Kretschmann stellt für Montag Kita- und Schulöffnungen in Aussicht – GEW: Erzieher und Lehrer fühlen sich wie Versuchskaninchen

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STUTTGART. Eigentlich gibt Baden-Württembergs Ministerpräsident Kretschmann den strengen Corona-Krisenmanager. Doch bei den Kleinsten lässt sich der grüne Regierungschef offenbar von Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) treiben, die mit ihm im laufenden Wahlkampf um das Ministerpräsdentenamt konkurriert – und sich vehement, unabhängig vom Infektionsgeschehen, für weit offene Kitas und Grundschulen einsetzt. Sie sollen tatsächlich bereits kommende Woche ein stückweit in den Alltag zurückkehren können, wenn die neuen Virusvarianten nicht doch noch alles auf den Kopf stellen. Die GEW zeigt sich entsetzt.

Stellt in Aussicht, die Kitas und Grundschulen am Montag zu öffnen: Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne). Foto: vasilis asvestas / Shutterstock

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann geht davon aus, dass Kitas und Grundschule im Land vom kommenden Montag an schrittweise wieder öffnen können. Die endgültige Entscheidung werde er an diesem Mittwoch treffen, sagte Kretschmann am Dienstag in Stuttgart.

Die Corona-Infektionszahlen sinken seit fast drei Wochen und diese Tendenz sei belastbar. «Deswegen ist es verantwortbar, das zu machen», sagte der Grünen-Politiker. Wenn nicht noch etwas Überraschendes passiere, werde man Kitas und Grundschulen im Wechselbetrieb «behutsam» wieder öffnen können. Sie sind wie die meisten weiterführenden Schulen seit dem 18. Dezember geschlossen – eigentlich. Die Notbetreuung wird allerdings so rege genutzt, dass der VBE von einer „Öffnung durch die Hintertür“ spricht, wie News4teachers bereits berichtete. In sehr vielen Kitas und Grundschulen gebe es eine Auslastung von 60 bis 70 Prozent.

Nur Virusmutation könnte Rolle rückwärts bei den Kitas und Grundschulen auslösen

Die «Grundstruktur» des Konzepts des Kultusministeriums für die Öffnung der Grundschulen liege vor, sagte der Regierungschef. Die Klassen würden halbiert. Es gebe keine Präsenzpflicht und die Notbetreuung sei gewährleistet. Zudem lägen hochwertige Masken für Lehrerinnen und Lehrer an Grundschulen vor. Kretschmann betonte jedoch, wenn sich die neuen, wohl aggressiveren Virusvarianten aus Großbritannien oder Südafrika im Südwesten verbreiteten, gebe es eine neue Lage. «Das kann zu drastischen Maßnahmen führen.» Dann müssten auch Lockerungen wieder zurückgenommen werden, kündigte er an. «Wir sind noch nicht über den Berg. Wir sind in der schwierigsten Phase der Pandemie.»

Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) dringt massiv auf die Öffnung. Sie wollte Kitas und Grundschulen eigentlich schon nach den Weihnachtsferien öffnen – «unabhängig von den Inzidenzen». In Baden-Württemberg gehen etwa 450.000 Kinder in Kitas und rund 382.000 besuchen eine Grundschule. Es gebe kaum Kinder, die mit Bussen und Bahnen in die Betreuung oder in die Grundschule kämen, betonte Kretschmann. Sie kämen zu Fuß oder würden von den Eltern gebracht. Das sei schon mal positiv.

Experten sagten, Kinder unter zehn Jahren seien keine «Treiber» des Pandemiegeschehens – so behauptet Eisenmann. Fakt ist aber: Das Robert-Koch-Institut beobachtet seit Monaten Ausbrüche an Kitas und Schulen. An der Infektiosität von Kindern könne überhaupt kein Zweifel bestehen, sagt – wie News4teachers unlängst ausführlich berichtet hat – Prof. Christian Drosten, Chef-Virologe an der Berliner Charité.

Eisenmann greift dem Vernehmen nach bei ihrem Konzept für die Öffnung auf Erfahrungen aus dem Frühjahr 2020 zurück, als man nach dem ersten Lockdown auch schrittweise den Betrieb wieder hochfuhr. Demnach soll nur die Hälfte der Klassen oder Gruppen kommen. Ob das im Wochen- oder Tageswechsel ablaufen soll, kann voraussichtlich vor Ort unterschiedlich sein. Zu Beginn sollen in der Grundschule auch nur die ersten und zweiten Klassen kommen. In den Fasnachtsferien soll überprüft werden, ob die Öffnung Einfluss auf die Infektionszahlen haben.

Kretschmann mag noch keinen Termin für die Öffnung von Gymnasien und Co. nennen – anders als Eisenmann

Auf ein Datum für die Öffnung von weiterführenden Schulen wollte sich Kretschmann nicht festlegen – auch wenn die Kultusministerin hier ebenfalls Druck macht. «Es ist richtig, die Öffnungsstrategien werden grundsätzlich gemacht für Inzidenzen unter 50», sagte der Grünen-Politiker. Es gebe jetzt nur Ausnahmen für Unter-10-Jährige. «Darüber hinaus machen das Konzept die Chefs der Staatskanzleien und das Bundeskanzleramt.» Er setze hier auf eine gemeinsame Linie. «Wir wollen schauen, dass wir beisammen bleiben.» Bislang gibt es bei weiterführenden Schulen nur Ausnahmen für Abschlussklassen.

Die zu erwartende schrittweise Öffnung der Kitas und Grundschule im Land ist nach Ansicht der GEW fahrlässig und derzeit nicht zu verantworten. Elf Millionen Menschen in Baden-Württemberg müssten sich an strenge Kontaktbeschränkungen halten, kritisierte die GEW-Landesvorsitzende Monika Stein und ergänzte. «Nur die Fachkräfte in Kitas und die Grundschullehrkräfte sollen sich mehrere Stunden mit Personen aus 10 bis 20 Haushalten in einem Raum aufhalten?» Viele Erzieherinnen und Grundschullehrkräfte fühlten sich behandelt wie Versuchskaninchen.

Der Umgang mit den Schulen hatte bei den Beratungen der Ministerpräsidenten mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) vor einer Woche für einen langen Streit gesorgt. Mit der Lockerung zwei Wochen vor Ablauf des zunächst bis zum 14. Februar befristeten Lockdowns würde Baden-Württemberg, das in vielen Bereichen einen strengen Corona-Kurs fährt, einen Sonderweg beschreiten. Bund und Länder hatten den Lockdown auch an Schulen und Kitas bis Mitte Februar verlängert. Allerdings sind die Länder für die Bildungspolitik zuständig, und der Beschluss lässt ihnen Spielraum. Demnach ist Präsenzunterricht möglich, wenn die Präsenzpflicht ausgesetzt ist. Das ist in Baden-Württemberg schon seit Sommer der Fall.

Auch in anderen Bundesländern sind teilweise Schulen und Kitas grundsätzlich offen, aber eher als erweiterte Notbetreuung. Die Präsenzpflicht ist ausgesetzt oder Eltern werden gebeten, ihre Kinder nicht zu bringen – so etwa in Hessen. So umging man es, Ausnahmeregeln für bestimmte Berufsgruppen zu schaffen für eine Notbetreuung. News4teachers / mit Material der dpa

Ein Leserkommentar

Zu unserem letzten Beitrag zur Schulpolitik in Baden-Württenberg hat News4teachers-Leser „Schattenläufer“ einen lesenwerten Kommentar gepostet, den wir im Zusammenhang des Beitrag oben gerne noch einmal prominent veröffentlichen:

„Hab das immer für irgendeine abgehobene Theorie gehalten, aber unser Prof in Wirtschaftskunde hat uns mal was von einem Gefangenendilemma erzählt.
Interessant, das hier bei den Kultusministern und Länderchefs live zu sehen. Erschreckend!

Erklärung: Ein Gefangenendilemma liegt vor, wenn eine Gruppe von Leuten gemeinsam ein kleines Opfer bringen muss, um für alle einen großen Erfolg erringen zu können.
Das Problem ist nur, wenn eine Person betrügt und sich nicht an die Regeln hält, um persönliche Vorteile zu erlangen, fällt das nicht auf. Da aber jeder denkt, dass er als Einziger die Regeln brechen könnte und die Anderen das Opfer bringen, bricht am Ende jeder die Regel. Ergebnis, alle haben große Nachteile.

Genau das passiert hier. Wenn alle Bundesländer und Bürger sich an die Corona Regeln halten, dann halten wir die Pandemie unter Kontrolle. Wenn ein Bundesland Wählerstimmen sammeln könnte, in dem man Besuchsregeln lockert oder Schulen öffnet ist das halb so wild, die anderen halten ja die Regeln ein. Leider kommt dieser geniale Gedanke allen Bundesländern und allen Ministern der KMK. Daher sinken die Zahlen nicht und am Ende gerät die Pandemie endgültig außer Kontrolle. Das setzt sich natürlich auch nach unten, bei den Bürgern fort. Wenn nur ich mich mit Freunden treffe, wenn nur ich keine Maske trage.
So ist der Mensch eben. Ein Egoist.“

Was passiert nach dem 31. Januar mit Kitas und Schulen? Das Chaos geht weiter – Kultusminister lehnen klare Regeln weiterhin ab

 

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89 KOMMENTARE

  1. Es ist ein unheimliches und aggressives kollektives Verdrängen, was in Deutschland stattfindet. Long Covid ist real, es trifft VIELE, jedes achte jüngere Kind ist auch betroffen, Hirnschäden, Organschäden, Haare und Zähne die ausfallen, monatelange Atemnot, , spätere Demenz, jetzt schon eine halbe Million Schwerbehinderte und dazu noch B117 …
    Wir als vorsichtige Risiko-Familie wurden schon aktiv, bösartig und verlogen von der Hamburger Schulbehörde und der Schulleitung VERFOLGT (dafür haben sie Zeit und Geld). Unser Grundschulkind soll demnächst in die Schule gezwungen werden, mit FFP2-Maske, Plexiglas, eigenen Pausen und Absonderung von Gruppenarbeiten. Neue Verordnung vom 11.01. Kindeswohl nennen sie das. Das Kind braucht ja die sozialen Kontakte (!).
    Das sind die Sachen, die in der späteren Geschichtsaufarbeitung dann Fassungslosigkeit hervorrufen werden. Wir sind mittendrin. Die Politiker führen einen Krieg gegen die Wissenschaft und zocken mit unserer Gesundheit und unserem Leben. Sie bestrafen diejenigen, die nicht mitmachen. Widerlich.

    • Man hat einfach keine Worte mehr dafür, was Risikofamilien (oder auch denjenigen, die einfach nur kapieren, was eine Pandemie ist) angetan wird.

      Ich drücke alle Daumen.

    • @Minna

      Ich bin wirklich schockiert, auch total wütend, dass so etwas hier und heute passiert.
      Aber was würde geschehen, wenn Sie Ihr Kind nicht in die Schule schicken?
      Wurde etwas anderes angekündigt als ein Bußgeldverfahren?

      • Es geht leider deutlich darüber hinaus. Ein Treffen mit der Schule und der Rechtsabteilung wurde beispielsweise nur als Präsenztreffen angeboten, so dass der „Runde Tisch“ ohne uns stattfand. Der Bescheid wurde so verschickt, dass wir nicht rechtzeitig einen Anwalt hätten hinzuziehen können – uns hat ganz knapp die Bundespolitik gerettet. Wir erhielten dann eine Ablehnung eines alten Antrags und der neue (gewichtigere) wurde dabei einfach drei Monate „übersehen“ und auf dieser falschen Grundlage ein Treffen mit einer Beratungsstelle vorgeschrieben, das Sozialamt (fehl-)informiert und ein Absentismusverfahren eingeleitet.
        Unser Kind ist übrigens gut in der Schule, sehr fröhlich und die Eltern Akademiker.

        • @Mary-Ellen

          Hammermäßig.
          Stimmt.
          (Lässt sich leider hier nicht einfügen, aber bei gmx gibt es in den Emails die animierten Smileys und da ist einer, der einem anderen mit dem Hammer auf den Kopf haut – ungefähr in diesem Sinne stelle ich mir „hammermäßig“ vor.)
          😉

          • @Pit:

            Diese Funktion MUSS N4T (extra für dieses Forum) für die KM hier installieren! Es wird dringend benötigt!!!!

          • @ Mary-Ellen 27. Januar 2021 um 15:15

            Herzlichen Dank für diesen Post.
            Seit Tagen habe ich nicht mehr so befreit gelacht.
            🙂

    • Ich habe eine schriftliche Stellungnahme unserer Schulleiterin (Hamburg) , dass im Kollegenkreise vereinbart wurde, die Maskenpflicht nicht konsequent durchzusetzen. Es sei niemanden zuzumuten eine Schulstunde lang Maske zu tragen. Es würde aber natürlich auf Abstand geachtet. Im Ergebnis hatten wir vorige Woche eine Auslastung der dritten und vierten Klasse von über 40% in Präsenz und in jeder Videoschalte in den Klassenraum ist zu beobachten, wie Kinder ohne Maske und ohne Einhaltung des gebotenen Abstand, sich im Klassenraum bewegen.

    • Unser Kind geht genau deshalb jetzt auf eine Privatschule und wird online zugeschaltet. An stastlicher Schule nicht denkbar, da hätte Kind in die Klasse gemusst.
      Hätte nie gedacht, dass das mal nötig sein würde. Kind kann sich ja von der Hochrisikopatientin im Haushalt fern halten. Mir fällt dazu nichts mehr ein.

  2. Der Verweis der Landesregierung auf die Studie aus dem Lockdown im Frühjahr 2020 der Unis im Land ist nur noch peinlich! Zig Fach widerlegt…allein durch die häufigen Krankschreibung wegen Corona von Erzieherinnen. Ich sehne die Landtagswahl herbei um Eisenmann und ihrem Ministerialdirektor das Mandat zu entziehen. Hoffe nur dass ich da nicht allein bin…

    • Die „Studie” ist bis heute nirgends final veröffentlicht worden. Es findet sich offenbar kein Fachjournal, dass diesen Mist drucken will.

  3. Ein Blick nach England reicht, dann weiß man, wo es hinführen kann.
    Eigentlich wollte ich Herrn Kretschmann wählen…
    Meine Kinder werden bis Ostern keine Schule von innen sehen.

  4. Und dann gilt Maske im Unterricht in BaWü erst ab Klasse. 5.

    Also Grundschüler kommen ohne Masken ab 1. Februar. Ist das ein Witz.

    • Bestimmt! Was meine Erstklässler dann wohl denken, wenn ich im Schutzanzug, mit Handschuhen, Visier und FFP2-Maske unterrichte?

  5. „Die Corona-Infektionszahlen sinken seit fast drei Wochen und diese Tendenz sei belastbar.“

    Genau… und da man keine Lust hat, zu warten, bis das Ziel erreicht ist (und man sich auch verkniffen hat, ein solches zu nennen), riskiert man, die bisherigen Erfolge auf einen Schlag zu vernichten.

    „Kretschmann betonte jedoch, wenn sich die neuen, wohl aggressiveren Virusvarianten aus Großbritannien oder Südafrika im Südwesten verbreiteten, gebe es eine neue Lage.“

    Ursache und Wirkung? Wenn man viele Kontakte (Schule) ermöglicht, muss man sich dann nicht wundern, wenn die Mutationen sich weit verbreiten. Sinnvoller wäre, erst einmal so viele Fälle wie möglich zu sequenzieren und zu schauen, wie weit die Mutationen schon sind. Wenn man sichergestellt hat (!), dass man sie unter Kontrolle hat, dann kann man darüber nachdenken, irgendwas zu öffnen.

    Das hier klingt wieder nach dem üblichen „wir machen mal auf und schauen, was passiert“. Dabei ignoriert man aber nicht nur die Folgen für die Betroffenen, sondern auch, dass das im Worst Case die Pandemie wieder richtig befeuert. Eine Woche zu lange offen kann problemlos einen mehrere Wochen längeren Lockdown im Anschluss bedeuten.

    Ungeduld zahlt sich hier nicht aus, das sollte man eigentlich aus dem Herbst gelernt haben.

  6. „wenn sich die neuen, wohl aggressiveren Virusvarianten aus Großbritannien oder Südafrika im Südwesten verbreiteten, gebe es eine neue Lage.“

    Rückmeldung zur Aufgaben-Einreichung:
    Hallo,
    bitte nochmals genau nachdenken und überarbeiten, da sind noch Denk- oder Formulierungsfehler in deiner Lösung bei „wenn … verbreiteten“ und „gebe es eine neue Lage“. – Besser wäre: „sobald sie sich durch die Öffnung verbreiten, gibt es eine neue Lage“, vgl. UK, Portugal etc.

    Viele Grüße aus dem Fernunterricht!

  7. Diese ganze Kurzatmigkeit der diversen Maßnahmen mit „hü“ und „hott“ und „vielleicht“ ist allein schon vom Übel. Das Virus hat gezeigt, dass es einen langen Atem hat. Also muss das für alle Gegenmaßnahmen ebenso gelten, sonst werden sie nicht wirken. Und für Wahlkämpfe eignet sich das Thema nun überhaupt nicht. Es wäre keine Katastrophe, wenn demnächst eine schwarz-grüne Regierung in Stuttgart residiert statt einer grün-schwarzen. Oder kann jemand benennen, was sich an wichtigen Dingen ändern würde?

    • @Carsten: ja bei schwarz grün wären die Schulen für alle seit 11.1 im Präsenzunterricht unabhängig von der Insidenzzahl und wahrscheinlich wäre Föll Kultusminister….

      Umso rätselhafter warum Kretschmann seinen ausgewogenen vorsichtigen vernünftigen Merkel nahen Kurs aufgegeben hat ….weiss nicht was er sich davon verspricht außer Lockdown 3…

  8. Die Gesundheit der Lehrer geht Herrn Kretschmann am A. vorbei.

    Warum lässt er die Lehrer und Erzieher nicht schneller impfen?

    Das würde die Lehrer schützen und einen erneuten Anstieg der Infektionszahlen erschweren.

  9. Masken sind bei uns ebenfalls bis heute nicht vorhanden, die Notbetreuung muss mit selbst finanzierten Masken erfolgen.

    Schickt die Patienten Kretschmann und Eisenmann zusammen mit dem Kinderschänderunterstützer Föll in die Demenzstation eines Altenheims! Dort sind sie am besten aufgehoben und können so keinen Schaden mehr anrichten.

    Da es weiterhin kein sinnvolles Konzept gibt und das Lüften weiterhin Pflicht ist, wird es schnell zu Erkältungskrankheiten bei der aktuellen Wetterlage kommen und so werde ich dann bis zu meiner Genesung zu Hause bleiben. Habe schon aktuell Halsschmerzen wegen der Notbetreuung und der damit verbundenen Dauerlüftung. Das Klassenzimmer wurde die letzten Tage gar nicht mehr warm. Ein Durchhalten wenn ich eigentlich krank bin -wie in den vergangenen Jahren- wird es von meiner Seite her nicht mehr geben. Ich habe von dieser Politiker-Bagage die Schnauze voll!
    Meine eigenen Kinder schicke ich nicht zur Schule. Sie sollen keine Versuchskaninchen für das Land sein!
    Wann erhalten die Schulen endlich Infos? Wieder kurz vor dem Wochenende? Wann soll dann vorbereitet werden, Frau Eisenmann und Herr Kretschmann? Welche Masken werden wir irgendwann erhalten? Sind es die Masken, die an den weiterführenden Schulen niemand wollte? Der Begriff „hochwertige Masken“ macht mir Angst! Wären es FFP2-Masken, könnte man diese auch so ankündigen. Sie sind Standard an allen anderen Schularten. Vielleicht hat das Kultusministerium ja noch Fehlchargen aus China, die ansonsten teuer entsorgt werden müssten? Grundschullehrer sind für das Kultusministerium der Erfahrung der vergangenen Monate nach nur der letzte Dreck, um deren Gesundheit es sich nicht zu kümmern gilt. So wäre die Verteilung solcher Masken nur logisch. Bin gespannt, was mich erwartet.

  10. Mir wird schon wieder ganz schlecht – und schwanger bin ich nicht.

    Frau Eisenmann – ran an die Realität!
    Frau Eisenmann – ran an die Fürsorgepflicht!
    Frau Eisenmann – ran an ein verbindliches Konzept!

    Blick auf Neuseeland – Blick auf England – wer macht was und was funktioniert?
    Ursache – Folge – LockDown 3 – Eisenmann – Folge – LockDown 4 – Eisenmann – Folge – noch wer da für LockDown 5?

    Auch wenn die Dame dem Club deutscher Unternehmer (CDU) angehört – ihre Stellenbeschreibung wird sie doch wohl lesen können.

    Jan aus H. hat Recht – GEDULD ist angesagt, Halbherzigkeiten und Hin und Her zahlen sich nur für die Pharmaindustrie und die Beerdigungsinstitute aus.

    Ich sach ja: It was so nice – wir lockern twice. Und da die Schulen ja immer noch sicher sind und Kinder keine Verbreiter (ko..!) öffnen wir die sicheren Schulen am besten 24/7. Da kann die Wirtschaft gut nachlegen.

    Ich bin`s leid – ich bin eisenhart und rette mich selber.

    Liebe KuK: Ich wiederhole es erneut – vor Jahren habe ich eine Versicherung unterschrieben, dass ich nicht mit ansteckenden Erkrankungen in die Schule gehe. Dazu gehört Schnubben, Niesen, Husten, Halsweh – mehr denn je.

    Die Frau ist im Stande und gibt uns die Schuld, wenn die Schulen wieder geschlossen werden müssen – und ich möchte es mir nicht auf das Gewissen laden, jemanden zwangsweise oder aus Pflichtgefühl angesteckt zu haben.

  11. Herr Kretschmann und Frau Eisenmann sollten eigentlich mittlerweile mitbekommen haben, dass sich in den letzten Monaten genügend Grundschulkinder infiziert haben. Bei uns begann es mit einer ersten Klasse, dabei mehrere Ansteckungen durch ein Kind verursacht. Dadurch auch Eltern der angesteckten Kinder erkrankt. Parallel noch ein Zweitklassfall unabhängig davon. Am zweiten Standort kurze Zeit später 5 Viertklässler infiziert plus Lehrerin. Diese höchstwahrscheinlich durch Schüler infiziert, da privat keine Kontakte.

    Trotzdem soll den Eltern (und Lehrern) weis gemacht werden, dass Kinder weniger ansteckend sind? Das passt zu dem Druck, der meinem Rektor gemacht wurde, als er die zwei restlichen, halbvollen Klassen zu Hause lassen wollte. Die Schule musste offen bleiben. Frau Eisenmann konnte so sagen, dass fast keine Schule deshalb geschlossen wurde, da nur 3/4 der Schule in Quarantäne war und so nicht mitzählte.

    Wann wird endlich mit offenen Karten und transparenten Daten gespielt? Solch eine Bevölkerungstäuschung kennt man eigentlich nur aus autoritär geführten Staaten. Gehören wir auch schon zu denen?

  12. Meine Kollegen und ich fahren eine Förderschule und eine integrative Kita seit 11. Januar an.
    Bis zu 6 Kinder, Fahrer und Beifahrer sitzen in einem Kleinbus. Die Eltern bringen ihre Kinder ohne Maske zum Bus, wir müssen unsere FFP2 Masken selber kaufen. Abstand ist bei behinderten Kindern unmöglich.
    Die Kinder der Förderschule werden nach Klasse abgeholt, nachmittags kommen die meisten gemeinsam aus der Schule.
    Wieviel Haushalte sind das???
    Gerade diese Schulen wurden zuerst aufgemacht!

  13. Es ist ein Aufruf an alle Bürger sich auch nicht mehr an die Maßnahmen zu halten! Die Politiker nehmen das Virus ja auch nicht mehr ernst.

    Zumindest als Lehrer soll man dann auch wieder erlaubt bekommen zu feiern, zu verreisen, Sport in Gruppen zu betreiben, Essen gehen zu können, etc… Wenn schon denn schon, dann alles wieder erlauben!

    • @Matty

      „Zumindest als Lehrer soll man dann auch wieder erlaubt bekommen zu feiern, zu verreisen, Sport in Gruppen zu betreiben, Essen gehen zu können, etc… Wenn schon denn schon, dann alles wieder erlauben!“

      Zumindest wäre das mal konsequent und darum wird es nicht passieren.
      Aber einen für einen Augenblick habe ich es vor mir gesehen: Es fährt ein hupender Autokorso vor das jeweilige Kultus- bzw. Schulministerium, Lehrer feiern in denselben ein Turnfest wobei man aus der Puste kommt und schnauft und lacht (Endorphine! durch Bewegung), dann gibt es ein Catering (Rechnung an die Lieferadresse).

  14. Im Januar haben viele Politiker gehofft, das Virus würde sich nicht auch in Deutschland verbreiten. Das öffentliche Leben wurde lange Zeit nicht eingeschränkt. Natürlich hat sich das Virus verbreitet. Jetzt ist das mutierte Virus schon seit Wochen im Land, Ausbrüche werden an vielen verschiedenen Orten entdeckt, obwohl wir uns gerade in einem Lockdown befinden. Wieso sollte man jetzt eigentlich glauben, dass sich das mutierte, viel ansteckendere Virus nicht auch noch weiter ausbreiten sollte? Den Kopf in den Sand zu stecken würde ebenso viel bringen, wie jetzt das öffentliche Leben wieder hochzufahren. Auch wenn es vorsichtig und Schritt für Schritt erfolgen soll. Klingt genauso gut wie der Satz „Schulen sind sichere Orte“.

    • @Herr Wolle

      „Den Kopf in den Sand zu stecken würde ebenso viel bringen, wie jetzt das öffentliche Leben wieder hochzufahren. Auch wenn es vorsichtig und Schritt für Schritt erfolgen soll.“

      Bloß gut, dass die Herrschaften mit ihrer Schritt-für-Schritt-Logik nur als KM ihre Ideen zum Wohle der Menschen rauskloppen (Ironie), man stelle sich mal vor die wären Ärzte:
      „Ja klar können wir die Herz-OP auch in Etappen durchführen.“ oder „Nö is überhaupt gar kein Problem, wir nähen die riesige klaffende Bauchwunde nebst Innereien erst mal ein bisschen und ganz locker und dann schauen wir mal weiter …“

      Gutes Personal ist eben schwer zu finden. Leider auch in den Positionen, in denen es kluge und verantwortungsvolle Leute braucht.

  15. Kretschmann ist mittlerweile die dümmste Birne im Land. Peinlicher und seniler als jeder andere MP.
    Glaubt immer noch an die Märchenstudie aus Baden-Württemberg aus dem Frühjahr 2020, die Herr Dr. Onkel Debatin verkündet hat. Ganz am Rande, wenn er von Kindern unter 10 Jahren spricht, dürften ja die Viertklässler nicht in den Präsenzunterricht kommen, die sind alle 10. Es ist eine Politik nach dem Prinzip „Augen zu und durch, koste es auch noch so viele Menschenleben und Hauptsache die Wirtschaft honoriert das und wählt mich wieder“.

    Das 2. Prinzip: „Konzeptions- und Planlosigkeit gepaart mit Empathielosigkeit, fehlender Fürsorge und senilem Handeln“.

    Schlichtweg einfach mörderisch und im Wettkampf mit Fake news Meisterin Nanny Eisentrump.

    Nicht mehr wählbar, der Herr Obervirologe.
    Quo vadis Grüne Partei und Politik in Baden-Württemberg?

  16. «Wir sind noch nicht über den Berg. Wir sind in der schwierigsten Phase der Pandemie.»

    Die schwierigste Phase – weitaus schwieriger als die, die jetzt ist wie ich fürchte – beschwören die KM mit solchen Entscheidungen gerade herauf…

    Wahnsinn! Die gleiche Leier wie letztes Jahr plus Wahlkampf – das kann zu nichts Gutem führen! 🙁

    • @kanndochnichtwahrsein:

      ‚…das kann zu nichts Gutem führen!“

      Richtig!

      So ist das wohl, wenn die KM sich vorwiegend aufs Hoffen beschränken, wie auch @Herr Wolle so schön anmerkt.

  17. Wir sind in der schwierigsten Phase der Pandemie, sagt er , genauso ist es.. und was bitte lässt dann den Schluss zu, Schulen und Kitas zu öffnen ?? Was für ein Wahnsinn! Unverantwortlich und unwählbar , genau wie Frau E.

  18. Wird Zeit dass sich die LehrerInnen krankschreiben lassen
    ohne sie kein Unterricht

    aber damit das nicht mehr passiert wurde ja alles mögliche gestrichen, das Alter verändert, das Attest verändert etc.etc

    haben wohl alle Schiss, dass sich die Lehrer wehren?

    Hebt die Schulpflicht doch auf, dann können zumindest die Kids zu Hause bleiben, deren Eltern Risikopat. sind und sich das Homeschooling zutrauen

    uns würde es freuen– wir sind nämlich Risikopat. und über jeden Tag froh, wo die Kids zu Hause lernen dürfen– ( 7 Klasse Gym und 1 Klasse)

    und beide Schulen machen das super– weil sie es können und sich vorbereitet haben…

  19. Jetzt muss ich mich doch noch mal mächtig aufregen:
    ARD Sendung FAKT heute Abend (26.01.) zum Thema Infektiosität von Schülern.
    Dort wurde das bestätigt, wovon die meisten hier ja eh schon ausgehen.
    Was mich on top so dermaßen ärgert ist der Vorwurf der FAKT-Redaktion, die Verantwortlichen Politiker hätten die Bevölkerung hierüber nicht frühzeitig informiert. ( Keine Frage).
    Wenn ich mich recht erinnere, hatte jedoch eine Vielzahl der Forumsteilnehmer von N4T schon früh mehrfach die unterschiedlichsten Medien angeschrieben, mit der Bitte, doch darüber zu berichten, wie viele Schul- und Kitaschließungen wegen Corona es schon im Frühsommer gegeben habe.
    Mit dem Ergebnis: null Reaktion vonseiten der angeschriebenen Medien!
    DAS macht mich zusätzlich sehr wütend!
    Wie dankbar bin ich euch, liebe N4T Redaktion, dass ihr schon im Sommer die einzigen wart, die meine Zweifel und Befürchtungen zu den politischen Vorgehensweisen geteilt habt!!!

      • @S.

        Dito.
        Ich habe auch mehrere Redaktionen mehrfach angeschrieben!
        Viele hier schrieben schon im Sommer, sie hätten das auch getan.

        Ich persönlich glaube durchaus, dass auch damals schon die „großen“ Redaktionen hier mitgelesen haben – aber vielleicht war das damals alles noch total lustig, denn es fanden sich ja auch viele „lustige“, diffamierende Basher-Kommentare. Möglicherweise wurde das dann nur gelesen, um der Kaffeepause einen Hauch von Sitcom zu verleihen?

        Oder aber da war das „Eisen noch nicht heiß genug“ und zu groß das Risiko einer Berichterstattung, wenn „hinterher doch nichts war“?

        Leute, Leute in den Redaktionen jenseits von n4t – da habt Ihr Euch selber auch nicht grade mit Ruhm bekleckert!
        Sitzt das bei Euch wirklich immer noch so tief … der Schock, die Peinlichkeit oder auch die Schadenfreude nach den Ereignissen um das Magazin „Stern“ und das „ganz große Ding“ mit den gefälschten Hitlertagebüchern???
        Pssssst: Dieses Virus ist keine Fälschung!

        Und auch von mir einmal mehr:
        Liebe n4t-Redaktion, vielen herzlichen Dank für Eure hervorragende und ausdauernde Arbeit!
        Könnte ich den Pulitzer-Preis verleihen, müsstet Ihr in Eurem Büro schon mal einen würdigen Platz suchen.
        😉

        • @Pit:

          Danke, lieber Pit!
          Sie sind damit noch sehr schön ins Detail gegangen, was die gängigen ( oder auch nicht- gängigen) Medien betrifft.
          Ich weiß noch SEHR GENAU, was zu diesem Thema im Sommer und auch im früheren Herbst so alles berichtet wurde.
          Und habe dabei mehrfach in die Tischkante beißen müssen! ( Bitte kein Kopfkino 😉 ).
          Und es regt mich genau so auf, wie die verqueren Entscheidungen der KM!
          Pulitzer für N4T….da bin ich dabei!

  20. Wann hört die GEW auf ignorante Politiker aufzufordern, für den uns zustehenden Infektionsschutz zu sorgen?

    Wann fängt die GEW an alle Mitglieder der Schulgemeinde und Kitagemeinden aufzufordern, die Schule unter solchen Bedingungen zu boykottieren?
    Wir brauchen jetzt die Hardliner und nicht die Kuschelpädagogen! ZeroTolerance, ZeroCovid, ZeroB117!
    Nicht mal Wechselunterricht ist zum jetzigen Zeitpunkt verantwortbar!

  21. Braunschweig/Niedersachsen:
    Infektionsgeschehen an einer Kita und 4 Grundschulen. In den Grundschulen 3 Kinder und eine Lehrkraft betroffen.
    Die Einrichtungen bleiben geöffnet…,
    denn es sind ja sichere Orte und Kinder unter 10 Jahren stecken sich nicht an…

  22. Danke für die 3. Welle!
    Herr Kretschmann, Frau Eisenmann sind einfach wunderbar!
    Danke, danke, danke!
    Mit dieser wirklich fürsorglichen Strategie, werden wir sicher noch monatelang hohe Todeszahlen erzielen.
    Was passiert wenn die Kinder durch die neuen Mutationen schwere Krankheitsverläufe bekommen und es plötzlich signifikante Todeszahlen auch unter ihnen gibt?
    Werden wir das in den Sommerferien evaluieren?
    Was ist mit den Erzieherinnen und den Lehrerinnen?
    In der Bildungspolitik wird seit Jahren viel geredet, aber im Endeffekt kommen immer nur noch mehr Aufgaben dazu und das Personal, welches mit den Kindern arbeitet, wird nicht mehr.
    Herrn Kretschmann hätte ich mehr zugetraut, ich bin überrascht.
    Frau Dr. Eisenmann hat in meiner Wahrnehmung noch keinen Beitrag zur Bewältigung der Krise geleistet und ich fürchte, dies wird sich auch nicht ändern.
    Na hoffentlich bald Frau Ministerpräsidentin Dr. Eisenmann!

    • Sie haben Frau Hubig in der Aufzählung vergessen ; )
      Regelbetrieb in Rheinland-Pfalz in den Kitas mit der “ Bitte“ zu Hause zu bleiben….

  23. Die Stadt Braunschweig teilte soeben mit, dass keine Infektionen an Kita und Grundschulen stattgefunden haben. Es handelte sich dabei um ein Übertragungsfehler.

    • @Mom73

      „… keine Infektionen an Kita und Grundschulen stattgefunden haben. Es handelte sich dabei um ein Übertragungsfehler.“

      Übertragungsfehler?
      Tja, dann wird sich der Virus eine neue „Runde“ Zeit nehmen.
      Sicher klappt die Übertragung dann fehlerfrei.
      (Sarkasmus und Ironie sind die schönsten Versuchungen, seit es Vollidioten gibt.)
      So bitter, dass die Volksverdummung einfach weiter läuft, ohne dass die sich schämen. Aber womöglich glauben die ihren eigenen Schwachsinn mittlerweile.

  24. Kretschmann gestern bei Lanz: Kritisches Hinterfragen seiner Entscheidungen wird zunächst mit zweifelhafter Logik beantwortet (Übereinstimmung mit Beschlüssen auf Bundesebene und ‚geringfügige‘ Abweichungen, weil man doch ein Herz für Kinder habe, stünden ja nicht im Widerspruch zueinander), dann, weil der Gesprächspartner sich damit nicht zufrieden gibt, einfach mit zunehmender Aggression und Lautstärke.

    Das ist das Gebaren eines Lehrers, der sich gegen uneinsichtige und renitente Schüler durchsetzen muss oder will.

    Das Problem liegt m.E. darin, dass die Beschlüsse, die auf Bundesebene gefasst werden, nicht wirklich wasserdicht sind. Dadurch geraten Politiker auf Landesebene in eine konfliktreiche Lage, wenn sie z.B. entgegen den Forderungen ihrer KuMis die Schlupflöcher nicht nutzen wollen.
    Es kam deutlich heraus, dass Kretschmann sich irgendwo zwischen Merkel und Eisenmann positionieren musste. Da liegt der Fehler wohl (auch) ‚im System‘.

  25. Gerechterweise muss man übrigens anfügen, dass andere MPs sich wohl einfach geschickter aus der Schusslinie ziehen:
    Hört man Proteste gegen Hessens Bouffier? Oder hat der hessische KuMi Lorz entgegen dessen Willen verfügt, dass überall in Hessen die Abschlussklassen komplett in der Präsenz sind? Und zwar durchgängig seit Ende der Weihnachtsferien!

    • @Mary-Ellen

      Habe ich gelesen – ich glaube mit Bild und Ton kann ich mir die ganze Sendung derzeit nicht geben …
      Aber am Ende des verlinkten Artikels zeigt sich der gute Onkel und Kinderfreund, da kann man schon mal das „große Ganze“ aus dem Blick verlieren (= das alte Leiden der Obrigkeit):

      „… Kretschmann aber erklärte: „In dem Beschluss heißt es: Entweder schließen oder keine Präsenzpflicht. Und genau das machen wir.“ Der Ministerpräsident sagte, zwar könne in der Pandemie nicht jede Interessengruppe eine Extrawurst verlangen. „Aber bei den Kindern, bei den Kleinsten, da wiege ich mit der Goldwaage.“ Das hätten die Kinder verdient, und die pandemische Lage gebe das her. „Bei den Kleinen wiegt man mit der Goldwaage, bei den anderen mit der Viehwaage.““

      Hat mir gut gefallen:
      „den anderen“ = Viehwaage
      Jaaaawolllll!
      So geht Metapher!!!
      Ein Bild sagt mehr als 1000 verlogene Worte.
      „Vieh“ … ich komme kaum drüber weg.
      Was soll das denn sein?
      „Kindermund tut Wahrheit kund?“ in DEM Alter?

      Eine Frage hätte ich da noch:
      (Sorry, bin halt Lehrer.)
      Welche Waage nimmt man bei grenzenloser und Dummheit mit unbegrenztem MHD?
      (Eine LKW-Waage scheint mir irgendwie viel zu klein.)

      • @Pit: “

        …mit Bild und Ton kann ich mir die ganze Sendung derzeit nicht geben.“

        Falls doch, empfehle ich eine Anstaltspackung Ohropax bzw. einen intakten Lautstärkeregler am TV. Herr Kretschmann gibt phonstärketechnisch hier wirklich ALLES!

  26. Naja, am aktuellen Vorgehen sieht man, dass es nicht um eine Öffnung „um jeden Preis“ geht.
    Nach neuen Informationen wegen der Mutation wurde die Entscheidung kurzfristig abgesagt.

    Mal schauen wann es mehr Infos gibt.

    • @Ramon

      Mehr Infos …
      Das könnte jeden Augenblick soweit sein.
      Es braucht nur 1 Landesfürsten (m/w) oder jemand aus den KM (m/w) und IRGENDETWAS was nach TV-Kamera aussieht.
      Schon kann es losgehen.
      Kurzfristig, genau das ist das Zauberwort, haben Sie schon treffend bemerkt.

  27. Baden-Württemberg.de:

    „Das Pressestatement entfällt. Grund dafür ist das Auftreten einer mutierten Virusvariante in einer Freiburger Kindertagesstätte. Zwei bestätigte Fälle sind bereits nachgewiesen. 21 weitere Infektionen wurden festgestellt, die jetzt untersucht werden. Die Entscheidung zur Öffnung von Kindertagesstätten und Grundschulen muss deshalb verschoben werden.“

    Nein! Kinder sind KEINE Treiber der Pandemie. Das sind nämlich die Politiker! Oder waren es doch gar die Erzieherinnen, die alle angesteckt haben?

  28. Jetzt wird’s lustig:

    Kurz vor der Pressekonferenz von Hr. Kretschmann gibt es einen Mutantenausbruch im Kindergarten in BaWü.

    Pressekonferenz verschoben. Entscheidung vertagt. ::–))

  29. Gerade gelesen:

    MITTWOCH, 27. JANUAR 2021
    Breaking News
    Virus-Mutante in Kita – Entscheidung über Öffnung im Südwesten vertagt
    Die baden-württembergische Landesregierung vertagt die Entscheidung über die Öffnung von Kitas und Grundschulen. Zuvor waren acht neue Fälle von Virusmutationen im Südwesten bekannt geworden – darunter in einem Kindergarten.

    https://www.n-tv.de/newsletter/breakingnews/Virus-Mutante-in-Kita-Entscheidung-ueber-Offnung-im-Suedwesten-vertagt-article22320813.html

    • Schlimm sind solche Forderungen. Wenn wenigestens zugleich Infektionsschutz für die Betroffenen, die Lehrkräfte und die Sozialarbeiter*innen und Erzieher*innen gefordert würde. Aber nein, so wird das Virus ärmere Menschen noch brutaler treffen als es diese ohnehin schon trifft, weil sie meistens gesundheitlich in schlechterer Verfassung sind. Und die paar Pädagogen – was soll’s? Man könnte heulen.

  30. „Virusmutation in Freiburger Kindergarten ausgebrochen
    14.43 Uhr: In einer Freiburger Kindertagesstätte ist eine mutierte Virusvariante ausgebrochen. Das berichtet die baden-württembergische Landesregierung. Dort seien zwei Fälle bei Kindern nachgewiesen worden, hieß es. 21 weitere Corona-Fälle seien festgestellt worden, die jetzt auf die Mutante untersucht werden würden. Um welche Variante es sich handelt, hatte die Landesregierung nicht mitgeteilt.
    Die baden-württembergische Landesregierung hat die Entscheidung über die Öffnung von Kitas und Grundschulen erneut vertagt. Um 14.30 Uhr hätte eigentlich eine Pressekonferenz mit Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) und Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) stattfinden sollen. Über das weitere Verfahren soll nun zeitnah informiert werden.“

    https://www.focus.de/gesundheit/news/aktuelle-corona-lage-im-ticker-rki-meldet-sinkende-sieben-tage-inzidenz-aber-wieder-fast-1000-corona-tote_id_12867256.html

    • Danke für den Link!

      Mich wundert, dass deshalb die Entscheidung und Pressekonferenz vertagt werden. Denn dass dieser Fall kommen wird, war klar. Wurde dies bei der bisherigen Entscheidung nicht berücksichtigt, so dass man nun vertagen und neu planen muss? Oder wären die gängigen Floskeln „sichere Kitas und Schulen“, „Lüftungskonzept“ und „keine Treiber der Pandemie“ jetzt nicht gut angekommen? – Leute, macht keinen Unsinn …

  31. Nachdem nun in einer Freiburger Kita wohl ein Ausbruch mit einer Mutation bekannt wurde, wurde die PK und hoffentlich auch die angedachte Öffnung ab Montag gecancelt.

  32. Mit dem Ausbruch der Mutation in einer Kita dürfte das Thema „baldige Öffnung von Grundschulen und Kitas“ doch nun hoffentlich vom Tisch sein.

  33. Liebe Politiker der Landesregierung BW,

    @Frau Eisenmann: Sie müssen nicht mehr vehement die möglichst schnelle Umstellung auf Präsenzunterricht fordern aus Angst es könnte Kritik an der fehlenden Digitalisierung geben. Der Fernunterricht klappt technisch relativ reibungslos und macht meinen Kindern viel Spaß. Auch Videokonferenz klappen meist problemlos.

    @Eisenmann/Kretschmann: Notbetreuung bitte nur falls beide Eltern systemrelevant oder mit größeren Hürden als nem Zettel des Arbeitgebers.

    @Lucha/Eisenmann/Kretschmann: Testen, testen, testen….. insbesondere erst Mal einmalig möglichst ALLE Kinder die in Notbetreuung sind, um einen Überblick über das Infektionsgeschehen und die Dunkelziffer zu bekommen. DANACH entscheiden!

    Vielen Dank

  34. Wenn es nicht so tragisch wäre, würde ich mich grade über den Just-in-time-Mutanten-Ausbruch in der Freiburger Kita kaputtlachen.

    So bleibt einem nur noch, den Betroffenen alles Gute und einen symptomlosen Verlauf zu wünschen und zu hoffen, dass Eisenmann und Kretschmann gewaltig einen vor den Bug kriegen.

    Was muss eigentlich noch passieren, bis diese fürchterliche Frau (gerne zusammen mit Hubig und Gebauer, die aber wenigstens in letzter Zeit die Klappe hält) endlich zurücktritt?

  35. Der Wortlaut aus der Meldung: „Es seien acht neue Fälle von Virusmutationen im Südwesten bekannt geworden, unter anderem bei zwei Kindern in einem Kindergarten in Freiburg, sagte Regierungssprecher Rudi Hoogvliet. 21 Menschen in dem Kindergarten seien ebenfalls infiziert.“
    Also in einem Kindergarten 23 Menschen!? Davon wie viele Kinder? Na, wenn das kein Hotspot ist oder wird, wo sonst?

  36. @soso

    „„Die gute Nachricht ist, dass das Hygienekonzept funktioniert hat“, sagte der Sprecher (der Diakonie).“
    Echt jetzt.
    Boah, toll – also ich bin tief beeindruckt ob der guten Nachricht!

    (Liebe Redaktion, wir brauchen hier tatsächlich dringend den „Hammer-auf-den-Kopf-hau-Smiley“, wie von Mary-Ellen 27. Januar 2021 um 15:15 gewünscht.)

    Da kann ich mich nur anschließen bei Tina+2 27. Januar 2021 um 16:55
    „Wenn es nicht so tragisch wäre, würde ich mich grade über den Just-in-time-Mutanten-Ausbruch in der Freiburger Kita kaputtlachen.“

  37. Schlimm finde ich, dass ihr Lehrer offenbar nicht rechnen könnt. >99% der Bevölkerung sind NICHT von Corona betroffen. Aber 100% der Kinder leiden unter den überzogenen Maßnahmen.

  38. Schätze, den KM wird es jetzt heiß unterm Hintern…recht so!

    Aber LEIDER auch den SuS, dem Schulpersonal, den Eltern und allen Angehörigen, und zwar auf wesentlich unangenehmere Weise, solange Notbetreuungen und Präsenzverpflichtungen stattfinden.

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