Eltern sehen „Vereinsamung“: Erste Klage gegen Distanzunterricht in NRW

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MÜNSTER. Am Oberverwaltungsgericht für das Land Nordrhein-Westfalen ist am Dienstag eine erste Klage gegen den seit Montag geltenden Distanzunterricht an den Schulen eingegangen. Eine Grundschülerin der 4. Klasse aus Köln will nach Angaben einer Gerichtssprecherin per Eilverfahren erreichen, dass die entsprechende Passage in der Coronabetreuungsverordnung außer Vollzug gesetzt wird. Begründung: Vereinsamung, fehlender Kontakt zu den Mitschülern und die Qualität des Unterrichts.

Das Gericht hat zu entscheiden. Foto: pxhere

Die Regeln zum Distanzunterricht gelten während des verlängerten Lockdowns in der Corona-Pandemie in NRW vorläufig bis Ende Januar. Wann das OVG mit Sitz in Münster in der Sache entscheidet, ist offen. Da die Schülerin die Geschädigte ist, tritt sie als Klägerin auf. Die Eltern treten als gesetzliche Vertreter der Minderjährigen auf. Das genaue Alter der Viertklässlerin war zunächst nicht bekannt.

Für die rund 2,5 Millionen Schüler war bereits Mitte Dezember die Präsenzpflicht im Klassenraum wegen der Corona-Pandemie ausgesetzt worden. Bei Schülern der unteren Jahrgänge bis Stufe sieben hatten die Eltern die Wahl, ob ihre Kinder in der Schule oder von zu Hause aus am Unterricht teilnehmen sollten. Für ältere Schüler war das Lernen bereits vollständig auf Distanz umgestellt worden. dpa

Hört auf, Familien zu Opfern zu erklären! Eltern brauchen jetzt Unterstützung – kein Wehklagen über geschlossene Schulen

 

 

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103 KOMMENTARE

  1. Das sind tolle Eltern.
    So fürsorglich um Ihre eigenen Interessen bemüht! Nur keine Zeit und Mühe in den Nachwuchs investieren.

    Hoffentlich vereinsamt ihr Kind nicht komplett, wenn die Lehrer vom Virus dahingerafft werden!
    Das Fehlen der Eltern würde es vermutlich nicht registrieren, die sieht es sicherlich nicht so oft.

    Kann es bitte endlich mal Hirn regnen?

    • Morgen klage ich auch! Und zwar sowas von!!!
      Gegen das Virus!
      (Würde mich brennend interessieren, ob die Eltern besagter Schülerin sozialverträgliche Alternativvorschläge haben).
      Warte auch schon die ganze Zeit darauf, das an manche endlich Hirn verteilt wird….hoffentlich Großhirn!!!

      • Mary-Ellen, und alle hier, die sich fortwährend weigern, sich erstmal an die eigene Nase zu fassen.
        Außer einem ersten Ansatz von daskanndochnichtwahrsein, konkrete Vorschläge von LuL-Seite vorzulegen, gibts nur Klagelieder und Bashing. Klagelieder MUSS es geben, GeBashe ist hochverzichtbar.
        Und jetzt sollte es hier die Möglichkeit geben, wenigstens mal durchformulierte, in sich schlüssige, wohlbegründete und praxistaugliche V e r f a h r e n s k o n z e p t e für die verschiedenen Schulformen diskutieren zu können – von LuL!!!

        Ah – das gehört nicht zu den Aufgaben von LuL?
        Gut – und wie wärs, mit denjenigen Aufgaben zu wachsen, die unabweisbar durch das Virus gestellt sind? Und das, weil niemand sonst – aus der Praxis heraus – sachgerecht mitwirken kann? Und weil ja doch einige Zeit dafür vorhanden ist, hier fortwährend im Forum aufzutreten?
        Also – wann lese ich hier solche Konzeptentwürfe?

        AH – „dann machen Sie´s doch selbst!“
        Sparen Sie sich solche Sprüche – wenn Sie selbst dabei sind, ernsthaft und nachhaltig, DANN kommen Sie gerne wieder damit…Und NEIN – Oka ist ein total ANDRER….

        „Wir haben gerade genug zu tun, den letzten Rest an erträglichem Alltag zu retten“ ? Ja – gut, dann aber bitte ohne Bashing, und bei berechtigten Klagen bitte jeweils den Abhilfevorschlag benennen.

        Und zuletzt zwei Vorschläge zur Güte:
        (1) Wir warten damit bis nach dem letzten Impftag in D – und stehen die Zeit bis dahin durch, so gut es geht… aber danach sorgen wir dafür, dass die Konzepte bei der nächsten Pandemie vorliegen.
        (2) Wir bitten die Redaktion, eine eigene Spalte dafür einzurichten für diejenigen, die bereits jetzt damit beginnen wollen.
        ök?
        Und nun wie immer:
        „Studiert SOLINGEN – und bringt es zu Ende: HANDELT.“

        • @Senior Didi

          Danke, Oberlehrer Didi, da hast dus uns aber mal so richtig gegeben!
          Schön muss das sein wenn man als senior zuviel Zeit hat. dann kann man anderen sagen was sie machen sollen. Weil alte Leute immer recht haben.

          „Und zuletzt zwei Vorschläge zur Güte:
          (1) Wir warten damit bis nach dem letzten Impftag in D – und stehen die Zeit bis dahin durch, so gut es geht… aber danach sorgen wir dafür, dass die Konzepte bei der nächsten Pandemie vorliegen.
          (2) Wir bitten die Redaktion, eine eigene Spalte dafür einzurichten für diejenigen, die bereits jetzt damit beginnen wollen.
          ök?
          Und nun wie immer:
          „Studiert SOLINGEN – und bringt es zu Ende: HANDELT.““

          Auch immer das selbe!

          Schnarch.

          • A. Dann schnarchen Sie ruhig weiter – zulasten all derer, die bereit sind, in die Zukunft zu denken….
            sagt einer, der in überschaubarer Zeit auf Wolke7 weilen wird. Ich sage es für meine Enkel, die mit solchen „Schnarchern“ wie Sie zurecht kommen müssen – ök?

          • @ Senior Didi 13. Januar 2021 um 12:32

            Das ist mega-ök
            Missionieren Sie ruhig noch ein bißchen …
            Und beschimpfen Sie ruhig andere Leute, z.B. „solchen „Schnarchern“ wie Sie“.
            Sie sind päpstlicher als der Papst, muss doll sein.
            Passt nicht zu Ihrem Post heute morgen (s.u.), aber muss doll sein …

            Senior Didi 13. Januar 2021 um 09:50
            „gibts nur Klagelieder und Bashing. Klagelieder MUSS es geben, GeBashe ist hochverzichtbar.“

            “ Wörtlich ist Bashing ein Begriff, der „schlagen“ oder „angreifen“ bedeutet.“ (Wikipedia)

            Fällt Ihnen was auf?

        • Als Nichtseniorin und Lehrerin, die in Niedersachsen grade eine Abschluss-Klasse in Präsenz betreut, kann ich Ihnen nur zustimmen.

          Ja, meine Grundschulkinder sind bei Wahlfreiheit in der Schule oder mal in der Notbetreuung oder sonst was. Aber sie sind viel glücklicher und haben eine relativ unbeschwerte Zeit und wir keinen Homeschooling- Ärger (Grundschule-Lehrerin kriege ich nicht hin )

          Und ich kann meine Prüflinge so betreuen, dass wir uns alle wohlfühlen, die Beziehung nicht leidet und die Prüfungen machbar sind-Luftfilter von der Schule angeschafft, inklusive.

          Der Jammerton hier in den Artikeln und den Kommentaren ist schwer auszuhalten, ich bin hier auch nur, wenn uch was bestimmtes suche.

          Mein erster, und wohl auch letzter Kommentar hier, weil endlich mal jemand was anderes fordert, als Mi-Mi-Mi 😉

    • @Mimi

      Es könnte gut möglich sein, dass dieses Kind überall außerhalb der Familie besser aufgehoben ist als dort, wenn das Kind sogar Klage eingereicht hat?
      😉
      In dem Fall sind die Eltern tatsächlich ganz toll:
      Sie erweisen dem Kind unter sicherlich großer seelischer Pein den größtmöglichen Liebesdienst, denn sie zu erbringen vermögen!
      🙂

      Und demnächst auf Super-RTL:
      „Elterntausch: Glücksgriff meines jungen Lebens – Eine Viertklässlerin plaudert ALLES aus!“

        • @Mary-Ellen

          Die erste Staffel wird gedreht, wenn alle Mitglieder der „Schulfamilie“ (besonders in Bayern ein beliebter Begriff) erst ein wenig „durchgedreht“ und danach total „abgedreht“ sind …

          Es kann also nicht mehr lange dauern, aber man weiß noch nichts genaues, außer dass es nicht (!) in Zusammenhang steht mit Inzidenzwerten, dafür aber mit der Beurteilung der Gesamtsituation (bekannt auch als „ernstes Verfahren“, benannt nach der Erfinderin B. Ernst, letzter rasanter Auftritt mit diesem Kunststück in den ARD-Tagesthemen).
          In den Nebenrollen – man munkelt es wären 16 an der Zahl – sind rein physisch sehr erwachsene und mitteilungsfreudige Kommentatoren aus 16 Bundesländern. Sie sind in der Rolle der Jury, wissen selbst aber nicht, was sie „evaluieren“ sollen und auf welcher Grundlage das passieren soll. Konsequent frohgemut versuchen sie aber permanent davon abzulenken: Darum gibt es an Stelle der sonst alle 20 Minuten üblichen Werbepausen neue Statements der „Super-Sechzehn“, natürlich „safer talk“ per Videoschalte.
          Am Ende kommt eigentlich gar nichts heraus, aber das Kind darf alle 16 mit nach Hause nehmen.
          16 „Experten“ + 1 Viertklässlerin + Mama + Papa = nie mehr „Vereinsamung“

          Klassenziel erreicht!
          🙂

          • @Pit 2020
            Das klingt super!

            Also wenn ich das richtig verstanden habe, gehen alle diese 16 Superhirne am Ende mit ins Eigenheim zum Anwaltspapa, der die ganze Sache angezettelt hat?

            Das möchte ich auch sehen!

            Vorausgesetzt natürlich, dass die Super 16 dann auch mit in die Schule dürfen 🙂
            Für’s Lernen ist es doch nie zu spät!

          • @Pit:
            Könnte man nicht auch ein bekanntes Kinderbuch einfach umschreiben?
            Frau Ernst und die „Wilde 16″…?
            🙂

      • Klar, man muss Verständnis zeigen, für alles und für jeden. Auch für Menschen, die in einer Pandemie ihr Kind in eine Virenverbreitungsanstalt klagen und der Allgemeinheit damit schaden?!

        Auch für Eltern, die aus gewohntem Egoismus alles riskieren, koste es was es wolle?
        Egal, wie die Begleitumstände sind?!

        Sie haben sicher auch Verständnis für Querdenker, Reichsbürger und anderes hirn- und verantwortungsloses Pack.
        Die Gründe für den Marsch aufs Kapitol kennen wir. Ist der dadurch gerechtfertigt???

        Ich brauche hier die begründende Klage nicht.

        Tut mir leid, für ihren Sinn von richtig und falsch fehlt mir jedes Verständnis.
        Ihren Vorwurf kann ich nicht nachvollziehen.

        • @Mimi „Sie haben sicher auch Verständnis für Querdenker, Reichsbürger und anderes hirn- und verantwortungsloses Pack.“

          Zumindest lasse ich bedingt auch andere Meinungen gelten, höre mir konträre Ansichten auch mal an und entscheide mit erst mit Fakten dann, was mir auch bei Minderheiten oder Randgruppen gefallen könnte. Genau hier ist, so vermute ich mit solch abwertenden Parolen, unsere Unterscheidung.

    • Vollste Zustimmung. Man hat besonders durch Corona den Eindruck, dass es wohl in der Vergangenheit eine ziemliche „Hirn-Dürre“ gab. Es sollten keine Hirne regnen…es bedarf einen ganzen Monsun.

    • Nehmen Eltern ihre Fürsorgepflicht ernst und unterstützen ihr Kind, investieren sie sogar zusätzliche Zeit in ihr Kind! Bemerkenswert wie schnell ein negatives Urteil gefällt wird. Die beschriebene Situation ist sehr knapp geschildert, um genau solche vorschnellen Reaktionen zu Tage zu fördern.

      • Als wenn eine Viertklässlerin von allein auf die Idee käme, wegen Vereinsamung, fehlendem Kontakt und Qualität des Unterrichts vor Gericht zu gehen. Das ist kein unterstützen, das ist vorschieben und extrem rücksichtslos.

        • Rücksichtslos
          empfinde ich die Tatsache, dass im Präsenzunterricht bei SuS mit Vorerkrankungen wo ein schwerer Verlauf bei einer Infektion zu erwarten ist = Risikogruppe einfach nicht deren Gesundheit schützt.

          Regelungen zum Gesundheitsschutz (Gefährdungsbeurteilung), wie sie für LuL gelten, werden einfach nicht aufgestellt. Welche Schule hat in ihren Hygiene- und Lüftungskonzepten diese Risikogruppe überhaupt schon berücksichtigt?

    • Genau! Neben Home-Office, Kochen für die Familie, Haushalt schmeißen, sich um die Belange der Kinder kümmern und nebenbei unterrichten. Das passt doch. Wofür brauchen wir eigentlich noch Schulen? Wir sind doch ausgebildete Lehrkräfte! Wenn der Mann abends von der Schicht Arbeit nach Hause kommt, hat er sich gefälligst auch noch hin zu setzen. Dank Corona liegen auch überall Leichen auf den Straßen, schrecklich diese Pandemie. Und hey, wer braucht schon soziale Kontakte. Diese Welt ist einfach nur noch krank. Ach ja, wer hatte dieses Jahr eigentlich eine Grippe? Vollkommen vom covid vernichtet! Klasse. Aber jetzt bekommen wir ja die langersehnte Impfung, und alles wird wieder gut!

    • Ich hoffte sehr, dass eingesehen wurde, dass es unnötig ist die Grundschulen zu schließen. Alle großen Studien aus dem Sommer und Herbst zeigten dass Kinder unter 12 das Virus quasi nicht weitergeben. Klar im Frühjahr wusste man es nicht und war vorsichtig. Seit März hörte & las ich von keinem einzigen Kind/Lehrer, der sich an der Grundschule ansteckte. Auch mein Sohn war wegen einem Fall im Hort in Quarantäne, aber auch da hat sich kein anderer angesteckt. Irland hat im Nov die hohen Zahlen mit starkem Lockdown aber offenen Schulen deutlich senken können (seit dem die Schulen wegen den Ferien zu sind, steigen die Zahlen wieder). Ungarn senkt aktuell mit offenen Grundschulen die Infektionen sehr stark und liegt EU-weit weit vorne. Ich bin echt traurig und verärgert dass wir es wieder auf die Kinder abwälzen. Wir sollten uns lieber auf das wichtigere fokusieren: Kontaktbeschränkungen bei Erwachsenen, mehr Homeoffice, Schutz von Altenheimen, Grenzschließungen, Impfen.

      Zudem hat das IZA im Herbst gezeigt, dass die Schulöffnungen keinen Beitrag zur Pandemie leisteten. Eher im Gegenteil.
      https://newsroom.iza.org/de/archive/research/school-re-openings-after-summer-breaks-in-germany-did-not-increase-sars-cov-2-cases/
      Weitere Studien und die Erfahrung im Herbst zeigten, dass Kinder unter 12 das Virus praktisch nie weitergeben.

      ich habe den Eindruck, dass durch die geschlossenen Schulen mehr Elternteile in das Büro fahren und dadurch auch der ÖPNV voller ist. Als die Schulen offen waren konnten beide Eltern in Ruhe Homeoffice machen. Wenn nun die Kinder zu Hause sind und auch einen der vorhandenen Computer nutzen und auch Betreuung brauchen, führt es dazu dass ein Elternteil eher ins Büro fährt, um dort in Ruhe und mit Platz arbeiten zu können. So sehe ich dass bei meinen Kollegen. Ein anderer Kollege bringt sein Kind zu den Großeltern oder Nachbarn, damit er in Ruhe arbeiten kann.
      Geschlossene Grundschulen führen dazu, dass die Erwachsenen mehr Kontakte haben. Das trägt auch dazu bei dass die Infektionszahlen nicht sinken.

      Bitte öffnen Sie die Grundschulen, dort haben die Kinder ordentliche Hygienekonzepte und immer die gleichen Kontakte und die Eltern können in Ruhe Home-Office machen ohne zusätzliche Kontakte mit Kollegen oder Großeltern.

    • Man sollte nicht immer gleich die Aussage treffen, dass die Eltern sich um ihren Nachwuchs nicht kümmern WOLLEN.
      Sie kennen doch die Familie und deren Lebensumstände gar nicht!

  2. Mein Sohn (ebenfalls Viertklässler) hatte heute Videokonferenz mit ganzer Klasse. Keine Spur von Vereinsamung. Die Kinder waren gut gelaunt und stolz wie die Erwachsenen per Videokonferenz miteinander kommunizieren zu dürfen. Für Probleme gibt es auch Lösungen, man muss nur so beweglich im Kopf sein, um auch einmal neue Wege zu gehen!

    • Vielen Dank für die Replik, liebe(r) Momo!!!
      So erleben wir das auch gerade….sowohl meine Frau als auch ich machen gerade als LehrerIn diese Erfahrung.
      Klagen ist ja völlig in Ordnung und wird von uns KuK seit langen gewünscht …. allerdings gegen den fehlenden Gesundheitsschutz für LuL und SuS – gleich welchen Alters. Aber so eine Klage wird ja sicherlich im Vorfeld auf ihre Durchsetzungskraft geprüft….und das ist es, was mir Kopfzerbrechen bereitet:
      Eine Klage zur Durchsetzung von Präsenzunterricht hat in unserem Staat offenbar gute Chancen – aber eine Klage – z.B. zur verpflichtenden Anschaffung von Luftfiltergeräten, Plexiglasscheiben usw. , um Präsenzunterricht in verkleinerten Lerngruppen im Wechselunterricht bei gesicherten Planungsrahmen sicher zu stellen – das kann offenbar nicht juristisch umgesetzt werden. Das ist eigentlich der Skandal …. und nicht das unfassbar dumme Vorgehen einzelner Eltern.
      Haben die vielleicht sogar persönliche Kontakte zu Fr Gebauer (Kölner Klüngel) und haben bei einem schönen Glas Wein beim gemeinsamen Freundeskreisabend diesen Plan geschmiedet??? (perverse Phantasie aus!!! 😉 )

    • Bei uns ist das Netz so gut ausgebaut, daß die Konferenz zusammenbricht, wenn mehr als 2 Schüler teilnehmen. Da ist die gute Laune schnell im Keller.

  3. Mein Sohn (Klasse 8) ist zwar altersentsprechend etwas faul, lässt sich aber zum Lernen motivieren.
    Das erfordert etwas Einsatz und Unterstützung.
    Und manchmal ist es auch anstrengend.
    Einfacher ist es natürlich, das den Lehrern aufzuladen.
    Aber ich glaube unser Sohn schafft jetzt in kürzerer Zeit mehr als im Präsenzunterricht.

    Seine Freunde fehlen ihm. Aber telefonisch sind sie in Kontakt und er hat eine Schwester und einen Hund. Der tröstet und ist sein Kumpel.

    Wir haben keine Wahl und müssen uns jetzt einfach mit den veränderten Bedingungen arrangieren.
    Die Lehrer meiner Kinder machen einen super Job, da ruht sich niemand aus.

    Mich regt es unendlich auf, dass viele Mitmenschen so tun, als könnte man mit dem Virus verhandeln.

    Oder es verklagen. Solche Idioten.

    • st zwar altersentsprechend etwas faul, lässt sich aber zum Lernen motivieren.
      Das erfordert etwas Einsatz und Unterstützung.
      Und manchmal ist es auch anstrengend.
      Einfacher ist es natürlich, das den Lehrern aufzuladen.

      – – –

      Meine jüngsten Kinder (jetzt Klasse 11) stecken mitten in der Pubertät. Es sind die letzten die noch auf eine allgemeinbindende Schule gehen.
      Ich kann nur sagen, dass es altersbedingt durchaus eine Herausforderung ist, bei ihnen die Lernmotivation aufrecht zu halten. (Nicht dass sie keine Lust am Lernen und neues Entdecken haben – Unterrichtsstoff fällt oftmals aber nicht unter die für sie gerade aktuell interessanten Themen.)
      Einen sehr deutlichen Unterschied kann ich persönlich für meine Kinder in diesem Punkt aber nicht zwischen Präsenz- und Distanzunterricht entdecken.

      Um den Punkt „Einfacher ist es natürlich, das den Lehrern aufzuladen.“ aber noch mal gesondert aufzugreifen.
      „Ansagen“ haben je nach aussprechender Person durchaus einen anderen Stellenwert. Da sind meinem Erleben nach Lehrer gegenüber Eltern in der Pubertät klar im Vorteil. Hier reicht schon mal eine einfache Ansage der Lehrkräfte, während man als Elternteil da deutlich intensivere Überzeugungsarbeit leisten müsste.

      • Da geht es uns nicht anders.
        Natürlich haben wir als Eltern eine andere Position und müssen oft mehr Überzeugungsarbeit leisten.
        Unsere Tochter wird in diesem Jahr ihr Abitur machen.
        Die Stimmung schwankt natürlich, aber wie gesagt, wir haben keine Wahl. Da müssen wir mithelfen, unterstützen, ausgleichen und trösten. Nicht zum Anwalt rennen.

        Weiterhin „Ich will Normalbetrieb“ zu brüllen ist ähnlich schlau wie die Parole „Make Amerika great again“ und dann Augen zu und mit Vollgas gegen die Wand.

  4. Wo bleibt die Klage, die Arbeitsschutz an den Schulen einfordert?

    Problem ist, dass es zwei unterschiedliche Dinge sind: Selbst wenn diese Klage durchkommt und diese Schülerin ein „Recht auf Präsenz“ auch in einer Pandemie hat, dann setzt das ja nicht automatisch den Arbeitsschutz außer Kraft. Dann müsste erstmal irgendwer dafür sorgen, dass dieser Präsenzunterricht auch sicher stattfinden kann. Die KMK hat genau das ja erfolgreich 10 Monate lang verhindert.

    • @Elternteil

      Ja, stimmt! 😉

      Das ist mir noch gar nicht aufgefallen, Lehrer sind da auch immer ganz einsam, das macht depressiv und deswegen bin ich da noch gar nicht drauf gekommen.

      Vielen Dank für die gedankliche „Gehhilfe“.
      Ich werde DIESE Klage natürlich auch unterstützen.
      🙂

  5. Vor allem dürfen sie ja nach aktuellen Regeln auch Freunde treffen… Also einzeln u nicht 30 auf einmal…
    Also warum Vereinsamung??

    • Nun ja, bei uns ist es so geregelt worden, dass wir bis zum 31. Januar erstmal überhaupt keine Menschen treffen dürfen. Aber solche Abstriche müssen (leider) gemacht werden. Ich selber leide zwar sehr darunter, da ich für mich persönlich einfach einen visuellen Kontakt brauche aber ich kann auch verstehen warum dies passiert. Ich meine wir reden immernoch über eine Krankheit die einen schweren und Teils sogar tödlichen Verlauf nehmen kann. Da mach ich mir natürlich auch Sorgen um meine Familie und Freunde die entweder vorerkrankt sind oder eben halt schon älter sind.
      Daher kann ich nicht ganz verstehen warum sowas verklagt wird. Ich meine, ja wir leiden und zwar alle, und ja bei einigen löst es eben starke Schäden aus und trotzdem kann man eben nichts dagegen tun. Wir können ja nicht einfach Menschen dahinraffen lassen

  6. Ohne Worte. Nächstes Beispiel für die Weicheiergesellschaft.

    Sorry, aber da fällt mir einfach nix mehr ein. Dass sich Gerichte überhaupt mit so nem Quatsch auseinandersetzen müssen…

  7. Ich bin sprachlos. Naja jedenfalls fast.

    Wie kann ein Kind nach noch nicht mal einem Monat ohne Präsenzunterricht vereinsamen? Klagen die Eltern auch jeden Sommer wg. der 6-wöchigen Schulschließungen aufgrund der Sommerferien?

    Sorry, aber irgendwie läuft da komplett was schief.

    Ich streite nicht ab, das so manches Kind/Jugendliche Mitschüler/Freunde vermisst, da auch die privaten Kontaktmöglichkeiten begrenzt sind. Aber das als Vereinsamung zu bezeichnen und als Grund für eine Klage zu benennen … puh puh puh.

  8. Und wenn wir uns mal anschauen, wer sich immer wieder beschwert…
    Meist sind es doch besserverdienende, denn HandwerkerInnen und LageristInnen können kein Homeoffice machen.
    Ja, schon ScheiBe, wenn einem die eigenen Kinder auf den Zeiger gehen.
    Deutschland, quo vadis?
    Aber im Grunde ist es klar: Wirtschaft top, Bildung hop. Und das mit allen Beteiligten.
    Ich kann gar nicht so viel essen wie ich….

  9. Was sind das für Menschen?! Sie können ihr Kind doch dorthin schicken- Notbetreuung( gilt in NRW auch für solch persönliche Gründe wie “ Vereinsamung“)! Das reicht ihnen offenbar nicht- jetzt sollen andere Kinder gezwungen werden, ihm Gesellschaft zu leisten und dabei ihre eigene und die Gesundheit ihrer Familien zu riskieren und die Infektionszahlen nach oben zu treiben. Im ursprünglichen Sinne des Wortes: Asoziale!

    • Liebe Julia Dehl,

      das sehe ich genau s o wie Sie!

      Es kann niemals! – in einer Pandemie!! – überhaupt einen Grund geben, sein egoistisches Teilinteresse vor das der sehr weit überwiegenden Mehrheit der Gesellschaft zu stellen!

      Das ist moralisch verwerflich, ethisch mit Nichts zu rechtfertigen.

      „Vereinsamung“! Das ich nicht laut auflache! Riskieren wir doch alle, wenn wir nicht dagegen angehen.

      Aktiv werden! – zuallererst um (auch) seine eigene „Batterie“ (Seelenleben) aufzuladen – Selbstliebe!

      Sich freuen an dem, was gut und schön ist, und sich selbst sehr viel Gutes tun!
      Aber genügsam! Bescheiden! Denn „Das Leben ist schön!“

      Danach (christliche) „Nächstenliebe“ leben – oder genauso (gemäß östlicher Weisheit) „Das Lächeln, das du aussendest, kehrt zu dir zurück“.

      Auch metaphorisch gemeint – im übertragenen Sinn. Der Wege gibt es vielfältige!

      Denn, wenn jemand wegen Corona frühzeitiger im Grab liegt, … . Wer läuft denn da Gefahr, zu „vereinsamen“?

      Also:
      Zuwendung! Liebe! Nähe und Nestwärme geben! – seinen Lieben, engen und weniger nahe- stehenden, möglicherweise, „Bedürftigen“!
      All dies hilft sicher gegen deren und eigener „Vereinsamung“.

      Vor Gericht zu ziehen, zu versuchen, „Nähe“ juristisch zu erlangen, diese einzuklagen , … . Was für ein Irrsinn!

      PS: Ich bin keine Pfarrerin, auch keine Esoterikerin, … . Lebenserfahrung! Alters“weisheit“!

      • Liebe Gabriele,
        aus Ihren Worten spricht so viel Lebenserfahrung, danke dafür!

        Ich bin oft erschüttert über die Kurzsichtigkeit und oft auch Dummheit meiner Mitmenschen, die sich gerade beim Thema Corona sehr deutlich zeigt.

        Leider gibt es viele dieser „Ich-zuerst-Menschen“. Und die sind oft sehr laut.

        Umso wichtiger ist es, auch Äußerungen wie Ihre zu lesen. Das lässt hoffen.
        🙂

        • Liebe Mimi,

          danke für Ihr nettes Feedback!

          Lebenserfahrung einer GymnasiallehrerIn a.D., die mit großer Leidenschaft und viel Liebe für ihre SchülerInnen und ihre drei Fächer an „ihrer“ Schule arbeitete, lebte und wirkte.

      • Das sehe ich genauso! Natürlich kann es sein, dass Menschen vereinsamen und sich auch deutlich schlechter fühlen! Aber wir sind mitten in einer globalen Pandemie! Es sterben Menschen! Ich persönlich kann nur den Kopf schütteln bei solchen Klagen

  10. Eine Schülerin klagt darauf, dass andere Kinder ihr in der Schule Gesellschaft leisten sollen?
    Umfasst die Klage dann auch bestimmte Kinder, die als GesellschafterInnen gewünscht werden? Sind die damit einverstanden, dass sie zum Umgang mit der Klägerin gezwungen werden?
    Werden alle anderen Kinder beigeladen, die von der Entscheidung betroffen sein könnten (ggf. alle Schüler in NRW)?
    Haben die Eltern der Klägerin ihr erklärt, dass diese egoistische Klage Auswirkungen auf andere Kinder haben könnte, die nicht in die Schule gezwungen werden wollen?
    Ist das dieselbe Klage, für die mindestens 10.000 Euro gesammelt wurden? Wohin geht denn der Restbetrag?

    • @Elternteil

      Ja, das sind durchaus interessante Fragen!

      Kan die n4t-Redaktion bitte an diesem Fall ganz dicht dranbleiben?

  11. Endlich Eltern, die sich um ihr Kind wirklich kümmern und die Not des Kindes Ernst nehmen.
    Das menschliche Leben besteht nicht nur aus der körperlichen Gesundheit, es ist viel mehr notwendig um gesund zu sein und auch zu bleiben. Wir brauchen einander!

    • „es ist viel mehr notwendig um gesund zu sein und auch zu bleiben“ Ganz genau. Im Moment ist dafür eine massive Präsenzkontaktbeschränkung zwingend nötig! Würden die Eltern sich wirklich kümmern, würden sie dafür sorgen, dass ihr Kind via Telefon, Internet oder Videokonferenz auch weiterhin Kontakt zu seinen Freunden hat. Außerdem kann man sich immer noch mit dem besten Freund/ der besten Freundin draußen zum Spielen treffen.

    • Eben! Weil wir einander brauchen, sollten wir uns bemühen, dass wir einander so lange wie möglich gesund erhalten bleiben. Und deshalb müssen wir uns jetzt eine Weile( physisch) voneinander distanzieren! Ich muss niemandem auf dem Schoß sitzen, um mich ihm verbunden zu fühlen- das hört im Kleinkindalter auf und ermöglicht überhaupt erst eine Fremdbetreuung des Kindes. Insofern können Kinder durchaus ohne Schäden davonzutragen eine gewisse Zeit ohne Klassenkameraden auskommen. Die wichtigsten Bezugspersonen sind so oder so die Eltern.

  12. Ich denke bei Einsamkeit eher an einsam sterbende Menschen durch Corona. Das finde ich ganz furchtbar. Um so etwas zu vermeiden, müssen wir derzeit alle ein bisschen vereinsamen Gerade bei einem Viertklässler hat man da doch als Eltern auch noch jede Menge Möglichkeiten, das aufzufangen. Aber da es schon merkwürdige Gerichtsbeschlüsse gab in diesen Zeiten, ist alles möglich.

  13. Was ein Schwachsinn. Jetzt müssen die Eltern mal ihrer Pflicht nachkommen und sofort drehen alle durch. Kann doch nicht mehr sein das alle nur noch ungewollt Eltern geworden sind und nicht im klaren waren, das Kinder auch Aufmerksamkeit und Erziehung benötigen. Hauptsache die Eltern sitzen dann bezahlt zuhause und die Leute die wissen wie Verhütung funktioniert müssen das System am Laufen halten.

  14. „Begründung: Vereinsamung, fehlender Kontakt zu den Mitschülern und die Qualität des Unterrichts.“

    Das finde ich verständlich. Wie andere ja hier schon schrieben, „Corona-Schulschließungen“, in denen man kaum noch was anderes tun darf, als zuhause zu sitzen, sind nicht zu vergleichen mit Schulferien, in denen man verreist, sich mit Freunden trifft, ins Kino geht, in den Tierpark usw.-usw.

    • @Senkrechstarter:

      Ich erteile Ihnen hiermit die Erlaubnis, mit all Ihren Freunden ins Kino zu gehen!
      Sie dürfen feiern bis die Schwarte kracht, sich gegenseitig umarmen und gemeinsam laut singen!

      Schicken Sie ihre Kinder in Kitas und Schulen, in denen die Mitarbeiter bereit sind, für diesen Kundendienst zu sterben oder ihre vorgeschädigten Angehörigen zu opfern.
      Natürlich gemeinsam mit Kindern von Eltern, die bereit sind ihren Nachwuchs Ihrem Egoismus zu opfern.

      Merken Sie etwas, oder ist da gar nichts mehr zu machen?

      Es geht um einen begrenzten Zeitraum, in dem jeder sich solidarisch verhält!

  15. Vielleicht sollte man endlich Klagen gegen Dummheit ermöglichen!
    Wer Vereinsamung bei seinen Kindern bei nicht geöffneten Bildungseinrichtungen befürchtet, hat als Elternteil kläglich versagt.

    • Auch wenn eine solche Klage nicht erfolgreich wäre, alleine der Versuch ist in meinen Augen unglaublich.

      Aber da nützt alles nichts.

      Die Denkweise dieser Menschen ploppt in allen Bereichen immer wieder auf und macht mich fassungslos.

      Das schlimmste daran ist, dass rücksichtslose Egoisten-Eltern rücksichtslose Egoisten-Kinder erziehen.

  16. Sehr interessant wie ein 4. klässler vors Gericht geht weil es vereinsamt.
    Was bringen diese Eltern diesem Kind bei?
    Sicherlich kein aushalteveemögen. Probleme mit Gericht lösen.
    Finde es so absolut lächerlich.
    Wenn man bedenkt wieviele Schüler weltweit davon betroffen sind frage ich mich wie man sich so hervorheben kann..
    Habe selbst 2 Kinder.. es ist hart.. es ist sehr hart.. aber es ist machbar.. und die meisten Kinder freuen sich nicht in die Schule zu müssen.
    Aber leider gibt es auch solche Eltern die absolut damit überfordert sind mit ihrem Kind Zeit zu verbringen.

    Distanzunterricht ist das beste was man jetzt machen kann.. wenn man nicht an sich denkt sollte man an andere denken und versuchen kranke oder ältere nicht zu infizieren..

  17. @Senior Didi:

    Ich bin keine Lehrerin.
    An die eigene Nase fasse ich mir, indem ich mich einem Schulsystem wie dem derzeitigen unter Pandemiebedingungen „entziehe“(Attest als Angehörige der Risikogruppe).
    Ich stehe die derzeitige Situation daher gut und klaglos durch….und sollte ich aus irgendwelchen Gründen (z.B. Personalmangel) trotz Attest in den nahezu ungeschützten SuS-Kontakt zurückbeordert werden, werde ich meine Tätigkeit als PM aufgeben. Dies steht fest.
    Zu einer wirksamen Veränderung, Stichwort „Solingen“, braucht es SL und KollegInnen, die diese mittragen wollen. Diese kann ich, zumindest an meiner Schule, nicht entdecken.

    Für besagte Eltern, die ihre Tochter als Klägerin auftreten lassen (siehe N4T Artikel), habe ich kein Verständnis.
    Dies äußere ich hier, egal, ob es Ihr Wohlwollen erzeugt oder auch nicht.

    Btw: Etwas weniger Überheblichkeit in Ihren Beiträgen würde bei mir ein größeres Interesse an deren Inhalt bewirken.

    • Mary-Ellen: Respekt, dass Sie für sich selbst einstehen und Konsequenz zeigen. Ich wünsche Ihnen weiterhin gutes Gelingen.
      Der Ton meiner Beiträge hat sich im Verlauf der letzten Wochen zu diesem letzten „Ausbruch“ gesteigert. Alle Versuche, den frühen Einstieg von „kanndochnichtwahrsein“ aufzunehmen, zu unterstützen und weiter zu führen, sind der Klagewut zum Opfer gefallen. Sie hat einige konkrete Vorschläge zum Projekt „Pandemiefeste Schule“ eingebracht, es aber leider nicht fortgesetzt – was ich sehr bedauert habe. Und wie es dann hier mit ständig schrägeren Formulierungen gegen Eltern losging, da kam meinerseits ein letzter Versuch, auf die gemeinsame Interessenlage zu verweisen – auch das vergeblich.
      Wie es aussieht, habe ich mich demnach leider irgendwie anstecken lassen, aber im Unterschied zu einigen Forist*Innen ging es immer um dieses Projekt „Pandemiefeste Schule“ – und seine Begründung. Nach dem „Überfall“ des Virus vor 11 Monaten und den verzweifelten Versuchen, damit sachgerecht und gesellschaftsverträglich umzugehen, kann dieses Projket nur ein Zukunkftsprojekt sein – doch die Frist für die Projektentwicklung kann sehr schnell äußerst knapp werden. Deshalb ist mir das „Angebot zur Güte“, bis zum Impfabschluss abzuwarten, nicht leicht gefallen. Deshalb auch der zweite Teil, ein letztes Mal um Mitstreiter zu werben – die es schaffen, aus den realen Klagegründen konstruktive Vorschläge zu entwickeln. Das ist offensichtlich auf N4T aussichtslos. Es gibt andere Möglichkeiten.
      Aber wem erzähle ich das alles – einem Projektmanager! Nochmals alles Gute!

      • @Senior Didi:

        Vielen Dank für Ihre guten Wünsche!
        Diese kann ich ggf. gut gebrauchen, denn, sollte es so weit kommen, dass ich meinen Dienst quittiere, bedeutet es nicht, dass es für mich bequem werden wird.
        Dennoch kann ich, so wie Schule seit Jahren und auch gerade jetzt in Pandemiezeiten von den verantwortlichen Politikern „behandelt“ wird, in keiner Weise unterstützen.
        Ich glaube nicht, dass ich den SuS (auch gerade langfristig gesehen) einen Gefallen tue, wenn ich meine und deren Gesundheit aufs Spiel setze und die dümmlichen Maßnahmen der Bildungsminister derzeit mittrage.
        (Ganz absehen davon, dass ich somit auch die Gesundheit der Gesamtbevölkerung gefährde.)

        Dass in diesem Forum häufig geklagt wird, kann ich durchaus nachvollziehen.
        Ich denke, es hat eine erleichternde Ventilfunktion und dient auch dem gegenseitigen Austausch von Erfahrungen.
        Dies ist meiner Ansicht nach wichtig, gibt es doch nicht wenige, die in ihrem eigenen Kollegium allein mit ihrer Haltung dastehen.
        Mir persönlich hat die Verfolgung der N4T-Artikel und der entsprechenden Beiträge bisher eine Menge zusätzlicher Informationen vermittelt, was möglicherweise auch für Eltern, die hier mitlesen-/schreiben interessant sein kann.

        Natürlich ist es wünschenswert, dauerhafte Lösungen für eine schwierige Situation wie die aktuelle zu entwickeln, vor allem, weil es die Verantwortlichen in der Politik deutlich sichtbar nicht hinbekommen.
        Dennoch glaube ich nicht, dass es gerade für verbeamtete LuL einfach ist, dieses Problem zügig zu lösen, schon allein aus dem Grund, dass sie meist schon an der eigenen Schule keine „Mitstreiter“ für diese Sache finden; auch viele Eltern sehen für sich eine völlig andere Interessenslage als vorrangig an…

        Ich denke, N4T hat in einer relativ kurzen Zeit schon eine Menge erreicht, indem doch schon einige prekäre Sachverhalte zum Thema Schule in der Pandemie in die Öffentlichkeit vorgedrungen sind.
        Leider muss man in diesem Land sehr lange sehr laut werden, bevor überhaupt etwas wahrgenommen wird.
        Ich freue mich, dass Sie auf meinen Kommentar so selbstreflektiert geantwortet haben und wünsche Ihnen und Ihren Enkelkindern alles Gute!

        • Ok – mit Ihrer Tonlage komme ich gut zurecht, vielen Dank dafür. Die guten Wünsche für meine Enkel empfinde ich nach all dem, was in den letzten 11 Monaten passiert ist, schwierig. Wie sollen sie es verstehen, wenn Sie schreiben:
          „Natürlich ist es wünschenswert, dauerhafte Lösungen für eine schwierige Situation wie die aktuelle zu entwickeln, vor allem, weil es die Verantwortlichen in der Politik deutlich sichtbar nicht hinbekommen.
          Dennoch glaube ich nicht, dass es gerade für verbeamtete LuL einfach ist, dieses Problem zügig zu lösen, schon allein aus dem Grund, dass sie meist schon an der eigenen Schule keine „Mitstreiter“ für diese Sache finden; auch viele Eltern sehen für sich eine völlig andere Interessenslage als vorrangig an…“
          In Satz 1, Teil 1 vermitteln Sie eine vorsichtige Hoffnung, in Teil 2 ist sie bereits dahin. In Satz 2 wird die Vergeblichkeit weiter verstärkt – nichtmal auf die nächsten Unterstützer können sich Kinder verlassen?!
          Mein Lebensalter würde mir nun genügen, meinen Teil innerhalb von Familie dagegen zu stellen – aber da sind sie eben wieder – die konkrete Schulen =eher positiv Sek I, eher gesprenkelt die GS. Auch das war immer so – nichts Neues. Das NEUE ist die PANDEMIE – und erts heute gab es die Nachricht, dass derzeit 4-5 andere Viren mit Pandemiepotenzial unter Beobachtung sind – die Frist für einen nächsten Ausbruch, auf den erneut Niemand ernsthaft vorbereitet ist, könnte verteufelt kurz sein…
          Meine Enkel sind von solchen Infos glücklicherweise eher weit weg – ich aber nicht. Und die Eltern haben – wie Sie zu Recht bemerken – genug Mühe mit diesem Chaos-Alltag. Ich kann mich nicht im Ohrensessel verkriechen – tut mir leid…..
          Ich denke, Sie verstehen das.

          • @Senior Didi:

            Selbstverständlich kann ich das verstehen! Und es spricht für Sie, dass Sie sich so engagiert in dieses Thema reinhängen.
            Nur, wie gesagt, ich bin keine Lehrerin.
            Mit meinen Versuchen, im Juni meinen Schulleiter dafür zu sensibilisieren, dass schon im Frühsommer viele Schul- und Kitaschließungen in D stattgefunden haben, (die in den gängigen Medien so gut wie gar nicht erwähnt wurden), und dass diese Tatsache frühes Handeln erfordert, bevor der Herbst kommt, hat nicht den erwünschten Erfolg gezeigt.
            Auch meine Gespräche mit den LuL spiegelte nur die Gesamtbreite der Bevölkerung wider (von Achselzucken bis zu großer Angst), jedoch alle schieben bis heute brav ihren Dienst nach den Vorgaben der KM, u.a. mit der Begründung, man könne die SuS schließlich nicht im Stich lassen.
            Im Grunde bin ich ein wehrhafter und lösungsorientierter Mensch und hatte mit dieser Haltung auch schon oft Erfolg, jedoch ist das, was Sie sich wünschen, für mich einfach eine Nummer zu groß.

  18. Es handelt sich um Coronaleugner oder solche , die glauben das Virus befällt nur Alte.
    Ich finde doch ein Verhalten asozial! Kosten für die Allgemeinheit gegen die Allgemeinheit verursachen.
    In jedem Ameisenhaufen werden solche Subjekte aus der Gemeinschaft ausgeschlossen!
    Aber die schlaue menschliche Spezies muss diese dulden und ertragen.
    Sie sollten sich wenigstens für ihr Verhalten schämen und zwar in Grund und Boden!
    Ich verachte solche Egoisten!

  19. Dieses arme Kind wird zur deutschen Greta. Mag sein,dass Sie Freunde vermisst oder ihre Belohnungspünktchen an der Tafel ( wir reden hier mit Sicherheit von einem strebsamen Kind…weniger intelligente schätzen diese Phase wohl weniger kritisch ein) aber eine 4.-klässelerin KLAGT?Man sollte wirklich ganz genau hinschauen und klarstellen,wessen Interessen dabei tatsächlich im Fokus stehen…und natürlich welche Auswirkungen sie auf andere Kinder haben. Sollte sie damit durchkommen…man stelle sich das Szenario der „dankbaren“ Mitschüler, deren Eltern und der Lehrerschaft vor.Und dann sitzt diese Kleine ohne Anwalt in der Klasse.Wird schön….

  20. Kann man eigentlich mal aufhören, Gerichte mit sowas belanglosem zu belasten. Die haben jawohl mehr als genug zu tun. Ich habe auch 2 Kinder im homeschooling…

  21. Es ist schon etwas seltsam dass ein Kind der 4. Klasse vor das Gericht ziehen will. Welches Elternteil hat ihm das denn ins Ohr geflüstert? Lieber in die Schule? Das glaubt wer will. Es sei denn in der Schule würde es ihm trotz Corona besser gehen. Und Vereinsamung? Zu anstrengend sich um das Kind zu kümmern? Es hat doch bestimmt eine Freundin die zu ihr kommen kann. Die wenigsten Eltern wünschen sich gerade dass ihre Kinder zur Schule gehen. Da sollte man genau hinschauen wessen Interessen da im Vordergrund stehen. Falls das bei Gericht durchkommen sollte, sind sehr viele Eltern die das nicht wollen die Leidtragenden

  22. Nur zur Information. Heute ist eine weitere, umfangreichere Klage gegen Schulschliessungen in NRW auf den Weg gebracht worden, Normenkontrollklage mit Hauptsacheverfahren. Umd nur am Rande, es gibt Grundschulen, die haben kein WLan, da gibt es nur Arbeitsblätter und man muss ständig daneben sitzen. Ausserdem hat das Europäische Zentrum für Prävention und der Kontrolle von Krankheiten festgestellt, das Lehrer kein höheres Risiko haben zu erkranken, wie andere Berufsgruppen. Dieses Papier kennen die Kultusminister.

    • Liebe Kirsten Tietz,

      – 1. Auf welches „Papier“ eines „Europäischen Zentrums für Prävention und der Kontrolle von Krankheiten“ beziehen Sie sich?

      -2. Mit Ihrer Behauptung: „Dieses Papier kennen die Kultusminister.“ kann ich nichts anfangen.
      Bitte nennen Sie die Quelle bzw. einen Beleg für Ihre These.

      -3. Ansonsten gilt wie immer: behaupten kann ja jeder, was er/sie will. Bitte Beweise vorlegen!

      Zudem ist mir das von Ihnen genannte „Zentrum“ völlig unbekannt. Noch niemals etwas davon gehört.
      Welche KultusministerInnen beziehen sich – angeblich – darauf?

      Für eine Antwort wäre ich Ihnen dankbar.

    • Schon 4 Klagen mit Stand vom 14.01.2021
      Am Oberverwaltungsgericht für das Land Nordrhein-Westfalen sind bis Donnerstag vier Klagen gegen den seit Montag geltenden Distanzunterricht an den Schulen eingegangen.

  23. Mein Kind (12 J.a.) und ich sind froh über den Lockdown und das Distanzlernen , da ich nicht möchte, dass mein Kind der mehrstündigen Maskenpflicht weiterhin ausgesetzt wird, denn das ist UNGESUND. Zudem möchte ich nicht, dass es wieder füe10 Tage in den Hausarrest (also Quarantäne) muss.Vereinsamt ist das Kind auch nicht, es darf noch eine/n Freund/in zum Spielen und zum Lernen einladen. Die Schulschließung und das Distanzlernen haben mir zudem gezeigt, dass das deutsche Schulsystem veraltet ist (immer noch viel zu sehr Bücher- und arbeitsblattbezogen und das im digitalen und überdisziplinären Zeitalter) und dass man die Schule eigentlich nur für soziales Lernen braucht. auch das könnte man in privaten Lerngruppen/Sportvereinen üben. Alles andere könnte das Kind selbst mithilfe digitaler Medien und der Erlebnispädagogik ( Natur, Hobbys, Museen)oder mit unserer elterlichen Unterstützung aneignen, also Bildungspflicht statt Schulpflicht, auch one Corona!
    Ich kann aber die Eltern der Grundschüler verstehen, die müssen beaufsichtigt werden und beim Lernen und sich Organisieren brauchen sie auch mehr Unterstützung.

  24. Es ist nicht zu fassen wie egoistisch und rücksichtslos einige Eltern sind. In meinen Augen ist es keine LIEBE wenn man die Kinder in so einer Zeit lieber zur Schule schickt als zu Hause zuhalten.
    Gesundheit ist das höchste GUT, Bildung kann, wenn nötig, nachgeholt werden.
    Wenn das Kind vereinsamt liegt es an den Egos von Eltern.
    Unser Kind kann sich gut beschäftigen, spielt viel mit uns, gehen durch die Natur, wo sie z. B. freudig einen Specht klopfen gehört hat und telefoniert viel mit ihren Freundinnen. ( die auch noch nicht vereinsamt sind ) Das ist eine harte Zeit und wir freuen uns auch wenn wieder
    ( normaler) Alltag ist.

  25. Genau auf diesen Artikel habe ich schon gewartet.

    Leider weiss ich nicht mehr genau, auf welcher Seite ich es gelesen hatte und aufgrund der fehlenden Infos hier, kann ich nur „vermuten“, das es der gleiche Fall ist, inhaltlich passt es genau, nur das dort noch erwaehnt wurde, das der Vater des Kindes Rechtsanwalt sei und die Interessen seines Kindes vertritt.

    Leider kann ich dieses Vorgehen absolut nicht verstehen!!!!

    Das sind doch studierte Menschen und sie sollten doch Statistiken bezueglich der Infektiositaet inkl. Todeszahlen beim Lesen verstehen koennen.

    Ganz ehrlich, ein Kind in der 4.Klasse wird sich nicht ueber die Qualitaet des Unterrichtes so dermassen aufregen, das es bis zum Gericht laeuft.
    Das ihm die Freunde fehlen, kann ich ja noch verstehen, aber der Rest(ist meine Vermutung) kommt von den Eltern, die an ihre Karriere denken und nicht die Zeit und/oder Lust haben, ihr Kind zu unterstuetzen, dies lieber alles auf die Lehrer*innen abwaelzen.

    Leider gibt es ja bekanntlich Coronaleugner in jeder sozialen Schicht der Bevoelkerung.

    Das kann aber nicht zu Lasten der Allgemeinheit gehen, die aus Sicherheitsgruenden des Gesundheitsschutzes den Distanzunterricht fordern, so lange nicht jedes Klassenzimmer mit Hochleistungsfilteranlagen, kleineren Kindergruppen und mindestens FFP2 fuer alle Beteiligten ausgestattet sind.

    Sollten doch diese Eltern, wie oben beschrieben, mal fuer die Schutzausruestungen klagen und im naechsten Schritt koennen sie dann Praesenz einklagen.

    Dieser Weg ist unfassbar und egoistisch!!!

  26. Man sollte die Eltern verklagen. Die sollen für die Verschwendung an Justiz-Ressourcen ordentlich zahlen.

    Und dann das Jugendamt einschalten. Kann nicht verstehen, wie ein so junges Mädchen vereinsamen soll, wenn es doch zwei Eltern hat. Und wenns so brennt, mit der psyche, kann sie ja regelmäßig eine Freundin treffen (ohne ihre Eltern). Aber die anderen Familien haben wohl die Situation rund um corona verstanden.

    Wahrscheinlich merken die Eltern gerade erst, dass ihr Kind verkorkst ist und suchen jemanden, der die Schuld dafür übernehmen könnte. Da kein logischer Verursacher zu finden ist, wird halt das Virus verklagt.

    Man kann sich gerne über die Regelungen aufregen, aber dieses Verhalten ist asozial.

  27. Was machten eigentlich die armen Eltern, die ein genauso armes Kind mit langfristiger Erkrankung
    (Unfallfolgen, Krebs o.ä.)
    zu betreuen hatten? Und zwar zu Zeiten, als es noch keine Laptops gab, das Kind aber auch nicht in der Schule erscheinen konnte.
    Hatten diese Kinder alle einen Privatlehrer?
    Unmengen von Kindern werden dort vermutlich auch nicht zum Spielen erschienen sein, zumindest nicht dauerhaft.
    Haben diese Eltern auch darauf geklagt, dass ein Krankenbett im Klassenzimmer aufgestellt wird, damit das Kind Gesellschaft hat und am Präsenzunterricht teilnehmen kann?
    (Und das hätte ich in diesem Fall sogar noch verstanden!)

    Manche Leute (s. Artikel) haben entweder noch nie WIRKLICH Schlimmes erlebt oder ihnen sind gewisse Relationen völlig flöten gegangen…

  28. Meine Güte in was für einer kranken Welt lebe ich und meine Familie nur…. und mit krank meine ich nicht nur die derzeitige Pandemie, sondern u.a. diese rechthaberische und egoistische Gesellschaft. …. Regeln…. aber doch nicht für mich…..Immer nur diskutieren, diskutieren. Das ist wahrscheinlich auch der Grund, warum keiner mehr so richtig was auf die Kette bekommt. Ich schäme mich für die Gesellschaft von heute.

  29. Da es ja nicht viele Hintergrund-Infos gibt, auf WRD lief am Di Abend (ich meine es war Di) der entsprechende Beitrag. Sofern es sich eben tatsächlich um genau diesen Fall handelt, war dort die Familie zu sehen und tat ihre Ansichten kund. Oder es war noch eine weitere Familie, die nun Präsenzunterricht einklagen will. Das Geld für die Klage kam durch Spenden zustande. Es wurde kritisiert, dass nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft worden wären, wie tägliche Schnelltests, das Anmieten von Räumen außerhalb der Schule und gestaffelter Unterrichtsstart etc.

    Ich frage mich jedoch, wie ein Kind, das in einer eigentlich intakten Familie lebt, überhaupt vereinsamen kann? Ist das nicht ein Schuldeingeständnis der Eltern selbst, dass sie nicht in der Lage sind, sich angemessen um ihr Kind kümmern zu können?

  30. Man muss auch dafür Verständnis haben, es gibt sicher Kinder die lieber in der Schule oder sonst wo sind, Hauptsache nicht zu Hause.
    Traurig wenn man nicht in der Lage ist oder keine Lust hast sich um seine eigenen Kinder zu kümmern.
    Sie beim täglichen lernen zu unterstützen und die zu beschäftigen.

  31. Werner: „Man muss auch dafür Verständnis haben, es gibt sicher Kinder die lieber in der Schule oder sonst wo sind, Hauptsache nicht zu Hause.“

    Klar hätte ich Verständnis dafür, wenn diese Kinder möglichst wenig Zeit in dieser Familie verbringen wollten.

    Der Wunsch nach Präsenzbeschulung kommt doch wohl eher von Seiten der Eltern, die nicht in der Lage sind, ihre offenbar anstrengenden Ableger zu ertragen.

    Außerdem gäbe es ja auch die Möglichkeit der Notbetreuung. Warum wird die nicht genutzt?

    Die Sicht der betreffenden Lehrer wäre interessant.

    Ob DIE für diesen Schwachsinn Verständnis haben?

  32. Den Eltern i.mer zu unterstellen, dass sie sich nicht um ihre Kinder kümmern wollen… Unglaublich! Mein Mann muss jeden Tag zur Arbeit und trifft hunderte von Menschen. Ich alleine im Homeoffice mit 2 schulpflichtigen Kindern. Der Arbeitgeber erwartet weiterhin 150%… ja… auch wir müssen arbeiten, um Geld zu verdienen. Ich muss den Unterrichtsstoff x 2 vermitteln. Nicht die Lehrer. Und ja… die Kinder leiden und zwar so, dass es mir fast das Herz zerbricht. Ich kriege wirklich einen dicken Hals, wenn ich das höre. Und witzig ist… von meinem Mann höre ich nie Beschwerden, dass er los muss (er ist kein Lehrer). Mimimi… echt!

  33. Und die Notbetreuung ist in unserem Bundesland nur für systemrelevanten Berufe. Den haben wir! Nutzen Sie aber nicht, um die Lehrer zu entlasten. Mimimi

    • In meinem Kommentar ging es gezielt um die klagende Familie aus dem ursprünglichen Beitrag.

      Sollten Sie das nicht verstanden haben und sich angegriffen fühlen, ist das Ihr Problem.

      In NRW, wo die betreffende Familie lebt, gibt es Notbetreuung für alle. Wenn die Kinder nicht in der Familie betreut werden können, wären sie dort gut aufgehoben.

      Mein Unverständnis bezieht sich auf Querdenker, die vor Gericht ziehen, um alle wieder in die Schulen zu zwingen.
      Sie beziehen meine Aussagen auf sich. Warum?

      Wenn Sie nicht sinnentnehmend lesen können, ist das sehr bedauerlich, aber wie gesagt:
      Nicht mein Problem.

      • Ich hoffe sehr, dass Sie nicht unsere Kinder unterrichten.
        Glücklicherweise leben wir in einem Rechtsstaat, in welchem es selbstverständlich ist, dass öffentlich-rechtliche Maßnahmen auf ihre Rechtmäßigkeit hin überprüft werden können und sollen. Ein Zusammenhang mit angeblichen Querdenkern oder Eltern, die ihre Kinder nicht betreuen können oder wollen, ist hierin nicht zu erkennen. Unterschiedliche Auffassungen gibt es überall und sicher auch zum Thema Distanzunterricht. Gerade bei einer lehrenden Person, die mit Heranwachsenden zu tun hat, was ich bei Ihnen unterstelle, sollten pauschale Unterstellungen und das Diskreditieren Andersdenkender aber unterbleiben und sachliche Argumente benannt werden, dem ist leider nicht so.
        Aus Sicht einer berufstätigen Mutter von drei Kindern, wobei zwei Kinder im Grundschulalter sind, gebe ich folgendes zu bedenken:
        1. Notbetreuung ist kein Unterricht, der Unterrichtsstoff muss anschließend zuhause aufgearbeitet werden,
        2. Die Notbetreuung in NRW geht bis zumeist 15.00 Uhr, so dass der Arbeitsplatz zuvor rechtzeitig verlassen werden muss, was bei einer regulären Vollzeitbeschäftigung problematisch ist,
        3. Homeofficetätigkeit geht rein praktisch nicht in allen Berufszweigen. Wenn es möglich ist, gleichzeitig aber der Unterrichtsinhalt vermittelt werden soll, bleibt die Einhaltung der arbeitsvertraglichen Verpflichtungen „auf der Strecke“,
        4. Bislang unklar bleibt, ob der Distanzunterricht erforderlich ist, um Wirkungen auf das Pandemiegeschehen zu entfalten, siehe etwa

        https://nachrichten.idw-online.de/2020/11/24/schulen-spielen-bislang-eine-untergeordnete-rolle-in-der-verbreitung-des-coronavirus/

  34. „Mein Mann muss jeden Tag zur Arbeit und trifft hunderte von Menschen.“

    „…von meinem Mann höre ich nie Beschwerden, dass er los muss (er ist kein Lehrer).“

    Bravo, ein wahrer Held, Ihr Mann!

    Opfert sich quasi für’s Vaterland ohne zu klagen.
    Sie sind beide ganz großartig.

    Jetzt zufrieden?

    Nochmal klar ausgedrückt: Ich habe mich in meinen vorangegangenen Beiträgen auf den Fall der Familie, die für Präsenzunterricht für alle einklagen will, bezogen.
    Was sie daraus machen, ist etwas anderes.

  35. Und ich vetrete die Meinung genau dieser Frau. Die Kinder verzichten auf anständige Bildung und soziale Kontakte seit nunmehr einem Jahr. Gerade für Grundschüler eine Katastophe. Ich habe bisher von keiner Berufsgruppe so viel Gestöhne gehört wie von den Lehrern. Mein Mann ist kein Superheld. Er nimmt lediglich seinen Beruf ernst. Da könnte man sich mal eine Scheibe von abschneiden. Kommt Beruf nicht von Berufung?

  36. Zum Glück kenne ich ein paar Lehrer, die eine andere Einstellung dazu haben. Sonst würde ich sagen „armes Deutschland „.

  37. „Zum Glück kenne ich ein paar Lehrer, die eine andere Einstellung dazu haben.“
    Ja. Leider. Aluhüte überall …

    Warum lesen Sie eigentlich das „Gestöhne“ hier im Lehrerforum?“

    Hier lesen und schreiben vorwiegend Lehrer.

    Tauschen Sie sich doch besser mit ihresgleichen auf geeigneten Plattformen aus.

  38. „Kommt Beruf nicht von Berufung?“

    Was hat das damit zu tun, dass Lehrer und Schüler ohne Gesundheitsschutz in die Schulen geklagt werden?

  39. >>Eine Grundschülerin der 4. Klasse aus Köln will nach Angaben einer Gerichtssprecherin per Eilverfahren erreichen, dass die entsprechende Passage in der Coronabetreuungsverordnung außer Vollzug gesetzt wird.<<

    Vorverurteilung – Spekulationen
    In der "Verordnung zum Schutz vor Neuinfizierungen mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 im Bereich der Betreuungsinfrastruktur (Coronabetreuungsverordnung – CoronaBetrVO) Vom 7. Januar 2021" finde ich z. B. kein Wort "DISTANZUNTERRICHT".

    Welche konkrete "entsprechende Passage" soll bei 9 Seiten überhaupt im Eilverfahren außer Vollzug gesetzt werden?

  40. Ich bin kein Aluhut, kein Querdenker! Ich bin Realist! Somit verabschiede ich mich aus Ihrem Forum und wünsche Ihnen weiterhin ganz ganz viel Spaß bei Ihren Themen und Ihrer Einstellung dazu.

  41. „Ich bin Realist!“
    Wirklich?
    Duden.de:
    Realist:
    „jemand, der die Gegebenheiten des täglichen Lebens nüchtern und sachlich betrachtet und sich in seinem Handeln danach ausrichtet.“
    Hmmmmm ….
    Realisten erkennen also die aktuelle Situation und handeln entsprechend.

    Das RKI heute 18678 Neuinfektionen gemeldet.

    Ist jemand Realist, der Kinder jetzt in Schulen schicken möchte?

    Spaß hat an diesem Thema niemand hier.

    Das Leuten wie Ihnen mit Argumenten nicht zu helfen ist, ist mir klar.

    „Somit verabschiede ich mich aus Ihrem Forum“

    Das ist eine gute Entscheidung!

  42. Guten Abend zusammen,

    Ein interessante und ziemlich erhitzte Debatte, die leider in vielen Bereichen dem Problem nicht gerecht wird.
    Es ist leicht zu sagen, dass die Eltern bitte richten sollen, was der Staat verschlafen hat. Wer einen Tag zu Hause versucht hat zu arbeiten und dabei kinder entweder beschulen oder bespaßen soll, der weiß, wovon ich rede.
    Zudem kann man aber auch den Lehrern keinen Vorwurf machen, wenn sie sich nicht, in der aktuellen Lage, einem gesundheitlichen Risiko aussetzten möchten.
    Ich kann bestätigen, dass Kinder mit der Homeschooling Situation gut klarkommen, solange die häusliche Umgebung es zulässt. Also auch hier weit weniger Drama als gemeinhin dargestellt.
    Was ist also dann das Problem und die Frage, die wir uns als Gesellschaft stellen müssten?
    Warum gibt es so wenig Interesse von der Regierung die Schulen vernünftig auszustatten? Warum sehen die Toiletten aus als würde hier freiwillig keiner drauf? Wie soll es in einer solchen Umgebung ein Hygienekonzept entwickelt werden. Kaum eine der Auflagen während der Präsenzunterrichtsphase hat Geld gekostet (außer ggf. die Privatkasse der Lehrer und Eltern).
    Wäre es vielleicht ratsam vom Kultusministerium zu fordern, dass man die Lehrer strategisch und langfristig weiterbildet mit einem Digitalisierungskonzept anstatt sie mit jährlichen Lehrplanänderung abzulenken und die zur Verfügung stehenden Mittel für ständig neue Bücher ausgeben zu müssen.
    Dies sollte alle Mitbürger umtreiben, nicht nur Eltern und Lehrer, denn unsere Wirtschaft braucht zukunftsfähige und gut ausgebildete Kinder. Der Nutzen einer guten Ausbildung ist also einer, der die gesamte Gesellschaft weiterbringt.
    Hätten wir alle in den letzten Jahren unsere Hausaufgaben gemacht und eine grundlegende Reform im Bereich der Kindergärten, Schulen und Ausbildung eingefordert, ständen wir nun anders da. Wir sind ein Land, dessen höchstes Gut die Bildung ist, doch leider ist dies wohl in Vergessenheit geraten.

  43. ich habe den Eindruck, dass durch die geschlossenen Schulen mehr Elternteile in das Büro fahren und dadurch auch der ÖPNV voller ist. Als die Schulen offen waren konnten beide Eltern in Ruhe Homeoffice machen. Wenn nun die Kinder zu Hause sind und auch einen der vorhandenen Computer nutzen und auch Betreuung brauchen, führt es dazu dass ein Elternteil eher ins Büro fährt, um dort in Ruhe und mit Platz arbeiten zu können. So sehe ich dass bei meinen Kollegen. Ein anderer Kollege bringt sein Kind zu den Großeltern oder Nachbarn, damit er in Ruhe arbeiten kann.
    Geschlossene Grundschulen führen dazu, dass die Erwachsenen mehr Kontakte haben. Das trägt auch dazu bei dass die Infektionszahlen nicht sinken.

    Bitte öffnen Sie die Grundschulen, dort haben die Kinder ordentliche Hygienekonzepte und immer die gleichen Kontakte und die Eltern können in Ruhe Home-Office machen ohne zusätzliche Kontakte mit Kollegen oder Großeltern.

    Zudem hat das IZA im Herbst gezeigt, dass die Schulöffnungen keinen Beitrag zur Pandemie leisteten. Eher im Gegenteil.
    https://newsroom.iza.org/de/archive/research/school-re-openings-after-summer-breaks-in-germany-did-not-increase-sars-cov-2-cases/
    Weitere Studien und die Erfahrung im Herbst zeigten, dass Kinder unter 12 das Virus praktisch nie weitergeben.

    Ich hoffte sehr, dass eingesehen wurde, dass es unnötig ist die Grundschulen zu schließen. Alle großen Studien aus dem Sommer und Herbst zeigten dass Kinder unter 12 das Virus quasi nicht weitergeben. Klar im Frühjahr wusste man es nicht und war vorsichtig. Seit März hörte & las ich von keinem einzigen Kind/Lehrer, der sich an der Grundschule ansteckte. Auch mein Sohn war wegen einem Fall im Hort in Quarantäne, aber auch da hat sich kein anderer angesteckt. Irland hat im Nov die hohen Zahlen mit starkem Lockdown aber offenen Schulen deutlich senken können (seit dem die Schulen wegen den Ferien zu sind, steigen die Zahlen wieder). Ungarn senkt aktuell mit offenen Grundschulen die Infektionen sehr stark und liegt EU-weit weit vorne. Ich bin echt traurig und verärgert dass wir es wieder auf die Kinder abwälzen. Wir sollten uns lieber auf das wichtigere fokusieren: Kontaktbeschränkungen bei Erwachsenen, mehr Homeoffice, Schutz von Altenheimen, Grenzschließungen, Impfen.

  44. Wir Eltern klagen nicht primär wegen fehlender Betreuungsmöglichkeiten, sondern weil ein komplettes Schuljahr nahezu komplett verloren ist (wegen einer Krankheit, die Kinder und Jugendliche kaum betrifft).
    Lehrer und Lehrerinnen können sich noch so sehr anstrengen, das Internet noch so gut sein, bei pubertierenden Kindern kommt allenfalls die Hälfte rüber.
    Wenn ich unseren 14-jährigen Sohn sich selbst überlasse, spielt er entweder mit seinem Computer oder mit seinem Schwanz. Habe ich in dem Alter nicht anders gemacht… und ich war der Klassenstreber 😉

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