KMK-Erhebung: 3.000 Lehrer und 20.000 Schüler mit Corona infiziert – Leopoldina: Schüler wesentlicher Teil des Infektionsgeschehens

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BERLIN. Über 3.000 Lehrkräfte sowie mehr als 20.000 Schülerinnen und Schüler sind aktuell in Deutschland infiziert. Das geht aus einer offiziellen Erhebung der Kultusministerkonferenz (KMK) hervor. In Quarantäne sitzen danach derzeit rund 11.600 Lehrerinnen und Lehrer sowie knapp 200.000 Schüler fest. 118 Schulen in Deutschland sind derzeit komplett geschlossen. „Diese Zahlen liefern keinen Grund, berechtigte Ängste der Eltern, Schülerinnen und Schüler und Lehrkräfte herunterzuspielen“, meint VBE-Chef Udo Beckmann.

Das Coronavirus breitet sich aus – auch unter Lehrern und Schülern. Foto: Shutterstock

Von den rund 30.000 abgefragten Schulen im Land waren demnach zum Ende der vergangenen Woche 118 geschlossen, 12 mehr als in der Vorwoche. Eingeschränkten Präsenzbetrieb gab es an 3702 Schulen – dort waren etwa einzelne Klassen oder Lerngruppen im sogenannten Distanzunterricht, also zu Hause. In der Woche zuvor waren es 3320 Schulen.

Leicht gestiegen ist die Zahl der offiziell von Infektionen betroffenen Schüler, während sie bei den Lehrern leicht gesunken ist. Ende vergangener Woche waren nach Behördenangaben 199.932 Schüler in Quarantäne (Vorwoche: 190.937), darüber hinaus waren 20.185 mit Corona infiziert (Vorwoche: 19.364). Bei den 900.000 Lehrern gab es 3.169 Corona-Fälle (Vorwoche: 3219), 11.598 waren darüber hinaus in Quarantäne (Vorwoche: 12.120).

„Schülerinnen und Schüler sind ein wesentlicher Teil des Infektionsgeschehens – das zeigen die Zahlen in anderen europäischen Ländern wie auch aktuelle Zahlen des Robert-Koch-Instituts für Deutschland“, so heißt es in einer Stellungnahme der Nationalakademie Leopoldina aus der vergangenen Woche. „Bei Schülerinnen und Schülern hat die Inzidenz in allen Altersgruppen in den vergangenen Wochen deutlich zugenommen. Der Schwellenwert von 50 Infektionen pro 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen ist deutlich überschritten, besonders deutlich bei den 10-19jährigen. Selbst die Inzidenz der Grundschülerinnen und Grundschüler ist mit einem Wert von 88,8 in Kalenderwoche 45 überaus hoch. Dabei ist eine hohe Dunkelziffer zu beachten, d.h., de facto dürften die Inzidenzen deutlich höher sein.“

Nicht alle Kultusministerien stellen Daten zu Schulen oder Schülern zur Verfügung

Die Kultusministerkonferenz hatte angekündigt, künftig einmal wöchentlich über den deutschlandweiten Stand zu berichten. Bisher war es schwierig, ein genaues Gesamtlagebild zu erhalten, weil die Daten in den Bundesländern unterschiedlich erhoben und nicht zentral erfasst wurden. Die Daten werden nun regelmäßig von der KMK zusammengetragen, soweit die Länder sie übermitteln. Nicht alle stellen etwa konkrete Quarantänezahlen zu Schülern zur Verfügung oder Zahlen zu Schulen, die im eingeschränkten Betrieb sind.

Immer wieder veröffentlichen die 16 Kultusministerien – unter dem Druck der Öffentlichkeit – Zahlen zum Infektionsgeschehen unter Schülern und Lehrern, allerdings nur sporadisch und punktuell. Und: Stets werden diese Zahlen relativiert. Heißt: Sie werden in Bezug zu Gesamtzahlen gesetzt. Das praktiziert auch die KMK nun so: Lediglich 0,4 Prozent der Schulen seien komplett geschlossen, 12,8 Prozent von einer Teilschließung betroffen, heißt es. 0,2 Prozent der Schüler seien mit Corona infiziert, zwei Prozent in Quarantäne. 0,4 Prozent der Lehrer seien mit Corona infiziert, 1,3 Prozent in Quarantäne. Wir erfahren darüber hinaus ungefragt: Es gibt in Deutschland 827.023 Lehrkräfte und 10.061.924 Schüler.

Die Zahl der täglichen Neuinfektionen in Deutschland ergäbe lediglich 0,03 Prozent der Gesamtbevölkerung

Wenn es allerdings darum geht, die Corona-Situation in Deutschland darzustellen – um etwa die derzeitigen Schließungen von Restaurants und Freizeiteinrichtungen zu rechtfertigen –, dann spielen Vergleichswerte keine Rolle. Würde man beispielsweise die Zahl der täglichen Neuinfektionen zur Bevölkerungszahl in Deutschland (aktuell: rund 22.800 zu rund 83 Millionen) setzen, käme lediglich ein Wert von etwa 0,03 Prozent heraus.

„Wir bewerten es als positiv, dass die Kultusministerkonferenz endlich unserer Forderung nachgekommen ist, Daten zum Infektionsgeschehen zu erheben und zu veröffentlichen und damit mehr Transparenz zu schaffen“, meint VBE-Bundesvorsitzender Udo Beckmann. Mit Blick auf die Betroffenen und die Relativierungsversuche der KMK stellt er fest: „Das ist eine beachtliche Anzahl, die nicht konsequent marginalisiert werden darf.“ News4teachers / mit Material der dpa

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112 KOMMENTARE

    • Ich ergänze: wie Deutschland mit ALLEN durch Schule Betroffene umgeht: nicht nur Schüler und Lehrer, sondern auch Inklusionsassistenten, Haus-Aufgabenbetreuer, Kräfte für die Nachmittagsbetreuung, Kantinenkräfte, Hausmeister, Busfahrer u n d deren Angehörige

    • Statt zu jammern und ewig zu lamentieren, sollten sie ein dem DIVI-Intensivregister ähnliches Meldeportal mit einer taggenauen annonymisierten Meldung der erkrankten Lehrer und Schüler sowie der in Quarantäne befindlichen Schüler und Lehrer erstellen.
      Sie können das auch ! Macht was, damit die AHA-Leitlinien mit einem Wechselunterricht und Homescooling ab 14 Jahren umgesetzt werden können !

      • Die Zahl von aktuell 3000 infizierten Lehrern würde bei einer mittleren Erkrankungdauer von 14 Tagen eine tägliche Infektionsrate von 214 Lehrern bedeuten. Die läge höher als beim Klinikpersonal ?
        Da stimmt etwas in ihrer Berechnung nicht.

    • Wie gerechnet? Achtung, die Inzidenzen sind die NEUinfektionen, also die, welche pro Zeiteinheit DAZUkommen. Die oben angegebenen Zahlen zeigen die aktuell infizierten Schüler und Lehrer an, nicht wieviele dazu gekommen sind.

      Muss man fairerweise mal sagen….aber die Zahlen sind trotzdem ZU HOCH, liebe Kultusminister.

      Aber Kultusminister sind nun einmal die neuen „Treiber der Pandemie“.

      • @Ich muss da mal was loswerden
        „Achtung, die Inzidenzen sind die NEUinfektionen, also die, welche pro Zeiteinheit DAZUkommen. Die oben angegebenen Zahlen zeigen die aktuell infizierten Schüler und Lehrer an, nicht wieviele dazu gekommen sind.“

        http://www.kmk.org/dokumentation-statistik/statistik/schulstatistik/schulstatistische-informationen-zur-covid-19-pandemie.html

        ACHTUNG!
        Bitte Fußnoten zu den einzelnen Datenerhebungen auf den wöchentlichen Tabellen der Bundesländer beachten.
        Daten zwischen den Ländern sind NICHT VERGLEICHBAR!
        Beispiel:
        BW – Aktuell infizierte SuS: Summe der Fallzahlen in den letzten 14 Tagen in der Altersgruppe 6-18 Jahre. – Quelle: Landesgesundheitsamt BW.

        HE – Aktuell infizierte SuS: Den Schulbehörden bekanntgewordene Fälle. Die Kennzahl kann zuverlässig nur über die Gesundheitsbehörden abgefragt werden, da es sich um persönliche Gesundheitsdaten SuS handelt. Nicht alle tatsächlichen Fälle werden den Schulen bekannt (Beispiel: zusätzliche Fälle während einer Schulschließung).

        Die meisten MKs geben erst gar nicht an, wo ihre Daten herkommen!???!

  1. Die dunkleziffer bringt die wahre Anzahl von Infektionen weit höher. Hier in Hessen werden Kinder selten getestet, auch wenn sie Symptome zeigen und ihre Eltern positiv sind. Was für eine einfache Möglichkeit für die GAs und KMs, die Zahlen niedrig zu halten.

    • Nein, die Kultusministerkonferenz ist für Kitas nicht zuständig – das Pendant für den Kita-Bereich ist die Familienministerkonferenz. Die erhebt aber unseres Wissens auch weiterhin keine Daten. Herzliche Grüße Die Redaktion

      • Warum sollte man es in Kitas machen?
        Dann könnte sich ja herausstellen, dass Kita Kinder auch infiziert sind, und Kitas nicht sicher sind.
        Sie sind schließlich Überträger.
        Aber Kitas sind sicher!
        Sie müssen ja um jeden Preis offen gehalten werden!
        Ist doch egal, wenn man täglich ungeschützt angehustet und angenossen wird.
        Gruß von einer Erzieherin

        • Geschichte aus dem Bekanntenkreis: Mutter bekommt Corona. Familie wird untersucht. Keiner hat eine Idee, wo die Ansteckung war. Nach Auswertung der Tests kam heraus, dass beide Kitakinder der Familie Antikörper hatten. Sie hatten niemals Krankheitssymptome und sind darum auch fröhlich in die Kita gegangen.

          Kitas und Schulen sind sicher (ohmmmmm)

  2. Wieviele Todesfälle und LongCovids wird das nachsichziehen? Die Zahlen sollten jedem bekannt sein.
    Wir sind inzwischen so gefährlich desensibilisiert worden. Hätte man im März solche Zahlen publiziert, wären Schulen sofort geschlossen worden. Heute zuckt die KMK nicht mal mit den Achseln. Was für eine Ignoranz und Verantwortungslosigkeit. Für mich als Medizinerin nicht mehr zu begreifen.

    • Warum interessieren die Zahlen, die bekannt werden die Ministerien nicht?
      WEIL SIE KEINE VERANLASSUNG HABEN SIE ERNST ZU NEHMEN!
      Von echter Bedeutung sind wirtschaftliche Lobby, die die Schulen offen halten will und politische Interessen vor der Wahl im nächsten Jahr.
      Lehrer haben keine Lobby und als Beamte kein Streikrecht. Schüler dürfen nicht wählen. Wen interessieren die also. Kein Schwein.
      Ein paar Tote sind da halb so wild. Dank der überlasteten Gesundheitsämter lässt sich eine Infektion in der Schule nur schwer nachweisen. Also kein echter Grund zur Sorge. Die Gefahr für eventuelle Todesfälle haftbar gemacht zu werden ist verschwindend gering. Die Aussicht auf fette Parteispenden durch die Wirtschafslobby und die Rolle des bejubelten Retters der Bildungsgerechtigkeit sind sehr real.

      Warum verheimlichen die Minister die Zahlen oder erheben sie gar nicht erst?
      WEIL SIE ES KÖNNEN! MAN WILL IHNEN GLAUBEN!
      Weder die Presse, noch die breite Öffentlichkeit will was von der wirklichen Lage in den Schulen wissen.
      Lasst euch von dem Forum hier nicht täuschen. Wir sind eine Minderheit.
      Die Mehrheit der Eltern glaubt den Ministerien gerne, da sie arbeiten muss und ihr Leben viel einfacher ist, wenn die Schulen sicher sind.
      Die Presse wird einen Teufel tun und sich gegen die Wirtschaft stellen. Wer zahlt den für ganzseitige Werbung Lehrer oder Großunternehmen?
      Außerdem gibt es weite Teile der Bevölkerung, die Lehrer schon immer als Faulenzer mit wochenlangen Ferien und zu viel Gehalt ansehen haben. Endlich bekommen die unfähigen, überhebliche Trottel mal was auf die Ohren. Das befriedigt die Volksseele, wenn es den gehassten Lehren mal so richtig Scheiße geht. Das haben die verdient! Endlich müssen die auch mal für ihr Geld arbeiten. Das verkauft sich. Dann noch etwas lächerlich gemacht über das grundlose Gejammer der Faulenzer und schon stimmen Einschaltquote und Auflage.

      Klar die Schulen könnten sich als solche Hot-Spots erweisen, dass am Ende doch eine Katastrophe droht und die Intensivstationen überlaufen.
      Ohne Zahlen ist das den Kultusministern als nicht nachweisbar. Genial.
      Außerdem, wenn wir Glück haben geht ja doch noch alles gut. Die Hoffnung stirb zuletzt.
      Die Hoffnung, dass nicht extrem schlimmes passiert.
      Die Hoffnung, dass man den Ministerien keine Schuld nachweisen kann.
      Die Hoffnung, dass die SuS und LuL schnell vergessen wenn es vorbei ist.
      Die Hoffnung als großer Bildungsretter viele Stimmen bei der nächsten Wahl zu erhalten.
      Die Hoffnung als treuer Erfüllungsgehilfe einen gut dotierten Posten in einem Aufsichtsrat zu bekommen.

      Also liebe Lehrer, zerstört nicht die großen Träume der Kultusminister.
      Zeigt mal etwas Einsicht!
      Maul halten, Fenster auf und ab in Stechschritt durch die Pandemie zum bildunsgerechten Präsenzunterricht.
      Ich bin mir sicher, in Gedanken sind unsere Kultusminister bei uns.
      Na ja, jedenfalls so lange sie nicht von monotonen brummen des Luftreinigers eingeschlafen sind.

    • IchkenneCovid:
      Danke, dass Sie sich als Mediziner in hier auch zu Wort melden!
      Ich habe bislang die Erfahrung gemacht, dass meine Befürchtungen bezüglich der Situation an Schulen von meinen Ärzten/innen eher abgewiegelt werden. Ein Beispiel einer Begründung: Ich kenne die Situation in Schulen nicht, aber machen Sie sich keine Sorgen.
      DAS beruhigt mich leider gar nicht- im Gegenteil.

      • Fassungslose Lehrerin,
        wenn die Politik nicht auf Kinderärzte, sondern auf Intensivmediziner hören würde, wäre die Tonlage eine andere. Die Situation spitzt sich gerade in Deutschland zu, aber viele halten sich die Augen zu und warten auf das Ende des Films. Die, die in einer Pandemie gehört werden sollten, sind die an der Front. Aber man hört lieber auf Kinderärzte in warmen Praxen mit halbgaren Studien.

        • Tja, aber in Schulen und Kitas sitzen Kinder und keine Intensivpatient*innen. Vermutlich ist das der Grund warum die KMK lieber Kinderärzten vertraut …

  3. Endlich mal aussagekräftige, umgerechnete Werte!
    Mal schauen, ob diese Übermittlung an die KMK tatsächlich passiert und läuft.
    Digitalisierung ist ja für die KM ein schwieriges Thema.
    Interessant wäre außerdem eine Berechnung, wieviele Angehörige von den Betroffenen infiziert würden.
    Aber das wird wahrscheinlich nie ermittelt werden können.

    • @Fasungslose Lehrerin
      „Endlich mal aussagekräftige, umgerechnete Werte!“

      Bitte genau in die Wochenberichte der KMs schauen, Grundlage zur Datenerhebung nicht nachvollziehbar, daher auch zw. Ländern nicht vergleichbar!
      Siehe Kommentar Wunder SAM vom 28.11.2020 um 09:20.

      • SAM
        Sie haben Recht!
        Aussagekräftig war falsch ausgedrückt!
        Da z.B. in Dortmund im schulischen Kontext an einigen Schulen gar nicht getestet wird ( und das Gleiche lese ich ja hier ganz oft von vielen Kommunen), kann es gar keine validen Zahlen geben.
        Ich meinte eher, dass endlich mal die gleiche Darstellung in Inzidenzen erfolgte wie bei der Gesamtbevölkerung. Das liest sich anders als in Prozenten.

  4. Fraglich ist, wie die Gesundheitsämter diese Zahlen melden. Es gibt einige Schulen, in denen die Gesundheitsämter keine Rückmeldung geben. Die werden demzufolge nicht erhoben.

    • Ich frage mich auch gerade, wer bei uns die Zahlen ans Kultusministerium meldet. Vom Gesundheitsamt wurde wegen eines Infektionsfalles für eine ganze Jahrgangsstufe mit knapp 100 Schülern Quarantäne angeordnet (wir haben keine Maskenpflicht im Unterricht, getestet wird auch nicht, nur Quarantäne). Auf der Seite vom KM steht nach wie vor „eine infinzierte Person in Quarantäne, keine Auswirkungen auf den Präsenzunterricht „. Wenn das überall so ist.. auf der Seite des KM stehen viele Schulen mit einer einzelnen Person in Quarantäne, obwohl wegen der fehlenden Maskenpflicht garantiert oft ganze Kohorten in Quarantäne müssen. So bekommt man aber keinen Überblick, ob und wie Unterricht überhaupt noch läuft. Haben doch die KMs sich gerade gefreut verkünden zu können, dass statt 300000 “ nur“ noch 200000 Schüler in Quarantäne seien. Der neuen Teststrategie sei Dank.

  5. Der Oberbürgermeister von Passau hat sich grad im Tv verplappert.

    „Wir haben Infektionsgeschehen in Pflegeheimen und in Schulen!“

  6. „Diese Zahlen liefern keinen Grund, berechtigte Ängste der … Lehrkräfte herunterzuspielen“, meint VBE-Chef Udo Beckmann, aber die meisten Lehrer und Lehrerinnen haben gar keine Angst, konnte man jetzt auch in einer DAK-Umfrage lesen. Ich glaube, 2/3 gehen weiterhin ohne Angst zur Arbeit. Hut ab!

  7. Wird runder gespielt Last man sein Kind testen,bekommt man noch ärger mit der Schule. Unser Sohn dieses Jahr viel Zuhause, mit syntomen sollen sie ja zu Hause bleiben. Haha er ist schon dreimal getestet worden,meine Frau chronisch krank, dann kam ein Brief von der Schule Drohung jugendendamt ,Bußgeld ,usw.mit nachfragen in der Schule was richtig ist,kann mit Schnupfen in die Schule. Habe Gesundheitsamt angerufen wir haben alles richtig gemacht,nach anrufen von der Kinderärztin in der Schule ein bisschen Ruhe. Aber es Zert an den Nerven,und man schläft nachts nicht weil man mit so Drohungen ,noch zusätzlich Angst um sein Kind hat.

    • @Jörg..
      Unmöglich! In Baden-Württemberg hätten Sie diese Problematik nicht, wann gilt die Aussetzung dieser nazihaften Präsenzpflicht endlich in allen Bundesländern, solange Pandemie ist???!

  8. Sobald der Impfstoff in Kürze verabreicht wird werden doch die Infektionszahlen schlagartig sinken.
    Das Heilmittel Lockdown light hat sich nun als eher untaugliches Mittel der Wahl erwiesen, also machen wir bestätigt nun die nächsten Monate so weiter wie gehabt, denn es kommt doch bald der Impfstoff.
    Wir Deutschen können alles, sogar besser. In konsequenten Nachbarländern sinken allerdings die Inzidenzzahlen dafür rapide.

    Hätte, würde, könnte, sollte und das zeigt nur in welcher Welt wir 2020 leben.

  9. “ Über 3.000 Lehrkräfte sowie mehr als 20.000 Schülerinnen und Schüler sind aktuell in Deutschland infiziert.“
    Wie viele davon sind krank? Wie viele sind schwer krank (Krankenhaus)?

  10. Man kann doch die Zahl der TÄGL. Neuinfektionen in Deutschland (0,03%) nicht vergleichen mit den Zahlen der ZUR ZEIT Infizierten Lehrern und Schülern ( 0,4% und 0, 2%)!

    • @Anne: Da gebe ich Ihnen Recht; ich versuche das mal – ergebnissoffen und gerne bereit, mich gegebenenfalls korrigieren zu lassen – etwas anders:

      Deutschland hat (Stand 2019) 83,02 Millionen Einwohner.
      QUELLE: https://www.google.com/publicdata/explore?ds=mo4pjipima872_&met_y=population&idim=country:de:it&hl=de&dl=de

      Laut Lagebericht des RKI vom 27.11.2020 gibt es derzeit ca. 294.700 laborbestätigte Fälle von Covid-19 in Deutschland, die noch nicht als genesen gerechnet werden.
      QUELLE: https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Situationsberichte/Nov_2020/2020-11-27-de.pdf?__blob=publicationFile

      Wenn ich richtig gerechnet habe, sind somit aktuell ca. 0,355 Prozent aller Einwohner Deutschlands laborbestätigte Fälle, die noch nicht als genesen gerechnet werden.
      Lehrkräfte liegen also über dem Schnitt der Gesamtbevölkerung, allerdings zumindest derzeit nicht in sonderlich hohem Maße.

      Hier ist natürlich stillschweigend vorausgesetzt, dass RKI und Kultusministerium dieselbe Definition von „genesen“ und „infiziert“ anwenden; mehr als eine Grobeinschätzung ist im Übrigen hier nicht beabsichtigt.

      • Ihre Zahlen sind tatsächlich auf ganz Deutschland gerechnet korrekt. Wie Sie unten bei meinem Beitrag sehen können, ist es regional jedoch anders zu betrachten. Da sind allein das pädagogische Personal an Allgemeinbildenden Schulen um den Faktor 5 höher, als der Durchschnitt der Bevölkerung. Sicherlich gilt das nur für das Land Berlin, jedoch m.E. einer sinnvollere Auswertung als die Ihrige auf die ganze BRD bezogen.

  11. Es steht jedem volljährigen frei sich selbst oder bei minderjährigen die Eltern ihre Kinder vom präsenzunterricht befreien zu lassen. Lest auf der Homepage des KM nach…. Handeln statt aufregen…

  12. Diese Zahlen sind völlig unwichtig. Ich weiß auch nicht was diese Kommentare sollen, wie z. B. von dieser „IchkenneCovid“ anheblich Medizinerin. Schulen sind eben nicht wesentlich am Infektionsgeschehen beteiligt. Oder hat irgend jemand von Ihnen Zahlen über mit Covid erkrankten Kindern? Recht unwahrscheinlich. Denn es gibt kaum erkrankte Kinder. Ich bin erstaunt darüber, dass es offensichtlich immer noch Menschen gibt, die einen ppsitiven PCR Test mit einer Erkrankung gleich setzen. Zum Glück scheint es in den Kultusministerien noch objektiv denkende Menschen zu geben.

    • Hey olaf, funktioniert Telegramm wieder mal nicht? Geh doch bitte wo anders trollen, dein Bullshit ist ja nicht auszuhalten.

    • Das war letztens auch bei Markus Lanz gesagt worden. Wer positiv ist, ist noch lange nicht erkrankt, also so wie bei HIV und AIDS. Nicht jeder, der HIV-erkrankt ist, erkrankt auch an AIDS.

      Die Zahlen der positiv getesteten Schüler soll im 0,-Bereich liegen.

  13. Hier werden doch wieder Zahlen verdreht.
    Liebe Redaktion bitte korrigieren falls ich falsch liege.
    Es haben sich seid Beginn der Pandemie 20.000 Schüler infiziert. Also 0.2% aller Schüler.
    1.000.000 Menschen in Deutschland. Also 1.2%
    Wenn ich in Mathe aufgepasst habe, hätte n sich mittlerweile bei einer gleichmäßigen Verteilung und 10.000.000 Schülern insgesamt 120.000 Schüler mit Corona infiziert. Also bei mir ist die Infektionsrate bei Schülern also 6 mal geringer…

    • Es haben sich nicht seit Beginn der Pandemie 20.000 Schüler infiziert – es sind aktuell, also jetzt, 20.000 Schüler infiziert. Die Zahl der Schüler, die sich seit März angesteckt haben, ist wesentlich höher, wird aber nicht genannnt.

      Herzliche Grüße
      Die Redaktion

      • Danke Redaktion. Sie haben recht. Mich stört nur der Vergleich. Bei Schülern und Lehrern geben Sie Zahlen zu aktuell Infizierten an. In Bezug auf gesamt Deutschland rechnen Sie mit täglichen Werten. Das vermittelt einen falschen Eindruck.

        • Es geht lediglich darum, deutlich zu machen, wie hier mit zweierlei Maß gemessen wird: Im Schulbereich wird relativiert und kleingerechnet – Corona ist kein Problem. Beim Infektionsgeschenen außerhalb der Schulen werden absolute Zahlen benannt – Corona ist ein großes Problem. Eins von beidem kann nicht stimmen.

          Wir beziehen uns in unserer Beispielrechnung auf die Zahl der täglichen Neuinfektionen, weil diese breit von den staatlichen Institutionen wie dem Robert-Koch-Institut kommuniziert wird, um die Dynamik des Infektionsgeschehens aufzuzeigen. Dass von der KMK die entsprechenden tagesaktuellen Daten zu Schülern und Lehrern nicht benannt werden (können?), spricht ja auch für sich.

          Herzliche Grüße
          Die Redaktion

          • Sie schauen hier alle auf eine Blackbox.
            Die tatsächliche Situation auf den Intensivstationen, den Intermediat Care-Einheiten und den peripheren Isolierstationen sowie welche Patientengruppen von einer intensivmedizinischen nicht invasiven Beatmung oder einer notwendigen Beatmung betroffen sind, können sie nur erahnen. Man kann diese Werte aber aus der altersbezogenen Statistiken des RKI und aus dem DIVI-Intensivregister ableiten, so man sich die Mühe macht, sich dort einzulesen.
            Beruhigend sollte für sie sein, dass Schüler und Lehrer auf Grund ihres Alters und fehlender Risikofaktoren fast nie von schweren Krankheitsverläufen betroffen sind.

          • Aktueller Knaller aus Bielefeld: Eine Schülerin wird wegen akuten Verdachts auf Covid getestet. In den 3 Tagen ist sie zuhause. Nun ereilt uns die Aussage des örtlichen Gesundheitsamtes über die S*. Sie sei ein bisschen positiv, also ein bisschen infiziert und würde demnach am Montag wieder zur Schule kommen. Ob das eine neue Strategie ist, die Werte runterzurechnen? Wie kann man ein bisschen positiv sein…das ist wie „ein bisschen Schwanger“ ….man weiß mittlerweile nicht mehr, wie man damit umgehen soll. Haben die Entscheidung nun der SL zugeschoben. Bon Chance!!!

          • @Andre Hog – nun in Bielefeld stellt sich ja zu erst die Frage, ob die Infektion „vor oder hinter dem Berg“ erfolgt ist.

            1 infizierte Schülerin einer Schule mit 1.000 SuS entpricht ja auch schon einer Inzidenz von 0,1.
            Bei einer Referenzgruppe von 500 SuS z.B. einer Sekundarschule führt die eine Infizierte zu einer doppelt so hohen Inzidenz von 0,2, was den 200 von 100.000 entspricht, die derzeit als kritisch angesehen werden können.

            Ansonsten gilt, ein bischen infiziert ist wie ein bischen schwanger …, aber was will man von BI auch schon erwarten. Die Erfassung von temposündern am Bielefelder berg geht eben einfacher als die Nachverfolgung von Infektionsketten. Der erste teil der Verwaltungsaufgabe ist halt besser digitalisiert:)

          • Liebe Redaktion,
            Covid-19 wird sich auch für sie zu einem Problem entwickeln: Die Zahl der Intensivpflegekräfte ist begrenzt zum Teil wirde es durch ihre Forderungen, Erkrankungen und Quarantäne weiter deziniert, deren Motivation ist halbiert und angeschlagen.
            Eine Umfrage im Berufsverband für Intensvmedizin ergab die folgenden Umfrageergebnisse, die keinem wissenschaftlichen Anspruch genügen, aber sehr viel Eindrücke und Wahrnehmungen innerhalb dieser Berufsgruppen widerspiegeln.
            https://www.aezteblatt.de/archiv/216643/Intensivpflege-Drohende-Personalausfaelle

          • Lieber AvL,

            dann müssten doch gerade Mediziner daran interessiert sein, dass die Pandemie durch ungeschützte Schulen nicht weiter angeheizt wird. Wir „fordern“ übrigens nichts (außer in unseren Kommentaren) – wir berichten. Die Realität auszublenden, kann kaum in Interesse der Ärzteschaft und der gesamten Gesellschaft liegen. Sonst quellen die Intensivstationen über, und keiner weiß warum.

            Herzliche Grüße
            Dier Redaktion

          • Unter der Internetseite des Deutschen Ärzteblattes sind unter der
            https://www.aerzteblatt.de/archiv/216643/Intensivpflege-Drohende-Personalausfaelle
            sind die Umfrageergebnisse der Kollegen aufgeführt.
            Kita- und Schulschließungen bewirken einen noch größeren Personalausfall als im Frühjahr.
            Die Umfrage erhebt nicht den Anspruch einer wissenschaftlichen Arbeit. Diese Umfrage sagt aber sehr viel über die Motivation und die Ansichten der Kollegen aus.
            Wenn man die Schulen und die Kitas schließt, so werden weitere Kollegen betreuungsbedingt wegfallen.

  14. Zumal ja gar nicht viel getestet wird bzw werden kann. Mein Sohn hatte Schnupfen und Halsweh, aber getestet wurde da natürlich nicht. Da es bei Kindern deutlich öfter zu geringen oder keinen Symptomen kommt, kann man sich überlegen, wie viele wohl infiziert sind ohne getestet zu werden.

  15. Heute sind die aktuellen Zahlen für Berlin wieder veröffentlicht worden. Da ja Covid-19 grundsätzlich in der Inzidenz zu 100 000 angegeben wird, mache ich das mal für den Senat:

    Gegenwärtig beträgt die Inzidenz an Allgemeinbildenden Schulen in Berlin 1020/100 000

    Damit ist die Zahl um ca. das fünffache!!! höher als in der ganzen Stadt im Mittel (211,7)

    Wenn man diese Gesamtzahl nur um die Lehrer*innen herunterrechnet, ergibt das einen Anteil der Lehrkräfte an der Gesamtinzidenz von 11,7/100 000, das entspricht rund 5,53 Prozent aller aktuellen Infektionen.

    Da stellt sich mir doch glatt die Frage: Sind Lehrer*innen zu inkompetent die „Schutzmaßnahmen“ umzusetzen oder sind Schulen vielleicht doch nicht so sicher, wie behauptet wird. Erschreckend für mich persönlich ist immer wieder: Wie kann man solche Zahlen veröffentlichen und trotzdem, je nach Schulform, lediglich für 2 Jahrgangsstufen den Wechselunterricht auf freiwilliger Basis durch die Schulleitungen anbieten? Wie kann es sein, dass nirgends in den bekannten Berliner Zeitungen dazu mal geschrieben wird?

    Sehr viele Schüler*innen sind bei uns in Quarantäne, weil deren Eltern erkranken, t.w. liegen einige Eltern von meinen Schüler*innen im Krankenhaus (4) oder auf der Intensiv mit Beatmung (2). Sind die Eltern so unverantwortlich? Oder wie stecken die sich alle an? Ich denke mittlerweile, dass irgendwie die Kinder/Jugendlichen was damit zu tun haben. Beweisen kann ich das nicht, daher beschränke ich mich auf die reine Aussagen der Zahlen und betrachten diesen Teil lediglich als Spekulation, der nicht verifiziert ist und somit nicht als Argument genutzt und zugelassen wird.

    Ich wüsste gern die Inzidenz von Krankenhauspersonal/Kassier*innen etc, mit denen wir ja immer wieder verglichen werden. Da bin ich dann doch mal gespannt, wie hoch dort die Zahlen sind (Inzidenzvergleich natürlich nur).

    Wer die Zahlen nachprüfen möchte: https://www.berlin.de/sen/bjf/coronavirus/aktuelles/schrittweise-schuloeffnung/#aktuelleLage Stichwort: Wie ist die aktuelle Lage?

  16. Mein Arbeitgeber informierte mich gestern über eine neue Studie informiert. Die soll angeblich besagen, dass Schüler bis 10Jahren nicht infiziert werden könnten.
    Somit wären doch alle Grundschullehrer safe genauso wie die Schüler und wir Erzieher wären ja somit auch safe.

    Ich habe diese Studie noch nicht gelesen aber ich freue mich darauf sie zu lesen.

    Denn darüber kann ich nur noch gequält lächeln.

    Warum wird das alles so extrem verharmlost?

    Ich bin kein Panik Mensch oder jemand der es verharmlosen würde. Doch dass dieser Virus mehr als gefährlich ist, ist doch eigentlich jedem klar.
    Genauso liebe Politiker die Antwort darauf warum alle Schulen offen bleiben sollen und die Kitas ebenfalls. Nämlich damit die Wirtschaft nicht zu Grunde geht.

    Es ist alles ein Widerspruch in sich, es sollen sich nicht mehr als 5Personen aus zwei Haushalten treffen. In einer Klassen sind es mindestens 25 plus Lehrer am Tag dann manchmal 28 Haushalte.
    Dann kommen die Pausen dazu bei einer Grundschule im Schnitt 300-400 Schüler insgesamt an kleineren weiterführenden Schulen wie die wo meine Kids sind ca 800-900 Schüler.
    Hab ich da jetzt den Widerspruch in sich nicht verstanden?

    Das passt doch alles hinten und vorne nicht.

    Mich macht es langsam richtig sauer.
    Und dann noch die „Lockerungen“ über Weihnachten und Silvester.
    Was soll das bitte?

    Ja Fest der Liebe und Familie. Aus Liebe zu meiner Familie werden meine Kinder und ich zu Hause allein feiern. Auch wenn es mir weh tut.

    An die ach so tollen Minister, im März habt ihr sofort alles runter gefahren und da waren die Zahlen lange nicht so hoch.
    Nach den Feiertagen werden die Zahlen (wenn ihr sie nicht schönt) ins absolute steigen.

    Denkt endlich an unsere Kids, Eltern, Großeltern, Erzieher und Lehrer.

    Denn ohne uns Erzieher und Lehrer würdet eure Strategie echt mies aussehen!

    • „Somit wären doch alle Grundschullehrer safe genauso wie die Schüler und wir Erzieher wären ja somit auch safe.“ Zum einen bezweifle ich das auch ganz stark, es gibt da ja definitiv gegenteilige Studien. Zum anderen: wenn das tatsächlich so wäre, warum sollten wir dann weiterhin täglich 1/3 der Unterrichtsstunden mit Händewaschen verbringen? Warum sollten wir weiterhin im Durchzug bei 13 Grad mit dicken Jacken und Decken im Klassenraum sitzen? Dann könnten doch alle diese „Maßnahmen“ sofort aufhören. Also, liebe KuMi, mutig voran, erklären Sie das Virus in KiTa und Grundschulen endgültig für nicht existent. Für die Folgen müssen Sie dann allerdings geradestehen.

    • @Nicole Hildebrandt,
      der Wirtschaft wird der abzusehende Kontrollverlust sicher nicht gut tun. Ich weiß nicht, was Politiker reitet, die Kurzfristkonsum über die Weihnachtszeit mit Toten bezahlen lassen. Das alles hat makabre Züge. Im Januar werden die Infektionen dafür noch weiter steigen.
      Kitas werden völlig vergessen und man zieht Studien aus der Tasche, die passend sind.
      In Österreich sind die Infektionszahlen in einer Woche um die Hälfte gesunken. In Deutschland denkt man über Lockerungen an Silvester nach.

      • So sehe ich das auch. Das Ding an Weihnachten sollte man sich verkneifen.

        Und die besagte Studie, die den politisch Handelnden zur Rechtfertigung ihrer waghalsigen Entscheidungen dient, baut scheinbar auf nichts Anderem als der Annahme von Kreuzimmunitäten auf, die bei den untersuchten Kindern scheinbar zu 60 % auftraten. Diese Kreuzimmunitäten (Erkältungscoronaviren) gibt es aber auch in anderen Altersgruppen, interessiert nur niemanden.

        Verdammt dünnes Eis!

      • Selbst das Ausland macht sich über die ‚Corona-Weihnachtslockerungen‘ in Deutschland lustig.

        NTV 28.11.2020, 11:45 Uhr
        +++ 11:45 Belgien kritisiert geplante Lockerungen zu Weihnachten +++
        Belgiens Gesundheitsminister Frank Vandenbroucke kritisiert die in Deutschland geplanten Lockerungen der Corona-Regeln über Weihnachten. „Wenn es etwas gibt, was das Virus mag, dann sind das Feste, vor allem mit wechselnden Teilnehmern, das müssen wir unbedingt vermeiden“, sagte Vandenbroucke am Freitagabend nach einem Bericht der Agentur Belga. „Deshalb finde ich, dass unsere Nachbarländer nicht das tun, was angebracht wäre.“

        Noch Fragen????

  17. Absolut ERBAERMLICHER VORGEHEN DER KULTUSMINISTER *INNEN!!!! im Umgang mit dem Leben unserer Kinder, Lehrer und uns allen!!!!

    Hier muss echt die Frage gestellt werden, ob diese Positionen richtig besetzt sind???
    Denn Menschenleben scheint dort den Stellenwert NULL!!! zu haben.

    Einfach nur erschreckend, wie wenig wert ein Menschenleben ist und das gerade in Bezug der KM*innen, die eigentlich in ihrer Arbeit zum Wohl unserer Kinder ihr Geld bekommen und nicht, damit diese „Persoenlichkeiten“ sie vorsaetzlich ins Unglueck laufen lassen.

    Diese derzeitige Arbeit /Leistung ist ein absolutes Armutszeugnis, es fehlen mir bei so viel Ignoranz gegenueber dem Infektionsgeschehen und vorallem auch ihren Schutzbefohlenen die Worte.

    Ich kann es einfach nicht verstehen, Menschen vorsaetzlich einer Erkrankung mit moeglichem toedlichem Ausgang auszusetzen….

    • Ich bin ganz Ihrer Meinung. Und dann liest man so etwas:

      „Dennoch ist mit den empfohlenen Schutzmaßnahmen an den Schulen noch viel möglich. Was fehlt, ist das Bekenntnis zum Risiko. Oder das Eingeständnis, dass man es nicht eingehen will.“

      https://www.sueddeutsche.de/gesundheit/coronavirus-schulen-kinder-ansteckung-studien-lockdown-1.5129038

      Alle an Schule Beteiligten gehen das Risiko jeden Tag ein. Und die empfohlenen Schutzmaßnahmen werden ja eben nicht eingehalten. Die Empfehlung des RKI wird auf das Vierfache hochgesetzt, ab 200 Inzidenz darf in wenigen Klassenstufen zum Wechselmodell gegangen werden. Es gibt weder Abstand noch Maskenpflicht im Unterricht. Und dann heißt es, es fehle das Bekenntnis zum Risiko. Wessen? Das der KM?

  18. Der Teillockdown hat zwar den exponentiellen Anstieg gebremst, aber wenn Corona in den Schulen schön weiterköchelt und sich überall unterschwellig verteilt und dann aus Weihnachten ein Spreadingevent wird, was wird wohl im neuen Jahr sein? Die Hotel- und Restaurantbetreiber, alle in der Veranstaltungsbranche und….., die jetzt schon leiden, dürfen sich dann auf einen weiteren Lockdown einstellen oder müssen dann wegen Konkurs schließen, denn auf Dauer hält das keine Firma aus. Wir müssten jetzt alles tun, um die Infektionen soweit zu senken, dass man sie unter Kontrolle hat, aber ohne Schulschließungen wird das nicht klappen.

  19. @besorgte Mutter: „Ich kann es einfach nicht verstehen, Menschen vorsaetzlich einer Erkrankung mit moeglichem toedlichem Ausgang auszusetzen….“

    Ganz richtig, denn nach knapp vier Wochen Lockdown Light mit Verlängerung bis wann auch immer mag sich jeder sein eigene Theorie zurechtlegen und eigene Hypothesen aufstellen oder den Glauben aktivieren.
    Fest steht: Die Inzidenzzahlen sinken (zumindest an Wochenenden). -böse-

    80.000 Infektionen bei 0-14 Jahre
    will doch keiner leugnen. Ab 15 Jahre wird es schwierig, da die Gruppe 15-34 Jahre keine verwertbaren Ergebnisse bezogen auf SCHULE liefern wird.
    Zufall oder eiskalte Berechnung… who knows.

    Corona-Infektionen (COVID-19) in Deutschland nach Altersgruppe und Geschlecht
    (Stand: 27. November 2020)
    0-4 Jahre: 8.986 F * 9.895 M * 18.881 G
    5-14 Jahre: 29.291 F * 31.767 M * 61.058 G
    15-34 Jahre: 158.185 F * 165.310 M * 323.495 G
    35-59 Jahre: 196.509 F * 188.113 M * 384622 G
    60-79 Jahre: 68.705 F * 70.417 M * 139.122 G
    Über 80 Jahre: 45.162 F * 24.420 M * 69.582 G
    Gesamt: 996.760 G
    (F = Frau * M = Mann * G = Gesamt)

    Quelle: Zahlen von RKI aufbereitet von statista.com
    https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1103904/umfrage/corona-infektionen-covid-19-in-deutschland-nach-altersgruppe/#professional

    • Den Zahlen nach verstößt das Virus gegen die Geschlechtergleichheit, vor allem unter dem aspekt, dass außer in der ersten Kohorte der Anteil der Frauen gößer ist als der der Männer.
      Lediglich in der Kohorte 35 – 39 sind die Frauen ausnahmsweise überrepräsentiert. In der Ü80-Gruppe stellen die lebenden Greise ohnehin eine Minderheit dar und es überwiegen die „lustigen Witwen“.

      Kann man das Virus nicht wg. Sexismus verbieten?

  20. Mit den Zahlen ist das so eine Sache. Auf der Seite unseres KM gibt es eine Übersicht, welche Schulen in Phase Gelb oder Rot sind. Bei uns ist eine ganze Jahrgangsstufe nach einem Infektionsfall in Quarantäne. Auf der Seite steht nach wie vor eine infizierte Person in Quarantäne. Eine Grundschule in der Nähe ist zu, wird aber auch mit einer Person in Quarantäne geführt. Wenn das bei allen Schulen, die gelistet sind, so ist, haben wir eine immens höhere Anzahl an Schülern in Quarantäne. Getestet wird nicht. Nur bei Symptomen.

  21. Eine wichtige Journalistische Aufgabe wäre m. E. im nächsten Schritt nachzuforschen, wieviele der Lehrer/Schüler schwer erkrankt bzw. verstorben sind. Das würde dabei helfen, die direkte Gefahr für Lehrer bzw Schüler zu belegen oder zu widerlegen. Die Benennung der Infektionszahlen alleine ist hierfür nicht geeignet.

        • Ja und, werden die Schulminister sagen, keiner von denen ist ja in einer Schule oder Kita gestorben …

          „Mortui vivos docent“ – muss vermutlich erst ein Mitglied der KMK unter Covid versterben, damit die Pathologen-Weisheit hilft, wegweisende Beschlüsse im schulischen Bereich zu fassen.

    • Aufgrund des neuartigen Virus sind Spätfolgen von Covid noch gar nicht vollends bekannt. Selbst bei asymptomatischen Fällen hat man Veränderungen in der Lunge erkannt. Es reicht also nicht nur auf schwer symptomatische Personen zu schauen.

      Zudem liegt die Gefahr der Asymptomatik darin, dass diese unbemerkt zu weiteren Ansteckungen führt.
      Es wird gesagt, über 70 Prozent der Fälle lassen sich nicht mehr zurückverfolgen. Es liegt nahe, dass ein Teil der „Fälle im privaten Umfeld“ auch durch Schulen in die Familien gebracht wurden.

    • @Sarah: Es mag ja sein, dass es auch bei asymptimatischen Verläufen von Covid Spätfolgen geben kann. Dann wäre dieses Argument allerdings bei einer neuartigen Impfung genauso richtig. Wo sehen Sie dann aber einen langfristigen Lösungsansatz?

      • Durch Impfungen schützt man auch andere, mit einer Infektion das Gegenteil.
        Durch den zu erwartenden Impfstoff, kann man die Langzeitstrategie in mehreren Monaten beziffern.
        Ich bin für einen kürzeren, harten Lockdown, damit das Gesundheitsamt wieder nachverfolgen kann. Danach können auch die Schulen und alles andere außer Großveranstaltungen wieder öffnen. Steigen die Zahlen irgendwann im späteren Frühjahr wieder, sollte frühzeitig auf Wechselunterricht umgestellt werden. Dafür nehme ich als Mutter auch die Doppelbelastung und den Spagat ( Kind beim Homeschooling unterstützen und eigener Job) in Kauf.
        Der Fehler schon Ende Oktober war, das man viel zu lange mit verschärfenden Maßnahmen gewartet hat.

    • Wir haben zu den steigenden Zahlen der intensimedizinisch zu versorgenden Corona-Patienten das Problem der drohenden Personalausfälle.Zum haben sich Kollegen bei Patienten angesteckt. Wenn jetzt noch doie Betreuung der Kitas wegfällt und die Schulen schließen, so wird sich die Pflegenden auf dem Intensivstationen ebenso reduzieren.
      Im Deutschen Ärzteblatt stand dzu ein Artikel.
      siehe unter https://www.aerzteblatt.de/archiv/216643/Intensivpflege-Drohende-Personalausfaelle

      • AvL,
        es ist mir neu, dass Schüler im Alter zwischen 12 und 20 noch Betreuung bräuchten. Sollte es so sein, würde genau diesen Schülern etwas Selbstständigkeit im Fernunterricht nutzen. Das ist die Altersgruppe, die das Virus weitergibt, das Argument Personalmangel wegen entfallender Präsenz ist nicht überzeugend.

  22. Das ist alles ein großes Spiel? Oder ein Menschenversuch?
    Wenn Österreich die Zahlen durch Schulschließungen auf die Hälfte runterbringt, warum können wir das dann nicht auch machen? Weil sie die Durchseuchung schon in dieser Runde und nicht erst in der nächsten erreichen wollen?

  23. Man hat den berechtigten Eindruck, man wolle das Infektionsgeschehen bewusst hoch halten, um weitere Maßnahmen durchzudrücken. Es ist eine gewisse Ohnmacht, die Eltern verspüren, weil sie keinen Einfluss auf ihre Kinder in der Schulzeit haben und diese bereits einem systemischen Kindesmissbrauch unterliegen.
    Unsere Tochter plagt sich mit einer langanhaltenden Erkältung durch den Unterricht. Corona Test immer wieder negativ. Sie bibbert und friert, muss ihr Klausuren mit eisigen Fingern schreiben, weil die Lehrer morgens die Fenster aufreißen und diese durchgehend geöffnet bleiben.
    Nach Rücksprache mit der Direktorin malt die uns aus, wie fröhlich die Kinder sind und wie toll die das alle machen und niemand fände es schlimm. Und die Räume wären super warm beheizt, das würde man auch an exorbitant hohen Heizkosten bemerken, die für Schule regelmäßig an die Schulbehörde melden müsse. Es wäre der persönliche Eindruck unserer Tochter, dass es so kalt wäre.
    Tochter berichtet ferner, dass die“halbe Klasse“ hustet und prustet, jedoch niemand Zuhause bleibt oder gar zum Test geht, aus Sorge, Unterrichtsstoff zu verpassen, der sehr schwer und ohne Nachsicht der Lehrer aufzuholen sei. Ein Kind war gar mit Fieber nachts in der Notaufnahme und morgens wieder im Unterricht.
    Ich bin mir sicher, wir haben im Schulen bereits eine Durchseuchung von geschätzt 60-70%.

  24. Aktuell gehen immer mehr Landkreise dazu über, Kita-Gruppen und Schulklassen in Quarantäne zu stecken und auf Tests völlig zu verzichten.

    Dementsprechend wird die Dunkelziffer massiv nach oben gehen.
    Angesteckte Eltern können sich dann wohl testen lassen.
    Fälle unter Kindern gibt es dann keine mehr.

    Die Landkreise reduzieren so ihre Infektionszahlen.

    Parallel dazu sind Grundschulen mittlerweile ungefähr die Hälfte aller betroffenen Schulen. (ohne Berufsschulen)

  25. Unter
    https://corona-data.eu/
    kann man sich die Inzidenzen für alle Bundesländer und Kreise/Städte für verschiedene Altersgruppen ansehen. Das ist schon ziemlich interessant. Spätestens dann kann niemand mehr sagen, dass es an Schulen kein Infektionsgeschehen gibt.

  26. In zweihundert Jahren wird man auf diese dunkle Kapitalismus-Epoche zurückblicken, vielleicht. Und die Unterdrückten aus der Masse des Prekariats (alle an staatlichen Schulen Beteiligten) werden vielleicht in Filmen so dargestellt wie heute, wenn Filme aus dem dunklen Mittelalter erzählen…wie das Volk früher von Gutsherren tyrannisiert wurde… hätte nicht gedacht, dass ich mal so etwas aeussere, aber je mehr ich nachdenke: die heutigen Gutsherren sind die Minister und Politiker und Unternehmen, und der Rest des Volkes sind die Entrechteten, deren Leben keinen Wert hat. (Was leitet sich daraus ab bezüglich des Milliardengeschäftes IMPFUNGEN??)

  27. Weinendes Eltern-Herz. Ich hätte ja da eine Idee,um die Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit zu erhöhen. Auf jeden Schulranzen einen selbst hergestellten Zettel , Aufkleber : lieber Kultusminister/in , bitte kommen sie Ihrer Fürsorgepflicht umgehend nach, eventuelle schwere Erkrankungen oder Todesfälle in meiner Familie könnten an Ihrer Ignoranz liegen, machen sie ihre Arbeit und die Schulen sicherer,wie lange wollen Sie noch warten,bis zum totallockdown. Wir werden Sie zur Verantwortung ziehen! Und das auf jeden Schulranzen oder Schultasche. Liebe Eltern ,wehrt euch endlich,es geht um eure Gesundheit und die eurer Angehörigen und letztendlich um die ganze Gesellschaft. Beim totallockdown sind wir alle Verlierer auch die Wirtschaft!

  28. Also die Befreiung geht auch in Hessen habe ,die jetzt auch nach dem ärger gemacht. Gesundheitsamt hat mir dazu geraten,ein Attest von dem chronisch kranken Elternteil und dann ein Antrag in der Schule stellen. Müsste meiner Meinung nicht sein wenn sie endlich die Klassen teilen würden,und nicht 25 Schüler auf ein Haufen. Genauso wieso sollen den die Schüler die Masken aufsetzen,von der ersten Klasse wenn die Schulen so sicher sind. Hier stimmt nichts mehr.

  29. Habe eine Frage an mögliche PM (GS) im Forum, ich hoffe es meldet sich jemand:
    Wie wird es bei euch gehandhabt, sofern ihr zur Gruppe der vulnerablen Personen gehört?
    Arbeitet ihr nur von zu Hause aus, geht ihr in die Schule in einen „geschützten“ Raum und bereitet etwas für KuK vor, korrigiert ihr für LuL, etc.?
    Wie geht eure Schule bzw. die betreffende LSchB damit um, was gibt sie euch vor?

  30. Ich finde es wirklich schwierig, einen guten Mittelweg zu finden, zwischen offenen Schulen und größtmöglichem Infektionsschutz. Die Unis haben inzwischen seit Monaten geschlossen, nur ganz vereinzelt finden Kurse statt. Das funktioniert relativ gut und macht das Lernen ortsunabhängiger. Was fehlt, ist ganz klar die soziale Komponente. Es bleibt kaum noch Raum für Austausch und Kennenlernen, neue Freunde finden oder Bekanntschaften pflegen. Hört sich vielleicht nicht so schlimm an, ist auf Dauer aber doch belastend. Für jüngere Kinder und Jugendliche ist das wahrscheinlich noch problematischer, wenn der soziale Raum Schule wegfällt. Die perfekte Lösung wird es wohl nicht geben. Trotzdem schlägt sich die Regierung ganz gut im Kampf gegen die Pandemie: https://www.firstlife.de/corona-massnahmen-gemeinsinn-schlaegt-grundrechte/

  31. Der neie Impfstoff von Atra-Zeneca hat den Vorteil auf Grund seiner fehlenden möglichen Autoimmunreaktionen unter dem Verzicht der m-rna-Injektion und der besseren Lagerungsfähigkeit in einfachen Kühlgeräten nebenwirkungsärmer (keine Autoimmunreaktionen )zu sein und überall lagerungsfähig zu sein, da er nicht bei minus 70 Grad gelagert werden muss.
    Quelle: Spiegelbericht über den Impfstoff vor 5 Tagen. Spiegel/Wissenschaft/Corona-Impfstoff

  32. Lesenswerter Artikel aus der FAZ vom 29.11. ‚Die Kultusminister bleiben untätig‘

    “ … Auf der ganzen Welt ringen Regierungen mit den Beeinträchtigungen der Schulen durch die Pandemie und versuchen, den nötigen Schutz mit so viel Unterrichtsnormalität wie möglich zu verbinden.
    Doch auf die Idee, unter Berufung auf einen Rechtsanspruch auf Bildung vorhandene Schutzmöglichkeiten nicht zu nutzen, scheint sonst niemand (Anmerkung: andere Regierungen/Staaten) zu kommen.“

    http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/die-kultusminister-bleiben-beim-schutz-der-schulen-untaetig-17075259.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2

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