Neue Juso-Chefin Rosenthal (selbst Lehrerin): Lehramts-Studenten vor die Klassen!

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BERLIN. Um Schulunterricht auch in der Corona-Pandemie zu gewährleisten, setzen Jusos und die Grünen auf kreative Lösungen. Die neue Juso-Chefin Jessica Rosenthal schlug vor, Lehramtsstudentinnen und -studenten in der Corona-Krise als zusätzliche Lehrer einzusetzen. Die Fraktionschefin der Grünen im Bundestag, Katrin Göring-Eckardt, regte an, auch geschlossene Museen und Theater zu nutzen. Sie sagt voraus, dass die Einschränkungen im Schulbetrieb noch lange dauern werden – und fordert technische Lösungen. Auch aus der CDU kommen Forderungen an die Kultusminister. 

Ist selbst Lehrerin für Deutsch und Geschichte: die frischgebackene Juso-Vorsitzende Jessica Rosenthal. Foto: shschroeder / nrwspd

Zuletzt war kontrovers diskutiert worden, ob es in einigen Schulen oder zumindest ausgewählten Klassen trotz der hohen Infektionszahlen wieder Präsenzunterricht vor Ort geben soll. In mehreren Bundesländern soll dies trotz wachsender Proteste noch im Januar zumindest für Abschlussklassen gelten.

Die neue Juso-Chefin Rosenthal sagte, mit dem Einsatz von Studentinnen und Studenten als zusätzliche Lehrer könnten kleinere Lerngruppen gebildet und die Infektionsgefahr verringert werden. «Wir können die Studierenden einstellen, die ja sowieso oft gerade ihre Nebenjobs verloren haben», sagte die 28-Jährige, die selbst Lehrerin ist und seit dem vergangenen Jahr an einer Bonner Realschule Deutsch und Geschichte unterrichtet. Sie forderte Bund und Länder ferner auf, sie sollten Hotels und Messegelände anmieten und die Klassen aufteilen.

Göring-Eckardt: Ganz normaler Unterricht wird an vielen Orten noch lange nicht möglich sein

Grünen-Fraktionschefin Göring-Eckardt fragte in den Zeitungen der Funke Mediengruppe: «Warum sollen geschlossene Museen und leere Theatersäle nicht für den Unterricht genutzt werden? Warum holt man nicht das Technische Hilfswerk und Messebauer in die Schulen, um Luftfilter einzubauen?» Sie schlug auch vor, dass die öffentlich-rechtlichen Sender ihre interaktiven Bildungsangebote ausbauen. Ganz normaler Unterricht werde an vielen Orten noch lange nicht möglich sein. «Daher müssen wir andere, kreative Lösungen finden», betonte die Fraktionschefin.

Göring-Eckardt bezeichnete es als «eine Vollkatastrophe, dass so viele Schulen immer noch keinen vernünftigen Digitalunterricht hinbekommen». Nach einer Umfrage des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) unter den Bundesländern, läuft der Digitalpakt weiterhin schleppend. Bis Ende 2020 seien 916 Millionen Euro als Fördermittel bewilligt worden, also weniger als ein Fünftel der Gesamtsumme, die der Bund bereitstellt. Allerdings kam demnach im zweiten Halbjahr etwas mehr Schwung in die Sache. Während laut RND bis zum Sommer 2020 erst 242 Millionen Euro bewilligt worden waren, waren es Ende 2020 dann 674 Millionen Euro mehr.

Der Digitalpakt war am 17. Mai 2019 in Kraft getreten. Über das Förderprogramm stellt der Bund den Schulen fünf Milliarden Euro für Investitionen in digitale Tafeln (Smartboards), Schul-WLAN, Online-Lernplattformen und mobile Geräte zur Verfügung. Von den Ländern kommen insgesamt weitere 500 Millionen dazu. Die «Welt» berichtete am Samstag allerdings unter Berufung auf Experten von aktuellen Lieferproblemen bei Tablets und Laptops. «Der Markt für Laptops und Tablets ist seit dem Herbst – nicht nur in Deutschland, sondern weltweit – leergefegt», sagte Martin Mayr, Senior Vice President beim Münchner IT-Dienstleister Cancom, der Zeitung.

Rosenthal: Prüfen, welche Gefahr von Corona-Mutationen für Schüler und Lehrer ausgeht

Rosenthal forderte eine wissenschaftlich fundierte Prüfung, welche Infektionsgefahr von den neuen Virusmutationen in den Schulen ausgeht – und zwar vor dem 25. Januar, wenn Bund und Länder über weitere Maßnahmen entscheiden wollen. Sie mahnte ferner, schon jetzt müsse man aus der Corona-Krise lernen und direkt mehr Lehrerinnen und Lehrer einstellen. «Wir brauchen doch sowieso mehr Personal im Bildungsbereich. Das können wir jetzt schon machen», betonte sie. Derzeit wird aus Sicht der Juso-Chefin für eine sichere Öffnung der Schulen zu wenig getan: «Wo sind denn die FFP2-Masken, wo sind denn die Schnelltests, wo sind die angemieteten Räume, wo ist das zusätzliche Personal?», fragte Rosenthal.

Unions-Fraktionschef Ralph Brinkhaus mahnte klare Perspektiven für die Schulen für das restliche Schuljahr an. «Schulen, Eltern und Kinder brauchen Planungssicherheit. Müssen wir Maßnahmen verlängern? Welche Auswirkungen hat das auf Prüfungen? Verkürzen wir die Osterferien? Die Menschen wollen planen, das Familienleben regeln», mahnte der CDU-Politiker in der in Bielefeld erscheinenden „Neuen Westfälischen“. dpa

Bundesregierung mahnt Länder, Corona-Beschlüsse zu Schulen auch umzusetzen  

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43 KOMMENTARE

  1. Hallo,
    wieso müssen wir Deutschen immer so perfektionistisch sein, am BER und bei S21 sind wir es ja auch nicht. Ein Hepa 13 Luftfilter mit entsprechendem Durchsatz kostet 130-150€, 2-3 dieser Geräte pro Klassenraum macht 450€. Installationsaufwand: Verlängerungskabel legen und Gerät auspacken: max 10min pro Raum.
    Aber mittlerweile glaube ich nicht mehr, dass es am Geld liegt. In BW wurde das Budget ja ausbezahlt und die Schulen haben die Möglichkeit. Aber die Angst der SL ist, dass nach einem Jahr diese Geräte ungenützt im Keller stehen und abgeschrieben werden müssen. Andere Technik die auch damit erworben werden kann, wird hingegen auch nach Corona genutzt werden. Das ist jedenfalls meine Meinung.
    Aber Messebauer und THW benötigt man mE dazu nicht.

  2. Fernab der Realität. Wo sollen denn die ganzen neuen Lehrer herkommen? Wie soll so schnell eine Studie erstellt werden?
    Naja, macht bitte weiter so, liebe SPD. Das Ziel einstelligen zu werden erreicht ihr mit immer größeren Schritten.

  3. Alles richtig, alles schön, aber bis dahin? Brandenburg, das Bundesland, dessen Bildungsministerin gerade den KMK- Vorsitz hat, zwingt seit dem 4.1. alle 10ten Klassen (auch die der Gymnasien) und die 12ten Klassen in voller Stärke in die Schulen (kein! Wechselunterricht). Abstand soll MÖGLICHST eingehalten werden. Personal für Teilung und die Räume zu klein? Dann vielleicht Halbgruppe ohne Aufsicht oder doch alle in einem Raum. Schutzmaßnahmen: Lüften. Masken egal welcher Art werden nicht gestellt.
    Das bedeutet, dass sich auf Anweisung der KMK- Präsidentin jeden Tag ein Drittel der Schülerschaft eines Gymnasiums in der Schule und im ÖPNV tummelt.
    Ich bin es langsam so leid… Die Lösung wäre so einfach: Für die Fälle, wo Präsenz unabdingbar ist, und ich meine tatsächlich unabdingbar, MUSS DIE SCHULE IN DEN DORT NOTWENDIGEN UNTERRICHTSRÄUMEN SICHER GEMACHT WERDEN. Das werden dann pro weiterführender Schule vielleicht zwei, drei Räume sein, in den Grundschulen deutlich mehr.
    Soweit ich weiß, hat der Brandenburger Landtag bisher ALLES ABGELEHNT, was zu coronasicheren Ausstattung der Schulen beigetragen hätte, seien es FFP2-Masken, Trennwände, mobile Luftfilter. Zu teuer…
    Und so trägt ausgerechnet die Präsidentin der KMK durch die Präsenzanordnung für Abschlussklassen dazu bei, dass sich das Virus in der Schule auch jetzt munter verbreiten kann und Normalität im Schulalltag für die meisten Kinder in weite Ferne rückt

    • “ Soweit ich weiß, hat der Brandenburger Landtag bisher ALLES ABGELEHNT, was zu coronasicheren Ausstattung der Schulen beigetragen hätte, seien es FFP2-Masken, Trennwände, mobile Luftfilter. Zu teuer… “

      Selbst wenn, wie in Nds. 20 Mio von Herrn Tonne für die Anschaffung von FFP2-Masken, Plexiglastrennwände etc. im November zugesagt wurden, bleibt alles wie immer eine politische Luftnummer!!!
      … ALLES nur medienwirksam angekündigt!

      Bislang ist kein Cent für die Anschaffungen zum Coronaschutz an Schulen/Kitas geflossen. Die bürokratischen Hürden wurden so hoch gehängt, dass die Gelder NICHT fließen!

  4. „Sie schlug auch vor, dass die öffentlich-rechtlichen Sender ihre interaktiven Bildungsangebote ausbauen.“

    BBC sendet täglich Schulfernsehen während Lockdown
    Um britische Schulen während des neuen Lockdowns zu unterstützen, strahlt die BBC
    jeden Tag mehrere Stunden Unterricht aus.
    http://www.heise.de/news/BBC-sendet-taeglich-Schulfernsehen-waehrend-Lockdown-5005234.html

    In anderen Ländern klappt das!
    Bei uns streiten sich die Bundesländer (Thüringen!) um 0,86 Euro pro Monat Rundfunkgebührenerhöhung.
    Vielleicht noch ein Punkt für den sich MP Bodo Ramelow zu entschuldigen hätte!

  5. „Neue Juso-Chefin Rosenthal (selbst Lehrerin): Lehramtsstudenten vor die Klassen! Göring-Eckardt: THW soll Luftfilter in Schulen einbauen!“ – Zu spät: goodbye, Präsenzunterricht – das ist nur noch eine Frage der Zeit.

  6. Viele der Vorschäge sind seit Monaten auf dem Tisch.
    Alle müssten sich zusammentun und sie auf ihre Brauchbarkeit zu prüfen.

    Forschung über Infektionsgefahren ist sicher wichtig, wäre wichtig gewesen – aber ist nicht zentral. Man muss vom schlimmsten Szenario ausgehen: Alle sind für alle infektiös, alle müssen ausreichenden Abstand halten können.

    Luftfilteranlagen braucht man noch lange und auch nach der Pandemie oder bei der nächsten.
    Bitte. Sofort!

    Räume in anderen Gebäuden ist eher unrealistisch, da fehlt dann die normale Infrasturuktur einer Schule, angefangen von Toiletten über geeignete Pausenhöfe bis hin zur Verpflegungsmöglichkeit. Lehrerwechsel ist dann auch nicht möglich.

    Wichtiger finde ich, spätestens jetzt über langfristige Konzepte nachzudenken – die vielleicht auch Elemente erhalten, die nach der akuten Phase nutzbar sind:

    Mehr Lehrer, die brauchen wir besonders für die besonderen Bedarfe besonderer Schüler. Hier wurde in den letzten Jahren zu viel gespart.

    Kleine Gruppen für konzentrierteren, besseren Unterricht.

    Ganztag zumindest vorübvergehend aufheben/umstrukturieren: Aus dem Angebot der Ganztagsschule als Hilfe für Kinder, die zu Hause alleine lernen müssten, wurde ein ein Zwang zum Ganztag mit vielen negativen Folgen, weil die Ressourcen nicht ausreichen ud die Struktur für Lehrer und Schüler nicht stimmig ist.

    Grundlagen legen (Lesen, Schreiben etc.), um digitale Wege überhaupt nutzen zu können.

    Lehrer anders ausbilden, damit sie mehr Fächer (im Team dann weniger Schülerkontakte) unterrichten können. Ständiger Lehrerwechsel ist auch im Alltag mindestens bis KLasse 8 kontraproduktiv.

    Nicht zuletzt: Nachdenken über den Sinn der Schule!

    Aufbewahrung von der Kita bis zum Abi?
    Notenproduktionsort? Abschlussproduktionsort?
    Ort der Bildung – von Potenitalen, Persönlichkeiten, Fähigkeiten, Interessen, Möglichkeiten…?

    Ersatz für Beziehungen in der Familie? Zweites Zuhause? Ort für soziale Beziehungen
    Entlastung der Gesellschaft von Kindern?
    Entwicklungsort für Persönlichkeiten?

    Ort „gerechter“ Bildungschancen?
    Dazu müsste noch viel geschehen!

    All diese Fragen müsste die Gesellschaft für sich klären.
    Auch, was das Zusammensein mit Kindern wert ist.
    Vielleicht auch, welche Hilfen bestimmte Familien brauchen, um ihre Kinder nicht abgeben zu müssen.

    „Das Bildungssystem“ müsste endlich ehrlich werden.
    Alle Beteiligten müssten endlich ehrlich über ihre Ziele nachdenken.

    Wenn das, was in den letzten Monaten über Bildung und Schulen offiziell „rüberkam“, der wahren Einstellung einer Mehrheit der Bevölkerung entspricht, finde ich mich mit meinem Berufsethos, meinen Vorstellungen von guter SChule, meinen Wünschen für die Kinder unserr Gesellscahft, meinen Vorstellungen von den Voraussetzungen und Zielen von Bildung darin einmal weniger wieder!!!

    • kdnws- Gratuliere – jetzt kommt die Zukunftsperspektive, die ich hier schon lange vermisst habe! Die Herkunftsanalyse des Ist-Standes haben Sie ja bereits früher geliefert, den Ansatz für ein Maßnahmekonzept auch – beides weiterführend!
      Was mir noch immer ein Rätsel bleibt, ist die mangelnde Fokussierung auf die Ausnahmesituation PANDEMIE. Vergangenheit ist vorbei – die Entwicklungsbedarfe für die Zukunft beschreiben Sie richtigerweise sehr umfassend. Aber (a) die konkrete Beschreibung dessen, was Jetzt (noch) geht, bleibt irgendwie stecken im „geht nicht, weil…“. und (b) die Beschreibung eines Konzeptes „Pandemiefeste Schule“ bleibt beschränkt auf wenige EInzelpunkte – Zusammenhänge kaum spürbar…
      Das bildungspolitische Zeitfenster ist JETZT offen – gerade soweit, wie der Pandemieangriff noch akut ist. Spätestens nach dem letzten Impftag in D – zu Recht gefeiert auch auf N4T – beginnt das GROSSE VERGESSEN, die begrenzte Chance ist vorüber. Nur verschwindend wenige Länder werden in ihrem Pandemieplan ein substanzielles Kapitel KINDER*JUGENDLICHE*ELTERN*LuL*Erzieher unter Pandemiebedingungen aufgenommen haben – NICHTS wird hinreichend vorbereitet sein für die nächste Pandemie! Sie wird erneut die GROSSE ÜBERRASCHUNG sein—

      DESHALB braucht es Menschen wie Sie, wer kann es denn sonst?

      Aber nicht Sie als einsame Streiterin – auch das möchte ich Ihnen fortdauernd nahebringen. Soweit es Analyse u. Klartext zur Betroffenheit angeht, haben Sie ja hier ein gutes Forum. Aber es geht jetzt um GEMEINSAM HANDELN – zusammen mit den Willigen auf Stadtebene, Schritt für Schritt – eine Schulleiterin in B zeigt die Kante: Sie verweigert OFFEN die Rückkehr zum Präsenzunterricht zum jetzigen Zeitpunkt, auf dem Dienstweg wohlbegründet mitgeteilt – und mit Medienunterstützung mir, Ihnen und allen hier zur Kenntnis gebracht.
      Und wenn Sie akut keine Chance mehr sehen, dann verzichten Sie bitte mal auf 4-5 Beiräge zur Betroffenheit, und legen Sie danach einen durchformulierten Entwurf vor zu einer Pandemiefesten Schule – Herr Priboschek wird das bestimmt gerne veröffentlichen – ök?

    • Nicht grämen, andere sehen das dafür gar nicht so rabenschwarz! Ich zum Beispiel.
      Und nachdenken über den Sinn der Schule tun sie auch.
      Man muss ja nicht immer gleicher Meinung sein.

  7. Immer neue „Luft“-nummern ohne Erfolgsaussicht in der schulischen Praxis.

    Auch das Thema Impfungen dominiert seit Wochen den Tagesablauf. Parallel dazu muss auch die Zukunft bedacht werden und neben der Impfung auch Covid-19 Medikamententherapien ermöglicht werden.
    Anja Karliczek (CDU), Bundesministerin für Bildung und Forschung und kommt aus der Hotelerie, hat ein Programm zur klinischen Entwicklung von Medikamenten und anderen Therapeutika zur Behandlung von Covid-19-Patienten angekündigt und 50 Mio. € zugesagt.
    Die BEAT-COV-Initiatoren halten dagegen ein Fördervolumen von 500 bis 750 Millionen Euro zur Finanzierung der klinischen Studien für erforderlich.

    Alleine 1,25 Mrd. für TUI oder 9 Mrd. für Kranich Airlines kein Problem.
    Hier sieht man wie weit in Politik gedacht wird.

  8. Göring-Eckardt: THW soll Luftfilter in Schulen einbauen!

    Solche Einlassungen kann doch niemand mehr ernst nehmen, die Grünen sind in großer Zahl an den Landesregierungen beteiligt. Sollte den dortigen Entscheidern Frau Göring mal ins Gewissen reden. Solch eine Aussage einer grünen Politikerin ordnete ich dem Populismus zu.

  9. Ich habe keinerlei Sympathie für die Linke oder Ramelow. Aber die GEZ-Erhöhung ist an Haseloff (Sachsen-Anhalt) gescheitert, nicht an Thüringen.

  10. Mir ist noch nicht klar, wie Luftfilter in solchen Situationen ihre Wirksamkeit zeigen sollen:

    „Abenteuerlich ist auch die Vorstellung, dass der Schulalltag nur aus Unterricht besteht. Es mag überraschen, aber es gibt viele und lange Pausen. Gerade die älteren Schüler*innen treibt es dann raus vor die Schulen, um die Nikotinsucht zu befriedigen oder einfach mit Freunden oder Klassenkameraden ‚abzuhängen‘. Vor der Schule ist einfach cooler als auf dem Schulhof.

    Da wird sich vor die Füße gespuckt, aus einer Flasche getrunken, miteinander gelacht, sich gegenseitig der Rauch ins Gesicht gepustet, sich angeschrien, miteinander gerangelt.“

    Quelle: https://checkpoint.tagesspiegel.de/langmeldung/V6WjtHIdDbPmXQtpj84yq?utm_source=tagesspiegel&utm_medium=hp-teaser&utm_campaign=schulleiter-empoert-ueber-berliner-stufenmodell

    Göring-Eckardt hat Theologie studiert und abgebrochen. Mittlweile macht mir das Angst, wenn Politiker ohne technische Fachkenntnis technische Lösungen vorschlagen. In der Fachwissenschaft gibt mehrere Gründe gegen Luftfilteranlagen im Klassenraum. Hersteller dieser Anlagen werben mit hohen Reinheitswerten, die aber nur unter Laborbedingungen erreicht werden.
    Sehr gut wirksam ist nur:
    a) das voll geöffnete Fenster
    b) mechanische Lüftungsanlagen (im Volksmund auch Klimaanlagen genannt)

    • Dass Luftfilter (angeblich) nicht wirken, ist die Schutzbehauptung von Landesregierungen, die für Schulen kein Geld aufwenden wollen – sich aber gleichzeitig in ihre Parlamente und Staatskanzlei ebenjene Geräte stellen. Hier nachzulesen: https://www.news4teachers.de/2020/10/vier-bundeslaender-foerdern-mobile-luftfilter-fuer-schulen-kmk-praesidentin-redet-bedarf-aber-klein-und-den-aufwand-gross/

      Unternehmen investieren massiv in solche Geräte. Die Wirkung mobiler Luftfilteranlagen wurde in zwei wissenschaftlichen Studien unabhängig voneinander nachgewiesen (und wird mittlerweile ja auch von einigen Landesregierung für Schulen bezuschusst). Und das Max-Planck-Institut hat eine kostengünstige Lösung für Klassenräume, die mit Baumarktmaterialien zu erstellen ist, entwickelt.

      Wie seltsam und vorgeschoben die Argumentation etwa des Umweltbundesamtes ist, zeigt schon der Umstand, dass dieses mobile Luftfilter nur für den Einsatz in schlecht zu belüftenden Räumen empfiehlt – was für ein Widersinn: Wenn die Geräte in schlecht zu belüftenden Räumen funktionieren, werden sie in gut belüftbaren Räumen ihren Dienst kaum versagen. Dann müsste man dort aber nicht bei Minusgraden alle paar Minuten die Fenster aufreißen.

    • Waren Sie es nicht, der auch schon mal mit Hinweis auf das Ärzteblatt die Untauglichkeit von Raumluftfiltern belegt hat? Auch falls nicht: In jeder mir bekannten Arztpraxis stehen diese Dinger und dort wird nicht alle 20 Minuten stossgelüftet. Wenn Stoss- und Querlüften alle 20 Minuten der einzige derzeitige Virenschutz ist, kann Präsenzunterricht schon deshalb nicht stattfinden, weil es einfach zu kalt ist.

      • Das kann wohl sein, dass ich schon mal darüber geschrieben. Es ärgert mich schon, dass Luftfilter so gehypt werden.
        Es ist ja nicht so, dass Luftfilteranlagen, die die Raumluft umwälzen und filtern, nicht wirken. Es ist so, dass sie eben nicht den besten Infektionsschutz bieten, schon weil der Strömungsverlauf der Luft nicht so einfach nachvollziebar ist, es kann zahlreiche tote Eckengeben, die vom Gerät nicht angesaugt werden Es muss deshalb eine Strömungsmessung mit Rauchstäbchen durchgeführt werden. Haben das die Ärzte gemacht?

        Für den optimalen Infektionsschutz muss die Raumluft gegen Außenluft getauscht werden und das kann das offene Fenster, insbesondere im Winter wegen dem Temperaturunterschied außen-innen, oder die mechanische Lüftunganlage am besten.

        Mir persönlich ist der Infektionsschutz wichtiger als die Behaglichkeit. Muss halt jeder seine Prioritäten setzen…

        • Sind Sie Lehrer? Haben Sie in den letzten Wochen das „Lüftungskonzept“ umgesetzt. Da wo es tatsächlich möglich ist, wird es nicht nur etwas unbehaglich, sondern viel zu kalt um vernünftig zu arbeiten. Ich kenne auch keine andere Arbeitssituation mit einem derartigen „Lüftungskonzept“.

          • „Sind Sie Lehrer?“: Ja

            Haben Sie in den letzten Wochen das „Lüftungskonzept“ umgesetzt: Ja, nach Möglichkeit mit Dauerlüftung und CO2-Messgerät..

            Da wo es tatsächlich möglich ist, wird es nicht nur etwas unbehaglich, sondern viel zu kalt um vernünftig zu arbeiten: Nein, die Temperatur sinkt auf ca. 15-18 °C ab. dicker anziehen geht.

            Ich kenne auch keine andere Arbeitssituation mit einem derartigen „Lüftungskonzept“.: Ich schon, z. B. auf Baustellen im Winter, dort kann bis -4°C gearbeitet werden.

  11. Dass Politiker erst auf Lösungen kommen, wenn die Katastrophe da ist, war klar.

    Luftfiltergeräte hätten in den Sommerferien besorgt und installiert werden müssen.

    Alle die das verhindert haben sind Rechenschaft schuldig und haben Tausende Menschenleben auf dem Gewissen.

  12. Die Idee mit dem Schulfernsehen ist doch toll. Es müsste doch möglich sein curriculumsentsprechende Unterrichtsinhalte im überall verfügbaren Fernsehen zu bringen. Dass Luftfilter, Plexiglas,FFP2-Masken seit gut einem halben Jahr angeschafft sein sollten ist auch klar. Aber auch damit wäre Unterricht bei der derzeitigen Infektionslage- und entwicklung Wahnsinn. Auch die Idee, den Lehrernachwuchs jetzt schon zu verheizen, oder wohl eher zu verkühlen, hat was. Es wird das Problem des Lehrermangels nicht lösen, aber vielleicht die eine oder andere persönliche Biographie durch rechtzeitige berufliche Umorientierung retten.

  13. Göring-Eckhardt und die genannten Jusos fordern im Grunde genommen jetzt das, was das Bündnis aus Elternverbänden, Verbänden und Privatpersonen seit Monaten fordert – nur, dass die Forderung der Petition auf mobile Luftfilter abhebt und nicht auf selbst installierbare Systeme (wie das MPI-System), deren Wirksamkeit von der richtigen Platzierung im jeweiligen Raum abhängt und deren Wirksamkeit eigentlich jeweils durch Messungen überprüft werden müsste (dies müssten Profis machen).

    Hier die Petition, wer sie noch nicht kennt:
    https://www.openpetition.de/petition/online/bildungsgerechtigkeit-und-gesundheitsschutz-in-der-pandemie

  14. „Lehramtsstudenten in die Schulen“
    Klingt irgendwie nach „Volkssturm“. Na, dann könnte man doch langfristig das Lehramtsstudium abschaffen und die betreffenden Leute gleich nach dem Abitur in die Schulen schicken. 🙂 Das Studium würde dann ggfs. durch Weiterbildung ersetzt, also ab und zu mal ein Semester an die Uni.
    Mein Gegenvorschlag: Alle MItarbeiter in Schulministerien (vielleicht auch Wissenschaftsministerien) und Landesinstituten sollen in den Schulen aushelfen, außer den wenigen, die nachweislich unabkömmlich sind.

    • „Mein Gegenvorschlag: Alle MItarbeiter in Schulministerien (vielleicht auch Wissenschaftsministerien) und Landesinstituten sollen in den Schulen aushelfen, außer den wenigen, die nachweislich unabkömmlich sind.“

      ….haha, und wer sollte da unabkömmlich sein? Hausmeister, Sekretärinnen, …sonst fällt mir niemand ein! Demnach müsste der Mangel an Betreuungspersonal in allen Schulformen in ganz Deutschland einschließlich der Abiturienten eigentlich beseitigt sein… Hahaha!

      • Es gibt Leute, die für die Erstellung der Aufgaben im Zentralabitur zuständig sind. Das muss gemacht werden. Dann gibt es Leute, die für die Referendarausbildung zuständig sind, andere organisieren die Neueinstellung von Lehrern. Und der Justitiar muss sich um die laufenden und künftigen Gerichtsverfahren kümmern. Ganz kann man nicht auf Verwaltung verzichten, aber aufgebläht ist sie. In Berlin gibt ein LISUM und ein ISQ zusätzlich, und jetzt wird noch ein drittes Landesinstitut für die Aus- und Weiterbildung gegründet, wie geschaffen für sog. Unterrichtsflüchtlinge. Das ISQ hat z.B. eine wissenschaftlich fundierte Schulevaluation als Aufgabe, geleitet von einem FU-Professor für eben diese Wissenschaft als Fachgebiet (sowas gibt’s). Die Evaluation und Inspektion kann gewiss ausgesetzt werden, bis die Corona-Krise beendet ist.

    • @Carsten60
      Ihr Gegenvorschlag gefällt mir richtig gut 🙂
      Bekommen wir dann auch eine Belobigung für die Betreuung der neuen „Fachkräfte“?

  15. Ich finde die Ideen von Jessica Rosenthal sehr interessant, die Einstellung von Lehramtsstudenten für eine vorübergehende Zeit erscheint mir eine sinnvolle, pragmatische Notlösung. Sie redet auch nicht um die derzeitigen Probleme herum, ohne eine Überdramatisierung vorzunehmen und „herumzumeckern“ wie Frau Göring-Eckardt.
    Ich sehe Frau Rosenthal als junge Akademikerin, die im Gegensatz zu Kühnert ihr Studium nicht abgebrochen hat, als ernstzunehmende Stimme, die der SPD zu einem neuen Aufschwung verhelfen könnte. Sie erscheint frisch und unverbraucht, aber gleichzeitig nicht übertrieben links und realitätsfern.

    • Ich weiß ja nicht wie ihr Lehramtsstudium so aussah, aber bei mir (1 Natur- und 1 Ingenieurswissenschaft) gab es selbst bei der Absolvierung der obligatorischen Praktikas im Studium Zeitprobleme.. also ich hätte da nicht noch nebenbei in einer Schule aushelfen können.

      Da frage ich mich schon, wenn ich an meine Studienzeit zurückdenke, wie die Lehramtsstudenten Studium und Arbeit da unter einen Hut bekommen sollen. Scheinbar gibt es in manchen Studienfächern aber so viel Freizeit o. sind sie so einfach schaffbar, dass man dann gerechterweise auch einmal über differenzierte Lehrergehälter nachdenken sollte *Ironieaus*

  16. Ich freue mich darüber, dass eine von Uns soweit gekommen ist und unsere Anliegen in Zukunft vertritt. Ein guter Schritt war ja schon Frau Damen, die sich in der Materie auskennt. Jetzt sind wir in den Vorständen der SPD vertreten, dass kann ja für Uns nur Vorteile haben. Außerdem sind im Bundestag ja überdurchschnittlich viele Pädagogen vertreten. Schade, dass die bisher ihre Macht noch nicht für Uns genutzt haben. Aber die Wähler haben schon Recht, dass sie oft Lehrer wählen, denn wir haben wenigstens eine Ahnung wie ein Land funktioniert. Ich habe größte Achtung vor den Kollegen, die sich diese Verantwortung aufbürden. Also, unterstützen wir die Kollegen, die unseren Stand tagtäglich vertreten.

    • Nur weil Jessica Rosenthal auf Lehramt studiert hat, ist sie noch lange „keine von uns“, jedenfalls sehe ich das so. Nur weil jemand den gleichen Beruf gelernt hat (wobei, stimmt das überhaupt? Meine Fächer haben jedenfalls nichts mit Deutsch und Geschichte zu tun – und oft bemerkt man halt auch die unterschiedlichen Mentalitäten entsprechend der Fächer *5€-ins-Klischeeschwein*)

      Also mich gruselt diese Vereinnahmung einfach nur.

  17. „Mein Gegenvorschlag: Alle MItarbeiter in Schulministerien (vielleicht auch Wissenschaftsministerien) und Landesinstituten sollen in den Schulen aushelfen, außer den wenigen, die nachweislich unabkömmlich sind.“

    ….haha, und wer sollte da unabkömmlich sein? Hausmeister, Sekretärinnen, …sonst fällt mir niemand ein! Demnach müsste der Mangel an Betreuungspersonal in allen Schulformen in ganz Deutschland einschließlich der Abiturienten eigentlich beseitigt sein… Hahaha!

  18. Ich glaube, mit einem gegenwärtigen Budget von 8 Mrd. Euro (8,068 Mrd Euro in 2019) wäre auch ohne die abgelehnte Erhöhung solch ein Programm realisierbar gewesen.

  19. Lehramtsstudenten vor die Klassen…. mhhh… was genau kann man davon halten, zum einen gibt es dies doch schon, und es ist mit Vorteilen und Nachteilen verbunden.

    Vorteile:
    -Praxiserfahrung für die Lehramtsstudenten.
    -Was ansonsten für Vertretungsunterricht genommen wird ist teilweise extrem grenzwertig, mit Lehramtsstudenten hat man immerhin Leute, die in der Regel bemüht sind und auch Lust auf die Kinder haben.

    Nachteile:
    -Es ist wenig verwunderlich, aber es gibt Lehramtsstudenten, die stellen auf diese Art und Weise fest, dass sie nicht ihr Leben in diesen verkorksten Schulsystemen verbrinden möchten, und dann doch sich etwas anderes suchen.
    -Der Job des Vertretungslehrers ist viel zu wenig flexibel, als dass die Studenten das neben ihrem Studium machen könnten. Selbst wenn sie nur eine Halbtagsstelle annehmen, müssen sie in der Regel an mindestens vier Tagen pro Wochen in die Schule und zwar zu Zeiten, die voll und ganz durch den Stundenplan vorgegeben werden.
    -Ich persönlich bin großer Fan davon, wenn Lehramtsstudenten während ihrem Studium auch in vielen anderen Jobs in der freien Wirtschaft gearbeitet haben, nur so kann man tatsächlich hinterher vergleichen.
    -Die Altersdifferenz zwischen Lehrer und Schüler ist bei Lehramtsstudenten unter Umständen nur wenige Jahre, wenn überhaupt. An Berufskollegs oder Gymnasien könnte es so durchaus passieren, dass die Schüler älter sind als der Lehrer. Jetzt erden viele kommen mit „das führt zu einer besseren Bindung“, doch davon halte ich gar nichts, der Job für die Vertretungslehrer und für jeden Lehrer grundsätzlich ist einfacher, wenn die Mischung aus Nähe und Distanz stimmt. Zu viel Distanz funktioniert nicht, zu viel Nähe und ein kumpelhafter Umgang geht allerdings auch gar nicht. Für die Lehramtsstudenten wird es also eher schwieriger.
    -Dadurch, dass einige Lehramtstudenten danach womöglich das Studium wechseln oder deutlich länger für ihr Studium brauchen, bekommt man langfristig gesehen den Lehrermangel auch nicht in den Griff, sondern dies führt eher noch zu einem größeren Lehrermangel.

    Zu welchem Schluss komme ich nun. Tatsächlich haben wir in den letzten Jahren so eklatant unfähige und ungeeignete Vertretungslehrer gehabt, dass ich trotz der ganzen Nachteile jeden Lehramtsstudenten befürworten würde an unserer Schule. Nicht falsch verstehen, es gibt auch aus anderen Bereichen wirklich kompetente Vertretungslehrer, die anschließend den Job gerne dauerhaft machen würden und auch wirklich gut sind, aber ein großer Teil ist halt leider dermaßen ungeeignet, dass man vor Eltern teilweise nur noch argumentieren kann, dass eine Verwahrung bei diesem Vertretungslehrer immer noch besser sei, als die Kinder jede Woche nach Hause schicken zu müssen.

    Der aktuelle Lehrermangel hat bei uns jedenfalls eine Stufe erreicht, an der man klar sagen muss, dass ALLE Schüler und ALLE Kollegen mittlerweile darunter leiden. Wir versuchen alles zu nehmen, was auf dem Markt ist, oft gibt es keine oder nur eine Bewerbung und diese wird einem dann von anderen Schulen weggeschnappt. Lehramtsanwärter, die den Job nur ergriffen haben, weil sie sich nen Laues Leben vorgestellt haben, bekommen schon Jobs zugesagt, bevor sie mit ihrer 3.7-4.0 aus dem Referendariat herausgehen, und man sich fragt, ob diese Leute eigentlich zu normalen Zeiten auch bestanden hätten.

    Wenn hier nicht bald in geeigneter Weise versucht wird an anderen Stellen zu kürzen, wird die Unterrichtsqualität für Schüler immer weiter abnehmen. Ich persönlich bin der Meinung, dass man den Ganztag zu einem großen Teil wieder abschaffen sollte und wie viele Grundschulen lediglich einen offenen Ganztag anbieten sollte, für die Schüler, die zu Hause einfach niemanden haben. Der Unterricht (auch von Hauptfächern) im Nachmittag bringt für die Bildung der Schüler einfach nichts. Dadurch, dass jetzt mittlerweile viele Schüler mit 36 anstatt 30 Stunden beschult werden, ist das Bildungsniveau in Deutschland nicht gestiegen.

    • Der Ganztag sollte nicht über nicht erhöhte Lehrerstunden besetzt werden, sondern mit zusätzlichem Personal ausgestattet sein, wofür es einen entsprechenden Personalschlüssel bräuchte und angemessene Leitungszeit bräuchte.

      Für Vertretungen sollte eine entsprechende Reserve im System sein, sodass jede Schule unkompliziert und ohne längere Wartezeiten, Fristen und Anträge und Bewilligungen darüber verfügen kann.

      Für die Betreuung Benachteiligter und für weitere Aufgaben in der Schule müssen ebenfalls Zeiten angerechnet oder Personal eingestellt werden.

      Mit so einem Team im Rücken wäre es auch in einer Pandemie leichter, unterschiedliche Unterstützung anzubieten.

      Studierende einzusetzen wäre in der Not vielleicht eine Lösung, ist aber wieder nicht langfristig gedacht. Nach der Pandemie stehen Lehrkräfte wieder mit allen Aufgaben und dem Mangel allein, das will dann wieder keiner sehen und wissen.

    • Noch ein Problem ist die räumliche Distanz
      Außerhalb von Universitätsstädten mit Lehramtsausbildung werden Sie so gut wie keine Studenten finden. Es sei denn, die Bezahlung ist so gut, dass die längere Studiendauer den Gehalts- und Pensionsabzug mindestens kompensiert. Da das normale Lehrergehalt als Angestellter schon nicht dafür reicht, ist das sehr unwahrscheinlich.

  20. Hören Sie sich mal an, was Britta Ernst im Deutschlandfunk zum Thema Digitalisierung gesagt hat:
    https://www.deutschlandfunk.de/campus-karriere-das-bildungsmagazin.679.de.html
    Schulen mit Wifi und Videosystemen auszustatten sei nicht so wichtig, denn wir hätten ja jetzt den Impfstoff und das Thema stünde daher nicht mehr so im Fokus.
    Ihr scheint auch entgangen zu sein, dass Schüler absehbar nicht geimpft werden, da es bis zum Alter von 16 Jahren keinen zugelassenen Impfstoff gibt.

    • Würde mich schon mal sehr interessieren, wie so ein GEspräch beim Abendessen im Hause Olaf Scholz- Britta Ernst abläuft. Warum beraten sie sich nicht gegenseitig um sich vor den schlimmsten Faux-pas zu bewahren?

  21. Museen und Hotels zu nutzen, finde ich gar nicht so schlecht.

    Ich hab ein Auto, ich komm hin.

    Wie machen das die Schüler?

  22. Eh, nein, meine Kinder bekommt ihr nicht. Nicht unter den Bedingungen.
    Der Arbeitsschutz für Lehrer und Schüler geht euch als „Arbeiterpartei“ sonstwo vorbei. Wir raten unseren Kindern gerade dringend, auf ein anderes Studium umzusteigen. Die Lehrerausbildung ist ja ohnehin unterirdisch.
    So, wie die teilweise SPD-geführten KMs die Lehrer behandeln kann man sich ja schon vorstellen, wie das in den nächsten Jahrzehnten weiter gehen wird. Es wird sich in gut ausgestattete Privatschulen und schlecht ausgestattete staatliche Schulen aufteilen. Wer dann gute Bildung möchte muss bezahlen. Herr Merz hat es bereits so formuliert. Dahinter steckt der Lobbyverband INSM der Metallarbeitgeber, in dem sich alle neoliberalen „Macher“ zusammen finden, und zwar von der SPD, CDU, FDP,Hochschulen und der „freien“ Wirtschaft. Herr Merz, Frau Schröder, die die „FidK“ resp. „EidK“ unterstützt, sind dabei. Dieser seltsame Dr. Hüthner hat damit zu tun, und, weil es so schön ist, auch der Herr Palmer.
    Und und und …

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