Zwei weitere Lehrer in Gymnasium infiziert – 205 Schüler in Quarantäne

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SCHWERIN. Die Corona-Infektion einer Gymnasiallehrerin in Ludwigslust hat Folgen. Wie ein Sprecher des Landkreises Ludwigslust-Parchim am Samstag sagte, wurden bei Tests im gesamten Kollegium zwei weitere Pädagogen positiv auf das neuartige Coronavirus getestet. Diese hätten seit dem Schulstart am Montag Kontakt zu 205 Schülern gehabt, die nun zu Hause in Quarantäne bleiben müssten. Für die restlichen 600 Schüler ruht der Präsenzunterricht zunächst bis einschließlich Mittwoch kommender Woche.

Nach wie vor ist die Corona-Krise nicht bewältigt. Illustration: Shutterstock

Neben dem Gymnasium in Ludwigslust war am Freitag vorsorglich auch die Ostsee-Grundschule in Graal-Müritz (Landkreis Rostock) geschlossen worden. Dort war bei einem Schüler eine Corona-Infektion festgestellt worden. Diese Schule bleibt für zwei Wochen zu, wie der Landkreis mitteilte. Alle Kinder, Lehrer und sonstigen Schulmitarbeiter seien in Quarantäne geschickt worden. Mecklenburg-Vorpommern war am Montag als erstes Bundesland ins Schuljahr 2020/2021 gestartet. News4teachers / mit Material der dpa

Bildungsministerin mahnt allgemeine Einhaltung der Hygieneregeln an

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5 KOMMENTARE

  1. Titel für diesen Beitrag:
    „Was man in MV von Kollegen so berichtet bekommt“
    ODER
    „Potentielle Infektionsstarter an Schulen: SCHWERIN bei Regenwetter“

    Die Montessorischule Schwerin hat dieses Jahr keine Sporthalle.
    Sagen BM und Stadt nun vielleicht: „Macht Sport draußen solange ihr könnt, ansonsten 2020/21 Ausfall?“ Nö!

    BM und Stadt verantworten: Bei schlechtem Wetter, im Herbst/Winter, sind die einzelnen Montessoriklassen Gäste in verschiedenen(!) Sporthallen anderer Schulen zur gleichen Schulzeit wie alle anderen.
    Sind sie dort allein? Nö!
    Die Sporthallen sind imaginär in kleine Querfelder geteilt. Gastgeberschule ein oder zwei Felder. Montessoriklasse ein Feld.

    Problem für die Gastgeberschulen: Alle staatlichen Schulen Schwerins sind wie die in unseren anderen etwas größeren bzw. beliebten MV-Städten wegen jahrelangen Nichthörenwollens aktualisierter Prognosen bereits im Normalbetrieb überbelegt. Generell sehr schwierig ist dies auch für die Planung des Sportunterrichts. Wer an solch einer Schule arbeitet, mit zusätzlich aufgedrückten Klassen, der weiß, wie oft um die Kapazität der Sporthallen herum geplant werden muss.
    Neu kommt nun dazu: Jetzt sollen jeweils nur 5/6, 7/8 oder 9/10 zusammen in der Halle sein.
    Funktioniert das? Nicht überall. Überbelegungszustand halt.
    Darf deshalb Sport bei schlechtem Wetter ausfallen? Nö! Ab in die Halle.

    Für Schweriner Schulen noch neu dazu: Das Plus der Montessoriklassen.

    Wer glaubt, dass das ohne Extraressourcen konform zu BM-Hygieneplan funktionieren kann? Allein die Belegungstrennung der Zweierklassenstufen und dann noch mit Gastklassen? Wie machen die das eigentlich in den engen Umkleiden?

    Schulleiter der Montessorischule möchte ich gerade nicht sein.
    Der gastgebenden Schulen auch nicht.

    Ich wünsche dem Gesundheitsamt Schwerins eine gute personelle Ausstattung für das Nachverfolgen EINER Infektion aus diesem Zusammenhang.

    (Und vielleicht kommt das BM ja wenigstens in diesen Fall auf die Idee, den Schulleitungen eine Verwaltungskraft zusätzlich zu gewähren. Es wäre die einzige coronabedingte Aufstockung. Aber immerhin, es wäre eine hilfreiche, dafür ein geschultes aufzuteilendes Team vorzuhalten. Denn die meisten Eltern wollen ganz gewiss schnell wissen, wie nah die Gefahr für ihr(e) Kind(er) und ggf. für deren Angehörige der Hochrisikogruppen ist. Wir sprechen über hunderte Familien, auf die das gleichzeitig zutrifft.)

  2. Ich vergaß zu erwähnen: Die personelle Ausstattung in unserem Bundesland richtet sich lt. meiner Schulleitung nach der Schülerzahl von 2014.

    Ein Schelm, wer Böses DABEI denkt: Alle Schülerzahlen sind tagesaktuell über das seit mehreren Jahren existierende und für Schulen verpflichtende zentrale Planungsprogramm für das Bildungsministerium abrufbar.

    • Ich würde sagen ein klassisches Instrument der Bezirksregierungen. In NRW hat man einfach jahrelang den Bedarf von Sonderpädagogen an Regelschulen an den Schülern von vor Jahren (als es noch freiwillige Inklusion gab) bemessen.

      Wird also häufiger gemacht sowas. Kann man auch machen, ist dann halt nur eben scheiße und irgendwann bekommt man die Probleme (wie jetzt mit der Digitalisierung), bloß meist mehrere Legislaturperioden später.

  3. Dauert diese Quarantäne immer noch 14 Tage?
    Wenn die Schüler in Quarantäne sind, sind wahrscheinlich auch deren Eltern und Kontaktpersonen in Quarantäne, dasselbe mit den Lehrern.
    Wenn man als Lehrer Pech hat, ist man im Laufe eines Schuljahrs mehrmals 2 Wochen wegen irgendwelchen Coronafällen an der Schule in Quarantäne und die Familienmitglieder mit.
    Ich kann mir nicht vorstellen, dass dieses Konzept eine Dauerlösung sein kann.

    • Bisher sind ja immer nur die Erstkontakte in Quarantäne.

      Das Kind bleibt zu Hause (allein?), die Eltern gehen arbeiten und bleiben erst zu Hause, wenn das Kind tatsächlich sichtbar erkrankt und positiv getestet wird.

      Sind die Lehrkräfte in mehreren Klassen oder Schulen eingesetzt, bleiben entsprechend viele SuS zu Hause.
      Auch kann ein Schulbetrieb kaum aufrecht erhalten werden, wenn mehrer Lehrkräfte in Quarantäne sind. Dann werden entsprechend viele SuS zu Hause bleiben müssen.

      Aber diese Gedanken machen wir uns erst, wenn wir zu Hause sitzen und alle von da aus den Betrieb organisieren oder per Brieftaube absagen müssen, Briefe austragen ist ja dann nicht mehr möglich.

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