Medienkompetenzbildung in Familie, Schule und zur Demokratiebildung in der Gesellschaft

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Die Organisatoren und Vortragenden des erfolgreichen Online-Symposiums Medienkompetenz stellen die Aufzeichnungen der Fachvorträge im Nachgang kostenlos zur Verfügung. Zusätzlich werden die beteiligten Organisationen den vorhandenen Fundus an Unterrichtmaterialien und Links fortlaufend aktualisieren und ergänzen. Melden Sie sich jetzt im kostenlosen Materialien-Bereich unter medienkompetenz-symposium.de/materialien an und profitieren Sie dauerhaft von den Beiträgen und Informationen!

Der Umgang mit digitalen Medien ist für Kinder heute selbstveständlich. Foto: Shutterstock

Die beteiligten Organisationen des Online-Symposiums Medienkompetenz vom 15. bis 18. Februar 2021 können eine sehr positive Bilanz ziehen. Über 700 Zuschauer*innen in den Live-Streams und eine Vielzahl an Nachfragen und Diskussionen bestätigen das. Florian Beutenmüller von der mecodia GmbH sieht sich in seinem Anliegen bestärkt: „Gerade in Zeiten täglicher Bewegung von Heranwachsenden in der digitalen Welt ist es wichtig, Kindern und Jugendlichen einen sicheren und geschützten Umgang mit dem Handy beizubringen und über Gefahren im Netz aufzuklären. Wir haben es mit unseren Foren geschafft, den interessierten Teilnehmenden Wissen zu vermitteln und eine Orientierung über geeignete Materialien für die weitere Begegnung mit dem Thema mit auf den Weg zu geben. Das hatten wir uns vorgenommen und sind mehr als zufrieden.“

An den vier aufeinanderfolgenden Tagen haben sich Lehrkräfte und Pädagogen, Eltern, in der Sozialarbeit bzw. Prävention Tätige und weitere an Medienbildung Interessierte intensiv mit Themen der Medienerziehung im Kontext der Kinder- und Jugendarbeit auseinandergesetzt. Dabei konnten Sie jeweils ausgehend von aktuellen wissenschaftlichen Untersuchungen ganz praktische Tipps für den schulischen oder Familienalltag mitnehmen. Felix Ebner, einer der Vortragenden, hat aufgezeigt, wie mit einfachen Regeln zur Handy- und Mediennutzung bereits in der Familie Stress vermieden werden kann.

Welche Motivation Kinder und Jugendliche haben, an der digitalen Welt teilzuhaben und wie das Nutzungsverhalten der verschiedenen Apps und Anwendungen auch differenziert betrachtet werden kann, hat die Medienpädagogin Kim Beck anschaulich dargestellt.  Jugendliche entwickeln mit der Nutzung verschiedener Apps auch eine enorme Kreativität, die es zu erkennen und fördern gilt. Den Überblick über die verschiedenen Apps und Anwendungen zu behalten und Sicherheitseinstellungen für Heranwachsende einzurichten, fällt Eltern leichter, wenn sie die verfügbaren Schritt-für-Schritt-Anleitungen auf Informationsportalen nutzen.

Nora Bünger, Redakteurin bei handysektor.de und medien-kindersicher.de, hat ausführlich aufgezeigt, wie wertvoll die Informationen auf diesen Portalen nicht nur für Eltern sind, denn auch Erwachsene haben viele Fragen hinsichtlich ihrer eigenen Nutzungsgewohnheiten. Eine hohe gesellschaftliche Relevanz erhält das Thema Mediennutzung, wenn unerwünschte Aspekte das gesellschaftliche Zusammenleben behindern bzw. die demokratische Grundordnung gestört wird. Bei Themen wie digitaler bzw. sexueller Gewalt im Netz benötigen Kinder und Jugendliche Hilfe und Unterstützung.

Wie kann ich mich, mein Kind oder meine Schülerinnen und Schüler vor diesen Gefahren schützen, wie kann ich aufklären und dafür Sorge tragen, dass Mobbing über digitale Kommunikation an der Schule vermieden wird? Die Fragen aus dem gut frequentierten Chat haben gezeigt, dass große Unsicherheit besteht, ab wann Kinder ein Handy nutzen dürfen. Das Forum hat aufgezeigt: Das Handy ist aus dem Alltag der Heranwachsenden nicht mehr wegzudenken. Es ist vielmehr wichtig, Heranwachsenden so früh wie möglich in Elternhaus und Schule Grundregeln für die digitale angemessene Kommunikation beizubringen. Eine pädagogische Einwirkung bei Zuwiderhandlungen ist immer einfacher, wenn sich die Heranwachsenden ihres Fehlverhaltens bewusst sind. Da unterscheidet sich die digitale Kommunikation nicht von der realen. Medienkompetenzerziehung braucht einen festen Platz in der Familie und in der Schule.

Lena Bader von der Schulsozialarbeit Neckartenzlingen und Stefan Mayer vom Elisabeth-Selbert-Gymnasium Filderstadt haben aufgezeigt wie durch das Programm Digitale Ersthelfer in der Schule und die Integration von Medienkompetenzbildung in ein Schulcurriculum sichtbare Erfolge erzielt werden. Durch die enge Zusammenarbeit mit den Medienpädagog*innen der mecodia GmbH konnte sichergestellt werden, dass alle im Schulalltag Beteiligte, Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrkräfte aufgeklärter und wissender mit dem Thema umgehen. Die Herausforderungen im Umgang mit Fake News und Desinformation erleben wir tagtäglich. Haben Sie gewusst, wie Bilder und Videos im Kontext von Fake News manipuliert werden können und wie man das erkennen kann? Fabian Sauer von der mecodia GmbH hat an konkreten Beispielen aufgezeigt, wie schnell Manipulationen ins Netz kommen und wie es möglich ist, selbst einen Daten- und Faktencheck vorzunehmen. Rechtliche Aspekte, vor allem auch die Rechte und Pflichten von Netz- und App-Betreibern, sind den wenigsten bekannt.

Felix Ebner hat an konkreten Beispielen aufgezeigt, wie Bürgerinnen und Bürger sich vor Falschdarstellungen und gewalttätigen Äußerungen im Netz schützen können. Nicht die Betreiber, sondern jeder einzelne kann und sollte seinen Beitrag dazu leisten, unerwünschte Beiträge im Netz anzuzeigen und die Löschung zu bewirken. Die rechtlichen Grundlagen dazu hat er ausführlich erläutert und aufgezeigt, wie auch in der digitalen Welt durch geeignete technologische und regulatorische Maßnahmen Manipulation durch desinformierende oder gefakte Nachrichten begegnet werden kann. Aufklärung und demokratische Verantwortung sind für alle Altersgruppen wichtig, die Landesmedienanstalten bieten hier auch zahlreiche Angebote zur Information und Aufklärung für Erwachsene und Senioren. Die ausgesprochen positive Resonanz der Teilnehmenden nach den Foren hat das große Interesse an den Themen aufgezeigt.

Unter medienkompetenz-symposium/materialien können die Live-Streams noch einmal nachverfolgt werden, dort finden Interessierte auch eine Zusammenfassung der vorgestellte Hilfeportale und geeigneter Internetseiten und Artikel. Dazu ist lediglich eine Registrierung im Materialbereich erforderlich. 

Eine Pressemitteilung der mecodia GmbH.

Online-Symposium Medienkompetenz vom 15. bis 18. Februar 2021  

 

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