Astrazeneca-Impfungen gehen weiter – auch für Erzieher und Lehrer

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In Nordrhein-Westfalen werden die Corona-Impfungen mit dem Mittel von Astrazeneca am Freitag wieder aufgenommen. «Die Unterbrechung war wichtig und richtig, um vertrauensvoll weiterimpfen zu können», teilte Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann am Donnerstagabend mit. «Wir werden genau da weitermachen, wo wir aufgehört haben: Astrazeneca wird den Berufsgruppen zur Verfügung gestellt, bei denen die Impfungen bereits angelaufen sind.» Dazu gehörten auch Lehrerinnen und Lehrer an Grund- und Förderschulen. «Wir setzen jetzt alles daran, die abgesagten Impftermine schnell neu zu vergeben», so Laumann.

Es geht weiter: Astrazeneca wird wieder verimpft. Foto: Shutterstock / Lutsenko_Oleksandr

Experten der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) hatten den zugelassenen Impfstoff erneut auf den Prüfstand gestellt, nachdem in einigen europäischen Ländern Auffälligkeiten bekannt geworden waren. Die EMA hatte die Sicherheit des Impfstoffes bekräftigt. Es werde aber eine extra Warnung vor möglichen seltenen Fällen von Blutgerinnseln (Thrombosen) in Hirnvenen hinzugefügt, so die Behörde. Nach dem Votum der EMA und Beratungen mit den Ländern hatte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) als Ziel genannt, dass am Freitag wieder mit dem Spritzen des Wirkstoffs begonnen werden könne. dpa

Deutschland setzt Impfungen mit Astrazeneca aus! Zehntausende Lehrer und Erzieher betroffen

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15 KOMMENTARE

  1. Na toll, 12 der 13 bekannten Fälle betrafen Frauen unter 55. Lass mich nachdenken. Wer arbeitet gleich noch mal überwiegend in KiTas und Grundschulen?? Aber Hauptsache, es steht jetzt als Warnhinweis im Beipackzettel. Das erhöht mein Vertrauen gerade ganz enorm 🙁

  2. Auch bei uns gehen jetzt die Impfungen mit Astra weiter und niemand lässt uns Erzieherinnen eine Alternative, obwohl auch die EMA gesagt hat, dass es einen Zusammenhang zwischen den Hirnnerventrombosen und der Impfung gibt. So gering das Risiko für die Gesellschaft allgemein ist, für mich persönlich als Frau von 40 Jahren ist das Risiko größer als an Covid zu sterben. Ich habe Angst und niemand nimmt das Ernst. Ich fühle mich als Rädchen im Getrieben, dass im Kindergarten Kinder ohne Maske und andere Schutzmaßnahmen seit Monaten betreuen muss und kann mich jetzt zwischen Pest und Teufel entscheiden.

    • Genau, da hilft auch ein veränderter Beipackzettel nicht. Ungeklärt ist beispielsweise auch, was bei älteren Frauen mit Hormonersatztherapie ist.

  3. Ein Beigeschmack bleibt und das Argument mit „Abwägung Schaden/Nutzen“ ist auch eine zweischneidige Sache für die Betroffenen. Das Argument wäre richtig, wenn es nur einen Impfstoff gäbe. Dann könnte man klar argumentieren, dass es in jedem Fall hinnehmbar ist, wenn einige Menschen an der Impfung sterben oder schwerste Schäden erleiden, weil der Impfstoff auf der anderen Seite wesentlich mehr Leben rettet.

    Aktuell sieht die Lage aber anders aus: Es gibt andere Impfstoffe, die die fraglichen Nebenwirkungen nach aktuellem Wissensstand nicht haben und die tatsächlich auch eine deutlich bessere Wirkung haben (die israelischen Ergebnisse deuten darauf hin, dass Biontech tatsächlich Infektionen verhindert, während Astrazeneca anscheinend „nur“ schwere Verläufe verhindert, was den Nutzen für die Eindämmung der Pandemie deutlich reduziert). Das einzige Problem ist, dass die aktuelle Beschaffungspolitik gerade von diesen Impfstoffen nicht genug beschaffen kann und damit diese Abwägungsfrage überhaupt erst steht.

    Es ist und bleibt nicht einfach, zumal das genaue Ausmaß der Probleme auch nicht so klar ist. Erst war von sieben Fällen die Rede, dann von 13 und dann bleibt immer noch die Frage offen, wie viele Problemfälle einfach nicht gefunden oder anderen Ursachen zugeordnet wurden. Das kann NIEMAND in drei Tagen im Detail analysieren.

  4. Sorry Leute….
    Wisst ihr eigentlich langsam was ihr wollt? Als Astra gestoppt wurde wegen der Thrombose wurde hier im Forum geschrien…..ihr wollt selbst entscheiden ob ihr das Risiko wollt etc…..wir wollen die Impfung trotzdem etc…..
    Jetzt wurde der Impfstoff frei und nun schreit ihr wieder.

    Ich hab euch Lehrer immer zumindest gedanklich unterstützt und stand hinter euch. Aber ihr dürft euch nicht mehr wundern wenn ihr als Jamnerer der Nation hingestellt werdet. Egal wie es gemacht wird ihr seid am schreien!

    Und nein ich werde mich zb nicht mit Astra impfen lassen aber das stand für mich schon vor der Thrombose fest denn man muss sich nur mal genau mit den verschiedenen Stoffen beschäftigen. Ich bin nicht gegen Impfung aber weder Astra noch der Russen oder China Stoff kommt in Frage.

    • Könnte es daran liegen, dass es „die“ Lehrer nicht gibt (schon gar nicht in Fragen des höchst individuellen Risikoempfindens)?

    • Es sind sicherlich auch unterschiedliche Leute, die kommentieren…
      Haben in ihrer Berufsgruppe alle die selbe Meinung?
      Ich selbst muß diese Entscheidung nicht treffen, aber ich verstehe ehrlich gesagt, die Zweifel…
      Meine beste Freundin ist Lehrerin u hat sich gegen die Impfung entschieden u ihre Klasse sitzt grad in Quarantäne, sie hatte aber Glück u war grad auf Fortbildung, als die kranke Schülerin drin war… Puh

    • Sorry, Engelchen, du entscheidest für dich, dass du dich nicht mit Astra impfen lassen willst. Warum dürfen Lehrer nicht die gleiche Wahl treffen? Das Vorziehen in der Prioritätengruppe fand ich richtig, denn jetzt haben einige Lehrergruppen und Erzieherinnen die Möglichkeit dieses Angebot wahrzunehmen. Die, die aus unterschiedlichen Gründen darauf verzichten tun dies in vollem Bewusstsein, was das für sie mit oder ohne Impfung bedeuten kann. Wo ist das PRoblem? Oder findest du, dass wir Lehrer uns unter allen Umständen mit dem impfen lassen müssen, was der Staat uns zubilligt. (Zufälligerweise der billigste Impfstoff.) In unserem Impfzentrum werden die Impfstoffe gerade per Zufallsgenerator verteilt, nur bei Lehrern und Erziehern steht der Impfstoff von vorneherein fest. Da habe ich ein komisches Gefühl. Ich will mich gerne impfen lassen und weiß, dass das bei diesen neuen Impfstoffen natürlich auch mit einem Risiko verbunden ist. Aber dann hätte ich gerne, dass der Zufall entscheidet und nicht ein Gesundheitsminister, der ein „sehr sehr sehr geringes Risiko“ einer Nebenwirkung bei jüngeren Frauen sieht, aber trotzdem diesen (denn das ist doch der Hauptteil der Krankenschwestern, Erzieherinnen und Lehrerinnen) dann aber keine Alternative anbietet, die doch da ist. Nur weil ich Beamtin bin, muss ich nicht alles gut finden, was „von oben“ kommt. Zumal „von oben“ ja leider nichts kommt, um uns zu schützen. Ich warte weiter auf FFP2-Maseken, Plexiglasscheiben, Luftfilter, Seife, Desinfektionsmittel, Fenster die man öffnen kann, Schnelltests in der Schule!

  5. Irgendwie ist es schon erbärmlich. Hier in Deutschland müssen sich die Lehrer gemeinsam mit den Polizisten und den Ü75- Jährigen um den minderwertigen Impftsoff Astrazeneca prügeln und in USA fangen sie schon damit an, die breite Masse der 50 Jährigen mit hochwertigem Impfstoff zu versorgen. Astrazeneca ist dort gar nicht zugelassen und wurde bisher ungenutzt gelagert um es nun großzügig an benachteiligte Länder wie Mexiko und Kanada auszuliefern. Vorgestern habe ich meine 80 Jährige Mutter zum Impfen begleitet. Sie bekam noch den begehrten Biontec Impfstoff. Sie und noch zwei weitere hochbetagte Herrschaften innerhalb der zwei Stunden, die ich vor dem Impfzentrum verbringen durfte. Ansonsten habe ich nur Security Personal gesehen. Es herrschte gespenstische Leere auf dem Gelände. Ich frage mich schon, in welche Adern die bestellten Mengen an Biontec bisher geflossen sind.

    • Und warum ist er für Ü55 plötzlich ungefährlich, wo er vorher für Ü64 gar nicht zugelassen war. Liegt es vielleicht in Frankreich daran, dass das Rentenalter dort recht niedrig ist? Dänemark lässt im Übrigen immer noch gar nicht wieder mit AZ impfen.

        • Auch Norwegen, Schweden und Finnland impfen nicht mehr mit AZ. Ich dachte immer, es gibt eine einheitliche Richtlinie in Europa, aber anscheinend ist es deutschen Gesundheitspolitikern egal, wenn halt ein paar Frauen an der Impfung sterben, die werden als Kollateralschaden hingenommen.

  6. Der schwarze Peter liegt nun bei jedem Einzelnen.

    Warum gibt man Astrazeneca nicht den Älteren und Biontec für jüngere Lehrerinnen?

    Immerhin ist das Risiko erkannt.
    Hoffentlich können die zum Glück seltene Fälle behandelt werden.

    • Es gab auch Todesfälle bei Älteren, nur nicht überwiegend. Die Begründung aus Greifswald bezieht sich auch nicht auf Alter oder Geschlecht, sondern auf eine Autoimmunreaktion. Es hilft nicht, wenn in der Packungsbeilage weitere Nebenwirkungen aufgeführt sind, es aber weiterhin keine freie Impfstoffwahl gibt. Eine einfache Lösung wäre hier, bei der Anmeldung zur Impfung auch angeben zu können, welche Impfstoffe man will. Ggf. kommt man dann eben später dran. Diese Möglichkeit besteht leider nicht. D.h.: Ich muss einen Impftermin machen und kann diesen erst canceln, wenn ich weiss, welchen Impfstoff ich bekomme. Oder ich beschäftige einen Impfarzt vor Ort mit der mir zustehenden Beratung, und entscheide mich dann ggf. dafür oder dagegen. In der Statistik erscheine ich dann im 2. Fall als Impfverweigerer.

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