hier noch nie eine Antwort. Isolieren Sie Ihre Kinder? Hier sind ja einige, die ihre Kinder nicht zur Schule schicken wollen. Denn, sollten Kinder Freunde treffen, treffen diese wieder andere Freunde. Und im Verein sind wieder andere Kids….also bleibt nur seine Kinder zu isolieren. Alles andere wäre ja inkonsequent. Da sich die hier anwesenden Lehrer ja gut schützen wollen. Isolieren Sie ihre Kinder bis auf Weiteres ohne Prrspektive? Verbieten Sie den Kindern ein Sozialleben?

  13. Oberstufenschüler würden sogar etwas für das weitere Leben lernen bei digitaler Beachulung. Eigenverantwortung und Selbstständigkeit. Wer mit 15/16 nicht alleine lernen kann, der ist später auch nicht studierfähig/ausbildungsfähig.
    Für Grundschüler und die Unterstufe ist das nicht umsetzbar. Aber dort muss der Arbeitsschutz optimiert werden. Die Kinder tragen doch sonst Infektionen in ihre Familien und diese in die Betriebe.

  14. So ist es! Sie haben vollkommen recht. Ich gebe zu Ihrem Beitrag noch meine two cents. In Krisenzeiten zeigt ein nicht funktionierendes System seine Schwächen. Das deutsche Schulsystem erweist sich im internationalen Vergleich als mittelmäßig. Wollen wir weiterhin wettbewerbsfähig bleiben, brauchen wir ein neues Schulsystem. Das preußische Beamtentum mit seinen Privilegien ist in der heutigen digitalisierten Welt obsolet. Der Lehrerberuf sollte neu konzipiert und das Schulwesen an die moderne Welt angepasst werden. Dann werden auch hierzulande und nicht nur in Silicon Valley neue Ideen generiert, und vielleicht gibt es mal wieder einen nicht ausgewanderten deutschen Nobelpreisträger (m, w, d)

      • Das ist eine Lüge, ich habe gerade Kontakt zu einigen Schweden, die stehen zu diesem eingeschlagenen Weg. In der Schweiz läuft eine Befragung der Bürger, wie hoch der Anteil der Bevölkerung ist die eine kontrollierte Durchseuchung mittragen würde. Bisher knapp 50%, über 30% für bin mir nicht sicher, 16% waren für nein. Dänemark geht einen ähnlichen Weg, sie richten sich nicht nach den Infektzahlen, sondern nach den schweren Erkrankungen. Österreich geht einen ähnlichen Weg, Finnland hat alle Corona Maßnahmen fallen gelassen. Diese Länder suchen einen Weg, der auch der Vevölkerung eine langfristige Perspektive bietet, auch die Niederlande. Viele Länder suchen inzwischen einen nachhaltigen Weg um langfristig mit Corona zu leben. Spanien hatte einen harten Lockdown, hat es irgend etwas gebracht? Nein. Eine Impfung und ein Heilmittel ist nicht in Sicht, auch in Deutschkabd wird man nicht ewig mit Drohungen und Bußgeldern ein Volk disziplinieren können. Covid wird eine weitere Krankheit in unserem Leben sein. Es bleibt keiner nun 5 Jahre auf Distanz und wartet auf Wunder.

        • Sehr geehrte Frau Szidlovszky,

          wir möchten darum bitten, mit Begriffen wie „Lüge“ zurückhaltender zu sein. Wir werden zudem einige Posts von Ihnen nicht veröffentlichen, weil sie unbelegte Behauptungen beinhalten. Wir verbreiten keine Tatsachenbehauptungen ohne Quellenangaben. Die Bedingungen, unter denen wir Leserzuschriften veröffentlichen, können Sie hier nachlesen: https://www.news4teachers.de/uber-uns/

          Mit freundlichem Gruß
          Die Redaktion

      • @Bernd
        An den widersprüchlichen Artikeln können Sie die Unsicherheit in den Beurteilungen selbst der Fachleute sehen.
        Welchen Sinn macht es dann, dass wir Hobby-Virologen uns hier die Köpfe heiß reden und einer dem anderen fast verübelt, wenn er eine andere Meinung hat.

        • Meinung ist nicht das Problem – falsche Tatsachenbehauptungen, die mit Inbrunst vorgetragen werden, sind es.

          Schauen Sie sich die hohen Sterberaten in Schweden an, die sind Fakt. Auf der Grundlage kann man dann gerne darüber diskutieren, ob uns Schulöffnungen oder andere gesellschaftliche Lockerungen so wichtig sind. Wer allerdings behauptet, Schweden käme problemfrei durch die Pandemie und wir könnten’s deshalb genauso machen, der verzerrt die ja nun hinlänglich bekannte Realität. Dass dann mal eine Woche lang die Infektionsraten in Schweden stabil sein mögen, ändert daran gar nichts. Die Toten sind tot.

    • Wissen Sie warum die Zahlen in Schweden im Juni noch einmal stiegen? Es gab nun einen Coronatest in der Apotheke zu kaufen. Ein Verkaufshit! Die Schweden nutzten die Möglichkeit. Aber hier in Skandinavien ist alles ruhiger, unaufgeregter, keine Masken, keine Sperrungen, hier in Dänemark sind die Kids seit gestern aus den Ferien. Ganz normal, aber die hatten ja seit April Zeit zum üben. Vielleicht sollten die Politiker mal hier in den Norden kommen.

  15. Super! Focus (online) hat voll den Durchblick. Das rechtfertigt natürlich die vollständige Öffnung der Schulen. Danke für den Hinweis!

  16. Wie leben in BA-Wü, habe einen Risikopatienten in der Familie und würden gerne das Homeschooling – Angebot nutzen. Das Problem ist nur, dass es keines gibt. Wir bekommen zwar Arbeitsblätter zugeschickt, aber mehr nicht. Bisher war das kein Problem, da unser Sohn ja aber im kommenden Schuljahr die Mittlere Reife
    ablegen wird, unsere Tagesmutter für die Jüngste abgesprungen ist und mein Mann wieder voll arbeiten muss, sehe ich wenig Raum um ihn adäquat auf die Prüfungen vorzubereiten. Die Schule hat kein Konzept für solche Fälle, verweist ans Schulamt. Obwohl es an Nachbarschulen im selben Jahrgang auch Betroffene Schüler gibt, und wir zu diesen Schulleitern schon Kontakt aufgenommen haben, gibt es keine Planung eines digitalen Unterrichts. Das einzige Angebot das wir bekamen war, ihn die Abschlussprüfungen als Externer mitschreiben zu lassen.
    Wir werden total allein gelassen….
    Wenn wir ihn zur Schule schicken, bedeutet dies aber eine nicht unerhebliche Gefährdung…

  17. PS: Und noch ist nicht klar, wie viele Kinder mit Folgeschäden erkranken. Sollte das eigene Kind mit einer pandemiebedingten Behinderung den Rest seines Lebens verbringen müssen ( ist ein Lotteriespiel), dann dürfte es für mindestens ein Elternteil ebenfalls schwierig werden, seinen Beruf ungehindert ausüben zu können, so wie es von Katinka26 befürchtet wird.

    • Wie kommen Sie darauf, dass es dort keine übermäßige Häufung von Todesfällen gegeben haben soll? Das steht nicht in dem Text, auf den Sie verlinken.

      • In dem Text steht halt auch nicht, dass es doch so ist. Sie wollen der Presse doch nicht unterstellen, aus politischen oder sonstwelchen Gründen tendenziös zu berichten, um eine gewisse Haltung zu einem Thema zu erreichen…

        Wenn es eine extreme Häufung gäbe – es müssten viele hundert Tote jeden Tag zusätzlich sein – würde man in den Nachrichten etwas darüber erfahren. Offenbar ist die Anzahl Todesfälle pro Tag dort nicht signifikant höher als vor dem Ausbruch der Pandemie.

        • Georg
          Wahrscheinlich waren Sie nie dort. Das Sterben wird dem persönlichen Karma zugeordnet und es inter. in der Regel – im Sinne von Anteilnahme – nur wenig. Insofern wahrscheinlich keine verlässlichen Zahlen vorliegen dürften und ihre Schlussfolgerung eine Luftnummer sein dürfte.

      • Glaube ich jetzt kaum – Sie erfinden Nachrichten und halten Ihre eigenen Fake News für „glaubwürdig“, weil gerade nichts anderes berichtet wird? Mit so einem Dreck gehen Sie in die Öffentlichkeit?

  18. In den Slums in Indien werden häufig gar keine Tests gemacht. Die Menschen leben und sterben dort immer unbemerkt. Wer will den feststellen, ob der Tote an Hunger, an einer Infektion oder eben an Covid-19 gestorben ist. Dort wird das Ausmaß der Katastrophe erst hinterher sichtbar werden.
    Mich erschrecken in diesem Forum im Moment eher die Sammlung an Verschwörungstheoretiker Aussagen, gepaart mich rechtsradikalem Gedankengut. Meinungsfreiheit hin oder her, aber Kleinkinder können nicht bei gleichzeitiger (notwendiger) Berufstätigkeit zu Hause betreut werden. Meine Grundschüler wurden toll auch zu Hause betreut, aber es fehlte die soziale Komponente. Chancengleichheit fällt dann auch weg? Der Professorensohn hat dann zu Hause die volle Unterstützung, erhält alle gewünschten Bücher und digitalen Zugänge, während der Sohn der Raumpflegerin, des Fließbandarbeiters noch nicht einmal ein digitales Endgerät hat, um am Unterricht teil zu nehmen. Wenn ich hier lese über den angeblichen „Egoismus“ der Eltern, dann lese ich egoistische Aussagen von Menschen die mit ihrer Haltung besser nicht Lehrer sein sollten. Ich habe mit Maske in der Grundschule gearbeitet und es hat funktioniert. Klar, angenehm ist anders. Aber es wurde ja auf Kriegszeiten angespielt. Also im Umkehrschluss muss ich sagen, da müssen wir durch. Die Kassiererin im Supermarkt fragt ihr ja auch nicht, wie sie sich fühlt nach 8h Arbeit mit Maske.
    Die Eltern sollten die Wahl haben, ob sie ihre Kinder schicken. Von mir, die ich in der Schule stehe, können sie dann aber nicht noch Einzelunterricht zu Hause erwarten. Wenn ich das Kind zu Hause behalte, dann bin ich auch verantwortlich für die Bildung zu sorgen. Material wird gestellt, Rundumbetreuung nicht. Den digitalen Zusatzunterricht müssen dann die Kollegen übernehmen, die zu Hause bleiben. Abstand zu wahren ist für die Kinder der Grundschule untereinander nicht möglich. Hier sollte jeder Elternteil so verantwortlich sein, sein Kind zu Hause zu lassen, wenn es anfängt Erkältungssymtome/Magendarmbeschwerden zu zeigen (sehr wohl auch Covid-19 lässt Kindern die Nase laufen). Es hat sich als sinnvoll erwiesen, die Klassen voneinander getrennt zu halten (leider wurde nicht weitergedacht, denn im Hort waren dann alle wieder bunt gemischt). Das heißt für mich als Lehrer allerdings Unterricht ohne Pause. Hier sind sinnvolle Ideen gefragt. Auch wie die Kinder mehr Bewegungszeit bekommen können auch wenn die Schule groß ist und der Schulhof klein. In den weiterführenden Schulen finde ich einen Wechsel zwischen Präsensunterricht und zu Hause Wochenpläne bearbeiten zumutbar. Dazu dürfen vor allem die Gymnasialkollegen gerne Links teilen mit Aufgaben etc. In der Werkrealschule benötigt man Präsensunterricht. In Gmeinschaftsschulen arbeiten die Kinder häufig an ihren Arbeitsplänen. Da ist doch ein Wochenwechsel mit halber Mannschaft auch möglich. Mich regt es auf, dass die Bildungspolitiker hier so wenig Fähigkeit im Planung und flexiblen Denken aufweisen und die Bundespolitik die Gelder in die Industrie gesteckt haben und nicht in die Schulen…

    • Wir würden unseren Sohn (ab 12.08. in der 7. Klasse eines Gymnasiums) gerne weiter zu Hause lernen lassen, wochenweise halbe Besetzung im Klassenzimmer wäre auch noch o.k., wenn die Abstandsregel im Klassenzimmer nicht aufgehoben worden wäre. Aber leider geht er in NRW zur Schule und wir Eltern dürfen nicht mit entscheiden, ob wir ihn in die Schule schicken wollen oder nicht.
      Wo ich Ihnen voll und ganz zustimme ist, dass die Politiker das Recht auf Bildung unserer Schüler Jahre und Jahrzehntelang (nicht erst seit Corona) vernachlässigt haben und stattdessen die Industrie bezuschussen. Diese ist mit Sicherheit auch wichtig, aber was nützt sie uns ohne gut ausgebildete Nachwuchsfachkräfte???

    • Den Satz bzgl. der Berufswahl und dem Egoismus haben Sie nicht weiter ausgeführt. So ergibt er keinen Sinn und wirkt auf mich sehr widersprüchlich.

      Ich kopiere Ihnen gerne nochmal meine Formulierung:

      Ist es nicht egoistisch von Eltern, die meinen, wenn das eigene Kind in der Schule infiziert wird sei es nicht so schlimm, da Kinder kaum Symptome entwickeln und ein schwerer Verlauf der Erkrankung so gut wie ausgeschlossen werden kann?

      Was ist mit den Lehrern, Sozialpädagogen, älteren Schülerinnen und Schülern, Studenten, Hausmeistern, Küchenpersonal…
      Sind deren Gesundheit völlig egal?

      Verstehe Ihr Problem grad nicht?!

  19. Das Sterben der anderen
    Mich ärgert, dass man die Diskussion hier ausspielt Raumpflegerin gegen Professorensohn, weiter reicht der Horizont anscheinend nicht. Risikopatienten und pflegende Angehörige gibt es allerdings in allen Einkommensschichten und auf genau die wird keine Rücksicht mehr genommen, die gibt es gar nicht mehr. Da darf jetzt munter gestorben werden, dürfen Risikopatienten nach schwerem Verlauf mit der großzügigen Erwerbsminderungsrente für Ihre Familien aufkommen, dürfen jeden Tag zittern und bangen, weil weder für diese Gruppen in 6 Monaten ein vernünftiges Home Schooling Konzept auf die Beine gestellt werden konnte noch von Lehrern erwartet werden darf, diesen noch Material zukommen zu lassen. Zynischer geht es kaum. Und abschließen, Eltern mit Risikokindern oder von denen selbst jemand Risikopatient ist, sitzen normalerweise in diesem Staat nicht mehr in der schicken Villa mit Professorengehalt!

  20. Diese ständigen Vergleiche mit der Kassiererin, die auch zur Arbeit müsse und sich nicht so zieren würde wie LuL, sind einfach unzutreffend.
    Die Kassiererin sitzt hinter einer Plexiglasscheibe, im Markt stehen pro Person mindestens 10 (oder 20) qm zur Verfügung, entsprechend mehr Raumluft, Kunden halten Abstand und sprechen nur das Nötigste.
    Im Klassenraum werden jedem Schüler nur 2 qm zugestanden, der Lehrer nicht einberechnet, entsprechend ist die Raumluft. Kinder bewegen sich, kommen nahe, rufen, lachen, usw. spätestens wenn’s zur Pause klingelt. Aber das weiß man nicht, wenn man nicht selber drinsteckt.
    Im Supermarkt: 6 Personen auf 60 qm,
    in der Schule: 31 Personen auf 60 qm.
    Das ist in Pandemiezeiten ein bedeutender Unterschied.

    • In einem Supermarkt halten sich pro Stunde wesentlich mehr Personen pro Quadratmeter auf als in einer Schule. Lehrer und Kitamitarbeiter gehören laut einer niederländischen Studie, die bei geöffneten Kitas und Grundschulen durchgeführt wurde, zu den Berufsgruppen mit dem geringsten Mortalitäts- und Infektionsrisiko durch SARS-CoV-2.
      Wenn sie nicht unterrichten wollen, um sich dem relativ geringen Risiko einer Infektion aussetzen, so bleiben sie doch bitte besser zu Hause.
      Damit ist allen gedient, und die meisten haben damit auch kein Problem.
      Sie brauchen sich ebenso wie die anderen nicht ständig rechtfertigen.

      • „In einem Supermarkt halten sich pro Stunde wesentlich mehr Personen pro Quadratmeter auf als in einer Schule“. Sehr schön. Angenommen es gibt unter siesen „viel mehr“Personen“ einen Infizierten, wie lange kontaktiert er mit einer Kassiererin? 3 Minuten? und wier lange kontaktiert ein infizierter Schüler mit dem Lehrer und mit seinen Klassenkameraden?

        • Olga T.
          Darin sieht man wieder welchen Nonsens er verbreitet. Sie haben genau die richtige Fragestellung formuliert, ergänzend dazu muss man anführen, dass diese Studie bei einem relativ moderaten Virusgeschehen in der Gesamtgesellschaft erfolgte und die Ergebnisse dadurch sehr fragwürdig für solch eine Bewertung sind.

    • „Dass es Infektionen an Schulen geben wird, steht für die Fachleute fest.“

      Wenn es andere betrifft, ist man bei Kollateralschäden offenbar großzügig.

  21. Es wäre nun mehrere Monate Zeit gewesen ein Digital-Konzept für Risikokinder auf die Beine zu stellen oder überhaupt ein Konzept oder zumindest die Wochenaufgaben online zu verschicken aber es gibt nichts, man solle sich die Aufgaben von Mitschülern besorgen. Ich verstehe und bekam dies auch mit, dass Lehrer wirklich gut ausgelastet sind aber trotzdem ist nur eine Aufhebung der Präsenzpflicht ohne gleichzeitiges Lernangebot eine Mogelpackung.

    • Omg – kein Mensch braucht weitere Konzepte. Es braucht endlich eine Ausstattung wie sie in vielen bereichen des Wirtschaftslebens Standard ist. Es kann nicht sein, dass ein erheblicher Teil der Lehrkräfte privat besser ausgestattet ist als am Arbeitsplatz in der Schule. Solange der streit zwischen den Ländern als Arbeitgeber der Lehrkräfte und den Kommunen, die für die sächliche Ausstattung der Schulen zuständig sind – d.h. zahlen müssen – wird sich „Mittel aus dem Digitalpakt“ hin oder her nichts ändern.

    • Was genau haben Sie für welche Situation erwartet?

      Wenn Präsenzpflicht besteht, gilt diese für alle Kinder. Warum braucht es dann digitale Möglichkeiten?

      • Weil es verantwortungsvolle Eltern gibt, die ihre einer Risikogruppe angehörenden Kinder trotz Präsenzpflicht nicht in die Schule schicken werden!

        • Hier gibt es (zumindest an unserer Schule) Wochenpläne und ausgearbeitete Arbeitshefte zu den Themen und für jedes Kind eine Lehrerin (Risikopatentien) die die Kinder im Digitalen Klassenzimmer unterstützt. Dass das dann nicht voll 4-5 Schulstunden stattfindet (da Einzel- oder Kleingruppenbetreuung stattfindet) ist logisch. Ich bin auch dafür, dass wie bei den Lehrern, auch die Kinder ein Attest vorweisen müssen. Denn bei uns bleiben nicht nur die schwer vorerkrankten Kinder/Risikopatienten zu Hause. Als Klassenlehrer, kann ich den Kindern die zu Hause sind zwar das Material inklusive Wochenpläne zur Verfügung stellen, aber den digitalen Unterricht kann ich neben dem Unterricht in die Schule nicht noch leisten. Nach 4-5 Stunden ohne Pause und der regulären Unterricht Vor- und Nachbereitung, sowie allen anderen schulischen Verpflichtungen ist kein digitaler Unterricht für Kinder die zu Hause sind möglich. Das war auch früher so, wenn ein Kind langfristig erkrankt, dann bekommt es die Materialien mit in die Klinik/Kur etc. und erarbeitet es dort.

  22. Meine Frau macht eine Ausbildung und die Sitzen mit über 30 Leuten in einer Klasse die gerade Mal 25 Quadratmeter beträgt und wenn jemand was sagt wird er blöd angesprochen ich selber gehöre zur Risiko Gruppe wo kann man soetwas melden und kümmert sich darum

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