Notbetreuung „nach Bedarf“, 4. Klassen als „Abschlussklassen“: Wie Länder versuchen, den Bund bei Kitas und Schulen auszutricksen

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BERLIN. Der Bundesrat – die Ländervertretung also – hat gestern die Erweiterung des Infektionsschutzgesetzes und damit die Notbremse für den Präsenzbetrieb von Kitas und Schulen passieren lassen. Mit großem Unwillen, wie Bundesratspräsident Reiner Haseloff, Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, zu Protokoll gab. Tatsächlich suchen etliche Bundesländer nun nach Schlupflöchern im Gesetz. Und sie werden fündig: 4. Klassen sollen zu Abschlussklassen ernannt werden; die Notbetreuung soll praktisch allen offenstehen.

Asse im Ärmel: Die Bundesländer suchen Schlupflöcher im neuen Bundesgesetz. Foto: Shutterstock

Das sächsische Kultusministerium beginnt seine Information über die sogenannte „Bundes-Notbremse“ mit einer glatten Lüge: „Den Betrieb der allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen sowie der Einrichtungen der Kindertagesbetreuung (Kinderkrippe, Kindergarten, Hort und Kindertagespflegestellen sowie heilpädagogische Kindertageseinrichtungen) ab Montag, dem 26. April 2021, hat der Bundesgesetzgeber nach festen Inzidenzwerten im jeweiligen Landkreis und der Kreisfreien Stadt geregelt. Damit bestehen für die Bundesländer keine Spielräume mehr, auf lokale Hotspots oder besonderes Infektionsgeschehen vor Ort zu reagieren“, so heißt es im „SMK-Blog“.

Das ist schlicht falsch: Die Bundesregierung hat mit dem erweiterten Infektionsschutzgesetz lediglich Höchstgrenzen festgelegt – unterhalb dieser Marken haben die Länder weiterhin alle Freiheiten, auf Corona-Ausbrüche zu reagieren.

Das Bundesgesetz schreibt tatsächlich für den Kita- und Schulbetrieb vor:

  • Ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von über 100 an drei aufeinanderfolgenden Tagen ist zwingend Wechselunterricht ab dem übernächsten Tag durchzuführen. Dies gilt für alle Schularten, also auch die Grundschulen (die bislang in Sachsen in voller Klassenstärke unterrichtet wurden). Eine Notbetreuung wird in den Grundschulen angeboten.
  • Ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von über 165 an drei aufeinanderfolgenden Tagen ist Präsenzunterricht ab dem übernächsten Tag untersagt. Schülerinnen und Schüler verbringen ihre Lernzeit zu Hause im Distanzunterricht. Ausnahmen darf es für die Schüler an den Förderschulen und in den Abschlussklassen geben. Sie können beziehungsweise müssen ihre Schulen weiterhin besuchen.
  • Die jeweiligen Regelungen treten am übernächsten Tag außer Kraft, wenn der Inzidenzwert an fünf aufeinanderfolgenden Tagen unterschritten ist.

Diese Regelungen haben natürlich Konsequenzen. Thüringen zum Beispiel ist mit hohen Infektionszahlen das am stärksten von der Corona-Pandemie betroffene Bundesland. Und die gestern vom Bundesrat abgenickte Notbremse bedeutet für den Freistaat: Schüler und Kita-Kinder in vielen Thüringer Kreisen müssen zu Hause bleiben oder in die Notbetreuung gehen. Nachdem das Gesetz formell verkündet sei, liefen die darin vorgesehenen Fristen für Schul- und Kita-Schließungen in Regionen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz ab 165, sagte ein Sprecher des Bildungsministerium auf Anfrage. «Das heißt, es gibt Schließungen ab Montag.»

Für die Notbetreuung sollen Regeln gelten, die einen breiten Zugang ermöglichen

Bildungsminister Helmut Holter (Linke) hatte bereits eine Notbetreuung für Kinder bis zur Klassenstufe sechs angekündigt. Für die Notbetreuung sollen allerdings die Regeln beibehalten werden, die seit Januar gelten – und die einen breiten Zugang ermöglichen. Eine Notbetreuung können demnach Kinder der Klassenstufen eins bis sechs sowie Kita-Kinder in Anspruch nehmen, deren Eltern keine Möglichkeit zur Arbeit im Homeoffice haben oder die keine andere zumutbare Betreuungsmöglichkeit organisieren können. Nachweis? Eine Unterschrift des Arbeitgebers reicht.

Thüringen will auch an den vielen bisher eingeräumten Ausnahmen im Fall von Schulschließungen festhalten. Laut Ministeriumssprecher sollen unter anderem auch Kinder und Jugendliche mit besonderem Unterstützungsbedarf am Präsenzunterricht teilnehmen dürfen. Auch Förderschulen bleiben geöffnet und Förderschüler im gemeinsamen Unterricht können ebenfalls weiter in die Schulen gehen. Die Bundes-Schulnotbremse sieht vor, dass Abschlussklassen weiterhin am Präsenzunterricht teilnehmen. In Thüringen sei im Gespräch, dass dies dann auch für Viertklässler gelten soll. Auch die neunten und zehnten Klassen an Gemeinschafts-, Regel-, Förder-, und Gesamtschulen zum Erwerb des Hauptschul- oder des Realschulabschlusses sollen weiterhin in die Schulen kommen.

Auch andere Bundesländer suchen nach Schlupflöchern im neuen Gesetz: Nordrhein-Westfalen zum Beispiel. Gesetz sei Gesetz und solange ein Gericht nichts anderes feststelle, werde sich auch das bevölkerungsreichste Bundesland an die Vorgaben des Bundes halten, sagte zwar NRW-Familienminister Joachim Stamp (FDP) am gestrigen Donnerstag im Familienausschuss des Landtages in Düsseldorf. Die Angebote der Kindertagesbetreuung sollten nach Wunsch des Bundesgesetzgebers „bereits“ ab einer Inzidenz von 165 in die Notbetreuung übergehen. Ein schlichter Appell, Kinder nach Möglichkeit zu Hause zu betreuen, reicht danach nicht mehr aus.

„Dort, wo die Betreuung erforderlich ist, wird es weiterhin das Angebot zur Betreuung geben“

Stamp betonte aber auch: Die Überlegungen gingen zu einer Notbetreuung, die sich nicht an einer Berufsgruppendefinition mit der sogenannten kritischen Infrastruktur, sondern an den „Bedarfen“ orientieren solle – wohlgemerkt: an den Bedarfen der Eltern, nicht an denen des Infektionsschutzes. Stamp: „Was mir jedoch besonders wichtig ist und was ich bereits jetzt zusichern kann: Dort, wo die Betreuung erforderlich ist, beispielsweise um familiäre Überforderungssituationen abzuwenden und das Kindeswohl zu sichern, wird es weiterhin das Angebot zur Betreuung geben.“ Eltern, die die Betreuung ihrer Kinder nicht anderweitig sicherstellen können und die Notbetreuung deshalb in Anspruch nehmen wollen, müssen zuvor lediglich eine entsprechende schriftliche Erklärung abgeben. Dafür wird es auch Musterschreiben geben. Heißt in der Praxis: Wer sein Kind in der Kita abliefern will, der kann das auch weiterhin tun.

Niedersachsen höhlt den Sinn des Bundesgesetzes, das Infektionsgeschehen zu bremsen, sogar noch  weiter aus – und kündigt an, den bisher dort geltenden Grenzwert für den Präsenzunterricht von 100 in Kürze nach oben hin zur Bundes-Notgrenze zu verschieben. „Im Mai werden wir in Niedersachsen auf jeden Fall zu Anpassungen kommen“, sagte Kultusminister Grant Hendrik Tonne der «Neuen Osnabrücker Zeitung». „Auch wenn ich von alleine nicht auf die 165 gekommen wäre, aber wenn wir dann Veränderungen vornehmen, ist es auch sinnvoll, sich an einer bundeseinheitlichen Grenze zu orientieren“, sagte der SPD-Politiker dem Blatt.

Nach heftiger Kritik ruderte die Landesregierung zurück. Regierungssprecherin Anke Pörksen erklärte, dass Niedersachsen vorerst weiter ab einer Sieben-Tages-Inzidenz von 100 in den Distanzunterricht wechselt. «Das wird auf absehbare Zeit so bleiben, konkret ist da keine Änderung absehbar.»

«Die Schulbeschäftigten, Eltern und ihre Kinder brauchen endlich Verlässlichkeit für Gesundheitsschutz und Unterricht»

Die GEW zeigt sich gleichwohl alarmiert. «Wir hätten keinerlei Verständnis dafür, wenn tatsächlich von den bisher in Niedersachsen festgelegten Planungen zu Schulschließungen und -öffnungen abgewichen würde», sagte Landesvorsitzende Laura Pooth. «Die Schulbeschäftigten, Eltern und ihre Kinder brauchen endlich Verlässlichkeit für Gesundheitsschutz und Unterricht.» Ein erneuter Schlingerkurs schade allen Beteiligten. «Die Einflussnahme der Bundesebene mit dem mutmaßlich gewürfelten Inzidenzwert von 165 ist für die Planungssicherheit alles andere als hilfreich.» News4teachers / mit Material der dpa

Merkel zeigt den Länderfürsten die Grenze auf. Die haben uns tief in die Corona-Krise geführt – mit ihrem Nichtstun für Kitas und Schulen !

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100 KOMMENTARE

  1. 4. Klassen als Abschlussklassen gab es in Hessen auch und dann die juristische Patschehand auf die Kumi-Wange kurz vor dem Start des Unterrichts.
    Na ja, das Spiel geht weiter, nur mit anderen Regeln, vermutlich aber unter Strich mit ähnlichen Belegungszahlen in den Schulen.

  2. Läuft bei uns quasi schon lange so und nennt sich dann eingeschränkte Betreuung. Ein Schüler muss nur sagen – ich will unbedingt kommen und schon darf er es….Förderschule G….von etwa 140 Schülern sind 50 Prozent in der Schule….so gut wie kein Schüler trägt seine Maske wie vorgegeben….Abstand gibt es nicht, da die Schüler das einfach vergessen. Zahlen steigen rasant und obwohl die Schulen offiziell schon seit der Woche vor den Osterferien dicht sind, steigt die Inzidenz auf inzwischen 250 an….Die Liste an Ausbrüchen in Kita und Schulen sind lang….

    Ich kann einfach nicht verstehen, warum die Politik einfach zuschaut….im ersten Lockdown war alles dicht und die Notbetreuung wirklich eine. Jetzt fahren wir den Karren noch komplett an die Wand während andere Länder wieder öffnen nach kurzer aber strengen Lockdowns vegetiert Deutschland seit einem halben Jahr in einer Dauerlightlockdownschleife vor sich hin….und ein Ende ist nicht absehbar…..ich könnte nur noch heulen, darf ich meine eigenen Kinder ja offiziell nicht mal mehr zusammen sehen….aber was solls, dafür darf ich 8 Stunden mit 8 fremden Menschen (Schüler und Betreuer) in einem Klassenzimmer von nicht mal 40 qm sitzen….

  3. Was treibt Landesregierungen an, die ohnehin schon völlig unzureichenden Inzidenzregelungen noch unterlaufen zu wollen?
    Ist es Trotz und Dickköpfigkeit, weil man sich die Zügel vom Bund nicht aus der Hand nehmen lassen will? Ist es die Umsetzung des vermeintlichen Bürgerwillens bzw. Bevölkerungsteils, der am lautesten schreit und der die aktuellen Einschnitte per Notbremse adhoc zu spüren bekommt?

    Natürlich ist Distanzunterricht zumindest bei jüngeren Schülern nicht unproblematisch, natürlich haben Kindergartenkinder ein besonderes Bedürfnis nach sozialen Kontakten haben, natürlich besteht die Notwendigkeit von Betreuungsangeboten für berufstätige Eltern. Die Liste könnte noch länger werden…
    Alles x-fach diskutiert und aus allen Richtungen hinreichend beleuchtet.
    Aber über ALLEM – und das gilt eben auch und ganz besonders für das Offenhalten von Schulen und Kitas – steht die körperliche Unversehrtheit! Schule und ihre Menschen sind keine Insel, das Geschehen dort strahlt in alle Lebensbereiche hinein ab und geht daher auch jeden was an.

    Daher kann man diese menschenverachtenden Tricksreien als nichts Anderes werten, als das: Aus der Unterlassung durch Nichtstun wird dadurch nun ein proaktiver Angriff auf die körperliche Unversehrtheit von Kindern, ihren Familien, EuE, LuL und im zweiten „Waschgang“ auch aller anderen.

    Jeder muss für sich selber entscheiden, ob er damit leben kann und will.

  4. Was wir hier erleben ist die 1:1 Umsetzung von Hütchenspielertricks auf den Bereich der Schulpolitik. Nur der Hütchenspieler – sprich die KM wissen, wo die Kugel als Gewinnchance steckt – nämlich in ihrem Ärmel…lassen aber alle anderen an ihren Tisch herantreten, um ihnen ihren Einsatz aus der Tasche zu locken.
    Bei so „geschmeidigen Regeln“, wie sie von den KM immer wieder zwischen den Anforderungen der Realitäten und ihren eigenen Zielen „gestaltet“ werden können wir gar nicht gewinnen…da die KM ständig während des „Zockens“ die Regeln zu ihren Gunsten / nach ihren Vorstellungen anpassen.
    Falschspieler wurden in den einschlägigen Saloons und Hinterzimmerspelunken erschossen, wenn die beim bescheißen aufgeflogen sind – kann man in ganz vielen Western sehen … nicht, dass ich mir das als Konsequenz für die KM wünsche – aber das Gefühl von „Sicherheit im Amt durch das Amt“ sollten wir ihnen schon zu nehmen versuchen.

    • As im Ärmel hätte ich auch gerne. Aber selbst wenn ich es hätte – Regierung (Bund oder Land, egal) könnte das immer noch und immer wieder und weiter übertrumpfen. Läuft seit einem Jahr so. Ich habe keine Ahnung, ob man als Bürger*in ein Misstrauensvotum erwirken kann/darf, wenn die Entscheidungsträger*innen mit den Wahlstimmen Schindluder treiben. Eine 7t-Klässlerin sagte heute so treffend im Distanz-Unterricht:“Wenn man irgendwo sonst so viel Mist bauen und Arbeitsverweigerung an den Tag legen würde wie diese Minister, dann wären sie woanders längst gefeuert worden.“ Verlieren werden wir alle – nicht nur den Glauben an Politik, Gerechtigkeit, Mitspracherecht und was sonst noch zu einer Demokratie gehört, die ALLE schützen soll. Und auf jeden noch so perfiden Taschenspielertrick fällt ein Virus nicht herein, das spielt weiter und übertrumpft. Übersieht man aber in Ministerien durch die eigene Hybris. Denn schließlich gibt es in Schulen keine Kontakte, nur Bildungsgerechtigkeit – vorher schon hilfreich unterstützt durch die Länder (aber klar!). Wie ein Kollege und Freund es von mir mal im Lehrerzimmer formuliierte: „Ich mache mal die Tür zu, weil das Virus hat ja keinen Schlüssel…“

  5. Es hört nicht auf. Es ist zum KOTZEN.
    Über 80000 Tote , unzählige Schwerkranke und wieder wird debattiert und gelabert, anstatt die Schulen in Distanz zu lassen bis die Intensivstationen ,insbesondere das Personal Mal wieder ATMEN können und vl. Auch mal paar Tage in Urlaub gehen können.
    Nein , EGO und Wahlkampf sind wichtiger.
    Man ist so wütend und wird außerdem lethargisch.

  6. Selbstverständlich sind vierte Klassen per Definition Abschlussklassen. Ich verstehe nicht, was die Anführungszeichen da zu suchen haben. Definiert ist der Begriff als „oberste Klasse aller Schularten“. (Quelle: https://www.dwds.de/wb/Abschlussklasse)

    Ob es Sinn macht, die Notbetreuung so auszuweiten ist fraglich. Dass Niedersachsen sich an den Bundeswert anpassen will, macht Sinn; die Frage ist eher, ob Länder wie Sachsen, die ja anscheinend beratungsresistent sind, weiterhin Wege finden, bei über 300 zu öffnen.

        • Einen Abschluss machen sie aber nicht. Es geht um den unsäglichen Übertritt, und darum, dass auch die ungeeigneten SchülerInnen aufs Gymnasium gepusht werden.

        • Genau, sie „zählen“, werden also einfach dazu ernannt. Per Definition sind sie es nicht. Aber in NRW erklärt Stamp ja das letzte Kindergartenjahr quasi auch zur Abschlussklasse.

          • Ja, und für eine Reihe von KuK wird dieses Jahr quasi auch ein Abschlussjahr…sie erwerben kein abschließendes Zeugnis – dafür aber einen lebensabschließenden Totenschein.
            Deshalb „dürfen“ die auch am Präsenzunterricht teilnehmen. Was für ein Privileg! (Zynismus aus!)

  7. Die KM haben es immer noch nicht begriffen. Solche Tricksereien haben genau einen Effekt: Sie VERLÄNGERN die Einschränkungen auf Kosten von noch mehr Opfern und noch mehr Schäden.

    Wie kann man nur auf die Idee kommen, kurzfristige Ziele oder scheinbare Vorteile dermaßen über langfristige Ziele und echte Vorteile zu stellen?

    Präsenzunterricht ist wichtig. Der Weg zu mehr Präsenz liegt aber nicht darin, die Schulen offen zu lassen, sondern sie zu schließen! Das erfordert natürlich, den Blick etwas über den Tellerrand hinaus zu richten. Geschlossene Schulen reduzieren das Infektionsgeschehen nachweislich deutlich, und genau das öffnet zusammen mit entsprechenden Schutzmaßnahmen (Luftfilter, Plexiglaswände, …) die Möglichkeit, früher wieder in einen wirklich sicheren und konstanten Präsenzunterricht zurückzukehren. Die aktuelle Schulpolitik führt nur zu einem dauerhaften Hin und Her, viel Verunsicherung, noch mehr Unterrichtsausfällen und insbesondere vielen vermeidbaren Opfern.

    • Klar, aber geschlossene Schulen langen auch nicht mehr um die Zahlen zu senken. Bei uns sind die Schulen seit über drei Wochen zu und die Zahlen gehen durch die Decke. Aktuell 330!!! Dabei sollten sich die Schulschließungen doch langsam mal auswirken. Ohne die Betriebe mitzunehmen wird das wohl trotzdem nichts.

      • Die Kitas sind aber noch offen… oder im „eingeschränkten Pandemiebetrieb“ wie bei uns in NRW. Da wird zwar ermahnt, aber trotzdem sind die Gruppen voll. Dazu dann noch die ganzen Abschlussklassen und schon gibt es viel zu viele ungeschützte Kontakte.

  8. Frau Y.G. ist eine Zumutung! Statt Hin und Her nun mal in NRW keine Regel ohne Hintertürchen:
    Prüfungen, insbesondere Abschlussprüfungen, sind kein Unterricht im Sinne des Bundesgesetzes und bleiben daher von den Einschränkungen des Präsenzbetriebs unberührt.

    Solange an einer Schule ausschließlich Distanzunterricht erteilt wird, können in der Regel keine Klassenarbeiten geschrieben werden.

    Die in § 6 Absatz 8 Satz 1 und 3 APO-S I eröffnete Möglichkeit, eine Klassenarbeit durch eine andere gleichwertige schriftliche oder mündliche Leistungsüberprüfung zu ersetzen, bleibt auch für den Fall bestehen, dass in Nicht-Abschlussklassen die Anzahl der Leistungsnachweise im Bereich „Schriftliche Arbeiten“ auf EINE reduziert werden muss.

    Mit dem Erlass vom 27. Februar 2021 hatte ich Sie darüber informiert, dass die ZENTRALE KLAUSUR am Ende der Einführungsphase der gymnasialen Oberstufe in diesem Jahr entfällt und die Mindestzahl der Klausuren in diesem Halbjahr auf eine reduziert wurde. Dies gilt vorbehaltlich der Entscheidung des Landtags… Hiervon unberührt bleibt die den Schulen mit Erlass vom 12. März 2021 eingeräumte Möglichkeit, die ZKE-Aufgaben auf freiwilliger Basis zu nutzen.

    https://www.schulministerium.nrw/22042021-informationen-zum-schulbetrieb-ab-26-april-2021
    Da stimmte gestern wohl die KM-Kommunikation so wie bei der Datenübermittlung der Inizidenzien seit Montag nicht, sonst wäre sicher die 4. Klasse GS auch zur Abschlussklasse aufgestiegen.

    Da freut sich unsere SL wieder vewaltungsoriginell in die umfangreiche Trickkiste greifen zu dürfen.

  9. Und genau deswegen habe ich mich nach tage- und wochenlanger Diskussion mit mir selbst krankgemeldet.

    Mein Arbeitgeber hat kein Interesse daran vernünftigen, wissenschaftlichen Gesundheitsschutz auch nur im Ansatz zu gewähren. Er hat kein Interesse daran, mich zu schützen (entsprechende Anzeigen habe ich vor Zeiten schon geleistet – bisher keine Antwort). Er hat kein Interesse daran, Bildung tatsächlich zu gewährleisten: was allein die Testungen an Unterrichtszeit fressen ist ein Witz – und die Liste ist ewig länger (dass ich genug Krankheitszeichen zeige, habe ich ewig vor mir hergeschoben).

    Um es mit den Worten meines Hausarztes abzuschließen: „Für die Pfleger wurde wenigstens noch geklatscht. Sie Lehrer werden nur noch getreten.“

    Ein ganz großer Mittelfinger in Richtung Kultusministerium und Regierung.

    Hochachtungsvoll und so.

  10. Ich bin einfach eine wütende Erzieherin und frage mich ob es eventuell Möglichkeiten gibt gegen diese Notbetreuung Regelung in NRW Kitas vorzugehen. Ich meine damit eventuell rechtlich, dass Beispielsweise Herr Spahn nicht einfach so ein Hintertürchen suchen kann und alle Kinder die Bedarf haben in die Kita einladen darf.

    Beispiel:
    Ich finde es einfach nur eine Frechheit, dass in NRW Vorschulkinder bzw. Kinder die sich im letzten Kita Jahr befinden mit Abschlussklassen gleichgestellt werden! Grundschulkinder in NRW der 4. Klasse, also eigentlich Abschlussklassen müssen zu Hause bleiben. Wenn schon 4. Klasse zu Hause bleiben müssen, dann bitte auch Vorschulkinder!!!

  11. Und in den Kitas in RLP ist lt. heute eingegangenem Schreiben explizit nichtmal ein schriftlicher Nachweis nötig, wenn die Notbetreuung genutzt werden möchte. Der Bedarf muss lediglich „glaubhaft dargelegt“ werden, schrifliche Nachweise sind hierzu nicht erforderlich!
    Also wird es wohl auch dann mal wieder auf volle Gruppenstärke rauslaufen, was für mich auch momentan bedeutet: 28 Kinder von 5-6 Jahren und 5 Erzieherinnen (incl. Erz. in Ausbildung)…Vielen Dank für nichts…

    • Ich habe ehrlich gesagt nichts anderes von Frau „Doktor“ H.. mehr erwartet. So regiert sie seit über einem Jahr. Jeder der kommen möchte, darf weiterhin kommen, Hauptsache, das Ding heißt mal wieder anders. Bis heute in Germersheim (RLP) “ Regelbetrieb bei dringendem Bedarf“, ab Montag “ Notbetrieb bei dringendem Bedarf“. Die Hälfte der Kinder, die seit Wochen da sind, haben mindestens ein Elternteil welcher nicht arbeitet, Mama in Elternzeit… es zum k…
      Aber wir „dürfen“ ja jetzt selbst im Garten Masken tragen und uns 2x wöchentlich testen, also hat sie aus ihrer Sicht in dem vergangenen Jahr seeeeehr viel für uns Erzieher in RLP getan.

      • In unserer Kita herrscht seit Anfang März „Regelbetrieb unter Pandemiebedingungen“, d.h. in unseren Gruppen sind ALLE Kinder anwesend, da Regelbetrieb (wie oben bereits geschrieben sind es bspw. in meiner Gruppe 28 Vorschulkinder und 5 Erzieherinnen)!! Wir müssen allerdings nach wie vor im Gruppengefüge bleiben, durchmischen nicht möglich, aber dafür wurde ja immerhin die Betreuungszeit um 2 Stunden am Nachmittag verkürzt – Spitze, das Virus ist nämlich zum Glück nur in diesen beiden Stunden aktiv und kann uns und den Kindern deshalb nix anhaben. Und da ja – wenn überhaupt – nur die Erwachsenen das Virus einschleppen, verschärfen wir mal die Maskenpflicht. Und die wöchentlichen Tests schützen uns ja auch (Ironie off). Ich kann echt auch nur noch den Kopf schütteln aufgrund dieser völligen Ignoranz von Seiten der Politik….

  12. https://www.aponet.de/artikel/covid-19-immer-mehr-kinder-leiden-unter-spaetfolgen-23228

    Mit steigenden Covid-19-Fallzahlen treten auch vermehrt Komplikationen bei Kindern auf. In Großbritannien werden aktuell bis zu einhundert Kinder pro Woche mit dem heftigen Entzündungssyndrom PIMS in Krankenhäuser eingeliefert. Die Krankheit kann im schlimmsten Fall zum Tod führen, die meisten Kinder müssen auf der Intensivstation behandelt werden.

    GB, Stand Februar, 2021, bis zu 100 Kinder pro Woche!

    Wie schon gesagt, solange die Eltern weiterhin brav ihre Kinder zur Schule schicken, und die Lehrer weiterhn brav Präsenzunterricht geben, ändert sich nichts.

    Tut mir Leid, aber jetzt sind wir Eltern und Lehrer dran.

    • Aktuell stimmt aber nicht ganz. Das war im
      Januar/Februar, als die Zahlen im UK noch sehr hoch waren und das auch besonders unter Kindern, weil die Schulen noch sehr lange offen waren. Deshalb nahm man anfangs ja auch an, B117 betreffe vermehrt Kinder, was sich dann wieder relativierte.

      • Je mehr Ältere geimpft sind,desto mehr jüngere werden betroffen sein,geeade erst gelesen.Und in UK sind sehr viele Kinder nun mit long covid in Behandlung.Solang man da nix ausschließen kann,sind Schulöffnungen bei hohen Inzidenzen fahrlässig.Zumal es auch die Eltern betrifft!

      • @Katinka; Erzählen Sie bitte diesen Familien, wie man eigentlich ihre Krankheiten und Tod relativieren kann.

        Für diese Familien und Kinder ist es immer noch sehr aktuell und für alle weitere tägliche Fälle überall sonst.

        Junge Menschen, Jugendliche und Kinder sind jetzt dran, da mit den Impfungen zu lange gewartet wurde und der ganze Prozessablauf bewegt sich immer noch zu langsam voran. Außerdem haben wir noch mit schnell voranschreitenden gefährlicheren Mutationen zu tun.

        Und als zweites, wie schon Maren schrieb, es steht immer noch kein Impfstoff für die Kinder bereit und die Kinder machen 30% Weltbevölkerung aus, in Deutschland 16 %, also die Population, die am meisten von allem anderen tagtäglich dicht aufeinandertrifft.

        Ohne regelmäßigen Impfungen auch für die Kinder haben wir gegen Covid Pandemie keine Chance.

        Ist das immer noch nicht klar?

        • Ich habe weder Krankheit noch Tod relativiert, was unterstellen Sie mir?
          Ich habe lediglich gesagt, dass ihr Wort „aktuell“ zu einer Situation aus Jan/Feb nicht mehr passt. Auch der von Ihnen verlinkte Artikel ist vom Februar!
          Ich werde eine der ersten sein, die ihre Kinder impfen lässt, sobald eine Impfung für sie zugelassen ist, weil ich es bei Kindern eben nicht für grundsätzlich harmlos halte.

      • In diesem aktuellen Artikel wird auf unterschätzte Langzeitfolgen bei Kindern hingewiesen.

        „Daniel Vilser (44) vom Uniklinikum Jena leitet eine Spezial-Ambulanz für Kinder mit Corona-Langzeitfolgen. Im Gespräch mit FOCUS Online warnt der Leitende Oberarzt vor einer massiv steigenden Zahl sehr junger Covid-19-Patienten. Die zum Teil dramatischen Spätfolgen gerade bei Kindern würden oft „stark unterschätzt“.
        In der dritten Corona-Welle wird die Zahl der erkrankten Kinder und Jugendlichen in Deutschland stark steigen. Außerdem werden immer mehr junge Patienten unter den zum Teil schweren Langzeitfolgen der Virusinfektion leiden.
        „Diese Entwicklungen werden derzeit noch stark unterschätzt“, warnte Dr. Daniel Vilser vom Universitätsklinikum Jena im Gespräch mit FOCUS Online. Vilser leitet eine erst vor wenigen Wochen gegründete, deutschlandweit einzigartige Spezial-Ambulanz…“
        https://www.focus.de/politik/sogar-saeuglinge-sind-betroffen-uni-arzt-warnt-immer-mehr-kinder-und-jugendliche-opfer-von-corona-spaetfolgen_id_13210858.html

  13. Man bekommt den Eindruck, die Länder müssten es dem Bund jetzt so richtig zeigen. Diese Trotzreaktion ist eine Gefahr für Kinder, Lehrer/innen und Eltern.

  14. Obwohl das neue Gesetz darauf abzielt, dass weniger Kinder in Schulen und Kitas geschickt werden, hat Hessen es geschafft, die Regeln so zu ändern, dass in einige Kreise(trotz steigender Covid-Zahlen) sogar mehr Kinder als geplant in Schulen und Kitas zurückkehren werden. Die Notfallbetreuung ist für praktisch alle Familien verfügbar. Diese Politiker sollten verklagt und zur Strafe in covid-gefüllte Räume geschickt werden. Unfassbar.

    • Und nicht nur das. Mittlerweile ist raus, dass die Klassen 7-E, eben noch im Distanzunterricht, ab dem 6.5. in den Wechselunterricht sollen. WENN natürlich die 165 im Kreis unterschritten ist. Wir hatten es vor der Notbremse besser! Geimpft werden viele von uns natürlich auch erst später. Und die Kinder erst irgendwann. Not nice.

  15. Zunächst möchte ich mich sehr bei n4t bedanken, dass sie auch immer wieder das Thema der Erzieher und den Kitas aufbringt!
    Es ist eine absolute Schande, dass wir Menschen in der Regierung haben, denen es eben nicht darum geht, die Zahlen runter zu bekommen, sonst gäbe es diese angebliche Notbetreuung gar nicht, sondern man würde dafür sorgen, dass komplett runter gefahren wird, bis die Zahlen merklich runter gehen, genau das, womit wir es hier zu tun haben, sorgt für immer wiederkehrende Infektionswellen auf hohem Niveau und schlittern von einem vermeintlichen Lockdown zum nächsten.

  16. Auch hier in Bayern heißt „Notbetreuung“,
    daß alle kommen dürfen, die eine Betreuung für ihre Kinder brauchen. Es gibt dafür aber keine festgelegten Kriterien, wie z.B. Systemrelevanz, alleinerziehend o.ä. Jeder darf selbst entscheiden ob er sein Kind bringen will oder nicht. Darum sind auch weit mehr als die Hälfte aller Kinder da.
    Deshalb platzt mir auch regelmäßig die Hutschnur, wenn ich irgendwo lesen oder hören muß, daß die Kitas ja zu sind bzw.
    „nur“ Notbetreuung anbieten.
    Die Leute glauben dann, wir sitzen da mit fünf Kindern rum. Nee, wir arbeiten nahezu im Normalbetrieb. Das merkt nur keiner. Und wenn doch, dann interessierts keinen.

  17. Was ergänzend noch hinzuzufügen wäre:
    Nicht nur die Kultusminister finden Schlupflöcher, auch einige Schulleiter!
    Da werden durchaus sogar 14 bis 16 Jährige in die Notbetreuung beordert, pädagogische Gründe werden vorgeschoben. Und dann ist zwar Distanzunterricht angeordnet, man hat aber genauso viele Schüler in Notbetreuung dasitzen. Und schon ist die Infektionsschutzmaßnahme ausgehebelt.

  18. Und jetzt kommt’s : Schauspieler*innen zeigen „satirische“ Videos, die sogar von def AfD gelobt werden (dass die Situation in diesem Beruf zurzeit auch Scheiße ist, ist eh klar, keine Frage), und die die Corona-Politik kritisieren und Jens Spahn zeigt da Gesprächsbereitschaft. Ja, guck ma an…Und wir fühlen uns so, als ob wir aus einem Aquarium brüllen und nicht gehört ans Glas klopfen. Weil – wir haben ja die Schulmails, die uns alles erklären…

    • Vielleicht sollten Lehrer, Erzieher, Eltern, Ärzte, Krankenpfleger, Krankenschwestern … auch mal so ein Projekt mit 60s Videos starten. #gehtsnoch
      Vielleicht, aber auch nur vielleicht werden sie dann gehört.

      • Die würden aber bestimmt nicht so zynisch ausfallen … dazu muss man schon mal in eine andere Rolle schlüpfen können …. und Lehrer, Erzieher, Eltern, Ärzte, Krankenpfleger, Krankenschwestern kommen so schlecht aus ihrer Haut raus.

      • Bin dabei.
        Gegen den Gutmenschen Y.G. wird man sowieso nichts besehen.
        Nee was hat sie es toll hinbekommen den Abiklassen Unterricht selbst als Distanzunterricht bieten zu können (WDR aktuell – heute ).
        Soziale Vereinsamung der Kinder… ohne Präsenzunterricht.

  19. Präsenzpflicht gilt in Sachsen-Anhalt jetzt auch wieder. Angeblich gibt es landesrechtlich keine Möglichkeit mehr, diese auszusetzen, da jetzt die Bundesrichtlinie gilt. Ist das tatsächlich so? Gilt in allen anderen Ländern, wo sie ausgesetzt war, jetzt auch wieder Präsenzpflicht?

  20. In NRW führt die neue Regelung zu „festen Lerngruppen“ hier zu der kuriosen Situation, dass bei Verschärfungen durch das Bundesgesetz, ich nächste Woche wieder Kursunterricht in der 10. Klasse haben werde.
    Drei Klassen in einem Raum !!! Daumen hoch, Yvonne ! Schlupfloch gefunden !
    (Meine Stadt war schon die ganze Zeit wieder in Distanzunterricht, da Inzidenz über 200)

    Man rechtfertige dieses Vorgehen mit vermehrter Testung:
    „Da inzwischen regelmäßige Corona-Testungen erfolgen, es beim Fremdsprachenunterricht auf Präsenzunterricht in besonderen Maße ankommt und der Wahlpflichtbereich in einigen Schulformen Hauptfachcharakter hat, ist nach Entscheidung der Schule in diesen Fächern nunmehr auch die Bildung von Lerngruppen mit Schülerinnen und Schülern aus unterschiedlichen Klassen möglich.“

    • Da hat jemand den Knall nicht gehört.

      Ich verstehe nur nicht, wie man ein Interesse daran haben kann, den aktuellen Zustand immer weiter zu verlängern. Wollen diese Leute, dass die Pandemie gar nicht mehr endet?

    • Das war bei uns schon die ganze Zeit mit den 10ern so. Das Wahlpflichtfach und Sprachen sind an der Gesamtschule halt Hauptfächer und Abschlussrelevant. Über Reli kann man sich aber streiten.

  21. Yvonne in NRW hat schon vor den Osterferien aus der „Notbetreuung“ eine „pädagogische Betreuung“ gemacht. Dementsprechend voll waren dann auch unsere Räume an den Distanztagen.
    Schlimm finde ich auch, was ich heute über einen Kreis in NRW gehört habe: die hatten Einschränkungen für Schulen und KiTas beantragt, weil in den Nachbarkreisen die Inzidenzen hochschießen. Aus Düsseldorf kam, dass die Schulen nichts ändern dürfen, die KiTas dürften aber einschränken. Was sagt der Landrat? Nööö, wenn Schulen bleiben müssen, bleiben auch die KiTas, soll ja gleich behandelt werden. Hähhh??? Wie dämlich ist das denn?

  22. Kapute Gesellschaft
    Das digitale Zeitalter => Klickonomie = Konsum + Spaß

    Gesubde Gesellschaft
    Das digitale Zeitalter => zwischen Bildung und Gesundheit muss man nicht wählen

    • Kann erweitert werden, die Klassen 5 & 6 laufen als Orientierungsstufe, in der die gymnasiale Eignung geprüft wird und an deren Ende diese Eignung ausgesprochen wird. Hey, quasi wieder ein Abschuss- äh , sorry — immer wieder dieses T9 🙂 – ein Abschlussjahrgang. Also auch die 5. & 6. Klassen wieder in die Schule…(hoffentlich liest Matze Richter oder Poisson Yvi hier nicht mit….die halten das garantiert für ne supergeile Idee.)

      • @Andre Hog

        Hab ich nicht gestern erst unter einen deiner Kommentare geschrieben „Du hast auch immer so schöne Ideen.“ … ?!

        Andre, du Guter !!!
        Wir können es uns nicht leisten dich als Mini-Jobber an Matze Richter oder Poisson Yvi oder an die GEW zu verlieren!
        😉 🙂

  23. Bei uns an der Schule wird in der Notbetreuung nahezu normaler Unterricht gemacht. Das ist natürlich ein enormer Anreiz seine Kinder in die Notbetreuung zu schicken. Gleichzeitig werden Kinder im Fernunterricht vernachlässigt.

    Wie ist das bei Euch?

    • Ist bei uns auch so, dass Fernunterricht in der GS so gut wie nicht stattfindet. Aber wie sollen das die Lehrkräfte auch machen, wenn sie zugleich eine (volle) Notbetreuung haben? Sie können sich ja schlecht klonen.

  24. Was macht man denn, wenn die eigene Schulleitung auch nur auf Sicht fährt? Habe mich mit meiner in der Wolle gehabt, weil ich die Testung nach Anleitung durchführen wollte, einfach, um auch selber einigermaßen geschützt zu sein.
    Bei uns (privates Berufskolleg) testen sich die Schüler*innen der 11. – 13. Klasse, vor dem Unterricht in den Eingangsbereichen der Gebäude und stehen dabei nebeneinander, meistens ohne jeglichen Abstand einzuhalten und husten und niesen freudig vor sich hin. Es hat sich jedoch etabliert, dass sich die Schüler*innen, wenn es zu voll wird, auf dem Schulhof verteilen und die Tests bei 0 – 4 Außentemperatur durchführen, ohne, dass wir Lehrer*innen sehen können, wie sie das tun, da wir ja gerade die Röhrchen mit der Flüßigkeit auffüllen müssen. Die Tests liegen dann für alle ersichtlich auf Tischen im Eingangsbereich bis sie nach 15 – 30 min von den Sekretärinnen abgelesen werden.
    Mein Wunsch nach Arbeitsschutz wurde dahingehend abgetan, dass es ja nirgendwo stände, dass das Testen mit Abstand in den Klassenräumen stattfinden müsse und die Schüler*innen ja nur kurzzeitig ihre Masken abnähmen bzw. draußen ständen und man sich dabei ja nicht anstecken könne. Außerdem könnten wir die Aussagen der Schulmails nach eigenem Ermessen auslegen, da wir ja eine Privatschule seien.
    Wohlgemerkt ist meine Schulleiterin Bio- und Politiklehrerin und mein Einwurf, dass 0 – 4 Grad einfach zu kalt und damit falsche Testergebnisse möglich sind, wurde einfach überhört. Plexiglasscheiben kommen auch nicht in Frage, da es ja niemanden gäbe, der sie aufbaue und niemanden, der sie jeden Tag putze. Genau, dann produzieren wir einfach Tonnen von Plastikmüll, super. Der Abschlusssatz enthielt dann die Empfehlung, dass ich ja jemand anderen fragen könnte, damit der die Aufsicht beim Testen übernimmt, wenn ich das nicht will.

    Es ist schon super, wenn selbst die eigene Schulleitung nicht auf der Seite der Lehrer*innen steht und dann noch sagt, dass wir ja immer alles so negativ sehen und ja auch mal das Positive hervorheben sollten, denn wir hatten ja noch kein positives Testergebnis!!! Wie denn auch, wenn man so viele Fehler beim Testen macht?!! Und nachher heißt es: Die Lehrer sind einfach zu doof, um das Testen zu beaufsichtigen.
    Man, wie soll man dabei noch ruhig bleiben????

    • Vorhin Frau Gebauer im WDR-Interview: Ihre wäre maximaler Präsenzunterricht für die Kinder wichtig, UNABHÄNGIG von Inzidenzen. Den Einwand der Moderatorin bzgl. B 1.1.7. und hohen Ansteckungen bei Kindern wischte sie einfach beiseite. Da fällt mir nix mehr ein!

      • „Was nichts sein darf, das nicht sein kann!“
        Das ist das Amtsmotto aller KM …steht wahrscheinlich im Amtseid drin, anstelle diese blöden Sache mit der Fürsorge, dem Dienst am Volk usw.
        Poison Yvi geht da schnurstracks voran…Stahlkappenschuhe an und dann immer fleißig allen Leuten, die nervlich barfuß gehen auf die Zehen stampfen. Dann machen die schon Platz – für die Husarin, das kultusministeriale Gottesgeschenk an NRW.

  25. In Hessen dürfen alle Kinder in die Notbetreuung, deren Eltern arbeiten gehen.Plus Härtefälle usw…Was ein Witz.Dann kommen jetzt am Montag, anstatt 20 Kinder nur noch 18 Kinder pro Gruppe in den Kindergarten und anstatt 10 Kinder in den Wechselunterricht der Schule. vielleicht 8 Kinder in die Notbetreuung ( jedoch ohne Lehrer sondern nur einem Betreuer der bei den Schulaufgaben „betreut“.Was ist da der Sinn der „Not“betreuung. Und so bekommen wir die Zahlen ganz schnell runter????????? -:(
    Danke liebe Minister…

  26. Seid ihr alle noch normal?

    Die 4. Klasse ist die wichtigste Klassenstufe in der Grundschule.
    Seit Dezember sind die Schulen zu bei uns in Thüringen im SOK, jetzt haben wir Ende April. Denkt ihr auch an die kleinen, für die Schule das wichtigste im Alltag ist. Wir testen bei uns an der Schule seit 1. Februar. Bis jetzt noch kein positiver Fall. Also warum die ganze Aufregung. Sicherlich gibt es auch Fälle die mal schwerer verlaufen, aber so ist es mit jeder Krankheit. Alle anderen Länder lockern wieder aber Deutschland verschärft aus unerklärlichen Gründen.
    Ach und eins noch: News4Teachers ist kein neutrales Magazin, sondern extrem gegen die Kultusminister eingestellt. Wenn den Redakteuren etwas nicht passt, dann wird gleich mit Ausrufezeichen oder „negativen“ Wörtern geschrieben. Und denkt auch mal an Familien, die an die Breite Notbetreuung angewiesen sind. Welcher normale Arbeitnehmer soll von Dezember bis garantiert noch Juli zu Hause bleiben und sein Einkommen sichern???
    So und jetzt nehme ich mir Popcorn und warte auf Kommentare unter meinem Post. Aber Achtung: da ich wie oben beschrieben von News4Teachers enttäuscht bin, werde ich eure Kommentare nicht lesen und auch sonst nichts mehr auf dieser Seite

    • Da andere aber die Kommentare lesen:
      „Wir testen bei uns an der Schule seit 1. Februar. Bis jetzt noch kein positiver Fall.“ – Ist es realistisch, dass kein einziger Fall vorlag in dieser Zeitspanne?

      • „Denkt ihr auch an die kleinen, für die Schule das wichtigste im Alltag ist.“

        Das ist dann sehr traurig. Die Schule sollte nur ein Teil im Alltag der Kinder darstellen, aber nicht den wichtigsten Teil.

        Das Leben ist viel mehr als die Schule, wo alle gleich wie die Soldaten sich benehmen sollen, auf der gleiche Art und Weise lernen, sprechen, malen, singen, sich bewegen müssen, nicht sich individuell entfalten und entwickeln können.

        Nicht mal am Unterricht eine Flasche Wasser auf dem Tisch haben dürfen.

        Nicht auf die Toilette dürfen. Himmel, das sind noch kleine Kinder in der Grundschule.

        Nicht einmal kam meine Tochter aus der Schule (1. u. 2. Klasse) mit nassen Unterhose , weil die Lehrerin sie nicht auf die Toilette ließ.

        Unsere Gesellschaft merkt sogar nicht mehr, was eigenlich alles schief läuft.

        • Die Schule als nur eine Institution ist schon wichtig, aber so wichtig auch wieder nicht.

          Es gibt viele verschiedene Formen, wie das Kind das Wissen und soziale Kompetenz erlangen kann, sogar oft viel besser als in der Schule – natürlich, wenn sich die Eltern Zeit und Wille dafür nehmen können oder möchten.

          Idealfall – sehr enge Kooperation zwischen Institution Schule und Eltern.
          Aber das ist eine reine Utopie.

        • Gut gesagt,Monika!Wie armselig,wenn Schule das wichtigste sein soll.Und wie weltfremd,neulich erst irgendwo gelesen,dass nur 7 Prozent der Kinder gerne in die Schule gehen.Sagt doch alles.Dass viele im homeschooling gut zurecht kommen,passt einigen offenbar so gar nicht in den Kram.

    • Für mein Kind ist auch die Schule absolut NICHT das wichtigste im Alltag!!!!!Wäre ja auch schlimm. Und bei uns im Kreis wurden 50 Kinder positiv getestet..nach nur 4 Tagen.Das ist die Realität.

  27. NRW ab 18. KW (03.05.)
    POOLTEST an Grund- und Förderschulen möglich, aber:

    „Ich möchte Sie vorsorglich darauf hinweisen, dass diese deutliche Verbesserung für die Anwendbarkeit und Handhabung bei den betroffenen Kindern und Jugendlichen allerdings zwingend mit einem Unterrichtsmodell verknüpft werden muss, das einen
    +++täglichen Wechsel von Präsenz- und Distanzunterricht +++
    nach dem Prinzip „Montag-Mittwoch-Freitag-Dienstag-Donnerstag“ für jeweils die Hälfte der Klasse vorsieht.
    Ich bitte Sie daher schon jetzt darum, sofern erforderlich eine Umstellung auf dieses Prinzip vorzubereiten und bis zum Beginn der 18. Kalenderwoche vorzunehmen. Im Übrigen sind für die betroffenen Schulen in der kommenden Woche erste Informationsveranstaltungen vorgesehen, zu denen eine gesonderte Einladung erfolgt.“

  28. In Sachsen hat man gleich mehrere schöne Schlupflöcher gefunden. Hier gibt es praktisch keine Grundschule, die nicht an einen Hort angeschlossen ist. 99% aller Grundschüler gehen hier in den Hort. Der Hort darf klassenweise in voller Präsenz betreuen. Schüler, die also am Morgen wegen des Wechselunterrichts nicht in der Schule waren gehen mittags zu ihren Klassenkamaraden, die in der Schule waren, in den Hort. Alles klar. So sieht Infektionsschutz aus.
    Da der Hort damit normal ausgelastet ist, kann er vormittags keine Notbetreuung stemmen. Da wir Lehrer aber ebenfalls mit dem Wechselunterricht ausgelastet sind (wir haben an unserer Schule nur sehr knapp bemessenes Personal), können wir ebenfalls keine Notbetreuung stemmen. Was machen wir also mit den Kindern? Die sitzen einfach mit in ihrer (halben) Klasse, die gerade beschult wird. So hat es das Ministerium vorgeschlagen. Einige unserer Klassen sind damit so gut wie in voller Präsenz.

    Sämtliche Grundschulen haben sich demnach beschwert, dass das Wechselmodell nicht umsetzbar ist. Entweder wird Piwarz das jetzt weiterleiten und so Unterricht in voller Präsenz erzwingen oder aber die Inzidenzwerte in Sachsen werden überraschenderweise ziemlich schnell fallen. Ein Schelm, wer Böses denkt…

    Ach ja, Dienstberatungen sind bei uns inzwischen auch wieder in voller Präsenz in unseren kleinen Räumen erlaubt. Sachsen ist mal wieder weit voraus. Hier ist Corona nämlich schon vorbei. Eine Schande, dass die das auf Bundesebene noch nicht gemerkt haben und im schönen Sachsen jetzt so böse Regeln verhängen (Ironie off).

    • Diese Umgehung (Klassen tatsächlich in voller Stärke) wäre ein Riesen-Skandal. Ich würde dies gern der Sächsischen Zeitung und dem Bundeskanzleramt zuleiten. – Haben Sie diesen Vorschlag des Ministeriums irgendwo schriftlich, z. B. als Fundstelle oder abfotografiert?

  29. @Redaktion
    Neben dem spontanen „Upgrade“ der 4. Klassen zu Abschlussklassen kommt jetzt noch obendrauf: Ab sofort gelten (so wie ich verstanden habe) nur noch die vom RKI übermittelten Inzidenzen, nicht mehr die der Landesgesundheitsämter, wie bisher (zwecks Vereinheitlichung der Grundlage). -Problem dabei: Das RKI arbeitet mit „veralteten“ Zahlen (Veröffentlichung VOR Übermittlung der tagesaktuellen Zahlen, gleichzeitig aber schon das Herausrechnen der Zahlen vom gleichen Wochentag der Vorwoche). So kommen teils deutlich niedrigere Werte zustande..

    Sehe nur ich hier ein „Schönrechnen“? Oder unterläuft mir hier ein Denkfehler..?

    Quelle: https://m.haz.de/Hannover/Aus-der-Stadt/Ab-sofort-sind-in-Hannover-RKI-Corona-Zahlen-wichtiger-als-die-vom-Land

      • Nachtrag,
        auf einer der Seiten steht als Erläuterung:

        „Der Unterschied zwischen den Daten des NLGA und des RKI kommt dadurch zustande, dass das RKI mit Datenstand 0:00 Uhr über die Fälle berichtet, die bis zum späten Nachmittag des Vortages beim RKI eingegangen sind. Das NLGA berichtet mit Datenstand 9:00 Uhr die Meldedaten, die bis zum selben Tag 8:30 am NLGA eingegangen sind. Der 7-Tage-Zeitraum, über den berichtet wird, ist derselbe. Somit sind die vom RKI tagesaktuell berichteten Werte systematisch niedriger, als die vom NLGA berichteten Werte.“

        Noch bleibt NDS bei dem Wert von 100 für die weiterführenden Schulen,
        für Grundschulen bei 165,
        allerdings gelten nun die vom RKI berichteten Werte, die bei gleichem Geschehen zu niedriger Inzidenz führen.

        • @Palim
          Danke für die Erläuterung. Genau so hatte ich das (leider) verstanden..

          RKI-Daten niedriger als tatsächlich, Inzidenzen unter Kindern höher als Bevölkerungsdurchschnitt und die Notbremse erst bei 165…Wofür war die noch gleich gut?

          Ich frag mich schon ne Weile: Wenn Corona dank Schneckentempo beim Impfen und zu erwartenden weiteren (noch „schlimmeren“?) Mutationen vielleicht sogar noch Jahre dauert -wie sieht denn wohl die Kinderbetreuung/-bildung DANACH aus? Wenn ein nicht allzu kleiner Teil Erzieher/Lehrer keinen Bock mehr aufs verheizt werden hatte und umschult, ein vielleicht noch größerer Teil arbeitsunfähig mit LongCovid kämpft und leider Gottes auch noch einige von uns ins Gras beißen aufgrund unserer ständigen Coronaparties..
          Und wie wird es dann mit der Gesundheitssorge sein? Mit ebensoviel Wegfall in der Pflege?

          Möchte da jemand mitorakeln?

          Ich bin mir ziemlich sicher, dass der Tonne spätestens in der übernächste Woche mit den anderen Covidioten..sry, KuMis natürlich..gleichzieht und Argumente für die achsosichere Öffnung der Schulen und Kitas findet.

          • Ich orakle mit:
            Sobald das Abi geschrieben ist und in den BL der Sommerferienstart in Sichtweite kommt, wird es Öffnungen geben.

            Für Nds. ist es ja quasi schon für Mitte Mai angekündigt, dass man die schärfere Grenze von 100 für die SekI fallen lassen will.

  30. Ein Witz! Eine Notbetreuung die es schafft allen Familien eine Betreuung zu gewähren ist keine Notbetreuung!
    Herr Stamp hat sich ohnehin mit Händen und Füßen dagegen gewehrt. Da aber das Infektionsschutzgesetz nun greift muss er die Notbetreuung so breit fächern das es für niemandem mehr gilt. Mal ehrlich „bedarfsorientiert“ ….wenn ich morgens den Bedarf habe meine Serie zu schauen ist das doch ok!
    Oder Eltern im Schichtdienst. Einer ist unterwegs.. das reicht aus.
    Ein Witz ist das ! Und Herr Stamp? Der freut sich, dass er ja so schlau ist .
    Was interessiert ihn sein Geschwätz von gestern, als er im Elternbrief versprochen hat eine Notbremse zu ziehen… ach ja, hat er ja ‍♀️

    • @Melanie ….Genau so ist es! Herr Stamp hat sich durch seine Bedarf -Notbetreuung ein feines Hintertürchen geschaffen. So dürfen wieder fast alle Kinder in die Kita gehen!

  31. mater ante portas 23. April 2021 um 11:47

    „Was treibt Landesregierungen an, die ohnehin schon völlig unzureichenden Inzidenzregelungen noch unterlaufen zu wollen?
    Ist es Trotz und Dickköpfigkeit, weil man sich die Zügel vom Bund nicht aus der Hand nehmen lassen will?“

    …man könnte es schlicht und ergeifend einfach nur bodenlose Dummheit nennen. (Trotz möglicher Studiengänge und höherer Schulabschlüsse.)
    Außerdem haben die jeweils alle sicherlich wenigstens noch ein Zwillingsgeschwisterkind, denn:
    Jeweils einer allein KANN. SOOO. SAUBLÖD. eigentlich nicht sein!
    Alternativ oder zusätzlich: Blind, taub, narzisstisch, soziopatisch oder mit sonstigen psychischen Störungen …
    Verzeihung, es geht mit mir durch 🙁

    • @mama51
      „…lass die Zügel locker…lass die Pferdchen mal mit dir durchgehen…“ das nennt man in medizinischen oder sozialpädagogischen Berufen „Psychohygiene“ – sorgt also für die Gesunderhaltung der Seele … und das können wir alle gebrauchen

      • Und wer diese Alphatierchen in Talkshows beobachtet, erkennt, dass wir es mit Egomanen zu tun hat, die sich seit immer schon nicht die Butter vom Brot nehmen lassen – von nichts und niemanden. In krisenlosen Zeiten scheint das bisher zwar ärgerlich, aber nur bedingt ins Gewicht gefallen zu sein – man hat dann eben (gerade in Schulen) zugesehen, dass der Laden irgendwie läuft. Dass Länderfürst*innen nicht in der Lage waren zusammenzuarbeiten, weil auch da schon interne Machtspielchen ausschlaggebend an der Tagesordnung gewesen sind, fiel zwar auf, hatte aber nicht wirklich sichtbare Auswirkungen. Wann hat man den Namen Yvonne Gebauer vorher denn gehört oder irgendwie ernst genommen oder gar deren Partei? Das muss diese arme Frau doch schier zur Verzweiflung getrieben, so unsichtbar zu sein. Wofür hat man schließlich die Politik als Bühne gewählt? Und jetzt? Ja, hallooo! Tun sich doch endlich mal Möglichkeiten auf, Macht zu demonstrieren. Wer die gewollt hat, gibt sie nicht einfach so wegen ein paar jammernder Lehrer*innen, Eltern und SuS wieder auf. Außerdem ist man es auf diesem Sektor gewöhnt, dass gerade von Beamt*innen kein Gegenwind kommt – Dienstanweisung, fertig. Und der eigentlich nötige Gegenwind in Form eines echten Shitstorms von unserer Seite kommt auch nur schwach (bisher jedenfalls), weil wir organisierten Protest nicht kennen – Dienstanweisung eben. Ich nehme mich da nicht raus. Aber vielleicht sollten wir wirklich richtig anfangen zu handeln,denn LuL und EuE und Eltern könnten Macht haben – und vielleicht sollten wir uns da auch nicht mehr die Butter vom Brot nehmen lassen. Aber ohne Machtmissbrauch. Noch will ich nicht aufgeben, aber die Kraft einer Einzelnen lässt nach…

        • Liebe gilmore girl,
          ich bin dabei.
          Die #einkerzen Aktion habe ich gefeiert, seither denke ich darüber nach, was zu organisieren sein könnte, um gemeinsam Einfluss auf die Regelungen nehmen bzw. vor allem auch das verfälschte Bild der breiten Masse von der Situation im Bildungssektor verändern zu können. -Wir sind hier in einer Blase der Zustimmung, aber auch hier zeigen einige (wenige) Kommentare, dass die „von oben“ kommenden Behauptungen noch immer für eine realistische Darstellung gehalten wird.
          Mir ist noch nicht wirklich etwas Brauchbares/Umsetzbares eingefallen, vielleicht starten wir hier einfach mal eine Ideensammlung?
          Oder meinetwegen auch auf Twitter o.ä.; ich war noch nie ein Social-media-typ, deshalb habe ich keine Ahnung, wie und wo man sich am besten vernetzen kann..

          Es ist jedenfalls höchste Zeit, den KuMis Fahrunterricht ans Herz zu legen -Würde ein Zugführer immer erst zu spät und dann noch ausschließlich und (trotzdem zögerlich) die Notbremse benutzen, wär der wohl schnell seinen Job los

          • @catblue:
            Ich bin auch nicht vernetzt. Aber mir kam nach dieser Video-Aktion der Schauspielriege (da peinlich gelaufen) die Idee, auch in diese Richtung zu gehen. Z.B. eine Art Märchenstunde (Sessel, Buch), in der 1 Jahr Pandemie“bekämpfung“ zusammengefasst wird. Oder Umschreiben des Rattenfängers, der Häschenschule usw und das vertonen und filmisch untermalen. Schulen könnten sich mal zusammentun (statt durch regierungsgewollte Konkurrenz immer isoliert dazustehen) und Gespräche einfordern (wie man es ja der Schauspielriege angeboten hat). Hat man guten Kontakt zur Elternschaft, die könnte man über deren Foren mobilisieren, um Aktionen zu starten? Gelesen werden wir nicht, und wenn, bekommt man nur nett verpackte Verweise auf die alles erklärenden Schulmails und das war es dann. Es müssen also Dinge sein, die öffentlicher sind und nicht so schnell abkanzelbar. Demos sind m.E. so ausgelutscht und dank unserer allseits beliebten Leerdenker auch fast zu negativ besetzt, oder?

          • Oder man nimmt das Bild vom Zugführer oder nimmt das Wort Landesmutter/-vater mal aufs Korn…

  32. Natürlich kommt auch wieder was von den Kinderärzten.
    Ich spare mir einen Kommentar zu der drastischen, auf die Tränendrüse drückenden Wortwahl.

    „Die nun beschlossene Bundes-Notbremse geht auf Kosten der Kinder, sagt Reinhard Berner. Besonders fassungslos macht den Kinderklinikdirektor, dass die Schwächsten zu Unrecht als Pandemietreiber gebrandmarkt würden. Das sei insgesamt ein fatales Zeichen für unsere Gesellschaft.

    (…)
    „Das Wohl der Kinder wurde geopfert für eine Stunde länger Ausgang“, empört sich Berner im Gespräch mit FOCUS Online. Die Schulen sollen ab einer Inzidenz, die man heruntergesetzt hat, in den Wechsel- oder Distanzunterricht gehen. „Das ist ein verheerendes Zeichen, das zeigt, wie wenig wichtig der Politik die Kindergesundheit und das Aufwachsen der Kinder in dieser Pandemie ist.“

    (…)

    Als fatal betrachtet Berner „auch Äußerungen, dass die Kinder das Virus aus den Schulen in die Familien tragen und jetzt die Familienväter und -mütter auf den Intensivstationen sterben werden“. Das sei sachlich und fachlich unsinnig. „Da wird mit Fingern auf eine Gruppe gezeigt und gesagt, ihr seid schuld. Die Kinder werden mit dem fürchterlichen Wort Pandemietreiber gebrandmarkt“, kritisiert der Kindermediziner.“

    Quelle: https://www.focus.de/gesundheit/coronavirus/verheerendes-zeichen-fuer-familien-kinderarzt-empoert-ueber-notbremse-das-wohl-der-kinder-geopfert-fuer-eine-stunde-laenger-ausgang_id_13220972.html

    • Sehr geehrte/r Leseratte,

      vielen Dank für Ihren Post. Wir haben ihn allerdings gekürzt. Es verstößt gegen das Urheberrecht, vollständige Artikel aus anderen Medien 1:1 zu übernehmen (auch in einem Leserforum) – ein Zitat ist ok.

      Herzliche Grüße
      Die Redaktion

      • Sorry. Vielen Dank für den Hinweis. Habe mich so über die drastischen Formulierungen im Text aufgeregt, dass ich daran nicht gedacht habe 😉

  33. Ich finde dieses „austricksen“ der Länder hat schon einen kriminellen Charakter.Da merkt man einfach, wie skrupellos die meisten Minister drauf sind. Ziel aller sollte doch sein Menschenleben zu retten bzw das die Menschen gesund bleiben. Aber das ist leider nicht der Fall. Es geht wie immer leider nur noch um das liebe Geld. Gesundheit kann man sich aber nicht kaufen!!!!!!!!!!Ach man, so schrecklich einfach. Aber nicht nur die Minister ticken so.Daher wäre es ja eigentlich ihre Aufgabe Grenzen zu setzen um uns alle zu schützen!!!

  34. Unfassbar.Unfassbar,die Argumentation.Als ob es darum ginge,irgendwen zu beschuldigen!Gerade Kinderärzte dollten doch wissen,was Schulen und Kitas für Umschlagplätze für Viren und Bazillen jeder Art sind!Bsp.:Nie war ich so oft krank wie zur Kitazeit meines Sohnes,fast jeder Schnupfen aus der Schule findet zu einem nachhause.Das sind verdammt nochmal Fakten!Und das von Ärzten,denen die Gesundheit -und zwar auch die körperliche!- ihrer Patienten am Herzen liegen sollte.Warum zum Geier wird Schulbesuch derartig erheben als einziges Kriterium fürs Seelenheil?Was Schule momentan ist,Masken,Abstand,Testen,Angst vor Erkrankung, etc.ist weit entfernt von dem,was unbeschwerte Schulzeit ausmacht!Und DAS kann ebenfalls seelische Schädenhervorrufen!

  35. Der Knaller ist auch dieser Passus in der neuen NRW-Verordnung: „Kreise und kreisfreie Städte, in denen die 7-Tages-Inzidenz nach den täglichen Veröffentlichungen
    des Landeszentrums Gesundheit nachhaltig und signifikant über dem Wert von 100
    liegt oder in denen sonst besondere kritische infektiologische Umstände vorliegen, prüfen die
    Erforderlichkeit über diese Verordnung hinausgehender zusätzlicher Schutzmaßnahmen, die
    sich nicht auf schulische Gemeinschaftseinrichtungen im Sinne von § 1 der Coronabetreuungsverordnung sowie Kindertageseinrichtungen, Kindertagespflegestellen, heilpädagogische Kindertageseinrichtungen und Gruppen sowie Angebote der Kinderbetreuung in besonderen Fällen (Brückenprojekte) im Sinne von § 2 der Coronabetreuungsverordnung erstrecken, und können diese im Einvernehmen mit dem Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales anordnen.“ Heißt im Klartext: Wer mag, darf schärfere Maßnahmen machen – allerdings auf keinen Fall in KiTas und Schulen. Da entscheidet klein-Yvi ganz allein!

  36. @gilmore girl
    Ja, Demos finde ich auch schwierig. Vor allem jetzt grad.
    Gut fänd ich auch Cartoons der KuMis. Hab aber noch keine konkreten Bilder im Kopf oder einen sarischen „Elternbrief“ in deren Art, meinethalben auf Youtube vorgelesen oder so..

    Ich glaub, hier sprengen weitere Überlegungen aber den Thread.
    Twittergruppe gründen?

    • @catblue
      Kann man ja mal andenken. Ansonsten sammle ich für mich auch schon mal Ideen (hab da schon ein paar Sachen im Kopf) und teile sie dann mit.

  37. >> In Sachsen hat man gleich mehrere schöne Schlupflöcher gefunden. Hier gibt es praktisch keine Grundschule, die nicht an einen Hort angeschlossen ist. 99% aller Grundschüler gehen hier in den Hort. Der Hort darf klassenweise in voller Präsenz betreuen. Schüler, die also am Morgen wegen des Wechselunterrichts nicht in der Schule waren gehen mittags zu ihren Klassenkamaraden, die in der Schule waren, in den Hort. Alles klar. So sieht Infektionsschutz aus.
    Da der Hort damit normal ausgelastet ist, kann er vormittags keine Notbetreuung stemmen. Da wir Lehrer aber ebenfalls mit dem Wechselunterricht ausgelastet sind (wir haben an unserer Schule nur sehr knapp bemessenes Personal), können wir ebenfalls keine Notbetreuung stemmen. Was machen wir also mit den Kindern? Die sitzen einfach mit in ihrer (halben) Klasse, die gerade beschult wird. So hat es das Ministerium vorgeschlagen. Einige unserer Klassen sind damit so gut wie in voller Präsenz.

    Sämtliche Grundschulen haben sich demnach beschwert, dass das Wechselmodell nicht umsetzbar ist. Entweder wird Piwarz das jetzt weiterleiten und so Unterricht in voller Präsenz erzwingen oder aber die Inzidenzwerte in Sachsen werden überraschenderweise ziemlich schnell fallen. Ein Schelm, wer Böses denkt…

    Ach ja, Dienstberatungen sind bei uns inzwischen auch wieder in voller Präsenz in unseren kleinen Räumen erlaubt. Sachsen ist mal wieder weit voraus. Hier ist Corona nämlich schon vorbei. Eine Schande, dass die das auf Bundesebene noch nicht gemerkt haben und im schönen Sachsen jetzt so böse Regeln verhängen (Ironie off).<<

    Ich komme auch aus Sachsen und bei uns kam genau diese Info auch von der Grundschule per E-Mail! Ich bin fassungslos. Wi ist da die Logik, dass die Kontakte vormittags reduziert werden und man dann nachmittags doch alle Kinder wieder zusammensteckt? Es kam lediglich die Info und Bitte, dass ja die Kontakte reduziert werden solle und man sein Kind wirklich nur schicken soll, wenn es nicht anders möglich ist. Nachweise sind, soweit ich es verstanden habe, aber nicht erforderlich. Heißt doch im Endeffekt: nachmittags im Hort sind wieder 95% der Kinder in ihrer Klassenstufe zusammen. *kopfschüttel

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