Bremer Bildungssenatorin unterläuft den Gipfelbeschluss – sie empfiehlt Eltern, ihre Kinder in die Schule zu schicken

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BREMEN. Die Ministerpräsidenten und die Bundeskanzlerin haben sich am Dienstag darauf verständigt, den Schul- und Kitabetrieb drastisch herunterzufahren. «Aufgrund der hohen Infektionszahlen blieb aber keine andere Lösung, als Präsenzpflicht auch für die Schulen für die nächste Zeit aufzuheben», so bekräftigte die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer gestern in Berlin. Der harte Beschluss sei «absolut notwendig» gewesen – angesichts des Infektionsgeschehens. Die Bremer Bildungssenatorin Claudia Bogedan (SPD) ermuntert Familien derweil, die Vorgabe zu unterlaufen. „Ich kann allen Eltern nur empfehlen, ihre Kinder in die Schule zu schicken“, sagt sie. Bremen hat, anders als die meisten anderen Bundesländer, den Präsenzunterricht nicht ausgesetzt.

Schickt ihre eigenen Kinder zur Schule: Bremens Bildungssenatorin Claudia Bogedan (SPD). Foto: Pressestelle der Senatorin für Kinder und Bildung

„Wir müssen einerseits gucken, dass wir dem Infektionsschutz gerecht werden und nicht Kitas und Schulen zu Orten werden, wo die Infektion unkontrolliert weitergegeben wird. Und gleichzeitig muss ich dafür sorgen, dass die weitere Zukunft der Kindern und Jugendlichen nicht gefährdet wird durch eine zu große Beschneidung von Bildungszeit und Bildung“, so erklärte Bogedan in einem Interview mit Radio Bremen. „Sowohl in den Kitas als auch in Schulen findet ja eine vollumfängliche Bildung statt, das heißt, es gibt Bewegungsangebote, man kommt mit anderen Kindern in Kontakt. Das alles fördert ja ein gesundes Wohlergehen. Es geht nicht nur um die Frage der nackten Wissensvermittlung, sondern es geht um das gesamte Wohlbefinden.“

„Wir müssen auch dafür Sorge tragen, dass Kindern grundsätzlich ein gutes Aufwachsen ermöglicht wird“

Weiter sagt sie: „Wir haben dramatische Berichte über die Zunahme von Depression bei Kindern, wir haben dramatische Berichte über Zunahme von Fettleibigkeit, wir haben dramatische Berichte über Suchterkrankungen und wir haben auch leichte Tendenzen, was Gewalt gegen Kinder betrifft. Wir müssen auch dafür Sorge tragen, dass Kindern grundsätzlich ein gutes Aufwachsen ermöglicht wird. Und deshalb, glaube ich, ist es wichtig, dass wir ihnen den Zugang und die Teilhabe zu Bildung in Kitas und Schulen ermöglichen.“ Und die Regelung für Bremen sei vor dem Hintergrund ein guter Kompromiss.

Was gilt in Bremen?  Die Anwesenheitspflicht in der Schule bleibt – entsprechend dem Ergebnis des Bund-Länder-Gipfels – bis zum 31. Januar ausgesetzt. „Schülerinnen und Schülern der Klassen 1 bis 6 wird eine Teilnahme am Präsenzunterricht ermöglicht und empfohlen, der Klassen 7 bis 9 ein Distanz- und Präsenzunterrichtsangebot. Für die Abschlussklassen gibt es Unterricht im Wechselmodell“, so heißt es auf der Seite der Bildungsbehörde.

Ein Sonderweg? „Im Moment ist es so, dass es tatsächlich 16 Sonderwege gibt. Die Regelung, die gestern getroffen worden ist, führt zu unterschiedlichen Regelungen in allen 16 Bundesländern. Man muss sagen, dass das vielleicht auch gerechtfertigt ist. Die Lagen in den Bundesländern sind so absolut unterschiedlich. Auch die Ausgangslagen, was das Infektionsgeschehen betrifft. Wir haben im Süden Deutschlands Landkreise mit Inzidenzwerten über 600. Da sind wir mit unseren knapp unter 100 doch sehr, sehr weit von entfernt. Und auch das erlaubt ein unterschiedliches Vorgehen und macht es auch plausibel“, antwortet Bogedan.

Warum hält Bremen die Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts für den Schulbetrieb nicht ein?

Auch in anderen Bundesländern, etwa Hessen, läuft der Präsenzunterricht weiter. Andere, etwa Baden-Württemberg, haben angekündigt, bereits Mitte des Monats wieder Unterricht in den Schulen anbieten zu wollen. Warum allerdings Bremen die Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts nicht befolgt, ab einem Inzidenzwert von 50 die Abstandsregel und generelle Maskenpflicht im Unterricht einzuführen, obwohl diese Empfehlungen doch gerade ein an das Infektionsgeschehen angepasstes Handeln erlauben, dazu sagt Bogedan  nichts. Der Inzidenzwert in Bremen liegt aktuell bei 75,2.

Stattdessen: Sie übernehme „sehr gerne“ die Verantwortung für ihre Politik weit offener Schulen. Wörtlich: „Ich kann allen Eltern nur empfehlen, ihre Kinder in die Schule zu schicken. Ich sage das ganz offen. Ich bin so fest davon überzeugt, dass wir so viel dafür tun, Schulen und Kitas zu – so weit es geht – sicheren Orten zu machen. Die Alternative, wo es nur sicherer ist, ist es, wenn die Kinder zu Hause eingesperrt sind. Und das ist nur sicherer vor dem Hintergrund des Infektionsschutzes. Die Folgen, wenn Kinder keine sozialen Kontakte mehr pflegen können, wenn sie sich nicht bewegen können, sind dramatisch.“

Karliczek: Schulen sind vielleicht keine Treiber der Pandemie – sie sind aber Teil des Infektionsgeschehens

Weiter betont sie: „Ich bin für diese Haltung vielfach verprügelt worden. Es ist keine Haltung, die ich mir irgendwie leicht mache, sondern das ist eine wohlüberlegte und eine, die sich sehr intensiv auch mit der Daten und Fakten auseinandersetzt. Ich will aber auch die Ängste der Eltern ernst nehmen. Denn auch das erreicht mich natürlich vielfach, dass es einfach viele Eltern gibt, die in großer Sorge sind. Es ist ein Kompromiss, der die Sorgen ernst nimmt und trotzdem ein gutes Bildungsangebot aufrechterhält.“ Sie selbst schicke ihre beiden Kinder zur Schule – auch dann, wenn sie allein im Unterricht säßen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder hatten am Dienstag vereinbart, die in den Ländern seit Mitte Dezember geltenden Corona-Regeln an Schulen und Kitas bis Ende Januar fortzuschreiben – also möglichst keinen Präsenzunterricht und Kitabetreuung nur, wenn es sein muss. Für Abschlussklassen sind Ausnahmen möglich. Man müsse in der derzeitigen Lage alles daransetzen, Kontaktmöglichkeiten zu reduzieren, zudem müssten Infektionsketten wieder nachvollziehbar sein, sagte Demmer. Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) bezeichnete die Maßnahmen ebenfalls als notwendig. Schulen seien vielleicht keine Treiber der Pandemie, sie seien aber Teil des Infektionsgeschehens, sagte sie am Mittwoch. News4teachers / mit Material der dpa

Kommentar: Wir werden viel verzeihen müssen? Die Liste wird immer länger…

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73 KOMMENTARE

  1. Man glaubt es ja nicht, dass es immer noch Politiker*innen gibt, die die Infektionsgefahr bei Kindern herunterspielen. Vielleicht sollte sie sich mal mit den Statistiken des RKI bzgl. der Inzidenz bei Kindern und Jugendlichen beschäftigen! Ehrlicherweise hätte ich eine solche Haltung eher unserer Frau G. zugetraut. Die hat mich gestern tatsächlich zum ersten Mal positiv überrascht und ich bin extrem dankbar dafür, dass auch GS auf Distanzunterricht umstellen dürfen.

    • Frau Gebauer ist mit Sicherheit nicht zur Einsicht gekommen, sondern hat von Herrn Laschet „eine klare Ansage“ bekommen. Der möchte sich nämlich sicher gut positionieren im Hinblick auf den CDU-Vorsitz und seine Kanzlerambitionen. Dafür muss es jetzt in NRW mal ansatzweise „rund“ laufen.

      • Vielleicht war Laschet gestern auch nicht selbst da. Gebauer sollte die ihr missliebige Entscheidung schön selbst verkünden.

      • @Dawi. Ich sehe das wie Sie. Frau Gebauer wirkte gestern bei der Pressekonferenz nicht so, als verkünde sie einen Beschluss, von dem sie wirklich überzeugt ist. Aber wie auch immer es zu dieser Entscheidung gekommen ist: Ich finde ihn sehr vernünftig.
        Frau Bogedans Verlautbarung aus Bremen – geht gar nicht!!

    • Kultusminister/innen, die die derzeitige Lage nutzen, um sich zu profilieren, sind ein gravierendes Problem. Es scheint nur allzu verlockend, die corona-bedingte Öffentlichkeit für das eigene Fortkommen in der Politik-Karriere zu nutzen.

  2. Einen Sonderweg kann man das eigentlich nicht nennen, eher eine andere Prioritätensetzung. Ich überblicke es kaum, aber in allen möglichen Bundesländern gibt es doch jetzt wieder alle möglichen Abweichungen und Varianten zum „Merkel-Beschluss“, die Schulen sollen bis zum 31.01. zu bleiben. Macht es denn überhaupt ein Bundesland so? Ich komme nicht mehr hinterher!

      • Ich vermute – wie oben bereits gesagt – , dass das primär an Herrn Laschets Bewerbung um den Parteivorsitz liegt. Das könnte sich also schon am 17.01.21 wieder ändern …

  3. Also bei einer solchen Haltung weiß ich nicht wie wir auf einen Inzidenzwert von unter 50 kommen wollen.

    Ich bin gerade bisschen erschüttert.

    Das Zitat:
    Wir müssen auch dafür Sorge tragen, dass Kindern grundsätzlich ein gutes Aufwachsen ermöglicht wird.

    Klingt merkwürdig. Gehört Gesundheit und eine Familie mit Eltern und Großeltern nicht dazu?
    Was wenn die britische Variante wirklich ansteckender ist und auch vor allem die kleinen betrifft? Dann wurde definitiv nicht genug Sorge dafür getragen.

    • Nein, die Kinder können ausschließlich aufwachsen, wenn sie in Schulen und Kitas gehen! So die Behauptungen. „Dramatische Folgen“ heißt es…

      Das heißt im Umkehrschluss, viele von uns, ggf. wir alle, die etwas älter sind, sind degenerierte Wesen, die alle nicht gebildet und falsch aufgewachsen sind, weil wir nicht in Kitas gegangen sind und die hauptsächliche Erziehung noch zu Hause stattgefunden hat.

      Also gesundes Aufwachsen nur möglich in Kita und Schule!

      Mit Verlaub, das ist kompletter Blödsinn und bleibt kompletter Blödsinn.

      Ironie an: Ich merke aber auch, dass meine motorische Entwicklung wirklich nachlässt, weil ich mal ein paar Wochen nicht in die Schule gehe. Ich kann kaum noch laufen und weiß nicht mehr wie man einen Stift hält. Auch sprechen fällt mir immer schwerer. Fett bin ich auch, denn das liegt auch daran, dass ich nicht in die Schule kann und in paar Wochen „Blitzfett“ angesetzt habe. Und vor allem, dafür fordere ich am meisten, dass Schulen wieder einfach öffnen sollen, ich fühl mich gerade irgendwie nicht so gut, habe schlechte Laune. Das geht gar nicht – Lieber paar Tote mehr als dass ich schlechte Laune ne Zeit lang aushalten müsste! Ich will auch lieber Freunde treffen und spielen, das ist jetzt wichtiger als meine eigene Gesundheit und natürlich die der blöden anderen…. Sonst kann ich mich halt nicht richtig entwickeln, das muss man verstehen! Und ne Tüte Kekse hätte ich auch noch gern, aber bitte die mit dick Schokolade drin 🙂

      • @Thomas Schultz

        Ist das tatsächlich Ironie? – Mit entsprechend … „alternativ vernunftbegabten“ Persönlichkeiten könnten Sie bestimmt lange und ernsthaft (ja, das würde schwierig) darüber diskutieren …

        Alternativ können wir uns die Schokokekse teilen und gehen danach noch im nächsten Supermarkt ne Packung Eis klauen:
        Das kommt von den Corona-Schulschließungen – vorher waren wir keine „Westentaschen-Langfinger“, dass ist einfach die „Ich-darf-jetzt-mal-ein-paar-Tage-nicht-in-die-tolle-Schule-Müdigkeit“ und ihre Spätfolgen …
        (Kommt natürlicher Weise nach der bisher üblichen „Schulmüdigkeit“, an der manchmal schon Erstklässler !!! „leiden“ sollen … Verrückte Welt, das.)

      • Hallo,

        Meine Kinder wollen gar nicht in die Schule. Die haben Angst, dass sie sich und dann vielleicht mich (bin autoimmunkrank) anstecken. Ihre Psyche wäre mit Präsenzunterricht deutlich mehr belastet. Interessiert das wen? Nein.

        Und, es gibt doch auch Länder (gut, im bekanntesten wurde gerade das Kapitol gestürmt, vielleicht ist das eine Land jetzt nicht das allerbeste Beispiel), da darf man vom Haus aus Home schooling machen. Und die Kinder leben auch alle noch. Erst auf einem Instagram Account was gelesen von einem Mann aus dem ehemaligen Jugoslawien, der schrieb, man solle sich doch jetzt bitte nicht ins Hemd machen. Er wuchs im Krieg auf (!), hatte vier Jahre gar keine Schule und jetzt hat er einen Hochschulabschluss. So sehe ich das auch. Wegen einem Schuljahr doch bitte nicht Lehrer, Eltern und Schüler verheizen unter klangvollen Namen wie Bildungsgerechtigkeit und „Kinder brauchen zwingend andere Kinder, immer, sonst wird aus ihnen niemals was, Psyche!!“ Lebt es den Kindern doch einfach vor. Als Erwachsener nicht permanent jammern, wie schrecklich eingesperrt man ist, dass man nix mehr darf, alles doof!!1! Sondern die Gesäßbacken zusammen kneifen und das beste draus machen. Wie wir Eltern mit der Situation umgehen, das prägt die Kinder. Wenn man sie natürlich permanent dran erinnert, dass es ja viel schöner wäre, wenn sie jetzt mit ihren Freunden spielen, ins Hallenbad oder zum Reiten gehen könnten… Ja klar, dass die Kinder dann grantig und traurig werden!

        • Danke für Ihre Worte!

          Ich sehe das auch so, ein verkorkstes Lernjahr – was ist das schon? Viele Kinder entscheiden sich auch ohne Corona dafür und keinen hat es bisher interessiert – außer: Lehrer mach ma.

          Die nächsten Jahre werden sicher ganz anders verlaufen müssen, als bisher. Doch verloren haben nur die, die es nie kapieren.

          Auch mit der Vorbildrolle der Eltern haben Sie Recht. Ganz klar eigentlich (der älteren Generation), doch offensichtlich doch nicht klar. Gejammer steckt an und überträgt sich. Konstruktiv mit der Situation umgehen, liebe Eltern, habt Vertrauen, schaut im Netz (kurz!) nach Ideen, was alles mit euren wirklich tollen Kindern möglich ist. Gebt euch und ihnen die Chance, sich richtig kennenzulernen. Lest euch gegenseitig was vor – Netz aus! Sprecht miteinander, spielt elektrolose Spiele, malt, zeichnet, kocht und backt, putzt, kuschelt, träumt, bringt dem Hund Kunststücke bei und euch auch! Backt Glückskekse, schreibt BRIEFE per Post an Oma, Opa, Tante….. die freuen sich bestimmt. Auch wenn sie im selben Ort wohnen.
          Macht euch allen klar, welcher Sinn hinter den harten Maßnahmen steckt – genau das, was ihr wollt. Freunde treffen, ins Kino gehen, ….. und haltet durch!

        • @Risikomama: sehe ich genauso! Bildung lässt sich nachholen, das Leben nicht! Zumindest die Präsenzpflicht sollte in PANDEMIEzeiten ausgesetzt bleiben.

  4. Auch die anderen Bundesländer, vor allem im Süden, hatten einmal die Inzidenzwerte bei knapp 100. Und damals gab es noch keine Virusmutante. Manche Menschen müssen halt mal selbst hart (…) fallen, damit sie es begreifen.
    Ob dann, wie im Interview gesagt, auch die Verantwortung für schwer erkrankte Kinder übernommen wird, wage ich zu bezweifeln.

    In Schweden und GB sind sogar die Kinderstationen mittlerweile voll. Wie kann das nicht mitgedacht werden?

    Ein Freind sagte: „Die Kultusminister*innen treiben uns in den Ruin. Die Sache muss ihnen dringend abgenommen werden, aber ganz schnell. Sie sind nicht mehr ministerabel und offensichtlich nicht mehr zurechnungsfähig. Da muss Frau Merkel sich etwas einfallen lassen. Wenn sie das durchgehen lässt, wird sie von niemandem mehr ernst genommen.“

    Normalität bei solch explodierenden Zahlen ist ein Anspruch, der nicht mehr aufrechtzuerhalten ist.

  5. „Schulen seien vielleicht keine Treiber der Pandemie, sie seien aber Teil des Infektionsgeschehens, sagte sie am Mittwoch.“

    Die Frau hat es auch noch nicht verstanden.

    Wie viele Kontakte hat eine Familie mit zwei Schulkindern? Wenigstens 60…

    Wie viele Kontakte hat diese Familie darüber hinaus, wenn sie sich an die Vorgaben hält? Wenn alle arbeiten gehen, vielleicht 10-20, wenn alle im Homeoffice sind, wohl eher 2-5.

    Um den R-Wert DEUTLICH zu senken, müssen die Kontakte deutlich reduziert werden. Das geht NUR noch über Schulschließungen, denn alles andere ist ja sehr stark eingeschränkt.

    Glücklicherweise haben einige KM das nun verstanden oder wurden dazu gezwungen, es zu akzeptieren.

    In Bremen scheint das nicht der Fall zu sein… da scheint das Ziel eher darin zu bestehen, die Inzidenz in Richtung der Werte aus Sachsen oder Thüringen zu treiben.

    Einen kleinen (aber für die Opfer sehr teuren) Vorteil hat die unterschiedliche Politik der Bundesländer aber: Man sieht dann endlich, welchen Einfluss die Schulschliessungen wirklich haben.

    • „Einen kleinen (aber für die Opfer sehr teuren) Vorteil hat die unterschiedliche Politik der Bundesländer aber: Man sieht dann endlich, welchen Einfluss die Schulschliessungen wirklich haben.“

      SARKASTISCHE ANTWORT:
      MIST, da zählen wir bei Herrn Tonne/Weil leider zu den Versuchskaninchen bei täglich 100 (erzwungenen) Kontakten im Abijahrgang.

      Bei den heutigen (07.01.) neuen Fallzahlen in Nds.von 2116 , haben wir vielleicht die Chance(?) auf wieder schnell steigende Inzidenzen in Nds., damit die Herren von den Realitäten schnell zum Handeln gezwungen werden!
      Dann hoffentlich zum richtigen Handeln!!!

    • Schulschließungen sind es nicht, da die Förderschulen alle weit offen sind….seit 4.1.21, aber keiner spricht drüber…

  6. Auch hier wird Eltern und uns allen wieder eingeredet, Betreuung und Erziehung durch die Eltern sel ldeiglich eine Verlegenheitslösung, nur in den KiTas und den Schulen könne man das richtig.
    Klar, dass Eltern da irgendwann selbst glauben, sie enthielten ihren Kindern etwas vor, wenn sie sie selbst erzögen.
    Nein, ich bin kein Fan von Frau Kelle o. ä. Personen!

    • Johannes,

      volle Zustimmung.
      Für alle, die bzgl. ihrer elterlichen und gesellschaftlichen Verantwortung noch über sowas wie einen eigenen inneren Kompass verfügen:

      https://www.openpetition.de/petition/online/bildungsgerechtigkeit-und-gesundheitsschutz-in-der-pandemie

      Liebe Frau Bogedan, es gibt sie wirklich noch! Eltern, die tatsächlich Freude daran haben, Tage ohne Schule für ihre Kinder sinnvoll zu gestalten. Erst recht, wenn sie dadurch Menschenleben retten.
      Naherholungsgebiete, Kinderliteratur und -Filme, skypen mit Oma, Opa und Freunden, gemeinsam kochen… geht das alles in Bremen nicht? Dass die bezahlten Urlaubstage für uns Eltern erhöht worden sind, haben Sie das in Bremen mitbekommen?

  7. Super. Was hat den bitte diese Lady zum Frühstück gehabt? Ne Flasche Prosecco? Toll, dass sie sich freiwillig als „Prügelknabe“ hergibt. Ein Schelm, wer da Böses denkt. Eigentlich fällt einem dazu nichts mehr.

  8. Frau Bogedan hat anscheinend zu heiss gebadet und die Worte der Wissenschaft immer noch nicht verstanden.

    Darf diese Dame persoenlich verklagt werden und in Regress genommen werden????
    Waere ich sehr dafuer!!!!

    Sie uebernimmt Verantwortung fuer ihre Politik? Das ich nicht lache!!! Am Ende versteckt sie sich hinter ihrem Amt, wie alle anderen auch!!!Nur dann war es wieder auf Kosten der Gesundheit und/oder mit Todesfolge.

    Die rafft es einfach nicht!!!! Die Zahlen sprechen eigene Worte und das sollte doch auch diese Dame lesen koennen, zusaetzlich in Verbindung mit der neuen Mutation des Virus.

    MENSCHEN IN UNSEREM LAND HABEN ANGST, der Lockdown bedeutet schon starke Einschraenkungen fuer jeden von uns, ist jedoch in Bezug auf Schutz der Menschen notwendig.

    Es gibt keine zugelassene Massenverantstaltung mehr in Deutschland, AUSSER DIE BILDUNGSEINRICHTUNGEN!!!

    Dann schaltet in den KM’S doch mal Euer Hirn ein und zaehlt eins und eins zusammen bei den Zahlen, vielleicht klappt es ja und ihr kommt zu einem Ergebnis, das in Eure Verantwortung faellt.

    Diese angeblichen Luxuserkrankungen, die jetzt von dieser Dame vorgeschoben werden sind als Begruendung in meinen Augen lachhaft in Bezug auf die Pandemie.
    Ich moechte Depression, Fettleibigkeit, Suchtverhalten nicht herunter spielen, nur zum einen ist jeder Mensch auch ein Stueck in der Selbstverantwortung und kann an seiner persoenlichen Gesundheit arbeiten und ich denke, bestimmte Erkrankungen kann man behandeln,BEI CORONA MIT FOLGEERKRANKUNGEN UND/ODER TOD SIEHT ES IM MOMENT NOCH AEUSSERST SCHLECHT AUS!!!!

    Wenn Frau Bogedan Verantwortung fuer ihre Politik uebernimmt, dann bitte mit allen Konsequenzen inkl. der Moeglichkeit der Menschen sie persoenlich zu belangen z. B. bei einer Erkrankungen mit schweren Folgen Regressansprueche stellen zu duerfen und/oder Todesfolge.
    Dann soll nicht das Amt und/oder die Politik die Verantwortung tragen, sondern diese Dame persoenlich, wenn sie es selbst so sagt!!!!

    • @Besorgte Mutter
      „Dann schaltet in den KM’S doch mal Euer Hirn ein und zaehlt eins und eins zusammen bei den Zahlen, vielleicht klappt es ja und ihr kommt zu einem Ergebnis, das in Eure Verantwortung faellt.“

      Sorry, was ist von Juristen (=KuMis) zu erwarten. Juristen – flappsig bezeichnet als Rechtsverdreher – haben im Rahmen ihrer juristischen Ausbildung gelernt, Fakten zu verdrehen, um ihre Ziele zu erreichen.
      … und je besser sie es gelernt haben, desto einfacher sind sie in der Politik die Leiter hochgefallen.

      Auch wissenschaftliche Daten sind Fakten. Für Juristen nichts einfacher als das, auch diese zu verdrehen und juristisch unverbindlich in alle Richtungen auszulegen – dies ist doch der eigentliche Job eines Juristen, nicht sich als KuMi für Verbesserung von Bildung, Digitalisierung der Schule etc. einzusetzen -.

  9. Hat sich die Dame eigentlich Gedanken gemacht, wie viele Eltern sich bereits bei ihren Kindern angesteckt haben? Darüber wird ja keine Statistik geführt. Allein in meinem Freundeskreis sind es einige. Und ich habe auch von Freunden gehört, dass Eltern in ihrem Bekanntenkreis verstorben sind – die beiden Verstorbenen waren zwischen 45 und 51 Jahre alt. Und dies ist keine „Friend-of-a-Friend-Told-Me“-Geschichte. Leider.
    Frau Bogedan kapiert es vermutlich wie viele Coronaverharmloser erst, wenn entweder sie selbst schwer erkrankt oder jemand in ihrem unmittelbaren Umfeld. Traurig ist so etwas. Einfach nur traurig. Zumal die Depressionen bei Kindern zunehmen werden, weil die Pandemie durch solches Verhalten Fahrt aufnimmt und dann der Lockdown noch längern dauern muss, um Schlimmstes zu verhindern.

    Tja, da bleibt uns jetzt nur ein Lobgesang auf „dat Steffi“ Hubig, Gebauer und Rabe. Die drei hatten das Infektionsgeschehen an Schulen am stärksten zu vertuschen versucht, haben nun aber offenbar eingesehen, dass dies kein guter Weg ist, sondern einer, der mit schlimmen Folgen für die Bevölkerung einhergeht.

    • Sie sagen: „Darf diese Dame persoenlich verklagt werden und in Regress genommen werden????
      Waere ich sehr dafuer!!!!“

      Und ich wäre dafür, dass jeder das selbst tut, anstatt andere anzustacheln.

    • Eher für ihre politische Karriere. Zumindest für Hamburg kann ich sagen, dass der Rabe unter Druck geraten ist – von allen Seiten und dass erst, nachdem es öffentlich gemacht wurde. Ich kann nur jedem Gewerkschaftsmitglied raten, auch die eigene Gewerkschaft unter Druck zu setzen. Die sollen unsere Interessen vertreten.

      • Klar, Rabe, Hubig und Gebauer haben natürlich nur reagiert, weil Lehrer, Eltern und ihre Interessenvertreter die Verschleierungspolitik der Genannten in wochenlanger Arbeit „enttarnt“ haben und die MPs merkten, dass die rhetorischen Konstrukte ihrer KuMis nicht mehr zu halten sind und das Infektionsgeschehen aufgrund fehlender Schutzmaßnahmen in Schulen explodiert ist. Sonst hätten sie weiter gemacht wie bisher.

        Ich bin auch sehr gespannt, wie es in zwei, drei Wochen in RLP weitergehen wird. Wenn dann Schulen wieder ohne RKI-Präventionsmaßnahmen geöffnet werden, dann ich ich schwarz. Dann werden wir in die nächste Welle schaukeln. In RLP soll ja vielleicht sogar schon in der letzten Januarwoche eine Öffnung erfolgen – was aus meiner Sicht zu früh wäre – Merkel hat sich diese Lösung der Schulschließungen bis Ende Januar ja nicht ohne Verstand überlegt.

      • @Teacheress: Die Gewerkschaft spielt lieber Opposition der Landesregierung und handelt im Interesse der Eltern und Kinder.

        Ich glaub, die wissen nicht einmal, was Ihre Aufgabe ist.
        Die GEW und die Verbände enttäuschten in dieser Pandemie mehr als die Kultusminister*innen.

  10. Das verantwortungslose Handeln einer amtierenden Politikerin in Bremen ist erschütternd.
    Ein Besuch von Frau Bogedan auf einer Intensivstation in einem Bremer Krankenhaus könnte vielleicht ihren Horizont erweitern und eine realistische Einschätzung ihrer Aufforderung alle Kinder in die Schulen zu schicken relativieren.
    Es gibt eine Verantwortung auch für alle Beschäftigte in den Schulen, die mit keinem Wort erwähnt werden. Eine sogenannte Fürsorgepflicht.
    Ich halte die Entscheidung, die Schulen zu schließen, bis die Virusentwicklung erkennbarer ist, für richtig.

  11. Lustig…. Der Zweite ist noch nicht überstanden und diese Dame arbeitet schon am dritten Lockdown. Dieser wird ihr dann zuzurechnen sein. Ob sie dafür wohl die Verantwortung übernimmt?
    Die Engländer haben ja wirklich unmissverständlich vor der Verbreitung der Virusmutation in Schulen gewarnt. Momentan ist nicht der beste Zeitpunkt für Experimente!

    Mein Mitgefühl mit den Bremer Kollegen! Eltern und Schüler muss man in diesem Fall ja nicht bedenken… An ihnen liegt es ja jetzt, ob diese Frau mit ihrem Irrsinn durchkommt!!!

  12. „man kommt mit anderen Kindern in Kontakt. Das alles fördert ja ein gesundes Wohlergehen. “

    Das passt während einer Pandemie leider so gar nicht zusammen, diese KM wird es wohl auch nicht verstehen.
    Immerhin geht sie offensichtlich mit Ressourcen schonend um, sofern es ihre eigenen kognitiven Ressourcen betrifft! (Sorry, man möchte solchen ZeigenossInnen noch viel mehr sagen, aber alles was man da noch sagen möchte, verbietet die eigene Erziehung und es würde diese Leute doch nicht ändern …)

    Für alle, die es immer noch nicht verstanden haben, einfach und anschaulich erklärt:
    https://www.zdf.de/verbraucher/volle-kanne/dr-christoph-specht-corona-update-vom-4-januar-2021-100.html

    Danach gut überlegen:
    Wie heiter und gesund wachsen Kinder auf, wenn sie selbst und ihre Kernfamilie zwar „verschont“ bleiben sollten, aber zukünftig (auch irgendwann „nach“ Corona) BFFs in der Schule/im Verein/… nicht mehr auftauchen, weil
    a) sie dauerhaft gesundheitlich geschädigt sind und nicht mehr an einer „Regel“(haha)beschulung teilnehmen können
    b) verstorben sind?

    • „man kommt mit anderen Kindern in Kontakt. Das alles fördert ja ein gesundes Wohlergehen. “

      Ich schmeiß mich weg. DAS ist DAS PROBLEM, werte Frau Bogedan.

      Was mir ein Rätsel ist, …., ist es eine Art Mutprobe für KuMis oder ist sie noch auf Probe und muss demzufolge ersteinmal das machen, was bisher alle anderen auch (falsch, verantwortungs- und fürsorgelos, …. ) gemacht haben? Gehört das zur Ausbildung dazu? Ist eigenes Denken verboten?

      Selbst SH ist im SLD – auch wenn ab heute die Notbetreuungen in den GS losgingen und ab Montag die 9ten, 10ten und weitere Abschlussschüler – auf ABSTAND – mit MASKEN – zur Schule kommen.

      Wie war das? Entweder wir schließen die Schulen oder Corona schließt die Schulen.
      In Bremen wird bald alles dicht sein – zu einem seeeeehr hohen Preis.

      • „man kommt mit anderen Kindern in Kontakt. Das alles fördert ja ein gesundes Wohlergehen. “

        Ich musste soooooo lachen! Schon mal etwas von Kontaktbeschränkungen gehört? Die gute Frau blickt es irgendwie nicht. Nachsitzen mit Drosten oder Androhung auf Zuordnung in das Paralleluniversum der Querdenker.

        • Das psychiche Wohlergehen wird eben höher bewertet als das physische Wohlergehen – letztlich ist eben alles eine Frage des Standpunktes und der Perspektive.

          Das Problem der KuMis ist, dass sie einen Erfahrungshorizont mit einem gegen Null gehenden Radius für einen wissenschaftlich abgesicherten Standpunkt halten. Die KuMis sind halt die führenden Nullen vor einer großen Zahl von Lehrkräften und Schüler*innen.
          Mathematisch gesehen sind führende Nullen kein Problem, weshalb sie in der Regel eben weggelassen werden, da sie am Zahlenwert nichts ändern. Sie sind halt so überflüssig wie im Nach-Komma-Bereich nach dem letzten Zahlenwert. Lediglich bei Preisangaben machen sie einen Sinn, da die Mehrheit der Menschen sich daran gewöhnt hat, Geldbeträge mit zwei Nach-Komma-Stellen anzugeben. Also 1,5 Meter versteht jeder, aber 1,5 EUR ist dann eher ungewöhnlich und würde viele irritieren.

          btw der Erkenntnisgewinn der schulminister*innen verhält sich umgekehr proportional zum R-Wert. Also je höher der r-Wert ist, desto weniger verstehen sie, was eine sinnvolle Maßnahme für einen angemessenen Schulbetrieb ist.
          Die sinnvollste Maßnahme wäre ja, je höher der R-Wert desto weniger SuS dürfen in der Schule sein; R-Wert größer 1 bedeutet dann, Null SuS in der Schule.

  13. Noch so eine mörderische Haltung, die viele Menschenleben kosten wird. Sind eigentlich alle Bildungsminister Corona-Leugner?

    Das ist unfassbar menschenverachtend.

    • „mörderische Haltung“…..“menschenverachtend….“…“unfassbar“, heißt es diesmal erneut.

      Ich fürchte, der Überbietungswettkampf im Beschimpfen ist kaum mehr steigerungsfähig.
      Allmählich verstehe ich, warum manche Leute schon einräumen: „Dazu fällt mir nichts mehr ein“.

      • Es ist schon „menschenverachtend“ und für viele Menschen „unfassbar“, wenn man die Schutzmaßnahmen der obersten Behörde für Gesundheitsschutz ignoriert und dann noch überdies den Lockdown aufweicht, der ja nun dazu dient, Menschenleben zu retten. So kann der Lockdown, der allen Menschen viel abverlangt, seine Wirkung nicht richtig entfalten. Das heißt, auch die solidarische Gemeinschaft wird hier geschädigt.

      • @g.h.:
        Mag sein.
        Ich persönlich erlebe jedoch derzeit täglich einen ganz anderen Überbietungswettkampf:
        ,,Wer hat die Schulen und Kitas als Erste/r offen?!“
        Das Virus bedankt sich schon mal im Voraus.
        Wie heißt es so schön: ,,Freie Bahn mit Marzipan“!!!!
        Bitte bleiben Sie gesund.

  14. Die Suizidrate unter Kindern und Jugendlichen explodiert laut zahlreichen Studien generell nach den Sommerferien. Herbstkindern geht es laut britischen Studien in der Schule wesentlich besser als Sommerkindern, gerade auch psychisch. Es gibt deswegen sogar Kampagnen, Lehrerinnen planen ihre Schwangerschaften entsprechend. https://summerbornchildren.org/
    Das zeigt besonders eindrücklich, dass Schule für Kinder generell viel Stress bedeutet, gerade auch in sozialer Hinsicht. Es fehlen in der Schule Rückzugsorte und Ruhe. Es ist eher kein Ort der Geborgenheit, es ist auch für viele Kinder vor allem ein Arbeitsplatz. Für einige Kinder ist es zuhause vielleicht noch schlimmer, aber das ist doch nicht die Regel?!
    Dennoch soll ausgerechnet Schule das Allheilmittel gegen Depressionen und Dickleibigkeit sein? Dann verordnet doch Bewegung als Hausaufgabe und lasst die Kinder in Kleingruppen online mit dafür GESCHULTEN Menschen sprechen. Das brauchen sie jetzt mehr als Infektionen und Gefährdung, denn ALLEN geht es natürlich nach bald einem Jahr Pandemiezuständen SCHLECHTER.

  15. In Berlin geht es auch an den Beruflichen Schulen am Montag auch wieder los. Lehrer/innen pendeln zwischen verschiedenen Klassen und Gruppen.

    So kann sich das Virus gut verteilen.

    Danke, Frau Scheeres

  16. Die Polarisierung, welche diese Frau äußert, ist ja noch grottiger als alles bisher von Kumis Gehörte, Präsenzunterricht oder Kinder zu Hause einsperren, Bewegung in der Schule oder Fettleibigkeit, soziales Lernen oder Verwahrlosung etc. Da wird den Eltern ja gar nix mehr zugetraut und zugemutet. Nun wird denen wohl wieder klar, dass sie in erster Linie für die Erziehung und Betreuung Ihrer Sprösslinge zuständig sind, warum sonst bekommen sie eigentlich welche? Ich habe sooo viele Eltern und auch Väter im Lockdown gesehen, die mit ihren Kindern bei welchem Wetter auch immer nach draußen gehen und sich Zeit dafür nehmen! Es sind alle Spielplätze offen und es ist nicht grundsätzlich verboten Kinder miteinander spielen zu lassen! Das „Wohlergehen“ der Kinder in der Schule kommt nach der Gesundheitsfürsorge, denn die Gesundheit gibt es nur einmal! LuL hört auf H. Drosten und betreibt insbesondere in älteren Jahrgängen Selbstfürsorge, eure oberste Dienstherrn seit ihr offensichtlich egal.

  17. frau bogedan hat anscheinend den schuss nicht gehört.. sollten ihre kinder erkranken bzw. sich infizieren und die infektion weitergeben (im häuslichen umfeld), möchte ich die gute frau mal erleben..
    ist das die spd-linie, die zur zeit verfolgt wird? so wirds nichts mit regierungsbeteiligung im herbst…
    dass herr kretschmann das durchschaubare spiel von frau eisenmann mitmacht (in BW), erstaunt mich dann doch.. die tanzt ihm auf der nase rum und er lässt geschehen..
    hier hätte ich ein klares entschiedens „stopp“ erwartet.. so was nennt man selbstdemontage..

  18. Das ist doch nicht zu fassen! Und nicht mal Masken?! Die würde mich von hinten sehen, wenn ich dort unterrichten würde. Es gibt viele Jobs für Naturwissenschaftler mit weniger Stress und mehr Gesundheitsschutz.
    Danke, NRW, dass ich mich ausnahmsweise mal freuen kann, hier zu arbeiten.

  19. Unser Bundesland

    Montag, der Ministerpräsident : Schulen und Kitas bleiben wegen der Pandemie bis 31.1 2021 geschlossen

    Dienstag, die Kultusministerien SPD: Gymnasien Klassenstufe 12 beginnen am 11.1 mit dem Präsenzunterricht. Gesamtschulen Klasse 9 (HA) und Klasse 10 (MBA) beginnen am 18.1 wieder mit dem Präsenzunterricht.

    Willkommen im Wahlkampf auf Biegen und Brechen.

    • Vielleicht ein neues „Virus“, welches nun Kumis bei der Entscheidungsfindung heimsucht. NRW scheint dann hoffentlich übern Berg.

    • @ Schattenläufer:
      Das sind wohl die Regeln des Saarlands.
      Und zusätzlich dürfen wir noch SuS in die Schule beordern, die wir aus irgendwelchen Gründen lieber in der Schule sehen würden, z.B. weil sie auf der hiesigen Unterrichtsplattform zuhause nichts lernen wollen/können/dürfen. Was einzelne KuK zum Anlass nahmen, 15-20% ihrer Klasse von Mo-Fr einzubestellen. Diese KuK übernehmen allerdings nicht die Notbetreuung, das tun andere…

  20. War doch gestern (Mittwoch) im WDR im Interview mit einen Anwalt zu sehen, Vater von drei Kindern, der allen ernstes forderte, Kitas und Schulen wieder in den Regel,- bzw. Präsenz unterricht gehen zu lassen, so das er, der Herr Anwalt, seine Kinder (die morgens wachen sind und stören) gut untergebracht sieht. Das Geld verdienen ging ihm offenbar über alles (Grundtenor seiner Aussage), da stören die Kinder nur, da er zuhause arbeitet.

    Ich habe bei manchen Mitbürgern den Eindruck, dass bei der Planung der Familien die Erziehung der Kinder und die Integration in den Alltagsablauf, (da das als äußerst Lästig und störend empfunden), dass dies Aufgaben gerne andren Institutionen überlassen wird. Alles was unbequem oder nur mit viel nervenaufreibenden Aufwand in der Kindererziehung verbunden ist, scheint für einige Eltern Grund genug zu sein, den Nachwuchs tagsüber abzuschieben, der bequemste Weg zu sein. Vielleicht sollte man das Tagesgeschehen und die privaten Vergnügen und alles was Spaß macht ohne Kinder, gründlich überdenken.

    Kinder sind weit aus mehr als nur ein Wunsch welche zu haben, wenn es passt, und an Sonn- und Feiertagen.

    • „Ich habe bei manchen Mitbürgern den Eindruck, dass bei der Planung der Familien die Erziehung der Kinder und die Integration in den Alltagsablauf, (da das als äußerst Lästig und störend empfunden), dass dies Aufgaben gerne andren Institutionen überlassen wird.“

      Ja, bernd, leider.

      Vor Jahren hatten wir zwei freie Tage wegen Schnee. Davon lag sehr viel draußen, Schlitten, Skier, Spaziergang, Schneeballschlacht mit heißem Kakao hinterher – ich als Kind wäre glücklich.

      Im Radio NDR wurde aufgerufen, sich zu melden und zum Thema Schulausfall wegen des so seltenen Schneefreis zu äußern.

      Sinngemäße Äußerung einer jungen Mutter mit zwei Kindern, die zu Hause war: KOTZ.

      Was soll man dazu noch sagen?

  21. Es ist kaum mehr zu glauben, mit welcher Selbstherrlichkeit Kultusminister sich gegen sämtliche Empfehlungen seriöser Fachleute stellen. Frau Merkel sollte alles, was diese Herrschaften beschließen, durch eine wie auch immer geartete „Notverordnung“ einkassieren!!!
    Hier noch die neueste Meldung aus NRW, die einem nach dem gestrigen Statement der Schulministerin nur noch die Sprache verschlägt!

    https://www.wa.de/nordrhein-westfalen/schule-lockdown-nrw-praesenz-unterricht-schulministerin-yvonne-gebauer-betreuung-eltern-schueler-abitur-90160915.html

    • @Anne Pipapo
      „… durch eine wie auch immer geartete „Notverordnung“ einkassieren!!!“

      Im Bundesbildungsministerium hat man am 26.10.2020 – 8 Monate nach Pandemiebeginn – begonnen eine Arbeitsgruppe einzurichten, die sich damit beschäftigt:
      „Rechtsexpertinnen und -experten der Universität Passau wollen nun Optionen für ein zusammenhängendes Regelwerk aufzeigen und Vorschläge für einen umfassenden Rechtsrahmen für den Fall eines Gesundheitsnotstands wie der durch das Coronavirus SARS-CoV-2 ausgelösten Pandemie entwickeln.“
      https://www.gesundheitsforschung-bmbf.de/de/gesetzgebung-im-gesundheitsnotstand-12433.php

      Dann ist die Arbeitsgruppe mit ihren Beratung sicherlich rechtzeitig fertig, wenn Corona vorbei ist. * Ironie off *

  22. „Bremer Bildungssenatorin unterläuft den Gipfelbeschluss“, dieser Titel ist zwar durchaus zutreffend, aber er erweckt doch einen falschen Eindruck, nämlich dass normalerweise die Länder gemeinsame Beschlüsse — etwa die der KM — umsetzen. Das Gegenteil ist der Fall: Solche Beschlüsse gelten eben nicht, die Länder haben die Hoheit und können letztlich machen was sie wollen, und davon machen sie reichlich Gebrauch, schon um ihre eigene Schulbürokratie zu rechtfertigen. Das war auch beim Zentralabitur so: die Länder unterlaufen das bundesweite Zentralabitur, indem sie etwa für ihr Land großen Teilen der Abiturienten eine Mathematikklausur generell ersparen.
    Das ist eben der Föderalismus, man kann es bedauern, ich finde dieses Chaos auch unsinnig. aber es ist nun mal ein tragendes Prinzip unseres Staatswesens. Statt auf Einzelpersonen zu schimpfen, müsste man systematischer herangehen: Was soll bundeseinheitlich sein, was kann den Ländern überlassen werden? Und wozu eigentlich brauchen wir ein Bundesland Bremen mit nur ca. 500.000 Einwohnern? Im 19. Jahrhundert sprach man mal von „Duodezfürstentümern“. Kuriosität am Rande: viele Bremer Lehrer dürften wohl im Umland, also in Niedersachsen wohnen. Dann gelten also dienstlich (für die Schule der Lehrer) und privat (für die Schule der eigenen Kinder) unterschiedliche Vorschriften. Dasselbe am Stadtrand von Hamburg.

  23. In Berlin jedenfalls regt sich Widerstand. Kommt vielleicht in anderen Bundesländern, die die Gipfelbeschlüsse unterlaufen wollen, auch noch.

    „7. Jan. 2021 13:48
    Ingo Salmen
    Online-Petition gegen Präsenzunterricht wächst schnell

    Der Berliner Christoph Podewils, Kommunikationschef bei der Denkfabrik Agora Energiewende, hat eine Online-Petition gestartet, die sich gegen die Öffnung der Schulen in Stufen wendet. Rund 2000 Menschen haben binnen weniger Stunden bereits unterschrieben. Die Forderung: „Kein Präsenzunterricht in Berlin, solange Covid-19 nicht unter Kontrolle ist“.
    Zur Begründung schreibt Podewils über den Plan der Bildungsverwaltung: „Diese Entscheidung gefährdet das Leben und die Gesundheit vieler Menschen – Lehrer und Lehrerinnen, Schülerinnen und Schülern, deren Eltern sowie andere Angehörige. Denn sie steht im direkten Widerspruch zu den Erkenntnissen der Virologie. Demnach sind Schulen Orte, an denen sich das Covid-Virus ausbreitet, geben insbesondere Jugendliche das Virus ähnlich weiter wie Erwachsene, verbreitet sich die Virus-Variante B 1.1.7 deutlich schneller als das bisherige Virus. Damit verlängert der Berliner Senat den Verlauf der Pandemie in Länge und Ausmaß in unabsehbarer Weise.“
    https://www.tagesspiegel.de/berlin/streit-um-schuloeffnungen-in-berlin-linke-fordert-aenderungen-gruene-wollen-masken-fuer-alle-mueller-verteidigt-senatorin/25655678.html

  24. Widersprüchlicher geht es kaum. Kinderarzt so, Kanzleramtsminister so. Ich dachte, man wäre sich endlich einig, dass Kontaktvermeidung das Gebot der Stunde ist und daher die einzige Massenveranstaltung ohne AHA, die noch erlaubt war, nämlich Schule, ihren Beitrag dazu leisten muss. Solche Äußerungen von Ärzten untergraben das Ganze und führen letztendlich dazu, dass die Maßnahmen nicht ernst genommen werden.

    • Hier noch der Text

      DONNERSTAG, 07. JANUAR 2021
      Coronavirus-Liveticker
      +++ 14:48 Bundesweit bislang rund 800 Kinder in Klinik behandelt +++

      Der Dresdner Kinderarzt und Infektiologe Reinhard Berner hat die andauernden Schließungen von Schulen und Kitas kritisiert. „Kinder sind nicht die Treiber der Pandemie“, sagte der Leiter der Kinderklinik des Universitätsklinikums Dresden den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Wissenschaftlich gesehen gebe es „keine klaren Gründe, warum Kitas und Schulen längerfristig geschlossen bleiben sollen“. Berner zufolge wurden in Deutschland von März bis Ende Dezember etwa 800 Kinder mit dem Coronavirus in Krankenhäusern behandelt. Das geht demnach aus dem Register der Deutschen Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie hervor.

      +++ 14:23 Braun: „Der Fehler ist im Oktober passiert“ +++
      Kanzleramtschef Helge Braun hat im Interview mit ntv Fehler eingeräumt. Auf der Ministerpräsidentenkonferenz am 14. Oktober sei die zweite Welle bereits erkennbar gewesen, sagt er. „Wir haben diesen Vorsprung, den wir den ganzen Sommer lang hatten, erst aufgebraucht, bevor wir angefangen haben, dann konsequenter zu handeln. Auch die Lockdown-Maßnahmen im November seien ja erkennbar nicht genug gewesen“, so Braun. „Das heißt: Wir hätten schon Mitte Oktober entscheidender und deutlicher handeln müssen“, sagt er weiter.

  25. Als ob Schulen u Kitas die einzigen Orte sind in dem soziale Kontakte möglich sind. U laut aktuell gültigen Regeln dürfen Kinder ja durchaus sich noch mit der besten Freundin o.ä. treffen. Nur halt nicht mit 30 Kindern in einem engen Raum. Ob das überhaupt die beste Anzahl ist soziale Fertigkeiten zu erlangen, bezweifle ich….
    Deutschland ist eh eines der wenigen europäischen Ländern, wo Homeschooling normalerweise verboten ist…

  26. Niedersachsen / MK Tonne:

    WIE VERLOGEN ist das denn schon wieder?

    Offizielle Internetseite MK Niedersachsen Stand 06.01.2021:
    Unter Punkt 2. heißt es:
    2.) Alle Abitur- und weiteren Abschlussklassen werden zwischen dem 11.01. und 29.01. in geteilten Klassen nach Szenario B unterrichtet.
    http://www.mk.niedersachsen.de/startseite/aktuelles/presseinformationen/konzept-fur-bildung-und-betreuung-im-lockdown-tonne-kein-kind-und-kein-jugendlicher-muss-und-darf-zuruckgelassen-werden-in-dieser-schwierigen-zeit-195973.html

    Im Brief an die SUS Sek II vom 05.01.2021 rudert Tonne zurück, es bleibt für den ABITURJAHRGANG alles wie gehabt ‚PRÄSENZUNTERRICHT in voller Kursstärke in den gleichen Räumen – WIE IMMER -‚
    Zitat:
    „Abiturjahrgang: Szenario B (Wechselmodell)
    Hinweis: Es ist möglich, bei ausreichenden räumlichen Kapazitäten auch komplette Kurse in der Schule zu unterrichten. Wichtig ist, dass auch hier der Mindestabstand eingehalten wird. Die Lerngruppen müssen dafür ggf. geteilt und parallel unterrichtet werden.“
    https://www.mk.niedersachsen.de/download/162498

    WECHSEL-UNTERRICHT nach Szenario B für den Abiturjahrgang glatte LÜGE!
    – Schule teilt Präsenzunterricht in vollem Umfang mit –

    @ Herr Tonne:
    Eure Ausnahmen und Hintertürchen könnt Ihr Euch in der Phase der Pandemie endlich sparen.
    … wenn seid wenigstens so ehrlich und schreibt den Hintertür-Mist direkt auf die Internetseite und nicht erst in den Brief an die SuS!

  27. „Wir haben dramatische Berichte über die Zunahme von Depression bei Kindern, wir haben dramatische Berichte über Zunahme von Fettleibigkeit, wir haben dramatische Berichte über Suchterkrankungen und wir haben auch leichte Tendenzen, was Gewalt gegen Kinder betrifft. Wir müssen auch dafür Sorge tragen, dass Kindern grundsätzlich ein gutes Aufwachsen ermöglicht wird. Und deshalb, glaube ich, ist es wichtig, dass wir ihnen den Zugang und die Teilhabe zu Bildung in Kitas und Schulen ermöglichen.“

    Und wir bekommen quasi immer noch täglich Berichte von grassierender Grenzdebilität bei Bildungsverantwortlichen im Amt von KMs oder in den Entsprechungen der Stadtstaaten – den Bildungssenatoren. Da müssen wir unbedingt was tun. Erkenntnisresistenz lässt sich am Besten in konfrontativen, quasi-theapeutischen Situationen mit fronterfahrenen Pädagog*innen unter unmittelbarer Einflussnahme von praxisbewährten Alltagssituationen beseitigen. Setzt die Dame einfach in den kommenden Wochen in eine volle Lerngruppe von SuS, die – statt vernünftigerweise Zuhause zu bleiben nun in die Schulen kommen, weil diese Botschaft deutlich vermittelt, dass die Kinder und Jugendlichen in Ermangelung dieser eminent wichtiger Erfahrung von Vollbeschulung in Pandemiezeiten ihre gesamte Erwerbsbiografie, ihren Bodymassindex, ihre Sozialkontakte, ihre gesamte zukünftige Existenz auf’s Spiel setzen. Wer seine Kinder unter dieser Androhung zuhause lässt bekommt dann im Anschluss Besuch von der Kinder- und Jugendfürsorge, die diese armen Opfer der elterlichen Überbehütung in staatlichen Einrichtungen unterbringt und sie damit vor der Verdammnis bewahrt. „Herr, schmeiß Hirn vom Himmel …. aber reichlich!!!“

  28. In Düsseldorf ist die Uni seit Ewigkeiten (März?) geschlossen. Meine Tochter schrieb mir vorhin, dass auch die mündlichen Prüfungen derzeit online stattfinden. In Bremen hingegen hat man den Schuss nicht gehört, abgeschirmt vom Aluhut

    • „dass auch die mündlichen Prüfungen derzeit online stattfinden“

      Funktioniert prima… habe ich im letzten Semester auch so gemacht (das geht prima und Betrug ist quasi ausgeschlossen). Braucht bei vielen Prüflingen zwar mehr Zeit als normal, aber das sollte einem die Gesundheit der Beteiligten wert sein.

      „In Düsseldorf ist die Uni seit Ewigkeiten (März?) geschlossen.“

      Wir hatten etwas weniger als Wochen Präsenzpraktika in wenigen ausgewählten Fächern (wo Praxis sehr wichtig ist) im September/Anfang Oktober. Wir haben aber VORHER (Ende August!) eine Inzidenzgrenze festgelegt, ab der das beendet wird. Die wurde dann schon 10 Tage nach Semesterstart gerissen und seitdem ist alles wieder auf online. Wir standen damals auch ganz kurz vor der Anschaffung von Luftfiltern für die Praktika, haben bei den steigenden Infektionszahlen dann aber darauf verzichtet, weil es da schon klar war, dass eine Rückkehr in Präsenz so bald nicht stattfinden wird und es nicht sinnvoll ist, anderen, die das dringender brauchen, die Geräte wegzukaufen.

  29. Zitat aus dem Artikel: „«Aufgrund der hohen Infektionszahlen blieb aber keine andere Lösung, als Präsenzpflicht auch für die Schulen für die nächste Zeit aufzuheben», so bekräftigte die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer gestern in Berlin.“

    Das klingt mir doch sehr nach Frau Merkels geflügeltem Begriff „alternativlos“ oder auch ein wenig nach Gerhard Schröders „basta!“.
    Dass es keine andere Lösung gab oder gibt, soll oft nur vor Kritik schützen und andere Meinungen madig machen.

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