Schulstart löst bei Berlins Schülervertretern gemischte Gefühle aus

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BERLIN. Berlins Schülervertreter sehen dem ersten Schultag nach den Osterferien mit gemischten Gefühlen entgegen. «Ich bin einerseits sehr froh, dass ich meine Freunde wiedersehen kann», sagte Landesschülerausschuss-Sprecherin Luisa Regel. «Andererseits mache ich mir schon Gedanken, weil jetzt sehr viele Klassen zurückkommen werden und viele Lehrer immer noch nicht geimpft sind. Und das macht mir schon ein unwohles Gefühl», so die Abiturientin aus dem 13. Jahrgang der Kurt-Schwitters-Schule im Bezirk Pankow. Schließlich habe die dritte Welle der Corona-Pandemie begonnen.

«Und wenn die Zahlen weiter ansteigen, kann man es nicht zulassen, dass Schülerinnen und Schüler gefährdet werden durch den Besuch der Schule», sagte Regel. Es sei absolut verständlich, dass viele wieder Präsenzunterricht haben wollten, weil der deutlich effektiver sei als Online-Unterricht. «Aber man muss ganz klar auf die Zahlen schauen, wie sich das entwickelt», so die Sprecherin der Schülervertreter.

Es sei gut, dass die 7. bis 9. Klassen erst am 16. April zurück in die Schulen kämen, finden Berliner Schülervertreter. Foto:shutterstock

Es sei gut, dass die 7. bis 9. Klassen noch nicht gleich zurück in die Schulen kämen, sondern erst am 19. April. «Wenn man dann sieht, dass es sehr voll wird und sich die Zahlen weiter entwickeln, dann ist es aber schwierig, an diesem Plan festzuhalten», warnte die Abiturientin.

Richtig sei auf jeden Fall gewesen, die Tests in den Schulen verpflichtend zu machen. «Man muss halt aufpassen, wie man es angeht, ob man die Kapazitäten hat, in der Schule zu testen, den Abstand einhalten kann, dass alles gut desinfiziert werden kann. Und man muss schauen, dass es überall genügend Tests gibt», sagte Regel. Vor den Ferien sei das noch nicht so gewesen.

Skeptisch ist die Schülervertreterin, was die Organisation der Tests in den Schulen angeht, auch mit Blick darauf, dass vom ohnehin eingeschränkten Unterricht dann auch noch Zeit dafür abgehe. «Wahrscheinlich ist es am sinnvollsten, das direkt morgens zu machen mit sehr großen Abständen in gut durchgelüfteten Räumen, damit es keine Ansteckungsgefahr gibt», sagte Regel. «Und dann zum Beispiel in den Klassenleiterstunden, wo man die Lehrkräfte etwas besser kennt und vertrauter mit ihnen umgehen kann.» (dpa)

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4 KOMMENTARE

  1. Bei einer Inzidenz von 200 erst in den Fernunterricht zurückzukehren ist grob fahrlässig.
    Wir bewegen uns alle auf gefährlichen Eis und es ist verantwortunglos, dass man dem RKI, Intensivmediziner und Virologen kein Gehör entgegen bringt. Die Ernshaftigkeit die mit Nachdruck ausgesprochen wird, wird schamlos übergangen und ausgeblendet. Der Gesunheitsschutz und die Sorgfaltspflicht wird des weiteren Verlaufs der schweren neuen Virus Variante nicht wahregenommen. Die Eltern der Schüler sind nicht geimpft und haben ein Anrecht auf Schutz. Der Schutz wurde auch der Altengeneration zugesprochen und von der Politik mit viel Nachdruck eingefordert von der jüngeren Generation. Der sicherste Hafen der Eltern wird als billig Fleisch an die Pandemie verfüttert und geopfert. Die Testung an den
    Schulen muss verpflichtend umgesetzt werden unter geschulten Personal in der Schule. Damit auch gewährleistet wird, dass sich getestet wird. Wir haben es mit einem tödlichen Virus zu tun und dieses Bewußtsein haben die KM, Politik und Regierung leider noch nicht erkannt und Handeln nicht glaubwürdig und wohlwollend dem Menschenleben gegenüber. Die KM müssen sich eine ganz einfache Frage vor dem Spiegel stellen und dabei in den Spiegel schauen. Eine ganz einfache Gebrauchsanweisung “ Was ist Ihnen das Menschenleben noch Wert“. Wie rechtfertigen Sie vielleicht Tod der Eltern oder schwere Langzeitfolgen der Pandemie und übernehmen Sie dafür Verantwortung für Ihre Entscheidungen. Schauen Sie noch in den Spiegel und können Sie noch in den Spiegel täglich schauen?

  2. «Ich bin einerseits sehr froh, dass ich meine Freunde wiedersehen kann», sagte Landesschülerausschuss-Sprecherin Luisa Regel.

    Das Virus ist auch froh!

    «Andererseits mache ich mir schon Gedanken, weil jetzt sehr viele Klassen zurückkommen werden und viele Lehrer immer noch nicht geimpft sind. Und das macht mir schon ein unwohles Gefühl»

    Die Präsenzpflicht ist in Berlin aufgehoben, die SuS der Abschlussklassen gehen also freiwillig dort hin. Keine gute Idee am Präsenzunterricht teilzunehmen, weil bei Infektionen in der Klasse/Kurs kurz vor der Prüfung die gesamte Abiturprüfung ausfallen könnte.

  3. Wir haben in MV ja schon wieder Schule.
    Donnerstag Schule.
    Freitag Schule.
    Freitagmittag Schulende: Pünktlich mit Gültigkeit ab Montag – ein neuer Hygieneplan.
    Verbindlich natürlich.

    Wer’s ausführlicher mag:
    „Die Vorgaben des Landesgesundheitsamtes gelten für Kitas und Schulen gleichermaßen. Das Bildungsministerium hatte den Schulen am Freitag einen aktualisierten Hygieneplan geschickt. “
    https://www.ndr.de/nachrichten/mecklenburg-vorpommern/Ab-Montag-PCR-Test-erforderlich-bei-Schnupfen-in-Schule-und-Kita-,coronavirus4890.html

    Kommentar spare ich mir.

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