„Pädagogen wollen nicht geführt werden“: Warum es Schulleitungen besonders schwer haben

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MÜNCHEN. Eine Schulleitung wird meist eher als Primus inter Pares wahrgenommen, denn als Chefin oder Chef. Tatsächlich ist der Spielraum einer Führungskraft in der Schule deutlich kleiner als in einem Unternehmen. Dazu kommt: Das Aufgabenspektrum einer Schulleiterin oder eines Schulleiters wächst stetig. Das Gehalt ist je nach Schulform jedoch nur mäßig attraktiv. Eine echte Qualifizierung gibt es nicht. Das alles hat Folgen: Immer mehr Führungsstellen an Schulen – insbesondere an Grundschulen – sind vakant. Ein Gutachten des Aktionsrats Bildung beschreibt das als großes Problem und gibt Empfehlungen an die Politik, wie sich Abhilfe schaffen ließe.

Die Belastung insbesondere für Schulleitungen ist derzeit immens – (nicht nur) wegen Corona. Foto: Shutterstock

„In der Wirtschaft ist Führungskompetenz als Erfolgsfaktor längst eine feste Größe. Die Fähigkeit, als Führungskraft eine gute und motivierende Beziehung zu den Mitarbeitenden aufzubauen, wird als Voraussetzung für eine positive Unternehmensentwicklung wertgeschätzt“, so meint Wolfram Hatz, Präsident der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw). „Führungskräfte sind in deutschen Bildungseinrichtungen viel zu oft weder ausreichend für ihre Aufgabe qualifiziert, noch verfügen sie über wirksame strukturelle Werkzeuge, mit deren Hilfe sie führen können. Das ist umso alarmierender, als die Bedeutung guter Führung für die Effektivität von Bildungseinrichtungen empirisch nachgewiesen ist: Gute Führung hat bessere Bildungsergebnisse zur Folge.“

Hatz ist zwar Unternehmer, kein Schulpraktiker also. Er weiß aber durchaus, wovon er spricht: Er und die vbw sind Träger des Aktionsrats Bildung, in dem sich renommierte Forscher alljährlich zusammenfinden, um ein Gutachten zu einem Bildungsthema herauszugeben. In diesem Jahr eben: „Führung, Leitung, Governance: Verantwortung im Bildungssystem“.

Die Mitwirkendenliste liest sich wie ein Who’s Who der empirischen Bildungsforschung: Vorsitzender ist der Erzieherungswissenschaftler Prof. Dieter Lenzen, Präsident der Universität Hamburg. Mit dabei sind der Psychologe Prof. Olaf Köller, ehemaliger Gründungsdirektor des Instituts zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen Berlin und Leiter des Leibniz-Instituts für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik in Kiel. Mit Prof. Nele McElvany, der Direktorin des Instituts für Schulentwicklungsforschung der TU Dortmund, ist Deutschlands bekannteste Grundschulforscherin dabei. Weitere Namen sind unter anderem: der Bildungsökonom Prof. Ludger Wößmann, Bettina Hannover, Professorin für Schul- und Unterrichtsforschung an der Freien Universität Berlin und langjähriges ehemaliges Mitglied der Hauptjury des Deutschen Schulpreises sowie Prof. Tina Seidel, Professorin für Pädagogische Psychologie der TU München.

„Führungskräfte in Bildungseinrichtungen verfügen über relativ wenige strukturelle Werkzeuge, mit deren Hilfe sie führen können“

Ihre Feststellung: „Pädagoginnen und Pädagogen wollen nicht geführt werden.“ Schulleitungen haben es traditionell schwer, in selbstbewussten Kollegien zu bestehen. „Führungskräfte in Bildungseinrichtungen in Deutschland verfügen über relativ wenige strukturelle Werkzeuge, mit deren Hilfe sie führen können“, so stellen die Wissenschaftler fest. Tatsächlich sind Schulleitungen in manchen Bundesländern nicht einmal Dienstvorgesetzte der Lehrkräfte an ihrer Schule – das ist dort formal die Schulaufsicht. „Diese Situation ist besonders problematisch vor dem Hintergrund, dass sie für ihre Funktion typischerweise nicht systematisch ausgebildet werden. Die Übernahme einer Führungsaufgabe ist in Deutschland nicht an ein spezifisches Zertifikat beziehungsweise eine spezifische Qualifikation gebunden. So ist z. B. die typische Schulleitung eine erfahrene Lehrperson und wird eher als Primus inter Pares wahrgenommen.“ Heißt: Eine Chef-Rolle, wie es sie in Unternehmen gibt, existiert in vielen Schulen Deutschlands nicht.

Dabei ist das Aufgabenspektrum gewaltig, dass sich mit der Funktion Schulleitung verbindet: von der pädagogischen Schulentwicklung über Führung der Mitarbeitenden über Organisation und Verwaltung des Betriebs bis hin zur Organisation des Betriebs reicht das Aufgabenspektrum. Schulleitungen müssen in viele Richtungen kommunizieren – Schüler, Eltern, Lehrer, Schulaufsicht, Schulträger, Politik – und ständig bereit sein, auf Krisen wie Corona zu reagieren. Wo das gut läuft, lässt sich das am Zustand der Schule und des Betriebs darin meist erkennen. Im Gutachten liest sich das so: „Die Auswirkungen guter Führung auf die Effektivität der Bildungseinrichtungen sind vielfach empirisch nachgewiesen worden. Gute Führung führt zu höherer Qualität, also zu besseren Bildungsergebnissen.“

„Der Posten ist häufig nur wenig attraktiv und die Schulleitungen werden oft nicht ausreichend auf die Aufgabe vorbereitet“

Das Problem: Immer öfter lassen sich keine Bewerberinnen und Bewerber auf freie Schulleitungsstellen finden. Insbesondere in den Grundschulen sind bundesweit mittlerweile Hunderte von Führungsstellen vakant. „Dies ist kaum verwunderlich, da der Posten häufig nur wenig attraktiv ist und die Schulleitungen oft nicht ausreichend auf die herausfordernde Aufgabe vorbereitet werden“, sagt Prof. Nele McElvany. „Der Führungskraft in der Schulleitung kommt jedoch eine entscheidende Rolle für den Erfolg einer Grundschule zu. Das zu erfüllende Aufgabenspektrum in den Bereichen Organisation, Personal und Unterricht ist vielfältig und anspruchsvoll. Insgesamt ist die Notwendigkeit gegeben, die Attraktivität der Position der Schulleitung an Grundschulen zu steigern – sowohl um freie Stellen besetzen als auch um eine Auswahl der Besten durchführen zu können.“

Konkret schlägt der Aktionsrat Bildung unter anderem vor:

Umfassende Vorbereitung auf und Qualifizierung für Führungsaufgaben: Aus empirischen Studien ist bekannt, dass die primäre Motivation für die Übernahme einer Führungsposition intrinsischer Natur ist. Gerade besonders engagierte Personen, die ihre Einrichtung qualitativ weiterentwickeln wollen, können durch ein umfassendes Angebot an Qualifizierungsmöglichkeiten zur Übernahme einer Leitungstätigkeit motiviert werden.

Stärkung der indirekten Führung („Führung durch Strukturen“): Um effektiv führen zu können, benötigen Führungskräfte in Bildungseinrichtungen mehr Durchgriffs- und Gestaltungsmöglichkeiten. Wichtige Führungsinstrumente wie z. B. die Honorierung besonderer Leistungen des Personals durch leistungsabhängige Vergütungsanteile sollten in Bildungseinrichtungen aller Bildungsphasen eingeführt werden. Vor allem im Bereich der Primar- und Sekundarstufe ist es als großes Defizit anzusehen, dass Schulleitungen ihr Personal überwiegend nicht selbst auswählen können.

Verbesserung der finanziellen Anreize für die Übernahme von Führungsaufgaben: Die zusätzliche Vergütung für die Übernahme einer Führungstätigkeit muss dem Mehraufwand und der damit verbundenen gestiegenen Verantwortung, z. B. in Budget- und Personalfragen, gerecht werden. Insbesondere im Bereich der Primarstufe – aber auch in den übrigen Schultypen – sind die diesbezüglichen Anreize (Gehaltsabstände zum pädagogischen Personal ohne Führungsverantwortung sowie zwischen den Leitungspositionen unterschiedlicher Ebenen) häufig zu gering. (…)

Verringerung der pädagogischen und administrativen Arbeitsbelastung: Da Führungskräfte in Bildungseinrichtungen – insbesondere im Bereich der frühen Bildung sowie in Primar-/Sekundar- und beruflichen Schulen – meist neben ihrer Leitungsfunktion in beträchtlichem Umfang aktiv in der Bildungsarbeit tätig sind, bleiben die zeitlichen Spielräume für die eigentlichen Führungsaufgaben häufig zu gering. Wirksame Mittel zur Entlastung der Leitung sind z. B. die Ausweitung der Entlastungsstunden für Führungstätigkeiten beziehungsweise die Einführung einer hauptamtlichen mittleren Führungsebene ab einer bestimmten Einrichtungsgröße.

Nele McElvany: „Die Position der Schulleitung muss attraktiv werden, schließlich sind die Aufgaben, die damit einhergehen, komplex und anspruchsvoll. Das können finanzielle Anreize sein, aber auch die Reduktion der Lehrverpflichtung für Schulleitungen wären ein effektives Mittel, um ihnen mehr Zeit für die vielfältigen Aufgaben zu geben. Zudem wäre eine Flexibilisierung der Arbeitszeitmodelle denkbar, so dass die Führungsposition auf mehrere Schultern verteilt werden könnte.“ News4teachers

Hier lässt sich das Gutachten des Aktionsrats Bildung herunterladen.

Digitalisierung: Aktionsrat Bildung fordert Pflicht-Fortbildungen für alle Lehrer – und Systembetreuer für jede Schule

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47 KOMMENTARE

  1. Zitat:
    „Immer mehr Führungsstellen an Schulen – insbesondere an Grundschulen – sind vakant.“

    Ganz einfach: Zu viel Arbeit für zu wenig Geld.
    Ich wüsste nicht, in welchem Job der Leiter einer Abteilung auch noch zusätzlich die Arbeit macht, die er vorher schon gemacht hat.

  2. Der Aktionsrat Bildung der bayerischen Arbeitgeber (der keinerlei demokratische Legitimation besitzt) möchte wohl den Schulleitungen eine „Chefrolle“ zubilligen, damit dann besser von oben nach unten „durchregiert“ werden kann, natürlich nach dem Vorbild der Wirtschaft. Wenn ein Manager nicht spurt, wird er ausgewechselt. So soll das bei Schulleitungen wohl später auch sein, und Schulleiter sollen eine Art Manager werden. Schließlich bekommen die Schulleitungen eine Art von „Unternehmenszielen“ von der höheren Schulverwaltung vorgeschrieben, z.B. was sie gefälligst bei einer Evaluation alles zu tun haben und in welche Richtung die „Schulentwicklung“ gefälligst zu gehen hat, alles selbstverständlich „für bessere Bildungsergebnisse“, im Klartext: bessere messbare Ergebnisse. Eigenverantwortung von Lehrern ist da eher hinderlich. Bildung, die nicht empirisch messbar ist, gehört dann auf den Müllhaufen der Geschichte. Humboldt dreht sich im Grabe um.
    Und immer mehr Verwaltungsaufgaben werden bei den Schulleitungen abgeladen. Klar, dass das nicht attraktiv ist. Dafür gibt’s bereits die eine oder andere „Kaderschmiede“ für Leitungspositionen im Bildungsbereich, sogar einige Master-Studiengänge. Dann gibt es das im obigen Artikel genannte „Zertifikat“. Aber hat man je gehört, dass Vorstandsmitglieder großer Unternehmen dafür ein Zertifikat benötigen? Wie waren denn die Manager von Wirecard ausgebildet?

    • @Carsten60

      „Aber hat man je gehört, dass Vorstandsmitglieder großer Unternehmen dafür ein Zertifikat benötigen? Wie waren denn die Manager von Wirecard ausgebildet?“

      Die waren vermutlich so ähnlich ausgebildet wie dieser Herr:
      https://www.daserste.de/information/reportage-dokumentation/dokus/videos/der-kaufhauskoenig-video-102.html

      „Hoppla! Jetzt komm‘ ICH!!!“

      Und irgendwann wird man vom Sebastian Kurz dann dem netten Herrn Putin vorgestellt …

      Wer’s stilecht mag, öffnet den Champagner und genießt ihn zusammen mit diesem 43-Minuten-Video.

      Wenn man in dieser Liga sein „Klassenziel“ nicht ganz erreicht, weil man zu wenig „Biss“ hat, dann bleibt immer noch die Position der zertifizierten Schulleitung.
      Bestimmt verbessert das sie „Stimmung“ in der „Truppe“ dann noch mehr – insgesamt eine vielversprechende Idee … (nö, war Ironie).
      *kopfklatsch*

  3. Nach meinen Erfahrungen mit Schulleitungen liegt die mangelnde Qualifikation nicht daran, dass die Schulleitungen zu wenig Führungsanspruch haben, sondern dass sie gegen das Kollegium der Schule ihren Stempel aufdrücken wollen oder an ihrem eigenen Weiterkommen auf dem Rücken des Kollegiums interessiert sind.
    Ich widerspreche also der obigen These! Gut funktionierende Schulleitungen und Schulen, die sich gut weiterentwickeln, binden ihr Kollegium ein und bestimmen nicht über sie. Schulen sind kein Industrieunternehmen, die mit Tritten nach unten verkaufen müssen. Sondern: Schulen entwickeln sich weiter, sie arbeiten mit Menschen, die Bedingungen ändern sich ständig.
    Gerade in Bayern haben wir nämlich das umgekehrte Modell: Den Schulleitungen wurde das Instrument der Lehrerbeurteilungen in die Hand gegeben und schon hat man ein Druckmittel dem Kollegium gegenüber. Nur Schulleitungen, die mit dem Kollegium arbeiten und nicht gegen es, gewinnen Vertrauen.

    • @ysnp

      „oder an ihrem eigenen Weiterkommen auf dem Rücken des Kollegiums interessiert sind.“
      Leider ist das oft die Realität.

      „Nur Schulleitungen, die mit dem Kollegium arbeiten und nicht gegen es, gewinnen Vertrauen.“
      Da bleibt ebenso oft nur Wünschen und Hoffen.

    • „oder an ihrem Weiterkommen … interessiert sind“
      Es ist in Berlin nicht selten, dass Mitglieder der Regierungspartei verdächtig schnell zu Schulleitern (natürlich nach A 16) befördert werden, um bald darauf höhere Ämter zu übernehmen. Ein derzeitiger Bezirksbürgermeister ist diesen Weg gegangen, und jetzt sollte ein anderer Schulleiter im Bezirk sein Nachfolger werden. Das klappte aber nicht, er musste verzichten und bleibt vorerst Schulleiter. Es ist doch klar, dass solche Schulleiter im Zweifel nicht das Kollegium gegen die höheren Bürokraten verteidigen, sondern umgekehrt vorgehen. Das Radfahrerprinzip: nach oben buckeln, nach unten treten. Aber den Aktionsrat Bildung interessiert das natürlich nicht.

  4. Ein „selbstbewusstes Kollegium“ ist das Beste, was einer Schule und damit dem Schulleiter passieren kann. Es geht um einen hochkomplexen Beziehungsberuf, der von der großen Hingabebereitschaft der meisten Lehrer lebt. Deshalb sind Schulen ganz anders verfasst als Wirtschaftsunternehmen. Tatsächlich werden Schulen vom Kollegium geführt, auch wenn zunehmend die Befügnisse der Gesamtlehrerkonferenzen unterhöhlt werden. Fehlende Mitbestimmung und unproduktive Hierarchien sind aber auch in Wirtschaftsunternehmen keine gute Idee.

    • Meine derzeit erlebte Schulleitung arbeitet seit Amtsantritt – bei der noch lautstark betont wurde, dass man ja „Teamplayer“ sei – massiv dagegen an.
      Das bis dato vorhandene Selbstbewusstsein wurde seitdem atomisiert- durch gezieltes Schaffen einer Führungsseilschaft, die gezielt hochbefördert und auf Kurs gebracht wurde – sachliche Kritik wird als persönlicher Angriff definiert und gebrandmarkt, ehemals vorhandene eigenverantwortliche Strukturen ausgehebelt – wer weiterhin muckt bekommt Druck.

      Das beobachtbare Ergebnis ist ein durchaus als verunsichert zu beschreibende Kollegium, in dem Eigeninitiative immer weiter einschläft und sich das Gefühl bahnbricht, dass vieles „einfach egal“ ist, weil Entscheidungen im „inneren Zirkel“ getroffen – aber nicht ins „Restkollegium“ kommuniziert werden. Da ist das Gefühl von „Befehlsempfänger an der pädagogischen Front“ dauerhaft präsent.
      So funktioniert „Teamwork“ meines Erachtens nicht. Als Folge stellt sich eine frustrierte „innere Immigration“ ein…das genaue Gegenzeil von dem, was von LuL erwartet wird…nur noch wenige Jahre bis in den Ruhestand. Ich freu mich drauf.

      • Das erlebe ich GENAU SO. Es ist bitter, weil es auch nicht mehr darum geht, wer etwas weiß oder kann oder sich entsprechend professionalisiert oder von der Persönlichkeitsstruktur her geeignet ist, in einem bestimmten Bereich „Experte“ oder „verantwortlich“ zu sein. Es geht darum, sich bei der SL anzubiedern und zur Prosecco-Runde am Samstagabend eingeladen zu werden, bei der dann die weiteren Beförderungen bekakelt werden oder entschieden wird, wer „auf der Abschussliste“ steht.
        Alle Kollegen, die etwas für die Schule oder die Schüler wollen, im Sinne dessen, etwas zu verbessern und zu gestalten, geben auf.

      • Zustimmung- Unser SL ist gerade in den Ruhestand! Hier war Chef noch Chef….Noch schön Parteiarbeit. Immer betont, wie gut der Draht zum Landkreis ist….der Landrat gehört der gleichen Partei an…Bürgermeister isser och und nach der Pensionierung hab‘ ich den guten Mann als Vorstand in nem lokalen größerem Energielieferanten entdeckt. Zur Verabschiedung hat jemand sein Abbild auf dem bekannten Bild ersetzt : Der Lotse geht von Bord….nun treibt das Schiff schon seit Monaten so durch die Gegend. Das mit dem Ersatz klappt irgendwie gerade nicht so. Wer hat den auch schon Bock sich in Corona-Zeiten zu profilieren? Voll undankbar. Gibt ja nicht mal den großen Beritt zur Inthronisierung…

      • Muss dem leider (!) auch voll zustimmen…obwohl es auch eine kleine ‚Rebellentruppe‘ bei uns gibt, die sich oft gegen das Imperium wehrt-mit mäßigem Erfolg. Und mürbe macht das auch mit der Zeit…

  5. Statt Nieten in Nadelstreifen, dann Nieten in Pepita. When will they ever learn? Schulen sind keine Fabriken! Wer alles messen will und somit kontrollieren will, sollte nicht mit jungen Menschen arbeiten.

  6. Lehrer*innen sind Getriebene in Chaos, Mangel und permanenter Überlastung und sollen von außen die Schulen hübsch, niedlich, hochpädagogisch und gleichzeitig innovativ-fortschrittlich ausschauen lassen; auch gerne regelmäßig die neueste, politisch gewünschte „Initiative zur Verschönerung der gesellschaftlichen Makel“ durchreiten, gerne auch in der Freizeit, gerne auch ohne adäquate Arbeitsausstattung und bitteschön immer ganz arg individuell ausgerichtet auf persönliche Stärken und Schwächen und die tagesaktuellen psychologischen Bedürfnisse jedes Individuums (aber natürlich nicht des eigenen).

    Und Schulleitungen sollen so tun, als könnten sie dies souverän anleiten.

    Armen Hofnarren der Nation … mein Mitgefühl habt ihr.

  7. Ich habe schon mehrere Schulleitungen erlebt in meiner Laufbahn. Am besten habe ich arbeiten können, wenn ich wusste, die Schulleitung steht hinter mir und ich kann mich mit Problemen an sie wenden und bekomme eine Antwort, auf die ich mich verlassen kann.
    Ganz schlecht habe ich gearbeitet, wenn ich das Gefühl hatte, kontrolliert zu werden und immer Angst hatte, etwas falsch zu machen.
    Am Ende muss ich meine Arbeit vor den SchülerInnen und Eltern vertreten. Ich erwarte, dass mir vertraut wird, dass ich mein Bestes gebe und mir freie Hand in meinen pädagogischen Entscheidungen (im Rahmen des Schulprogramms) gelassen wird.
    Ich habe nicht umsonst einen Eid auf die Verfassung geschworen. Das findet meines Wissens nach in der freien Wirtschaft ja nicht statt. Auch produziere nichts, sondern erziehe junge Menschen zu mündigen Bürgern (oder versuche das zumindest). Dieser Zwang, alles bewerten zu müssen muss endlich wieder aufhören. Das führt ja nicht zu besserer Bildung. Vielleicht sollte man endlich die Noten abschaffen und Beurteilungen schreiben.
    Schulleitungen sollten dazu da sein, einen verlässlichen Rahmen zu schaffen, in dem sich LehrerInnen und SchülerInnen nach ihren Möglichkeiten entfalten können. Alles andere hat mit Bildung nichts zu tun.

    • … und was ist mit den schlechten, hinterhältigen, faulen, unmotivierten, undemokratische, sadisitsichen und dysfunktionalen Lehrkräften, die es ja wohl auch gibt. Denn LK sind weder moralischer, freundliche, interessierter als alle anderen Mitarbeiter*innen in anderen Institutionen.
      Aus der internationalen Forschung wissen wir: Nur starke Schulleitungen, mit guter Ausbildung und hoher Kompetenz können Schule sicher führen. Das erfolgt bei guter Schulleitung durch Unterstützung der schulischen Experten und Leistungsträger. Nicht durch die Erreichung eines Minimalkonsens.
      Sorry, Eure Argumente sind so etwas an überheblich!!!

      • „Nur starke Schulleitungen, mit guter Ausbildung und hoher Kompetenz können Schule sicher führen. Das erfolgt bei guter Schulleitung durch Unterstützung der schulischen Experten und Leistungsträger. Nicht durch die Erreichung eines Minimalkonsens.“

        Sie können nur mit den Jungs tanzen, die da sind. Wenn Sie denken, mit einer leistungsorientierten Gangweise auf Dauer etwas zu bewirken, liegen Sie falsch. Sie beißen sich die Zähne aus und zeigen allen, dass Sie der Situation nicht gewachsen sind, was rein gar nichts konstruktiv verändert. Ein ‚Minimalkonsens‘ ist ein Anfang ins Gespräch zu kommen. Mit der Axt können Sie in den Wald gehen! Sorry, aber an den Schulen arbeiten viele Kolleg*innen täglich an ihren Grenzen und dass es schwarze Schafe gibt, heißt nicht, dass man als Schulleitung den sozialen Frieden gefährdet. Ohne Feingefühl geht gar nichts aus Dauer!

      • Meinst du die Sadisten bekommst du eingefangen mit Druck von oben? Da lachen ja die Hühner. Die wissen genau wie weit sie gehen können. Und als Beamte wirst du sie nur los, wenn du sie noch oben lobst, ins Amt versetzt oder abordnest.
        Und nur weil es Arschlöcher gibt, muss man daran ja nicht alles ausrichten. Diese Denke zerstört jedes gute Klima. Vielleicht kommst du ja auch noch auf den richtigen Trichter Ichsagauchwas.

        • Hmm, die Häufigkeit ausgesuchter „Sadisten“ scheint mir doch deutlich überzogen dargestellt…dass es diese gibt lässt sich leider nicht bestreiten aber in den meisten Fällen lassen sich diese durch das Kollegium einhegen – von Seiten der SL habe ich in den vergangenen 25 Dienstjahren i.d.R. keine Interventionen gegen solche verborgenen Charaktere erleben dürfen…der Druck kommt eher aus den eigenen Reihen.
          Was ich aber mittlerweile zu oft erlebt habe ist die zuweilen „größenwahnsinnig “ erscheinende Vorstellung bei SL, ein Komplettkollegium in die eigene Spur zu zwingen / bringen ohne dieses – wie weiter oben beschrieben – zu deformieren. Wer nimmt denn schon eine offenkundige Nicht-Akzeptanz der eigenen / einzelnen Lehrer*Persönlichkeiten hin ohne spürbare Einbußen hinsichtlich des eigenen souveränen und motivierten Handelns zu erleiden. Man kann versuchen, sich dagegen zu stemmen – sein / ihr Ding durchzuziehen aber auf Dauer lässt sich das ständige Schwimmen und Kämpfen gegen den Strom nicht durchhalten. Ergebnis: man gibt erschöpft auf und lässt sich einfach nur noch treiben.

      • …“den hinterhältigen, faulen, unmotivierten, undemokratische, sadisitsichen und dysfunktionalen Lehrkräften …“
        Ist hier ein Lehrerhasser unterwegs? Solche Lehrkräfte habe ich weder in meiner eigenen Schulzeit (die schon lange her ist) noch in meiner Arbeit je erlebt. Das muss wohl die Perspektive eines Nicht-Lehrers mit Schultrauma sein.
        Außerdem: Wirklich schlechte Lehrer würden auch durch die beste Schulleitung nicht besser, wie auch in anderen Berufen.
        Was die Arbeit sehr erschwert ist engste Kontrolle und Druck in einem Beruf, der auf Eigenverantwortung und soziales Miteinander setzt. Schulleiter sollen uns Vertrauen entgegen bringen, dass wir Lehr-Profis sind und unser Bestes geben! In solch einem Klima entsteht das beste Ergebnis. Vor allem sollten sie uns so behandeln, wie sie erwarten, dass wir die Schüler und Studierenden behandeln …

    • „Schulleitungen sollten dazu da sein, einen verlässlichen Rahmen zu schaffen, in dem sich LehrerInnen und SchülerInnen nach ihren Möglichkeiten entfalten können.“

      Genau richtig! Dieser Rahmen ist ein Konstrukt, dass ständig ausgehandelt werden muss, da gibt es kein ausruhen und aussitzen. Eine Herausforderung, die auch Unternehmen mittlerweile annehmen, weil sie merken, dass mit steilen Hierarchien und durchtreten nach unten kein produktives langfristiges Arbeiten möglich ist. Und wer will schon Fachkräfte verlieren in diesen Zeiten?

  8. Gerne würde ich einige weitere Punkte anführen, die das Leiten einer Schule so schwer machen. Ich weiß nicht, ob ich mit meiner Erklärung der Komplexität gerecht werde, aber ich werde es versuchen:

    1. Anspruch auf absolut individualisierte Behandlung – auch wenn das Erfüllen dieses Anspruchs zu Lasten der Gemeinschaft geht – legt Schule in vielen Bereichen lahm. Dies liegt auch daran, dass die individuellen Ansprüche verschiedener Akteurinnen und Akteure (Lehrpersonal, Eltern, Schüler/innen) einander häufig rein praktisch absolut ausschließen, aber jede/r Einzelne aufgrund eines Gesetzes oder Erlasses einzeln gesehen, ein Anrecht auf die Erfüllung dieser Ansprüche hat.

    Da haben dann in einer beliebigen Sachlage das Sozialgesetz, die Schulgesetz, die kommunalen Träger, die Richtlinien zur Schülerbeförderung, das Beamtengesetz, das Gleichstellungsgesetz und die Behindertenkonvention ihre Finger drin, dazu die Ansprüche des Arbeits- und Gesundheitsschutzes und ganz weit hinten die Erfordernisse der Pädagogik und des gesunden Menschenverstandes. Und alle widersprechen einander.

    Die Diskussion um Masken, Abstandregeln, Testungen, etc. sind im Moment nur ein Beispiel, an dem sich das festmachen ließe.

    Und weil das so ist, haben Juristinnen und Juristen das Feld Schule als Möglichkeit entdeckt, Eltern die Erfüllung all ihrer Wünsche zu versprechen. Gegen gute Bezahlung.
    Vor allem Schulleitungen werden auf diesem Schlachtfeld zerrieben. Sinnvoll und für alle nachvollziehbar ist eben nicht in jedem Fall rechtssicher.

    Dieses Spannungsfeld ist einzelnen Lehrkräften, Eltern oder Schülerinnen und Schülern aber nicht in jedem Fall bewusst. Prügelknaben/Mädels sind die Schulleitungen.

    2. Wohl der Schulleitung, die einen Schulträger hat, dessen Vertreter/innen und Politiker/innen die Bedürfnisse von Schulen erkennen und diesen Rechnung tragen auch ohne auf kurzfristige Wahlerfolge zu schauen. Flapsig gesagt: Die Forderungen eines rehäugigen Erstklässlers auf der Titelseite haben mehr Zugkraft als die mauligen Forderungen eines pickeligen Teenagers. Die geballte Kraft der privilegierten Eltern ist eindrucksvoller als die Resignation von Eltern, die sich aus den Bildungsbelangen ihrer Kinder verabschiedet haben. In vielen Kommunen ist man sich dessen bewusst und hält tapfer gegen, dort, wo dies nicht der Fall ist, kämpfen Schulleitungen gegen Windmühlen.
    Auch in diesem Bereich treffen wieder sich Forderungen von Schulgesetz und Curricula auf der einen Seite und die Weigerung der Schulträger, die dafür notwendigen Ressourcen zur Verfügung zu stellen, aufeinander.

    3. Aus den Punkten 1 und 2 folgt, dass die vielbeschworene „eigenständige Schule“ nur ein Feigenblatt ist, das immer dann eigenständig ist, wenn von oberen Verwaltungsebenen Arbeit auf Schulen abgewälzt werden kann, eigenständige Lösungen aber nur sehr eingeschränkt möglich sind, weil es immer jemanden gibt, der/die sich oder sein Kind individuell anders behandelt sehen möchte oder als politische Vertretung komplett andere Prioritäten setzt.

    • @Monika Niemann

      „die vielbeschworene „eigenständige Schule“ nur ein Feigenblatt ist, das immer dann eigenständig ist, wenn von oberen Verwaltungsebenen Arbeit auf Schulen abgewälzt werden kann“
      Und auch das ist letztlich wieder eine Möglichkeit gewesen letztlich viel Geld einzusparen.
      Die angeblichen Chancen und die schier unendlichen Vorteile wurden vor der Einführung dieser „eigenständigen Schule“ und auch in den ersten Jahren als toll gepriesen und viele fanden es auch toll, ernsthaft.

      Ebenso wurde Jahre später mit der Inklusion verfahren.

      Mieses Spiel.
      Klappt wieder und wieder ….

      • „Eigenständige Schule“ – Wie Sie sagen, wenn die obere Behörde keinen Bock auf diese und jene Arbeiten haben, werden sie auf die Schulen abgewälzt. Echte Eigenständigkeit?
        Entscheidet eine Schule dann mal eigenständig, weil von oben nix kommt – siehe Corona, dann bekommt die Schule eins auf den Deckel.

      • Das Personal in den Ministerien muss für jede Arbeitsminute bezahlt werden, Lehrer nur für den erteilten Unterricht. Kein Wunder, dass die so vorgehen und die tatsächliche Arbeitszeit nicht messen wollen.

    • Leider ebenfalls komplette Zustimmung. Wenn ‚operativ eigenständige Schulen‘ nur ein Mythos sind, dann muss man gerade deshalb zur ‚operativ eigenständigen Lehrkraft‘ werden?!! (Klappt natürlich nicht immer…)

  9. Wenn ich von einem Schulleiter in Bayern mit A16 ausgehe, ist das ein Netto Gehalt, das in der Autoindustrie dem Mittelmanagement entspricht. In der Pandemie konnte man als Außenstehender aber leider nur sehen, dass Schulleiter wenig Entscheidungsmacht besitzen und nur wenige die Chuzpe besitzen, unsinnige Anweisungen zu hinterfragen. Das sind keine Manager, das sind (zu) gut bezahlte Verwalter an den weiterführenden Schulen.
    Als Vergleich kann man Manager heranziehen, die auf Anweisung von oben gesundheitsgefährdende Anlagen genehmigen.
    Als Gegenpol sind die Schulleiter von u.a. Mittelschulen zu sehen. Die sind nicht gut genug bezahlt für das herausfordernde Schülerklientel.
    Welche unterschiedlichen Aufgaben rechtfertigen die unterschiedliche Bezahlung? Nur wegen der Abiturabnahme Tausend Euro mehr?

  10. Die Arbeitsrealität von Lehren besteht aus der eigenverantwortliche Planung und Durchführung von Unterricht sowie die Bewertung von Schülern. Sowie jeder Schulleiter und jeder Schulaufsichtbeamte eine sehr persönliche und individuelle Arbeitsweise hat, so haben das auch Lehrer. Führung von Lehrkräften bedeudet jedoch immer auch einen Eingriff in die persönliche und individuelle Arbeitsweise von Lehrkräften – etwas was sich Schulaufsicht und Schulleiter verbieten würden. Aus diesem Grund wollen und können Lehrer (auch) nicht geführt werden!

    • Klaus- Das sehe ich auch so. Nur die Realität ist manchmal eine Andere…unsere SL schaffte es durchaus uns als Schulfamilie zu titulieren…Sorry meine Family is at home. Und entsprechend wurde die „Kinder“ dieser Familie mit klein klein, tollen Aufgaben und Kontrolle gegängelt. Gegenüber SuS und Eltern soll man aber volle Kompetenz in allen Bereichen ausstrahlen. Aber mit dem Wissen, wenn sich mal jemand beschwert und unsinnige Drohungen ausstösst: Landesschulbehörde, Presse blabla….dann steht garantiert keine SL hinter einem.

  11. Würden Schulbehörden die Bewerber:innen für ein Leitungsamt nicht zuerst wie eine:n Anwärter:in darauf überprüfen, ob sie einen methodisch-didaktisch Vorzeigeunterricht halten können, sondern moderne Führungsqualitäten und -Instrumentarien abrufen, würde sofort klar, dass Kultusministerien und Landesschulbehörden umgehend in die Qualifikation zukünftiger Führungskräfte investieren müssten – der Ball liegt also bei der ländereigenen Schulpolitik als solcher.

    Das Lehramt im Allgemeinen und die Schulleitung im Besonderen werden vielfach nicht als Beruf, sondern als Berufung gesehen, daher hält Landespolitik es in der Regel nicht für erforderlich, bei den Bewerber:inne:n besondere Professionalität zu erwarten und bei Eignungsmängeln zumindest nachzusteuern.
    Gute Schulleitungen sind dann eher Zufall als Standard.

  12. Die Kommentare zu diesem Thema sind sehr gut beschreibende Analysen der unerträglich gewordenen Situation.
    SL sind in der Regel die Durchdrücker der oft realitätsfernen Entscheidungen und verordneten Maßnahmen aus den Ministerien und Schulämtern. Da wird nur geschluckt, gekuscht, vertuscht um das Bild der ach so perfekten Schule nach außen hin zu wahren.
    Ich könnte mich niemals so verbiegen und selbst betrügen, alles hinnehmen und sei es noch so hirnrissig.
    Fühle mich durch die permanent stattfindende Kontrolle gestresst, immer gehetzt und unzufrieden, da eigene Meinungen oder gar Entscheidungen unerwünscht sind und ab- gebügelt werden. Mein Eindruck vom Kollegium ist der, dass viele nur noch zustimmend nicken, obwohl am Limit arbeitend und sich Resignation breit macht. Und dabei macht unser Kerngeschäft viel Spaß.
    Ich fühle mich in vielen Situationen entmündigt, entmutigt und enttäuscht über die Rolle „unserer“ SL, die selbst mit vielen unsinnigen Aufgaben überlastet ist, sich aber nicht schützend vor das Kollegium stellt, um selbst zu glänzen und keinen Kratzer abzubekommen.
    RIKE

  13. Ich bin zwar nur Mutter, dafür aber eine durchaus engagierte 😉 Aus meiner Sicht würde ich mir ein Schulleitungsteam aus drei Personen wünschen, bestehend aus einem der im Management ausgebildet ist (zB. BWL Studium) und zwei Pädagogen (wovon einer Lehrkraft sein muss) Warum drei? Entscheidungen könnten so vielleicht ähnlich wie in Vereinen im „Vorstand“ getroffen werden. So hätte man eine Person, die in Mitarbeiterführung geschult ist und sich mit wirtschaftlichen und rechtlichen Aspekten auskennt. Die Pädagogen können durch ihre Berufserfahrung sorgetragen, dass die Interessen der KuK und der SuS nicht ihre Beachtung finden. Wenn dann das SL Team noch eng mit der ESL zusammenarbeitet, dann sollte doch ein vernünftiges Miteinander im Sinne der Schulgemeinschaft möglich sein. Die besten SL die ich bisher erlebt habe, kamen aus einem anderen Tätigkeitsfeld. Ich habe oft erlebt, dass SL die vorher nur unterrichtet haben oft viel mehr ihr Verständnis von gutem Unterricht den KuK aufgezwungen haben, was logischerweise zu Unmut führt. Meiner Meinung nach ist der beste Unterricht immer dann, wenn die Lehrkraft Spaß hat und damit hinter dem steht was er oder sie tut. Lehrer die einfach nur SL werden sind oftmals schlecht vorbereitet und schnell frustriert mit ihrer Aufgabe. Die meisten die ich kenne würden gerne noch unterrichten aber der organisatorische und wirtschaftliche Teil lässt es nicht zu. Nicht umsonst gibt es den Spruch Schuster bleib bei deinen Leisten. In diesem Sinn wünsche ich allen ein gutes miteinander 😉

  14. Ich komme nicht aus dem Bildungsbereich, aber selbst mir ist klar, dass die Politik oder das System „Flexibilität und Umsetzungsstärke“ von Lehrern und Schülern abverlangt ohne aber einen Tropfen an Autonomie an Schulen bzw. Schulleitungen und auch Lehrer weitergeben zu wollen. Erschreckend!
    Statt „Macher“ und „Führungskräfte“ in der Bildung zieht man in dem Bereich „ausführende und gehorsame Bildungssoldaten“ heran. Denn anstatt Krisenmanagement als solches zu betreiben, werden die Bildungsberufsbilder und – Führungskräfte nebst Bürokratiefunktionen vorwiegend als Sprachrohr zwischen Politik und Bürger missbraucht, die den Missmut des Volkes physisch und psychisch schlucken müssen, denn auch hier läuft nichts mehr demokratisch.
    Das ist leider die Realität in meinem Heimatland Deutschland.

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