Drosten nimmt die Kultusminister in die Verantwortung: „Man hat die Infektiosität von Kindern so lange negiert und nichts gemacht…“

169
Anzeige

BERLIN. Prof. Christian Drosten, Chef-Virologe an der Berliner Charité, hat massive Kritik an der Schulpolitik der Bundesländer geübt – und den Kultusministern Untätigkeit „über so viele Monate“ vorgeworfen. „Ich dachte ja, man diskutiert das und findet dann praktische Lösungen. Wie etwa, Fensterscheiben rauszuschneiden und zu ersetzen durch ein Stück Pappe mit einem Ventilator drin. Aber dann wurde die Infektiosität von Kindern so lange negiert und nichts gemacht, keine Entscheidung getroffen (…) über den Sommer. Das war für mich schon sehr, sehr erstaunlich“, sagte er in einem Interview mit dem „Spiegel“. An der Infektiosität von Kindern könne überhaupt kein Zweifel bestehen.

Die zweite Coronawelle ist nahezu ungebremst durch die Schulen gerollt – bis kurz vor den Weihnachtsferien Einschränkungen im Kita- und Schulbetrieb beschlossen wurden. Illustration: Shutterstock

Drosten hatte sich in seinem jüngsten Podcast im NDR bereits dafür ausgesprochen, dass Schutzmaßnahmen in Kitas und Schulen von einem Grenzwert im Infektionsgeschehen abhängig macht – wie ihn das Robert-Koch-Instituts empfiehlt. Das sieht ab einem Inzidenzwert von 50 vor, dass Schulen in den Wechselunterricht übergehen, um die Abstandsregel in den Klassenräumen einführen zu können, sowie eine generelle Maskenpflicht im Unterricht einzuführen. Drosten: „Das ist sinnvoll, dass man sich auf einen bestimmten Inzidenzwert einigt.“ Alle Bundesländer lehnen bislang die Einführung eines solchen Grenzwertes ab.

Mit Blick auf den Bund-Länder-Gipfel am vergangenen Dienstag sagt Drosten nun gegenüber dem „Spiegel“: „Ich glaube schon, dass man in den Verhandlungen versucht hat, die Lücken zu finden, die Stellen, an denen man bisher noch wenig gegen die Übertragung getan hat. Man kann deutlich erkennen, dass gerungen wurde und die Ergebnisse Kompromisse sind.“ Als besonders wichtig erscheine ihm – neben mehr Homeoffice und der gezielten Unterstützung sozial schwacher Familien – der Bereich Schulen und Kitas, „ganz besonders die Klassen in weiterführenden Schulen“. England habe Schulen und Kitas bis auf eine Notbetreuung geschlossen, „und ich denke, dass es dort auch die verlässlichste Datenbasis dazu gibt. Diese ist für mich eindeutig, und daran muss man sich auch in Deutschland orientieren“.

Studien aus Großbritannien und Österreich kommen hinsichtlich Schülern zu besorgniserregenden Befunden

Forscher des „Imperial College London“ hatten seit Mai die Ausbreitung des Virus in England untersucht und Alarmierendes herausgefunden: Während im Lockdown ohne Schulschließungen zwar die Infektionsraten im Durchschnitt sanken, stiegen sie unter Kindern und Jugendlichen an. Die PCR-Nachweisraten von Kindern und Jugendlichen im gesamten Schulalter lagen dann deutlich über dem Durchschnitt der Bevölkerung.

Eine österreichische Studie, von der der „Spiegel“ bereits vor zwei Wochen berichtete, kommt zu ähnlich besorgniserregenden Befunden. Schüler stecken sich danach genauso häufig an wie ihre Lehrerinnen und Lehrer. Nur dass die Infektionen der Schüler meist unentdeckt bleiben, weil sie selten Symptome zeigten – und die Ansteckungsgefahr durch Kinder dadurch unterschätzt werde. Wahrscheinlich seien sie, so Studienleiter Prof. Michael Wagner, Mikrobiologe an der Universität Wien, „deutlich untertestet“, entsprechend gebe es eine hohe Dunkelziffer. Es seien auch unter den Schülern keine Unterschiede zwischen den Altersstufen ausgemacht worden. Genauso viele Sechs- bis Zehnjährige in der Grundschule hätten sich angesteckt wie Elfjährige und Ältere an der weiterführenden Schule.

Drosten: „Es ist schon erstaunlich, dass das Virus derart an Ansteckungsfähigkeit zugelegt hat“

Drosten warnt nun davor, dass durch die britische Virusvariante B.1.1.7 eine neue Welle entstehen könnte. „Es gibt jetzt eine neue Studie aus Oxford, wirklich solide Daten, die zeigen, dass diese Mutante bis zu 35 Prozent infektiöser ist als der Wildtyp des Virus. Es ist schon erstaunlich, dass das Virus derart an Ansteckungsfähigkeit zugelegt hat. Das ist leider gefährlicher, als wenn es tödlicher geworden wäre; denn jeder neue Infizierte wird dadurch mehr Menschen anstecken und jeder dieser Menschen wiederum mehr Menschen, sodass die Zahl der Infizierten exponentiell wächst.“

Wenn die Ausbreitung jetzt nicht entschieden gebremst würde, hege er „schlimme Befürchtungen“, was im Frühjahr und Sommer passieren könne. Nämlich: „Wenn die alten Menschen und vielleicht auch ein Teil der Risikogruppen geimpft sein werden, wird ein riesiger wirtschaftlicher, gesellschaftlicher, politischer und vielleicht auch rechtlicher Druck entstehen, die Corona-Maßnahmen zu beenden. Und dann werden sich innerhalb kurzer Zeit noch viel mehr Leute infizieren, als wir uns das jetzt überhaupt vorstellen können. Dann haben wir Fallzahlen nicht mehr von 20.000 oder 30.000, sondern im schlimmsten Fall von 100.000 pro Tag. Das sind dann zwar eher jüngere Leute, die seltener schwere Verläufe haben als ältere. Aber wenn sich ganz viele junge Menschen infizieren, dann sind die Intensivstationen trotzdem wieder voll, und es gibt trotzdem viele Tote. Nur dass es jüngere Menschen trifft. Dieses schlimme Szenario könnten wir etwas abfedern, wenn wir die Zahlen jetzt ganz tief nach unten drücken.“

„Dass an der Infektiosität von Kindern so grundlegende Zweifel aufkommen konnten, war mir ein Rätsel und ist es bis heute“

Dass Kultusminister und Ministerpräsidenten monatelang erklärt haben, Kinder seien praktisch nicht ansteckend – und damit weite Schulöffnungen begründeten –, kann sich Drosten (der selbst mit einer Studie die Infektiosität von Kindern aufgezeigt hat) bis heute nicht erklären. „Ehrlich gesagt, hätte ich es schon ohne unsere Viruslaststudie nicht für möglich gehalten, dass Kinder verschont bleiben von Sars-CoV-2. Rein biologisch betrachtet, ändert sich die Schleimhaut im Nasen-Rachen-Raum nicht so stark beim Heranwachsen. Also müssen Kinder auch infiziert – und infektiös sein. Dass daran so grundlegende Zweifel aufkommen konnten, war mir ein Rätsel und ist es bis heute.“ News4teachers

Hier geht es zum vollständigen Interview im „Spiegel“ mit Christian Drosten (kostenpflichtig).

Corona-Chaos: Ministerpräsidenten unterlaufen Gipfel-Beschlüsse – und stellen die vorzeitige Öffnung von Kitas und Schulen in Aussicht

 

Anzeige


169 KOMMENTARE

  1. Bravo, er hat es bereits im Frühjahr erklärt, er hat in 8 Punkten erklärt, was passiert, wenn man nicht handelt wie von ihm vorgeschlagen, alle 8 Punkte sind eingetreten. In der Heute Show wurde er daher passenderweise“Drostradamus“ genannt.

  2. Es waren früh genug entsprechende Forschungen hinsichtlich Virusübertragung / Schulen usw. veröffentlicht worden. Weder auf Drosten noch auf andere Forschungen wollten bestimmte Politiker nicht hören….schlimm für uns alle.

    Auch hier gab es ja genügend Claqueure, die sich dieser politischen Agenda verschrieben hatten…die Kurier des Zaren. Werden sie nun kleinlauter???

    • Da gabs doch diese Studie von Kinderärzten und Kinderkliniken veröffentlicht, wonach Kinder kaum ansteckend seien. Diese Veröffentlichung galt lange als Maßstab für offene Schulen.

      • @M
        Das war keine Studie!Da wurden lediglich nachträglich PCR-Tests von Kindern ausgewertet, die wegen anderer Erkrankungen ins Krankenhaus eingeliefert wurden! Dass ein Beinbruch oder Blinddarmentzündung nicht automatisch einen positiven Coronatest beinhalten, ist dabei nicht erklärt worden! Aber natürlich war diese ErhebungWasser auf die Mühlen der KM!

        • @C K
          @M

          Das ist bestimmt auch eine „Studie“, für die sich diesmal Erwachsene opfern 😉 , und zwar:
          „Die Bundesregierung geht beim Thema Homeoffice mit gutem Beispiel voran. In vielen Bundesministerien in Berlin sind in den Gebäuden kaum noch Beamte oder Angestellte anzutreffen – die Homeoffice-Quote beträgt bis zu 85 Prozent, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergab. So gilt im Umweltministerium von Svenja Schulze (SPD) aktuell „eine maximale Präsenzreduzierung“, wie ein Sprecher sagte. Von den 1.187 Beschäftigten könnten mehr als 80 Prozent von zuhause arbeiten. Vor der Pandemie seien es maximal 15 Prozent gewesen. Im Familienministerium von Franziska Giffey (SPD) heißt es, derzeit seien am Tag durchschnittlich weniger als 15 Prozent der 911 Beschäftigten in den Dienstgebäuden anwesend.“
          https://web.de/magazine/news/coronavirus/forderungen-lockdown-mitte-februar-lauter-35467822

          Ach so geht das.
          Aber für durchschnittliche Erzieher, Lehrer, Schüler und deren Eltern … naja, ist ja hinlänglich bekannt und wird so weitergehen wie im November und Dezember, weil die Zahlen ja so schön geworden sind …

          • Es schert sich niemand um unseren Gesundheitsschutz. Ich erwäge deshalb auch, aus der GEW auszutreten.

          • Die Studie ist aber wegen des Zeitraumes, in dem die Studie erstellt worden ist, nicht repräsentativ. Der Untersuchungszeitraum lag unmittelbar nach dem ersten Lockdown und den osterferien zu einem Zeitpunkt als der Wechselunterricht im Frühsommer gestartet worden ist und die Abschlussklassen schon entlassen waren.

          • @dickebank
            Von wem wurde die Studie als nich repräsentativ eingestuft? Habe dazu nichts in den Medien gefunden. Es ging dort nicht darum, die Ansteckungen in der Schule zu untersuchen, sondern allgemein die Ansteckungsraten bei Erwachsenen und Kindern. Durch die AK-Tests hat man nicht nur die aktuelle Situation, sondern über einen langen Zeitraum vor der Untersuchung. Im September war zumindest noch nichts an der Studie auszusetzen:

            https://www.uni-ulm.de/universitaet/hochschulkommunikation/presse-und-oeffentlichkeitsarbeit/unimagazin/online-ausgabe-uni-ulm-intern/uni-ulm-intern-nr-353-september-2020/corona-forschung/kinderstudie/

            Ich frage mich, wieso solch eine Studie nicht in der Zeit der Höchststände der Infektionen im Spätherbst, als die Schulen auf waren, wiederholt wurde, wenn man der alten nicht vertraut. Einfach an die Schule mit Antigentest (Preis ca. 5 €) gehen und wöchentlich die Schule (oder auserwählte Kinder und Lehrer) durchtesten. Das hätte die Situation sehr genau wiedergegeben. Man hat sich aber nur auf irgendwelche Simulationen mit Hilfe con künstlicher Intelligenz fokussiert. Hoffentlich wird das nachgeholt, wenn die Schulen dann in Zukunft aufegehen (in Bawü vermutlich schon bald). Dann aber auch etwas nach Jahrstufen unterscheiden. Es ist offensichtlich, dass die Situation bei einem 6-jährigen Kind anders ist als bei einem 16-jährigen Jugendlichen.

      • Die Erhebung der Coronainfektionen bei stationären Aufnahmen der Kinder in deutschen Kliniken hat aber mit Hilfe der PCR-Test ergeben, dass mit einem Infektionswert von 500/100.000 Kinder genauso stark von Covid-19 infiziert werden.
        Für mich ist es deshalb um so unverständlicher, warum in NRW die Kitas für alle Familien geöffnet bleiben und die Eltern bei der Reduzierung der Stundenzahl der Betreuung selbst entscheiden können, ob sie ihre Kinder in die Kitas schicken, auch wenn sich ein Elternteil im Erziehungsurlaub befindet.
        Den systemrelevanten Mitarbeitern aus dem Gesundheitswesen wurden aber gleichzeitig die Betreuungsstunden auf vier Stunden zusammengestrichen.
        Anschließend bringen die Kinder den Covid-19 dann nach Hause.

  3. Welke spielte ein Interview mit Drosten aus dem April (!) ein, dessen damalige Prognosen sich in geradezu prophetischem Ausmaß nun erfüllten.

    „Es könnte sein, dass uns der Saisonalitäts-Effekt im Sommer hilft“, erklärte Drosten am 24. April 2020 im Interview in der „ZIB2“, der Nachrichtensendung des ORF. Ein warmer, trockener Sommer und die Achtsamkeit der Bevölkerung könnte demnach dafür sorgen, glimpflich über den Sommer zu kommen, vermutete Drosten. Doch dieses Szenario berge auch Gefahren. Denn dann „haben [wir] immer noch wenig Bevölkerungs-Immunität und laufen dann mit einer immunologisch naiven Bevölkerung in eine Winterwelle rein.“ Drosten erklärte weiter: „Das wäre gefährlich und man müsste sich darauf einstellen, dass man wieder in den Lockdown im Winter muss.“

    Glimpflicher Sommer, wenig Bevölkerungsimmunität, immunologisch naive Bevölkerung, zweite Welle, große Gefahr, Lockdown im Winter. Stimmt alles, die „heute-show“ zählte die Anzahl der richtigen Prognosen in diesen wenigen Drosten-Sätzen mit.

    „Ganz gute Trefferquote“, sagt Welke und verleiht dem Virologen kurzerhand den Titel „Drostradamus“. „Gebt dem Drosten eine Sendung in Astro TV“

    • Es werden immer noch Virologen in die Schlagzeilen gespült, die bei allen Vorhersagen falsch lagen. Unter anderem Streeck.
      Drosten hatte bisher immer Recht und Berlin würde gut daran tun, auf ihn zu hören.
      So deutlich hat er selten vor Schulöffnungen gewarnt, aber die Kultusminister bleiben robust bei ihrer Agenda.
      Dieser Ethiker, der das schwedische Vorgehen lobt, berät als Ethiker in Bayern die Landesregierung. Ohne weitere Worte.

      https://youtu.be/aDvtmdggxfY

      Streitgespräch zwischen einem Intensivmediziner und einem Professor für Wirtschafts und Unternehmensethik.

      • Zum schwedischen Weg muss man aber auch sagen, dass sich die deutschen Corona Todeszahlen den schwedischen immer mehr nähern (in Relation zur Bevölkerung). Abgerechnet wird zum Schluss. Ich hoffe sehr, dass die in Deutschland ergriffenen Maßnahmen am Ende einen Unterschied ausmachen werden. Bin aber inzwischen sehr skeptisch (Man kann halt nur einmal sterben). Und das obwohl in Schweden Schulen, Geschäfte und Restaurants nie zu hatten und keine Maskenpflicht galt.

        • Ältere Schüler*innen waren im Sommer länger im Distanzunterricht als hier und sind es auch jetzt. Uni-Betrieb läuft in Schweden großteils in Distanz. Als hier im Sommer schon mehrere Hundert Menschen in geschlossenen Räumen zusammenkamen, waren es in Schweden 50. So ganz ohne Maßnahmen ist Schweden bislang auch nicht gefahren. Im übrigen gibt es dort mobile Luftfilter in Schulen.

          • Nicht nur mobile Luftfilter! Seit der großen Grippewelle haben fast alle Schulen eingebaute Lüftungsanlagen mit Hepa-Filtern.

        • Ich finde solche Überlegungen jetzt, wo das Impfen zumindest begonnen hat, nicht adäquat.
          Auch wenn es bis zum Sommer nichts wird mit einer Impfmöglichkeit für alle, so ist doch davon auszugehen, dass es im Laufe des Jahres so weit ist.
          Und was ist schlimmer: Dass Schüler eventuell ein Jahr wiederholen müssen oder weitere 50.000 Tote (wenn nicht mehr!) und Hunderttausende Kranke?
          Die Ungeduld ist im Moment vielleicht die größte Gefahr.
          Eher verstehe ich es, wenn man Gastronomen mit ausgefeilten Hygienekonzepten öffnen lässt, als dass man wieder Millionen Schüler in die Schulbusse treibt und überhaupt Massenansammlungen zulässt.

      • Toller Typ dieser Prof.
        „Händewaschen, Abstand halten, dann schaffen wir das schon ….“

        Herzliches Beileid zu diesem Berater der Bayerischen Landesregierung.

  4. Es hat mich von Anfang an gewundert, dass man in dem Zusammenhang mit Schülern immer nur von „keinen Treibern der Infektionen“ gesprochen hatte. Ein Begriff hinter dem man sich dann schön verstecken konnte, ohne genau zu sagen, was damit gemeint war. Gemacht hat man daraus, dass Kinder keine Relevanz hätten. Wer von den Leuten vor Ort hat das denn wirklich geglaubt?

    • @TheTeacher: Meines Erachtens ist an der Formulierung, dass Schüler „keine Treiber der Infektionen“ bzw. Schulen „keine Treiber der Pandemie“ seien, nichts auch nur im Geringsten verwunderlich. Die entscheidenden Hinweise finden sich alle in Ihrem Post; ich interpretiere diese im Folgenden so:

      Es handelt sich um eine griffige Formel,

      1. hinter der sich die Kultusminister schön verstecken konnten,
      2. ohne jemals genau sagen zu müssen, was mit ihr gemeint war,
      3. die aber trotzdem – wie gewünscht – suggerierte (und viel zu viele Menschen davon überzeugt hat), dass Kinder keine Relevanz für das Infektionsgeschehen hätten.

      Zugespitzt formuliert: Das war nie eine WISSENSCHAFTLICHE These – sondern immer schon ein POLITISCHER Slogan.

      • „Schulen und Kitas sind Keine Treiber der Pandemie …Das war nie eine WISSENSCHAFTLICHE These – sondern immer schon ein POLITISCHER Slogan…“ von Franziska Giffey, Stefanie Hubig und Yvonne Gebauer. Ein politischer Slogan, mit dem vor allem diese Damen versucht haben, sich zu profilieren. Letztlich haben sie das – verwerflicherweise – auch auf Kosten der an Covid-19-Verstorbenen gemacht, die sich vermehrt durch die Schulöffnungswelle angesteckt haben.

  5. Herr Drosten wurde seinerzeit von der Bildzeitung und anderen Meinungsmachern aufs Heftigste angegriffen, als er die Infektiosität von Kindern erwähnte. Heute, wo sie als erwiesen gilt, kann sind die Rufe nach der Schulöffnung erstmal leiser. Man wird sicher andere Argumente finden. Zum Beispiel wieder mal die Überforderung der Eltern. Diesbezüglich sollten wir mal eine ganz andere Diskussion führen: Warum sind so viele Eltern mit ihren eigenen Kindern, die sie selbst in die Welt gesetzt haben, überfordert. Dieses gesellschaftliche Problem, was sich hier immer mehr herausschält, sollten wir angehen.

    • Ich verstehe ja schon was Sie meinen, aber ich habe beispielsweise vorhin mit einer überforderten Mutter gesprochen, die Schichtarbeiterin ist und sich alleinerziehend um mehrere Kinder kümmern muss. Die ist schon hart an der Kante und ich denke, Sie wissen, dass das Leben manchmal mit einem Flipper spielt, ob man will oder nicht.

      • Da fällt mir spontan ein… Zusammenschließen mit anderen Müttern, beim Arbeitgeber fragen, ob die Schichtarbeit in ihrem speziellen Fall auf eine Schicht reduziert werden kann, den Vater der Kinder zur Verantwortung ziehen, Großeltern einbeziehen (die Kinder sind ja jetzt nicht mehr in der Schule).

        Wer etwas will findet Wege.
        Wer etwas nicht will findet Gründe.

        • Naja, Schichtarbeit endet halt oft nicht um 17.00h bzw vorher, damit man die Kinder der pünktlich einsammeln kann… Bei uns ist zwischen 22.00h und 22.20h im allgemeinen Schluss…

        • Mmmh… also Kinder auf mehrere Haushalte aufteilen um die 1 Personenregel zu beachten? Erweitert den Kreis wieder ungemein. Gleiches würde ja auch für die Großeltern gelten, darf theoretisch nur 1 Kind hin. Unter Umständen sind die Großeltern Risikogruppe, wäre das dann zu vernachlässigen? Oder sind selbst berufstätig? Alle alleinerziehenden z.B. Krankenschwestern, wahlweise auch Ärztinnen , sonstige MA im Gesundheitsdienst haben nur noch Frühdienst, was ein Spaß da werden sich alle bedanken nur noch Spätdienst schieben zu dürfen, auch da gibt es Väter und Mütter unter den Angestellten… bleibt der Vater vielleicht. Gerade im Schichtdienst ist es unter normalen Umständen schon schwierig die Betreuung zu organisieren.
          Also nutze ich jetzt Kinderkranktage und übernehme Verantwortung für meine Kinder. Ob systemrelevant oder nicht, jetzt gehen meine Kinder vor, aber ich bin mir sicher das ist dann auch wieder nicht richtig!

          • 1 Kind plus ein Haushalt ist durchaus erlaubt.

            By the way: Die 1 Personen Regel im privaten Bereich ist lediglich eine Empfehlung.

            Schicken Sie Ihre Kinder lieber in die Schule mit bis zu 30 Haushalten in der Klasse und 1000 Haushalten im Gebäude als zu den Nachbarn?

            Die eigenen Großeltern wollen sie nicht gefährden, aber die Lehrerinnen und Lehrer und Erzieherinnen und Erzieher, die ebenfalls zur Risikogruppe (ab entsprechendem Alter) gehören.

            Das ist mal ein Outing!

          • @ Defence
            Ich schicke meine Kinder gar nirgendwo hin und nehme die Kinderkranktage, kann man schon oben lesen …
            Ich habe nur hinterfragt, ob man im Bezug auf die Kinderbetreuung plötzlich andere Maßstäbe setzten darf?
            Nur weil es eine Empfehlung ist 1 Person im privaten Raum ist kann und darf ich die ganze Sache großzügiger auslegen und auch mehr Kinder in einen anderen Haushalt geben? Nicht jede Familie ist eine 1 Kind Familie!

            Seit 10 Monaten wird den Kindern unter Umständen erzählt, die Großeltern werden besser nicht besucht und jetzt ist es ok, nur weil sie als „Babysitter“ gebraucht werden?

            Wenn schon, sollte man sich doch bitte konsequent an alles halten und nicht auslegen, wie man es gerade braucht! Da unterscheidet ich jetzt nicht zwischen privatem und öffentlichem Raum.
            Wenn ich die die Notbetreuung so umgehe wie sie vorschlagen ändert sich doch nichts, es verlagert sich nur!

        • @Mit mir nicht mehr
          @Defence

          Ich verstehe ja schon was Sie meinen, aber das ist alles sehr rational, was die Wirklichkeit nicht ist. Diese Mutter ist einfach überfordert. Das mittlere Kind ist einfach nicht zur Notbetreuung gegangen, die Dame arbeitet im Gesundheitswesen und kann die Schicht nicht so leicht ändern und der Vater lebt in einer anderen Stadt. Wie haben vieles durchgekaut und versucht eine tragbar Lösung zu finden.

          Ich habe mein Leben in der momentanen Situation auch locker im Griff, aber das schafft eben nicht jeder, auch wenn man es aus der eigenen Sicht nicht versteht. Das ist das Leben. Warum hören Raucher nicht einfach auf? Warum nehmen Leute Heroin? Wieso ist der Nachbar fett? Warum steht im Keller das Gerümpel seit 2 Jahren immer noch. Alles Fragen, die leicht zu beantworten sind, wenn man das von oben beurteilt. Hat nicht jeder in paar Mäkel, die von außen leicht zu beheben wären?

          Da gebe ich Grundschullehrer vollkommen recht, Überforderungen, die Hilfen brauchen, um abgemildert werden zu können.

          • Glauben Sie mir, ich verstehe das Problem durchaus. Ich habe selbst 3 Kinder, davon eines als Dauerpflegekind (aus sehr schwierigenVerhältnissen). Mir sind also weder privat noch beruflich solche Schwierigkeiten fremd. Das relativiert aber nicht das Grundproblem. Und dieser Mutter ist wohl auch nicht mit Wechselunterricht geholfen.

        • @Defence
          Im Krankenhaus arbeitet man im Schichtdienst, und davon wird niemand ausgenommen, auch dann nicht, wenn man mehrere Kinder hat. Da muss der Arbeitgeber sich nicht wundern, wenn der Krankenstand ansteigt, weil durch die Inanspruchnahme des Kinderbetreuungsgeldes auch das notwendige Einkommen geschmälert wird.
          Ich konnte auch nicht verstehen, warum Mütter in einer Teilzeitbeschäftigung gerne überproportional zum Nachtdienst herangezogen werden.

          • Und wenn sie wissen möchten, warum gerade jetzt im Zuge der zweiten Corona-Welle 144 Gesundheitsfachkräfte gestorben sind und 80.000 Gesundheitsfachkräfte sich seit Beginn der Pandemie infizierten, dann sollten sie sich den Artikel im Ärzteblatt vom 11.1.2021 unter der
            https://www.aerzteblatt.de/archiv/217308/Gesundheitspersonal-Tests-in-Eigenverantwortung
            durchlesen.
            Denn während in Alten- und Pflegeheimen die Testungen pro Mitarbeiter und Betreuender vom Bundesgesundheitsministerium festgelegt wurden, überließ man es den Krankenhäusern selbst wann und wie oft das Personal monatlich getestet wurde.
            Nur der Rettungsdienst und die niedergelassenen Praxen wurden mit ausreichenden Antigen-Testkapazitäten ausgestattet.
            Das Gesundheitspersonal in den Krankenhäusern wurde in Bezug auf regelmäßige Schnelltests, die Ausbrüche von Coronainfektionen eher aufgedeckt hätten, nahezu stiefmütterlich vernachlässigt.
            Und so ist es auch zu erklären, warum im Dezember nahezu täglich 500 Mitarbeiter in den Krankenhäusern an Covid-Infektionen erkrankten !

      • Genau das sind die Fälle, denen man bei Betreuung den Vortritt lassen sollte. Ich finde es auch nicht so toll mit zwei Erwachsenen im Homeoffice und zwei Kindern im Distanzunterricht. Aber wir bekommen es hin. Solange, wie es eben dauert. Dafür würde ich mir wünschen, Familien mit echten Problemen würden richtige Hilfe bekommen. Angeblich ja die, um die man sich sorgt – aber nur, wenn man Präsenzbetrieb verteidigt. Ansonsten lässt man die hängen.

    • @ Grundschullehrer: Ich habe mich zunächst gefragt ob ihre Frage ernst gemeint ist (warum sind so viele Eltern mit der Betreuung der Kinder überfordert). Ich versuche Sie über die heutigen Lebensmodelle aufzuklären: Heutzutage ist es üblich, dass beide Elternteile arbeiten. Zudem gibt es viele alleinerziehende Mütter oder Väter. Viele von diesen Arbeiten in Berufen, so dass diese trotz Betreuung ihrer Kinder ihren Beruf ausüben müssen. Hinzu fehlen den Kindern die sozialen Kontakte, die zu einer gewissen Unausgeglichenheit bei diesen führen. (Seit dem ersten Lockdown gab es keinen normalen Unterricht mehr, also ohne Masken, speziellen Hygieneregeln, Anwendung mancher pädagogischer Konzepte wie Gruppenarbeiten fand nicht mehr statt)
      Wie würden Sie denn dieses „gesellschaftliche Problem“ angehen?

      • @dip: „heutzutage ist es üblich, dass beide Elternteile arbeiten“. Lassen wir mal sozial Schwache und Alleinerziehende aussen vor. Müssen wirklich immer BEIDE arbeiten, auch wenn die Kinder noch so klein sind?? Das Leistungs- und Selbstverwirklichungsprinzip steht in unserer Gesellschaft klar vor dem Wert der Familie. In der freien Wirtschaft ist der Wiedereinstieg in den Beruf natürlich schwieriger als bei verbeamteten Lehrern, aber hier muss die Politik eingreifen. Elternzeit muss wieder attraktiv gemacht werden, Teilweise ermöglicht werden, anstatt Wahlpropaganda mit dem Rausstampfen von immer noch mehr Kitaplätzen zu machen. Man muss sich als Mutter dreier Kinder heutzutage rechtfertigen und entschuldigen, wenn man ein paar Jahre für seine Kinder zu Hause bleibt. Bevor jetzt die Emanzen hier wieder aufschreien: ja auch Papa kann zu Hause bleiben, man kann sich abwechseln. Aber Kinder auf die Welt setzen, nur um sie von Kita zu Oma zu Babysitter zu schieben- man versäumt was. Es ist doch nur eine kurze Zeit, in der Kinder feste Bezugspersonen brauchen, in der wir sie prägen, ihnen unsere Werte vermitteln dürfen, dann kann man noch malochen bis zur Rente. Wir nähern uns immer mehr dem sozialistischen, vom Staat diktierten Erziehungssystem der eh. DDR. Ja auch ich habe lange studiert und es ist manchmal anstrengender zu Hause bei den Kids, als in der Arbeit. Aber für mich steht Familie VOR Selbstverwirklichung und diesem Gott „Leistung „, der uns Deutsche immer mehr zu Hamstern im Laufrad degradiert.

        • So ist es. Genau so. Ich selbst habe 3 Kinder, arbeite Vollzeit, dafür ist mein Mann überwiegend zu Hause. Es MUSS jemand für die Kinder da sein. Und es müsste wieder so sein, dass man von 1 Gehalt leben kann. Und ich meine leben, nicht 3 mal Urlaub machen im Jahr. Und diese Entwicklung fällt uns gerade auf die Füße. Es kann nicht sein, dass das System Familie so auf Kante genäht ist, dass es sofort in sich zusammen fällt, wenn die externe Betreuung einmal wegfällt.

      • Naja, wenn soziale Kontakte nur noch in der Schule stattfinden, ist das eher ein Armutszeugnis für das Elternhaus. Das ist der eigentliche Skandal. Eltern setzen Kinder in die Welt und denken, damit hat es sich getan.

        Warum unternehmen Eltern nichts mehr mit ihren Kindern?. Wie traurig ist das denn? Dieses Problem sollte man wirklich schnellstens angehen!

        • @ Defence: Das Ziel der Corona Maßnahmen ist doch Kontaktreduzierung, also lenken Sie doch nicht ab und tun so als wäre es vollkommen ok wenn die Kinder die gleichen Kontakte außerhalb der Schule haben könnten. Angenommen wir lassen die Kinder tun was sie möchten, ihre Kreativität und ihren sozialen Drang laufenlassen. Bin gespannt wie lange das dann dauert, bis irgendein Erwachsener das Ordnungsamt ruft, weil sich zehn Kinder zum Fußballspielen treffen. Und dass Eltern nichts mit den Kindern unternehmen, stimmt so vielleicht nur bei einer Minderheit. Ich kenne jedenfalls keine Eltern, die sich keine Zeit mit den Kindern nehmen würden (schauen sie sich doch die Rodelbilder von vor paar Wochen an, lauter Eltern, die mit Kindern an der frischen Luft etwas unternehmen – war auch wieder schlecht). Die Gesellschaft als Ganzes ist es, die die Kinder an der freien Entfaltung hindert, z. B. Durch die Corona Maßnahmen.

      • Ich frage mich auch, warum beide in einer Pandemie! arbeiten müssen. Es geht doch meist nicht um die lebensnotwendigen Ausgaben, sondern um Extra Ausgaben für das Zweitauto, die Urlaube etc. In den wenigsten Familien arbeiten beide systemrelevant. Und es ist schon dreist für den eigenen Extraluxus Erzieherinnen und Lehrer in Lebensgefahr zu schicken. Von der Gefahr für das eigene Kind einmal abgesehen.

        • @xy: Sie dürfen ja ihre Meinung haben dazu haben, welcher Lebensentwurf aus Ihrer Sicht angemessen ist. Allerdings ist es nicht angemessen diesen anderen aufzuzwingen. Übrigens gibt es eine Menge Teilzeit Lehrer, die das zweite Einkommen im Haushalt liefern und trotzdem nicht aus dem Beamtenstatus befreit werden möchten.
          Abgesehen davon ist es zu kurz gedacht, zu glauben, dass nicht systamrelevante Tätigkeiten nicht notwendig seien. Welche Folgekosten das Nichtarbeiten mit sich bringen wird, werden die meisten von uns in den nächsten Jahren noch deutlich merken (es wird vermutlich an allen Ecken gespart werden müssen um den sich aufbauenden Schuldenberg abzubauen)

        • Schon mal drüber nachgedacht, dass manche Arbeitgeber es nicht gerne sehen, wenn ihre Mitarbeiter im Home Office arbeiten möchten? So ergibt sich dann gar keine Wahl, da es ja von der Regierung immer nur Empfehlungen gibt. Da liegt doch der Hund begraben.
          Hauptsache wir alle müssen jetzt die jahrzehntelangen Versäumnisse im Gesundheitswesen ausbaden.

        • @xy
          Es sind aber auch nicht beide Elternteile immer nur „Angestellte“, die Selbständigen werden da ja mal gerne übersehen. Da heißt nicht arbeiten, dann auch irgendwann einfach Insolvenz…

        • Tja, ich bin selbst Erzieherin, mein Mann Heilerziehungspfleger in der ambulanten Behindertenpflege. Ich muss mein Kind in die Kita schicken und mich selbst um einen großen Haufen Kinder in der „Notbetreuung“ kümmern. Bei uns kann keiner komplett zu Hause bleiben und auf ein Gehalt verzichten, wir haben am Ende des Monats nicht mehr viel übrig. Und ich schätze dass schon eher ein Großteil der Arbeitnehmer mit Kindern in ähnlicher Lage ist. Wo wir wieder beim Problem Erziehergehalt wären

        • Also ich gehe als Mutter von zwei kleinen Kindern arbeiten, weil wir von einem Gehalt nicht leben können. Ich rede nicht von Luxus sondern überleben. Es ist nunmal so, dass es Regionen gibt, in denen nicht soviel Gehalt gezahlt wird. Und ein 2. Auto benötigen wir, um auf Arbeit zu kommen. Bus und Bahn fährt hier seit Ewigkeiten nicht mehr. Also bitte nicht verallgemeinern. Meine Kinder sollen trotzdem nicht in die Notbetreuung, obwohl ich mit einer systemrelevanten Tätigkeit Anspruch hätte. Aber es ist jeden Tag ein Kampf, die Betreuung der Kids abzusichern und gleichzeitig noch Vollzeit arbeiten zu gehen. Wir könnten uns nicht leisten, dass einer von uns den Job verliert. Also bitte nicht verallgemeinern.

    • Ich finde man muss das mit der Überforderung der Eltern differenzieren.
      Es ist ein Unterschied, ob man mit dem eigen Kind überfordert ist oder mit der Gesamtsituation. Viele Eltern sind mit der Gesamtsituation überfordert. Die eigene Arbeit und dann die vielen Hausaufgaben im Distanzunterricht. Sprach man im ersten Lockdown noch von Entschleunigung, so artet das Familienleben nun im Terminstress aus: Termine zum Austausch von Material, Termine für Videokonferenzen, viel zu viele Aufgaben, daneben selber Arbeit im Homeoffice mit den eigenen Terminen und Telefonaten und Videokonferenzen. Da kann man schon mal aus Eltern nicht mehr wissen, wo oben und unten ist. Klar gibt es auch Eltern die mit der Betreuung der eigenen Kindern überfordert sind. Die meisten sind aber eher mit der Gesamtsituation überfordert, Mütter haben derzeit einen 24h Job. Natürlich ist ein Lockdown wichtig an dieser Stelle, aber man darf nicht vergessen, was es auch an Belastungen mit sich bringt.

      • Zu den Belastungen aktuell. Wir betreuen schon seit einigen Jahren eine afghanische Familie. Mit großer Sorge blicken wir derzeit auf die Lage in den Flüchtlingslagern an den europäischen Grenzen und die schlimme Situation der Menschen dort. Manchmal hilft auch ein Blick über den Tellerrand um die eigene Situation etwas differenzierter zu betrachten.

        • Ja, schlechter geht immer. Soll ich die komplette Pandemie jetzt ignorieren?!

          Es geht auch schlechter als in den Flüchtlingslagern an den europäischen Grenzen. Die Flüchtlinge dort sollten mal über den Tellerrand schauen, um ihre Situation etwas differenzierter zu betrachten, nicht wahr?

          Sie sind ja witzig.

    • Viele Eltern können ihre Frage sicherlich gerne beantworten. Weil die meisten Menschen 40 Stunden in der Woche arbeiten bei 6 Wochen Urlaub und nicht wie die Lehrer um 13 Uhr Schluss haben und 13 Wochen Urlaub im Jahr! Die Eltern müssen neben ihren Beruf noch die Arbeit der Lehrer übernehmen denn leider gibt es viel zu viele Lehrer, die zu faul sind Distanz Unterricht anzubieten. Es sieht wohl eher so aus dass sie als grundschullehrer mit ihrem Job überfordert sind.

      • @Knorr:
        Wo leben Sie? Auf einem Ponyhof.

        Wenn Sie so eine Lehrerstelle haben, sagen Sie mir Bescheid. Ich bewerbe mich sofort auf die Stelle!

      • @Simone Knorr

        Ja, Grundschullehrer können schon mal mit ihrem eigenen Job überfordert sein, denn

        – sie stehen auch ohne Distanzunterricht und Corona den Eltern zur Verfügung
        – lassen sich auch am Abend, zu Hause und am Wochenende anrufen
        – gehen in die Notbetreuung und schicken ihre eigenen Kinder in eine andere
        – kümmern sich um jeden einzelnen Schüler UND dessen Eltern
        – wissen über all das Gute aber auch das Leid „ihrer“ SuS Bescheid
        – helfen, differenzieren, putzen Nasen, gehen mit den Kindern aufs Klo, geben Zäpfchen (ja!), nehmen auf den Schoß, tragen Jacken hinterher, passen auf, ob jeder Frühstück dabei hat, erinnern (die Eltern) an passende Kleidung für einen Ausflug, bringen soziales Verhalten bei und ach, unterrichten ganz nebenbei noch, bringen Material nach Hause, holen es ab, führen derzeit Tür- und Angelgspräche mit Eltern und SuS….

        Ja, Grundschullehrer können schon mal mit ihrem eigenen Job überfordert sein.

        Es gibt bestimmt noch vieles, was ich vergessen habe, aber der Text oben hat keine Minute gebraucht.

        Wir haben demnächst bewegliche Ferientage, die schon längst angekündigt und bei Eltern im Terminkalender verankert sind – und was passiert? Es wird FREIWILLIG Notbetreuung angeboten.

        Schimpfen Sie nur weiter und stellen Sie sich vor – alle Lehrkräfte würden dieses Rundumsorglospaket NICHT mehr machen – nachmittags, abends, Wochenende.

        Dann hätte es gesellschaftlich schon längst geknallt.

        (Und Sie müssten sich einen anderen Prügelknaben suchen).

        • @Riesenzwerg:

          Ihre Arbeit in allen Ehren. Das ist wirklich grandios, aber leider der falsche Weg!

          Dadurch, dass wir uns so aufopfern und alles tun, damit die Eltern ja nichts zu meckern haben und wir immer gefallen wollen, werden Machtverhältnisse massiv verschoben.
          Wir haben Eltern durch unser unermüdliches Schaffen in eine Forderposition gebracht.

          Wir sollten tatsächlich mal arbeiten, wie oben dargestellt. Nicht verfügbar sein, Dienst nach Vorschrift, nach Unterrichtsschluss einfach mal das Arbeiten beenden. Schwellenpädagogik, ohne jegliche Vorbereitung.

          Wissen Sie was dann passiert?

          Man wird plötzlich um etwas gebeten. Wenn man mal ein bisschen etwas macht, wird es wertgeschätzt und man kriegt Lob usw.

          Sind wir ehrlich: Wir werden Eltern mit dem Distanzunterricht niemals alles Recht machen können. Es wird immer mehr gefordert.
          Wir sollten mal geschlossen sagen. Nein! Es reicht! Wir können das Nichtstun von anderen nicht monatelang kompensieren. Wenn ich so eine Haltung von Eltern meiner Schülerinnen und Schüler erleben würde, ich würde nur noch das Nötigste machen. Kein cm mehr!

          • @Defence
            Da haben Sie völlig Recht!
            (Das Schlimme ist, das weiß ich selber…)

            Es ist der falsche Weg – aber ich habe wirklich keine Ahnung, welchen ich – alleine – das ist das Problem – gehen kann/soll.

            Alle arbeiten sich den A ab – Eltern fordern nur noch mehr.
            Die KuMis denken, he, da geht noch mehr und dann kommt noch mehr.

            Das habe ich auch schon lange erkannt, doch der Weg daraus ist lang und schwer. Gerade jetzt sind die Gewissensbisse hoch – und damit spiele ich Eltern und KuMis in die Hände. Das ist mir leider nur zu deutlich bewusst.

            Wir haben ein wirtschaftlich-gesellschaftliches Problem, eigentlich gefühlt tausende und alle schreien und fordern, dass wir das lösen sollen – können wir nicht.

            Wir halten diesen Mist, der sich Schule nennt und Bildung vermitteln soll, schon viel zu lange am Laufen.

            Karren mit Krawumm vor die Wand und NEUSTART – das ist vermutlich der einzig richtige Weg.

            Keiner der KuKs macht mit, alle geben alles. Halten diesen Wahnsinn im Gange. „Wenn das Pferd tot ist, steig ab.“ habe ich mal gelernt. Das ist Jahre her.

            Ich hege die minikleine Hoffnung, dass aus diesem Coronachaos etwas Gutes entsteht.

            Hätten wir kleine Klassen – die wir schon seit Jahren fordern, wäre Präsenzunterricht nicht das große Problem – wir hätten Abstand.

            Dann wäre Bildungsgerechtigkeit nicht nur eine Worthülse, mit der man uns in den Präsenzunterricht prügelt.
            Dann bliebe es eine Worthülse, die die KuMis auch in 100 Jahren nicht füllen wollen – wie zum Beispiel mit mehr Lehrkräften, kleinen Klassen.

            Dann würden wir nicht alle dem Wahn verfallen, die Digitalisierung sei DIE Lösung. Das ist sie nur für deren Vertreiber – ein hübsches Wort, das zeigt, dass Bildung dadurch erst einmal vertrieben wird.

            Auch die „Lehrer“Verbände gehen in die falsche Richtung. Es scheint ein Trend zu sein, dem sich kaum noch jemand entgegenstellen kann – schwups – umgehauen.
            KuMis etwas kritisiert, aber nur ganz schwach Lehrkräften beigestanden.

            Ich mag den Begriff „Machtverhältnis“ nicht so gerne, aber die Rollen haben sich tatsächlich sehr verändert. Seit die Schulen wie ein Wirtschaftsunternehmen betrachtet werden – und dummerweise keine Gewinne erzielen – kämpfen alle Schulen unter Auferbietung all ihrer Kräfte um die vorhandenen knappen Ressourcen – Schüler. Keine Schulleitung will die Schule schließen müssen, kein KuK will die Schule verlassen, weil ein Lehrerüberhang – klar doch! – besteht. Der besteht nur, weil man sich an der Landwirtschaft orientiert und die Massenschülerhaltung entdeckt hat. (Die Anzahl der SuS, die Medikamente brauchen um durch den Tag zu kommen, ist erschreckend hoch).

            Die Ausbildungs-Qualität wird immer schlechter, von Jahr zu Jahr. Hat ein Schüler einen Stift dabei, wird schon gejubelt. Na, das hat sich bald erledigt, wenn endlich die digitale Ausstattung da ist.

            Ich will Grundlagenarbeit mit und für meine Schüler. Das fängt beim Halten eines Stiftes an. Nicht beim Anschalten eines tablets. Das lernen sie in Nullkommanichts. Und diese Dinger nützen ihnen nichts, wenn LESEN-SCHREIBEN-RECHNEN nicht endlich wieder als Grundkompetenzen gelernt werden müssen. Jeder steigt auf – was für ein Quatsch! (So ist das in SH, Sitzenbleiben nur, wenn Weihnachten, Neujahr und der Geburtstag der Tante meines Opas auf einen Tag fallen).

            GELD in AusBILDUNG! Nicht in Geräte!

            Vielleicht – meine zweite kleine Minihoffnung – wird ja auch endlich erkannt – wie wichtig knappe Ressourcen wie zum Beispiel Lehrkäfte sind und unsere KuMis – in weiter Ferne sind sie zu erahnen – ändern das System.

            Keine Schulschließung bei nur 40 Kindern, wenn 60 da sein müssen, doch nur 49 vorhanden sind. Das ist auch eine betriebswirtschaftliche Sicht, die bei Schulen, sozialen Einrichtungen und im kompletten Gesundheitswesen nichts verloren hat. ———- Man darf ja noch träumen.

            Sie haben Recht, absolut. Wir sind seit Jahren in der falschen Richtung unterwegs.

            Früher gab es den berühmten Bleistift, der Punkt 17.00 Uhr fiel. Heute fallen wir, weil wir viel zu viel tun und uns viel zu viel gefallen lassen.
            Und wenn schon kein Umschwung möglich ist, dann doch wenigstens für den Anfang ein Stehenbleiben.

        • Riesenzwerg,
          Ihr Einsatz in allen Ehren. Aber dieser übertriebene Einsatz (auch GS Lehrer ist ein Job mit job description) bei dem Sie Ihrem AG Überstunden schenken, führt zu der absurden Anspruchshaltung maßloser Eltern, die in Ihnen keine Lehrer mehr sehen, sondern so etwas wie Dienstboten für ihre Emmas und Leos.

          • @xy, Defence und alle anderen, die Recht haben! (Da hab ich ja was ausgelöst… meine Güte, das war gar nicht gewollt)

            Ich WEISS es ja – und muss ein bisschen für mich in die Bresche springen. Das da habe ich auch geschrieben – und werde meine eigenen Worte auch beherzigen.

            „Schimpfen Sie nur weiter und stellen Sie sich vor – alle Lehrkräfte würden dieses Rundumsorglospaket NICHT mehr machen – nachmittags, abends, Wochenende.

            Dann hätte es gesellschaftlich schon längst geknallt.

            (Und Sie müssten sich einen anderen Prügelknaben suchen).“

            Meine eigenen Worte. Ich sollte sie nur ernst nehmen, denn den Kern des Problems habe ich ja erkannt.

        • „…stellen Sie sich vor – alle Lehrkräfte würden dieses Rundumsorglospaket NICHT mehr machen – nachmittags, abends, Wochenende. Dann hätte es gesellschaftlich schon längst geknallt.“ Das wollte ich andeuten. Die Grundschullehrer übernehmen nicht erst seit Corona die Erziehungsarbeit und Elternbetreuung. Und das für das geringste Gehalt und Ansehen, das der Lehrerberuf zu bieten hat. Jeder sollte dankbar sein für die Dinge, die die Grundschullehrer – ganz selbstverständlich und oft unentgeltlich – leisten.

        • Ich stimme Ihnen in allen Punkten zu, muss aber an dieser Stelle klar erwähnen, dass wir Lehrkräfte keine Medikamente verabreichen dürfen. Und die Verabreichung von „Zäpfchen“ geht ja wohl absolut gar nicht!

          • @Dawi
            „muss aber an dieser Stelle klar erwähnen, dass wir Lehrkräfte keine Medikamente verabreichen dürfen. Und die Verabreichung von „Zäpfchen“ geht ja wohl absolut gar nicht!“

            Da bin ich persönlich voll bei Ihnen. Hängt jedoch im Lehrerzimmer – Anweisung, falls ein bestimmter Vorfall eintritt.

            Auch ich habe mal gelernt, dass man als Lehrkraft – auch generell erster Hilfe – keine Medikamente geben darf (ja, es sei denn, der Verletzte hat seine Packung dabei, macht sie auf und ich lege ihm die Tablette in die Hand und er nimmt sie selbst …).

            Ich möchte auch niemals in der Haut dieses Kindes stecken, an dem jeder aus medizinischen Gründen im Intimbereich „rumfummeln“ darf, hier sogar muss.

            Es ist einfach ein Wahnsinn, der um sich greift. Der Zettel hängt seit diesem Schuljahr da und zum Glück ist noch nicht vorgekommen.

            Was ich oben vergessen habe, ist das Windelnwechseln. Auch das ist noch drin – im Rundumsorglospaket.

            Und ihr habt alle Recht – es ist viel zu viel. Da bin ich ganz bei euch.

            Und ehrlich – es tut gut, euren „Unmut“, eure Klarstellung, eure Sichtweise zu lesen. Ein Blick von außen kann helfen, aus dem eigenen Fahrwasser (zumindest ein wenig) herauszukommen. (Das meine ich ganz ernst).

      • Und dann machen wir unseren Job auch noch so schlecht…..wie man an der Orthographie von Frau Knorr und anderen sieht.
        Genießen wir lieber noch ein wenig unsere Lehrer- Privilegien. Sack Reis!

      • @Simone Knorr
        „Weil die meisten Menschen 40 Stunden in der Woche arbeiten bei 6 Wochen Urlaub und nicht wie die Lehrer um 13 Uhr Schluss haben und 13 Wochen Urlaub im Jahr! “

        Sechs Wochen Urlaub?
        Die Faktenlage: Die Anzahl der Urlaubstage richtet sich nach dem Tarif- oder Arbeitsvertrag. Der gesetzliche Mindestanspruch beträgt 20 bzw. 24 Urlaubstage.
        30 Urlaubstage bei einer Sechs-Tage-Woche z. B. im Einzelhandel durchaus, aber sind dann auch keine sechs Urlaubswochen.

        Und das Bashing gegen Pädagogen, die auch Menschen sind, mit „13 Wochen Urlaub und bis 13 Uhr arbeiten“ ist doch eine etwas deplatzierte Stammtischparole, finden Sie nicht?

    • Sie haben ganz recht, aber ich würde einfach die Bitterkeit und Polemik herausnehmen und nüchtern feststellen dass viele Eltern ein Betreuungsproblem haben. Die Schulen sind definitv keine Betreuungseinrichtungen, schon gar nicht in Zeiten einer Pandemie. Lehre sind keine Betreuer und Schulen keine geeigneten Unterbringungsplätze. Dass viele Eltern beide Vollzeit ausser Hauses arbeiten müssen um ihre Familie ernähren zu können ist ein geselschaftlicher Missstand erster Güte. Diese Probleme gehören offen diskutiert und angegangen. Beispielsweise könnten Betriebe den Eltern Möglichkeiten eröffnen die Kinder in die Arbeit mitzunehmen, etc.

    • @Grundschullehrer

      Ich würde mich der Glorifizierung vergangener Zeiten gern anschließen, in denen die Eltern angeblich noch nicht mit der Erziehung ihrer Kinder überfordert waren.
      Es gelingt mir nur nicht so richtig.
      Ich habe meine Eltern, weiß Gott, oft genug überfordert erlebt, obwohl wir nach den heutigen Maßstäben sicher sehr folgsame Kinder waren.
      Wenn etwas nicht passte, auch wenn es nur eine Kleinigkeit war, bekamen wir eine geknallt, dass uns Hören und Sehen verging und wurden auch mal irgendwo eingesperrt.
      Da war recht schnell Ruhe.
      Falls nicht, wurde der Vorgang wiederholt.
      Da wurde nicht lang und zeitraubend nochmal und nochmal herumdiskutiert und -gehandelt und ewig nach Schuldigen gesucht.
      Das war auch in den 70ern und 80ern durchaus noch allgemein anerkanntes Erziehungsmittel und daran hätte kein Nachbar oder Verwandter groß Anstoß genommen oder gar Behörden informiert.
      Ganz im Gegenteil – damals galten Eltern noch schnell als „zu weich“.
      Wir waren ordentlich angezogen und ernährt und durften weiterführende Schulen besuchen. Was wollte man mehr.

      • Oft schwärmen bei mir Eltern in der Sprechstunde von ihrer Kindheit in den 80ern und wünschten so eine Kindheit auch ihren Zöglingen. Warum? Unsere Kinder sind nicht mehr frei und selbstbestimmt. Werden seit frühester Kindheit in ein Korsett aus Verpflichtungen gepresst. Heutzutage hat ein Kind einen Terminkalender wie ein Topmanager. Kein Wunder, dass sie sich nicht mehr selbst beschäftigen und organisieren können und für alles die Eltern brauchen. DAS stresst doch momentan alle Erziehungsberechtigten. Mit mir hat als Kind kein Mensch gelernt, wir hatten kaum Spielzeug, aber dafür viel Kreativität. Unsere Eltern waren da, wenn man sie brauchte, aber es gab keine Überbehütung und auch keine Abschiebung.

        • @ Sie haben ja recht. Allerdings sind es doch momentan auch gerade die Corona Maßnahmen, die den Kindern Regeln und enge Grenzen auferlegen. Wie sollen sie sich dann frei entfalten?

          • @Dip.Ich hab bei meinen Kindern immer Kreativität und Freidenkertum gefördert. Meine Älteste z.B hat ein virtuelles Schülercafe eingerichtet, trifft sich jeden Abend per Viko zum Dance workout, mein Bub streunert mit einem Freund im Wald rum, einfach auch rausgehen ist wichtig. Die älteren Geschwister passen auf die Kleinen auf. Ein Haustier anschaffen, viele Kinder dürfen nicht mal mehr einen Hamster halten: macht zuviel Dreck. Eigene Ideen der Kinder muss man wieder zulassen, Phantasie fördern. Sie können sich toll selber beschäftigen, man muss sie nur lassen, am besten ohne Observation durch Erwachsene. Man kann sie schon umsorgen und anleiten, aber dann ruhig sich selbst überlassen, das macht sie stark und selbständig. Was ist mit Einzelkindern? Manche können aus gesundheitlichen oder sonstigen Gründen nicht mehr Kinder bekommen. Aber auch die Einkindpolitik wird ja immer mehr befördert, fast wie in China. Vor lauter Stress und Leistungsdruck entschließen sich immer mehr für ein Kind. Ich hab tatsächlich die Argumentation im Bekanntenkreis gehört, dann sei der Urlaub, Flug und Hotel billiger.Vielen fällt dann nach Jahren der Karrierewidmung mit 42 ein, dass sie noch ein Kind brauchen. Dann kommt die Hormontherapie. Merkt ihr nicht, wie unnatürlich unsere Lebensweise immer mehr wird?

          • Vielleicht ist das ein Stadt Problem. Die uns bekannten Eltern auf dem Land berichten eher von ungewohnter Freiheit für ihre Kinder. Keine langen Schulwege mehr, gemeinsames Frühstück und viele sportliche Aktivitäten. Depressiv ist dort kein einziges Kind.
            In einer kleinen Stadtwohnung ist das sicher eine größere Herausforderung.

        • An M.
          Sie haben die Wahrheit gesagt.
          Ein Ball hat gereicht. Da brauchte man keine Ganztagsbetreung. Und mir soll keiner sagen, dass es am Geld liegt.
          Wir haben kein Geld fuer die Nachmittage gebraucht, weder die Maedchen, noch die Jungen.
          Aber das passte der Wirtschaft nicht.
          Die ganzen Computer sind viel zu teurer.
          Das Ergebnis : Uebergewicht und keine motorischen Faehigkeiten mehr.
          Aber gute Vorbereitung fuer ein Leben im Callcenter, das sind naemlich zu 90% die tollen IT Jobs, selbst fuer Akademiker.

    • Lieber Grundschullehrer, ich sehe das so: an der Überforderung vieler Eltern ist die Politik schuld.

      Ein Verdiener reicht heute nicht mehr zum Leben, weil Mieten, Lebensmittel und weitere Fixkosten teuer und teurer wurden/werden.

      Dann kam der Schrei nach der Frauenquote und damit die Abwertung der Mutter/Hausfrau.

      Statussymbole wurden in unserer Gesellschaft immer wichtiger: mindestens ein Auto, besser aber zwei. Urlaube im fernen Ausland, gern auch mehrmals im Jahr, teure Klamotten und und und.

      All das wurde politisch auch möglich gemacht, Stichwort Betreuungsanspruch.

      Und jetzt haben wir den Salat.

      Die einen Eltern sehen es schlichtweg nicht ein, sich kümmern zu müssen.
      Die anderen sind wirklich überfordert, weil sie nicht wissen, wie man Tag für Tag mit den Kindern zusammen lebt (nicht nur stundenweise zusammen wohnt).

      Für mich wird immer sichtbarer, was ich schon vor vielen Jahren vermutet habe. Und ich bin froh, dass ich damals nicht auf andere gehört habe, sondern die Erziehung selbst übernehmen konnte. Das kommt mir derzeit wirklich entgegen. Wir haben hier eine nahezu unbeschwerte Zeit im Lockdown.

      • Mutti, sehe die Problematik ähnlich. Persönlich empfinde ich die Elternschaft als eine Beziehung in die die meisten von uns erstmal hineinwachsen müssen und das braucht natürlich Zeit und einen sicheren finanziellen u. emotionalen Rahmen. Wenn man dann sicher aneinander gebunden ist, ist es leicht u. macht auch Freude sich (gegenseitig) zu erziehen.

    • Darf man an dieser Stelle davon ausgehen, dass Sie keine Kinder haben?
      Die These, dass alle Eltern „mit den Kindern, die sie selbst in die Welt gesetzt haben“, beleuchtet hier in keinster Weise die Tatsachen. Es geht hier nicht um Eltern, die nicht wissen, was sie mit ihren Kindern anfangen sollen. Es geht um Eltern, die ganz normal ihrer Arbeit und dem damit einhergehenden Druck umgehen müssen – sofern sie noch eine Arbeit haben – und gleichzeitig ihre Kinder dabei unterstützen sollen, sich den Lernstoff anzueignen. Jeder, der sich darüber klar ist, wie wichtig gute Bildung für die Zukunft dieser Kinder ist, muss bei diesem „Zweit – und Nebenjob“ verzweifeln – unabhängig von Bildungsstand, sozialen wie pädagogischen Kompetenzen und finanzieller Grundlage. Es dürfte also mehr als unfair sein, den Eltern mangelhafte Kompetenzen zu unterstellen, nur weil man keine anderen Argumente mehr zur Verfügung hat. Übrigens möchte ich an dieser Stelle nicht versäumen darauf hinzuweisen, dass die, die durch diese ganze Misere die langfristigsten Folgen zu tragen haben, gleichzeitig die sind, die das Ganze hier mit absoluter Gelassenheit, unvergleichlicher Disziplin und immer wieder einem Lächeln im Gesicht durchstehen: unsere Kinder. Es ist nicht nachvollziehbar, warum in Foren wie diesem hier deshalb so respektlos und herablassend über sie gesprochen wird statt endlich einmal Mit ihnen zu sprechen.

    • Ist das in Bremen?

      Dann herzliche Grüße an Frau Bogedan. Sie wollte die Verantwortung für solche Fälle übernehmen. Sollten diese Kinder sich in der Schule angesteckt haben, wird es sicher teuer für die gute Bildungsministerin.

      • @Defence
        Da benötigen die Eltern sicher einen sehr guten Juristen, sonst wird die Covid-Erkrankung der Kinder wohl eher als aktuelles ‚allgemeines Lebensrisiko‘ niedergebügelt werden.
        Man kann den Eltern nur einen solch guten Juristen wünschen.

  6. Forschungen und Ihre Ergebnisse können wir uns bei der KMK an den Hut stechen.
    Die wollen das nicht hören!
    Sagen sie lieber „Die Schulen sind sicher“ oder „Kinder sind keine Treiber der Pandemie“
    Das ist nämlich noch immer der Stand der KMK. Der Präsenzunterricht wird momentan nur von den Pandemiezahlen mühsam zurück gehalten.
    Beim ersten Licht am Ende des Tunnels werden die Schulen wieder sicher sein.
    Wenn irgendwelche Forscher was anderes sagen dann wird sich die komplette KMK wahrscheinlich auf den Boden schmeißen und die Luft anhalten bis das Virus weg ist.
    So das haben die besserwisserischen Forscher jetzt davon.
    Wissen die denn nicht, dass die KMK auf diese Forschung gar nicht reagieren kann?
    Geld ist keinesfalls vorhanden, ein Plan B wurde nicht gemacht. Für jetzt noch was sinnvolles zu planen reichen weder die Zeit noch der Sachverstand der KMK.
    Also, die Schulen sind sicher und basta.
    Komme da was wolle.

  7. Weils Staatskanzlei in Niedersachsen steckt bereits in anderen Planungen.

    HAZ vom 22.01.2021 Titelseite
    „Niedersachsen plant große Party am Maschsee
    … Das Land Niedersachsen wird 75 Jahre … Vorbild für die Feier (Anmerkung: 3-tägige Fest im Oktober 2021 am Maschsee) ist das große Fest zum 25. Jahrestag der Deutschen Einheit im Jahr 2014, dass damals 500.000 Menschen an das Ufer des Maschsees gelockt hatte.“
    https://www.haz.de/Hannover/Aus-der-Stadt/75-Jahre-Niedersachsen-Drei-Tage-Party-am-Maschsee-in-Hannover

    WAS FÜR EINE POSSE!
    Im Herbst werden wir mit Impfen noch keine Herdenimmunität erreicht haben!
    ABER die Staatskanzlei Niedersachsen tritt schon einmal in die Planung eines solchen MEGA-EVENTS ein!

    Mein Kommentar zu so einem Schwachsinn:
    Das GELD für diese Planung hätte Niedersachsen BESSER in den ‚INFEKTIONSSCHUTZ‘ für einen sicheren Präsenzunterricht an Niedersachsens Schulen gesteckt!

    Panem et circenses!

    • @Wunder SAM

      und woran denkt man in München?!

      Die Gaudi auf dem Oktoberfest mit Besuchern aus allen Ländern der Welt.

      Wir kriegen uns noch krank und / oder tot.

  8. Was Prof. Dorsten sagt(e) ist fast bedeutungslos. Die Minister machen es so wie sie es für richtig halten. Daran hat sich nichts geändert und es wird sich auch nichts ändern. Man(n) / Frau sitzt fest im Sattel, juristisch nur sehr schwer zu fassen. Daher werde ich z.Z. nichts mehr sagen oder schreiben, sondern nur noch das beste für meine Kinder unternehmen und durchsetzen, und das mit allen Mitteln die mir zur Verfügung stehen.
    Was ich von diesen Ministerklientel halte, was ich auch kund getan habe, verhalt so oder so ungehört. Man ist es leid und überdrüssig, immer und immer wieder seine freust und sein Unverständnis hier und sonstwo vom Stapel zu lassen. Es fruchtet nicht und der großen breiten Masse geht es am A*** vorbei …
    Zu allererst kommen meine Kinder, dann der Rest Deutschlands. Man zieht halt die Konsequenzen aus der Unfähigkeit dieser Politkasperl.

    • Ja leider ist das so. Wenn man sich alleine und im Stich gelassen fühlt dann lässt man andere auch alleine und im Stich und kümmert sich um dasjenige was man selbst beeinflussen kann und diejenigen die einem wichtig sind.

      Eigenverantwortung contra Solidarität. Jeder ist hier sich selbst der nächste. Und in der Pandemie handeln wir kurioserweise damit trotzdem solidarisch. Weil wir Ansteckungen vermeiden und das Gesundheitswesen entlasten. Wenn wir an an uns selbst denken haben wir für alle gedacht.

      Das klingt so furchtbar zynisch und als wollte ich ihren Beitrag ins lächerliche ziehen @ berd.

      Ich versichere, dass dem nicht so ist. Ich bin leider ganz bei Ihnen. Gerade gibt es mehrere Aufrufe von Zeitungen die möchten dass man von seinen Erfahrungen berichtet. U.a. gerade die Zeit. Tun sie das und schreiben sie auch an die Abgeordneten.
      Ich habe selbst wenig Hoffnung gehört zu werden aber irgendwann wird aus der kleinen Stimme vielleicht doch noch eine große und ein Kreuz des Protestes bei der nächsten Wahl.

    • Sie als grundschullehrer sitzen ja auch den ganzen Tag zu Hause. Was sollten Sie da auch schon für Probleme haben. Wie kann man eigentlich so realitätsfremde Menschen wie Sie auf die Kinder loslassen

      • @Sabine Knorr, Ihr Lehrerbashing lässt auf ziemlich viel Verbitterung und schlechte Erfahrungen schließen. Sie unterstellen Lehrern allgemein Faulheit. Wie korreliert das mit dem Lehrermangel? Wenn der Job so attraktiv ist, müsste es ja unendlich viele Anwärter geben. Davon würden Sie und Ihre Kinder auch profitieren: kleine Klassen, individuellere Betreuung. Tatsache ist, dass keiner mehr den Job machen möchte: um 13 Uhr geht die Arbeit erst los, momentan bis Mitternacht, weil alle Schülerarbeitsaufträge korrigiert werden müssen. Man ist für soviele Kinderseelen und Elternsorgen zuständig, was eine enorme psychische Belastung darstellt. Die meisten Ferien gehen mit Korrekturen drauf. Ich stigmatisiere ja auch keine anderen Berufsgruppen,von denen ich keine Ahnung habe.

        • @M.

          „Sie unterstellen Lehrern allgemein Faulheit. Wie korreliert das mit dem Lehrermangel?“

          Das korrliert ganz wunderbar, weil die wahrhaft Edelmütigen eben nicht faul sind.
          Die opfern sich lieber 24/7 auf im Non-Stop-Lehrerbashing.

      • „Sie als grundschullehrer sitzen ja auch den ganzen Tag zu Hause. Was sollten Sie da auch schon für Probleme haben. Wie kann man eigentlich so realitätsfremde Menschen wie Sie auf die Kinder loslassen.“ Falsch. Ich habe an 4 Tagen in der Woche Notbetreuung. Bei uns ist diese zu 50 Prozent ausgelastet. Danach arbeite ich bis spätabends weiter. Seien Sie mal dankbar für das, was die Grundschullehrer/ Lehrer/ Erzieher tagtäglich leisten! Sie haben nämlich keine Ahnung. Ganz offenkundig. Vielleicht sind Sie aber einfach nur wieder einer dieser Trolle.

      • Ich biete Ihnen gerne an, mich mal eine Woche in meinem Job als Grundschullehrerin zu begleiten. Unglaublich, dass sich diese Vorurteile nach wie vor halten, dass wir um 13 Uhr Schluss haben und anschließend nichts mehr tun. Unsere Woche ist schon unter „normalen“ Bedingungen mehr als voll. Bei uns endet der Unterricht auch in der Grundschule nicht um 13 Uhr. Die Vollzeitkollegen sind alle auch in der Hausaufgabenbetreuung eingeteilt, die je nach Klasse frühestens ab 14 Uhr beginnt. Danach heißt es differenzierten Unterricht vorbereiten, damit man auch jedem Kind gerecht wird, Elterntelefonate führen (…das auch gerne am Wochenende), Telefonate mit Therapeuten, etc. Jetzt im Distanzlernen sind wir in der Notbetreuung eingesetzt, da bei uns kein „sonstiges Personal“ zur Verfügung steht, wie es in der Presse immer so schön verkauft wird. Die Notbetreuung platzt aus allen Nähten, weil sie auch gerne von Leuten in Anspruch genommen wird, die eigentlich zu Hause sind. Im Anschluss bereiten wir dann neue Wochenpläne vor, korrigieren die Arbeitspläne der Vorwoche, stehen stundenlang am Kopierer, führen noch mehr Telefonate und halten zudem Videokonferenzen (…bei Bedarf auch für einzelne Kinder…) ab.
        Aber klar: Wir sitzen den ganzen Tag zu Hause und haben nichts zu tun!

          • Osman,
            das sehe ich auch so. Kein anderer Beruf würde sich ständig von Laien diffamieren lassen. Ich sage als Ingenieur auch keinem Arzt, wie er zu operieren hat und ich habe großen Respekt vor der Arbeit meiner Frau, die weniger verdient als ich, aber in Stunden gerechnet, mehr als ich arbeitet.
            Ich würde alle Kritiker und Besserwisser eine Woche vor eine Klasse stellen und danach Beruhigungsmittel an die Unterrichts Probanden verteilen.

        • @Dawi

          Das habe ich eben schon an @Grundschullehrer geschrieben:

          Die Kommentare dieser Dame beinhalten stets haltlose Anschuldigungen.
          Einfach mal so stehen lassen, dann geht sie – falls es eine reale Person ist – zu den Nachbarn und krakeelt unterm Fenster herum, wegen der Distanz. Aber auch auf diese Weise kann man sich bestimmt noch distanzlos äußern.

      • @Simone Knorr

        Sind Sie mit Oka verwandt?

        Das trollte sich hier auch ständig rum.

        Ich kann den Spieß auch gerne einmal herumdrehen – Eltern faul, tun nichts.

        Durch den täglichen Kontakt mit den Eltern meiner SuS – gerade jetzt während des DU – wird ganz klar – weder DIE noch WIR sind faul.

        Wir arbeiten uns – endlich in Sicherheit – den A ab. Safety fist – DAS muss die Regel sein.

        Wir haben den LD, weil die KuMis falsche Entscheidungen getroffen haben. Überlegen Sie sich bitte, wen Sie wählen.

        Es heißt immer: Entweder wir (also die KuMis) schließen die Schulen oder das Virus schließt die Schulen. Man braucht sich nicht die Frage zu stellen, wer hier die Macht hat. Die KuMis sind es nicht.

        Wenn ich so richtig darüber nachdenke – vielleicht sind die ja das Virus, die verstoffwechseln vermutlich auch nichts. Sonst wären solche Entscheidungen, die auch Sie treffen, nicht möglich.

      • Frau Knorr,
        Sie wirken arg überfordert.
        Wenn es an der Grundschule Ihrer Kinder Probleme gibt, sprechen Sie mit den Lehrern ohne diese verbal zu attackieren. Denn vielleicht liegen ja die Probleme Ihrer Kinder am Umgangston ihrer Mutter.

      • @Simone Knorr

        (1) „Sie als grundschullehrer sitzen ja auch den ganzen Tag zu Hause. Was sollten Sie da auch schon für Probleme haben.“
        (2) „Wie kann man eigentlich so realitätsfremde Menschen wie Sie auf die Kinder loslassen“

        (1) Ja. Gott sei Dank. Den ganzen Tag zu Hause. Luxusleben und hochbezahlt. Neidisch? Es sind noch Jobs frei (warum nur?).

        (2) Ganz einfach. Studium geschafft, Referandariat überstanden und Anstellung gefunden. Das Leben kann sooo einfach sein.
        Schauen Sie sich unsere KuMi-Vorbilder an.

        • @Riesenzwerg – vermutlich ist „dat liebe Simönchen Knorr“eines dieser Elternteile, die den eigenen Nachwuchs für hochbegabt hält. Sie kann die Begabung des Kindes ja nur mit der eigenen vergleichen.
          Es ist eben alles eine Frage des Bezughorizontes.

          Also nicht ärgern, viele versuchen den Frust über ihre vor Jahrzehnten gescheiterten Berufswahl an Lehrkräften auslassen zu wollen, aber „was stört es die Eiche, wenn sich die Sau dran schubbert!“

  9. Herdenimmunität frühestens wenn 60 / 70 / 80 % der Einwohner geimpft sind oder – unter Vorbehalten – eine Infektion durchgemacht haben.
    Einfach gerechnet bei 83.167.000 Einwohner wären dies 49,9 / 58,2 / 66,5 Mio. Einwohner.

    Es gab 2,1 Mio gemeldete Infektionen (bei 50.642 Verstorbenen) und verabreichte Impfdosen bisher 1,50 Mio..
    Rechnet man die Impfdosen 1:1 statt 2:1 sind wir durch die rosa Brille betrachtet bei 4,328 %, ohne Brille bedauerlicherweise nur bei max. 3,427 % mögliche Herdenimmunität.

    Danke am 22.01. an die Verantwortlichen, besonders nach bereits vier Wochen Impfaktion!

  10. Noch nie hatte ich so ungern recht!

    Der Inhalt dieses Artikels treibt meinen Blutdruck (womit ich sonst null Probleme habe) in ungesunde Bereiche!

    @Schattenläufer: Ganz meine Meinung!
    Ich würde soo gern mal Mäuschen spielen bei den Beratungen zu den Entscheidungen der KM. Ich wüsste nur allzugern, wie dort im stillen Kämmerlein argumentiert wird zu deren Beschlüssen.
    Diese Pandemie an sich ist schlimm genug.
    Die KM machen die Umstände in meinen Augen in jeglicher Hinsicht schlimmer, anstrengender, verwirrender, komplizierter und treiben mich zunehmend in die Verzweiflung (…und die Wut!!!!)

    • @Mary-Ellen

      Die handeln nach dem Star-Wars-Motto: It was so nice, we do it twice – und weiter.

      Die bauten auch noch einen zweiten Todesstern.

      Unsere KuMis scheinen ebenso drauf zu sein. Hat schon mal nicht geklappt, machen wir nochmal.

  11. Ja, er hat und hatte Recht.
    Wer ein ganz kleines bisschen was von Biologie oder Medizin kennt, wusste das auch von Anfang an.
    Viele haben seine Warnungen aufgegriffen und an vielen Stellen um Gehör gebeten.

    Es sollte also nicht der Eindruck entstehen, die Nation hätte eben nicht wissen können, dass da was dran war, womöglich weil es ja für alle so neu war.
    NEIN, das war es nicht! Man wusste, was ein Virus ist und auslösen kann!
    Es war nicht nur irgendwo ein Wissenschaftler, der vielleicht Recht haben könnte mit seinen Prognosen, was aber aus Versehen niemand gemerkt hat!
    Es gibt in der Fläche genug Menschen, die wussten und wissen, was kommen konnte oder kommen wird und auch mit allen zur Verfügung stehenden Möglichkeiten versucht haben, die Katastrophe zu verhindern.
    Warum wurde SYSTEMATISCH weggehört?

    Im Januar, mit den ersten Meldungen aus China, konnte JEDER wissen, der es wissen wollte, dass nur sofortiges Einfangen aller Infektionsketten die potentielle Weltkatastrophe hätte verhindern können.

    Warum gehen die Staaten nicht grundsätzlich vom „worst case“ aus?
    Bei Feuer im Dachstuhl hofft man ja auch nicht auf Regen…

    Auf die Schule übertragen:
    Zu „normalen“ Zeiten wurden die Kinder bei ausgefallener Heizung nach Hause geschickt – lieber einen Tag kein Unterricht als viele kranke Kinder viele Tage zu Hause im Bett.
    Kommt da ein Virus daher, der die Leute sogar umbringen kann, machen die KM auch noch die Türen zu (und die Fenster auf), sagen man solle sich die Hände waschen und zwingen alle, morgen wiederzukommen.

  12. Kretschmann vor dem Landtag. Nachzulesen im SWR liveblog.
    Er habe sich intensiv von Virologen, Epidemiologen sowie Kinder- und Jugendärzten beraten lassen, ob man Kitas und Grundschulen öffnen könne. Es sei klar, dass Kinder unter zehn Jahren deutlich weniger ansteckend seien als Erwachsene. Sie seien kein „Treiber“ des Infektionsgeschehens und würden viel seltener schwer krank. Aber je länger der Lockdown dauere, desto mehr litten die Kleinsten. „Sie brauchen andere Kinder wie der Fisch das Wasser.“ Er warb auch persönlich um Vertrauen für seine Entscheidung: „Ich habe ja den Beruf des Lehrers nicht zufällig ergriffen.“

    • „Es sei klar, dass Kinder unter zehn Jahren deutlich weniger ansteckend seien als Erwachsene.“

      Wenn man lange genug sucht, findet man bestimmt immer noch jemanden, der das glaubt und als wissenschaftlich fundierte Erkenntnis herausruft.

      Für alle anderen: Dass es weniger Fälle in der fraglichen Altersklasse gibt/gegeben hat, hängt schlichtweg mit der Teststrategie zusammen. In dem Alter sind die Erkrankungen meist symptomlos und symptomlose Kinder testet man nicht.

      Wie so oft reicht ein Blick in andere Länder, wo anders getestet wird und wo man dann auch zu anderen Erkenntnissen kommt.

      „Ich habe ja den Beruf des Lehrers nicht zufällig ergriffen“

      Habe ich die Nachricht verpasst, in der davon berichtet wird, wie er ohne Schutzmaßnahmen vor 30 Kindern (teilweise „verschnupft“) in einem schlecht belüfteten Raum ein paar Stunden gibt?

    • Na ja, er sagt ja auch zum einen, dass wir wegen der Mutation aufpassen und deswegen strengere Maßnahmen brauchen und gleichzeitig dass die Zahlen sinken und man deswegen Schulen öffnen kann.
      Politiker drehen sich die Fakten einfach so, wie sie sie brauchen.

    • @inib

      „Er (Kretschmann, ef.) warb auch persönlich um Vertrauen für seine Entscheidung: „Ich habe ja den Beruf des Lehrers nicht zufällig ergriffen.““

      … und hat ihn warum gewechselt?

      • @Riesenzwerg

        Er hat erkannt, dass er MEHR zu geben hat.

        Normaler Schultag: im Durchschnitt 6 Stunden á 30 SuS = 180 Personen

        In seinem jetzigen Job kann er viel mehr Personen beglücken, weil er seine Reichweite vergrößert hat.
        Klappt doch prima.
        Feedback ist auch ganz doll, wenn man sich täglich in den Medien findet, muss das wohl gut sein, was man macht … Man muss halt täglich „einen raushauen“.
        Macht er dann auch.
        Läuft.
        Rückwärts und bergab – aber läuft bei ihm.

  13. Würde mich nicht wundern, wenn die Mutation genau deswegen so gefährlich für Kinder geworden ist, weil die offenen Schulen monatelang eine optimale Brutstätte für den Virus in Kindern darstellten und der Virus dort wunderbar mutieren konnte.

    Aber Achtung: das ist reine Mutmaßung meinerseits, komplett nicht belegt.

  14. „Die Medizin ist nicht frei von Modewellen“ – Christian Drosten 2014 zur Sinnhaftigkeit der PCR-Tests

    .

    „Was ja an sich kein Fehler ist, oder?

    Nun ja. Es ist eben so, dass es bisher eine klare Fall-Definition gab, also ein striktes Schema, das festlegte, welcher Patient als Mers-Fall gemeldet wurde. Dazu gehörte zum Beispiel, dass der Patient eine Lungenentzündung hat, bei der beide Lungenflügel betroffen sind. Als in Dschidda Ende März diesen Jahres aber plötzlich eine ganze Reihe von Mers-Fällen auftauchten, entschieden die dortigen Ärzte, alle Patienten und das komplette Krankenhauspersonal auf den Erreger zu testen. Und dazu wählten sie eine hochempfindliche Methode aus, die Polymerase-Kettenreaktion (PCR).

    Klingt modern und zeitgemäß.

    Ja, aber die Methode ist so empfindlich, dass sie ein einzelnes Erbmolekül dieses Virus nachweisen kann. Wenn ein solcher Erreger zum Beispiel bei einer Krankenschwester mal eben einen Tag lang über die Nasenschleimhaut huscht, ohne dass sie erkrankt oder sonst irgend etwas davon bemerkt, dann ist sie plötzlich ein Mers-Fall. Wo zuvor Todkranke gemeldet wurden, sind nun plötzlich milde Fälle und Menschen, die eigentlich kerngesund sind, in der Meldestatistik enthalten. Auch so ließe sich die Explosion der Fallzahlen in Saudi-Arabien erklären. Dazu kommt, dass die Medien vor Ort die Sache unglaublich hoch gekocht haben.

    Sie meinen, dass die Medien einen Einfluss auf die Meldezahlen haben?

    In der Region gibt es kaum noch ein anders Thema in den TV-Nachrichten oder Tageszeitungen. Und auch Ärzte in Krankenhäusern sind Konsumenten dieser Nachrichten. Die überlegen sich dann ebenfalls, dass sie mal ein Auge auf diese bisher auch in Saudi-Arabien sehr seltene Erkrankung werfen müssten. Die Medizin ist nicht frei von Modewellen. …

    Was wäre Ihrer Meinung nach zu tun?

    Es wäre sehr hilfreich, wenn die Behörden in Saudi-Arabien wieder dazu übergehen würde, die bisherige Definitionen der Krankheit einzuhalten. Denn was zunächst interessiert, sind die echten Fälle. Ob symptomlose oder mild infizierte Krankenhausmitarbeiter wirklich Virusträger sind, halte ich für fraglich. Noch fraglicher ist, ob sie das Virus an andere weitergeben können. Das Beraterteam des neuen Gesundheitsministers sollte stärker zwischen medizinisch notwendiger Diagnostik und wissenschaftlichem Interesse unterscheiden.“

    https://www.wiwo.de/technologie/forschung/virologe-drosten-im-gespraech-2014-die-who-kann-nur-empfehlungen-aussprechen/9903228-2.html

    • @Edward von Roy
      „Die Medizin ist nicht frei von Modewellen“ – Christian Drosten 2014 zur Sinnhaftigkeit der PCR-Tests“

      Also es ist in Ihren Augen nur ein blöder Trend, PCR Tests in Corona Verdachtsfällen durchzuführen?
      Eine medial verursachte Mode!

      Besser nicht testen, dann haben wir auch niedrige Zahlen?
      Kommt mir irgendwie bekannt vor…

      Ich habe eine Idee:
      Möchten Sie vielleicht auswandern?
      In Palm Beach, Florida wäre bestimmt noch ein Zimmer für Sie frei.
      Mar-a-Lago heißt der Wohnsitz eines älteren Herren dort, der Ihr Gedankengut teilt und jetzt gerade ziemlich einsam ist.

      Man muss auch manchmal den Mut zur Veränderung haben!

    • Herr Roy,
      Sie geben nie auf, oder? Das mit den PCR Tests wurde schon vor Monaten verbreitet.
      Je größer der Unsinn, desto offensiver wird er vertreten. Ich habe alle Querdenker aus dem Freundeskreis entfernt. Hört Ihnen noch jemand außerhalb Ihrer Blase zu?

  15. Wie lange sollte das eigentlich gut gehen? Wo ist der Verstand der Minister? Als ob sie „besessen“ wären!
    Auch der Lehrerverband bereitet mir immer mehr Sorgen! Alles rein politisch!
    In diesen speziellen Gesundheitsnotstand sollte man doch bitte auf die Profis hören, wird uns das nicht immer eingetrichtert? Wieso verhalten die sich wie Corona-Leugner? Es war ja nun genügend Zeit, um etwas zu Unternehmen, statt es kleinzuquatschen!!!
    Nur weil Kinder oft keine Symptome haben, sind sie noch lange nicht frei vom Übertragungsgeschehen und wer weiß, wie sich die Studien zu Kindern noch weiter entwickeln! Da geht man doch nicht so ein Risiko ein!
    Das hat man doch als halbwegs vernünftiger Mensch keine Sekunde geglaubt!
    Das ist so dermaßen verantwortungslos, es wurde noch nicht einmal versucht, für etwas sichere Arbeitsbedingungen zu sorgen! Wenn Lehrer*innen und Erzieher*innen dann ihre Besorgnis äußerten, wurde dies ins Lächerliche gezogen, als mimimi! Lüften reicht doch!

    • „Wieso verhalten die sich wie Corona-Leugner? Es war ja nun genügend Zeit, um etwas zu Unternehmen, statt es kleinzuquatschen!!!“ Das habe ich mich auch die ganze Zeit gefragt. Heutzutage wird in der Politik aber sehr nach den „Likes“ geschaut. Und wenn die Mehrheit der Eltern schreit „Schule auf! Kita auf!“ Dann wird das eben gemacht. Man will ja keine Wähler verlieren. Außerdem haben die Politiker selbst in Sachen Ansteckung nichts zu befürchten. Wir haben es hier mit einem knannharten Kalkül zu tun, bei dem die Erzieher und Lehrer (sowie auch die Kinder und Eltern) im Grunde der Kollateralschaden sind.

  16. Man hat doch eigentlich nie gesagt, dass sich Kinder nicht anstecken. Man hat immer gesagt, dass Covid-19 für Kinder deutlich ungefährlicher zu sein scheint. Dem ist doch hier gar nicht widersprochen worden: Kinder haben meist milde oder keine Symptome. Und das ist gar nichts Besonderes: Für etliche Krankheiten gilt, dass sie für Kinder ungefährlich(er) sind als für Erwachsene und manchmal ist es auch umgekehrt.

    „So sind zum Beispiel Röteln für Kinder ungefährlich, bei Schwangeren kann eine Erkrankung aber zu einer Fehlbildung beim ungeborenen Kind führen. Eine Masernimpfung, die erst am Ende des ersten Lebensjahres möglich ist, schützt auch Säuglinge, für die Krankheit besonders gefährlich wäre. Impfen hat also etwas mit Solidarität zu tun.“
    https://www.familie.de/kleinkind/gesundheit/kinder-impfungen-vor-und-nachteile/

    • Doch, hat man gesagt. Das war das Ergebnis einer Videokonferenz aller SPD-Bildungsminister vom Mai:

      „Im Vergleich zu Erwachsenen infizieren sich jüngere Menschen seltener. Entscheidend aber ist, dass sie die Krankheit kaum auf andere übertragen. Dieser Aspekt ist besonders wichtig, weil die Schließung der Schulen vor allem damit begründet wurde, dass Kinder sich über ihre Schulkontakte infizieren und dann die Krankheit an ihre Eltern und Verwandten zu Hause übertragen könnten. Das Gegenteil scheint der Fall: Die Wissenschaftler verwiesen darauf, dass sich viele Kinder eher bei Erwachsenen in der Familie anstecken als umgekehrt.“

      Kurz darauf fasste die KMK den Beschluss, nach den Sommerferien die Schulen ohne Abstandsregel zu öffnen. Die angeführten „Wissenschaftler“ waren übrigens Kinderärzte-Lobbyisten, die auch die wirtschaftlichen Interessen ihrer Mitglieder vertreten.

      Quelle: https://www.news4teachers.de/2020/06/spd-bildungsminister-konferieren-mit-aerzte-lobbyisten-ergebnis-corona-fuer-kinder-ungefaehrlicher-als-grippe-abstand-im-unterricht-unnoetig/

    • Der Masernvergleich hinkt ebenso wie der Vergleich mit der Grippe.

      Ich verstehe auch Sinn und Zweck dieser ewigen Vergleiche nicht. Wem nützt es, Tatsachen wegdiskutieren zu wollen?

      Das die Anzahl der Mutationen bei hohen Inzidenzen entsprechend steigt und Kinder häufig asymptomatisch bleiben dürfte inzwischen jeder begriffen haben.

      Die mutierte Variante aus GB hat dort steigende Zahlen in allen Altersgruppen bewirkt. Vor allem die Altersgruppe der Kinder infiziert sich nun verstärkt:

      https://t.co/dFOtmZmYzl

      Die mutierte Variante verbreitet sich zunehmend auch auf dem europäischen Festland.und ist brandgefährlich.

      https://www.doccheck.com/de/detail/articles/31224-mutationen-das-virus-ist-gnadenlos

      Also, was gibt es da noch wegzudiskutieren???

  17. Professor Drosten hat von Anfang an gewarnt, auch das, das das Virus mutieren wird, es dann gefaehrlicher werden koennte.
    Bisher hatte er leider immer Recht mit seinen Prognosen.

    Die Kultusminister *innen sind jedoch schlauer, als alle Virulogen zusammen und haben die Teststrategie geaendert und irgendwelche „Kinderaerzte“ gefunden, die ihre Fahne in den Wind der KM’s gehaengt haben, dies wurde dann entsprechend veroeffentlicht.

    Professor Drosten hat rechtzeitig auf Vorbereitung der naechsten Welle gedraengt, es wurde ignoriert, gerade von den KM’s. UNVERZEILICH!!!!

    Jetzt werden sogar Kinder beatmet und die diskutieren weiterhin noch ueber Schuloeffnungen????
    UNGLAUBLICH, ohne Schutzvorkehrungen ein absolutes NO GO!!!

    @Grundschullehrer:ich finde es, genau, wie Sie in Ihrem ersten Kommentar ein zunehmendes Problem, das Eltern ihre eigenen Kinder zunehmend als Belastung empfinden und lieber in „Betreuungseinrichtungen“ abschieben wollen.
    Es ist eine schwierige Situation fuer alle, nur wir wollen alle nach Moeglichkeit unbeschadet da raus kommen und dann muss jeder sein Moeglichstes dafuer tun.
    Kinder fallen nicht einfach so vom Himmel.

    In der Vorbereitung der Schulen wurde auf ganzer Linie schlichtweg versagt.
    Jetzt haben wir somit alle das Problem, nur es MUSS zum Gesundheitsschutz entschieden werden und nicht, weil einige Eltern nach Schuloeffnungen schreien, damit sie ihre Kinder betreut wissen und das Recht auf Bildung, sorry, das ist doch nur eine Ausrede.
    Waere der Digitalunterricht vorbereitet, wuerde das auch funktionieren. Die Klassenraeume sind ebenfalls null ausgestattet,somit ist der Praesenzunterricht untragbar.

    Professor Drosten ist DER!!! Fachmann auf seinem Gebiet und er hat es nicht noetig, sich profelieren zu muessen, wie einige seiner anderen Kollegen.
    Seine Warnung MUSS endlich mal umgesetzt werden, damit es nicht in der absoluten Katastrophe endet.

    Ich moechte mein Kind NICHT auf den Friedhof tragen muessen!!!

  18. Die KM haben in den ganzen Monaten nichts gelernt. Es wird immer noch propagandiert, dass in den Einrichtungen, in die wir Eltern unsere Kinder geben und die für diese Zeit die Obhut und Verantwortung haben, sicher sind. Lange schon habe ich Zweifel, ob diese Personen überhaupt auch nur einen Ansatz von Verstand besitzen. Ich wiederhole mich gern: übers Wochenende in der Klasse meines Sohnes 4 positiv getestete Schüler, am Montag der 5. bestätigte Fall und die Schule bestand darauf, dass der Rest der Klasse in die Schule zu kommen hat. Angeblich vom Gesundheitsamt so vorgeschrieben. Es hat mich als Mutter einen Anruf gekostet um dieses Lügengerüst zum Einsturz zu bringen und keine 2 Stunden später hatte die Schule ein Schreiben von GA vorliegen. Natürlich durften die SuS nicht in die Schule. Ich bin gewiss kein Freund vom Distanzlernen, aber ich werde mit Sicherheit nicht das Risiko freiwillig eingehen, mein Kind der Gefahr auszusetzen ein potentieller Überträger zu sein, nur weil die Schule das so will. Sicherlich kann er sich auch beim Einkaufen infizieren, aber das habe ich als Mutter selbst in der Hand. Ich finde es eine Frechheit, dass die KM uns Eltern das Recht absprechen für unsere Kinder selbst zu entscheiden. Wenn mal wieder Lehrer an der Schule fehlen, dann werden die Klassen ganz fix mal für 2 Tage nach Hause entlassen, da werden wir Eltern auch nicht gefragt. Und was unsere Kinder von diesem Hickhack halten und vor allem aus dieser Ignoranz anderer lernen sollen, das will von diesen Personen keiner wissen. Gute Nacht, sag ich da bloß.

  19. Hallo, es ist schon traurig, dass Kinder in Abschlussklassen gezwungen werden, in die Schule zu gehen. Man hätte die Zensuren auch zusammen fassen können, wie sonst auch. Es ist eben eine schlechte Lage und diese Ausnahme wäre gerechtfertigt. Sie haben sich dass ganze Jahr um gute Noten bemüht und Prüfungen ändern das auch nicht mehr. Meine ganze Familie hat sich bei meiner schulpflichtigen Tochter angesteckt. Von wegen keine große Gefahr. Kinder achten in Pausen und auf dem Schulhof nicht auf irgendwelche Abstände. Einerseits Kontaktbeschränkungen-andererseits Schulpflicht.

  20. @ Besorgte Mutter
    Ich möchte mein Kind auch nicht auf den Friedhof tragen müssen. Ich wünsche keinem Menschen was Böses. Aber dieses KMK gehört weggesperrt oder komplett entlassen, weil sie es hinnehmen dass unsere Kinder und Jugendlichen sich mit dem gefährlichen Virus anstecken. Das ist Vorsatz. Sie wissen dass es passiert. Brauchen nur nach GB zu schauen. Es besser wissen zu wollen als die Virologen grenzt schon an unglaubliche Ignoranz und Dummheit.

  21. Das sind unsere Kinder die diese Leute in die Schulen schicken wollen. Unsere, nicht die der KultusministerInnen. Warum sollen die das Recht haben über unsere Kinder/Jugendliche zu bestimmen? Wir beschützen sie. Wir ziehen sie groß. Wir kümmern uns um sie wenn sie krank sind. Wir ermöglichen ihnen unbeschwert durchs Leben zu gehen bis sie auf eigene
    Beinen stehen. Und danach auch noch. Nicht die KMK. Sie sollen gefälligst uns als Eltern entscheiden lassen ob wir sie in die Schule schicken. Oder den Distanzunterricht weiterhin bevorzugen. Unsere Kinder/Jugendliche brauchen uns Eltern. Sie vertrauen uns. Sie werden alle ihren Weg gehen. Auch mit einer kleinen Bildungslücke, die man auch wieder schließen kann. Die KuMis kümmern und trösten sie nicht, wenn ein Familienmitglied sich durch sie ansteckt und eventuell schlimmeres passiert. Das wird kein Kind/Jugendliche einfach so wegstecken. Und unsere Kinder werden später ihren eigenen Kinder von dem Jahr 2020/21 erzählen. Von der Pandemie und den unfähigen KuMis, die so viele Leben aufs Spiel gesetzt haben um ihr eigenes Versagen zu vertuschen. Das wird NIE ein Mensch verzeihen können. Niemals.

  22. Es ist doch ganz einfach. Ein Menschenleben zählt schon lange nichts mehr. Es geht nur um Profit und Wählerstimmen. Diejenigen, die jetzt laut nach Schul- und Kitaöffnungen schreien, ( die ja nie wirklich zu waren) sitzen schon längst im Homeoffice. Sie stehen nicht jeden Tag an der sogenannten Front und müssen ungeschützt ihre Arbeit verrichten.
    Das Kartenhaus ist schon längst eingestürzt.
    Die Politik kann sich ja jetzt schlecht eingestehen, dass ihre Strategie, alle Kinder haben ein Recht auf rundum Betreuung nicht aufgeht. Kinder brauchen auch ihre Eltern. Es kann nicht alles von Anderen ( Erzieher, Lehrer, usw. ) aufgefangen werden. Kinder sollten unsere Zukunft
    sein, aber sie werden oft nur noch wie eine Ware behandelt. Sie gehen durch zig Hände und jeder zieht und zerrt an ihnen herum und meint er wüsste was sie brauchen. Die Kinder werden in ein Schema gepresst, ob sie es wollen oder nicht. Später wundert man sich wenn sie z. B. Verhaltensauffällig sind.
    Natürlich ist es günstiger wenn auch die Frauen arbeiten. Das bringt ja jede Menge Geld ein. Noch mehr Steuern können erhoben werden., es kann alles teurer werden, da es jetzt ja auch jede Menge Doppelverdiener gibt usw.
    Wenn der Politik wirklich was an unseren Kindern liegen würde, würden sie dafür sorgen, dass Familien auch besser unterstützt werden und das jeweilige Elternteil auch die ersten Jahren, mit gutem Gewissen, bei ihren Kindern zu Hause bleiben könnten um diese in ihrem Kita und Schulalltag unterstützen zu können und Kinder auch mal wieder Kinder sein dürfen.

  23. @Edward von Roy
    DA PASST ABER VIELES NICHT ZUSAMMEN:

    1. Das Mers-Virus ist NICHT Sars-Cov2!
    2. Sätze aus dem Kontext zu reißen, verdrehen den Inhalt.
    3. PCR-Tests haben nichts mit Modewellen zu tun und sind seit den 90ern etabliert.
    4. Ihr Zitat bezüglich der ‚Modewellen‘
    „Die Medizin ist nicht frei von Modewellen“
    —>
    Ist im Kontext des Textes eher anders zu werten:
    – Die überlegen sich dann ebenfalls, dass sie mal ein Auge auf diese bisher auch in Saudi-Arabien sehr seltene Erkrankung werfen müssten. Die Medizin ist nicht frei von Modewellen. –
    Die MODEWELLEN beziehen sich hier auf die ’seltenen Erkrankungen‘ = MERS und NICHT auf die PCR-Tests!

    Dachte eigentlich, dass mit der Inauguration am 20.01. das Thema alternative Fakten durch wäre! 😉

  24. – Schulen keine Infektionstreiber
    – Schulen sind sichere Orte
    – Kitas sind sichere Orte
    – Aha-Regel einhalten reicht
    – Masken sind nicht nötig
    – Es gibt keine Übersterblichkeit
    – Geimpfte sind nicht infektiös
    ….
    Diese Liste an dreisten Behauptungen (Sollte man es Lügen nennen?) ließe sich sehr lange fortführen, aber das erspare ich uns lieber. Schont Nerven und Blutdruck.

    Es wird so lange schon gewarnt und gemahnt. Nichts passiert. Abwarten, aussitzen, Augen zu, Ohren zu, Verantwortung abschieben. Warum wird nicht auf die FACHLEUTE gehört? Aber vor der Presse auftreten wie die Weltmeister (vgl. heutige Pressekonferenz des RKI mit Spahn). Es wäre äußerst wünschenswert und aller höchste Zeit, dass all diese Politikversager, die durch NICHTS qualifiziert sind, im September ihre wohl verdiente Quittung bekommen.

    Aber bis dahin lassen sie noch die Bürger ihres Landes ins offene Messer laufen. Ich habe so die Nase voll!

  25. Würde den Kultusministern wirklich etwas am Wohl der Kinder und Eltern liegen – was ich mittlerweile stark infrage stelle, dann hätten sie die nötigen Luftfilteranlagen angeschafft. Es gab eine Bundeswehrstudie, die gezeigt hat, dass sie wirken. Nichts ist passiert. Wahrscheinlich, weil es eine Milliarde gekostet hätte – für alle Klassenräume der Bundesrepublik. Zum Vergleich: Die Lufthansa haben wir alle mit Steuergeldern zum Schnäppchenpreis von 8 Milliarden unterstützt. Immer schön kritisch bleiben!

    • Mittlerweile glaube ich tatsächlich, dass es da gar nicht um die Milliarde ging, sondern um die Milliarden, die es kostet, bis es eine Impfung auch für Kinder gibt (und viele Eltern, die nicht impfen lassen würden)- für die neuen Mutationen bräuchte man eine Durchimpfung von ca. 90 Prozent, und das am besten in allen Staaten). Das dauert denen zu lange, und es gibt ja genug Idioten, die behaupten eine natürliche Infektion sei für Kinder nicht schlimm , und die für die es ganz schlimm läuft, die Langzeitschäden und die Übertragungen an Ältere nicht einsehen wollen.

      • „Das dauert denen zu lange, und es gibt ja genug Idioten, die behaupten eine natürliche Infektion sei für Kinder nicht schlimm , und die für die es ganz schlimm läuft, die Langzeitschäden und die Übertragungen an Ältere nicht einsehen wollen.“ Das sagt eine meiner Kolleginnen auch. Die Kinder sollen sich ruhig anstecken, denen passiert eh nichts. Die sind dann immun und das hilft der Gesellschaft. Eine sehr naive Sicht. Immun sind sie höchstwahrscheinlich. Aber welche Folgeerkrankungen stehen ihnen im Leben bevor? Niemand wird dann mehr den Zusammenhang zur Covid-Infektion herstellen können. Mit Langzeitfolgen stehen dann Kinder UND ihre Eltern allein da.

    • @XY
      „Ich würde mein Kind nicht hinschicken. Abitur ist nachholbar.“

      Seh ich (zwar) auch so, ….

      ABER
      Was tun Sie als Eltern, wenn ihr ‚Kind‘ als Abiturient volljährig ist und somit die Eltern nicht mehr die Erziehungsberechtigten sind?

      Da wird es schwierig!
      Den 18-Jährigen fehlt es an dieser Stelle noch an Lebenserfahrung und Weitsicht, um ‚richtige‘ Entscheidungen zu treffen.
      – Hätten die 18-Jährigen Bockmist verbrochen und stünden vor Gericht, würde noch das Jungendstrafrecht wegen ‚mangelnder Lebenserfahrung‘ angewandt –

      Und in der jetzigen Pandemie-Situation???
      Da deligieren die KMs die Entscheidungen immer weiter nach unten, ….
      weil den KMs – die eigentlich Entscheidungsträger sind und als solche auch bezahlt werden – der eigene Mum fehlt, rechtsverbindliche Entscheidungen zu treffen.

      … Und wie sollen sich die Abiturienten nun entscheiden?

      1. Denn die Schüler der 13. Klasse wissen im Moment nicht VERBINDLICH, ob sie bei einer Befreiung vom Präsenzunterricht überhaupt zum Abitur zugelassen würden!
      … weil sich die KM zu KEINEN verbindlichen Aussagen herablassen.

      2. ZUDEM besteht weiterhin die VERPFLICHTUNG an den Vorabiklausuren OHNE MASKENPFLICHT teilzunehmen!
      – Mit der Option sich das Virus auf diesem Weg einzufangen –

      Wo bleibt an dieser Stelle die Fürsorgepflicht der KMs?!?

      Daher der Appell an die KMs:
      SEHT ENDLICH EIN, DASS ES IN 2021 KEINE ABI-PRÜFUNGEN GEBEN KANN.

      In Großbritannien wurde bereits in 2020 die Abinote – ohne Prüfungen – rechnerisch ermittelt und in 2021 wurden dort ALLE Abschlussprüfungen abgesagt.
      https://www.spiegel.de/panorama/bildung/corona-grossbritannien-streicht-abschlusspruefungen-an-schulen-a-47842e35-c5b8-420b-89ab-43ecfac0672a

      • Meine Kinder setzen ein Jahr aus. Ich bin Risikoperson und im Haushalt befindet sich eine Person über 80. Wir haben es als Familie ausdiskutiert und meine Kinder haben für sich diese Entscheidung getroffen. Wir sind damit sehr zufrieden, wäre da nicht der Beruf meiner Frau. Meine Frau ist durch ihren Lehrberuf ein Risiko. Wir überlegen inzwischen sogar, unser Haus aufzuteilen, damit sie sich isolieren kann, wenn sie ab Februar täglich mit 100 Schülern Kontakt haben wird. Meine Wut auf die Bildungspolitik ist nicht mehr in Worte zu fassen.

        • @xy
          das klingt unendlich traurig…

          Derartige Schritte im Familienleben sind echt hart und sie sollten nochmal darüber nachdenken ob dieses auseinanderreißen der Familie der Beruf ihrer Frau es wert ist.

          Mein Mann ist auch Risikopatient und unsere Kinder sind seid Schuljahresanfang zu Hause und werden es auch die nächste Zeit erstmal bleiben.
          Klar ist es nicht immer einfach aber unsere Familie ist uns das wichtigste.
          Wir für uns haben immer versucht die positiven Seiten aus dieser Pandemie zu sehen, (ja es gibt auch positives) denn die Pandemie entschleunigt das Leben sehr, man muss nicht mehr von einem Termin zum anderen rennen (bzw. ist es ja gar nicht mehr möglich) sondern kann sich auf die wichtigen Dinge im Leben konzentrieren.

          Wenn es notwendig werden sollte werden meine Kinder auch 1 Jahr wiederholen, wo soll da das Problem sein? Momentan wird ja so getan wie wenn man den Kinder ihre Zukunft zerstört weil sie 1 Jahr länger in die Schule gehen?!?!

          Geld allein macht nicht glücklich und das ist etwas das aus meiner Sicht viele nicht verstehen oder verstehen wollen…
          Klar zum überleben braucht man es, aber wenn mir das Bekannte erzählen die normalerweiße mehrmals im Jahr in den Urlaub fahren müssen kann ich solche Aussagen einfach nur belächeln.

          Ich wünsche ihnen auf jedenfall noch alles Gute und bleiben sie gesund 😀

          • Liebe kathi,
            Ihr Beitrag hat mich sehr berührt. Eine sehr kluge und vernünftige Einstellung in diesen Zeiten.
            Ich sehe es genau so und wir finden sicher eine tragbare Lösung.
            Bleiben Sie gesund!

        • Lieber xy,
          Ihre Frau sollte sich von der Präsenzpflicht befreien lassen, wenn es irgend möglich ist. Das Ganze ist nicht hinnehmbar.
          Ich drücke Ihnen und Ihrer Familie die Daumen, dass dies klappt!

    • Genau das sage ich auch immer allen Querdenkern!
      Ich kenne Menschen die sich in der Grundschule durch Kinder angesteckt haben. Die Kinder wurden aber nie getestet, da sie keine Symptome hatten. „ was ich nicht weiss, macht mich nicht heiß“, das scheint das Motto zu sein. Leider haben diese Personen in ihrer Familie auch Tote durch COVID zu beklagen. Ich sage immer: „von Krisen kann man sich irgendwie erholen, aber tot ist tot“ und „ möchten sie vielleicht gerne ihre eigenen Eltern / Großeltern opfern?! …. nur zu“

  26. Berufliches Schulzentrum im Burgenlandkreis (BLK) Sachsen-Anhalt hat mit über 500 Fällen in der 7-Tage-Insidenz den deutschen Höchststand und am kommenden Montag kommen ALLE 3.Lehrjahre aller Berufe, BVJs und 13. des Berufliche Gymnasium wie geplant in die Schule zum Präsenzunterricht, da ja alle Abschlussklassen sind. Sie kommen mit öffentlichen Verkehrsmitteln teilweise aus ganz Sachsen-Anhalt! Alle Intensivstationen in BLK sind belegt. Und nirgendwo wird darüber berichtet. HILFE!!!

  27. Die meisten Eltern, die arbeiten beschweren sich gar nicht über die Schulschließungen. Die, die sich beschweren sind meist die, die nicht arbeiten und eigendlich auf ihre Kinder aufpassen könnten.
    Ich hoffe das doch noch auf Herrn Fristen gehört wird und die Schulen zu bleiben

  28. Erneute Bestätigung der Beobachtungen von Drosten – Infektionszahlen von Schüler*innen und Kitakindern gleich hoch wie bei Erwachsenen, wenn man sie denn testet:

    https://www.butenunbinnen.de/nachrichten/gesellschaft/lehr-corona-tests-schulen-kitas-bremen-100.html

    Wenn die KMK nun immer noch weiter an ihr Märchen glaubt, weiß ich es auch nicht. Was muss noch geschehen? Einer, der ethisch verantwortlich handelt, ist Hans-Georg Koch – ihm gebührt höchster Respekt:

    „Aus Ärger über Eisenmann trat nun gar der frühere Ministerialdirigent und ehemalige Regierungssprecher Baden-Württembergs, Hans Georg Koch, nach über 40 Jahren aus der CDU aus. In einem Leserbrief in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ erklärt der Vertraute des früheren Ministerpräsidenten Erwin Teufel (1991-2005) seinen Rückzug: „Zum ersten, weil die Spitzenkandidatin der CDU seit Wochen versucht, aus der Corona-Krise politisches Kapital zu schlagen; zum zweiten, weil es offensichtlich niemanden in der CDU Baden-Württemberg gibt, der (oder die) auch nur den Versuch macht, sie zu bremsen.“

    Koch zeigte kein Verständnis, „mit welcher Verbissenheit die baden-württembergische Kultusministerin (…) eine schnelle Öffnung von Kitas und Grundschulen betreibt“. Es sei zwar nichts dagegen zu sagen, kleinen Kindern soziale Kontakte und Bildung zu ermöglichen. „Wem es aber um die Kinder und ihre Eltern geht, der müsste doch wissen, dass ein vorzeitiges angebliches „Entgegenkommen“ auf dem Rücken der Betroffenen ausgetragen würde, wenn sich die Zahlen verschlimmern statt sich – wie tollkühn unterstellt wird – massiv zu verbessern.““
    Quelle: https://www.t-online.de/region/stuttgart/news/id_89336318/spd-zu-kultusministerin-eisenmann-obrigkeitliches-handeln.html

  29. Es ist schon erstaunlich…immer wieder diese Kultusminister. War es nicht Kretschmann der kurz nach dem 2. Lockdown gestanden hat dass er die vielen Mahnungen von Frau Merkel als belästigend empfand? Und er hatte sich dann in diesem Interview entschuldigt dafür.
    Und jetzt…fängt er und die anderen wieder an……..nur damit man ihnen nicht vorwerfen kann dass sie nichts rein gar nichts im Sommer für den Online Unterricht gemacht haben.

    Kann man Ministerpräsidenten und Kulturminister nicht verklagen? So als Sammelklage?
    Mich erstaunt dass es noch nicht in Deutschland gemacht wird.

    Denn in Niedersachsen häufen sich langsam die Fälle bei denen mehr Kinder im Krankenhaus liegen, die an Covid 19 erkrankt sind, und 2 müssen beatmet werden.

    Es ist erstaunlich dass 1. sich keine Gruppen von Lehrern und Eltern zusammentun und eine Sammelklage gegen die Kultusminister machen, ich kenne mich da rechtlich nicht so aus, vllt kennt sich da jemand mehr aus als ich,
    und warum sich 2. nicht mehr Ärzte dazu melden, die auf diesen Stationen arbeiten. Immerhin kommen doch dann wieder mehr Personen ins Krankenhaus wenn die Schulöffnung durchgeführt wird aufgrund der Mution die wesentlich ansteckender ist.
    Das kann doch kein Ziel sein.

    In was für einem Land leben wir denn? Und wieso kann man die Schulpolitik nicht auf Bundesebene regeln? Es läuft doch derart schief wenn Schulpolitik in einem förderalistischen System in der Verantwortung der einzelnen Länder liegt und damit in den profilneurotischen und machtgierigen Händen der Länderfürsten.
    Wieder einmal schief gelaufen. Ich kenne nicht viele Politiker die die Menschen wirklich noch überzeugen können.

  30. Quelle“M“: Da gabs doch diese Studie von Kinderärzten und Kinderkliniken veröffentlicht, wonach Kinder kaum ansteckend seien“

    Mein Vorschlag:
    Erinnert euch hartnäckig und konsequent an die Politiker und die Kultusminister, die erstaunlicherweise Unbedenklichkeit behauptet haben, was diese späteren Folgen zumindest begünstigt haben!

  31. Ich schüttle auch nur den Kopf über Frau Dreyer, wie sie das Schlupfloch Präsenzpflicht darstellt.
    Sie überlässt es den “ überforderten Eltern“, ob ihre Kinder in die Schule gehen!!! Das ist schon clever von ihr!!! Aus Angst vor Nachteilen werden die Kinder geschickt.
    Mein Mann ist Risikopatient und da mein Sohn den Unterrichtsstoff bei mir besser versteht, werde ich ihn weiter zu Hause unterrichten. Ich gehe auch arbeiten, bin oft nervlich angespannt. Aber es ist mein Fleisch und Blut für den ich Sorge trage. Und mit dieser mutierten Variante werde ich ihn erst recht nicht zwingen. Nur damit die Noten durchgedrückt werden. können.

    • Die Forderung „Präsenzunterricht“ in einer Zeit, in der schon Kinder auf Intensivstationen liegen (siehe Niedersachsen) ist an Fahrlässigkeit kaum zu überbieten. Man möchte damit von eigenen Versäumnissen ablenken. Kaum ein Elternteil wir eine Chance haben mit einer Klage gegen das jeweilige Bundesland, sollte er/sie oder das eigene Kind erkranken. Das wissen Politiker und handeln entsprechend.

  32. Ich kann das Gejammere der Lehrerschaft nicht mehr hören. Warum sind denn wir Lehrer so gefährdet? Die Frau im Supermarkt stand im März ohne Schutz vor den Klopapierhortenden Kunden. Der Arzt stand auch nur mit seiner Stoffmaske vor sehr kranken Menschen. Ich kann doch Abstand halten und Lüften, wenn ich das für Nötig halte. Alle tragen Masken. Die ständige Moralkeule zu schwingen, dass die Schulöffnungen und damit die Kinder Schuld an Todesfällen wären finde ich verwerflich. Ich kenne aus den Schulen unserer Umgebung keine großen Ausbrüche. Meist hatte niemand anderes aus der Klasse eines Kindes mit positiven Test, kein weiteres Kind irgendetwas. Die Kinder jetzt ständig als potentielle Gefahr anzusehen entspricht nicht meinem Verständnis eines Pädagogen, dem doch auch das Wohlergehen der Kinder am Herzen liegen sollte und nicht nur sein eigenes. Auf der anderen Seite wird von den „sogenannten“ Pädagogen nicht wahrgenommen, was man den Kindern alles wegnimmt. Dass ein Lockdown über Wochen für Kinder gefühlt viel länger ist als für Erwachsene, sollte jeder wissen. Nun dürfen sie praktisch seit einem Jahr keinen Sport mehr treiben und das tun, was Kinder normalerweise für eine gute Entwicklung brauchen. Solidarität scheint es also nur für eine Gruppe zu geben und wer etwas anderes für die Zukunft unseres Landes fordert, der ist ein Gefährder oder gleich ein Mörder. Wie hier einige abfällig über die Probleme der Familien in Lockdownzeiten sprechen macht mich wütend. Wie wäre es denn, wenn die Autoren dieser Kommentare mal zwei Wochen die Betreuung zweier drei bis siebenjähriger übernehmen würden und gleichzeitig im Homeoffice mit Abgabefristen und dem Unterricht/der Betreung der Kinder zu kämpfen hätten. Entweder diese Menschen haben keine Kinder oder sind (meiner Erfahrung aus Kollegien und als Elternteil schulpflichtiger Kinder nach) Lehrer, die den digitalen Unterricht als das Hochladen von Arbeitsblättern im Wechsel mit deren Lösung sehen. Dass es sich dabei nicht um Unterricht handelt, sondern bei der weiterhin vollen Bezahlung der Lehrkräfte eine Farce ist, muss ich nicht erwähnen. Meiner Meinung nach (und so handhabe ich es) müssen die Schüler von den Lehrkräften online genauso beschult werden, wie wenn die Kinder anwesend wären. Nur so bekommen die Kinder eine Struktur, Unterstützung und die Rückmeldung, die sie brauchen. Eltern sind nicht dazu da, Aufgaben zu suchen, auszudrucken, zu korrigieren und die Kinder zu motivieren und bei der Stange zu halten und das neben ihrem eigentlichen Beruf (und den kann man eben nicht ohne Weiteres mal unterbrechen und auf Eis legen)Das ist der Job der Lehrer. Wenn alle Kollegen so arbeiten würden, dass der komplette Unterricht online gehalten würde, hätten Eltern auch nicht diese Probleme. Eltern noch lächerlich zu machen, weil sie im Homeoffice mit den eigenen Kindern nicht zurecht kommen ist unverschämt. Es wäre ihre Aufgabe lieber Kollege, die Überlastung der Eltern zu vermeiden, indem sie sich entsprechend einbringen. Die Eltern bekommen ja auch nicht ihr Gehalt. Leider muss ich feststellen, dass sich das gesellschaftliche Bild des faulen (ständig krank, viele Ferien, Jammerei ) und dazu oft noch arroganten Lehrers (besonders schutzbedürftig, lässt sich aber nichts sagen, denn weiß ja schließlich alles besser) nach meiner Erfahrung oft bewahrheitet.

    • Su, sie sind eine Lehrerin, die sich selbst ins Bein schießt, indem sie Vorurteile befördern und Kollegen anpinkeln. Sie können nicht zwischen gerechtfertigter Kritik und Jammern differenzieren, was eigentlich zu den basalen Fertigkeiten Ihres Berufs zählen sollte. Wenn Sie es in Ordnung finden, dass Lehrer ohne Arbeitsschutz arbeiten und Sie sich freiwillig infizieren lassen wollen, ist das Ihre eigene (unverantwortliche) Entscheidung. Sie können das aber nicht von Kollegen verlangen, dass diese in devoter Kriecherei ihr Leben aufs Spiel setzen und diese beschimpfen, nur weil sie auf ihre Rechte bestehen.
      Meine Kinder haben in der Zeit des Digitalunterrichts besser gelernt als in der Schule, weil sie konzentrierter arbeiten konnten. Probleme konnten in Gesprächen behoben werden.
      Was machen Sie denn so Überragendes im Digitalunterricht?

    • Mich plagen seit einigen Tagen noch ganz andere Sorgen als meine aktuelle Situation. Meine Kinder bekommen das Problem mit dem Ferunterricht erstaunlich gut in den Griff, manchmal habe ich sogar das Gefühl, sie lernen mehr als vorher. Bei ihnen läuft es fast wie in der Schule. Die einzelnen Fächer werden online Unterrichtet, es gibt Einzel-,Partner und Gruppenarbeiten, sie haben Gelegenheiten sich in Gruppen auszutauschen und sich mit Fragen an die Lehrer zu wenden. Das mit dem Blätter -Ausdrucken nervt aber mehr auch nicht. Die Lehrer meines Sohnes machen einen tollen Job obwohl ich zugegebener Maßen den Gymnasiallehrern immer etwas voreingenommen war und ihnen eine gute Unterrichtskonzept nicht so richtig zugetraut habe. Wenn ich mal Zeit zum Zuhören finde, kann ich sogar meine eigenen Englisch- und Französisch Kenntnisse auffrischen. Aber meine Kinder sind keine Grundschüler mehr und das macht sicherlich einen einen Unterschied. Ich kenne aber genügend Grundschuleltern und habe letztes Jahr noch als Grundschullehrerin gearbeitet. Ursprünglich als Hauptschullehrer wurde ich in den vergangenen Jahren als Grundschullehrerin eingesetzt. Die Umstellung war sehr arbeitsintensiv und obwohl ich nur in Teilzeit gearbeitet habe war ich in Vollzeit und am Wochenende beschäftigt. Zwei Grundschulen habe ich in dieser Zeit kennengelernt und es fast ausnahmslos mit sehr engagierten und gut ausgebildeten Kollegen zu tun gehabt. Fast alle lieben es, mit Kindern zu arbeiten und haben sich über das normale Maß hinaus für die Schule und ihre Schüler engagiert. Mich erfüllt dieses abwertende Gerede über Lehrer mit Traurigkeit und obwohl ich selbst nicht mehr in diesem Beruf arbeite, empfinde ich es gegenüber meinen ehemaligen Kollegen als unfähr und ungerecht. Und warum eine Berufsgruppe, die anscheinend so unentbehrlich ist und auch in diesen schweren Zeiten ständig an forderster Front kämpfen muss, ständig von Leuten wie ihnen über ein Kamm geschert, bespuckt und beleidigt und in Frage gestellt wird ist mir ein Rätsel. Ich für meinen Teil bin froh, dass ich diesen Job nicht mehr machen muss. Nicht wegen dem Arbeitsaufwand, nicht wegen der Kinder sondern wegen Eltern wie ihnen und all den Bildungsministerien wie sie so schön von ihrem Posten die frohe Botschaft von offenen Schulen verkünden.

    • Wie kommen Sie darauf, dass Schüler „seit einem Jahr keinen Sport mehr treiben dürfen“? Sie möchten gerne schwarz-weiß sehen, oder?

      Vereinssport geht nicht, aber:

      In den Schulen meiner Kinder wurde bis zu den Herbstferien ganz normaler Sportunterricht gemacht. Übrigens zum Teil in der Halle und ohne Maske. Absolut unverantwortlich.

      Jetzt, im Distanzunterricht, bekommen die Schüler praktische Sport-Aufgaben, deren Ausführung gefilmt und an die Lehrerin geschickt werden. Eine tolle Möglichkeit, das Handy sinnvoll zu nutzen. Spaß macht das außerdem auch noch.

      Im Übrigen ist es jedem Schüler und auch jeder Familie erlaubt, sich draußen zu bewegen. Das tut allen gut und stärkt die Gemeinschaft.

      Ich habe den Eindruck, dass Sie in Ihrem Beitrag zur allgemeinen Schlammschlacht gegen Lehrer beitragen möchten.

      Das Sie selbst Lehrerin sind kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen.

    • Einfach unglaublich! Mir fehlen die Worte!
      Haben Sie schon einmal etwas von differenzierter Betrachtungsweise gehört?
      Man kann nicht einfach alles über einen Kamm scheren!

  33. Und wenn sie selber Lehrerin sind, dann können doch auch sie wie alle meine ehemaligen Kollegen zu einem gelungenen online Unterricht beitragen. So wie ich sie verstanden habe würden sie auch noch gerne Sport unterrichten, vermutlich aus pädagogischer Sicht und aus gesundheitlichen Gründen ganz ohne Maske. Dann hoffe ich inständig, sie gehören nicht zur Lehrerschaft meiner Kinder. Die kommen mir nämlich alle eigentlich alle ganz vernünftig vor.

    • Von welchem gelungenen Online Unterricht sprechen wir hier? Den bekommt nicht jeder geboten!
      Auch wenn es nur eine GS ist, ich drucke Arbeitsblätter aus, ich bearbeite sie bei Fragen mit meinem Kind, ich kontrolliere die Aufgaben und dann schmeißen wir die Arbeitsblätter weg! Interessiert nämlich niemanden ob die Blätter bearbeitet wurden oder nicht, da wird nicht mal quer geguckt… Ich kann nur beurteilen was ich erlebe, aber das empfinde ich als demotivierend für Kind und Eltern!

      • Tut mir leid für sie und ihr Kind. Aber vielleicht gehören sie damit eher zu den Ausnahmen, die es sicherlich auch gibt- wie in jedem Beruf.

        • Ja, aber die weitverbreitete Meinung der Pädagogen hier im Forum ist ja grundsätzlich „man ist mit seinem Kind überfordert“ oder nicht in der Lage „sein Kind zu ein paar Arbeitsblättern zu motivieren“… über den eigenen Tellerrand schaut halt keiner, lässt den Blick auf die Pädagogen aber deutlich verändern!

      • Und was ich noch ergänzen möchte: Ich habe auch nur unsere aktuelle Situation beurteilt. Meine Kinder sind in der 6ten und 10 ten Klasse Gymnasium, dass ist sicherlich ein Unterschied. Und den Frust mit zugeteilten Aufgaben, die nie besprochen werden, kennen wir auch. Allerdings nur aus dem ersten Lockdown. Deswegen sind wir jetzt mit dem aktuellen Fernunterricht auch so zufrieden. Auch die Lehrer müssen lernen, mit der neuen Situation umzugehen. Und das wird ihnen mit den kurzfristigen Entscheidungen der KMs nicht immer leicht gemacht. Mich stört es aber, wenn Personen wie su dann gleich verallgemeinern und die gesamte Lehrerschaft in Frage stellen.

  34. Warum zum Teufel wehren wir Eltern und Lehrer(innen) und Schulleier(innen) uns nicht.
    Warum wird nach wie vor sich nicht gewehrt.
    Warum wird kein Brandbrief von uns Allen, die da entsetzt zuschauen müssen verfasst.
    Warum sind wir Alle so feige ???

    Das bitte verinnerlicht sich ein Jeder von Uns.

    WARUM !!!

  35. Passt jetzt nicht zum Thema, aber muss trotzdem hier mal von einem Nicht-Lehrer gesagt werden:

    Es ist ist so erholsam eine Ecke im Internet zu finden, die nicht von Verschwörungsideologen dominiert wird, sondern wo echte, rational-denkende Menschen über Missstände diskutieren ohne irgendwelche “alternative Fakten“ zu bemühen.

    Ich weiß, von dem Applaus könnt ihr euch nix kaufen, aber dieses Forum macht eurem Berufsstand echt Ehre, denn es scheint als hätte hier noch kaum jemand die Ratio komplett über Bord geworfen.

    Es tut mir trotzdem Leid, dass die Politik so viel versäumt hat in Bezug auf den Fakt, dass Kinder genau so Infektiös sind wie Erwachsene und natürlich auf das Risiko, das daraus für euren Stand erwächst. Andere Pandemiemaßnahmen wurden wiederum ganz gut eingesetzt…

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here