GEW fordert alternative Unterrichtsmodelle in Corona-Krise

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LEIPZIG. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat angesichts der Corona-Infektionszahlen in Sachsen unzureichende Schutzmaßnahmen in Schulen und Kitas kritisiert. «Das Infektionsgeschehen macht nicht vor Bildungseinrichtungen Halt», sagte die GEW-Landesvorsitzende Uschi Kruse am Freitag. Immer mehr Menschen an Bildungseinrichtungen seien infiziert oder in Quarantäne, die Versprechen von Präsenzunterricht und unveränderten Öffnungszeiten der Kitas nicht mehr zu halten.

In Sachsen gilt eine Maskenpflicht im Unterricht für Schüler ab der 7. Klasse – aber nur ab einem Inzidenzwert von 200. Foto: Shutterstock

«Nur «schrittchenweise Wechselmodelle zu ermöglichen, ist inzwischen fahrlässig», kritisierte Kruse. Die Gewerkschaft forderte die Regierung daher auf, den Weg für alternative Unterrichtsmodelle und Betreuungsangebote frei zu machen. Andernfalls schließe das Virus die Einrichtungen, so Kruse. Zu Beginn der Woche waren nach Angaben des Kultusministeriums in Sachsen 158 von 1374 öffentlichen Schulen von Corona-Infektionen betroffen. Zahlreiche Schulen in Sachsen beginnen in diesen Tagen zudem mit dem Wechselunterricht. dpa

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