Bildungsministerin mahnt allgemeine Einhaltung der Hygieneregeln an

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SCHWERIN. Nach den ersten coronabedingten Schulschließungen in Mecklenburg-Vorpommern seit dem Schulstart am Montag hat Bildungsministerin Bettina Martin (SPD) an die Bevölkerung appelliert, die Maßgaben zum Infektionsschutz konsequent umzusetzen. «Wenn wir möchten, dass die Kinder Schule machen können, dass die Kinder und Lehrkräfte sicher sind an den Schulen, dann müssen sich alle auch außerhalb der Schulen an die Regeln halten», sagte Martin am Freitag in Schwerin. «Denn das Coronavirus ist ja nicht in der Schule und wartet dort auf die Schüler. Das Virus wird von außen in die Schulen getragen.»

Hat die Schulen als erste Kultusministerin in Deutschland weit aufgemacht: Bettina Martin, Bildungsministerin von Mecklenburg-Vorpommern. Foto: Regierungsportal M-V / Ute Grabowsky

Ziel bleibe, mit lokalen Einschränkungen auf örtliche Infektionen zu reagieren und flächendeckende Schulschließungen wie im Frühjahr zu verhindern, betonte Martin. In jedem Fall gelte es, rasch und entschlossen zu handeln. In den beiden jetzt bekannt gewordenen Fällen in Graal-Müritz (Landkreis Rostock) und Ludwigslust (Landkreis Ludwigslust-Parchim) hätten dies die Gesundheitsämter auch getan. Die Eltern, seien informiert und alle Maßnahmen zur Ermittlung von Kontaktketten eingeleitet worden. «Sicherheit steht an erster Stelle.»

Grundschule und Gymnasium haben ihren Präsenzunterricht eingestellt

In Graal-Müritz hatten zuvor die Behörden eine Grundschule, in Ludwigslust ein Gymnasium mit zusammen rund 1000 Schülern geschlossen. In der Grundschule ist ein Schüler infiziert, an dem Gymnasium eine Lehrerin. Die Pädagogin habe zwar keinen Unterricht erteilt, vor Schulbeginn aber an einer Fortbildung teilgenommen, sagte Martin. Umfassende Tests sollten nun zeigen, ob dabei auch andere Lehrer angesteckt wurden.

Mecklenburg-Vorpommern war am Montag das erste Bundesland, das die Schulen nach den Sommerferien wieder geöffnet hat – ohne die außerhalb der Schulen nach wie vor geltende Abstandsregel. News4teachers / mit Material der dpa

Kurz nach Schuljahresbeginn: Erste Schulen schon wieder geschlossen – Virologen: So, wie Kultusminister den Schulbetrieb planen, geht es nicht

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3 KOMMENTARE

  1. Die Dame blendet einfach aus, dass sich das Virus durch die Luft verbreitet, besonders in Räumen mit vielen Menschen. Wenn man die Entscheidungen und Beschlüsse der Kultusministerien, sowie auch der Bildungsminister mal genau anschaut, soll man nicht meinen, dass das studierte Personen sind. Die Unfähigkeit ist erschreckend, da diese Leute nur durchzogen sind von Idealismus, wie etwas genau zu sein hat. Lebensgefährlich so etwas an der Spitze sitzen zu wissen.

  2. Ich finde es ebenfalls unverantwortlich, die Schulen komplett zu öffnen. Es ist schön zu wissen, dass das Virus von außen in eine Schule getragen wird. Hilft uns als Familie aber nicht, wenn wie dort infiziert werden. Wir sind weder in Urlaub gefahren, noch gehe ich in ein Restaurant oder Kneipe, meine Kinder treffen sich privat sehr eingeschränkt mit 3 Kindern. Auf meiner Arbeit gilt das strikte Abstandsgebot…… und alle anderen Hygienemaßnahmen…….. unsere Schulministerien und Regierungen haben in den Ferien nur diese eine Lösung entwickeln können? Ich finde das lächerlich. Wer sorgt sich um meine Kinder, wenn der Virus nach Hause gebracht wird und es kein milder Verlauf ist? Das ist dann unser Pech? Sie zwingen uns, unsere Kinder in viel zu kleine Klassen, mit viel zu vielen Schülern zu quetschen. Es ist ihnen nicht möglich Online- Präsenzunterricht durch zu führen? E. – Learning heißt für Sie Blätter über ein Schulportal zu verschicken, auszudrucken und von den Kindern ohne Unterstützung und Erklärung bearbeiten zu lassen, ohne Rückmeldung von Lehrern etc. Das was hier geboten wird ist beschämend. Es ist nicht möglich in den ganzen Monaten die Schulen fit zu machen, aber es ist möglich große Firmen, wie die Lufthansa etc. kurzfristig zu retten und andere über die Schippe springen zu lassen. Ich bin sowas von enttäuscht…….. wenn unsere Kinder und wir wichtig wären, hätten wir eine Lobby und keine Politiker, die sich selbst aufs Größte schützen, es aber anderen nicht zubilligen. Es muss endlich ein modernes neues Schulkonzept her, auch ohne Corona, was hier geleistet wird ist lächerlich und würden wir „einfachen“ Arbeiter solch eine Leistung erbringen, könnten wir morgen schon die Papiere abholen.

  3. Liebes Bundesministerium für Gesundheit, wenn das bekannt ist, warum lasst ihr dann zu, das Schüler nach den Sommerferien in voller Klassenstärke OHNE ABSTAND (AHA-Regeln!!!) Unterrichtet werden dürfen?
    Auch die Schüler und deren Familien haben ein Recht auf Gesundheit!
    In diesem Fall haben wir jedoch leider keine Wahl uns zu schützen, bei bestehender SCHULPFLICHT!

    Warum lasst ihr das zu? Hört auf die Virologen und werft einen Blick nach ISRAEL. Das ist sehr verantwortungslos!

    Für einen pandemiebedingten Zwischenschritt von Präsenzunterricht und Distanzlernen. Die Finnen bekommen das auch hin! Auch Bildung darf sich verändern. Man muss nur nach Lösungen suchen und sie entwickeln.

    Die Corona-Maßnahmen verhalten sich doch wie eine Diät: Hälst Du sie ein, wird es weniger, hälst du Sie nicht ein, wird es mehr… . Warum sollte es sich damit nun anders verhalten wie im März, kurz vor dem Lockdown? Wir hatten annähernd die gleiche Erkrankungszahl in Deutschland wie jetzt!

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