Brandbrief einer Lehrkraft: Liebe Kultusminister, können Sie meinen Schülern erklären, warum Noten wichtiger sind als die Gesundheit?

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BERLIN. Wieso müssen Restaurants und Friseure schließen, wenn doch angeblich offene Fenster reichen, um einen sicheren Unterricht zu gewährleisten? Weshalb müssen Abschlussklassen um jeden Preis in die Schule kommen? Wieso stellen Kultusminister Schulöffnungen im Februar in Aussicht, während die Bundesregierung über eine Verschärfung des Lockdowns diskutiert? News4teachers-LeserIn „kanndochnichtwahrsein“, selbst LehrerIn, reicht es jetzt mit den Widersprüchen – und fordert von den Bildungspolitikern: Zeigt endlich mal Verantwortungsbewusstsein! Wir möchten den Kommentar, der gestern als Leserpost veröffentlicht wurde, gerne einem breiteren Publikum vorstellen. Deshalb bringen wir ihn jetzt noch mal als Gastkommentar.

„Ich halte das für unverantwortlich und meinen Schülern gegenüber für unfair.“ Illustration: Shutterstock

Leserbrief von kanndochnichtwahrsein, 16.01.2021 um 16:03 Uhr

Liebe Kultusminister/innen,

auch Lehrer können ausreichend beurteilen, dass die Lage ernst ist.

Glauben Sie nicht, dass wir die Situation einschätzen können?

Oder glauben Sie nicht, dass wir merken, wenn Sie das einfach nicht akzeptieren wollen?

Oder warum sonst wollen Sie uns einreden, wir sollten uns dann einfach mal wieder physisch vor die Klassen stellen?

Sind wir womöglich so entbehrlich, dass man unser Wohlergeben, unser Leben und das der Schüler gleich mit, aufs Spiel setzen kann?

Möchten Sie unseren Job unter den von Ihnen und Ihren Vorgängern vorgegebenen Umständen selbst tun?

Möchten Sie gerne in vollen Klassen unterrichten, mit Kindern, deren Familien sich privat nicht an die Regeln halten, im Winter, im Durchzug, bei Minustemperaturen vor dem Fenster, wohlwissend, dass ohne Wind der Luftaustausch dann aber doch nicht ausreichen kann und mit Wind die Finger und Zehen einfrieren, trotz dreifacher Jacke und Thermohose?

Warum müssen dieselben Kinder, die sich im Bus drängen, auf dem Schulhof Abstand halten?

Möchten Sie den Kindern erklären, warum sie trotz dieser Bedingungen in die Schule kommen müssen, sich im Bus drängen, auf dem Schulhof aber Abstand halten müssen, sich auf dem Schulhof nicht warmlaufen dürfen, weil sich dann die Gruppen vermischen würden, im Fachunterricht aber neben drei verschiedenen Mitschülern sitzen sollen, sich danach aber nicht mit dreien unter einer Decke wärmen dürfen, morgen vielleicht wieder auf Distanz lernen müssen, aber immer noch keine digitalen Endgeräte da sind?

Können Sie ihnen erklären, warum Noten und Klassenarbeiten wichtiger sind als die Gesundheit der Lehrer, der Schüler und ihrer Familien?

ICH kann es nicht und ich möchte auch nicht mehr per Dienstanweisung dazu gezwungen werden!

Ich halte das für unverantwortlich und meinen Schülern gegenüber für unfair.

Als Lehrer müssen wir Vorbilder sein, gradlinig, einschätzbar, offen, ehrlich, klar, reflektiert, wissenschaftsorientiert, zielorientiert, realitätsnah, vertrauenswürdig, verantwortungsvoll, verständnisvoll, rücksichtsvoll, ausgleichend, abwägend, tolerant… All das kann ich für meine Schüler nicht sein, wenn ich dienstlich angewiesen bin, eine Situation herzustellen, die dem zuwider läuft und mein Berufsverständnis grundlegend erschüttert! Wir Lehrer machen uns – auch wenn es nicht auf unserem Mist gewachsen ist – gerade total unglaubwürdig in den Augen unserer Schüler, denen wir ja noch nicht einmal offen sagen dürfen, dass wir das Handeln unserer Vorgesetzten für nicht richtig und für nicht angebracht halten.

Ich möchte meine Schüler weiter unterrichten, sie aber dabei vor Ansteckung schützen so gut es eben möglich ist (und mich selbst auch).

Ich möchte ihnen den Wert vermitteln, den ein Menschenleben hat, ich möchte ihnen zeigen, dass man nicht nur in der Schule lernt, dass Noten manchmal zweitrangig sind, dass es neben dem Satz des Pythagoras noch andere interessante Dinge zu entdecken gibt, dass Lehrer wirklich nur Vermittler des Wissen sind, Helfer, Ansprechpartner, dass sie selbst viele Stärken und Möglichkeiten haben, die es zu entdecken gilt…

Jeder Lehrer weiß am besten, was er selbst und seine Schüler leisten können

Ich würde mir wünschen, man traute uns Lehrern zu, das Beste aus dieser Situation machen zu können. Dazu muss aber endlich Ruhe ins System kommen – es ist nicht mehr tragbar bei 60 und mehr Wochenstunden jeden Tag mit der nächsten unbedachten Änderung rechnen und vor ihrer offiziellen Bekanntgabe schon darauf reagiert haben zu müssen, um die Arbeit auch nur im Ansatz leisten zu können! Dass dabei unsere eigenen Vorstellungen vom Lehrerdasein grundlegend in Frage gestellt werden, darf natürlich keine Auswirkung auf den Unterricht haben.

So darf das nicht weitergehen!

Jeder Lehrer weiß am besten, was er selbst und seine Schüler leisten können, wie sie am besten durch diese Zeit kommen, wie wir zusammen das Beste aus dieser Zeit machen könnten.

Lassen Sie uns doch einfach unseren Job machen, auch wenn die Art und Weise nun durch widrige Umstände ganz anders ist, als SIE Schule kannten und es dann vielleicht nicht IHRER (wie auch immer motivierten und geprägten) Vorstellung von Schule entspricht…

Jetzt wäre ein Zeitpunkt,in der Schule die richtigen Weichen zu stellen!

Ich würde mir auch wünschen, dass die widrigen Umstände zu einem Nachdenken über das Lernen, die Schule, den Wert von Bildung, den Aufwand für Bildung, die Zukunft unserer Kinder führen würde – und das nicht nur als Mantra wie „wir wollen unser altes Leben zurück“ oder „die Kinder müssen soziale Beziehungen haben“. Der Schulalltag ist in den letzten Jahren/Jahrzehnten alles andere als sozial oder bildungsgerecht gewesen – oder wie immer „die Gesellschaft“ sie sich schönredet, um ihr schlechte Gewissen den Kindern gegenüber zu vergessen…

Jetzt wäre ein Zeitpunkt, als Gesellschaft Weichen zu stellen, statt weitere Barrieren aufzubauen!

Leserposts

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Klartext eines Lehrers: „Ich habe Kollegen mit Tränen in den Augen gesehen“

 

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264 KOMMENTARE

  1. Liebe(r)kanndochnichtwahrsein: vielen Dank für diesen Kommentar. Ich schließe mich allumfassend an und gebe laut Applaus!! Der Kollateralschafen bzgl der jetzt massiv herangezüchteten Politikverdrossenheit wird uns früher oder später mächtig auf die Füße fallen….und daran sind diese unsinnigen – eigentlich für alle Menschen nachvollziehbaren widersprüchlichen Weisungen verantwortlich. „Denen traue ich nicht so weit, wie ich ein Klavier werfen kann!“ hat mein Opa immer gesagt….muss wohl Altersweisheit gewesen sei , von der so eine unsäglich ignorante Person, wie Fr Gebauer Lichtjahre entfernt ist.

  2. Ich bin ganz bei Ihnen!

    In Sachsen starten die Schüler aktuell wohl eine Petition gegen die morgige Öffnung der Schulen für die Abschlussklassen.

    Es muss die Gesundheit an erster Stelle stehen.
    Es bewegt sich einfach zu wenig. Und ein Schnelltest in der Woche ist ein Tropfen auf den heißen Stein, nicht mehr und nicht weniger…

    • Ja in Sachsen, und am Wochenende dann wieder bei AFD, Pegida, Reichsbürgern und Co mit demonstrieren! Wisst ihr eigentlich wie gut es uns in Deutschland geht?

      • Sie, Herr „Zufall“, gehören also tatsächlich zu denjenigen, die in ganz Sachsen nur Rechte vermuten. Sie sollten sich genauer informieren. Wir sächsischen Lehrer sind von unserer Grundeinstellung zum Beruf nicht anders als der/die Kommentarschreiber/in weiter oben. Wir distanzieren uns von AfD, Pegida, Reichsbürgern usw. Sie behaupten doch bestimmt auch nicht, dass die LehrerInnen in Baden-Württemberg alle Querdenker sind.

    • Es ist liegt doch klar auf derhand der Fernunterricht ist vom ersten Tagen an gescheitertweil die Schüler keinemutivationhaben das geht nur im presenzunterricht wenn nötig mit ffp3masken habe 3kinder was glauben sie was da loß ist we die den gansen tag aufeinander hängen wir müßten auch mal schlafen Schichtarbeit und lehrerspilen und sie sitzen zuhause und lasen Sichuan Geld am monatsendeüberweisen machen sie ihren job wie ich meinen machen muß

      • Lehrer machen ihren Job. Was ist Ihr Problem? Wollen Sie Ihre Kinder wirklich in die Schulen schicken? Keine Angst vor Ansteckung? Beschweren Sie sich nach einer möglichen Ansteckung über Ihre Kinder aber dann bitte nicht über die Folgen.

      • Und genau da liegt der Hund begraben, dass alle schön mitspielen und den Finger wieder auf andere als die Verantwortlichen zeigen: wir MACHEN unseren verdammten Job. Aber niemand sollte auf uns Lehrer hoffen, dass wir uns verheizen für das, was wir seit Jahrzehnten (!!!) anprangern.

        Ich könnte jetzt genauso sagen; warum haben Sie sich keinen anständigen Job gesucht? Warum setzen Sie Kinder in die Welt, wenn Sie sich nicht drum kümmern wollen?

        So eine dämliche Argumentation. Ziehen Sie lieber die Politik in die Verantwortung! Ein richtiger Lockdown, damit wir alle früher wieder in ein geregeltes Leben kommen können… und sein Sie bitte ruhig, wenn Sie nichts weiter als diese angreifenden Floskeln zu bieten haben.

        • Genau Ihrer Meinung.
          Ich habe auch 2 Kinder in der Abschlußklasse und würde sie lieber in der Schule wissen.
          Aber nicht um jeden Preis.
          Die Busse sind überfüllt und ich weiß nicht wer von den Klassenkameraden, und deren Familie, sich regelrecht verhält.
          Die Politik hätte gleich im November 20 einen sehr harten lockdown machen müssen, und ab Januar wieder langsam nach Lage lockern.

      • ich kann Ihnen da nur beipflichten, mach SIE Ihren Job so, wie ich meinen ( ich bin Lehrerin), dann wären Sie nach eingehendem Selbststudium in der Lage, die Rechtschreibung zu beherrschen, abgesehen davon, dass Sie für derart unqualifizierte Äußerungen bei einem 11/7 Engagement keine Zeit hätten …

      • „die Schüler keinemutivationhaben“

        Ja, Herr Hoffmann, Lehrer sind Lehrer, keine Götter. Gegen Motivationslosigkeit sind wir in letzter Konsequenz machtlos, diese Erfahrung haben IHRE Lehrer wahrscheinlich auch gemacht.

        Besonders aussichtslos sind unsere Anstrengungen, wenn unsere lieben Schüler zuhause nur Negatives über die Schule und die Lehrer hören und den Eindruck gewinnen, dass die dortigen Veranstaltungen – egal ob im Klassenraum oder digital – sie eigentlich gar nichts angehen.
        Kinder werden eben in allererster Linie von ihren Eltern geprägt.

      • @Peter Hoffmann
        „Es ist liegt doch klar auf derhand der Fernunterricht ist vom ersten Tagen an gescheitertweil die Schüler keinemutivationhaben“
        Der Fernunterricht ist nicht daran gescheitert und er scheitert auch nicht so allumfassend, wie Sie meinen. Recht haben Sie, dass die Motivation bei einigen wirklich nicht hoch ist – wir dürfen ja nicht bewerten. Wie im ersten LD ziehen sich die üblichen Verdächtigen raus – die übrigens auch nur soziale Motivation im Präsenzunterricht haben, Lernen steht an, na, 1000ter Stelle.

        „das geht nur im presenzunterricht wenn nötig mit ffp3masken“. Nein, auch im Präsenzunterricht machen nicht einfach alle fröhlich mit, nur weil Präsenzunterricht ist. Und Nein, ich zahle nun schon genug an eigenen Endgeräten und bisher an FFP2-Masken um zu arbeiten. Aber bei den hohen Fallzahlen – Ihre drei Kinder müssten ebenfalls FFP3-Masken haben – können Sie sich die leisten? – wären Lehrkräfte und Erzieher nichts Anderes als Coronafutter. Ich glaube, das möchten Sie sich und Ihren Kindern nicht antun. Wir haben mit täglich bis zu 150 Haushalten im Unterricht zu tun – Dank dafür an die KuMis und die Leerdenker.

        „habe 3kinder was glauben sie was da loß ist we die den gansen tag aufeinander hängen“ Ich kenne das Alter Ihrer Kinder nicht, doch es gibt tatsächlich Famiien, wo es klappt. Niemand ist erstaunter als ein Drei-Männer-Haushalt (zwei Jungs und Vater im HO). Sie haben festgestellt, dass sie sich gegenseitig helfen müssen und kriegen das inzwischen gut hin – sie nutzen die Chance, sich kennenzulernen.

        „wir müßten auch mal schlafen Schichtarbeit“ Vielleicht haben Sie einen sozial eingestellten Arbeitgeber und es besteht die Möglichkeit, die Schichten mit anderen zu tauschen. Mancher ist froh, wenn er eine zeitlang „nur“ sie Spät- oder auch Nachtschicht machen muss. Fragen kostet nichts.

        „und lehrerspilen und sie sitzen zuhause und lasen Sichuan Geld am monatsendeüberweisen“ Ich spiele nicht Lehrer und ich spiele auch nicht im Netz oder sonstwo. Ich arbeite. Ich bin zu Hause, weil ich arbeite – muss ab und an in den halben Präsenzunterricht der Abschlussklassen und die ausgefallene Korrekturzeit nachholen. (Zwei Stunden Präsenzunterricht, eine Stunde Fahrzeit, kurze Abstandsbesprechungen…) da „verliere“ ich bis zu fünf Stunden zum Korrigieren und Vorbereiten, die ich selbstverständlich nachhole.

        „machen sie ihren job wie ich meinen machen muß“ Unbezahlte Dauerüberstunden, unbezahlte Dauerüberlastung – seit Jahrzehnten? Mach ich. Täglich. Seit Jahrzehnten. Ich habe keine geregelten Arbeitszeiten wie im Schichtdienst, ich habe geregelte Unterrichtszeit. Alle andere ist oben drauf.

        Sie machen Ihren Job bestimmt gut – wir den unseren aber auch. Und an Corona, Coronaidioten, Reisenden, lustigen „Wir umarmen uns alle“ – Schülern sind wir wahrhaftig nicht Schuld. Wir würden gerne SICHER in der Schule unterrichten. Klappt aber nicht.

  3. Ehrlich, emotional und auf den Punkt gebracht geschrieben. Aber das werden leider nur wieder die 4 Teacher Teilnehmer lesen. Und damit wird hiermit auch nur das wiederholt, worüber sich die meisten hier im Forum schon seit Monaten einig sind. Also wird auch dieser emotionale Brandbrief am Ende des Tages in der Tonne landen.

    • Hallo mm,

      ich bin weder Lehrerin noch Schülerin und bis heute kannte ich news4teachers nicht. Der Artikel hat mich jedoch erreicht.
      Leider bin ich auch keine Politikerin. Ich hoffe dennoch sehr, dass dieser Beitrag was bewegen wird.

      K. Deckers

  4. Vollkommen richtig. Übrigens betrifft das Dilemma auch die Kitas. Die kinder werden wohl seltener krank, aber sie sind eben auch Überträger des Virus. Darüber wird nicht gesprochen.

    • Richtig!
      Es betrifft auch die Kitas und wir Erzieherinnen fühlen uns auch wie Kanonenfutter. Monatelang wurde behauptet, Stoffmasken würden uns schützen!!

      ABER WENN DIE KINDER KEINE TRAGEN, dann schützen wir die Kinder, aber niemand uns.

      Im Januar habe ich angefangen nur noch mit FFP 2 oder FFP 3 zu arbeiten und wurde von Kollegen wie eine Außerirdische angestarrt. Die Sache mit dem Lüften klappt leider auch nur bedingt, weil manche Kollegen nicht bereit sind geeignete Kleidung zu tragen. Vom ständigen Desinfizieren ganz zu schweigen. Wir hatten zwei infizierte Kollegen und ich war froh, dass ich mich bestens geschützt habe (auf eigene Kosten).
      Die Chefetage geht ins Homeoffice und wenn sie da ist (in ihrem Büro, ganz alleine) trägt sie FFP 2 Masken. Nur für uns sind die anscheinend nicht nötig. Was soll ich davon halten? Ach ja: Kinder übertragen Corona ja nicht.. Hatte ich ganz vergessen!
      Ich bin enttäuscht.. Von so viel Gleichgültig, Ignoranz und von Eltern die ihre Kinder auch mit Schnoddernase, Husten und Temperatur bringen.
      Von Kollegen, die erkältet zur Arbeit kommen und Chefs die sich aus Angst vor einer Infektion in ihrem Büro verstecken.

  5. Aber klar doch. Seit Jahren gibt es den Grippevirus. Keiner hat sich drum geschert. Nun plötzlich. Lasst Schüler zur Schule, es sei den man möchte alle dumm halten. Klar die Lehrer sind Beamte bekommen immer Geld egal ob anwesend oder nicht. Warum aus der Ferne unterrichten? Ist viel zu anstrengend. Lieber gar nicht. 1 Jahr Pause, warum nicht. Aber passt in die Denkweise vieler Lehrer.

    • Weil! weißt du, was wir jeden Tag leisten, um allen Schülern gerecht zu werden? Egal ob im Distanz- oder Präsenzunterricht?? Nein, weißt du nicht! Ich beantworte Mails rund um die Uhr und versuche alles irgendwie Mögliche aus den Boden zu stampfen. Das hält man durch für eine gewisse Zeit. Ich weiß, dass sich (fast) alle Lehrer bis zur Selbstaufgabe agagieren. Also halt einfach mal die Klappe

      • Es tut mir echt leid für die engagierten Lehrer ich kenne aber einige im privaten Umfeld die eine Runde Urlaub machen. Die bringen Sprüche, da fällt man vom Glauben ab. Ich bin froh das unser Grundschulkind eine engagierte Lehrerin hat, auch wenn die Lerninhalte einen sehr didaktischen Ansatz haben, wir dadurch als Eltern gefordert sind und ich als Berufstätige am Limit bin. Die Lehrer setzen bei uns in der Schule ein Programm auf und dem müssen die Kinder nachgehen. 2 X die Woche gibt es eine 10 min Videokonferenz um den Stimmungsbarometer zu sehen. Ganz ehrlich, wer hat denn den ganzen Punk? Sollen wir jetzt aufhören zu arbeiten um unsere Kinder mitzu unterrichten ? Würde ja schon helfen, wenn die wenigstens 2 x die Woche , 20min. Videounterricht geben würden. Mir ist aber auch klar, dass die Schulen einfach nur Beschlüsse mitgeteilt bekommen und zusehen müssen, wie das eingehalten werden soll. Stellt sich die Frage wie die jeweilige Schule / Lehrer damit umgeht. Wir haben eine gute Schule erwischt. Glück gehabt, kenne aber einige Horrorgeschichten wo die Kinder jetzt schon traumatisiert sind. Tatsache ist, dass wir alle versuchen müssen das beste daraus zu machen , auch wenn es für alle Beteiligten aktuell Scheisse ist. Wenn ich nicht in der Lage bin etwas positives aus der Situation draus zu machen, dann ist mein Kind noch weniger in der Lage. Wir sind es unseren Kindern schuldig, sie nicht zu notorischen Nörglern zu erziehen und immer die Schuld bei den anderen zu sehen. Ist leider schon eine Volkskrankheit hierzulande. Mehr nörgeln als konstruktive Vorschläge.

    • Davon mal abgesehen, dass Kinder daran sowieso nicht ernsthaft oder überhaupt nicht erkranken.

      Aber besser Suizid aus Angst vor dem Tod.
      Einfach nur noch lächerlich

        • Mitarbeiter der Notbetreuung……Ganztagsschule ( die Kinder wurden schön nach Klassen getrennt, dann aber 30 Minuten ohne Maske in der Mensa. Kinder aus 3 verschiedenen Klassenstufen/ 10 verschiedene Klassen. Zwar mit Abstand , aber kein 1,50m)

      • @Artur Karmann

        Nur mal hingeworfen

        … es ist Schule, alle gehen hin, nur die Lehrer nicht, die sind tot.

        Was – bitte – fangen Sie dann mit Ihren Kindern an?

        (Gilt natürlich auch für KiTas und Erzieher).

      • Lieber Artur Karmann, es wäre vielleicht besser, wenn Sie sich vorher informieren, bevor sie einen solchen Schwachsinn in die Welt hinausschreien. Nach neuesten Studien erkranken Kinder genauso an COVID-19 wie Erwachsene und stecken auch sehr wohl andere Menschen an, nur ist die Symptomatik milder, als bei Erwachsene. Nicht umsonst wurden Schulen und Kitas geschlossen. Ich bin echt empört, wie manche Menschen mit dem Leben und der Gesundheit anderer spielen. Schämt euch!!!

    • Hm… Also weder bin ich verbeamtet, noch viele meiner Kollegen. Da ich Quereinsteiger bin und mit meinem Dipl Inf alle Möglichkeiten offen habe, bin ich grad echt am überlegen dieses Irrenhaus Schule zu verlassen. Digitalisierung, selten so gelacht. Eine so stümperhafte und unzureichende Umsetzung… Da fehlen mir die Worte.
      Zurück zum ‚Lehrer sind faul‘.. Nein, die Einschätzung einer 60 Stundenwoche teile ich voll und ganz, Tendenz steigend mit geteilten Klassen etc. Wilde, unüberlegt und chaotische widersprüchliche Anweisungen tun ihr übriges. Naja, schauen wir mal…

    • Sie vergleichen nicht ernsthaft die Influenza mit dem COVID-19, oder?!?! Ich bin KEINE Lehrerin, habe aber drei Schulkinder daheim. Muss trotzdem Beruf mit Home Schooling vereinbaren. Wenn sie sich mal die Infektionszahlen und Todesfälle von Influenza und COVID-19 anschauen und vergleichen, würden sie schnell merken, dass Welten dazwischen liegen. Auch Krankheitsverlauf und Nachwirkungen sind nicht zu vergleichen. Sie haben wahrscheinlich auch Kinder zuhause und sind maßlos überfordert damit. Ganz ehrlich, ich hätte mir an Ihrer Stelle früher überlegt, ob ich Kinder haben möchte. Wir sind einfach viel zu verzogen und möchten aus unserer Komfortzone nicht raus. Ich sage nicht, dass es im Moment einfach ist, aber andere Nationen schaffen es auch für einige Wochen diszipliniert zu sein. Denken sie mal an andere, statt immer an sich. Eine 80-jährige Oma möchte auch ihre Enkel sehen, ohne ihr Todesurteil unterschreiben zu müssen.

    • Weil,
      Lehrer unterrichten doch aus der Ferne. Die meiner Kinder waren im März täglich im Kontakt, mit Videokonferenzen und über eine Lernplattform. Viele Eltern scheinen auf Lernen im ursprünglichen Sinn nicht viel Wert zu legen, es geht vielmehr um Lehrerbashing und Aufbewahrung. Schade.

    • Weil… Bildung in Päsenz schützt vor Gewalt – u. lehrt Doppelmoral: von Großeltern fernhalten, sie könnten each Infekt sterben – Lehrer im Alter v. Großeltern darf man natürl. jederzeit nah sein!? Wenn Regeln so vermittelt werden, dass je nach Situation gilt, was gefällt, wird d. Pandemie noch sehr lange dauern! Abstände einhalten? Wozu?? Geht oft auch ohne, hat man ja in d. Schule fürs Leben gelernt!!! Das freut d. Virus!!!

    • #Weil
      Heute 4 h Fernunterricht, dann 1 h Online Nachhilfe für 1 Kind, das aus dem Onlineunterricht rausgeflogen ist. Nebenher Korrektur der Aufgaben der letzten Woche von 22 Schül*innen. Um 16 Uhr Email einer Mutter: “ Mein Kind hat das Arbeitsheft nicht, können Sie mir die Seiten fotografieren und schicken?“ Na klar, mach ich, hab ja sonst nix zu tun. 17 Uhr dieselbe Mutter: “ Sorry, war das falsche Heft, Kind braucht das andere.“ Super, oder?
      Was genau wollen Sie uns Lehrer*innen eigentlich mitteilen? Dass wir – mal wieder- faul seien? Na denn.

    • @Weil

      Weil 17. Januar 2021 um 17:17

      „Aber klar doch. Seit Jahren gibt es den Grippevirus. Keiner hat sich drum geschert. Nun plötzlich. Lasst Schüler zur Schule, es sei den man möchte alle dumm halten. Klar die Lehrer sind Beamte bekommen immer Geld egal ob anwesend oder nicht. Warum aus der Ferne unterrichten? Ist viel zu anstrengend. Lieber gar nicht. 1 Jahr Pause, warum nicht. Aber passt in die Denkweise vieler Lehrer.“

      Einfach nur: HÄ?
      Auf dem Mond gelebt? Die letzten Monate verschlafen?
      Übrigens – ich nehme auch gerne zwei Jahre Pause. Habe mehr als genug Überstunden dafür.

  6. Vielen Dank für diesen Beitrag. Dem kann ich nur zustimmen. Die werten Herrschaften „da oben“ würden sich ganz sicher nicht in ein vollbesetzes Klassenzimmer stellen..

  7. Unter anderem ich forderte seit Monaten Verbesserungen im Sinn der Kinder Eltern Lehrer…
    Als Petition an alle Landtage.
    Aufbauend auf Forderungen von Lehrerverband,…
    Antwort unter anderem, dass Befragungen an Schulen doch 2017 ergeben hätten, dass alle zufrieden seien an deutschen Schulen…
    Einmal davon abgesehen, dass das ähnlich stimmt wie dass die Erde eine Scheibe ist… Gab es bekanntlich 2017 noch keine Pandemie… Und bei solchen Antworten von Politikern, deren Kinder meistens in Privatschulen gehen oder Nachhilfe kein Problem ist wird einem nur noch übel. Es geht nun auch wieder eher um Wahlkampf statt um irgendwas Sinnvolles für Bürger, Kinder,…

    • Lieber Wolfgang, nehmen Sie sich damit nicht etwas zu wichtig? Was glauben Sie, wie viele Wünsche, Bitten, Forderungen die Politiker aus allen Richtungen und mit diamentral entgegengesetzen Ansichten sie TÄGLICH erhalten? Und eine Petition jagt die andere.

      • ? Es geht ja nicht um mich und was spricht gegen Petitionen, wenn sonst ja auch Bedürfnisse von Bürgern missachtet werden und sonst gar nicht zu Worte kommen

  8. Vielen Dank für den couragierten Artikel.
    Ich bin zwar kein Lehrer, kann aber Ihre Bedenken sehr gut nachvollziehen. Bei mir verfestigt sich mehr und mehr der Eindruck, dass die Kultusminister in einer Parallelwelt leben. Offensichtlich wird entgegen aller Vernunft auf Präsenzunterricht entschieden. Dabei wurde im letzten Jahr so viel Zeit vertan, den Online-Unterricht vorzubereiten. Erst im Lockdown wurde sich dann bemüht. Also Brauch mir keiner was erzählen.

  9. Pressekonferenz RKI v. 14.1.21=Bildung und Verständniserzeugung für jeden!! Herr Wieler und Kollegen erklären und erklären in verständlicher Sprache und somit für JEDEN verständlich!, nicht nur für Menschen „vom Fach“. Genau dieser Vorgang ist Bildung, wir werden bestens informiert, wissen, was wir zu tun haben, um Corona-uninfiziert bleiben zu können und brauchen all diese gut durchdachten Ratschläge nur umzusetzen und anzuwenden.
    Bildung in Schulen bedeutet für unsere Kinder /Schüler * innen, dass Lehrkraft bestmöglich erklärt, Schüler *in versteht und anschließend weiß, was richtig und was falsch ist. Und entsprechend sollte Schüler * in fortan das Verhalten ändern und das Bestmögliche tun – das erwarten wir von Schülerschaft, benoten gutes Lernen mit guten Noten, und bei fortgesetzter Lernverweigerung trotz Ermahnungen gibt’s auch mal einen Verweis.
    Herr Wieler erklärt und erklärt, so dass es JEDER versteht, auch die „Gebildeten“, und natürlich erst recht diejenigen, die dem gesamten Bildungssystem vorangestellt sind (Bildungsminister)!
    Eltern, Lehrer, Wissenschaftler, Politiker – allesamt gelten sie gemeinhin als Vorbilder, und hier liegt das größte Dilemma denn:Kinder, Jugendliche, Studierende und Bürger brauchen in dieser jetzigen Pandemiesituation Vorbilder, die einig zusammenhalten, klug sind und die Nation an die Hand nehmen und durch diese schwierige Zeit führen.
    Kinder und Jugendliche kennen sich bestens aus mit Corona und haben die Schutzmaßnahmen längst verinnerlicht, und mit Ermutigung, Lob und kleinen Komplimenten über ihre hübschen Masken holt man sie immer wieder ins Boot, aber, die wichtigsten „Erziehungs“ – Mittel sind grundsätzlich gute Vorbilder, an denen es lohnt, sich zu orientieren!
    Man hat ihnen die AHA +L-Regeln beigebracht, die sitzen! Neue Maßnahmen akzeptieren Kinder und junge Erwachsene (Abschlussjahrgänge), Sanktionen bei Verstößen sind für sie ebenso nachvollziehbar. Durch große Teile der Bevölkerung geht diese Akzeptanz – und dann kommt ausgerechnet das Ressort „Bildung“ (KMK) und fordert Kinder und junge Erwachsene(Erstwähler 2021), und Lehrer! auf :Tut etwas, das zur Zeit unter Androhung von Strafen überall verboten und gefährlich ist, trefft Euch in den Schulen (und Ihr seid dazu gezwungen /Präsenz – und Schulpflicht)! Alle anderen dürfen das nicht, außerhalb der Schulen dürft Ihr das auch nicht, das ist zu gefährlich Ihr könntet Euch infizieren und die Verantwortung für viele Neuinfektionen und Tode auf Euch nehmen!! Aber : Ihr seid verpflichtet, in den Schulen mit vielen anderen Eure Raumluft zu teilen (Wechsel vieler Kurse! Raumluftkontakt durch Aerosole auch bei Abstandseinhaltung, die verschiedenen Coronamutationen finden schnell den Weg in die Schulen!). Also Schüler *innen : in den Schulen wächst und wächst die Chance, dass Ihr Euch infiziert und infolgedessen Neuinfektionen und Tode verursacht, das Gesetz will es so, geht dann nach Hause und lasst Eure Familienangehörigen, die es bis heute geschafft haben, sich zu schützen, auf den letzten Metern vor der Impfung erkranken oder sterben – WIE sollen junge Menschen für den Rest ihres Lebens mit solcher Verantwortung und Konsequenz leben?
    Schule ist sehr sehr wichtig, das steht völlig außer Frage, aber Schule steht nicht über Leben, verschobene Schule /Prüfungen kann man nachholen, Leben nicht.
    Bei einer Sarglänge von ~2 Metern entsteht bei einer täglichen Todeszahl von mittlerweile über 1000 Menschenleben eine Strecke von über 2 Kilometern Länge, jeden Tag! Bei 2000000 Toten weltweit ist die Sargstrecke 4000km lang – haben wir es denn noch nicht verstanden? Und die ansteckenden Mutationen fangen ja gerade erst an!
    Bitte Regierung, bitte KMK : Es ist im Moment nicht die Zeit für Schulpräsenz!, und auch nicht für immer wieder geforderte Langzeitstrategien! Diese Zeit ist jetzt anders, ob wir es wollen oder nicht, wir kennen den Weg und die Mittel, um das Virus einzudämmen und langfristig zu besiegen. Wir sind ALLE gebildet genug, um zu wissen, dass Präsenz in den Schulen Erkrankungen und Tode zur Folge hat, auch für Lehrer.
    Jedes Leben zählt.
    Die Gebildetsten sagen den jungen Menschen : Tut durch Eure Schulpräsenz genau das Allerfalscheste! Was für Zwiespalte, was für eine innere Zerrissenheit entsteht in dieser Generation wie sollen sie ihrem Regierungsvorbild vertrauen? Was für ein Paradoxum auf der Grundlage der Minister *innen für Bildung!
    Und solch unkluge Anordnungen wirken sich aus auf die gesamte Bevölkerung! – jeder sucht und findet für sich Ausnahmegründe, jeder ist ständig in Bewegung, beruflich und anschließend privat, wirklich eingeschränkt sähe anders aus. Zu viele Menschen tun weiterhin alles, was nicht explizit als verboten gilt, oder was eben schlichtweg nicht kontrolliert wird.
    Zur Viruseindämmung muss jetzt sehr schnell sehr viel erreicht werden. Kontrollen wären nur ein Teil der Lösung ; was wir brauchen ist Zusammenhalt, Rücksicht und Solidarität aller auch derer, die NICHT dahinterstehen! Freiwillig, oder eben angeordnet, KEINE Ausnahmen, intensiv und so lang oder kurz wie nötig – es ist doch nicht für immer! Alle zusammen, intensiv, für einen vorerst begrenzten Zeitraum, am besten weltweit!
    Und ALLE Bildungsministerien sollten, einig, ihrer Aufgabe und Vorbildfunktion gerecht werden, keine „Ausnahmen“ für Schulen!!! Lockdown, Zahlen runter, Virus eindämmen auf absolut niedrige Zahl!, und dann wird weitergebildet!
    Aus kalifornischen Krankenhäusern (am Limit!) kommen Berichte über Kinder und Jugendliche, die sich völlig verzweifelt am Telefon von ihren sterbenden Familienangehörigen verabschieden und sich entschuldigen dafür, dass sie das Virus in die Familien gebracht haben. Dem ist nichts hinzuzufügen. Diese Situation wünschen wir keinem jungen Menschen.

  10. „Als Lehrer müssen wir Vorbilder sein, gradlinig, einschätzbar, offen, ehrlich, klar, reflektiert, wissenschaftsorientiert, zielorientiert, realitätsnah, vertrauenswürdig, verantwortungsvoll, verständnisvoll, rücksichtsvoll, ausgleichend, abwägend, tolerant..“

    Also das Gegenteil eines Unionspolitikers. Wer die CDU wählt, der gibt uns allen eins auf die Mütze. In diesem Land wird sich nichts bessern, solange die CDU in der Regierung sitzt.

    • Ich würde Ihnen gern zustimmen, aber die meisten der Kultusminister, die sich mit Gewalt gegen jede vernünftige Maßnahme für Schulen stemmen, kommen aus der SPD. In NRW ist es Frau Gebauer von der FDP, die durch völliges Chaos auffällt. Und der grüne MP Kretschmann steckt auch zu tief im Wahlkampf, um seinen Laden mal in Ordnung zu bringen. Ich bin derzeit so enttäuscht, weil ich nicht mehr sehe, wen man denn noch wählen könnte.

  11. Liebe(r)kanndochnichtwahrsein: vielen Dank für diesen Kommentar. Ich schließe mich allumfassend an und gebe laut Applaus!! Der Kollateralschaden bzgl der jetzt massiv herangezüchteten Politikverdrossenheit wird uns früher oder später mächtig auf die Füße fallen….und daran sind diese unsinnigen – eigentlich für alle Menschen nachvollziehbaren widersprüchlichen Weisungen verantwortlich. „Denen traue ich nicht so weit, wie ich ein Klavier werfen kann!“ hat mein Opa immer gesagt….muss wohl Altersweisheit gewesen sei , von der so eine unsäglich ignorante Person, wie Fr Gebauer Lichtjahre entfernt ist.

  12. Vorsicht Zynismus!!
    Ich weiß nicht, wo das Problem liegt. In Ba-Wü dürfen wir seit 11.01.2021 im Präsenzunterricht an Schulen für Körperbehinderte und Schulen für Geistigbehinderte unterrichten. Gut, die Präsenzpflicht ist ausgesetzt. Heißt aber es handelt sich tatsächlich um Unterricht und die, die zu Hause sind Hagen parallel dazu Anrecht auf Homeschooling. Die Schüler gehören zu verschiedensten Risikogruppen. Die Angst und der Frust unter den Kollegen und Kolleginnen ist enorm. Und das Unverständnis natürlich auch.
    Aber was will man machen?
    Bis die Beschwerden über den Dienstweg gelaufen sind, sind wir alle gegen Corona geimpft.
    Schade, dass diese Schülerschaft überhaupt nicht erwähnt wird und darüber auch nicht berichtet wird. Wenn, dann nur in kleinen Fußnoten.
    Das ist der wahre Skandal. Ach so. An den Schulen ist übrigens vom Grundschüler bis zum Erwachsenen Schüler alle vertreten und es wird bunt gemischt im Schulbus weit übers Land gefahren. In der Schule darf aber ja keine Durchmischung erfolgen….noch Fragen?
    Ganz liebe Grüße an alle Kolleginnen und Kollegen. Haltet durch und bleibt gesund.
    Man könnte, wie oben auch zynisch sein und sagen: erst wenn der letzte Lehrer an Corona gestorben ist, merkt man, dass ein paar Kultusminister nicht alle Schüler unterrichten können.

    • Läuft in Bayern nicht anders, da heißt es Notbetreuung für alle ohne Not…klar benötigen gerade diese Schüler die Unterstützung, da oft das Elternhaus nicht leisten kann, was nötig wäre, aber es sind eben auch Risikogruppen in denen man nah…sehr nah am Schüler arbeiten muss und meist keine AHA Regeln eingehalten werden können, zumindest nicht von Schüler Seite aus….bei uns in der Klasse derzeit 40 Prozent der Schüler da, Tendenz steigend….und das nennt sich dann Notbetreuung….
      Was wenn die Mutation da mal einschlägt….

    • Gefrustete Fachlehrerin!

      Ich bin Fachlehrerin an drei Schulen und insgesamt wöchentlich in acht Klassen. Am SBBZ unterrichte ich nun seit einer Woche und fühle mich extrem bedroht. Gerade in der Grundstufe ist kein Abstand möglich. Absolut gefährlich für mich sind meiner Einschätzung nach die emotionalen Ausbrüchen der Kinder, die die Viruslast explosionsartig in die Höhe schnellen lassen!
      Es interessiert niemanden, man muss nur funktionieren!?!

      Ich bin nun knapp 63!

      • Können Sie in finanzieller Hinsicht aussteigen? Mit 63 ist es brandgefährlich in vollen Klassenzimmern. Unsere Mitarbeiter über 60 sind seit Beginn der Pandemie nicht mehr im Büro. Der Vorgesetzte, der Präsenz durchsetzen wollte, wurde Freitag gefeuert.

        • @xy

          „Der Vorgesetzte, der Präsenz durchsetzen wollte, wurde Freitag gefeuert.“

          Hoffentlich macht das im wahrsten Sinne des Wortes Schule!
          😉

  13. Danke!
    Danke, dass es endlich jemand auf den Punkt bringt!
    Dieser Leserbrief trifft für mich den Nagel auf den Kopf!

    Louisa Erzieherin Saarland

  14. Der Brandbrief der „News4teachers-LeserIn „kanndochnichtwahrsein““ kann nur unterstützt werden. Hinzuweisen ist auch auf die jeweilige Kultusbürokratie, deren leitende Damen und Herren die KM’s beraten, mit entscheiden und damit mitverantwortlich sind.

  15. Da spricht mir jemand aus der Seele. Unser (peinliches) Schulsystem ist lange überholt und wird den modernen Anforderungen an Lernen nicht mehr gerecht. Digitale Systeme für Home-Schooling sind altbacken und die Usability fraglich. Und dann gibt es Unterbrechungen, gescheiterte Uploads und stotternde Livecasts. Und das Verhalten unserer Kultusministerin ist mir auch nicht verständlich, so sorglos mit dem Leben von Erziehern und Lehrern umzugehen. Da kann ich mich doch noch so sehr an die Coronaregeln halten, um mich und andere zu schützen, wenn dann eines meiner Kinder den Virus nach Hause bringt und meine Frau (selbst Erzieherin) den Virus in die Kita schleppt … Völlig unverständlich!!!

  16. Meine Güte! Ich habe selbst vier Kinder davon eins mit Behinderung welches aber trotzdem mit einer Schulbegleiterin eine Regelschule besuchen darf! Momentan eine GROSSE Herausforderung dennoch völlig OK denn es geht hier um Leben und die Gesundheit! Ich kann nicht verstehen warum ALLE nicht mal mit dem Hintern einfach zu Hause bleiben können nur weil man selbst noch nicht betroffen ist! Manche Eltern möchten auch einfach nur ihre Kleinen gut betreut aus dem Haus wissen und haben selbst keine Lust sich zu kümmern! Oder warum muss man unbedingt in den Schnee fahren wenn wir uns im Lockdown befinden? Die Strafen sollten viel härter werden damit sich auch dran gehalten wird und einmal klare Regeln für Alle! Ob gemeutert wird oder nicht! Sonst hat das hier NIE ein Ende und kann ja auch immer wieder nur von vorne anfangen! Wir schaffen das ja auch! Danke fürs lesen!

  17. Richtig! Sie sprechen mir aus dem Herzen.
    Die Politik wusste schon 2013 alles über den Virus, nur hat die Kanzlerin es nicht ernst genommen.
    Leider! Jetzt wo es deren Schuld ist müssen wir leiden.! Deren fehler müssen wir korrigieren. Alles wird geschlossen ohne Logik, denn wenn andere Abteilungen zu sind trotzdem dort eingekauft wird? Ob jetzt alle Abteilungen offen haben oder nicht. Ist doch das gleiche! Ich glaube das wir als Versuchskaninchen herhalten müssen die Schulen sollen geschlossen bleiben aber richtig nicht nur in den news! Ob Notbetreuung oder Unterricht ist auch das gleiche, denn die Schulen müssen öffnen! Hä? Ich denke das mit denen nix mehr stimmt! Die restaurants haben es hart und andere genauso. Kein Einkommen. Niemand hilft. Auflagen veröffentlichen strafen zahlen bei nicht Einhaltung!??? DIE Politiker machen es sich leicht, denen geht es zu gut. Die haben ja noch 600 Weihnachtsgeld erhalten ohne zu versteuern.! Die hartz4 und Einkommen schwächere Menschen geht es nicht gut.!
    Aber an die wird nicht gedacht. Alles wird ignoriert das Grundeinkommen.. Oder 600 Euro mehr für hartz 4 empfänger! Es sitzen die falschen in der Politik! Ich wünsche mir das sich das schnell ändert!!!

    • Seit 2013 wusste Angela Merkel alles über den Virus, den es da noch garnicht gab? Es gibt kaum ein anderes Land, daß so viel Geld für Corona Hilfen ausgeschüttet hat, wie Deutschland. Und die Sozial Hilfe Empfänger? Es gab keine Kürzung! Aber es gab 300€ Kindergeld pro Kind extra! Wofür, frage ich mich? Wer sich Kinder anschafft, sollte auch dafür sorgen können. Aber in diesem Fall ist der Staat dann wohl gut genug. Empfehlen Sie doch ihren Kindern, Politiker/innen zu werden, dann geht es ihnen und Ihnen auch gut.

  18. Ich bin zwar kein Lehrer, doch möchte ich als Schüler einer Berufsschule ein Kommentar abgeben. Ich kann diesem Text vollkommen zustimmen. Ich persönlich fühle mich im Homeschooling sehr wohl. Ich kann die meisten Aufgaben in meinem eigenen Tempo erledigen, die Gefahr meine Unterlagen zu Hause zu vergessen ist nicht vorhanden da ich ja zu Hause meine Aufgaben mache. Sollte ich mir einen Schnupfen einfangen kann ich dennoch am Unterricht teilnehmen da dieser per Videokonferenz regelmäßig stattfindet. Dadurch dass wir unsere Aufgaben entweder während einer Videokonferenz oder außerhalb einer solchen machen, hat jeder die gleichen Chancen eine faire Bewertung zu bekommen, da man so nicht übersehen werden kann. Da die Schulen dieses Mal früher informiert wurden dass es zum Lockdown kommen könnte konnten unsere Lehrer sich darauf vorbereiten (also nicht so wie beim ersten Mal). Durch die Videokonferenzen und die Aufgaben die ich erledigt und abgeschickt habe konnte ich meine Noten um zwei Noten nach oben verbessern. Ich befürworte diese Art des Unterricht in Pandemiezeiten. Ich sitze nicht bis zu drei Stunden täglich im Bus und jedem dem es ernst ist mit seinem schulischen Werdegang hat auch kein Problem damit seine Aufgaben außerhalb eines Schulgebäude zu machen. Die einzigen Personen die damit ein Problem haben sind jene bei denen nun deutlich wird dass sie auch zu Hause, wo sie Ruhe und viel mehr Zeit haben, nichts für die Schule machen und dies meist weil sie keine Lust darauf haben. Ich sehe persönlich nur ein Problem und das ist die Angst der Politiker davor dass die Wirtschaft zusammenbrechen könnte weil die Eltern der Schüler unter sechzehn zu Hause bleiben müssten, doch darf man nicht vergessen dass durch die Schließungen verschiedenster Geschäfte und der Außergefechtsetzung vieler Branchen schon sehr Menschen eh schon zu Hause bleiben und viele dieser Menschen sind diese Eltern, da hat es eh keinen Sinn die Schulen offen zu halten bzw. jetzt wieder zu öffnen. In diesem Sinne schöne Grüße aus Münster NRW

  19. Genau, die Lehrer schaffen sich selbst ab. Erklären Sie mir doch mal wie jemand wie Sie, der allem Anschein nach das Bildungssystem voll ausgeschöpft hat, den Kindern und Jugendliche Bildung vorenthalten kann. Natuerlich haben Sie als Lehrer viel weniger Arbeit wenn Sie im „Homeoffice“ sind. Und unterstützen deshalb diese Politik. Was machen dann eigentlich die Kassenkraefte im Einzelhandel, die nicht nach A15 bezahlt werden?

    • @Simone Knorr

      Liebe Simone,
      eigentlich müsste ich jetzt mit Ihnen gemeinsam „mimimi“ machen, ich werde nämlich auch nicht nach A15 bezahlt!
      So ’ne Sauerei, was?
      Und „Natuerlich haben Sie als Lehrer viel weniger Arbeit wenn Sie im „Homeoffice“ sind.“ ist auch ein Rohrkrepierer, aber das ist Ihnen bestimmt selber klar.
      Wenigstens haben Sie sich mal ein bisschen entspannt, nachdem Sie sich aufgebläht haben.
      Na, auch dafür sind wir doofen Faulpelze da … und wir freuen sich auf weitere schöne Fantasie-und Traumgeschichten von Ihnen.

      • @ A, ja wie elegant ist das denn. Schon einmal etwas von Toleranz gehört? Kann nicht jeder für seine Meinung stehen und eintreten? Ich hoffe, dass Sie keine Kinder mit dieser/Ihrer Einstellung unterrichten dürfen. Wenn hier einer in Selbstmitleid versinkt, dann eher Sie und einige Lehrkräfte. Wer denkt denn wie oben erwähnt an eine Kassiererin? Welche sich auch nicht aussuchen kann, wen sie bedienen/abkassieren muss? Alle, sie hat keine Wahl. Dieser Virus betrifft alle. Und was glauben Sie, wie erfrischend es ist, nach einem 12 Stunden Tag nach Hause zu kommen, um 2 Kinder beim Lernen und bewältigen von Aufgaben zu unterstützen, die die Fähigkeiten der Jahrgangsstufe deutlich übersteigt.
        Also erzählen Sie hier bitte nichts von „mimimi“. Die Meinung von Simone hat hier genauso Bestand, wie der Brandbrief. Es gibt noch andere Berufsgruppen. Ich kann das Wort Home-Office nicht mehr hören. Wohl dem, sich dort verkriechen kann und nicht wie wir trotzdem jeden Tag an der „Front“ stehen darf.
        Und noch ein Wort zum Schluss, dass Wort Faulpelz entsprang einzig und allein Ihrer Feder!

        • Das ist keine Meinung (von Simone Knorr), das ist eine unbelegte Behauptung, das wäre ähnlich als würde man behaupten: Ach, die Pflegekräfte auf den Intensivstationen tun nur so als hätten sie viel mehr Arbeit. Oder: grundsätzlich alle, die im Home Office arbeiten, arbeiten viel weniger als sonst. Außerdem standen „die Lehrer“ bis kurz vor Weihnachten „an der Front“ (wie Sie es nennen). Die Entscheidung über Distanzunterricht wurde ja außerdem nicht von den Lehrern getroffen. Hier tauschen sich nunmal Lehrer über die Situation und ihren Job aus. Da kommen Sie daher und behaupten, sie jammern nur. Was soll das? Wenn Sie Ihren Job plötzlich unter ganz anderen Bedingungen mit ganz anderen Voraussetzungen machen müssten, würden Sie sagen: Ach alles easy-peasy, kein Problem. Na dann, herzlichen Glückwunsch.

        • 12-Stunden-Tag? Hahaha, da kann ich als Lehrer im „Homeoffice“ ja nur drüber lachen. Den hätt ich gern, sie Spaßvogel. Sie haben bestimmt auch ein Wochenende 😉

          Aber, dass sie nach Hause kommen und Kinder vorfinden, können Sie niemand anderem anlasten.

        • @Nils

          „Kann nicht jeder für seine Meinung stehen und eintreten?“

          Ach, lieber guter Nils, wenn das „jeder“ kann, dann darf ich das also auch?
          Danke schön.

          “ Und was glauben Sie, wie erfrischend es ist, nach einem 12 Stunden Tag nach Hause zu kommen, um 2 Kinder beim Lernen und bewältigen von Aufgaben zu unterstützen, die die Fähigkeiten der Jahrgangsstufe deutlich übersteigt.“
          Das erfrischt Sie dermaßen, dass Sie sich hier noch ziemlich austoben können, so schlimm wird’s dann „auf Arbeit“ nicht gewesen sein.
          Und 12 Stunden … kenne ich gut, kann ich oft toppen. Wochenende? Das schlage ich mal im Fremdwörter-Duden nach.
          Und was Ihre 2 Kinder angeht: Den Klapperstorch haben Sie selber angelockt, oder wurden Sie gezwungen?

        • @Nils:
          Hm….die armen Kassiererinnen…
          gewiss meine ich nicht alle dieser Berufsgruppe, jedoch der größte Teil der KassiererInnen in 2 verschiedenen Supermärkten sowie einem Drogeriemarkt, die ich zum Einkaufen aufsuche, tragen keine FFP2 Maske, sondern Masken aus Stoff, gern auch sehr oft unterhalb der Nase, jedoch meistens GAR KEINE Maske! Und zwar jetzt, Mitte Januar!
          So groß scheint die „Not“ also bei einigen VertreterInnen dieser Berufsgruppe nicht zu sein!
          (Bin KEINE Lehrerin).

    • Also ich kann nur für mich sprechen, aber seit März letzten Jahres arbeite ich wesentlich mehr als sonst. Insbesondere während der lockdown-zeiten.
      Ein Beispiel: Hausaufgaben kontrollieren funktioniert in der Schule mit Folie auflegen + durchlaufen ob alle was gemacht haben + Rückfragen innerhalb von 5 Minuten.
      Jetzt geben alle 25 Schüler die Hausaufgaben ab die ich alle kontrolliere, kommentiere und zurückschicke.
      Haben sie schon einmal Hausaufgaben ihres Kindes kontrolliert? Dann rechnen sie doch Mal hoch. Das ganze Mal 6 man hat nicht nur eine Klasse. Da hab ich noch keinen Unterricht für den nächsten Tag geplant, noch nicht zig Mails und Chat Nachrichten beantwortet, mit Eltern telefoniert,
      Dazu kommt jetzt im besten Fall, wenn Moodle nicht wieder versagt der online Unterricht nach (regulärem Stunden)-Plan.
      Für mich bedeutet das, dass ich auch jetzt noch am Unterricht arbeite… Ich habe wesentlich mehr als 40 Stunden in der Woche, kein Wochenende und in letzter Zeit sehr sehr wenig Schlaf. Und was viele auch vergessen: eine Familie, die Unterstützung braucht, habe ich auch..
      Ich zweifle nicht daran, dass es eine Kassiererin schwer hat. Aber das ist noch lange kein Grund die Behauptung aufzustellen die Lehrer Arbeiten im „homeoffice“ und bekommen dafür Geld.
      Achso jetzt fällt mir übrigens noch ein: an dem Tag an dem ich erst Nachmittagsunterricht habe betreue ich dann auch die fremden Kinder in der Notbetreuung 😉 also vielen Dank für ihren netten Kommentar….

    • Weniger Arbeit? Ich wünsche mir sehnlichst meinen normalen, virusfreien Unterricht mit vollen Klassen in der Schule zurück. DAS ist weniger Arbeit.

    • „Natuerlich haben Sie als Lehrer viel weniger Arbeit wenn Sie im „Homeoffice“ sind.“

      Woher genau kommt diese Behandlung, die Sie als Erkenntnis verkaufen? Haben Sie eine Studie zur Home-Office-Lehrerarbeitszeit durchgeführt? Sind Sie selbst Lehrerin?

      Ich würde im Traum nicht darauf kommen, mich über den Arbeitsaufwand oder die Arbeitszeit anderer Berufe zu äußern und Behauptungen aufzustellen, von denen ich keine Ahnung habe – so wie Sie in diesem Fall.

    • Frau Knorr,
      jede kluge Kassenkraft wird froh sein, wenn die NI sinken, da sich so auch für sie die Gefahr einer Ansteckung verringert. Im Grunde können nur Kinderlose, Egozentriker und Intelligenzgeminderte noch offene Schulen bei diesen Sterbezahlen fordern.

  20. Wow, Respekt an DIESE GASTAUTORIN!!!!

    Vielen Dank fuer die wahren Worte, die Sie hier geaeussert haben!!!!

    Dies entspricht der Realitaet und ich hoffe, das dieses Schreiben auch Leser in hoeheren Positionen zum Nachdenken anregt und diese den Lehrer*innen vor Ort mehr Handlungsfreiheit zu einem Lernen unter maximaler Beruecksichtigung des Gesundheitsschutzes gewaehren.

    Wie im Artikel richtig bekundet:“Koennen Sie ihnen(den Kindern) erklaeren, warum Klassenarbeiten und Noten wichtiger sind, als die Gesundheit der Lehrer, der Schueler und ihrer Familien? “

    Wirklich glaubhaft kann das sicher keiner der Kultusminister *innen erklaeren, oder etwa doch?????

    Ich waere sehr gespannt auf diese Ausfuehrungen!

    DANKE FUER DIESEN ARTIKEL!!!

  21. Nur mal zur Info, im Schulsystem arbeiten nicht nur gut bezahlte und verbeamtete Lehrkräfte, auch hier gibt es derzeit Kurzarbeitergeld….und auch Menschen, wie z.B. Schulbegleiter, die für ein paar Euro Kindern mit Behinderungen ermöglichen, so gut wie es geht am Unterricht teilzunehmen….ganz nah am Kind, von 8.00 bis 16.00 Uhr…ohne AHA Regeln….immer nur dieses ach alle in der Schule sind doch überbezahlt und wollen nicht arbeiten – es nervt, da es NICHT der Wahrheit entspricht!!!!

  22. Es Wird ständig nur über die schule diskutiert.UND was ist mit den leuten die arbeiten MÜSSEN????Da kann man auch kein Abstand halten bei zig Leuten.DA Verliert auch keiner ein Wort darüber.Ich höre immer nur SCHULE SCHULE SCHULE.UNMÖGLICH

    • Vielleicht, weil das hier eine Seite für Pädagogen ist? (Und ein paar dazu gemogelte Eltern) Ich hoffe, dass Sie in Ihrem Berufsumfeld Maske tragen dürfen und Ihre Kollegen auch. Das dürfen manche Lehrer nicht, könnte ja arme Kinderseelen verletzen. Müssen Sie täglich vor, sagen wir Mal 100, unmaskierte Kinder treten, als Schutz „Lüften miteinander“?

    • 1. Das hier ist eine Plattform 4teacher
      2. Lehrer müssen auch arbeiten
      3. Ich unterricht in 10+ verschiedenen Klassen (also pro Woche ca über 200 Kontakte (also mit über 200 Haushalten) in kleinen geschlossenen Räumen über Stunden.
      4. Das hier ist eine Plattform 4 teacher.

  23. Inhaltlich 100%ige Zustimmung und Kompliment für die klasse Diktion.

    Die Annahme allerdings, hier von Kommentatoren geäußert, den Landesregierungen und ihren KultusministerInnen ginge es um das Wohl der Schüler durch Aufrechterhaltung der Präsenzbeschulung, halte ich für euphemistisch, hier geht es einzig um Profilierung im Vorfeld von Landtagswahlen nach dem Motto „Wir sorgen für „Normalität“ und halten Euch Probleme vom Hals.

  24. Dieser Artikel spricht mir aus dem Herzen und trifft genau den Kern der Dinge. Es geht nicht um die Schüler und Lehrer sowie ihren berechtigten Anspruch auf Gesundheit. Es geht um Politik, die Bewahrung des heutigen Schulsystems sowie Kostenminimierung. Nach 45 Dienstjahren als angestellter Lehrer sehe ich mich genötigt mich der Gefahr einer Ansteckung auszusetzen. Unsere hohen Herren sitzen ja in ihren sicheren Arbeitsräumen und machen dicht. Ich bin enttäuscht und wütend zugleich und denke viele sind es ebenso. Dieser Brief gehört in die Öffentlichkeit.

  25. Ist die Arbeit als Lehrer so schlimm, daß man auf Teufel komm raus weiter zu Hause hocken möchte?
    Ich persönlich bin von meinen positiv auf Corona getesteten Kindern (infiziert durch eine Erzieherin) nicht angesteckt worden ebenso wenig mein Mann. Obwohl wir die Quarantäne ohne Schutz und Abstand ( Kinder sind 3 und 4 Jahre alt) miteinander verbracht haben. Diesbezüglich gibt es auch die ein oder andere Studie. Kinder übertragen eben nicht leicht.
    Aber diese Studien lesen Sie gar nicht, weil Sie Ihnen nicht in den Kram passen.
    Mir graut es schon vor der Einschulung meiner Kinder, wenn ich sowas hier lese.
    Ich arbeite übrigens auf einer Covid-Intensivstation. Zumindest wenn die Kinder in der Kita sind. Wenn nicht geht mein Mann als Ingenieur arbeiten und ich sitze zu Hause. Er verdient einfach mehr Geld.
    Ich kann die Zeit mit meinen Kindern auch genießen. Kein Thema.
    Aber im Moment wäre etwas anderes eben wichtiger.
    Für uns ist die Kitaschließung ein Problem. Und es geht vielen meiner Kolleginnen ebenso.

    • „Ist die Arbeit als Lehrer so schlimm, daß man auf Teufel komm raus weiter zu Hause hocken möchte?“

      Das ist unsachlich und das wissen Sie auch. Hätten Sie den Artikel gelesen, wüssten Sie, dass es nicht um die Arbeit als Lehrer an sich geht, und darum, dass man lieber zu Hause „hocken“ möchte (wie viele Arbeitnehmer in diesem Land zur Zeit auch), sondern darum, dass die Coronaregeln in den Schulen nicht eingehalten werden. DAS ist schlimm.
      Die meisten Lehrer wollen einfach wieder unter normalen Bedingungen ihren Job ausüben können, was wegen der Pandemie aber derzeit aber nicht möglich ist…

    • Anscheins geht es für Ihnen nur ums Geld und nicht Gesundheit. Meine Schwester, die ebenfalls Krankenschwester ist, war übrings von ihre 6 Jahrige angesteckt worden.

  26. Gottseidank haben sie nicht alle zu. Die soziale Vereinsamung ist eine Katastrophe. Von Gedränge im Bus kann keine Rede mehr sein!
    Homeschooling ist für viele einfach nicht möglich.
    Im März war das auch keine Thema. Klar Zahlen waren nicht so hoch weil einfach noch nicht so hardcore getestet wurde.
    Sicherlich ist eine schwierige Situation. Aber soziale Isolation gerade bei den Kleinsten kann es einfach nicht sein. Nicht jeder hat noch ein Geschwisterkind zu Hause. Manche Schäden bei den kleinen sind jetzt schon zu enorm.

    Alleinerziehende schaffen den Spagat zwischen Homeshooling und 8 Stunden wirklich präsent sein für den Job nicht immer.

    Ich kenne einen Fall die erst einen Nervenzusammenbruch hatte und sich das Leben nehmen wollte weil Sie einfach nicht mehr kann.
    Wow. Aber das ist ja scheinbar dann auch egal

    • Fassungslos,
      ein Nervenzusammenbruch, weil man die eigenen Kinder selbst betreuen muss?
      Da lief schon vor Corona Einiges völlig falsch.
      Warum sollen Lehrer sterben, weil jemand nicht fähig ist, sich einen Therapeuten zu suchen?

      Und einsame Kinder ohne Schule?
      Das ist doch lächerlich. Es gibt genügend Kinder, die gerade richtig aufblühen, weil die Eltern endlich mehr Zeit haben.

  27. Ich kann dem ganzen zustimmen. Ich bin zwar kein Lehrer, arbeite aber als Erzieherin im Kindergarten. Auch bei uns wird der Regelbetrieb aufrechterhalten. Die Politik suggeriert zwar „bei dringendem Bedarf“ verspricht aber den Eltern im selben Augenblick, dass dieser Bedarf aus verschiedenen Gründen bestehen kann. Eine von uns am 18.12.20 eingereichte Petition ist bis heute unbeantwortet. Bringt also leider auch nichts

    • Ich bin keine Lehrerin, möchte die Frage, die die Autorin gestellt hat aber gerne beantworten:
      Weil eine Generation von Schülern, die keinen adäquaten Unterricht bekommt (was ja bereits jetzt durch das Homeschooling, bei dem es offenbar häufig auch technische Probleme gibt, der Fall ist) diesen Rückstand möglicherweise nie mehr aufholen wird. Gute Schüler werden es schwer haben den verpassten / weitgehend in Eigenregie zu lernenden Stoff nachzuholen. Schlechtere oder wenig motivierte Schüler (soll es unter Pubertierenden durchaus geben), schaffen es womöglich nie. Der Unterricht sollte stattfinden, damit diese Nachteile so gering wie möglich gehalten werden und diese Generation (insbesondere der Abschluss-) Schüler nicht noch auf Jahre in Ausbildung,
      Studium und Beruf das Stigma einer lückenhaften Schulausbildung oder gar eines großzügig gewährten Abschlusszeugnisses tragen müssen.
      Und ja, dazu kommt, dass viele Eltern ebenso noch immer arbeiten müssen. Zum Teil im Homeoffice. Wer nicht im Homeoffice arbeiten kann, kann nicht zu Hause die Kinder beschulen. Wer im Homeoffice arbeiten kann, kann nicht gleichzeitig die Kinder im Homeschooling unterstützen (und bei Kleinkindern statt Kita betreuen) und gleichzeitig im Homeoffice ARBEITEN.

      Es ist also eine Frage der Priorisierung und bei allem Erkennen des Ernstes der Lage, bin ich der Meinung das die Prioritäten nicht passen und die Schulen / und Kitas offen bleiben sollten. (Ich würde sogar auch noch andere Maßnahmen korrigieren wollen, aber das führt zu weit).
      Und ja natürlich gibt es auch Familien, die die Kinderebtreuung oder das Homeschooling leisten können, weil ein Elternteil wenig oder gar nicht oder extrem flexibel arbeitet – das ist jedoch nicht die Regel – bei kleinen Kindern sollten diese Familien dann auch tatsächlich die Kita in dieser Situation nicht beanspruchen. Schule dagegen, siehe erstes Argument.
      Eines noch zum Verständnis, ich bin keinesfalls eine Corona-Leugnerin und sehe den Ernst der Lage und auch die Schwierigkeiten angemessene Kompromisse zu finden. Ich persönlich finde lediglich an dieser Stelle diese Lösung eben nicht angemessen.
      Die Ansteckungsgefahr, die die Lehrenden dabei ausgesetzt sind ist leider hinzunehmen (natürlich soweit möglich zu reduzieren), dieses Risiko tragen andere Berufsgruppen auch.
      Aber zu Schluss: die Bundesregierung hat es jedoch definitiv versäumt im Sommer ein tragfähiges Konzept für die abzusehende 2. Welle zu erarbeiten – dieser Vorwurf muss so stehen bleiben.

      • Vielleicht könnte man sich ja darauf einigen, dass Schulen und Kitas coronasicher ausgestattet werden, bevor man sie öffnet? Die Menschen in Kita und Schule, die ich kenne, möchten am allerliebsten in Präsenz arbeiten, aber nicht um den Preis der eigenen Gesundheit oder der ihrer Angehörigen. Genau dazu werden sie jedoch derzeit in den meisten Bundesländern gezwungen.
        Also: wenn die Öffnung der Kitas und der Schulen unabdingbar ist, dann hat die Politik endlich dafür zu sorgen, dass sich ErzieherInnen, Kinder, SchülerInnen und LehrerInnen dort weitestgehend gefahrlos aufhalten können!

      • Keks,
        das Risiko ist nicht hinzunehmen, weil es gegen geltende Arbeitsschutzgesetze verstößt. Wir sind nicht mehr in der Industrialisierung. Keine andere Berufsgruppe muss relativ ungeschützt vor 30 möglicherweise Infizierten arbeiten. Auch eine Kassiererin oder ein Arzt ist nicht stundenlang in einem aerosolgesättigten Setting. Das ist und bleibt fahrlässige Körperverletzung. Ihre Bequemlichkeit ist nicht wichtiger als die Unversehrtheit der Kitamitarbeiter und Lehrer.

        • Ich sprach nie von Bequemlichkeit, sondern von einem dauerhaften Stigma für die Kinder und die Unmöglichkeit der betroffenen Eltern (ich bin noch nicht selbst betroffen, mein eigener Sohn besucht noch keine Kita – mein Umfeld, Freunde, Geschwister bzw. deren Kinder schon) sich zweizuteilen.
          Ich möchte im übrigen das Risiko gar nicht kleinreden, sondern nochmal betonen, dass es versäumt wurde ein tragfähiges Konzept zu entwickeln (seitens der Kultusminister).
          Ich kann / Wir können diesen Konflikt tatsächlich nicht lösen. Ich befürchte nur die Kinder werden langfristig darunter leiden. Man könnte, um es auch einmal plakativ auszudrücken, erwidern: ist es denn gerecht, dass die Kinder für Ihre Gesundheit zahlen? Es ist beides nicht fair, an funktionierenden Konzepten (sei es Homeschooling oder Lüften bzw. Luftreinigung in den Klassen oder irgendetwas Kreatives) mangelt es. Ein Dilemma tatsächlich.
          Ich wollte nur einmal eine Sichtweise beleuchten, die die ursprünglich gestellten Fragen beantwortet oder besser die Intention der „anderen Seite“ erläutert.
          Den Eltern Bequemlichkeit vorzuwerfen ist im übrigen exakt das gleiche Niveau, wie den Lehrenden Faulheit zu unterstellen.
          Ich bin im übrigen auch ehrlich überrascht darüber, dass die Meinungen hier doch oft recht undifferenziert sind – gerade von Lehrenden würde ich durchaus erwarten, dass sie beide Probleme sehen. Von der Politik eine Lösung zu fordern, ist wie gesagt durchaus legitim.

          • Ich bin kein Lehrer, aber Risikovater mit Lehrerehefrau. Es ist mir vollkommen bewusst, dass es ein Spagat sein kann, wenn Kinderbetreuung und Beruf zu bewältigen sind. Die Eltern mit Kleinkindern im näheren Umfeld sind gestresst, aber niemand bezweifelt die Notwendigkeit von Schließungen oder hat Angst davor, dass die Kinder Schäden erleiden. Es ist eine Ausnahmesituation und je gelassener die Eltern damit umgehen, umso einfacher wird es für die Kinder. Drama hilft doch keinem.
            Ich gebe Ihnen aber Recht, dass es versäumt wurde, passende Schutzmaßnahmen zu installieren.

      • „Die Ansteckungsgefahr von Lehrern ist hinzunehmen, die ist in anderen Berufsgruppen auch hoch“. Pflegekräfte, Ärzte, Apotheker, Supermarktkassierer: Essen und Gesundheitsdienst sind LEBENSwichtig. Aber von einem Jahr weniger Bildung STIRBT keiner. Die Bildung ist ja nicht ausgesetzt, sondern erfolgt nur auf digitale Weise, bei manchen Kindern weniger bei anderen mehr erfolgreich. Wie in anderen Berufen gibt es auch bei Lehrern viele, die ihr letztes Hemd für die Schüler opfern und bis Mitternacht korrigieren, andere nehmen es leichter. Was ich wichtig finde für die Diskussionskultur hier, dass auch Nichtlehrer zur Sprache kommen. Sonst verfällt man in Selbsbeweihräucherung und Selbstmitleid.

        • Ein Jahr weniger Bildung hat jedoch unter Umständen ein Leben lang Folgen.
          Dennoch natürlich nicht ganz von der Hand zu weisen, dass es nicht unmittelbar lebenswichtig ist.
          Es ist ein Dilemma.
          Das unterschiedliche Engagement der Lehrer (das es im übrigen immer schon gab), empfinde ich durchaus als wichtigen Punkt. Ich glaube den engagierten Lehrenden durchaus, dass eine enorme Belastung entsteht und fürchte, dass es auch das andere Extrem gibt. Deshalb sollte man weder Lehrende noch Eltern pauschal Bequemlichkeit unterstellen. Haben Sie nicht getan, ich wollte Ihren Aspekt nur noch einmal betonen.

      • @Keks 17. Januar 2021 um 22:23

        „Ich bin keine Lehrerin, möchte die Frage, die die Autorin gestellt hat aber gerne beantworten:
        Weil eine Generation von Schülern, die keinen adäquaten Unterricht bekommt (was ja bereits jetzt durch das Homeschooling, bei dem es offenbar häufig auch technische Probleme gibt, der Fall ist) diesen Rückstand möglicherweise nie mehr aufholen wird. Gute Schüler werden es schwer haben den verpassten / weitgehend in Eigenregie zu lernenden Stoff nachzuholen. Schlechtere oder wenig motivierte Schüler (soll es unter Pubertierenden durchaus geben), schaffen es womöglich nie. Der Unterricht sollte stattfinden, damit diese Nachteile so gering wie möglich gehalten werden und diese Generation (insbesondere der Abschluss-) Schüler nicht noch auf Jahre in Ausbildung,“

        Lieber Keks, (der ist nunmal männlich…)

        wir haben seit Jahren unterrichtsausfall durch anwesende Schüler. Ich mag gar nicht zusammenrechnen, wie oft bei einigen dieser der Unterricht für die gesamte Klasse abgebrochen/unterbrochen werden musste, da der Schüler
        a) weggelaufen war – Vernachlässigung der Aufsichtspflicht
        b) auf andere eingeprügelt hat – Klärung der Positionen, evtl. erste Hilfe, Klasse erst mal ohne Lehrkraft – Vernachlässigung der Aufsichtspflicht
        c) einfach Bock hat, den Präsenzunterricht zu schmeißen – dumme Situation, in der auch kein Unterricht möglich ist, denn raussetzen dürfen wir den Schüler nicht – Vernachlässigung der Aufsichtspflicht
        d) wir nach jemandem suchen – inzwischen per Handy im Unterricht – ob jemand den Schüler abholen kann – mindestens zwei Unterrichtsausfälle, da eine Lehrkraft um Hilfe fragt und eine andere ggf. aus ihrem Unterricht geholt werden muss – zwei Klassen ohne Unterricht

        und bei all der Schülerkreatiefität geht noch mehr.

        Das interessiert niemanden. Es interessiert auch niemanden, was diese Gewalterfahrungen (oder Drogen dabei oder Messer dabei oder ….) mit den anderen Kindern machen. Die haben alle keinen Unterricht während der Zeit. Obwohl alle (vorerst zumindest) anwesend sind.

        Da lernt niemand etwas zum Fach. Er lernt – leider – ganz viel nebenbei. Und viele SuS haben Angst vor solchen Situationen.

        Und wieder: Es interessiert niemanden, wie hoch der Unterrichtsaufall und damit der Lernausfall aufgrund solcher Ereignisse ist.

        Die Schüler bekommen den zur Zeit sichersten Unterricht. Das ist etwas wert, zumindest in meinen Augen.

        Lerninhalte lassen sich nachholen – nur Not verlängert man um ein halbes Jahr, lässt Wiederholungen zu, …. Wenn das evtl. Nichtlernen Ihre einzige Sorge während einer Pandemie ist, würde ich gerne mit Ihnen tauschen.

        • Natürlich sind solche Situationen ein großes Problem. Das habe ich mit meinem Post aber nicht berührt (weil es hier kein Thema war).
          Ich denke es interessiert im übrigen durchaus – mindestens die anderen Schüler und Schülerinnen, Ihre KollegInnen und die Eltern.
          Ich bin den Lehrenden nicht grundsätzlich feindlich gegenüber eingestellt, im Gegenteil ich bemühe mich durchaus um Sachlichkeit, auch wenn meine persönliche Priorisierung anders aussieht, als in diesem Brandbrief und den unterstützenden Kommentaren.
          Den Vorschlag um ein halbes Jahr (oder sagen wir ein Jahr, um im Schuljahr zu bleiben) fände ich durchaus gut. Ich habe nur in den Medien bisher tendenziell eher Rufe vernommen, auf Prüfungen zu verzichten oder ähnliches. Jedem Schüler zumindest das Angebot zu machen das Jahr zu wiederholen – unabhängig davon, ob es zwingend notwendig wäre, könnte durchaus Teil der Lösung sein.
          Und nein, es ist weder meine einzige noch meine größte Sorge – dennoch sorge ich mich dahingehend.
          P.S. Ich bin weiblich – können Sie nicht wissen und der Keks verwirrt.

  28. Sehr gut und authentisch geschrieben..
    Ich sehe dies genauso..
    Ihr Artikel gilt nicht nur für Schulen sondern auch für alle Kitas .. die Betreuung der Kinder von armen im Homeoffice überfordern Eltern ist wichtiger als Gesundheit der Fachkräfte..

  29. Einfache Antwort
    Neue Steuerzahler müssen her und die Industrie braucht neue Arbeiter, Rentenkasse ist leer

    Noch Fragen?

  30. Ich stimme in Vielem zu! Es ist unsinnig und gefährlich. Wo aber sind die Gewerkschaften? Wie wäre es mit Streik, um zu fordern, dass alle Lehrer zunächst geimpft werden, bevor sie wieder vor Klassen stehen? Und was soll der Schwachsinn mit den Schnelltests? 90 Schüler fahren in voll besetzten Bussen zum Test?

  31. Solange wir eine so selbstverliebte Schar von Polikern unser Leben diktieren lassen wird sich an unserem System nichts ändern! Leider zum Leid unserer Kinder und den Menschen die sich denen annehmen.

  32. Naklar, die Lehrer sind eh schon überlastet und benötigen bei dem vielen Stress jetzt noch mehr Pause. Wie wärs, wenn die Lehrer in der Auszeit ein paar andere Tätigkeiten annehmen und ausführen würden. Bei den Gehältern wäre dies eine gute Gegenleistung, oder vielleicht für die schwachen Schüler ein online Nachhilfeunterricht, dies würde förderlich sein. Die Wochen die ein Lehrer im Jahr arbeitet ist doch lachhaft, aber wirklich. Die Lehrer die ich kenne, jammern permanent über Stress, ne Krankenschwester würde gern mit Arbeitsstunden eines Lehrers tauschen und das Gehalt dazu. Also ihr Lehrer nicht jammern sondern Ball flach halten, euch geht’s viel, viel zu gut.

    • Häfner,
      warum so gehässig? Was arbeiten Sie denn Relevantes, um über Akademiker mit 4-5 Jahren Studium und Referendariat so herzuziehen?
      Seien Sie lieber froh, dass Lehrer meist gutmütig und idealistisch sind, sonst wäre alles schon längst explodiert.
      Beschimpfen ist kontraproduktiv.

    • Ich habe vorher „normal“ gearbeitet. In einer Markting Agentur.
      Und dort war es nicht halb so stressig wie der Lehrerjob.

      Man gibt in jeder Stunde 100% von sich selbst.
      Kaffeepause? Wann? In der Pause gibt es Schülerfragen, Organisatorisches mit den KuK zu klären, irgendwelche Fomulare zu füllen und Kopien für den nächsten Unterricht zu erstellen.
      Von 7:45 an bis 15:15 heißt es, durchgehend zu arbeiten – ohne nennenswerte Pause. Auch schon vor Corona.

      Mit Corona sind noch mal mind. 25% Mehraufwand dazugekommen, im Distanzunterricht noch mal mind. 50%.
      Distanzunterricht ist wie jeden Tag um die vier Klassenarbeitssätze zu erledigen.

      Ich urteile auch nicht über irgendwelche Berufe, in denen es scheinbar nur faule Menschen gibt. Woher soll ich es auch wissen? Ich habe viele Jobs vor der Lehrerlaufbahn gemacht, und überall gab es faule, aber auch viel mehr engagierte Leute.

      Der Lehrerjob ist knüppelhart – und wer meint, dass der Lehrerjob zu gut bezahlt ist für wenig Arbeit, soll einfach selber Lehrer werden. Es werden dringend neue Lehrkräfte gesucht.

  33. So ein Irrsinn!

    Schülern, gerade den Grundschülern und den Absolventen die Chance auf Bildung bzw. Abschluss mit vorgeschobenen Argumenten der Infektion in Schulbussen zu verwehren, ist oberflächlich und ohne Substanz.

    Todesfälle, wenn überhaupt nachweisbar durch den Sars-Cov Vurus verursacht, treffen in überwiegendem Maße, altersschwache und Menschen mit erheblichen Vorerkrankungen.

    Selbst eine sog. Immunisierung mit dem neuen mNRA Wirkstoff, garantiert gerade keinerlei Immunität und schon gar nicht die weitere Übertragbarkeit.

    Folgt man den Statistiken sind Todesfälle unter Kindern und Jugendlichen geringst bis nicht vorhanden!

    Ehe eine, wenn überhaupt, Immunisierung der Bevölkerung festzustellen ist, vergehen nach heutigem Wissensstand mind. 3 eher 4/5 Jahre.

    Das bloße Hochladen von PDF Dateien auf holperige funktionierende Bildungsserver mag für die ach so gestressten LehrerInnen bequem sein gerade unter Fortzahlung deren Gehälter eine echte Erholungszeit bieten.

    Für Klnder im Grundschulalter ist dies doppelt schwer, unnatürlich und auch nicht Kkndgerecht mit digitalen Medien im Selbststudium eigenes Wissen zu erwerben.

    Der/ die LehrerInn die nun meint, dies den Eltern und Kindern, unter Abwägung der geringsten Gesundheitsrisiken für Klnder, ggü. rechtfertigen zu können wird unter den jetzigen Gegebenheiten keinerlei wissenschaftlich evidenten Nachweis erbringen können!

    Warum also nimmt man den Absolventen die Chance eines vorurteilsfreien Abschlusses und Grundschülern die wichtige Wissensbasis.

    Dies ist unverantwortlich und zeigt die Ignoranz mit der den Jüngsten dieser Gesellschaft begegnet wird.

  34. Hier wird nur die Seite vom Lehrer betrachtet. Ich bin Großvater und beaufsichtige den Heimschulbetrieb meiner Enkeltochter, da meine Alleinerziehende Tochter arbeiten muss. Desweiteren gehöre ich mit 3 Herzbypässen zur Risikogruppe an. Wer soll das Kind denn die Grundlagen beibringen, wenn die Lehrkräfte streiken und Angst haben. Die müsste ich erst recht haben, aber nein mir geht meine kleine Enkeltochter vor. Denn das nicht gelernte bleibt auf der Strecke. Vernünftige Konzepte wären hier angebrachter. Denn Ihr werdet alle von Steuergeldern bezahlt.

    • U.Keller,
      wenn Sie unvernünftig sind, sollen es andere auch sein?
      Wenn Sie aus dem Fenster springen, sollen andere auch springen?

    • @U.Keller

      „Wer soll das Kind denn die Grundlagen beibringen, wenn die Lehrkräfte streiken und Angst haben.“

      Gähn, hier streikt niemand. Lehrkräfte schon gar nicht. Schön wär`s.

      „aber nein mir geht meine kleine Enkeltochter vor.“

      Mir geht meine Familie auch vor. Und da ist es unerheblich, ob ich Lehrer oder Schuhmacher bin, im Kaufhaus oder in der Fleischerei arbeite.

      Hier sind sehr viele sehr gute Konzepte vorgeschlagen worden. Die KuMis interessiert es nicht. Punkt.

  35. Ich bin kein Lehrer aber ich denke ihr setzt an der falschen Stelle an, ich möchte nur soviel dazu sagen gebt mal bei Google ein, Gefahr für die ganze Welt, achtet aufs Datum, wer es dann noch nicht schnallt, der wird durch seine Gutmütigkeit nun mehr Dummheit nie dahinter kommen. Die einzigen die an dieser Situation am meisten leiden sind unsere Kinder, ich hoffe euch ist bewußt dass diese Kinder einmal unser Land regieren werden, wo bitte soll das hinführen…?

    • @Bauer
      „ich hoffe euch ist bewußt dass diese Kinder einmal unser Land regieren werden, wo bitte soll das hinführen…?“

      Jepp, das ist es. Kaputter Boden, Meere voller Plastik, vergiftete Lebensmittel, CO2 ohne Ende, Konsumsucht, Werteverlust, Rücksichtslosigkeit, Ellbogenmentalität …. und wir können nichts dagegen tun.

      Und das alles, weil sie seit noch nicht mal fünf Wochen im HO sind – die Weihnachtsferien sind eingerechnet.

  36. Auch ich halte es für sinnvoll, jetzt auf Präsenzunterricht zu verzichten. Der Arbeitsschutz für die Lehrkräfte darf hier nicht vernachlässigt werden. Außerdem sind die Schüler die klassischen symptomlosen Infizierten, die zwar nicht erkranken, aber andere anstecken. Dass gerade Sachsen mit seinen extremen Infektionszahlen jetzt z.T. die Schulen wieder aufmacht, ist fast schon Wahnsinn!!

  37. Applaus zu diesem Beitrag.
    Ich bin alleinerziehende Mutter einer 7 jährigen. Berufstätig auf Minijob Basis.
    Ich finde es unglaublich schade, dass es nicht konsequent durchgezogen wird.
    Einerseits werden die Betreuungstage erhöht um andererseits doch wieder Notbetreuungen anzubieten, wo dann doch wieder viele Kinder aufeinander treffen.
    Nach 2maliger Quarantäne durch Corona Fällen in der Betreuung würde ich meine Tochter lieber zu Hause lassen, aber machen Sie das mal meinem Chef klar.

  38. In den Kitas läuft es ganz genau so. Hier steht die Betreuung der Kinder und das Wohl der Eltern auch über der Gesundheit der Erzieher. Wir können uns täglich mit Eltern herumschlagen, die es immer noch nicht für nötig erachten eine Maske zu tragen.
    Abstand und die strengen Hygienemaßnahmen sind in Kitas lange nicht so umzusetzen, wie es sich die Politik so schön vorstellt. Das die Kitas in der letzten Zeit komplett geschlossen sind, ist eine Lüge. Der normale Regelbetrieb läuft ohne jegliche Einschränkung. Wir gewöhnen Krippenkindenkinder ein…..
    Das Kinder keine Treiber der Pandemie sind, halte ich für ein Gerücht. Es wurde doch nie wirklich getestet.
    Auch wenn die Kinder Glück haben sollten und nicht so schwer erkranken nützt uns dies als Erwachsene reilich wenig, wenn sie uns anstecken. Privat soll man sich nicht mit anderen Menschen treffen, aber für die Kita gilt dies natürlich nicht. Da steht man täglich mit unzähligen Haushalten in Kontakt, die man gar nicht mehr nachvollziehen kann. Wir haben auch Familienangehörige die zur Risikogruppe gehören bzw. gehören selbst dazu, aber dies zählt ja nicht. Erzieher scheinen auch nicht das Gesundheitssystem zu belasten, wenn sie erkranken. Ganz im Gegenteil, wenn die Kita wegen Corona geschlossen werden müsste, bekämen wir dann wohl noch frechheiten gemacht, weil so etwas passieren konnte.
    Wer will denn unsere Arbeit erledigen, wenn wir selbst erkranken? Es wurde doch schon vor Corona, ohne Ende, gespart.
    In meinen Augen haben die Politiker nur alle Angst den Eltern auf diese Füße zu treten. Es könnten ihnen ja, wegen der bevorstehenden Wahl, ansonsten die Stimmen verloren gehen. Die Politiker die solche Entscheidungen treffen haben gut reden. Die sitzen schon längst daheim im Homeoffice und müssen selbst kein großes Risiko eingehen.
    Was muss denn noch alles passieren??? Es geht hier nicht um ein harmlose Erkältung. Es geht um Leben und Tod!!!!

  39. Natürlich geht es um die Betreuung. Die Belastung der Eltern zuhause ist durch die 24h Betreuung hoch, die Eltern sind genervt. Die Politik will die Kinder in der Schule haben, damit der Wähler wieder zufrieden ist. Es geht um die Wiederwahl im Wahljahr. Unzufriedene Wähler, wäre kein guter Wahlkampf. Deshalb wird bei Öffnung der Schulen mit anderem Maß gemessen als in Einzelhandel, Gastronomie und Hotel.

  40. Liebe Lehrer. Bitte informiert euch mal im aktuellen Lagebericht des rki über die Todeszahlen bei Corona. Dann bitte beim statistischen Bundesamt mit denjenigen von 2017 und 2018 vergleichen. Dann bitte prüfen, wie das, Durchschnittsalter bei den Corona – Toten ist und vergleichen mit der natürlichen Lebenserwartung. Als Lehrer sollten Sie das hinkriegen. Wenn Sie dann immer noch die Lage als so ernst wahrnehmen, lassen Sie sich doch einfach krankschreiben. Aber bitte hören Sie mir dieser Lockdownverharmlosung und der Panikmache auf. Denn das ist das, was wirklich krank macht.

    • Panikmache und Lockdownverharmlosung.
      Tipp für die Querdenkerblase.
      Sehen Sie nach Portugal. Oder UK.
      Und erklären Sie mir dann bitte doch, warum es in Deutschland nicht so laufen sollte?
      Schulen sind Treiber der Infektion. Leider. Aber ein Ausblenden dieser Tatsache führt nicht weiter.

  41. Hätten die Kultusministrr:innen Vertrauen in uns Lehrkräfte, wären die vielen Aufgaben, die nur der Kontrolle dienen, überflüssig. Dann würde man unserer intrinsischen Motivation vertrauen, die uns Überstunden im Überfluss machen lässt, bei vielen so lange, bis ein Burnout unvermeidlich wird. Aber dieses Vertrauen gibt es leider nicht, obwohl wir täglich beweisen, dass wir es verdient hätten. Als ich vor über 30 Jahren mit dem Schuldienst begonnen habe, war ich voller Enthusiasmus, habe gerne viel gearbeitet und hielt unser staatliches Schulsystem für eines der besten. Heute?. .

  42. Scheinbar sind unsere Kinder in unserer Gesellschaft,wo es nur um Profit geht,nicht so wichtig.Schulabschlüsse sind wichtiger als der Schutz vor Ansteckung.
    Wie sollen unsere Kinder ihre Prüfungen machen,wenn nur unzureichend Unterricht stattgefunden hat?Warum kann eine Bildungsbehörde in so einer Ausnahmesituation den Kindern nicht diese Prüfungen erlassen?Was wird den SchülernInnen aufgebürdet?
    In ein paar Jahren wird keiner mehr danach fragen,unter welchen Umständen man diese Abschlussprüfung machen mußte.
    Viele SchülerInnen haben Angst zu versagen,haben Angst vor Ansteckung.Wer kann sowas verantworten?Aber unsere Gesellschaft verharmlost das Thema Corona sowieso,wie man ja an den täglichen Ansteckungs-und Todeszahlen sieht.Abstand ist ein Fremdwort.Wir müssen um jeden Preis in den Urlaub,müßten feiern,Geld scheffeln!
    Denkt an unsere Kinder!Sie sollten doch das Wichtigste für uns alle sein!

  43. Schule im Sinne von Bildung ist den Politikern auch nicht wichtig. Sonst hätten wir seit Jahren bessere Bedingungen an den Schulen.

    Wichtig ist denen nur die nächste Wahl: Und es scheint so, dass nach Ansicht der Politik wohl mehr Wählerstimmen zu gewinnen sind, wenn die Kinder in der Schule verwahrt werden können statt durch die Schaffung vernünftiger Bedingungen oder Infektionsschutz.

    In Thüringen war schon wieder die Rede davon, dass ab Februar Abordnungen wieder aufgenommen werden. – Wodurch dann trotz der hohen Fallzahlen Kollegen wieder an zwei, drei Schulen rumgeschickt werden.

  44. Absurde Sistem, kein Gute Platform für Online Unterricht und Internet ist immer jedesmal schwach. Kulturministerium müssen für alle Kinder tablete kostenlos geben. Letzte und dieses Jahr ist für Kinder eine voller Wunder und Krach. Nochmal verscherfung tötet ganze Sistem.

  45. Vielen lieben Dank für die wahren Worte.
    Es sind genau diese Aussagen, die ich meinen Kindern erklären soll.
    In der Schule relativ dicht beisammen mit 15 verschiedenen Haushalten und in der Freizeit darf Kind nichts.
    Lernen zu Hause ist weder für die Kinder noch die Lehrer einfach, aber dieses ständige hin und her und nicht wissen wie es weiter geht belastet alle viel mehr.
    Natürlich liegt es an den Personen wie Homeschooling gelingt. Aber das ist beim Unterricht in der Schule auch schon immer so gewesen.
    Einige Lehrer haben mehr Verständnis als andere und einige Schüler geben sich mehr Mühe als andere.
    Vielleicht sehen Eltern jetzt mal was ihr Kind wirklich leistet.
    Im positiven wie im negativen. Die einen werden feststellen was das Kind alles schafft und andere werden feststellen wie faul ihr Kind ist.
    Ja, Kinder leider unter dem Entzug sozialer Kontakte, aber eigentlich mehr unter denen ihrer Freizeitkontakten.
    Sie lernen jetzt intensiv sich selbst zu organisieren, etwas was unsere durch Wochenpläne in der Grundschule schon gelernt haben. Aber jetzt ausgeweitet.
    Strukturen des Tagesablaufs festlegen und dafür die Verantwortung übernehmen.
    Natürlich mit Unterstützung von uns.
    Aber habe ich diese Kinder in die Welt gesetzt und bin ich für ihre Entwicklung verantwortlich, wir jedenfalls sehen es so. Und bevor sie sich in Bussen und Bahnen oder in der Schule anstecken, lernen sie lieber zu Hause.
    Sie nehmen viel mit aus dieser Zeit und gehen gestärkt daraus hervor wenn wir sie lassen und unterstützen. Und es gibt Lehrer die ihre Möglichkeiten ausschöpfen und sich für unsere Kinder einsetzen.
    Lasst sie ihre Arbeit machen und helft euren Kindern

  46. Danke, volle Zustimmung.
    Ich bin auch Lehrerin.
    Es ist grob fahrlässig, wie mit unserer Gesundheit umgegangen wird.

  47. Ich stimme Ihnen voll und ganz zu.
    Glauben Sie mir: Ich freue mich mehr denn je auf die nächste Wahl. Hoffe nur, dass dieses Mal mehr Wähler nachdenken, bevor sie ihr Kreuzchen machen.

  48. Ich bin selbst Lehrkraft und dreifache Mutter und völlig verzweifelt aufgrund der derzeitigen Situation!! Ihr fühle mich verkauft und ausgeliefert- und das alles einzig politisch motiviert! Niemanden hat es vorher interessiert, wie es unseren Kindern nach Schulschluss geht, unter welchen Bedingungen viele aufwachsen müssen. Jugendämter sind seit Jahren unterbewertet und kratzen personell bedingt maximal an der Spitze des Eisbergs. Und nun wird so getan, als hinge das Schicksal dieser verlorenen Kinder einzig am vormittäglichen Unterricht. Ich finde das scheinheilig und verlogen!
    Und ich erwarte, das Lehrenden und Lernenden das gleiche Recht auf den Schutz Ihrer Gesundheit zugestanden wird wie allen anderen auch!!!!

  49. Danke danke danke. Ich bin zwar kein Lehrer, aber eine Mutter, arbeite selbst in einem Krankenhaus und arbeite den gesamten Tag mit FFP2 und 3 Masken. Ich hätte Anspruch auf die Notbetreuung in der Schule, die für mich aus vielen der genannten Gründen nicht in Frage kommt. Es sind einfach zu viele Kinder, Erzieher und Lehrer anwesend.. Alle ohne den notwendigen Schutz. Eine Farce. Ein Durchmischen mit min. 30 weiteren Haushalten, wovon die Hälfte ihre Kinder zu Hause betreuen könnte. Das Erledigen der Aufgaben liegt in der Eigenverantwortung der Kids. Das hieße für mich ergo nach der Arbeit nochmal 4 h unterrichten, korrigieren, erklären. Von17:00-21:00. Das ist für meine Kleine und mich einfach nicht möglich. Daher ist sie seit 4 Wochen bei meiner Mutter auf dem Dorf. 200km weit weg. Sie leidet, ich leide, aber sie ist geschützt!!! Es ist gut, dass es die Notbetreuung gibt, aber nicht wie sie umgesetzt und im hohen Maße (aus-) nutzbar gemacht wird. Die Lehrer bemühen sich, geben ihr Bestes aus der Ferne. Weiter so. Meine Tochter und ich beißen uns lieber noch länger mit Abstand durch diese harte Zeit, als das der Präsenzunterricht unser aller Leben gefährdet, unserer Kinder, Pädagogen und unserer Liebsten. Es wird Zeit aufzustehen, für uns alle.

    • Mama M,
      danke!!! Sie machen Ihren Beruf mit Herzblut und erkennen die Zusammenhänge. Es tut mir leid, dass die Notbetreuung so verwässert wurde, denn für medizinisches Personal ist diese Notbetreuung nur eine weitere Infektionsquelle.
      Alles Gute für Sie!

    • @Mama M.:
      Hut ab! Sie haben es allumfassend begriffen und handeln!
      Es ist klar, dass es schwierig und anstrengend für Sie ist!
      Halten Sie durch.
      Ich bewundere Sie sehr. Ihr Kind kann sich glücklich schätzen, eine solch tolle Mutter zu haben!!!

  50. Die Hintergründe sind doch ganz einfach:
    Was machen Eltern, die Zuhause auf ihre Kinder aufpassen? Richtig, nicht arbeiten.
    Was macht die Wirtschaft, wenn nicht gearbeitet wird? Richtig, nicht funktionieren.
    Wem passt eine nicht funktionierende Wirtschaft überhaupt nicht? Richtig, den Politikern und Lobbywischern.
    Was macht dann jeder „vernünftige“ Politiker? Richtig, das Schlimmste verhindern, selbst wenn es Menschenleben kostet …

    • Ganz ehrlich, in unserer Gesellschaft läuft vieles falsch, wenn die Eltern nicht arbeiten können, bloß weil die Kinder zu Hause sind. Bei den ganz Kleinen lass ich es mir noch eingehen, aber anscheinend müssen ja auch Größere rund um die Uhr bespasst, betreut und beschult werden. Wird Zeit, dass die Kids mehr Selbstständigkeit, Eigeninitiative und Kreativität entwickeln. Das kommt von einem Erziehungssystem, das darauf abzielt, die Kinder nur den ganzen Tag unter Betreuung und Erwachsenenaufsicht zu stellen. Playstation und TV aus, Handy weg und einfach mal Freiheit in die kindlichen Köpfe lassen, vielleicht wird dann doch was aus ihnen.

      • Danke, so sehe ich es auch. Wenn Heranwachsende mit 13 noch einen Babysitter brauchen, nach Meinung der Eltern jedenfalls, (jaja, ich kenne solche Eltern, und deren Kinder sind keine „rebellischen Weltenzerstörer“, die ungezogen keine Sekunde allein gelassen werden können), dann läuft etwas absolut und total falsch.
        Und es erklärt auch die unglaubliche Unselbstständigkeit und teils Verantwortungslosigkeit, die den Lehrkräften vor die Füße gespült werden.
        Der Erziehungsauftrag wurde immer mehr den KiTas und den Schulen überlassen. Weils so einfach ist? Überforderung?

  51. Hey, ich bin Schülerin und besuche ein Gymnasium in der Jahrgangsstufe EF. Ich kann mich in vollem Umfang der im Kommentar verwendeten Meinung anschließen, und ich weiß, dass es vielen anderen Schülern ähnlich geht.
    Es ist unter den gegebenen Umständen für alle Beteiligten schwierig, aber wir Schüler haben oft das Gefühl, durch die Politik alleingelassen zu werden. Im November und Dezember haben wir in den Klassenräumen gefroren, selbst, wenn man sich in einen Schal gewickelt hat und einen Handwärmer dabeihatte. Die werte Frau Gebauer meinte dazu einmal „Zieht euch einfach einen dicken Pullover an.“. Frau Gebauer, wie wäre es, wenn Sie Ihre Arbeit demnächst auch bei 5°C und geöffnetem Fenster machen?
    Auf den Schulhöfen wurden die Jahrgänge getrennt, während wir im Schulbus nicht nur mit Schülern aller Jahrgänge, sondern auch mit Schülern zweier anderer Schulen in Kontakt kamen.
    Dann wurde der Präsenzunterricht wieder ausgesetzt. An unserer Schule haben wir seit Beginn des Schuljahres eine Online-Plattform, welche wir auch während des Präsenzunterrichts genutzt haben. Der Ansatz ist gut, aber es fehlt an unserer Schule insbesondere an einer Person, die sich mit der Plattform wirklich gut auskennt und darin geschult ist. So war unsere Schule darauf angewiesen, dass sich einer unserer Lehrer privat (!) in diese eingearbeitet hat und sein Wissen mit den anderen Lehrern geteilt hat. Inzwischen läuft die Plattform halbwegs, aber erst während der Weihnachtsferien erhielten wir eine Mail, dass die Stadt Geräte für diejenigen zur Verfügung stellt, die keine haben.
    An meiner Schule gab es bisher keinen bestätigten Coronafall, aber es waren mehrfach Schüler in Quarantäne. Das heißt nicht, dass andere Schüler, welche mit diesen zutun hatten, ebenfalls in Quarantäne waren oder auch nur davon wussten. Ich beispielsweise habe ganz zufällig mitbekommen, dass meine Sitznachbarin in einem Fach in Quarantäne ist.
    Ich glaube, sagen zu können, dass einige Personen aus meiner Generation bereits vor der Pandemie nicht allzu zufrieden mit der aktuellen Politik und den aktuell regierenden Parteien war, was durch diese Krise wahrscheinlich nicht besser geworden ist.
    Unter diesem Gesichtspunkt bin ich sehr gespannt, welche Parteien in ein paar Jahren regieren werden, wenn all diese Schüler selbst wählen dürfen. Denn wie heißt es so schön? „Wenn genug Menschen unzufrieden sind, wird sich etwas verändern“.
    Mit freundlichem Gruß,
    Lara, Schülerin aus NRW

    • @Lara

      Danke für deinen Kommentar.
      Du zeigst, dass man die Zusammenhänge erkennen kann, wenn man es denn möchte und sich informiert.
      Leider kannst bzw. musst du dich „aus erster Hand“ informieren lassen, wie so viele andere auch.
      Genau wie du und viele, viele andere hier im Forum habe ich auch die Hoffnung, dass das „Stimmvieh“ vor dem nächsten Gang zur Wahl gut überlegt.
      Alles Gute für dich!

    • @Lara:
      Ich finde es gut, dass auch die SchülerInnensicht hier zu Wort kommt.
      Mich interessiert es sehr und zeigt, dass auch SuS sich unter den derzeitigen „Schutzmaßnahmen“ in Schulen nicht unbedingt sicher fühlen.
      Und auch das sollte man bitteschön zur Kenntnis nehmen!
      Danke Lara für deinen guten Beitrag!

  52. Danke für Ihren Brief, er spricht mir aus dem Herzen!
    Dieses Hin und Her, unglaublich!
    Ich bin zwar nur Förderlehrerin, aber inzwischen auch total verzweifelt, was mit Lehrern und Schülern gemacht wird…ohne Respekt, Demut und Dankbarkeit…

  53. Tja….. Dieses Schreiben, wie es von der Lehrerin geschrieben wurde, habe ich aus Sicht einer Mutter in ähnlicher Art, im November 2020 , an das Kultusministerium geschrieben… Naja was dabei rum kam könnt ihr euch sicherlich denken…. Nichts gescheites… Unnützes drum herum Gerede.Ausreden im Bezug auf das ständige Lüften…etc . Wie es auch bei unseren Politikern oft der Fall ist. Natürlich ist Schule wichtig…. Aber die Gesundheit sollte immernoch an allererster Stelle stehen ohne wenn und aber…!! Es ist in vielen Dingen versagt worden… Aber dieses jetzt alles aufzuzählen….. Wissen ja eh alle…und jedes Bundesland macht ja eh was es will, obwohl sie sich ja erst immer alle sooo einig sind in ihren Beschlüssen… Man hätte bei den Urlaubsreisen schon konsequenter sein müssen… Dann kann mal eben mal nicht weg fahren… Ist dann eben so… Hoffen wir nun mal dass wir alle gut durch diese Zeit kommen… Und gesund bleiben!!! … Um irgendwann wieder unbeschwert Dinge tun können, das Leben genießen dürfen ohne irgendwelche Einschränkungen Verbote…. Usw…

  54. Als Erzieherin muss ich täglich in der Notbetreuung ungeschützt mit den Kindern auf Körperkontakt gehen. Wegen der neuen Mutation werde ich ab morgen eine FFP2 Maske tragen. Dabei ist es mir auch wichtig Eltern zu vermitteln, dass die Notbetreuung für uns Erzieher/innen keine Spaßveranstaltung ist. Fast keiner ist darüber informiert, dass Erzieher und Erzieherinnen weitgehend ungeschützt Betreuung leisten.
    Kinder werden ja trotzdem auch kränklich zu uns gebracht.

  55. Ich bin ganz ihre Meinung der Gesundheit geht vor, darum wäre ich auch dafür das die Lehrerschaft auch in Kurzarbeit mit Lohnkürzungen wie der Rest der Bevölkerung die nicht arbeiten können durch Corona , es ist sehr einfach ein Große Lippe zu riskieren ,ihr habt keine Ahnung was wir Eltern leisten müssen .ich habe 3 Kinder in 3 verschiedene Schulformen Haushalt Kinderbetreuung und homeschooling und kriege absolut nichts dafür , dabei sitzt ihr euch hin kassiert ein komplettes Monats Gehalt ,setz dieses Jahr komplett aus und gibt das Gehalt zurück .

    • Ganz ehrlich, Kurzarbeit Null mit 60 % nehme ich für meine Gesundheit gerne in Kauf. Dann hätten „meine“ Kinder aber z.B. letzte Woche auf die ca. 50 Stunden verzichten müssen, in denen ich sie durch den DU begleitet habe. Und Sie hätten Ihre Kinder trotzdem zu Hause sitzen, nur das denen dann noch nicht mal jemand irgendeine Art von Aufgaben zukommen ließe.

  56. Bravo Frau Knorr! Im Unterricht kann man eine FFP2-Maske tragen. Im Restaurant nicht. Sehr viele Arbeitnehmer in systemrelevanten , präsenzpflichtigen Berufen gehen in diesen Zeiten gesundheitliche Risiken ein . Das erwarte ich auch und gerade von verbeamtetem Lehrpersonal! Sie haben mit Ihrem privilegierten Status dem Staat zu dienen! PUNKT.

    • Der Staat hat eine besondere Fürsorgepflicht für seine Beamten und damit für entsprechenden Arbeitsschutz zu sorgen. PUNKT.

      • Ihr Argument kommt einem Tritt gegen alle gleich, die jeden Tag auch für Sie, zum Beispiel an der Supermarktkasse, da sind. Wie wäre es denn bei Ihnen mit einer 0 Kalorien Diät? Nicht gut? Kann ich mir vorstellen. Nicht jeder ist Priveligiert ein volles Gehalt von Staat zu beziehen.
        Beim „Normalbürger“ droht dagegen Kurzarbeit oder Arbeitslosigkeit. Wir Eltern habe hier die Arbeit zu stemmen, Ihre Arbeit. Und das für lau. Wir müssen uns „Kindkrank“ schreiben lassen, wir machen Minusstunden, wir nehmen Kurzarbeit bei 67% Lohn. Arbeiten Sie doch Mal in der freien Wirtschaft, da läuft es etwas anders.

        • Ganz genau! Lehrer haben doch keine Ahnung, was in der freien Wirtschaft abgeht! Gibt auch noch Leute, die für ihr Geld arbeiten müssen! Abgesehen davon ist diese Haltung ein Schlag ins Gesicht für das komplette Krankenhauspersonal!

        • Nils,
          tut es das? Ich bin seit März als Risikogruppe im vollbezahlten Home Office. Freie Wirtschaft. Toughe Branche. Augen auf beim AG. Ein AG, der seinen Mitarbeitern keinen Schutz während einer Pandemie bieten kann, sollte vom Markt verschwinden.

          • Als Berufsschullehrer der selbst lange in der Industrie gearbeitet hat kann i h ihnen versichern, dass ich noch nie einen so schlechten Betrieb wie in der Schule erlebt habe. Von den unzähligen sinnlosen Diskussionen ohne Mehrwert ganz zu schweigen. Alleine das Engagement einiger, die sich selbst ausbeuten, ermöglicht überhaupt digitalen Unterrichten

        • 67% bei Kurzarbeit – bin dabei!

          Äh, wir zahlen übrigens auch Steuern.

          Äh, wir sind privatversichert – alles muss vorgestreckt werden.

          Äh, doch, ich habe eine Ahnung, wie es in der Wirtschaft zugeht.

          Äh, und ich hoffe, dass da was zusammenbricht – Ausbeutung hoch acht. Sage ich seit Jahren, interessiert niemanden. Sie machen mit – aus Angst – und kümmern sich nicht ausreichend um ihre Kinder – aus Zeitgründen, Überlastung, 24/7 – auch das hat System.

          Äh, ja, ich bin privelegiert. Dafür habe ich mein Abi gemacht, studiert – selbstfinanziert ohne zu jammern – zwei Abschlüsse gemacht – Referendariat gemacht – viel Arbeit, wenig Geld – und dann … das Paradies, in dem man der moderne Leibeigene ist. Denn ich kann nicht einfach meinen Job schmeißen, ich kann nicht einfach kündigen, ich kann nicht einfach nach HH oder M oder wohin auch immer ziehen …

          In meiner nichtvorhandenen Stellenbeschreibung steht nicht, dass ich mein Leben in Gefahr bringen muss – unwürdige Bedingungen, die von Ihnen als Beispiel herangezogenen Kassierer haben immerhin einen Spuckschutz – seit des ersten LD. Wir lüften bei Minustemperaturen.

          Alles hat einen Anfang – und ein Ende.

          Die Schraube ist überdreht, alle sind überlastet. Jetzt merken wir, dass es nur im Miteinander geht. Die Zeit der halben Sachen ist vorbei – alles dicht, alles zu. Wenn ich nicht Distanzunterricht mache, öffne ich gerne für zwei Stunden den Aldi nebenan. Habe auch eine kaufmännische Ausbildung.

          Wir müssen zusammenhalten statt spalten.

          Ich sehe eine Chance darin.

          • @Riesenzwerg:

            Jawohl!
            Und an viele, die hier an der Lehrerschaft herummäkeln:
            1. Ich bin keine Lehrerin, arbeite
            „nur“ als päd.Mitarbeiterin im Ganztag.
            2. „I HAVE A DREAM“: Einmal eine Unterrichtsstunde filmen und den Eltern zur Ansicht schicken.
            Bei einigen sollte sich so manches nachhaltig relativieren!
            Was die eigenen Zöglinge betrifft.
            “ Dieses Kind ist mir nicht bekannt. Es sieht komischerweise nur so aus wie meins…“

          • @Riesenzwerg

            In Ihrem Kommentar kommt mir Vieles bekannt vor, wie z.B. kaufmännische Ausbildung und Berufserfahrung (daher sehr wohl Kenntnisse über „echte Arbeit“), Studium selbst finanziert (und darum neben dem Studium mindestens in halber Stelle „richtig“ gearbeitet). Menschenkenntnis inklusive.
            Paradies „gibs nich wegen is nich“, nirgendwo.

            „Wir müssen zusammenhalten statt spalten.“
            Genau.
            Auch wenn das nicht alle wollen, führt letztlich kein Weg daran vorbei.

            Ironie: An.
            Es muss ja nicht alles so bequem sein wie ein Lehrerleben!
            Ironie: Aus.

        • @Nils:
          Zu Ihrem „Kassenthema“
          habe ich s.o. schon kommentiert.
          Kleine Ergänzung: In erwähntem Drogeriemarkt (einer der führenden in Deutschland) laufen die KassiererInnen sogar maskenbefreit durch den Laden und beraten Kunden.
          Ich war schon kurz davor, Anzeige zu erstatten.
          Also….

      • Warum wird eigentlich bei JEDEM Thema das mit der Verbeamtung als Grund herangezogen. Eine Verbeamtung ist kein Grund, seine Gesundheit zur ruinieren oder sein Leben zu riskieren. Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Außerdem gibt es auch viele nicht-verbeamtete Lehrer.

    • Herr Ehmann,
      Sie! haben diesem Staat zu danken, dass er Ihnen und Ihren Kindern kostenfreie Bildung ermöglicht. Und Ihre Kinder sind und bleiben Ihr Job. Es fließen bereits mehr als genug Steuerleistungen zu den Familien. Zeigen Sie Dankbarkeit. PUNKT.

    • Oh die alte Leier. Ich zahle meine Steuern also hat der Lehrer die Fresse zu halten und meine Kinder zu betreuen. Es ist so unerträglich.
      Wer sich im Beamtenrecht nicht auskennt, sollte vielleicht einfach selbst die Klappe halten. Es gibt wunderbare Elternforen, toben sie sich mit ihrem Lehrerbashing doch da aus. Viel Spaß dabei.

    • Bravo! Genauso ist es! Staatsdiener haben gefälligst ihren Hintern zu bewegen, wie jeder andere auch! Ich kann dieses Gejammer von Lehrern NICHT mehr hören!

      • &A.H.: A.H.? Da fallen mir zwei Menschen mit diesen Initialen ein. ATTI und Du-weißt-schon-wer.
        Ist ihr Text ein Zitat aus Heinrich Manns „Der Untertan“?
        Ich frage nur, weil das „R“ in „Brrraavoooo“ so zackig preussisch rollt.

        • Muss Sie leider enttäuschen, bin eine 27-jährige Sozialarbeiterin, die im Krankenhaus arbeitet! Bei mir fragt auch keiner, ob ich mich anstecken kann! Genauso wenig wie bei Ärzten und dem Pflegepersonal! Solange wir an der Front weiterarbeiten, können Sie das gefälligst auch!

    • An der Schule arbeitet aber nicht nur verbeamtetes Personal. Viele Honorarkräfte und einfache, kleine Angestellte sind dabei und arbeiten nahe am Kind . Die werden durch die Notbetreuung regelrecht verheizt. Nicht zu arbeiten kann sich halt nicht jeder erlauben.

  57. Ich stimme als Schüler 100% zu. Und das liegt nicht daran, dass ich einfach nicht in die Schule gehen will, wie man ja immer wieder unterstellt bekommt, sondern einzig und allein an der Tatsache, dass ich wieder Präsenzunterricht will, weil sich das Homeoffice bon einem Traum auf Google Drive zu einem Albtraum auf Onine Schule Saar gewandelt hat.
    Die Seite ist ein Desaster, fürchterlich unhandlich, man kann sie etwa aus Benachrichtigungen heraus nicht öffnen, man kommt dann immer zum Startbildschirm. Abgesehen davon sind ständig irgendwelche Wartungsarbeiten, unangekündigt, wenn man mehr Informationen will, bekommt man immer noch den gleichen Text wie an Weihnachten, in dem steht dass die Seite am 31.12.2020 wieder geöffnet wird. Zudem lädt die Seite fürchterlich langsam und die neusten Updates haben die Seite noch unhandlicher und unübersichtlicher gemacht, dank Startbildschirm vor dem Startbildschirm, auf dem aber nur die Hälfte der nötigen Infos zu finden ist.
    Zudem sind die Mengen, die einige Lehrer aufgeben nicht zu rechtfertigen und absolut realitätsfern. Wie man insgesamt 23 Arbeitsblätter mit 34 Textaufgaben in 3 Tagen bearbeiten soll, die im Übrigen die 90 Minuten Unterricht im Nebenfach Geschichte ersetzen sollen, ist mir absolut nicht klar. Mein persönliches Highlight ist und bleibt aber der 45-seitige Wochenplan im Nebenfach Musik.
    Zudem wollen viele Lehrer etwas abgegeben bekommen, eije solche Information erhält man aber gar nicht und das wird auch nicht im Kalender von OSS angezeigt, weil betreffende Lehrer schlichtweg zu unfähig sind, die Arbeiten, die abgegeben werden sollen, auch in die Abgabeliste einzutragen.
    Soviel zu meiner Erklärung, wieso Homeoffice, und das ist der Konsens in 3 von 4 10er-Klassen eines Gymasiums, sich zur absoluten Schulhölle entwickelt hat.
    Ich hätte gerne einen totalen Lockdown, und keine Schule, bis die Zahlen bei landesweit unter 50 neue Fälle am Tag liegen. Die Logik, wieso man bei 17 Neuinfektionen im Früher keine Schule mehr machen konnte, bei 25.000 im Winter aber, geht mir abgesehen davon auch nicht auf. Unter einem totalen Lockdown verstehe ich auch genau das. Keine seltsamen Ausnahmen, die mkt einem halbwegs intakten Menschenverstand nicht zu begründen sind. Schnell und Hart ist hier am wirksamsten, alles andere ist nichts halbes und nichts ganzes und das hat der „Lockdown Light“ im epischen Ausmaß bewiesen.

    Deutschland liegt mittlerweile prozentual in Todeszahlen vor den USA. Die Politik soll sich doch bitte aus ihrer Traumwelt entfernen, dass in absehbarer Zeit auch nur leichte Lockerungen oder gar Präsenzunterricht realistisch sind, und begründbar. Deutschland stand im Frühjahr als leuchtendes Vorbild da, mittlerweile sind wir die, die ein leuchtendes Vorbild brauchen, und da würde ich einen Blick in Richtung Mittelmeer empfehlen.
    Gesunder Menschenverstand würde aber schon ausreichen.

  58. Ich finde das der Distanzunterricht eine dauerhafte Einrichtung bleiben sollte.
    Dadurch kann zentral an alle Klassen im Land der Unterricht erfolgen.
    Vorteil: Alle Schüler im Land haben die gleiche Lehrkraft und somit die gleichen Voraussetzungen.
    1 bis 2x in der Woche
    Präsenzunterricht zum Prüfungen schreiben.
    Dadurch kann viel Personal eingespart werden da ein Lehrer für alle Schüler im Land den Unterricht vorbereiten kann.
    Ironie aus

  59. Grundsätzlich stimme ich zu und möchte mich für den Einsatz vieler Lehrer bedanken. (Ich selber bin kein Lehrer) Aber leider höre ich von meinen Kindern, dass doch einige Lehrer es nicht kümmert, wenn die Maskenpflicht nicht eingehalten wird. Dass Maßnahmen immer wieder vor den Schülern angeprangert werden. Und dass Lehrer immer noch Aussagen treffen wie: „Ist doch alles gar nicht schlimmer als eine Grippe.“ Und leider nehmen viele Schüler solche Aussage auf und glauben sie, weil der Lehrer es ja wissen muss. Es ist für ALLE nicht leicht. Und ich habe zumindest an der Schule meiner Kinder das Gefühl, dass ein Großteil der Lehrer sich immer noch gegen das Distanzlernen sträubt.

  60. Kinder sind unsere Zukunft in jeder Hinsicht.
    Bildungs-, soziale, emotionale Deprivation der Kinder und Jugendlichen können langfristig schwere Folgen haben. Viele Kinder leiden in der CoronaZeit unter mangelnder Tagesstruktur, intramuraler Gewalt und Sexualgewalt, unter Bildungslücken, unter fehlendem Regelverhalten der Erwachsenen in der CoronaZeit, unter mangelnder Bewegung.
    Für mich als Mutter steht die langfristige psychische und physische Gesundheit meines Kindes über alles.
    Wie sehen das die anderen Mütter?! Wer steckt wen an, ist noch genauer zu analysieren. Erwachsene die Kinder oder die Kinder die Erwachsenen? Wurde darüber schon mal nachgedacht?
    Lasst uns langfristig Verantwortung für unsere Kinder tragen und Ihnen baldmöglichst ein Leben in Normalität unter Einhaltung von AHARegeln ermöglichen, damit in 5 bis 10 Jahren keine psychischen und physischen Auffälligkeiten auftreten. Die Kinder sind unsere Zukunft, bitte denken wir daran! Danke!

    • So furchtbar es auch ist, aber unter „ mangelnder Tagesstruktur, intramuraler Gewalt und Sexualgewalt, unter Bildungslücken, unter fehlendem Regelverhalten der Erwachsenen …, unter mangelnder Bewegung“ leiden Kinder auch außerhalb von Corona. Hat nur bisher keinen derjenigen, die dies als Argument für komplette Schulöffnungen anführen, interessiert.

    • Für „soziale, emotionale Deprivation, mangelnde Tagesstruktur, intramurale Gewalt und Sexualgewalt“ sind Lehrer verantwortlich, weil sie nicht ihre Gesundheit riskieren wollen???
      NEIN! Dafür sind die TÄTER verantwortlich bzw. die Eltern, wenn sie nicht in der Lage oder Willens sind, ihren Kindern Tagesstruktur, soziale und emotionale Unterstützung zu geben.
      Kinder können chatten, (Video-)Telefonate usw. mit ihren Freunden abhalten, die technischen Möglichkeiten sind da. Niemand muss vereinsamen.
      Aber lieber wälzt man sich im Selbstmitleid und versucht anderen die Verantwortung zuzuschieben.
      Ich bin alleinerziehend und nahezu Vollzeit-berufstätig. Mein Kind hat Tagesstruktur, soziale Kontakte und kann im Distanzlernen ungestört seine Aufgaben machen. Ich muss nicht um es herumschwirren, bespaßen, motivieren. Allerdings habe ich bei der Erziehung auf Selbstdisziplin, Eigenverantwortung, Selbständigkeit und intrinsische Motivation geachtet. Das war manchmal etwas anstrengender, als es in Watte zu packen und vor Medien zu parken. Aber jetzt zahlt es sich absolut aus.

  61. Mir kommen die Tränen. Lehrer sind extrem ausgelastet, trotz des ganzen Urlaubs, extrem gefährdet wegen der ganzen Corona Situation, ausgelastet, wegen der vielen vielen Stunden die sie machen und dann auch noch wegen der Elternabende. Wenn ich was zu sagen hätte, wäre kein Lehrer mehr verbeamtet! Dann würde das Gejammer auch aufhören.

    • Augen auf bei der Berufswahl. Dein Bashing kannst du dir fürs „Eltern hassen Lehrer“ Forum aufheben.
      Unerträglich!

    • Wenn die Bretter vorm Kopf dicker sind als der Durchmesser desselben und eben dieser Schädel leerer als der interstellare Raum – ja, dann schreibt man wohl so etwas.

  62. Ich kann den Unmut der Briefautorin nachvollziehen.
    Ich kann aber auch die Not arbeitender Eltern nachvollziehen, ganz gleich ob außer Haus oder im Homeoffice.
    Ebenso wie den Unmut der Lehrer hinsichtlich Mehrarbeit, widrige Umstände, fehlende Nähe zu Kolleg*innen und Schüler*innen.
    Ich fühle die Verletzung in der Frage nach Prioritäten. Warum dürfen Bundesligisten arbeiten, aber Kinder nicht zur Schule oder Schauspieler zum Theater? Warum müssen Hotels, Restaurants, Geschäfte, Dienstleistungsunternehmende etc komplett schließen?
    Ich fühle die Angst vor Kontroll- und Sicherheitsverlust in der Frage nach Sinn und Verhältnismäßigkeit von verpflichtende Regeln.
    Ich bin traurig, wenn ich daran denke, dass vor allem alte und kranke Menschen und Kinder und Jugendliche in diesen Zeiten unter Einsamkeit leiden,
    dass Kinder überfordert sind durch Selbstorganisation und fehlende Nähe.
    Wir haben in diesen Zeiten noch kein zuverlässiges Heilmittel gefunden. Vielleicht suchen wir mehr nach Gemeinsamkeiten statt nach radikalen Lösungen.
    Eine tageweise Öffnung der Schulen mit Freistellung der Lehrkräfte, die Risikopatienten sind, Investitionen in digitale Bildung (zum Beispiel einen computer als Grundausstattung für Hartz IV Empfänger) . Bei Kindern ist ein schwerer Verlauf einer Infektion mit dem Corona Virus eher selten beobachtet worden. Einigen Menschen sollte eventuell noch mal erklärt werden, wie Stoßlüften funktioniert. Auch der Einzelhandel kann von Subventionen in die Digitalisierung profitieren. Wenn Fußballspieler im leeren Stadion spielen dürfen, können doch auch Konzerte, Schauspiele usw in leeren Sälen stattfinden usw usw
    Wir könnten solidarisch denken.

    • „Bei Kindern ist ein schwerer Verlauf einer Infektion mit dem Corona Virus eher selten beobachtet worden“. Gern nochmal: Auch Kinder stecken sich an ( mit B 117 anscheinend sogar viel öfter). Sie werden vielleicht (!) nicht schwer krank, aber sie tragen das Virus weiter in ihre Familien. Dort besteht dann durchaus die Gefahr schwerer Erkrankung. Was nutzt einem Kind das offene Restaurant oder Kino, wenn es keinen Erwachsenen mehr gibt, der mit ihm hingehen könnte?

  63. Liebe Politiker,
    auch Schüler und Lehrer haben das Recht auf Gesundheit.
    Und solange die Infektionszahlen so hoch sind, ist es aus meiner Sicht verantwortungslos, unsere Kinder und auch die Lehrkräfte einer Gefahr auszusetzen, die auch Sie, verehrte Politiker und Politikerinnen, nicht einzuschätzen vermögen.
    Kinder sind unsere Zukunft.
    Alte Menschen versucht man zu schützen und warum werden die Kinder mit ihren Lehrern und Eltern nicht geschützt.
    Hat der Staat seine Pflichten vergessen?
    Jede Woche eine andere Regelung.
    Ist das noch vertretbar? Glaubwürdigkeit, Vertrauen und die nötige Kompetenz schaut anders aus.
    Ich würde mir wünschen, dass endlich begriffen wird, dass das Virus nicht ein Fußballspiel ist.
    Frau Merkel hat im Oktober gewarnt.
    Man hat sie nicht ernst genommen.
    Leider und jetzt ist es an der Zeit, endlich die Reißleine zu ziehen und jeden einzelnen Bürger vor Schaden zu bewahren.

  64. In der Tat halte ich Lehrende für absolut unverzichtbar in unserer Gesellschaft. Kein langfristiger oder ausschließlicher Distanzumterricht kann den tatsächlichen Kontakt mit einer Lehrkraft ersetzen.

  65. Als würden wir nicht sowieso für die Schule unsere Gesundheit ruinieren.

    Allen denen die Noten wichtig sind gehen trotz Erkältung jedes Jahr zur Schule. Und mit gutem Grund. Ich hatte in der 10. Klasse schriftlich die besten Noten meines Lebens, aber weil ich oft mit Attest gefehlt habe, habe ich trotzdem mündlich verhältnismäßig extrem schlechte Noten geschrieben. Wir werden also schon seit Jahren gedrängt zur Schule zu gehen, selbst wenn wir krank sind, auch das ist schlecht für unsere Gesundheit.

    Ich hatte im Abi wegen einer schlechten Stundenverteilung täglich mindestens 2, bis zu 4 Stunden freistunden, die ich nur in der Schule verbringen konnte. Das machte mit Schulwegen zusammen über 20 Wochenstunden, die ich nur auf Unterricht gewartet habe, und ich hatte diese Zeit eingerechnet eine über 40 Stunden woche. Das ist nicht Gesund für jemand in dem Alter, da bleibt auch nicht viel Zeit für Sport.

    Und Statistisch Gesehen haben Medizinstudenten deutlich erhöhte Raten an Drogenmissbrauch (legal und illegal) und Psychische Erkrankungen.

    Wir alle opfern unsere Gesundheit für unsere Bildung und Corona ist noch nicht mal so extrem mies für uns.
    Die sozialen Beziehungen sind wichtiger als dass wir nicht an Corona erkranken, auch die psychischen Erkrankungen sind gestiegen.

    Und ich sage nicht, dass wir unvorsichtig sein sollten. Wir sollten so vorsichtig wie möglich sein, ohne Prüfungen zu beeinflussen. Uni und Abiprüfungen müssen geschrieben werden.

    • … „…habe ich trotzdem mündlich verhältnismäßig extrem schlechte Noten geschrieben…“

      Mündlich geschrieben.
      Verhältnismäßig extrem.

      Aha.

  66. Der größte Witz ist wirklich, dass jetzt plötzlich etwas von Bildungsgerechtigkeit gefaselt wird. In Nrw existiert die nicht. Allein schon das Schulsystem ist ungerecht. Die Ausstattung der Schule hängt vom Geldbeutel der Eltern ab. Es ist armselig!

  67. Wir brauchen mehr Tests und damit natürlich auch mehr für Testungen zuständiges Personal für die Schulen und viele andere Bereiche. Wie das zu ermöglichen ist, weiß ich nicht. Auch sollte den an Schulen arbeitenden Menschen frühzeitig die Möglichkeit einer Impfung gegeben werden. Mangels Langzeiterfahrung muss das jede*r für sich selbst entscheiden, aber die sicherheits- und gesundheitsrelevanten Möglichkeiten sollten hier gegeben sein

  68. Ihr habt alle 4 jahre die möglichkeit zu wählen. haben sie auch einen Beitrag verfasst wenn die alljährliche sommer oder Wintergrippe um sich greift. ? Da hat es keinen Menschen gestört , das tausende Menschen sterben. Erwachsene sich auf Arbeit und kinder in die Schule geschleppt haben. Jahrelang wurde das Bildungssystem so nach unten geschraubt damit auch der letzte Depp in die nächste höhere klasse geschleppt wird. Ja und dann die quotenregelungen . Man kann sich einklagen , ein hurra auf die verblödung. Ihr macht mit bei der verunstaltung unserer muttersprache, wörter müssen verweiblicht und gegendert werden – und manche werden sogar gestrichen- mega wichtig. Das Niveau wird so angepasst damit der letzte auch mitgeschliffen wird. Lehrerbeleidigungen , Drohungen nehmt ihr jahrelang hin, bloss nichts sagen sonst bin ich der nazi. Ihr lasst euch jahrelang alles gefallen , da kommt gar nichts. Einige Lehrer stehen auf , bringen Zurecht ihren berechtigten Unmut zur Geltung, werden aber schon von der eigenen Schulleitung Mundtod gemacht und auf die politische Korrektheit hingewiesen. Wo waren die anderen Lehrer um diesen Mutigen Lehrer zu unterstützen.? Bei Elternabenden fehlen immer die Eltern der Problem schüler was solls kann man nichts machen , ist halt so. Egal wir tadeln die Kinder die mal ihr Lineal vergessen haben . An die Eltern kommen wir wenigstens ran und können den Lehrer als sogenannte autoritätsperson raushängen lassen. Leider nur an der falschen Stelle. Manche Schulen können sich nur durch Fördervereine „ über Wasser halten“ da werden Klassenräume mit Spendengeldern gestrichen ,papier fürs kopieren von Arbeitsmaterialien angeschafft . Gehts noch? Wo war da ihr Aufschrei, nein Sie machen mit. Schauen sie sich doch ihre gewählten Politiker an, Studienabbrecher , und wenn man studiert hat ist man sogar so blöd und gibt Plagiate ab. Ist doch egal, nehm ich halt nen anderen Posten. Ihr oberster dienstherr hat von Bildung keine Ahnung, weiss weder wie es in den Schulen aussieht noch was in den schulen dringend benötigt wird. Und wenn sich mal ein Politiker blicken lässt wird gelächelt und alles ist toll. Sie haben mit Sicherheit Recht das dieses ganze Hin und Herr und dieses gegenseitige hochspulen und immer noch eine Maßnahme egal wie widersprüchlich draufsetzt unerträglich ist. Und es nicht verwunderlich ist das dieses Geschwafel keiner mehr für voll nimmt. Ihr homescooling ( politisch Distanzlernen) funktioniert leider nur bei den Schülern die auch lernen wollen, die nichtlernwilligen können damit nichts anfangen , wenn Sie schon in der schule kein Bock haben , Warum dann zu Hause. Und wenn dann die Aufgaben des grössten Teil der Klasse zu schlecht sind werden diese nicht bewertet. Das geht ja nun wirklich nicht, muss dann am PC liegen aber nie am Schüler. Oder es kommen auf einmal super Noten im homescooling zu stande auch von schülern die sonst 1&1 nicht zusammen zählen können. Ein schelm der böses dabei denkt. Viele familien haben auch gar nicht die möglichkeit die vorraussetzungen für ein geordnetes homescooling . Dreizimmer wohnung zwei kinder und Eltern auch im staatlich verordneten Homeoffice. ja es muss unbedingt einGesetz her das Homeoffice vorschreibt. ( kann auch nur von Rotgrün kommen) wären dann 4 pc mit entsprechender Leitung. Merken Sie was? Kann nicht funktionieren. Vieleicht sollte man sich endlich damit mal abfinden das dieses Virus nicht verschwindet und es auch nicht „ ausgerottet“ werden kann , weder durch Impfungen noch durch irgendwelche lockdowns . Wie lange sollen denn die Schulen schließen? Es funktioniert nicht. Denn es würde ja bedeuten das nach den hochgelobten Impfen und Beendigung des Lockdowns, die Grenzen dicht gemacht werden , keiner dürfte mehr verreisen geschweige denn zu uns nach deutschland kommen. Und das ist ja nun nicht wirklich politisch korrekt. Keiner darf mehr zu uns , um Gottes Willen. Aber so wäre es zu Ende gedacht. Und Sie werden sicherlich ganz schnell merken das Sie allein da stehen und nichts bewirken, weil sich die Lehrerschaft nicht mal selbst einig ist. Und alle hier gefrusteten Lehrer dies ist hier leider die falsche Stelle. Und wenn die jetzige Zeit vorbei ist verfallen auch Sie wieder in ihren politisch korrekten Trott. Und noch ein Zusatz ich bin kein corona leugner , kein Nazi, kein covidiot , kein Reichsbürger . Wenn ich was vergessen habe sorry, hab mittlerweile den überblick verloren , was man hier im Land alles nicht sein darf.
    Und wie gesagt alle 4 jahre haben auch Sie die Möglichkeit. Und schnallen Sie sich schon mal an wenn unsere Grünen hochgebildeten Politiker mit in die Regierung kommen ,dann werden Sie als Lehrerschaft bestimmt überflüssig, weil Bildung is doof , und es ist nur noch wichtig das wir unseren Namen tanzen können. Egal wir wählen die trotzdem. ( der OB von Tübingen ausgenommen – der ist noch realistisch und deshalb nicht so gern in der eigenen Partei gesehen mit seinen Äusserungen.) Gut gemeinter Artikel ihrerseits sicher auch in Teilen richtig, aber weder davor und ich behaupte auch – nicht nach dieser Jetzigen zeit werden Sie an ihrer jetzt dargestellten „geradlinigkeit“ festhalten sondern zur politischen korrektheit zurück kehren, denn was der Dienstherr sagt muss gemacht werden und man will ja nicht aus der Reihe tanzen. Am besten den Fernseher aus machen und Hirn einschalten. Schlimm das man den Leuten irgendwelche hygiene regeln bei bringen muss , dies hab ich als Kind schon von meinen Eltern bei gebracht bekommen . Abstand und Hände waschen sind das normalste auf der Welt. Mit zu Hause bleiben werden sie das Virus nicht besiegen. Denn der erste Lockdown hat nichts gebracht, ausser das er aufgezeigt hat das nicht nur das Bildungssystem sondern auch das Gesundheitssystem im Eimer ist. beste grüsse aus berlin.

  69. Mir gefällt dieser „Brief einer Lehrerin“ ganz und gar nicht. Auf der einen Seiten gieren die meisten Lehrer danach, Beamte zu werden/sein, um all die damit verbundenen Vorteile zu nutzen (ich muss sie nicht aufzählen), auf der anderen Seite beschweren sie sich, wenn sie als Beamte per Dienstanweisung zu etwas „gezwungen“ werden, was ihnen nicht gefällt. Was denn nun, liebe Lehrer? Verbeamtet sein und nicht streiken dürfen oder angestellt sein und streiken dürfen (wie 200.000 von 800.000 Kollegen)?

    Auch dieser Satz gefällt mir nicht: „Jeder Lehrer weiß am besten, was er selbst und seine Schüler leisten können.“ Das ist sowas von plakativ. Jeder Lehrer hat eine andere Meinung dazu, was er selbst und seine Schüler leisten können. So wird ein Schuh draus. Und dann bleiben die einen zu Hause und die anderen nicht und die einen werden mit Aufgaben zugepflastert im Fernunterricht und die anderen dürfen faulenzen. So ein Satz ist doch einfach klischeehafter Unsinn. Es haben nicht alle Lehrer die gleiche Meinung und deshalb weiß nicht jeder Lehrer am besten, was er und seine Schüler leisten können. Das wäre nämlich je Lehrer etwas anderes. Und was davon soll gelten?

    PS: Hatten Sie heute „Internetprobleme“? Ich konnte Ihre Seite mehrfach nicht laden und meinen Kommentar mehrfach nicht absenden, obwohl ich es wiederholt probierte.

    • Sehr geehrte/r Tausendsassa,

      wir hatten gestern mehr als 300.000 Menschen auf News4teachers – was tatsächlich zeitweilig dazu führte, dass die Seite schwerer erreichbar war. Sollte heute wieder besser laufen. Herzliche Grüße Die Redaktion

    • Eine Sicht der Dinge (Verbeamtung). Die andere aus eigener Erfahrung ist folgende. Als ich infolge des Mangelfacherlasses für NRW den Vorbereitungsdienst angetreten habe, nachdem mein ingenieurwissenschaftliches Diplom anerkannt worden war, konnte ich dies nur im „Beamtenstatus“ als Beamter auf Widerruf, obwohl aufgrund meines Alters klar war, dass ich bei späterer Übernahme in den Schuldienst nicht mehr verbeamtet werden würde.
      Und dies ging nicht nur mir so.
      Mit der Verbeamtung verhält es sich nämlich ähnlich wie mit der Kraftfahrzeugversicherung von Dienstfahrzeugen im Eigentum des Landes. Für die gibt es keine Haftpflictversicherung,da das für den Eigentümer günstiger ist. Statt einer Vielzahl von Policen abzuschließen ist es günstiger die Kosten Dritter, die durch Unfälle passieren, direkt zu begleichen.
      Mit Blick auf den Beamtenstatus heißt das, für den Staat ist es günstiger, die Heilbehandlungskosten für seine Beamten zu bezuschussen als die Arbeitgeberbeiträge in die gesetzlichen Kranken- und Pflegekassen einzuzahlen. Erst bei höherem Lebensalter oder Vorerkrankungen der Kandidaten auf ein öffentliches Beschäftigungsverhältnis ist es absehbar, dass die Gesundheitskosten vermutlich höher werden könnten als der AG-Anteil in die sozialen Sicherungssysteme. Die Zahl nicht verbeamteter Lehrkräfte ist wesentlich höher als Sie es sich vermutlich denken. Bundesweit ist rund jede vierte Lehrkraft angestellt – also nicht verbeamtet.

      Dass ein Landesbeamter sozial und gegen den Verlust des Arbeitsplatzes besser abgeisichert ist als ein Mitarbeiter z.B. beim Daimler, ist eine Mär, die nicht auszurotten ist.

    • „auf der anderen Seite beschweren sie sich, wenn sie als Beamte per Dienstanweisung zu etwas „gezwungen“ werden, was ihnen nicht gefällt.“

      NEIN! …gezwungen werden, sich nicht an die Corona-Regeln zu halten! Das ist etwas ganz anderes und hat mit der Verbeamtung nicht im Geringsten etwas zu tun.

  70. Das ganze Schulsystem muss geändert werden,so wie es jetzt läuft bleibt Deutschland unten in der Pisa Studie. Kein Handwerker brauch Religion als Fach. Das Schulsystem muss von Grund auf NEU strukturiert werden . Ich wünsche mir, das dass ganze System zusammenbricht, besonders die Politik die kein Mensch brauch . Solange die ganze Menschheit nicht kapiert das wir alle gleich sind, egal welcher Herkunft oder Farbe wird sich nichts ändern. Ganz wichtig das dumme Geld muss abgeschafft werden. Wozu brauch suckerberg,bill Gates, Elon musk,usw soviel Geld was wollen die damit,Geld regiert Die Welt so ist es nunmal. Die Erde tut mir leid was wir ihr antun. Die Denkweise muss sich bei allen ändern.

  71. Ja, völlig nachvollziehbar!
    Die Einwände in dem Brief sind grundsätzlich richtig und unterstreichen auch eine logische Konsequenz. Wie auch viele andere, genauso richtige Kritiken.
    Ebenso in die entgegengesetzte Richtung!
    Es wird auch nur ein Hilferuf bleiben, der nicht gehört wird.
    Hallo?
    Da „oben“ die Herrschaften machen
    P O L I T I K! und können gerade keine Zwischenrufe gebrauchen.
    Außerdem haben sie ihre Beratungsberater -Berater falls sie mal jemanden zum sprechen benötigen … Ihr Lehrer seid da genauso unwichtig, wie die Kassiererin aus dem Aldi. Ihr sollt nur funktionieren. Basta. Immer diese lästigen Angestellten, tztz.
    Wir können noch so strampeln und schreien,
    motzen und meckern. Es wird sich nix ändern!! Das geht schon viel zu lange so.

  72. Liebe Lehrer, könnt ihr unseren Kindern erklären, warum sie weiterhin fleißig lernen sollen, wenn ihr euch auf „auf die faule Haut legt“? Ich bin bei euch, es ist eine schwierige Stuation, und in der Politik werden falsche Entscheidungen getroffen. Viele davon sind geradezu sinnlos wie widersprüchlich. Aber ein Schließen der Schulen ist nicht mit Ferien gleichzusetzen. Auch kann die Verantwortung für das „Homescooling“ nicht an die Eltern abgewältzt werden. Und nein, einmal pro Woche ein Arbeitsblatt zu schicken ist kein Aufrechterhalten des Lerbetriebs. Deswegen: Schulen schließen, ja, aber die Lehre darf nimmer drunter leiden. Jede Unterrichtsstunde muss live per Videokonferenz durchgeführt werden. Alles andere ist nicht akzeptabel.
    – Sagt ein Vater von drei Jungen im Homeschooling und der selber in der Lehre tätig ist, wobei noch keine Unterrichtseinheit ausgefallen ist und noch eher zusätzlicher Betreuungsaufwand aufgewendet wurde.
    Keep Teaching!

    • Dann bitte tragen Sie dafür sorge das jede Familie Internet und Laptops hat? Oder ist das die Aufgabe der Lehrer? Wenn die Politik mal sinnvolle Dinge tun würde statt unsinnige Verbote und Einschränkungen wären wir schon viel weiter.

      Wer erklärt den Kinder das leider Ihre Familie ein tragisches Opfer der schwachsinnigen und Ignoranten Menschen wurde die Corona Leugnen und mit 60 Mann Partys feiern, dann aber in der Schule neben Ihnen saßen und jetzt Mama Papa Oma und Opa tot ist. Weil irgend so eine Dame G meint sie wüsste was das beste ist .

    • Ich weiß nicht, woher Sie Ihre Behauptungen hernehmen, aber wir hier unterrichten nach Stundenplan (ich habe gerade Sprechstunde, aber offenbar ist kein Bedarf an einem Gespräch, da es keine Probleme gibt, weil ich scheinbar meinen Distanzunterricht so gut vorbereite und durchführe… ;-)). Wir sind gut in der Zeit und die Schüler kommen voran. Jede Unterrichtsstunde sollte bei jüngeren Schülern ganz gewiss nicht live per Video durchgeführt werden. Mein Grundschulkind (2. Klasse) ist schon nach einer Konferenz durch und ich bin froh, dass nicht mehr gemacht wird, sondern es dann an seinen Aufträgen weiterarbeitet, die wir dann bei der Lehrerin abgeben können. Meine eigenen Klassen sind auch sehr unterschiedlich, bei der 5. ist nach einer Zeitstunde Konferenz Schluss mit der Konzentration, dann gibt es wieder eine Arbeitsphase in „Eigenregie“, bevor es etwas später wieder eine Konferenz in einem anderen Fach gibt. Ausgewogen muss es hier sein, damit es funktioniert. Lediglich bei den Älteren (wo ich auch Klassen habe) könnte ich es mir vorstellen bzw. mache es zu 80% auch so, wobei sie Texte lesen zur Vorbereitung wirklich nicht in der Videokonferenz machen müssen. Die nutzen wir dann zur Ergebnissicherung und zur Diskussion. 1:1 alles live ist Unsinn, weil es nunmal auch Störfaktoren gibt und nicht jeder Schüler eine gute Verbindung, ein gutes Mikro, ein leistungsfähiges Endgerät usw. hat.

  73. Ich verstehe das Alles auch nicht. Im Restaurant steckt man sich an aber in der Schule oder auf einer anderen Arbeit nicht?
    Es sollten Leute, die Entscheidungen für uns treffen nur noch mittels IQ Test für uns „arbeiten“
    Mein Mann arbeitet an einer privaten Schule in Niedersachsen und jetzt „darf“ ich wieder jeden Tag Angst haben vor einer Infektion.

  74. Am besten die Schulen gleich für ein Jahr komplett schließen. Lehrer bei doppelter Vergütung nach Hause schicken und allen Schülern in jedem fache eine 1 schenken. Was so manche Lehrer und Schüler sich so alles vorstellen…..

  75. Vielen herzlichen Dank für Ihre offenen und absolut zutreffenden Ausführungen.

    Obwohl kein Lehrer sprechen wir zuhause recht oft mit unserem Enkel, der die 9.te Klasse besucht und können ihm leider keine seiner absolut berechtigten Fragen zum Zickzack-Kurs beantworten.

    Ich wünsche mir für die Schüler und Lehrer eine angemessen geschützte Zeit, in der die Gesundheit wichtiger ist als „wir müssen zurück zu einem Stück Normalität“.

    Daneben wünsche ich mir einen schnellen und zielgerichteten Auf- bzw. Ausbau von digitaler Lernunterstützung. Die, die wir hier haben ist nicht der heutigen Zeit entsprechend und daher leider nicht gut geeignet, um die notwendige Phase des „home-schooling“ zu unterstützen.

  76. Das was ich hier lese ist echt top.
    Es sind sehr viele Lehrer hier die zustimmen was sie gelesen haben finde ich toll.

    Dann macht was dagegen ihr Lehrer müsst euch da zusammen schließen und dagegen was tun sonst seid ihr wie Marionetten mit den man machen kann was mann möchte.

    Blöd was Marionette zu sein.

  77. @Weil
    Ich weiß nicht ob Sie informiert sind. Ich hatte weder im ersten Lockdown Urlaub bzw. „Coronaferien“ noch jetzt. Wir bilden den Stundenplan im 2. Lockdown online ab. Und das ist tatsächlich Mehrarbeit. Dass das nicht jede Schule kann liegt an den Kultusministern, die nicht dafür gesorgt haben, dass die Lehrer dies können, weil gar kein WLAN an der Schule oder nur sehr wackeligen. Meine Schule bekommt Glasfaserkabel 2022. Ich hoffe, dass dann Corona vorbei ist, dank Impfung. Schnelle Lösungen gibt es nur für die Wirtschaft, Bildung nicht wichtig – wie seit 30 Jahren. Und Schüler haben ja einen leichten Verlauf. Pech für diejenigen, wenn nicht.
    Und dann möchte ich mal was zu den Unwörtern Schulöffnung und Schulschließung sagen. Die Schulen sind nicht geschlossen, es gibt Notbetreuung und andere haben Online-Unterricht oder wie es auch immer umgesetzt wird, je nach den von den Kultusministern gegebenen Möglichkeiten. In manchen Grundschulen findet Wechselunterricht statt, wenn weit mehr als 50% der Kinder geschickt werden. Da dies mit dem normalen Personal nicht geht, werden Lehrer von anderen Grundschulen, die eigentlich eigene Schüler*innen zu betreuen haben, abgezogen.
    Bei meiner Tochter hat alles super funktioniert in der Grundschule – Top-Lehrerin- im letzten Lockdown. Jetzt sind meine beiden Kinderauf dem Gymnasium. Und auch die Schulen haben seit dem letzten Lockdown richtig nachgelegt. Die Beschulung ist hier super – Videokonferenzen und alles. Und ich kann meinen Kindern -obwohl Lehrerin – auch nicht helfen, weil ich selbst gleichzeitig Unterricht erteile.
    Der ist allerdings schlechter geworden, weil meine Kultusministerin unbedingt die Abschlussklassen in Präsenz wollte. Ich bin nicht bilokal. Ich habe zwischen einzelnen Stunden 5 Minuten Pause, wenn überhaupt. Da kein/schlechtes WLAN in der Schule muss ich quasi innerhalb 5 Minuten daheim sein, um online zu unterrichten. Meine Fahrzeit beträgt, wenn nichts dazwischen kommt, 25 Minuten. Das gleicht der Quadratur des Kreises. Und ich unterrichte nur Oberstufe. Der nächste Abi-Jahrgang erfährt jetzt auch keine „Bildungsgerechtigkeit“. Ich bin jederzeit für meine Schüler -ähnlich wie mit WhatsApp- erreichbar.
    Es wäre schön, wenn die Kultusminister mal Einblick in die Organisationsstruktur der Schulen nehmen würden – und zwar bevor sie den Mund öffnen. Und ja, das wünsche ich mir auch von dem einen oder anderen, der hier schreibt. Gerne lade ich Sie ein an meinem gut bezahlten Urlaub teilzuhaben. So typisch Lehrer halt. Ich stehe auf jeden Fall kurz vor einem Burnout.
    Und wir wollen GEÖFFNETE SCHULEN nur mit einem Hygieneplan, der den Standards des Rki genügt. Unser Hygieneplan: kein Abstand, volle Gruppengröße, 1,5 Meter Abstand ist ein Scherz, das Virus weglüften bei Minusgraden. Macht einen molligen Arbeitsplatz. Unterrichten mit FFP 2 Masken? Da gibt es auch Tragevorschriften und Pausezeiten, haben wir Lehrer nicht. Und wenn kein Wind ist kann man das Virus auch nicht weglüften, weil dann keine Luft durchzieht. Und diejenigen, die vermutlich ein Hygienekonzept hatten, werden gerade in den Ruin getrieben. An den Restaurants und Geschäften kann es nicht gelegen haben. Sonst hätte man spätestens Anfang Dezember einen Erfolg sehen müssen. Entweder sind es die Schulen oder weil sich privat keiner an Regeln hält. Ich schon -es will mich auch keiner so richtig treffen, aus Angst vor Ansteckung. Wenn unsere Bürger vollständig geöffnete Schulen ohne Hygienemaßnahmen wollen, dann sollten sie sich an die Regeln halten, damit die Zahlen endlich fallen.
    Woher haben sie eigentlich eine solch schlechte Meinung von Lehrern? Von Postkarten? Hab ich auch eine hier stehen: Lehrer haben vormittags recht und nachmittags frei. Vielleicht gibt es ja demnächst eine mit: Lehrer hatten 1 Jahr Coronaferien.

  78. Meine jüngere Tochter besucht die zweite Klasse und hat durch Krankheit und Corona, kaum 2-3 Monate die Schule von innen gesehen.
    Wir merken ihr an, das sie sozial vereinsamt.
    DAS ist Schlimm! Ein Kind in ihrem Alter muss mit anderen Kindern spielen dürfen. Virus hin oder her. Sie hat einfach nicht die gleichen Ausweichmöglichkeiten. Für uns ist es ja schon schwer …
    Die Kinder bekommen Stubenarrest. Sie werden richtig bestraft.
    Wisst ihr noch? Letztes Jahr im April … da waren es die Kinder, die den Virus verbreiten und Alle anstecken, ohne selbst zu erkranken. Was für eine Botschaft!

    Als Präsenzunterricht statt fand, hatte sie plötzlich Angst wie am Tag der Einschulung. Durch die Ferien und andere Unterbrechungen wiederholte sich das Gefühl. Andere Eltern berichten mir das Gleiche.
    Gibt es dafür auch eine schlaue Lösung?
    Ja ne, dafür hat man jetzt keine Zeit. Das sind eben Kollateralschäden. Darum sollen sich später dann die Kinderpsychologen kümmern. Wenn die Pandemie wieder vorbei ist.

    Doch! die Kinder können am Präsenzunterricht teilnehmen! Es gibt auch dazu tolle Konzepte, wie so etwas umgesetzt werden kann. Einfach mal machen und nicht immer nur darüber reden!
    Anfangen und keine Zeit verlieren. Ein Schritt nach dem anderen.

    Auf einmal haben einige Wenige, die vorher Keiner kannte und auch sonst nicht mal besonders Ernst genommenen wurden, eine unglaubliche Urteilskraft! Genau! Die Virulogen.
    Sie haben in Ihre Kugel geschaut. Sie wissen Bescheid.
    Mundschutz bringt bei Viren nix … Ach Moment … doch sicher! Alle nen Mundschutz nähen … kann ja nicht schaden … beim Niesen und so … das Volk muss beruhigt werden … äh, irgendwie …
    Andere Virulogen haben plötzlich einen Aluhut auf, oder sind Rechts ausgerichtet, blablabla usw. Da passt die Meinung eben gerade nicht ins Gesamtbild!
    Was läuft hier, fragt man sich da? Gibt es ein Konzept?

    Ich finde ganz andere Dinge noch viel Schlimmer!
    Wir streiten uns hier in den wirtschaftlich besser gestellten, reichen Ländern, um die Anzahl georderter Impfdosen und Präsenzunterricht etc.
    Geht’s noch?
    Jedes Leben ist wertvoll? Überall und immer?
    Plötzlich! Ich brauche wohl nicht weiter beschreiben, was damit gemeint ist.

    Traurig, wie schnell alles andere vergessen wird!
    Schaut mal über den Tellerrand, auch sie „kanndochnichtwahrsein“ und alle, die da Applaudieren meine ich auch damit!

    !!!!!!!!

    PS: ich kann die App „Luca“ nur empfehlen.

    ….unbedingt weitersagen!!!!!

    Ganz einfach. Nicht zu vergleichen mit der Warn App der Regierung. War auch bestimmt nicht so teuer ;0)
    Würde auch die Gesundheitsämter „entlasten.
    Leider hat bei DENEN noch kein Herr Drosten etc interessiert angerufen, tja. Das liegt dann wohl an den Beratungsberater-Berater der Regierung …

    !!!!!!!

  79. Frage mich, warum einige in die Äußerungen reininterpretieren, dass Lehrer sich Homeoffice und Distanzunterricht wünschen???
    Das kann keiner ernsthaft glauben!
    Genausogut könnte man einem Bäcker unterstellen, er backe lieber digitale Brötchen, weil ihm der Ofen zu warm ist…

    Hätte die Politik rechtzeitig reagiert und nicht alle Warnungen in den Wind geschlagen – man hätte die derzeitige Situation mit ziemlicher Sicherheit vermeiden können, indem kleinere, stabile Lerngruppen gebildet worden wären.
    Es wurde von Lehrerseite vielfach daraum gebeten und auf die Folgen aufmerksam gemacht, wenn man IN den Schulen (und natürlich auf dem Weg dahin etc.) NICHT auf den nötigen INFEKTIONSSCHUTZ sicherstellt.
    Wäre das passiert, statt sich gegenseitig mit immer weitergehenden Öffnungen und unhaltbaren Versprechungen zu überbieten, hätten wir vermutlich auch den Winter über alle Kinder in der Schule gehabt.
    Nicht jeden Tag, nicht bis vier Uhr womöglich, nicht alle gleichzeitig, nicht mit vollem Programm – aber allein das hätte die Eltern wesentlich entlastet, ihre Arbeitskraft sichergestellt, die Wirtschaft damit entlastet und den Kindern einen HALBwegs „normalen“ Alltag möglich gemacht.

    Schade, dass einige hier immer nur lesen, was sie lesen wollen (Lehrer sind faule Säcke…) und offenbar nur Schwarz-Weiß kennen.
    Würde die Gesellschaft an einem Strick ziehen, hätten wir es so viel einfacher haben können und müssten jetzt nicht über noch mehr Einschränkungen nachdenken…

    Leider ist zu befürchten, dass genau der T…kreis wieder losgeht, sobald die Zahlen auch nur im Ansatz besser werden. Schon wieder wird man schreien, die Schulen aufzumachen. Wohlgemerkt, nicht SICHER aufzumachen, sondern einfach nur AUF , Augen zu , Landeskassen zu (Luftfilter??? Betreuungsmöglichkeiten???) und „Normalmodus spielen“.

    Die Nation verpasst eine Chance nach der anderen, mit geringstmöglichem Schaden für alle durch die Pandemie zu kommen…

  80. Bei allen Verständnis für das Risiko in Klassenräumen.

    Das was die Gesellschaft momentan aushalten muss, die nicht Lehrer sind, ist um vieles höher, als das was die Lehrer aushalten müssen. Die haben nämlich zu ihrem normalen Job noch einen dazu bekommen. Nämlich den der Lehrer. Ich kann nur darüber lachen, wenn ich hier was von 60 Stunden lese. Schon zu Hause. Mit Pausen, die ich mir selber einteilen kann. Mich auf das Sofa setzen kann…. also bitte diese Arbeit nicht mit Arbeit anderer vergleichen. Ja, es ist stressig. Aber alle anderen haben momentan zwei Berufe. Lehrer und ihren normalen Job. Solange also in der allgemeinen Arbeitswelt nichts passiert, hören sie in ihrer immer noch bewirken Welt auf zu Heulen. Sie sind einer von vielen. Haben aber enorme Auswirkungen auf andere. Also bevor die Schule schließen sollte. Sollte es eine Anweisung geben, dass die Menschen auch zu Hause bleiben können um ihren Job zu übernehmen.

    • Als hätten Lehrer keine Kinder. Also die Lehrer meiner Kinder geben ihnen tatsächlich Aufgaben, ja manchmal Schreibaufgaben und diese mir unverständlicherweise verhassten Arbeitsblätter (ich bin froh drum!!), manchmal gibt es Videokonferenzen/online-Unterricht. Die Kinder können sie anschreiben, wenn sie Fragen haben. Ich mach deren Job nicht, das machen alles deren Lehrer. Klar muss ich hier und da mal helfen oder drübergucken, aber da wechseln wir uns auch ab, es gibt in der Regel ja zwei Elternteile. Dann machen die Lehrer Ihrer Kinder irgendwas falsch und Sie sollten sich mal an die Schulleitung wenden.
      Ich würde es gar nichts schaffen neben meinen 4 Klassen auch noch den Lehrer für meine eigenen Kinder zu machen…

      „also bitte diese Arbeit nicht mit Arbeit anderer vergleichen.“
      Ihr Wort in Gottes Ohren! Das wird hier nämlich permanent gemacht und alle wissen exakt genau, wie der Lehrerjob ist und exakt genau, dass Lehrer ja nur 20 Stunden arbeiten und danach die Beine hochlegen. Ich kann’s echt nicht mehr hören!!

    • Tja, nur leider gibt es dann auch weniger vorbereitetes und gut durchdachtes Arbeitsmaterial für die Schüler/innen, weniger Videounterricht, weniger Möglichkeiten für die Schüler/innen, ihre Lehrer zu kontaktieren und für die Lehrer, Feedback zu deren Aufgaben zu geben… Das wollen Sie nicht ernsthaft für die Schüler/innen? Nicht zu Ende gedacht…

      Viele arbeiten im Home Office, warum Lehrer dann automatisch als faul gelten und „Coronaferien“ haben und andere nicht, erschließt sich mir nicht. Das sind doch nur wieder diese alten Stammtischparolen und Neiddebatten, weil es immer noch allgemein verbreitet zu sein scheint, dass Lehrer vormittags recht und nachmittags frei haben und 3 Monate Urlaub. Nur zu, Lehrer werden dringen gebraucht!
      Ich (Teilzeit-Lehrerin) sitze fast genauso lange vorm PC wie mein Partner, der Vollzeit Home Office macht (in der sog. „freien“ Wirtschaft).

    • AU JA!!!! Bin sofort dabei! 60% rein für null Arbeit, Korrektur, Betreuung und dazu noch keine Fahrtkosten und Fahrzeit (habe in diesem Schuljahr 60 km einfache Fahrstrecke zur Schule). Da komm ich eine Weile gut hin und habe endlich mal Zeit für meine Familie und um die Wohnung wieder auf Vordermann zu bringen. Also für alles, was seit März liegen geblieben ist.

  81. Endlich! Ich wünsche mir viele Briefe und mehr Gegenwehr von mutigen, intelligenten Menschen wie Ihnen, die mit Herz und Verstand an die Politik appellieren, um die wahren Werte des Lebens (Kinder, Gesundheit) zu schützen und um nach sinnvollen Lösungen zu suchen, die uns sofort! bei weiteren Pandemien in der Zukunft weiterhelfen werden.

  82. Ich war mal Lehrer. 14 Jahre lang. Dann habe ich diesem Irrenhaus Schule den Rücken gekehrt und einen Job in der Industrie angenommen. Jetzt habe ich endlich Urlaub, Feierabend und geregelte Aebeitszeiten – und verdiene auch noch mehr. Ich kann Überstunden einreichen und abrechnen, und für Engagement erhalte ich Bonus-Zahlungen. Ein Paradies auf Erden.

    Ich stimme der Verfasserin des Artikels uneingeschränkt zu.

    Den Kommentatoren, die gegen die Lehrer wettern wünsche ich mal einen Monat Schuldienst. Ihr Honks würdet nicht mal eine Woche überleben. Also, wenn ihr mal wieder von nix eine Ahnung habt: einfach mal Fr**se halten.

    Es ist auch interessant zu lesen, wie ihr alle schreibt, im Homeoffice zu sitzen und im Nebensatz Lehrern unterstellt, gerade das Homeoffice bedeute, sich „auf die faule Haut zu legen“. Armselig…

    „Mein Mann verdient als Ingenieur mehr als ich. Da kann ich auch zu Hause bleiben. Aber auf die Kita will ich ich dann doch nicht verzichten“. Mannmannmann…

    Den Kontext des Artikels verliert ihr Meckerköppe auch noch aus dem Auge: es geht hauptsächlich darum, den Schülern den nicht nachvollziehbaren Zickzackkurs verkaufen zu müssen und das Recht einzufordern, mit der selben Fürsorgepflicht seitens des Arbeitgebers behandelt zu werden, wie jeder andere Arbeitnehmer auch.

    Aber anstatt sachlich darüber über diesen absolut nachvollziehbaren Wunsch zu diskutieren, hauen einige Zeitgenossen hier nur Stammtischparolen raus. Wenn ihr schon unzufrieden mit eurem Leben seid, lasst das nicht an den Lehrern aus sondern sucht den Fehler mal bei euch.

    • „Ihr Honks würdet nicht mal eine Woche überleben. Also, wenn ihr mal wieder von nix eine Ahnung habt: einfach mal Fr**se halten.“

      🙂 Ich würde es zwar nie so formulieren, aber exakt das denke ich oft, wenn ich hier lese…

    • Na bei Ihrem Beitrag ist das Wort „sachlich“ wohl auch deplatziert. Der Beitrag ist eher polemischer Natur. Wie trägt es nun zu einer sachlichen Diskussion bei, andere als „Honks“ zu bezeichnen und zum „Fr**se halten“ aufzufordern? Das erschließt sich mir nicht so ganz. War das der Umgangston mit Ihren ehemaligen Schülern? Wenn ja, dann ist „ex Lehrer“ lobenswert, wenn lediglich ein paar Kommentare Sie derart aus der Fassung bringen…
      Geht es hier nicht grundsätzlich um das Wohl der Kinder, um das Wohl aller gesund zu bleiben?

    • Ex Lehrer,
      Sie haben völlig Recht. Lehrer sind die Fußabtreter dieser Nation in den Augen vieler und ich musste mir in 20 Jahren in einer harten Branche (Maschinenbau) noch nie soviel infantilen Blödsinn oder gar wie aktuell die akute Gefährdung meiner Unversehrtheit bieten lassen.

  83. Wenn man die Kommentare der Lehrerhasser so liest, bekommt man ja das kalte Kotzen.
    Das meiste was Sie erzählen ist doch einem Ihrer schlechten Träume entsprungen.
    Die Aufgaben eines Lehrers in Pandemiezeiten im Szenario C sind um ein Vielfaches höher als zuvor im Szenario A.
    Aber das Lehrer in den Augen der Lehrerbasher eh nichts wert sind merkt man ja an den Aussagen, die hier wiederholt geäußert werden:
    „Lehrer verdienen viel zu viel“
    „Lehrer haben nur frei“
    „Wer verbeamtet ist muss dem Staat ohne Wenn und aber dienen!“

    Wenn der Beruf des Lehrers doch so einfach ist, dann werden Sie doch einfach Lehrer.
    Gehen Sie zur Uni und studieren 5 Jahre Lehramt. Machen Sie danach für 18 bis 24 Monate Ihr Referendariat.
    Und kommen Sie dann in der Realität an: Sie werden nicht automatisch verbeamtet. Sie arbeiten auf einmal doch viel mehr als Sie gerade noch denken. Auch in den Ferien wird gearbeitet. Vielleicht nicht mit Schülern. Aber ganz sicher für Schüler.
    Aber Sie sind ja sicher, dass Lehrer überbezahlt und faul sind. Dann passt der Job ja bestens zu Ihnen.

    Wenn ich es mir recht überlege…Werden Sie bitte keine Lehrer, denn die Kinder tun mir jetzt schon leid.

    Wir Lehrer machen unseren Beruf aus Leidenschaft. Sicher es gibt Ausnahmen, aber die finden Sie wohl in jedem Bereich.

    Eigentlich bin ich nur ein stiller Mitleser dieses Forums, aber was sich unter diesem Artikel teilweise versammelt hat, ist ja nicht auszuhalten.

    Schöne Grüße

  84. Wir bedanken uns für den Leserbrief von kanndochnichtwahrsein ….. wir sind besorgte Eltern eines Schülers einer Abschlussklasse, wir sind Personen der Risikogruppe und unsere Eltern sind beide über 90 Jahre alt. Unser Sohn sorgt sich sehr. Doch was soll er machen, wenn er uns täglich erzählt, dass in der Schule gegen die Hygieneregeln verstoßen wird? Wir haben den Eindruck, dass er schon kapituliert hat. Das ist traurig. Und seinen unterrichtenden Lehrer*innen und der Schulleitung geht es ebenso, denn sie haben sich den Anordnungen des selbstherrlichen hessischen Kultusministers unterzuordnen. Egal, von welcher Partei der Kultusminister/die Kultusministerin gestellt wird, alle haben nur das eine Ziel, in der jetzigen durch die Pandemie bedingten Situation die überkommene Vorstellung von Bildung zu manifestieren. Mit allen Mitteln wird versucht, Schüler*innen mit Wissen zu füttern und wie Mastgänse vollzustopfen, um am Ende eines Schuljahres sagen zu können, die Bildungsziele wurden erreicht. Doch das wird nicht so sein, zumal viele Schüler*innen auf der Strecke bleiben werden. Nicht viele Lehrer*innen haben den Mut, gegen die momentane Situation aufzubegehren, was sicherlich aufgrund der obrigkeitsstaatlichen Vorgaben zu verstehen ist. So manche Lehrer*innen können auch nicht aufbegehren, weil sie allein stehen und an der Situation verzweifeln, weil sie Ende ihrer Kräfte sind. Das ist den meisten Kultusminister*innen jedoch egal. Sie werden Schulen weiterhin an der kurzen Leine führen, anstatt ihnen Freiräume zu geben, ihre eigenen schulischen und pädagogischen Überzeugungen umzusetzen und in so schwierigen wie den jetzigen Zeiten besonnen zu handeln, damit Lehrer*innen, Schüler*innen und Eltern in dieser Situation nicht noch mehr an Kraft verlieren.
    Der Leserbrief sollte Lehrer*innen ein Zeichen sein, Mut zum Aufbegehren zu entwickeln und zu sehen, dass die Pandemie von den Schüler*innen auch nicht so leicht zu verkraften ist. Wir müssen alle versuchen, einmal in die Seelen unserer Kinder hineinzuschauen.

  85. Bravo , hier in Niedersachsen brachte ich meine Kinder mit äußerst mulmiges Gefühl zur Schule. Verantwortungsbewusste Eltern machen sich Sorgen, hören Sie auf mit der Gesundheit der Kinder zu spielen .

  86. Sie sprechen mir aus der Seele. Ich würde mir den Mittelweg wünschen mit halben Klassen im Wochenwechsel. Entsprechend mit halben Kursen ab der EF. Arbeiten und Klausuren aussetzen, aber an die Kinder und Jugendlichen für zuhause stellen. Traut Ihnen doch auch Ehrlichkeit zu. Schwarze Schafe gibt es überall, aber dem Rest hilft es weiter. Gerade bekommt mein Sohn nicht mal mehr die Klausuren von vor dem Lockdown zurück. Was das Thema Grippe in den Kommentaren angeht, ich bin vor meinem 30. Geburtstag fast an Influenza gestorben, hatte Glück, dass mein Herz nicht so angegriffen war wie andere meiner Organe. Für mich besteht aber ein Riesenunterschied darin, dass mir jedes Jahr eine Impfung zur Verfügung steht, solange meine Gesundheit es zulässt. Also bitte die Influenza nicht kleinreden.

  87. Ich stimme diesem Kommentar in fast allen Kritikpunkten uneingeschränkt zu.
    Eine Sache sehe bzw. empfinde ich aber anders:

    „…denen wir ja noch nicht einmal offen sagen dürfen, dass wir das Handeln unserer Vorgesetzten für nicht richtig und für nicht angebracht halten.“

    Ich denke, wir Lehrer sind in allererster Linie den Schülerinnen und Schülern verpflichtet, dann haben wir einen Eid auf das Grundgesetz und die Landesverfassung geleistet, der uns zu Loyalität gegenüber dem Bundesland verpflichtet. Wir sind aber nicht zu Loyalität gegenüber einzelnen Personen, auch nicht Vorgesetzten verpflichtet!
    Wir sind zwar weisungsgebunden (und dürfen nicht streiken), aber wenn – wie in Baden-Württemberg ganz augenscheinlich zu beobachten – auf Kosten der Schulen und der Gesundheit aller am Schulleben Beteiligten Profilierung im Wahlkampf betrieben wird, dann widersprechen die Weisungen meiner (obersten) Vorgesetzten dem Gesundheitsschutz …und der Loyalität zum Land.
    Wie gesagt, ich bin trotz allem weisungsgebunden und habe einen Eid abgelegt, aber ich sage – auch meinen Schülerinnen und Schülern – aufrichtig, was ich denke …und ich weiß, wen ich im März NICHT wählen werde.

  88. @Jochen, zu Ihrem Zitat:
    „„…denen wir ja noch nicht einmal offen sagen dürfen, dass wir das Handeln unserer Vorgesetzten für nicht richtig und für nicht angebracht halten.“

    Genau, auch das stimmt in dem Leserbrief nicht und deshalb gefällt er mir gar nicht. Beamten (das sind nicht alle, aber die meisten Lehrer) ist die „Flucht in die Öffentlichkeit“ untersagt, ABER selbstverständlich dürfen Beamten ihre Vorgesetzten kritisíeren.

    Der Beamte hat sogar eine „RemonstrationsPFLICHT“ (siehe Link). Dafür, dass der Dienstherr seine „Untergebenen“ schützt und für all die anderen Beamtenprivilegien erwartet er eben auch von seinen Beamten eine gewisse Loyalität. Es zeigt sich auch an dieser Stelle, dass die verbeamteten Lehrer gerne alle Vorrechte des Beamtentums annehmen und das andere interessiert sie nicht, bis es plötzlich auch mal darauf ankommt.

    Kritisieren Sie doch Ihre Vorgesetzten auf dem Dienstweg. Es gehört sich doch immer, dass man erst mit dem Kritisierten spricht, bevor man mit anderen über ihn spricht.
    REMONSTRATIONSPFLICHT hier nachzulesen:
    https://www.dbb.de/lexikon/themenartikel/r/remonstrationspflicht.html

    • Danke für die Belehrung… woraus schließen Sie, dass das nicht längst, mehrfach (im Übrigen ergebnislos) geschehen ist?
      ICH kam meiner Pflicht nach.

      Die KM kommen IHRER Pflicht nicht nach!
      Die wäre gewesen, Schüler und Lehrer so weit zu schützen, dass Schule weiter möglich gewesen wäre!

  89. Die Meinungen sind wohl auch unter Lehrern (?) unterschiedlich. Möglichkeit wäre doch, wenn die Lehrer denen es egal ist Präsenzunterricht machen. Und diejenigen die nicht können (Vorerkrankung, Angst vor Ansteckung) machen onlineunterricht. Denkbar auch eine Umfrage unter Lehrern, Eltern, Schülern. Könnte doch jede Schule machen.
    Klärt natürlich nicht die Frage zu den Prüfungen. Ich lese immer nur was über Abitur.
    Was ist mit hs und mittlere reife? Ich fänds nicht schlimm, wenn man als Abschluss meinetwegen nur eine einfache Klassenarbeit schreibt die doppelt zählt. So kann sich jeder Schüler drauf vorbereiten. Und auf mündliche kompetenzPrüfung in Englisch verzichten. Gabs zu meiner Zeit noch gar nicht.

    • Ich glaube, das fänden dann aber die Präsenzunterrichtslehrer ungerecht, denn Onlineunterricht ist natürlich sehr viel bequemer als Präsenzunterricht. Du kannst deine Konferenzen so legen, dass du jeden Tag ausschlafen kannst. Du hast gar keinen Stress mit störenden, undisziplinierten, pubertierenden Schülern (und deren Eltern ggf.). Die Schlimmsten sind meist gar nicht dabei. Mein Nervenkostüm erholt sich diesbezüglich gerade enorm. Du hast keine Pausen- oder Hofaufsichten, wo du ständig Streitereien klären musst. Nein, ich fände es gar nicht fair, wenn die einen Onlineunterricht machen und die anderen Präsenzunterricht. Gleiches Recht für alle.

  90. Coronaviren begleiten die Menschheit seit jeher und das wird so bleiben. Frau Anonyma kanndochnichtwahrsein schlägt Schaum:

    „Lassen Sie uns doch einfach unseren Job machen“ – genau, Lehrer. Jammert nicht, geht an die Arbeit: alle Schulen auf, alle Schüler da, niemand trägt Maske und es wird gearbeitet … wie 2019, wie 2018, wie 2017.

    Erkältungskrankheiten werden behandelt wie in den bekannten vergangenen Jahrzehnten, also gründlich ausgeheilt oder behutsam ignoriert, je nach Selbstbild, Mut und Kraftreserve.

    Schluss mit der Pandemie der Panik.

    Just to put in my two cents.

  91. Kein Mensch hat in den Kommentaren von faulen Lehrern gesprochen oder das sie überbezahlt sind. Fakt ist jedoch, dass die meisten Lehrer immer in diesem Beruf arbeiten werden und gearbeitet haben und keinen Vergleich zur Wirtschaft oder anderen Berufen herstellen können. Weder was das finanzielle angeht, noch was Inhalt angeht und deren Risiko in der heutigen Situation. Aus eigener Erfahrung und etlichen Lehrern im engeren Freundeskreis, weiß ich, wie der Beruf selbst gesehen wird und wie die Einschätzung dieser Stellung im Bezug zu anderen in der Gesellschaft gesehen wird. Sätze wie „endlich wieder homeschooling“ oder „ich müsste viel mehr verdienen“ oder „Lehrer sind unterbezahlt“ sind dort eher die Regel, als die Ausnahme. Wenn dann doch mal Gehälter auf den Tisch kommen und verglichen wird, dann machen sie plötzlich große Augen und Kommentare wie „davon kann man ja nicht leben“ oder „da würde ich ja mehr verlangen „ fallen dann. Oder zum Home schooling. Dann müssen die beiden berufstätigen Eltern das eben hinbekommen, ihre Kinder zu betreuen. Und dann muss man halt eine ruhige Umgebung schaffen, wenn da noch ein 2 jähriger rumspringt. Das die andere Arbeit aber auch weiterläuft und darauf auch keine Rücksicht nimmt, spielt hier wohl keine Rolle. Und dabei geht es nicht darum, dass man seine eigenen Kinder nicht betreuen will. Es gibt schlicht und ergreifend keine Lösung dafür, da niemand eine zufrieden stellend Lösung erhält. Alle sind gerade nun mal Teil dieser gesamten Katastrophe. Und jeder hat Sein Päckchen zu Tragen. Dabei hilft es leider nicht, einen Berufsgruppe zu entlasten und das auf Kosten der meisten anderen. Entweder gibt es ein ganzheitliches Konzept oder man lässt es. Die meisten anderen fallen auf jeden Fall nicht so weich wie Lehrer. Und das hat nichts mit Neid zu tun. Das ist ein Fakt, den dieser Berufsstand mit sich bringt.

    Die Frage ist doch viel eher, warum gibt es keine vernünftigen online Unterricht Konzepte? Warum bekommt die Schule das nicht geregelt? So könnten Lehrer ihren Beruf „ausüben“ und die Kids könnten zusammen lernen

    • Woher soll denn Ihrer Meinung nach die hohe Zahl der Seiteneinsteiger kommen, wenn nicht aus der Wirtschaft?
      Es gab Zeiten, in denen etwa 50% eines Hochschulstudienganges „auf Lehramt“ keine Planstelle erhalten haben und in der „Wirtschaft“ angeheuert haben. Der eine oder die andere ist nach Jahren zurück in die Schule, als sich der Stellenmarkt gedreht hatte.

      Der Post zeigt eher, dass Sie die Zusammensetzung der Kollegien nicht ansatzweise kennen. Dass es bei der Zusammensetzung von Kollegien unterschiedlicher Schulformen sogar erhebliche Unterschiede gibt. In den Schulformen der Sekundarstufe I ist der Anteil an Lehrkräften, mit einer Vergangenheit in der „Wirtschaft“ gegenüber Gymnasien und Grundschulen signifikant höher.

    • Auf die Frage, warum es keine vernünftigen Konzepte für den Online-Unterricht gibt, gibt es wirklich sehr viele Antworten:
      – Da gibt es zunächst mal Datenschutzprobleme. Wie Sie sicher wissen, sind engagierte LuL von Datenschützer verfolgt worden. Bis heute gibt es keine Positivliste, was erlaubt ist. Die datenschutzkonformen Möglichkeiten, die viele Länder ihren LuL und SuS bieten, wie z.B. Lernplattformen, sind nicht darauf ausgelegt, dass die SuS eines ganzen Bundeslandes gleichzeitig mit ihnen lernen.
      – Ein weiterer Grund ist, dass die meisten LuL nicht für das digitale Lernen ausgebildet wurden – weder als diese LuL selber noch SuS waren, noch im Studium, Praxissemester, Referendariat oder berufsbegleitend.
      Nach der Hisbus-Studie von Kleimann, Özkilic und Göcks kannten nur 33,9 Prozent der befragten Lehramtsstudierenden an ihrer Hochschule interaktive Lehrangebote, nur 16,1 Prozent virtuelle Seminare und Tutorien mit Telekooperation, nur 7 Prozent Televorlesungen, nur 1,2 Prozent virtuelle Praktika und Labore (2008, S. 71). Selber wahrgenommen haben die Studierenden solche Angebote noch seltener (ebd., S. 72). Elektronische Audio- oder Videoaufzeichnungen von Veranstaltungen, Blogs, Online-Tests und -Übungen, Web-Based Trainings, E-Portfolios, computergestützte Prüfungen und Wikis wurden ebenfalls sehr selten genutzt (ebd., S. 73 ff.).
      Vielleicht lesen Sie sich auch hier mal ein: https://www.vbe.de/fileadmin/user_upload/VBE/Service/Meinungsumfragen/2014_11_06_IT_an_Schulen_Auswertung.pdf
      Oder auch hier: http://www.initiatived21.de/wp-content/uploads/2016/11/D21_Schule_Digital2016.pdf
      – Ein weiterer Grund ist, dass die LuL vom Dienstherrn keine adäquate Hard- und Software gestellt bekommen. Arbeiten die LuL jedoch mit den eigenen Geräten sind wir wieder beim Thema Datenschutz.
      – Aber auch SuS verfügen nicht immer über die nötige Hard- und Software. Besonders hart betroffen sind kinderreiche Familien, in denen Eltern und Kinder parallel Home-Office machen müssen. Die Familien haben häufig nicht für jeden Familienangehörigen ein geeignetes technisches Gerät.
      Gerne lesen Sie sich ergänzend hier ein: https://www.bitkom.org/sites/default/files/file/import/BITKOM-Studie-Digitale-Schule-2015.pdf

      Leistung ist ein Ergebnis von „Wollen“, „Können“ und „Dürfen“. Dass die LuL wollen, ist sicher unstrittig. Problematisch sind die Faktoren „Können“ und „Dürfen“.

      Verantwortlich für diese Faktoren sind weder die Schulen noch die LuL. Gerade für den Bildungsweg der LuL trägt das jeweilige Bundesland die Verantwortung, das jeden Bildungsabschnitt unserer heutigen LuL (Primarstufe, Sek I, Sek II, Studium, Praxissemester, Referendariat und berufsbegleitende Fortbildungen) organisiert hat.

    • Sorry, „dem Brandbrief“ muss es natürlich heißen 🙂 die Diktierfunktion taugt anscheinend doch nicht so viel… 🙂

    • Ich glaube es gibt derzeit größere Probleme als Emailverteiler.
      Und dieser Lapsus ist sicherlich kein alleinstellungsmerkmal von Schule.

    • @stew

      Mein Beileid.
      (Das zieht einen runter, auch wenn verstorbene Erwachsene – manchmal noch Monate später – noch Post bekommen. Es zieht einen einfach immer runter.)
      🙁

  92. Bezüglich Person „WEIL“…. Einige Kritiker sollten sich vor ihren Kommentaren genauer informieren. Ich bin auch Lehrerin einer Grundschule und liebe meinen Beruf und meine Kids. Gern können einige Draufhacker sich bei dem Lehrermangel als Quereinsteiger bewerben. Bei dem Mangel würden wir gestandenen Lehrer uns sehr freuen. Aber Vorsicht! Nicht jeder Lehrer ist verbeamtet. Die alteingesessenen DDRler sind, auch ohne ehemaligem Parteibuch und vieler Westverwandten, die Deppen der Nation. Nicht nur für einige hier in der Kommunikation. Wir sind BEDIENSTETE DES LANDES und ohne 100%.
    Also, wenn der Beruf so lukrativ ist, dann frage ich mich, das ihr keine Lehrer geworden seid.

  93. Für alle Lehrer und Lehrerinnen zum Nachdenken. Keine Mutter setzt in der Regel die Kinder wissentlich einer Gefahr aus. Nein , wenn die Kinder in die Schule oder Kita gebracht werden, dann nur deshalb , weil sie in den systemrelevanten Berufen arbeiten. Wenn sie könnten, würden sie auch die Altenpflege, die Arbeit im Krankenhaus oder Supermarkt niederlegen. Wollt ihr das? Dann bitte schön. Aber beschwert euch nicht, dass der Axxx von Muttern nicht abgewischt wird oder kein Klopapier im Hause ist. Ich finde es einfach nur noch widerlich wie hier Berufsgruppen defamiert werden. Und ja es gibt Menschen, die Gutes tun und die deutsche Sprache nicht perfekt können. Warum wohl?

  94. Nachtrag: Obwohl ich auch zur Risikogruppe gehöre, betreue ich meine vier Enkelkinder am Nachmittag, damit die Eltern in systemrelevanten Berufen ihren Job machen können. Meine Tochter ist ebenfalls Risikopatient und steht ihren „Mann“ . Sie möchte die Kollegen nicht zusätzlich belastet und hat noch nie einen Tag auf Arbeit gefehlt, weil die Kinder krank waren. Oma hat ja Zeit und keine Angst. Bitte nehmt euch alle nicht zu wichtig. Übrigens war ich mehr 40 Jahre berufstätig. Und ein 8 Stunden Tag war nicht selbstverständlich.

  95. Ich bin komplett bei Ihnen mit der Meinung Überfüllung in denn Bussen und so weiter ,es reicht langsam die Politiker machen es sich gerade so wie es dennen past aber wir Schüler Leiden darunter es macht mehr kein Spaß im Klassen Zimmer zu sitzen und ins auf gut deutsch gesagt den Arsch abfeiern wir Abschluss schüller haben dieses und letztes Jahr viel mit gemacht die meisten haben Angst die Abschluss Prüfung zu schreiben. Ich bedanke mich Sehr an unsere Lehrer die immer führ und da sind auch an die Pflege Kräfte und Krankenschwestern und Ärzte.

  96. Ich muss hier wohl mal eine Lanze für die Lehrerschaft brechen.

    Freunde von mir sind Lehrer und machen schon immer ihren Beruf zur Berufung und umgekehrt.
    Sie schauen, wie sie das beste aus der Situation machen können, sie schauen, wie sie ihre Schüler weiter unterrichten und unterstützen können und suchen die Lösungen, die Politik und Schulwesen seit Jahrzehnten versäumt.
    Mir tut es für die Lehrer leid, die ihren Lohn dafür aufwenden müssen, dass sie überhaupt Lehrmaterial haben, dass sie Tafelkreide und Papier selbst zahlen müssen, dass Digitalisierung an vielen Schulen ein Fremdwort ist.

    Wann ist ein Schüler unmotiviert? Wenn der Unterricht ihn nicht erreicht. Da ist es egal ob digitalisiert oder Standard. Wenn Lehrer nach Jahrzehnten ausgebrannt sind. Wenn Eltern von ihren Kindern weniger Selbstverantwortung fordern. Ein Abschlussjahrgang sollte in der Lage sein sich sein Wissen selbst zu holen. Wann fangen die Familien in diesem Land wieder an, zu erkennen, dass Bildung hier ein so großes Privileg ist und jedem zur Verfügung steht. Sozial benachteiligte Kids werden es nutzen um aufzusteigen, oder stagnieren da wo sie hineingeboren werden. Das war schon immer so und wird sich nicht ändern.

    Alle die darüber meckern, dass Lehrer ja so wenig arbeiten, vergessen all die Zeit, die für Vorbereitungen, Nachbearbeitung, Korrekturen und Beschaffung von Unterrichtsmaterial draufgehen. Sie vergessen die schlaflosen Nächte, wenn Lehrer sich um ihre Schüler sorgen.

    Ich bin dankbar, dass meine Kinder Lehrer aus Leidenschaft haben. SIE haben digitalen Wege und Medien gefunden um die Kids zu unterrichten. SIE haben Lernpakete persönlich zu den Kids gebracht. SIE haben genauso wie wir eigene Kinder daheim zum Beschulen und Betreuen. SIE stehen morgens auf und motivieren ihre Klassen. SIE müssen genauso geschützt werden, wie alle anderen.

    Ihnen sollten wir den Rücken stärken und unter die Arme greifen, damit sie ihren Job machen können. Und dass sie das nicht bei Minusgraden und offenen Fenstern tun müssen.
    Nehmt eure Kinder in die Verantwortung, den das ist die Tugend, die sie nicht früh genug lernen können. Sie sind für ihr Leben genauso verantwortlich, wie Eltern, Lehrer und Gesellschaft. Ein Abiturient will seine Reifeprüfung ablegen und kann das nicht, weil es keinen Präsenzunterricht gibt? Bullshit, Autofahren geht, aber ein Buch in die Hand nehmen nicht? Einige müssen wohl an ihrer Wahrnehmung arbeiten.

    • Danke! Macht Mut, wenn Bemühungen gesehen und anerkannt werden 🙂

      Zum letzten Satz:
      So ähnlich geht es vielen Lehrern sicher oft durch den Kopf … was können die Schüler nicht alles – aber das Lehrbuch, das Heft, den Stift, das Passwort für die Lernplattform, die richtige Aufgabe… zu finden, ist dann zu viel verlangt?

      Allerdings muss ich auch immer wieder feststellen, dass erschreckend viele Kinder und Jugendliche das WIRKLICH nicht können!

      Ich fürchte, das liegt nicht (nur) an ihrer Selbstwahrnehmung, sondern an der Prägung (auch wenn der Begriff hier vielleicht nicht im biologischen Sinne ganz passend ist) durch unser Schulsystem (Stichwort: Lernen für Prüfungen/Noten), die (fehlenden) Anforderungen im Elternhaus (sehr viel wird vorgesetzt, alles ist leicht verfügbar, wenig Eigenverantwortung notwendig), die Überfrachtung mit (digitalen) Reizen schon sehr früh, das Fehlen dessen, was durch „Lernen mit Herz, Hirn und Hand“ eigentlich früh im Gehirn geschehen müsste.
      Mir kommen – lange vor Corona und Distanzunterricht schon – immer mehr Zweifel, ob sie in dieser „modernen“ Umgebung über diese Grundprägungen überhaupt noch verfügen können…
      Wie weit haben wir eine Umwelt für die Kinder geschaffen, die so früh so unpassende Reize vermittelt, dass diese verhindern, dass sich Denken und Fühlen und viele andere Grundkompetenzen überhaupt entwickeln können?

      Elternhaus und Schule sind heute vielfach nicht mehr Lebens- und Erfahrungswelt, in der sich Kinder vielfältig entwickeln können.
      Wir sind immerhin noch Menschen mit bestimmten Dispositionen und Anlagen, können nicht ganz aus unserer Natur heraus.
      Folgerichtig könnte das Nicht-Nutzen von Gelegenheiten wie Distanzunterricht dann auch Folge eines Fehlens von Lern-Gelegenheiten und/oder Folge eines „Überlebensreflexes“ mit Ausblenden ungewohnter Anstrengung und (vermeintlich) drohender Überforderung sein?

      All dies würde für eine neue Ausrichtung unseres Schulsystems sprechen – nicht zwangsläufig mehr digital, sondern unabdingbar mehr Beziehung, Begegnung, Lernen mit allen Sinnen, Entwickeln von individuellen Fähigkeiten… damit dann auch ein Umgang mit modernen/digitalen Möglichkeiten gelernt werden kann.

  97. Ich bin Lehrer und kann nicht im Ansatz den Text teilen. Ich kann dem Lockdown ganz viel Positives abgewinnen. Der Distanzunterricht klappt sehr gut. Mein Aufwand ist sehr gering. Die SuS finden meine Organisation klasse. Von mir aus, Distanzunterricht 4ever.

  98. Ich, Lehrerin in ersten Jahr (Zweitstudium nach Jahren in der Wirtschaft), werde für 75% der Arbeitszeit bezahlt (so sieht es mein Bundesland am Anfang vor), arbeite aktuell 120% in Form von Videokonferenzen, telefonischer und Emailbetreuung meiner eigenen Klasse und Eltern/SuS aus meinem Fachunterricht, Vor- und Nachbereitung meines Unterrichts, Korrekturen, Gesprächen mit KuK über Fußangeln und Optimierungsmöglichkeiten und dem Drücken von F5 weil die Lernplattform mal wieder abgestürzt ist.
    Offenbar habe ich das mit dem auf der faulen Haut liegen nicht richtig verstanden.

  99. Ich lese hier viel von Stress und lernen, müssen und druck. Faulen Lehrer*Innen und noch fauleren Eltern.Verpassten Chancen und nie wieder aufholbaren Defiziten……Eine Pandemie war nie einfach und ist nicht einfach. Keiner von uns kann in seiner „vorpandemischen“ Blase bleiben und das führt unweigerlich zu Stress. Doch der Mensch ist anpassungsfähig, wir besitzen die Fähigkeit zu lernen.Wir alle. Die Schulen und KiTas und Tagesmütter/väter sollten nur für tatsächliche NOT-Betreuung offen bleiben.Diese dann als eine(KiTa) bzw.mehrere ( Schule) Kohorten. Wo ist das Problem wenn Kinder/Jugendliche aus verschiedenen Klassenstufen ( max.10) in einer Notbetreuungsklasse sitzen? Mit Abstand und Hygiene. Wir brauchen Pfleger*innen,Ärzt*innen,Kassierer*innen etc.Der Rest incl.Verwaltungen gehen ins Homeoffice. Die Schüler*innen lernen Projektbezogen und Fächerübergreifend. Ich weiß es ist so nicht im Lehrplan aber was soll’s. Keiner braucht kurzfristig ,auswendig gelerntes,drei Wochen nach der Prüfung vergessenes Wissen! Das befähigt niemanden für irgendetwas.Nicht zum Studieren nicht für eine Ausbildung und schon garnicht für das Leben. Kluge Köpfe haben wir nicht erst seit unserem Bildungssystem. Es gab sie schon davor in wesentlich unruhigeren Zeiten.
    Liebe Lehrer*innen, nutzt die Zeit für weniger Druck,mehr Spaß,mehr Begeisterung an Wissen.Dann macht der Job auch wieder Spaß.
    Liebe Eltern, nutzt die Zeit um eure Kinder kennenzulernen, zu diskutieren, zu philosophieren, zu lachen, zu lesen und lasst euch ihre Welt zeigen.Dann ist Eltern Sein eine Freude und keine Strafe.

  100. Hach, hätte die Regierung nur einen Bruchteil der Milliarden € der Hilfsgelder für die Industrie in den Bereich Bildung gesteckt. Oder wenigstens in die digitale Infrastruktur. Dann wären viele Probleme weniger da. Wie sollen bei einer 16Mb/s Datenleitung mehrere Personen VK sein? Das ist hier auf dem Dorf leider so, dass es nicht mehr gibt.

    Oder ein paar Millionen in Lüftungsanlagen / Klimaanlagen. Auch was kurzfristig gemacht. Das wurde zum Leidwesen aller aber ausgesessen. Pulli mehr an und klatschen. Eltern und Kindern sollten sich spätestens da mehr als verar… vorgekommen sein.

    Es ist online für alle!! anstrengend. Ich ziehe jeden Morgen den Hut vor meinen Schülern, wie fleißig sie sind. Wie selbstständig sie geworden sind. Was für ein Zusammenhalt zwischen uns entstanden ist. Wie wir gemeinsam blöden können.

    Ich habe im Moment pro Woche ca. 20Überstunden. Stress pur ist das für mich. Jetzt gönne ich mir eine Pause, damit ich mich gleich noch einmal an den Schreibtisch kann. Die Kinder wünschen sich einen Wochenplan zu einem Thema. Konzeptarbeit und Fk Konferenz vorbereiten muss am Wochenende auch sein.

    Ach ja, Gesundheitsschutz für die Lehrer bedeutet auch Gesundheitsschutz für die Schüler. Ich will in die Schule, mit den Schülern arbeiten. Die Kinder auch. Aber keiner will bei 14°C Raumtemperatur arbeiten (die armen Kinder!). Ich will nicht permanent im Durchzug stehen. Ich will nicht krank werden. Ich will nicht verantwortlich sein, unwissentlich Kinder angesteckt zu haben. Ich will meine alten Eltern nicht anstecken.

    Seit bei uns im Ort die ganzen Schulen dicht sind (Dorf = viele Buskinder), und die Kitas wirklich runter gefahren sind, ist der Inzidenz von knapp 200 auf mittlerweile um die 50 gefallen. Es hat schon Sinn das Ganze.

    Ach ja, ich komme als Dipl.Ing. aus der Wirtschaft. Bin sogar nur angestellt. E11 bedeutet das.

  101. Warum sendet man diesen ehrlichen, authentischen Brief nicht an alle KM`s mit erbetener Stellungnahme?

    Warum können Eltern sich nicht mal um das kümmern was Sie in die Welt gesetzt haben?

    Warum gibt es so viele Trittbrettfahrer ohne eigene Meinung?

    Warum muss jeder seine Fresse aufreißen und Kommentare abgeben von dem er/sie keine Ahnung haben….weil er sie sie noch nie praktiziert haben.

  102. Richtig. Wer Kinder hat, muss sich darum kümmern . Dank Homeschooling hat unsere Tochter viel gelernt und unser Sohn ist faul wie immer. Die Pandemie bringt alles ans Licht. Gesundheit geht vor Noten. Der Notendruck selbst im Homeschooling ist für mich nicht zu verstehen. Es gibt aktuell Wichtigeres als Noten.

  103. Liebe Lehrer*innen,

    ich bin Journalistin und arbeite für das ARD-Politmagazin Kontraste. Wir möchten uns in der kommenden Sendung mit den spontanten Schulöffnungen – auch aus Perspektive der Lehrkräfte – beschäftigen. In Sachsen und anderen Teilen Deutschland sollen die Schulen ab Montag wieder geöffnet werden. Wie geht es Ihnen damit? Ich freue mich, wenn Sie Ihre Erfahrungen mit uns teilen möchten.

    Freundliche Grüße,
    Pune Djalilehvand

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